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Autor Thema: Wie Unterhalt auf die Sprünge helfen?  (Gelesen 35690 mal)
Susi64
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« Antwort #25 am: 29. Mai 2015, 15:28:52 »

@elternunterhalt
"Vom so errechneten bereinigten Nettoeinkommen können die Kinder nach Maßgabe der Düsseldorfer Tabelle ihren Selbstbehalt abziehen. Dem Unterhaltspflichtigen steht seit dem 1. Januar 2015 ein Selbstbehalt von 1.800 Euro und für den Ehepartner von 1.440 Euro pro Monat zu. Der Familienselbstbehalt beläuft sich damit derzeit monatlich auf 3.240 Euro. Hinzu kommen Freibeträge für eigene Kinder, die sich ebenfalls nach der Düsseldorfer Tabelle richten.

Tatsächlich an Unterhalt zahlen müssen Kinder von diesem bereinigten und um den Selbstbehalt verminderten Nettoeinkommen die Hälfte."
Quelle.

Außerdem ist es nicht so, dass Kinder ab 18 "einfach so" zahlen müssten, es gibt H4 und das Grundeinkommen, erst wenn diese nicht ausreichen, was bei einer Heimunterbringung leider der Fall ist, dann müssen Angehörige zahlen, aber auch nicht ewig.

VG Susi
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Elternunterhalt
Schon was gesagt
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Beiträge: 24


« Antwort #26 am: 29. Mai 2015, 15:48:09 »

@Susi:

Wir haben das Thema mit dem Elternunterhalt leider hautnah gefressen.
Anfangs fing alles ganz harmlos an.
Wir waren naiv und dachten dass uns das Thema niemals berühren würde.
Die Mutter von Kind hat Kind auf Elternunterhalt zerklagt.
Kind hat Wohnung verkleinern dürfen.
Musste näher zur Arbeit umziehen.
Sämtliches Vermögen und sämtliches Einkommen wurde zersägt.
Die Freibeträge sind nett. Kann man vorm Gericht wunderbar drüber diskutieren.
Kind darf für Mutter übrigens zahlen bis der Sarg kommt.
Die Mutter wird noch ungefähr 20 Jahre lang leben (laut Statistik).
Die Mutter ist übrigens sehr gesund und fitt.


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HoWi64
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« Antwort #27 am: 29. Mai 2015, 16:03:30 »

off topic
Sämtliches Vermögen und sämtliches Einkommen wurde zersägt.
Was macht der Anwalt vom "Kind" hauptberuflich?
back on topic
Es geht hier um heute und jetzt und die Kinder, die offenbar absichtlich nicht versorgt werden.
Das ist hier Thema. Susis Zitat von Martin hab ich nix hinzuzufügen.

Gruss Horst
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Lausebackesmama
aka LBM
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Ein Leben lang!


« Antwort #28 am: 29. Mai 2015, 18:47:06 »

Ich schließe mich HoWi und Susi an.

Und auch für Dich: Schließe ab mit dem Vogel! Ich habe meinen Frieden gefunden, nach dem ich NICHTS, aber auch GAR NICHTS mehr vom Vater meines Sohnes erwartet habe.

Mein Kind, meine Verantwortung. Er hat wirklich kaum mehr beigetragen, als Fortpflanzungsbeteiligung. Ist mir mittlerweile egal, mich regt nichts mehr auf. Und wenn mein Sohn über ihn spricht, dann kann ich trotzdem "Dein Papa" sagen, ohne dass da irgendwelche Misstöne mitschwingen.

Mach Deinen Frieden und schmeiße schlechtem Geld kein Gutes hinterher. Oder spare es dafür, Deinen Kindern einen guten Anwalt zu bezahlen, wenn sie wirklich mal wegen Elternunterhalt "dran" sein sollten.

LG LBM  schild_geheimtipp
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‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
mahjoko
_mahjoko
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« Antwort #29 am: 30. Mai 2015, 17:45:40 »

Ihr Lieben, liebe LBM,

den Frieden machen wir hier sicher auch noch. Und "ewige Ruhe" statt Podestifizierung. Aber: es ist ein Prozess.
Man muss selbst die einzelnen Schritte gehen, einen nach dem anderen, damit das auch emotional verinnerlicht wird. Bei den Kindern wie bei mir.

Wahrscheinlich weiß ich nächste Woche mehr, für unsere Verhältnisse viel mehr. Das wird dann einer von den wichtigen Schritten vorwärts Richtung dieses Friedens.

Ich für mich wäre längst, wirklich längst!, mit ihm durch. Aber da immer mal wieder Dinge (wie jetzt zB. eine Zustimmung zu einer Gesundheitsbehandlung etwa), von seinem Wohlwollen abhängen, muss ich ja in etwa wissen, wo er ist und was er macht. Und warum er seit Monaten keine Aussagen trifft. Ist natürlich die Sorgerechtssache und kein Unterhalt.

Wenn ich eines Tages Transferleistungen für die Kinder beantragen muss, weil ich eben schlecht verdiene, dann werde ich sicher auch meine Bemühungen um den Unterhalt nachweisen müssen. Oder? - Nur angedacht, kein Plan, keine konkrete Sorge.

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LG - Life´s good, meistens!  ;)
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« Antwort #30 am: 31. Mai 2015, 09:55:35 »


Wenn ich eines Tages Transferleistungen für die Kinder beantragen muss, weil ich eben schlecht verdiene, dann werde ich sicher auch meine Bemühungen um den Unterhalt nachweisen müssen. Oder? - Nur angedacht, kein Plan, keine konkrete Sorge.


Hängt ab vom Sachbearbeiter.
Es wird gerne unterstellt, dass die Antragsteller Unterhalt teilweise unter der Hand als Bargeld erhalten.
Somit wird immer wieder gerne mit Sanktionen gedroht bis zum Nachweis des Gegenteils.
Unterhalt wird bekanntlich mit Transferleistungen verrechnet. Daher sind in solchen Fällen Sanktionen möglich.
Sanktionen bedeuten in diesem Fall, dass virtueller Unterhalt von den Transferleistungen abgezogen wird.
Jedoch gab es gerade jetzt ein  neues Urteil, wonach  Sanktionen wohl illegal sind....
Siehe hier: http://www.focus.de/politik/deutschland/hartz-iv-urteil-strafe-fuer-hartz-iv-empfaenger-als-verfassungswidrig-eingestuft_id_4717191.html
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Lausebackesmama
aka LBM
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« Antwort #31 am: 31. Mai 2015, 12:06:46 »

Zumal das Amt dann etwaige Unterhaltsansprüche an sich überleiten lässt und in Vorleistung geht. Wenn die sich dann noch mal "kümmern" und dem Unterhaltspflichtigen "auf den S.ack" gehen, hat das wohl auch noch mal eine ganz andere Wirkung. Ggf. ist das sogar der stressfreiere Weg. Fruchtlose Pfändung, keine Ressourcen für weiteres Geldverbrennen, ggf. vorhandene Ansprüche der Kinder auf ergänzende Sozialleistungen geprüft und erhalten, Amt tritt Pflichtigen auf die Füße. Entweder, er ist leistungsfähig oder eben nicht. Aber dann ist das nicht mehr primär Deine Baustelle.

LG LBM
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« Antwort #32 am: 31. Mai 2015, 17:37:13 »

Zumal das Amt dann etwaige Unterhaltsansprüche an sich überleiten lässt und in Vorleistung geht.
Nur bei UHV der Fall und nur zeitlich begrenzt und nur 50 % werden gezahlt.
Sobald Kind 12 Jahre alt ist, forget it.
[/quote]

Wenn die sich dann noch mal "kümmern" und dem Unterhaltspflichtigen "auf den S.ack" gehen, hat das wohl auch noch mal eine ganz andere Wirkung.
Das werden die nicht tun und es hätte auch keinerlei Wirkung.
Der KV will nicht zahlen also wird er nicht zahlen.

ggf. vorhandene Ansprüche der Kinder auf ergänzende Sozialleistungen geprüft und erhalten,

Stimmt. Die gibt es tatsächlich. Siehe unter Wohngeld und Hartz 4.
Und die Kinder könnten über BG einen Teil der Miete von ihrem Kindersprabuch mit tragen. Sofern Freibeträge überschritten wären.

Aber dann ist das nicht mehr primär Deine Baustelle.
Das ist jetzt sicherlich eine Frage des Blickwinkels.
TO geht wirtschaftlich in die Knie nach ganz weit unten.
Aber muss sich nicht mehr mit dem erfolglosen pfänden und vollstrecken befassen.

Persönliche Anmerkung:
------------------------
Alleinerziehend und Unterhalt wird gezahlt ==>> mit ein bischen arbeiten kann oftmals Hartz 4 vermieden werden

Alleinerziehend und Unterhalt wird nicht gezahlt und mehr als ein Kind ==>> das wird nichts mehr, Hartz 4

Mir ist bewusst, dass viele Väter dieses anders sehen.
Nehmt euch einen Taschenrechner und rechnet mal selbstkritisch nach.
Mit 2 Kindern liegt die Grundsicherung in Deutschland irgendwo bei 1.700 Euro monatlich.

http://hallespektrum.de/nachrichten/vermischtes/alleinerziehende-jeder-zweite-bekommt-hartz-iv/152244/
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Kasper
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« Antwort #33 am: 06. Juni 2015, 21:05:30 »

Alleinerziehend und Unterhalt wird nicht gezahlt und mehr als ein Kind ==>> das wird nichts mehr, Hartz 4
Ich bin alleinerziehend, habe drei Zwerge und bekomme natürlich keinen KU. Ich habe noch nie ALG II beantragt und bekomme auch ansonsten keinerler finanzielle Unterstützung (außer 2x UHV) ... es geht schon, wenn man sich bewegt. Auch "Muttis" können dies ... ich denke nur, dass die Hilfestellungen einfach zu verlockend sind.

Gruß
Kasper
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« Antwort #34 am: 08. Juni 2015, 09:29:04 »

Hallo Kasper,
hattest du in deiner Erwerbsbiographie auch dreimal Elternzeit und Geburten etc., anschließend Teilzeit?
Das holt niemand "mal eben" auf und wird über Nacht zahlungskräftig, schon gar nicht in den schlecht entlohnten Jobs.

Allgemeine Frage, denn ich arbeite ohnehin ganz anders.

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« Antwort #35 am: 08. Juni 2015, 10:36:00 »

Es mag Einzelfälle geben , wo es mit 3 Kindern ohne Unterhalt und ohne Hartz 4 klappt.
Ich kenne keinen einzigen ....
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midnightwish
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« Antwort #36 am: 08. Juni 2015, 14:11:38 »

Dann frag mal Kasper ;-)
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Kasper
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« Antwort #37 am: 08. Juni 2015, 20:33:24 »

Jetzt kennst Du EINEN 

Gruß
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Bonnie 2


« Antwort #38 am: 08. Juni 2015, 21:52:12 »

Moin

... Auch "Muttis" können dies ... ich denke nur, dass die Hilfestellungen einfach zu verlockend sind.
Der Umfang und die Breite dieser dürften insgesamt ausschlaggebend sein (gemeint zum Verständnis der Situation betroffener da betreuender ET) Dann in Abwägung von
hattest du in deiner Erwerbsbiographie auch dreimal Elternzeit und Geburten etc., anschließend Teilzeit?
dürfte klar sein, wie die Entscheidung ausfällt, bei manchen vielleicht sogar ausfallen muss - auch die Härte der dann eingeschlagenen Gangart.

Gruss oldie

Edit: Präzisierung.
« Letzte Änderung: 08. Juni 2015, 21:57:41 von oldie » Gespeichert

Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Biggi62
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« Antwort #39 am: 08. Juni 2015, 22:59:22 »

Auch "Muttis" können dies ... ich denke nur, dass die Hilfestellungen einfach zu verlockend sind.


Verlocken ... mag sein, ja auch. Aber nicht nur ...

Was erschwerend hinzukommt, ist der geteilte Arbeitsmarkt für:
a) Männer mit Frau und Kind(ern). In vielen Firmen ist eine Familie der Schlüssel zu Führungspositionen. Von wegen Verantwortung und so ...
b) Männer ohne Kind und Kegel. Gelten in vielen Firmen als "aufstrebende Talente" - sie könnten ja den Schritt in die Verantwortung wagen. Und hätten dann die Familie im Rücken und entsprechend größere Ausgaben.
c) Frauen ohne Kind und Kegel. Gelten in vielen Firmen als "unsichere Kantonisten" - sie könnten ja den Schritt in die Verantwortung wagen. Und hätten dann die Familie im Nacken.
d) Männer mit Kind(ern) ohne Frau. Bekommen fast überall (Krippe, KiTa, Wohnungssuche, Entlohnung) einen Mitleidsbonus. Zugleich wird bei der Gehaltsfindung automatisch und unbewusst unterstellt, dass hinter jedem alleinstehenden, berufstätigen Mann mit Kind mindestens eine Oma, Nachbarin, Freundin, Schwester o.ä. steht, die einspringt, wenn's hart auf hart kommt. Und dass er Schreckliches durchgemacht haben muss - sonst wäre(n) das/die Kind(er) ja beid er Mutter ...
e) Frauen mit Kind(ern) ohne Mann. Gelten in den meisten Firmen als "gaaanz unsichere Kantonisten". Bekommen fast überall (Krippe, KiTa, Wohnungssuche, Entlohnung) tiefes Mitgefühl ausgesprochen. Den besser bezahlten Job, die hellere, größere Wohnung und den KiTa-Platz fußläufig zur Arbeit bekommt dann doch ein Mitmensch aus einer anderen Kategorie. Es wird unterstellt, dass diese Frauen ja eh aus öffentlichen Kassen gefördert werden und keinesfalls aus eigener Arbeit ihren Unterhalt bestreiten können oder wollen. Bei der Gehaltsfindung wird automatisch und unbewusst unterstellt: Die fällt ja sowieso ständig aus, wenn ein Kind mal krank wird. Also kann man auch am Gehalt sparen und die Wohnung oder den Betreuungsplatz Leuten geben, die es "wirklich" nötig haben.

Exakt dieselbe Tätigkeit wird von Arbeitgebern in den Fällen
a) bis e) völlig unterschiedlich bewertet.

Treusorgende Familienväter (oder solche, die es werden könnten) benötigen auf jeden Fall genug Lohn bzw. Gehalt, um um ihre Familie mit ihrer Hände Arbeit zu unterhalten.
Treusorgende Familienmütter  (oder solche, die es werden könnten) bekommen auf jeden Fall genug Geld, ohne dass der Arbeitgeber dafür allzu tief in die Firmenkasse greifen muss.

Diese unbewussten und automatischen Erwartungen spiegeln sich seit mehr als 30 Jahren in jeder einzelnen meiner Gehaltsverhandlungen wider.

Ich müsse doch verstehen, sagte mir mein Chef erst heute, dass der neue Kollege (der drei Jahre nach mir angefangen hat, mit einer berufstätigen Frau verheiratet ist und für deren Tochter Unterhalt bekommt) mehr Gehalt benötige als ich. Tatsächlich verdient der Junge netto das, was ich brutto bekomme. Ohne, dass er anders oder besser qualifiziert wäre als ich.

Dass ich ohne (Ehe-)Mann mit einer Studentin und einem Grundschüler (für den ich den Mindestunterhalt bekomme) mindestens soviel finanzielle Verantwortung für das Wohlergehen meiner Beiden trage, kann und will der Chef nicht sehen.
Er geht davon aus, dass die Väter meiner Kinder etwas beitragen müssen und ich deshalb weniger Gehalt brauche als der jüngere Kollege.

Deshalb wäre ich mit der Schlussfolgerun: "Was ich als AE-Vater schaffe, können 'Muttis' auch" ganz vorsichtig.

Meine persönliche Erfahrung ist eine andere.

Auch wenn meine letzte Zuwendung seitens der öffentlichen Hand ein (längst zurück gezahltes) BaföG-Darlehen war.

Seitdem erschöpfen sich meine Zuflüsse aus der Staatskasse in Steuererstattungen: Einmal pro Jahr nach Abgabe der Steuererklärung und 12 x pro Jahr in Form von Kindergeld. Was am Ende gegeneinander aufgerechnet wird und wofür ich zuvor 12 Monate lang tüchtig eingezahlt habe.   
 
So wie mir geht es vielen berufstätigen Frauen.
Mit und ohne Kind(er), mit und ohne (Ehe-)Mann.

Die Erwartung, dass schon jemand anders die Rechnungen einer Frau zahlen wird sind tief verwurzelt und unausrottbar.
Nicht zuletzt, weil die meisten Frauen, die ich kenne, diese Erwartungen durch ihr eigenes Verhalten nähren.

Meine "solide" verheiratete Kollegin fällt ebenso wenig durch unangenehm harte, "geldgeile" Gehaltsverhandlungen auf, wie die "Tochter aus gutem Haus", die mit ihrem Kind kostenlos in einem Haus wohnt, das ihren Eltern gehört und die von ihnen nicht nur das kostenlose "rund-um-sorglos-Paket" (Gratis-Betreuung 7/24, Kleidung, Musikstunden, Ballett, Ferienreisen, eine Haushaltshilfe) für die Enkelin sondern auch für sich selbst fraglos in Anspruch nimmt - und die nur meutert, wenn ihrem Vater beim Blumengießen die Katze in den Garten entwischt oder ihre Mutter beim Bügeln eine Bluse nicht sauber hinbekommen hat.
Auch die geschiedene Kollegin findet es völlig OK, wenn ihr früherer Ehemann mit seinem nachehelichen Unterhalt die Lücke zwischen dem, was sie zum Leben braucht und dem was unser Chef uns Frauen zahlt, schließen muss.
Mein Verhalten (weder die eigenen Eltern noch die Väter meiner Kinder um Unterhalt für mich selbst anzugehen, sondern selbstbewusst zu verlangen, dass ich nicht weniger Gehalt als die Männer bekomme) fällt in so einer Umgebung unangenehm auf.

Ich denke nicht, dass der Mikrokosmos in unserer Firma so verschieden ist von dem in anderen Firmen ...
Zumindest habe ich in den letzten 30 Jahren keine andere Firma kennengelernt.   

Wir kommen gerade so klar ohne HartzIV - aber auch nur, weil ich vor den Kindern studiert habe und mich seitdem laufend weiterbilde.
Der Hausmeister in der Schule meines Sohnes (40 Jahre, Facharbeiter-Brief, öffentlicher Dienst, berufstätige Ehefrau, 2 Kinder) verdient ohne irgendwelche Weiterbildungen wahrscheinlich mehr als ich ...

Frustrierte Grüße
 mad Biggi
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Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
es ist nicht genug zu wollen, man muß auch tun.
(J. W. von Goethe)
oldie
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Bonnie 2


« Antwort #40 am: 08. Juni 2015, 23:55:29 »

Moin

@Biggi62
Könntest Du "etwas präziser" schildern, was Deine eigentliche Aussage, und hierbei vor allem in Bezug auf die Fragestellung der TO, ist?

Exakt dieselbe Tätigkeit wird von Arbeitgebern in den Fällen
a) bis e) völlig unterschiedlich bewertet.
Ja. Ist so. Und schon seit vielen vielen Jahrzehnten ein Thema der Gewerkschaften im Arbeitskampf. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Da bin ich absolut konform, habe als einzelne Person allerdings Null Einfluss, so wie Du. Frage: Worauf zielst Du in diesem Kontext ab? Ich finde keine Aussage, nur Beschreibungen bekannter Missstände. Das Frauen insbesondere benachteiligt sind, ist bekannt. Was in der Allgemeinheit der hier im Forum geschilderten Äußerungen fehlt sind Darstellungen, es überhaupt auch nur zu versuchen. UND: nicht nur Frauen! Ausbildung, Alter, Beziehungen - all das dürfte eine ähnliche Gewichtung erfahren. Dann noch Deutscher, Eingebürgerter, Einzusiedelnder, Asylbewerber. Ich z.B. habe 4 Stellenausschreibungen seit meiner Einstellung mitgemacht, über 200 Bewerbungen gesichtet, und mich niemals für eine weibl. MA entschieden. Der Grund ist einfach: nicht eine Frau hat sich beworben - auf eine elektrotechnische Stellenausschreibung (wird heute nach TVÖD St.9 sprich deutschlandweit überdurchschnittlich bezahlt). Bin ich jetzt ob meiner damaligen Beurteilung auch gegen Frauen eingenommen? Eben. So unterscheiden sich Erfahrungen und damit Einschätzungen von Gegebenheiten oder Umständen.

Dass ich ohne (Ehe-)Mann mit einer Studentin und einem Grundschüler (für den ich den Mindestunterhalt bekomme) mindestens soviel finanzielle Verantwortung für das Wohlergehen meiner Beiden trage, kann und will der Chef nicht sehen.
Er geht davon aus, dass die Väter meiner Kinder etwas beitragen müssen und ich deshalb weniger Gehalt brauche als der jüngere Kollege.

Deshalb wäre ich mit der Schlussfolgerung: "Was ich als AE-Vater schaffe, können 'Muttis' auch" ganz vorsichtig.
Hat Dein Chef Dir das in dieser Intention gesagt, oder ist das Deine (gefühlte) Interpretation? Und selbst wenn, woraus schließt Du, dass dies zu verallgemeinern ist? Auf jeden, auf alles! Eben auf Gemeingültigkeit jederzeit und überall. Mir sind Beispiele unter gekommen, da könnten die Geschlechter umgekehrt dargestellt werden. Von daher solltest DU vorsichtig sein, dies lediglich einseitig darzustellen. Geschlecht ist hier m.E. ebenso beliebig nachrangig, da es auch um Macht und Möglichkeiten geht (kl. Beispiel: unser aller Mutti). Im übrigen interessiert meinen Chef meine persönlichen Umstände ebenso herzlich, wie Du es bei dem Deinigen erwartest, ja nach obiger Wortwahl als schuldeinbringend still einforderst. Und nun?

Tut mir Leid. Ich spüre in Deinen Worten viel Verbitterung, Aufgabe, Schuldzuweisung. Mit einer solchen Einstellung wirst Du Menschen nicht langfristig und damit perspektivisch überzeugen können. Nur - Du hast es auch anders drauf. Besinne Dich.


Gruss oldie

Anm. Mod.:
Und eine Bitte: Deinen nächsten Frustabbau plaziere das nächste mal nicht im Thread einer(s) anderen. Deine Antwort geht weiter vom Thema ab als die Beiträge obiger Personen, ja er versucht abseits vom Thema grundsätzlich zu thematisieren und zu polarisieren, dadurch ohne die Möglichkeit, auf die Fragestellung des TO (welche m.E. bei Deinem Beitrag nicht vorhanden ist) anschließend einzugehen. Daher bitte ein wenig mehr "Einfühlsamkeit" und: STOP.
« Letzte Änderung: 09. Juni 2015, 00:43:32 von oldie » Gespeichert

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Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
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« Antwort #41 am: 09. Juni 2015, 08:21:48 »

Moin,

das letzte Mal als ich mich an der GenderPay-OffTopic-Debatte beteiligt habe, hat sich eine langjährige Userin (zu meinem Bedauern) aus dem Forum verabschiedet ...

Nichts desto Trotz mag ich die Biggische Feminismus-Propaganda auch meinerseits nicht unkommentiert stehen lassen (auch weil ich weiß, daß Biggi es vertragen kann).

Exakt dieselbe Tätigkeit wird von Arbeitgebern in den Fällen
a) bis e) völlig unterschiedlich bewertet.
Wenn das "bewertet" monetär zu verstehen sein soll, halte ich das (zumindest im tariflichen Bereich) für ausgedunsenen Schwachsinn.

Ich kenne im tariflichen Bereich nicht einen Arbeitsplatz, bei dem ein Mann eine andere Vergütung erhält als eine Frau.

Im außertariflichen Bereich kenne ich nicht einen Mann der am gleichen Arbeitplatz exakt das gleiche verdient wie ein anderer Mann.

Mir geht die GenderPay-Debatte ebenso wie Diskussionen zu Quotenregelungen gehörig auf den Senkel.

Auf dem Arbeitsmarkt gelten in der Sozialen Marktwirtschaft die Regeln von Angebot und Nachfrage.

Wenn sich eine Erzieherin (oder ein Erzieher) systematisch ungerecht entlohnt fühlt und auf hohe Pilotengehälter schimpft, frage ich mich als erstes, wieso er (oder sie) nicht Pilot geworden ist.

Anders gesagt:
Wer sich in seinem Mikrokosmos ungerecht behandelt und entlohnt fühlt, soll entweder den Arbeitgeber wechseln oder die Klappe halten.
Anders als im Familienrecht hat im Arbeitsrecht jeder einzelne die Möglichkeit, etwas zu ändern.
Und wer das nicht ändert, ist korrekt bezahlt.

Gruß
United
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Kasper
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« Antwort #42 am: 09. Juni 2015, 09:21:48 »

Moin,

sorry, wenn das jetzt ausartet, dann trennt diesen Teil einfach ab ... aber ich muss kurz meine Gedanken hierzu loswerden.

d) Männer mit Kind(ern) ohne Frau. Bekommen fast überall (Krippe, KiTa, Wohnungssuche, Entlohnung) einen Mitleidsbonus. Zugleich wird bei der Gehaltsfindung automatisch und unbewusst unterstellt, dass hinter jedem alleinstehenden, berufstätigen Mann mit Kind mindestens eine Oma, Nachbarin, Freundin, Schwester o.ä. steht, die einspringt, wenn's hart auf hart kommt. Und dass er Schreckliches durchgemacht haben muss - sonst wäre(n) das/die Kind(er) ja beid er Mutter ...
Frau dreht sich die Argumente wie es passt. Du hast leider keine Ahnung.
Geholfen hat mir fast niemand und von einem "Mitleidbonus" habe ich noch nicht viel gesehen. Da mag aber vielleicht auch daran liegen, dass ich einfach nicht die Zeit habe irgendeiner Sachbearbeiterin Tagelang in den Ohren zu liegen, um irgendeine Hilfe zu bekommen ... dann mache ich es selber, geht schneller.

e) Frauen mit Kind(ern) ohne Mann. Gelten in den meisten Firmen als "gaaanz unsichere Kantonisten". Bekommen fast überall (Krippe, KiTa, Wohnungssuche, Entlohnung) tiefes Mitgefühl ausgesprochen. Den besser bezahlten Job, die hellere, größere Wohnung und den KiTa-Platz fußläufig zur Arbeit bekommt dann doch ein Mitmensch aus einer anderen Kategorie. Es wird unterstellt, dass diese Frauen ja eh aus öffentlichen Kassen gefördert werden und keinesfalls aus eigener Arbeit ihren Unterhalt bestreiten können oder wollen. Bei der Gehaltsfindung wird automatisch und unbewusst unterstellt: Die fällt ja sowieso ständig aus, wenn ein Kind mal krank wird. Also kann man auch am Gehalt sparen und die Wohnung oder den Betreuungsplatz Leuten geben, die es "wirklich" nötig haben.
Ich umschreib es mal, da hier auch wieder einmal auf der Mitleidstour geritten wird.
Ich habe einer AE Mutti eine Ausbildung angeboten, ihre Arbeitszeiten angepasst, damit sie sich um ihre Kinder kümmern kann ... und "ups" das bei gleichwertiger Bezahlung der Tätigkeit. Natürlich gibt es Chefs, die jeden Cent rausholen, aber nicht nur bei Frauen, auch bei Männern ... aber mit der Quotenregelung muss doch auch da was zu machen sein. Wie wäre es, dass mindestens 30% der Frauen mehr Einkommen müssen wie Männer, dass wäre doch mal fair *ironie off*!

Diese unbewussten und automatischen Erwartungen spiegeln sich seit mehr als 30 Jahren in jeder einzelnen meiner Gehaltsverhandlungen wider.
Nach Deiner Auffassung hat sich also in den letzten 30 Jahren nichts verändert? Na dann ist meiner Meinung nach die "Mitleidstour" eine bewiesene Theorie.

Dass ich ohne (Ehe-)Mann mit einer Studentin und einem Grundschüler (für den ich den Mindestunterhalt bekomme) mindestens soviel finanzielle Verantwortung für das Wohlergehen meiner Beiden trage, kann und will der Chef nicht sehen.
Er geht davon aus, dass die Väter meiner Kinder etwas beitragen müssen und ich deshalb weniger Gehalt brauche als der jüngere Kollege.
Wenn Du Dich mit der Argumentation über den Tisch ziehen lässt, ist Dein persönliches Vergnügen. Aber dieses Rumgeeiere auf den Finanzen der Kinder kotzt mich langsam an. Du leistet Betreuung, Du bekommst für die Kinder Mindestunterhalt, und damit das doppelte des Existenzminimums, und damit ist der finanzielle Rahmen für die Kinder abgedeckt. Ob Du das fair findest, ob es stimmt, interessiert keine Sau, es steht so im Gesetz. Also geht es nur um Dein Einkommen.

Deshalb wäre ich mit der Schlussfolgerun: "Was ich als AE-Vater schaffe, können 'Muttis' auch" ganz vorsichtig.
Ich setze sogar noch einen drauf: Wir müssen immer noch einen Schritt besser sein, um anerkannt zu werden (und hierbei sind nicht die leuchtenden Augen der AE Muttis im Kindergarten gemeint, wenn man als AE Pappi dort auftaucht ;-) ).

Seitdem erschöpfen sich meine Zuflüsse aus der Staatskasse in Steuererstattungen: Einmal pro Jahr nach Abgabe der Steuererklärung und 12 x pro Jahr in Form von Kindergeld. Was am Ende gegeneinander aufgerechnet wird und wofür ich zuvor 12 Monate lang tüchtig eingezahlt habe.   
Das hat mit Hilfe (was auch immer) doch nichts zu tun ...

So wie mir geht es vielen berufstätigen Frauen.
Mit und ohne Kind(er), mit und ohne (Ehe-)Mann.
Und hier die Pauschalisierung ... egal wie, wenn Frau Frau ist, ist sie automatisch ein Opfer, welches benachteiligt und geschützt werden muss ... die Emanzipation wäre für die Katz gewesen, wenn man das wirklich ernst nehmen wolle. Selbständig, unabhängig ... aber bitte, nur die Vorteile, Prflichten gehen mich nichts an ....

Die Erwartung, dass schon jemand anders die Rechnungen einer Frau zahlen wird sind tief verwurzelt und unausrottbar.
Nicht zuletzt, weil die meisten Frauen, die ich kenne, diese Erwartungen durch ihr eigenes Verhalten nähren.
Und das schießt den Vogel dann endgültig ab ... wenn schon nicht die bösen Männer schuld sind, dann sind es eben die Frauen selber ... sorry, das ist eine Märtyrerargumentation, die ich nicht ernst nehmen kann und will.

Liebe Biggi,
man muss sich nicht im Selbstmitleid suhlen und immer nach den Ungerechtigkeiten schreihen, zumal auch Du an Deiner Situation selber etwas beigetragen hast. Für die Kinder, die Väter zu diesen Kindern, die Anzahl der Kinder hast Du Dich mit entschieden. Damit ist dieser Lebensverlauf in Deiner Verantwortung und die Gesellschaft kann Dir diese nicht abnehmen. Wenn Du Dich mit Gehaltseinbußen zufrieden gibst, ob Du weißt das ein Kollege mehr verdient, dann ist das auch Dein Problem. Wenn Du die gleichen Leistungen und Qualifikationen bringst steht es Dir frei, Dir eine andere Firma zu suchen. Wenn das nicht geht, warum auch immer, dann ist das ein Lebensrisiko, für welches auch nicht wieder immer nur andere Verantwortlich gemacht werden können.
Und auch Du haust in die gleiche Kerbe, suggerierst dass die "armen" AE Väter es ja so viel einfacher haben ... obwohl es tatsächlich nicht stimmt und sie ja noch immer eine starke Minderheit ist (Ich will hier auch eine Quote ... mindestens 30% getrennter Eltern sollen die Kinder zu den Vätern ...). Und Hilfe?  Nein, zumindest mir wurde nichts geschenk, nichts, weder praktisch, noch finanziell ... Kann sein, dass ich mit dieser Erfahrung zum **tsts - ID 7** mutiert bin ... lebt sich aber ganz gut mit dieser Einstellung.

Gruß
Kasper
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HoWi64
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« Antwort #43 am: 09. Juni 2015, 09:41:19 »

Und wer das nicht ändert, ist korrekt bezahlt.
Seh ich als Vater einer Tochter anders.
Das meine 2. Ehefrau mehr verdient als meine frühere Frau liegt nicht daran das die eine klüger schöner oder fleißiger wär als die andere.
Es liegt daran das die eine Mutter ist und die andere ein gut gehütetes Geheimnis daraus macht das sie Stiefmutter geworden ist.

Fakt ist auch das ich nach jeder Eheschließung nach der Geburt von Prinzesschen und nach der Trennung von Hex jeweils eine außertarifliche Zulage bekommen habe die mit meiner Leistung in keinem Zusammenhang steht. Das ist in unserem Betrieb so üblich. Und nicht nur hier. Wusste ich garnicht als ich Hex zum Standesamt gezerrt hab. Weibliche Mitarbeiter werden nach Tarif bezahlt und sind teilweise abenteuerlich eingegruppiert.
Ich kenne im tariflichen Bereich nicht einen Arbeitsplatz, bei dem ein Mann eine andere Vergütung erhält als eine Frau.
Jetzt kennst du einen. Das meiste läuft eh ganz stiekum über die Eingruppierung. Übertarifliche Zulagen sollen innerhalb des Betriebs nicht kommuniziert werden. Weil ich einen guten Draht zur Lohnbuchhaltung hab seh ich trotzdem manches was dem Betriebsrat nicht gefallen würde. Der Gleichstellungsbeauftragten auch nicht - wenn wir eine hätten. Haben wir aber nicht. Weil formal alles korrekt ist.

Wenn du dann konsequent dieses Muster durchbrichst
Die Erwartung, dass schon jemand anders die Rechnungen einer Frau zahlen wird sind tief verwurzelt und unausrottbar.
kannst du als Mann vor während und nach einer Ehe sehr komfortabel leben. Habe bisher noch keiner meiner Ehefrauen auch nur einen Drink spendiert. Fanden beide OK. Von wegen Gleichberechtigung und so. Diese "Gleichberechtigung" fällt meiner Ex jetzt haargenauso auf die Füße wie Biggi es beschreibt. Am besten waren die Emanzensprüche der Richterin zu dem Thema!  rofl2

Dank des saftigen Einkommensgefälles spürt Prinzesschen bereits das Armut nicht sexy ist.
Ein entspanntes gutsituiertes Paar bietet einfach ein komfortableres Elternhaus als eine überforderte finanziell notorisch klamme geschiedene Mutter.
Wir warten nur noch die Alterteilzeit meiner 2. Gattin ab, bevor wir das Thema "unserer"  Emanzen-Richterin vorlegen.

Wir müssen immer noch einen Schritt besser sein, um anerkannt zu werden (und hierbei sind nicht die leuchtenden Augen der AE Muttis im Kindergarten gemeint, wenn man als AE Pappi dort auftaucht ;-) ).
Das hat mit Hilfe (was auch immer) doch nichts zu tun ...

Hab ich als WM-Vater nach der Trennung und vor  Next auch anders erlebt.
Egal wohin ich mit Prinzesschen gekommen bin: Als AE-Vater wurde mir überall der Rote Teppich ausgerollt.
Kinderarzt, Nachbarschaftshilfe, KiTa ... ein Papa der sich so vorbildlich um sein eigenes Kind kümmert ist immer noch ein Hingucker für fast alle.
Als ich mit Ex noch verheiratet war wurde ich allen Ernstes gefragt wann denn meine Frau wieder gesund wird als ich frei haben wollte für eine U-Untersuchung.
Das ich da einfach mitgeh weils mein Kind ist haben die nach mehr als 9 Jahren immer noch nicht kapiert.
Zuletzt wurde mir gesagt: Dann kann ja ihre Frau mitgehen.
Gemeint war meine 2. Ehefrau. Was in mehr als einer Hinsicht Stuss ist.
Der Stuss sitzt aber tief im Stammhirn der meisten Mitmenschen.

Wer das als Vater konsequent durchzieht kriegt Beifall für Dinge die bei Müttern total normal sind und keinem auffallen.
Und blöde Bemerkungen gleich dazu von denen die es sich im "Papa zahlt - Mama kümmert sich"-Konsens bequem gemacht haben.
Diese unbewussten und automatischen Erwartungen spiegeln sich seit mehr als 30 Jahren in jeder einzelnen meiner Gehaltsverhandlungen wider.

In meinen auch. Zum Glück!  thumbup

Gruss Horst

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« Antwort #44 am: 09. Juni 2015, 10:27:35 »

Ich halte Biggis Annahmen für nicht grundsätzlich falsch.

Da sich die beschriebenen Probleme aber alle im persönlichen Bereich der Betroffenen befinden, stimme ich United zu 100% zu.

Es steht jedem frei, zu jedem anderen seinen eigenen Standpunkt einzunehmen.

Ob er jemanden mag oder nicht, ob er ihm positiv oder negativ gegenüber tritt, ihm einen Bonus oder einen Malus einräumt, liegt ganz alleine in seinem persönlichen Ermessen. Und jedem dem das nicht gefällt hat das Recht, dessen Gegenwart zu meiden.

Es steht auch jedem frei, sich den Job zu suchen, der ihm passt und möge für sich die Vor- und Nachteile abwägen.

Aber genauso steht es dem Arbeitgeber frei, denjenigen einzustellen, den er, aus welchen Gründen auch immer, einstellen möchte und darf ihm bezahlen was er möchte. Und auch wenn seine Vorbehalte subjektiv sind (welche sind das nicht?) so steht es ihm frei diese zu haben.

Wenn jemand die Bedingungen nicht gefallen, muss er sich einen anderen Job suchen oder sich selbstständig machen.

Ein Recht auf Gleichbehandlung gibt es nur im Bereich des staatlichen Gewaltmonopols, da ich keine Möglichkeit habe, mich diesem zu entziehen.

Und es ist für mich extrem irritierend, dass dieser Staat die Gleichberechtigung in seinem eigenen Machtbereich genau so rasant abbaut, wie er Ansprüche auf Gleichbehandlung im privaten Bereich aufbaut. Beides ist ein absolutes Unding.
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« Antwort #45 am: 09. Juni 2015, 11:24:39 »

Hi Beppo,
Es steht auch jedem frei, sich den Job zu suchen, der ihm passt und möge für sich die Vor- und Nachteile abwägen.
Wo das denn? In BW oder Bayern vielleicht.
Hier in NRW ist der Arbeitsmarkt immer noch ziemlich angespannt.

Das Geflenne von wegen Fachkräftemangel ist aus meiner Sicht nur Theater.
Tatsächlich nimmst du hier den Job den du kriegst oder du gehst Wasser saufen. Knallhart.

Mütter mit oder ohne Mann sind in der Hackordnung in jeder Firma ganz unten.
Ehemänner mit oder ihne Kind sind in der Hackordnung ganz oben.

Und das ist auch gut so finde ich.  thumbup
Sonst wär Hex mit Prinzesschen längst über alle Berge.

Gruss Horst
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« Antwort #46 am: 09. Juni 2015, 11:32:39 »

Moin nochmal,

@Horst:
Mütter mit oder ohne Mann sind in der Hackordnung in jeder Firma ganz unten.
Ehemänner mit oder ihne Kind sind in der Hackordnung ganz oben.
Im Herstellen von monokausalen Zusammenhängen bist Du jedenfalls (mal wieder) ganz weit vorn 

Gruß
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« Antwort #47 am: 09. Juni 2015, 11:38:00 »

Hi Beppo, Wo das denn? In BW oder Bayern vielleicht.
Hier in NRW ist der Arbeitsmarkt immer noch ziemlich angespannt.

Du verwechselst, so wie viele andere auch, Recht und Anspruch.

Wenn du das Recht hast, einen guten Anzug zu tragen, heißt das nicht, dass du einen Anspruch darauf hast, einen gestellt zu bekommen.

Wenn du das Recht auf einen selbst gewählten Job hast, heißt das nicht, dass du einen Anspruch darauf hättest.
Du hast z.B. das Recht, Papst zu werden. Das heißt aber nicht, dass du einen Anspruch hast, dass die Kirche dich wählt.

Und wenn dir niemand in NRW deinen Lieblingsjob anbietet, so hast du die Wahl, selbst diesen Job zu schaffen, nach BW oder Bayern auszuwandern oder dein deinen 2. liebsten Job anzunehmen.
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« Antwort #48 am: 09. Juni 2015, 12:10:24 »

Yepp Beppo, so isses:
wenn dir niemand in NRW deinen Lieblingsjob anbietet, so hast du die Wahl, selbst diesen Job zu schaffen, nach BW oder Bayern auszuwandern oder dein deinen 2. liebsten Job anzunehmen.
Du schreibst wortwörtlich dasselbe wie die Richterin die den NEU von Hex abgeschmettert hat. Madame ist vogelfrei und kann gehen wohin sie will wenn ihr der Lohn in ihrem aktuellen Job gleich neben der Schule unserer Süßen nicht passt. Ehebedingter Nachteil? Im A*sch! Nicht mit dieser Lady in Black. Dazu gabs gratis und hoffentlich nicht umsonst den Hinweis über das ABR von Prinzesschen würde dann eben nochmal verhandelt. Das "Handicap" muss sie ja nicht mitnehmen wenn ihr die Jobsituation in NRW nicht behagt.

Great Show! rofl2

Bin ich froh das ich kein Mädchen bin. 

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« Antwort #49 am: 09. Juni 2015, 12:19:41 »

Wortwörtlich sogar!

Na das nenne ich mal seherische Gabe.
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