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vatersein.de - Forum 22. Mai 2019, 11:50:26 *
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Autor Thema: Ihr Sohn stellt sich plötzlich quer - was können wir tun  (Gelesen 8451 mal)
Havanaman
Rege dabei
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Beiträge: 113


« am: 22. Februar 2011, 10:46:27 »

Hallo an alle.
Ich habe ein Problem und hoffe hier auf Ideen und Ratschläge.
Ich selbst bin getrennt lebend , Scheidung läuft und habe eine 6 jährige Tochter . Ich habe vor einiger Zeit eine sehr sehr liebe Frau kennengelernt mit der es wirklich ohne probleme läuft . Wir planen unsere gemeinsamme Zukunft und sind uns sicher das es wirklich Liebe ist . Sie hat ebenfalls ein kind , Sohn wird jetzt 11 . Wir gehen beide auf die Kinder ein - keines wird bevorzugt und unternehmen auch viel an den WE zusammen . Auch klappt es gut wenn freundin und Sohn an den gemeinsammen WE bei mir sind . Nun ist es in letzter zeit so das Ihr Junior recht aufsässig wird und Äußerungen von sich gibt die ich nicht verstehen kann . Er meint es müsse nach seinem Kopf gehen und kommt dann mit den Aussagen " das kannst du vergessen " " das mach ich nicht " usw. auch wenn ich anrufe und mit meiner Freundin spreche kommt dann laut aus dem Hintegrund " der nervt " - " kommt der schon wieder , ihr habt Euch doch erst gesehen " ( bin 1 - 2 mal unter der Woche bei Ihr ) . Ich gebe mir wirklich große Mühe - nehme Ihn mit zum angeln , zum schwimmen oder auch auf die Kartbahn wenn meine Freundin am WE mal arbeiten muß aber im Moment weiß ich einfach nicht was ich bzw wir machen können . Er kann wirklich brav sein - solange es nach seinem Kopf geht . Hatten vor ein paar Wochen ausgemacht das die beiden wieder bei mir sind - Sohn hatte ein Fußballturnier mit vorherigem Frühstück - klar das er dort hin wollte - Treffpunkt war dann morgens um 8 und wir einigten uns dann darauf das meine Freundin eben erst Samstag morgen kommt ( Junior will es ja so ) . Soweit so gut aber am Freitag Abend kam dann der Spruch er habe jetzt doch keine Lust aufs Frühstück und sie können ja auch später fahren - nur damit seine Mutter wieder mal das gemacht hat was er wollte . Seine Oma hat schon mit ihm gesprochen und dort sagt er dann " der ist ok " . Meine Freundin hat schon zu Ihm gesagt das es Ihm wohl am liebsten währe wenn Sie wieder alleine währe und dann nur ganz allein für Ihn da ist - dann kommt die Antwort mit einem grinzen " ja " . Ich habe einfach Angst das unsere Beziehung dadurch zerbrechen kann . Ich kann ja jetzt auch nicht auf stur machen und Ihn einfach ignorieren und links liegen lassen . Was können wir machen - es kann doch nicht sein das wir uns alle nach seinem Kopf richten und nach seiner Nase tanzen , oder ?
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Havanaman
Rege dabei
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Beiträge: 113


« Antwort #1 am: 22. Februar 2011, 11:46:10 »

So viele Aufrufe also scheint ja Interesse vorhanden zu sein - aber hat denn keiner einen Rat für mich oder bin ich der einzigste der in so einer Situation ist ?  question question question
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Wolkenhimmel
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Zurzeit ohne Wolken!


« Antwort #2 am: 22. Februar 2011, 11:52:15 »

Hmmm, was soll ich sagen...

Bei mir ist eine Beziehung unter anderem an so einer Konstellation gescheitert.
Da war der Vater des Kindes nicht in der Lage seinem Sohn Grenzen zu setzen.
Meine Warnungen, dass das kein Dauerzustand sein kann, dass sich immer 3 an 1 orientieren sollen fanden erst zu spät Beachtung.

Deine Freundin hat sich - mMn - zu positionieren. Dir und ihrem Sohn gegenüber.

VG WH

*edit* Fehler
« Letzte Änderung: 22. Februar 2011, 11:55:15 von Wolkenhimmel » Gespeichert

Es ist ein Irrglaube, dass man jede Menge emotionales Porzellan zerdeppern und hinterher trotzdem jederzeit zu altem Vertrauen zurückfinden könne. Was kaputt ist, ist kaputt - und bleibt es auch. (brille007 am 7.10.10)
midnightwish
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« Antwort #3 am: 22. Februar 2011, 11:56:40 »

Hi,

sicher bist du da nicht der einzige. Aber wie wärs mit etwas Geduld. Alle hier beantworten Fragen freiwillig und in ihrer Freizeit. Das bedeutet aber auch das man mal länger als 60 min warten muß.

Und das ist auch einThema über das man mal ein paar Minuten nachdenken muß. Schnellantworten werden dir nicht weiterhelfen.

Ein Spontanantwort wäre z.B.: Dann soll der Junge zu seinem vater ziehen, wenn es ihm nicht passt, das Mama nen Freund hat. Und hilft dir das nun weiter?

Sicher nicht. Ich hab zwar noch andere Antworten, aber die sind noch nicht so überdacht und schreibreif.

Tina
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brille007
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« Antwort #4 am: 22. Februar 2011, 11:57:09 »

So viele Aufrufe also scheint ja Interesse vorhanden zu sein - aber hat denn keiner einen Rat für mich
steht hier irgendwo, dass es für nicht besonders drängende Probleme wie dieses ein Recht auf kompetente Sofort-Antworten gibt?

Was die Sache selbst angeht: Ihr solltet Euch mit den mentalen Verwirrungen von Teenies anfangs der Pubertät befassen. Und damit, was ein neuer männlicher Konkurrent um Muttis Zuneigung im Kopf und im Herzen eines Pubi's auslöst. Das sind ganz normale Kraftproben; nichts, worüber man sich aufregen müsste. Und da muss es eben klare Ansagen über Grenzen geben - wie in jeder "normalen" Familie auch.
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AnnaSophie
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« Antwort #5 am: 22. Februar 2011, 11:59:22 »

Hallo,

wie lange seit ihr schon zusammen?

Was hat die Mutter in solchen Situationen früher gemacht?

Sophie
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Malachit
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« Antwort #6 am: 22. Februar 2011, 12:01:18 »

Hallo Havanaman,

So viele Aufrufe also scheint ja Interesse vorhanden zu sein - aber hat denn keiner einen Rat für mich oder bin ich der einzigste der in so einer Situation ist ? 

Und so eine Bemerkung gerade mal eine Stunde, nachdem du deinen Beitrag geschrieben hast! Wenn du mit dem Jungen genau so ungeduldig bist wie mit uns, dann erklärt das schon mal einen gewissen Anteil deiner Probleme ...

Im übrigen: Was genau geht hier, deiner Meinung nach, über das ganz normale frühpubertäre Verhalten eines munteren Fast-Elfjährigen hinaus? Es ist in erster Linie die Aufgabe deiner Freundin, ihrem Junior hier entsprechende Grenzen zu setzen (und ja, das kann schon mal zu knallenden Zimmertüren führen, und auch dazu, dass ihr Schimpfwörter lernt, die ihr vorher noch gar nicht gekannt habt). Jungkater sind in diesem Alter nicht gerade pflegeleicht - aber das solltet ihr beide eigentlich längst wissen ;-)

Viele liebe Grüße,

Malachit.
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peter68
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« Antwort #7 am: 22. Februar 2011, 12:13:48 »

Hallo,

ich denke grundsätzlich sollte jeder für sich entscheiden in wie weit er oder sie sich auf die Wünsche eines Kindes einlassen.

Ich bin in einer ähnlichen Situation, nur von der anderen Seite aus, meine "große" Tochter (9) hat ganz andere Vorstellungen von einem Wochenende wie meine Freundin mit ihrer Tochter (4).Meine kleine Tochter (6) steht so dazwischen orientiert sich aber meist an ihrer Schwester. Das Verhältnis meiner Kinder zu meiner Freundin ist aber sonst sehr gut.

Ich hab für mich entschieden, dass meine Töchter grundsätzlich Vorrang für mich haben. Dies führt natürlich immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten zwischen mir und meiner Partnerin. Nicht zu ändern. Nur achte ich schon darauf das die Wünsche meiner Tochter nicht überzogen oder unverschämt sind . Aber ich kann sehr wohl nachvollziehen das man mit 9 Jahren keine Lust mehr hat um z.B. in einen Märchenpark zu fahren oder Spiele zu spielen für die Altersgruppe <6 (außerdem geht es mir ähnlich ).

Ich habe meine Kinder aber "nur" an 3 bzw. 5 Tagen (im Wechsel) jede Woche. Es bleiben also noch genug Tage in der Wochen für gemeinsame Unternehmungen.

Kann sicherlich nicht jeder von Euch verstehen, aber meine beiden Töchter sind mir wichtiger als sämtliche Frauen der Welt.
Tja was in der Zukunft noch alles passiert, wenn die Pubertät voll zuschlägt weiß ich noch nicht, aber zur Zeit ist es halt so.

Grüsse
Peter
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Havanaman
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« Antwort #8 am: 22. Februar 2011, 12:25:46 »

Hallo und Danke.

OK - ich gebe es ja zu ICh WAR ZU UNGEDULDIG - entschuldigt bitte - nicht sauer sein

Ich glaube nicht das ich zu ungeduldig mit Ihm bin - im Gegenteil .
Ich glaube ja schon das es eine Umstellung für Ihn , sowohl für meine Tochter ist und gerade desshalb richten wir uns ja auch viel nach den Kindern . Wir beziehen sie in alles mit ein und überlegen uns uch was wir unternehmen können was beiden Spaß macht . Klar bekommt er auch mal eine Antwort von mir die Ihm nicht passt ( wenn er zB mal seine mutter anpfeift ) . Mich interessiert es eben wer von Euch auch in so einer Situation war und wie Ihr damit umgeht / umgegangen seit und wie Ihr das alles geschafft habt .
« Letzte Änderung: 22. Februar 2011, 12:34:58 von Havanaman » Gespeichert
staengler
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« Antwort #9 am: 22. Februar 2011, 12:35:26 »

Servus Havanaman,

die zwei wesentlichen Punkte wurden bereits genannt:

1. die Pubertät geht los
2. Konkurenz um Mama`s Gunst

Ich erlebe die Geschichte seit nunmehr 3,5 Jahren tagtäglich. Die Große meiner LG ist nun auch 11 Jahre alt. Bei unserem ersten Treffen war sie gerade mal 7.

Bis zum heutigen Tage akzeptiert sie mich nicht voll. Ich erwarte auch nicht, dass dies noch jemals anders wird.

Aber wir haben uns als "Familie" darauf eingestellt. Die wesentliche und grundsätzliche Marschrichtung wird durch die leibliche Mutter vorgegeben und daran orientieren wir uns.

Und diese besagt unter anderem auch "Michael ist mein neuer Partner und bleibt es auch. auch dann wenn es Dir lieber wäre, wenn er sich sofort in Luft auflösen würde".

Ebenso müssen wir uns ja nicht ständig in ihrer direkten Gegenwart umarmen.

Und zwischendurch bekommt jedes der Kinder halt mal eine therapeutische Dosis extragroße Zuwendung und Aufmerksamkeit.

Unterm Strich wird es immer besser und leichter für alle. Zeit spielt hier natürlich einen ganz wesentlichen Faktor.
Aber ohne klare Ansagen der Mutter wird es nicht gehen.

Gruß, Michael
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« Antwort #10 am: 22. Februar 2011, 17:56:07 »

Hi,

auch wenn unsere Jungs noch deutlich jünger sind (4/5/6) hatten wir am Anfang das ein oder andere "Machtspielchen". Mein Großer hat es ein paar mal probiert wenn er mit mir allein war gegen meinen Freund zu mosern - wobei er ihn prinzipiell total gern hat. Aber er muss Mama teilen und das ist nicht so einfach.

Kann mich Michael hier nur anschließen. Da müssen ganz klare Ansagen her. Dann weis Kind woran es ist und lernt diese Grenze auch zu akzeptieren. Meinen Kindern habe ich gesagt das mein Freund Teil meines Lebens ist und bleibt, das ich ihn lieb hab und das es mir total gut geht wenn er bei mir ist. Und ich  hab ihnen gesagt, dass ich sie liebe und immer ihre Mama bleibe, auch wenn ich einen Freund habe.

Wir hatten dann ein recht gutes Gespräch und seitdem ist das Thema nicht mehr groß aktuell geworden. Klar gibt es hin und wieder Reaktionen der Kinder die zeigen das ihnen klar ist das er nicht ihr Vater ist, aber sie mögen ihn und wir haben ein harmonisches Zusammenleben. Schwierig ist es bei uns aktuell eigentlich nur dann, wenn einer unserer Expartner, oder die Großeltern, wieder gegen den/die Neue/n in unserer Familie seltsame Äußerungen tätigt. Das hat z.B. nach Weihnachten dazu geführt, dass mein Großer unsere Familienform als total falsch empfunden hat und wieder mal rebelliert hat.

Aber ich vermute das wird immer wieder mal passieren, damit muss  man leben. Den Kindern klarmachen das der neue Partner wichtig ist, und es darüber keine Diskussion gibt, ist vermutlich die einzige Variante um klarzukommen. Das ist der Punkt an dem sich der jeweilige Elternteil klar positionieren muss.

LG
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« Antwort #11 am: 22. Februar 2011, 19:46:58 »

Hallo .
Ich möchte euch allen für Eure Beiträge danken - sie haben mir sehr geholfen einiges besser zu verstehen  thumbup ( auch wenn ich heute Morgen etwas ungeduldig war ) 
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« Antwort #12 am: 25. Februar 2011, 11:35:35 »

Hallo.

Meine Freundin und ich haben uns jetzt faßt täglich über das Themea unterhalten und auseinandergesetzt . Haben uns diese Woche nicht gesehen , nur telefoniert und Sie konnte so einiges mit dem Junior klären . Klar , ich war doch sichtlich geknickt , aber da muß man wohl durch . Ich glaube nun auch das es etwas mit  Verlustangst zu tun hat und er eben in seinem Alter versucht wie weit er gehen kann . Nun ja - schaun wir mal wie sich alles entwickelt , habe zumindest mal gesagt bekommen das die Frage öfter kommt    " kommt er heute schon wieder nicht "? " warum " ? und Junior macht jetzt sogar schon Pläne wann wir uns sehen dürfen und wann Mami mehr Zeit für Ihn hat . OK , wenn ich es mir richtig überlege ist es ja schon ne enorme Umstellung wenn mann die mami für sich alleine hat und plötzlich steht da so ein Kerl - muß ja auch erst mal verarbeitet werden . Ich denke wir sind auf dem richtigen Weg und ganz sooo doof bin ich wohl doch nicht wie ich am Anfang dachte - grins . Es war ne harte Woche - vermisse eben meinen Schatz ohne Ende und muß gestehen das mir der " Große " auch fehlt .

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« Antwort #13 am: 25. Februar 2011, 11:41:07 »

Servus Havanaman,

das wird schon.
Zwischendurch kommen immer wieder mal so Phasen, wo es einen tierisch auf den Sack geht.
Aber alles in allem wirst auch Du erleben, dass sich die Sache zu Euren Gunsten entwickelt.
Vorausgesetzt Du udn Ihr wollt es auch so....

Aber davon dürfen wir ja hoffentlich ausgehen 

Schönes WE, Michael
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« Antwort #14 am: 25. Februar 2011, 12:40:50 »

@staengler

Hi und danke für den netten Beitrag .

Klar dürft Ihr davon ausgehen das WIR wollen - und ich weiß , wenn ich meinen Engel schon früher gekannt hätte , währe mir manches erspart geblieben . Aber zum Ziel kommt ja manchmal nur über Umwege  men_ani

Schönes WE
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« Antwort #15 am: 25. Februar 2011, 12:46:43 »

Zitat
Aber zum Ziel kommt ja manchmal nur über Umwege 
Richtig!
Und irgendwie muss ja die ständig steigende Lebenserwartung ja auch gefüllt werden  :
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« Antwort #16 am: 05. August 2011, 11:37:09 »

So , nun bin ich mal wieder hier und mir raucht der Kopf.

Wir waren jetzt alle 2 Wochen zusammen . 1 Woche bei mir und 1 Woche im Urlaub . Die ersten Tage liefen ganz gut , es gab einige nörgeleien aber man konnte es verkraften . Im Urlaub waren die ersten 2 Tage nicht so prickelnt - es lief alles solange wir das machten was Junior wollte aber wehe es lief nicht nach seinem Kopf . Jetzt wieder zu hause versucht er seine Mom umzustimmen - er will nicht mehr mit zu mir usw und Sie hat jetzt ein schlechtes Gewissen . Bei seinen Großeltern werden dann Dinge erzählt bei denen sich mir die Haare stellen ( wir waren unterwegs - er wollte klettern und ist dabei hingefallen - war nicht hoch und ich fand es auch nicht schlimm . zuerst versucht Tränen rauszudrücken und als keiner darauf reagierte konnte er wieder lachen. Ich lachte auch - er nimmt anlauf und will mir an den Hintern treten - ich halte sein Bein fest und er legt sich wieder hin und ist zu tiefst beleidigt ) - seine Großeltern erzählt er dann ich habe ihm das Bein festgehalten so das er gestürzt ist ( war auch nicht weiter schlimm , kann sich ja beim Fußballspielen auch hinfallen lassen ) . Dann kommen wegen Kleinigkeiten die Aussagen , wenn was nicht nach seinem Kopf geht - " Du **tsts - ID 7** " und das ist dann für mich der Punkt wo entschieden zu weit geht - er ist 11 . Meine Freundin ist dann auch am Boden zerstört und stellt dann alles in Frage - sie fragt sich wie das weitergehen soll da wir jetzt bald 1 Jahr zusammen sind und diese Punkte immer wieder kommen . Es geht einem wirklich an die Nerven . Wir haben uns schon gefragt was wir machen können . Wir unternehmen immer was mit den Kindern - sei es schwimmen gehen , Eis essen , Kino , Minigolf usw aber irgendwie kommt mir das so vor es ist nicht genug . Es kann doch nicht sein das es nur gut geht wenn wir machen was die Kinder wollen - zumal wenn Ihr Sohn bei seinem Vater ist bei weitem nicht so viel unternommen wird .
Schlimm finde ich eben das wenn Junior sich quer stellt - ich fahre nicht mit , ich will nicht mit ( wenn es darum geht das WE bei mir zu verbringen ) meine Freundin ein schlechtes Gewissen bekommt und nicht weiß was sie da tun soll . Was können wir da machen ? Ich will ja auch nicht das er sich zurückzieht und ich unternehme auch gerne was mit Ihm ( auch alleine , wenn zb meine freundin arbeiten muß ) - da funktioniert es komischerweise , es gibt kein böses Wort und wir haben unseren Spaß .
Hängt das wirklich alles mit der Pupertät zusammen ? 
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« Antwort #17 am: 05. August 2011, 11:44:13 »

Moin Havanaman,

sieh es mal schlicht so: Du konkurrierst mit einem 11-Jährigen um die Gunst und die Liebe seiner Mutter. Dass seine Mutter Euch beide lieben kann - den einen als Mann, den anderen als Sohn - ist ihm in diesem Alter noch nicht bewusst. Es sind schlichte Kraftproben, wie wenn der junge Löwe dem alten die Pranke zeigt - mit dem Unterschied, dass Du nicht reagierst wie der alte Löwe; sonst hätte der junge nämlich eine blutige Nase.

Ich persönlich halte nichts von falsch verstandener Kumpanei mit Kindern und Jugendlichen; sie sind noch keine Erwachsenen und sollen es auch nicht sein. Aber möglicherweise läge ein Schlüssel darin, mal bestimmte Aktivitäten, die ihm grossen Spass machen, in Form eines Männertages mit ihm allein zu veranstalten, ohne seine Mutter. Geht Angeln, zum Autorennen, ins Fussballstadion, Auto schrauben, geht zelten, macht eine Nachtwanderung - whatever. Das könnten die vertrauensbildenden Massnahmen sein, die ihm zeigen, dass ihm nichts weggenommen wird, sondern dass er was dazubekommt.

Grüssles
Martin
(der dasselbe Problem umgekehrt mit seiner Tochter hatte)
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« Antwort #18 am: 05. August 2011, 15:33:24 »

Hallo Havanaman,

vielleicht könntet ihr auch einen Trick anwenden  :

Deine Freundin kümmert sich total intensiv um den Kleinen. Lernen, Spiele spielen, zusammen fernsehen, Museum - Tiergarten etc. Wenn sich Freunde melden, hat der Kleine keine Zeit, weil "seine Mutter mit ihm Zeit verbringen will". Also echt extrem auftreten.

Dasselbe habe ich mal mit meinem Kleinen gemacht - später kam die Frage "ob ich denn keine eigenen Freunde hätte"  .

Schaden kann es ja nicht.

LG
Sternchen67
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Hirschkopf
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« Antwort #19 am: 29. August 2011, 11:38:01 »

Moin Havanaman,

Es kann doch nicht sein das es nur gut geht wenn wir machen was die Kinder wollen - zumal wenn Ihr Sohn bei seinem Vater ist bei weitem nicht so viel unternommen wird .

Ihr müsst nicht mit dem Vater konkurrieren und immer noch einen drauf setzten! Das Kind soll bei seinem Vater Spaß haben und von Ihm etwas lernen. Vor allem müssen Kindern Grenzen gesetzt werden und lernen dass es nicht nur nach Ihrer Nase gehen kann!

Ein Problem ist, dass deine Freundin sich nach ihrer Trennung intensiv Sohnemann gekümmert hat. Hier hat sie ihren Freiraum aufgegeben und sich nur der Mutterrolle gewidmet! Kinder sollen vor einem stehen um Ihren den Rücken zu stärken und hinter einem um sie zu beschützen! Aber nie zwischen einem! Vor allem darf man sich nicht für die Kinder selbst aufgeben! Hier machte deine Freundin meiner Meinung nach, einen entscheidenden Fehler!

Du solltest mit deiner Freundin im klaren darüber sein was ihr wollt! Als Eltern bleiben euch noch ein paar Jahre bis die kleinen "flügge" werden und das "Nest" verlassen. Als Paar könnt ihr den Rest eueres Leben zusammen bleiben!

Wenn ihr euch einig seit, sollte deine Freundin ihrem Sohn gegenüber "Stellung" beziehen und ihm klar machen dass er SIE nicht verliert sondern einen FREUND dazu bekommt, der für sie sehr wichtig ist! Denn nur wenn es ihr gut geht, kann sie sich auch gut um ihren Sohn kümmern! Dass denke ich, kann auch ein Kind von 11 Jahren verstehen!

Vor allem ist es wichtig den Kleinen zu vermitteln, nicht sie sind an dem Scheitern einer Beziehung schuld, sondern es ist Sache ihrer Eltern! Kinder nehmen sehr schnell die Schuld auf sich und der kleine hat Angst nun auch die MAMA an DICH zu verlieren! Hier ist viel Fingerspitzengefühl gefragt und der Kleine schreit geradezu um Aufmerksamkeit!

Du sagst, wenn du alleine mit dem Kleinen bist klappt es sehr gut! Mach ihm einfach klar, dass du auch für ihn da bist und er sich auf dich verlassen kann.
Du willst kein Vaterersatz für ihn sein, jedoch wirst du auf die Erziehung mit Einfluss haben hier solltest du auch mit deiner Freundin an einem Strang ziehen. Es kann nicht sein:
Schlimm finde ich eben das wenn Junior sich quer stellt - ich fahre nicht mit , ich will nicht mit ( wenn es darum geht das WE bei mir zu verbringen ) meine Freundin ein schlechtes Gewissen bekommt und nicht weiß was sie da tun soll.

Deine Freundin hat verlernt Ihre Wünsche durchzusetzten! Ihr Sohn bestimmt den Tagesablauf! Hier sollte die Ordnung wieder Hergestellt werden! (Ach wie mir das bekannt vor kommt ;) Denn mit Einsetzen der Pubertät wird das alles noch schlimmer!

Holt euch notfalls Hilfe beim JA (Erziehungsbeistand!) Ich denke deine Freundin sollte sich hier mal beraten lassen!

Wünsche dir viel Glück und starke Nerven!

Gruß vom Hirschkopf
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glaubt nicht dass Gerichte Recht sprechen,
glaubt aber an die Gerechtigkeit.
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