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Autor Thema: Erste Hilfe für Zweitfrauen :-)  (Gelesen 28193 mal)
Katrin1969
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 33


« am: 21. Mai 2009, 19:16:18 »

Hallo Zusammen!

Haben ja nun gehört, dass wir uns "zurückhalten" sollen.

Dennoch sind die Emotionen ja noch vorhanden.

Wie geht Ihr mit Eurer Hilflosigkeit und Eurer Angst angesichts des "Krieges" Eures Lebensgefährten mit der Ex um.

Wie "erdet" Ihr Euch, wie "bleibt Ihr bei Euch"?

Ist alles nicht so einfach wie ich finde.....dachte nicht dass mich das so mitnimmt. Sind immerhin schon über zwei Jahre.

Habe manchmal das Gefühl eine Art Dreiecksbeziehung zu führen.

Das "Verhältnis" Vater/Mutter ist für mich unantastbar, aber dieser Streit...um die Kinder, ums Geld....das zieht mich runter ob ich will oder nicht.

Wie erlebt Ihr das?

Vielleicht könnten wir uns irgendwie austauschen.....

Liebe Grüße
Katrin
Gespeichert
Frieda
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 398


Ja.


« Antwort #1 am: 21. Mai 2009, 21:53:28 »

Hallo Katrin,

Ich bin zwar keine Zweitfrau, hab mir aber heute über diejenige meines Nochmannes Gedanken gemacht. Heute war unser 10. Hochzeitstag. Ich hatte eine kurze Frage bezüglich unseres Sohnes an ihn und rief ihn an, während er mit seiner Freundin und unserer Tochter im Auto unterwegs war. Er gratulierte mir zum Hochzeitstag! Mal abgesehen davon, daß es da nichts zu gratulieren gibt, wie fühlt sich eine Frau, wenn in ihrem Beisein ihr Partner seiner Ex zu einem solchen Jubiläum gratuliert? Wenn man auf die lockere Art einen Joke daraus macht, über den alle lachen können, in Ordnung, aber er meint das tatsächlich ernst, um mir zu verdeutlichen, "was ich weggeworfen habe".
Mal abgesehen davon, daß ich sie sowieso total nett finde, heute hat sie mir wirklich leid getan.

Nur mal so ein Gedanke, sorry, wenns nicht reinpaßt.

Liebe Grüße

Frieda
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Glaub nicht alles was Du denkst.
sleepy
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 540


« Antwort #2 am: 22. Mai 2009, 08:07:53 »

Hallo Kathrin,

zunächst möchte ich mich gegen den hier im Forum so gerne gebrauchten Begriff "Zweifrau" wehren. Auch wenn mein Mann mit einer meiner Vorgängerinnen ein Kind hat, bin ich seine Frau und nicht seine Zweitfrau. (By the way: Wenn er mich so bezeichnen sollte, könnte er seine Sachen packen.) Rein rechnerisch ist er ja auch nicht mein erster Mann trotzdem käme ich nie auf die Idee zu sagen, dass er mein Zweitmann ist.

Das mir dem Raushalten ist auch so eine Sache. Einerseits wird von uns erwartet, dass wir die Kinder "annehmen" und uns - auch - um sie kümmern, wenn sie da sind. KM nimmt es bei uns auch gerne in Anspruch, dass Stöpsel kommt, auch wenn sie weiß, dass mein Mann sich nicht kümmern kann (Arbeit) und nur ich zu Hause bin. Aber sagen darf ich nichts??? Das kann ich nicht verstehen. Klar gibt es Dinge, die nicht "meine Baustelle" sind, aus denen halte ich mich raus. Aber was unser tägliches Leben betrifft habe ich was zu sagen. Auch ich "opfer" Gefühle, Zeit und auch Geld. Entweder ich kümmer mich oder nicht. Aber sich nur die Rosinen rauspicken geht nicht - oder?

Das Gefühl, eine "Dreierbeziehung" zu führen, kenne ich nur zu gut. Besonders dann wenn - wie anfangs - um halb elf abends das Telefon geht und die Dame fragt, auf welche Autobahn sie auffahren muss um nach Hause zu kommen.

Ich würde Dir gerne Hoffnung machen, dass es vorbei geht, aber bislang (nach fünf Jahren) kann ich das nicht. Es ist besser geworden, aber wohl auch nur, weil ich deutlich meine Position verteidige (was dauerhaft ziemlich anstrengend ist). Zu einer Zeit, als es ganz schlimm war habe ich von meinem Mann eine klare Entscheidung gefordert: Entweder er ist in der Lage, klare Strukturen zu schaffen (nämlich: Kommunikation nur wenn es um den Stöpsel geht) oder ich muss meine Konsequenzen ziehen. Seither ist er zumindest bemüht.

Letztlich ist es aus meiner Sicht so, dass man KM, nach deren Pfeife jahrelang getanzt wurde, ganz klar in ihre Position verweist. Sie ist Mutter des Kindes - nicht mehr und nicht weniger. Kommunikation über das Kind ist notwendig und okay. Alles was darüber hinausgeht (beispielsweise Ratschläge, dass wir doch besser kein Kind kriegen sollten) bringen mich auf 180 bzw. noch höher 

Bei uns kommt allerdings noch erschwerend hinzu, dass mein Mann kein SR hat. Also wird ihm quasi alles erzählt, damit er sich erstmal schön Gedanken und Sorgen machen kann und nach Möglichkeit die Meinung der KM unterstützt. Da er das in 99 % der Fälle nicht tut bekommt er dann zu hören: "Ist ja schön, dass Du Dir Gedanken machst, aber Dir dürfte klar sein, dass ich Dir keine Rechenschaft schuldig bin." Das ist so natürlich nicht richtig, aber ich glaube, dass wird KM erst begreifen, wenn irgendwann etwas ganz grundsätzliches kommt und mein Mann sich auf die Hinterbeine stellt.



Du siehst also, alles nicht so leicht. Zwischenzeitlich hilft mir einfach, dass KM dumm ist wie Brot (obwohl das eine Beleidigung für Backwaren ist). Das hilft, viele Sachen mit Humor zu sehen.

Welche Taktiken hast Du entwickelt?

LG
Sleepy
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Sleepy
Franzi73
Rege dabei
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 198


« Antwort #3 am: 22. Mai 2009, 11:20:00 »

Hallo Katrin,



Wie geht Ihr mit Eurer Hilflosigkeit und Eurer Angst angesichts des "Krieges" Eures Lebensgefährten mit der Ex um.



ich stecke in einer sehr ähnlichen Situation, nur das bei mir der LG sich selber leider noch immer nicht so richtig gefunden hat und mal ne klare Grenze bei KM gesteckt hat.
Mein großes Hilferezept ist, dass wir getrennte Wohnungen haben. Ich kann Tür zu machen wenn es einfach reicht. Wenn ich mal wieder das Gefühl habe nur die Blöde zu sein. Genauso kann er das machen wenn ich anscheinend zu anstrengend werde  mit meinen Ansichten das diese Kinderbetreuung die er und KM zusammen schustern (anders kann ich das nicht nennen) einfach das Letzte ist - für alle Beteiligten.

Das schlimmste was dir dabei passieren kann, ist das du irgendwann aufgibt. Ich war so oft an diesem Punkt. Auch im Moment. Wenn da nicht doch ein paar Fortschritte zu sehen wären an denen ich mich dann doch wieder aufrichte.  Ich für meinen Teil nutze auch das Beste was ich habe ... meine Freunde!!!  Die müssen mächtig viel aushalten  mad3 aber bei wem läuft es schon rund im Leben und irgenwann war oder bin ich dann mal die Tür die offen steht für Freunde. Aber mit deren Hilfe kann ich für meinen Teil immer ein Stück zurücktreten und mein Leben bzw. dieses Beziehungchaos versuchen von außen zu betrachten. Und immer stelle ich dann zum Schluss mir selber die Frage: willst bzw. kannst du mit dem Mann noch das aushalten?? 

Vielleicht hilft dir ja meine Ansicht etwas - aber auf jeden Fall brauchen wir als neue LG viele Nerven. Vor allem wenn die Exen/KM´s  leider leider etwas Stress machen. Allerdings ziehe ich mir aus dem Terror der bei mir läuft noch das Positive raus, das mein Ex und mein Sohni solche Probleme damit nicht durchlaufen müssen.

Übrigens - Zweitfrau??? Das gibt es doch in arabischen Ländern oder bei den Mormonen oder?? rofl2  in D ist doch Vielweiberei verboten  lachzeig sehr zum Leidwesen mancher Männer

Die Franzi
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DeepThought
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Administrator
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 12.310



WWW
« Antwort #4 am: 22. Mai 2009, 11:25:48 »

Moin,

zunächst möchte ich mich gegen den hier im Forum so gerne gebrauchten Begriff "Zweifrau" wehren.
Wir können gern einen Wortfindungswettbewerb starten  Sagt mir, wie ihr heißen wollt. Und vielleicht können wir diesen Begriff dann deutschlandweit etablieren.

DeepThought
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Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
mariposa
Gast
« Antwort #5 am: 22. Mai 2009, 11:49:20 »

Sagt mir, wie ihr heißen wollt. Und vielleicht können wir diesen Begriff dann deutschlandweit etablieren.
    Das wär ja ma´was       Wie wärs mit ganz einfach "neue Lebensgefährtin"
LG
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sonnenblume83
Schon was gesagt
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Beiträge: 16


« Antwort #6 am: 22. Mai 2009, 12:29:36 »

Gibt es dann eigentlich auch noch die Drittfrau?

Ich muss auch sagen, dass es nicht leicht ist das richtige Gleichgewicht zu finden. Leider ist die Ex auch mit dem Horizont einer liegenden Ameise ausgestattet, sodass da schon immer ziemlich viel auszubügeln ist. Deshalb übernimmt mein LG auch einen Grossteil der Hausaufgaben. (Nur wenn er nicht weiter kommt bin ich dran!  ) Aber das Wichtige ist: ER macht das. Wir haben einfach mal klar festgelegt, wer welche Aufgaben übernimmt, wenn die Kleinen da sind (40% der Woche). Ansonsten bin ich froh, dass ich nicht auf die Statistenrolle reduziert bin. Ich arbeite selbst sehr viel, aber ein bisschen Zeit zum Knuddeln mit den Kleinen finde ich immer. Das vernachlässigt die Mama sehr. Und da kann ich dann manchmal an die Decke gehen! Ex geht halt kaum arbeiten, weil sie sich ja so um die Kinder kümmern muss, und dann parkt sie die Kinder immer nur vor der Glotze oder der Konsole. Da könnte ich kotzen! schild_esreicht
OOOOOMMMMMMM... ich gehe seitdem zum Yoga. 

Gott sei dank würde mein LG nie auf die Idee kommen, solche Gespräche, wie das über den Hochzeitstag zu. Also, wenn der Partner eigentlich wieder zu seiner Ex zurück will und sie ihn am langen Arm verhungern lässt, dann kann das doch keine erfüllende Partnerschaft sein, oder? Für mich wäre das zumindest nichts. Also, es ist natürlich schwierig, so eine Beziehung wieder zu entflechten und auf die Kinder zu konzentrieren. Solche Gefälligkeiten, wie mal die Autobahn zu nennen, ist aber doch schon heikel. Ich hatte das Glück, dass mein LG das hohle Gequatsche seiner Ex nicht mehr ertragen kann, aber ansonsten haben wir da auch klare Absprachen, dass Telefonate auch nur gerführt werden, wenn es passt. Bei der Autobahn-Geschichte würde ich erwarten, dass mein LG sagen würde: "Es tut mir leid, das passt jetzt gerade gar nicht, ich dacht es wäre was mit den Kindern. Wir hören uns dann... Bis dann." Irgendwann wird auch der Lerneffekt bei der Ex eintreten, sodass sie die Nummer der ADAC-Auskunft speichert.

@sleepy:
Manchmal kann man aber auch froh sein, dass wir so 2 Brotlaibe als EXen ertragen mussen.
Eine clevere und skrupellose Ex hätte meinem LG bestimmt die Kinder mehr entfremdet und ihn ins Amenhaus getrieben.

LG
Sonnenblume

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lesemaus
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Optimistin


« Antwort #7 am: 22. Mai 2009, 12:32:15 »

Hallo,
also über solche Wortdiskussionen könnte ich mich immer beömmeln, sie produzieren ganz nebenbei an die 20 Antworten und lenken so aus Versehen vom eigentlichen, durchaus interessanten Thema ab (wofür man übrigens auch den von Brille vor gar nicht allzu langer Zeit eröffneten Faden hätte weiterspinnen können…)… und ich schmeiß gleich mal eine von den 20 Antworten bei…

„Zweitfrau“ ist in der Tat ein irreführendes Wort (klingt wie „Zweitwagen“, also dieses minder-ps-ige Teil, das für den Nichtkindertransporteur bereit steht), da man ja strenggenommen nicht wirklich oft die wirklich ZWEITE ist. Und den Begriff Zweitmann habe ich noch nie gehört, wie heißen die denn analog??
Neue(r) LG klingt nach vier Jahren auch doof. Wie lange ist man eigentlich „neu“??

Ich persönlich fand den Begriff „Next“ immer prima, und der ist sogar geschlechtsneutral, also echt praktisch. Mit den Begriffen EX und NEXT kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Mit Possessiv-Pronomen wie „mein“ und „sein“ („ihr“) bleibt´s allzeit klar.
Aber auch das wird Gegner finden.

Grüßchen Lesemaus 
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Getretener Quark wird breit, nicht stark
mariposa
Gast
« Antwort #8 am: 22. Mai 2009, 12:37:53 »

"Next" .....find ich gut!!!  thumbup
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Beppo
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KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #9 am: 22. Mai 2009, 12:53:41 »

Warum nicht einfach Frau, Freundin, LG, LAB etc. ohne weitere Beifügung wie Pre-, Post-, Proxy-, Ante-, etc.

Next kommt danach, also später.

Es handelt sich doch um die/den momentanen und somit gemeinhin einzige(n).

Alle übrigen in der Folge mögen mit Vor- oder Nachsilben wie Next, Last, Erst/First, Zweit/Second, geschmückt werden.

Wenn ich ein Partner bin oder habe sollte es doch eigentlich keine Rolle spielen ob ich oder sie der erste oder der 127. in der Ahnengalerie bin.

Ich bin immer der eine und einzige Beppo und nicht Beppo der erste, der letzte oder der 12.

Ich bin auch nicht Beppo der kurze, der kahle, oder gar der schreckliche sondern immer nur Beppo der Große!

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Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
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« Antwort #10 am: 22. Mai 2009, 12:58:03 »

Moin sleepy,

zunächst möchte ich mich gegen den hier im Forum so gerne gebrauchten Begriff "Zweifrau" wehren. Auch wenn mein Mann mit einer meiner Vorgängerinnen ein Kind hat, bin ich seine Frau und nicht seine Zweitfrau.
Dieser Begriff hat sich trotzdem etabliert; nicht nur in diesem Forum. Man könnte ihn auch umschreiben mit "Partnerin/zweite Ehefrau eines Mannes, der bereits mit einer anderen Frau Kinder hat". Was genau würde dadurch besser?

Die in "Jugendzeiten" praktizierte sequenzielle Methode namens "Partner A wird irgendwann durch Partner B ersetzt und dieser irgendwann durch Partner C etc." funktioniert nämlich nicht mehr, sobald Kinder im Spiel sind: Die werden nun einmal automatisch Bestandteil der nachfolgenden Partnerschaften. Und das birgt erhebliches Konfliktpotenzial, wenn der/die Zweitpartner/in dem neuen Partner ständig in den Ohren liegt, was er in Sachen Ex und Kinder jetzt zu tun oder zu unterlassen habe.

Ich habe zu diesem Thema vor etwa zwei Monaten >>>HIER<<< einen Thread gestartet, der anschliessend stellenweise recht kontroverse Diskussionen auslöste. Zur Lektüre empfohlen!

Begrifflichkeiten wie "Lebensgefährtin", "Freundin" oder "Ehefrau" bilden all diese Konfliktpotenziale in einem Internet-Forum nicht ab; "Zweitfrau/-mann" dagegen beinhaltet in einem einzigen Wort den Hinweis auf die vorgenannten Konfliktpotenziale. Und nur darum geht es hier. Wie Ihr Euch im Kollegen- oder Freundeskreis bezeichnet, ist Eure Sache und hat mit vatersein.de nichts zu tun.

(By the way: Wenn er mich so bezeichnen sollte, könnte er seine Sachen packen.) Rein rechnerisch ist er ja auch nicht mein erster Mann trotzdem käme ich nie auf die Idee zu sagen, dass er mein Zweitmann ist.
Wenn die Zuneigung zu Deinem heutigen Partner/Ehemann tatsächlich von solchen verbalen Begrifflichkeiten abhinge, hättet Ihr noch ganz andere Probleme. Dass viele "Zweitpartner" die zu erwartenden Schwierigkeiten zu Anfang falsch (oder überhaupt nicht) einschätzen, verkleinert das Problem nicht.

Just my 2 cents
Martin

PS: In Partnerschaftsanzeigen wird das Kriterium "ich möchte keinen Partner, der bereits Kinder mit einer/m anderen Frau/Mann hat", übrigens landläufig als "ohne Altlasten" bezeichnet. Was erstens auch ein unsäglicher (aber eben zutreffender) Begriff ist, auch wenn es zweitens die Auswahl potenzieller Partner mit steigendem Lebensalter zunehmend ausdünnt.
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When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
sleepy
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Geschlecht: Weiblich
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« Antwort #11 am: 22. Mai 2009, 13:17:52 »

Hallo Brille007,

eigentlich war es nicht meine Absicht, den Thread von Kathrin jetzt mit einer "Bezeichnungsdiskussion" zu belasten. 

Zu Deinem Posting möchte allerdings doch gerne kurz etwas sagen: Bloß weil der Begriff sich etabliert hat, muss man ihn nicht gutheißen. Ich finde die Bezeichnung als "Zweitfrau" einfach despektierlich. Andere scheinen das ja - zumindest ansatzweise - auch so zu sehen. Den Vergleich mit dem Zweitwagen fand ich ganz passend. Die Ex ist die Ex und ich bin die Frau/Lebensgefährtin/Partnerin. Warum man der aktuellen Partnerin eine "Bezeichnung" geben muss, versteh ich einfach nicht. Dem Posting von beppo kann ich da nur voll zustimmen.

Die Zuneigung zu meinem Mann hängt im Übrigen nicht von Begrifflichkeiten, sondern von der Art des miteinander Umgehens ab. Wenn mein Mann mich respektlos behandelt, ziehe ich meine Konsequenzen. Und selbst das hätte dann noch nicht einmal was mit der Zuneigung zu ihm zu tun sondern damit, dass ich mich nicht - und erst Recht nicht von dem Menschen, den ich liebe-  so behandeln lassen (muss).

Deinen Thread habe ich übrigens mit Interesse verfolgt.

lg
sleepy
« Letzte Änderung: 22. Mai 2009, 13:21:17 von sleepy » Gespeichert

Sleepy
Katrin1969
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Beiträge: 33


« Antwort #12 am: 22. Mai 2009, 14:47:58 »

Hallo an Alle!

Also den Begriff "Zweitfrau" habe ich eigenlich nur aus Brilles Tread auf hier übertragen.

Einen extra Strang habe ich deshalb angefangen, weil es dort ja eher darum geht zu raten sich als Freundin/LG/Partnerin/Next/B/C...  rauszuhalten aus den Dingen Partner und Ex betreffend.

Ich selbst sehe mich als Partnerin, aber es ist mir eigentlich egal wer wen wie nennt!

Was soll ich sagen?

Bei mir ist es sicher keine Eifersucht, auf was auch?
Eine Vergangenheit habe ich auch und auch ein Kind mit einem Anderen.

Und immerhin ist die Beziehung ja gescheitert und so wie es zwischen den Beiden zeitweise abgeht gibt es da sicher kein zurück!

Mir macht es nichts aus wenn Sie telefonieren oder ich Sie "sehe". Erst vor Kurzem waren wir auf einem Volksfest und Sie kam dann mit der Kleinen dazu. Auch Heilig Abend haben wir zusammen verbracht.

Gut, dass sollte nun nicht überhand nehmen, aber was ich sagen wollte, dass ich da schon noch zwischen dem Streit von den Beiden und Dingen, die ich den Kindern zuliebe "mache", unterscheiden kann.

Ich versuche meine negativen Gefühle einigermaßen unter Kontrolle zu halten indem ich Ihr gegenüber freundlich bin, Ihr vielleicht bezüglich der Kinder mal einen Gefallen tue, indem ich mich nie aktiv in einen Streit der Beiden einmische und Ihr gegenüber nicht vermittel welches meine Meinung ist. Ich versuche da, zumindest bei Zusammentreffen, neutral zu bleiben und bei Smaltalk zu bleiben.

Manchmal versuche ich mich in Sie hineinzuversetzen (auch wenn Sie ganz anders ist als ich) und vielleicht gewisse Punkte aus Ihrer Sicht nachzuvollziehen. Es ist nicht immer schön, was ich dabei erkenne, aber ich weiß zumindes weshalb Sie so und nicht anders reagieren "muß".

Das Problem bei der Sache ist, dass ich die Sache mit meinem Ex ganz anders handhabe und es nicht verstehen kann wie man sich finanziell so abhängig von einem anderen Menschen machen kann und nicht versucht das Leben selber zu meißtern. Und dann der Punkt die Kinder so als Machtmittel zu nehmen und Sie da hineinzuziehen und emotional zu erpressen. Nur wegen der Kohle.

Und da fängt die Schwierigkeit schon an. Auch wenn ich versuche Ihre Schritte nachzuvollziehen, so habe ich doch noch meine Vorgehensweise und ich komme immer wieder an den Punkt wo ich mir denke "jetzt musste sie doch mal begreifen, dass es so nicht weitergeht und anfangen zu denken wie die meißten Menschen (ich  ), aber das ist sicher ien kapitaler Fehler an dem ich noch arbeite.

Richtig ärgerlich werde ich nur wenn Sie Sachen bringt wie dass Sie auf einmal jetzt das alleinige Sorgerecht will, nachdem Sie ein paar Wochen zuvor der hälftigen Betreuung zugestimmt hat. Aber die Anwältin hat Ihr das ausgeredet.

Sie solle nicht so blauäugig sein und mehr arbeiten müsse Sie auch nicht.

Was mich so ärgert? Daß Sie meinen Lebensgefährten immer wieder so verletzt und Ihn mit Füßen tritt!

Er kümmert sich so sehr um die Kinder und unterstützt Sie IMMER wenn Sie unter der Zeit jemanden für die Kinder braucht!

Und es ärgert mich, wenn Sie davon redet ich bekäme ja sicher genug Unterhalt von meinem Ex um genug Geld in den Haushalt einzubringen (250.- KU) und außerdem seien wir Doppelverdiener (arbeite VZ/Tochter 10) und hätten demzufolge genug Geld während Sie ums Überleben kämpft...

Oder wenn es heiß wir bräuchten kein so großes Haus, weil indem jedes Kind ein Zimmer hat wollte mein LG die Kinder nur ködern und das selbstverständlich nur um nichts mehr zahlen zu müssen.  c

Bei Ihr ist das leider so....solange es nicht ums Geld geht können die Kinder so oft und so lange bei uns sein wie sie wollen. Auch permanentwenn es ist und komplette Ferien. Was ich sehr schön finde, aber auf Dauer ist das so nicht finanzierbar!

Und wenn Sie die Kinder so missbraucht und Ihnen Schauermärchen erzählt von wegen Sie müsse ganz weit weg ziehen, wenn Sie das Geld nicht mehr bekäme (die Große wohnte beim Vater bis es um das Thema Geld ging), oder Sie wolle Sie dann nie mehr sehen, oder Ihr Vater mache das alles nur wegen Geld und bekomme den Hals nicht voll.

Ich weiß dass die Kinder das belastet, weil Sie teilweise mit meiner Tochter reden. Ist ja klar....

Wie ich da ruhig und gelassen bleiben soll weiß ich nicht, aber ich versuche es wirklich nur im Beisen meines LG auszusprechen.

Leider ist dieser durch diese Belastung auch manchmal sehr angespannt und reagiert schnell wegen Kleinigkeiten gereizt und teilweise agressiv. Das verletzt mich sehr, weil ich der Meinung bin wirklich zu versuchen Ihn zu unterstützen und die Dinge in seinem Sinne zu gestalten, aber manchmal habe ich das Gefühl ich kann es Ihm einfach nicht recht machen und muß seine aufgestaute Wut und seine Hilflosigkeit abbekommen.

Ich selber versuche manchmal innerlich Zwiesprache mit seiner Ex zu führen und in meiner Phantasie alles anzusprechen bei Ihr was mir nicht gefällt. Sind oft interessante Dialoge! 

Ein gewisser innerer Druck läßt sich dadurch abbauen....

Was könnte noch helfen? Autogenes Training? Vielleicht zusammen?

Ich liebe diesen Mann sehr, aber es gibt gewisse Dinge da müssen wir noch sehr dran arbeiten.

Leider habe ich bei Ihm das Gefühl er sieht das alles in "ruhigen" Momenten und wir verabreden dann auch gewisse Sachen, aber wenn der Moment da ist interessieren Ihn diese Verabredungen nicht mehr wirklich.  cry_smile

Ach ja, Sport hilft mir noch und mich über die schöne Umgebung und Natur um unser Haus zu freuen! Da sitze ich auf der Terasse und kann es gar nicht fassen welches Glück wir haben dort wohnen zu dürfen.

Sich an den schönen Dingen zu erfreuen....zusammen grillen (träum...machen gerade Diät!  ), ein Ausflug mit dem Cabrio, ein "freies" gemeinsames Wochenende, mit den Kindern in den Urlaub fahren, zusammen am Tisch zu sitzen und zu lachen uvm.

Danke fürs Lesen von dem langen Text! :-)

Liebe Grüße
Katrin



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Ein Leben lang!


« Antwort #13 am: 22. Mai 2009, 21:19:40 »

Moin zusammen,

nachdem ich mich jetzt erst mal vom Kichern über Beppos Antwort wieder eingekriegt habe, kann ich ihm wie (fast) immer nur anschließen.

Ich hatte ja selber schon das Vergnügen, in irgend einer Art und weise die "folgende Frau/Freundin" zu sein, mit und ohne Kind(er) in "seiner" Vergangenheit. Ehrlich gesagt habe ich mich aber nie als Zweit/Next irgendwas-Frau gefühlt, sondern immer als Freundin/Frau. Die Exxen haben je nachdem mal mehr oder mal weniger eine Rolle gespielt. Und das war meist abhängig davon, wie sehr man sie ins Leben gelassen hat.

Mein erster Mann hatte vor mir eine fünfjährige Beziehung. Er wollte der Frau nicht weh tun, als es zur Trennung kam und hat versucht, freundschaftlich mit ihr umzugehen. Das ging aber schief, weil sie das Ende nicht akzeptieren wollte. Also kam irgendwann der Punkt, als er den richtigen "Cut" machte, was aber insofern einfach war, weil keine Kinder im Spiel waren. Nötig wäre dieser Cut von ihm und mir aus nicht gewesen, aber da sie permanent Grenzen übertrat war es dann doch unvermeidbar. Ich hatte aber kein Problem, weil ich wusste, dass meine Position bei ihm unangefochten war. Also gab es keine Bauchschmerzen.

Mein zweiter Mann hatte vor mir eine 7jährige Beziehung aus der ein Kind hervorging. Das Kind wurde von vornherein mit eingebunden. Ich habe natürlich auch viel mitgemischt in Bezug auf Klärung einiger Dinge, weil er oft total hilflos war und dazu neigte, den Kopf in den Sand zu stecken. Das würde ich im Nachhinein betrachtet anders machen, wenn es ein nächstes Mal gäbe. Rat und Hilfe geben, wenn gewünscht, ja. Aber die Organisation an sich reißen, nein. Ich hatte aber auch da kein Problem, weil ich wusste, dass meine Position bei ihm unangefochten war.

Ich hatte eine Beziehung, in der ich ein Problem hatte, weil meine Position unklar war. Das war völlig unabhängig von Kind bzw Ehe, es war nur eine Ex-LG, die da noch im Spiel war und ein Mann, der nicht wusste, was er wollte. DA hatte ich ein Problem.

Mal umgekehrt betrachtet hätte ein neuer Partner bei mir dieses Problem nicht. Er wäre "der Freund", dessen Position klar wäre, weil ich a) meine Probleme mit meinem Ex allein lösen kann, wenn ich auch mal um Meinungen oder Hilfe frage und b) für mich jede Beziehung eine abgeschlossene Episode ist. Das ist ein bißchen wie ein Schuhkarton, der den Deckel raufbekommt und den man dann ins Regal stellt. Ob die Schuhe gedrückt haben, bequem waren oder sexy ausgesehen haben ist dann einfach nicht mehr relevant. Weder für den "Ex-Karton", noch für das neue Paar, das jetzt im Regal seinen Platz gefunden hat und sein ureigenes Prädikat bekommt, wie es sich damit im Leben so läuft. Ich würde aber nie so denken, dass die alten Schuhe gedrückt haben und es die neuen auch unweigerlich tun werden, weil es halt Schuhe sind.... Jedes paar Schuhe hat also in seiner Lebensdauer die Möglichkeit, mein Lieblingsschuh zu werden. Er könnte also nie Zweitschuh oder "Next" werden.

Ich denke, ein Problem herrscht da vor, wo sich der neue Partner seiner Position nicht klar ist und in irgendeiner Form einen Kampf gegen den Expartner des LG führt. Natürlich regt es mich auch auf, wenn die Ex Geldstress oder Umgangsterror betreibt. Aber es darf nicht in soweit mein Problem werden, als dass es mehr auslöst, als Mitgefühl für meinen Partner und der Wunsch, ihn durch Rückendeckung zu unterstützen.

Wichtig ist, dass ER ALLEIN der Mensch ist, der mein Leben mit mir teilt. Nicht next, nicht zweit, sondern ER in seiner Besonderheit, wegen der ich mich in ihn verliebt habe. Und schon allein deshalb kann er kein Folgeprodukt eines Anderen sein, sondern nur ein Unikat.

LG LBM
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‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Katrin1969
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« Antwort #14 am: 22. Mai 2009, 22:27:21 »

Hallo!


Im Grunde kann ich mich Deiner Meinung auch anschließen, aber ich denke "bei uns/Ihm" ist es das Problem, dass er sehr wohl weiß wie er emotional zu seiner Ex Beziehung steht, aber sich immer wieder einschüchtern lässt.

ER möchte irgendetwas, teilt das mir auch mit, sucht hier und dort nach Wegen das "durchzubekommen" und Sie sagt mit Ihrer Anwältin im Rücken "Buh" und alles ist hinfällig.

Einmal lebt seine Große bei uns und die Kleine ist auch fast die Hälfte des Monats bei uns.

Nach 6 Monaten will er die Finanzen "anpassen" und Sie flippt aus. Setzt die Grße unter Druck, die von einem Tag auf den anderen wieder zu Ihr will, seltsamerweise aber dennoch (inoffiziell) jeden Tag hier ist.

Meine Tochter bricht in Tränen aus, weil Ihr in Ihren Augen wichtiger Teil Ihres Lebens verloren geht. Ihre Aussage "Dann bin ich ja hier immer allein".

Dann heißt es 50/50. Fanden alle gut, weil irgendwie die beste Lösung. Wir leben im selben Ort wie die Ex, damit eine gute Unterstützung auch möglich ist.

Sie stimmt dem zu und die beiden handeln am Jugendamt einen "Plan" aus.

Sie wollte das dann bei der Anwältin schriftlich fixieren. Doch diese lacht nur und das Ergebnis ist eine Klage auf alleiniges Sorgerecht.

Und die Kinder sind da mittendrin...mitunter weinerlich empfindlich, aufmüpfig und versuchen meine Tochter zu erpressen, wenn Sie um Ihre Aufmerksamkeit buhlen. Klar, sie lernen es ja so und wenn Sie schon so keine "Macht" haben kann ich schon verstehn, dass Sie diese versuchen dann woanders auszuleben.

Wie soll das an mir vorübergehen?

Vielleicht wenn die beiden nur alle 14 Tage am Wochenende hier wären, aber die Kinder sehen und leben sich als "Stiefgeschwister".

Die Große(12) schrieb meiner Tochter(11) zu Ostern eine Karte..."Für die allerbeste Stiefschwester auf der Welt"...

Da kann es doch nicht an mir vorübergehen, wenn die Kinder so "leiden" unter allem?

Aber was tun ohne sich direkt einzumischen und trotzdem irgendwas zu tun?

Liebe Lausebackesmama, hast Du einen Tip?

Liebe Grüße
Katrin
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lesemaus
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Optimistin


« Antwort #15 am: 23. Mai 2009, 00:01:40 »

Hallo Katrin,

ich kann schon nachvollziehen, dass solche Situationen auf Dauer ganz schön zermürbend sein müssen.

Aber wie genau willst du dich denn "einmischen"?
Du kannst doch nur Stellung beziehen, kannst deine Linie fahren und versuchen, den Kindern, deinem wie seinen, ein stabiles Umfeld zu geben.
Ich bin mir sicher, dass die Kinder das sehr wohl sehen, brauchen und auch anerkennen, wenn sie durch dich eine Sicherheit haben, also eben eine Bezugsperson, die nicht mit dem Wind ihre Meinung und Stimmung ändert.

Die Ex setzt doch offensichtlich Druckmitte an, weil sie weiß, dass sie damit bei deinem Mann ein Stück weit durchkommt.
Je klarer er seinen Standpunkt äußert und sich auch nciht erpressen lässt, desto öfter laufen so manche Aktionen der Ex vermutlich ins Leere.

Natürlich ist sowas für Kinder eine emotionale Katastrophe.
Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass die Ex mit einer Klage auf ASR durch käme, mit welcher Begründung sollte das geschehen (wobei ich mich da nicht aus dem Fenster hängen will, und ja inzwischen auch weiß, was für irrsinnige Urteile gefällt werden)

Aber ich bleibe dabei, und das kam doch glaube ich auch in dem anderen thread ganz gut und deutlich rüber:
Man muss versuchen, sich ein Stück weit abzugrenzen, sich nicht erpressen lassen, der Ex nicht zu viel Raum in der eigenen Beziehung zu geben.
Die natürlicherweise notwendigen Berührungspunkte der Kinder wegen sind selbstverständlich, doch sollten die stets sachlich bleiben, auch wenn die Gegenseite versucht, ständig in unverhältnismäßigen Emotionen zu versumpfen.
Ich weiß wie theoretisch das alles ist.
Aber es gibt keine pauschalen und universell anwendbaren Patentlösungen.
Nur Grundsätze und gesunde Einstellungen.

Bleibt euch treu, steht stets erkennbar auf der Interessenseite der Kinder, und bleibt autark in allen Fragen die eure Beziehung betreffen.

Liebe Grüße, Lesemaus

PS: Jetzt nochmal ernsthaft und nach erneutem Nachdenken, was diese Statusbezeichnungen angeht:
Beppo hat natürlich völlig recht (und ich musste auch kichern, Beppo du Größter), eine Next ist eigentlich die, die noch kommt  .
Ich selbst habe diese Bezeichnung glaube ich kein einziges Mal benutzt. Und würde sie viell höchstens für MEINE Nachfolgerin benutzen (aber die nenn ich ja Mäuschen  ) Ich bezeichne mich selbst auch nicht als Zweitfrau. Ich bin einfach die LG, mein LG ist mein LG, seine Ex die Ex, mein Ex der Ex.
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« Antwort #16 am: 23. Mai 2009, 00:18:26 »

Hi Katrin,

nein, das kann nicht an Dir vorübergehen, wenn die Kinder (und alle) so leiden. Nur ändern kannst Du es vom Prinzip nicht. Du kannst eben die Ex nicht ändern. Er kann das nicht. Die einzige Lösung wäre, wenn Deine Stieftochter den Kanal voll hat und irgendwann zu euch wechselt und standhaft dabei bleibt, das zu wollen. Bis dahin müssen es alle Beteiligten aushalten.

Einen anderen oder gar schlauen Tipp habe ich leider nicht. Traurig

LG LBM
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dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
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« Antwort #17 am: 23. Mai 2009, 09:14:50 »

@ Beppo
SUPER  thumbup     rofl2   
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Katrin1969
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« Antwort #18 am: 25. Mai 2009, 13:25:14 »

Hallo Lesemaus!

Ich will und kann mich ja gar nicht einmischen, aber es zermürbt immer wieder was Neues zu hören und erkennen, dass es Ihr weniger darum geht dass die Kinder bei Ihr sind als dass Sie das Geld weiter in voller Höhe will.

Hatte schon vorgeschlagen er solle das mit dem finanziellen einfach so lassen. Dann würde Sie einer 50/50 Betreuung zustimmen. Aber er hat keine Lust immer nach Ihrer Pfeife zu tanzen. Kann ich schon verstehen, aber es geht halt alles auf Kosten der Kinder.

Mir tut einfach vieles so leid! Die Kleine (9) muß wenn Sie krank ist immer alleine  zu Hause bleiben. Sie hat sich noch nie einen Tag freigenommen deshalb. Der Vater erfährt das immer erst im Laufe des Tages, wenn es schon zu spät ist.

Und noch dazu ist Sie ständig krank und wird trotzdem geschickt sobald es irgendwie geht.

Im Hort sagen die MIR dass es der Kleinen schlecht ging und Sie eigentlich daheim bleiben sollte.
Ich habe nie nach etwas gefragt.

Ja und dann fühle ich mich natürlich verantwortlich, weil wen ich mich jetzt hinstelle und sagen "Na ja, ist ja nicht mein Bier" ist ja auch keinem geholfen.

Neulich habe ich einmal meine Mutter gebeten bei uns auf das Mädel aufzupassen, damit Sie sich mal ein wenig kurieren kann.  Aber das geht ja nun auch nicht immer!? Und ist ja eigentlich nicht meine Aufgabe, aber Sie tat mir so leid!

Ich weiß dass ich Sie nicht ändern kann und ich werde sicher nieee mit Ihr über diese Dinge reden! Um Gottes Willen! Dann würde alles noch schlimmer werden.

Aber eben WEIL mir klar ist, dass ich nichts tun/kann darf gibt mir ein Gefühl der Hilflosigkeit.

Den Kindern darüber verhalte ich mich so, als sei alles paletti.
Mir würde nie einfallen Ihnen gegenüber schlecht über die Mutter zu reden auch nicht ironisch...dann würden Sie sich ja noch schlechter fühlen. Für Sie ist Sie Ihre Mama die Sie lieben und das sollen Sie auch!

Alles was ich mir wünsche ist Ruhe und irgendeine Regelung, die eine klare Linie reinbringt.

Ich will Ihr ja um Gottes Willen auch nichts Schlechtes!

Habe ein Buch angefangen zu lesen in dem man "lernen" kann innere Kraftquellen zu entdecken.

Dort steht, dass bei einem Gefühl von Hilflosigkeit etc.ein Energieschub erfolgt, der uns losschickt um etwas zu tun. Dieses Gefühl kommt von unseren Vorfahren, die ständig auf der Hut sein mussten um überleben zu können.

Tja, und was mache ich nun mit meinem Energieschub? In welche sinnvollen Bahnen kann ich Ihn lenken?
Boxen, Töpfern, Halbmaraton, Klöppeln....  question

Was macht Ihr denn wenn Ihr Euch das alles innerlich zu viel wird oder ihr Euch ärgert?

Oder noch besser!? Ihr ärgert Euch nicht! Wie geht das?

Muß ich dazu Buddistin werden? 

Ich meine ich würde das wirklich gerne lernen!

Liebe Grüße
Katrin
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« Antwort #19 am: 25. Mai 2009, 17:32:42 »

Hallo Katrin
Wie geht Ihr mit Eurer Hilflosigkeit und Eurer Angst angesichts des "Krieges" Eures Lebensgefährten mit der Ex um.

Wie "erdet" Ihr Euch, wie "bleibt Ihr bei Euch"?
Dort steht, dass bei einem Gefühl von Hilflosigkeit etc.ein Energieschub erfolgt, der uns losschickt um etwas zu tun. Dieses Gefühl kommt von unseren Vorfahren, die ständig auf der Hut sein mussten um überleben zu können.

Tja, und was mache ich nun mit meinem Energieschub? In welche sinnvollen Bahnen kann ich Ihn lenken?
Boxen, Töpfern, Halbmaraton, Klöppeln....  question

Was macht Ihr denn wenn Ihr Euch das alles innerlich zu viel wird oder ihr Euch ärgert?

Oder noch besser!? Ihr ärgert Euch nicht! Wie geht das?

Muß ich dazu Buddistin werden? 

Ich meine ich würde das wirklich gerne lernen!

Liebe Grüße
Katrin

Ich habe mal die 2 Passagen/Fragen rausgegriffen.
Ein Thema, was mich zugegebenermaßen auch viel beschäftigt (hat).
Wie gehe ich damit um?
Ich versuche mich mal:

Klar, brille hat es "uns" LG'innen ja mit auf den weg gegeben, wir sollen uns raushalten. Da ist auch was dran. Wurde ja schon ausführlich diskutiert 

Ich versuche mal meinen Weg zu beschreiben:

Die Ex ist mir total egal. Sie ist Luft für mich, und wie eine x-beliebige Person. Es gibt Millionen Menschen in D die ich nicht näher kenne. So wie die Ex.
Somit komme ich von vorneherein nicht in die Verlegenheit, hilflos zu sein. Wenn ich auf Arbeit mit einem "unangenehmen" Kunden reden muss, der ein überhöhtes Anspruchsdenken hat, sich auf vernünftige Gespräche über Anspruchsgrundlagen für seine gewünschte Leistung nicht einlässt, und stattdessen gleich mit Rechtsanwalt oder Klage droht, fühle ich mich ja auch nicht hilflos. Sondern reagiere souverän, geduldig, höflich, aber unnachgiebig. Die Leistung kriegt er trotzdem nicht. Das Beispiel hinkt natürlich, weil in diesem Fall ich persönlich angesprochen bin und aktiv reagieren kann. Bei den Kapriolen einer ex bin ich als Lebensgefährtin ja eher passiv und kann nicht direkt selbst reagieren, obwohl ich aber uU aber von ihr einbezogen oder auf Umwegen beleidigt werde.

Da hilft mE nur, die Emotionen flach zu halten, und das Ganze aus einer gewissen entfernten Perspektive zu betrachten. Eben als Unbeteiligte. Lebe nach dem Motto, dass dich nur Menschen beleidigen können, die dir nahe stehen. Unbekannte, die dich direkt oder indirekt anpöbeln, gehen dir am A* vorbei. So wie die Idioten auf der Straße die dich anpöbeln, nicht in die Spur lassen oder so. An die denkst du doch ein paar Std später auch nicht mehr.

Mit dieser Art mich unbeteiligt zu fühlen, komme ich ganz gut zurecht.

Weiterhin: wenn mein LG mich fragt, dann gebe ich selbstverständlich die Hilfe die er wünscht. Nicht mehr, nicht weniger. Wenn ich der meinung bin, er würde gravierende Fehler machen, weise ich auch unaufgefordert darauf hin. Was er daraus macht, dafür trägt er selbst die Verantwortung. Das akzeptiere ich auch, klar!

Denn: er muss die Konsequenzen für sein Vorgehen sowieso selbst tragen. Ich unterstütze ihn finanziell gern, aber nur wenn er in Richtung Ex den Geldhahn zudreht. Steckt er denen mehr zu als er sich selbst leisten kann oder als er "muss", unterstütze ich ihn nicht mehr. Punkt. Aus. Ich habe keinerlei Verantwortung für seine Ex oder für seine Kinder. Es wäre natürlich etwas anderes wenn die Ex eine andere wäre, und dann auch noch unverschuldet arbeitslos oder krank ect. Dann würde ich für meinen teil eine Verantwortung auch gegenüber den Kindern meines LG sehen. Hatte ich am Anfang auch. Aber so unfair, wie die Ex die Vermögensfrage geregelt hat, ist bei mir der Ofen inzwischen aus.
Und das ist mir wichtig: das gefühl, dass mein LG uneingeschränkt jetzt sein Leben mit mir verbringt. Kein eiapopeia, kein Rumgeeiere, keine Zugeständnisse mehr in Richtung Ex. Nur die Verantwortung seinen Kindern gegenüber trägt er natürlich. Da gibt es kein wenn und Aber, und das würde ich nie in Frage stellen oder gar von ihm verlangen. Er hat nunmal Kinder aus 1. Ehe, da muss/will/soll er auch für die sorgen, und auch den Umgang wahrnehmen. Aber wie gesagt, mit SEINEN Mitteln.

An den letzten Worten siehst du, dass ich längst nicht so emotionslos bin, wie ich gern wäre.

Mit seinen Emotionen muss man aber umgehen (lernen). Auch ohne Buddist zu sein, kann ich einem Auto-Drängler im geiste alles gute wünschen, mich nicht ärgern, und ihn anlächeln, den Kreis schließen, die Begegnung gleich vergessen und mein eigenes Leben weiterleben.

Das versuche ich eben auch in bezug auf die Ex.

Was noch ungemein hilft, ist mit meinem Lg ein gemeinsamer Humor und ein Leben, was eigene Inhalte hat. Klingt platt, ist aber wichtig. Eigene Lebenslust, lachen über die Klippen des Lebens...usw usw. Dann hat eine Hilflosigkeit in bezug auf die Ex immer weniger Raum, weil es eben gar nicht mehr zur Hilflosigkeit kommt...
Und wir feiern unsere eigenen Erfolge (auch immaterielle, zB nehmen wir ganz bewusst unsere immer fester werdene Partnerschaft wahr). 

Aber wenn sie denn da ist, die Hilflosigkeit, dann verwende doch den daraus entstehenden Energieschub für Sport 

Ich hoffe ich konnte dich auf ein paar neue Gedanken bringen

ligr ginnie








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« Antwort #20 am: 25. Mai 2009, 20:14:39 »

Hallo Katrin

Was macht Ihr denn wenn Ihr Euch das alles innerlich zu viel wird oder ihr Euch ärgert?

Wenn irgendetwas vorfällt, dann rede ich meinem Partner.

Manchmal leider nicht früh genug und dann geht es mir wieder schlechter. Ich mache mir sicherlich um zu viele Dinge Gedanken und sorge mich um Angelegenheiten, die nicht meine sind/sein sollten.

Aber so abgedroschen das auch klingt: reden hilft (wenn man den richtigen Gesprächspartner dazu hat  ).
Und mein Partner versteht es auf meine Gedanken gut einzugehen, sie in die richtigen Bahnen zu lenken und mich emotional wieder zu stabilisieren.

Auch wenn es nur sehr selten vorkommt, aber mit ihm darf ich sogar albern, kindisch und zynisch über die KM reden - ohne Konsequenzen. Er kennt sie. Er war sein halbes Leben mit ihr zusammen. Er weiß (meistens) wie sie tickt und kann ihr teilweise seltsames Verhalten für mich irgendwie verständlicher erscheinen lassen.
Übrigens kann ein "so eine blöde Kuh" ausgesprochen sehr hilfreich sein. Dann reden wir eine Weile darüber, können anschließend sogar darüber lachen und es "vergessen".
Damit geht es mir allemal besser als solche Dinge tot zu schweigen, sie "mich nichts angehen zu lassen" und mich emotional trotzdem nicht davon abkapseln zu können.

Aber. Unsere Situation ist eine andere. Es gibt keine Probleme mit den Kindern, wir sehen uns sehr regelmäßig, freuen uns darauf, telefonieren jeden Abend und haben auch mit der KM ein "gutes" Verhältnis bzw. können über Dinge angemessen reden.
Ich liebe die Kinder von meinem Partner und sie lieben mich (gestern gab es selbstgemalte rosarote Herzbilder mit "ich Libe dich!" darunter. Da hat mein Herz nochmal einen Sprung in eine ganz andere ungewohnte Richtung gemacht.)  heartpump und dass es den beiden jederzeit, egal wo und bei wem sie sind gut geht ist unsere gemeinsame Handlungsbasis.

Ich mische mich in alles ein, was mein Leben betrifft. Ich nehme sehr viel Rücksicht auf die Bedürfnisse der Kinder und richte mich an den Kindertagen und in anderen Belangen hauptsächlich nach ihnen. Wir haben das Glück, die Kinderzeit wirklich auf die beiden abstimmen zu können, uns nur um sie zu kümmern und nutzen es auch.
Und warum sollte ich mich dann aus unserem Leben heraushalten?
Ich treffe keine Erziehungsentscheidungen etc. klar.
Aber hier bei uns gelten bestimmte Regeln und da achte natürlich auch ich auf deren Einhaltung.
Allerdings haben wir es hier von Anfang an sehr konsequent gehandhabt und die Jungs haben gemerkt, dass es nichts bringt, uns gegeneinander auspielen zu wollen: wir erzählen dem anderen eben doch alles  , da trifft ein "aber Cor/Papa hat gesagt, dass wir "...was auch immer..." dürfen völlig ins Leere.
Und auch ein "...aber bei Mama darf ich..." führt nicht zu dem gewünschten Erfolg, weil wir manche Dinge eben anders handhaben.
Insgesamt gibt es aber auch eher wenig Regelüberschreitungen. Wenn es aber doch passiert, dann ist derjenige Erwachsene für die erste Konsequenz verantwortlich, der grade in der Nähe ist. Und wenn ich mit den beiden auf dem Fußballplatz bin, dann bin das nunmal ich.
Und dann werde ich garantiert nicht mit der "Sanktion" warten, bis mein Partner dabei ist. So etwas wäre völlig realitätsfern.
Auch wenn mir ein "wenn...dann gibt es heute Abend keine Gute-Nacht-Geschichte also entscheide ob du es machen möchtest/nicht machen möchtest..." selbst weh tut... .
Aber das kommt glücklicherweise nicht oft vor.

In Dinge, die ihre Mutter betreffen mische ich mich nicht ein. Warum auch? Nicht meine Baustelle.
Allerdings werden wir bei wichtigen Entscheidungen auch mit einbezogen. Z.B. hat sie einen neuen Job und muss anders arbeiten. Deshalb muss der Kinderrhythmus umgestellt werden. Und da werden auch wir nach unseren Präferenzen gefragt und schlussendlich kann eine gemeinsame Lösung gefunden werden.
Erwachsenens Miteinander und ist doch fruchtbarer als ein kindisches Gegeneinander.

Viele Grüße,
Cor
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« Antwort #21 am: 25. Mai 2009, 22:28:26 »

Hallo, auch bei uns geschehen seltsame dinge Monate lang wählt sich einer die finger Wund um mit den Kindern zu Sprechen, dan Zieht man um und Plötzlich Rufen ein die Kinder an.
Wie Papa ich möchte gerne die und deine neue Familie besuchen. Gesagt getan Kinder besuchen ein im neuen Heim,woche Später  sind die Kinder nicht mehr zu Ereichen.Deswegen meine Frau und ich machen das Spielchen schon seit Jahren mit.
Sehe alles ein bische gelassener.
Ich warte auf den tag wo die Kinder Volljährig sind

Gruß Aldruper
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« Antwort #22 am: 26. Mai 2009, 15:07:05 »

Hallo Zusammen!

Vielen Dank für Eure Antworten!

Also die Ex an sich ist mir auch egal, aber eben die anderen Beteiligten nicht!

Wenn ich sehe wie fertig meinen LG das macht finde ich das schrecklich, oder fühle wie die Kinder drauf sind und erst nach ein paar Runden Rollerfahren im Dorf oder Trampolinspringen, wieder lachen können.

Gestern kam er heim und sagte die neuste "Idee" sei, dass Sie Ihm die Kinder 10 Tage im Monat überläßt.
Großartig! Die Große wohnt seit sieben Monaten bei uns und die Kleine ist auch fast die Hälfte des Monats da gewesen!

Eine hälftige Betreuung sei für Sie mit einem zu hohem finanziellen Risiko verbunden. Aha...Er solle endlich einsehen, dass er zahlen muss.

Mein Problem ist, dass mir mein LG sehr wohl auch Verantwortung für die Kinder überträgt und das auch von mir erwartet, dass ich Ihnen Wünsche erfülle und mich mit "kümmer". Kochen, Bett bringen, Hausaufgaben....
Somit stehen Sie mir wirklich sehr nahe!

Also mir kamen gestern die Tränen bei der Vorstellung, dass Sie bald nimmer so da sind wie jetzt. Es war alles so schön bis es anfing übers Geld zu reden.... exclamation_smile

Und ich weiß auch nimmer was ich Ihm raten soll, wenn er mich frägt?

Ich habe Im gesagt er solle Ihr sagen, dass er kein Geld will und die Kinder weiter hier bleiben wie wir es bisher gemacht haben.

Klar, es ist in Ihren Augen ein Sieg für Sie, aber was soll man machen? Über die Kinder hat Sie Ihn in der Hand.

Ich weiß nicht ob es richtig ist, aber für mich fühlt es sich gut an endlich dieses Thema "loslassen" zu können.

Früher habe ich mich da fürchtbar drüber aufgeregt, aber das ist mir nun vollkommen gleichgültig.
Soll Sie das Geld doch haben. Die Kinder sind wichtiger.

Oder sollte er das nicht tun? Hab ja auch Angst Ihm etwas falsches zu raten....alles verzwickt....

Das mit dem reden mit meinem LG ist so eine Sache, denn er fühlt sich ja selber total hilflos! Da will ich Ihn sicher nicht auch noch mit meinem "Gejammer" belasten, sondern Ihn eher "trösten" und Ihm sagen dass ich für Ihn da bin.

Gut, vielleicht sollte ich es als Fortschritt sehen, dass mich das Geldthema inzwischen vollkommen kalt läßt.  Wir werden schon irgendwie rumkommen!

Vielleicht sollte ich mich auch nicht so unter Druck setzen was die Gelassenheit betrifft. Wahrscheinlich ist es nur ein "schleichender" Prozess dorthinzugelangen. Ist ja auch schon besser geworden...

Doch einfach diese "Angst", dass mein LG seine Kinder verliert und Sie Ihn, was Ihm das Herz brechen würde.
Dass Sie bei der ganzen Sache psychisch kaputt gehen. Die Große (12) weint bei jeder Kleinigkeit und die Kleine ist ständig krank, schlapp, müde, hat Bauchweh und Durchfall...da habe ich wirklich noch keinen Weg gefunden, gelassen damit unmzugehen!  question

Gedanken über die Ex an sich mache ich mir an sich nicht. Ich hasse Sie nicht und ich liebe Sie´nicht.
Es ist irgendwie was dazwischen. ...

"Leider" bin ich ein Mensch, der sich sehr viele Gedanken um alles macht. Das ist nicht immer gut so, aber ich war schon als Kind so. Meine Tochter übrigens auch! 

Aber vielleicht lasse ich mich selber auch zu sehr "einschüchtern" von den Drohungen und zucke ängstlich zurück.
Vielleicht sind alles nur zahnlose Papiertiger, aber wer weiß das schon.

Ich muss dazu sagen, dass es bis vor ein paar Wochen nur "wenig" gab exentechnisch. Mal ne Kleinigkeit wegen Kohle oder so, aber so was ist mir dann tatsächlich gleichgültig oder teilweise amüsant.

Sie ist da extrem. z.B. wollte Sie die Kinder im Hort nicht zur Brotzeit anmelden  (wurde neu eingeführt), weil das für beide Kinder zusammen 8€/Monat kostet. Die Kinder bräuchten da nichts essen. (Sie wären die Einzigen gewesen)question Nun zahlt mein Freund die 8€. So what. Das ist zwar bescheu....aber eigentlich egal.

Aber hier geht es um den Vater und die Kinder und das bereitet mir Bauchschmerzen....

Vielleicht sollte ich die Dinge mal von einer anderen Seite aus
betrachten und mich nicht immer gedanklich im Kreis drehen.

Vielen Dank jedenfalls fürs lesen und die Antworten bisher.

Liebe Grüße
Katrin





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« Antwort #23 am: 26. Mai 2009, 15:12:49 »

Ach ja...mir hilft es auch unheimlich etwas schönes zu machen, unser schönes Haus zu genießen usw., aber im Moment sind wir einfach alle etwas niedergeschlagen v.a. mein Freund. Da bleibt die Fröhlichkeit sehr auf der Strecke. Manchmal ist er auch einfach nur launisch und schnell gereitzt und ärgerlich.

Er hat sehr hohe Anforderungen an mich, ich empfinde das so, aber nicht immer kann ich diesen standhalten!  exclamation_smile

Das belastet mich auch sehr, weil es mir leider psychisch seit letztem Jahr auch nicht so gut geht. Ich gehe in Therapie, aber auch da gibt es Höhen und Tiefen.

Ach je, jetzt jammer ich ja echt rum! 

Danke
Beste Grüße
Katrin
« Letzte Änderung: 26. Mai 2009, 15:18:16 von Katrin1969 » Gespeichert
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« Antwort #24 am: 26. Mai 2009, 15:59:07 »

Moin Katrin,

dass das blosse Beklagen der Situation nichts hilft, weisst und sagst Du ja selbst. Und das Dir selbst ausserhalb Eures Haushalts die Hände gebunden sind, weisst Du auch.

Was ich nicht verstehe: Die Grosse wohnt praktisch ständig bei Euch und die Kurze etwa zur Hälfte: Was genau hindert Deinen Partner also daran, den "juristischen Überbau" dieses Konstrukts an diese tatsächlichen Verhältnisse anzupassen und das ABR für beide einzuklagen? Sie sind 9 und 11 und damit nicht mehr ganz klein; also würden sie vermutlich ebenfalls angehört werden. Dass die Ex die Kids als Vollkasko-Versicherung für ihr wirtschaftliches Wohlergehen betrachtet, käme bei einem entsprechenden Verfahren wohl recht offensichtlich ans Licht.

Nur wie schon an anderer Stelle gesagt: Hier sollte Dein Partner posten und nicht Du. Nur wenn man selbst (!) das nötige Problembewusstsein entwickelt, ist man auch in der Lage, zu handeln. Die Informations- und Meinungsbeschaffung über unbeteiligte Dritte (Dich) reicht für einen solchen Schritt nicht aus. Du merkst es ja selbst: Die Problemlösungen erschöpfen sich derzeit im Beklagen derselben, ohne dass sich etwas bewegt.

Grüssles
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