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Autor Thema: Jugendamt schickt KU-Berechnung zu - Hilfe  (Gelesen 2523 mal)
Zweitmama
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Beiträge: 92


« am: 13. Juni 2010, 11:50:49 »

Hallo ihr Lieben,

ich habe vor einigen Tagen schon mal hier gepostet, dass die KM eine Einkommensermittlung seitens des Jugendamtes für die 10Jährige Tochter meines LG vornehmen lassen hat.

Nun haben wir alle Unterlagen beigebracht und gestern das Schreiben des JA für die Unterhaltsverpflichtungen ab Juni/2010 erhalten.
Mein LG soll bei einem bereinigten Nettoeinkommen von ca. 1.700€ eine Stufe höher gestuft werden und dadurch ab sofort 401€-92€KG = 309€ zahlen.
Er wurde aufgrund seiner Unterhaltsverpflichtung für nur ein Kind höher gestuft - wird man in D bestraft, wenn man nur ein Kind hat?Huch?

Nun habe ich mehrere Fragen:

1.Warum wurden nicht die kompletten Werbungskosten aus dem Steuerbescheid berücksichtigt, sondern einfach ein km Zahl x Arbeitstage und mehr nicht? Gehört zu Werbungskosten wirklich nur der Arbeitsweg? Bei der Steuer kann ich doch auch noch mehr absetzen? Reinigung und Anschaffung von Arbeitsmitteln bspweise...

2. die Unterhaltsverpflichtung soll gemäß §1612 Abs. 1 BGB  beurkundet werden. Muss mein LG das machen? Ich habe hier schon so oft gelesen, dass er den Titel nicht unterschreiben soll/muss. Er hat bisher einen Titel aus 2002 mit 116% des Regelbetrages, jetzt sollen es 110% werden.
Wenn nein, was hätte er für ein Argument gegenüber dem JA den neuen Titel nicht zu unterschreiben? Einfach die neue Summe zahlen und gut ist?

3. Wir wollen nun ein gemeinsames Kind und sind uns nicht sicher, was passiert, wenn dieses Kind einmal da ist. Rutscht er dann wieder eine Stufe nach unten, weil er dann zwei Kinder zu versorgen hat? Würde uns der Titel dann "im Weg stehen"? Oder kann man den unkompliziert ändern lassen.

Im Moment sind wir Beide ziemlich gefrustet, weil wir nicht mit einer derartigen Erhöhung gerechnet haben und wir in den letzten Jahren immer wieder gesehen haben, dass der KU leider nicht dem Kind zu Gute kommt. Aber das ist ein anderes Thema. Im Grunde sind wir schon bereit, dass Geld dem Kind zu zahlen - es steht im ja auch zu - aber eben dem Kind und nicht der Muter  gun

Danke für`s Lesen - ich wäre dankbar über ein paar Denkanstöße

LG
Zweitmama

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Lausebackesmama
aka LBM
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 10.886


Ein Leben lang!


« Antwort #1 am: 13. Juni 2010, 12:59:04 »

Hallo Zweitmama,

Mein LG soll bei einem bereinigten Nettoeinkommen von ca. 1.700€ eine Stufe höher gestuft werden und dadurch ab sofort 401€-92€KG = 309€ zahlen.
Er wurde aufgrund seiner Unterhaltsverpflichtung für nur ein Kind höher gestuft - wird man in D bestraft, wenn man nur ein Kind hat?Huch?

Nein. Die Düsselsdorfer Tabelle geht von 2 Unterhaltsberechtigten auf. Ist nur ein Unterhaltsberechtigter da, ist die Höherstufung korrekt.


1.Warum wurden nicht die kompletten Werbungskosten aus dem Steuerbescheid berücksichtigt, sondern einfach ein km Zahl x Arbeitstage und mehr nicht? Gehört zu Werbungskosten wirklich nur der Arbeitsweg? Bei der Steuer kann ich doch auch noch mehr absetzen? Reinigung und Anschaffung von Arbeitsmitteln bspweise...

Das kommt drauf an. Normalerweise sind es 5% vom Netto, abhängig von den Leitlinien des zuständigen OLG ggf. auch die tatsächlichen Werbungskosten. Wobei die knauserig werden, wenn dann nicht mehr der Mindest-KU rausspringt.

2. die Unterhaltsverpflichtung soll gemäß §1612 Abs. 1 BGB  beurkundet werden. Muss mein LG das machen? Ich habe hier schon so oft gelesen, dass er den Titel nicht unterschreiben soll/muss. Er hat bisher einen Titel aus 2002 mit 116% des Regelbetrages, jetzt sollen es 110% werden.
Wenn nein, was hätte er für ein Argument gegenüber dem JA den neuen Titel nicht zu unterschreiben? Einfach die neue Summe zahlen und gut ist?

Der Unterhaltsgläubiger hat ein Recht auf den Titel. Beurkundet neu, wenn der KU dann korrekt berechnet wurde und achtet darauf, dass dieser Titel dann bis zum 18. LJ befristet wird.

3. Wir wollen nun ein gemeinsames Kind und sind uns nicht sicher, was passiert, wenn dieses Kind einmal da ist. Rutscht er dann wieder eine Stufe nach unten, weil er dann zwei Kinder zu versorgen hat? Würde uns der Titel dann "im Weg stehen"? Oder kann man den unkompliziert ändern lassen.

Der Titel muss dann angepasst werden. Wenn nicht freiwillig, dann im Rahmen der Abänderungsklage. i. d. R. geht es dann aber nur die Stufe zurück, also vielleicht 20-30 Euro weniger fürs erste Kind.

Im Moment sind wir Beide ziemlich gefrustet, weil wir nicht mit einer derartigen Erhöhung gerechnet haben und wir in den letzten Jahren immer wieder gesehen haben, dass der KU leider nicht dem Kind zu Gute kommt. Aber das ist ein anderes Thema. Im Grunde sind wir schon bereit, dass Geld dem Kind zu zahlen - es steht im ja auch zu - aber eben dem Kind und nicht der Muter  gun

Schläft das Kind unter der Brücke? Kriegt es nichts zu essen? Läuft es nackt durch die Gegend? Darf es nicht zu Kindergeburtstagen gehen? Meine etwas blasphemischen Fragen daher, weil ich denke, das Kind hat ein Zimmer, ein Bett, Kleidung, Nahrung, Spielzeug, verbraucht Strom, Wasser, verursacht Müll usw. Also kommt der KU auch an. Eurogenau wird man es nicht abrechnen können.

Gruß, LBM
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‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Zweitmama
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 92


« Antwort #2 am: 13. Juni 2010, 13:14:27 »

Hallo LBM,

danke für deine Antworten...

Okay, das mit der Höherstufung habe ich mittlerweile verstanden. Habe noch bischen gegoogelt und da hab ich das auch gefunden, dass die DDT ja nicht von einem Kind ausgeht - war mir bisher auch unbekannt.

5% vom Netto wären ja aber 1866,89€ Netto x 5% = 93,35€ - anerkannt wurde nur der Arbeitsweg mit 82,50€. Sind die 5% generell abzugsfähig? Ohne Nachweis?

Okay, wenn er nun den Titel mit dem korrekten KU unterschreibt und bis zum 18. LJ befristet, was passiert dann mit dem ersten Titel aus 2002? Ich meine, den hat ja die KM auch noch? Ist der dann automatisch ungültig? Habe hier irgendwo gelesen, man solle reinschreiben: "Unter Abänderung der Urkunde vom xx.xx.xxxx, Urkundsnummer xxxxxx verpflichte ich mich für das Kind xy ab 01.xx.2010 Unterhalt in Höhe von x € zu zahlen". Somit wäre eindeutig, dass es dann nicht zwei Titel gibt. Stimmt das?

Eine Anpassung dieses Titels, bei Geburt eines weiteren Kindes, müssten wir dann anstrengen, sobald das Kind auf der Welt ist, richtig?

Im Grunde gebe ich Dir Recht, was die finanzielle Verpflichtung des Vaters gegenüber seinem Kind und auch die Aufrechnung bei der Mutter heißt... aber dennoch ärgert uns der ganze Umstand, dass gefordert wird und nach Geld gebetellt wird ( ich meine nicht den Unterhalt, sondern Extrakosten) und dann wird kein Wort darüber verloren, dass man (KM) zum JA geht und einen neuen Titel einfordert. Reden hilft manchmal... aber okay, dieses Thema wollte ich hier nicht vertiefen...

Grüße
Zweitmama

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Beppo
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Beiträge: 15.590


KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #3 am: 13. Juni 2010, 18:38:08 »

Moin,
5% vom Netto wären ja aber 1866,89€ Netto x 5% = 93,35€ - anerkannt wurde nur der Arbeitsweg mit 82,50€. Sind die 5% generell abzugsfähig? Ohne Nachweis?
Die 5% sind i.d.R nur das, was pauschal anerkannt wird.
Wenn er höhere Kosten nachweisen kann, können auch diese anerkannt werden.
Allerdings rechnet ein Gericht nicht zwingend so wie das Fi-Amt.
Bevor ihr jetzt aber anfangt Krümel zu zählen:
Die DT hat feste Zeilensprünge von 400,- €.
Wenn die Krümel einen nicht unter eine solche Stufe bringen, nützen sie nichts und selbst dann machen sie i.d.R nur 20-30 € aus.
Zitat
Okay, wenn er nun den Titel mit dem korrekten KU unterschreibt und bis zum 18. LJ befristet,
 was passiert dann mit dem ersten Titel aus 2002? Ich meine, den hat ja die KM auch noch? Ist der dann automatisch ungültig? Habe hier irgendwo gelesen, man solle reinschreiben: "Unter Abänderung der Urkunde vom xx.xx.xxxx, Urkundsnummer xxxxxx verpflichte ich mich für das Kind xy ab 01.xx.2010 Unterhalt in Höhe von x € zu zahlen". Somit wäre eindeutig, dass es dann nicht zwei Titel gibt. Stimmt das?
Ja, das ist sinnvoll.
Zitat
Eine Anpassung dieses Titels, bei Geburt eines weiteren Kindes, müssten wir dann anstrengen, sobald das Kind auf der Welt ist, richtig?
Ja.
Zitat
Im Grunde gebe ich Dir Recht, was die finanzielle Verpflichtung des Vaters gegenüber seinem Kind und auch die Aufrechnung bei der Mutter heißt... aber dennoch ärgert uns der ganze Umstand, dass gefordert wird und nach Geld gebetellt wird ( ich meine nicht den Unterhalt, sondern Extrakosten) und dann wird kein Wort darüber verloren, dass man (KM) zum JA geht und einen neuen Titel einfordert. Reden hilft manchmal... aber okay, dieses Thema wollte ich hier nicht vertiefen...
Dem Betteln muss man ja nicht nachgeben.

Das ist beim Geiger auf der Strasse mit dem Hut ja auch keine Pflicht.

Gruss Beppo
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Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
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