Home Aufsätze Forum Chat Lexikon Links Feedback Impressum
 
 

Login

Benutzername:

Passwort:



Hauptmenü

 Startseite

Community

 Forum
 Chat
 Deine Daten
 User-Liste
 Umfragen

Informationen

 Erste Hilfe
 Urteile
 Lexikon Familienrecht
 Prozesskostenrechner
 Väterhymne

Service

Tags
 Links
 Downloads
 Buchempfehlungen
 Newsletter
 Webring
 Gästebuch
Internes

 Nachricht an uns
 Impressum,
     Datenschutz
     Nutzungsbedingungen

vatersein.de durchsuchen

Benutzerdefinierte Suche


Info


vatersein.de gehört das neunte Jahr in Folge zu den 6.000 wichtigsten deutschen Internetadressen.

vatersein.de - Forum 24. September 2021, 16:59:24 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.


Einloggen mit Benutzername und Passwort
 
 
Übersicht Hilfe Suche
Seiten: [1] 2   Nach unten
Drucken
Autor Thema: EGMR weist Klagen leiblicher Väter ab  (Gelesen 15368 mal)
elwu
Gast
« am: 22. März 2012, 11:19:44 »

mehr hier.

/elwu
Gespeichert
Beppo
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 15.590


KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #1 am: 22. März 2012, 11:32:00 »

Hatte ich in diesem Fall eigentlich auch anders erwartet, da gerade der EGMR sich in letzter Zeit nicht nur auf die Seite der unehelichen Väter, sondern gerade auch auf die Seite der "nichtrechtlichen Väter" gestellt hatte.

Ärgert mich auch insofern ganz besonders, weil es ein Triumpf der Femi-Rakete-Dombek und eine Niederlage von Rixe ist.
Gespeichert

Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
diskurso
Gehört zum Inventar
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.206


« Antwort #2 am: 22. März 2012, 11:53:15 »

Was für ein grober Unfug!
Zitat
Gleichzeitig befand der Gerichtshof jedoch, dass diese Entscheidungen keinen Eingriff in ihr Recht auf Achtung des Familienlebens bedeuteten, da niemals eine enge persönliche Bindung zwischen den Beschwerdeführern und den Kindern bestanden hatte.
1. wie kann denn überhaupt eine "enge persönliche Bindung" zu einem Kind VOR der Geburt bestehen ? (aber auch das ist zweifelhaft, ich hatte z.B. sehr wohl bereits eine "enge persönliche Bindung" zu meinem noch ungeborenem Kind)
2. braucht wieder einmal Mutti nur den Kontakt zum KV boykottieren, und schon kann überhaupt keine "enge persönliche Bindung" entstehen ...
Das ist und bleibt selbstverständlich eine Diskriminierung des Vaters, da fehlt dann nur noch das Unwort "Erxeuger", um die Tatsache des zum Samenxpender degradierten Vaters noch deutlicher zu machen.
Es ist doch schon völlig absurd, zwischen rechtlicher und biologischer Vaterschaft zu unterscheiden - bei Frauen kommt doch auch niemand auf diese krude Idee.
Gespeichert
Mux
Gehört zum Inventar
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.482



« Antwort #3 am: 22. März 2012, 12:15:48 »

Hi,

Und wie soll das hier funktionieren?
"Die Konventionsstaaten seien zwar verpflichtet, den Umgang des leiblichen Vaters mit dem Kind zu ermöglichen, wenn dies im Interesse des Kindeswohls liege."
Vater ist nicht Vater, also kein Umgangsrecht. Da wegen fehlender anerkannter Vaterschaft keine Bindung entsteht (entstehen kann) wird natürlich Umgang auch
nicht im Kindeswohl liegen. So schließt sich der Kreis. Und wieder ist der Vater draußen.  

Traurig. Das Recht des Kindes (nicht nur der Vaters) wird hier mal wieder mit Füßen getreten. Will ein Vater eine Speichelprobe seines (vermuteten) Kindes heimlich
testen lassen, verletzt er das informelle Selbstbestimmungsrecht des Kindes/Säuglings und handelt daher illegal; das Kind hingegen mit einer jahrelangen Lüge bzgl.
seiner echten Abstammung aufwachsen zu lassen, ist - hochrichterlich abgesegnet - in Ordnung.

Bravo!

Mux

 

« Letzte Änderung: 22. März 2012, 12:18:47 von Mux » Gespeichert
Beppo
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 15.590


KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #4 am: 22. März 2012, 13:30:38 »

Hat es Deutschland womöglich mal wieder geschafft einen linientreuen Richter einzuschleusen, so wie weiland Renate Jaeger, die wirksam fast alle Verurteilungen Deutschlands verhindert hat?
Gespeichert

Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
diskurso
Gehört zum Inventar
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.206


« Antwort #5 am: 22. März 2012, 13:32:09 »

Der SPIEGEL berichtet etwas ausführlicher:
Zitat
Im Dezember 2010 hatte das Straßburger Gericht noch einem biologischen Vater das Recht auf Umgang mit seinem Kind eingeräumt, obwohl Kindesmutter und rechtlicher Vater das ablehnten. Die nun entschiedenen Klagen hätten jedoch ein weitreichenderes Ziel gehabt, so der Gerichtshof: "Sie waren auf ihre vollständige Anerkennung als rechtlicher Vater des jeweiligen Kindes ausgerichtet und somit darauf, die Vaterschaft des existierenden rechtlichen Vaters anzufechten."

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,822984,00.html


Mux, genau wie Du sagst:
Vater ist nicht Vater, also kein Umgangsrecht.
Damit führt das Gericht seine eigene Entscheidung vom Dezember 2010 ad absurdum.
Gespeichert
diskurso
Gehört zum Inventar
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.206


« Antwort #6 am: 22. März 2012, 13:57:17 »

In der Pressemitteilung des EGMR steht:
Zitat
Der Gerichtshof stellte fest, dass der Hauptgrund für die Ungleichbehandlung der
Beschwerdeführer im Vergleich zur Mutter, zum rechtlichen Vater und zum Kind
hinsichtlich der Möglichkeit, die Vaterschaft anzufechten – und im Fall Kautzor
hinsichtlich der Möglichkeit, einen Gentest zu verlangen – in der Absicht lag, das
jeweilige Kind und seine soziale Familie vor äußerer Beeinträchtigung zu schützen
.
http://anonym.to/?http://cmiskp.echr.coe.int/tkp197/view.asp?action=open&documentId=904728&portal=hbkm&source=externalbydocnumber&table=F69A27FD8FB86142BF01C1166DEA398649
Prima - der leibliche Vater stellt also für sein eigenes Kind (für das er Verantwortung übernehmen möchte) eine "äußere Beeinträchtigung" dar.
Seltsam nur, dass sich so viele vaterlos aufgewachsene Kinder noch im Erwachsenenalter auf die Suche nach dem Vater - und damit ihrer eigenen Identät machen.
Gespeichert
habakuk
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 748


« Antwort #7 am: 22. März 2012, 14:20:04 »

Na, da geht es doch konform mit dem BGH, welches die Unterbringung eines Kindes beim Vater als größtes mögliches Übel ansieht.
Gespeichert
tarek
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 270


« Antwort #8 am: 22. März 2012, 17:06:55 »

Hallo,

das Gericht bescheinigt damit dem deutschen Rechtssystem, dass sein bizarr ungleiches Verständnis von väterlicher und mütterlicher Elternschaft in Ordnung ist.
Leibliche Vaterschaft hat keinerlei eigenständige Bedeutung. Hingegen begründet leibliche Mutterschaft eine nicht nur privilegierte, sondern, konsequent zu Ende gedacht, alleinige Elternschaft zum Kind. Vater ist der, den die Mutter als Vater will.

Noch mehr als die bisherige Sorgerechtsregelung verdeutlicht dieses Urteil jedem Mann hierzulande, dass seine Beziehung zu seinem Kind ganz im Belieben der Mutter steht.

Gruss
Tarek


 

 
Gespeichert
Biggi62
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 934


« Antwort #9 am: 22. März 2012, 22:05:17 »

sein bizarr ungleiches Verständnis von väterlicher und mütterlicher Elternschaft

Selbstverständlich ist das in Ordnung. Und keines wegs bizarr.
Jedes andere Verständnis wäre ein beunruhigendes Anzeichen von Realitätsverlust.

Fakt ist: Die Befruchtung einer Eizelle dauert nur wenige Sekunden.

Alles was darüber hinaus geht, ist ein soziales Konstrukt, das in unserer Gesellschaft von Erwachsenen konstruiert wird.

Noch mehr als die bisherige Sorgerechtsregelung verdeutlicht dieses Urteil jedem Mann hierzulande, dass seine Beziehung zu seinem Kind ganz im Belieben der Mutter steht.

Genauso isses, Tarek. Das haben aber nicht die Richter am EGMR verbockt.

Die eine Hälfte der Menschheit hat eine von Anfang an begrenzte Anzahl von Eizellen, eine Gebärmutter, Schwangerschaftsstreifen, Krampfadern und schlimmstenfalls den Tod im Wochenbett - und dazu (ohne Eingriffe der sog. Reproduktionsmedizin) die völlige Sicherheit, dass die eigenen Kinder tatsächlich das eigene Erbgut tragen.

Die andere Hälfte der Menschheit hat potentiell unerschöpfliche Keimdrüsen, die Chance unter günstigen Umständen in 24 Stunden drei oder mehr Nachkommenzu zeugen - und dazu die Ungewissheit. Selbst im allergünstigsten Fall erfahren Vater und Mutter erst zwei bis drei Wochen nach der Zeugung, ob sich neues Leben bei der Mutter (und nicht beim Vater!) eingenistet hat.

Das hat die Evolution so entschieden, die die die Chancen und Risiken von Zeugung bzw. Schwangerschaft ganz ungleich auf zwei verschiedene Geschlechter verteilt hat. Diese biologischen Tatsachen zu ändern, steht weder in der Macht des EGMR noch in der irgendeines eines anderen Menschen.

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Sexualität und Verhütung ist unser Anteil als erwachsene Männer und Frauen, mit den sozialen Konstrukten auf der Basis der biologischen Tatsachen umzugehen.   

Die überwältigende Mehrheit aller Männer kommt im Zeitalter von AIDS gar nicht erst in die Lage, ungeschützten Verkehr mit der Ehefrau eines anderen Mannes zu haben. Die überlegen sich vorher, mit wem sie Nachwuchs zeugen möchten - und mit wem nicht. Wer beim Fremdgehen zu blöd zum Verhüten ist, darf dafür keine Trefferprämie vom EGMR erwarten.

Wenn der rechtliche Vater vor der Entbindung bewusst die Entscheidung gefällt hat, das ungeborene Kind seiner Ehefrau als eigenes, ehelich geborenes Kind mit allen Rechten und Pflichten anzuerkennen und das Kind darüber im Unklaren geblieben ist, wäre es ein Zeichen von verantwortungsbewusster Vaterliebe, sich aus der Ferne am Wohlergehen des Kindes zu erfreuen und die Familie im Übrigen nicht zu belästigen.

Ähnlich wie es von den leiblichen Eltern von Adoptivkindern zu Recht erwartet wird.

Der Eitelkeit eines Mannes, der vor Jahren die Ehefrau eines anderen geschwängert hat, die Seelenruhe und das Urvertrauen eines Kindes (das als Familie die Menschen in seiner Umgebung wahrnimmt) zu opfern, halte ich für ein Verbrechen an eben diesem Kind.

Dies und nichts anderes hat der EGMR dem Ex-Lover der KM heute schriftlich gegeben.
Wurde höchste Zeit, finde ich. Das Kind täte mir sehr leid, wenn es anders gekommen wäre.

Gegen solch unerfreuliche Lebenslagen und unklaren Verhältnisse gibt es für Männer, die bewusst Vater sein wollen, dieselbe Vorbeugung wie gegen Geschlechtskrankheiten:

Kondome schützen!

"Gut gemacht  thumbup EGMR!" findet
 
yltype Biggi
Gespeichert

Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
es ist nicht genug zu wollen, man muß auch tun.
(J. W. von Goethe)
Malachit
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3.910



« Antwort #10 am: 22. März 2012, 22:19:51 »

Hallo zusammen,

Der EGMR hat heute entschieden, dass Männer in Bezug auf ihre Kinder nur Menschen zweiter Klasse sind - find' ich gar nicht gut.

Im übrigen ist es schon erstaunlich: Dieses ganze Gleichberechtigungsgedöns, das gewisse Leute in Politik, Justiz und Sonstwo bei so vielen anderen Gelegenheiten gleich einer Pfingstochsenprozessions-Monstranz vor sich her tragen, soll anscheinend immer nur dann gelten, wenn es den Frauen zum Vorteile gereicht.  

Nix für ungut,

Malachit.
Gespeichert

Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man ziemlich bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Biggi62
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 934


« Antwort #11 am: 22. März 2012, 23:53:46 »

Wo siehst du im heutigen EGMR-Beschluss eine verfassungswidrige Bevorzugung von Frauen, Malachit?

Hier wurden wehrlose Kinder von ihren rechtlichen Eltern gegen den Trotz und Mutwillen Fremder in Schutz genommen.

Nichts anders würde jeder von uns hier tun, wenn das eigene Kind betroffen wäre.

Ein Mann, der die Ehefrau eines anderen Mannes nicht nur vögelt, sondern auch noch schwängert, muss völlig zu Recht nicht nur damit rechnen, dass der Gehörnte sich gegen alle weiteren Übergriffe zu Lasten seines Familienlebens zur Wehr setzt. Sondern auch damit, dass dessen Gegenwehr gegen den Eindringling im Sinne von Artikel 6 von den höchsten Richtern unterstützt wird. Genau das hat der EGMR heute gemacht.

Ich begreife nicht, was daran so empörend sein soll.

Gute N8!  yltype Biggi
Gespeichert

Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
es ist nicht genug zu wollen, man muß auch tun.
(J. W. von Goethe)
Malachit
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3.910



« Antwort #12 am: 23. März 2012, 00:09:09 »

'n Abend,

Ich begreife nicht, was daran so empörend sein soll.

So weit ich die bisherigen Kommentare sehe, bist du allerdings bislang die einzige, die diesen Mist ganz, ganz toll findet.

Nix für ungut,

Malachit.
Gespeichert

Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man ziemlich bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Beppo
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 15.590


KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #13 am: 23. März 2012, 00:19:52 »

Fakt ist: Die Befruchtung einer Eizelle dauert nur wenige Sekunden.
Was auch für die Eizelle gilt und diese daher nicht ein Yota wichtiger ist als das Spermium.

Ich bin, anders als du, nicht der Meinung, dass die genetische Abstammung von minderer Bedeutung ist.
Auch nicht die des Vaters.
Um das zu belegen reicht es, z.B. mal einen Blick auf die Tochter von Boris Becker zu werfen, die wie ein Klon ihres Vaters aussieht und nicht wie ihre Mutter oder ihr evtl. Ziehvater.
Auch nehmen die Kinder farbiger Kinder weit häufiger die Hautfarbe ihrer leiblichen Eltern an, als die ihrer "juristischen" Eltern.
Merkwürdigerweise schert sich die Natur scheinbar einen Sche*ck um die Meinung von Juristen.

Es gibt auch keinen Grund, dass das EGMR oder sonst ein Gericht evtl. natürliche Probleme von Vätern noch verstärken muss.
Das ist keineswegs ein Naturgesetz.

Ich bin, anders als du, der Meinung, dass die Abstammung viel größere Bedeutung hat als der aktuelle LAB der der Mutter.
Es gibt nämlich keinen Grund anzunehmen, dass der LAB sich nicht auch nächste Woche wieder verdrückt oder von der Mutter entsorgt wird.
Die leibliche Abstammung ist aber von Dauer.
Nicht umsonst fangen adoptierte Kinder ab einem gewissen Alter an, ihre Wurzeln zu erkunden.
Und darunter verstehen sie ebenfalls nicht den Mann, der zum Zeitpunkt der Geburt der Mutter beigewohnt hat.

Letztlich basiert die deutsche Unrechtsprechung ja immer noch auf dem 2000 Jahre alten Leitspruch der Römer, Mater semper certa est.
Nur hat sich die Erde seit dem ein paar mal weiter gedreht und die medizinische Analytik auch.
Heute hat er sich, von der Justiz unbemerkt oder zumindest ignoriert, umgedreht.
Heute kann man sagen, Pater semper certus est, denn der lässt sich leicht feststellen.
Natürlich der genetische und nicht der juristische.
Genau so lässt sich natürlich auch die genetische Mutter feststellen, welche mittlerweile auch nicht mehr mit der Austrägerin, also der juristischen Mutter identisch sein muss.

Die Justiz gibt sich aber auch hier alle erdenkliche Mühe an ihrer überkommenen Rechtsauffassung festzuhalten.
Die Mutter ist die, die das Kind geworfen hat.
Alles andere ist verboten.

Ich bin der Meinung, ein Kind hat genau eine Mutter und einen Vater.
Die Mutter ist die, mit der Eizelle und der Vater ist der mit dem Spermium.
Wenn das Kind Glück hat, gibt es darüberhinaus noch ein paar Menschen, die auch nett zu ihm sind, wie z.B. die Austrägerin, 1 bis N Stiefmütter oder Stiefväter, die sich zumindest zeitweilig um das Kind kümmern, Großeltern, Onkels und Tanten, Kindergärtner und beliebige viele mehr.
Die mögen auch alle eine mehr mehr oder weniger wichtige Rolle für das Kind übernehmen aber Eltern ist außer den 2 leiblichen, niemand.

Deswegen ist das Urteil des EGMR der letzte Sch*.

Und völlig unlogisch ist es auch, dass es dem leiblichen Vater zwar die Vaterschaft abspricht, ihm aber ein nicht durchsetzbares Umgangsrecht andichtet.
Hier kann man nur sagen: Ein gelegentlicher Blick ins Gesetzbuch dient der Rechtsfindung.
Hat denen das noch keiner gesagt?
Gespeichert

Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Malachit
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3.910



« Antwort #14 am: 23. März 2012, 08:27:47 »

Hallo Biggi,

Wo siehst du im heutigen EGMR-Beschluss eine verfassungswidrige Bevorzugung von Frauen, Malachit?

Dann lass' mich dieses Urteil mal so zusammenfassen: Nach Ansicht des EGMR hat die Frau das alleinige Recht zu bestimmen, wer der Vater ihres Kindes sein soll.

Hat man im Gegenzug je davon gehört, oder auch nur für denkbar erachtet, dass ein Mann das Recht haben soll zu bestimmen, wer die Mutter seines Kindes sei?

Nix für ungut,

Malachit.
Gespeichert

Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man ziemlich bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
Wildlachs
Gehört zum Inventar
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.185


« Antwort #15 am: 23. März 2012, 08:53:22 »

Ein vorweggenommener Aprilscherz aus Straßburg?!
Gespeichert
fredcrist
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 46


« Antwort #16 am: 23. März 2012, 09:44:59 »

Was gäbe es für eine Empörung, wenn die leibliche Mutter zugunsten der sozialen Mutter zurückstecken müsste. Oder würde man sie als Brüterin benennen, analaog zum Erzeuger. Es gibt als Mann heute wohl nur noch die Lösung, Sperma einzufrieren und danach Vasektomie. Man kann wirklich nicht soviel essen, wie Mann k....n könnte.


MFG
Gespeichert

Jeden Tag eine Kerze für die pflichtigen AU und EU-Zahlerinnen und Zahler! Möge ihnen ein langes arbeitsreiches Leben beschieden sein.
ich-habe-angst
Gast
« Antwort #17 am: 23. März 2012, 09:58:59 »

Fakt ist: Die Befruchtung einer Eizelle dauert nur wenige Sekunden.

Das stimmt.

In Europa ist aber auch - und das sollte im Biologieunterricht nicht verschlampt werden - ganz wichtig, welche Nationaltität die Eizelle hat.

Die Nationalität des vereinsamten aber erfolgreichen Spermiums hingegen ist ohne Bedeutung.


Gespeichert
sleepy
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 541


« Antwort #18 am: 23. März 2012, 10:14:53 »

Hallo  Malachit,

Hat man im Gegenzug je davon gehört, oder auch nur für denkbar erachtet, dass ein Mann das Recht haben soll zu bestimmen, wer die Mutter seines Kindes sei?

Hat er, in dem er bei jeder Frau, die es nicht sein soll, verhütet  men_ani

Nichts für ungut 

lg
sleepy
Gespeichert

Sleepy
Beppo
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 15.590


KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #19 am: 23. März 2012, 10:29:16 »

Hat er, in dem er bei jeder Frau, die es nicht sein soll, verhütet  men_ani
Und wo ist da der Unterschied zur Frau?
Kann die nicht verhüten, wenn der Mann nicht der richtige ist?
Gespeichert

Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
habakuk
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 748


« Antwort #20 am: 23. März 2012, 10:49:33 »

Hallo!

Man kann sicherlich lange darüber diskutieren ob der Biologische Vater in dem Fall störerisch in die Familie eindringt oder auch nicht - das ist in meinen Augen gar nicht der Punkt.

Die Schweinerei ist das offensichtlich die Mutter nach Gutdünken entscheidet was denn nun für das Kind gut ist und was nicht, obwohl man meinen sollte das entweder generell Schlecht ist das der leibliche Vater der Vater ist, oder aber eben nicht.

So hat aber allerhöchstrichterlich die Mutter die Entscheidungsfreiheit darüber, ob sie den Kindserzeuger gerne mit Kindeskontakt als einen der Beiden Väter hätte, ihn sich nur als Zahlvater hält, oder er aber ganz raus sein soll.

Mit welcher Berechtigung weiß bitteschön per-se die Mutter wann was das Beste ist?
Gespeichert
sleepy
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 541


« Antwort #21 am: 23. März 2012, 11:15:59 »

@Beppo:

Weil die Sorte Frau, von der hier die Rede ist, nicht den "Richtigen" sucht, sondern den Erxeuger.

Gespeichert

Sleepy
tarek
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 270


« Antwort #22 am: 23. März 2012, 11:49:21 »

Hallo Biggi,

ich finde, Deine Argumentation geht an mehreren Punkten völlig in die Irre. Auf einige wurde bereits von anderen hingewiesen. Auf die Problematik Deiner grundsätzlichen Abwertung leiblicher väterlicher Beziehung zu Kindern und Deiner Unterscheidung von sozialen Konstruktionen und biologischen Fakten gehe ich nicht ein, weil das zu grundsätzlich würde.

Ich möchte v.a. noch einmal die konkreten Fälle in Erinnerung rufen (ich halte mich an den Sachvortrag im Urteil des EMGH, wurde ja oben verlinkt) und zeigen, wie sehr Deine Argumente an ihnen vorbeigehen und weshalb das Urteil bzw. die vorherigen deutschen Urteile, die es ja nur bestätigt, so empörend sind:

Zunächst: Es geht um zwei Fälle, nicht um einen.

Dann: Der eine Beschwerdeführer war zum Zeitpunkt der Zeugung mit der Mutter noch verheiratet; der andere hatte eine Beziehung mit der Mutter, auch wenn diese noch eine mit einem anderen Mann hatte (sie war nicht verheiratet). Die von Dir in den Raum gestellten moralischen Kategorien des "Fremdgehens", des Aufpassenmüssens etc. gelten im ersten Fall also gerade umgekehrt - die Ehefrau "ging fremd" bzw. trennte sich, nahm aber auch gleich noch die Vaterschaft ihres Ehemannes zum einvernehmlich ehelich gezeugten Kind mit in die neue Beziehung; im zweiten Fall treffen diese Kategorien die Frau mindestens genauso wie den Mann (wie überhaupt in allen Fällen einvernehmlichen Geschlechtsverkehrs; darauf wurde ja schon hingewiesen).

Ferner: Du schreibst, dass sich hier ein Mann nach Jahren in das Leben einer Familie/eines Kindes hineindrängt. Das trifft nicht zu. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall: Beiden Männern wurden von Anfang an von ihren Kindern ferngehalten. Beide Kläger haben sich, sobald klar wurde, dass die Mütter von ihnen ein Kind austragen werden, um Kontakt zu den Kindern bemüht. Als ihnen dies verwehrt wurde, haben sie unmittelbar Klage eingelegt. Dass der Rechtsweg bis zu diesem Urteil Jahre dauert hat, ist nicht ihnen zuzuschreiben.
Mit Eltern, die ihre Kinder zur Adoption freigeben, und sich gegenüber den rechtlichen Eltern zurückhalten sollten (Dein Vergleich), hat das jedenfalls nichts zu tun.

Insgesamt finde ich, dass das Urteil fatal an den berühmt-berüchtigten Fall Görgülü erinnert, also an den Vater, dessen Kind von der Mutter nach der Geburt zur Adoption freigegeben wurde und dem ein Jahrzehnt lang das Sorgerecht verweigert wurde, weil er nur der "biologische" Vater war - obgleich er sich seit der Geburt darum bemüht hatte. Auch hier wurden Fakten geschaffen (Kind kam in Pflegefamilie) und die Beziehung des Vaters zum Kind aktiv vereitelt, um hernach zu behaupten, er dränge sich hinein.  

Gruss
Tarek
Gespeichert
diskurso
Gehört zum Inventar
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.206


« Antwort #23 am: 23. März 2012, 12:42:06 »

Und völlig unlogisch ist es auch, dass es dem leiblichen Vater zwar die Vaterschaft abspricht, ihm aber ein nicht durchsetzbares Umgangsrecht andichtet.
Der Stern zitierte Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger:
http://www.stern.de/panorama/nach-eugh-urteil-rechte-leiblicher-vaeter-werden-wohl-neu-geregelt-1803765.html
Zitat
"Jetzt gilt es zu entscheiden, inwieweit dem biologischen Vater punktuell Kontaktmöglichkeiten einzuräumen sind".
Das Kindeswohl kann im Einzelfall eine Kontaktmöglichkeit mit dem biologischen Vater gebieten."
Schon die Wortwahl „punktuell“ und „Einzellfall“ deutet auf nichts Gutes.

Wichtig:
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Die Kläger können innerhalb von drei Monaten die Verweisung an die Große Kammer des EGMR beantragen.


Und:
schön dass es hier Väter gibt, die in der Lage sind, sich sachlich mit den radikalfeministischen Äußerungen einer Biggi auseinanderzusetzen.
Ich bin es nicht.
Gespeichert
Beppo
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 15.590


KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #24 am: 23. März 2012, 17:42:31 »

schön dass es hier Väter gibt, die in der Lage sind, sich sachlich mit den radikalfeministischen Äußerungen einer Biggi auseinanderzusetzen.
Ich bin es nicht.
Ich freue mich, dass Biggi hier ist und diskutiere gerne mit ihr.
Nur mit Gleichgesinnten zu diskutieren finde dagegen auf Dauer wenig inspirierend.
Darüber hinaus ist Biggi durchaus eloquent und gut informiert und scheut sich ja auch nicht, hier mit zu diskutieren, auch wenn Sie gelegentlich Gegenwind bekommt.
Dafür dass sie davor nicht einknickt sondern standhält hat sie meinen Respekt und darüber hinaus bin ich auch keineswegs immer anderer Meinung als sie.

Im Gegenteil.
Ich habe wesentlich mehr Beiträge von ihr gelesen, die meine volle Zustimmung bekommen, als solche, denen ich leidenschaftlich widerspreche.
Gespeichert

Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Seiten: [1] 2   Nach oben
Drucken
vatersein.de - Forum  |  Themen  |  Medien (Moderator: 82Marco)  |  Thema: EGMR weist Klagen leiblicher Väter ab
 
Gehe zu:  

Powered by SMF 1.1.10 | SMF © 2006, Simple Machines LLC

Wer ist Online

www.pragmaMx.org
Alle Mitglieder: 15 365
Registriert Heute: 0
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 63

Bitte registriere Dich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzt Du den vollen Funktionsumfang dieser Seite.


Werbung

Der entsorgte Vater
Der entsorgte Vater auf DVD




www.vatersein.de
Die Artikel sind geistiges Eigentum des/der jeweiligen Autoren,
alles andere © 2002 - 2021 by Vater sein trotz Trennung/Scheidung - Das Portal für Trennungseltern
Diese Webseite basiert auf pragmaMx 0.1.10.
Die Inhalte dieser Seite sind als RSS/RDF-Quelle verfügbar.

Theme created by Khon Bangkok WebWebWeb team