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vatersein.de - Forum  |  Themen  |  Zweitpartner (Moderator: 82Marco)  |  Thema: Beziehungen danach
Seiten: 1 [2] 3   Nach unten
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Autor Thema: Beziehungen danach  (Gelesen 12928 mal)
Solstart
Rege dabei
***
Beiträge: 197


« Antwort #25 am: 24. Dezember 2004, 09:32:54 »

@ harry

das ist ne ganz intressante Sache. Der Typus, der sich da durchzieht, hat fast ohne Ausnahme den Tochter-Vater Knacks. D.h. sie suchen nach einer Ersatzform für den Vater, mit den Abstrichen des negativen, jedoch mit der Gier nach der Kopie. (vgl. Buch, Die Vaterfalle, Sigrid Steinbrecher) thumbup
 Das geht allerdings am ursprünglichen Thema von Wintersonne vorbei. Vielleicht mal ein neues Topic für Jannuar? Warum falle ich immer auf die gleichen Typen rein? Lächelnd

Schöne Weihnachten und juten rutsch, Solstart
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Der geistige Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null und dass nennen sie dann Standpunkt - Albert Einstein
Harry
Schon was gesagt
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Beiträge: 38


« Antwort #26 am: 24. Dezember 2004, 13:57:25 »

Hallo Solstart,
meinst du nun meine Beziehungen oder auch deine?
Bei allen Ex-Freundinnen war das Thema Vater problematisch und nur eine konnte unbefangen darüber erzählen. Ich hatte aber nie den Eindruck, daß sie eine Vaterfigur in mir sahen, bzw. wurde ich es nie. Hm, aber wenn ich so drüber nachdenke - bei meiner ersten (nach der Trennung) trieb das schon seltsame Blüten.
Egal jetzt, wäre vielleicht wirklich ein eigenes Topic wert, es passt nicht ganz hierher. Aber man sieht: Wenn man über Beziehungen nachdenkt, was da falsch läuft, kommt man an diesem Thema fast nicht vorbei.

Schöne Weihnachten auch an dich und alle andern (und nicht zuviel Grübeln...)!
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Kloeppelfee
Gast
« Antwort #27 am: 27. Dezember 2004, 10:23:32 »

Hallo Beziehungsgeschädigte!

Schön, dass Ihr auch über die Feiertage weiter an diesem Thema arbeitet...

Hallo Harry,
Zitat
Egal jetzt, wäre vielleicht wirklich ein eigenes Topic wert, es passt nicht ganz hierher. Aber man sieht: Wenn man über Beziehungen nachdenkt, was da falsch läuft, kommt man an diesem Thema fast nicht vorbei.


Genau so sehe ich das auch. Deshalb finde ich ein neues Topic auch eigentlich Quatsch. Denn es stellt sich doch die Frage, woher die riesige Enttäuschung kommt, bzw. das Gefühl, beziehungsunfähig zu sein und sich nicht einlassen zu können.

Ent-Täuschung. Schönes Wort. Vielleicht sollten wir uns beglückwünschen, wenn wir feststellen, dass unsere alte (nicht funktionstüchtige und sooo sehr enttäuschende) Beziehung vorbei ist. Kann das Buch "Vaterfalle", das Solstart empfiehlt, allen Männern und Frauen nur ans Herz legen!

Übrigens: Das kenne ich auch, dass sich die Männer "gleichen" - natürlich vorwiegend in den "störenden" Anteilen  ;)  - ich bin gerade wegen der deutlich auffallenden Wiederholung zu der Überzeugung gekommen, dass ich das Problem wohl nicht den Rest meines Lebens auf die Kerle schieben kann.

Könnte es sein, dass sowas eine Altersfrage ist (bzw. eine Frage der Anzahl der Wiederholungen mad3 ).....?

Tja, und deshalb fange ich mit meiner Enttäuschung nicht mehr bei den Männern an, sondern bei mir selbst. Habe es hier mehrfach gelesen "Wann kommt die nächste Verletzung?"
Die nächste Verletzung wird kommen, aber ich entscheide darüber, wie sehr ich sie mich kränken lasse.

Liebe ist ohne das Risiko der Verletzung nicht zu haben.
Und ohne einlassen schon gar nicht.

Grüße von der sich gar nicht soooo beziehungsgeschädigt fühlenden Klöppelfee!
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Kloeppelfee
Gast
« Antwort #28 am: 27. Dezember 2004, 10:59:58 »

Was ich noch vergessen hatte, z.B. TabSel, aber auch Wintersonne zu sagen:

Ich glaube, dass der Abschied vom BeziehungsMÄRCHEN crash eben genau der richtige Weg ist. Tue ich das nicht gerade yltype  hier?

Also: Keine Angst vorm Feuer! huepffeuer
Grüße
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Kloeppelfee
Gast
« Antwort #29 am: 27. Dezember 2004, 15:16:36 »

Hallo Harry,

Zitat

Wer sich im Schrank einschliesst, wird dem Glück auch nicht begegnen - der riecht dann nicht nach Mottenkugeln sondern eher vermodert...
 


Aber schließen sich nicht einige der Männer hier im Schrank ein... freiwillig? Kommt mir ehrlich gesagt so vor. Mir gefällt ja auch der Text hinter den Mottenkugeln besser, wo man dann mit den Knochen klappert im Takt eines fremden Herzschlags.

Uahhh! Wie weihnachtlich!
Hoffentlich kracht`s bald richtig sylvestrig. Mir ist mehr nach Krach als nach besinnlichem Kerzenscheinchen.
LG
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Harry
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Beiträge: 38


« Antwort #30 am: 28. Dezember 2004, 03:44:53 »

Hallo miteinander,

jetzt muß ich erstmal durchschnaufen und den Sprung hierher schaffen, war mit den Kids und meiner Schwester im Flic Flac - klasse Abend, klasse Show, den Kindern hats saumässig Spaß gemacht! Mir wär's bissle teuer gewesen vom Preis-Leistungsverhältnis, war aber Geschenk meiner Schwester an uns.

Tja, Klöppelfee, Beziehungsunfähig fühlte ich mich eigentlich nie. Keine Bange, ich sehe diese Aussage nicht so eng und auch nicht soo auf mich bezogen. Die Gründe meiner häufigen und kurzen Beziehungen habe ich bereits angeführt, das Austoben und die verzweifelt schnelle Suche nach Liebe. Wirklicher Liebe, ich meine das Ernst! Und so kam zwangsläufig die Erkenntnis, daß nichts auf die Schnelle von alleine kommt und man eben auch nichts erzwingen kann. Ich glaube, das ist auch bißchen das Problem, weil man mit zunehmendem Alter seine Felle davonschwimmen sieht - wenn es sich mit 37 zugegebenermaßen ein wenig lächerlich anhört.

Aber ich hatte mir selbst so vieles zu beweisen!
Die haltlosen Vorwürfe meiner Ex bei der Trennung - ich habe sie alle Ernst genommen und mir dann auch selbst die Schuld an allem gegeben. Was ich alles getan und nicht getan habe, von ihr bis zu den Kindern (z.B. daß ich nicht für sie da wäre...!).
Erst, als meine erste Freundin "danach" mir die Augen öffnete, begann ich so langsam, alles aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Nee nee - ich habe nicht mit dem Zeigefinger auf sie gedeutet, denn klar hatte auch ich Fehler gemacht! Aber ich zog mir nicht mehr einfach jeden Schuh an und lud alle Schuld automatisch auf mich, sowie ich vorher für alle Belange zuständig war. Es gibt eine Kernaussage meiner Ex, daß ich die Beziehung geführt habe - das war während der Trennung. Demnach habe ich eben auch alles falsch gemacht.
Erst später wurde mir der Sarkasmus dieser Aussage bewusst:
ICH habe fast alles geplant und organisiert und dann zusammen mit ihr durchgeführt - von der Ehe bis zu den Kindern, von sämtlichen Finanzen bis zum Hausbau.
ICH hab immer wieder versucht, Erziehungsfragen auszudiskutieren, und wenn die Umsetzung all dessen nicht funktionierte und mich ihr Sturkopf für 20 Minuten abhauen ließ, bin schließlich ICH wieder gekommen und habe erneut an diesem Punkt angesetzt, an dem es scheiterte - und ICH war es NICHT, der dann sagte: "Nein, DU bist abgehauen, jetzt mag ich nimmer mit dir reden!" Ich war der Böse, ganz automatisch und später auch ganz demonstrativ VOR den Kindern!!! Nach 9 von insgesamt 12 Jahren Ehe sank ich so langsam in mich zusammen und kümmerte - meistens ganz bewusst allein - vor mich hin. Zwischendurch zwar immer wieder ein Aufbäumen, das aber genauso fruchtlos verlief wie vorher. Aufgeben kam nicht in Frage, aber das kam eben auch darauf an, wieviel Kraft man dafür noch tanken konnte.
Zur Eheberatung bei der Caritas habe ich sie noch schleppen können, doch da hat sie einfach "Nein" gesagt und das war's. Daß sie da schon längst einen Freund hatte, während ich sie in der Arbeit wähnte und brav die Kinder hütete, konnte ich nicht wissen - und ich hätte es auch niemals vermutet. Schön dämlich! Auch zu einer Zeit nach der Trennung, als sie beste Gelegenheiten hatte, das alles mal aufzuklären, tat sie es nicht - obwohl ich ihr 16 Jahre lang total ehrlich gegenüberstand - und das macht mich immer noch sauer manchmal! Da braucht die Zeit noch bißchen. Seit ich ausgezogen bin (erst sehr viel später nach der offiziellen Trennung), steht sie alleine da. Die Kinder wussten übrigens zu keiner Zeit von einem Freund, auch später nicht vom Nachfolger.

Und???
Heute stehe ich hier und weiß wieder was ich geleistet habe und immer noch bei den Kids leiste! Es war ein langer Weg, doch das sollte niemanden von euch abschrecken!!!
Alleiniges Sorgerecht und dergleichen anwältliche Waffen habe ich ihr (schließlich mit Erfolg) auszureden versucht, indem ich ihr sämtliche Szenarien haarklein darlegte und was der mögliche Krieg zwischen uns vor allem für die Kinder bedeutet. Mein Gott, wie oft habe ich den Hörer knallen lassen - und kurz darauf wieder angerufen...!
Und gleichzeitig für die Kids da zu sein, ohne sich etwas anmerken zu lassen oder böse über den Partner zu reden, war gar nicht leicht! In dieser Zeit half mir ein Kumpel, der in der gleichen Situation steckte und mir sagte, daß ich niemals darauf schauen sollte, warum sie die Kinder nun zu mir abschiebt oder sonstiges - sondern mich freue, daß sie da sind und mich um sie kümmern kann! Das hat schwer geholfen, denn oft war ich am Kippen und wollte mir Luft machen! DAS tat ich allerdings sowieso mit Freunden, die mir sehr geholfen haben, u.a. die ehemalig beste Freundin meiner Ex! Ein ganz wichtiger Punkt für alle, die das nicht so sehen könnten: Freunde sind dafür da und man muß eben auf sie zugehen, wenn es einem nicht gutgeht. Wer sich einigelt und keinen an sich ranlässt, dem kann auch nicht geholfen werden...

Allgemein haben sich bis heute fast alle Wogen geglättet und ich rede mit der Ex über alles Nötige. Das ist viel Kleinarbeit, weil ich mich eben selbst z.B. um die schulischen Leistungen informieren muß und unter anderem regelmässig über die Herausgabe der Elternsprechtermine bitte. Nur dann gehts, weil die Ex eben nicht mehr weiß, wo ihr der Kopf steht vor lauter Stress (jaaa, ihr dürft da etwas Sarkasmus bei mir raushören  :cool: ) und mir manchmal rumjammert (tatsächlich auch heute noch!), was sie alles um die Ohren hat mit Beruf und Kinder und Ärztetermine und und und. Ich weiß das doch aber, antworte nicht - und pfeif ihr was! Das klein wenig Genugtuung bleibt mir. Auch der Satz, den sie in den letzten 2 Jahren schon häufiger gebracht hat, spricht Bände: Ich bin froh, daß die Kinder so gerne bei dir sind! Na klar, denke ich mir still (sonst könnte sie an dem WE auch nicht bis 6 Uhr früh in der Disco sein  Zunge ), aber es war nie anders...! Was wir in den letzten Jahren zusammen erlebt haben, kann uns die KM nun nicht mehr nehmen oder schlechtreden. Manchmal lese ich eine neidische Mail von ihr, daß es den Kids so gut gefällt und sie auch mal wieder so viel Zeit wie ich mit ihnen verbringen würde... - Welt verkehrt, oder? Ich hab sie doch nur alle 14 Tage.

Was diese meine Geschichte jetzt in diesem Thema zu suchen hat?
Weil Klöppelfee Recht hat, das eine hat mit dem anderen zu tun. Und eigentlich ist doch alles miteinander verwebt. Wer Probleme mit sich selbst hat, kann auch nicht zufrieden mit einem Partner leben. Doch hier gehen wieder die Schwierigkeiten los, wenn die "Echsen" einem ständig Knüppel zwischen die Beine knallen...
Ich weiß, das Thema geht ewig weiter und einige Fälle hier sind in ihren Trennungsgeschichten hoffnungslos zerfahren.

Trotzdem! Eine neue Liebe kann meist Wunder wirken, doch man sollte es auch nicht davon abhängig machen, ob man glücklich ist.
Meine zweite, neunmonatige Beziehung hätte ich sofort beendet, wenn sie die Kids und meine Wochenenden mit ihnen nicht toleriert hätte und einige mögliche Beziehungen habe ich aus selben Grund gar nicht erst zugelassen - bzw. lösten sich z. T. von selbst in Nichts auf, als ich die Kinder ansprach. Ohne Wenn und Aber, wenn auch teilweise bitter! Bis jetzt hats nicht funktioniert, aber auch daran arbeite ich, Vorzugsformen hin oder her. Irgendwann  klappts! Verletzt war ich selbst auch oft genug, doch ohne Vertrauen hat man auch keine Chance zur Liebe.


So, ist alles mehr als vorgehabt geworden, vielleicht blickt ihr so besser durch bei mir. Auf den Rest von Klöppelfee gehe ich später ein, für heute reichts mir - und Kinder schlafen diesmal wenigstens länger ;-) !

Gut's Nächtle dann
Harry
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Harry
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« Antwort #31 am: 29. Dezember 2004, 00:57:35 »

Hi,

nachdem ich gestern noch so spät schrieb und dann irgendwie auf "meine Geschichte" abgedriftet bin, heute mal kürzer und auf Klöppelfee's Antwort bezogen. Und eigentlich vermisse ich eine Antwort, irgendwas, von Wintersonne, wie es bei ihm weiter geht!!!

Ent-Täuschung, wirklich ein treffendes Wort!
Warum wir so enttäuscht sind und uns zum Teil beziehungsunfähig fühlen - zum Ersten gibt es doch einen Knacks, oder geht das nicht jedem so, das tiefe Gefühl, versagt zu haben? Ich glaube, das ist der ärgste Teil, über den man hinwegkommen muß. Alles andere kommt hinterher und damit muß man auch erstmal fertigwerden! Eine neue Beziehung ist bis dahin zum Scheitern verurteilt, soviel Kraft sie anfangs auch geben kann - oder aber, sie gibt einem doch den Push in die richtige Richtung.
Das Buch Vaterfalle kenne ich nicht (von wem ist das?), ich kann mir aber vorstellen, daß es auch das Thema des biologischen Auftrags der Frau anschneidet, der nach der Erfüllung auch das Interesse am Mann und somit auch am ***** beendet, weil man ja ein Kind großzuziehen hat. So funktioniert eben die Natur - und die männlichen Negativseiten erspare ich uns mal, weil uns das mit Sicherheit zur Genüge um die Ohren geschlagen wurde.
Was das Buch zu unserem kleinen Thema aufzeigt, würde mich aber schon interessieren!

@Klöppelfee
Welche negative Art Mann hattest du denn bisher - schlagende, saufende, sich nicht kümmernde? Egal was oder wer, aber aus verschiedenen Gründen (soziales Umfeld, Kindheit etc.) sucht wohl jeder erst einen bestimmten Typ. Genaueres dazu weiß ich allerdings nicht.

Deine Frage bezüglich des Alters verstehe ich nicht ganz!

Grüsse
Harry
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Kloeppelfee
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« Antwort #32 am: 29. Dezember 2004, 09:12:41 »

Guten Morgen!

@harry
Dass Du vermutest, das Buch von Sigrid Steinbrecher (Vaterfalle) würde vom biologischen Auftrag der Frau handeln, uns zu vermehren, hat ja was... auch was Lustiges (getzabbanichgleichsauasein!) Nee, geht um was ganz anderes, nämlich um den Abschied vom Traum. Tschüs zu geträumten Beziehungen!

Mir ging`s darum, dass man möglicherweise erst eine Reihe von Wiederholungen erlebt haben muss, ehe man das dahinter stehende Muster erkennt. Und dies ist dann eine Altersfrage :red:.

Ich hatte weder saufende noch schlagende Männer (wie kommst du darauf?Huch). Mich von so einem Muster zu verabschieden, würde ganz andere Strategien erfordern. Ich habe nur ganz "normale" kennengelernt, die sich eine im Leben starke Frau aussuchen, damit sie nicht so viel Verantwortung übernehmen müssen, die sich nach Bemuttern sehnen und, wenn sie dies nicht bekommen, richtig fies werden können. Au weia, das gibt wieder Antworten...

LG
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Stoeps
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« Antwort #33 am: 29. Dezember 2004, 14:51:20 »

Hallo Zusammen!  ;)

Jetzt will ich doch auch mal was zu sagen. Meine Trennung (01.01.99) war auch nicht gerade das was ich mir für mein Leben gewünscht habe. Ich hatte auch die ersten Jahre andere Dinge zu tun als mich um eine neue Frau zu kümmern (siehe "Deine Geschichte"). Ich kann die Ängste und Erfahrungen hier voll und ganz teilen. Ich kannte, auch von vor der Scheidung, viele Frauen die ... sagen wir "interessiert" gewesen wären. Aber allzu oft kam dann der Satz   "....Du hast mir zuviel Schulden......Deine Kinder, ich weiss nicht....!?" Ehrlich gesagt muß ich mit einem solchen Menschen auch nix anfangen. Meine Frau soll mich   und meine Kids plus Vergangenheit akzeptieren! Wenn der neue Partner ein, wenn auch kleines, Problem mit irgend etwas aus der Vergangenheit hat wird es immer wieder hochkommen und immer wieder Reibereien deshalb geben. Gut, man wird einen solchen Partner nicht sofort finden, das gebe ich zu, aber dann doch lieber alleine als sich auf Krampf in eine Beziehung zu stürzen die von vorn herein von Streierein wegen der Kids geprägt ist. Liest man hier leider viel zu oft!
Bei mir dauerte es fast drei Jahre bis ich eine Frau fand die meinen Vorstellungen entsprach. Gut, war aber auch nicht wirklich auf der Suche. Bevor ich da jetzt irgend etwas zusammen laber schildere ich die Kennlern-Story einfach mal.....

  November 2001.... Bayreuth City.... Winter.... Schnee.... Ars**kalt.... puzzled

Es war ein Umgangswochenende, ich hatte die Kids und wir bummelten durch Bayreuth. Da sah ich eine Frau die diese kostenlosen Stadtanzeiger verteilte. Schüchtern wie ich war schickte ich meine Tochter hin mit der Bitte ob sie eine holen könne.
Wieder zu Hause nahm ich die Zeitung mit dort hin wo man Zeit zum lesen hat.  Lächelnd  Im Anzeigenteil (wollte ihn nur überblättern! ;)  ) sah ich eine Anzeige die lautete:   "Suche nette Leute zum weggehen und kennen lernen. 0170/85*****" Anzeige mit Handynummer? Frech wie ich war, musste ja niemand gegenüber treten, schrieb ich eine SMS. "Hallo Du,.... " War eine nix sagende und kurze SMS.
Wider Erwarten kam eine zurück! Schockiert  Wir simsten halt etwas hin und her. Es ging so um´s Alter, Woher, Wieso, Weshalb, Warum..... und so und plötzlich die Frage "Wollen wir was essen gehen?" Shi*, ich hatte die Kids und sie gleich zum ersten Treffen mitnehmen? Auch wenn es um nix ging, ne, besser nicht. Ich schrieb das ich über´s Wochenende arbeiten müsse (sie hat mir später Verziehen!) und frühestens Sonntag Abend kann. Es folgten an dem Wochenende noch eine Anzahl von SMS im dreistelligen Bereich. Theoretisch war es DIE Frau für mich, theoretisch!
Der Sonntag kam, die Kids mussten um 14.00 Uhr zu Hause sein und ich im Tiefflug zurück nach Bayreuth! Tiefflug >>> koreanisches Millitärfahrzeug.... Lächelnd
Wir wollten uns um 18.00 Uhr am DRK Parkplatz treffen. Ich war kurz nach vier da, wollte ja nicht zu spät kommen!  ;)  Ich ging dann noch etwas spazieren um mich seelisch und moralisch darauf vor zu bereiten. Wie gesagt ... DIE Frau! So, alles was ich optisch wusste war das sie einen blauen dreier Golf fährt. Wisst Ihr wie viele blaue dreier Golf das es gibt? Schockiert  Es standen schon 5 (in Zahlen fünf) auf dem Parkplatz! Gut, es war dann sechs... fünf nach... zehn nach... Es führen einige blaue dreier Golf auf den Parkplatz. Mal saßen zwei drin, mal etwas komisch aussehende Frauen, aber alle schauten mich an. Ich sah wohl aus als ob ich auf jemand warte? Ich fühlte mich schon etwas verarsc**!
Dann kam sie, fuhr etwas sportlich, sah aus wie im Film. Es lief irgendwie alles in Zeitlupe ab. DAS IST SIE!  .........  Sch****, das wird nix, eine Frau die so toll aussieht muß eingebildet sein! Ich war hin und her gerissen. Wusste sie ist es, glaubte aber irgendwie das es Charakterlich nix wird. Lange Geschichte, mir war kalt.... wir gingen essen, unterhielten uns über so Sinnlose Sachen wie das Wetter und den Salat.  exclamation_smile  Ich dachte nur jetzt nix falsches sagen. Wir waren fertig mit essen, irgendwann kurz vor Mitternacht, gingen noch ein Ringel und führen dann getrennt nach Hause. Wir hatten dann beide Frühschicht am Montag.
Montag:    Ich bin natürlich wie ausgewechslet durch die Firma geschwebt, war total happy und wollte sie wieder sehen. Feierabend! Ich nach Hause, Sportsachen gepackt um in´s Fitness-Studio zu gehen. (Dann bin ich wenigste´ns schon in Bayreuth wenn sie sich meldet!  ;)  ) Ich war kaum losgefahren da kam eine SMS. "... wiedersehen?"  mad3  Muß nicht erwähnen wie sehr ich mich freute! Wir trafen uns wieder da und gingen ein Eis essen. Für mich stand nun endgültig fest DIE oder keine! Nur wollte ich das sie alles weiss bevor sich was entwickelt! Ich kratzte meinen Ganzen Mut zusammen und erzählte ihr meine Geschichte. So wie in der Sparkassenwerbung. Meine Ex, meine Kids, meine Schulden. Hatte sogar Foto der beiden Kleinen hingelegt. Zugegeben, hoch gepockert. Ihre Reaktion: "Ja und?" Ab dem Moment war es um uns geschehen. Sie war für mich der Traum und ich hatte (wie sie mir später gestand) "Das gewisse Etwas". Wir redeten den ganzen Tag über meine Vergangenheit, ja und etwas über ihre. War aber nicht viel.  Lächelnd
Wir machten von Anfang an klar das wir uns alles sagen, absolut offen zueinander sind keine, absolut KEINE, Geheimnisse voreinander haben. Sie weiss auch das sie mich nie vor die Entscheidung stellen kann "Ich oder deine Kids?" Sie hätte gleich gehen können. Die Wahrheit tut manchmal weh, aber unsere Beziehung ist so, so hätte ich es mir nie zu träumen gewagt.
Gut, am Anfang hatte sie auch Angst vor dem ersten Treffen. Aber sie ist eine absolut liebe Seele und das merkten die Kinder auch sofort. Wir hatten die Kids abgeholt, waren einkaufen und beim Tanken sagte meine Tochter leise zu mir "Die hast Du gut ausgesucht!" Freute mich! Meine Tochter und sie.... wie zwei Schwestern! Die machen ein Blödsinn! exclamation_smile
Zurück zum Thema: Wir zogen eine Woche später zusammen und haben am 30.05.03 geheiratet! (wen es interessieren sollte www.yviandstoeps.de)

.......Nun ist es doch wieder etwas mehr geworden. Aber ich hoffe ich konnte etwas verdeutlichen was ich meinte. Wenn man von Anfang an alles vom Partner und seinen Fehltritten weiss, weiss man auch was ein erwartet. Sollte einer der Partner von vorn herein Einschränkungen machen oder sagen das er/sie/es mit den kids nicht zurechtkommt/kommen will, das sollte man es, denke ich, besser doch lassen. Im Interesse aller Beteiligten. Denn dann leiden auch die Kids noch mehr als wenn der Vater (Mutter) alleine ist.

Gruß, Stefan

PS.: Ich muß zugeben, es gehört auch ein gewisses Maß an Glück dazu den richtigen Partner zu finden! Aber, lasst den Kopf nicht hängen. Dieses Leben ist eins derschönsten, und Ihr habt nur diese EINE!
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......ich bin (un)glücklich!
Harry
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« Antwort #34 am: 29. Dezember 2004, 23:54:45 »

Hallo Klöppelfee,

na klar hat der biologische Auftrag der Frau auch etwas lustiges, das streite ich nicht ab  mad3  . Die Natur funktioniert aber eben so und es gibt noch viele sinnvolle, aber auch sinnlose Einrichtungen, die von der Evolution noch nicht eingefangen wurden - und vermutlich auch nicht mehr werden. Das aber nur nebenher, denn vordergründig geht es darum, ob eine Beziehung darüber hinaus bestehen kann, wie stark sie ist und ob beide daran zu arbeiten bereit sind!!! Was in vielen der Fälle eben nicht gegeben ist und dann daran zerbrechen.
In dem Buch steht also etwas über den Abschied vom Traum, von der geträumten Beziehung. Von dem Traum habe ich mich längst verabschiedet, bereits in der Ehe, hinterher vollkommen. Es gibt ihn nicht. Punkt.
Und weißt du was? Ich glaube, daß man mit 24 Jahren einfach noch zu jung ist zu heiraten - zumindest, wenn man nicht vorher genügend entsprechende Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht gemacht hat (nicht nur *****)!
Dennoch glaube ich an eine kommende gute Beziehung, in der sich beide etwas geben können und auch mal in den  **tsts - ID 6** treten, wenn's nötig ist!

Hm, deine angesprochene Altersfrage ist logisch, natürlich sollte man zumindest irgendwann darauf kommen, welche wiederholte Fehler man macht - andererseits wäre dies tragisch. Aber immerhin, ne? Irgendwann werden wir auf diese Weise weise!  ;)

Das mit saufenden oder schlagenden Männern war nur rhetorisch, sorry!!!
Da lese ich hier ein paarmal, ja, bei mir ist es auch ein bestimmter Typ/Muster - und dann kommt nix weiter, auch nicht auf Nachfrage! Ich war hier (wie auch sonst) sehr offen und habe auch mir unangenehme Sachen aus- und angesprochen, mit denen ich bestimmt auch etwas Gelächter hervorgerufen habe... - und dann kommt nur ein, "ja, ich habe auch", aber ohne eine Erklärung dazu. Ich möchte gern etwas genaueres dazu hören, wenn wir schon darüber diskutieren - sind doch anonym! Anders hätte ich auch kein Problem damit, aber so bringts das halt nicht. So wollte ich dich etwas herauskitzeln... - bist jetzt sauer?

Und jetzt muß ich gestehen, daß ich dieses Muster - starker Partner - vollkommen aus den Augen verloren hatte mit der Zeit und umso mehr dem vaterlosen nachhing! Dabei war dieses Schema mal das eigentliche...
Siehste mal, so sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr! Dieses Unterthema war allerdings zu interessant, seitdem ich darauf stieß! Es widerspricht sich eben nicht.
Danke für das Augen öffnen, oder vielmehr für den 'neuen alten' Blickwinkel!

...und frag mich immer noch, was mit Wintersonne geworden ist...

Liebe Grüsse
Harry
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« Antwort #35 am: 30. Dezember 2004, 19:55:46 »

Hallo Harry,

tja, was ist aus mir geworden? Nix besonders, ich bin wieder einige ONS klüger und irre weiterhin durch das Single- u. Nachtleben. In den letzten Tagen hatte ich (leider) viel Zeit um um allein zu sein und nachzudenken über mich, meine große Liebe und die gescheiterten Versuche danach. Ich denke, der Grund für die vielen "Leichen" in meinem Keller ist die nichtgeleistete Trauerarbeit. So habe ich beschlossen mir jetzt eine Auszeit für die Trauerarbeit zu gönnen und dann wieder anzufangen mich neu umzuschauen. Sonst wird das eh nix. Vielleicht werde ich mir auch einen Therapeuten gönnen. Hat jemand von euch schon mit einer Therapie Erfahrungen gemacht? Jedenfalls möchte ich wieder Vertrauen zu Frauen gewinnen und mich verlieben können. Wenn es euch interessiert, werde ich berichten.
@ Stoeps: Schön zu wissen, dass das Leben auch wieder in ruhige und glückliche Gewässer geraten kann. Ich habe vorhin deine Homepage besucht. Es wirkt alles sehr idyllisch und harmonisch. Viel Glück und alles Gutes.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch und viel Glück für 2005
Marc
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Harry
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« Antwort #36 am: 30. Dezember 2004, 23:06:44 »

Hallo wintersonne,

schön, wieder von dir zu lesen!!!
Schließlich hast du den Beitrag hier angeleiert und ließt mich dann hier sitzen  ;) , und Klöppelfee ist auch sauer auf mich.
Nee, mein' das nicht so!

Du brauchst doch nicht von Leichen im Keller (deines Herzens) zu schreiben, und der nicht geleisteten Trauerarbeit - dir macht es selbst zu schaffen, das schreibst du nur zu deutlich! Mensch, alleine bin ich auch!
Geht es dann so schnell, irgendwo eine kennenlernen, ab in die Kiste - und danach die nächste? Sorry, ich frag nur. Aber daß man dadurch nicht glücklich wird, merkt niemand besser als du selbst. Es hilft nix gegen's alleinsein, man ist es nachher noch mehr?!
Und sag dir nicht ein, daß du dich nach der "Trauerarbeit" neu umschaust - und gleichzeitig sagst, "so wird das eh nix"!!! Du nimmst es selbst bereits wieder in Kauf, sobald du Kraft geschöpft hast, und nachher ist es wieder dasselbe - du weißt es bereits jetzt schon!

Du solltest erstmal versuchen, über deine grosse Liebe hinwegzukommen. Mit allem anderen jetzt machst du dich nur selbst kaputt - von den anderen ganz zu schweigen.
Wann habt ihr euch nochmal getrennt? Habt ihr das Ganze auf irgendeine Weise versucht, aufzuarbeiten? Wenn überhaupt nicht, solltest du da ansetzen und mit deiner Ex reden! Sag ihr offen, daß du nichts von ihr willst, außer über vergangenes zu reden - wie sie es gesehen hat usw. Es geht dann leichter, als du denkst, sobald ein Anfang gemacht ist!
Eine Therapie ist natürlich immer eine Möglichkeit, sofern man das nötige Kleingeld hat! Der Erfolg ist aber nicht automatisch gegeben, denn den hast du auch selbst in der Hand.

Ich wünsch' dir 'vertrauen können' für's nächste Jahr!

Gruß
Harry
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Wintersonne
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« Antwort #37 am: 31. Dezember 2004, 10:06:19 »

HI Harry,

hab vielen Dank für die aufmunternden Worte. Für ein Gespräch ist die Tür schon längst zugefallen (bzw. geknallt). Ich will mit ihr darüber auch nicht mehr reden, es ist auch schon über 18 Monate her und außerdem weicht sie solchen Gesprächen aus indem sie Nebenschauplätze eröffnet oder ich mit Vorwürfen eingedeckt werde (so ist es zumindest bei meinen Versuchen geschehen). Deswegen versuche ich es jetzt auf dem Weg der Therapie. Von einem Freund habe ich eine sehr gute Adresse bekommen. Wie du schon geschrieben hast: "Und sag dir nicht ein, daß du dich nach der "Trauerarbeit" neu umschaust - und gleichzeitig sagst, "so wird das eh nix"!!! Du nimmst es selbst bereits wieder in Kauf, sobald du Kraft geschöpft hast, und nachher ist es wieder dasselbe - du weißt es bereits jetzt schon!" Diesen Automatismus möchte ich durchbrechen und meine große Liebe überwinden. Natürlich ist eine Therapie nicht automatisch eine Garantie für Erfolg aber allein schaffe ich es nicht!

Zum Thema ONS: Frauen ins Bett zu bekommen ist nicht besonders schwer. Hör ihnen zu und gib ihnen das Gefühl, dass sie wichtig und attraktiv sind. Meistens übernehmen sie dann sogar die Initiative. Sogar die, die fest verheiratet oder in festen Partnerschaften sind! (Obwohl ich von diesen, insofern ich es weiss, die Finger lasse). Viele Frauen fühlen sich von Männern unverstanden und nicht akzeptiert. Ich weiss, es klingt sehr chauvinistisch und pauschalisiert, aber es stimmt (hoffentlich hassen die Frauen in diesem Forum mich jetzt nicht).  

Ich wünsche Dir alles Gute für 2005
Marc


[Editiert am 31/12/2004 von Wintersonne]
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« Antwort #38 am: 31. Dezember 2004, 13:48:26 »

Hallo Wintersonne,

jetzt kommt die Haue einer Frau an den Chauvi ;)

Tatsächlich gebe ich Dir recht mit dem was Du zu ONSbedürftigen Frauen schreibst - aber sind das die Frauen die du suchst? Denn   solche Frauen suchen in der Regel   keine feste Beziehung...

LG
Biga

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Kloeppelfee
Gast
« Antwort #39 am: 31. Dezember 2004, 15:18:22 »

Oha!
Ist ja ne Menge passiert hier im Thread. Sehr spannend!

@harry
Tja, mein Lieber, sauer bin ich schon mal gar nicht - worauf sollte ich? Oder hast Du einfach eine Antwort vermisst? Tja, da stand ich beim Lesen vor einem kleinen Problem, denn ich war der Meinung, dass ich ehrlich geantwortet habe, wenn auch nicht sehr ausführlich. Habe Deine Beschwerde also nicht verstanden, wobei Du dann einen Absatz weiter doch zu dem Prinzip "starke Frau suchen" etwas schreibst und ich denke: also hat er es doch mitbekommen.

Wenn Du eine klarere Antwort haben möchtest, bitte gerne - wir sind ja anonym: Meinen Verflossenen das Prinzip "starke Frau" anzulasten, ist vermutlich durchaus richtig, aber natürlich nur die eine Seite. Denn meinen Teil habe ich ja auch fleißig dazu beigetragen. Also: ich habe mir auch immer gut gefallen in dieser Rolle und begeistert Verantwortungen an mich gezogen und übernommen, die definitiv nicht meine sind.

Da gibt es eine Menge zu lernen. Das hat - wie Wintersonne schreibt - mit Trauerarbeit zu tun. Man muss sich von alten Enttäuschungen losheulen und lernen, Vertrauen zu haben. Lernen, um Hilfe zu bitten. Lernen, ausschließlich dafür verantwortlich zu sein, die eigenen Gefühle zum Ausdruck zu bringen und für sich selbst zu sorgen.

Das alles ist zum Beispiel für mich schwieriger, als einfach alles mal eben selbst zu regeln.. wobei dann auch gerne der Punkt des Überfordertseins kommt... und dann sauer werden... auch schön: beleidigt sein, weil andere die großartige Aufopferung nicht wahrnehmen und würdigen... tja, so läuft das alte Spiel.

Ein neuer Weg ist steinig und mühselig. Wir sind auf unser altes Hamsterrad meist so lange trainiert, dass wir beinah automatisch (re)agieren, also auf bestimmte Blicke, Andeutungen etc. sofort eingehen - mit dem alten Spielchen. Bei aller Selbsterkenntnis ist die Anwendung in der Praxis ein kurvenreicher Weg der kleinen Schritte.

Meine jüngste Erfahrung hat mir gezeigt, dass ich selbst zwar schon weiter gekommen bin und direkter und ehrlicher geworden bin, dass dies aber alles nichts nützt, wenn das Gegenüber dies nicht tut. Da lag der Haken wohl in meiner Auswahl des Mannes, die vermutlich noch am alten Schema orientiert war. Verliebtsein ist ja so schön!!! Da sehe ich doch gerne mal über drei, vier Kleinigkeiten weg...

Wie gesagt, sehr kurvenreich und nicht von einem auf den anderen Tag anders, wie man sich das vielleicht wünscht. Es sind alles Übungen.  ;)  

@wintersonne
Du siehst das ganz klar, dass Dich die ONS nicht weiterführen - möglicherweise alles weitere Leichen im Keller... Such Dir einen guten (!) Therapeuten aus, es laufen auch viele sehr merkwürdige herum... eine persönliche Empfehlung ist wohl das Beste.
Du siehst auch ganz klar, dass da eine saubere Trennung von der großen Liebe her muss. Am schönsten wäre es, wenn man zusammen darüber reden könnte, wenn man zusammen loslassen könnte, aber meistens ist das schwer, weil nicht beide auf dem selben Level sind, also weil nicht beide gleichzeitig für sich den Punkt erreichen, genau jetzt loslassen zu wollen.
Was wir alle brauchen, ist wohl Klarheit über die Vergangenheit, von der ein Abschied fällig ist.
Wenn wir uns davon nicht (wirklich) verabschiedet haben, lassen wir uns nicht neu ein, denn wir rennen immer wieder in die gleiche Falle ("So enttäuscht will ich NIE wieder werden", "DAS Verhalten kenne ich: Wenn sie jetzt das macht, dann kommt morgen das und übermorgen dies... lieber gleich weg!" c).

Zu trainieren, nicht mehr in die alte Falle zu laufen, erfordert viel Erkenntnis über sich selbst (mit `nem Therapeuten geht das manchmal einfach schneller) und ist verbunden mit "Rückfällen" sag ich mal. Fand ich jetzt auch ziemlich enttäuschend...

Vor allem finde ich es im Moment manchmal auch so doof "unromantisch", weil ich dies herrliche Verliebtheits-Gefühl von früher so gerne wieder hätte und gleichzeitig höllisch aufpasse(n muss). Es ist der Versuch, realistischer auf mich und die Männer zu gucken. Nix mehr mit Traummann.

Bin gespannt, wie`s weitergeht.

Ach, noch eins, Wintersonne:

"Frauen ins Bett zu bekommen ist nicht besonders schwer. Hör ihnen zu und gib ihnen das Gefühl, dass sie wichtig und attraktiv sind. Meistens übernehmen sie dann sogar die Initiative."
"Viele Frauen fühlen sich von Männern unverstanden und nicht akzeptiert."

Falls die Frauen von Dir auch nichts weiter wollen als eine Bettgeschichte, ist das doch alles okay. Dann kann man nur sagen: Wow, die Frauen haben sich aber emanzipiert, dass sie so direkt geworden sind.
Aber wenn es so wäre, würdest Du doch hier gar nicht darüber sprechen hier - stimmt`s?

Ich interpretiere das mal so, dass Du Dich wirklich wunderst, dass es so "leicht" ist mit den Frauen.
"Gib ihnen das Gefühl, dass du sie akzeptierst, wichtig findest und verstehst"
Ich weiß genau, was Du meinst. Zum Beispiel da liegt der springende Punkt. Es ist erschreckend oft ziemlich leicht für Männer, mit Frauen Spielchen zu spielen. Weil die Frauen es mitmachen.

Ich kenne wenige Frauen (und zähle mich auch noch nicht vollständig dazu), die direkt und ehrlich ihre Ansprüche einem Mann gegenüber vertreten. Die bereit sind, dann auch die Konsequenzen zu ziehen.
Ich kenne dagegen sehr viele Frauen, die keine klaren Forderungen stellen, sondern eher "nachfragen", bei einem Nein dann einen Rückzieher machen, dabei jede Menge Groll anhäufen... (siehe oben)
Es reicht Frauen manchmal schon so verdammt wenig. c
Eigentlich unglaublich, denn hinterher stehen sie da mit einer ganzen Liste von Anklagepunkten, sind komplett unversöhnlich etc., überhaupt nicht mehr gesprächsbereit... Ihr kennt das vermutlich?Huch

Liebe Grüße
Lasst es ordentlich krachen!
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Harry
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« Antwort #40 am: 31. Dezember 2004, 19:46:47 »

@Wintersonne
Das ging ja schnell! Hast du schon einen Anfangstermin für die Therapie? Meinen Respekt an dich Jan, denn das ist alles andere als feige!
Und die Reaktionen der Frauen hier sind ja moderat abgelaufen und zeigen auch Verständnis. Könnte schon sein, was Biga schreibt, oder? Daß du nur diesen Typ suchtest, vielleicht nur unterschwellig; vielleicht aber auch bewusst, wenn du dir sowieso nichts darüberhinaus zutrautest. Klöppel'sches Ansätze dazu sind auch interessant und vermutlich treffend.
Egal jetzt: Du hast dich dem gestellt, das ist erstmal wichtig! Hier ist niemand sauer auf dich, ich nehme sogar stark an, daß dir jede(r) die Daumen drückt! Laß uns halt ab und zu mal wissen, ob's vorwärts geht!
Übrigens hab ich neulich mit dem einen ONS von mir telefoniert, in die ich mich verknallt hätte und seit Juni eine Therapie macht. Es bringt sie mächtig voran (ihr eigener Eindruck), hat mir von der Arbeitsweise ihrer Therapeutin erzählt. Das ist schon sehr effektiv, wie sie arbeitet!!!

@Klöppelfee
Also ehrlich: Auf eine Antwort wartete ich schon! Gestern Mittag las ich einen frisch erstellten Beitrag von dir in einem anderen Forum, deswegen dachte ich mir, auweia, jetzt ist sie tatsächlich sauer!
Schön, wenn du's also nicht bist!

Na klar hast du ehrlich geantwortet vorher, das nahm ich durchaus so an (ich dachte aber nicht, daß somit alles gesagt ist und erledigt ist, überhaupt meine ich...)!
Deine "erweiterten" Ausführungen jetzt habe ich so eigentlich (noch) nicht erwartet - und muß nun sagen, daß ich paff bin! Das ist fast auf den Punkt genau mein Problem und der Arbeit an mir...

  "In der Rolle gefallen... - die Verantwortung an sich ziehen"
Und daß man so ehrlich und direkt sein kann wie man mag, es nur nicht nützt, wenn der Partner das nicht kann.
Aber mir dann Vorwürfe gefallen lassen sollte für alle weiteren "Nichttaten", weil ich es leid war. Das ist glaub ich der Unterschied zu uns in diesem Rollenverhalten - du warst sauer und beleidigt auf den anderen; ich wurde beschimpft...!
  Das Hinwegsehen über ein paar Kleinigkeiten, wenn man doch verliebt sein darf! (was ja durchaus okay wäre, wenn nicht immer ich auf den anderen zugehen muß).

Obwohl, da holte mich die Realität zuletzt sehr schnell ein, deshalb auch die sehr   kurzen Beziehungen. Ich wollte das nicht mehr mitmachen! Aber wie du schon schreibst - trotzdem der Automatismus bei bestimmten Blicken usw., was einen unwiderstehlich anzieht - den konnte ich bis jetzt auch nicht abschalten. Zielsicher waren es immer Frauen, die auf irgendeine Weise Hilfe bedurften - da kommen die vaterlos aufgewachsenen eben (bevorzugt?) hinzu.
Zumindest habe ich zuletzt sehr genau hingesehen, wenn ich den zielsicheren Griff auch noch nicht verhindern konnte...

  "Man muss sich von alten Enttäuschungen losheulen und lernen, Vertrauen zu haben. Lernen, um Hilfe zu bitten. Lernen, ausschließlich dafür verantwortlich zu sein, die eigenen Gefühle zum Ausdruck zu bringen und für sich selbst zu sorgen. "
Das ist längst so bei mir, schrieb ich auch schon mal. Wenigstens was!

Stimmt auch, man wünscht sich zuviel auf einmal - wo man doch in vielerlei Beziehung schon weit ist...
Ich mach' aber sowieso schon langsam jetzt  ;)

Muß aber eins nachfragen, was du Wintersonne schriebst:
  "...Frauen, die keine klaren Forderungen stellen, sondern eher "nachfragen", bei einem Nein dann einen Rückzieher machen..."
Du meinst, Dinge, die in der Partnerschaft nicht passen, leise anzusprechen und beim Unwillen des Partners dazu, aufzugeben??? So interpretiere ich das mal, es ist etwas unverständlich im Zusammenhang.

Also, bis nächstes Jahr an alle!
Krachen werde ich's nicht lassen. Für Knallerei habe ich eh nichts übrig, darüber hinaus überlege ich, ein paar Euronen für die Bebenhilfe locker zu machen.
Alles was hier kracht, ist wiedermal mein seit gestern rausgerutscher Halswirbel, den ich immer noch in der Mangel habe  

Bis denn
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Kloeppelfee
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« Antwort #41 am: 01. Januar 2005, 16:12:15 »

Guten Morgen!

@harry
Hey, freut mich, dass meine Meinung von Männern (okay, wollns mal nicht übertreiben.. von einem Mann hier) gefragt ist sofahuepf
Noch ein paar Kleinigkeiten zum Thema:
Zitat

"Das Hinwegsehen über ein paar Kleinigkeiten, wenn man doch verliebt sein darf!" (was ja durchaus okay wäre, wenn nicht immer ich auf den anderen zugehen muß).

Das ist eben NICHT okay, wenn immer Du auf den anderen zugehst. Genau das ist das Problem. Da haben Leute wie wir dann mal Geduld zu lernen.
Anders gefragt: Was passiert denn, wenn Du aufhörst, immer auf den anderen zuzugehen?
Wirste nervös dann? Hältst Du es aus, wenn nichts passiert? Schweißperlen auf der Stirn, weil es sein könnte, dass der andere sich gegen Dich entscheidet?
Zitat
Zielsicher waren es immer Frauen, die auf irgendeine Weise Hilfe bedurften

Alles klar. Lies mal "Die Vaterfalle". Dürfte genau deins sein...
Zitat
Du meinst, Dinge, die in der Partnerschaft nicht passen, leise anzusprechen und beim Unwillen des Partners dazu, aufzugeben???

Jawoll! laola
Klare Forderungen zu stellen, heißt auch, sich selbst klar machen (müssen!), was man wirklich will und bereit zu sein, entsprechende Konsequenzen zu ziehen.
Also: Wenn mich ein bestimmtes Verhalten meines Partners kränkt, verletzt etc.; wenn er z.B. vor seinen Kindern nicht zu mir steht, dann kann ich "leiden & nörgeln", ohne dass sich was ändert (außer, dass die Stimmung immer mieser wird...) oder aber ich kann eine klare Ansage machen. Dazu muss ich mich aber entscheiden: Ertrage ich das so oder nicht? Wenn ich entscheide, das ertragen zu können, dann muss mit der Leiderei auch mal Schluss sein. Dann habe ich mit den Kindern eben nichts zu tun. Oder aber ich sage: So kann und will ich nicht leben. Dann kann ich eine klare Forderung stellen, muss dann aber auch die Konsequenz tragen, dass der andere vielleicht nein sagt - was ja sein gutes Recht ist.
Zitat
Alles was hier kracht, ist wiedermal mein seit gestern rausgerutscher Halswirbel

Du bedauernswertes Geschöpf! Na denn schlafen
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Harry
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« Antwort #42 am: 02. Januar 2005, 12:34:08 »

Mahlzeit!

Konnte mich gestern mit HWS fast nicht mehr bewegen, ich könnte  guilutine  , aber jetzt gehts einigermaßen und für die Tastatur reichts auch  

Aber hallo, Klöppelfee, deine Meinung ist glaub ich nicht nur von mir gefragt! Du beziehst klar und offen Stellung und oft kommt von dir verblüffendes, das man so noch gar nicht bedacht hat! Genau so sollte das alles auch sein, ich kommuniziere hier jedenfalls gern mit dir!

Meine Teuerste, würden Sie bitte den Satz noch einmal lesen, genauer gesagt, ab dem Wörtchen   wäre?
quote:
--------------------------------------------------------------------------------

"Das Hinwegsehen über ein paar Kleinigkeiten, wenn man doch verliebt sein darf!" (was ja durchaus okay wäre, wenn nicht immer ich auf den anderen zugehen muß).
--------------------------------------------------------------------------------

Den ein oder anderen Schritt auf den anderen zu sollte man aber tun. Und auf deine Frage, was danach passiert: Ich warte zunächst ab, reize und provoziere auch mal ganz bewusst. Sollte sich nichts tun, spreche ich die Dinge offen an, normalerweise klärt sich dann alles - auf die eine oder andere Weise.
Zumindest hab ich das in meiner letzten richtigen Beziehung vor über einem Jahr so geschafft. Alle deine weiteren Ausführungen dazu sind logisch und richtig. Du hast diese Thematik schon sehr gründlich aufgearbeitet, alle Achtung!

An der Vaterfalle komme ich wohl so oder so nicht vorbei, ich werde mich morgen danach umschauen!

Sich in Geduld üben... - wie kommst du darauf? Ist das in irgendeiner Weise typisch?
Tatsächlich war Ungeduld mal eine meiner grössten Schwächen, das ist aber schon etwas länger her.

Ich würde schon noch etwas schreiben, aber mein Hals schreit nach Entspannung!
Bis demnächst (warte wie immer ganz ungeduldig auf neue Post  ;) ) und liebe Grüsse
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« Antwort #43 am: 03. Januar 2005, 09:00:01 »

@Harry
Danke für die Komplimente. Gebe ich gerne zurück! Wegen Therapeutenadressen und so schick mir doch mal eine PN mit Deiner E-Mail-Adresse.

LG Klöppelfee
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« Antwort #44 am: 03. Januar 2005, 11:26:06 »

Tach Gemeinde,

ich wünsche allen ein frisches, lustiges und spannendes neues Jahr.
Es ist seit Weihnachten hier im Topic ja ne Menge passiert.

Meine Zurückhaltung im Forum mein lieber Harry liegt darin, dass wir, d.h. meine LG und ich, ab Weihnachten ohne Kinder waren und wir uns dann ausschließlich um uns kümmern. ;)
D.h. der Rechner ist und bleibt abgeschaltet, die Handys sind aus und nur unsere Kinder haben eine Notfallnummer unter der sie uns erreichen können. Die akzeptieren das und kommen damit ausgezeichnet klar.

@wintersonne

Ich hatte lange das Bedürfnis mit meiner Ex zu reden, über das was gelaufen ist aber ohne Erfolg. Die Tür ist zwar nicht zugeknallt, aber ich habe keine lust mehr. Soll sie doch in ihrem kleingeistigen Gedankenmatsch ersaufen.

@stoeps

Sowas macht Spass zu lesen. Da zeigt sich doch, dass jammern nur eine zeitlang wat is. Und Flucht nach vorne ist immernoch der einfachste Weg, nur den muß man erst erkennen.

@harry

So Harry, getz kommen wir mal zu den Frauentypen, auf die ich so reingefallen bin oder stehe, bzw die sich unterschwellig so wiederholen: Lächelnd

D.h. sie hatten alle, fast ohne ausnahme ein gestörtes Verhältnis zu ihrem Elternhaus, speziell zu ihren Vätern. Sie bewegten sich da in einer Art Hassliebe, jedoch mit der Gewissheit sich immer auf ihre Tochterrolle zurückziehen zu können. Ich selber stand dann immer dazwischen. Auf der einen Seite die Forderung, auf der anderen Seite "aber Papa hat aber immer aber..." Das ganze ist sehr Facettenreich und gipfelte dann in der Ehe auf eine 100% ige Kopie des Schwiegerelternhauses und die "Hassliebe"adaptierte sich dann auf mich.
Das ist ein unerschopfliches Thema zu dem ich noch ein Topic im Beziehungsforum aufmache.

@klöppelfee

es ist schön zu lesen, wie du dich mit dem ganzen Thema auseinandersetzt. Zum Vaterfalle lesen möchte ich mich jetzt nochmal "outen":

Ich habe auch "der perfekte Liebhaber" und "die perfekte Liebhaberin" gelesen. ;)

Dabei wurde mir auch klar, dass man sich auf diesem Gebiet in der Ehe abgewirtschaftet hatte und gleichzeitig wurde die Frage nach dem "Warum" gestellt. mad3

@all,

die Trauerarbeit habe ich, scheinbar im gegensatz zu anderen, schon in den letzten Monaten der Ehe geleistet. Das war ein Zufallsprodukt, das mir aber nach der Trennung zu Gute kam. Die Jammerzeit war nur sehr kurz und beschränkte sich nur auf den Verlust der Kinder und der ein oder anderen liebgewonnenen Gewohnheit.

Auf ein schones neues Jahr, solstart
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« Antwort #45 am: 09. Januar 2005, 21:59:08 »

Hallo Solstart!
Sorry für die späte Antwort, ist halt recht ruhig geworden hier.
Bei deinen Ausführungen wird man echt neidisch!!! Erstrecht gut, wenns die Kinder auch kapieren!
Du meinst also, eine Adaption deiner Ex von ihrem Vater auf dich, hat dessen Handlungsweisen auf dich übertragen bzw. versucht, sie so zu steuern? Ich glaube schon, dich so verstanden zu haben, frage nur noch mal nach.

Hast du es so mitgemacht - oder wieweit? Wie sind deine Erkenntnisse heute damit?
Ein   Problem hast du offensichtlich   noch damit (aktuelles Glück hin oder her), oder wofür ein neues Topic? Oder willst es nur aufarbeiten im nachhhinein? Ist ja auch nötig.

Dann wünsche ich dir, daß du diesmal eine bessere Wahl getroffen hast und ihr noch recht oft viele gute Stunden verbringen könnt :-)))!

Viel Grüsse
Harry
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« Antwort #46 am: 11. Januar 2005, 14:14:31 »

Hallo Harry,

was heisst denn neidisch? Mach doch einfach auchmal !!!! Lächelnd
Ich saß irgendwann mal auf nem Paraleltwin in einer Kurve und aus dem Ohrhörer sang Wolfgang Nideggen.....bist sogar neidisch auf die Typen, die du sonst nur bedauerst...... question

www.bap.de,  diskografie,  songtexte,  ne schöne jroos

Das hab ich dann mal "philosophisch" betrachtet und anschließend das mit dem Neid für mich fallengelassen. ;)
Bitte nicht ganz ernstnehmen, jedoch is wat dran.

Das mit der Adaption ist tatsächlich so und mitgemacht habe ich das auch, aber nur solange ich es nicht gemerkt habe. Nach der Feststellung das es so sein könnte, habe ich dem zuwider gehandelt. Damit habe ich mich aber gegen die väterliche Idealisierung gestellt und damit begann auch der Beziehungszerfall. Es geht hier jetzt nicht um Schuldzuweisung, sondern um die Erkenntnis was da von statten gegangen ist. Ich selber betrachte es als aufarbeiten. Ein Problem kann sich aber noch daraus entwickeln, da ihr Vater in der altersbedingten "Insgraßbeißliga" spielt und was dann.......? achtung

Übrigens: Wir verbringen nicht nur gute Stunden, sondern auch Minuten. dabei geht es nicht um ....öha, sondern um sie und mich, und mich und sie. Daraus tanken wir mehr Lebensenergie als aus nem Müsliriegel oder sujet. Lächelnd

LG solstart
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« Antwort #47 am: 18. Januar 2005, 23:33:19 »

Tach Solstart,

das Mitmachen dauert eben noch ein bißchen  ;)
Ich lasse mir jetzt endlich Zeit, das ist alles.

Ich finde es erstaunlich, daß du diesen Prozeß so von selbst (oder aus Zufall?) mitbekommen hast!
Es ist ja eigentlich alles nur so schleichend, wenn man in eine Rolle hineingedrängt wird.
Ob und wieweit diese Adaption bei mir und meiner Ex-Frau vorherrschte, bleibt mir unklar.
Fakt ist, daß sie ein Riesenproblem mit dem frühen Vaterverlust hat und daß ich in bestimmte Rollen gedrängt wurde, die ich aber nie mitmachen wollte. Ich kann mich da nicht vollends reindenken und will es auch längst nicht mehr. So, wie ich das alles verarbeitet habe, ist es eigentlich okay, noch mehr brauche ich nicht   für mich! Allerdings werde ich manchmal immer noch da reingedrängt und für Sachen, zu denen ich längst nichts mehr kann, auch noch verantwortlich gemacht. Ich wehre mich dagegen und teile dann auch mal aus, aber damit tue ich mir eigentlich selbst nur Schlechtes! Damit fülle ich die Rolle teilweise wieder aus. Gottseidank passiert dies nur noch sehr selten.
Eine gute Freundin hat mir neulich gesagt, daß ich damit einfach gelassener umgehen sollte!
Sie hat Recht, denn ich für meinen Teil weiß, was Sache ist und kann es  beurteilen, wie sie "funktioniert" -  und sollte es an mir abprallen lassen. Unbeantwortet, einfach so. Ich denke, das wird so klappen!

Natürlich verbringt ihr Minuten, alles andere hätte mich gewundert. Liebe ist etwas sehr Großes, ich wünsche euch eine Ewigkeit dafür!

Alles Gute an euch,
Harry
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« Antwort #48 am: 19. Januar 2005, 13:14:28 »

Tach harry,

ich kann das nicht als Prozess beschreiben sondern als Summe von allem möglichen das sich verändert hat. Allerdings gab es dann einen Auslöser (schicke dir eine PN).

Diese rollen in die man reingedrückt wird haben den Anschein, dass sie schleichend sind. Sind´se aber garnicht. Die kriegste mit, volle kanne, aber du nimmst sie nicht ernst. Ich habe die gedanken gehabt: sieh das nicht so eng. Hätte ich aber besser, denn mit der Zeit kochten sich die zu einem mächtigen zähen Brei zusammen aus dem ich mich in aller letzter Sekunde mit einem Sprung ins kalte Wasser gerettet habe. ;)

Danke für die Ewigkeit, sie ist wunderbar.

Gruß solstart
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« Antwort #49 am: 19. Januar 2005, 23:57:19 »

Hi Solstart,

Summe von Veränderungen trifft es auch. Den Prozeß als Ganzen nahm ich (später) allerdings als schleichend wahr.
Vielleicht waren es zu viele kleine Nebenkriegsschauplätze, um das mal übertrieben martialisch zu formulieren, aber irgendeinen Hass gab es nie. Doch die ständigen Bemühungen, wenigstens etwas mehr Miteinander zu leben, das ständige Nachgeben bei kleinen Dingen, um den   Frieden zu erhalten - und den permanenten   Kampf bei grundsätzlich wichtigen Dingen - das war schon aufreibend.
Bei mir gabs halt keinen Auslöser. Ich hing die letzten 3 Jahre im stillen Kämmerchen rum und grübelte und war nurmehr für die Kids da. Ich wusste zwar, daß nichts mehr passt, konnte aber selbst nichts mehr dagegen tun. In diese Zeit kam zuletzt, ganz krass, die offene Zuweisung meiner Rolle des Bösen gegenüber den Kindern. Das passierte vorher nie und war vielleicht die Folge daraus, weil ich mich der Rolle immer weiter entzog.
Wie gestern geschrieben, das passiert immer noch hin und wieder, doch immer seltener. In diesen Fällen bin ich aber nicht mehr in der Rolle des Bösen (auch nicht mehr gegenüber den Kindern, eher im Gegenteil!), sondern eher des Schuldigen oder Verantwortlichen - z.B für ihre jetzige Lage, der Hausfinanzierung uvm. Auch dem entziehe ich mich, aber manchmal inkonsequent. Indem ich kontere, gerät die halbjährliche Ruhe zuvor wieder aus den Fugen - konnte aber auch oft nicht anders, weil so vieles unaufgeklärt und unabgeschlossen war.

Mächtig zäher Brei, jepp! Diesen Ausdruck könnten wir für alle verkorksten Ehen nehmen und solltest du dir patentieren lassen!  :cool:

Wenn ich vorher das Geld dafür gehabt hätte, wäre ich zu einem Therapeuten! Nicht gleich zu Anfang, denn da verarbeitete ich noch für mich. Ich sah ja erst später, was alles falsch lief und ich mir nicht alle Schuld der Welt geben musste. Zu diesem Zeitpunkt professionelle Hilfe wäre goldwert gewesen und um einiges effektiver und hilfreicher als mein mühsamer Zickzack-Weg in den letzten Jahren.
Also an euch alle da draussen, die mächtig zähen Brei haben: Wenn ihr das Geld übrig habt, laßt euch helfen! Es spart Zeit und Nerven, nicht zu knapp (weiß dies von ein paar Bekannten), und habt im Normalfall einiges an Hilfe mit auf dem Weg, der so auch wieder normal begangen werden kann!

Alles Gute an euch
Harry


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