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Autor Thema: "Gesittete Übergabe"...  (Gelesen 12852 mal)
the_force
Schon was gesagt
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Geschlecht: Männlich
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« am: 18. August 2013, 22:56:41 »

Meine Ex dreht 5 Jahre nach der Trennung immer noch "am Rad".

Heute wollte sie über den Unterhalt hinaus 50 Euro geschenkt haben. Nachdem ich Ihr gesagt habe, dass ich kein Geld habe (was nicht mal gelogen ist), hat sie mir gegenüber in Gegenwart meines Kindes - wieder einmal - diverse Morddrohungen ausgesprochen. Persönlich, telefonisch und schriftlich per SMS. Ich habe diese ignoriert bzw. mit stoischer Freundlichkeit reagiert, das doch bitte zu unterlassen. Offenbar hat sie das noch mehr gereizt :-(

1 Stunde später hat sie sich von einer Freundin vorbeifahren lassen, hat versucht bei mir und den Nachbarn Scheiben einzuschmeißen, hat weitere Morddrohungen ausgesprochen dass sie "mit 10 Türken zurückkommt, die mich kaltmachen" usw. Sie würde das gemeinschaftlich bewohnte Haus anzünden, Bomben legen, einbrechen und mich totschlagen lassen usw.

Die Polizei hat nach meinem Anruf "über Amt" ein paar Stunden nach Ihr gesucht, sie letztendlich auch gefunden und eine "Gefährdungsansprache" durchgeführt und mir zu verstehen gegeben, dass ich das doch zukünftig "persönlich mit ihr klären soll". Es gibt einen Schichtbucheintrag.

Eine persönliche Aussprache ist nicht möglich; aber darauf kommt es eigentlich auch nicht an.

Die Frage ist nur, wie ich das in Zukunft mit meinem Sohn mache (den ich eigentlich jede Woche hole). Ich sehe mich zwar nicht direkt in meinem Leben bedroht, möchte aber nicht, dass Sie mich in Gegenwart meines Kindes angreift und auf mich losgeht. Inzwischen bin ich so weit, dass ich meinen Kleinen nicht mehr holen mag, um ihn nicht mit den Spannungen zu konfrontieren.

Es gibt wohl einen begleiteten Umgang (d.h. die Übergabe findet durch eine dritte Person statt?), diese kostet jedoch 50 Euro pro Stunde. So viel Geld habe ich nicht (wären ja bei 4-6 mal abholen über 200 Euro pro Monat).

Gibt es andere Möglichkeiten / Alternativen? Eine sachliche Aussprache ist mit Ihr nicht möglich. Beim Jugendamt finde ich keine Unterstützung.
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Oft fällt das Denken schwer; indes - das Schreiben geht auch ohne es! (Wilhelm Busch)
bagger1975
Gast
« Antwort #1 am: 19. August 2013, 00:25:02 »

Servus the-force,

unschöne Sache...

Bei gewissen Elternteilen ergibt sich ggfs. schon die notwendige "Entspannung", wenn das Holen/Bringen über den Kiga oder die Schule abgewickelt wird.

Das hat den Vorteil, dass man Ex nicht sieht...und dann auch nicht Dritte "bemüht" werden müssen...

Wie alt ist denn der Junge?

Viele Grüße

 
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the_force
Schon was gesagt
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« Antwort #2 am: 19. August 2013, 00:37:53 »

Er ist 7.

Bis jetzt hatte ich ihn jeden Sonntag und jeden 2. Samstag mit Übernachtung. Srich: Ich verbringe fast jede freie Minute mit ihm.

Wenn die Schule aus ist bin ich noch am Arbeiten. Frei nehmen ist leider nicht möglich (befristetes Arbeitsverhältnis in kleinem Handwerksbetrieb, häufig Kundeneinsätze außer Haus...)
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Ingo30
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« Antwort #3 am: 19. August 2013, 08:36:14 »

Moin,

dann stellt doch einfach mal auf den "gängigen" 2 Wochenrythmus um mit Abholen am Freitag über Schule mit Bringen Montag zur Schule. So kann der Übergabekontakt zur KM komplett vermieden werden.

Ja, dazu musst Du dich bewegen und mit Deinem Chef sprechen. Alles andere kostet Dich Geld. Oder Du musst in den sauren Apfel beissen und Dich weiter mit der "etwas" konfusen KM auseinandersetzen.

Wahrscheinlich hat sie sich bis zum nächsten Umgangstermin abgeregt bzw. hat hoffentlich die Ansprache der Polizei genutzt. Gruß Ingo
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the_force
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« Antwort #4 am: 19. August 2013, 09:08:44 »

Da kennst Du meinen Chef nicht. "Friss oder stirb".

Ich habe keine Familie, die mich da unterstützen könnte.
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Sputnik
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« Antwort #5 am: 19. August 2013, 09:19:30 »

Guten Morgen the Force,

wenn man das so liest sollte deiner Ex am besten das "Selbstverleibtheits-Jäckchen" angezogen werden.

Spaß beiseite.

Hast du nicht die Möglichkeit, jemanden zu den Übergaben mit hin zu nehmen (Freund oder Freundin) die deeskalierend wirken können und dich aus der Schußlinie nehmen können?

Ansonsten schlage ich vor dich beim zuständigen JA zu melden und dort einen gemeinsamen Termin zu vereinbaren um die Sache unter Umständen zu deeskalieren. Sollte das nicht funktionieren, kann auch Umgangsbegleitung eingesetzt werden die nicht immer grundsätzlich mit 50,-€/Std vergütet werden müssen.

Gruß
Sputnik
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bagger1975
Gast
« Antwort #6 am: 19. August 2013, 11:15:32 »

Servus the_force,

@Ingo hat den richtigen Weg beschrieben...

Wenn sich wegen Deiner Arbeitszeit ein Holen nach der Schule nicht realisieren lässt, dann kann ggfs. über die Schule am Freitag noch eine stundenweise Nachmittagsbetreuung oder Hortplatz organisiert werden (ggfs. sogar mit Hausaufgabenbetreuung).

Ggfs. kann der Junge am Freitagmittag ja auch zu Schulfreunden mitkommen und Du holst ihn nach der Arbeit dann dort ab. Du musst halt mit den anderen Eltern sprechen...

Dein geschildertes Problem haben viele Eltern, die als Angestellte zu festen Zeiten arbeiten müssen; suche konstruktiv nach Lösungen...und das JA würde ich in dieser Frage zu allerletzt involvieren...

Viel Erfolg   
« Letzte Änderung: 19. August 2013, 11:17:11 von bagger1975 » Gespeichert
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« Antwort #7 am: 19. August 2013, 11:36:35 »

Bis jetzt hatte ich ihn jeden Sonntag und jeden 2. Samstag mit Übernachtung. Srich: Ich verbringe fast jede freie Minute mit ihm.

Wenn man dem TO den Rat gibt, die Abholung und Rückbringung des Kindes im Anschluß der Schulzeiten zu legen, und wieder zu dieser zurück zu bringen sollte man beachten, dass dies erstmal eine Änderung der Umgangszeiten bedeutet. Oder man fragt die Schule ob sie Samstags und Sonntags ihre Pforten öffnet was sie nicht tun wird.

Entsprechend ist es mit einer konstruktiven Lösung alleine beim AG nicht getan.
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bagger1975
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« Antwort #8 am: 19. August 2013, 12:08:34 »

@Sputnik:

nichts ist für die Ewigkeit, erst recht nicht die notwendige Betreuungs- u. Umgangsregelung bei Kindern, die sich gerade im Übergang vom Kiga- ins Grundschulalter befinden...

Du hast ja nach Deinen Beiträgen noch etwas Zeit bis dahin...

Und dem TO hilft zur Lösung seines Problem sicher kein stures Beharren auf einer ggfs. zwischenzeitlich überholten Umgangsregelung, die den (neuen) schulischen Zwängen nicht gerecht wird und die wohl zu Belastungen des Kindes beim Bringen/Holen führt...

Deshalb hat @Ingo ja auch richtigerweise auf eine "Anpassung" verwiesen...und ist es an @the_force dies möglichst umzusetzen, damit die mitgeteilten "Probleme" gelöst werden...

Viele Grüße
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Sputnik
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« Antwort #9 am: 19. August 2013, 12:28:04 »




@Sputnik:
nichts ist für die Ewigkeit, erst recht nicht die notwendige Betreuungs- u. Umgangsregelung bei Kindern, die sich gerade im Übergang vom Kiga- ins Grundschulalter befinden...

Nicht falsch verstehen. Ich halte den Vorschlag von Ingo auch gut und sehe bei einem 7-jährigen auch wesentlich andere Möglichkeiten als bei einem Kleinkind. Keine Frage.

Allerdings liegt das "Mainproblem" erstmal bei der Änderung der Umgangszeiten. Ich denke auch, dass Freitag bis Montagmorgen Umgangszeit das Problem löst. Aber spielt die KM da mit? Das heißt er müsste sich mit einer "Furie" erstmal über eine wesentliche Änderung der Umgangszeiten auseinander setzen. Ob er das arbeitstechnisch schafft mal weg gelassen, denn die Schulfreundtheorie wäre auch eine Lösung. Zudem wäre ein weitere Umgangstag in der Woche sicherlich auch angebracht.

Entsprechend wäre es nach euren Vorschlägen wie folgt möglich:

- TO sollte Umgangszeiten von Freitag nach der Schule bis Montag Schulanfang umändern (alle zwei Wochen)
- weiterer Umgang Beispiel an den nicht Umgangswochenende Donnerstag auf Freitag

So würde es funktionieren. Da sich der TO bei der Art der Lösung zur Erstverhandlung mit der Mutter anscheinend mit Abwehrraketen bewaffnen muss, wird er auch da der Weg über JA und eventuell Gericht gehen müssen, vorausgesetzt, er kriegt das in Kombination mit seiner Arbeitstätigkeit überein.

Die KM macht ja nicht den Eindruck, dass man sich mit ihr an den Tisch setzen kann. Und da liegt doch das Kernproblem und nicht allein bei den Arbeitszeiten. Die erscheienn mir persönlich im Gegenzug lösbar.

Gruß
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Biene73
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« Antwort #10 am: 19. August 2013, 15:43:12 »

wenn es nur annähernd der Warheit entsprechen würde, dass the_force regelmäßig an den Wochenenden sein Kind abholt. Die Zeiten beschränken sich auf eigenen Wunsch bis heute auf Sonntags Nachmittags. Mit ausnahme der letzen 4 Wochen an dem Sohn 2 mal von Samstag auf Sonntag bei the_force übernachten durfte.

Die Morddrohungen sind reine Lüge und was er damit bezweckt weiß ich nicht. Würde er ein echtes Interesse daran haben, seinen Sohn zu sich zu nehmen, dann wäre es wenigstens ein Grund solche Lügen zu erfinden.  Es ist mir persönlich ein Rätsel. Desweiteren soll es früher häusliche Gewalt gegenüber the_force gegeben haben, so hat er es der Polizei berichtet.. Aber mal ganz ehrlich. Welche Frau würde sich mit einem MAnn anlegen, der mehrere JAhre KAmpfsport betreibt?  question

Vermutlich sind dies Racheakte the_force seits, weil das Kind der neuen Freundin nicht bei uns übernachten darf. Es könnte ein Grund sein, solche Lügen zu verbreiten.

Die 50 Euro werden für die Schule benötigt. Da the_force keinen Cent für die Einschulung dazu gegeben hat, wäre es nett gewesen, sich am Kopiergeld und diverse andere Notwendigkeiten für die Schule zu beteiligen. Nunja, er zahlt Unterhalt, so muss er nicht. Aber fragen darf man ja mal.

So wünsche ich fröhliches Weiterspinnen und ja - das Jugendamt ist auch bereits informiert.
Ich stehe gerne zur Verfügung gemeinsam einen TErmin beim JA zu machen.
Beste Grüße
« Letzte Änderung: 19. August 2013, 15:46:50 von Biene73 » Gespeichert
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Bonnie 2


« Antwort #11 am: 19. August 2013, 15:52:55 »

Moin Biene73

Ich bitte Dich, die Forenregeln (expliziet Nr.9) zu beachten, welche Du mit der Registrierung akzeptiert hast.

Gruss oldie
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Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
midnightwish
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« Antwort #12 am: 19. August 2013, 15:53:06 »

Biene,

du hast mit der Registrierung auch die Forenregeln anerkannt. Insbesondere bitte ich um Beachtung des Punktes 9.

Bitte tragt eure Zwiste im real life aus und nicht hier im Forum. Du kannst hier gerne Hilfe bekommen, aber einen Schlagabtausch zwischen dir und deinem Ex werden wir hier unterbinden.

Gruß Tina
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« Antwort #13 am: 19. August 2013, 16:04:43 »

Moin Biene,

ist ja schön, dass Du hier auch vorbeischaust. Und daraus kann man ja hoffentlich entnehmen, dass Du produktiv an Euren Umgangsproblemen arbeiten möchtest.

Wie schauts denn aus, was spricht aus Deiner Sicht gegen eine Veränderung der Umgangszeiten, so dass ihr eine Übergabe ohne persönlichen Konflikte hinbekommen könnt? Dazu könnt ihr vielleicht auch mehr Regelmäßigkeit in den Umgang hineinbringen, so das das Ganze auch mit the_forces Arbeitzeiten harmonisiert. Natürlich muss auch the_force hier seinen Beitrag einbringen (s.o, Gespräch mit dem Chef).

Macht Euch beide noch mal bewußt, dass für eine sinnvolle Umgangsgestaltung eigentlich keine dritten Personen notwendig sind, wenn beide Elternteile an einem Strang ziehen. In Eurem Fall ist aber sicherlich ein moderiertes Gespräch beim JA sinnvoll. Gruß Ingo
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Biene73
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« Antwort #14 am: 19. August 2013, 16:23:39 »

*** gelöscht ***

Nochmal: Forenregel 9 beachten. Das nächste mal wird Dein Account gelöscht.

oldie
« Letzte Änderung: 19. August 2013, 16:37:06 von oldie » Gespeichert
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« Antwort #15 am: 19. August 2013, 16:40:16 »

Hallo Biene,

wo aus deiner Sicht, liegen denn eure Probleme.

Selbst bei übertriebener Darstellung und unter dem Fakt, dass ein persönliches 4-Augen-Gespräch nicht mehr möglich ist, müssen ja beidseitige Differenzen vorliegen. Die Darstellung von the Force wird hier dementiert aber wo genau liegt das Problem?? Kümmert er sich zu wenig um sein Kind? Zahlt er zu wenig Unterhalt oder gar keinen, dass zusätzliche Bezuschussungen von ihm verlangt werden?
Entspannter Tonfall, liest sich übrigens anders ;)

Gruß
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the_force
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« Antwort #16 am: 19. August 2013, 21:55:22 »

Was das "Zeitproblem" betrifft - ich habe heute mit meinem Chef gesprochen. Ich repariere "aus logistischer Sicht zentrale" Industriegeräte in Produktionsstätten. Wenn es einen Ausfall gibt, dann ist es mein Job, dort extrem zeitnah aufzuschlagen und so lange auf Montage zu bleiben, bis das repariert ist. Das ist nun mal mein Beruf und ich werde - so lange ich diesen Beruf habe - auf eine gewisse Flexibilität angewiesen sein.

Was die berufliche Zukunft betrifft: Jeder Mensch strebt grundsätzlich Verbesserungen an.

Zur kurzfristigen Deeskalation habe ich vorgeschlagen, dass die Übergabe an einem öffentlichen leicht erreichbaren Ort und nicht mehr bei Ihr in der Wohnung stattfindet (z.B. Bahnhof). Die Antwort steht aus. Und irgendwann (hoffentlich bald...) wird auch der Punkt erreicht sein, wo sich ein Sohn jederzeit mit seinem Vater austauschen und verabreden kann. Die Zeiten der Wählscheibentelefone sind ja glücklicherweise vorbei.

Allerdings möchte ich losgelöst vom inhaltlichen Konflikt noch einmal ein paar Punkte herauslösen, die mir wichtig sind und nichts mit dem inhaltlichen Konflikt zu tun haben:

Wenn jemand Kampfsport betreibt, dann betreibt er das als Sport und nicht, um Konflikte in körperlichen Auseinandersetzungen austragen zu können. Im Gegenteil. Kampf*sport* beinhaltet in erster Linie das Wissen darüber, was man lieber unterlassen sollte. Und genau das ist auch der Grund, warum traditionelle Kampfsportler in physikalischen Konflikten eine passive Rolle einnehmen. Wer sich bei uns zum Türsteher ausbilden lassen möchte, hält es maximal 90 Minuten aus.

Des Weiteren störe ich mich ehrlich gesagt ein bisschen an dem Begriff "Regelung". Dieser enthält das Wort "Regel" und beinhaltet, dass man sich an inhaltliche und gesellschaftliche Regeln hält - was auf Gegenseitigkeit beruht. Ich bin inzwischen soweit, dass ich hier eine gewisse "Steuerung" bevorzuge. Dabei geht es nicht um Rache, sondern vielmehr darum, dass der Kleine diesen Konflikt im Idealfall nicht mitbekommt. Und genau das waren meine eingänglichen Fragen: Was für Steuerungsmöglichkeiten gibt es, welche Mittel sind hierzu erforderlich und mit welchen Konsequenzen sind diese (für das Kind und beide Elternteile) verbunden.

Es ist, wie's ist: Wenn ein Mann eine Frau angreift, glaubt unsere feine Gesellschaft der Frau alles und der Kerl steht quasi mit einem Fuß im Knast oder darf zumindest die gemeinsam bewohnte Wohnung verlassen. Wenn es umgekehrt ist, wird Man(n) bestensfalls ausgelacht - "Du wirst doch mit einer Frau klarkommen"...
« Letzte Änderung: 19. August 2013, 21:59:04 von the_force » Gespeichert

Oft fällt das Denken schwer; indes - das Schreiben geht auch ohne es! (Wilhelm Busch)
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« Antwort #17 am: 20. August 2013, 07:27:05 »

Was das "Zeitproblem" betrifft - ich habe heute mit meinem Chef gesprochen. Ich repariere "aus logistischer Sicht zentrale" Industriegeräte in Produktionsstätten. Wenn es einen Ausfall gibt, dann ist es mein Job, dort extrem zeitnah aufzuschlagen und so lange auf Montage zu bleiben, bis das repariert ist. Das ist nun mal mein Beruf und ich werde - so lange ich diesen Beruf habe - auf eine gewisse Flexibilität angewiesen sein.

Guten Morgen tf,

das Problem der Arbeitszeiten haben viele. Jedoch solltest du trotzdem mal darüber nachdenken, ob die jetzig vereinbarte Umgangsregelung mit deinem Sohn nicht veraltet ist und dem Alter deines Sohnes nicht mehr entsprechend. Deine Ex, wir haben ja nun die "Kontra-Meinung" ein wenig gehört, scheint da ja nicht im Wege zu stehen. Aber das musst du mit deinem Sohn und dir und mit der KM vereinbaren.

Zur kurzfristigen Deeskalation habe ich vorgeschlagen, dass die Übergabe an einem öffentlichen leicht erreichbaren Ort und nicht mehr bei Ihr in der Wohnung stattfindet (z.B. Bahnhof). Die Antwort steht aus.

Die Frage in eurem Fall muss aber eine Lösung zur langfristigen Deeskalation sein.

Wenn jemand Kampfsport betreibt, dann betreibt er das als Sport und nicht, um Konflikte in körperlichen Auseinandersetzungen austragen zu können. Im Gegenteil. Kampf*sport* beinhaltet in erster Linie das Wissen darüber, was man lieber unterlassen sollte. Und genau das ist auch der Grund, warum traditionelle Kampfsportler in physikalischen Konflikten eine passive Rolle einnehmen. Wer sich bei uns zum Türsteher ausbilden lassen möchte, hält es maximal 90 Minuten aus.

Du brauchst dich hier nicht zu rechtfertigen. Die meisten hier wissen, was der Begriff Kampfsprt bedeutet und das nicht gleich zu setzen ist mit einer "Killermaschine" ;)

Des Weiteren störe ich mich ehrlich gesagt ein bisschen an dem Begriff "Regelung". Dieser enthält das Wort "Regel" und beinhaltet, dass man sich an inhaltliche und gesellschaftliche Regeln hält - was auf Gegenseitigkeit beruht. Ich bin inzwischen soweit, dass ich hier eine gewisse "Steuerung" bevorzuge.

Eine Regelung kann eine beidseitige Vereinbarung sein. Bei Steuereung, sehe ich eher eine 3. Person im Bezug. Eltern seid aber ihr beide und es sollte auch bei Kommunikationsschwierigkeiten immer das Ziel sein einvernehmliche für beide akzeptable Regelungen zu finden.

Es ist, wie's ist: Wenn ein Mann eine Frau angreift, glaubt unsere feine Gesellschaft der Frau alles und der Kerl steht quasi mit einem Fuß im Knast oder darf zumindest die gemeinsam bewohnte Wohnung verlassen. Wenn es umgekehrt ist, wird Man(n) bestensfalls ausgelacht - "Du wirst doch mit einer Frau klarkommen"...

Wenn ein Mann eine Hemmschwelle zur Gewalt hat, auch oder insbesondere gegen Frauen, und eine Frau diese nicht hat, ist es ein leichtes, dass Mann zum Opfer wird, auch wenn er kräftiger und stärker erscheinen mag. Ob das nun bei euch so ist, weiß ich nicht. Zumindet scheint deine Ex sehr emotional zu sein und ein gewisses Temperament inne zu haben und irgendwo solltet ihr im zweifelsfall ein paar vergangene Ursachen eures Konflikts vielleicht beilegen oder aufarbeiten.

Gruß

Sputnik
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gardo
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« Antwort #18 am: 20. August 2013, 07:47:52 »

Zitat
Wenn ein Mann eine Hemmschwelle zur Gewalt hat, auch oder insbesondere gegen Frauen, und eine Frau diese nicht hat, ist es ein leichtes, dass Mann zum Opfer wird
Insbesondere dann, wenn das Gesetz "Verbesserter Schutz fuer Opfer haeuslicher Gewalt" ausgeschlachtet werden soll. Da ist Mann darauf angewiesen, dass die (meist maennliche) Streifenwagenbesatzung die Situation richtig einschaetzt - Ergebnis daher schwer vorhersehbar.

Gruss,
gardo
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Biene73
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« Antwort #19 am: 20. August 2013, 08:30:29 »

danke für die Antworten. Ich lese mit großem Interesse, weil mir die Jahre an nichts anderem mehr gelegen hat als an einem vernünftigen Miteinander unter uns.

Ich habe als Mutter immer wieder den Eindruck, dass Vater bestimmt und Mutter springen darf. Das ist was mir ehrlich gesagt gegen die Hutschnur geht. Sicher ist das wichtigste das Wohl des Kindes jedoch ist es auch so, dass wenn es der Mutter nicht gut geht mit der Situation automatisch das Kind mitinvolviert ist, weil es spürt, dass was nicht stimmt.

Bei uns war es bis dato so, dass Vater sein Kind bei uns zuhause abholen durfte. Es war mir ein Bedürfnis, dass Vater sich davon überzeugen kann, dass es Sohn gutgeht und Sohn die Möglichkeit hatte seinem Vater zu zeigen wie er lebt und was es neues gibt.

Eigentlich doch wie eine vorbildliche Eltern-Kind-Beziehung.
Letzendlich muss ich feststellen, dass genau diese Situation in privaten Räumen immer wieder zu Konflikten führt, die (hoffentlich) nicht in der Öffentlichkeit ausgetragen werden.

Wir haben früher versucht per email zu kommunizieren. Hat aber irgendwie auch nicht funktioniert, weil es nicht zu dem Ziel geführt hat eine gemeinsame Einigung zu finden.

Eine Regelung wars bis dato da. Dass es dauerhaft eine Änderung der Regelung geben soll habe ich bis heute nicht rausgelesen noch gehört. Zum Wohle des Kindes habe ich mich danach gerichtet was Vater und Sohn wünschen. Wichtig ist ein realistisches Ziel und kein "Wenn dann und sonst nicht". Das ist keine Vereinbarung auf gleicher Augenhöhe.  Ich bin auch nur ein Mensch und keine "funktionierende Mutter" die zu allem ja und Amen sagen muss.

Ich nehme die Antworten hier postitiv mit und meine Gedankenmaschine arbeitet an einem guten Vorankommen.

Gewalt gegen Männer, da halte ich mich nun raus, denn es ist nicht mein Thema.

Edit sagt: Hoffe die Regeln eingehalten zu haben.

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« Antwort #20 am: 20. August 2013, 08:47:10 »

Moin Biene,

finde Deinen Beitrag sehr sachlich - und er scheint weniger emotionsgeladen zu sein, als die obrigen (die unsere Moderatoren rausgenommen haben).

Wie Du bei uns vielleicht siehst, sind wir hier nicht pro Vater oder pro Mutter eingestellt, sondern versuchen hier den Kindern beide Elternteile zu "erhalten".

Dabei stellen wir halt auch fest, dass niemand (wir hier auch nicht) perfekt ist. Das sieht niemand gerne ein - wahrscheinlich Du genauso wenig wie the_force. Vieles ist gut gemeint, kommt durch Kommunikationsdefizite beim anderen gar nicht an. Dies auch, weil die falschen Kommunikationsformen gewählt werden (160 Zeichen SMS reichen nicht aus, um problematische Umgangssituationen zu entschärfen). E-Mail kann eine Lösung sein, dafür müssen aber beide Parteien damit sachlich umgehen können.

Vielleicht macht ihr Euch noch mal beide Gedanken, wie ihr Euren Umgang realistisch und konfliktfrei gestalten könnt. Für Kinder ist dabei wichtig, dass der Umgang verlässlich und regelmäßig erfolgt.

Für Euch als Elternteile ist dabei wichtig, dass ihr beide auch die Zeiten für Eure eigene Planung zur Verfügung habt. Zeiten, in denen Du weder in the_force Leben hineinregierst und er genausowenig in Deine Zeit. So musst Du auch nicht zu allem "Ja und Amen" sagen, sondern hast feste Zeiten, auf Du dich einstellen kannst. Und auch die Verbindlichkeit hast, dass the_force diese einhält.

Wie gesagt, die konkrete Planung Eurer Arbeitszeiten und Möglichkeiten können wir Euch nicht abnehmen. Hier müsst ihr Euch im Rahmen Eurer Möglichkeiten bewegen (ohne dabei ausfallend zu werden, "Drohungen" zu verschicken oder zu Hause "Jean-Claude-Van-Dame"  zu spielen). All dies hat in einer Elternbeziehung nichts zu suchen (egal was davon nun wahr ist oder von wem es ausgegangen ist).

Nochmal der Rat an Euch zusammen ein moderiertes Gespräch beim JA wahrzunehmen, um wieder eine Basis zur Kommunikation zu finden. Gruß Ingo
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« Antwort #21 am: 20. August 2013, 15:14:07 »

Wie gesagt, die konkrete Planung Eurer Arbeitszeiten und Möglichkeiten können wir Euch nicht abnehmen.

Da hast Du Recht. Allerdings müssten in dem Fall halt auch irgendwann mal der Punkt erreicht sein, wo gesetzte Rahmenbedingungen akzeptiert werden. Dass ich z.B. verlässlich jeden Sonntag und auch an vielen Samstagen ohne Rufbereitschaft "frei" habe, ist bereits der Kompromiss. Es handelt sich hierbei um das aktuell mögliche Maximum, dass mühevoll und unter hohen Risiken immer wieder aufs Neue eingefordert wird.

Die Schwierigkeiten beginnen dann, wenn Maximalwerte schlichtweg nicht akzeptiert werden.

"Kündige halt und such' dir einen arbeitszeitkompatiblen Job" mag zwar eine Möglichkeit sein, aber eine Möglichkeit ist nun mal "nur" eine Möglichkeit und keine Bedingung, die man ohne jegliche bilaterale Abstimmung aufdiktiert und einfordert.

Ich denke, die Sache mit der Übergabe außerhalb der "eigenen 4 Wände" durchzuführen, dürfte dem Hauptziel (die Übergabe möglichst spannungsfrei zu gestalten) schon ziemlich nahe kommen.
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Marko99
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« Antwort #22 am: 20. August 2013, 15:45:36 »

Hallo th_force, hallo Biene,

ich muss auch nicht zwingend mit meiner Exfrau zusammen treffen. Eigentlich widerstrebt es mir generell, die Kinder an meiner alten Wohnstätte abzuholen oder wieder hinzubringen.

Wir haben das so gelöst, dass mir in 80% Next die Kinder übergibt. 10% ExSchwiegermutter und nur zu 10% meine Exfrau...
Montags bringe ich meine Kids in den Kiga, damit ich diesen Stress nicht hab, mit den o.g. Parteien zusammenzutreffen. Wo das zusammentreffen mit NExt keinerlei Probleme bereitet.

Ich hatte damals angeregt, die Übergaben bei der Uroma (väterlicherseits) durchzuführen. Wovon ich mir entspannung erhoffte.

LG
Marko
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the_force
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« Antwort #23 am: 20. August 2013, 18:42:59 »

Was ist denn NExt?

Was kostet das?
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« Antwort #24 am: 20. August 2013, 18:46:05 »

Next wäre dein Nachfolger  puzzled

Ich hab jetzt nicht auf dem Schirm wie alt euer Kind ist. Aber evtl. kann ja von Freitag ab Kiga oder Schule bis Montag Kiga oder Schule eine Lösung sein
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