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Autor Thema: Merkel verspricht Anhebung des Kinderfreibetrages auf Erwachsenenniveau  (Gelesen 7073 mal)
oldie
(Fast) Eigentumsrecht
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Bonnie 2


« am: 31. Mai 2013, 14:54:25 »

Mehr Geld für Familien

Die Kanzlerin will den Grundfreibetrag für Kinder auf das Niveau der Erwachsenen heben und das Kindergeld erhöhen. Das monatliche Kindergeld von 184 Euro müsste dafür um 35 Euro erhöht werden. Insgesamt würde das Vorhaben Mehrausgaben in Höhe von 7,5 Milliarden Euro verursachen. Mit der Idee geht Merkel weit über den Vorschlag der SPD hinaus, die den Kinderfreibetrag absenken will.

Quelle: Handelsblatt vom 31.05.2013

Na, das kann noch lustig werden mit Blick auf die Kindesunterhalt-Berechnung. Das wäre bei der derzeitigen Arithmetik ca. eine Vervierfachung Verdoppelung. Aber vielleicht ist das so ernst gemeint wie die nur 1-jährige Solisteuer-Dauer.

Gruss oldie
« Letzte Änderung: 31. Mai 2013, 15:04:57 von oldie » Gespeichert

Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Brainstormer
Gast
« Antwort #1 am: 31. Mai 2013, 15:54:17 »

Moin,

mal abgesehen davon, welche Auswirkung die Erhöhung der Freibeträge auf die KU-Berechnung hat, hängen mir diese elenden Wahlgeschenke Wahlversprechen zum Hals raus. Wenn ich schon lese, dass dafür 28,5 Mrd in die Hand genommen werden sollen, frage ich mich ernsthaft, wie dies mit einer gleichzeitig geforderten Haushaltskonsolidierung zu vereinbaren ist...

Ich bleibe bei meiner Meinung:
Parteien sind und bleiben deshalb für mich reine Selbsterhaltungsprogramme.

Gruß
Brainstormer
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Beppo
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KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #2 am: 31. Mai 2013, 16:02:05 »

Na, das kann noch lustig werden mit Blick auf die Kindesunterhalt-Berechnung. Das wäre bei der derzeitigen Arithmetik ca. eine Vervierfachung Verdoppelung.
Wie hast du das denn errechnet?
Meinst du tatsächlich eine Verdoppelung der KU-Sätze oder eine Erhöhung um das doppelte des KG-Satzes?
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Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Malachit
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« Antwort #3 am: 31. Mai 2013, 19:45:12 »

Hallo zusammen,

Wenn ich schon lese, dass dafür 28,5 Mrd in die Hand genommen werden sollen, frage ich mich ernsthaft, wie dies mit einer gleichzeitig geforderten Haushaltskonsolidierung zu vereinbaren ist...

Ach ja, es ist also mal wieder Wahlkampf. Allerdings gilt bei mir für unsere Bundeskanzlerdarstellerin ebenfalls jener Maßstab, mit dem ich sonst die rot-grünen Spendierhosenträger messe - die Dame möge entweder klipp und klar sagen, wo sie das nötige Kleingeld für ihre grandiosen Ideen herzunehmen gedenkt, oder ansonsten ihre große Klappe halten.

Nix für ungut,

Malachit.
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Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man ziemlich bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
oldie
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Bonnie 2


« Antwort #4 am: 31. Mai 2013, 22:02:20 »

Moin

Wie hast du das denn errechnet?
Da der Grundfreibtrag eines Kindes derzeit gut die Hälfte eines Erwachsenen ist, und der KU gekoppelt ist am sächlichen Grundfreibetrag des Kindes, ergibt sich dies für mich eben so bei analoger Erhöhung.

Ähnliche Spekulationen gibt es bereits bei der Bemessung des H4-Regelsatzes für Kinder.

Gruss oldie
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OlliT
Rege dabei
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« Antwort #5 am: 01. Juni 2013, 05:38:50 »

Doppelt?

Hier einmal die berechnung des aktuellen satzes.
Bei 100% düsseldorfer tabelle (6-11 jahre) ergibt sich folgendes.
Aktuell: 7008
Rechnung: (7008-2640):12=364
Annahme: freibetrag 2014 ist 8354€ ergibt dann
(8354-2640):12=476,17€
Das wären dann laut düsseldorfer tabelle 477€
Bei einem plus bei KG von 35€ währen wohl 109€ abziehbar (düsseldorf rundet ja gerne)
Zahlbetrag währe dann 368€
Also eine erhöhung von über 35%
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Beppo
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KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #6 am: 01. Juni 2013, 06:56:54 »

oldie, mir ist trotzdem nicht klar, wie du bei einer Erhöhung des KG um knapp 20% auf eine Erhöhung des KU um 100% kommst.

Ich würde mich da eher der Rechnung von OlliT anschließen.

Aber auch bei diesen Steigerungsraten bin ich mal gespannt, wann der KU schon bei 2 Kindern über 100% des Einkommens des Pflichtigen rutscht.
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oldie
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Bonnie 2


« Antwort #7 am: 03. Juni 2013, 10:54:17 »

Moin

Deine 7008€ sind bereits der doppelte KFB (siehe §32 Abs.6 EStG). Der neue einfache KFB soll jedoch auf das Niveau von Erwachsenen angehoben werden, welcher sich z.Z. (glaube ich) auf 8130€ beläuft. Hiervon lt. Definition im §1612 BGB ist der vom sächlichen Freibetrag doppelte Satz anzuwenden, also ausgehend von 16.260,- € der Anteil des sächlichen KFB.

Höchstwahrscheinlich wird also die Definition der Bemessung des KU geändert werden (müssen).

Gruss oldie

Edit: Link korrigiert
« Letzte Änderung: 03. Juni 2013, 14:09:00 von oldie » Gespeichert

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Beppo
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KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #8 am: 03. Juni 2013, 21:36:59 »

Also ich habe das nie so richtig nachvollziehen können, glaube aber, dass der KU, ebenso wie das KG, nicht vom Freibetrag, sondern vom steuerlichen (oder sächlichen?) Existenzminimum abhängt.

In jedem Falle hängen KU und KG an der gleichen Zahl, sodass es eigentlich nicht sein kann, dass der KU um 100% steigt, das KG aber nur um rund 25%.
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« Antwort #9 am: 04. Juni 2013, 08:18:47 »

Also ich habe das nie so richtig nachvollziehen können, glaube aber, dass der KU, ebenso wie das KG, nicht vom Freibetrag, sondern vom steuerlichen (oder sächlichen?) Existenzminimum abhängt.

Guten Morgen,

jein. Hier gibt es dazu einen interessanten Link:

http://www.finanztip.de/recht/familie/duesseldorfer-tabelle.htm

Darin steht:

"Der Mindestunterhalt für minderjährige Kinder (Trennungskinder, i.d.R. Scheidungskinder) richtet sich gemäß § 1612a BGB nach dem Kinderfreibetrag im Sinne des Einkommensteuergesetzes. Die Zahlung von Unterhalt bei Trennung berührt nicht nur das Unterhaltsrecht, sondern die Unterhaltsverpflichtung ist auch ein Fall für die Einkommensteuer"


Der Kinderfreibetrag, setzt sich dann wieder aus dem Grundbedarf und Existenzminimum zusammen.

Von daher ist beides korrekt.
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United
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« Antwort #10 am: 04. Juni 2013, 11:18:27 »

Moin,

auch nochmal mein Senf …

Bei diesem Thema muss zwischen einem logisch nachvollziehbaren und einem familienpolitischen Teil unterschieden werden.

Logisch nachvollziehbar:
§ 32 Kinder, Freibeträge für Kinder
Zitat
(6) Bei der Veranlagung zur Einkommensteuer wird für jedes zu berücksichtigende Kind des Steuerpflichtigen ein Freibetrag von 2.184 Euro für das sächliche Existenzminimum des Kindes (Kinderfreibetrag) sowie ein Freibetrag von 1.320 Euro für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf des Kindes vom Einkommen abgezogen.
Die 2.184 EUR gelten je Elternteil, weshalb die Kopplung des Mindestunterhalts an den verdoppelten Betrag (gem. § 1612aMindestunterhalt minderjähriger Kinder) durchaus nachvollziehbar ist.

Derzeitige Rechnung:
2.184 EUR x 2 = 4.368 EUR
4.368 EUR / 12 = 364 EUR -> Mindestunterhalt Altersstufe 2
Zahlbetrag 272 EUR


Die steuerrechtliche Bewertung des Existenzminimums muss mindestens das sächliche Existenzminimum eines Kindes gem. Existenzminimumbericht abdecken. (das war in 2012 noch der Fall).
Ab 2014 wird von einer Unterdeckung ausgegangen:
Zitat
Hinsichtlich des Kinderfreibetrags hat der 9. Existenzminimumbericht aufgezeigt, dass bis einschließlich 2013 kein Erhöhungsbedarf besteht. Erst ab 2014 weist der Kinderfreibetrag eine leichte Unterdeckung von 72 Euro auf, so dass eine Erhöhung erforderlich wird.
Sehr schön (tabellarisch) in der Entwicklung gegenübergestellt wird das m.E. bei Wikipedia (<hier>).

Kindergeld und (gesamter) Kinderfreibetrag können zwar im Zusammenhang gesehen werden (Kinderfreibetrag 7.008 EUR vs. Kindergeld 2.208 EUR entspricht einem Durchschnittssteuersatz von ca. 32 %), das Kindergeld lässt sich aber nicht 100%ig aus dem Kinderfreibetrag ableiten, denn …
… wir kommen nun zum familienpolitischen Teil:

§ 31 - Familienleistungsausgleich
Zitat
Soweit das Kindergeld dafür nicht erforderlich ist, dient es der Förderung der Familie.
Dass das Kindergeld den Steuerpflichtigen besser stellt als der steuerliche Vorteil (abhängig von EK-Höhe) ist als Familienförderung politisch gewollt.

Dank § 1612b - Deckung des Barbedarfs durch Kindergeld wird eine hälftige Anrechnung des Kindergelds auf den Kindesunterhalt bei Minderjährigen Kindern vorgenommen.

Das Delta des Kinderfreibetrags von 7.008 EUR (insgesamt) zu 8.352 EUR Grundfreibetrag (ab 2014), betrüge 1.344 EUR.
Würde man diese zu 100% auf das Existenzminimum des Kindes rechnen, hiesse das eine Anhebung der o.g. 2.184 EUR auf 2.856 EUR (denkbar wäre auch ein Split auf den anderen Freibetragsbestandteil).
Parallel wird eine Kindergelderhöhung in Höhe von 35 EUR / Monat genannt (auf dann 219 EUR):

Neue Rechnung:
2.856 EUR x 2 = 5.712 EUR
5.712 EUR / 12 = 476 EUR -> Mindestunterhalt Altersstufe 2
Zahlbetrag 366 EUR


Von diesem Wahlgeschenk (wohlgemerkt für intakte Familien lediglich 35 EUR mehr pro Monat) zahlt ein Umgangselternteil also 94 EUR / Monat, das Kind hat 110 EUR mehr, die Mutter 17 EUR mehr.

Viel Spaß beim Nachrechnen ... Erläuterungen zum Thema "Gerechtigkeit im Unterhaltsrecht" und "Familienförderung" nehme ich dankend entgegen.

Gruß
United
« Letzte Änderung: 04. Juni 2013, 11:24:21 von United » Gespeichert
psoidonuem
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« Antwort #11 am: 04. Juni 2013, 14:48:40 »

Das ist lustig, als ob Politiker im Wahljahr irgendwas zu Ende gedacht haben könnten, was sie so schwätzen. Als der Hosenanzug das gesagt hat, hat sie keine Sekunde an Unterhalt gedacht oder angenommen, dass das eine Auswirkung darauf hat. Da wird dann hintenrum was gefrickelt dass es halbwegs irgendiwe aussieht, aber letztlich habt ihr Recht, wenn das kommt wird's allemal teurer.
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Beppo
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KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #12 am: 04. Juni 2013, 17:08:57 »

Hallo United.
Danke für die sehr schöne Erläuterung.
So in der Art hatte ich es auch grob in Erinnerung, werde es mir aber nie detailliert merken können.
Fakt ist aber, dass sich aus der Höhe des Kinderfreibetrages nicht direkt auf den Kindesunterhalt schließen lässt.

Dass die volle Erhöhung, wenn sie überhaupt kommt, so wie in deinem Beispiel voll auf den KU durchschlägt, glaube ich aber nicht.

Diese Erhöhung wäre doch so abrupt, dass zuviele "Bolinings Frogs" merken würden was mit mit ihnen passiert und aus dem Kochtopf springen.

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