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vatersein.de - Forum 15. Juni 2021, 03:07:57 *
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Autor Thema: Vor der Ex des Partners "flüchten"?  (Gelesen 49872 mal)
Federwolke
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« Antwort #25 am: 02. Juni 2011, 12:39:37 »

Hallo Ihr Lieben,

mit etwas Verspätung möchte ich mich zurückmelden..

Also, letztes Wochenende habe ich ES endlich getan und habe mich nicht versteckt, sondern bin mutig mitgefahren und nicht vorher ausgestiegen.
Allerdings waren die Reaktionen der Kinder wieder bezeichnend und ganz "okay" war die Situation auch nicht.
Wir hatten ihnen versprochen bei McDonalds noch gemeinsam ein Eis essen zu gehen, fuhren den Parkplatz an und sahen, dass die Mutter der Kinder bereits da war. Die Große sofort: "Hm, ich will doch kein Eis."
Wir hielten ein Stück entfernt von der KM, die uns nicht kommen gesehen hatte, vermute ich. Die Große äußerte auf Toilette gehen zu müssen, weswegen ich anbot mitzukommen. Sie ignorierte ihre Mutter völlig und lief mit mir nach drinnen. Als wir wieder rauskamen, saß Madame im Auto, knuddelte die Kleine aus dem Fenster heraus und warf mir einen bitterbösen Blick zu, dem ich standhielt, mehr allerdings auch nicht. Da ich auch nicht wusste, was ich tun sollte, sah ich nur zurück. Die Große lief dann zu ihrer Mutter, ich zu meinem Freund, der noch Sachen aus dem Auto holte. Zum Auto der KM ging ich allerdings nicht.
Mein Freund ging dann mit den Kindern doch nach drinnen, weswegen ich hinterhertigerte. Er kaufte ihnen dort noch eine Kleinigkeit, ich verabschiedete mich drinnen von den Mäusen, die mich umarmten und dann zum Auto ihrer Mutter rannten. Ich wartete in unserem Auto auf meinen Freund und spürte die Blicke der KM.

Ganz ehrlich, obwohl ich hinterher stolz war mit dagewesen zu sein, fühlte ich mich während des Prozederes sehr, sehr unwohl. Die Blicke von Madame. Und ich hab gezittert und darüber hab ich mich zusätzlich geärgert. Ich hab das Gefühl wirklich Angst vor dieser Frau zu haben und weiß nicht warum. Vielleicht, weil ich merke, wie sich die Kinder verändern, sobald sie in der Nähe ist ... ich weiß es nicht. Vielleicht liegt es auch daran, dass sie mir und meinem Freund damals solche bösartigen Schuldzuweisungen gemacht hat und es im Grunde bis heute tut.

(Vielleicht sollte ich es doch kurz zusammenfassen: mein Freund und ich kennen uns schon, seit er noch verheiratet war. Wir waren gute Freunde, auch ich noch in einer anderen Beziehung und haben sogar gelegentlich etwas zu viert samt Kindern unternommen. Sie mochte mich nie,  obwohl tatsächlich keinerlei Anlass bestand zur Eifersucht - sie war es, einmal hat sie mich in aller Öffentlichkeit als Schlampe bezeichnet, obwohl ich ihren Mann zufällig getroffen hatte und sie ihm hinterspioniert hatte; irgendwann trennte sich mein damaliger Freund von mir und mein jetziger Freund flüchtete wegen diverser Anschuldigungen (die nicht nur mich betrafen) oftmals von Zuhause; lange (!) nachdem er die Scheidung eingereicht hatte, kamen wir zusammen, aber Madame sieht es bis heute so, dass wir schon während der Ehezeiten etwas miteinander hatten, dass ICH der Grund der Trennung wäre usw. Ich weise das aber entschieden von mir, denn da war nichts, aber das glaubt sie selbstverständlich nicht.)

Diese Angst meinerseits macht mir schon zu schaffen, verdammt. Dabei will ich das gar nicht.

Danke, dass ich mich ausheulen durfte.

Einen schönen Feier- und Männertag Euch.
Federwolke
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« Antwort #26 am: 02. Juni 2011, 12:54:18 »

Moin Federwolke,

das hat Du schon mal richtig gut hingekriegt; herzlichen Glückwunsch. Wie es in Dir drin aussah, konnte Madame ja nicht sehen. Wichtig ist nur die Botschaft: "Ich verstecke mich nicht vor Dir!" Und die hast Du gegeben.

Was die Unterstellung angeht, der Trennungsgrund zu sein: Vergiss die einfach. Zum einen musst Du Dich nicht in Madames Kopf aufhalten; zum anderen sind diese Unterstellungen immer ein bequemes Vehikel, sich nicht mit den eigenen Verfehlungen befassen zu müssen, die zum Scheitern der Ehe geführt haben. Wäre sie die fehlerfreie und liebevolle Lichtgestalt, für die sie sich hält, wäre sie noch mit Deinem Partner verheiratet - so einfach ist das. In eine wirklich intakte Ehe bricht niemand ein und aus einer solchen niemand aus.

Also hör auf, Dich vor Dir selbst oder irgendwem sonst rechtfertigen zu wollen. Menschen sind kein persönlicher Besitz von irgendwem, und "ältere Rechte" gibt es auch nicht. Du bist mit Deinem Partner zusammen, den seine Ex nicht mehr haben wollte oder der mit seiner Ex nicht mehr glücklich war - fertig. Warum das so gekommen ist: Wen interessiert das heute noch?

Grüssles
Martin
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When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Federwolke
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« Antwort #27 am: 30. Juni 2011, 16:47:56 »

Moin zusammen,

in letzter Zeit war ich eher als stille Mitleserin dabei (weswegen ich mich von meinem Liebsten schon necken lassen musste  ), jetzt möchte ich ganz kurz und ganz aktiv eine Frage einwerfen.
Obwohl die Art der Frage - behaupte ich mal - eher von meinem Freund gestellt werden sollte, übernehm ich das mal fix für ihn, wenn Ihr erlaubt.

Seine Kleine hat nächste Woche Geburtstag, weswegen am darauffolgenden Wochenende bei der KM eine Feier für die Verwandtschaft mütterlicherseits stattfinden soll, obwohl Papa-Wochenende ist. Mein Freund war erst nicht ganz so begeistert, als seine Ex fragte, ob es möglich wäre die Kinder anstatt Freitag- erst Samstagabend zu bringen. Aber er hat es akzeptiert (mit der Voraussetzung die Tage in den Sommerferien anzuhängen).

Gerade hat er mir von unterwegs mitgeteilt, dass die KM ihm vorhin per SMS eröffnet habe, dass sie die Kinder erst Sonntagabend bringt. Begründung: da er die Kinder danach ja eh für 3 Wochen hat, da Sommerferien, sind die zwei Tage mehr oder weniger dann auch egal.
Ich persönlich fände es okay, wenn sie die Mädels sonntagfrüh bringt, damit sie Samstag in aller Ruhe feiern können (ich meine - hey, wieso sollte man der Kleinen den Geburtstag verderben und irgendwann während der Party sagen: wir müssen alle Gäste jetzt rauswerfen, weil ihr MÜSST zum Papa). Dafür allerdings - wie gesagt - zwei Tage länger. Aber wie es aussieht will Exi das nicht mehr, sondern einfach zwei Tage "klauen".
Was meint Ihr dazu?
Mein Freund ist schon wieder auf 180 (*seufz*) und ich überlege, wie wichtig "Konsequenz" ist bei solchen Dingen. Er hat nachgegeben, als es hieß: wir wollen Samstag feiern, ich bring sie gleich abends. Jetzt ist es schon Sonntagabend. Nutzt Madame das einfach aus?
Wie würdet Ihr vorgehen?
Bin einfach nur ICH auf dem Holzweg und fürchterlich naiv (denn ich habe ehrlich gesagt meinem Freund geraten den Samstag "abzugeben" und später anzuhängen) und hätte er stattdessen bedingungslos auf Freitagabend bestehen müssen ("Ich hätte soooo gern mit Dir am Samstag Deinen Geburtstag gefeiert, aber der BÖSE Papa wollte das nicht!")?

Danke Euch.
Federwolke (bei der jetzt die Hausarbeit ruft).
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Ingo30
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« Antwort #28 am: 30. Juni 2011, 17:21:24 »

Hi,

ich finde, sowas kann man nur an der Gesamtsituation festmachen. Wenn ein sonst postives Verhältnis zur Ex besteht, die Umgänge routiniert klappen und auch ansonsten keine Erkenntnisse darauf hindeuten, dass ein solches Zugeständnis Mißverstanden werden kann, kann man es ohne Probleme machen.

Wie gesagt, für Umgangsboykoteure oder Menschen, die sonst schon ihre Unzuverlässigkeit zeigen und solch ein Verhalten ausnutzen ist es natürlich nichts.

Ihr selber werdet auch mal "Events" haben, die für die Kinder nett sind (Hochzeit von Freunden etc) und dann auch nachfragen, ob man dort nicht Kinder mitnehmen kann. Dann werdet ihr auch sehen, ob die KM genauso entgegenkomment ist. Gruß Ingo
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midnightwish
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« Antwort #29 am: 30. Juni 2011, 17:51:24 »

Hi,

wieso bietet er nicht an ebenfalls zur Feuer zu kommen und das Kind danach mit zu sich zu nehmen 
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Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
Federwolke
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« Antwort #30 am: 16. August 2011, 22:47:16 »

Ich weiß, dass wir hier kein Forum sind, um verwirrte Zweitpartnerinnen aufzufangen, sondern eines für Papas, die Papas sein wollen. Trotzdem muss ich mir gerade einfach mal meine Gedanken von der Seele schreiben und ich hoffe, dass es okay ist, wenn ich das hier tue (obwohl ich beschämt zugeben muss, dass ich nach meinem letzten Post hier leider kein Feedback gegeben habe, entschuldigt das bitte).....

So, aber erstmal: Guten Abend, zusammen.

Leider weiß ich momentan überhaupt nicht, wo ich anfangen soll..
Vielleicht der Reihe nach.
Mein Partner und ich hatten seine Kinder während der ersten vier Ferienwochen bei uns und haben mit ihnen wunderwunderschöne Tage verbracht. Die Mädels waren das erste Mal in ihrem Leben überhaupt im Sommerurlaub und haben das erste Mal im Meer gebadet. Wir hatten eine tolle Zeit und sind uns irgendwie alle noch ein Stück näher gekommen. Natürlich hatten die Kinder am Ende der 4 Wochen ein bisschen Heimweh, aber ich glaube das ist verständlich und absolut normal.

Nun sind die Kinder seit eineinhalb Wochen (erst?) wieder bei ihrer Mama und damit kommen wir sozusagen zum springenden Punkt bzw. hüpfenden Komma..
Während seine Ex früher keinerlei Kontakt zu viel zuließ, sich praktisch nie meldete, jeden Anruf meines Freundes am Wochenende genervt weiterreichte, erscheint sie jetzt völlig verwandelt, nahezu kontaktfreudig. Das würde mich freuen, wirklich freuen, wäre da nicht so eine warnende Stimme in meinem Hinterkopf, die erst neulich gehört hat, dass die Ex-Frau meines Partners die Beziehung zu ihrem Freund beendet hat.

Ich bitte Euch wirklich mich nicht falsch zu verstehen.
Ich bin keine hysterisch-eifersüchtige Schreckschraube, die sich auf das Niveau von Ich-oder-die-Kinder herablassen würde. Ich weiß, dass ein guter Kontakt zu seiner Ex-Frau für alle Beteiligten das non plus ultra ist. Ich war noch nie ein eifersüchtiger Mensch, mein Freund hat viele Freundinnen, bei denen er sich auch mal ausheult, ich tue es im Gegenzug bei männlichen Freunden ebenso. Es sind Freunde. Und die brauche ich genauso wie er.
Aber bei seiner Ex sehe ich rot, völlig rot, da sie bisher jedes Mal, wenn eine ihrer Beziehungen vorbei war, zum Ex, meinem Freund, gekrabbelt kam. Mal trug sie wieder ihren Ehering, mal stellt sie mich auf eine merkwürdige Weise zur Rede.

Und ich komme mir so schrecklich mies vor. Vor ein paar Tagen schlug seine Ex vor, dass sie etwas zu viert unternehmen könnten. Mama, Papa, Kinder. Obwohl mein Freund zögerte, ermutigte ich ihn dazu. Ich vertraue ihm und weiß, dass er gerne jede Minute mit seinen Kindern verbringen würde. Ich wäre die letzte, die ihm dabei im Wege steht. Und trotzdem fühlte ich mich mies. Ein bisschen wie ein Märtyrer, vielleicht nicht ganz so dramatisch, aber so ähnlich.
Ich bin extrem verunsichert, dass Madame urplötzlich das Bedürfnis hat so viel Kontakt zu meinem Liebsten zu haben und nach diesem Tag zu viert gleich eine Wiederholung vorschlug.
Sie schickt ständig Bilder der Kinder per MMS auf sein Handy, dauernd piept eine SMS mit ihrem Namen ganz oben, sie ruft mittlerweile fast täglich an. Zwischendurch kommt dann ein gut platzierter Vorwurf, dass die Kinder die Trennung nicht gut verkraftet hätten und nun ärztliche Hilfe nötig sei, usw.

Und ich will tapfer sein, will nicht mit den Augen rollen, wenn er zur Tür hereinkommt und mit seiner Ex telefoniert, ich will tapfer sein und ihm nicht zeigen, dass ich eifersüchtig bin. Manchmal vielleicht auch ein bisschen neidisch (das Thema eigene, gemeinsame Kinder schwebt leider Gottes ziemlich oft in meinen Gedanken herum, obwohl es momentan eigentlich überhaupt GAR NICHT zur Debatte steht).
Ich weiß nicht, welches Verhalten für mich richtig ist. Was erwarte ich von mir selber?
Eigentlich meinem Freund JEDE Möglichkeit zu lassen seine Mädels knuddeln zu dürfen. Trotz Ex, die danebensteht.

Mein Freund ist - entschuldigt bitte, alle mitlesenden Männer  mad3 - typsich Mann: er merkt gar nicht, wie kontaktfreudig Madame auf einmal ist. Bzw. glaubte er jedes Wort was sie sagte, aus welchem Grund er mitkommen müsse (glaubt mir, der Grund war lachhaft). Selbst meine Schwiegermutter äußerte mir gegenüber insgeheim einen ähnlichen Verdacht, nämlich, dass sie ihn wieder möchte.

Sie lockt ihn damit die Kinder zu sehen.
Und ich habe das Gefühl, sie hat mehrere Botschaften. Einmal: Guck mal, die zwei Mäuse könntest du JEDEN TAG um Dich haben, wärst Du mit bei mir. Und weiterhin eine Botschaft an mich: Tja, jetzt könnt IHR nicht mehr einen auf Familie machen - ich bin auch noch da und habe die Macht. Und, ganz besonders: Damals hast Du Dich auch in unsere Beziehung eingemischt, jetzt tue ich es auch.

Ich meine, die Hauptsache ist letztendlich mein Freund und der ist absolut loyal und liebevoll. Ich habe nicht das Gefühl, dass er nicht hinter mir stehen würde. Ich weiß, das ist das wichtigste. Unsere Liebe. Aber SIE hat das wertvollste in der Hand, was mein Freund besitzt. Wer weiß, was sie tut, wenn sie merkt, wenn er nicht macht, was sie insgeheim möchte?

Bitte nun um eine große Kopfwäsche oder, sagen wir - einfach Eure Meinung.

Vielen Dank, wirklich.

Federwolke, die gerade eine laue Sommernacht auf ihrer Terasse mit Wein und Kerzenschein genießt und vor sich hin grübelt.
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« Antwort #31 am: 16. August 2011, 23:42:26 »

Hi Federwolke,

ich finds voll okay hier auch über seine Gefühle zu schreiben. Tut doch gut und ist auch mal ein schöner Kontrast zwischen all den aufrührenden und teils auch traurigen Geschichten hier. Aber manchmal hat man ja auch was zu lachen, dass ist dann auch schön.

Die Exe von Deinem Männe ist halt schlau (wie Frauen das auf ihre Art halt gern sind). Sie weiß nach all den Jahren die Schalter bei ihrem Ex zu drücken und er "rafft" es natürlich nicht.

Bei mir würden allerdings auch die Alarmlampen angehen, wenn ich so eine Vermischung des Privatlebens sehe. Aus meiner Sicht muss irgendwo eine Grenze gezogen werden - und das Notfalls auch mal mit einem klärenden Gespräch mit deutlicheren Worten.

Nicht ohne Grund haben sich die Wege zweier Menschen getrennt. Es gibt meist eine Partei, die das Opfer der ganzen Aktion war und einen "Gewinner", der um "mehr Freiheit" zu haben oder um sich die Frage zu beantworten "ob das nun alles gewesen ist" eine oftmals funktionierende (aber nie intakte) Beziehung beendet hat. Wenn jetzt so eine Person wieder ankommt - weil das Leben alleine doch nicht so toll ist, der Jupp aus dem Sportverein doch nicht so die Granate im Bett war oder man einfach reifer wird, ist das ja schön - hier sollte Dein Mann aber seine Ex deutlich zeigen, dass das nun ihr Problem ist.

"Die Ex sitzt immer mit am Küchentisch" - dieser Satz ist sicherlich richtig und war und es ist unser aller Los mit Zweitpartner. Aber hier gehört auch die klare Abgrenzung dazu. Für mich würde es nicht angehen, dass sich über Handy oder sonstige Medien ständig ein Zugang ins eigene Privatleben geschafft wird. Dafür gibt es Umgangstermine oder ein konzentriertes Gespräch per Handy vor dem Umgang. Und dann ist es auch gut. Und täglich anrufen geht gar nicht.

Liebe Federwolke, oft wirft man uns Männern ja vor nicht über ihr Gefühle sprechen zu können, zu wenig zu reden oder ähnliches. Aber das sollten beide Partner gelernt haben aus ihren alten Beziehungen: Probleme ausschweigen bringt überhaupt nichts. Ich würde mir heute keine Situtation mehr gefallen lassen, die mich persönlich unzufrieden macht oder bedrückt. Und für mich wäre dies eine solche Situation, in der ich meinen Partner doch mal etwas ins Gebet nehmen würde. Vielleicht auch nur um ihm wieder einmal die Wertigkeit seiner jetzigen Beziehung vor Augen zu führen. Liebe Grüße Ingo
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Malachit
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« Antwort #32 am: 16. August 2011, 23:48:39 »

Hallo Federwolke,

das Wichtigste hast du doch schon selbst gesagt:

Ich meine, die Hauptsache ist letztendlich mein Freund und der ist absolut loyal und liebevoll. Ich habe nicht das Gefühl, dass er nicht hinter mir stehen würde.

Wo also ist das Problem? So wie's aussieht, kann Madame im Dreieck hupfen wie sie will, und er wird dennoch nicht zu ihr zurückkehren ...

Daher: Ein bisserl mehr Selbstvertrauen deinerseits, bitte. Wenn du trotzdem Zweifel hast, dann rede mit ihm über deine Beobachtungen und deine Befürchtungen. Letzten Endes ist er der einzige, der dir sagen kann, was Sache ist. Und, wenn ich schon dabei bin:

(das Thema eigene, gemeinsame Kinder schwebt leider Gottes ziemlich oft in meinen Gedanken herum, obwohl es momentan eigentlich überhaupt GAR NICHT zur Debatte steht).

Vielleicht nicht gerade im gleichen Aufwasch, in dem du mit ihm über seine Ex und ihre Avancen redest, aber - wenn das Thema "gemeinsame Kinder" derart in deinem Kopf herumschwirrt, dann wirst du auch darüber mit ihm reden müssen; d.h. ob überhaupt, und wenn ja, wann. Das Thema ist zu wichtig, als dass ihr es unter den Teppich kehren könntet.


Übrigens, was das hier betrifft:

Mein Freund ist - entschuldigt bitte, alle mitlesenden Männer  mad3 - typsich Mann: er merkt gar nicht, wie kontaktfreudig Madame auf einmal ist.

Halte uns Männer bitte nicht für blöder als wir sind ;-)


Viele liebe Grüße,

Malachit.
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Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man ziemlich bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
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« Antwort #33 am: 17. August 2011, 09:03:30 »

Hallo Federwolke,

also ich als Zweitfrau kann Deine Gedanken vollständig nachvollziehen. Mir würde es auch nicht passen, so von der Ex ausgegrenzt zu werden. Dies hauptsächlich aus zwei Gründen:

1. Ich finde, dass es das falsche Signal an die Kinder ist, wenn Unternehmungen im "alten" Familienverbund unternommen werden. Du gehörst jetzt genauso zur Familie. Entweder alle ohne gar nicht. Im schlimmsten Fall machen sich die Kinder unnötige Hoffnungen, dass es mit Mami und Papi vielleicht doch wieder klappen könnte.

2. Was meint denn Dein Freund, was Exilein den Kindern erzählt, wenn sie nicht wieder landen kann? Natürlich, dass sie ja alles versucht hat, um mit Papa wieder zusammen zu sein, damit die Familie wieder komplett ist. Aber der böse Papa.... und überhaupt ist Federwolke schuld ....

Diesen Risiken sollte sich Dein Freund bewusst sein.

Über Deine Bedenken solltest Du mit ihm reden! Ich könnte es nicht nachvollziehen, wenn mein Mann mich auf Vorschlag der Ex in die zweite Reihe stellen würde.

lg
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« Antwort #34 am: 17. August 2011, 09:25:32 »

Moin Federwolke,

ich kann Dich gut verstehen - und unterstelle Dir nicht vordergründig die Angst, Dein Mann könnte "rückfällig" werden und wieder seiner Ex in die Arme fallen. Denn dass er damit auf einen Schlag auch alle Probleme wieder hätte, die damals zur Trennung geführt haben, wird er wissen. Das sind auch und vor allem Machtspiele, die Dir zeigen sollen "schau her, Mädel, ich hab ihn immer noch in der Hand, denn wenn er nicht tut, was ich will, sieht er die Kinder nicht!"

In jedem Fall ist das eine Sache, die Du mit ihm besprechen solltest. Es gibt hier nicht nur Kindesbelange, auf die Rücksicht genommen werden muss; auch Du musst in dieser Konstellation das Gefühl haben, auf der Partnerebene die Nummer 1 für ihn zu sein und nicht erst dann an die Reihe zu kommen, wenn die Belange von Ex und Kindern bedient sind.

Meine Ex hatte auch mal bestimmte Phasen, wo sie versuchte, in meinem neuen Leben mit neuer Partnerin ständig präsent zu sein und wegen jedem Pups anzurufen oder sich mit mir zum Besprechen von irgendwas treffen zu wollen. Meine klare Ansage war, dass Treffen für alles unnötig sind, das man auch am Telefon oder per Mail besprechen kann. Und wenn ihre Telefonnummer auf dem Display zu sehen war, ging dann einfach eine Zeit lang meine Partnerin dran - da hatte sich das sehr schnell erledigt mit den dauernden Einmischungen.

Du musst da nicht schweigen, nur weil es um seine Kinder geht - es geht auch um Dich. Es ist in jedem Fall unbedingt nötig, ihm (ohne Vorwurf) zu sagen, dass Dich sein Verhalten verunsichert und verletzt. Und dass er auch den Kindern keinen Gefallen damit tut, weil diese tatsächlich sehr oft die unbewusste Hoffnung hegen, es würde wieder alles so werden wie früher.

Auch Trennungen müssen gelebt werden.

Grüssles
Martin
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Federwolke
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« Antwort #35 am: 18. August 2011, 15:44:29 »

Hallo, Ihr da draußen.

Vielen Dank für Eure zahlreichen Antworten und Eure ehrlichen Meinungen.

@ Ingo:
Du hast natürlich vollkommen recht, gerade dieses "Die Ex sitzt immer mit am Küchentisch" kann ich - leider - nur zu recht bestätigen, gerade, wo es in der Vergangenheit ständige Auseinandersetzungen mit ihr gab und sie oft thematisiert wurde. Allerdings negativ.
Jetzt, so habe ich es neulich gegenüber einer Freundin formuliert, hat sie "eine neue Taktik" und wenn man ernsthaft darüber nachdenkst, ist diese Taktik wirklich clever und ein Rundumschlag in jederlei Beziehung. Sie zeigt sich plötzlich von einer anderen Seite, macht großzügige Angebote und schiebt die Kinder vor..

@ malachit:
Zuerst einmal möchte ich gerne klarstellen, dass meine kleine Anspielung bezüglich der Wahrnehmungsfähigkeiten von Männern nicht böse gemeint war.  ange
Trotzdem habe ich wirklich das Gefühl, dass mein Freund zumindest ein bisschen zu sorglos an die Sache herangeht. Er ist kein Mensch, der lange nachtragend ist oder, wie das jemand schrieb, eine natürliche Distanz aufbaut. Sind nach einem Streit ein, zwei Tage verstrichen (so ist das auch zwischen uns), dann tut er so, als wäre nichts gewesen - und versäumt es dann auch manchmal das Thema auszudiskutieren. Das kann von Vorteil sein, aber auch sehr belasten, wenn man eine Auseinandersetzung nicht so schnell wegsteckt (wie ich zum Beispiel). Nachtragend bin ich auch nicht, solang man über alles in Ruhe gesprochen hat.
Er bezeichnete den Nachmittag mit ihr, als wären sie "Bruder und Schwester" gewesen. Klingt reizend, irgendwie. Oder?

Und weil du das wegen der eigenen Kinder angesprochen hast..
Dass wir gemeinsame Kinder haben wollen, ist an sich noch ein sehr schwieriges Feld zwischen uns. Er ist, wie er selbst sagt, ein "gebranntes Kind" und hat natürlich Angst, dass sich alles wiederholt, was er bisher schon durchgemacht hat. Das verstehe ich schon.
In einem sehr offenen Gespräch hat er mir gesagt, dass er wirklich gern Nachwuchs mit mir möchte, nur eben noch nicht jetzt gleich. Ganz davon abgesehen bin ich zwar im besten Alter dazu, nur eben momentan noch in meiner Umschulung und die möchte ich auch gern beenden, bevor wir tätig werden sollten.
Manchmal nagt aber eben, wie schon gesagt, der Neid doch ein bisschen an mir. Gesagt zu bekommen, dass der Partner trotz aller Liebe Angst hat Kinder mit einem zu bekommen, muss man eben auch erstmal wegstecken. Trotz allen Verständnisses.

@ Sleepy:
Darüber musste ich erstmal nachdenken, aber ich glaube, du hast recht. So sehr mich seine Kinder auch mögen, so ist ja bestimmt doch immernoch der insgeheime Wunsch, dass Mama und Papa wieder zusammenkommen.
Trotz allem habe ich meinen Freund eigentlich gut zugeredet dieses "Date" wahrzunehmen. Vielleicht will ich mir auch unbewusst beweisen, dass ich nicht so schrecklich eifersüchtig bin, wie sie es damals war. Witzigerweise bin ich aber doch irgendwie eifersüchtig. Haha. Tja, so kanns gehen.
Ich werd mit ihm auf jeden Fall darüber reden, dass es für die Kinder ein falsches Signal sein könnte.. Mal sehen, was er dazu sagt.

@ brille:
Du sagst, ich soll darauf achten das Gefühl zu haben auf Partnerebene auf Platz 1 zu sein. Das habe ich auch "sonst", wirklich.
Ich habe einfach die Befürchtung, dass mein Partner mich falsch verstehen würde, wenn ich mich darüber mokieren würde, dass er etwas in "trauter Familie" unternimmt. Er würde mir vielleicht (oder ziemlich sicher) sagen, dass er seine Kinder nunmal nur sehr selten sieht und dass es ihm dann letztlich egal ist, ob Madame dabei ist oder nicht. Hauptsache er sieht die Mädels. Und das würde ich wiederum einsehen und wäre wieder genau am selben Punkt wie jetzt. Ich drehe mich praktisch im Kreis. Letztlich läuft die Sache dann ja darauf hinaus, dass er auf mein Geheiß hin nur dann die Kinder sehen darf, wenn SIE nicht dabei ist. Und solche Verbote verabscheue ich zutiefst.
Ich meine - bisher war es eine einmalige Sache. Die Entfernung lässt tägliche Begegnungen schließlich nicht zu. Die Sache mit den vielen SMS behalte ich auf jeden Fall im Auge. :x

Trotzdem merke ich selber, auch anhand dem, was ich im bisherigen Verlauf dieses Threads geschrieben habe, dass es mir noch immer schwer fällt mich zu positionieren. Gegenüber den Kindern und seiner Familie bin ich unbefangen und selbstbewusst, so wie immer, aber sobald sie auf 100m herankommt, werde ich klein mit Hut das das nervt mich selbst wirklich tierisch. Hach.  mad

Ein bisserl mehr Selbstvertrauen. Yeah! Aber irgendwoher muss das ja auch kommen.
Alle werden unsicher, sobald Madame auftaucht oder meckern könnte. Sowohl mein Freund, als auch die Kinder, selbst meine Schwiegermutter (die hat neulich sogar ungefragt die frischgewaschenen Schlüppis der Kinder gebügelt, obwohl sie solche schrulligen Dinge sonst nie tut!).

Grummelige Grüße,
Federwolke
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« Antwort #36 am: 18. August 2011, 17:07:57 »

Moin Federwolke,

@ brille:
Du sagst, ich soll darauf achten das Gefühl zu haben auf Partnerebene auf Platz 1 zu sein. Das habe ich auch "sonst", wirklich.
Ich habe einfach die Befürchtung, dass mein Partner mich falsch verstehen würde, wenn ich mich darüber mokieren würde, dass er etwas in "trauter Familie" unternimmt. Er würde mir vielleicht (oder ziemlich sicher) sagen, dass er seine Kinder nunmal nur sehr selten sieht und dass es ihm dann letztlich egal ist, ob Madame dabei ist oder nicht. Hauptsache er sieht die Mädels. Und das würde ich wiederum einsehen und wäre wieder genau am selben Punkt wie jetzt. Ich drehe mich praktisch im Kreis. Letztlich läuft die Sache dann ja darauf hinaus, dass er auf mein Geheiß hin nur dann die Kinder sehen darf, wenn SIE nicht dabei ist. Und solche Verbote verabscheue ich zutiefst.
nein, das sollte nichts mit Deinem "Geheiß" zu tun haben. Aber er müsste verstehen, dass er vor allem seinen Mädels keinen Gefallen damit tut: In dem Augenblick, wo er mit den Kids UND deren Mutter irgendwas unternimmt, weckt er bei den Kindern automatisch die Hoffnung, es könnte vielleicht doch bald wieder so werden wie früher: Weil es sich aus Kindersicht in diesem Moment eben so anfühlt wie früher.

Eine Trennung muss man auch leben. Heisst: Er holt die Kids ab, ist bei der Abholung und beim Zurückbringen auch freundlich zu deren Mutter - aber damit muss es sich haben. Würde man einem trockenen Alkoholiker eine Schnapsflasche vor die Nase halten? Nichts anderes tut er mit den Kindern, wenn er mit ihnen und Muddi "Familienunternehmungen" macht. Ob eine Absicht dahintersteckt oder einfach Gedankenlosigkeit, ist im Ergebnis egal.

Grüssles
Martin
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« Antwort #37 am: 18. August 2011, 17:38:35 »

Hi Federwolke,

kann Martin wieder mal nur zustimmen.

Wer Männer kennt, weiß auch, dass diese gern mal "etwas naiv" in dieser Sache sind. Ist ja schön wenn das Verhältnis zur Ex freundlich ist. Nur ab und zu braucht es schon mal einen kleinen Anstupser für den Partner.

Und das gerade vor dem Hintergrund, wenn Du dir auch selber Kinder wünscht. Spästens dann sollte er eine freundliche aber kritische Distanz zu seiner Ex aufgebaut haben. Ansonsten wäre mir persönlich das Risiko eines Scheiterns wirklich zu gross. Denn ich möchte, dass mein Partner wirklich hinter mir steht - halbe Sachen können andere machen.

Ich finds schön, dass Du dir die Gedanken machst. Aber hier ist keine falsche Scharm angebracht. Sprich das Ganze auch aus gegenüber Deinem Partner und achte darauf wie Dein Partner darauf eingeht und es auch umsetzt. Schweigen oder etwas "erdulden" sollte nicht Bestandteil einer harmonischen Beziehung sein. Liebe Grüße Ingo
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« Antwort #38 am: 26. August 2011, 00:00:46 »

Madame macht weiter. Haha, unfassbar.
Ich muss gerade mal kurz Dampf ablassen.

Geburtstag der Großen will sie gemeinsam mit MEINEM Freund in SEINER Wohnung feiern. Aber - Zitat wörtlich - bitte OHNE ANHANG.
Soll heißen: Mami, Papi, Kinder.
Auch keine Omis und Opis und Tanten und Onkel und Nichten und Neffen, ich natürlich erst recht nicht, sonder nur die idyllische kleine Familie.
Ich fühle mich SO ausgeschlossen, selbst wenn nur solche Vorschläge kommen und OBWOHL mein Liebster sagt: nein!
Er hat vorgeschlagen, sie könne gern vorbeikommen und ihren Freund mitbringen (denn offiziell gibts ja kein Statement, dass Schluss ist/wäre).
Das hat sie gleich gekonnt ignoriert. Hahaha.

Und er könnte ja, wenn er das nächste Mal vorbeikommt, die Lampe aufhängen. Das kann sie nämlich nicht so gut.  baby
Ob das nicht ihr Freund machen könne? - Neeeee, der bringt sowas doch nicht.
Hach.

Schei**, bin ich wütend.
Martin, Du sagtest, eine Trennung muss gelebt werden..
Ja, aber was tut man, wenn eine der beiden Seiten anfängt sie NICHT mehr zu leben?
Und leider Gottes ist mein Freund im Ignorieren nicht sonderlich begnadet. Heißt: wenn sie anruft, dann quatscht er auch mal 'ne Weile und erzählt ein bisschen aus seinem Leben und den neusten Verrücktheiten dieser Welt. Das macht er nicht nur bei ihr so, sondern bei allen. Freunden, Verwandten, Bkeannten. Haha. Er redet recht gern.
Und sie macht sich das zu nutze, kennt ihn ja gut genug.. (Als ich sie neulich hab telefonieren hören, war ich richtig angetan, wie viele Themen sie sich aus den Fingern saugen konnte, um das Gespräch ja schön in Gang zu halten - sie wusste, dass ich in der Nähe war.)

Gutes Nächtle.
Federwolke
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« Antwort #39 am: 26. August 2011, 00:12:04 »

Hi Federwolke

In der Situation würde ich Ihn vor die Wahl stellen.

Entweder du bist bei mir und stehst dazu, oder ich gehe.

Dann kann Trennung NR.2 folgen.

Gruss Wedi
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« Antwort #40 am: 26. August 2011, 00:13:50 »

Hallo Federwolke,

Ich fühle mich SO ausgeschlossen, selbst wenn nur solche Vorschläge kommen und OBWOHL mein Liebster sagt: nein!

Ähm, und was genau hätte dein Liebster denn noch sagen oder tun sollen?

Mit derartigem Störfeuer der Ex werdet ihr zwei anscheinend noch ein Weilchen leben müssen ... wäre zwar schön, wenn es bei der Ex einen Knopf gäbe, mit dem man das ausschalten könnte, aber ich bezweifle, dass es so etwas gibt ;-)

Viele liebe Grüße,

Malachit.
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Wenn ein Staat die Leistungsgerechtigkeit zugunsten der Verteilungsgerechtigkeit aufgibt, dann kommt man ziemlich bald an den Punkt, wo es mangels Leistung nichts mehr zu verteilen gibt.
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« Antwort #41 am: 26. August 2011, 01:49:35 »

Moin Federwolke,

ich könnte Dich verstehen, wenn Dein Freund zu Dir gesagt hätte "...äh, am X-Tag müsstest Du mal für 5 Stunden aus unserer Wohnung verschwinden, da will ich mit Ex und Kindern hier Kindergeburtstag feiern, und wir wollen Dich nicht dabeihaben..." Eine stolze Frau würde in einem solchen Fall antworten "sei nicht sicher, dass ich danach wiederkomme..."

Aber: Dein Freund hat "nein" gesagt und sich damit eindeutig hinter Dich gestellt. Der Rest sind Eifersüchteleien, mit denen Du Dir nur selbst das Leben schwermachst. Warum sollte er nicht mit der Mutter seiner Kinder smalltalken? Lässt Du Dir von irgendwem vorschreiben, wie lange Du mit wem worüber reden darfst?

Ja, Trennungen muss man leben. Auch Du musst das, wenn Du Dir einen gebrauchten Mann aussuchst - der kann und wird sein bisheriges Leben ja nicht mit schwarzer Farbe übermalen und so tun, als hätte es nie stattgefunden, nur weil es jetzt Dich gibt.

Grüssles
Martin
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« Antwort #42 am: 26. August 2011, 11:53:01 »

Harte und ehrliche Antwort: Würde ich mit dem Partner einmal noch verbindlich drüber reden. Entweder er stellt diesen Unsinn ein und weiß, was er an Dir hat oder ich würde die Koffer nehmen und gehen. Wenn er so scharf auf Konversation mit seiner Ex ist, hat er entweder keinen ehrlichen Schnitt zu ihr gemacht oder er macht sich insgeheim doch noch Hoffnungen bei ihr oder fühlt sich von ihr als Handwerker geschmeichelt etc. Geht gar nicht sowas. Gruß Ingo
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Federwolke
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« Antwort #43 am: 26. August 2011, 13:47:13 »

Hallo zusammen.

Also, ich muss ehrlich sagen, zwischen ...

Entweder du bist bei mir und stehst dazu, oder ich gehe.

,

Entweder er stellt diesen Unsinn ein und weiß, was er an Dir hat oder ich würde die Koffer nehmen und gehen.

,

Mit derartigem Störfeuer der Ex werdet ihr zwei anscheinend noch ein Weilchen leben müssen ...

und

Dein Freund hat "nein" gesagt und sich damit eindeutig hinter Dich gestellt. Der Rest sind Eifersüchteleien, mit denen Du Dir nur selbst das Leben schwermachst. Warum sollte er nicht mit der Mutter seiner Kinder smalltalken? Lässt Du Dir von irgendwem vorschreiben, wie lange Du mit wem worüber reden darfst?

liegt schon eine gewaltige Bandbreite.

Zeigt aber auch, wie verschieden man die Sache einordnen kann.

Ich habe keinerlei Probleme damit, wenn sie sich auch mal über alltägliches und nicht immer nur die Kinder unterhalten.
Was mir aber bitte aufstößt ist einfach die Tatsache, dass Madame gerade jetzt so auf Normalität aus ist, wo sie frisch getrennt ist. Wir hatten das selbe Theater vor eineinhalb Jahren schon einmal haargenauso. Mit dem Typen war Schluss und - peng: Ehering am Finger, "Gespräche unter vier Augen" waren nötig usw. Als der nächste Kerl kam, war mein Freund selbstverständlich wieder uninteressant und normaler Kontakt nicht möglich.
Dieses ewige Hin und Her nervt.
Hab natürlich gestern auch mit meinem Freund nochmal darüber gesprochen und er beteuerte mir gegenüber, dass er einfach nur Interesse an einem normalen Kontakt mit Madame hat, mehr aber auch nicht. Er empfinde nichts mehr für sie und sei mit mir sehr glücklich. Alles andere sei ihr Problem.
"Und dass wir beide zusammen sind, daran wird sich Exi über kurz oder lang gewöhnen müssen." 

Tja.
Vielleicht sollte ich einfach gelassener an die Sache herangehen und das ganze weniger besorgt betrachten.
Lust darauf keifernd eifersüchtig zu sein und jedes Mal eine - entschuldigt - Fresse zu ziehen, wenn Madame angerufen hat, hab ich nämlich auch nicht.

Hitzige Grüße,
Federwolke.
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« Antwort #44 am: 26. August 2011, 14:53:55 »

Moin Federwolke,

Vielleicht sollte ich einfach gelassener an die Sache herangehen und das ganze weniger besorgt betrachten.
Lust darauf keifernd eifersüchtig zu sein und jedes Mal eine - entschuldigt - Fresse zu ziehen, wenn Madame angerufen hat, hab ich nämlich auch nicht.
ich denke, das ist der beste Rat, den Du Dir selbst geben kannst. Immer in dem Wissen: "Ich bin glücklich mit dem Mann an meiner Seite und unter meiner Decke, den sie nicht mehr haben wollte - und er ist es auch."

Für Eifersucht besteht objektiv also keinerlei Anlass; auch nicht, wenn Madame manchmal irgendwie wieder um ihn herumscharwenzelt: Für IHR Verhalten bist Du nicht zuständig - und ER macht ja keine Anstalten, darauf einzugehen. Ich habe sogar mal irgendwo gelesen, dass keine Frau einen Mann haben will, für den sich keine andere Frau interessiert...

Im übrigen ist es kein Naturgesetz, dass Ex-Partner und deren Familien nach Trennungen Lager bilden und Feindschaften pflegen müssten; entspannte Verhältnisse sind für die involvierten Kinder immer noch besser als Hass und Streit. Entscheidend ist doch nur: Am Ende des Tages geht er mit DIR nach hause. Das Wichtigste dabei ist, dass es das WILL - und nie das Gefühl hat, er MÜSSE es. Und nur darauf kommt es an.

Grüssles
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« Antwort #45 am: 26. August 2011, 17:46:03 »

Moin Federwolke,

Keep Cool, du bist auf dem richtigen Weg

Meine LG telefoniert auch gelegentlich länger mit Ihrem EX und nicht nur wegen der Probleme mit Ihrem "Sohn"! Wenn es MIR zu lange dauert, kuschele ich mich an sie an und sage, zukünftig soll er bitte über die 0900 HIRSCHKOPF anrufen, dann habe ich auch was davon 

Wie Brille schon meine:
entspannte Verhältnisse sind für die involvierten Kinder immer noch besser als Hass und Streit.

Ich weiß nicht, ob DU der Trennungsgrund warst und seine EX somit einen für Sie begründeteten Hass auf dich hätte?! Wenn nicht versuche doch mal ruhig mit EX zu reden, mach ihr klar du bist kein FEIND und im Endeffekt profitieren nur Ihre Kinder davon!

Ich hatte Anfangs auch so ein Gespräch mit dem EX meiner LG und mitlerweile haben wir ein recht gutes Verhältniss.

Wichtig ist sprich mit deinem Partner über deine Ängste und sag ihm ruhig, wenn Madame ihn zu sehr einspannt.

Also Keep Cool,

Gruß vom Hirschkopf
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« Antwort #46 am: 26. August 2011, 18:08:46 »

Hi Federwolke,

es scheint ja wirklich so zu sein dass dein Freund hinter dir steht und die Spielchen der Ex nur bedingt mitmacht, um sich einen Zugang zu den Kindern freizuhalten. Ich finde es auch ok,oder sogar wünschenswert wenn die Expartner sich gut verstehen und meinetwegen auch noch weiterhin kleine Hilfeleistungen geben oder an gemeinsamen Familienfeiern teilnehmen können ohne sich die Augen auszukratzen (und mit den neuen Partnern natürlich).

Aber es müssen beide Expartner dazu mit sich im reinen sein, und das scheint zwar bei deinem Freund so zu sein, er weiß was er will, aber die ex ist "noch nicht ganz fertig" mit ihm und mißbraucht ihn ein bißchen als Lückenbüßer.

Es ist nämlich aus meiner Sicht eher so eine Masche der ex, hat sie keinen Freund, krallt sie sich deinen als Papa der Kinder und dann traut er sich dem nicht so konsequent zu entziehen und schwupps, hat sie einen Bewunderer (aus ihrer Sicht). Vielleicht schaffst du es ja, dich mit deinem Freund gemeinsam über diese Masche der ex lustig zu machen, oder du bittest ihn, wenn sie anruft und lange labert, dass er wenigstens in deine Richtung schaut und mal mit den Augen rollt...dann fühlst du dich gleich besser, als würde er gebannt den Worten der Ex lauschen.

Der Kinder wegen muss er sicher mehr mitmachen als sonst ein ex es machen würde, und hier eine Abgrenzung zu finden erscheint schwierig. Allerdings sollte er solchen bescheuerten Vorschlägen wie das mit dem Geburtstag sehr sehr deutlich eine Absage erteilen und nicht nur ein einfaches Nein, das ist zu schwach, da muss eine große Prise Empörung rein in seine Antwort, wie sie denn denken kann dass er seine Freundin davon ausschließt.... Denn bei alledem darf man nicht vergessen dass die Ex sich darin sonnt, deinen Freund (aus ihrer Sicht) so zu vereinnahmen und da sollte man schon die Beweggründe von ihr genau hinterfragen und wirklich deutliche klare Grenzen setzen. Und dein Freund sollte - auch wenn er deine Bedenken typisch weiblich und vielleicht unverständlich findet - sich die zeit nehmen, dir immer wieder mal deutlich zu machen was er an dir hat und auch dir gegenüber zu betonen, wie ihn das Gelaber nervt...das allein wirkt bestimmt schon Wunder    und wenn es ihn nicht nervt... dann sieht es schlecht aus für dich...dann führst du eine Beziehung zu dritt und das willst du auf Dauer sicher nicht??

ligr ginnie
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« Antwort #47 am: 26. August 2011, 20:35:55 »

Kleiner Tipp: Als meine Ex mal so eine "Laberphase" hatte und sie wegen jedem Pups hier anrief, haben die zauberhafteste Ehefrau der Welt und ich vereinbart, dass nicht ich ans Telefon gehe, wenn Madames Nummer auf dem Display erscheint, sondern sie. Nach kurzer Zeit hatten sich die Anrufe wieder erledigt; die fröhliche und glückliche Stimme meiner Frau wollte sich Madame offenbar nicht allzu oft anhören...
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« Antwort #48 am: 30. August 2011, 22:56:48 »

Hallo liebe Federwolke,

deine offene und ehrliche  Darstellung deiner Gefühle und den damit verbundenden  Ängsten haben mein Herz in vielfältiger Weise sehr berührt.

Zum einem weil man als „Next“   ähnliche Erfahrungen gemacht hat, zum anderen weil  ich mich in sehr emphatischer Weise in viele deiner Ängste hinein versetzen kann.

Deine erfrischend ehrliche Art deine Ängste zu beschreiben tut selbstredend einiges dazu dir antworten zu wollen.

Ohne dir  nahe treten zu wollen, vermute ich nicht eine „eifersüchtige  Kneifzange“  hinterm PC,   ich vermute viel mehr, dein Problem besteht darin, dass deinen  Freund etwas mit einer anderen Frau verbindet, was ihr beide  nicht miteinander teilen könnt.
 Die beiden sind Eltern, und bei allem Verständnis für deine Nöte und Sorgen, sie werden es auch ihr Leben lang bleiben.   

Hört sich jetzt sehr pathetisch an, und vermutlich kannst du diese Aussage nicht mehr hören, Tatsache bleibt es aber trotzdem.

Ich selbst bin in zweiter Ehe mit dem besten aller Ehemänner  verheiratet, mein Mann hat vier gemeinsame Söhne mit seiner ersten Frau, und ich selbst eine gemeinsame Tochter mit meinem ersten Mann.  Die Mutter  meiner Stiefsöhne (und ich betone das genau so!)  hat uns die ersten beiden Beziehungsjahre auch nicht einfach gemacht,  aber nach mittlerweile vier Jahren sind wir endlich an den Punkt gekommen dass sich unser aller Verhältnis so entspannt hat, dass wir gemütlich gerne einen Kaffee trinken können und alle gemeinsam z.B. die  Schulabschlussfeiern und Geburtstage aller Kinder feiern.

Für die  Jungs ist das mittlerweile total entspannte Verhältnis eine solche Erleichterung gewesen. Obwohl die Jungs immer  vermeintlich aussen vor gehalten wurden, haben sie natürlich die Spannungen mitbekommen.

Mit dazu beigetragen hat erstens, dass das Rechtsanwaltsgedöns dem Himmel sei Dank  von Seiten der Mutter aus seit zwei Jahren vorbei ist, und zweitens, dass ich mich auch gewaltig am Riemen gerissen habe.

Es mag sich jetzt lächerlich anhören, aber mir selbst hat es schlicht und ergreifend geholfen, mich  in die  Lage der Mutter der vier Söhne hinein versetzen zu können.  Ich war nicht der Trennungsgrund, aber als mein Mann und ich uns kennenlernten und zusammen kamen, wurde der Mutter bewußt  dass der Mann niemals mehr zurück kommt. Ich möchte die danach folgenden Vorgehensweisen nicht rechtfertigen, aber ich habe Verständnis dafür aufbringen können, wenn es auch lange Zeit gedauert hat.

Es war für die Mutter sehr schwer akzeptieren zu können, dass erstens der Mann weg ist und zweitens die Jungs mich auch noch sehr mögen.  Hier standen und stehen bis heute noch viele Ängste bei der Mutter im Raume, zumal der älteste Sohn nun seit April bei meinem Mann und mir wohnt.  Sie hat sehr, sehr, sehr geweint, als der Älteste zu uns zog. Ich kann das nachvollziehen.  Sie ist total verzweifelt gewesen evtl.  versagt zu haben,  eine schlechte Mutter gewesen zu sein und den Sohn aus dem Haus getrieben zu haben.   Es ging nur nie darum dass der älteste Sohn seine Mum nicht lieb hätte, er wollte einfach nur bei seinem Paps leben.

Wenn jetzt die Stiefmum  sich die Mühe macht, auf die Ängste der Mutter einzugehen, kann sich eine Situation entspannen.  Die Mutter hat nach vielen Gesprächen glaube ich verstanden, dass ich nicht in Konkurrenz mit ihr treten möchte, ihre Stellung als Mutter niemals auch nur ansatzweise in Frage stellen würde  und auch Verständnis für ihre Nöte habe.  Die Mutter kann jetzt auch erkennen, dass es doch nur von Vorteil ist wenn die Stiefmum die Jungs auch gern hat.

Liebe Federwolke,  ich wollte ganz sicherlich nicht meine  Erfahrung hier in den Vordergrund stellen, dies habe ich nur getan um transparent zu machen, dass sich manchmal ein Wechsel der Blickrichtung auch lohnen kann.

Natürlich ruft die Mum der Söhne mindestens zweimal in der Woche an, wie es dem Sohnemann geht.  Und wenn die jüngsten Söhne bei uns zwei Wochen Ferien verbringen wird mindestens zweimal am Tag angerufen.   Mich stört das schon lange nicht mehr. Die claims sind abgesteckt, wir versuchen alle miteinander unseren  fünf Kindern  gute Eltern zu sein, und das ist alles was zählt.

In deinen Augen mag die Vorgehensweise der Mutter klar darauf hinaus zielen, den Vater wieder an die Mutter zu binden. Dein Freund sieht das natürlich nicht so, als Vater  steht nur eines im Vordergrund: Er kann endlich ohne Stress seine Kinder sehen, und nimmt das Gesprächsgeplänkel mit der Ex dafür gerne in Kauf.  Hier prallen Welten aufeinander.

Ich wünsche dir  die Kraft erkennen zu können, dass dein Freund dich liebt aber seine Kids eben auch, die Ruhe und Gelassenheit deinen Weg und deine Mitte zu finden um anschließend der Mutter seiner Kinder auf Augenhöhe begegnen zu können.

Liebe Grüße, B.
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« Antwort #49 am: 07. September 2011, 22:21:46 »

Liebe B.,

bitte entschuldige meine späte Rückmeldung, zu erst einmal möchte ich mich für Deine sehr liebe und ehrliche Antwort bedanken.

Auch, wenn es etwas einfältig klingt, aber an der Stelle, als Du schriebst ...

... ich vermute viel mehr, dein Problem besteht darin, dass deinen  Freund etwas mit einer anderen Frau verbindet, was ihr beide  nicht miteinander teilen könnt.

... bin ich innerlich schrecklich zusammengezuckt, weil ich glaube, dass du damit den Nagel mit schlafwandlerischer Sicherheit auf den Kopf getroffen hast. Im Grunde ist es auf eine gewisse Art ganz primitiver Neid und das OBWOHL ich weiß, dass er mich liebt.

Ich denke, es ist - wie Du sagst - der Neid um das gemeinsame, was sie teilen. Die beiden Mädels. Mein insgeheimer Wunsch auch gemensame Kinder zu haben, der mich innerlich zerfrisst, klopft da ziemlich penetrant an meine Tür. Unser gemeinsamer Kinderwunsch ist auf unbestimmte Zeit und aus purer Vernunft vertagt und das zernagt mich, obwohl ich weiß, dass er der rational völlig richtige Weg ist, der vor allem einem potenziellen gemeinsamen Baby gegenüber fair ist. Aber das ist eben manchmal so eine Sache mit der Vernunft und ganz viel Sehnsucht und Gefühl.
Ich weiß, dass es irgendwie kindisch/lächerlich klingt. Und doch kann ich nichts machen.
(Lese ich dann noch die Empfehlungen der Trennungs-FAQ, könnte ich eigentlich fast nur im Boden versinken.)

Aber auch sonst stimme ich Dir voll und ganz zu. Es ist auch wirklich nicht so, dass ich prinzipiell völligen Hass für die Mutter der Kinder empfinde. Ich habe keine Probleme damit, dass die Kinder mit ihrer Mama telefonieren, sie nach einiger Zeit bei uns vermissen und Heimweh haben, ich finde das völlig legitim und selbstverständlich. Ich male und bastel mit ihnen gemeinsam Geschenke für Mama, verteidige, bestätige und untermaure bestimmte Sichtweisen ihrer Mutter und kenne meine Rolle sehr gut.

Aber es gibt eben auch Punkte, bei denen ich einfach meine ganze Selbstbeherrschung aufbringen muss.
Die Große berichtet weinenend am Papa-Wochenende wieder von Mama geschlagen worden zu sein und ich fühle einfach nur Wut und Abneigung. Aber drei Tage später ist eben augenscheinlich "alles wieder gut" und Mama die beste, weil sie eben dieses oder jenes teure Geschenk gekauft hat. Und damit muss ich klar kommen. Ich muss alle "Horrormeldungen" über sie auffangen und in den Ohren der Kinder angemessen einordnen (denn vor allem die Große erzählt mir im Vertrauen sehr, sehr viel), äußerlich stark bleiben und innerlich diese gewisse Unfassbarkeit über gewisse Dinge, die sie den Kindern antut, mit mir ganz allein vereinbaren. Aber - jedes Kind hat seine Mama lieb, egal wie sie sich verhält.

Bei mir persönlich bleibt halt trotz allem ein sehr bitterer Nachgeschmack zurück, mit dem ich allein zurückbleibe.
Denn wenngleich ich mit meinem Freund darüber spreche, sieht er die Sache doch aus einem anderen Blickwinkel, denn selbstverständlich (!) ist sie kein Monster (auch, wenn ich das behaupten könnte, denn ICH erfahre ja am meisten von den 'schlimmen' Sachen), sondern eben auch eine liebende und gefühlvolle Mutter und ER hat sie auch so erlebt. Aber traurigerweise ist für mich das eben weniger greifbar als alles andere.

Tut mir leid, ich schweife ein wenig ab, aber es tut gut sich das alles mal von der Seele schreiben zu können/dürfen.

Ich werde mir auch weiterhin sehr viel Mühe geben und versuchen den richtigen Weg zu gehen.

Auch bei allen anderen, die mir geschrieben haben, möchte ich mich noch bedanken.
Vielen Dank für Eure Meinungen und Gedanken.

Grüßles,
Federwolke
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