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Autor Thema: Re: Unsere Geschichte  (Gelesen 46140 mal)
Lausebackesmama
aka LBM
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Ein Leben lang!


« Antwort #50 am: 08. Juli 2014, 15:00:05 »

das Grundproblem von geistiger Unbeweglichkeit beruht darauf, sein eigenes Wissen für umfassend zu halten.

Brainstormer, DAS gilt aber für beide Seiten.

Das Problem, das ich sehe, ist aber, dass viele meinen, Vatersein ist die alleinige Realität. Und das ist eben nicht so. Schau Dich in anderen Foren um, bspw. in Familienforen wie urbia. Du findest dort genug Frauen, die sich mit handfesten Problemen herumschlagen, die Väter haben, die sich nicht kümmern, weder zeitlich, noch finanziell, die keine Notwendigkeit sehen, sich abzustimmen und eben tun, was sie für richtig halten.

Wie ein schlauer Mensch hier mal sagte: "Schlümpfe gibt es auf beiden Seiten!"

Und wenn einer oder zwei Schlümpfe vor Gericht ziehen, weil sie sich nicht einigen können, dann muss ein Gericht eben für oder gegen einen dieser Schlümpfe entscheiden, wenn es sie nicht zu einem Vergleich bekommt.

Ich halte es aber damit, dass das ähnlich ist wie bei einem Computer: Das Problem sitzt in der Regel davor. Man kann das Gericht nicht dafür zur Rechenschaft ziehen, dass es Entscheidungen trifft, die irgendwem nicht passen. Man kann kritisieren, dass es Entscheidungen gibt, die auf konservativen Werten beruhen, die von Vorurteilen geprägt sind. Und genau das passiert in jedem Rechtsgebiet, ja, in jedem Berufsfeld! Und wir sind uns denke ich einig, dass wir die Strafgerichtsbarkeit nicht per se abschaffen wollen, nur weil es Fehlurteile gibt?

Es sitzen auch in Gerichten nur Menschen. Ich vermute, dass viele von diesen Menschen dort ordentliche Arbeit leisten und bei schwierigen Entscheidungen sicher auch die ein oder anderen Bauchschmerzen nach Hause mitnehmen.

Ich bin seit nun fast 10 Jahren hier und ich unterstütze diesen Kampf um Gleichberechtigung in der Familie wie im Beruf aus vollem Herzen. Aber dass es nicht richtig vorwärts geht oder zumindest nicht in dem Tempo, das wünschenswert wäre, liegt m. E. daran, dass es nicht von allen Bevölkerungsteilen gestützt und als nötig angesehen wird. Und damit meine ich Frauen genauso wie Männer.

LG LBM

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Brainstormer
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« Antwort #51 am: 08. Juli 2014, 16:18:29 »

Das Problem, das ich sehe, ist aber, dass viele meinen, Vatersein ist die alleinige Realität.
Mag sein. Meine Realtität ist das nicht.
Allerdings habe ich so meine Probleme damit, wenn hier jemand so tut, als ob das Familienrecht mittlerweile so gut ausgestaltet ist, dass eigentlich gar kein Anpassungsbedarf mehr vorhanden ist.

Und wenn einer oder zwei Schlümpfe vor Gericht ziehen, weil sie sich nicht einigen können, dann muss ein Gericht eben für oder gegen einen dieser Schlümpfe entscheiden, wenn es sie nicht zu einem Vergleich bekommt.
Auch das bestreite ich nicht.

Ich bin seit nun fast 10 Jahren hier und ich unterstütze diesen Kampf um Gleichberechtigung in der Familie wie im Beruf aus vollem Herzen. Aber dass es nicht richtig vorwärts geht oder zumindest nicht in dem Tempo, das wünschenswert wäre, liegt m. E. daran, dass es nicht von allen Bevölkerungsteilen gestützt und als nötig angesehen wird. Und damit meine ich Frauen genauso wie Männer.
Ich sehe es eher so, dass die Gesetzgebung nicht mit dem gesellschaftlichen Wandel Schritt hält. Die starre und unzeitgemäße Einteilung zwischen Betreuungselternteil und Zahlesel produziert eben zwangsläufig die angesprochenen Schlümpfe.

--
Brainstormer
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Lausebackesmama
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Ein Leben lang!


« Antwort #52 am: 08. Juli 2014, 17:01:56 »

.
Ich sehe es eher so, dass die Gesetzgebung nicht mit dem gesellschaftlichen Wandel Schritt hält. Die starre und unzeitgemäße Einteilung zwischen Betreuungselternteil und Zahlesel produziert eben zwangsläufig die angesprochenen Schlümpfe.

Auch hier hast Du einen anderen Ansatz. Du setzt nach der gescheiterten Beziehung an und meinst, der Staat schafft Betreuungselternteil und Zahlesel.

Ich setze in der Beziehung an und sage: Betreuungselternteil und Zahlesel gibt es da schon. Freiwillig gewählt und ohne staatliche Einmischung.

Der Staat bastelt seit gut 2 Jahrzehnten daran, Elternzeit zu finanzieren und beide Elternteile hineinzumotivieren. Das gelingt immer noch nicht, obwohl man 14 Monate finanzierte Elternzeit paritätisch teilen könnte. Ich höre, von einer Ausnahme im Umfeld von allen immer, dass der Mann die 2 Vätermonate nimmt und die Frau den Rest. WARUM? Sind das alles ausnahmslos Frauen, die ihre Elternzeit mit Haaren auf den Zähnen verteidigen und Männer, die das weicheierig abnicken?

Der Grundstein für paritätische Elternschaft wird GENAU DA gelegt und GENAU DA wird die Chance nicht ergriffen. Und genau DA entstehen Betreuungselternteile und Zahlesel. Ganz ohne staatliche Einmischung, im Gegenteil, TROTZ staatlicher Unterstützung.

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« Antwort #53 am: 08. Juli 2014, 17:43:06 »

Ich setze in der Beziehung an und sage: Betreuungselternteil und Zahlesel gibt es da schon. Freiwillig gewählt und ohne staatliche Einmischung.
Das stimmt sicher manchmal, nimmt aber ab.
Der macht aber auch aus 90/10 oder 75/25 Eltern 100/0
Und sogar 50/50 Eltern werden vom Staat, bis auf ganz wenige Ausnahmen zu 100/0 Eltern gemacht.

Da kann man während der Ehe so fortschrittlich sein wie man will, nach der Trennung ist damit Schluss.

Es geht also mitnichten um das vorherige Rollenmodell, sondern einzig darum, dass der Staat 50/50 nicht will.
Und zwar aus rein egoistischen Gründen, nämlich Maximierung der Einnahmen und Minimierung des eigenen Verwaltungsaufwands.
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« Antwort #54 am: 08. Juli 2014, 17:55:40 »

Also bei mir hat der Staat nicht geklingelt und mir ein Modell verordnet. Aber vielleicht war ich da gerade nicht da!  men_ani

Sorry, ich kenne keine verlässliche Statistik, die besagt, dass fast alle 50/50 oder 75/25 Eltern vorm Gericht gelandet sind und dann zu irgendwas "gemacht" werden.

Oder anders ausgedrückt, wir haben auch keine Statistik, die sich den Eltern widmet, die auch nach der Trennung ein gemeinsam erarbeitetes Betreuungsmodell welcher Quote auch immer erarbeitet haben, so wie Wolkenhimmel und ihr Mann.

Noch anders ausgedrückt: Es ist - wie Du so schön sagst - Spökenkiekerei. Weil keiner von uns seinen Standpunkt belegen kann. Möglicherweise gibt's irgendwo eine bekannte Anzahl strittiger Trennungen nach WM in der Beziehung. Aber ob da nun 1000 Urteile auf 1000 Fälle, 10.000 Fälle oder 100.000 Fälle gesprochen wurden, das weiß kein Mensch.

Deshalb werden wir auch nie rausfinden, wer "Recht hat".

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« Antwort #55 am: 08. Juli 2014, 17:59:25 »

Empfindest du selbst denn das 100/0 Modell als erstrebenswert?
Ich nicht.
Ich empfinde das 50/50 Modell als erstrebenswert.
Aber ich frage mich, warum dieses Modell nicht zum Standard erhoben wird, und davon nur im Notfall abgewichen wird.

Stattdessen drückt der Staat, zumindest wenn er gefragt wird, immer das 100/0 Modell durch.

Zu wessen Nutzen eigentlich?
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Kasper
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« Antwort #56 am: 08. Juli 2014, 18:00:56 »

Ach ja ...

Das unterscheidet mich übrigens stark von Dir. Damit Deine triefende Arroganz nicht überhand nimmt, erinnere ich Dich gerne daran, warum Du NICHT MEHR Moderator dieses Forums bist: Weil Du Dich vor etwa 5 Jahren ohne Angabe von Gründen einfach sang- und klanglos aus dieser Verantwortung verabschiedet hast und für niemanden mehr erreichbar warst. Mag sein, dass private oder berufliche Dinge zu jener Zeit wichtiger waren; eine Erklärung, warum es nicht einmal möglich gewesen sein soll, eine kurze Mail an Deep zu schreiben und um Entbindung von Deiner Moderatoren-Aufgabe zu bitten, ist es nicht. Notgedrungen hat Deep dann irgendwann Dein Moderatoren-Etikett entfernt. Und jetzt tauchst Du plötzlich (aus Langeweile?) wieder hier auf, machst dicke Backen und versuchst uns zu erklären, wie die Welt funktioniert und wie man dieses Forum "richtig" moderiert? Tolle Wurst!
An dem Titel habe ich mich nie festgehalten. Aber mal anders ... Nicht erreichbar stimmt nicht, die Telefonnummern sind seit Jahren unverändert, angerufen hat niemand. Es war beides wichtiger und ging tatsächlich nciht anders bzw. ich sah keine andere Möglichkeit. Denn: die Entscheidung und damit zu Leben hat mir keiner abgenommen. Im übrigen habe ich geschrieben und leider war die hilfe, ide ich vielen Gewährt habe, marginal die ich dann erfahren durfte.

Ich sehe bei Dir die Verdrängung an der gewiss vorhandenen Realität und frage mich dennoch, ob diese an dieser Stelle richtig angebracht ist. Ich kann mich noch gut an ganz andere Beiträge, auch von Deep, erinnern. Die eine wesentlich andere Sprache sprachen und in denen man sich mal richtig auskotzen konnte. Lila ist es hier scheinbar dennoch.

Gruß
Kasper
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« Antwort #57 am: 08. Juli 2014, 18:04:48 »

Empfindest du selbst denn das 100/0 Modell als erstrebenswert?

Du kennst mich gut genug um zu wissen, dass ich das überhaupt nicht erstrebenswert finde. Lassen wir die spezifischen Probleme "meines KV" mal außer acht, hätte ich nichts gegen ein WM gehabt. Das ich übrigens ebenso wenig einklagen kann um "abzugeben", wie der, der es haben will.

Ich weiß nicht, warum es nicht zum Standard erhoben wird. Vielleicht schlicht, weil die Zeit noch nicht reif ist. Auch wenn Du und ich das anders sehen. Ich würde allerdings weiter gehen. Ich möchte dann auch kein Schlupfloch, mit dem die unwillige Seite sich dann "rauskaufen" kann.

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« Antwort #58 am: 08. Juli 2014, 18:09:22 »

Deswegen habe ich mich auch gewundert, dass du deinen Fall als Beispiel einbringst, der nun überhaupt nicht typisch ist und indem eben auch niemand den Staat ins Boot geholt hat.
Der besitzt deswegen in diesem Fall gar keine Aussagekraft.

Das Schlupfloch wird sich nicht vermeiden lassen.
Wer sich nicht um sein Kind kümmern will den kann man auch nicht zwingen.
Etwas anderes, als den dann bezahlen zu lassen, fällt mir da auch nicht ein.
Oder würdest du deinen Sohn, oder auch nur deine Katze jemandem überlassen wollen, der dazu gar keine Lust hat?
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« Antwort #59 am: 08. Juli 2014, 18:19:16 »

Das habe ich nur angeführt um zu demonstrieren, dass sich niemand staatlicherseits einmischt, wenn nicht einer danach ruft.

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« Antwort #60 am: 08. Juli 2014, 18:36:10 »

Natürlich.
Aber wenn einer ruft, wird er mit Kind und Geld belohnt und mir leuchtet absolut nicht ein, wie man das richtig finden kann.

Und das hatten wir doch auch schon mal:

Das ist so, als wenn du 2 Kindern 1 Tafel Schokolade gibst, mit den Worten, einigt euch!
Aber wenn ihr euch nicht einigt, bekommt Klausi die ganze Tafel und Willi ne Tracht Prügel!

Was passiert dann wohl in 99% der Fälle?
Genau dasselbe, was heute im Familienrecht passiert
« Letzte Änderung: 08. Juli 2014, 18:39:07 von Beppo » Gespeichert

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« Antwort #61 am: 08. Juli 2014, 20:14:46 »

Hey ihr Streithähne und Streithennen

Die Unterscheidung zw.
..., wenn nicht einer danach ruft.
und
Aber wenn einer ruft, ...
ist doch bei Euch unisono. Und das wißt Ihr. Also konzentriert Euch auf den wesentlichen Aspekt, warum das WM nicht Standard wird in den Köpfen der Richter, zumal die Rechtssprechung den Weg am Gesetzgeber vorbei geöffnet hat. Vielleicht wird daraus ein Schuh.

 
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« Antwort #62 am: 08. Juli 2014, 20:56:56 »

Hallo Beppo,

Sind die Kinder, trotz Unterhalt und KG von 409,- bis über 700,-€ ein ungedeckter und ruinöser Kostenfaktor oder bei 400,-€ ein lukratives Geschäftsmodell?

Das ist eine Frage des Lebensstandards und Lebensstils.

Wer im Niedriglohnsektor, als Teilzeitkraft oder ganz ohne regelmäßiges Einkommen außer TV und Pop*en kaum Kultur und Freizeitaktivitäten kennt, für den sind 400 € pro Kind eine Hausnummer, die er als abhängig Beschäftigter ab dem 3. Kind kaum selbst erzielen kann.

Wer im Niedriglohnsektor oder als Teilzeitkraft unterwegs ist und Mannschaftssport, Musikstunden, Theater- und Museumsbesuche für einzelne Familienmitglieder oder sogar für die ganze Familie für erstrebenswert hält, bekommt für 400 € pro Kind das jeweilige Kind nur satt und sauber. Schon schulische Aktivitäten können in diesen Familien ein Fall für den Förderverein oder die Kirchengemeinde werden. 

Wer einen qualifizierten Job (mit Abendterminen, Dienstreisen etc.) verantwortungsvoll und engagiert ausführt, hat in Deutschland kaum die Chance, für 400 Euro pro Monat auch nur die Kinderbetreuung zu finanzieren.

Diese Ungleichheiten federt die Düsseldorfer Tabelle ein wenig ab: Ein Vater, der selbst gut oder sehr gut verdient, wird erfahrungsgemäß auch eine Partnerin wählen, deren Lebensstil und Bildungsansprüche seinen ähneln. Gemeinsame Kinder haben entsprechend Ansprüche gegen beide Eltern, die sich nach dem Lebensstil und Lebensstandard der Eltern richten.

Dass ein Elternteil mindestens drei Jahre nach der Geburt bei jedem Kind bleibt und es auch danach noch umfassend betreut und fördert, ist gerade für Menschen in gut bezahlten und qualifizierten Berufen eine Voraussetzung für eine Familiengründung. Die meisten jungen Paare wünschen sich genau diese Art der familiären Arbeitsteilung. Wobei die geschlechtsspezifische Rollenzuteilung längst nicht mehr so unausweichlich ist, wie bei unseren Großeltern.

Wenn der Hausmann bzw. die Hausfrau dann merkt, dass die Windel-Werbung ebenso verlogen wie die Margarine-Werbung ist und dass das Dasein als Vollzeit-Hausfrau bzw. -Hausmann  für fast alle Menschen mit Bildung und beruflichem Erfolg ein sicherer Weg in eine Depression oder Suchterkrankung ist, ist die Ehe oft schon am chronischen Genörgel des Vollzeit-"Familien-Managers" und den hilflosen Beschwichtigungs- und Fluchtversuchen des berufstätigen Partners gescheitert. 

Wenn nach der Trennung die Karten neu gemischt werden sollen, stellt der/die beruflich Erfolgreiche fest, dass ihm/ihr von jedem Euro Netto in Steuerklasse III nur maximal 40 Cent in Steuerklasse I mit KiUh bleiben. Und der/die "Familien-Manager/-in" stellt fest, dass dieses Schei*-Wort nur der Werbegag eines Staubsaugerherstellers ist und dass Menschen, die mehr als fünf Jahre nicht mehr berufstätig waren, tatsächlich bei der Arbeitsagentur als "Ungelernte" geführt werden, sogar dann wenn sie vor der Geburt des ersten Kindes eine Berufsausbildung und einen gutbezahlten Arbeitsplatz hatten.

Was dazu führt, dass der Partner, der in den ersten Jahren nach der Geburt der Kinder berufliche Abstriche gemacht hat, die Kinder nach der Trennung als "Rentenversicherung" nutzt. 

Wenn solche traditionell arbeitsteiligen Beziehungen (die in unserem Land auch steuerlich stark gefördert werden) scheitern, schafft das Unterhaltsrecht "Mangel für alle". Und in Foren wie diesen sucht man nach der Quadratur des Kreises.

warum das WM nicht Standard wird in den Köpfen der Richter, zumal die Rechtssprechung den Weg am Gesetzgeber vorbei geöffnet hat.

Hallo Oldie,

Weil Beamte im Allgemeinen und Juristen im Besonderen (ebenso wie Lehrer) sehr traditionelle Vorstellungen davon haben, wie ein "normales" und "dem Kindeswohl entsprechendes" Familienleben auszusehen hat.

Und weil es nicht Aufgabe der Justiz sein kann, Entscheidungen, die Ehepartner gemeinsam und einvernehmlich getroffen haben, ohne Grund umzustoßen.

Und weil der Partner, der uneingeschränkt von Kinderbetreuungspflichten seine Karriere ausbauen konnte, im Normalfall ohne Fremdbetreuung Kind und Job nicht unter einen Hut bekommen wird. Wer jahrelang 7-to-11 gearbeitet hat, wird nicht plötzlich fünfmal die Woche persönlich um 16 Uhr vor der KiTa stehen können oder nachmittags mit einem Grundschüler Lernwörter und 1x1 bimsen können.

Wer als Sachbearbeiter in einer Behörde oder in einem tarifgebundenen Großkonzern mit Gleitzeitregelung arbeitet, wird als "Teilzeit-AE" ein WM noch am ehesten organisatorisch stemmen können. Oder wer als selbständiger Unternehmer oder Freiberufler weitestgehend selbst entscheiden kann, zu arbeiten wenn die Kinder im Bett oder beim anderen Elternteil gut verdorgt sind. Das sind aber nicht die Mehrheit der Vollzeit-Berufstätigen.

Eine Pauschal-Lösung für alle kenne ich auch nicht. Insofern finde ich das Gebot des Gesetzgebers, im Einzelfall abzuwägen, sehr viel fortschrittlicher als das 0-8-15-Altersphasen-Modell, das bis 2009 in Stein gemeißelt schien. Sodass jede berufstätige Mutter sich im Falle einer Scheidung von ihren Freundinnen fragen lassen musste, ob sie noch gescheit sei.

Schönen Abend noch! Biggi
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« Antwort #63 am: 08. Juli 2014, 21:15:02 »

Das ist eine Frage des Lebensstandards und Lebensstils.
Natürlich.
Und wenn die Eltern der Meinung sind, dass ihre Kinder Golf oder Polo oder spielen sollen, dann dürfen sie das gerne bezahlen.
Mir ist nur nicht klar, wieso da, nach einer Scheidung plötzlich ein Anspruch draus werden soll.
Auch der reichste Mann der Welt ist nicht verpflichtet, seine Kinder zu verwöhnen.
Wieso auch?
Und ich bin mir sicher, dass Eltern, die man nicht entsorgt und auf den Geldbeutel reduziert hat sondern tatsächlich Eltern sein lässt, auch weiterhin das Beste für ihre Kinder wollen.
Wobei mir aber auch nicht klar ist, womit ein Kind von 0-6 Jahren eigentlich verwöhnen will?
Meinst du wirklich, dass die schon ein Interesse an "Lebensstil" und "Lebensstandard" haben oder haben sollten sollten?
Für was? Für Nerzdeckchen und vergoldete Schnuller?
Lebensstil und Lebenstandard ist eine Erfindung der Erwachsenen und nichts mit Bedarf der Kinder zu tun.
Welchen Lebenstandard oder wie es im Gesetz genannt wird, "Lebensstellung" hat denn ein Frischling, der gerade geboren wurde?

Und hinzu kommt eben auch noch, dass die DT ja auch noch im direkten Widerspruch zum Gesetzestext steht.
laut Gesetz, ist die Lebensstellung des Kindes ausschlaggebend, laut DT aber die des Vaters.
Auch wenn es diesen noch nie gesehen hat.
Auch nicht seine Villa und seine 12 Maserati.

Und wo bleibt denn da die Chancengleicheit, oder gar die Gleichstellung, wenn schon im Kindergarten das eine Kind immer mit dem Holzroller kommen muss und das Andere mit dem Lamborghinidreirad?


Und weil es nicht Aufgabe der Justiz sein kann, Entscheidungen, die Ehepartner gemeinsam und einvernehmlich getroffen haben, ohne Grund umzustoßen.
Warum tut sie es dann?
warum stößt sie denn auch die 75/25 oder 50/50 Regelung über den Haufen und macht 100/0 draus?
Warum kriegt einer die Schokolade und einer die Prügel?
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« Antwort #64 am: 08. Juli 2014, 21:23:45 »

Moin

Weil Beamte im Allgemeinen und Juristen im Besonderen (ebenso wie Lehrer) sehr traditionelle Vorstellungen davon haben, wie ein "normales" und "dem Kindeswohl entsprechendes" Familienleben auszusehen hat.
Weder eine Rechtfertigung noch eine Entschuldigung. Am Leben vorbei gepflegte Vorstellungen kann ich weder ab noch tolerieren. Mag ja sein, das dies eine Erklärung liefert. Nur muss ich diese zu meiner eigenen machen?

Und weil es nicht Aufgabe der Justiz sein kann, Entscheidungen, die Ehepartner gemeinsam und einvernehmlich getroffen haben, ohne Grund umzustoßen.
Das habe ich weder behauptet noch unterstellt - aber Du tust es gerade. Wo ist der Anlass?

Und weil der Partner, der uneingeschränkt von Kinderbetreuungspflichten seine Karriere ausbauen konnte, im Normalfall ohne Fremdbetreuung Kind und Job nicht unter einen Hut bekommen wird. Wer jahrelang 7-to-11 gearbeitet hat, wird nicht plötzlich fünfmal die Woche persönlich um 16 Uhr vor der KiTa stehen können oder nachmittags mit einem Grundschüler Lernwörter und 1x1 bimsen können.
Auch das findet sich nicht unter meinen obigen Aussagen. Und selbst wenn, wo ist der Einzelfallbezug, für den Du doch so wirbst?

Eine Pauschal-Lösung für alle kenne ich auch nicht. Insofern finde ich das Gebot des Gesetzgebers, im Einzelfall abzuwägen, sehr viel fortschrittlicher als das 0-8-15-Altersphasen-Modell, das bis 2009 in Stein gemeißelt schien.
Dem ersten Satz stimme ich uneingeschränkt zu: auch ich weiss keine Kardinals-Lösung. Den 2. Satz relativiere ich insofern, als dass er mit Deiner Aussage weiter oben kollidiert, wo von traditionellem Denken die Rede ist. Auch Richter sind Beamte - auf Lebenszeit und ohne Rechtfertigung ihres Tuns. Also sogar was ganz besonderes unter Beamten.

Doch einer "Pauschal-Lösung" bedarf es doch gar nicht. Gleichstand bei der Darbringung von Agrumenten wäre mir schon mehr als ausreichend. Du weißt genau, was ich meine.

LG oldie
« Letzte Änderung: 08. Juli 2014, 21:49:36 von oldie » Gespeichert

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« Antwort #65 am: 08. Juli 2014, 22:09:13 »

Wo ist der Anlass?
hier:
...warum das WM nicht Standard wird in den Köpfen der Richter

In dem Moment, wo Doppelverdienerehe und paritätische Kinderbetreuung "Standard in den Köpfen der Normalbürger" geworden ist, werden möglicherweise die ersten, besonders fortschrittlichen Richter das WM als möglichen neuen "Standard" der nachehelichen Familienaufteilung in zwei Haushalten in Erwägung ziehen.

Solange das Standard-Familien-Modell aus "Alleinverdiener/in mit Hausmann/-frau" bzw. "Hauptverdiener/in ohne und Zuverdiener/in mit Kinderbetreuungs-Handicap" besteht und einerseits durch das Ehegattensplitting kräftig subventioniert und andererseits durch die Erwartungen und Erfahrungen am Arbeitsmarkt fortlaufend perpetuiert wird, wird sich weder in den Köpfen der jungen Noch-nicht-Verheirateten noch in den Köpfen der (potentiellen) Arbeitgeber noch in den Köpfen von jungen Eltern etwas ändern, solange am Ehehimmel die Sonne scheint.

Wenn dort die ersten Gewitterwolken aufziehen, wird erfahrungsgemäß jede/r Noch-Angetraute möglichst auf seinen/ihren eigenen Vorteil schauen. Falls nicht aus freien Stücken, dann mit ein wenig "Seh-Hilfe" der beteiligten Anwälte - die sich andernfalls pflichtwidrig verhalten würden.

Wieso Familiengerichte ohne gesellschaftlichen Druck plötzlich über Generationen tradierte und gewachsene Familien- und Betreuungs-Strukturen aufbrechen sollen - abweichend vom gesellschaftlich favorisierten Familienideal, wonach hinter jedem wohlbehüteten Kleinkind oder erfolgreichen Schüler mindestens ein einfühlsamer, fürsorglicher, handwerklich begabter, mehrsprachiger und bildungsbeflissener Erwachsener mit unbegrenzter Freizeit stehen muss - erschließt sich mir nicht.

Gerade weil ich unser WM mit Leidenschaft und Engagement gegen alle Zweifler und Neider lebe (und weil wir es bereits in unserer intakten Ehe praktiziert haben), kenne ich / kennen wir die Widerstände der traditionell arbeitsteiligen Familien gegen volle Gleichberechtigung beim Geldverdienen und Kinderhüten.

"Wie kannst du so ein kleines Kind denn allein lassen?!?!?" wurde ich gefragt, als mein Jüngster noch kein Jahr alt und ich ohne ihn unterwegs war. Meine Antwort: "Der ist doch nicht allein. Der ist bei seinem Vater!" wurde von Männern und Frauen mit verständnislosem Augenrollen im Sinne von "Ohne Mutter ist jedes Baby allein." quittiert. Als hätte ich das Baby am Hundering vor der Bäckerei angebunden, um in Ruhe shoppen zu gehen.

Lustigerweise löste die Antwort: "Der Kleine ist bei Oma." in ähnlichen Situationen deutlich weniger Kritik aus. Was meine große Tochter, die damals sowohl meinen mittlerweile geschiedenen Mann als auch meine mittlerweile verstorbene Mutter aus Kinderperspektive persönlich kannte, ihrerseits schon als 11-Jährige mit genervtem Augenrollen quittiert hat. Eindeutig mehr "mütterliche" Schlüsselqualifikationen als bei der Oma hatte die Kleine beim geliebten (Stief-)Papa wahrgenommen.     

Ob ich in meinem Alter es noch erleben werde, dass diese Einsicht meiner damals noch kleinen Tochter (dass "mütterliches" Verhalten nicht vom Vorhandensein eines Uterus abhängt, sondern von der individuell ausgeprägten Bereitschaft, höchstpersönlich die Verantwortung für ein hilfloses Kleinkind oder einen renitenten Teenager zu übernehmen) sich als allgemein gültiger kultureller Standard durchsetzen wird, wage ich zu bezweifeln. Als junge Frau war ich diesbezüglich zuversichtlicher.

Dass ausgerechnet Familienrichter sich an die Spitze solcher "unnatürlichen" Ideen stellen könnten, ist auf der Grundlage meiner bisherigen Erfahrungen vollkommen jenseits meines persönlichen Erwartungshorizonts.

Gute N8! Biggi
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« Antwort #66 am: 08. Juli 2014, 22:21:27 »

"Wie kannst du so ein kleines Kind denn allein lassen?!?!?" wurde ich gefragt, als mein Jüngster noch kein Jahr alt und ich ohne ihn unterwegs war. Meine Antwort: "Der ist doch nicht allein. Der ist bei seinem Vater!" wurde von Männern und Frauen mit verständnislosem Augenrollen im Sinne von "Ohne Mutter ist jedes Baby allein." quittiert. Als hätte ich das Baby am Hundering vor der Bäckerei angebunden, um in Ruhe shoppen zu gehen.

Jepp.
Ich mag mir auch nicht vorstellen, wie es als entsorgte Mutter sein muss.

Als Vater gilt das ja fast als normal aber als Mutter musst kann das eigentlich nur sein, wenn du deine Kinder gefressen hast.
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« Antwort #67 am: 08. Juli 2014, 22:29:30 »

Moin

Biggi, ich mag Dir in Deinen Schlussfolgerungen nicht widersprechen, auch wenn mein Weg dorthin leicht anders ist, mehr politisch, als wie Du es andeutest.  thumbup

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Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
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« Antwort #68 am: 09. Juli 2014, 02:05:36 »

Auch hier hast Du einen anderen Ansatz. Du setzt nach der gescheiterten Beziehung an und meinst, der Staat schafft Betreuungselternteil und Zahlesel.

Ich setze in der Beziehung an und sage: Betreuungselternteil und Zahlesel gibt es da schon. Freiwillig gewählt und ohne staatliche Einmischung.

Hallo LBM,
und genau da liegst du vollkommen falsch. Die staatliche Einmischung beginnt bereits in der Beziehung. Von freiwillig gewählt kann hier überhaupt keine Rede sein. Väter können nur so viel Elternzeit in Anspruch nehmen, wie die Mütter bereit sind ihnen zuzugestehen. Auch kann ein Mann überhaupt nichts dagagen unternehmen, wenn die Mutter es prima findet, wenn sie die Betreuung übernimmt und der Vater gefälligst die Kohle heranzuschaffen hat. Und zwar Kohle für die Mutter gleich mit, mindestens bis das Kind 3 Jahre alt ist. Sein eventueller Einwand, er würde gerne 50 % der Betreuungsleistung oder sogar 100 % der Betreuungsleistung selber übernehmen interessiert ziemlich genau niemanden.
Wenn die Entscheidung der Mutter dem Vater nicht gefällt, hat sie immer die Möglichkeit dem Vater zu sagen, dass sie diese Rollenverteilung notfalls auch nach der Aufkündigung der Beziehung durchsetzen kann. Dann ist er nicht mehr nur der Alleinverdiener sondern außerdem noch weg vom Fenster und nur noch der Besuchsonkel. Und bei der Weichenstellung in den ersten Lebensjahren des Kindes ist mir keine Gerichtsentscheidung bekannt, wo ein deutsches Familiengericht eine Mutter daran gehindert hätte, dies durchzusetzen. (Ausnahmen sind nur, wenn die Mutter als erziehungsunfähig eingestuft wurde und man ihr das Kind ohnehin nicht anvertrauen kann). Und ist das Kind dann erst einmal bei der Mutter, bleibt es da auch und der Vater ist für die nächsten mindestens 18 Jahre der Zahlesel.
Es wäre schön, wenn das einmal zur Kenntnis genommen würde. Es gibt leider für Väter überhaupt keine Freiwilligkeit. Ein Mann kann höchstens freiwillig darauf verzichten Vater zu werden. Und das tun ja auch immer mehr Männer.
Beste Grüße,
schultze
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« Antwort #69 am: 09. Juli 2014, 08:57:23 »

Hallo Schultze,

willst du damit behaupten die Mehrheit der Frauen in langjährigen Beziehungen zwingt die Männer zum Arbeiten?   rofl2

Sei mir nicht böse, das ist Quark.

Die Lösung sieht i. d. R. so aus: Die Elternzeit soll mit so wenig Einkommensverlust wie möglich einhergehen. Da denkt kein Schw.ein darüber nach,  welche Folgen damit für den Trennungsfall manifestiert werden.

Dazu kommt, dass viele Männer heute ebenso der Meinung sind, dass Säuglinge zu den Müttern gehören. Wird in meinem Umfeld jedenfalls noch gerne so kommuniziert. Da ist oft die Bereitschaft für mehr als 2 Vätermonate gar nicht vorhanden.

Das Umdenken in den Köpfen der Gesellschaft ist noch längst nicht soweit, wie wünschenswert wäre.

LG LBM
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« Antwort #70 am: 09. Juli 2014, 09:27:18 »

willst du damit behaupten die Mehrheit der Frauen in langjährigen Beziehungen zwingt die Männer zum Arbeiten?   rofl2

Nö.
Die einzige Möglichkeit, seinen Unwillen zu dokumentieren, ist ebenfalls das Arbeiten einzustellen.

Meine Ex hat mich auch nicht gefragt, bevor sie ihren Job geschmissen hat.
Hätte ich man auch tun sollen!
Da durfte ich das noch.
Erst nachdem sie sich getrennt hat, wurde mir das verboten.


Jaja, das Familienrecht setzt schon tolle Akzente.
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Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
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« Antwort #71 am: 09. Juli 2014, 11:02:01 »

Servus!
Jaja, das Familienrecht setzt schon tolle Akzente.
Doch eher die/der RichterIn  und deren Auslegung des Familienrechts, oder?
Was nicht heissen soll, dass das deutsche Familienrecht in Ordnung ist, so wie es ist. Es sind dringend Reformen von Nöten, um unter anderem Streitpotential und Munitionslieferung zu minimieren.

Grüßung
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« Antwort #72 am: 11. Juli 2014, 00:34:30 »

willst du damit behaupten die Mehrheit der Frauen in langjährigen Beziehungen zwingt die Männer zum Arbeiten?   rofl2

Hallo LBM,

die Mehrheit der Frauen in langjährigen Beziehungen wohl hoffentlich nicht. Aber eine nicht geringe Minderheit. Und zwar mindestens diejenigen, die die Entscheidung zum Kind ganz alleine und entgegen gemeinsamer Vereinbarungen treffen.
Denn so ein bisschen "Nachhelfen", wenn der Mann keine Kinder will, die Frau aber schon, ist ja in Deutschland salonfähig. Ohne Konsequenzen kann eine Moderatorin einer Sendung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen dazu aufrufen, unwillige Männer bewußt zu betrügen. So sagte Lisa Ortgies, die immer noch Moderatorin von frauTV in der Sendung vom 9. September 2005 bei Harald Schmidt:"wenn ein Mann in einer Beziehung zu "den Typen" gehört, die den Kinderwunsch bis über "die biologische Grenze hinaus" verschieben, "dann vielleicht doch einfach mal die Pille weglassen, und es ihm nicht sagen, oder so. Weil die meisten Männer werden ja auch durch Zufall Vater, oder?" http://www.youtube.com/watch?v=jveyhOnNGQc Männer von Karrierefrauen, die Kinder lästig empfinden, werden allerdings niemals durch "Zufall" Vater.
20 % aller Mütter von Kleinkindern verstehen sich als "maternal gatekeeper", d.h. sie trauen den Vätern ihrer Kinder nicht zu die Kinder adäquat zu versorgen ohne dass sie sie ständig kontrollieren. Glaubst du im Ernst, dass solche Frauen den Mann mehr als die 2 Monate in Erziehungsurlaub gehen lassen? Nein, solche Egoistinnen wollen natürlich ein Kind für sich und der Mann darf mitspielen in der Rolle, die für ihn vorgesehen ist und zwar als "Ernährer" und bestenfalls als Kindesbespaßer unter Aufsicht der Mutter.
Und sollte der Mann etwas anderes wollen hat er keine Chance dieser "Ernährerrolle" zu entkommen. Unabhängig davon ob das Kind einvernehmlich gezeugt wurde oder ob die Frau sein Vertrauen erfolgreich mißbraucht hat. Sollte der Mann erkennen, dass er hintergangen wurde, tut er gut daran das nicht zur Sprache zu bringen. Denn sonst hat er neben der emotionalen Belastung in einer derartig einschneidenden Entscheidung hintergangen worden zu sein, ausgerechnet von der für ihn wahrscheinlich wichtigsten Person, außerdem noch die Häme "selbst Schuld, warum hat er auch nicht selbst verhütet" und so weiter. Ändern kann er nichts, selbst wenn die Mutter notariell beglaubigt erklären würde, dass sie den Vater hintergangen hat. Sie darf das nämlich.
Ist diese langjährige Partnerin dann auch noch mit dem Vater des Kindes nicht verheiratet, hat sie das Kind vollständig alleine in ihrem Besitz, einschließlich des alleinigen Rechts zur Festlegung des Vornamens und des Nachnamens des Kindes.
Eine derartig einseitige Gesetzgebung lädt zum Mißbrauch ein. Und sie wird umso häufiger mißbraucht je einfacher es geht. Es ist eine Binsenweisheit, dass Gelegenheit Diebe macht.
Zum Glück wissen die meisten Männer nicht, wie vollkommen rechtlos sie sind, wenn die Mutter erst einmal schwanger ist. Ich bin überzeugt, es gäbe noch weitaus weniger Kinder in Deutschland, wären Männer besser informiert. Und leider gäbe es auch mehr Mißtrauen in deutschen Betten.

Beste Grüße,
schultze, der sich fragt, weshalb Gleichberechtigung in Deutschland immer nur ein Thema ist, wenn Frauen gut bezahlte Jobs beanspruchen, nie jedoch, wenn es um die eigenen Kinder geht. Immer noch wird in Deutschland das Sorgerecht eines Vaters für sein Kind von der Zustimmung Anderer abhängig gemacht, obwohl es laut Grundgesetz ein natürliches Recht ist die eigenen Kinder zu erziehen. Immer noch gilt das nur für Mütter.
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« Antwort #73 am: 11. Juli 2014, 05:30:18 »

Hallo Schultze,

das ist mir zu schwarz-weiß gedacht und ich halte das unter der Mehrheit der MENSCHEN beiderlei Geschlechts mitnichten für akzeptierte Praxis. Und den Hinweis auf Eigenverantwortung bei der Verhütung der Männer auch für genau richtig. Jede Frau muss die doch auch übernehmen, jahrzehntelang! Und braucht nicht jammern: "aber er wollte doch rausziehen!"

Gruß LBM
« Letzte Änderung: 11. Juli 2014, 05:32:01 von Lausebackesmama » Gespeichert

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« Antwort #74 am: 11. Juli 2014, 06:36:50 »

Servus!Doch eher die/der RichterIn  und deren Auslegung des Familienrechts, oder?
Naja, "die/der RichterIn" hat aber zufällig einen roten Kittel an und sitzt in Karlsruhe und damit ist es eben nicht nur ein Problem des Einzelfalls sondern wird zum Teil des Familienrechts und zur Vorgabe für alle Richter.

Und wenn sich erstmal rum gesprochen hat, dass die Richter im Zweifelsfall genau so entscheiden, werden sich die Leute draussen auch entsprechend verhalten.

So wie Leute eben auch nicht über rote Ampeln fahren, weil sie wissen, dass sie dann verknackt werden.
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