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vatersein.de - Forum 19. Mai 2019, 10:55:38 *
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Autor Thema: Vater möchte nicht dass ich mit seinen Kinder "schmuse"....was tun?  (Gelesen 8298 mal)
playingpro
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3


« am: 04. April 2011, 15:09:23 »

Hallo und erstmal Danke für´s Zuhören!

Ich habe seit gut 8 Wochen eine sehr nette neue Freundin, die ich eigentlich schon sehr lange kenne (seit meiner Lehrzeit(bin jetzt 38), wir haben immer mal was sporadisch unternommen, es war aber nie auch nur ansatzweise "mehr"), wir haben nun seit gut 6 Monaten mehr zusammen unternommen, und...ja....seit (wie gesagt) 8 Wochen sind wir ein Paar.

Sie hat 3 Kinder (2 Jungs von 6, ein Mädchen von 4), mit denen ich mich echt gut verstehe, ich beschäftige mich viel mit ihnen, sie stehen bei uns/unseren Aktivitäten immer im Vordergrund, wir machen Ausflüge, waren im Kurzurlaub, ich spiele mit ihnen und lese ihnen vor usw. Ich mache das weil sie es wünschen, nicht weil ich mich aufdränge, ich bin da sehr entspannt, wenn einer etwas möchte kann er immer kommen und ich nehme mir Zeit. Ich hatte vorher nie gross was mit Kindern zu tun, aber die neue "Aufgabe" gelingt mir ganz gut. Ihren Ex-Mann habe ich auch kennengelernt, ein sehr netter und intelligenter Mann, sie haben auch keine festen Besuchszeiten, er kommt auch mal so vorbei unter der Woche und jeden Samstag ist sein Kindertag...! Und auch ich kann ihn echt gut leiden, es ist mir null unangenehm wenn er kommt oder ähnliches...!

Nun gibt es aber ein Problem, bei dem ich nicht so recht weiter weiss: Er möchte nicht, dass ich mit den Kindern "schmuse", oder ihnen z.B. die Zähne putze oder sie mal abdusche. Vorlesen oder Schoß sitzen ist akzeptabel, aber Küsschen geben oder eben "schmusen" nicht. Das ist für mich nicht einfach, denn ich komme ja nicht von mir aus zu den Kindern, sondern sie kommen zu mir und möchten mal schmusen oder Rückenkraule oder ähnliches. Ist ja auch nicht sooo oft, aber es kommt auf jeden Fall vor! Für mich ist das kein Problem, wie gesagt, wenn einer von sich aus kommt kann ich ganz schlecht etwas ablehnen...ist nicht meine Art sie einfach "wegzuschicken", denn es würde ihnen weh tun bzw. sie würden es meiner Meinung nach nicht verstehen.

Er aber meint, schmusen ist Vater und Mutter vorbehalten, und ich sollte das eben nicht machen....und ich würde seinem Wunsch ja gerne entsprechen, nur hat sich das eben so "eingebürgert" als wir angefangen haben etwas zusammen zu machen, da hat ja niemand mit so einem "Ausgang" gerechnet...!

Ich stelle mir nun vor wie ich das "praktisch" durchziehen soll, ohne die Kinder zu sehr zu verprellen bzw. sie damit sogar zu verletzen, aber wie soll das denn sein wenn wir mal zusammen wohnen, wir wollen in ca. 2 Jahren (wenn alles gut ist) ein Haus bauen....wie soll ich da auf alles achten was nach schmusen aussieht?! Ich mache mir da grade einen SEHR grossen Kopf, meine Freundin (die Kindsmutter) sieht das ähnlich("wie soll das gehen, die Kinder wollen es so und suchen es sich aus mit wem sie schmusen wollen und genießen es"), aber ich respektiere auf jeden Fall den Wunsch des Vaters....aber was soll ich tun, wie soll ich mich verhalten??

Meine ganz ehrliche Meinung dazu: Ich zwinge den Kids nichts auf, sie kommen von sich aus, sie wissen GENAU wer der Papa ist und lieben ihn und freuen sich wenn er kommt bzw. sie hin können, und mich mögen sie auch, ich erkläre ihnen auch immer wieder dass ich ihr Freund(!) bin!! Eigentlich alles gut, denke ich....bis auf die Schmussache....

Vielen Dank für eure Meinung, wenn es weitere Fragen gibt bitte raus damit....

Grüsse....!
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vj
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« Antwort #1 am: 04. April 2011, 15:21:09 »

Hi und willkommen!

"Schmusen ist Vater und Mutter vorbehalten"? - Das kommt mir ehrlich gesagt, ein wenig seltsam vor...
In meinen Augen entscheiden die Kids, mit wem sie kuscheln wollen und mit wem nicht. Kinder haben nun mal in dem meisten Fällen das Bedürfnis nach körperlicher Nähe zu den Personen, die sie gern haben und möchten diese auch mal umarmen.
Und wenn sie da zurückgestoßen werden (aus nicht nachvollziehbaren Gründen) dann wird sie das zumindest verwirren, wenn nicht sogar verletzen.

Würde mir da an deiner Stelle nichts vorschreiben lassen.


lg
vj
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Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12,21)
midnightwish
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« Antwort #2 am: 04. April 2011, 15:51:01 »

Hi,

hm. Ich muß ehrlich sagen, das mir nach 8 Wochen Beziehung ein Abduschen der Kidner doch zu weit gehen würde. Das muß nicht sein. Von daher kann ich den Vater durchaus verstehen. Und ob die Kinder wirklich dem grade mal 8 Wochen-Freund küsschen geben sollten, sie auch dahingestellt.
Mag sein d,as ich es zu wenig locker sehe, aber ich glaube deine Freundin würde es sicher auch anders sehen ,wenn die Kinder plötzlich jedem Küsschen geben würden.

Tina
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vj
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« Antwort #3 am: 04. April 2011, 16:05:21 »

Hi,

Also ich habe es erlebt, dass die Kleine meines LG (also meine Stieftochter) mit ihren damals 8 Jahren jeden sofort umarmt hat, den sie nett fand - auch z.B. meinen Bruder, als sie ihn das erste Mal gesehen hat. Sie klebte sofort an ihm dran und gab ihm auch ein Abschiedsküßchen zum Schluss.

Ich denke, Kinder haben da meistens ein gutes Gefühl, wem sie vertrauen können und wem nicht.
Vor allem - wie soll man denn die Kinder daran hindern, dass sie sich z.B. beim Fernsehen zu den Erwachsenen kuscheln?
Oder soll man sich z.B. dann einfach wegdrehen, wenn sie ein Küßchen wollen?

Ich finde es unglaublich schwierig, eine solche Situation zu beurteilen, wenn man keinen der Beteiligten kennt.
Aber grundsätzlich bin ich der Meinung, dass man eine solche Grenze, wie vom KV gefordert, nicht ziehen kann. Bei einer so unklaren Grenze kann sich niemand auskennen und am allerwenigsten die Kinder.

Entweder vertraut er dem LG der KM oder nicht.
Wenn er ihm nicht vertraut, sollte er das offen ansprechen (und dann wäre das auf dem Schoß sitzen aber auch nicht ok).

lg
vj
« Letzte Änderung: 04. April 2011, 16:09:23 von vj » Gespeichert

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« Antwort #4 am: 04. April 2011, 16:08:21 »

Naja, ich schließe mich der Meinung von midnightwish an. vllt sehe ich das auch etwas eng. Jedoch kann ich den KV sehr gut verstehen. Ich würde es auch nicht für gut heißen, wenn ein anderer Mann mit meinem Kind kuscheln würde. Ich finde - sofern der kontakt zum leiblichen vater besteht - sollte der "stiefvater (ich mag dieses wort überhaupt nicht)" ein guter kumpel sein, mehr aber nicht.  

Hier scheiden sich aber die Geister. Es gibt Leute die vertreten da eine andere Meinung, die ich auch nachvollziehen kann. Ich würde aber den Wunsch des KV akzeptieren.

Trotzdem alldem finde ich es super, dass du die Kinder akzeptierst und dich so gut mit ihnen verstehst.

Ich wünsche dir alles gute mit deiner neuen kleinen familie! und respektiere auch den wunsch des KV. versetz dich doch mal in seine lage.
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« Antwort #5 am: 04. April 2011, 16:22:08 »

Moin,

ein ähnliches Thema haben wir hier immer wieder: Wenn Kinder den neuen Partner der Mutter mit "Papa" ansprechen wollen und die "richtigen" Väter auf der Exklusivität dieses Begriffs bestehen, der für niemand anderen benutzt werden dürfe als für den biologischen Vater. Dabei wird vergessen, dass (kleine) Kinder nicht in solchen Exklusivitäts- oder Einzigartigkeits-Kategorien denken; die können auch zu zwei oder mehr Personen "Papa" sagen - bei Onkeln oder Opas geht das schliesslich auch. Zum Ausdruck kommt damit lediglich die Ansprache einer männlichen Bezugsperson - auch und gerade Trennungskinder wollen sich da nicht schlechter fühlen als andere Kinder. Biologie interessiert Kinder dabei nicht die Bohne. Und ja: Der neue Partner der Mutter ist rein zeitlich oft präsenter als der leibliche Vater; er ist oft derjenige, der abends vorliest, Baumhäuser baut, Pflaster auf Knie klebt und bei Hausaufgaben hilft.

Bei dieser Schmuse- oder Duschfrage gilt Vergleichbares. Soll man Kindern im Vorschulalter erklären, dass sie ihre Kuschel- und Schmusebedürfnisse zurückzustellen haben, bis der leibliche Vater wieder in Erscheinung tritt? Soll man ihnen vermitteln, dass der neue Partner der Mutter ein Mensch zweiter Klasse sei, mit dem man zwar reden, aber nicht schmusen dürfe, auch wenn einem danach ist? Muss man als neuer Partner einer Frau mit Kindern mit der latenten Dauer-Unterstellung leben, pädophil zu sein - und ebenso dauernd den Gegenbeweis dafür antreten, indem man nie mit den Kindern schmust oder diese badet oder duscht?

Ich habe den Eindruck, hier geht es vielmehr um verletzte Eitelkeiten der Erwachsenen als um die Kinder...

Just my 2 cents
Martin
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« Antwort #6 am: 04. April 2011, 16:24:54 »

Eine Frage @Tina und Daddy102008:

Hätte ich dann als Stiefmutter meine kleine Stieftochter auch nicht kuscheln dürfen, als ich sie kennenlernte?
Ihre Mutter hatte da definitiv was dagegen, dass sie mich überhaupt kennenlernte, sie hat ihr sogar verboten, mit mir zu sprechen...
Hätte ich dann - angenommen, die KM hätte uns auch so eine Grenze gezogen - zu ihr sagen müssen: "Ich darf dich auf den Schoß nehmen und dir was vorlesen, aber umarmen darfst du mich nicht."?
Hätte ich dann beim Baden, wenn sie nach mir gerufen hat, um mir eine wunderschöne Seifenblase zu zeigen, nicht reingehen dürfen?

Ich verstehe den KV im vorliegenden Fall schon auch irgendwie, aber dann soll er doch direkt sagen, was ihn stört oder warum er das nicht will.
Mit einer Einschränkung, wie vom Opener beschrieben, versucht der KV in den Alltag einzugreifen und zwar in einer unklaren und nicht definierten Art und Weise.
Er zieht in meinen Augen eine willkührliche Grenze, die nicht nachvollziehbar ist.
Denn was ist denn nun genau "schmusen"? Gehört da eine Umarmung beim Gute Nacht sagen auch schon dazu? Oder das Trösten und in den Arm nehmen, wenn das Kind sich wehgetan hat?

Ich denke, die Erwachsenen sollten sich hier zusammensetzen und klären, was Sache ist.

lg
vj

Nachtrag @brille: Danke, Du hast das ganze deutlich sachlicher erklärt, als ich das in diesem Fall kann...
« Letzte Änderung: 04. April 2011, 16:28:18 von vj » Gespeichert

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« Antwort #7 am: 04. April 2011, 16:34:31 »

Hi vj,

nein. Wie soll ich das verständlich erklären?

Klar kann man kuscheln, umarmen, Gute-Nacht-sagen. Und es ist sicher schwierig da generell Grenzen zu ziehen.

Aber es gibt für mich Grenzen und die beginnen z.B. beim abduschen. Du magst das sehen wie du willst, aber ich würde nicht wollen, das irgendjemand mein Kind abduscht und dabei nackt berührt. Andere mögen das anders sehen.

Kommt sicher auch auf den Standpunkt an. Mein Mann z.B. betritt das seit Jahren Bad nicht, wenn eines der Kinder in der Wanne sitzt (gilt auch für seine 11-jährige Tochter), weil er einfach der Meinung ist, das das ab einem gewissen Alter einfach unangebracht ist.

Meine Kinder durften sich immer aussuchen, wen sie kuscheln und wen nicht, wem sie ein Bussi geben und wem nicht. Aber sobald es daran ging, das jemand anders meine Kinder in nacktem Zustand berührt gibt es für mich Grenzen. Da haben sie in dem ALter nichts zu entscheiden.

LG Tina
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« Antwort #8 am: 04. April 2011, 16:37:15 »

Hi Tina,

Was Du beschreibst, sehe ich auch als eine klare und verständliche Grenze an.

Unklar ist für mich einfach diese Aussage des KV bzgl. "schmusen" - weil man das eben nicht generell definieren kann...

lg
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« Antwort #9 am: 04. April 2011, 17:37:19 »

Hi
Das mit den Duschen ist so eine Sache ich weiß das der neue LG meiner EX schon nach kurzer Zeit mit der kleinen zusammen duschen war auch  der vorherige . Na klar passt mir das auch nicht nur ich bin halt Machtlos im Gegenteil ich muss bei meinen   Umgängen aufpassen und hab immer jemand mit beim baden und Körperpflege dabei das wurde mir vom JA ans Herz gelegt. Was das Schmusen anbelangt wurde mir von der KM auch eine klare Ansage gemacht das ich sie nicht küssen soll weil die kleine es nicht gerne hat. Natürlich schmust die kleine mit mir aber so ist es halt.

OSR
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« Antwort #10 am: 04. April 2011, 18:00:48 »

Hi

Der ''Neue'' meiner EX saß schon nach 1 Woche mit beiden Kindern in der Wanne.Mir ist die Hutschnur hochgegangen.
Nicht weil ich Pädophilie im Hinterkopf hatte, sondern weil ich es nicht ertragen konnte, das er mit meinen Kindern in der Wanne sass, was eigentlich nur mir zustand.
Mit der Zeit hatte ich mich daran gewöhnt und finde es nicht mehr schlimm(jetzt wollen die Kinder das auch nicht mehr. )

Ich denke so wie Martin schon schrieb, das es um Eitelkeiten und gekränktes Ego geht.

Gehe doch einfach mit dir und Ihm einen Kompromiss ein, Duschen überlässt du KM und Vati und wenn die Kinder kuscheln wollen, stehst du natürlich zur Verfügung, denn abweisen solltest du die Kinder nicht, was auch dem Vater klar sein sollte.

Gruss Wedi
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Milan
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« Antwort #11 am: 04. April 2011, 19:09:05 »

Moin!

Ich sehe es wie Midnightwish - der Opener sollte seine Körperlichkeiten zurück schrauben.

Schmusen und Kuscheln ist vielleicht nicht unbedingt nur Mama und Papa vorbehalten. Aber nach 8 Wochen Partnerschaft finde ich es von der KM fast fahrlässig, dass sie die Mädels so nahe an den Next heran lässt. Falls er in 2 Wochen wieder weg ist und ein neuer Partner kommt - wird mit dem dann auch gleich gekuschelt und geduscht? Und wird den Mädels dann nicht irgendwie antrainiert, dass sie gleich jedem fremden Mann an den Hals springen?

Ne ne, ich wäre da sehr vorsichtig an Stelle des Openers. Einerseits um die Mädels zu schützen, die ja offensichtlich eine geringe Hemmschwelle haben. Andererseits um sich selbst zu schützen. Ich denke nämlich, dass gemeinsames Duschen und ein Missbrauchsvorwurf sehr nahe beieinander liegen (können). Dieser Gefahr würde ich mich nicht aussetzen.

Greetz,
Milan
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« Antwort #12 am: 04. April 2011, 20:15:39 »

Moin,

ich denke nach wie vor, dass man die Kirche im Dorf lassen sollte. Kindliche Zuwendung und Kuschellust ist nichts, was man kanalisieren oder den "biologisch Berechtigten" (Vater Mutter, ggf. Oma und Opa) zuteilen müsste und was sonst niemandem zusteht. Kinder denken nicht in solchen Besitz- und Rechtskategorien; sie machen das einfach, weil es ihrem Lebensgefühl entspricht.

Natürlich soll nicht jeder neue Partner gleich mit den Kindern duschen. Nicht wegen der Vermutung, dass jeder Mann ein potenzieller Kinderschänder ist, sondern einfach aus Rücksicht auf die Intimsphäre der Kinder; hier muss sich erst eine Vertrauensbasis entwickeln. Im vorliegenden Fall kennt der Opener seine LG aber seit roundabout 20 Jahren und die Kinder ihn wohl auch schon eine ganze Weile. Die "Vertrauens-Uhr" beginnt nicht erst zu laufen, wenn Mann und Frau miteinander in die Kiste steigen.

Ich erschrecke allerdings immer wieder, wie viele Menschen (nicht nur in Trennungssituationen) beim Bild "Kind auf dem Schoss eines Erwachsenen" sofort irgendwelche Kinderschänder-Assoziationen haben. Das findet allerdings vor allem in deren Köpfen statt - und für deren Inhalt ist jeder selbst verantwortlich.

Grüssles
Martin
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aka Clochard


« Antwort #13 am: 05. April 2011, 07:31:56 »

Hallo,

ich habe mich jetzt lange zurückgehalten. Nun muss ich mich aber melden.

Es geht hier ganz und gar nicht um Exklusivrechte oder Eitelkeiten Erwachsener sondern um Stabilität und normale Scheu von Kindern. In diesem Zusammenhang müssen wir auch einen Neubeziehung betrachten und uns die Frage stellen ab wann Kinder in die eine neue Partnerschaft enbezigen werden sollen.

Tägliche Rituale wie Kinder ins Bett zu bringen, Schmusezeiten oder sie zu dusschen sind nach 8 wöchiger Partnerschaft eindeutig zu früh. Die Kinder verlieren die natürliche Scheu gegenüber Fremden.

Leider musste ich selbst feststellen, dass gerade Kinder getrennt lebender Eltern mit wechselnden Partnern ein gesteigertes Anlehnungsbedürfnis haben.

Im Vergleich mit meinen Kindern kann ich feststellen, dass meine Kinder die Nähe zu ihren Eltern suchen und nicht die befreundeter Erwachsener. Es ist sogar so, dass die durch die räumliche Trennung verlorene Nähe beim nächsten Umgang nachgeholt wird. Freunde meiner Kinder suchen meine Nähe, schmiegen sich an mich oderschmusen unvermittelt mit mir obwohl es keinen Anlass dazu gibt. Ich möchte dies nicht und gehe auf Abstand. So leid es mir tut aber die Kinder müssen ihr Bedürfnis nach Nähe bei ihren Eltern stillen nicht bei mir, da ich weder Bezugsperson, noch irgendein betreunder Erwachsener bin.

Ich persönlich finde das Verhalten der Kinder nachvollziehbar, weil sie möglicherweise Verluste erlitten haben, aber ich finde es außergewöhnlich. Diese Kinder haben keine natürliche Scheu mehr vor Fremden.

Bei Kindern zusammenlebender Paare stelle ich dieses Verhalten nicht fest!!

Ich habe auch STEP besucht. Die gleiche Aussage in mehreren Vorträgen gehört und auch die vom JA veranstalteten Vorträge von Kinderpsychologen haben alle die gleiche Aussage:

"....eine neue Partnerschaft sollte den Kindern nur dann vorgestellt werden, wenn es absehbar ist, dass diese von Dauer ist..."

Grund ist, den Kindern wechselnde Bezugspersonen zu vermeiden und ihnen zu helfen sich natürlich entwickeln zu können sich eben nicht vorbehaltlos und ohne Scheu jedem Fremden zu nähern.

Dem Opener rate ich, sich zunächst zurückzuhalten. Für die Rituale und körperliche Nähe ist zunächst die KM da.

Grüße
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sleepy
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« Antwort #14 am: 05. April 2011, 08:13:59 »

Servus @all,

zunächst mal denke ich, dass wir diese Diskussion nicht führen würden, wenn es sich um die neue Lebensgefährtin eines KV handeln würde. Warum Männer gleich "stigmatisiert" werden, kann ich nicht nachvollziehen. So what.

Das Duschen kann man wohl kritisch sehen.
Bei uns war es so, dass ich relativ schnell den Sohn meines Mannes kennengelernt habe und auch in den normalen Ablauf, zu dem auch Baden gehört, eingebunden war. Der Kurze hatte halt lieber mich mit im Bad, weil ich Geschichten vorgelesen habe (neben der Wanne sitzend), die Haare mit Shampoo frisiert etc. Ich habe mich aber auf Rücken und Haare waschen beschränkt und für die "kritischen" Zonen meinen Mann geholt. Einfach auch deshalb, weil es mir unangenehm war. Es ist nunmal nicht mein Kind.

Schmusen und kuscheln wurde und wird in dem Maße gemacht, wie das Kind es möchte. Wobei er mittlerweile schon im Teenageralter ist und es mir da wieder etwas seltsam vorkommt, dass ein "so großer" Junge noch extremst mit Papa (und mir) kuschelt und schmust.

Vielleicht sollte sich der TO bei der Körperhygiene zurücknehmen. Ansonsten würde ich das geben, was die Kinder fordern. Es dürfte für die Kinder auch schwer zu verstehen sein, dass Mama mit dem Mann schmusen und kuscheln darf und sie nicht...

lg
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« Antwort #15 am: 05. April 2011, 08:15:01 »

Moin Loge,

das Kinder aus intakten Beziehungen eine höhere Scheu Fremden gegenüber zeigen kann ich so nicht bestätigen. Unsere Tochter war schon als Baby sehr "kuschelig" und hat nie auch nur einen Tag gefremdelt, ihre Lieblingsbeschäftigung war küssen... Wir mussten ihr den nötigen Abstand zu Fremden in kleinen Schritten abringen.

Ansonsten schliesse ich mich mal wieder vollumfänglich Martin an.

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Es ist ein Irrglaube, dass man jede Menge emotionales Porzellan zerdeppern und hinterher trotzdem jederzeit zu altem Vertrauen zurückfinden könne. Was kaputt ist, ist kaputt - und bleibt es auch. (brille007 am 7.10.10)
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« Antwort #16 am: 05. April 2011, 09:33:17 »

Guten Morgen an Alle,

Vielen Dank von mir an die vielen Antworten, nun möchte meine Freundin (die Kindsmutter) auch mal ihre Meinung sagen....sie ist begeistert von dem Forum hier:




hallo an alle,

 

hier ist die KM, über die hier so fleissig geschrieben wird und nachdem ich die unterhaltung seit gestern rege verfolge, möchte ich mich auch gerne mal zu wort melden.

zunächst möchte ich mich bedanken für die vielen tipps und meinungen.

generell gibt es natürlich immer 2 seiten und viele verschiedene ansichten.

das ein oder andere würde ich aber gerne richtig stellen bzw. aus meiner sicht schildern.

 

zunächst einmal gilt es zu erwähnen, dass ich mich nach 16 jahren beziehung (davon 7 jahre verheiratet) letztes jahr im märz von meinem mann getrennt habe und ich bis vor 8 wochen, der zeitpunkt, zu dem ich mit dem opener zusammen gekommen bin, alleine mit meinen kindern gelebt habe und es keinen mann in meinem leben gab.

ich denke, somit kann schon mal nicht die rede von ständig wechselnden partnern  sein.

wie vom opener auch erwähnt, kennen wir uns seit der lehrzeit. zeit zusammen (und den kindern) verbringen wir seit mehr als einem halben jahr.

also ist er somit auch kein fremder mehr, vor dem die kinder eine scheu haben sollten.

generell gebe ich da dem ein oder anderen recht, was eine gewisse distanz zu fremden, die da sein sollte, betrifft, aber wie gesagt, nach über einem halben jahr, in der wir zu fünft viel zeit miteinander verbracht haben, kann man denke ich doch von einer gewissen vertrautheit sprechen.

wie hier auch mehrfach beschrieben, bin auch ich der meinung, dass kinder auf jeden fall merken und spüren, wer es gut mit ihnen meint, ehrliches interesse an ihnen hat und ihnen guttut. demnach sollten sie auch entscheiden können, mit wem sie kuscheln oder wer mal ein küsschen bekommt (was natürlich nicht für jeden fremden auf der strasse gilt) bei der oma oder der erzieherin im kindergarten ist es schließlich auch ok, warum also nicht beim freund der mama, der nach dieser zeit, wie gesagt, kein fremder mehr ist, denn das können sie selbstverständlich unterscheiden.

 

was das „zusammenkommen“ mit dem opener betrifft, hab ich mir, u.a. aus rücksicht auf meine kinder, sehr viel zeit gelassen und die  4 hatten somit eine „sanfte“ und lange kennenlernphase, um eben sicher zu sein, dass ES passt und die kinder sich wohlfühlen.

denn es ist auch klar, dass ich meinen kindern, die selbstverständlich jeder auf seine weise unter der trennung gelitten haben und es auch noch teilweise tun, nicht nach so kurzer zeit schon jemand fremden „vorsetzen“ würde.

 

was den KV betrifft möchte ich sagen, dass auch ich die verlustangst nachvollziehen kann, aber eben der meinung bin, dass sich eine entstehende bindung zu meinem LG und auch umgekehrt nicht vermeiden lässt und von mir auch gewünscht ist.

anders wäre in meinen augen eine intakte beziehung gar nicht möglich und die vorstellung, eins meiner kinder würde ihn ablehnen, schlichtweg furchtbar.

es ist daher aus meiner sicht ein riesen glücksfall, denn anders würde es nicht funktionieren.

auch denke ich, dass die kinder registrieren, dass die mama sehr glücklich ist und der mann an mama´s seite damit keiner „böser“ sein kann, was eine anbahnende bindung natürlich forciert.

was bei dieser ganzen diskussion meines erachtens nach ein wenig zu kurz kommt, sind die bedürfnisse der kinder.

denn es ist, denke ich auch klar, dass ein erwachsener (in dem fall ich) nicht wirklich immer in der lage ist, den bedürfnissen von 3 kleinen kindern zu 100% gerecht zu werden. selbstverständlich saugen sie also die zuwendung und aufmerksamkeit von meinem LG regelrecht auf. und das beinhaltet nunmal auch ein wenig kuscheln und mal ein küsschen beim gute nacht sagen.

sie sind glücklich und fühlen sich sehr wohl.

das sollte doch die oberste Priorität sein ?!?!

 

an der stelle würde ich dann gerne mal das thema duschen aufgreifen.

hier war nie die rede davon, dass mein LG (der opener) mit den kids zusammen geduscht hat.

er hat sie lediglich abgebraust. und auch das auf eigenen wunsch, denn für meine kinder ist es einfach lustig und sie betrachten es als abwechslung, denn die mama sehen sie jeden tag und die macht das jeden tag.

und ich gehe ganz stark davon aus, dass dieses bedürfniss irgendwann von ganz alleine nachlässt, wenn die kids älter werden.

 

wichtig ist, um meinen beitrag damit mal abzuschliessen, dass der KV und ich ein gutes verhältnis pflegen und er die kids jederzeit sehen kann und umgekehrt auch.

die kinder wissen ganz genau, wer der papa ist aber mögen eben auch meinen LG.

 

ich denke, sie würden es nicht verstehen, wenn wir ihnen jetzt sagen würden, dass sie meinen LG zwar mögen dürfen, aber kuscheln verboten ist.

 
Lg.....

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Milan
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« Antwort #17 am: 05. April 2011, 09:58:32 »

Moin!

In so einem Forum hat man nur das (teils knappe) geschriebene Wort und eine Menge Spielraum für eigene Interpretationen. Was Du (die KM) schreibst, hört sich ja nicht tragisch an. Ich denke aus den teils sehr unterschiedlichen Antworten wird einfach deutlich, dass es ein recht sensibles Thema ist, mit dem man -und Frau auch- behutsam umgehen sollte. Um die Kids zu schützen und ihnen die nötige Distanz zu vermitteln, die sie brauchen.

Was ich dennoch etwas knifflig finde ist die Einstellung des KV. Er mag das ja offenbar nicht so gerne haben, dass seine Kids so innig mit Deinem LG umgehen. Ich kann den KV da verstehen. Aber ebenso verstehe ich auch die Kids und Deinen LG, der den Kids eben auch nicht vor den Kopf stossen möchte. Ich denke bei Euch geht es wohl eher darum, wie ihr mit den Tatsachen umgeht, damit niemand dem anderen auf die Füsse tritt.

Geht einfach alle wohlwollend miteinander um und dann müsste das eigentlich gut klappen.

Greetz,
Milan
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