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Autor Thema: Vor der Ex des Partners "flüchten"?  (Gelesen 35683 mal)
staengler
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entsorgter Vater nach DIN 0815 dt. Familienrecht


« Antwort #50 am: 08. September 2011, 09:03:22 »

Zitat
Ich weiß, dass es irgendwie kindisch/lächerlich klingt.
Finde ich nicht.

Ich bin der Meinung, Du machst Dir gute und wichtige Gedanken dazu. Bist dabei ehrlich und selbstreflektiert.

Gruß, Michael
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sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
Federwolke
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« Antwort #51 am: 03. Dezember 2011, 17:35:54 »

Einen schönen, windigen Abend zusammen,

ich mag gerade mal ein bisschen jammern, unsicher und sauer sein und habe deswegen meinen "alten" Thread wieder hervorgegraben.

Erstmal: Es ist so, dass ich das Gefühl habe, dass sich auf der "Elternebene" zwischen meinem Freund und seiner Ex ein bisschen was getan und entspannt hat. Sie bat um den Tausch eines Wochenendes, er stimmte ohne Gezeter und Gemecker zu (da die Kinder an diesem Wochenende etwas vor hatten) und im Gegenzug bot sie ihm zwei Wochenenden hintereinander an, was er dankbar annahm. Das hat mich schon gefreut, muss ich ehrlich sagen.
Gestern brachte sie ihm die Kinder. Da ich an diesem Wochenende leider verhindert bin, bin ich diesmal am Umgangswochenende leider nicht mit da. Ist prinzipiell ja aber erstmal kein Problem.

Gestern Abend, nachdem die Kinder im Bett waren, plauderte ich noch ein wenig mit meinem Freund, darüber, dass er zusammen mit der Mutter seiner Kinder noch Weihnachtsgeschenke für die Mädels kaufen gegangen ist, dass es recht entspannt war, usw. Danach fragte er mich, ob ich denn ein Problem damit hätte, wenn er ihr eine Kleinigkeit zu Weihnachten schenke. Ich hatte kein Problem damit. So ging das noch eine Weile ganz friedlich.
Bis er mir plötzlich eröffnete, dass Madame wohl wieder einmal aufs heftigste über mich hergezogen sei. Ich sagte, dass mich das nicht stört, solang die Kinder nicht dabei sind. Waren sie aber. Er wolle mir aber lieber nicht sagen, was sie gesagt hätte.
Ein Wort gab das nächste und nun haben wir mächtig Stress miteinander.
Und ich bin einfach nur sauer und wütend und enttäuscht und traurig.

Mir ist in letzter Zeit bereits bei den "Übergaben" der Kinder, bei denen ich jetzt meistens dabei war, aufgefallen, dass mein Freund irgendwie ein Problem mit meiner Anwesenheit während der Zusammentreffen mit der KM hatte. Dass ihn das unter Stress setzt. Er hat das nicht ausgesprochen, aber ich merkte es ihm an, wenn ich äußerte, dass ich einfach mitgehe und nicht "warte". Er wirkte schrecklich angespannt und unter Druck, unter Spannung stehend und fahrig.

Während unseres Streits meinte er, dass es scheinbar allen egal sei, dass er zwischen den Stühle sitze (?!) und einfach nur keinen Ärger möchte, einfach seine Ruhe haben. Er möchte zu IHR ein freundschaftliches Verhältnis haben und MIR alles recht machen. Und damit es diesen Streit nicht gäbe, erzählt er ihr nichts von mir. Aha.

Gestern Abend war ich einfach nur extrem verletzt. Sie hatte mich schlecht gemacht und ich war sauer, wütend und vollkommen auf 180.

Nun, nachdem ich eine Nacht drüber geschlafen und den ganzen Tag hin und her überlegt habe, weiß ich nicht, ob ich nicht einfach aus gekränktem Stolz überreagiert habe. Dass sie mich nicht leiden kann weiß ich und verlange ich auch gar nicht.
Das dicke Fell, was ich haben müsste, fehlt mir einfach phasenweise. Es ist ein sehr komisches Fell.

Ich habe meinem Partner vorgeworfen, dass er mich zu verteidigen hätte, dass er ihr sagen solle, dass sie lästern kann wie sie will, er ist mit mir glücklich und daran würde sich auch nichts ändern. Ich habe ihm vorgeworfen, dass er nicht zu mir steht, dass er Angst vor ihr hätte oder immernoch ein schlechtes Gewissen.
Aber jetzt kommen Zweifel auf, ob ich nicht doch viel zu heftig war.

Irgendwie kann ich ja verstehen, dass auch er keine Lust hat ständig von ihr wegen mir blöd angemacht zu werden. Und ich bin mir auch nicht sicher, ob seine Taktik nicht einfach viel, viel besser ist: ihr blödes Gelaber zu ignorieren, anstatt mich zu verteidigen.
Die Kinder scheinen diese Lästereien besser zu verkraften als ich (so scheint es mir zumindest), obwohl sie alles mitgehört haben.
Gestern Abend habe ich noch vorm Zubettgehen eine halbe Stunde mit den Mädels via Facetime gequatscht und gekichert, sie waren so süß, haben sich riesig gefreut mich "zu sehen" und haben mich als Telefon gleich mit in ihr Abendprogramm mit eingebunden, so dass ich beim Zähneputzen, Toilettegehen ( rofl ), Gute-Nacht-Geschichte-Erzählen und Gute-Nacht-Kuss dabei war. Sie haben mir gesagt, dass ich ihnen fehle und ob ich denn beim nächsten Mal wieder mit da wäre.
Sie sind mir viel weiter voraus und ignorieren (?) einfach die blöden Auslassungen ihrer Mutter.

Hinzu kommt aber meine Angst, dass mein Freund seine Kinder irgendwann wegen mir verlieren könnte. Momentan fragen sie ja noch nicht nach den näheren Ursachen der Trennung ihrer Eltern und ihre Mutter hat ihnen IHRE Version scheinbar auch noch nicht erzählt.
Was ist, wenn die Große in ein, zwei Jahren in die Pubertät kommt und beginnt ihr Leben zu reflektieren, ihre Mutter fragt, was damals eigentlich passiert ist?
"Papa hat uns damals verlassen, weil SIE da war."
Das mag Zukunftsmusik sein, aber ich habe Angst davor. Was sagt uns, dass sie in den zwei verschiedenen Versionen der Geschichte ihren Weg findet?

Was soll ich jetzt tun?
Weiterhin fleißig das ganze ignorieren, was sie sagt? Tapfer drüber stehen?
Tue ich meinem Freund unrecht oder wäre es seine Aufgabe "zu mir zu stehen" und nicht alles, worin ich eine Rolle spiele, vehement von Madame fern zu halten, damit sie wieder "Zunder" hat, um über mich zu lästern?
Keine Ahnung.

Als Antwort auf unseren bescheuerten Streit, habe ich letzte Nacht gleich geträumt, dass ich mich mit der KM ausgesprochen habe und Mitleid mit ihr hatte, weil sie dabei weinte.

Wäre über die eine oder andere Antwort wirklich sehr dankbar.
Entschuldigt bitte (wieder mal), dass es ein wenig länger geworden ist.

Viele Grüße,
Federwolke
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« Antwort #52 am: 03. Dezember 2011, 17:42:35 »

Hallo Federwolke,

Du bist schlicht eifersüchtig und hast dadurch, dass er Dich nicht verteidigt den Eindruck, dass sie ihm irgendwie "wichtiger" ist.

Ihr beiden Mädels konkurriert um seine Gunst auf der Paarebene. Unabhängig davon, ob sie ihn wiederhaben will oder nicht. Er versucht die Elternebene zu schützen und steht deshalb "zwischen zwei Stühlen". Spielt er den heldenhaften Ritter, tritt sie ihm vielleicht als Retourkutsche vors Elternknie. Stellt er auf Durchzug und lässt sie sülzen, dann fühlst Du Dich verraten. So wirklich richtig machen kann er es gerade nicht.

Ich finde lediglich die Idee mit dem Geschenk nicht gut. Aber da würde ich es für mich von der Art des Geschenks abhängig machen, wie sehr "nicht gut" ich das finde.

LG LBM
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« Antwort #53 am: 03. Dezember 2011, 18:06:12 »

Hallo Federwolke,

von mir nur eine Anmerkung zu diesem Teilproblem hier:

Was ist, wenn die Große in ein, zwei Jahren in die Pubertät kommt und beginnt ihr Leben zu reflektieren, ihre Mutter fragt, was damals eigentlich passiert ist?
"Papa hat uns damals verlassen, weil SIE da war."
Das mag Zukunftsmusik sein, aber ich habe Angst davor. Was sagt uns, dass sie in den zwei verschiedenen Versionen der Geschichte ihren Weg findet?

Mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit wird auch dieses Mädel in der Pubertät mit ganz anderen Dingen beschäftigt sein als mit der Frage, was wohl im Liebesleben ihrer Eltern schiefgelaufen sein könnte. Im übrigen, ich weiß zwar nicht, wie es in ihrer Schulklasse konkret aussieht, aber ich vermute, dass es allein dort mindestens zehn Jungs und Mädels gibt, die ebenfalls aus Trennungsfamilien stammen. Mach' also lieber kein all zu großes Drama um etwas, was heutzutage beinahe schon der Regelfall ist ...

Viele liebe Grüße,

Malachit.
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Der Unterschied zwischen Diktatur und Demokratie besteht darin, ob das Volk vor der Regierung Angst hat, oder die Regierung vor dem Volke.
Federwolke
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« Antwort #54 am: 03. Dezember 2011, 21:18:16 »

Liebe LBM,
vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Dass sich mein ganzes blödes Verhalten mit "Eifersucht" begründen lässt ... ich hätte wohl selbst drauf kommen sollen. Allerdings rede ich mir immer ein es nicht zu sein und weiß wahrscheinlich insgeheim selbst, dass das nicht stimmt. Ich hasse Eifersucht!
Ach, man. Das was Du schreibst, klingt mehr als plausibel und ich habe nun irgendwie ein schlechtes Gewissen. Ich will es ihm in dieser Beziehung nicht noch zusätzlich schwer machen.

Die Sache mit dem Geschenk ist dabei eigentlich das, was mich am wenigsten an der ganzen Geschichte stört. Es ist eine winzige Kleinigkeit und in meinen Augen eigentlich nur eine Geste. Er verschenkt recht gern Geschenke.

Hallo Malachit,
auch Dir vielen lieben Dank für Deine Antwort.
Sicherlich hast Du recht und ich weiß auch tatsächlich, dass in ihrer Klasse sehr viele Kinder "mehrere Familien" haben.
Der Grund, weswegen ich konkret diese Befürchtung habe, ist, dass sie sich trotz allem sehr mit dem Thema Trennung auseinandersetzt und häufig von den Familienverhältnissen der Kinder in ihrer Klasse berichtet, das für die anderen Kinder bedauert usw.
Das aber sowieso nur am Rande. Du hast vollkommen recht, am Ende weiß niemand, womit sie sich in ihrer Pubertät beschäftigen wird.

Viele Grüße,
Federwolke.
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« Antwort #55 am: 03. Dezember 2011, 21:23:38 »

Liebe Federwolke,

die Kunst liegt darin, dass Du das Vertrauen hast, dass er aus gutem Grund nicht mit IHR sondern mit DIR zusammen ist. Und mal ganz ehrlich... "die Olle" muss Dich runtermachen, weil sie mit positivem Verhalten keinen Stich hat. Und sie hat keinen Erfolg damit, weder bei ihm noch den Kindern. Das ist doch eigentlich ein Sieg nach Punkten für Dich.

Nimm sein Schweigen nicht als Zustimmung, sondern als "der Klügere denkt sich seinen Teil".

Eifersucht ist sicher irgendwie "doof". Aber in einer kleinen Menge ist sie auch gesund und dazugehörig. Es zeigt, dass einem eine Person nicht egal ist und dass man sie nicht verlieren oder teilen möchte. Das halte ich für eine ganz gesunde Reaktion bei "Gefahr". Nur musst Du die Eifersucht lenken und nicht die Eifersucht Dich. Du reflektierst ja eine Menge.

Du machst das schon!

LG LBM
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« Antwort #56 am: 04. Dezember 2011, 01:27:34 »

Hi Federwolke,

Zitat
Die Sache mit dem Geschenk ist dabei eigentlich das, was mich am wenigsten an der ganzen Geschichte stört. Es ist eine winzige Kleinigkeit und in meinen Augen eigentlich nur eine Geste. Er verschenkt recht gern Geschenke.


Ganz ehrlich: Für mich als Mann wäre es definitiv keine Kleinigkeit und so ziemlich das allerletzte, was ich dann auch noch vor einem neuen Partner erwähnen würde. Nich umsonst hat man sich von seinem Ex-Partner getrennt. Es ist okay, ein freundschaftliches Verhältnis zu haben. Aber dann muss es auch gut sein.

Er kann und sollte  Dir etwas schenken, denn Du bist jetzt seine Partnerin, der er eine Freude machen kann. Alles andere wirft nun ein - völlig zurecht- sehr schiefes Bild und wäre für mich als Partner wenig akzeptabel. Aber da hat auch jeder andere Maßstäbe, die er anlegt.

Zitat
Bis er mir plötzlich eröffnete, dass Madame wohl wieder einmal aufs heftigste über mich hergezogen sei

Verstärkt gilt dies, wenn diese Exe auch noch über Dich als Partnerin lästert. Lacht er dann? Findet er so ein Verhalten so gut, dass er es noch mit einem "netten Geschenk" belohnen will? Ich würde so einem Partner mal ernsthaft fragen, ob er dann nicht wieder bei seiner Exe einziehen möchte, wenn er auf soetwas steht.

Zitat
Mir ist in letzter Zeit bereits bei den "Übergaben" der Kinder, bei denen ich jetzt meistens dabei war, aufgefallen, dass mein Freund irgendwie ein Problem mit meiner Anwesenheit während der Zusammentreffen mit der KM hatte. Dass ihn das unter Stress setzt

Sicherlich ist es okay, wenn sich auch Nexts bei den Übergaben zurückhalten. Trotzdem sollte es nicht darin münden, dass der Partner unter Stress steht nur weil die Partnerin, mit der er zusammen sein will, anwesend ist.

Also: Keine Geschenke für Menschen, mit denen man nicht zusammen leben möchte bzw. die über den EIGENEN Partner schlecht reden. Gruß Ingo
« Letzte Änderung: 04. Dezember 2011, 01:30:56 von Ingo30 » Gespeichert
ginnie
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« Antwort #57 am: 06. Dezember 2011, 20:28:22 »

Hi

Also: Keine Geschenke für Menschen, mit denen man nicht zusammen leben möchte bzw. die über den EIGENEN Partner schlecht reden. Gruß Ingo

Unterschreib!  schild_genau

Wobei ich das "bzw." durch ein "wenn" ersetzen würde. Solange man nämlich ein kleines Geschenk für den Ex-Partner hat, der aber nunmal der andere Elternteil ist, kann sich das durchaus auf die Elternebene positiv auswirken. Voraussetzung ist dass keine falsche Hoffnung geweckt wird, und  der neue Partner kein Problem damit hat. Ich definier das mal unter dem Begriff happy Patchwork. Alle akzeptieren sich, es gibt nur noch die Elternebene und gewissermaßen ist jeder froh dass der andere glücklich ist und die Elternschaft kann gelebt werden und die Neuen sind eine Bereicherung des Umfelds der Kinder anstatt eine Konkurrenz.

Ganz ganz schlimm allerdings finde ich, dass die Ex bei deinem Freund über dich lästern darf, ohne dass er sich da abgrenzt und dich schützt. Er müsste sofort "hochgehen" und Einhalt gebieten und der Ex ausdrücklich erklären, dass sie ja die Next nicht mögen braucht, aber dass er sich Achtung und Respekt erwartet. Auch das gehört zu einer guten Elternebene, zumal die Kids ja auch viel Zeit mit dem neuen Partner verbringen, da darf sowas nicht sein.

Mein Mann hat das stets getan, so dass die Ex da nicht rankam, und er hat gesagt, beleidige meine Frau nicht, was sie explodieren ließ, weil er da noch mit ihr verheiratet war  rofl2  aber sie konnte sich ihre Besitzansprüche sonstwohin stecken. Das kam klar rüber! Und ehrlich gesagt, hätte ich ansonsten auch so reagiert wie Ingo schreibt und ihn zurückgeschickt zu ihr...

Das Problem, dass er sich zwischen 2 Stühlen fühlte, hatte er am Anfang auch manchmal, aber das dürfte normalerweise nicht bestehen, da er seiner Partnerin zu Loyalität verpflichtet ist. Die Beziehung zu seinen Kindern unterscheidet sich ja von einer Erwachsenenbeziehung.

Alles in allem verstehe ich deinen Ärger, Federwolke, und finde ihn berechtigt.

dein Freund kuscht vor der Ex um sich eine vermeindlich gute Beziehung aufrecht zu erhalten, weil er glaubt das wäre zum Wohle der Kinder. Im Grunde führt er aber leider nur die in der Beziehung schon angelegte Abhängigkeit und "Unterwürfigkeit" auf andere Weise fort. Davon muss er sich lösen, da sich das sicher kein neuer Partner lange gefallen lassen kann.

ligr ginnie
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Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist
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« Antwort #58 am: 16. Dezember 2011, 00:35:54 »

Guten Abend! (:

Mal wieder entschuldige ich mich für die recht späte Antwort und danke Euch, ginnie, Ingo und LBM, für Eure Antworten.

Selbstverständlich fallen Eure Antworten teilweise ziemlich unterschiedlich aus, aber das ist bei Eifersüchteleien wohl klar, da es jeder anders wahrnimmt.
Eure Antworten hatte ich bereits letzte Woche gelesen und bin mit diesen im Hinterkopf ein bisschen auf Beobachtungskurs gegangen. Auch das, was Ihr bezüglich der Geschenke gesagt hattet, geisterte mir also weiter im Kopf herum.

Am letzten Freitag begleitete ich meinen Freund, um die Kinder "in der Mitte der Strecke" (laut Gerichtsurteil treffen sich KM und KV knapp in der Mitte der 200km, um die Kinder zu übergeben/-nehmen) abzuholen. Wir waren wegen Staus spät dran und Madame samt Kindern warteten bereits.
Ich habe sehr bewusst auf die Reaktion der KM geachtet und sah regelrecht, wie sich ihr Gesicht bei meinem Anblick auf dem Beifahrersitz zu einer Faust ballte. Die Kinder stürmten laut "Papa" und meinen Namen schreiend auf uns zu und knuddelten uns von oben bis unten ab. Puh!
Ich wurde bestürmt, Fillys, Plüschtiere und neue Schuhe wurden mir stolz vorgeführt, deutlich bekundet, ich habe ihnen am letzten Wochenende schrecklich gefehlt und es wäre so toll, dass ich mit da wäre. Ich meine - hey, das schmeichelt mir sehr, wirklich! Und ich finde es toll, dass sie mich so mögen!
Die Mutter der Mädels hörte jedes Wort.
Während die Kinder mich weiter bestürmten, räumte mein Partner die Koffer in unser Auto und suchte für uns außer Hörweite das Gespräch mit seiner Ex.
Die Kinder verabschiedeten sich dann von ihrer Mutter und hüpften freudestrahlend zu uns ins Auto, wobei sie ausdiskutierten, wer zu erst mit mir hinten sitzen dürfe, um mit mir zu spielen.

Ich schreibe das all jetzt nicht, um Euch zu beweisen, was für ein toller Mensch ich doch bin und um mein Ego aufzupolieren, um Himmels Willen.

Was ich eigentlich damit sagen will: Abends, als die Mädels im Bett waren, fragte ich meinen Freund, was bei dem Gespräch mit der Ex rausgekommen sei, aber er konnte mir nur berichten, dass sie jegliche Kommunikation verweigert hätte. Er sagte das nicht vorwurfsvoll und wir beließen es auch dabei, aber ich vermute eben, dass meine Anwesenheit wohl zu dieser völligen Ablehnung geführt hat. Ihr Gesicht war eine einzige Gefühlsprojektionsfläche. Eifersucht, Neid, Wut, Abneigung, verletzter Stolz, Traurigkeit, Hass. Ich glaube schon, dass es eine Art Machtspielchen ist: Bin ich dabei, hat mein Freund, was irgendwelche Infos oder zu besprechende Themen angeht, Pech gehabt. Hätte ja die Alte nicht mitbringen müssen.
Das Spiel ereignete sich ähnlich, als wir die Kinder abgeben mussten und sie schon wieder meinen Anblick ertragen musste.

Natürlich mag ich jetzt nichts und niemanden verteidigen oder irgendetwas rechtfertigen, was beispielsweise mein Freund tut. Irgendwie kann ich ihn aber trotzdem auch verstehen und ich frage mich eben, inwiefern ich weiter standhaft bleiben und bei den "Übergaben" dabei sein sollte. Ich habe das große Glück meine Gefühle nicht so im Gesicht mit mir herumzutragen, begegne der Ex - so denke ich - mit einem freundlichen Gesichtsausdruck und sage immerhin als erste "Hallo" (sie grüßt mich selbstverständlich nicht, da sie mal äußerte, dass der Jüngere den Älteren zu grüßen hätte - haha. Sie ist nur wenig älter als ich.) Dafür, dass ihr kein "Pokerface" und die Unterscheidung von Eltern-/Paarebene gelingt, kann ich doch aber letztlich nichts. Andererseits will ich meinen Freund auch nicht um ungestörte persönliche Gespräche und Absprachen mit der Mutter seiner Kinder bringen, bei denen ich finde, dass sie das Recht auf diese haben. Ungestört! Aber ich störe halt.
Ihr Problem? Ja. Aber daraus folgend auch das meines Partners.

So, es ist schon spät, vielen Dank fürs Lesen! 

Liebe Grüße und eine gute Nacht,
Federwolke - die gerade den Duft von Räucherkerzen aus ihrer Wohnung zu vertreiben sucht und keine Ahnung hat, wo der angekündigte schlimmste Sturm seit 20 Jahren bleibt...
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Ingo30
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« Antwort #59 am: 16. Dezember 2011, 02:18:22 »

Hi Federwolke,

Zitat
fragte ich meinen Freund, was bei dem Gespräch mit der Ex rausgekommen sei, aber er konnte mir nur berichten, dass sie jegliche Kommunikation verweigert hätte. Er sagte das nicht vorwurfsvoll und wir beließen es auch dabei, aber ich vermute eben, dass meine Anwesenheit wohl zu dieser völligen Ablehnung geführt hat. Ihr Gesicht war eine einzige Gefühlsprojektionsfläche. Eifersucht, Neid, Wut, Abneigung, verletzter Stolz, Traurigkeit, Hass.

in Eurer Situation aber sicherlich kaum anders regelbar. Deinem Partner ist ja nun auch nicht zuzumuten, die Strecke alleine zu fahren, nur um mit Madame 5 min alleine reden zu können. Natürlich ist auch mal das persönliche Gespräch "in Ruhe" mit dem Ex-Partner wichtig. Aber dafür gibt es sicherlich angenehmere Stellen als Autobahnrastplätze, etc.

Zitat
Hätte ja die Alte nicht mitbringen müssen.

Hier sind die Geschmäcker sicherlich verschieden und man muss immer auch die äußeren Umstände betrachten. Wenn ihr nur im Nachbardorf wohnen würdet, wäre es sicherlich zumutbar, dass nicht die große "Umarmungsshow" vor der KM abgezogen werden muss, auch wenn es von den Kids natürlich nur lieb gemeint ist und sie sich darüber (richtigerweise) keine Gedanken machen.

Hier ist auch jeder Fall verschieden und spielen sicherlich auch die Trennungsgründe bzw. die eigene, aktive Rolle des Nexts im Trennungsprozess eine Rolle. Ich persönliche habe mir aus diesen Gründen jeglichen Kontakt mit dem Next verbeten und dies klappt auch, ohne das Leben des Ex-Partners groß einzuschränken. Wie gesagt, dass ist situationsabhängig und dafür gibt es keine Musterlösung. Gruß Ingo
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« Antwort #60 am: 16. Dezember 2011, 07:35:41 »

Guten Morgen Federwolke.
Ich verfolge Dein Thema auch schon seit einiger Zeit. Schade, dass sich die ganze Sache und speziell die Übergabesituation nicht entspannt. Aber gut Ding will Weile haben!
Zum konkreten, was Du beschrieben hast, würde ich (mal wieder) sagen, dass der Ball des Handelns im Feld Deines Partners liegt. Ich will Dich keineswegs entmutigen, nicht zur Übergabe mitzufahren. Nur wenn Dein Partner mit seines Ex was wichtiges zu besprechen hat,und dies (warum auch immer nur bei der Übergabe gemacht werden kann  puzzled) und das dann auch nur wenn Du nicht dabei bist ( puzzled puzzled), dann muss er abwägen, was ihm wichtiger ist: eine gemeinsame Autofahrt mit Dir oder eben die Chance auf das notwendige Gespräch mit seiner Ex.
Aber das sollte nicht Dein Thema sein. Er muss die Lösung dafür finden. Und Du solltest es nicht persönlich nehmen, wenn er aus diesen Gründen (mal) die Kinder alleine abholt.
FreunDich einfach, dass die Kids einen so guten Draht zu Dir haben. wie schlimm wäre es, wenn es kleine Biester wären, die (viellleicht von Mama angestachelt) Dir das Zusammenleben mit ihrem Vater schwer machen würden.

Alles Gute, Toto
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« Antwort #61 am: 19. Juni 2012, 14:15:34 »

Hallo, zusammen.

Hab gerade das riesige Bedürfnis ein wenig Dampf abzulassen. Da ich dafür nicht extra einen neuen Thread eröffnen möchte, werd ich einfach mal hier hineintippen, wenn das okay ist. Ist ja auch ein bisschen so wie mein "Hauptthread" und passt irgendwie auch ein bisschen zur Situation.

Ich geb zu, es ist wiedermal ein wenig emotionaler.
Der Schulanfang der kleinen Tochter meines Freundes steht ins Haus und irgendwie macht es mich total fertig, dass Hinz und Kunz eingeladen werden, nur ich keinerlei Chance hab an diesem großen Tag dabei sein zu dürfen. Ich weiß, dass es lächerlich klingt, aber es macht mich so traurig, ich wäre so unfassbar gern dabei gewesen, wenn das kleine Mädchen ihre Zuckertüte überreicht bekommt. Einen Geburtstag kann man nachfeiern, aber eine große Schulanfangsfeier? Da werden alle Omis, Tanten, Onkel, Verwandten eingeladen und ich werde an diesem Tag allein Zuhause herumsitzen und darüber nachdenken, dass ich dieses Kind kenne, seit es ein Kleinkind ist. Ich im Vergleich zu den ganzen alten Tanten so viel Nähe zu ihr hatte, so oft Tränen getrocknet, gelacht, mit ihr gespielt, gekichert habe. Ich weiß, dass ich kein Vorrecht auf sie habe, sie ist nicht mein Kind, keine Verwandtschaft, nichts von alledem, eben nur "die Tochter meines Freundes". Keine Ahnung, warum mich das so mitnimmt. Die Nähe, die ich zu ihr aufgebaut habe, vielleicht.
Stattdessen musste sich mein Partner anhören, dass die Kleine sich meine Einladung nicht explizit gewünscht hätte, aber der neue Freund ihrer Mutter UNBEDINGT eingeladen werden musste. Gut, letzteres tangiert mich weniger, ist ja eh nur wieder ein Sticheln, zumal es nicht stimmt, dass der neue Freund soo beliebt bei den Mädels wäre. "Das hat die Mama ihr eingeredet", kommentiere die Große ungefragt.
Mich macht die emotionale Schiene des Nichtanwesendseindürfens echt traurig. Aber das ist das Los der Zweitfrauen, nicht wahr?
(Kurz zum Verständnis: ich weiß, dass es Gegenden gibt, in denen Schulanfang keine große Sache ist und meist am ersten Schultag die Zuckertüte überreicht wird. In unserer Region wird das aber eben doch recht groß am Samstag gefeiert, meistens.)

Danke fürs Lesen.

Federwolke
 
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« Antwort #62 am: 19. Juni 2012, 14:45:17 »

Hallo Federwolke,

erstmal feste drücken  troest2
und jetzt einen für Eure KM und alle anderen KM, die niemals raffen werden, dass auch wir ein wichtiger Bestandteil des Lebens ihrer Kinder sind  wegbeiss

So und jetzt zum Thema... Ich kann total gut verstehen, wie Du Dich fühlst! Gibt es einen "offiziellen" Teil in der Schule? Da kann Dir ja schließlich niemand verbieten hinzugehen.

lg
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« Antwort #63 am: 19. Juni 2012, 17:10:13 »

Moin Federwolke,

ganz ehrlich: Ich verstehe das Problem nicht. Der neue Partner der Mutter kommt mit? Fein. Warum solltest Du dann nicht auch einfach mitkommen - auch ohne offizielle Einladung mit drei Durchschlägen?

Die Klage "alle werden eingeladen, nur ich nicht" macht ausschliesslich Sinn in einem Kontext, der bei der Mutter zuhause stattfindet: Da hat sie tatsächlich das Hausrecht und kann bestimmen, wem sie die Tür aufmacht und wem nicht. Alles andere ist kein Thema, über das man lange nachdenken muss.

Ansonsten gehst Du mit in und vor die Schule, und wenn es danach noch einen Kaffee bei Muttern geben muss und Dein Partner da unbedingt hinwill und Dich nicht mitbringen darf, dann ist das eben so. Aber Du hast dann trotzdem nicht vor der Tür gestanden, sondern warst bei den wesentlichen Teilen dabei. Und ganz ehrlich: Brennt Dein Herz danach, im Haushalt der Ex Kaffee zu trinken, nur damit es "gerecht" ist?

Grüssles
Martin
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« Antwort #64 am: 26. Juni 2012, 21:39:16 »

Guten Abend!
Liebe sleepy, lieber Martin, entschuldigt meine späte Antwort.
Vielen, vielen Dank für Eure Rückmeldung.

Die Idee, dass ich einfach mit in die Schule gehen könnte, ist natürlich richtig, wird allerdings nicht möglich sein, da die Anzahl der Personen pro Schulanfänger, die mit zur Veranstaltung mitgebracht werden dürfen, begrenzt ist und da ist für mich kein Platz mehr nach Eltern, Omas, Opas, Uroma usw. Das sehe ich auch ein und wäre gar nicht mein Anspruch gewesen.
Was mich ein wenig traurig macht ist eben, dass ich nie eine Chance haben werde derartige bedeutende Feste mit den Mädels feiern zu können.
Neulich meinte die Große ohne "Vorwarnung" plötzlich zu mir: "Wenn ich mal heirate, lade ich Dich ein, egal, was die Mama dann sagt, weil dann darf das ich ja bestimmen." Das fand ich natürlich sehr niedlich von ihr.

Die Feier selbst findet an einem öffentlichen Ort statt, soll aber wohl gegen Abend ins Haus der Mutter verlegt werden, soweit ich das mitbekommen habe. Darauf wäre ich natürlich wirklich nicht all zu erpicht. Es geht mir auch nicht um die fehlende Gerechtigkeit, sondern darum, dass dieses Kind eben doch einen Teil in meinem Leben einnimmt, ich auch emotional an ihm hänge ... aber diese Zuneigung nicht "zeigen" darf und anerkennen, indem ich ihm an seinem Schulanfang persönlich das allerbeste wünsche.
Martin, Du sagtest, dass ich ja einfach mitgehen könnte ... allerdings weiß ich, dass ich der Kleinen dann die ganze Feier verderben würde, weil KMs Laune augenblicklich am Tiefpunkt wäre, bei meinem Anblick. Wie sagte sie doch neulich sinngemäß, als mein Partner andeutete, er würde mich mitbringen: "Ich muss die nicht unbedingt sehen."
Und darauf hab ich keine Lust. Und bin ich auch zu stolz. Ich gehe prinzipiell nirgendwohin, wo ich nicht erwünscht bin. Gleichzeitig der Zwispalt, dass ich so gern dabei wäre. Naja.
Ich würde mir viel Stress ersparen, wenn ich das einfach abhake, dass ich nicht dabei sein werde.

Momentan sind mein Partner und ich zu dem Ergebnis gekommen, dass er alle wichtigen Momente an diesem Tag per Videokamera festhält und wir uns das ganze dann gemeinsam, zu viert am nächsten Papa-Wochenende ansehen. Damit hat auch die Kleine was für die Ewigkeit und bewegte Bilder sind ja doch immer noch was anderes als "nur" Fotos.

Danke Euch nochmal fürs Lesen meiner Gefühlsduselei. (:

Liebe Grüße
Federwolke
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« Antwort #65 am: 26. Juni 2012, 21:42:08 »

Hallo Federwolke,

warum lässt Du Dir denn nicht für das nächste WE ein "cooles Mädelsding" einfallen, als Ersatz für Dich und die Kleine?

LG LBM
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« Antwort #66 am: 27. Juni 2012, 09:27:45 »

Hallo Federwolke,

ich habs grad nicht auf dem Schirm.... Hat Ex denn nen Neuen? Wenn ja, kommt der doch bestimmt zur Einschulung. Dann wäre die richtige Antwort Deines Partners auf das:
"Ich muss die nicht unbedingt sehen."

ein klares: "Ich muss DEN auch nicht unbedingt sehen, also kommen entweder gar keine neuen oder beide"

Wie wärs denn beim 1. Umgangswochenende nach der Einschulung mit einer "Einschulungsparty" bei Euch zu Hause, zu der die "wichtigen" Leute aus Eurem Umfeld kommen und Töchting Freundinnen einladen kann (quasi ein Kindergeburtstag mit Zuckertüte)?

lg
sleepy
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Sleepy
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« Antwort #67 am: 27. Juni 2012, 09:55:26 »

Moin FW

Mir fällt auf:
Es geht mir auch nicht um die fehlende Gerechtigkeit, sondern darum, dass dieses Kind eben doch einen Teil in meinem Leben einnimmt, ich auch emotional an ihm hänge ... aber diese Zuneigung nicht "zeigen" darf und anerkennen, indem ich ihm an seinem Schulanfang persönlich das allerbeste wünsche.

und:
Und darauf hab ich keine Lust. Und bin ich auch zu stolz. Ich gehe prinzipiell nirgendwohin, wo ich nicht erwünscht bin.

Du bist ein Teil im Leben der Tochter deines LG und damit gehörst du mit zur Familie! Warum darfst du diese Zuneigung nicht zeigen?! Kein Mensch auf der Welt kann dir das verbieten! Für die Kleine bist du schon erwünscht!

Ich würde vor der Schule stehen und wenn du auch nicht mit in die Klasse darfst, der Kleinen zuwinken! (Am besten noch wenn Papa bei dir steht und der dann mit Ihr in die Klasse geht!) Die kleine wird mit offenen Armen zu dir kommen.

Als dein LG würde ich der Kleinen klar machen: FW gehört zu mir, wenn sie nicht mit zur Feier "darf" möchte ich auch nicht hin und wir 3 machen nächste Woche was tolles zusammen! Oder ihr beide geht zusammen zum offiziellen Teil, falls die Situation untragbar wird geht ihr beiden wieder friedlich nach Hause!

Was verdirbt der Kleinen mehr die Feier?! Ein Vater den den NEXT bei seiner EX sieht und seine LG nicht bei sich hat und damit bestimmt nicht glücklich ist oder die Aussicht ohne Papa feiern zu müssen und dafür ein Tolles WE später zu haben!

Ich lese schon ne weile hier in deinem Thread mit! Du must mit deiner Entscheidung klar kommen keiner kann für dich (euch) entscheiden! Irgendwann sollte der EX deines LG jedoch klar gemacht werden DU BIST EIN FESTER BESTANDTEIL IN SEINEM LEBEN und damit auch im Leben der Kleinen! Sonst treibt dass immer mehr einen Keil zwischen euch!

Drücke euch ganz fest die Daumen!
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« Antwort #68 am: 27. Juni 2012, 10:32:39 »

Servus,

Als dein LG würde ich der Kleinen klar machen: FW gehört zu mir, wenn sie nicht mit zur Feier "darf" möchte ich auch nicht hin und wir 3 machen nächste Woche was tolles zusammen!

 schild_dankeschoen Hirschkopf. Genau das wünschen wir Zweitfrauen uns von unseren Partner, trauen uns aber oft nicht es auszusprechen.

lg
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Sleepy
82Marco
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« Antwort #69 am: 27. Juni 2012, 10:52:16 »

Servus!
Genau das wünschen wir Zweitfrauen uns von unseren Partner, trauen uns aber oft nicht es auszusprechen.
Man sollte sich eigentlich immer vor Augen halten, dass frau/man mit "Zweitpartner" eigentlich alt werden möchte, die Kids wahrscheinlich ihre eigenen Wege gehen werden.
Zur Not muss das auch mal ausgesprochen werden....

Grüßung
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« Antwort #70 am: 27. Juni 2012, 15:25:30 »

Hallo lausebackesmama und Hirschkopf, hallo Marco und sleepy!

Besten Dank für Eure Antworten, hat mich sehr gefreut.

Zur Idee der nachträglichen kleinen Feier mit den Mädels kann ich sagen: gefällt mir richtig gut!
Darauf bin ich noch gar nicht gekommen, abgesehen vom Videogucken. Werd mal darüber nachgrübeln, was wir so machen könnten. Ein paar Ideen hätte ich sogar schon, was man da so machen könnte. Danke für die Inspiration.

Sleepy, zu Deiner Frage wegen des Freundes der KM: ich kann es Dir ehrlich gesagt nicht beantworten. Zu meinem Partner meinte sie wohl, dass besagte Person, die mit eingeladen wird, nicht ihr Freund wäre, sich die Kleine eine Einladung dieses Mannes aber eben sooo sehr gewünscht hätte. Gelegentlich war er schon zu den "Übergaben" der Kinder zum Umgangs-WE dabei. (An dieser Stelle bin ich immer echt stolz auf meinen Freund, dass er in solchen Situationen so cool und freundlich reagiert, besagten Männern regelmäßig die Hand schüttelte und sich höflich vorstellte. Er sagte, die Gesichter von Exi und dem Typen waren jedes Mal Gold wert.)
Auch wenn mir das Liebesleben von Madame mittlerweile recht egal ist, vermute ich, dass sie meinem LG deswegen nicht sagen will, ob Typ X ihr neuer Freund ist, weil sie sich alle Türen offen halten will. (Nach wie vor, wie im Verlaufe des Threads schon mal beschrieben, tut sie alles, um sich meinen Partner für den Notfall "warm" zu halten. Neulich schlug sie sogar einen gemeinsamen Urlaub zu viert vor - Ihr wisst schon, der Kinder wegen. heu. Ich nehme das schon als einen offenen Affront gegen mich wahr.) 

Manchmal glaube ich auch, dass sie mir gegenüber deswegen so feindselig ist, weil sie insgeheim immer noch hofft, dass sie wieder mit meinem Partner zusammenkommt und ich deswegen nicht mitkommen "darf".

Hirschkopf und Marco, wenn ich Euch richtig verstanden habe, dann sagt Ihr doch sinngemäß, dass man die Kleine bzw. die KM vor die Wahl stellen sollte: entweder Federwolke kommt mit oder Papa kommt nicht?!
Huuui. Keine Ahnung, aber ich glaube, das könnte ich nicht. Auch, wenns konsequent wäre, aber ich wüsste genau, was käme: "Sieh mal, Maus, Papa ist Federwolke wichtiger als Du!"
Ich seh's ja schon bei der Oma meines Freundes.. Die mag mich nicht so, ist ein Fan von Exi, zu Besuchen durfte ich nicht mit. Bis vor kurzem fuhr mein Partner gelegentlich zu ihr, damit sie die Kinder sehen konnte und ich erledigte Zuhause ein bisschen was. Mittlerweile hat er das eingestellt, da er der Meinung ist, dass sie entweder mich akzeptieren sollte oder eben sehen muss, wie sie die Kinder mal sehen kann, dass dann eben Ex die 200km zu ihr fahren muss oder sie zu ihr.
Das gab und gibt richtig böses Blut derzeit und führt zu extrem vielen Spannungen. Die Böse bin trotzdem ich. Genauso würde es werden, wenn ich dies jetzt einfordern würde. Zumal ich schon sagte, dass ich garantiert nirgendwo hingehe, wo ich nicht erwünscht bin, erst recht nicht, wenn Exis gesamte Verwandtschaft anwesend ist.

Würde man sich mit Ex mal an einen Tisch setzen können, einige Dinge besprechen würden und klar machen, dass wir doch ALLE nur das beste für die Mädels wollen, dann vielleicht. Aber solange diese Frau sich so verhält, dann bleibt es. Dass ich ihr keine Konkurrenz machen will, sollte ihr doch mittlerweile aufgefallen sein, dass wir keine Hetzparolen starten, die Kinder nicht ausfragen, ich mich nie als "Mama" aufspielen würde. Und sie gibt doch sogar zu, dass sie manchmal auch ganz froh ist was für sich machen zu dürfen, wenn die Kinder bei uns ist. Ist doch absolut legitim und in Ordnung!! Nein, dieser innere Streit und Konflikt besteht auch nach vier Jahren Beziehung wie am ersten Tage.

Aber so ein klärendes Gespräch ist vielleicht Wunschmusik von mir und in der Realität nicht möglich.

So, es ist mal wieder länger geworden. Hmm. Kurz fassen liegt mir nicht. :x
Danke fürs Lesen und noch einen schönen Nachmittag.

Federwolke
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« Antwort #71 am: 27. Juni 2012, 17:23:40 »

Hi Federwolke,

also nimmt die KM ja wohl offensichtlich ihren LG mit zu der Veranstaltung. Normalerweise steht "zufälliger Besuch" nicht bei jeder Übergabe mit an der Tür.

Folglich kannst und solltest Du natürlich auch mit zu der Verantstaltung gehen. Im Zweifelfalls stell dich "dumm" und geh einfach mit - im Regelfall fallen genug Leute an so einem Tag aus. Und die Schule möchte ich sehen, die dann Leute nicht reinlässt zu so einer Feier bzw. Dich unter großem Hallo nicht reinlässt.
Ansonsten tauchst Du erst am "Feierort" auf, wo ja sicherlich auch noch Platz ist.

Dein Partner soll ausserdem nicht neuen Lovern seiner Exe die Hand schütteln, sondern wenn versuchen, Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen, wie Du als seine langjährige Partnerin an der Veranstaltung teilnehmen kannst. Gruß Ingo
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« Antwort #72 am: 27. Juni 2012, 18:05:20 »

Servus FW,

Erst mal Respekt vor deiner Einstellung dich hinter die Tochter deines LG anzustellen! Ich hoffe dein LG sieht auch ein welches Opfer du für Ihn bringst!

Hirschkopf und Marco, wenn ich Euch richtig verstanden habe, dann sagt Ihr doch sinngemäß, dass man die Kleine bzw. die KM vor die Wahl stellen sollte: entweder Federwolke kommt mit oder Papa kommt nicht?!
Huuui. Keine Ahnung, aber ich glaube, das könnte ich nicht. Auch, wenns konsequent wäre, aber ich wüsste genau, was käme: "Sieh mal, Maus, Papa ist Federwolke wichtiger als Du!"

Könnte ja auch von ihm so dargelegt werden: "DU wenn FW nicht da ist kann ich mich einfach nicht richtig mit dir freuen, ich muss so weit alleine fahren und sie muss alleine zuhause bleiben, da sie auch gerne Spaß mit dir hat feiern wir doch lieber zusammen!"

Dass kann auch eine 6 Jährige verstehen.

Ich seh's ja schon bei der Oma meines Freundes. Die mag mich nicht so, ist ein Fan von Exi, zu Besuchen durfte ich nicht mit. Bis vor kurzem fuhr mein Partner gelegentlich zu ihr, damit sie die Kinder sehen konnte und ich erledigte Zuhause ein bisschen was. Mittlerweile hat er das eingestellt, da er der Meinung ist, dass sie entweder mich akzeptieren sollte oder eben sehen muss, wie sie die Kinder mal sehen kann, dass dann eben Ex die 200km zu ihr fahren muss oder sie zu ihr.
Das gab und gibt richtig böses Blut derzeit und führt zu extrem vielen Spannungen. Die Böse bin trotzdem ich. Genauso würde es werden, wenn ich dies jetzt einfordern würde.

Liebt die Mutter deines LG ihn jetzt weniger?! Ist er ihr weniger wichtig?! Sie weiß aber, dass DU wichtig für ihn bist!

Dein LG wird so zum Spielball seiner EX. Er spielt das Spiel aus Angst sein Kind nicht mehr zu sehen mit! Damit hat sie Ihn in der Hand.

Einen Rat kann ich dir wirklich nicht geben!

Er muss den Rücken grad machen sonst tanzt er immer nach Ihrer Pfeife!

PS meine EX wollte einmal Sonntagsmorgens, dass ich alles stehen und liegen lassen sollte und meinen Plan mit meiner LG über den Haufen werfen sollte nur um Töchterlein irgendwo hinzufahren! Meine LG meinte damals wenn du jetzt nachgibst, macht sie dass jedes mal und treibt so einen Keil zwischen uns! Ich gab nicht nach, denn dann würde ich heute noch nach ihrer Pfeife springen und meine LG wäre schon längst über die Berge!

Wie marco schon schrieb:
Servus!Man sollte sich eigentlich immer vor Augen halten, dass frau/man mit "Zweitpartner" eigentlich alt werden möchte, die Kids wahrscheinlich ihre eigenen Wege gehen werden. Zur Not muss das auch mal ausgesprochen werden....
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« Antwort #73 am: 27. Juni 2012, 22:26:06 »

Lieber Ingo,

danke für Deine Antwort und Meinung.
Tatsächlich ist es nicht ganz so einfach, wie Du es beschreibst. Wie gesagt, pro Schulanfänger sind sieben Plätze reserviert. Also gehen Mama, Papa, zwei Omas, zwei Opas und die Uroma mit. Die Große sitzt auf Papas Schoß. Der Freund/Nicht-Freund der KM geht demzufolge aus Platzmangel auch nicht mit hin.
Bezüglich der Übergaben zum Umgangswochenende ist es bei meinem Partner so, dass sich Exi und er auf der Mitte der Fahrstrecke treffen, das wurde gerichtlich so festgelegt. Aus diesem Grund traf er desöftereren diverse Männer an.

Die Idee, dann einfach zum Feierort zu gehen, werde ich überdenken, vielleicht ist das die beste Lösung. Zum Kaffee werde ich mich nicht einladen, aber danach sehe ich tatsächlich keinen Grund, weswegen ich nicht einfach hingehen sollte, zumal es ein öffentlicher Ort ist.
Ich bekomm gerade das Gefühl, dass ich auch viel öfter selbst mal den Rücken gerade machen sollte. Wenn Exi ein Problem mit mir hat, ist das doch nicht mein Problem. Im Hinterkopf hab ich dann eben ständig, dass am Ende es mein Partner oder die Kinder abbekommen, wenn ich meinen Willen durchsetze.


Lieber Hirschkopf,
auch Dir noch vielen Dank für Eure Rückmeldung.
An sich klingt es aus meiner Sicht "toll", wenn Du das so sagst. Nämlich, dass ich dann traurig wäre, Papa sich auch nicht richtig freuen könnte usw.
Aber dazu fällt mir dann immer nur folgende Geschichte ein: Ich kann mich noch gut erinnern, wie mein Papa einmal zu meinem Geburtstag nicht anwesend war. Das war in meiner Teenie-Zeit. Ich bin/war ein absolutes Papa-Kind und er war aus beruflichen Gründen eine Woche nicht da, ein Tag davon war eben mein Geburtstag. Ich war völlig am Boden zerstört und schrecklich wütend auf die Leute, mit denen er an MEINEM Geburtstag Zeit verbrachte. Auch, wenn er und meine Mutter nicht getrennt waren/sind, habe ich diesen Geburtstag komplett negativ in Erinnerung. Ich konnte damals nicht begreifen, wie ihm etwas anderes wichtiger sein konnte als an diesem Tag bei mir zu sein.
Ich glaube nicht, dass die Kleine das begreifen würde. Ich als Teenie konnte es schon nicht richtig, wie dann erst ein Kind mit 7 Jahren? Zumal ich meinem Partner ja bisher jegliche Freiheiten ließ und zurückgesteckt habe, das Kind weiß also, dass Papa auch mal ohne mich vorbeikommt und er das "gut verkraftet". Ich weiß nicht, ob sie jetzt kapieren würde, dass Papa seine Nichtanwesendheit mit seiner Traurigkeit bebründet. Ging aus ihrer Sicht ja bisher auch.
Vielleicht hab ich da die falschen Grundlagen gelegt?!

Die Geschichte über die Oma meines Freundes habe ich vielleicht etwas verwirrend beschrieben, da hast Du einiges ein wenig durcheinander geworfen. Zum Glück ist es nicht seine Mutter, die mich so mies behandelt. Abgesehen von seiner Großmutter bin ich glücklicherweise von der gesamten Familie mit offenen Armen begrüßt worden. Mit der Ex hat die ganze Geschichte nur im weitesten Sinne zu tun. Aber ist egal, war eh nur eine Randnotiz.

So, nun werd ich meine Aufmerksamkeit mal wieder den Männern auf grünem Rasen widmen. Grinsend

Gute Nacht.
Federwolke

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« Antwort #74 am: 03. Januar 2013, 00:09:23 »

Guten Abend,

seit meinem letzten Post ist ja nun einige Zeit vergangen und ich möchte mal kurz berichten, wie es weitergegangen ist.

Bei meinen letzten Postings wusste ich ja, wie gesagt, nicht, ob ich dem Schulanfang der Tochter meines Freundes beiwohnen sollte.

Ergebnis war letztlich: mein Freund bestand auf meine Anwesenheit und ich sah irgendwann keinen Grund mehr zu kneifen. Hey, ich war mit dem Kind und seiner Schwester zuvor in einem wunderschönen Urlaub gewesen, kein Luxusurlaub, aber ein wunderschöner Ostseeurlaub, den wir alle vier unendlich genossen hatten.
Also Zuckertüte gefüllt und zugesagt.
Ein bisschen witzig war es schon. In die Schule ging ich natürlich nicht mit, stattdessen wurden meine Schwiegermutter und Schwägerin in spe von Exi aufgefordert schon mal zur Feierlokalität vorzugehen. Wir standen letztlich vor einem nicht vorbereiteten Partyraum in dem nichts, aber auch wirklich NICHTS vorbereitet war - nur das, was mein Partner am Abend zuvor noch geschafft hatte, Stühle und Tische besorgen usw.
Wir schmierten also Brote, schnitten Torten, rückten Stühle, dekorierten und versuchten alles ein wenig schön zu machen..
Da ich mit dem Vorsatz zur Feier gegangen war mich über NICHTS zu ärgern, amüsierte ich mich königlich und letztlich hatten wir drei sehr viel Spaß - ich gebe zu, ein bisschen kicherten und lästerten wir auch. Grinsend

Die Feier selbst dann war ganz okay.

Von einigen Gästen aus Exis Familie wurde ich ignoriert, von anderen erfuhr ich echte Größe. Die Mutter von Exi (!) beispielsweise begrüßte mich sehr, sehr freundlich und nett.
Ansonsten war ich höflich, zuvorkommend und übte mich im Smalltalk. Einen Eklat gab es demzufolge nicht, man wusste sich zu benehmen. Da ich ein ganz passabler Hobbyfotograf bin, übernahm ich dann die Aufgabe ein paar Momente für die Ewigkeit festzuhalten und maßte es mir dann sogar an alle Gäste zu einem Gruppenfoto zusammenzutrommeln. Dank Selbstauslöser gibt es jetzt also sogar ein Foto, auf dem unter anderem Exi, Exis Partner, Exis Familie und ich freundlich lächelnd auf einem gemeinsamen Foto zu sehen sind. Verrückt!
Außerdem bat ich um ein Bild der kleinen Schulanfängerin mit Schwester samt Mama und Papa . Auch da entstand ein sehr, sehr schönes Bild in "trauter Familie".
Ich weiß nicht, ob es anmaßend war mich in dieser Hinsicht so in den Vordergrund zu rücken, aber irgendwie gab es mir auch Sicherheit, die Chance meine Unsicherheit zu überspielen, denn innerlich angespannt war ich natürlich dennoch ohne Ende.

Diese Feier hat mir für mein Ego allerdings viel gebracht. Ich bemerkte nämlich, wie verdammt unsicher Exi mir gegenüber ist, dass sie auf irgendeine Art auch "Angst" vor mir zeigt. Angst ist vielleicht das falsche Wort, aber sie weiß nicht, wie sie sich mir gegenüber zu verhalten hat. Das hat mir so eine Art Schub gegeben einfach mal ein bisschen offensiver zu werden.

Seit dieser Feier hat sich viel verändert.
Ich "flüchte" nun schon eine ganze Weile nicht mehr vor der Ex, im Gegenteil.
In letzter Zeit kam es immer öfter vor, dass Ex es sogar zuließ, dass ich die Mädels abhole und mit zu meinem Partner nehme (wegen gleichen Weges).
Trafen wir uns zweimal an "neutralen" Orten, holte ich die Kinder vor Weihnachten sogar von Zuhause ab. Vor kurzem boten sogar meine Eltern an die Mädels mitzunehmen, was Madame bisher jede Menge zu fahrende Kilometer ersparte. Sie wäre also eigentlich doof diese Angebote nicht anzunehmen, aber bisher weigerte sie sich vehement dagegen.
Sie war bei unseren Treffen zwar irgendwie unsicher, aber auch nett und höflich, einmal hat sie sich sogar fürs Mitnehmen bedankt (sie bedankt sich sonst nie für irgendetwas - wirklich!) und vor kurzem fragte sie meinen Partner sogar, ob ich denn trotz des Schneesturms gut nach Hause gekommen sei, nachdem ich die Kinder abgesetzt hatte.
Immer kann ich die Kinder natürlich in Zukunft nicht mitnehmen, da es sich in letzter Zeit einfach dadurch anbot, dass meine Eltern ganz in Exis Familie wohnt und ich so kurz vor Weihnachten oft meine Familie besuchte, aber wenn es klappt tue ich das gern.
Aber ich finde dennoch, dass das eine schöne Entwicklung ist - auch, wenn es nur durch Gefälligkeiten meinerseits begründet ist/war.

Streit und Zoff wegen der Kinder gibt es natürlich auch weiterhin sehr oft zwischen meinem Freund und Exi, aber das ist ja nicht meine Baustelle.
Ich merke, dass die Kinder es zu schätzen wissen, dass Exi und ich in letzter Zeit freundlich miteinander umgehen. Beste Freundinnen werden wir wohl nicht, aber das ist ja auch nicht das Ziel.

So, das mal zum aktuellen Stand der Dinge.

Im übrigen: Euch allen noch die besten Wünsche für 2013.

Viele Grüße
Federwolke
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