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vatersein.de - Forum 26. August 2019, 00:52:36 *
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Autor Thema: Die unendliche Geschichte - traurig aber wahr  (Gelesen 1500 mal)
dacaho
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 25


« am: 12. Oktober 2004, 09:51:16 »

Hallo,
es ist lange her, daß ich mich hier sehen lassen habe, leider hatte ich aufgrund der gegebenen Umstände keine Gelegenheit.
Meine Kinder sind mittlerweile 3 und 4 Jahre alt, ich lebe aus guten Gründen nicht mit dem Kindsvater zusammen, bin aber mit einem liebevollen Mann wieder verheiratet.
Aber vielleicht sollte ich ganz von vorne anfangen zu erzählen.
Meinen ersten Mann habe ich 1999 geheiratet, 2000 kam dann unsere Tochter. Und dann fing alles an. Kurz darauf war ich wieder schwanger. Mein Mann sagte immer, das schaffen wir. Nun, ich habe ihm vertraut, wie ich heute weiß, grober Fehler, aber gut... Die zweite Schwangerschaft war eine Risikoschwangerschaft, ich mußte viel liegen. Aber das hat meinen Mann alles nicht interessiert. Wenn er von der Arbeit kam, musste sein Essen auf dem tisch stehen, der Haushalt musste fertig sein- und zwar blitzeblank-, sogar die Treppe musste ich komplett jeden Tag saugen. Nun, ich hatte ja keine Wahl, mit ihm reden? Keine Chance. Da das Geld bei uns manchmal sehr knapp war, haben wir gelegentlich in der Gastwirtschaft meiner Eltern gearbeitet. Da waren ab und zu auch Bierfässer und Getränkekisten zu tragen, aber er hat nicht einen Finger gerührt. "Dafür habe ich doch eine Frau, ich gehe schon die ganze Woche arbeiten, die hockt nur faul zu Hause rum, da kann sie auch mal was tun, ist noch keiner von gestorben!" Das ist original sein Wortlaut.
Eines Nachts musste ich auch wieder ein solches Bierfass tragen, und bekam Wehen. Aber er hat es nicht für nötig befunden, mich ins Krankenhaus zu fahren. Stunden später hab ich ihn dann endlich so weit gehabt, das wir fahren. Die Geburt ging auch unmittelbar danach los.
Leider habe ich dabei sehr viel Blut verloren, so dass ich auch noch umgefallen bin. Er wollte trotzdem, dass ich wieder nach Hause komme, wegen unserer Tochter und dem Haushalt  mad . Naja, einen Tag bin ich noch im Krankenhaus geblieben und dann nach Hause. Ich war immer noch wackelig auf den Beinen und konnte alles nur sehr langsam machen, aber Hilfe habe ich nicht erhalten.
Durch die Geburt habe ich mich mit einer zerstrittenen Freundin wieder ausgesprochen und hatte nun endlich Hilfe, Trost und Beistand. Mein Mann kam neuerdings immer sehr spät von der Arbeit nach Hause. Dann hat er mir den Umgang mit meiner Freundin auch noch verboten:"Du hast genug hier zu Hause zu tun,  da hast Du keine Zeit für einen Kaffeeklatsch mit Freunden!" war sein Wortlaut. Nun gut, ich hab es hingenommen.
Unser neugeborener Sohn war leider sehr krank, er hatte einen Herzfehler, Neugeborenengelbsucht, er hat das Essen verweigert usw. Er hat daher sehr viel Zeit im Krankenhaus verbracht.
Eines Abends, mein Mann war noch nicht von der Arbeit zurück, brauchte ich ihn dringend zu Hause, weil unser kleiner wieder so krank war. Ich habe auf seiner Arbeit angerufen, um ihm mitzuteilen, dass ich mich auf den Weg zum Arzt mache, da wurde mir gesagt:"Wieso, Ihr Mann aht doch schon seit 17.00 Uhr Feierabend, wir arbeiten hier NIE länger."
Wow, nun war ich geschockt. Seit fast zwei Monaten kam er immer erst so gegen 21.00 Uhr nach Hause; ich nam an er arbeitet.
Nachdem ich vom Arzt wieder da war und die Kleinen im Bett waren, habe ich auf ihn gewartet. Als er nach Hause kam, habe ich ihn zur Rede gestellt, ich bekam keine Antwort.
Ich habe mich entschlossen, es reichte!!! Also habe ich ihm gesagt, dass ich die Trennung möchte.
Er ist dann auch relativ schnell ausgezogen. Oh war das unschön, vor allem für die Kinder!!
Er hat mir fast nichts gelassen, ich hatte noch die Kinderbetten, meine Kleidung, die Kleidung der Kinder und ein paar kleine Habseligkeiten, alles andere hat er mitgenommen, auch die Waschmaschine und alles, was wir uns gemeinsam gekauft hatten.
Naja, was bleib mir anderes übrig, als zum Sozialamt zu gehen. Ich bekam natürlich Unterstützung und neue Gebrauchsgegenstände.
Circa eine Woche nach seinem Auszug, wußte ich dann auch, warum er angeblich immer so lange gearbeitet hat: er hatte eine neue, damals 16 Jahre jung. (Er war 27). naja, mir war´s egal, nur die Kinder taten mir leid.
Er kam anfangs fast täglich, hat alle 14 Tage die beiden zu sich über´s Wochenende geholt.
Das Jahr ging dem Ende zu, Weihnachten stand vor der Tür.
Und wie sollte es anders sein? Unser Sohn wurde krank, er mußte in ein 50 km entferntes Krankenhaus. Mein Weihnachten war gelaufen. Ich habe versucht, für meine Tochter fröhlich zu sein, aber das war natürlich nur gespielt. Mein Mann, er hatte ja unmittelbar nach der Trennung sienen Job hingeschmissen, damit er keinen Unterhalt zahlen muss, hatte es nicht nötig, auch niúr einmal zu ihm zu fahren. Naja, Silvester durfte er dann nach Hause, was sich als neues Problem erwies. Da ich weder Führerschein noch Auto habe, habe ich ihn gebeten, unseren Sohn abzuholen. Aber er mußte ja schon morgens um 10 zu einer Silvesterparty und hatte daher keine Zeit/Lust unseren Sohn abzuholen.
Aber auch das habe ich geschafft.
Nun war das neue Jahr erreicht, es war schon 2002. Die Zeit verging bis hier wie im Flug.
Aber nun begann der unendliche Kampf.
Egal, welche Entscheidung ich für die Kinder getroffen habe, er hatte was dagegen. Ich habe versucht, ihm alle Freiheiten zu lassen, habe ihm freigestellt, wann und wie er die Kinder zu sich nimmt oder besucht, es war alles falsch. Ich habe in díeser Zeit ca. 30 kg abgenommen, die Kinder haben unter der Situation sichtlich gelitten. Mein Mann hatte auch die Scheidung eingereicht, war mir Recht.
Im April habe ich dann auch wieder einen neuen Mann an meiner Seite gehabt. Nachdem mein Ex es so akzeptiert hatte (und glaubt mir, das hat gedauert), hat sich die Lage endlich entspannt. Wir konnten direkt mal reden und GEMEINSAM Entscheidungen im Sinne der Kinder treffen. Ich hatte gedacht, jetzt wird alles besser.
Das war aber nix.  Der Frieden hielt nicht lange und die ganze Prozedur ging von vorne los, ich bekam einen Job, konnte so endlich aus der Sozialhilfe raus, doch das war ja total verkehrt. Nun begann der richtige Streß.
Alle zwei Wochen hat er die Kids über´s Wochenende geholt, jedoch wollten die Kleinen überhaupt nicht mit, sie haben immer so bitterlich geweint, aber er hat auf seinem Recht bestanden. Tja, was blieb mir übrig??? Unzählige Besuche beim Jugendamt waren erfolglos.
Irgendwann legte sich auch diese Phase, zum Glück.
2003 war dann der Scheidungstermin. Aufgrund der vielen Geschehnisse habe ich das alleinige Sorgerecht beantragt, jedoch der Antrag wurde abgelehnt, obwohl er zu dem Richter gesagt hat:"Ich hole meine Kinder eh nur, damit ich vor meiner Familie gut da stehe und noch was zu sagen habe". Was soll ich dazu noch sagen?Huch
NUn, nach der Scheidung schien endlich alles in geregelte Bahnen zu kommen. Es lief ein Jahr fast reibungslos. Sogar meine neue Eheschließung hat er anstandslos akzeptiert. Es wurde eine richtig schöne Zeit für uns alle 6 (Die Kids, meinen Ex und seiner Freundin und uns).
Anfang diesen Jahres habe ich dann Unterhalt für die Kinder eingeklagt. Ich ahbe vorher immer versucht, ihn dazu zu bewegen, mir monatlich wenigstens 75,--€ je Kind zu geben, dann wäre das alles außergerichtlich gelaufen, aber das wollte er nicht.
Nun gut, Mitte des Jahres (August), wurde dann das Urteil gefällt.
Seit dem wollen die Kinder wieder nicht zu ihrem Vater und sie kommen regelmäßig mir blauen Flecken und Verletzungen wieder, aber ich kann nicht beweisen, das es von ihm ist. Was soll ich da noch machen???
Aber es wird auch wieder besser, zur Zeit läuft wieder alles reibungslos. Fragt sich mal wieder, für wie lange...

 
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