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Autor Thema: Trennungsunterhalt / Selbstbehalt  (Gelesen 7649 mal)
1fach-ich
Gast
« am: 21. Oktober 2009, 16:07:38 »

Hallo,
bin neu hier und habe ne menge offener Fragen für mich, und hoffe mir kann jemand weiterhelfen.
Habe schon sehr viel hier gelesen und gesucht, aber so wie es aussieht ist es bei jedem Fall etwas anders!
Und für meinen neuen Lebensabschnitt muß ich ja halt wissen auf was für ein Grundstein ich bauen kann.

Zu meinen Angaben:
verheiratet seid fast 14 Jahren, 2 Kinder (10 und 14 Jahre), mein Netto ca 1950€ bei Lohnsteuerklasse 3, der Lohn meiner Frau ca 630€ bei Lohnsteuerklasse 5,
250€ Schuldentilgung je Monat, mein Arbeitsweg täglich mit dem Auto ca 52km Hin- und Rückweg zusammengezählt.

Was würde das im Moment für mich bedeuten, und was ist ab Januar wenn ich in Lohnsteuerklasse 1 und meine Frau in 2 kommt?

Was ist mit 350€ Warmiete im Selbstbehalt alles gemeint, bzw was ist wenn die tatsächlichen Kosten den Betrag übersteigen?
Denn je nach dem was in dem Betrag alles enthalten ist, wird es sehr schwer eine Bleibe nahe den Kindern zu finden um den Kontakt zu ihnen eng zu halten!

Würde mich sehr freuen wenn mir jemand was genaueres sagen kann und mir weiterhilf!

Vielen vielen Dank im Voraus
LG
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brille007
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« Antwort #1 am: 21. Oktober 2009, 16:21:34 »

Moin,

gleich zu Anfang eine Gegenfrage: Warum ist in Deiner Schilderung bereits zementiert, dass nach der Trennung/Scheidung die klassische Rollenverteilung (Kinder und Kohle bei Mutti; Arbeit und Verantwortung bei Vaddi) gelten soll?

Kinder können auch bei ihren Vätern leben. Oder eins hier, eins dort. Verantwortungsvolle Eltern, die ihren Kindern beide Elternteile erhalten wollen, können auch ein so genanntes Wechselmodell einrichten, bei dem die Kids abwechselnd bei Vater und Mutter leben. Für die Kinder übrigens das Beste.

Nein, "ich muss doch arbeiten..." ist übrigens kein echtes Argument für das von Dir plakatierte Modell. Denn mit einer Wohnung für 350 EUR, einem nur mässig gefüllten Kühlschrank und Urlaub in Balkonien stellt sich recht schnell die Frage: "Wofür eigentlich?"

Grüssles
Martin
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When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
1fach-ich
Gast
« Antwort #2 am: 21. Oktober 2009, 16:32:11 »

Hast nicht ganz Unrecht! Aber da würde meine Frau nicht mitspielen und die Kids weiß ich nicht, und der Steit mit Anwälten usw wäre vorprogrammiert.
Und schon sind wir bei dem Gegenteil von im Sinne der Kinder!!!

LG
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brille007
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« Antwort #3 am: 21. Oktober 2009, 16:50:26 »

Moin,

Hast nicht ganz Unrecht! Aber da würde meine Frau nicht mitspielen und die Kids weiß ich nicht, und der Steit mit Anwälten usw wäre vorprogrammiert.
nun ja, es gibt Leute, die unter "Meinungsaustausch" verstehen, dass man sich mit seinem Chef (oder seiner Frau) unterhält und hinterher dessen Meinung übernimmt... Die anstehenden Probleme müsst Ihr BEIDE lösen; nicht nur einer. Es steht nicht nur im Raum, wobei Deine Frau mitspielst; Du hast derzeit (später eher nicht mehr) Einfluss darauf, wobei DU SELBST mitspielst und wo nicht. Wobei es Dir natürlich frei steht, das kurze Ende der Wurst zu wählen - nur beklagen darfst Du Dich dann später nicht über diese Folgen Deiner eigenen Entscheidung.

Und schon sind wir bei dem Gegenteil von im Sinne der Kinder!!!
Nein, das ist kein Argument. Es sei denn, einer der Erwachsenen kommt auf die Idee, die Kinder für seine Zwecke zu instrumentalisieren. Wenn die Eltern (die die Kiste ja auch selbst an die Wand gefahren haben) ihre Trennung vernünftig über die Bühne bringen, passiert den Kindern nichts. Die Hälfte dieser vernunft liegt in Deinen Händen...

Grüssles
Martin
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1fach-ich
Gast
« Antwort #4 am: 21. Oktober 2009, 20:08:30 »

Wie würdest du denn die ganze Sache aufziehen? Scheinst ja ne menge Erfahrung zu haben!
Und deswegen bin ich unteranderem auch hier ,um Erfahrungen und Rat anzunehmen oder daraus zu lernen.
Nichts des do trotz hätte ich schon gerne gewußt  wo ich einmal anfangen kann.

LG
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brille007
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« Antwort #5 am: 22. Oktober 2009, 00:33:15 »

Moin,

beschäftige Dich beispielsweise mal mit Seiten wie >>>DIESER<<<.

Es gibt keine Patentrezepte und keine Gebrauchsanleitungen; jeder Fall liegt anders. Sicher ist nur: Terrain, das man aufgibt, weil man lieber den Kopf in den Sand steckt als die Trennungsfolgen selbst und aktiv mitzugestalten, ist so gut wie immer für alle Zeiten verloren.

In Eurer Situation steht ALLES zur Disposition. Es kann nicht sein, dass einer allein die Spielregeln vorgibt. Funktioniert aber, wenn der andere alles mit sich machen lässt. Gerechtigkeit, Fairness und Respekt gibt es in diesem Prozess nicht automatisch; man muss sie aktiv erkämpfen.

Grüssles
Martin
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Gast
« Antwort #6 am: 22. Oktober 2009, 09:47:53 »

Danke für den Link !
Hat mir schon etwas weitergeholfen. Aber dieser Wechselmodie wird für mich eher nicht in Frage kommen, weil ich das nicht mit meiner  Arbeit in Einklang bringen kann, und wie es auf dem Arbeitsmarkt aussieht brauche ich wohl keinem zu erklären. Trotz allem werde ich versuchen so viele Rechte wie möglich für mich zu beanspruchen.

LG
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« Antwort #7 am: 22. Oktober 2009, 09:59:03 »

Moin,

Aber dieser Wechselmodie wird für mich eher nicht in Frage kommen, weil ich das nicht mit meiner  Arbeit in Einklang bringen kann, und wie es auf dem Arbeitsmarkt aussieht brauche ich wohl keinem zu erklären. Trotz allem werde ich versuchen so viele Rechte wie möglich für mich zu beanspruchen.
Dir ist klar, dass Dir dann im Zweifelsfall nicht mehr als 900 EUR zum Leben bleiben? Und Umgangszeiten mit Deinen Kindern, die nicht von Deinen "Rechten" abhängen, sondern von der Erlaubnis Deiner Ex?

Nicht zuletzt hängen sie natürlich auch vom dann kläglichen Inhalt Deines Portemonnaies ab - denn um "Rechte" zu beanspruchen oder gar einzuklagen braucht man nicht selten die Hilfe eines Anwalts. Ich habe den Satz
Nein, "ich muss doch arbeiten..." ist übrigens kein echtes Argument für das von Dir plakatierte Modell. Denn mit einer Wohnung für 350 EUR, einem nur mässig gefüllten Kühlschrank und Urlaub in Balkonien stellt sich recht schnell die Frage: "Wofür eigentlich?"
durchaus aus gutem Grund geschrieben...

Grüssles
Martin
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Gast
« Antwort #8 am: 22. Oktober 2009, 10:15:28 »

Moin
Ja das ist mir inetwa bewusst. Aber um das andere durchzuführen müßte ich meine aufgeben und einen Job suchen der das zulässt!
Denke nicht das ich das so einfach machen darf und dann noch was zu finden um das durchzuführen?
Aber würde sich so ein Wechselmodel denn so Finanziell auswirken? Die kosten würden sich doch für mich auch erhöhen (größere Wohnung, täglicher mehrbedarf durch die Kinder usw)!

LG
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« Antwort #9 am: 22. Oktober 2009, 10:27:51 »

Moin 1fach-ich,

ich habe an keiner Stelle geschrieben, dass es einfach ist. Nur: Wenn Du Dich auf simple "Lösungen kaprizierst `a la "geht nicht, weil...", werden Dir andere sagen, was geht und was nicht. Und auf die dann gefundenen "Lösungen" hast Du keinen Einfluss. Wobei ich schon heute die Prognose wage: Sie werden Dir nicht schmecken...

Eine Trennung/Scheidung ist oft das einschneidendste Erlebnis, das einem Menschen im Lauf seines Lebens widerfährt: Weil alles, das man aufgebaut und in dem man den Sinn seines Lebens gesehen hat, über Nacht einfach weg sein kann wie ein Haus nach einem Hurrikan - allerdings ohne Versicherung gegen Hagel und Sturm.

Damit meine ich nicht nur finanzielle Fragen - aber welcher Vater hätte sich bei der Geburt seiner Kinder vorgestellt, irgendwann nur noch ein Besuchs- und Zahlonkel zu sein, dem alle zwei Wochen ein paar Stunden mit seinen Kindern zugeteilt oder bei Bedarf auch verweigert werden, was die Teilnahme an ihrem Aufwachsen und die Einflussnahme auf ihre Erziehung leicht gegen Null tendieren lässt? Die Annahme, dass mit Trennung/Scheidung sich nur die Strassenadresse von Ex-Frau und Kindern ändert und ansonsten alles bleibt wie bisher, ist ein kapitaler Irrtum. Du selbst hast es in der Hand, die Zukunft aktiv mitzugestalten - oder die Gestaltung der Zukunft anderen zu überlassen.

Die aktuellen Fragen, die Du Dir stellen solltest, heissen deshalb nicht "wie behalte ich meinen Arbeitsplatz?", sondern "wie behalte ich meinen Platz im Leben meiner Kinder?"

Grüssles
Martin
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82Marco
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« Antwort #10 am: 22. Oktober 2009, 10:28:45 »

Servus 1fach-ich!
Zitat
Aber würde sich so ein Wechselmodel denn so Finanziell auswirken? Die kosten würden sich doch für mich auch erhöhen (größere Wohnung, täglicher mehrbedarf durch die Kinder usw)!
Warum solltest Du das Feld räumen und eine neue Wohung suchen? Überlass das doch deiner Noch-Frau...
Unterm Strich würde Dich das WM wahrscheinlich auch nicht mehr kosten als bisher (davon ausgehend, dass Du eine preislich vergleichbare Wohnung fändest), denn beim WM gibts meist keine zusätzlichen Kosten in Form von KU; jedes Elternteil stemmt die eigenen Kosten während des Aufenthales der Kids.

Eure Kinder sind 10 und 14 Jahre alt, haben demnach sicherlich auch eine gewisse Selbstständigkeit, welche ein dauerndes "Auf sie aufpassen" nicht zwingend erforderlich macht.
Deswegen fegst Du für meinen Geschmack das Thema WM zu (vor)schnell vom Tisch ... hast Du schon Betreuungsmöglichkeiten (auch durch Dritte) in Betracht gezogen, die Dir erlauben, auch weiterhin (vielleicht auch weniger) zu arbeiten?

Grüßung ausm Süden
Marco
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Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
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Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
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« Antwort #11 am: 22. Oktober 2009, 14:50:57 »

Hallo und Danke der Hilfe von euch!
Betreuung durch dritte nicht möglich, habe keine Verwandten oder sonstiges in der Nähe nur die meiner Frau.
Die Frage mit dem Wohnungswechsel hat sich erledigt, weil meine Frau alles erdenkliche tun wird um in der Wohnung zu bleiben (ärztliches Gutachten, Anwalt etc ...).
Muß dazu sagen das es schon länger kein friedliches nebeneinander Leben mehr ist. Jeden Tag etwas Zündstoff

LG
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« Antwort #12 am: 22. Oktober 2009, 15:00:55 »

Moin,

Betreuung durch dritte nicht möglich, habe keine Verwandten oder sonstiges in der Nähe nur die meiner Frau.
Bitte gewöhne Dir das "geht nicht, weil..." ab. Es gibt Horte, Schulen mit Ganztagsbetreuung, Tagesmütter etc., um eine oder zwei Stunden zu überbrücken. Davon abgesehen müssen Kinder von 10 und 14 Jahren nicht rund um die Uhr betüddelt werden, die können auch mal ein paar Stunden allein sein und sich vorbereitete Mahlzeiten aufwärmen.

Die Frage mit dem Wohnungswechsel hat sich erledigt, weil meine Frau alles erdenkliche tun wird um in der Wohnung zu bleiben (ärztliches Gutachten, Anwalt etc ...).
Muß dazu sagen das es schon länger kein friedliches nebeneinander Leben mehr ist. Jeden Tag etwas Zündstoff
Sagen wir es deutlicher: Sie hat Dir die Munitionskiste gezeigt, aus der sie das Zeug holen wird, mit dem sie auf Dich schiesst. Welche Krankheit will sie per Attest einwenden, die einen Umzug verhindert? Oder anders herum: Wovon will sie Eure dann zu grosse Wohnung weiterbezahlen?
Es kann auch sein, das sie Dich mit Attesten darauf vorbereiten will, dass sie plötzlich nicht mehr arbeiten kann - viele Frauen bekommen auf Anraten ihrer Anwälte in Trennungssituationen "Rücken" oder Psyche".

Da ist es dann sicher hilfreich, wenn Deine Botschaft lautet: "Ich muss ja arbeiten - aber ich gebe von meinem Einkommen gerne alles bis auf 900 EUR ab"...

Grüssles
Martin
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« Antwort #13 am: 22. Oktober 2009, 15:15:53 »

Moin

Sie würde sich ein Attest ausstellen lassen das sie den Pshy-Druck und die Gegenwart meiner Person für sich und die Kinder nicht erträgt.
Die Wohnung währe für sie nicht zu groß und vom Preiß auch bezahlbar. Sie würde versuchen das ich innerhalb von X - Stunden die Wohnung verlassen müßte.
Arbeiten würde sie weiter, das hat sie immer getan und wird sie auf keinen fall aufgeben, das weiß ich 100%.
Sie würde sich nicht durch meine Situation bereichern woll oder der gleichen, nur was den Kinden zusteht!

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« Antwort #14 am: 22. Oktober 2009, 15:45:58 »

Moin,

Sie würde sich ein Attest ausstellen lassen das sie den Pshy-Druck und die Gegenwart meiner Person für sich und die Kinder nicht erträgt.
da gäbe es die Option zu sagen "Dann zieh einfach aus und kümmere Dich um Deine Psyche". Natürlich nur, wenn man selbst ein halbwegs tragfähiges Konzept für die Kinderbetreuung hat (und das hat man nur, wenn man es haben will).

Sie würde versuchen das ich innerhalb von X - Stunden die Wohnung verlassen müßte.
das ist ganz sicher eine spannende Vorstellung für Dich, der Du Dich umgehend beugen willst, oder?

Arbeiten würde sie weiter, das hat sie immer getan und wird sie auf keinen fall aufgeben, das weiß ich 100%.
Sie würde sich nicht durch meine Situation bereichern woll oder der gleichen, nur was den Kinden zusteht!
woher nimmst Du diese Gewissheit? Ich behaupte: Sie wird genau das tun, was ihr der Anwalt, wohlmeinende "Freundinnen" und andere Berater einflüstern. Und wenn Du ehrlich bist: Warum sollte jemand, der Eure Wohnung für sich allein haben und Dich ggf. mit Hilfe Dritter daraus entfernen lassen möchte, das gleiche nicht auch mit jedem Cent tun, den man irgendwie aus Dir herausholen kann? Und da gibt es Möglichkeiten, die Du noch nicht einmal ahnst. Hast Du schon einmal überschlagen, wie weit Du mit 900 EUR im Monat kommst?

Du bist derzeit der Mensch auf der Welt, der die künftigen Handlungen Deiner Ex am schlechtesten (!) einschätzen kann. Ich benutze in diesem Forum daher gelegentlich einen Spruch, der sich schon erschreckend oft als wahr herausgestellt hat: "Die Frau, von der Du Dich trennst, hat nichts mehr zu tun mit der Frau, die Du mal geheiratet hast - sie sieht nur noch so ähnlich aus."

Take it - or leave it.

Just my 2 cents
Martin
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« Antwort #15 am: 23. Oktober 2009, 15:13:24 »

Moin

Habe versucht mit meiner Frau über den WM zu sprechen. Absolute Fehlanzeige!!!
Mit der betreuung der Kinder würde hier auch nicht richtig funktionieren, da mein Sohn krank ist und über Jahre jede Woche mehrere Terapien usw hat und auch noch lange haben wird. Ich selber bin schon von dem WM angetan so ist das nicht, doch die meine Umstände lassen mich ...
Ich wäre euch sehr dankbar wenn mir jemand annährend auch meine eigentliche Frage beantworten könnte, damit ich auch mal in eine andere Richtung denken kann.

Vielen Dank

LG
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« Antwort #16 am: 23. Oktober 2009, 18:27:47 »

1950€ Einkommen

- 97,50€  (5% Arbeitsaufwendungen/deineFahrten)
-250€ Kreditraten
-593€ KU (bei 1950€ Stufe3 der Düsseldorfer Tabelle - 50% Kindergeld)

Verbleib: 1009,50€

Wenn du noch ne Lebensversicherung, Rentenversicherung hast geb die auch noch mit an... mit Glück kannst die behalten...

Deine Ex-Frau wird bei dir wohl vermutlich nix bekommen... beim Wechsel in die Lohnsteuerklasse 1 wohl erst recht nichts, dein Geld geht für den Unterhalt deiner Kinder drauf.
Beachte aber das du bei der irgendwelchen Festlegungen anführst, dass du beim Wechsel in die Lohnsteuerklasse 1 weniger verdienst und das da die Unterhaltsansprüche neu errechnet werden müssen.


Also wie gesagt mit deinen Selbstbehalt von 1000 € (+ 250 Kredit & ca. 100€ Arbeitsaufwendungen)kannst du rechnen... davon darfst du dann Leben und den Umgang mit deinen Kindern finanzieren. In den Selbstbehalt ist eine Warmmiete für 350€ eingerechnet wenn deine tatsächliche Miete höher ist, dann hast du Pech (so hart es ist) und must die was günstigeres suchen... Traurig

Bei Lohnsteuerklasse 1 kann es dann sein, dass du einen geringeren Selbstbehalt hast... kommt dann auf deinen Nettoverdienst an.


MfG

Rainbow


PS: Alle Angaben ohne Gewähr und nur auf die schnelle aufgrund eigener Erfahrungen durchgerechnet.


 


« Letzte Änderung: 23. Oktober 2009, 18:32:11 von Rainbow76 » Gespeichert
midnightwish
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« Antwort #17 am: 23. Oktober 2009, 18:56:18 »

Korrektur:

Bei LstKl. 1 sinkt das bereinigte Netto, also geht es in der DDT eben ne Stufe runter. Der SB bleibt, ausßer im Mangelfall unberührt.

Tina
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« Antwort #18 am: 23. Oktober 2009, 19:01:52 »

Huhu Tina Korrektur ist falsch ausgedrückt... mit:

Beachte aber das du bei der irgendwelchen Festlegungen anführst, dass du beim Wechsel in die Lohnsteuerklasse 1 weniger verdienst und das da die Unterhaltsansprüche neu errechnet werden müssen.

war eigentlich gemeint, dass die KU Beträge sinken. Da ja das Netto Einkommen sinkt... Sprich er wird in Stufe 1 oder 2 der Düsseldorfer Tabelle landen...

und Selbstbehalt is je nach Einkommen unterschiedlich... geht bei 770/900 € los und hört bei 1800 € auf  bzw.nach Umständen des Falles auch höher.


MfG
Rainbow


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« Antwort #19 am: 23. Oktober 2009, 19:26:52 »

Hi rainbow,

du darfst mir gerne glauben was ich schreibe.

Der SB ist für Arbeitslose 770 €, für die arbeitende Bevölkerung 900 € ggü. privilegierter Kinder.

Was du meinst ist der Bedarfskontrollbetrag und dieser ist tatsächlich je nach Einkommen unterscheidlich und soll eine ausgewogenen Verteilung des Geldes gewährleisten.

Wird der BKB in der eigentlichen Einkommensstufe unterschritten, wird eine Stufe runtergegangen, sprich der KU sinkt...

Tina
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« Antwort #20 am: 23. Oktober 2009, 19:42:38 »


ich beuge mich... recht haste... und wer recht hat soll belohnt werden...  thumbup

Gruß Rainbow
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« Antwort #21 am: 24. Oktober 2009, 09:03:47 »

Hallo und guten Morgen

Ich danke euch jetzt schon mal für eure Antworten.
Habe aber dazu noch ein paar Fragen.
Wird der KU in der Tabelle nicht nach dem bereinigten Nettoeinkommen ermittelt? Also nach Abzug der Arbeitsaufwendung und Ratenzahlung, sprich Stufe 2 !?
Werden die Arbeitsaufwendungen nicht auch irgenwie nach Km ausgerechnet? Denn so würde ja jemand der ein geringeres Nettoeinkommen hat, weniger bekommen als einer der den selben Weg hat aber mehr Nettoeinkommen hat !?
Zudem dachte ich, das man Mehrkosten für eine Wohnung geltend machen kann wenn es nicht möglich ist oder war, eine zu finden die man mit 350€ bestreiten kann?

Danke und liebe Grüße
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Ein Leben lang!


« Antwort #22 am: 24. Oktober 2009, 10:09:22 »

Moin,

1. Wenn Du die Ratenzahlungen bei KU überhaupt anrechnen darfst, kannst Du Dich glücklich schätzen. I. d. R. spielen solche Verpflichtungen bei KU keine Rolle, da der KU in der Rangfolge der Verpflichtungen ganz oben steht.

2. Ob Du pauschal 5% oder die tatsächlich nachgewiesenen Kosten abrechnen kannst, musst Du über die Leitlinien Deines zuständigen OLG herausfinden.

3. Mehrkosten für eine teurere Wohnung habe ich bisher nicht gehört. Ich weiß zwar, dass man für 360 Euro warm nur noch ein Wohnklo bekommt, aber das reicht ja auch als Single *Ironie*.

LG LBM
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‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
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« Antwort #23 am: 24. Oktober 2009, 10:51:51 »

Moin

ür mich ist das OLG Oldenburg zuständig und was in den Leitlinien steht, kann mann so oder so verstehen. Oder ist es auch eine Ermessenssache des Anwaltes der es errechnet? Reicht denn eine Trennungsunterhaltsausrechnung von einem Anwalt aus, um die Trennung auch zu vollziehen oder melden sich noch andere zu Wort bzw muß man was gegenrechnen lassen usw? Oder kann jeder von uns beiden dann mit dem errechneten vom Anwalt seine weiteren Wege beschreiten (Wohnungssuche, Anträge beim Amt usw) ?

LG
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« Antwort #24 am: 24. Oktober 2009, 11:06:26 »

Moin,

ein Anwalt hat kein "Ermessen", der versucht für seinen eigenen Mandanten das Optimum rauszuholen. Und das tut der Gegner genauso. Und weil das so ist, landen die beiden dann vor Gericht und der Richter entscheidet.

Was die Ämter angeht: Die interessiert, was tatsächlich geleistet wird und die werden je nach dem was beantragt wird diese Zahlungen so akzeptieren oder - falls zB Hartz4 beantragt und in den Augen der ARGE zu wenig gezahlt wird, verlangen, dass mehr gezahlt wird. Sollte das dann nicht auf freiwilliger Basis geschehen, dann zwingt das Amt seinen Antragsteller zu klagen. Die wollen verhindern, dass eure privaten Regelungen zu Lasten Dritter gehen.

Einigen ist natürlich immer am besten, denn an der Klagerei verdienen die Anderen.

LBM
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