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Autor Thema: Rien ne va plus - Nichts geht mehr  (Gelesen 90336 mal)
pappasorglos
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« Antwort #325 am: 15. Oktober 2008, 22:26:01 »

Hi Micha,

hoffe mal, dein Hobby hat Deine Lohnsteuerkarte bekommen. Mein Post war als Denkanstoss gemeint, und 11 Tage Bedenkzeit könnten bedeuten, dass es mir gelungen ist. Die Gefahr, zynisch zu wirken, hab ich halt in Kauf genommen.

Aber im Ernst: ich hab die Weisheit ja auch nicht mit Löffeln gefressen, und ich weiss nicht mal, ob ich Dir umgangstechnisch vorraus bin oder Du mir. Und Denkanstoss heisst, Du sollst nachdenken. Ich kann Dir kein Rezept aufschreiben. Kann Dir nur meinen subjektiven Eindruck schildern, dass Du mit zur Verhärtung der Fronten beiträgst.

Was würde es Dir bringen, wenn Molli dem Zwangsantrag stattgeben würde? Garnichts. Vielleicht formale Termintreue und hintenrum neue Manipulationen. Und die nächsten 10 Jahre permanente Nadelstiche. Irgendwann hast Du da keinen Bock mehr drauf, und Dein Kurzer zahlt die Zeche.

Du musst Bewegung zulassen. Dabei gilt die Relativitätstheorie. Absolute Positionen haben keine Bedeutung. Der Kern Deiner Position ist, Entfremdung ist inakzeptabel, aber alles andere ist egal. Sag doch der VP, dass Du natürlich den Zwangsantrag zurücknimmst, sobald Du den Eindruck hast, dass KM den Kurzen bei den Übergaben positiv motiviert. Und anstatt drüber zu diskutieren, ob er unbedingt Samstags mit Dir frühstücken muss, mach doch einen ganz anderen Vorschlag, dass ihr die Zeiten flexibel absprecht.

Es ist egal, ob Du da Positionen preisgibst, denn sobald Du einmal über den magischen Punkt drüber bist, wo dieses Hickhack aufhört, interessiert das keine Sau mehr und KM ist  froh, wenn sie den Balg mal los ist.

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Weisnich
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« Antwort #326 am: 17. November 2008, 10:53:37 »

Hallo Leute,
ein Update ist angebracht.

VP hatte noch ein Gespräch mit uns beim JA. Meinem RA schrieb ich dazu:
"Die Verfahrenspflegerin (VP) war mit <Kurzerm> Mitte September bei mir. Der Umgang klappte recht unproblematisch. <Kurzer> zeigte Vertrauen zu mir es wurde aber auch deutlich, dass wir durch die 9 monatige Trennung einigen Abstand voneinander hatten.
Im anschließenden Gespräch meinte die VP, dass ich ja gut mit <Kurzem> klar käme. Kritik gab es an zwei Stellen: Ich wirke eher kopfgesteuert als bauchgesteuert (Soz.Pädler halt) und ich solle <Kurzen> mehr Zeit mit mir allein gönnen, bis sich unsere Beziehung wieder tragfähig ist (was ich seitdem tue).

Ich könne auch nicht aktiv die Situation verbessern, weil die Problems eher auf der anderen Seite entstehen(!).

Trotzdem machte ich 2 Angebote:
1.Regelmäßige Besprechungen zwischen <Ex> und mir zum Informationsaustausch / Abgleich der Erziehung
2.Kurzfristige Übernahme von Betreuung, wenn <Ex> Bedarf hat

Danach konnte die VP <Ex> dazu bringen, jedes Wochenende 3h Umgang mit mir stattfinden zu lassen, was seid 6 Wochen funktioniert.
Vor 3 Wochen quengelte <Kurzer> dann, dass er länger bleiben wolle, worauf hin ich <Ex> darauf ansprach. Seitdem habe ich in 6h.

<Kurzer> wurde an einem Umgangstermin wieder einmal krank und gesundete danach sofort wieder. Meine Kinder sind zwar immer länger krank als einen Tag, aber ich will nicht nickelig werden. Schwamm drüber.
Bedeutend ist der Punkt nur vor einem anderen Hintergrund. Ich habe nun mitbekommen dass <Kurzer> sehr ausgebucht wird (ich frage mich ernsthaft, wie <Ex> das logistisch hin bekommt und warum <Kurzer> das mitmacht) und scheinbar hat der Umgang immer noch niedrigere Priorität als andere Betätigungen. Die Lektion ist nicht gelernt, also bleibt der Zwangsantrag wichtig.

Am 29.10.2008 hatten wir ein Gespräch beim Jugendamt: VP, Herr W. vom JA, <Ex> und ich.

Ich kam extra 15 min. zu spät zu dem auf 1h angesetzten Termin. Er fing genau so an, wie ich befürchtete: eine Laberrunde.

Nach einer Viertelstunde übernahm ich die Moderation und ging die Fakten durch. Ergebnisse in der Elternvereinbarung weiter unten. Sie werden wahrscheinlich erkennen, dass er in Richtung unseres Antrags geht. Regeln konnte ich nur 2 Dinge nicht (da die Trennung von <Kurzer> doch sehr lang war):
1.Urlaub nicht zusammenhängend hälftig (sondern nur 4d Ostern)
2.Umgang startet Freitags, 2 Übernachtungen (sondern erst einmal nur Sa 13:00 - So 12:00)

Beides wird in den nächsten Monaten bei der monatlich geplanten Besprechungen bei der Erziehungsberatung auszubauen sein.
Morgen früh wird das erste Gespräch bei der Erziehungsberatung sein. Ich werde versuchen <Ex> über die Details des Umgangs aufzuklären, um ihre Ängste abzubauen. Sie sprach beim JA-Gespräch an, dass sie nach dem Umgang einige Tage brauche, um <Kurzen> 'runter zu holen' (Mich wundert das nicht wirklich angesichts des Terminplans meines Sohns. Wenn er nach 2 Tagen bei Papa und seinen Geschwistern nicht überfordert wurde, zickt er logischerweise. Aber das deute ich maximal an.)."


Dann kam das erwähnte Beratungsgespräch. Ich verkam zum Statist und die Ex redete sich eigentlich um Kopf und Kragen.
Die Dinge, dich ich hörte erweckten ein Gefühl in mir irgendwo zwischen Mitleid, Trauer und Wut.
Auf unserer Beziehungsebene merke ich deutlich, dass die Ex immer noch nicht fertig ist mit uns. Da wird immer noch taktiert. Sie fragt mich ernsthaft, ob ich mich nicht über ihre Probleme mit dem Kurzen freue. Sieht sie mein Mopped, kann sie sich ein "da sieht man ja, wo die Kohle steckt" nicht verkneifen.
Alles das nach jetzt 4 Jahren Trennung.

Im Bezug auf den Kurzen redete sie über sein aggresives Verhalten nach den Umgängen, wohl durch meine Falscherziehung. 1h lang kreisten wir um das Thema. Der Berater brachte es dann aber auf den Punkt: "Wir erleben oft bei Problemen zwischen Betreuungseltern und Trennungskindern, dass die Schuld daran auf den Umgangselternteil geschoben wird. Das ist aber oft gar nicht so."

Der Kurze tritt, bespuckt, beschimpft die Ex und nimmt das Inventar auseinander. Da herrscht manchmal Krieg.
In dem 2. Gespräch heute wurde dann immer klarer, wo das eigentliche Problem liegt.

Meine Erfahrung: Die Ex hat als Kind nie ernsthafte Emotionen vermittelt bekommen und hat nun Probleme damit, sie zu vermitteln. Übertüncht wird diese Leere durch einen gnadenlos sauberen Schein nach außen. Die gute Mutter mit dem wohlerzogenen Kind.

Der Kurze hat in seinem Rucksack die Trennung, sucht darüber hinaus ständig nach Grenzen und nach dem rechten Umgang mit seinen Emotionen, wie es alle Kinder zu tun pflegen.
Im Job als Erzieherin kann die Ex mit den Kindern gut umgehen, weil sie dort professionell sein kann.
Zu Hause mit dem Kurzen stößt sie dann aber an ihre Grenzen. Der Kurze erwartet keine professionelle Führung, sondern Hilfe in seinem ganz normalen Gefühlschaos. Die Klaviatur kann die Ex aber nicht spielen: Statt auf Bedürfnisse wie Nähe, Distanz, Freude, Wut, Müßiggang, Aggressivität einzugehen, setzt sie äußere Rahmen und Regeln und versucht diese durchzusetzen. Die beiden reden aneinander vorbei und die Sache eskaliert.

Der Berater verteilt an die Ex Vorschläge, die sich in unserer Zweitfamilie einfach intuitiv ergeben haben.
Ich käme nie auf die Idee, mit meinen Kindern zu diskutieren, warum das und das zu passieren hat und wann. Und ich mache meinen Kids auch keine Moralpredigt, wenn sie dann noch mal überschritten wird. Da kommt eine kurze Erinnerung, dass eine Grenze verabredet wurde und dan flüx wieder in den Regelbereich.
Natürlich sind die Grenzen dabei nicht statisch. Wenn ich merke, dass ein Kid irgendein Bedürfnis hat, regiere ich darauf, wenn es möglich ist.

Ich habe da eigentlich erst in dem Gespräch so drüber nachgedacht. Für mich ist das irgendwie natürlich. Ich verstehe mich als derjenige, der meinen Kindern die Sicherheit und Struktur gibt, um mit ihren Gefühlen und Bedürfnissen klar zu kommen. Und mal ehrlich: Ich habe weder Lust noch Zeit, mit irgendeinem der drei Knirpsen darüber zu diskutieren, warum was gut und was schlecht ist oder wer woran Schuld ist.

Beispiel: Zwei Kids zanken sich um ein Teil und kommen damit vielleicht noch zum Papa? Da fragt der Papa einfach nur noch: Ihr wisst welche Vereinbarung gilt? Kids: Nenene (sie meinen damit, dass sie wissen, was jetzt kommt, es aber nicht wollen). Dann nehme ich wortlos es beiden weg. Feddich.

Die Ex bettelt Grenzen herbei, diskutert über den Sinn ihres Ansehnens und versucht Aktionen auch bei Konfrontationen durchzusetzen. Während sie sich dann festbeißt merkt sie nicht mehr, dass es vielleicht einfach nur um ein Kräftemessen ging oder der Kurze mal Nähe brauchte. Statt ihr Ansinnen umzusetzen, einem Kampf auszuweichen oder einfach mal ein Schritt zurück zu tun und sich zu fragen, welche Alternativlösung zielführend ist, versucht sie Funktionen in unserem Sohn abzusichern. Funktionieren soll er, wie eben die anderen Kinder auf der Arbeit.
Der Kurze will seine Mutter und bekommt eine Kindergartenerzieherin.

Jetzt versucht der Pfleger ihr Tipps zu geben, damit besser umzugehen. Im Gegensatz zu ihm weiß ich allerdings, dass die Ex den Mutterpart nicht übernehmen kann. De Facto muss heute schon der LG von der Ex einspringen, wenn die Ex mal wieder an ihre Grenzen stößt. Da stehen in Zukunft noch ganz viele Friktionen und Probleme ins Haus.

Eigentlich wollte ich dieses Gespräch, um eine Verbesserung der Elternbeziehung herbeizuführen. Ich wollte damit auch Umgang ausbauen, Informationen teilen und Sicherheit geben. Das alles ist in den Hintergrund gerutscht.

Heute fing der Pfleger eine Diskussion über das weitere Vorgehen an. Es hörte sich sehr nach der Frage an, ob ich noch gebraucht werde und ich musste erst daran erinnern, warum die Erziehungsberatung ins Leben gerufen wurde.

Wir treffen uns ersteinmal weiterhin in 2-3 Wochentakt. Die Ex kann aber auch zwischendurch bei ihm aufschlagen - er ist im selben Haus, wie ihr Arbeitegeber.

Ich bin echt traurig und ärgere mich für meine Dummheit. Alles, was ich heute weiß, wusste ich schon vor vielen Jahren. Ich war nur zu dumm, es zu verstehen.

Gruß,
Michael
« Letzte Änderung: 17. November 2008, 10:57:30 von Weisnich » Gespeichert
Weisnich
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« Antwort #327 am: 17. November 2008, 21:45:19 »

Hallo Leute,
ich muss mich nochmal melden, weil ich grad eine gute Idee brauche.

Erstmal eine Anamnese:
- Trennung 10/2004
- Scheidung 01/2008
- der übliche Umgangswirrwar, 3 Prozesse für Umgangserweiterung, letzter 11/2007 mit Minimalumgang
- danach 2x Umgang und 9 Monate Boykott als "Kind will nicht"-Variante
- ich stelle 02/2008 2 Anträge: 1. Tagesgenaue Umgangsregelung, 2. Zwangsgeldantrag
- Ex stellt 05/2008 den Antrag auf Aussetzung des Umgangs für 6 Monate
- 08/2008 VP kommt ins Boot, stellt Umgang wieder her, Bericht liegt noch nicht vor
- 10/2008 VP organisiert Elternberatung

In der Elternberatung stellt sich nun heraus, dass Muttern überfordert ist und bei ihr eine Situation zu finden ist, die sich mit dem Wort Krieg beschreiben lässt. Eigentlich muss KM's LG die regulativen Elemente der Erziehung umsetzen.
Bei mir ist der Kurze völlig ausgeglichen und passt sich gut in die Zweitfamilie ein.

VP und Beratung stellen fest, dass ich eigentlich das Problem nicht herbeigeführt habe. Schriftlich werde ich das aber wohl nicht bekommen.
Beratung unterliegt der Schweigepflicht und schreibt keinen Bericht.

Argumentiere ich vor Gericht mit meinem Wissen aus der Beratung, haue ich mich damit wahrscheinlich raus.
Die KM wird das Kind nicht herausgeben noch wird die Erziehungsberatung in die Richtung einwirken. Ein Prozess in der Richtung ist hoffnungslos.

Als Lösung sehe ich nur: Möglichst viel Umgang.
Die KM ist aber nicht davon abzubringen, dass eigentlich ich der Übeltäter bin. Dadurch entsteht ein Push-Pull-Mechanismus: Will der Kurze mal keinen Umgang, wird er von Muttern hintergründig unterstützt und ein von allen Seiten (JA, AG) akzeptierter Boykott setzt sein.

Jetzt stehe ich da mit runtergelassener Hose:

Ich habe effektiv nicht verhindern können, dass ich den Kurzen für 9 Monate nicht gesehen habe.

Dank eigener Beschäftigung und der üblichen 50%-Zahlung bei FGG-Verfahren, werde ich selbst den (unsinnigen) Antrag meiner Ex zahlen dürfen. Schaden irgenwo zusammen 3-4000 Euro. Muttern arbeitet als Lohner 30 Std und ist mit Kind voll PKH-fähig, der Richter lässt sich weder durch einen akademischen LG noch durch die Sinnfreiheit von Anträgen dazu bewegen, PKH einzustampfen.

Weder VP noch Beratung werden mir einen Persilschein ausstellen und damit die KM in eine Lage bringen, indem sie für ihre Fehlleistungen haften muss. Alle sind darin fokussiert, ihr zu "helfen".

Der Antrag der Ex wird absaufen; ich werde trotzdem 50% zahlen.
Mein Umgangsantrag wird durchkommen, ich zahle 50% und habe ein Papier, das genau so viel wert ist, wie der letzte Vergleich - Nichts.
Mein Zwangsgeld wird von KM, VP, Beratung und Richter als eher schädlich angesehen und säuft wahrscheinlich ab. Ich kann mich vielleicht beim OLG wehren, aber wenn die VP nur ein klein wenig geschickt ist und ihrem Willen Ausdruck verleiht, lege ich mir mit ihrem Bericht die Karten.

Herauskommen wird hoffentlich Umgang. Und beim nächsten Boykott schmeiße ich wieder 3k in das System, um nach 9 Monaten meinen Sohn mal wieder sehen zu dürfen.
Ich glaube auch nicht, dass sie zu einem ernsthaften Wechsel in der Erziehung die Fähigkeiten mitbringt, also wird es eine zumindest sehr angespannte Situation bleiben. Die frage ist nicht, ob der nächste Boykott kommt, sondern wann.

War's das jetzt?

Gruß,
Michael
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« Antwort #328 am: 17. November 2008, 22:11:28 »

ich muss mich nochmal melden, weil ich grad eine gute Idee brauche.

Hi Michael,

die gute Idee ist Geduld. Es läuft gut im Moment. Absolut gesehen nicht, aber relativ zu den letzten Monaten läuft's gut. Nicht ungeduldig werden, und auch nicht der Versuchung unterliegen, jetzt, wo es gut läuft, auch der Sieger sein zu wollen. Wir glauben Dir das alle, dass Du das bessere Händchen für den Kurzen hast, aber mach bitte nicht den Fehler, das beweisen zu wollen.

Und solange kannst Du's ja mit den Ärtzen halten: "Eines Tages werd' ich mich rächen...". Ich hoffe, Du kennst den Text.
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« Antwort #329 am: 17. November 2008, 22:17:32 »

Moin,

deine PNs konnte ich bisher nicht beantworten. Hier ist etwas "Land unter" und doch möchte ich nicht ohne einige Worte zum Matratzenhochdienst gehen.

Deine Analyse ist sehr treffend. Du hast die lineare Entwicklung projektgleich anhand von Meilensteinen definiert. Ich vermisse an einigen Stellen das Rauten-Symbol, welches bekanntermaßen für Entscheidungen steht und Abzweigungen ermöglicht.

Ich bin klar der Meinung, dass die Beratung von seiten der Eltern nicht unter die Schweigepflicht fällt. Ich meine, das war ja auch der Hammer. Irgendeiner sagt: "Ich mach das nur, um dich zu ärgern!" und es darf keiner erfahren? Nene. Mit dem Wissen darfst du hausieren gehen - ohne dich für den "Vertrauensbruch" zu entschuldigen (!!).

Den Bericht der VP möchte ich bitte druckfrisch in mein Mail-Postfach.

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Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
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« Antwort #330 am: 17. November 2008, 23:36:07 »

Lieber weisnich,

ich denke, dass du da manchmal einen Tunnelblick hast. Ich sage das aber deutlich unter Vorbehalt, denn

a  bin ich möglicherweise zu naiv, was boykottierende und rechtsstreitlustige Exxen angeht
b  ist es immer unglaublich schwer, die Gesamtsituation von außen zu beurteilen....

Du stehst in manchen Teilen recht machtlos vor der Tatsache, dass deine Ex irgendwie die Fäden in der Hand hat. Du hast zwar dies und das erstritten, und das alles ist zeit-, nerven- und geldraubend. Du bekommst dann ein Papier, dass dir dies und das zugesteht, und doch ist die holde Ex in der Lage, dies durch einfachen Boykott auszuhebeln.
Du hast eine Zeit von neun Monaten deinen Sohn gar nicht gesehen.
Jetzt laufen die Umgänge langsam wieder an.
Ihr seid in einer Beratungskiste, in der du zur Randfigur gerätst, deine Ex plappert sich da um ihren Verstand, der VP macht seinen Job, aber auch das scheint mütterlastig, sie will im Grunde darauf hinaus, dass offiziell beurkundet wird, dass diese ganzen unglaublich lästigen (für sie) Umgänge dem armen Kurzen so sehr schaden, dass einer ihr zu willen schließlich den Ratschlag gibt (und schriftlich fixiert), das ganze mal wieder ein Weilchen auszusetzen.....
Das hat was von Schwimmen in brauner Soße. Man kommt nicht voran, und sieht nicht, wo es hingeht.

Ich denke, du solltest dich auf die Umgänge, die stattfinden, konzentrieren.
Ich glaube, dass du deinem Sohn den besten Dienst erweisen kannst, wenn du so unauffällig wie möglich deinen Einfluss auf ihn ausdehnst, indem du ihm in deinem Umfeld, mit seinen Halbgeschwistern zeigst, was Leben bei Papa ist.
Ihm das gibst wozu deine Ex offenkundig nicht in der Lage ist.

Das sind vielleicht momentan nur Inseln für ihn, aber er wird älter.
Das mag wackelig sein, weil die Ex unberechenbar ist, und in ihrem eigenen Schlamm das klare Wasser nicht findet, und deshalb die Umgänge jederzeit zu kippen versuchen kann.
Aber im Grunde ist es das einzig sinnvolle, was du tun kannst.

Nebenbei solltest du nicht den Fehler begehen, dich in immer neue Kleinkriege verwickeln zu lassen.
Du musst nämlich auch an dich, deine neue Familie, deine beiden anderen Kinder denken.
Die beiden Mädchen sind für deinen Sohn eine Bereicherung wie er für die beiden.

Ich kenne freilich deine Ex nicht.

Du kannst sie nicht von ihren Ängsten und Unzulänglichkeiten befreien, das kann sie nur selbst.

Ich spekuliere mal:
Vielleicht haut sie aus lauter Hilflosigkeit um sich, weil sie dir in vielerlei Hinsicht unterlegen ist, und das Kind ist ihr einziger Trumpf.

Vielleicht kannst du da irgendwo ansetzen.
Ihr diese Angst nehmen. Ihr signalisieren, dass du ihr nichts böses willst, und nichts nehmen. Soll sie ihre Welt, ihre Fassade aufrechterhalten, lass ihr das.
Sieh zu, dass du bei deinem Sohn den Einfluss erstmal durch die jetzt stattfindenden Umgänge vergrößerst.
Er wird älter.
Er bildet sich früher oder später seine eigenen Meinungen.
Jetzt ist er noch zu klein, aber du musst den Fuß in der Tür behalten (und du hast gesehen, wie schnell du draußen bist!)

Auch wenn das bedeutet, dass du vielleicht mal deine Gedanken über das, was im Grunde offenkundig ist, herunterschluckst.

Ich weiß, dass du das tust, was du tun musst, damit meine ich alle, sicher nicht vermeidbaren, Rechtswege zu gehen.
Mach das, ich halte dich absolut für breitschultrig genug, das durchzustehen.

Aber verlier nicht den Blick für das Wesentliche.
Oder anders ausgedrückt: Sieh es nicht als Kampf, bei dem es um die höchste Punktzahl geht, steig aus, wenn du so viel hast, dass es erstmal reicht, um etwas zu bewirken und damit gut leben zu können.

tmo, Lesemaus

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Getretener Quark wird breit, nicht stark
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« Antwort #331 am: 04. Januar 2009, 19:02:19 »

Hallo,
update:

Umgang findet immer noch - einigermaßen geregelt - statt. Der Kurze wurde auch an diesem Wochenende krank. Heute bekam ich ihn allerdings.

Ausgeweitet ist Umgang  bisher noch nicht, allerdings ist die Ausweitung in der Pipeline.

Der Bericht der VP liegt vor. Tenor: Alles ist OK. Gründe für die Ablehnungshaltung des Sohns wurden nicht erläutert.

Gleichzeitig hat die VP eine Erziehungsberatung in Gang gesetzt. Da war aber nur einige Sätze lang Umgang das Thema. Der Berater erkannte zügig die Hintergründe und plötzlich geht es darum, wie man Eskalationen bei der KM verhindert. Meine Aufgabe ist olympisch: dabeigewesen sein ist Alles.

Mitte Januar ist Termin bei Gericht. Der neue Richter hat einen Termin zum Antrag meiner Ex (Umgangsausschluß für 6 Monate) anberaumt.

Nun ist die Angelegenheit mausetot. Das letzte Mal habe ich vom Umgangsausschluß bei der letzten Verhandlung gehört.

Also habe ich eine Stellungnahme schreiben lassen. Inhalte:
- Auftrag des Gerichts an die VP offen legen (Den gibt es nicht. Damit ist die VP nicht nur wertlos, sondern auch kostenlos)
- Gericht soll Paralleltermin zum Zwangsgeld machen.
- Ausweitung gefordert, Urlaubsumgang gefordert, Notwendigkeit Zwangsgeld dargelegt, Inhalte der Gespräche mit VP / Beratung dargelegt.

Das Dingen liest sich recht hart. Es ist eindeutig Kampfkurs. Es geht mir allerdings darum, das Zwangsgeld durchzusetzen - ich brauche ein Damoklesschwert, damit wir dieses Gehampel dann auch zum letzten Mal durchexerziert haben.

Schauen wir mal, was der neue Richter so herauslässt. Ich habe ein wenig über ihn recherchiert und er scheint ganz vernünftig zu sein. Er verkauft das Harvard-Modell. Damit kann ich umgehen.

Gruß,
Michael
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« Antwort #332 am: 14. Januar 2009, 14:17:24 »

Hallo Leute,
heute fand der Termin beim neuen Richter statt. VP kam nicht.

Über die Aussetzung sprachen wir 3 Sätze. Eigentlich stellten wir nur fest, dass sie den Bach runter gegangen ist.

Dann fragte uns der Richter, wie denn derzeit der Umgang läuft.

Mausi berichtete von dem gekürzten Umgang, den sie nun langsam ausbauen wolle. Dazu habe sie mir im letzten Telefonat auch noch weitere 5 Stunden zugestanden.

Der Richter fragte mich nun, ob dies Konsens sei. Ich entgegnete ihm, dass ich mit der Regelung nicht einverstanden bin, sie aber erst einmal angenommen habe.

Ich fürchtete Molli #2 vor mir zu haben, weil er sehr auf die Ex einging und nickte. Wir lieferten einen Einwand und der Richter sagte: Mooooment, ich habe bisher noch nicht gesagt, was ich davon halte".

Das Gespräch mit der Ex schloss er mit ner Fragerunde ab:
Richter: Ja, Frau T. Die Einigung beim Jugendamt enthält viele Elemente aus dem Antrag von Weisnich (Welch Zufall. Das sie das damals nicht durchschaut hat). Sie würden dem Ziel also zustimmen.
Ex: Ja klar, nur sollten wir da schrittweise rangehen
Richter: Gut, dann lassen sie uns mal nen Zeitplan aufstellen. Wann sollten wir komplett umsetzen? Hmmmm... was halten sie von Februar?
Ex (perplex): Ja klar! (in den folgenden Minuten verstand sie dann auch, was sie da gerade gesagt hat)
Es folge eine stundengenaue präzisierung des Umgangs.

Und dann wurde der Richter zu einem Aal-Dieter im Gerichtssaal.
Nachdem das Wochenende besprochen war ging er zu den Ferien über. 4x halbe Ferien drauf. stundengenaue Klarheit.

Danach noch die Frage zum Ausfall des Umgangs. Hier forderte ich eigentlich nur ein ausgefallenes WE am kommenden hälftig nachzuholen. Exchen stimmte zu, Aal-Dieter gab zu Protokoll "Fällt der Umgang aus, so ist er am nächsten Wochenende nachzuholen". Mir ist nicht klar, ob dem Richter und der Gegenpartei der Unterschied klar war, aber ich habe ihn verstanden und mich davor gehütet, eine Änderung zu fordern.

Nun diskutierte ich mit dem Richter, dass ich Nov 07 im gleichen Gerichtssaal eine ähnliche Vereinbarung geschlossen hätte und befürchte, dass ich zukünftig vielleicht wieder in die selbe Situation komme. Er war etwas verlegen und schlug vor, daraus einen Beschluss zu machen und dann zu meiner Ex: "Frau T. Ich hoffe doch, dass wir das jetzt mit dem Umgang hinkriegen. So wie ich weisnich einschätze, wird er bei erneuten Problemen wieder klagen und glauben sie mir: nächstes Mal verhänge ich ein Zwangsgeld.

Mein Zwangsgeldantrag wird absaufen aus verfahrenstechnischen Problemen. Wir versuchen zumindest eine Kostenbeteiligung durchzubekommen. Bei Molli. Wir werden also scheitern aber nicht ohne es versucht zu haben.

Mein Antrag zur Detaillierung des Umgangs ist vom Tisch, da schon durchexerziert.

Schön in der Normalität angekommen zu sein! Danke Aal-Dieter.


Gruß,
Michael
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« Antwort #333 am: 14. Januar 2009, 14:41:07 »

Moin,

1. viel Zeit investiert
2. viel Geld investiert
3. Umsetzung noch ohne Konsequenz

Schön zu wissen, dass die Scheidungsindustrie richtig satt wird u.a. durch deinen Prozess.

Schön zu sehen, dass der neue Unrechtsprecher mehr Gesäß als Sitzfläche nutzt als dieser feige Molli.

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Meinen aufrichtigen Dank!
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« Antwort #334 am: 14. Januar 2009, 14:42:19 »

nächstes Mal verhänge ich ein Zwangsgeld.

Welches Gericht war das nochmal ?
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Ich ziehe nicht aus.
Lausebackesmama
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Ein Leben lang!


« Antwort #335 am: 14. Januar 2009, 16:13:05 »

Moin,

wenn auch mit Vorsicht zu genießen, aber Aal-Dieter gefällt mir im ersten Eindruck ausgesprochen.
Ein rhetorischer Trickser.



Wenn auch kein 100%iger Sieg im Verfahren, so doch wenigstens im Bezug auf die Besetzung und eine positive Zukunftsprognose.

LG LBM
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‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
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« Antwort #336 am: 14. Januar 2009, 23:20:31 »

Hallo Leute,
ja, ich habe nur eine Spatz in der Hand. Aber lieber einen Spatz in der Hand als eine Taube im Bett.

Eine Befestigung mit §33 FGG war nicht zu erreichen. Fraglich ist auch, ob diese dann was bringt.

Klar ist aber, dass die Luft dünn wird für meine Ex. Ich habe im Endeffekt die Akten gefüllt, ohne dass sie widersprechen konnte. Der Umgang ist so eindeutig geklärt, dass ich ihn mir gar nicht eindeutiger vorstellen kann. Mausi hat eine klare Perspektive bekommen, die sie als ernsthafte Bedrohung ansieht.

All das wäre bei Molli undenkbar gewesen. Auch dass es im Endeffekt ein Beschluss wird, wäre bei Molli undenkbar gewesen. Es hat auch nicht mit Feigheit oder so zu tun. Der neue Richter verfügt einfach über viel mehr Esprit in der Verhandlung. Molli ist da viel träger und ungeschickter.

Ich sehe auch, dass ich das Zwangsgelddingen schenke. Ausgefochten hätte ich beweisen können, dass die Ex eigenmächig gehandelt hat. Das aber ganz klar nur in 2. Instanz, weil Molli das Dingen eben nicht abgegeben hat und auch noch im System steckt.
Das Hauptproblem besteht darin, dass ich nicht so einfach das Zwanggeld hätte in das neue Resultat mitnehmen können. Es wäre im Endeffekt Vergangenheitsbewältigung gewesen und dafür ist mir dann einfach meine Zeit zu schade.

Mein persönliches Vietnam ist aber woanders:
Erst letzte Woche knallte es im Haushalt der Ex wieder dermaßen, dass dabei ein Wohnzimmertisch zu Bruch ging. Eine echte Entwicklung in der Erziehung hat nicht wirklich stattgefunden und meine Ex würgt die Elternberatung ab.
Das ist weder gut für den Kurzen, noch für den Umgang.
Ich sprach genau über dieses Problem in der Verhandlung heute. Schlussendlich mussten wir aber feststellen, dass es keine tragbare Regelung für dieses Problem gibt. Ich kann die Ex nicht zum Besseren tragen.

Die Ex gesteht sich aber nicht ein, ein Problem zu haben. Und so sehe ich als Zaungast zu, wie es bei den Eskalationen bleibt.
Beim Herausgehen meinte mein Anwalt, dass er es nicht ausschließen würde, dass der Kurze irgendwann bei mir abgestellt wird. Dann hätte ich doch alle Ziele erreicht. Ich konnte ihm aber klar machen, dass dieser Ansatz sehr kurz gedacht ist. Es geht in aller erster Linie nicht um mich, sondern um den Kurzen. Wenn irgendwann ein Bündel Kind gefüllt mit schlechten Erfahrungen bei mir abgegeben wird, habe ich nicht gewonnen, sondern verloren.

Es bleibt also schwer, die Dinge zu akzeptieren, die man nicht ändern kann.


Gruß,
Michael
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Uli
Gast
« Antwort #337 am: 15. Januar 2009, 08:42:48 »

Wenn irgendwann ein Bündel Kind gefüllt mit schlechten Erfahrungen bei mir abgegeben wird, habe ich nicht gewonnen, sondern verloren.

Lieber Michael,

das ist gut formuliert!  thumbup

Natürlich bin ich froh, meine Beiden aus der Hölle herausbekommen zu haben. Die 2,5 Jahre mit der "Mutter" alleine haben allerdings gereicht, den Kindern Wunden und Narben fürs Leben zu verpassen. Auch wenn manches in den nun 6 Jahren bei mir ausgebügelt werden konnte: Vieles wird bleiben und ich bin mir sicher, dass beide Kids als junge Erwachsene noch einmal eine Therapie werden machen müssen!

Das ist der Preis eines Systems, das alle Probleme im hier und jetzt seinen Kindern und Enkeln aufhalst - nach mir die Sintflut!  mad

LG, Uli
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elwu
Gast
« Antwort #338 am: 15. Januar 2009, 11:13:49 »

Es bleibt also schwer, die Dinge zu akzeptieren, die man nicht ändern kann.

Hallo,

erst mal congrats, das sieht ja nun schon deutlich anders aus als bei Molli. Was die nicht zu ändernden Dinge betrifft wie etwa den Unrechtssprecher, den man bekommt: da habe ich auch zwei einschlägige Erfahrungen, einmal mit dem nach jahrelanger Untätigkeit in meinem Scheidungsverbund in die Pension verabschiedeten Richter F., zum andern mit der geradezu absurd mütterparteiischen  Richterin P., beide am AG Augsburg. Bei letzterer habe ich damals zur Vermeidung weiteren, diesmal richterlich verordneten, Schadens für mein Kind und mich den Stecker aus der Sorgerechtssache und meinen Antrag zurückgezogen. Mann muss manchmal akzeptieren, wenn man nicht gewinnen kann...

Die Hoffnung deines Anwalts halte ich nicht für unbegründet. Und es geht nicht darum, ob du dann gewonnen oder verloren hast, sondern um dein Kind. Und wenn es bei dir lebt, wirst auch du erfoglreich darin sein, wie es z.B. Uli und ich sind, nach und nach die unzähligen Defizite, Verletzungen, Störungen etc. zu lindern, die das Kind in den Jahren bei der liebenden Mutter erleiden musste, dem mütterzentrierten Familienunrechtssystem sei Dank.

/elwu
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Ariba
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« Antwort #339 am: 15. Januar 2009, 17:23:35 »

Hallo weisnich!

Nach deiner Verhandlung und Deinem Post wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen sollte.
Ich kenne Deine Geschichte von Anfang an. Deinem Kampf vom Extrem-Minimal-Umgang a la alle 14 Tage 2 Stunden bis...

So sehr ich mich über Dein in der Tat besseres Ergebnis als evtl. von Dir zuvor selbst gedachtes Ergebnis freue und Dir dreimal alle Daumen drücke für die tolle Zeit mit Deinem Sohnemann, fällt es mir offen gestanden schwer , nach bald 2 Jahren bei VS, die symbolischen Sektkorken knallen zu lassen.
Warum?

Ist es nicht wirklich erbärmlich, was Du für Kampf, Energie, zeit und Geld in dieses absurde System schmeißen musstest, um nun endlich den ohne hinschon Furzeligen-Popeligen und Kind-und-Vater-Beziehung abwertenden (minimalisierten) "Standardgumgang" von allen 14 Tagen (mit a bissl Urlaub und so) zu erhalten?
Muss bzw. darf sich darüber ein Vater überhaupt freuen?

Mir ist bekannt, dass Deine werte "Mausi" den selbigen beruflichen Weg eingeschlagen hat, wie meine Bescheidenheit. Ist halt so...
Auf jeder Fachschule für Sozialpädagogik lernt man(n) und Frau, dass kein einziges Kind in einem Kindergarten eingewöhnt werden KANN, sofern es mal ab und zu alle 14 Tage vorbeischneit. Die Gründe dürften zu erahnen sein. Auch für den Fall, dass die Eingewöhnungszeit bereits (erfolgreich)beendet ist, das KInd sich an die Umstände und dortigen Personen gewöhnt hat, Vertrauen aufgebaut hat, wird Dir JEDER halbwegs geschulte Erziehungs-Laie sagen können, dass ein KIndergartenbesuch von allen 14 Tagen  schlichtweg keinen Sinn macht...., ja, man würde sogar mit Vorwürfen nach Hause geschickt werden, was man seinem Kinde zumutet, mit diesem minimalen Stündchen in den 2 Wochen.

Kurioser Weise halten Richter, und die FamGerichte in der Gesamtheit ja ebenso, genau diese minimalen Umgangszeiten für die Wahrung und Förderung des KIndeswohls schlechthin. Da frage ich mich, wo sind die eigentlich alle bei wem in die Schule gegangen?

Was unsere Fälle ähnlich(wie tausende andere Macht)? Unsere Kinder und wir haben einen unwiderruflichen Schaden von der ganzen Sache mitbekommen. Die Monate der Umgangsvereitelung wird niemand mehr rückgängig machen können. Viele  Monate bei Dir, so gut wie seit Geburt vor über 18 Monate bei mir.
Für mein Kind bin ich ein fremder Mann. Auch Du könntest den nächsten Umgang - sofern es mal wieder einen geben würde - für mich wahrnehmen. Meine Tochter würde wohl keinen Unterschied erkennen. Dafür hat ihre Mutter konsequent gesorgt. Ist sie nicht wunderbar?  Für die Kleine bin ich halt jemand, der so mal alle 6 Monate 2-3 Mal daherkommt und sich dann wieder ein halbes Jahr nicht meldet. In der Zwischenzeit "spielt" Papa dann wieder, zwar intensievst(!!!), aber leider nicht mit ihr, dafür allerdings wieder mit zahlreichen Ämtern und Gerichten.
Immer schön auf Trab gehalten werden könnte die Devise lauten....

Ich wünsche Dir und Deinem Sohn nie mehr einen Boykott oder sonstige Grausamkeit. Zu früh sollte unsereins sich jedoch nie fühlen. Dein Beschluss kann so scharf sein, wie er will. Meine KM würde erst mal über einen weit entfernten Umzug nachdenken, allerlei Gründe der Kindeswohlgefährdung gegen einen Umgang mit mir auftischen(bei neuen, unverbrauchten Sachbearbeiterinnen)...und ein neuer Richter im fernen Anderswo würde die Sache evtl. wieder ganz von vorne beginnen lassen. Im Sinne des Kindeswohls natürlich.

Alles Gute und viele Grüße
Ariba

...der in einer Woche hoffentlich(!) ebenso weiß oder auch nicht, ob Muttis Umgangsausschluss-Antrag durchkommt oder wir allesamt erstmal ne laaaaange Runde Gutachten fahren...
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Vom Amtsgericht entsorgt!
Und vom OLG wieder "recycelt"!!

Das OLG hat wieder die Normalität hergestellt: Ein Vater darf wieder sein Kind sehen - auch dann, wenn das Amtsgericht und die Mutter das nicht wollen!
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« Antwort #340 am: 15. Januar 2009, 20:48:28 »

Hallo Ariba,
Zitat
Für die Kleine bin ich halt jemand, der so mal alle 6 Monate 2-3 Mal daherkommt und sich dann wieder ein halbes Jahr nicht meldet.
Quatsch mit Soße! Wer, wenn nicht Du sollte vom Gegenteil überzeugt sein?

Ich bin ja leidenschaftlicher Moppedfahrer. Beim Moppedfahren kann man was für das Leben lernen: Also stell Dir vor, Du bist auf der Autobahn. Und plötzlich steht das Auto vor dir. Die meisten würden sauber hintendrauf semmeln. Raus kommst Du aus der Situation nur, wenn du vorher schon Lücken gesucht hast und dann einfach nur da hinguckst. Du fährst dann automatisch da hin und bist gerettet.
Grad heute hatte ich so eine Situation.

Also. Bleib überzeugt und schau auf dein Ziel, nicht auf den Abgrund und suche alternative Wege.

Die Lösung kam auch nicht vom Richter allein. Ich bin in den letzten Jahren hinreichend oft vor die Pumpe gelaufen. Das schult. Ich habe daher gelernt Dinge langfristig einzustielen - auf Details zu achten, die leicht an den anderen vorbeiziehen und erst später an Gewicht gewinnen.

Ich habe da meinen Antrag auf Änderung des Umgangs gestellt. Im Sommer hatte ich die ungeraden Wochenenden untergebracht und bei jeder Sabbelrunde fügte ich ein weiteres Detail hinzu. Die Ex hat nicht wirklich verstanden, warum ich an der einen oder anderen Stelle so detailverliebt war. Irgendwie hatte keiner den Überblick, bis dann bei der Verhandlung mein Antrag zum großen Teil Realität geworden war und Aal-Dieter einlochte. Gotcha!

Auch hier half nur überzeugt und konzentriert zu sein.

Ariba. Ich bin mir sicher, dass Du deinen Streifen machst, wie auch ich meinen Streifen machen werde. Ein guter Gedanke und Glück bringen dich aber wahrscheinlich weiter als zerstörerische Zweifel und feuchtwarmer Selbstmitleid. Dran, drauf, drüber!

Gruß,
Michael
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« Antwort #341 am: 15. Januar 2009, 21:01:52 »

Hallo Uli,
Zitat
das ist gut formuliert!

In der Tat musste ich genau an dich denken als ich diesesn Satz sagte. Ich hatte deine Kinder bei einem Besuch kennen gelernt und erinnere mich noch heute daran. Die beiden können froh sein, dass sie so weitsichtige (Stief-) Eltern haben.

Damals beim Besuch merkte ich doch sehr deutlich, wie nah Elend und Glück beieinander liegen und wie unbeirrt aber auch schwer ihr an den Kindern getragen habt.

Es gibt Situationen, die ich meinem Sohn ersparen möchte. Die Situation, in die deine Kinder gegen deinen Willen gebracht wurden, gehört sicherlich dazu.

Ehrlich gesagt bewundere ich dich (jetzt mal von den Moppedfahrkünsten abgesehen).


Gruß,
Michael

« Letzte Änderung: 15. Januar 2009, 21:04:31 von Weisnich » Gespeichert
Uli
Gast
« Antwort #342 am: 16. Januar 2009, 09:21:39 »

(jetzt mal von den Moppedfahrkünsten abgesehen).

Lieber Michael,

ich bin doch nur Schönwettersonntagsfahrer und habe die letzten Jahre wahrlich kaum Zeit gehabt mein Mopped zu bewegen. Da wäre es doch schlimm, wenn Du nicht wesentlich versierter auf diesem Gebiete wärest. Aber ich habe ja jetzt wieder mehr Zeit und Muße, um zu meiner alten Form zurückzufinden. 

LG, Uli
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« Antwort #343 am: 06. Juli 2010, 21:04:29 »

Hallo Forumianer,
vor knapp 5 Jahren beginnt meine Geschichte und das Leben schreibt immer wieder eine neue Seite.

Heute möchte ich wieder mal updaten.

Erstmal zur Situation:
Meine Restfamilie und mein Sohn leben im Ruhrgebiet, ich arbeite seid fast 2 Jahren in Rheinland-Pfalz. Der Neuanfang hat geklappt.

In der Woche bin ich auf der Arbeit/in meinem Wohnwägelchen und Freitags geht es nach Hause. An jedem 2. Freitag muss ich mich extrem beeilen, weil Sohni im Ruhrgebiet wartet. Meist fahre ich dann 20% des Wegs auf dem Standstreifen oder zwischen den Autos. Wenn ihr also auf der A3 an einem ungeraden Wochenende eine Domi/eine F800, dann acht Platz. Ich habe es wirklich eilig.

Internet gibt es seid kurzem auch wieder. Ich habe mir so ein schnuckeligen Eee-PC mit UMTS-Stick angelacht.

Recht beschaulich.

Der Umgang klappt mittlerweile sehr gut. die Ex at die Vorteile einer Kinderpause erkannt. Sohni baut mittlerweile eine ernsthafte Beziehung zu seinen Halbgeschwistern auf und genießt die Männerzeit mit Papa.

Moppelig ist er geworden und etwas auffällig im Kiga. Er ist gelangweilt-aggressiv.

Die Ex schlug daher vor, ihn untersuchen zu lassen. Heraus kam ein deutlich überhöhter IQ. Die Prüferin merkte erst Unsicherheiten bei Fragen für 12-jährige.
Nun kommt er gerade erst in die Schule. Dort ist zu befürchten, dass er in dem System untergeht und angeödet unerhalb seiner Möglichkeiten bleibt.

Sie will vielleicht mal mit der Schule reden. Oder eine andere Schule ansprechen, die Altersklassen mischt. Die ist aber einige km entfernt, weshalb sie lieber ihn lieber in der normalen Schule um die Ecke untergebracht wüsste.

Daraufhin ab ich ihr den Vorschlag, den Kurzen abholen und bringen zu lassen (nein ich wollte nicht mir diskutieren, wofür sie eigentlich KU bekommt).

Ich bat sie um Termine.

Mal sehen, wie es weiter geht.


Gruß,
Michael
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« Antwort #344 am: 01. September 2010, 21:30:54 »

Hallo Forumianer,

eine kleine Anekdote und nen paar Fragen.

Mein kleiner Mann wurde eingeschult. Ich bin also die 170km da hin geschrubbt und gehe mit meiner Tochter zur Kirche und anschließend zur Schule.
Seine Oma wollte eigentlich auch mit, die musste aber den Opa aus dem Krankenhaus abholen.
Na gut.
Zur Kirche kamen wir als sie gerade anfing. Mein Sohn sehen wir, aber er nicht uns.

Wen treffe ich bei herausgehen aus der Kirche?
- Sohni (der dann richtig glücklich war, als er sah, dass ich gekommen war und ihm sagte, dass ich von Anfang an dabei war)
- seine Mama (klar, nette Begrüßung)
- der LG von meiner Ex (ok, dto)
- der Opa mütterlicherseits (auch klar, keine Begrüßung; er hasst mich, weil ich mich um den Unterhalt gedrückt habe)
- die Oma mütterlicherseits (klar, nette Begrüßung mit Smalltalk; die Frau hat bei mir einen Stein im Brett, da sie mich nach 9 Monaten Umgangsboykott bei einem zufälligen Treffen in der Innenstadt 2 Stunden mit meinem Sohn spielen ließ)
- Die Eltern des LG (äääh, nette Begrüßung, Vorstellung)

Von der Kirche nahmen wir dann noch die Oma mütterlicherseits mit. Sie hatte so nen Rolli, der toll in unseren Kombi passte. Die Großeltern sind seid 14 Jahren geschieden und mein Exschwiegervater kommt nicht über die finanziellen Einschnitte hinweg.
Sohnis Oma beklagte sich bei mir, ob der alte nicht spinne, weil er auch sie nicht begrüßt habe. Anschließend redete sie nur noch von dem gestiegenen Unterhalt durch die nun höhere Rente des Exmanns. Tja, die Familie denkt etwas eindimensional. Gut, dass ich da raus bin.

Dann in der Schule in der Sporthalle. Meine Kleine und ich stehen etwas abseits und ziemlich weit hinten (erst Oma mit Laufmopped ausgeladen, dann zurück zum Parkplatz). Die Ex steht mit ihrer Truppe in der ersten Reihe und hält Klönschnack. Der Kurze bei ihnen.
Ich erzähle meiner Tochter, was die da machen, hebe sie auf meine Schultern. Auf einmal taucht Sohni etwas zerknirscht vor mir auf. "Papa, weißt du, wo Mama ist" Ich brachte ihn zurück - seine Abwesenheit war nicht aufgefallen.
Der Rest verlief ruhig.
Die Lehrer hatten übrigens eine gleiche Eigenschaft. Eingefleischte VS-ler wissen, wahrscheinlich welche... da Sohni lebhaft und schnell gelangweilt ist, gnade ihm Gott.
Ich hatte eigentlich eine andere Schule im Sinn, konnte seine Mutter aber nicht überzeugen. Hoffen wir trotzdem das Beste.
Seine Klasse besteht aus einem guten Kulturmix, 3/4tel MMädchen.

Wann ist eigentlich Elternsprechtag? Sollte ich mich irgendwann vorstellen? Scheint mir aufgesetzt. Andererseits würde ich natürlich auch gerne meinen Kontakt weitergeben. Das hat Muddi sicherlich "übersehen".

Gruß,
Michael
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elwu
Gast
« Antwort #345 am: 01. September 2010, 21:47:00 »

Wann ist eigentlich Elternsprechtag? Sollte ich mich irgendwann vorstellen?

Hallo,

wenn GSR besteht erfragst du das einfach bei der Schule. Und gehst dann hin. Ob du das vorher mit der KM absprichst oder nicht ugterliegt deiner Einschätzung.

/elwu
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« Antwort #346 am: 24. Januar 2011, 20:48:23 »

Hallo Leute,

ich möchte wieder einmal an meiner Geschichte weiterschreiben.

Die Kindesmutter hat sich mittlerweile an die Situation gewöhnt. Die Umgänge finden nun normal statt.

Mein Sohn ist diesen Monat 7 geworden und nun seid einem halben Jahr in der Schule.
In unser beiden Leben gibt es die ganz normalen Momente des Glücks und manchmal auch die ein oder andere Hürde.

Zum Beispiel gewöhnt er sich gerade mit viel Liebe "Ticks" an, schüttelt mit dem Kopf, läuft wie ein Pferd beim Trab, verformt seine Lippen wie ein zahnloser Opa. Ich habe mit ihm drüber geredet, mache mir aber auch nicht zu viel Gedanken. Das geht wahrscheinlich genau so schnell, wie es gekommen ist.

Naja, manchmal könnte er etwas selbstbewusster sein und etwas weniger Respekt vor mir haben.

Eine Sache, die wirklich nervte, war sein Daumenlutschen. Seine Mutter versuchte es mal mit diskutieren; die Nummer schenkte ich mir, da er es meiner Meinung nach unbewusst im Schlaf macht.
Ich schlug einen bitteren Nagellack vor, seine Mutter willigte ein und selbst der Kurze machte ohne Anstand mit.

Einen Monat später ist das Daumenlutschen passé.

Als wir Männer unser abendliches "Männergespräch" hatten, sagte ich ihm, dass ich stolz auf ihn sei, weil er so toll mitgezogen hat und er sich nun etwas wünschen dürfe. Und nun kam er mit einer Sache, die er sich seid Monaten wünscht: Ein Dreirad bauen. So ein Liegerad, bei dem man quasi mit dem Popo lenkt.
Ich machte mit ihm ab, an jedem Besuchswochenende einen halben Tag mit ihm darauf zu verwenden.

Gesagt, getan, sind wir mal in einen riesen Fahrradladen. Da gab es so ein Ding für 149 Öcken, allerdings ohne Gangschaltung, vernünftige Bremsen, Licht etc. Die Größe war auch nicht einstellbar. Das kommt mir nicht ins Haus.

Also haben wir recherchiert. Es gibt sowas für Kiga/Schulen, aber mehr so als Spielzeug unseres sollte eher ne Fahrmaschine werden.

Daher haben wir ganz professionell ein Pflichtenheft diskutiert und in einem Lastenheft festgelegt, wie wir die Pflichten erfüllen wollen.

Anschließend haben wir auf ein Kinderfahrrad gesteigert. Wenn wir das kriegen, rücken wir dem Dingen dann mit ner Flex zu Leibe, kaufen noch ein Laufrad und basteln den Rest aus Stahl zusammen. Probleme bereitet noch der Sitz. Vielleicht eine Konstruktion aus Anschnallgurten? Mal sehen.

Ich freue mich darauf. Und ich kann ihm gleich noch das WIG-Schweißen und etwas Metallbearbeitung beibringen. Es soll ja mal nen Kerl aus ihm werden.

Ich werde berichten.


Gruß,
Michael
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« Antwort #347 am: 23. August 2013, 00:42:18 »

Hallo Leute,


.... seid 60 Tagen nicht mehr geschrieben. rofl2

Schei$$e, ist das schon lange her. Mir kommt es vor, als wäre es gestern gewesen. Mein Päckchen fühlt sich noch immer gleich an.

Was kann ich berichten?

Fange ich bei mir an. Das ist am Einfachsten.

Der Job läuft.
Ich habe ein Haus gekauft. 1000m von dem Haus meiner Ex entfernt. 50 Jahre alt. In den letzten 2 Jahren habe ich mich damit beschäftigt, dieses Dingen zu modernisieren. Überall Heizung, Elektro, Sanitäranalagen, Fenster, Türen neu. Überall Steinzeug, LAN, Server, Hausautomation. Ich bin gerade in den letzten Zügen. Nächstes Jahr kommt noch der Garten und Vorgarten dran. Ein Traum.
Vor 3 Jahren hätte ich nie an sowas geglaubt.
Ich bin milder geworden. Gelassener. Manchmal aber auch kälter. Die Sache ist nicht spurlos an mir vorbeigegangen.

Mit meiner Zweitfamilie läuft es ebenfalls. Der liebe Gott hat es gut mit mir gemeint. Meiner Frau vertraue ich nicht nur, sondern ich weiß dass ich ihr vertrauen kann. Wir haben eine harte Zeit hinter uns und sind uns wirklich nah gekommen.
Die Kinder entwickeln sich prächtig: Die Große ist Klassenbeste, die Kleine wird jetzt eingeschult. Süße, nette, sozialkompetente Kinder. Natürlich auch Zickenterror, da muss ich durch.

Der Kurze ist gar nicht mehr so kurz. Ebenfalls sehr erfolgreich in der Schule aber deutlich weniger sozialkompetent. Bei seinen Besuchen bemerke ich sehr viele "Einbahnstraßen" und Aggressivität.

Die Ex spielt weiterhin ihre Spielchen mit dem Umgang. Mittlerweile hat sie aber auch Respekt vor möglichen finanziellen Einbußen durch Umgangsverfahren und beachtet zumindet grobe Grenzen.
Der Kurze wird manipuliert und spielt mit, obwohl er die Dinge durchschaut. Seiner Mutter ist er 100%ig loyal, was prinzipiell ok ist. Irgendwann werden uns die Widersprüche halt nur um die Ohren knallen.

Das in aller Kürze.

Ich habe wirklich Glück gehabt und auch gute Hilfe bekommen, auch von hier. Alles hätte viel schlimmer werden können.
Hinter mir liegen eine Menge Scherben, treulose Sandkastenfreunde, der Glaube an unseren Staat und die Leichtigkeit des Seins. Mitgenommen habe ich ein paar Narben drinnen und draußen und einen  **tsts - ID 23** Tinitus, der mich ständig daran erinnert, mich nie wieder so vor den Karren spannen zu lassen.

Gruß,
Michael
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KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #348 am: 23. August 2013, 18:37:08 »

Hai mein Lieber.

Gut dass es dir gut geht.

Habe dich schon vermisst.

Aber wenn man halt besseres zu tun hat...
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Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
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« Antwort #349 am: 21. Januar 2018, 20:24:15 »

Hallo Leute,

verdammt vergeht die Zeit.

Der Lange (ehemals Kurze) ist im Januar 14 geworden.

Der Komtakt zu mir ist weiterhin spradisch; bei mir übernachtet hat er seit vielen Jahren nicht mehr.

Ist aber auch OK, weil er interessiert sich nun auch mehr für Leute in seinem Alter. Schule läuft.

Manchmal machen wir was zusammen; aktuell Lautsprecherboxen, die sich aber aufgrund einer gesundheitlichen Eingschränkung bei mir verzögern.

Heute habe ich ihm diesen Link gegeben, damit er sich unsere Geschichte mal durchlesen kann. Ich bin gespannt, ob er darauf reagiert und wenn ja, wie.


Gruß,
Michael
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