Home Aufsätze Forum Chat Lexikon Links Feedback Impressum
 
 

Login

Benutzername:

Passwort:



Hauptmenü

 Startseite

Community

 Forum
 Chat
 Deine Daten
 User-Liste
 Umfragen

Informationen

 Erste Hilfe
 Urteile
 Lexikon Familienrecht
 Prozesskostenrechner
 Väterhymne

Service

Tags
 Links
 Downloads
 Buchempfehlungen
 Newsletter
 Webring
 Gästebuch
Internes

 Nachricht an uns
 Impressum,
     Datenschutz
     Nutzungsbedingungen

vatersein.de durchsuchen

Benutzerdefinierte Suche


Info


vatersein.de gehört das neunte Jahr in Folge zu den 6.000 wichtigsten deutschen Internetadressen.

vatersein.de - Forum 09. März 2021, 04:59:46 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.


Einloggen mit Benutzername und Passwort
 
 
Übersicht Hilfe Suche
Seiten: 1 [2]   Nach unten
Drucken
Autor Thema: Vorgeburtliches GSR und Abtreibung?  (Gelesen 19866 mal)
Wildlachs
Gehört zum Inventar
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.185


« Antwort #25 am: 30. Januar 2012, 22:28:58 »

Lbm,
bevor Du komplett abhebst...

In D steht
- die Abtreibung grundsätzlich unter Strafe!
- das Selbstbestimmungsrecht der Frau zu keinem Zeitpunkt über dem Schutz des ungeborenen Lebens!

W.
Gespeichert
Beppo
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 15.590


KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #26 am: 30. Januar 2012, 22:31:20 »

LBM, ich finde dein Vergleich hinkt.
Wenn in deinem Bauch ein neues Leben entsteht ist es eben nicht mehr deine freie Entscheidung, ob es leben darf oder nicht.
Da muss zwischen deinem Recht auf deinen Bauch und dem des neuen Leben abgewogen werden.

Ob man diese Grenze nun am Tag der Befruchtung, am Tag der Geburt oder an einem anderen Tag dazwischen zieht, sei mal dahin gestellt aber es geht hier nicht nur um deinen Bauch.
Gespeichert

Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Lausebackesmama
aka LBM
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 10.848


Ein Leben lang!


« Antwort #27 am: 30. Januar 2012, 22:32:27 »

Wildlachs,

der § 218a StGB ist Dir aber ein Begriff?

Freundlichen Gruß,
LBM
Gespeichert

‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Lausebackesmama
aka LBM
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 10.848


Ein Leben lang!


« Antwort #28 am: 30. Januar 2012, 22:40:16 »

Beppo, mir ist schon klar, dass es keinen 100%igen Vergleich gibt.

Aber das werdende Leben kommt grundsätzlich nach dem Bestehenden. So geschieht das regelmäßig, wenn zB die Schwangere lebensbedrohlich erkrankt. Und so ist der Schwangerschaftsabbruch auch legitimiert, wenn auch psychische Gründe bei der Mutter für einen Abbruch vorliegen.

Ich sage noch mal: Ich legitimiere nicht die Abtreibung als Verhütungsmittel sondern als letztes Mittel, wenn eine Schwangerschaft für die Mutter nicht tragbar ist. Und genau dafür gibts die medizinische, eugenische, soziale und ethische / kriminologische Indikation. Und da besteht für meine Begriffe einem Dritten kein Recht zu bestimmen, ob die Schwangerschaft, Geburt und ihre Folgen für die Betroffene zumutbar ist.

Und jede Beratungsstelle wird einer Schwangeren den Schein ausstellen, ehe sie sich aus seelischer Not vor einen Zug wirft.

LG LBM
Gespeichert

‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Beppo
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 15.590


KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #29 am: 30. Januar 2012, 22:44:45 »

So geschieht das regelmäßig, wenn zB die Schwangere lebensbedrohlich erkrankt. Und so ist der Schwangerschaftsabbruch auch legitimiert, wenn auch psychische Gründe bei der Mutter für einen Abbruch vorliegen.
Ja.
Wenn!
Aber um diese Fälle geht es hier ja gar nicht.

Es geht darum, ob die alleinige Entscheidung der Mutter immer und grundsätzlich allem anderen vor geht, nur weil ihr der Bauch gehört.

So als wenn ich in meinem Haus auch Leute erschlagen dürfte, nur weil mein Haus mir gehört.
« Letzte Änderung: 30. Januar 2012, 22:46:47 von Beppo » Gespeichert

Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Lausebackesmama
aka LBM
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 10.848


Ein Leben lang!


« Antwort #30 am: 30. Januar 2012, 22:54:51 »

Naja nun Moment mal. Dem Haus tut das nicht weh, wenn darin Leute leben oder erschlagen werden!

Bleibt die Frage der Durchführung, angenommen, es WÄRE so, dass Mann dabei mitbestimmen dürfte, ein Beispiel:

LBM, völlig ausgelastet mit Vollzeitjob, einem Kind und fester Überzeugung, dass weitere Fortpflanzung nicht mehr erwünscht ist, weil sie einem weiteren Kind nicht gerecht werden könnte, wendet entsprechend konsequente Verhütung an und wird trotzdem schwanger.

Der an der Zeugung des Kindes beteiligte Mann möchte dieses Kind unbedingt und stimmt der Abtreibung nicht zu. Okay, notgedrungen spielt LBM Brutkasten. Im 7. Monat lernt der Herr seine Traumfrau kennen, die keine Lust auf die Aufzucht fremder Kinder hat und sucht das Weite. Oder wird wahlweise vom Laster überfahren. Dann steht LBM doof da und muss ein Kind auf die Welt bringen, für das sie weder die zeitliche, noch psychische, geschweigedenn finanzielle Kapazität hat. Und dann? Wer nimmt LBM dann ein Kind ab, dass sie von VORNHEREIN nicht wollte?

Allein DIESES Risiko wäre für mich ein NoGo Brutkasten wider Willen zu spielen. Und da sind wir nämlich an dem Punkt, wo wir seit Jahrhunderten sitzen: Wenn ein Mann ein Kind nicht will, kann er sich verpieseln, ohne dass ihn eine wirkliche Konsequenz trifft, aber die Mutter muss dann die nächsten 20 Jahre da durch.

Und jetzt komm mir bitte keiner mit Adoption.

LBM
Gespeichert

‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Wildlachs
Gehört zum Inventar
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.185


« Antwort #31 am: 30. Januar 2012, 23:01:25 »

Wildlachs,

der § 218a StGB ist Dir aber ein Begriff?

Freundlichen Gruß,
LBM
Unter strengen Bedingungen wird die Abtreibung lediglich straflos gestellt.
Sie steht dennoch grundsätzlich unter Strafe (218)

Deine Vorstellungen zum 'Selbstbestimmungsrecht' sind nicht weniger abgehoben. Du zeigst Dich feindlich dem ungeborenen Leben gegenüber und meinst selbstherrlich, Frauen dürften über dieses bestimmen.

W.

 
Gespeichert
Lausebackesmama
aka LBM
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 10.848


Ein Leben lang!


« Antwort #32 am: 30. Januar 2012, 23:09:02 »

Nö. Ich bin nicht feindlich ungeborenem Leben gegenüber. Ich könnte Dir nicht mal sagen, ob ich selber abtreiben würde, wenn ich in diese Situation käme. Aber diesen Schritt oder Nichtschritt muss keiner durchschreiten als ich selber.

Und ob das selbstherrlich ist oder nicht, ja, ich maße mir an zu sagen, dass die betroffene Frau das letzte Wort darüber hat.

LBM
Gespeichert

‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Lausebackesmama
aka LBM
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 10.848


Ein Leben lang!


« Antwort #33 am: 30. Januar 2012, 23:13:29 »

Bleibt in Ergänzung die immer noch offene Frage, wie das in der Praxis ablaufen soll mit dem vorgeburtlichen GSR und Mitbestimmungsrecht.

Setzt ja dann auch eine Vaterschaftsanerkennung voraus, ohne dass die Vaterschaft eindeutig feststehen muss. Seid ihr dann auch bereit, dieses werdende Leben zu schützen und durchs Leben zu begleiten, auch wenns nicht eurem Sp*rmium entsprungen ist? Oder hört die Menschenfreundschaft dann spätestens am eigenen Portemonnaie auf?

Ich bin gespannt.

LBM
Gespeichert

‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
brille007
(Fast) Eigentumsrecht
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 14.784



« Antwort #34 am: 30. Januar 2012, 23:28:11 »

Moin,

Sorry, mir geht es hier überhaupt nicht darum, dass einer mehr bestimmen darf als der Andere oder kraft Geschlechts mehr bestimmen darf. Es geht mir lediglich darum, dass niemand sich anmaßen darf, über den Körper eines Anderen zu bestimmen. Und die Folgen von Abtreibung, Schwangerschaft und Geburt trägt nun mal die Frau. Dafür kann ich ja auch nix, ich hab die genetische Konstellation ja nicht erfunden!
ich werfe mal noch einen anderen Aspekt in die Diskussion: Stellen wir uns (nur rein theoretisch) mal vor, es gäbe das hier postulierte Mitspracherecht des potenziellen Vaters in der Frage Schwangerschaftsabbruch tatsächlich. Setzen wir hierbei realistischerweise voraus, dass die Ansichten von ein paar wenigen tausend Menschen, die sich mal in diesem Forum namens "vatersein.de" angemeldet haben, alles andere als repräsentativ für die Gesamtbevölkerung sind - und stellen die Frage: Was würde wohl in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle passieren, wenn der potenzielle Vater nach einem Verhütungs-Unfall vor einer Alternative steht namens

"Kind a.) samt halbem Sorgerecht kriegen, Leben komplett umstellen, Verantwortung übernehmen und in den nächsten Jahren 50 bis 200 Mille an Unterhalt abdrücken - oder b.) lieber doch gleich wegmachen lassen?"

Ich wage in Kenntnis der Denk- und Sichtweise vieler Geschlechtsgenossen die Prognose: DANN würden die Abtreibungskurven steil nach oben gehen!

Just my 2 cents
Martin
Gespeichert

When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Wildlachs
Gehört zum Inventar
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.185


« Antwort #35 am: 31. Januar 2012, 00:12:53 »

Hallo Martin,

es kann auf beiden Seiten und auf Seiten der Frucht, des 'Kindes' gute Gründe geben, die Schwangerschaft zu unterbrechen oder die Frucht auszutragen. Der Abbruch kann ebenso wie das Austragen.für alle schwerwiegende Folgen haben.

Es ist für mich insofern nicht nachvollziehbar, warum nur eine Frau über zwei Menschen entscheiden können soll.
Wegen der körperlichen Unmittelbarheit sehe ich die Schwangere im etwas höheren Rang. Das könnte aber leicht darin seinen Ausgleich finden, daß später der Vater bevorrechtigt wird.    
Unmittelbare sind mit den Spätfolgen einer Entscheidung abzuwägen.  

Zur Zeit haben wir alledings eine Rechtslage, die eine Mutter nahezu durchgängig im höheren Rang positioniert. Die Geburtenraten lassen vermuten, daß daher schon vor der Schwangerschaft Entscheidungen gegen Kinder betroffen werden; der vorweggenommene Abbruch der Männer sozusagen. 

W  
  
« Letzte Änderung: 31. Januar 2012, 00:21:17 von Wildlachs » Gespeichert
brille007
(Fast) Eigentumsrecht
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 14.784



« Antwort #36 am: 31. Januar 2012, 00:55:49 »

Moin,

es kann auf beiden Seiten und auf Seiten der Frucht, des 'Kindes' gute Gründe geben, die Schwangerschaft zu unterbrechen oder die Frucht auszutragen. Der Abbruch kann ebenso wie das Austragen.für alle schwerwiegende Folgen haben.
mal davon ausgehend, dass die geplanten eh nicht abgebrochen werden: Welche "schwerwiegenden Folgen" soll der Abbruch einer sowieso nicht geplanten Schwangerschaft für den eventuellen Vater haben?

Es ist für mich insofern nicht nachvollziehbar, warum nur eine Frau über zwei Menschen entscheiden können soll.
das tut sie mitnichten allein; die Beteiligung und die Hürden des Gesetzgebers sind durchaus hoch - allerdings niedrig genug, um Frauen nicht wieder auf Küchentischen landen zu lassen.

Wegen der körperlichen Unmittelbarheit sehe ich die Schwangere im etwas höheren Rang. Das könnte aber leicht darin seinen Ausgleich finden, daß später der Vater bevorrechtigt wird.
Man könnte für solche Fälle sogar das ASR für Männer einführen: Wer einen Schwangerschaftsabbruch verhindern will, kann sofort eine entsprechende Erklärung mit allen Rechten und Pflichten am Kind unterschreiben und das Kind allein grossziehen. Auf Kinkerlitzchen wie erwiesene eigene Vaterschaft muss man dann zwar verzichten - aber für echte Abtreibungsgegner ist Leben ja nicht nur schützendwert, wenn ein eigenes Spermium drin vorkommt. Oder?

Denkt man die Fiktion von der "absoluten Gerechtigkeit" noch ein paar Schritte weiter, fallen mir spontan zwei von unzähligen möglichen Szenarien ein:
- eine Frau, die ein Kind nicht austragen will, muss künftig den ONS, der zur Zeugung führte, eben nachträglich als Vergewaltigung bezeichnen; dann kriegt sie ihren Schein. Und der potenzielle (Nicht-)Vater ein Strafverfahren an den Hals. Wer genau möchte das?

- ein Mann, der seiner Ex noch richtig einen einschenken will, hängt ihr noch ein Kind an, das sie auf seinen Wunsch hin bekommen muss, um ihr ggf. ihre Ausbildungs-, Berufs- oder Heiratschancen oder die Figur zu versauen. Kann sie ihm diese schlechte Absicht nachweisen, ist der Weg zum Abbruch frei; ansonsten lautet das Urteil "austragen!" Möchte das irgendwer?

Muss beim $ex der Staatsanwalt oder ein unabhängiger Zeuge auf der Bettkante (dem Küchentisch, der Motorhaube, dem Männerklo) sitzen, um die eigentlichen und wahren Umstände des Zeugungsaktes zu dokumentieren?

Zur Zeit haben wir alledings eine Rechtslage, die eine Mutter von a bis z im höheren Rang positioniert.
nicht "zur Zeit"; das ist eine biologische Tatsache seit Millionen von Jahren, die auch durch "Rechtslagen" nicht ausgehebelt werden kann. "Zur Zeit" haben nur ein paar wenige Männer den Wahn, die besseren Mütter sein zu wollen.

Just my 2 cents
Martin
Gespeichert

When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
oldie
(Fast) Eigentumsrecht
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 6.901


Bonnie 2


« Antwort #37 am: 31. Januar 2012, 01:24:01 »

Hi andy99000

Ich bitte Dich nochmals, besser zu recherchieren und auch nicht in Polemik zu verfallen. Beispiele:

Bei einer nötigen Quote von 1,8 Kindern pro Mutter, um ein Volk zu erhalten, stehen wir bei 1,3!
Fast alle mir zugänglichen Quellen gehen für den Selbsterhalt eines zivilisierten Volkes von 2,1 Kindern pro Frau aus. Klingt auch logisch. Alles unter zwei (Mann und Frau sind ja notwendig) führt zu einem Bevölkerungsschwund. Und bei
1,8 bedeutet das auch (bei einer 50%-igen Verteilung), dass pro 1,0 Frau nur 0,9 Mädchen geboren werden. Es sei denn, Du hast bereits die Zuwanderung bedacht. Doch selbst dann nimmt die Einwohnerzahl in D. z.Z. ab. Dagegen spricht, weltweit nimmt die Bevölkerung zu. Und zwar dramatisch. Denken wir doch einfach mal global - so wie die Wirtschaftsbosse, Bankiers und Milliardiäre. Dann ist alles wieder schick. Naja, bis auf die umgehemmte Vermehrung der Menschen.

Zum Thema Polemik:
Kinder sind bis zu 3,4 Monate alt, wenn sie abgetrieben werden. 29 TSD im ersten Quartal 2011, bei 60% gemeldeter Fälle sind das in 10 Jahren ca. 1,93 Millionen Kinder die abgetrieben wurden.
1. Schau Dir mal die Definition an, ab wann ein Mensch auch als Mensch laut Gesetz als solcher definiert wird.
2. Deine Angabe "bis zu 3,4 Monate alt" ist irreführend, und zwar aus mehreren Gründen.
   a) Du unterscheidest nicht nach den Abtreibunggründen
   b) Du machst keine Angaben, wie die statistische Verteilung des Abreibungszeitpunktes bei den verschiedenen Abtreibungsgründen aussieht.
   c) Keine Angabe, wo nun wieder besagte 60% herkommen? Weil es netter klingt als lediglich 50%? Bitte, ich feilsche nicht bei diesem Thema.
3. Du interpolierst die Zukunft und bildest sie auf die heutige Zeit ab. Schon mal daran gedacht, dass perspektivisch die Anzahl der Abtreibungen abnehmen muss? Und aus ganz zwangsläufigen Gründen. Spätestens, wenn keine Frau mehr geboren wird, kommt die ganze Sache zum Erliegen. Die Natur würde aufatmen.
4. Warum betrachtest Du einen Zeitraum von 10 Jahren? Weil dann die Zahlen richtig gross werden? Aber was ist mit den anderen Zahlen? Die Kinder, die ausgetragen werden?

Du berufst Dich auf eine Quelle, welche Polemik auf ihre Fahne geschrieben hat. Lesen lohnt sich. Bitte den Wirtschaftsfaktor von Kindern (potentielle Kaufkraft), ihren Anteil an der Sicherung der Altersvorsorge beachten - Jaaa, sie lieben die Kleinen wirklich. Allen Ernstes - das wollen Christen sein? Da bin ich ja noch menschlicher. Ich denke noch nicht einmal an Kaufkraft oder AV, wenn es um ein werdendes Kind geht. Dafür an die Mutter, wie es ihr geht. Mein mangelndes Wissen über die Schöpfungsordnung nehme ich dabei gerne in Kauf - dieses verlogene Pack, welches das verfasst hat.

Übrigens: Baby oder Kind heisst es, wenn es selbstständig atmen kann - ausserhalb des Mutterleibs. Im Mutterleib ist es bis zur Geburt ein Embryo (kommt aus dem griechischen). Da kommen nicht mal die schlauen Blogger drauf - ausser, diese sind "zerstückelt". Reinste Polemik, indem sie Begriffe missbrauchen.

Und auch Deine dritte Quelle operiert lediglich in einem Kommentar/Feuilleton. Diese Qualität hat sie auch. Denn auch er geht davon aus, das eine Geburtenhäufigkeit von 1,6-1,8 Kindern pro Frau "das schlimmste" abwenden würde. Blödsinn. -> siehe 0,9 Mädchen pro Frau. Ansonsten - keine Zahlen, keine Quellen, nur Ansichten und Behauptungen.

Also, was hast Du sonst noch an Agrumenten? destatis.de würde ich begrüssen, und ebenso keine christl. Heuchler noch Profemina-Anhänger. Zumindest zwei von Deinen "drei" Quellen waren nicht unabhängig - im Gegenteil.

Aber ganz besonders traurig finde ich, Abtreibung (als eines der wenigen, wirklich der Frau allein zugebilligten Rechte - und das aus verdammt gutem Grund) in den Sorgerechtsdisput des Mannes aufzunehmen. Sicher wird es auch hier dem Manne nicht entsprechende Entscheidungen der Frau geben. Nur stellt sich dabei die Frage - WARUM auch? Sollte Mann sich vielleicht die Frage stellen, WARUM Frau abtreiben möchte?


Gruss oldie
« Letzte Änderung: 31. Januar 2012, 01:41:26 von oldie » Gespeichert

Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
AnnaSophie
_AnnaSophie
***
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 2.705


« Antwort #38 am: 31. Januar 2012, 09:03:10 »

Hallo,

ich kenne keine Frau, die abgetrieben hat und der es leicht gefallen ist, weder vorher noch nachher. Aber diese waren aus den verschiedensten Gründen nicht in der Lage entsprechend das Kind so zu nehmen wie es sein würde. Aber: sie haben hinterher alle psychologische Hilfe benötigt, obwohl die Kinder behindert und z. T. schwer behindert gewesen wären.

Insofern bin ich auch der Meinung, dass der Mann ein Mitspracherecht haben soll, die endgültige Entscheidung muss aber die Frau treffen. Und das ist auch gut so, denn wie LBM sagte: was passiert wenn der Mann vor der Geburt es sich anders überlegt, soll die Frau dann eine Spätabtreibung durchführen oder das Kind auf die Welt bringen, das sie gar nicht wollte. Evtl. mit dem Wissen, das es behindert sein wird und entsprechend keine Adoption stattfinden wird. Denn wer will ein behindertes Kind adoptieren?

Ich habe meine beiden vom 4,5 bzw. 6. Lebensjahr bis zum 13,5 bzw. 14,75 Lebensjahr alleine groß gezogen. Unterstützung hatte ich durch den Vater bis zum 8,5 bzw. 10. Lebensjahr durch Umgang jedes zweite Wochenende und die hälftigen Ferien und danach nur die hälftigen Ferien. Und ich muss sagen, so ohne Verwandtschaft in der Nähe ist das trotz Kita, Hort etc. ein hartes Brot wenn man arbeiten geht. Seitdem die Kinder beim Vater leben habe ich Zeit für mich, bin nicht mehr so unter Strom. Und das ist der Punkt: solange es nicht gesetzlich geregelt ist, dass es die hälftige Betreuung der Kinder gibt/geben muss, hat im Regelfall die Mutter den Stress. Und wenn sie der Meinung ist sie schafft das nicht, dann ist das ihr gutes Recht im Vorfeld zu entscheiden, dass sie dieses Kind nicht will.

Ich kenne eine Frau, die hat 4 Kinder. Als sie einmal mit ihrem Mann aus Versehen nicht verhütet hat, hat sie am nächsten Tag beim Arzt die Pille danach geholt, da sie wusste das sie mit den 4 am Ende ihrer Belastbarkeit ist. Und dieses Recht zu entscheiden wann frau nicht mehr kann muss jeder ihr zugestehen.



Sophie
Gespeichert
brille007
(Fast) Eigentumsrecht
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 14.784



« Antwort #39 am: 31. Januar 2012, 09:53:25 »

Moin,

ein wichtiger Ansatz für die (theoretische) Frage nach dem "vorgeburtlichen Mitspracherecht des (potenziellen) Vaters" ist auch: Wie wollte man diesen Blödsinn in der Praxis gegen den Willen einer Frau durchsetzen?

- Während der ersten drei Schwangerschaftsmonate, in denen ein Abbruch bislang unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist, ist von der Schwangerschaft ja äusserlich nichts zu sehen. Hält es irgendwer für einen gangbaren Weg, jede Frau gesetzlich dazu zu verpflichten, alle Sexpartner der vergangenen Monate fortlaufend mit medizinischen Kommuniqués über ihren Körper zu versorgen?

- wie will man Verstösse dagegen ahnden? Zum Beispiel, wenn "frau" zur Beratung ihren Schwager mitgebracht und dieser als angeblicher Vater dem Abbruch zugestimmt hat - muss der "um sein Kind betrogene Vater" dann eine zweite Chance auf ein Kind mit dieser Frau bekommen?

Ich finde es unglaublich, welche Sehnsucht manche Zeitgenossen nach noch mehr staatlicher Einmischung und Kontrolle über privateste Bereiche der Lebensführung haben - nur um ein eventuelles "Recht" zu wahren, weil sie mal ein Spermium abgesondert haben. Bemerkenswert finde ich allerdings auch, dass genau diese Protagonisten des "eventual-väterlichen Mitspracherechts beim Schwangerschaftsabbruch" auf keinen einzigen der hier vorgetragenen Einwände reagieren, sondern nur stur ihre Sprechblasen absondern.

Just my 2 cents
Martin
(der nicht glaubt, dass es in der ohnehin problematischen Frage des Schwangerschaftsabbruchs eine bessere Lösung gibt als die in Deutschland praktizierte)
Gespeichert

When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Wildlachs
Gehört zum Inventar
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.185


« Antwort #40 am: 31. Januar 2012, 11:48:46 »

Hi Martin,

wenn ich offen sein darf...
Ich versuche, meine Wahrnehmung zu beschreiben:

Deine Worte wirken auf mich mitunter sehr abwertend, Deine Beiträge recht ruppig. Deine Kenntnisse von Eltern- und Pflichtrechten machen es mir nicht leicht, auf Deine Beiträge zu antworten. Dazu trägt auch bei, daß Du gelegentlich wie ein 'lila Pudel' auf mich wirkst, der allzu bereitwillig feministische Positionen einzunehmen scheint.

Dann lese ich aber auch Beiträge von Dir, die ich richtig klasse finde, die auf mich sehr klar wirken, denen ich mich anschließen kann, die ich dankend auch gut für mich verwenden und annehmen kann.

W.

 
Gespeichert
brille007
(Fast) Eigentumsrecht
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 14.784



« Antwort #41 am: 31. Januar 2012, 12:58:37 »

Moin WL,

mich auch nur in die Nähe eines "lila Pudels" zu rücken, geht meilenweit an der Realität vorbei - aber das musst Du nicht wissen. Ich vertrete auch keine "profeministischen Positionen", sondern bestenfalls "prohumanistische". Denn ich bin nicht der Ansicht, dass wir Väter uns in einem Glaubenskrieg gegen "die Frauen" befänden, der unbedingt gewonnen werden müsse. Mein Fokus in diesem Forum liegt ausschliesslich auf den Kindern.

Zur rasenden Wildsau werde ich allerdings, wenn irgendwer - wie in diesem Thread - noch mehr staatliche Einmischung und Kontrolle über privateste Lebensbereiche verlangt. Denn die hier vertretenen Positionen wären überhaupt nur mit flächendeckenden Bauch-, Gen- und Hormonkontrollen sämtlicher Frauen im gebärfähigen Alter realisierbar - und das alles, um irgendwelche imaginären (Mitsprache-)"Rechte" von ein paar potenzieller Vätern zu sichern, die glauben, weil sie mal ein Spermium abgeschossen haben, bliebe die Welt stehen?

Ich würde im Übrigen genauso harsch reagieren, wenn irgendwer ein Gesetz samt zugehöriger staatlicher Kontrolle verlangen würde, dass Männer nur noch im Sitzen pinkeln dürfen oder bei nicht ausreichender Bonität zwangsvasektomiert werden müssen.

Also pack Deine Lila-Pudel-Vorurteile ruhig wieder in die Schublade.

Grüssles
Martin
Gespeichert

When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
andy99000
Rege dabei
***
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 172


WWW
« Antwort #42 am: 31. Januar 2012, 21:31:05 »

Zitat von brille007: "... dass genau diese Protagonisten des "eventual-väterlichen Mitspracherechts beim Schwangerschaftsabbruch" auf keinen einzigen der hier vorgetragenen Einwände reagieren, sondern nur stur ihre Sprechblasen absondern."

Sorry, aber Du wirst damit leben müssen das Dir nicht gleich jemand antwortet. Mir z.B. steht begrenzt Freizeit zum posten in Foren zur Verfügung, denn ich muss arbeiten und habe ein Unternehmen zu führen.
Mir war klar, dass bei dieser Sorgerechtsreform der ganze Schmutz aufgewirbelt wird, der sich Jahrzehnte über dieses System gelegt und in die Köpfe gebrannt hat. Es ist bezeichnend, wenn hier argumentiert wird, das war doch schon immer so und das sollte man doch in Ruhe lassen. Das ist nunmal die Evolution, der Mann hat zu gehen und sich einen Dreck um sein Millionstel Spermium zu kümmern.
Und wenn ich der Einzige wäre, würde ich dieser Art Ethik in den Allerwertesten treten. Als erstes fallen mir die Ausreden auf, die auf beiden Seiten, den ja ganz offensichtlichen Betrug über den wir hier ja reden, vertuschen möchten. Die männliche Seite die nichts mehr damit zu tun haben will oder kann und die weibliche, die die bessere Alternative nicht mal zur Kenntnis nehmen will. Der Fokus liegt hier ganz sicher NICHT bei den Interessen der Kinder.
Gespeichert

Kinder brauchen beide Eltern von Geburt an !!!
Sorgerecht+Umgangsrecht sind Menschenrechte. Normalfall:  Wechselmodell an das jeweilige Alter und Kind angepasst.
Lausebackesmama
aka LBM
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 10.848


Ein Leben lang!


« Antwort #43 am: 31. Januar 2012, 21:43:46 »

Och Andy, die Frage, wie Du Dir das in der Praxis vorstellst, wurde Dir gestern gefühlte 100x gestellt. Du hast sie jedes Mal gekonnt ignoriert, aber wortreiche andere Antworten gegeben.

Also schiebs jetzt bitte nicht auf die Arbeit  engel2

Gruß LBM
Gespeichert

‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Biggi62
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 934


« Antwort #44 am: 31. Januar 2012, 22:15:31 »

Moin,
mal davon ausgehend, dass die geplanten eh nicht abgebrochen werden

Doch, werden sie, Martin. Und dann wirds richtig tragisch. Durch diese Spätabbrüche (weil das Fortsetzen der Schwangerschaft das Überleben der Mutter gefährden oder das Kind nicht lebensfähig, schwer leidend nur zum Sterben geboren würde) kommen die bösartigen selbsternannten Lebensschützer auf ihre hanebüchenen Zahlen.

Was dabei gerne unter den Tisch gekehrt wird, ist die Tatsache, dass eh nur knapp die Hälfte (etwa 45 Prozent) aller Befruchtungen zur Geburt eines lebensfähigen Kindes führen. Fast die Hälfte aller Schwangerschaften endet um die Zeit der ohnehin erwarteten Periode herum. Die Kinderwunschforen sind voll mit solchen "drei-Tages-Kurz-Schwangerschaften". Die meisten Frauen ahnen das gar nicht, weil sie nicht gleich einen Schwangerschaftstest parat haben, wenn die Menstruation sich um ein oder zwei Tage verspätet. Die Familien mit Kinderwunsch sind da penibler hinterher und wissen, was andere gar nicht bewusst wahrnehmen.

Weitere gut 10-15 Prozent (hohe Dunkelziffer bei wenig körperbewussten sehr jungen und sehr alten Schwangeren mit unregmäßigem Zyklus) enden in den ersten 12 Wochen - je später desto schmerzhafter ist der Abgang rein körperlich und wird ab dem dritten Monat auch von der unbedarftesten Schwangeren gespürt.

Weitere Schwangerschaften enden ohne Zutun der Eltern bis zur 40. Schwangerschaftswoche mit einer Tot- oder Fehlgeburt. Im Schnitt trifft dieses Schicksal knapp jede zweite Frau einmal in ihrem Leben.

Vor diesem natürlichen Hintergrund finde ich die künstliche Aufregung über ein paar wenige, meist völlig verzweifelte Frauen, die hier aktiv korrigierend zu Ungunsten ihres Ungeborenen eingreifen, völlig absurd.

Wenn ich mir dann angucke, wie dieselben tiefgläubigen Herrschaften später mit dem geborenen Leben umgehen, bekomme ich Brechreiz.

Zu dem was Andy hier absondert, kann ich mich neben deinen Beiträgen auch Oldies Beitrag voll inhaltlich anschließen.

Sorgt euch mal halb so intensiv um bereits lebende Kinder, dann habt ihr Weltverbesserer genug zu tun.

schild_nichtzufassen Biggi       
Gespeichert

Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
es ist nicht genug zu wollen, man muß auch tun.
(J. W. von Goethe)
Biggi62
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 934


« Antwort #45 am: 31. Januar 2012, 22:53:29 »

Wenn der Zeitpunkt überschritten ist geht es auch mit Beratungsschein nicht.
Und in manchen Ländern und zu früheren Zeiten auch nicht.

Hi Beppo, Schwangerschaftsabbrüche wurden damit zu keiner Zeit an keinem Ort verhindert.
"Engelmacherinnen" gab es immer und überall ...

Eine Frau, die kein Kind austragen will, wird auch keins austragen. Wer etwas anderes behauptet, verkennt die Realität.
Auch und gerade die Realität in Ländern mit strikteren Verboten und ohne geregelte Möglichkeiten zum medizinisch korrekten, straffreien Abbruch.

Insofern stimmt es nicht ganz was du sagst. In der Illegalität sind Abbrüche gefährlicher, teurer und schmerzhafter für die Frauen. Seltener sind sie nicht.

Gute N8!  Biggi
Gespeichert

Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
es ist nicht genug zu wollen, man muß auch tun.
(J. W. von Goethe)
brille007
(Fast) Eigentumsrecht
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 14.784



« Antwort #46 am: 01. Februar 2012, 01:07:16 »

Moin,

Sorry, aber Du wirst damit leben müssen das Dir nicht gleich jemand antwortet. Mir z.B. steht begrenzt Freizeit zum posten in Foren zur Verfügung, denn ich muss arbeiten und habe ein Unternehmen zu führen.
ich auch - sogar zwei Unternehmen. Alles eine Frage des Timings. Überdies zwingt Dich ja niemand, Deine kostbare Freizeit mit dem Posten schräger Thesen in Internet-Foren zu verschwenden.

Mir war klar, dass bei dieser Sorgerechtsreform der ganze Schmutz aufgewirbelt wird, der sich Jahrzehnte über dieses System gelegt und in die Köpfe gebrannt hat. Es ist bezeichnend, wenn hier argumentiert wird, das war doch schon immer so und das sollte man doch in Ruhe lassen. Das ist nunmal die Evolution, der Mann hat zu gehen und sich einen Dreck um sein Millionstel Spermium zu kümmern.
ausser ein paar Ewiggestrigen ist noch gar niemand auf die Idee gekommen, einen Zusammenhang zwischen der Sorgerechtsreform und dem Thema Abtreibung herbeifaseln zu wollen.

Und wenn ich der Einzige wäre, würde ich dieser Art Ethik in den Allerwertesten treten. Als erstes fallen mir die Ausreden auf, die auf beiden Seiten, den ja ganz offensichtlichen Betrug über den wir hier ja reden, vertuschen möchten. Die männliche Seite die nichts mehr damit zu tun haben will oder kann und die weibliche, die die bessere Alternative nicht mal zur Kenntnis nehmen will.
Es gibt überhaupt keinen "offensichtlichen" Betrug; bestenfalls einen eingebildeten. Aber nach wie vor: Keine konkreten Antworten über die praktische Durchsetzung; nur Sprechblasen. Geschwätz as usual.

Wer Vater werden will, sollte sich dafür eine Frau suchen, die das auch will - keine, die er dazu zwingen muss.

Just my 2 cents
Martin
Gespeichert

When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
brille007
(Fast) Eigentumsrecht
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 14.784



« Antwort #47 am: 01. Februar 2012, 01:16:53 »

Moin Biggi,

Doch, werden sie, Martin. Und dann wirds richtig tragisch. Durch diese Spätabbrüche (weil das Fortsetzen der Schwangerschaft das Überleben der Mutter gefährden oder das Kind nicht lebensfähig, schwer leidend nur zum Sterben geboren würde) kommen die bösartigen selbsternannten Lebensschützer auf ihre hanebüchenen Zahlen.
kleines Missverständnis: Ich bezog mich in diesem Kontext natürlich nicht auf medizinisch indizierte Abbrüche.

Und was ich von diesen selbst ernannten "Lebensschützern" halte, die sich ungefragt in intimste und schwerste Entscheidungen anderer Menschen einmischen zu dürfen glauben, schreibe ich hier lieber nicht...

Grüssles
Martin
Gespeichert

When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
nadda
Spezialgruppe
*****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 1.331


« Antwort #48 am: 01. Februar 2012, 05:45:47 »

Hi,

ja ich finde es auch schade das Väter in diese Entscheidungen teilweise gar nicht mit einbezogen werden, aber es ist teilweise auch besser wenn sie es nicht werden. In dieser Frage gibt es einfach kein "es müssen immer zwei entscheiden".

Meiner Meinung nach würden sehr viele Männer auf einer Abtreibung bestehen wenn sie es denn könnten.

Und ja, diese Entscheidung  möchte ich in meinem Leben nie fällen müssen, in so einer Not und Verzweiflung möchte ich auch nicht stecken um über Abtreibung überhaupt nachzudenken.

Es gibt lange nicht soviele Hilfen wie immer angenommen wird. Meine Freundin ist aktuell schwanger mit Kind Nummer 5, sie wollte es nicht und ihr Mann war absolut dagegen das Kind  zu bekommen. Die Beratung war sinnfrei, sie hatte gehofft das ihr jemand Mut machen würde, sie vielleicht Hilfe angeboten bekommen könnte. Das war allerdings eine Fehlanzeige.

Sie hat sich entschieden, wird das Kind im Frühling bekommen, der Bauch ist absolut sichtbar und das große Gerede hier im Ort geht los. Die Leute überschlagen sich mit Gerüchten, alle finden es unverantwortlich das sie noch ein Kind bekommt. Die Verantwortung ist in der öffentlichen Meinung nur bei ihr.

Der werdende Vater ist immer noch nicht begeistert davon noch ein Kind zu bekommen, war aber inzwischen wenigstens einmal mit ihr beim Arzt. Es ist für sie absolut schwierig damit umzugehen.

Ja ich finde es richtig das sie sich für dieses Kind entschieden hat. 4 Kinder haben und beim 5ten dann abtreiben ist schwierig und ich weis das sie das seelisch nie verkraftet hätte.

Aber ich finde es sehr schlimm wenn ein Mann, der für die Verhütung die gleiche Verantwortung hat wie eine Frau, jetzt die Verantwortung abwälzt.

Eigentlich wollte er Kind 4 schon nicht und ich habe ihm damals geraten dann eine entgültige Lösung anzustreben wenn er sich sicher ist keines mehr zu wollen.

Ich finde Abtreibungen auch nicht gut, vermute aber das es Abtreibungen häufig dann gibt wenn einiges andere zwischen Mann und Frau auch nicht stimmt. Wie will man dieses Problem denn von außen mit Gesetzen lösen? Das geht nicht, das wäre totale Entmündigung der Betroffenen.

Und am Ende muss die Frau die Schwangerschaft aushalten, die Frau das Kind zur Welt bringen und sie muss es auch großziehen wenn der Vater am Ende doch nicht will oder kann. Es kann viel anders laufen im Leben als geplant und es gibt Dinge die kann man einfach nicht so leicht mit einer Pauschallösung regeln.

LG
Nadda
Gespeichert
Beppo
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 15.590


KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #49 am: 01. Februar 2012, 07:15:53 »

Hi Beppo, Schwangerschaftsabbrüche wurden damit zu keiner Zeit an keinem Ort verhindert.
Natürlich.
Deswegen habe ich auch schon zweimal betont, dass ich mit meinen Ausführungen auch keine Meinung ausdrücken will.

In der Praxis habe ich auch keine Idee, wie man daraus etwas sinnvolles machen könnte.
Gespeichert

Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Seiten: 1 [2]   Nach oben
Drucken
vatersein.de - Forum  |  Politik & Gesellschaft, Soziales  |  Politik, Gesellschaft, Soziales (Moderator: Lausebackesmama)  |  Thema: Vorgeburtliches GSR und Abtreibung?
 
Gehe zu:  

Powered by SMF 1.1.10 | SMF © 2006, Simple Machines LLC

Wer ist Online

www.pragmaMx.org
Alle Mitglieder: 15 273
Registriert Heute: 0
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 71

Bitte registriere Dich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzt Du den vollen Funktionsumfang dieser Seite.


Werbung

Der entsorgte Vater
Der entsorgte Vater auf DVD




www.vatersein.de
Die Artikel sind geistiges Eigentum des/der jeweiligen Autoren,
alles andere © 2002 - 2021 by Vater sein trotz Trennung/Scheidung - Das Portal für Trennungseltern
Diese Webseite basiert auf pragmaMx 0.1.10.
Die Inhalte dieser Seite sind als RSS/RDF-Quelle verfügbar.

Theme created by Khon Bangkok WebWebWeb team