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Autor Thema: Warum Frauen meistens nicht die Familie ernähren  (Gelesen 1353 mal)
Uli
Gast
« am: 14. Dezember 2004, 19:24:08 »

 
Warum Frauen meistens nicht die Familie ernähren.

 
Hans-Böckler-Stiftung fördert Studie zum Ernährermodell mit 200.000 Euro


1.7.2004

In Deutschland sind Frauen seltener als Männer erwerbstätig und damit in höherem Maße als Männer auf Ehegattenunterhalt und/oder Sozialleistungen angewiesen. Eine mit 200.000 Euro von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaften der Freien Universität Berlin untersucht in den kommenden zwei Jahren den Ehegattenunterhalt und das Ehegattensubsidiarität im Hinblick auf als Gleichstellungshindernisse. Das interdisziplinär angelegte Projekt unter Leitung von Dr. Sabine Berghahn geht der Frage nach, welche juristischen Faktoren im Zusammenspiel mit wirtschaftlichen und sozialen Umständen dazu beitragen, dass Frauen in bestimmten Situationen auf die Sicherung durch die Ehe ausweichen bzw. auf den Unterhalt vom Ehemann verwiesen werden.

„Auf Grund der gesetzlichen Normen wird Frauen nahe gelegt, lieber die familiäre Versorgung in Anspruch zu nehmen, statt eine Erwerbstätigkeit nachzugehen“, sagt Dr. Sabine Berghahn. Das Erwerbs-, Sozial-, Steuer-, und Unterhaltssystem in Deutschland fördert nach wie vor die Ernährerstellung des Mannes und sieht die Frau als eher geringfügige Zuverdienerin. „Darin ist eine rechtlich relevante Benachteiligung und ein Hindernis für die Verwirklichung von Gleichstellung zu vermuten,“ so Berghahn.

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit einer Soziologin und einer Juristin am Otto-Suhr-Institut der FU durchgeführt. Außerdem ist eine Kooperation mit der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin geplant. Untersucht werden die jeweiligen Schnittstellen zwischen Arbeits-, Sozial-, und Steuerrecht und dem Recht des Ehegattenunterhalts im Hinblick auf die Vereinbarkeit mit der Gleichberechtigung der Geschlechter und dem aktiven Gleichstellungsgebot. Damit sollen Wege zur Überwindung des „männlichen Ernährermodells“ in der deutschen Existenzsicherung aufgezeigt werden. Die neue Studie bezieht Untersuchungen über die sich verändernde Akzeptanz der ehelichen Solidaritätspflichten mitein, zudem will die Forschergruppe qualitative Interviews mit Frauen und Männern in Paarbeziehungen führen.

Die Studie: „Ehegattenunterhalt und Ehegattensubsidarität als Gleichstellungshindernisse“ wird vom 1. Mai 2004 bis 28. Februar 2006 gefördert.

Quelle:
 www.fu-berlin.de/presse/fup/fup04/fup_04_138.html

Na ja, die 200.000,- EURO sind ja auch schon mal ein schönes Ernährermodell für die beteiligten Soziologinnen!  c

Uli
Gespeichert
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