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Autor Thema: Ich habe jetzt ein Kind :) Unsere Geschichte  (Gelesen 10164 mal)
mikkian
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 75


« am: 24. Juni 2010, 09:18:21 »

Guten Morgen,

mein LG hatte sich hier angemeldet, es ging ja hauptsächlich um seinen Sohn.

Nun wohnt der schon 3 Wochen bei uns und ich muss sagen ist wirklich schön mit ihm.
Mein LG ist fast die ganze Woche nicht zu Hause, immer nur mal sporadisch und somit habe ich eigentlich die Hauptverantwortung für das Kind. Also Schule, Arztbesuche, regelmäßige Essenzeiten etc. Von heute auf morgen hat sich mein Leben drastisch verändert. Die Verantwortung für ein Kind, alles organisieren...
Ich habe mir lange Gedanken gemacht ob ich das alles bewältigt bekomme, was ist wenn der Junge meint ich bin nicht seine Mutter oder mich ablehnt. Was mache ich wenn ich auch mal meckern muss? Wie reagiert der Junge darauf? und noch so 10000 andere Sachen sind mir durch den Kopf gegangen.
Am meisten bammel hatte ich wirklich davor wenn ich dem Kind zwischendruch den Kopf mal wieder gerade rücken muss. Ich bin nicht der Typ der laut oder gar ausfallend wird, wie ich finde auch die schlechteste Methode um mit einem Kind umzugehen.

Von Vorteil ist sicherlich das der Junge und ich uns schon sehr lange kennen, sind schon über 6 Jahre.
Für uns ist es momentan am wichtigsten das der Junge merkt das er hier zu Hause ist, mit allem was dazu gehört. Er soll sich hier sicher und geborgen fühlen und vorallem merken das wir immer hinter ihm stehen, ihn niemals anlügen und das Beste für ihn wollen. Dazu gehört natürlich auch den Jungen jetzt mal nen bisschen anzuschupsen, vorallem was das Thema Selbstständigkeit angeht. Der Junge wurde von seiner Mutter verwöhnt, wenn nicht sogar verzogen. Jahrelang war er die Nr. 1 im Leben seiner Mutter, das führte teilweise zu recht merkwürdigen Umständen. So hat die Mutter z.B. die Hausaufgaben (in der Grundschule) für den Jungen erledigt, wenn der Junge nur einmal gehustet hat wurde sofort zum Artzt gelaufen, die Fußnägel konnte sie ihm nicht schneiden, sie sagte immer der Junge möchte das nicht usw. Wirklich etwas dagegen unternehmen konnte mein LG nicht, die Mutter war (ist) der Auffassung das nur sie weiß was gut für das Kind ist.

Vor zwei Jahren hat sich dann das Leben komplett geändert für den Jungen. Die Mutter ist mit ihm und seiner kleinen (halb)-Schwester in ein Reihenhaus gezogen. Das hatte der damalige LG der Mutter und ganz schnell werdene Stiefvater gekauft. Ich glaube es waren ca. 5 Wochen nachdem die zusammen gezogen sind, da wurde geheiratet.
Nach ca. 1/2 Jahr wurden mein LG und ich zu einem Gespräch eingeladen. Eine ganz neue Erfahrung für uns, die Mutter war doch sonst immer eher schweigsam wenn es um die Belange des Kindes ging. Dort hatte dann der Stiefvater seinen ganz großen Auftritt, die Mutter hat kaum was erzählt. Wie schwierig der Junge doch ist, er erledigt keinerlei Aufgaben die ihm übertragen würden, wäre frech usw. Wir konnten damals kaum glauben was uns erzählt wurde, die Mutter bestätigte aber alles gesagte des Stiefvaters. Wir haben abgesprochen das wir dem Jungen auch näher bringen das er vorallem für die Schule was machen muss. Und die Mutter fing an, wenn ich den Jungen zu unserem Wochenende abgeholt habe, einen ganzen Schwung Hausaufgaben mir in die Hand zu drücken:"...er macht das hier nicht..." Als mir das dann aber eindeutig zu viel wurde (ich glaube das einemal waren es 6 Schulmappen und noch normale Hausaufgeben) habe ich ihr gesagt das es wohl nicht angehen kann das der Junge, bei der wenigen Zeit die wir sowieso schon mit ihm haben, stundelang über irgendwelchen Schulfaufgaben zu sitzen. Das könne sie nicht von uns (und auch von dem Jungen) verlangen, sie solle das zu Hause in den Griff bekommen. Einige Monate später wurden wir abermals zum Gespräch geladen. Was wir dort zu hören bekamen hat uns sprachlos werden lassen. Der Stiefvater erzählte das der Junge wohl schwer erziehbar wäre und ihn nicht mögen würde. Der Junge wäre frech, brutal seiner Schwester gegenüber und ein Zusammenleben mit ihm wäre fast wie eine Qual.

Die Vorfälle häuften sich auch das der Junge erzählte das er mit dem Stiefvater nicht zurecht kommen würde und er ungerecht ihm gegenüber wäre. Wir haben leider damals den Erzählungen des Stiefvaters teiweise geglaubt und dem Jungen gesagt das er sich schon zu benehmen hätte wie bei uns auch. Wir waren auch davon ausgegangen das der Junge eifersüchtig auf den Stiefvater ist und die einsetzende Pubertät lässt ein Kind ja auch nicht gerade einfacher werden. Zwischendurch gab es einen Vorfall das der Junge als er über seinen Hausaufgaben gesessen hatte, der Stiefvater ihm wohl mit einer Schulmappe über den Kopf gehauen hat. Mein LG hat die Mutter zur Rede gestellt und es wurde versprochen das soetwas nie wieder vorkommen würde, es würde ihr leid tun.

Anfang diesen Jahres spitzte sich die ganze Situation zu. Wir bekamen einen Anruf der Großmutter (mütterlicherseits, wir haben keine Eltern mehr). Der Stiefvater ist bei einem "Elternstammtisch" gewesen und die Großmutter erzählte uns sie hat einen Anruf von einer anderen Mutter die das mitbekommen hat bekommen. Mein LG hat mit der Lehrerin des Jungen gesprochen, dort wurde ihm dann die ganze Situation des Jungen erzählt. Der Stiefvater hätte bei diesem Stammtisch sehr, sehr schlecht über den Jungen gesprochen, die Lehrerin meinte sogar sie hätte bisher noch niemals erlebt das ein Erwachsener so negativ und abwertend über ein Kind redet. Der Junge hätte in den letzten Montaten eine sehr negative Entwicklung gemacht, er wäre vom fröhlichen, aufgeschlossenm Kind, zu einem sehr verschlossenen und oft auch todtrauigem Kind geworden. Die Konstellation bei dem Jungen zu Hause, wäre nicht das richtige, seine Leistungen würden immer weiter abrutschen usw.
Uns war klar das etwas passieren muss. Die Lehrerin schlug vor die Mutter zu einem Gespräch zu laden und ihr dort näher zu bringen das es evtl. besser ist wenn der Junge zum Vater kommt. Außerdem wollten sie das der Junge zum Schulpsychologen geht, um die wahren Gründe seines Kummers zu deuten. Das lehnte die Mutter natürlich ab, zum Schulpsychologen wolle sie aber mit dem Jungen.
1-2 Tage später erhielt ich einen Anruf der Mutter, ich glaube die wollte mit mir über ihre Eheprobleme sprechen. Sie weinte bitterlich am Telefon und ich bot ihr an sie besuchen zu fahren. Darauf willigte sie ein. Während meines Besuches dort hat die Mutter auch viel geweint. Sie hätte nur Probleme mit dem Jungen und wüsste gar nicht warum. Mehr oder weniger gestand sie ein das ihr die ganze Situation über den Kopf wächst, sie wüsste nicht mehr was richtig und was falsch ist. Auch müsste sie ständig zwischen dem Stiefvater und dem Jungen vermitteln, bzw. einschreiten (was auch immer das zu bedeuten hat...) Mein Angebot den Jungen zumindest für eine zeitlang bei uns wohnen zu lassen um wieder Ruhe in ihr Leben zu bringen lehnte sie ab. Es wäre doch ihr Kind, dabei weinte sie viel. Sie versprach aber auch mir mit dem Jungen zum Psychologen zu gehen und außerdem noch eine Familientherapie zu machen.
Die Wochen vergingen und die Mutter wich immer wieder aus, wenn es darum ging mit dem Jungen zum Psychologen zu gehen. Dann stand eine "Mutter und Kindkur" an und wir wollten danach weiter sehen. Ach, ich muss wohl noch erwähnen das es zwischenzeitlich zu einem Streit zwischen meinem LG und dem Stiefvater kam. Das ereignete sich als mein LG den Jungen nach unserem Wochenende nach Hause zurück brachte. Es ging um die Vorauszahlungen für die Zahnspange des Jungen. Der Stiefvater ist wohl richtig aufgeplatzt und meinte Dinge wie:"Der Junge kostet mich schon genug Geld, ich bezahle das nicht..." Dabei ist der Stiefvater sehr ausfallend und laut geworden, der Junge hat alles mitbekommen. Danach war natürlich "Eiszeit" zwischen uns allen. Es wurde nur noch das nötigste besprochen. Nach der Kur war der Junge allerbester Laune und fröhlich wenn er bei uns war. Das änderte sich aber schnell wieder. Da ich den Jungen oft abgeholt habe hat er mir eigentlich jedes mal erzählt was wieder zu Hause passiert ist (er konnte/kann das mit mir am Besten, ich verhalte mich relativ neutral). Der Junge wollte aber nie das wir zum Jugendamt gehen oder wenigstens mit seinem Stiefvater reden, er müsste das dann ausbaden wie er meinte. Wir waren uns auch sicher das, so wie wir die Mutter kennen, sie niemals wissentlich etwas schlechtes über den Jungen ergehen lassen würde.

Mein LG hatte sich dann doch vorgenommen zum Jugendamt zu gehen, da wir die familiäre Situation des Jungen auch nicht weiter hin nehmen konnten. Es kam zu sehr merkwürdigen Ereignissen zwischen Jungen und Stiefvater. Dazu muss ich wohl erklären das die Mutter abends oft arbeitet und der Junge sonst viel bei seinen Großeltern war, das wurde aber immer weniger und der Junge war dann mit diesem Mann alleine. Richtig erzählt hat der Junge das nie, aber zwischen den Zeilen kam da schon sehr viel rüber.

Dann vor drei Wochen:
Die Mutter rief Anfang der Woche an und drängte darauf das der Junge bereits am Mittwochabend (NRW hatte am Donnerstag Feiertag und am Freitag war schulfrei) zu uns kommen muss. Wir willigten natürlich ein, auch wenn wir nicht wussten was wir mit dem Jungen machen sollen wenn wir am Freitag beide arbeiten sind. Im Nachhinein haben wir erfahren das Mutter, Vater und Halbschwester einen Familienausflug geplant hatten, da scheint der Junge dann also nicht mit dazu zu gehören.
Als ich Mittwochabend von der Arbeit nach Hause kam hatten die Großeltern den Jungen zu uns gebracht. Die Oma des Jungen war sehr aufgebracht, der Stiefvater hatte den Jungen gegen den Arm geboxt, so dass er ein kleines Hämatom davon getragen hat.
Der Junge erzählte mir in aller Ruhe von diesem Vorfall, später als mein LG nach Hause kam haben wir ihm das auch erzählt. Als der Junge im Bett war, haben wir lange darüber gesprochen was wir jetzt machen müssen. Für uns stand fest das der Junge dort auf gar keinen Fall wieder hin zurück kann. Am Donnerstag sagte der Junge dann das er bei uns bleiben will, er kann zu Hause nicht mehr weiter leben.
Wir freuten uns einerseits natürlich wahnsinnig darüber, aber hatten auch eine gewisse Angst was jetzt alles auf uns zukommen würde.
Nachdem mein LG mit dem Jungen beim Jugendamt und beim Amtsgericht gewesen war und dort auch das vorläufige Aufenthaltsbestimmungsrecht bekam, hat mein LG die Mutter angerufen um ihr dieses mitzuteilen. Die Mutter wollte zu uns kommen, sie waren gerade auf der Rückreise ihres Famileinausfluges.
Kurze Zeit später waren sie dann bei uns, der Stiefvater hatte sich kaum hingesetzt und fragte als erstes ob das ganze wegen ihm wäre. Das bestätigten wir natürlich und dieser Mann ist dann aufgestanden und meinte ihn würde das alles nichts angehen. Die Mutter ist mit der kleinen Tochter bei uns sitzen geblieben, sie weinte natürlich bitterlich, wußte aber nicht was sie uns sagen sollte. Irgendwann habe ich dann den Jungen dazu geholt, er bestägte seiner Mutter nochmal das er bei uns bleiben will und verabschiedete sich von ihr.
Am selben Abend erhielten wir noch einen Anruf von ihr, sie wollte mit dem Jungen sprechen. Die Mutter sagte dem Jungen das der Stiefvater sich entschuldigen möchte, das lehnte der Junge aber ab. Uns gegenüber sagte der Junge das er seinen Stiefvater nie wiedersehen möchte.

Jetzt wurde erstmal vor Gericht geklärt das der Junge für 3 Monate bei uns bleibt und dann wird das wohl nochmal überprüft. Die Mutter sagte vor Gericht das sie eine Familentherapie machen möchte, das kann sie auch gerne tun. Wir wissen allerdings nicht wie wir uns verhalten sollen wenn der Junge sagt er möchte das nicht, bzw. meinte er das er seiner Mutter das nicht Glauben würde.
Bisher hat die Mutter sich aber auch nicht weiter geäußert wann diese Termine statt finden sollen und ich denke sie soll da mal ruhig persönlich mit ihrem Kind darüber sprechen, da halten wir uns soweit erstmal raus.

Ich bin gespannt wie es weiter geht. Mit dem Jungen komme ich gut zurecht. Ich versuche ihm zu zeigen das man die alltäglichen Dinge des Lebens auch partnerschaftlich angehen kann, ohne Streit, ohne Geschrei und vor allem ohne übermäßigen Druck oder gar harten Bestrafungen.
Als sie die erste Aufregung gelegt hatte und ich hier fast schon Alltag mit dem Jungen erlebt habe, kuschelte er sich Abends zu mir aufs Sofa. Beim zu Bett bringen habe ich ihm gesagt das ich ihn lieb habe und ich es sehr schön finde das er bei uns ist. Das findet der Junge auch. 






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« Antwort #1 am: 24. Juni 2010, 09:29:37 »

Servus,

für den Jungen hoffe ich, dass er nun etwas zur Ruhe kommt.

Was ich befremdlich finde ist die Tatsache, dass scheinbar sein "Stiefvater" und auf Eurer Seite Du als "Stiefmutter" die wesentlichen Personen im Leben des Jungen darstellen.

Wo sind Vater und Mutter?

Ich finde, dass diese beiden Personen (trotz aledem) sehr wichtig für die Zukunft des Jungen wären.
Bitte nicht falsch verstehen, Deinen Einsatz möchte ich dadurch nicht abwerten.

Gruß, Michael
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mikkian
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« Antwort #2 am: 24. Juni 2010, 09:34:36 »

Hallo staengler,

mag sein das das so rüber kommt. Ich habe die Situation auch aus meiner Sicht geschildert. Natürlich ist auch der Vater für den Jungen da 
Tja und ich glaube die Mutter ist schon sehr lange in den Hintergrund des Jungen gerückt seitdem der Stiefvater der "Chef" ist. Ich glaube die hat nicht mehr viel zu melden seitdem.
Vielmehr hat sie wohl auch vom Jungen verlangt das er Verständniss für den Stiefvater aufbringt.  c
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« Antwort #3 am: 24. Juni 2010, 09:39:00 »

trotzdem finde ich es für die Entwicklung des Jungen wichtig, wenn seine Mutter ihre Rolle als solche wieder einnehmen kann und darf.
So wie ich Deinen Bericht lese, leidet sie auch unter dieser Situation.
Könntet ihr sie dabei unterstützen?

Gruß, Michael
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« Antwort #4 am: 24. Juni 2010, 09:47:11 »

Servus LGin von mikkian!
Da nun zwei verschiedene User offensichtlich unter einem Usernamen schreiben, möchte ich Dich bitten, einen eigenen Account zu öffnen und mit diesem Deine Beiträge zu erstellen, damit hier keine unnötigen Verwirrungen entstehen.

Grüßung
Marco
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« Antwort #5 am: 24. Juni 2010, 09:57:03 »

Ein ganz klares Nein.

Da ich irgendwie schon immer die Rolle der Vermittlerin zwischen Vater und Mutter war, dachte ich das es auch ein wenig so weiter gehen kann. Das hat die Mutter aber abgelehnt, sie meinte das würde mich alles nichts angehen...
Finde ich schade, aber wenn jemand nicht will dann eben nicht. Sie weiß schließlich auch das der Vater nicht viel zu Hause ist und sie muss doch den Kontakt zu ihrem Kind nicht abbrechen lassen, gerne könnte sie z.B. mal nach der Schule mit dem Jungen ein Eis essen gehen oder ähnliches.Die Situation zwischen Vater und Mutter ist momentan davon geprägt das der Vater auch einen (verständlichen) Groll gegen die Mutter hat und die Mutter ist der Meinung das wir ihr das Kind weggenommen haben. Also recht schwierig momentan, vielleicht einfach etwas Zeit vergehen lassen.

Ich werde den Eindruck auch nicht los das die Mutter nur noch das macht was ihr Ehemann ihr sagt. Sie handelt teilweise komplett anders als sie es früher einmal getan hat. Alleine schon das sie praktisch widerstandslos dabei zugesehen hat das ihr Kind zum Vater geht, das kann die nicht wirklich wollen. Und welche Mutter trennt sich denn von ihrem Kind bevor sie nicht vielleicht mal überlegt was mit ihrem Ehemann nicht richtig ist? Ich glaube der Junge ist wahnsinnig enttäuscht von seiner Mutter, leider.
Prinzipiell ist mein LG auch gesprächsbereit, aber geht momentan nicht sonderlich gut. Sie kann den Jungen immer sehen, das hat ihr mein LG zugesichert. Hat ihr aber auch gesagt das der Junge seinen Stiefvater (vorläufig zumindest) nicht sehen möchte. Und am letzten We hat sie den Jungen mit zu sich nach Hause genommen, der Stiefvater war auch anwesend. Anscheinend hat sie immer noch nicht verstanden oder will es auch nicht verstehen warum alles soweit gekommen ist.

Ich verstehe diese Frau ehrlich gesagt nicht.

Mache ich Marco 
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« Antwort #6 am: 24. Juni 2010, 10:07:27 »

Hallo LG von Mikkian,

ich möchte auch nochmal in die Kerben meiner Vorredner hauen.

Es ist lobenswert und gut, dass du dich um den Jungen kümmerst und das bisher auch gut läuft.

Du solltest dabei jedoch nicht die Rolle der Mutter übernehmen.
Weder ihm gegenüber, noch nach außen,  noch in deinem Kopf.
Er hat eine Mutter und da solltest du dich nicht zwischen drängen.
Du könntest sonst Konflikte in dem Jungen auslösen, die keiner von euch haben möchte.

Du hast, als Hauptbetreuungsperson durchaus das Recht und die Pflicht auch erzieherisch zu wirken und ihm Grenzen zu setzen.
So wie es Kindergärtner und Lehrer auch haben. Und zwar ohne, dass sie die Eltern ersetzen.

Und wenn mal der gefürchtete Satz kommt: "Du hast mir gar nichts zu sagen, du bist nicht meine Mutter!" kannst du etwas sagen wie:

"Richtig, ich bin nicht deine Mutter aber ich habe dich auch lieb und deswegen achte ich auch auf dich!"

Gruss Beppo
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« Antwort #7 am: 24. Juni 2010, 10:27:42 »

Hallo,

ich will dem Jungen auch gar nicht die Mutter ersetzen, er hat eine Mutter und auch einen Vater.
Aber es ist nunmal so das ich nun die Hauptaufgabe der Erziehung und Versorgung des Jungen haben. Mir würde auch niemals einfallen mich Stiefmutter zu nennen, ich fand das schon damals fürchterlich als er einen "Stiefvater" bekommen hat. Ich denke ich bin einfach nur die Freundin von Papa, nicht mehr und nicht weniger.

Mutter und Kind hatten bisher auch ein sehr inniges Verhältniss und das ist auch gut und richtig so. Das diese Beziehung die letzten zwei Jahre einige Risse bekommen hat, ist klar. Die Mutter macht es dem Jungen auch nicht einfach, als er mit ihr über die neue Situation sprechen wollte hat sie ihm wohl nur gesagt das sie nicht mit ihm darüber sprechen möchte. Um das Verhältniss zwischen Mutter und Kind wieder zu einem vertrauens und liebevollem werden zu lassen, da legen wir niemandem Steine in den Weg. Ich denke das braucht einfach Zeit um Wunden heilen zu lassen, sicherlich ist die Mutter auch verletzt und evtl. auch enttäuscht das der Junge sie aus ihrer Sicht sie verlassen hat. Ich sollte wohl mal erwähnen das Mutter und Kind ein eher partnerschaftliches Verhältniss hatten, all die Jahre als sie alleine waren. Der Junge hat alle Entscheidungen mit bestimmt, er war der Dreh und Angelpunkt seiner Mutter. Das merke ich hier auch noch, er macht sich oft Gedanken über Dinge die ein Kind eigentlich gar nichts angehen sollten. Aber das habe ich schon klar gestellt, er darf gerne Vorschläge machen aber letztendlich entscheiden wird er sie nicht.

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« Antwort #8 am: 24. Juni 2010, 11:05:55 »

ich will dem Jungen auch gar nicht die Mutter ersetzen, er hat eine Mutter und auch einen Vater.

Gut.
In der Überschrift klingt es nur etwas anders.
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« Antwort #9 am: 24. Juni 2010, 11:16:11 »

Servus mikkian2,

Zitat
ich will dem Jungen auch gar nicht die Mutter ersetzen, er hat eine Mutter und auch einen Vater.
Richtig  thumbup

Ich denke mal, dass Du verstehst, was wir Dir zu vermitteln suchen.

Zitat
sicherlich ist die Mutter auch verletzt und evtl. auch enttäuscht das der Junge sie aus ihrer Sicht sie verlassen hat.
Du siehst auch die Situation der Mutter und solltest deshalb nicht schreiben
Zitat
Ich verstehe diese Frau ehrlich gesagt nicht.

Bleibe ihr gegenüber unvoreingenommen. Egal wie eigenartig ihr Verhalten Dir im Augenblick erscheinen mag.
Haltet ihr die Tür offen. Ihr tut auch dem Jungen einen Gefallen damit. Davon bin ich fest überzeugt.

Gruß, Michael

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« Antwort #10 am: 24. Juni 2010, 12:32:17 »

Ich habe manchmal die Befürchtung das mir ausgelegt werden könnte ich mische mich zu sehr ein.
Aber natürlich (und jetzt erst recht) sind mir alle Belange die das Kind betreffen sehr wichtig. Der Vater hat mir die Verantwortung gut für das Kind zu sorgen übertragen. Anders wäre es auch gar nicht machbar gewesen. Der Junge wußte das vorher auch, "Papa ist wenig zu Hause, eigentlich nur am Wochenende, aber ich habe ja V****..."
In letzter Zeit merke ich das der Junge richtig aufblüht, selbst die Lehrerin meinte das dieser Wechsel dem Kind sehr gut tut. Seine schulischen Leistungen werden auch immer besser, Vokabeltest eine 1- und eine 2+, die Mitarbeit im Unterricht ist auch wieder vorhanden.
Der Junge muss vorallem lernen selbstständiger zu werden, ich fange in ganz kleinen Schritten an. Er muss seine Schultasche selber packen, er bekommt kleine Aufgaben im Haushalt übertragen (Spülmaschine ausräumen, mal staubsaugen...). Ich hatte schon Befürchtungen das ich auf Abwehr stoße, ist er es doch nicht gewohnt auch mal mit zu helfen. Und wie ich finde kann ein Kind auch mal sagen das es da keine Lust zu hat, oder auch mal schmollen, er ist ein (pubertierendes) Kind.
Der Ehemann der Mutter hat die Einstellung das Kinder funktionieren müssen, wenn nicht dann übt man Druck aus (bis zur Einsetzung von Schlägen  exclamation_smile )

Ich habe eben mit der Anwältin telefoniert wann wir mit etwas schriftlichem zu rechnen haben. Dabei habe ich ihr auch erzählt das die Mutter den Jungen mit zu sich nach Hause genommen hat. Die Anwältin sagte das das ganz klar gegen die geschlossene Vereinbarung bei Gericht geht:"Hat die das immer noch nicht verstanden? Ich werde sie mal anschreiben..."
Leider geht es momentan nicht anders, als mein LG die Mutter drauf angesprochen hat meinte die nur das wäre ihre Sache.
Und noch eine interessante Sache habe ich von der Anwältin erfahren. Der Junge bleibt nicht nur vorübergehend bei uns bzw. nach drei Monaten wird es nochmal überprüft. Bei dieser drei Monatsfrist geht es um die restlichen Sachen des Jungen (also Kinderzimmereinrichtung usw.), die Mutter hat drei Monate Zeit dem Jungen seine Sachen auszuhändigen. (Da hat mein LG wohl was falsch verstanden).
Ich freue mich gerade richtig, wir hatten doch ein ungutes Gefühl, dachten wir doch wir könnten uns noch nicht sicher sein. Das wird den Jungen sicherlich auch freuen, gestern hat er noch gesagt das er bei uns bleiben will.  3ertralala
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« Antwort #11 am: 24. Juni 2010, 12:46:40 »

Zitat
Ich habe manchmal die Befürchtung das mir ausgelegt werden könnte ich mische mich zu sehr ein.
Tu ich nicht! Ob es andere tun?

So wie es bei Euch derzeit läuft, bist Du hauptsächliche Ansprechpartnerin für den Jungen. Und offensichtlich machst Du es auch gut und er fühlt sich bei Euch wohl.

Mein Hauptanliegen ist die Mutter, die in ihrer Rolle für das Kind unbedingt erhalten bleiben soll und muss.

Solche Vorgehensweisen
Zitat
Ich habe eben mit der Anwältin telefoniert wann wir mit etwas schriftlichem zu rechnen haben. Dabei habe ich ihr auch erzählt das die Mutter den Jungen mit zu sich nach Hause genommen hat. Die Anwältin sagte das das ganz klar gegen die geschlossene Vereinbarung bei Gericht geht:"Hat die das immer noch nicht verstanden? Ich werde sie mal anschreiben..."
verhärten die Fronten zusätzlich statt sie aufzuweichen.
Gibt es hierzu keine anderen Lösungsmöglichkeiten?

Gruß, Michael

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« Antwort #12 am: 24. Juni 2010, 12:49:01 »

Leider auch ein Nein....

Der Vater hat mit der Mutter gesprochen, ihr O-Ton (auch dazu das ihr Ehemann wie ein Berserker gefahren ist):"Ich bin darauf angewiesen das mein Mann fährt, ich darf das Auto nicht fahren und die beiden haben sich doch nur kurz Hallo gesagt, außerdem ist das meine Sache...."
Was will man da noch anderes zu sagen....?
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« Antwort #13 am: 24. Juni 2010, 13:00:22 »

Moin,

Tja und ich glaube die Mutter ist schon sehr lange in den Hintergrund des Jungen gerückt seitdem der Stiefvater der "Chef" ist. Ich glaube die hat nicht mehr viel zu melden seitdem.
ganz ehrlich: Derselbe Eindruck drängt sich auch bei Dir auf: Die jeweiligen Lebensgefährten/Ehepartner des Kindes führen das Regiment; die leiblichen Eltern sind mehr oder minder aussen vor.

Es mag ja sein, dass Dein LG tagsüber lange auf Arbeit ist und Du die alltägliche Versorgung des Kindes im Haushalt übernimmst; das ist auch aller Ehren wert. Aber dass Du mit Anwälten telefonierst etc. ist ein absolutes NoGo. Und nein: Im Zeitalter des Mobilfunks kann auch ein sorgeberechtigter und erwerbstätiger Vater diese Aufgaben wahrnehmen; das muss nicht an unbeteiligte Dritte delegiert werden. "Brass auf die Ex" ist da nur ein billiger Vorwand; da muss ein sorgeberechtigter Elternteil drüberstehen.

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Martin
(der trotz vollschichtiger Erwerbstätigkeit nie Probleme hatte, die Angelegenheiten seiner Kinder selbst zu regeln)
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« Antwort #14 am: 03. März 2011, 00:00:16 »

Ich melde mich auch mal wieder.  

Nach wie vor muss ich sagen das hier bei uns zu Hause alles im normalen und guten Rahmen läuft.
Beim letzten Elternsprechtag waren die Lehrer sehr froh das der Junge wieder "in die richtige Richtung" läuft. Seine Schulnoten haben sich im Schnitt um eine Note verbessert, er ist wieder freundlich, nett und hilfsbereit in der Schule.
Auch hier zu Hause läuft es soweit ganz gut. Wenn der Junge pfeifend und singend über den Flur läuft oder sich manchmal vor lachen den Bauch halten muss - ja dann klopfe ich mir im Gedanken auf die Schulter, bin Stolz und Froh das der Junge wieder Spass am Leben hat.

Wir hatten heute ein Gespräch während des Abendessens.
Kurz zur Erklärung: Die KM war in einer Nervenheilanstalt von Anfang Dezember und bis letzten Freitag noch in so einer Art Tagesbetreuung. Offiziell wissen wir das nicht, sie war in "Kur", das ist auch das was dem Jungen erzählt wurde, wo sie wirklich war weiß er nicht und ich denke das ist auch gut so.
Der Junge erzählte das er froh ist das es seiner Mutter jetzt wieder besser geht und sie wohl jetzt auch besser damit umgehen kann das er nicht mehr bei ihr lebt.
Wir haben auch nochmal darüber gesprochen das der Stiefvater ihn so schlecht behandelt hat, Lügengeschichten über ihn erzählt hat, bis hin zu körperlichen Übergriffen. Habe ich auch positiv aufgefasst, war das erste Mal das er von sich aus davon erzählt hat.

Eine Frage von ihm konnte ich aber nicht beantworten und ich weiß auch nicht wie ich Zukunft damit umgehen soll.
Er erzählte das er seiner Mutter immer davon berichtet hat wenn der Stiefvater ungerecht ihm gegenüber war bzw. ihn gezwungen hat Schuhe von allen Familienmitgliedern zu putzen oder ähnliches. Zum Beispiel hat der Stiefvater auch erzählt der Junge wäre unverschämt und würde die Lehrer mit Schimpfwörtern ansprechen. Die Lehrer haben das mitbekommen und haben den Stiefvater als Lügner bezeichnet, weil es einfach nicht stimmt. Der Junge wurde einfach nur immer ruhiger und verschlossener in der Schule. Die eine Lehrerin hatte auch zu dem Zeitpunkt ein Gespräch mit der Mutter und hat ihr das auch gesagt. Die Mutter glaubt aber nur ihrem Ehemann. Der Junge erzählte er hätte sich sehr oft an seine Mutter gewand, doch die hätte ihm nie geglaubt, tut es auch immer noch nicht.  heu
Irgendwie hatte ich den Eindruck das der Junge eine Erklärung für das Verhalten seiner Mutter von mir hören wollte, die konnte ich ihm aber nicht geben, bzw. ich kann ihm ja schlecht sagen was ich von seiner Mutter wirklich halte und warum diese immer noch zu ihrem Ehemann steht und ihr Kind im Stich gelassen hat.

Was meint ihr?
Kann ich dem Jungen das irgendwie verständlich machen?
« Letzte Änderung: 03. März 2011, 00:02:19 von mikkian2 » Gespeichert
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« Antwort #15 am: 03. März 2011, 07:44:49 »

Servus,

Zitat
Kann ich dem Jungen das irgendwie verständlich machen?

Erst mal bin ich froh, von einer guten Entwicklung für den Jungen zu hören.

Die Mutter befindet sich, wie ansonsten oftmals die Kinder von denen hier berichtet wird, in einem klassischen Loyalitätskonflikt.
Einerseits das eigene Kind, auf der anderen Seite ein (wohl dominanter) Partner, den man aber (warum auch immer) nicht verlieren will. Es könnte aber auch Angst vor ihm sein.

So würde ich versuchen, eine Erklärung für den Jungen zu finden.

Wie schaut es denn mit Kontakten zur Mutter aus? Sehen sich die beiden?

Gruß, Michael
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« Antwort #16 am: 03. März 2011, 09:43:38 »

Guten Morgen,

Mutter und Sohn sehen sich regelmäßig. Entweder sie ruft hier an und die beiden Treffen sich dann in der Stadt (manchmal ist die kleine Schwester auch dabei) oder wenn der Junge ein Wochenende bei seinen Großeltern (mütterlicherseits) verbringt kommt die Mutter auch dort hin. Die Kontakte werden auch ausschließlich zwischen Mutter und Sohn besprochen, der Junge fragt mich ob er dann und dann Zeit hat bzw. weiß er ja selber wann er andere Termine hat (Fußball, Feuerwehr usw.) und sagt seiner Mutter wann er Zeit hat.

In letzter Zeit fällt mir aber immer häufiger auf das er seine Mutter vertröstet, am Dienstag hat sie z.B. angerufen und er hat ihr wohl gesagt das er sie nächste Woche mal treffen möchte. Oder wenn ich ihm ausrichte das seine Mutter angerufen hat und er zurück rufen soll macht er es einfach nicht.

Bei dem Gespräch das ich mit dem Jungen hatte sind auch all die anderen Themen angesprochen worden wie z.B. das die Mutter einfach das Aquarium des Jungen vernichtet hat oder er erzählte das er sich immer schon eine Katze gewünscht hätte, aber das wurde immer abgelehnt, kurze Zeit nachdem der Junge bei uns eingezogen war ist eine Katze eingezogen.
All solche Sachen, die Mutter hat auch verhindert das der Junge die "Speed-Brackets" (weniger Schmerzen, kürzere Tragedauer) bekommt, voran gegangen war ein Streit zwischen den Eltern wegen der zusätzlichen Kosten dafür, erst wollte die Mutter sich zur Hälfte beteiligen, kaum war sie wieder zu Hause rief sie hier an und meinte sie würde sich nicht beteiligen, die Eltern haben sich am Telefon gestritten und mein LG hat ihr dann gesagt das wir die Kosten alleine übernehmen. Ich war dann mit dem Jungen beim Kieferorthopäden, dort saß die Mutter schon im Wartezimmer und hatte alles geregelt, der Junge bekam die normalen Brackets, ich konnte in dem Moment nichts machen, mein LG war glaube ich zu dem Zeitpunkt im Ausland.

Zu meiner Schande muss ich gestehen das ich mich außerhalb der Arztpraxis mit der Mutter gestritten habe, ich war damals stink sauer.  mad3

Das Gespräch das ich mit dem Jungen hatte, handelte dann auch irgendwann von der Trennung seiner Eltern (da war der Junge knapp 5 Jahre alt), er hat erzählt wie sehr er darunter gelitten hat, er hätte seinen Vater bestimmt ein Jahr lang nicht gesehen, das stimmt zwar nicht, es waren "nur" einige Wochen da mein LG erst das Jugendamt zur Hilfe holen musste weil die Mutter damals der Ansicht war:"Er hat mich verlassen, dann hat er auch kein Recht mehr auf sein Kind".
Der Junge erzählte das er seinen Vater manchmal auch für "bekloppt" gehalten hätte, z.B. als mein LG zumindest einen Teil der Wohungseinrichtung haben wollte. Während dieses Gespräches zwischen uns bin ich auch immer ruhiger geworden, bestätigte mir der Junge doch das was wir schon all die Jahre vermutet hatten, das die Mutter den Jungen von jeder "Schlechtigkeit" seines Vaters erzählt hat, mein LG erzählte mir ja auch mal das der Junge am Anfang seinen Vater immer gefragt hat warum alle sagen sein Vater wäre doof.
Ich war fast sprachlos, irgendwie sprudelte alles aus dem Junge raus, das war noch nie vorher.
Ich habe mich immer bemüht niemals im Beisein des Jungen schlecht über die Mutter zu sprechen, also habe ich nur zugehört als der Junge mir alles erzählt hat, sonst wäre mir bestimmt was falsches raus gerutscht.
Wahrscheinlich sucht der Junge selbst nach einer Entschuldigung für das Verhalten seiner Mutter seitdem sie mit diesem anderen mann verheiratet ist, er meinte nämlich wahrscheinlich verlässt seine Mutter diesen Mann nicht weil sie seiner kleinen Schwester das nicht antun möchte.
Für mich mag das vielleicht auch ein Grund sein, aber ich glaube überwiegend das es auch am finanziellen liegt. Der Ehemann der Mutter verdient recht gut, hat ja zur Hochzeit ein Haus gekauft, die Mutter hat nachdem der ungeliebte Sohn weg war erstmal ein Auto geschenkt bekommen, hmmm liest sich ziemlich böse was ich da gerae geschrieben habe.  toilette
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« Antwort #17 am: 03. März 2011, 10:16:37 »

Zitat
hmmm liest sich ziemlich böse was ich da gerae geschrieben habe.
Die Erlebnisse der vergangenen Jahre machen einen schon bitter.

Da fällt es nicht leicht
Zitat
niemals im Beisein des Jungen schlecht über die Mutter zu sprechen
oder auch ansonsten nichts negatives zu sagen.

Trotzdem, keiner von uns ist dabei und weiß deshalb genau, was im Hause und in der Ehe der Ex ab geht. Bleibt alles Spekulation.

Und völlig unabhängig davon wäre es mir trotzdem wichtig, dass der Junge seine Mutter und seine Schwester ebenso regelmäßig sieht.
Früher oder später wird er Euch dankbar sein dafür. Davon bin ich eigentlich überzeugt.

Gruß, Michael
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« Antwort #18 am: 03. März 2011, 10:35:36 »

Und völlig unabhängig davon wäre es mir trotzdem wichtig, dass der Junge seine Mutter und seine Schwester ebenso regelmäßig sieht.
Früher oder später wird er Euch dankbar sein dafür. Davon bin ich eigentlich überzeugt.

Eigentlich ganz im Gegenteil, wir oder ich fördern die Umgangskontakte weitest gehend. Ob es natürlich richtig ist das nur Mutter und Sohn alleine besprechen wann sie sich treffen weiß ich nicht so genau.
Als der Junge noch bei der Mutter gelebt hat haben die Eltern besprochen (bzw. der Vater musste die Mutter fragen ob er den Jungen holen "darf", das ging natürlich nur wenn der Vater auch so funktionierte wie Ex das wollte, zahlen und sich ansonsten raus halten aus allem)wann  der Junge bei uns ist, bzw. es stand fest 14-tägig am Wochenende und die hälftigen Ferien (ein klare Umgangsregelung war auch wichtig, da es immer wieder zum Streit zwischen den Eltern kam, dann wurde beim Jugendamt diese Vereinbarung getroffen, das hat sehr viel Konfliktpotenzial aus der Beziehung genommen).
Nun ist der Junge einige Jahre älter, vielleicht ist es so wie es im Moment läuft am besten und vielleicht ist es auch eine normale Entwicklung das dem Jungen seine Mutter nicht mehr so wichtig ist, manchmal bekomme ich bei den Telefonanten ja mit das der Junge es raus zögert und Muttern dann sagt:"Deine Schwester kommt aber auch mit...".
Vor einigen Wochen war es so das er durch andere Verabredungen (Uroma und Oma´s Geburtstag) seine Mutter an drei Tagen in der Woche gesehen hat, da meinte er jetzt reicht ihm das erstmal.

Nach wie vor weiß ich aber nicht wie ich das Verhalten der Mutter dem Kind gegenüber erklären soll wenn mal wieder die Frage komtm warum seine Mutter ihm nicht glauben würde. Wir glauben ihm, das weiß er, aber ich glaube ihm liegt auch sehr viel daran das seine Mutter mal zu ihm sagt das sie zumindest verstehen kann das der Junge gelitten hat (und das hat er wirklich), ich denke das fehlt ihm einfach. Er weiß von uns das wir ihm glauben und auch der Rest der Familie (auch mütterlicherseits) haben ihm schon öfters gesagt das er richtig gehandelt hat.
Aber seine Mutter ist seine Mutter, ganz gleich was alles war. Er wartet sicherlich auf ein Zeichen von ihr das alles gut ist so wie es ist .
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« Antwort #19 am: 16. März 2011, 13:12:29 »

HILFE...  heu

Mutter und Sohn hatten sich für heute verabredet, so weit so gut.

Jetzt hat mich gerade mein LG angerufen das die Mutter sich bei ihm gemeldet hat das sie den Jungen mit zu sich nach Hause nimmt. Das will mein LG nicht, der Junge soll dem Ehemann der Mutter nicht über den Weg laufen, die Mutter hat aber wohl mit dem Jungen schon alles abgesprochen BEVOR sie sich mit dem Vater in Verbindung gesetzt hat, der Junge hätte nichts dagegen, seine kleine Schwester sei krank und die will er wohl sehen (die typische Manipulation der Mutter...).

Der Junge fährt jetzt nach der Schule sofort zu seiner Mutter, mein LG möchte das ich den Jungen vor der Schule abhole.

Und ich sitz wieder dazwischen und muss als Puffer her halten, mein LG ist gerade in Schweden und kann nichts machen. Sicher mache ich das, aber ich frage mich warum der Junge wieder alles mitbekommen muss...
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« Antwort #20 am: 16. März 2011, 13:56:33 »

Hejhej....
wie alt ist der Junge eigentlich inzwischen? Kann er nicht auch schon "besser" mit dem Mann seiner Mutter umgehen? Er scheint ja deutlich gefestigter und selbstbewusster zu sein....
Gruß
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« Antwort #21 am: 16. März 2011, 14:08:31 »

Der Junge ist inzwischen 13.

Letzte Woche erst hatte ich ein Gespräch mit ihm über seine Mutter, seine Schwester und der Ehemann der Mutter.

Währendessen sagte er zum wiederholten Male:"Wenn ich die Möglichkeit hätte dann würde ich diesen Typen die Treppe runter schupsen... wenn der meiner Schwester jemals was antun sollte dann helfe ich ihm die Treppe auch noch hoch.."

Und das ganze hat er mit so einer Ernsthaftigkeit gesagt, das selbst mir ein kalter Schauer den Rücken runter gefahren ist.
Sobald auch nur das Gespräch in Richtung dieses Mannes geht verfinstert sich der Blick des Junge. Natürlich sage ich ihm in solchen Momenten das er das nicht machen darf, ich natürlich seinen Groll verstehe, aber es nicht seine Aufgabe ist seine Schwester zu beschützen, das müsste schon seine Mutter machen.
Wirklich, ich kenne den Jungen so nicht und denke nicht das er diesem Mann halbwegs "neutral" begegnen kann und sollte.
Damals vor Gericht wurde der Mutter schon von der Richterin gesagt sie hätte jeglichen Kontakt zwischen den beiden zu unterlassen und ich denke der Junge ist auch noch nicht soweit das man das guten Gewissens einfach provozieren sollte.
« Letzte Änderung: 16. März 2011, 14:10:59 von mikkian2 » Gespeichert
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« Antwort #22 am: 16. März 2011, 14:37:07 »

Hallo mikkian2,

Du bist jetzt natürlich auch in einer ganz be.... Situation, aber meine Meinung dazu ist, wenn Mutter und Sohn das so besprochen haben, würde ich es jetzt so belassen.
Wenn dein LG, der Vater des Sohnes das nicht will, soll er es mit der Mutter klären, notfalls über's Handy. Das ist seine Aufgabe als Vater!

Gruß
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« Antwort #23 am: 16. März 2011, 16:56:26 »

Ich habe den Jungen jetzt von der Schule abgeholt.

Die Sache an sich ist einfach das die Mutter (immer noch nicht) sieht wie sehr der Junge gelitten hat unter den Misshandlungen ihres Ehemannes.
Und dieser Alleingang der Mutter mit dem Jungen abzusprechen das er zu ihr kommt (und welcher Junge und Bruder würde nein sagen wenn die Mutter sagt Deine kleine Schwester ist auch hier, aber krank) ist einfach nicht in Ordnung. Sie hätte das VORHER mit dem Vater absprechen müssen, aber das war noch nie ihre Stärke...

Der Mutter wurde vom Gericht, von unserem Anwalt und wohl auch von ihrem Anwalt eindeutig gesagt das sie jegliche Kontakte zu unterbinden hat. Und die Äußerungen des Jungen über den Ehemann der Mutter zeigen auch das er eben noch nicht damit abgeschlossen hat bzw. ein Kontakt zwischen ihm und diesem Mann nicht spurlos an ihn vorüber gehen wird.

Ich weiß nicht ob wir jetzt richtig gehandelt haben, aber ich hätte die ganze Zeit ein sehr ungutes Gefühl gehabt mit dem Wissen das der Junge dort ist. Das soll jetzt nicht heißen das dieser Mann auf den Jungen sofort los gehen würde aber alleine schon die Erinnerung an vergangene (schreckliche) Zeiten im Haus der Mutter... neee, muss nicht sein.
Vielleicht traue ich dem Jungen auch zu wenig zu, ich weiß es nicht.
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« Antwort #24 am: 16. März 2011, 18:16:35 »

Hallo

wie reagiert er denn, fand er es gut dass du ihn abgeholt hast?

ligr ginnie
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Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist
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