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vatersein.de - Forum 21. August 2019, 13:55:47 *
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Autor Thema: Komme nicht weiter bei der Unterhaltsberechnung, hat jemand hier eine Idee?  (Gelesen 4442 mal)
2tolleKinder
Frischling

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3


« am: 28. Juli 2012, 18:12:52 »

Liebe Fories,

ich hoffe, dass mir hier jemand weiter helfen kann, bekomme es einfach nicht hin mit der Rechnerei.

Mein Exmann und ich haben zwei Kinder, 17 und 19

Kind 1 (19) wird im Oktober ihr Studium beginnen und Zuhause ausziehen.
Kind 2 (17) wird im Oktober mit dem Abitur am Berufskolleg beginnen. Kosten 300€ im Monat (lebt bei Mutter)

Gehalt Vater: 4.060€ + monatlich ca 350 für Überstunden (alles Brutto) + 13. Monatsgehalt. Dazu kommt noch ein Firmenwagen, 3er BMW, der mit 339,64€ monatlich versteuert wird. Weg Wohnug Arbeit wird mit 30,57 versteuert. Dazu wird noch eine Direktversicherung in Höhe von 224€ (direkt abgezogen)und Vermögenswirksame Leistungen in Höhe von 26,59 bezahlt. Krankenversicherung gesetzlich, Mitglied in Kirche.

Gehalt Mutter: 7000€,(Brutto) leider war es mir nicht möglich an meinem Wohnort eine Arbeit, nach meiner Arbeitslosigkeit zu finden. Also musste ich mir im teuren München eine neue Arbeit, nebst Zweitwohung suchen. Kosten Miete: 1010€, Zweitwohungssteuer 82€, Nebenkosten Wohnung 100€. Private KV 527,59 Direktversicherung 224 € Umzug geht nicht, da unser Sohn ( lebt bei mir) seine Ausbildung beginnt und wir hier unseren Lebensmittelpunkt haben.

Ich hoffe ich habe an alle Angaben gedacht.

Meine Frage ist nun, wie ist die Unterhaltsberechnung?
Was bekommt unsere Tochter 19, die nun bald auszieht und studiert von uns? Und welcher Unterhalt steht unserem Sohn zu?

Ihr hoffe jemand von euch hat eine Idee, wie wir das gut regeln können.

Liebe Grüße von der Mutter der2tollenKinder 
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Alles wird gut!
midnightwish
Globaler Moderator
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 9.975



« Antwort #1 am: 28. Juli 2012, 19:26:12 »

Hi,

grundsätzlich stehen der Tochter wenn sie das Studium auswärts beginnt 670 € zzgl. evtl. KK und Studiengebühren( hängt von Studienort und zuständigem OLG ab) abzgl. 184 € KG (das ihr dann direkt ausgezahlt werden kann) zu.

Beim Sohn wäre die Frage, ob er alleine wohnt, da du unter der Woche ja nicht da bist. Dann würde bei ihm euer Einkommen bereinigt und dann addiert. Die Stufe der DDT ermittelt und nach euren Einkommensverhältnissen gequotelt (du zahlst 7/11, der KV 4/11)

Gruß Tina
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Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Malachit
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3.675



« Antwort #2 am: 28. Juli 2012, 22:05:32 »

Hallo Mutter-von-zwei-tolle-Kinners,

Dann würde bei ihm euer Einkommen bereinigt und dann addiert. Die Stufe der DDT ermittelt

Dies dürfte, auch wenn man aus beiden Brutto-Einkünften erst mal das bereinigte Netto ermitteln muss, glasklar die zehnte und somit höchste Zeile sein, sofern nicht irgendjemand die Sache sogar "nach den Umständen des Falles" abgefackelt haben möchte. Also 682 Euro bis zum 18. Geburtstag, und 781 Euro ab dem 18. Geburtstag (jeweils abzüglich Kindergeld).

und nach euren Einkommensverhältnissen gequotelt (du zahlst 7/11, der KV 4/11)

Midnightwish hat hier offenbar die Brutto-Einkünfte (4.000 Euro / 7.000 Euro) als Grundlage für die Quotelung genommen. Als erste Überschlagsrechnung reicht das, aber die korrekte Berechnung ist komplizierter: Da müsste man jetzt erst mal euer jeweiliges bereinigtes Netto-Einkommen ermitteln, und dann wird für die Ermittlung der Quote vom bereinigten Netto außerdem jeweils der "große" Selbstbehalt von 1.150 Euro abgezogen.

Allerdings, bevor's an die Rechnerei geht: Wäre es nicht die bessere Alternative, wenn sich die vier Projektbeteiligten zusammen an einen Tisch setzen und versuchen, abseits von allem juristischen Hickhack eine Lösung zu finden, mit der ihr alle leben könnt? Immerhin haben wir hier eine leicht absurde Situation: Dadurch, dass beide Eltern recht gut verdienen, hat das daheim lebende Kind nach den Maßstäben der Justiz sogar einen höheren Unterhaltsanspruch als das auswärts lebende Kind (weil für ersteres das Elterneinkommen maßgeblich ist, aber für letzteres ein pauschaler Betrag von 670 Euro gilt). Außerdem wäre z.B. noch die Frage zu klären, wie die 300 Euro monatliches Schulgeld zu betrachten sind - für einen angestrebten Abschluss (Abitur), den man hierzulande i.d.R. auch weitgehend kostenfrei erreichen kann! Ich denke mal, auch hierüber würde man in Justizias Tempel langwierig, erbittert, und vor allen Dingen: kostenpflichtig streiten können ... ;-(

Oder fragst du gerade deshalb hier nach, weil ein derartiger Einigungsversuch in der neueren Vergangenheit bereits glorreich gescheitert ist?

Viele liebe Grüße,

Malachit.
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Der Begriff "politische Korrektheit" ist die politisch korrekte Bezeichnung für "Denkverbot".
2tolleKinder
Frischling

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3


« Antwort #3 am: 29. Juli 2012, 12:19:43 »

Hallo midnightwish, hallo Malachit,

Zunächst einmal DANKE für Eure Hinweise.

Unser Sohn lebt 17 bei mir, er hat keine eigene Wohnun. Ich sorge hier für alles, habe einen LG und das Kind ist nicht alleine. Zur Schule gibt es einen Vertrag, den beide Eltern unterzeichnet haben. Nach der Schule hat er sein Abi und eine Berufsausbildung in der Tasche. Der Punkt ist nicht strittig.

Vielmehr ist das Problem, dass ich zwar ein gutes Gehalt habe aber durch den zweiten berufsbedingten Wohnsitz eben auch hohe Kosten habe. Hier rechne ich das einfach mal zusammen, wo ich dann beim bereinigten Nettoeinkommen lande.

Vielleicht habt ihr noch einen Hinweis, wie der Firmenwagen gerechnet wird? Im oberen Teil der Gehaltsabrechnung wird er mit durchversteuert. Heraus kommt ein Nettolohn. Dann erfolgt eine Rechnung. Dann wird die Abschlagszahlung, das Auto, Weg Wohnung Arbeit, die Direktversicherung und der Weg Wohnung Arbeit abgezogen. Also werden vom Netto 2881€ , 2250€ dann überwiesen. Rechner ich dann den Nutzwert von 350€ wieder drauf? Irgendwie kommt mir das komisch vor.

Nächste Frage: Ich nehme dann also die bereinigten Nettoeinkommen, ziehe davon 1.150 Euro ab und habe dann die Summe die ich addiere und aus der DD Tabelle lese ich dann den Zahlbetrag ab. Der wird dann gequotelt. Ist das richtig? Muss ich vom verbliebenen Gehalt den Unterhalt für unsere Tochter abziehen?

Ich danke euch schon jetzt.

Lieben Gruss,

Von der Mutter der 2tollenKinder





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Alles wird gut!
TotoHH
Spezialgruppe
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3.343


« Antwort #4 am: 29. Juli 2012, 13:00:30 »

Moin.

Vielmehr ist das Problem, dass ich zwar ein gutes Gehalt habe aber durch den zweiten berufsbedingten Wohnsitz eben auch hohe Kosten habe. Hier rechne ich das einfach mal zusammen, wo ich dann beim bereinigten Nettoeinkommen lande.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du die Kosten für die zweite Whg. in die Bereinigung Deines Nettos zur Unterhaltsberechnung mit unterbringst. (es sei denn, Dein Ex macht mit)
Das wirst Du selbst tragen müssen - aber ohne Dir jetzt zu nahe treten zu wollen: bei dem Gehalt, einem LG die vielleicht auch was zur Miete am Erstwohnsitz beiträgt sollte das doch tragbar sein? Und wenn nicht, lässt sich doch sicherlich auch bei der Zweitwohnung, auch wenn es das teure München ist, noch was sparen... Aber das war ja nicht die eigentliche Frage... Aber deshalb vermute ich, wird das Entgegenkommen Deines Ex sich in Grenzen halten.

Und dann sieht doch die Unterhaltsberechnung bei Volljährigkeit auch des zweiten Kindes wieder anders aus... Vielleicht versucht ihr, gleich die Lösung hierfür zu finden, sonst rechnet ihr in spätestens 12 Monaten schon wieder

Gruss, Toto
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Lausebackesmama
aka LBM
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Ein Leben lang!


« Antwort #5 am: 29. Juli 2012, 13:23:11 »

Hi Toto,

das sehe ich anders. Sie hält ja den Wohnsitz im Interesse des Kindes aufrecht. Kosten der doppelten Haushaltsführung führen auch steuerlich zu großen Erstattungen. Das heißt, entweder es gehören dann die Kosten und die Steuererstattungen zusammen mit in die Unterhaltsberechnung oder aber auch die daraus resultierende Erstattung darf sich in der Unterhaltsberechnung nicht niederschlagen.

Davon mal abgesehen halte ich das für Luxusprobleme. Wenn man als Eltern mit zusammen 11.000 Brutto halbwegs miteinander reden kann, ermittelt man den tatsächlichen Bedarf des Kindes (Kosten der Unterkunft, Verpflegung, Studien- und KV-Bedarf) und teilt den nach irgendeiner Quote, die man aushandelt.

Entweder man nimmt den Bedarf von 670 Euro minus KG plus Studiengebühren und KV oder man einigt sich auf eine Summe, die man dem Kind zugesteht und teilt die fair auf, wobei fair heißt: Eine Aufteilung, mit der beide Eltern leben können.

Kann doch eigentlich nicht SO schwer sein, wenn zwei Elternteile nun wirklich nicht auf den Euro gucken müssen.

LG LBM
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‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
jack-no7
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« Antwort #6 am: 29. Juli 2012, 13:33:21 »

Moin,
mal was ganz anderes grundsätzliches:
Will eure Tochter mit Beginn des Studiums nicht vielleicht mal unabhängig von euch sein und ihr Leben alleine auf die Beine stellen? Also ihren Lebensunterhalt mit Bafög und vllt Nebenjobs finanzieren?
Als ich mein Studium begann, was vor ca. 6 Jahren war, wollte ich das alleine durchziehen. Unterstützung habe ich von meinen Eltern was die Studiengebühren angeht bekommen. Mehr nicht. Und es war auch gut so und eine sehr wertvolle Erfahrung!
Sicherlich hätten sie mich finanziell immer aufgefangen wenn es eng geworden wäre aber erstmal sollte ich selbst klar kommen.
Wenn du deiner Tochter aber schon den Floh mit Unterhalt ins Ohr gesetzt hat und sie schon ein bisschen google bedient hat wird sie schon festgestellt haben, dass das Studium finanziell auch recht bequem verlaufen kann.
Vielleicht solltest du dich mit deinem Exmann mal zusammen setzen um euch mal grundsätzlich darüber zu unterhalten, wie ihr eure Tochter im Studium unterstützen wollt.
Fakt ist, dass sie einen Unterhaltsanspruch hat und den natürlich auch durchgesetzt bekommt wenn sie es darauf ankommen lässt. Dann kann man sich jedoch noch immer den Kopf darüber zerbrechen wer wieviel Unterhalt zu zahlen hat.

Ansonsten gebe ich meinen Vorrednern recht, dass die Zweitwohnung in München dein "Privatvergnügen" ist so sehr ich die Notwendigkeit auch nachvollziehen kann.
Umgekehrt: würdest du deinem Exmann beim Unterhalt Zugeständnisse machen wenn er weit wegzieht und sich dann über die z.B. hohen Umgangskosten beklagt?

Wieso willst du den Unterhalt überhaupt selbst berechnen? Wenn ihr euch halbwegs versteht dann lasst doch beide mal fünfe gerade sein und einigt euch auf einen Betrag ohne euch an so unnützen Kleinigkeiten wie Firmenwagen, Versteuerung Weg zur Arbeit usw. aufzuhalten. Das ganze ist bei euch schon ein komplexerer Sachverhalt wo ein Urteil vielleicht auch ganz anders ausfallen kann als ihr es euch vorstellt.
Ihr habt jetzt 2 fast Erwachsene Kinder und ihr nähert euch langsam dem Punkt an, wo die Unterhaltspflicht endet... versucht das doch entsprechend im Einvernehmen zu regeln.

Jack

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brille007
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« Antwort #7 am: 29. Juli 2012, 13:34:10 »

Moin 2tK,

ich habe eine ähnliche Einstellung wie @Lausebackesmama: Angesichts eines 5-stelligen elterlichen Gesamteinkommens haarklein auseinanderzufieseln, was nun bei wem in welcher Höhe (auf zwei Stellen hinter dem Komma!) unterhaltsmindernd abgezogen werden kann, ist kleinliche Korinthenkackerei, die derjenige, der sie ins Spiel bringt, dann auch beim anderen tolerieren muss. Am Ende werden noch Ämter und Anwälte in die "Berechnungen" eingeschaltet...

Meine Rechnung bzw. mein Vorschlag wäre schlicht "670 EUR Bedarf minus 184 EUR Kindergeld ergibt 486 EUR, geteilt durch zwei ergibt 243 EUR pro Nase; zur Kompensation des Einkommensgefälles übernimmt die besserverdienende Mutter zusätzlich die Studiengebühren; aus die Maus."

Wenn Ihr die Zahlbeträge freiwillig aufrunden wollt - umso besser. Es gibt jedenfalls keine Verpflichtung, sich sklavisch an irgendwelche Unterhaltstabellen zu halten.

Grüssles
Martin
(der mit seiner Ex für seine studierenden Kinder irgendwann mal telefonisch den Faktor "Du ein Drittel, ich zwei Dittel" ausgehandelt hat, ohne irgendwelche Steuerbescheide oder Abzugsmöglichkeiten zu bemühen.)
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« Antwort #8 am: 29. Juli 2012, 13:37:48 »

Moin,

Will eure Tochter mit Beginn des Studiums nicht vielleicht mal unabhängig von euch sein und ihr Leben alleine auf die Beine stellen? Also ihren Lebensunterhalt mit Bafög und vllt Nebenjobs finanzieren?
mal abgesehen davon, dass nicht jeder junge Mensch nach der Schule bereits ein Ausbund an Selbständigkeit und Eigenverantwortung ist: BaFÖG kann man angesichts des elterlichen Einkommens schlicht vergessen.

Grüssles
Martin
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« Antwort #9 am: 29. Juli 2012, 13:52:27 »

mal abgesehen davon, dass nicht jeder junge Mensch nach der Schule bereits ein Ausbund an Selbständigkeit und Eigenverantwortung ist
Das ist für mich persönlich kein Argument. Irgendwann kommt nunmal der Punkt, wo man dies tragen muss. Ob dafür nun 19 oder 21 das richtige Alter ist, kann man so pauschal sicherlich nicht sagen. Aber das ist ja nicht Inhalt des Themas hier.

BaFÖG kann man angesichts des elterlichen Einkommens schlicht vergessen.
Da gebe ich dir Recht, da hat sich seit meiner Zeit wohl einiges verändert.
Wie dem auch sei: es gibt doch Bafög Rechner wie z.B. hier: https://www.bafoeg-rechner.de/Rechner/index.php
Dieser rechnet auch aus, inwieweit die Einkommen der Eltern angerechnet werden. Füllt das aus, das Ergebnis gibt euch ne grobe Quote wie eure Einkommen im Verhältnis zur Anrechnung stehen und daraus resultiert dann der Unterhaltsbetrag auf den ihr euch einigt.

Jack
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Beppo
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KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #10 am: 29. Juli 2012, 13:55:49 »

das sehe ich anders. Sie hält ja den Wohnsitz im Interesse des Kindes aufrecht. Kosten der doppelten Haushaltsführung führen auch steuerlich zu großen Erstattungen. Das heißt, entweder es gehören dann die Kosten und die Steuererstattungen zusammen mit in die Unterhaltsberechnung oder aber auch die daraus resultierende Erstattung darf sich in der Unterhaltsberechnung nicht niederschlagen.
Mir wurde unter diesen Umständen nahegelegt, meinen Hauptwohnsitz an meinen Arbeitsort zu verlegen, womit meine Wohnung in meiner Heimat und der Nähe meiner Kinder mein Privatvergnügen würde.
Ich bin allerdings auch ein Mann.

Bei der Berechnung im Eingangsbeitrag fällt mir vor Allem auf, dass beim Vater jede Menge Zuschläge aufs Einkommen drauf gesattelt werden sollen, wie Überstunden und ein Auto, bei der Mutter aber jede Menge Abschläge.
Klingt für mich etwas unausgewogen.

Ganz grob kalkuliert komme ich bei der TO auf rund 4.000,- netto und beim Vater auf  2.400,-.

Damit hätte er (noch) 398,-€ für den jüngeren zu bezahlen.
Daraus ergäbe sich eine Haftungsquote von 2.850 zu 760.             (4.000 - 1.150) / (2.400 - 398 - 92 - 1.150)

Also rund 4/5 zu 1/5 für den Unterhalt des Älteren, wobei von den 670,- Bedarf ja noch das ganze KG von 184,-  runter geht.
Sobald der Jüngste 18 ist fallen natürlich die 398,- weg womit sich die Quote etwas verschiebt auf 2.850 zu 1.250 also rund 70 zu 30.

Damit solltet ihr eigentlich eine Verhandlungsbasis für eine vernünftige Lösung haben.
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Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
2tolleKinder
Frischling

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3


« Antwort #11 am: 29. Juli 2012, 20:18:21 »

Sorry, fehlte noch was:

Zunächst einmal Danke für die zahlreichen gut gemeinten Ratschläge.
Manches hilft mir sachlich sehr weiter und manches nicht. Ich bin nicht hier, weil alles glatt geht bei der Berechnung, sondern weil es sich gerade schwierig gestaltet. Ich erwarte hier keine "Wunschantworten".
@Jack auf Deine Antwort hätte ich gern verzichtet, weil Dein Post unsachlich ist und nichts zur Lösung beiträgt. Mich interessiert nicht, wie DU DEIN Studium finanziert hast, Sorry.
Diese Unterstellung fand ich dabei besonders daneben:
 
Wenn du deiner Tochter aber schon den Floh mit Unterhalt ins Ohr gesetzt hat und sie schon ein bisschen google bedient hat wird sie schon festgestellt haben, dass das Studium finanziell auch recht bequem verlaufen kann.
Unsere Tochter ist nicht dumm und sie wusste auch ohne mich, was ich zusteht. Wenn wir das mit den Gehältern nicht stemmen können, wäre das sehr traurig.

@Brille ja, der pragmatische Ansatz ist schon richtig, würde ich auch machen. Es gibt aber jemanden der sich da querstellt und das "richtig" berechnet haben will.

@Beppo ja, ich bin eine Frau aber das ist doch nicht das Thema, oder? Niemand kann uns zwingen umzuziehen, weil mein Sohn bei mir lebt. Das hier ist seine gewachsene Umgebung, hier macht er seine Ausbildung. Mit den Zuschlägen, das ist mir auch aufgefallen, entspricht aber den Tatsachen. Ich habe keinerlei Zuschläge bei meinem Gehalt nur Kosten. Sachlich betrachtet und bei einer fairen Berechnung gehört das doch dazu, oder?

@ midnightwish und lausebackesmama: Danke, eure sachlichen Antworten haben mir wirklich sehr geholfen.

@Toto:die beruflich veranlasste Mehrkosten, erkennt mein Lieblingsfinanzamt vollumfänglich an.

Sicher werde ich für die Steuererstattung was anrechnen. Das war ein guter Hinweis, danke dafür!

Ich weiß, das wir ein Luxusproblem haben aber das Ding hat eine sehr lange Geschichte, die ich hier nicht ausbreiten kann.

Mein Gehalt und das Gehalt vom Ex liegen nicht weit auseinander, wenn man das alles wirklich richtig rechnet. Ziehe ich die fixen anrechanbare Kosten von meinem Gehalt runter, liege ich bei 2.434,45€. Genau genommen müsste ich noch die Familienheimfahrten abziehen. Rauf kommt natürlich noch die Steuererstattung.

Ex hat Netto 2500+Auto+13 Gehalt+ Prämie.

Irgendwie bekomme ich es schon ausgerechnet. Auf jeden Fall Danke für jeden wertvollen Hinweis.

Lieber Gruss,
2tK

Lieben Gruss,
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brille007
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« Antwort #12 am: 29. Juli 2012, 20:35:47 »

Moin 2tK,

@Brille ja, der pragmatische Ansatz ist schon richtig, würde ich auch machen. Es gibt aber jemanden der sich da querstellt und das "richtig" berechnet haben will.
dann lass diesen "Jemand" doch mal seine Berechnung machen. Danach legt Ihr Deine und seine nebeneinander und wisst, über welche Differenz Ihr überhaupt noch streiten wollt.

@Toto:die beruflich veranlasste Mehrkosten, erkennt mein Lieblingsfinanzamt vollumfänglich an.
das kann durchaus sein; es ist aber ein Trugschluss, das Steuerrecht 1:1 auf's Familienrecht übertragen zu wollen. Bei einer gerichtlichen Klärung (falls Ihr es wirklich darauf ankommen lassen wollt), kann etwas ganz anderes herauskommen. Beispielsweise die Ansage, dass der Zweitwohnsitz unterhaltsrechtlich entbehrlicher Luxus ist und daher nicht berücksichtigt wird.

Ich weiß, das wir ein Luxusproblem haben aber das Ding hat eine sehr lange Geschichte, die ich hier nicht ausbreiten kann.
diese Vorgeschichte ist unterhaltsrechtlich auch vollkommen bedeutungslos; da wird nüchtern gerechnet. Es geht nur um Zahlen.

Mein Gehalt und das Gehalt vom Ex liegen nicht weit auseinander, wenn man das alles wirklich richtig rechnet.
siehe oben: Wie man das "richtig" rechnet, entscheidet bei einer strittigen Klärung weder Dein Ex noch Du, sondern das von Euch (bzw. dem jungen Volljährigen, der dann seine beiden (!) Eltern auf Unterhalt verklagen muss) angerufene Gericht. Mit einem möglicherweise ganz anderen Ergebnis als Du heute glaubst.

Insofern ist jede Lösung, die Ihr einvernehmlich trefft, besser als eine streitig herbeigeführte. Lasst die ollen Kamellen ("...du hast damals...") beiseite; es geht nur um Geld.

Grüssles
Martin
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« Antwort #13 am: 29. Juli 2012, 20:37:25 »

Dass ihr eure Tochter im Studium unterstützen wollt, ist eure elterliche und persönliche Entscheidung die ich so auch akzeptiere und auch nicht schlecht heiße.
Ich persönlich bin damals andere Wege gegangen und werde hier auch meine Meinung dazu äußern.
Falls du länger als für diesen Thread hier im Forum aktiv sein wirst, darfst du gerne auch meine Themen kritisch beurteilen.

Wenn du reine sachliche Antworten willst, beauftrage bitte einen Anwalt mit der Berechnung. Von dem wirst Du dann wahrscheinlich neben der Berechnung und der Rechnung dafür auch nichts weiter hören.

Jack
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Beppo
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KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #14 am: 29. Juli 2012, 20:42:26 »

@Beppo ja, ich bin eine Frau aber das ist doch nicht das Thema, oder?
Das war auch kein Vorwurf an dich sondern ein Seitenhieb gegen die Justiz die da durchaus feine bis grobe Unterschiede macht.

Niemand kann uns zwingen umzuziehen, weil mein Sohn bei mir lebt.
Nein aber du kannst und wirst finanziell so behandelt werden als wenn du es tätest.
Auch ich wurde nicht in Handschellen zum Umzug genötigt, sondern mir wurde meine Wohnung am Arbeitsplatz zu meiner Erstwohnung erklärt und die am Wohnsitz damit ebenfalls zu meinem Privatvergnügen erklärt, welche ich beide von meinem Selbstbehalt zu bezahlen hatte.
Und dieser lag bei 4 Kindern und einer Ex weit unter dem, was dir übrig bleibt.
Wenn ein Richter das bei euch anders sehen würde, würde ich deinem Ex zu einer Berufung raten, von daher würde ich den Punkt 2. Wohnung aus der rechnung raus halten.

Mit den Zuschlägen, das ist mir auch aufgefallen, entspricht aber den Tatsachen. Ich habe keinerlei Zuschläge bei meinem Gehalt nur Kosten. Sachlich betrachtet und bei einer fairen Berechnung gehört das doch dazu, oder?
Da wird er vermutlich auch noch eine etwas andere Sichtweise auf seine Zuschläge und deine Abschläge haben dürfte als du.

Z.B. zählen die Überstunden bei einem Volljährigen auch nicht unbedingt mit insofern dürfte von eurer Einkommensdifferenz noch einiges übrig bleiben.
Und Gerichte neigen nicht grundsätzlich dazu auf Seiten der Frau zu sein, sondern auf der Seite die sie für die schwächere halten und das ist bei eurem Einkommensverhältnis nun mal er.

Dadurch dass vor der Quotelung auch erstmal der große Selbstbehalt abgezogen wird, wird die Haftungsquote auch nochmal künstlich gespreizt.
Deswegen ist dein Haftungsanteil auch überproportional größer als seiner.

Grundsätzlich käme ein Streit aber deutlich teurer als jede friedliche Einigung und dafür könnte meine Rechnung durchaus ein Ansatzpunkt sein und auf 3 € mehr oder weniger sollte es da wohl auch nicht ankommen.

Gruss Beppo
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