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Autor Thema: Bin ich ein schlechter Mensch ....  (Gelesen 8253 mal)
sleepy
Nicht wegzudenken
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 541


« am: 25. April 2012, 15:14:55 »

Hallo Zusammen,

hab grad mal das Bedürfnis mich auszuko**en.... und da passt die Überschrift perfekt  cry_smile

Bin ich ein schlechter Mensch ....

-Weil ich nicht mehr mit dem 14-jährigen Junior meines Mannes kuscheln möchte?

-Weil ich es auch befremdlich finde, dass Junior mich auf den Mund küsst (auch wenn ich das Junior gegenüber nicht sage)?

-Weil ich es befremdlich finde und davon genervt bin, dass Junior bei uns quasi an meinem Mann klebt und wir keine 5 Minuten für uns haben?

-Weil ich genervt bin, weil mein Mann es nicht schafft, Junior so gegen 22.00 Uhr in sein Zimmer zu schicken, damit wir noch Zeit für uns haben?

-Weil ich platzen könnte, wenn für ein Vater-Kind-Kinoabend Geld da ist, wenn ich aber auswärts essen gehen möchte nicht?

- Weil ich auch platzen könnte, wenn das Kind mit / bei der Mutter ständig ins Kino geht, jedes Musikvideo kennt, zahlreiche Konzerte besucht, bis spät in den Abend Fernsehn schaut oder in sozialen Netzwerken unterwegs ist, aber in der Schule zum wiederholten Male stark versetzungsgefährdet ist?

- weil es mich nervt, dass mein Mann nicht die richtige Balance zwischen den Bedürfnissen von Junior und meinen findet.

-Wenn ich für Junior nichts mehr bezahle, nachdem ich in den letzten 8 Jahren soviel für ihn bezahlt habe, dass ich mir davon einen Kleinwagen kaufen könnte?

-Weil ich mit Junior nicht in Urlaub fahren möchte, weil KM es ja nicht mal 2 Tage ohne zu nerven schafft.

-Weil ich ungerne mit Junior weggehe, weil er Klamotten trägt wie ein Assi und ich mich schäme, weil die Leute ja nicht wissen, dass es nicht mein Kind ist?

-Weil ich nicht bereit bin, Junior für seine schlechten Schulleistungen (und seine Faulheit) auch noch mit Ausflügen zu belohnen?

-Weil ich nicht möchte, dass Junior in seinem Zimmer isst, weil ich nach seinen Besuchswochenenden immer Puddingbecher und angekaute Schokoriegel aus dem Zimmer entsorgen muss, damit sich kein Ungeziefer bildet?

-Weil ich genervt bin, weil dieses Kind unseren Haushalt in einen Saustall verwandelt und nichts wegräumt, bevor es unseren Haushalt wieder verlässt?

- Weil ich sauer bin, weil ich an Besuchswochenenden ständig um „meinen Tagesablauf“ und meinen Platz im Wohnzimmer kämpfen muss, weil wieder irgendeine Spielkonsole läuft?

-Weil ich an manchen Sonntagen froh bin, wenn das Wochenende vorbei ist?

-Weil ich der Meinung bin, dass zwei Spielkonsolen reichen und nicht noch eine dritte angeschafft werden muss, nur weil Junior die gerne hätte?

-Weil ich möchte, dass Sachen die wir gekauft haben auch bei uns bleiben und nicht im Nirvana der Mutter verschwinden?

-Weil ich möchte, dass nicht immer nach der Pfeife der KM getanzt wird und es dann noch so hingestellt wird, als wenn mein Mann gerade dieser Bitte nur nachgekommen wäre, weil wir dann mehr Zeit für uns hätten (wenn Junior früher weg soll) oder es ja nur um Juniors Wohl geht (wenn er zusätzlich kommen/länger bleiben soll)?

-Weil ich nicht einsehe, dass wir die Betreuung für Junior übernehmen, weil es der KM grad gut in den Kram passt (weil sie mit ihrem Freund wegwill, eine Fortbildung macht, ihren Geburtstag feiern möchte etc.) und mein Mann ansonsten Karl Ar*** vom Dienst ist?

-Weil ich es unerträglich finde, dass mein Mann (da kein Sorgerecht) um Erlaubnis bitten muss, mit seinem Kind die Grenzen dieses Landes überschreiten zu dürfen?

-Weil ich genervt bin, dass mein Mann, der sonst ja nichts zu sagen hat, halbe Wochenenden mit dem Kind lernt während KM zu Hause nichts macht und ich dafür mit der ganzen Hausarbeit alleine dastehe?

- Weil ich mich ärgere, wenn ich mir dann auch noch vorhalten lassen muss, dass ich mich weigere mit dem Kind zu lernen, weil es aus meiner  Sicht klare Aufgabe der Mutter mit ASR ist und nicht auch noch meine, nachdem ich eine 50 Stunde-Woche habe und 90 % des Haushalt alleine schmeiße?

-Weil ich quasi die Tage zähle, bis Junior 18 ist und oft das Gefühl habe, ich schaffe es  nicht bis dahin?

... oder ist es einfach menschlich?

lg
sleepy
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Sleepy
Thorsten70
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« Antwort #1 am: 25. April 2012, 15:18:45 »

Besser?!!!

Nun das gleiche nochmal an die richtige Adresse....

(Ich wäre schon weg...)

lg Th
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sleepy
Nicht wegzudenken
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« Antwort #2 am: 25. April 2012, 15:22:22 »

@thorsten70

 question

lg
sleepy
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Sleepy
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« Antwort #3 am: 25. April 2012, 15:37:10 »

Hi Sleepy

Ich kenne das es ist Menschlich.
Das was du hier geschrieben hast mußt deinen Mann zeigen.
Mein Stiefsohn war 20zig als ich ihn aus den Haus Raus hatte er machte wirklich garnichts im Haushalt nur Chaos und machte die nacht zum tag. c
Jetzt hat er eine eigene Wohnnug und muss selber klar kommen und seit der Zeit verstehe ich mit ihm besser.
Mach dich nicht kaputt sag es deinen Mann.
Ich habe auch noch eine 16jährige Stieftochter die ist auchso macht nichts im Haushahlt und von mir kriegt sie nichts ich fahre sie auch nicht durch die gegend zu Freunden oder so.
Ich belohne sie nicht wenn sie was will muss vorschuß geben Hausarbeit.
Ich habe auch meinen Frust.

Gruß Don
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Thorsten70
Schon was gesagt
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Geschlecht: Männlich
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« Antwort #4 am: 25. April 2012, 15:46:52 »

Stimmt...
die richtige Adresse ist dein Mann.

Sag es ihm deutlich.

Mit "ich wäre schon weg", meinte ich, dass ich so ein Verhalten
eines Partners mir gegenüber nicht akzeptieren würde und
ich ihn dann verlassen hätte.

(natürlich muss er es vorher gesagt bekommen haben)

lg Th
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Wolkenhimmel
Gehört zum Inventar
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Zurzeit ohne Wolken!


« Antwort #5 am: 25. April 2012, 15:56:29 »

Ach sleepy,

ich kann Dich gut verstehen. Es gibt einfach Tage, an denen muss sowas mal raus. Und natürlich bist Du dadurch kein schlechter Mensch.

Weiss Dein Mann, wie Du über diese Punkte denkst? Oder wäre er ratlos, würde er die Liste zu lesen bekommen?

Zitat
-Weil ich nicht mehr mit dem 14-jährigen Junior meines Mannes kuscheln möchte?
-Weil ich es auch befremdlich finde, dass Junior mich auf den Mund küsst (auch wenn ich das Junior gegenüber nicht sage)?

Ist das denn etwas, was schon immer so war? Wie alt war Junior als Du Deinen Mann kennengelernt hast?

Ich habe im übrigen aus ähnlichen Gründen eine Beziehung aufgegeben, allerdings hatte ich meinem damaligen Partner den einen oder anderen deutlichen Warnschuss im Vorfeld verpasst.
Insgesamt hätte ich aber vorher nie geglaubt, dass unterschiedliche Ansichten zum Thema Erziehung solche Auswirkungen haben könnten... bei einem alle 14-Tage Umgangskind.

VG WH
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Es ist ein Irrglaube, dass man jede Menge emotionales Porzellan zerdeppern und hinterher trotzdem jederzeit zu altem Vertrauen zurückfinden könne. Was kaputt ist, ist kaputt - und bleibt es auch. (brille007 am 7.10.10)
Ingo30
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Beiträge: 3.359


« Antwort #6 am: 25. April 2012, 16:14:57 »

HI Sleepy,

ich finds auch eine ungute Mischung, was da bei Euch abläuft. Sicher, Pubertät ist auch kein leichtes Alter und man hat auch nicht auf alles Bock, was "die Alten" so wollen.

Auf der anderen Seite laufen ja auch auf der Paarebene einige Dinge nicht rund bzw. wären für mich auch untragbar. Der Verdacht liegt aber Nahe, dass Du in den letzten (wahrscheinlich 8 Jahren) vieles mit Dir hast anstellen lassen um des lieben Frieden Willens. Das muss aber wieder geradegerückt werden. Denn auch Du hast Anrecht auf Deinen Partner und bist kein "Aupair"-Mädel für das Kind Deines Mannes.

Du solltest aber auch den Mund aufmachen, wenn Dich Dinge stören. Das geht von ungewünschten Intimitäten des Sohnes über die "Vernachlässigung" durch den Partner. Diese Dinge sollten offen und klar angesprochen werden, zunächst gegenüber dem Partner - und dann auch mit gemeinsamer Linie gegenüber dem Junior.

Enffaltet das alles keine Wirkung, würde ich mir wirklich überlegen, was mir eine solche Beziehung noch bringt. Und das ein Kind mit Punkt 18 Jahren auszieht, ist ja wohl mehr eine Illusion als gelebte Praxis. Persönlich würde ich mir sowetwas nicht lange anschauen - wenn ich meine Punkte sachlich bei den Betroffenen dargestellt habe. Gruß Ingo
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sleepy
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« Antwort #7 am: 25. April 2012, 16:22:42 »

Hallo Zusammen,

ich hab - natürlich nicht in dieser gebündelten Form   - jeden einzelnen dieser Punkte schonmal angesprochen.

Im Moment finde ich zu dem Kind auch einfach keine Basis. So hart es sich anhört: Was er erzählt von irgendwelchen Filmen/Bands/Aktivitäten bei der KM, interessiert mich einfach nicht und ich klinke mich entsprechend aus. Vielleicht auch, weil ich "objektiver" in die Zukunft schaue. KM fährt die Zukunft des Kindes an die Wand. Schon jetzt wird er - wenn alles optimal läuft - fast 18 sein, wenn er die normale Schule beendet. Und angesichts seiner Leistungen wird er wohl - realistisch gesehen - noch eine Ehrenrunde drehen, wenn er nicht von selbst die Kurve kriegt. Das kann ich aber so weder dem Kind, noch meinem Mann sagen. Das Kind versteht es nicht und mein Mann ist gegenüber der KM sowieso ohnmächtig genug ohne Sorgerecht.

Junior war 6, ich kenne ihn jetzt 8 Jahre. Natürlich haben wir früher auch gekuschelt. Aber er ist für mich jetzt ein heranwachsender "junger Mann" und er ist eben nicht mein Kind und ich entwickel auf dieser Ebene eine Distanz (vielleicht auch, weil er immer mehr seiner Mutter ähnlich wird, das will ich gar nicht abstreiten).

Mein Mann kann all das nicht verstehen. Es ist doch (auch) SEIN Kind und damit ein Teil von ihm. Kann ich sogar ein stückweit nachvollziehen.

Er will es allen Recht machen, erträgt meine - manchmal bestimmt auch übertriebenen - Wutausbrüche, tanzt zwischendurch noch nach KM Pfeife und wundert sich, dass ich mich aufrege, dass er Termine zusagt, ohne es mit mir vorher zu besprechen (Beispiel: Er sagt zu, obwohl wir gar nicht da sind) Im Prinzip ist er genauso zerrissen wie ich. Manchmal habe ich den Eindruck, dass er sich selbst ganz hinten anstellt. Eine Frage, wie lange das gut geht.

In Bezug auf Junior hält er mir vor, dass ich immer nur meckere (tu ich momentan überwiegend auch-ehrlich gesagt). Wenn ich aber nicht meckere, sondern meinem Mann z.B. sage "kümmere Dich darum, dass er seine Sachen wegräumt" heißt es "sag es ihm doch selbst, dann redest Du wenigstens mit ihm". Wie mans macht, macht mans verkehrt  cry_smile

Ich will nicht aufgeben! Ich habe doch den Berg schon überwunden, von 12 Jahren hab ich schon 8 geschafft! Und eigentlich gab es auch noch schlechtere Zeiten...

@Ingo: Er lebt ja nicht bei uns. Insofern ist es m.M. eh eine Frage der Zeit, bis er nicht mehr so regelmäßig kommt. Aber da wird von Seiten der KM ja schon vorgebaut, dass es meine Schuld ist, weil ich "immer so bin" und er ja eigentlich jetzt schon nicht mehr gerne kommt.
Ich hab eigentlich immer gesagt, was mir nicht passt und - sofern keine Änderung erfolgte - "meine" Konsequenzen gezogen, wie z.B. dass ich keine Sachen mehr für Junior organisiere und bezahle.
Die Zeiten zwischen den Besuchswochenenden sind (sofern Madame nicht wieder nervt) tatsächlich zu 100 % so, wie es sein sollte (unglaublich aber wahr).

lg
sleepy

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Sleepy
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« Antwort #8 am: 25. April 2012, 16:41:33 »

Hi Sleepy

Mir wird auch vor geworfen ich bin hart nein das bin ich nicht ich habe meine grenzen und wenn die über schritten werden ja dann  gibt es konseqenzen.
Ich habe auch selber 2 Kinder die ich dank meiner Exhe seit jetzt 6 jahren nicht mehr gesehen habe.
Mein Sohn war 16jahre meine Tochter 14jahre alt als ich zum letzten mal gesehen habe. ich habe alles für sie gemacht und heute geht alles nur über anwalt kein gespräch nichts.
Ich für mich habe den strich gezogen wenn du was willst musst du vernünftig mit mir reden ich bin nicht der Diener .
Das vertrete ich auch gegen über meiner jetzigen Frau.

Gruß Don
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« Antwort #9 am: 25. April 2012, 16:43:22 »

Hi

Ich lese ein wenig Abneigung gegen das Kind deinerseits heraus.

ich kann deinen Mann verstehen., dich natürlich auch.

Um das ''beste'' daraus zu machen, sollte es an den Besuchswochenenden Regeln geben.

Zimmer aufräumen sollte die Pflicht des Jungen sein, Unternehmungen mit Papa aber auch.

Der Junge versteht es sich auch nicht, wenn das Verhältnis zwischen euch immer sehr herzlich war (Küsschen und Umarmungen), warum das auf einmal nicht mehr so sein soll.
Das du seine Mutter, die du nicht magst, in seinem Gesicht wiederfindest ist ein, so denke ich, von Dir unbewusst gewolltes Bild.
Der Junge kann nichts dafür und sollte auch nicht indirekt von Dir dafür bestraft werden.

Die Zeit abzusitzen bis er nicht mehr kommt ist der falsche Weg und führt m.E. ins Chaos.

Versuche doch mal das Bild in deinen Kopf zu ändern und sehe das alles aus einer anderen Perspektive.
Dein Mann liebt dieses Kind und würde ihm die Sterne vom Himmel holen.


Gruss Wedi


P.S. ein schlechter Mensch bist du deswegen noch lange nicht.
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sleepy
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« Antwort #10 am: 25. April 2012, 16:56:28 »

Hallo Wedi,

Abneigung .... ja momentan irgendwie schon. Wenn ein 14-jähriger nur an Papa hängt (und das im wahrsten Sinne des Wortes: Papa sitzt auf dem Sofa, Kind hält seine Hand; Papa frühstückt noch, Kind steht auf und hängt sich ihm an den Hals; Papa verlässt den Raum, 60 Sec. später schallt ein Papaaa durch die komplette Wohnung, Papa reagiert nicht innerhalb von 60 sec. das zweite Papaaaaaaa, nach weiteren 60 sec. kommt Kind und zieht Papa zurück in den Raum, den er vor 3 Minuten verlassen hat-unabhängig davon, ob wir uns gerade unterhalten oder er irgendetwas anderes macht). Es gibt WE da denke ich, wenn ich noch einmal "Papaaaaaa" höre, explodiere ich. Ich zieh mich dann halt zurück, weil ich einfach nicht mehr kann.

Ich finde seine Mutter nicht in seinem Gesicht wieder, sondern in seinem Verhalten und in seiner Einstellung.

Klar liebt mein Mann sein Kind und würde alles für ihn tun, dass heißt aber nicht, dass es nicht auch (für alle) gewisse Regeln und auch Kompromisse geben muss. Es geht nicht, dass ich immer an Besuchswochenenden - mittlerweile zu fast 100 % - zurückstecken und auf meinen Mann verzichten muss und danach wieder alles "normal" läuft. Natürlich müssen wir uns auf das Kind einstellen, aber m.M. muss das Kind sich auch in unser Leben einfügen. Es gab Zeiten, da hat mein Mann das Besser hinbekommen und da lief es auch zwischen mir und Junior besser.

lg
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Sleepy
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« Antwort #11 am: 25. April 2012, 17:15:33 »

Hi sleepy

Es gab Zeiten, da hat mein Mann das Besser hinbekommen und da lief es auch zwischen mir und Junior besser.
Und das ist der Punkt, bekommt dein Mann das besser hin, läuft es auch zwischen Dir und Junior gut.
Das würde ich deinem Mann aufs Brot schmieren.

Es ist sicher auch in seinem Sinne, wenn es zwischen dir und Junior besser läuft.
Kannst du ihm das klarmachen?

Ich denke dein Mann weiss, das der 14 Jährige Sohn in naher Zukunft die Umgänge nicht mehr so wahrnemen wird wie bisher und versucht alles um das mit ''Überschüttung'' von Aufmerksamkeit wett zu machen.
Das wird aber nicht funktionieren, irgendwann wird er seine eigene Wege gehen wollen und auch müssen.

Ich denke ein ausführliches Gespräch über diese Dinge wird helfen.


Gruss Wedi
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Don3
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« Antwort #12 am: 25. April 2012, 18:42:10 »

Hi sleepy

Hat ihr gemeinsame Kinder?
Ich bemerke das beim mir ich bin manchmal auch etwas eifersüchtig ich möchte auch
mal so geliebt werden  aber wir sind halt nicht der vater und du die Mutter is manchmal so.
Und ich möchte und kann auch nicht mehr Kinder zeugen.

Mach das beste draus.

Lg. Don
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Biggi62
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« Antwort #13 am: 25. April 2012, 20:35:23 »

Hi Sleepy,

bei 14-Jährigen denken auch leibliche Eltern in intakten Familien (wenn sie ganz ehrlich zu sich selbst und ihren Partnern sind) über Adoption, Heim, Internat in Übersee o.ä. nach. Es geht vorüber. Ändern können wir Erwachsenen nur das, was unsere eigenen Angelegenheiten sind.

Von einem 6 Monate alten Kind habe ich mir beim Stillen gerne an die Brust fassen lassen.
Bei einem sechsjährigen Kind (blutsverwandt oder nicht) würde ich das energisch unterbinden.

Wenn dir Küsse auf den Mund von einem Teenager unangenehm sind, ist es deine Aufgabe deine Grenzen zu wahren.
Wenn dich die Unordnung im Teenagerzimmer stört, gibt es zwei Methoden damit umzugehen: Tür zu oder weggehen. Mir ist kein wirksames Mittel bekannt, eine/n 14-Jährige/n dazu zu bringen, Sauberkeit und Ordnung zu schätzen und eigenständig zu erhalten. Auch Körperpflege und die Auswahl der als "passend" eingeschätzten Kleidung weicht bei den meisten 14-Jährigen üblicherweise weit von dem ab, was Menschen vor oder nach der Pubertät für normal und angemessen halten.
16-Jährige sind im Vergleich dazu schon richtig "erwachsen", 12-Jährige noch richtig "süß". 14-Jährige sitzen einfach zwischen allen Stühlen. Zwischen zwei Haushalten pendelnde Teenager aus Trennungsfamilien noch mehr als Teenager in intakten Familien.

Was mir persönlich beim Überleben dieser Jahre jetzt schon dreimal geholfen hat, war: ist Distanz (äußere und mehr noch innere), Humor und sehr viel Gelassenheit. Auch das Eltern-Mantra: "Es ist nur eine Phase ... es geht vorüber ... es ist nur eine Phase ... ooooohhhhmmmm"  war sehr tröstlich für Ex und mich.

Niemand ist ein schlechter Mensch, der als Kind oder Erwachsener genervt auf pubertäres Verhalten reagiert. Deine Reaktion ist völlig normal und entwicklungspsycholgisch sinnvoll: Zu den Aufgaben der Pubertät gehört die Ablösung zum Elternhaus. Gegenseitiges Genervtsein zeigt, dass dieser Prozess störungsfrei verläuft.

Wenn dein Ex nicht genervt ist (oder wegen irgendwelcher trennungsbedingter Komplexe) nicht zu seinem Genervt-Sein stehen will oder wenn der Junge sich nur "vorschriftsmäßig" (entsprechend seiner Entwicklungsaufgabe) an der Mutter und dir und an seinen Lehrern abarbeitet während er den Papa "schont" und zu ihm eine kleinkindmäßige Bindung bewahrt, halte ich dieses für bedenklicher als eure völlig normalen Reibereien.

Liebe Sleepy, wenn du es schaffst, versuch' bei dir und deinen Werten (Sauberkeit, Ordnung, Pünktlichkeit, Zweisamkeit etc.) zu bleiben. Das schafft kein Mensch immer, aber ich habe mein Streben nach miener inneren Klarheit als hilfreiche Richtschnur erlebt. Damit kannst du dem Jungen innerlich (d.h.  in deinen Gedanken und Gefühlen) soetwas wie "Narrenfreiheit" geben, während du äußerlich (d. h. durch dein Verhalten und deine Äußerungen)  Vater und Sohn klar und ohne Feindseligkeit zeigst, was dir wichtig ist und was nicht, was du brauchst und was du verabscheust. Diese innere und äußere Haltung wird das Verhalten eines pubertierenden Jugendlichen keinen Millimeter verbessern - aber es kann uns als Erwachsene entlasten.

Eine Familie mit Teenager, in der es ab und an "kracht" works as designed, d.h, sie erfüllt ihre Aufgabe, den jungen Leuten Orientierung und die Chance zur Ablösung (ohne Verlustangst) zu bieten.

Der Spagat zwischen Ablösung und Verlustängsten ist für alle Trennungs- oder Halbwaisenkinder oder für Kinder mit einem kranken Elternteil schwieriger zu bewältigen als für Jugendliche, die mit zwei liebevoll verbundenen leiblichen Elternteilen im selben Haushalt leben. Schwieriger heißt nicht "unmöglich". Auch diese Kinder und ihre erwachsenen Begleiter überleben im Normalfall die Pubertät.

Spaß macht das nirgendwo, liebe Sleepy. Sei bitte nicht so streng mit dir. Falls es dich tröstet: für deinen Ziehsohn ist das Überleben und sich orientieren im Übergang zwischen Kind- und Mannsein es noch viel, viel anstrengender.

Mitfühlende Grüße von  thumbup Biggi 
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Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
es ist nicht genug zu wollen, man muß auch tun.
(J. W. von Goethe)
prokids
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« Antwort #14 am: 25. April 2012, 23:34:29 »

Wenn ein 14-jähriger nur an Papa hängt (und das im wahrsten Sinne des Wortes: Papa sitzt auf dem Sofa, Kind hält seine Hand; Papa frühstückt noch, Kind steht auf und hängt sich ihm an den Hals; Papa verlässt den Raum, 60 Sec. später schallt ein Papaaa durch die komplette Wohnung, Papa reagiert nicht innerhalb von 60 sec. das zweite Papaaaaaaa, nach weiteren 60 sec. kommt Kind und zieht Papa zurück in den Raum, den er vor 3 Minuten verlassen hat-unabhängig davon, ob wir uns gerade unterhalten oder er irgendetwas anderes macht).

Könnte sein, das der Junge die Zuwendung sucht, die er bei Muttern nicht bekommt. Könnte aber auch sein, dass er einfach eifersüchtig auf dich ist. Könnte sein, dass er mit seinen dir unangenehmen  Annäherungsversuchen an dich eine möglicherweise fehlende Mutterliebe ausgleichen möchte. Könnte alles sein - ich würde mal ein Beratungsgespräch suchen.

Gruß pk

PS: mein Sohn (fast 14) küsst mich zwar nicht auf den Mund, aber er sucht jede mögliche körperliche Nähe. Bei einer befreundeten Familie (intakt ohne Ende) habe ich beobachtet, dass sich ein 16-jähriger bei der Oma mal eben auf den Schoß gesetzt hat 
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eskima
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« Antwort #15 am: 26. April 2012, 00:10:05 »

Hallo Sleepy,

beim Lesen fühlte ich mich sofort um Jahre zurück versetzt. Damals war es bei uns "normal", dass die Söhne meines Mannes am Sonntagmorgen von unten unter die Decke in unser großes Bett kamen. Vor allem wenn ich ein Nachthemd/Shirt anhatte, fühlte ich mich sehr unwohl. Obwohl ich eigentlich ein Morgenmuffel bin, war das für mich der Startschuss, schnellst aus dem Bett zu springen und Vaddi mit Söhnen allein zu lassen.

Es ist halt alles eine Frage von Grenzen, die jeder für sich anders definieren kann/will/muss. Aber ein schlechter Mensch ist man weder wenn man geht noch wenn man bleibt.

LG

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Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht sieben Meilen in seinen Schuhen gegangen bist - Indianische Lebensweisheit

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KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #16 am: 26. April 2012, 00:39:44 »

Hai Sleepy.
Mal in kurzen Worten mein Standpunkt dazu.
Bin ich ein schlechter Mensch ....

-Weil ich nicht mehr mit dem 14-jährigen Junior meines Mannes kuscheln möchte?
Nein. Das Kuschelbedürfnis erscheint mir schon etwas ungewöhlich.

-Weil ich es auch befremdlich finde, dass Junior mich auf den Mund küsst (auch wenn ich das Junior gegenüber nicht sage)?
Nein. Dito.

-Weil ich es befremdlich finde und davon genervt bin, dass Junior bei uns quasi an meinem Mann klebt und wir keine 5 Minuten für uns haben?
Jein. Stören darf es dich aber inwieweit du das nach außen reklamieren kannst und solltest kannst weiß ich nicht.
Immerhin hast du dein Männe an 14 von 14 Tagen.


-Weil ich genervt bin, weil mein Mann es nicht schafft, Junior so gegen 22.00 Uhr in sein Zimmer zu schicken, damit wir noch Zeit für uns haben?
Ja. Wenn er dich stört,kannst du ja in dein Zimmer gehen.

-Weil ich platzen könnte, wenn für ein Vater-Kind-Kinoabend Geld da ist, wenn ich aber auswärts essen gehen möchte nicht?
Ja. Wofür er sein Geld ausgibt, geht dich nichts an. Ansonsten kannst du ihn ja einladen, wenn du das gerne möchtest.

- Weil ich auch platzen könnte, wenn das Kind mit / bei der Mutter ständig ins Kino geht, jedes Musikvideo kennt, zahlreiche Konzerte besucht, bis spät in den Abend Fernsehn schaut oder in sozialen Netzwerken unterwegs ist, aber in der Schule zum wiederholten Male stark versetzungsgefährdet ist?
Ja. Weil das nicht deine Baustelle ist.

- weil es mich nervt, dass mein Mann nicht die richtige Balance zwischen den Bedürfnissen von Junior und meinen findet.
Jein. Nerven darf es dich. Es liegt aber an dir, welche Konsequenzen du daraus ziehst

-Wenn ich für Junior nichts mehr bezahle, nachdem ich in den letzten 8 Jahren soviel für ihn bezahlt habe, dass ich mir davon einen Kleinwagen kaufen könnte?
Nein. Wofür du dein Geld ausgibst ist allein deine Sache.

-Weil ich mit Junior nicht in Urlaub fahren möchte, weil KM es ja nicht mal 2 Tage ohne zu nerven schafft.
Nein. Wie du deinen Urlaub gestaltest ist allein deine Sache.

-Weil ich ungerne mit Junior weggehe, weil er Klamotten trägt wie ein Assi und ich mich schäme, weil die Leute ja nicht wissen, dass es nicht mein Kind ist?
Nein. Mit wem du ausgehst, ist deine Sache. Was Junior anzieht allerdings seine.

-Weil ich nicht bereit bin, Junior für seine schlechten Schulleistungen (und seine Faulheit) auch noch mit Ausflügen zu belohnen?
Nein. Wen oder was du honorieren möchtest, ist deine Entscheidung.

-Weil ich nicht möchte, dass Junior in seinem Zimmer isst, weil ich nach seinen Besuchswochenenden immer Puddingbecher und angekaute Schokoriegel aus dem Zimmer entsorgen muss, damit sich kein Ungeziefer bildet?
Ja. Ob Sohni da etwas ist, ist sekundär. Du solltest nur seinem Papa erklären, dass du seinen Müll nicht weg räumst.

-Weil ich genervt bin, weil dieses Kind unseren Haushalt in einen Saustall verwandelt und nichts wegräumt, bevor es unseren Haushalt wieder verlässt?
Nein. Wenn Sohni sein Zimmer in einen Saustall verwandelt, ist das sein, bzw. Papas Problem. Wenn er deinen Bereich versaut, kannst du ihm schon deine Regeln über das Zusammenleben erklären.

- Weil ich sauer bin, weil ich an Besuchswochenenden ständig um „meinen Tagesablauf“ und meinen Platz im Wohnzimmer kämpfen muss, weil wieder irgendeine Spielkonsole läuft?
Nein. Wenn er ein eigenes Zimmer hat, in dem er "konsolen" kann, musst du das nicht in eurem Wohnzimmer dulden..

-Weil ich an manchen Sonntagen froh bin, wenn das Wochenende vorbei ist?
Nein. Es steht dir völlig frei, worüber du froh bist.

-Weil ich der Meinung bin, dass zwei Spielkonsolen reichen und nicht noch eine dritte angeschafft werden muss, nur weil Junior die gerne hätte?
Ja. Solange die Konsolen weder von deinem Geld bezahlt werden, noch dein Wohnzimmer okkupieren ist das nicht dein Problem.

-Weil ich möchte, dass Sachen die wir gekauft haben auch bei uns bleiben und nicht im Nirvana der Mutter verschwinden?
Jein. Wenn ihm etwas geschenkt wurde, kann er entscheiden, was er damit macht und wo er das hin trägt.
Wenn ihm etwas nur zur Benutzung zur Verfügung gestellt wird, hat er es nicht mit zu nehmen.


-Weil ich möchte, dass nicht immer nach der Pfeife der KM getanzt wird und es dann noch so hingestellt wird, als wenn mein Mann gerade dieser Bitte nur nachgekommen wäre, weil wir dann mehr Zeit für uns hätten (wenn Junior früher weg soll) oder es ja nur um Juniors Wohl geht (wenn er zusätzlich kommen/länger bleiben soll)?
Ja. Auch wenn's schwer fällt. Du musst nicht nach Madames Pfeife tanzen. Aber wenn er es möchte, kann er das natürlich tun.

-Weil ich nicht einsehe, dass wir die Betreuung für Junior übernehmen, weil es der KM grad gut in den Kram passt (weil sie mit ihrem Freund wegwill, eine Fortbildung macht, ihren Geburtstag feiern möchte etc.) und mein Mann ansonsten Karl Ar*** vom Dienst ist?
Ja. Wenn Papa nach Madams Pfeife tanzen will, ist es seine Sache. Ob du mit tanzen willst, deine.
Wie sich eure Beziehung entwickelt, wenn jeder nach seine eigenen Musik tanzt, sei mal dahin gestellt.


-Weil ich es unerträglich finde, dass mein Mann (da kein Sorgerecht) um Erlaubnis bitten muss, mit seinem Kind die Grenzen dieses Landes überschreiten zu dürfen?
Ja und nein. Du darfst das gerne unerträglich finden, nur darfst du seine Rechtlosigkeit nicht ihm vorwerfen. Diesen Vorwurf musst du an die dafür Verantwortlichen in Politik und Justiz richten.

-Weil ich genervt bin, dass mein Mann, der sonst ja nichts zu sagen hat, halbe Wochenenden mit dem Kind lernt während KM zu Hause nichts macht und ich dafür mit der ganzen Hausarbeit alleine dastehe?
Ja. Weil du das nicht still in dich rein fressen darfst, sondern ihn auffordern musst, dieses Defizit beizeiten auszugleichen. Ob er dann nachts um 3 den Abwasch macht oder bei den Hausaufgabe etwas kürzer tritt ist seine Entscheidung.

- Weil ich mich ärgere, wenn ich mir dann auch noch vorhalten lassen muss, dass ich mich weigere mit dem Kind zu lernen, weil es aus meiner  Sicht klare Aufgabe der Mutter mit ASR ist und nicht auch noch meine, nachdem ich eine 50 Stunde-Woche habe und 90 % des Haushalt alleine schmeiße?
Nein. Es gibt keinen Anspruch gegen dich, irgendetwas für Sohni zu tun.

-Weil ich quasi die Tage zähle, bis Junior 18 ist und oft das Gefühl habe, ich schaffe es  nicht bis dahin?
Nein. Du kannst zählen was du möchtest.

... oder ist es einfach menschlich?
Natürlich ist es das..
Und natürlich macht dich nicht jedes Ja, zu einem schlechten Menschen.
Es soll dir nur einfach einen Weg zeigen, an dem du evtl. umdenken musst.
Und immer daran denken:
Der einzige Mensch, den du ändern kannst, ist der, der dich morgens aus dem Spiegel anschaut.

Gruss Beppo
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Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
sleepy
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« Antwort #17 am: 26. April 2012, 07:12:03 »

Hallo zusammen,

vielleicht noch 2-3 Sachen klarstellend, gerade in Anlehnung an Beppo...

a) mich stört nicht die Unordnung in Juniors Zimmer. Wie sein Zimmer aussieht und über welche Berge an dreckiger Wäsche und Papiermüll er steigt, um in sein Bett zu kommen und auch wie toll er es findet CDs und Spiele erst von Staubschichten befreien zu müssen, bevor er sie benutzt, ist seine Sache. Da kann ich gut die Tür zu machen. Die Konsequenz für ihn, wenn sein Zimmer so aussieht ist einfach, dass es keine Übernachtungen von Freunden bei uns gibt.
Was mich stört sind Essensreste im Zimmer. Das geht nicht und das dulde ich nicht. Die Konsequenz ist, dass er in der Küche essen kann, wenn er außerhalb der Mahlzeiten etwas essen möchte. Das wäre auch die Konsequenz für jedes andere  Kind, das sich in meinem Haushalt aufhält.
Die Unordnung, die mich stört, ist die im Rest der Wohnung (leere Flaschen im Wohnzimmer, im Arbeitszimmer, in unserem Schlafzimmer; Teller mit Obstresten an den selben Orten, seine Schuhe im Wohnzimmer; sein Frühstücksgeschirr etc.). Dass er nicht mehr so mithilft wie früher ist mit Sicherheit - auch - der Pubertät geschuldet. Aber ich bin auch nicht bereit, einem 14-jährigen das Rundumsorglospaket zu liefern. Seinen Kram kann er selber wegräumen. Natürlich "meckere" ich dann wieder.

b) Natürlich ist es Sache meines Mannes, wofür er sein Geld ausgibt. Ich finde aber schon, dass er das wenige, was ihm nach Abzug von Kosten und Unterhalt übrig bleibt, "gerecht" einteilen sollte. Natürlich lade ich ihn auch mal ein. Beim letzten Urlaub habe ich für ihn 1/3 der Kosten übernommen, damit er überhaupt mitkonnte. Beim letzten Urlaub mit Kind habe ich die Hälfte für das Kind bezahlt und den Rest für ihn und Kind zum Großteil  vorgestreckt. Ich bezahle sämtliche größere Ausgaben im Haushalt (Renovierungen, neue Möbel) zu 90 % oder ganz. Das ist alles kein Thema, aber wenn er keine 20 € für ein Essen hat, aber eine Woche vorher 40 im Kino ausgeben konnte .... ich weiß nicht.

c) "Mein" Zimmer ist das Wohnzimmer. Hier halte ich mich auf, wenn ich keine Hausarbeit zu erledigen habe. Warum soll ich "meinen" Platz räumen, wenn ich meine Ruhe haben möchte? Ich finde auch, dass Erwachsene auch mal Erwachsenenzeit brauchen. Ich erwarte nicht viel, aber ich denke eine halbe Stunde vorm Zubettgehen sollte drin sein, wenn ich mit meinem Mann morgens um 8 das letzte Mal alleine reden kann.

d) Junior hat in seinem Zimmer nur einen CD-Spieler. Daddeln geht also nur im Wohnzimmer. Von entsprechenden Geräten im Kinderzimmer halten alle (KM, KV und ich) nichts. Ich vor allem aber, weil es solche "Besonderheiten" für mich nur nach dem Leistungsprinzip gibt. Ich erwarte ja nicht, dass er ein Einserschüler ist. Wenn es mit Einsatz nur für den 3-4er Bereich reicht, ist das so. Da er aber faul ist und die Noten eher im 5er Bereich angesiedelt sind...

e) Junior läuft nicht assig rum, weil er das so toll findet, sondern weil er einfach keine anderen Klamotten hat. Ja ich weiß, wir könnten hier.... haben wir lange Zeit auch. Seit Junior aber in die nächste Altersstufe geruscht ist und das Gehalt meines Mannes nicht in gleichem Maße gewachsen ist und ich auch nicht mehr die Hälfte dieser Sonderausgaben mittrage, kaufen wir für hier keine Klamotten mehr.

f) ja, ich habe meinen Mann eigentlich an 14 von 14 Tagen, wobei Du die 3 Tage Umgang alle 14 Tage da getrost abziehen kannst, weil neben der Zeit die er - zugestanden - für sich selbst und - zugestanden - für Junior braucht, für mich einfach - nach Verlassen des Schlafzimmers - 0 übrig bleibt. Und wieviel unter der Woche an Zweisamkeit übrig bleibt neben Arbeit, Haus und Haushalt, wisst ihr ja selbst.

lg
sleepy


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Sleepy
Jaydee
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« Antwort #18 am: 26. April 2012, 09:36:43 »

Hallo Sleepy,

ich kann Dich sehr gut verstehen! Mein Mann hat drei Kinder aus erster Ehe, wir haben noch eins zusammen. Während ich mit den 2 Größeren (15 und 13) (mal mehr, mal weniger) gut klar komme, ist der Jüngste (10 Jahre) "mein rotes Tuch". Und der ist noch nicht mal in der Pubertät.

Man muss dazu sagen, dass der Kleine bei der KM der "kleine Prinz" ist und auch dementsprechend behandelt wird. Und sich auch entsprechend so verhält  puzzled

Ich habe mich vor einiger Zeit entschlossen, die komplette Beziehung zu ihm einzustellen. Ich mache nur das Nötigste (Wäsche waschen), den Rest überlasse ich meinem Mann. Der Kurze klebt auch an meinem Mann und ist IMMER und ÜBERALL dabei. Das nervt mich auch sehr, ich kann es aber nicht ändern.

Man muss nicht alle Kinder mögen - auch nicht die Kinder des Partners. Respektieren, dass sie da sind, aber mehr nicht. Ich versuche möglichst freundlich und unverbindlich zu sein (was mir nicht immer gelingt  mad3), aber jede weitergehende Beziehung zu vermeiden.

LG

Jaydee
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« Antwort #19 am: 26. April 2012, 10:34:15 »

Hallo Sleepy,

genau das hier

Die Unordnung, die mich stört, ist die im Rest der Wohnung (leere Flaschen im Wohnzimmer, im Arbeitszimmer, in unserem Schlafzimmer; Teller mit Obstresten an den selben Orten, seine Schuhe im Wohnzimmer; sein Frühstücksgeschirr etc.). Dass er nicht mehr so mithilft wie früher ist mit Sicherheit - auch - der Pubertät geschuldet. Aber ich bin auch nicht bereit, einem 14-jährigen das Rundumsorglospaket zu liefern. Seinen Kram kann er selber wegräumen. Natürlich "meckere" ich dann wieder.


habe ich bei meinem Junior (auch 14) schon vor Jahren mit einer wirksamen Methode bekämpft. Alles (außer Esskram) wurde von mir in den gemeinsamen Räumen eingesammelt und nett auf seinem Bett drapiert. Tja - vor dem Schlafen gehen hatte da jemand was zu tun.

Ehrlich gesagt halte ich es nicht für normal wenn ein 14 Jähriger seine Stiefmutter auf den Mund küsst!!!   Das lehnt mein Sohn auch komplett ab. Mal angekuschelt aneinander Fußball schauen oder sich umarmen bei Danke, Tschüß, Hallo ... okay.  Erst recht wenn du das ablehnst ...  Ganz deutlich sagen. Hier ist die absolute Grenze überschritten.

Für die anderen Dinge.  Druck doch diesen Dialog mal aus und gib ihn deinem Mann. Vielleicht ist es gut wenn er das alles mal geballt liest. Auf jeden Fall glaube ich auch, wie fast alle anderen, das in erster Linie dein Mann was ändern muss.

Aber ein schlechter Mensch ... nee nee - nicht wegen so was. Ich bin auch manchmal froh wenn meine Stieftocher (knapp Cool uns dann wieder verlässt. Es ist nunmal etwas anderes den Alltag mit einem ausgeglichenen Teeneager (ja ja ich hab ziemlich Glück mit dem Kerl  rofl2 )  und ne quirlige 7 Jährige die ein Temperament hat um ne Windkraftanlage für Wochen betreiben zu können.

LG
Franzi
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Beppo
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KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #20 am: 26. April 2012, 12:48:42 »

Ich schließe mich euch an.

Ich bin allerdings auch froh, dass ich keine neue LG habe, auf die ich Rücksicht nehmen muss und ggf. in die Schere zwischen Frau und (in meinem Fall 4) Kindern zu geraten.

Man ist als Vater in einer extrem schwachen Position. Nicht nur gegenüber der Mutter, sondern auch gegenüber den Kindern und ist somit nicht nur von der Mutter, sondern auch von den Kindern erpressbar, denn ab einem gewissen Alter entscheiden sie selbst, ob und wie oft sie den Alten noch sehen wollen.

Die Möglichkeiten, dabei erziehend oder regulierend einzugreifen sind dabei stark reduziert. Man hat einfach keinerlei Druckmittel.
Ich habe es auch mehr als einmal erlebt, dass sich, z.B. mein älterer Sohn total daneben benimmt, ich ihn mir zur Brust nehme, er darauf bei Mama anruft, sich von dort Rückendeckung holt und sie mich zusammen faltet, dass es so ja nicht ginge.
In dem Moment steht man ziemlich doof da und niemand will gegen Mutter und Kinder kämpfen und sich dann hinterher dann möglicherweise auch noch Vorwürfe von seiner LG anhören.

Ich weiß, dass eure Lage manchmal auch extrem besch... ist und kann mir durchaus vorstellen, wie unausstehlich die Racker sein können und ich bewundere eure Langmut.
Die Möglichkeit, auf euren Heini einzuwirken halte ich aber auch für begrenzt. Einfach weil sein Spielraum so begrenzt ist.
So ist es für alle Beteiligten immer ein schmales Brett, von dem schnell runter fallen kann.

Ich hoffe, ihr haltet noch eine Weile durch.
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« Antwort #21 am: 26. April 2012, 14:10:13 »

Hallo,

ich habe ja eine ähnliche Situation: S. und ich hatten bezüglilch eines Gegenstandes eine Diskussion. Ich habe ihn ihr gegeben, sie hatte mir versprochen ich bekomme ihn zurück. Als ich sie darum bat erklärte sie mir dass sie ihn behalten wollte. Ich erklärte, dass die Absprache eine andere sei und sofern sie eine Bedingung erfüllen würde, diesen Gegenstand gerne von mir bekommen könne. Nun ja, die Bedingung will sie nicht erfüllen. Also hat sie beim Zurückbringen Papa geschickt, dass er mir erklärt, dass sie den Gegenstand behalten wolle und ich das verstehen müsse. Ich erklärte ihm nur knapp, dass wir eine Vereinbarung über die Rückgabe hätten.

Er ist so wachsweich und lässt sich komplett vor ihren Karren spannen, dass sie mit allem durchkommt. Entsprechend ist meine Info beim nächsten Umgang an sie: dass ich mich auch nicht mehr verpflichtet fühle jedes Versprechen ihr gegenüber zu halten. Ich bin nämlich nicht bereit mir solche Aktionen ein zweites Mal gefallen zu lassen. Dann bekommt sie eben nichts mehr geliehen wie gern sie das auch haben möchte.



Sophie
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« Antwort #22 am: 26. April 2012, 17:16:15 »

Hey AS.

Ich denke, Deine Situation unterscheidet sich grundlegend von der Sleepys.
Während es bei Sleepys der Umgangsvater ist, der sich sehr sehr nachgiebig in vielen Pkten verhält (was, wie ja in einigen Antworten auch schon angeklungen bis zu einem gewissen Grad verständlich ist) und es außerdem noch div. weitere Baustellen zw. Sleepy, ihrem Partner und dem Umgangskind gibt, ist es bei Dir der BetreuungsET, der offenbar keine Grenzen zu setzen vermag (bzw. sich nicht auf Deine Seite ggü Eurer Tochter positionieren mag). Das passt ins Bild der Schilderungen aus den alten Threads. Und ich glaube, so frustrierend es ist, da wirst Du nichts dran ändern können, da ihr wohl keine gemeinsame Basis bzgl Eurer Kinder findet.

Dieses:
dass ich mich auch nicht mehr verpflichtet fühle jedes Versprechen ihr gegenüber zu halten.
finde ich falsch! Versprechen, die wir den Kindern geben, sollten gehalten werden! Da haben wir Vorbildfunktion! Dann hält nichts versprechen!

Das:
Dann bekommt sie eben nichts mehr geliehen wie gern sie das auch haben möchte.
ist allerdings die logische Konsequenz!

Beste Grüße, toto
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« Antwort #23 am: 26. April 2012, 18:25:56 »

Hi,

Zitat
Zitat von: AnnaSophie am 26. April 2012, 14:10:13
dass ich mich auch nicht mehr verpflichtet fühle jedes Versprechen ihr gegenüber zu halten.
finde ich falsch! Versprechen, die wir den Kindern geben, sollten gehalten werden! Da haben wir Vorbildfunktion! Dann hält nichts versprechen!

da würde ich mich aber auf Annas Seite stellen. Das Verhalten der Tochter geht gar nicht - und ohne da lange rumzulamentieren würde es bei mir eine sofortige Reaktion auf ein solches Verhalten geben - und das besteht in der der Rückgabe des ausgeliehenen Gegenstandes. Alles andere ist eigentlich eine Unterschlagung - und nein, das ist kein Vorbild, wenn ich das meinen Kindern gestatte. Gruß Ingo
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