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Autor Thema: Gestriger Stuttgart 21 Einsatz......  (Gelesen 14064 mal)
Agent_Zero
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« am: 01. Oktober 2010, 12:24:15 »

Die Grünen haben den massiven Polizeieinsatz gegen die Demonstration gegen das Bahn-Projekt "Stuttgart 21" erneut verurteilt. Grünen-Chef Cem Özdemir kritisierte im ARD-Morgenmagazin den baden-württembergischen Innenminister Heribert Rech, der auf "skandalöse Art und Weise ältere Damen, Jugendliche, die friedlich demonstrieren, Mütter zusammenprügeln lässt und aus nächster Nähe mit Pfefferspray besprühen" lasse.

weiterlesen


Ich war schlichtweg erschüttert, mit welche roher Gewalt friedliche Demonstranten hier behandelt werden. Polizei dein
Freund und Helfer, oder wie war das doch gleich?

Das gestern war alles andere als eine Vorbildfunktion.

LG
Agent




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Mantra:

NEIN, NICHT nächste Woche. Heute noch oder morgen. Und schreib jetzt nix vom Anwalt (...), sondern heb Deinen Hintern samt Eiern hoch und werde aktiv.


Zitat Brille007, 22. August 2008, 22:44:25
Agent_Zero
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« Antwort #1 am: 01. Oktober 2010, 12:28:56 »

Moin,

und wie konnte es nur sein? Jetzt wo der Druck groß wird ist auch unsere Kanzlerin besorgt.....

hier
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Mantra:

NEIN, NICHT nächste Woche. Heute noch oder morgen. Und schreib jetzt nix vom Anwalt (...), sondern heb Deinen Hintern samt Eiern hoch und werde aktiv.


Zitat Brille007, 22. August 2008, 22:44:25
staengler
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« Antwort #2 am: 01. Oktober 2010, 12:57:26 »

Servus,

Zitat
Ich war schlichtweg erschüttert, mit welche roher Gewalt friedliche Demonstranten hier behandelt werden.

Ich lehne physische Gewalt in jeder Form als Mittel zur Konfliktlösung kategorisch ab.
Auch werden einige Beamte die erlaubten/erforderlichen Grenzen wieder überschritten haben.

Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass auch die demonstrierende Bevölkerung in Stuttgart zunächst von der Polizei aufgefordert wurde, den Bereich zu verlassen. Auch hier wurde sicherlich nicht ohne Vorwarnung sofort auf friedliche Menschen eingeprügelt.

Ich habe immer etwas Bauchschmerzen dabei, ausschließlich der Polizei und den dahinterstehenden Politikern die alleinige Schuld zuzuweisen.

Gruß, Michael
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sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
Beppo
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KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #3 am: 01. Oktober 2010, 13:01:28 »

In einem muss ich dem Innenminister aber auch Recht geben.

Wenn Eltern ihre Kinder zu einer Blockade mitnehmen, sollen sie sich nicht wundern, wen die dann auch weg geräumt werden.

Bei vielen muss man vielleicht auch fragen, warum die erst jetzt aufwachen, wenn die ganzen Genehmigungsverfahren abgeschlossen sind

Wobei ich natürlich nicht weiß, was da wirklich abgelaufen ist.
« Letzte Änderung: 01. Oktober 2010, 13:03:41 von Beppo » Gespeichert

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ginnie
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« Antwort #4 am: 01. Oktober 2010, 15:53:29 »

Hallo allerseits

genau das

Wenn Eltern ihre Kinder zu einer Blockade mitnehmen, sollen sie sich nicht wundern, wen die dann auch weg geräumt werden.

hat mich heute früh im Auto fürchterlich aufgeregt als die die Stimmen der Demonstranten brachten, und sich eine Mutter aufregte, dass der Einsatz stattfand, obwohl KINDER dabei waren. Ja gehts noch? Wer bitte ist denn so unverantwortlich und geht mit Kindern da hin?

ligr ginnie
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Malachit
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« Antwort #5 am: 01. Oktober 2010, 21:36:32 »

Hallo zusammen,

Wer bitte ist denn so unverantwortlich und geht mit Kindern da hin?

Ich stimme hier insofern zu: Es ist unverantwortlich, mit Kindern auf eine Demo zu gehen, wenn man weiß, dass man in einem Polizeistaat oder in einer Diktatur lebt. Für Demokratien hätten wir da allerdings z.B. Artikel 11 der Europäischen Menschenrechtskonvention oder Artikel 8 des deutschen Grundgesetzes: Versammlungsfreiheit, um das Ding beim Namen zu nennen.

Allerdings, wenn man trotz Versammlungsfreiheit damit rechnen muss, bei einer angemeldeten (!) Demo eins auf die Rübe zu bekommen, dann stimmt etwas mit dieser sogenannten Demokratie nicht. Die Herren Mappus und Rech sollten sich bei einem derartigen Demokratieverständnis ernsthaft überlegen, ob sie den Stuttgarter Bahnhofsvorplatz nicht lieber umbenennen wollen, z.B. in "Platz des himmlischen Friedens".

Und das Argument des Herrn Rech (CDU), dass einmal getroffene Beschlüsse gefälligst auch umgesetzt werden müssen, fand ich übrigens besonders süß - wo Angela Merkel (ebenfalls CDU, und somit seine oberste Parteichefin) doch beim Atomausstieg gerade aufs Prächtigste vorführt, was einmal getroffene Beschlüsse wert sind ;-(

Man mag zu Stuttgart 21 stehen wie man will - aber das, was da in Stuttgart abgelaufen ist, ist eines Rechtsstaates unwürdig.

Nix für ungut,

Malachit.

P.S. wer sich bei den beiden genannten Herren direkt beschweren möchte - campact hat heute eine Aktion gestartet, die Email-Postfächer des Herrn Ministerpräsidenten und seines Innenministers zu befüllen.
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ginnie
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« Antwort #6 am: 01. Oktober 2010, 21:57:03 »

Hi

Ich stimme hier insofern zu: Es ist unverantwortlich, mit Kindern auf eine Demo zu gehen, wenn man weiß, dass man in einem Polizeistaat oder in einer Diktatur lebt. Für Demokratien hätten wir da allerdings z.B. Artikel 11 der Europäischen Menschenrechtskonvention oder Artikel 8 des deutschen Grundgesetzes: Versammlungsfreiheit, um das Ding beim Namen zu nennen.

Trotzdem: ihr seid doch sonst gegen das Manipulieren von Kindern. Meinst du die kommen von ganz allein auf die Idee, ihr Recht auf Versammlungsfreiheit wahrzunehmen oder werden die nicht eher mitgeschleift, oder sollen das als Event sehen...ich weiß nicht, ich gehe mit meinem Kind auch auf Großveranstaltungen, und da kann auch immer was passieren (Panik...), und ich bin sowieso eher der vorsichtige Typ der es meidet wenn es zu eng wird oder zu viel Menschenmassen in Schwung kommen. Aber auf so einer Demo sollten nur die sein die sich aus eigenem Willen dazu entschlossen haben.

Aber nicht falsch verstehen: ich billige diese Polizeiaktion überhaupt nicht.

ligr ginnie
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Nemesis
Gast
« Antwort #7 am: 02. Oktober 2010, 11:31:35 »

Hallo,

es geht weniger um Kinder die von ihren Eltern in die Mitte einer Demonstration gestellt wurden, als um eine für den letzten Donnerstag angekündigte und genehmigte Schülerdemonstration, weil die Schüler das Geld welches für Stuttgart21 unter der Erde vergraben wird, lieber für ihre Bildung verwendet wüssten. 

Die Verantwortlichen wussten was sie da tun, sie wussten von dieser Demonstration, sie wussten, dass viele Schüler und Jugendliche anwesend sein würden, sie haben die Demonstration und zeitgleich den Einsatz von Wasserwerfern und Pfefferspray genehmigt. Ich gehe davon aus, dass kaum einer der Teilnehmer (und deren Eltern) ahnen konnte was da auf ihn zukommt. Ich finde es unverantwortlich an so einem Tag Hundertschaften vermummter Polizisten auf Kinder loszulassen. Und es kursieren Fotos im Internet auf denen deutlich zu sehen ist, dass die Beamten wenig zimperlich mit den Demonstranten umgegangen sind.

Ich kann gar nicht in Worte fassen was ich empfinde wenn ich so ein Bild sehe:

http://www.bild.de/BILD/politik/2010/10/02/stuttgart-21/wird-stuttgart-21-zum-buerger-krieg.html


Es grüßt Nemesis

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elwu
Gast
« Antwort #8 am: 02. Oktober 2010, 13:39:27 »

Ich stimme hier insofern zu [...]

Danke.

Ich dachte schon, ich stehe mit meiner Meinung mal wieder alleine da...

/elwu,

auch ab und an am Demonstrieren gegen S21. Töchterchen auch.
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Bart
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« Antwort #9 am: 02. Oktober 2010, 14:57:57 »

Ihr solltet euch mal die Videos auf Youtube anschauen und nicht nur die zusammengeschnittenen Trailer.

Wenn ich sehe wie Jugendliche auf Polizei LKW klettern wie auf einem Spielplatz und meinen das Ganze ist ein

Spaß wundert mich nichts mehr. Und wenn eine Gruppe von 10 Polizisten von Hundert Halbstarken begrabscht und angepöbelt wird

finde ich es nur angemessen sich mit einer Ladung Tränengas etwas Freiraum zu verschaffen.


Auf die Exikutive zu schimpfen ist immer das einfachste.

Gruß
Bart
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DieMystiks
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WWW
« Antwort #10 am: 02. Oktober 2010, 15:28:32 »



Hallo bart,

du magst einerseits Recht haben. Ich möchte nicht der Polizist sein, dem von hinten ins Kreuz gesprungen wird.

Andererseits gibt es dort auch Videos von friedlichen Demonstranten, vom Jugendlichen bis zum Rentner im Schloßpark am 30.09.
Dann den Wasserwerfer anzuschmeißen und Pfefferspray zum Einsatz zu bringen halte ich für total unangebracht.

Sicher nehmen manche jugendliche Teilnehmer der Demo die Sache nicht ganz so ernst und möchten einfach nur dabei sein.
Ich finde aber trotzdem wichtig, dass sich gerade Jugendliche  bei solchen Anlässen auf der Straße zeigen .

LG
Tina



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Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
Beppo
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KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #11 am: 02. Oktober 2010, 15:41:15 »

Ich denke, jeder weiß, dass eine Demo ausufern kann und sollte da nicht mit kleinen Kindern hingehen.

Denen auch noch ein Schild, mit der Meinung der Eltern umzuhängen, finde ich auch falsch.

Kinder haben da einfach nichts zu suchen.

Ein Jugendlicher, z.B. ab 16, sollte auch erst hin, wenn er beurteilen kann, auf was er sich einlässt.

Ich will damit keine Gewaltexzesse der einen oder anderen Seite rechtfertigen aber auch da an die Eigenverantwortung erinnern.

Man muss sicher auch unterscheiden, zwischen einer Demo, die nichts anderes ist, als eine Äußerung der eigenen Meinung ist und dem Durchsetzen der eigenen Meinung oder Verhinderung von genehmigten Aktionen.

Die Polizei hat nun mal die Aufgabe, für die Durchführbarkeit der geplanten Aktivitäten zu sorgen.

Das Besetzen von Bäumen, so sympathisch mir das auch sein mag, ist mehr als eine Demo. Es ist die Behinderung einer legalen Maßnahme.
Und keiner der Blockierer kann für sich in Anspruch nehmen, dass er das ganze Volk gegen die Staatsmacht vertritt, sondern zunächst mal nur seine eigene Meinung.

Klassisches Beispiel für dieses Dilemma ist der Bau einer Ortsumgehung.
Die einen demonstrieren dafür, die anderen dagegen. Und die meisten nach dem St. Floriansprinzip. Vor allem wenn sie selbst Autofahrer sind.

Dass beide Fraktionen mit einer Demo auf ihr Anliegen und ihre Argumente aufmerksam ist gut und legitim.

Und die Betroffenen sollten auch vor einer Entscheidung gehört werden, nur wenn die Entscheidung getroffen ist, muss sie auch durchgesetzt werden.
Die Verhinderung der Arbeiten durch eine Blockade ist undemokratisch und verboten und für den Teilnehmer mit dem Risiko behaftet, von der Polizei entfernt zu werden. Auch wenn es ein Kind ist.
Die Verantwortung dafür haben in dem Fall die Eltern.

Ich habe mich mit S21 bisher nicht groß beschäftigt und kenne die Genehmigungsverfahren und Einflussmöglichkeiten der Bürger nicht und will die Motive der Demonstranten nicht bewerten.
Aus der Verantwortung für ihr tun entlassen, mag ich sie aber auch nicht.
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« Antwort #12 am: 02. Oktober 2010, 18:55:36 »

@beppo  thumbup

ganz deiner Meinung!!

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Bonnie 2


« Antwort #13 am: 29. Oktober 2010, 13:57:45 »

Hi

Es wurde hier zwar schon lange nichts mehr geschrieben - dennoch bleibt das Thema aktuell. Und es trudeln auch immer mehr andere Informationen als die der Polizeikameras ein.

Allen voran die Beiträge aus der Sendung Monitor. Die Herausarbeitung, wie Polizeivideos von der Polizei "angepasst" werden, ist jedoch nicht vollständig. Es fehlen die leider schwer verfügbaren Aufnahmen von Demonstranten. Allerdings gibt es noch diesen Blogspot-Beitrag".
Aufschlussreich ist das Interview mit Thomas Mohr von der GdP, der von vorherigen Aktionen in Stuttgart auf den 30.09. schliesst.
Von "taff" gibt es auch einen Beitrag, wo mal ein 15-jähriger Schüler zu Wort kommt (soviel zur Manipulation von Kindern).
Die BAG Kritische Polizisten hat auch was zu sagen.

..und und und.
Der brave Deutsche lässt sich so herrlich manipulieren. Da werde ich glatt auf die Franzosen neidisch.

Schlimm ist nur, das Politiker und andere Verantwortliche das Lügen nicht sein lassen können. Ist das dann Demokratie, wenn das Wahlvolk getäuscht, belogen und manipuliert wird? Oder ist Demokratie nur die Fassade für was anderes?

Gruss oldie
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Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
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« Antwort #14 am: 29. Oktober 2010, 14:21:44 »

Ich kann inhaltlich nicht viel dazu sagen, ob der Bahnhof nun richtig oder falsch ist.
Und ich bin auch nicht davon überzeugt, dass Regierung und Presse hier die Wahrheit sprechen.
Ebensowenig bin ich sicher, dass die Entscheidung für S21 auf dem richtigen Wege getroffen wurde.

Ich bin aber auch sicher, dass es genausowenig mit Demokratie zu tun hat, wenn man diese Frage von Demonstranten beantworten lässt.
Egal wie viel Verständnis ich für die Demonstrationen habe.

Eine demokratische Mehrheit stellen sie erst dar, wenn sie mit 41 Millionen Leuten auf der Straße stehen.
Ansonsten ist ihre Meinung nicht einen Deut repräsentativer als die Meinung der S21 Befürworter, die Zuhause auf dem Sofa sitzen.

Man könnte über sowas natürlich eine Volksabstimmung machen, aber wer darf denn da mit abstimmen?
Die Anwohner?, die Stuttgarter?, alle aus BaWü?, alle Bahnreisenden?, die ganze Welt?

Ich weiß es nicht.
Ich weiß nur, dass es nicht eine Autobahn, eine Umgehungstrasse, ein Kraftwerk, einen Mobilfunkmast geben würde, wenn man auf Volksabstimmungen oder Demonstranten setzen würde.

Wie oben schon gesagt, ist für mich eine Demonstration ein Mittel, meine Meinung kund zu tun.
Nicht um sie durchzusetzen.


Gruss Beppo

Meine 2 Cent.

P.S. Oldie, ich will deinen Worten übrigens keineswegs widersprechen, denn ich glaube auch nicht, dass auf Seiten der Regierung die Guten sitzen.
Ich weiß es schlicht nicht.
Aber ob ich die Franzosen beneiden soll, die ständig Unbeteiligte ganz massiv schädigen, um ihren eigenen Kopf durchzusetzen?

Wie schon Klaus Kinski sagte:
"Du willst ja auch nicht, dass ich dir vor die Haustür sch*e, aus Protest, dass mein Klo nicht funktioniert!"
« Letzte Änderung: 29. Oktober 2010, 14:27:40 von Beppo » Gespeichert

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« Antwort #15 am: 29. Oktober 2010, 14:29:35 »

Über die angebliche demokratische Legitimation von S21, die von den Befürwortern gebetsmühlenhaft behauptet wird, kann man hier erhellendes erfahren.
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« Antwort #16 am: 29. Oktober 2010, 14:43:50 »

>>>DIESE<<< Informationen über Filz und andere Beziehungsgeflechte sind auch recht erhellend...
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When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
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« Antwort #17 am: 29. Oktober 2010, 14:45:23 »

Ok, aber was wäre denn aus eurer Sicht der richtige Weg, so etwas zu entscheiden?

Ich bin da, ehrlich gesagt, ratlos und halte genau das für den Grund warum wir in einer repräsentativen Demokratie leben, wo so etwas nicht direkt vom Bürger entschieden wird.

Hat jemand ne gute Idee?
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elwu
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« Antwort #18 am: 29. Oktober 2010, 15:00:28 »

Die repräsentative Demokratie hat sich nicht nur durch die allumfassende Klüngelei und Korruption so weit von den Bürgern entfernt, dass sie in vielen Breichen ihre Legitimation verloren hat. Bürger wollen nicht nur zum Wahltag hofiert werden, und dann erst recht nicht eine Generalvollmacht für alles abgeben, was in der nächsten Legislaturperiode zu entscheiden ist, geschweige denn, wenn diese Entscheidungen über mehrere Legislaturperioden oder gar Generationen Auswirkungen haben.

Die Lösung? Eine Einschränkung der Repräsentanz, zumal die oft durch gar nicht gewählte Politiker (die demokratieverachtende Schacherei mit den Listenplätzen ist völlig unerträglich) erfolgt. Und eine Beteiligung der Bürger. Wie das jemand Fazit recht knackig formuliert hat:

die einzige Lehre, die man aus “Stuttgart 21″ ziehen kann ist die, dass Großprojekte dieser Art, die tief in das gewohnte Leben und in die Umwelt der Bürger eingreifen, dem Volk zur Abstimmung gestellt werden müssen. Und zwar vorher und nicht erst, wenn der sprichwörtliche Zug schon abgefahren ist. Volksabstimmungen und Volksentscheide auf kommunaler und auf Landesebene zur Legitimierung politischer Großvorhaben sind der einzige Weg, um Großkonflikte wie in Stuttgart künftig zu verhindern
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« Antwort #19 am: 29. Oktober 2010, 15:23:22 »

Hi

Zitat
Eine demokratische Mehrheit stellen sie erst dar, wenn sie mit 41 Millionen Leuten auf der Straße stehen.
Ich bin da, ehrlich gesagt, ratlos und halte genau das für den Grund warum wir in einer repräsentativen Demokratie leben, wo so etwas nicht direkt vom Bürger entschieden wird.
Blödsinn, dass ist keine Demokratie. Die Realität von Politik, Wahlkampf, Wahlkampfversprechen, Fraktionszwang sprechen eine andere Sprache. Für mich klingt das eher nach Bildung einer kriminellen Vereinigung. Mit unlauteren Mitteln unter Vertuschung von Tatsachen, mit Verleugnung von Personen und späteren 180°-Wendungen von Positionen wird auf Stimmenfang gegangen.

Der Bahnhof steht in Stuttgart. Sollen die Bürger von Stuttgart entscheiden. Und soll die Bahn AG ihn aus eigenen Mitteln dann bauen. Ich habe keinen Bock, einer Aktiengesellschaft meine Steuergelder in den Hintern zu stecken. Nur - meine Meinung interessiert keinen von den Herren im Anzug, die würden nicht im Traume auf den Gedanken kommen, mich zu fragen oder auch nur zu informieren. Die machen, was sie wollen. Alles unter dem Deckmantel der Demokratie. Ich kann das Wort nicht mehr hören.

Gruss oldie
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« Antwort #20 am: 29. Oktober 2010, 15:59:14 »

Volksabstimmungen und Volksentscheide auf kommunaler und auf Landesebene zur Legitimierung politischer Großvorhaben sind der einzige Weg, um Großkonflikte wie in Stuttgart künftig zu verhindern[/i]

Der Bahnhof steht in Stuttgart. Sollen die Bürger von Stuttgart entscheiden.

Da fängt es ja schon an!
Wer soll es denn nun entscheiden?
Stadt oder Land?

Wer entscheidet über den Bau der Umgehungsstraße?
Wer über den Funkmast?

Und um um es noch etwas weiter zu fassen:
Wer entscheidet über den Bau eines Atommüllendlagers an einem bestimmten Ort, nachdem nun mal schon überall Kernkraftwerke stehen?

Ich will hier keineswegs über Kernkraft diskutieren und auch nicht, ob man die Kraftwerke hätte bauen dürfen aber nun ist der Müll eben da!
Wohin damit?

Ich gebe euch ja recht, dass es schlecht ist wie es ist aber ich halte die Volksabstimmung auch nur für begrenzt tauglich.
Und wo zieht man die Grenze, ab wann das Volk entscheiden soll?
Was wenn ein Bundesland sagt, wir wollen keine Transitreisenden mehr auf unseren Straßen?
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« Antwort #21 am: 29. Oktober 2010, 16:53:53 »

Hallo zusammen,

Ich gebe euch ja recht, dass es schlecht ist wie es ist aber ich halte die Volksabstimmung auch nur für begrenzt tauglich.

Und weil das so ist, versinkt die Schweiz in Anarchie und hat weltweit die schlechteste Infrastruktur?

*duckundweg*
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Bonnie 2


« Antwort #22 am: 29. Oktober 2010, 17:07:04 »

Hi

Beppo, ich kann Deine Zweifel nachvollziehen. Doch der Weg, den Protest gegen Entscheidungen im stillen Kämmerlein mit brutalen Polizeieinsätzen zu delegitimieren, gar mit Überlegungen zum Einsatz der Bundeswehr im Inneren noch zu würzen, zeigt mir die Richtung, wohin es geht. Es ist das eine, von Polizeiübergriffen zu hören, etwas ganz anderes, es unmittelbar zu erleben. Und das nicht nur einmal, und bei sehr unterschiedlichen Begebenheiten. Da fällt mir eine Positionierung leicht.

Eine Schlüsselfunktion könnte das Wahrnehmen von Befindlichkeiten der Betroffenen einnehmen. Eben Fingerspitzengefühl, Angemessenheit, Objektivität. Begrifflichkeiten, welche die politischen Akteure nur verwenden, wenn es um die eigene Karriere geht. Es muss eine Diskussionskultur her, welche diesen Namen auch verdient hat. Und die Meinung von Minderheiten muss teilweise Vetocharakter haben. Solange das nicht geschieht, kann m.E. auch nicht darüber gestritten werden, wer nun was zu entscheiden hat. Das wäre dann vermutlich auch nebensächlich. Der Bürger will nicht mehr unmündig behandelt werden, belogen und getäuscht werden.

Ich bin mir sicher, wenn die Politik so weiter macht, wird die Gewalt zunehmen. Und die Politik weiss das, sie bereitet bereits heute die ihr dafür notwendig erscheinenden Gegenmassnahmen vor. Ich hingegen glaube, dass sie sich irrt. Wird nicht an sozialer Gerechtigkeit gearbeitet, werden auch militante Aktionen mit hoher Wahrscheinlichkeit zunehmen, egal ob man dafür 1 Tag oder lebenslänglich in den Knast geht. Ausgrenzung wird als staatl./gesellschaftl. Gewalt empfunden. Der Mensch aber ist nur beschränkt belastbar.

Gruss oldie
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« Antwort #23 am: 30. Oktober 2010, 08:01:01 »

Hallo Beppo,

Eine demokratische Mehrheit stellen sie erst dar, wenn sie mit 41 Millionen Leuten auf der Straße stehen.

So so. Ich nehme an, die 41 Millionen leiten sich daraus her, dass wir 82 Millionen Einwohner haben und du hier auf eine absolute Mehrheit abzielst?

Nun ja. Das bedeutet dann aber auch, dass du im Durchschnitt auch die Hälfte aller Neugeborenen, Kindergartenkinder, Grundschulkinder und Jugendlicher bei der Demo auf der Straße sehen willst, damit es für deine demokratische Mehrheit reicht - aber hast du nicht vor vier Wochen genau dieses als ein unmögliches und verantwortungsloses Verhalten gebrandmarkt? Bitteschön:

Wenn Eltern ihre Kinder zu einer Blockade mitnehmen, sollen sie sich nicht wundern, wen die dann auch weg geräumt werden.

Ich denke, jeder weiß, dass eine Demo ausufern kann und sollte da nicht mit kleinen Kindern hingehen. (...) Kinder haben da einfach nichts zu suchen.
Ein Jugendlicher, z.B. ab 16, sollte auch erst hin, wenn er beurteilen kann, auf was er sich einlässt.


Aber nehmen wir spaßeshalber mal genau diese 41 Millionen als Grenzwert für eine demokratische Entscheidung, und gucken mal, wie es dann um die Legitimation unserer ach so hoch geschätzten Regierung aussieht.

  • Es gibt in diesem Land 81,7 Millionen Einwohner.
  • Davon sind aber nur 62,2 Millionen wahlberechtigt.
  • Davon haben sich nur 72,2% an der Bundestagswahl 2009 beteiligt, das sind 44,9 Millionen
  • Davon haben dann 33,8% die Union und 14,6% die FDP gewählt (Quelle wie vor), das sind zusammen 21,7 Millionen.

Also weit, weit entfernt von den geforderten 41 Millionen, die deiner Meinung nach für eine demokratischen Legitimation nötig sind. Ich kann daraus nur einen Schluss ziehen: Biene Merkel und ihr Westerwilli sind offensichtlich durch einen Staatsstreich an die Macht gekommen ...

Nix für ungut,

Malachit.
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« Antwort #24 am: 30. Oktober 2010, 08:36:54 »

Du weißt doch wie es meine!

Natürlich sind die 41.000.000 etwas plakativ. Es waren aber auch weniger als 31.100.000 Leute auf der Straße.

Und ich bin mir ziemlich sicher, dass es auch Leute gibt, die für S21 sind.
Sollen die das jetzt in einer Straßenschlacht ausfechten?

Aber ich will ja nur das Prinzip verdeutlichen.

Du kennst mich doch auch schon ein paar Tage und weißt, dass ich auch nicht gerade ein Fan von Biene Merkel und Co. bin aber ich bin eben nicht davon überzeugt, dass man die Entscheidung auf die Straße verlagern sollte.

Als Signal, dass etwas nicht von Allen als gut empfunden wird, ist eine Demo sicher gut aber als Entscheidungsgrundlage?
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