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vatersein.de - Forum 04. Juli 2020, 19:42:55 *
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Autor Thema: Unterhalt nach Neuvermählung und Kind  (Gelesen 4720 mal)
Barde
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Beiträge: 26


« am: 04. August 2003, 15:06:44 »

Hallo zusammen,

ich hoffe, ich kann hier einige Tipps oder besser noch Aufklärung bekommen.

Ist: Ich zahle 177e Unterhalt für meine 6 Jahre alte Tochter. So wurde es mit den Anwälten mit Zuhilfenahme der Düsseldorfer Tabelle vereinbart.

danach:

- Wir wurden geschieden, im Scheidungsurteil wird der Kindesunterhalt mit keiner Silbe erwähnt.

- Ich habe wieder geheiratet und meine Frau bringt ihren 5 Jahre alten Sohn mit in die Ehe.

- Die Steuerklasse ist wieder auf 3 gesetzt und 1,5 kinder berücksichtigt.

meine Fragen:

- Muß ich die 6% mehr bezahlen? Wonach richtet sich das?

- Ich werde netto wieder mehr Gehalt herausbekommen. Erhöht sich damit auch der Unterhalt für meine kleine Tochter?

- Kann ich meine jetztige Ehefrau und ihr Kind als Faktoren für den Selbsterhalt benutzen, so dass ich den Unterhalt schmälern kann?

- Wenn ich mal eine Gehaltserhöhung bekomme, erhöht sich damit auch der Unterhalt?

- Gibt es eigentlich irgendeine Institution, die mir diese Fragen beantwortet, wenn nicht hier? Irgendein Amt?
Irgendwie fühle ich mich ziemlich im Regen stehen gelassen nach der Scheidung.

Um Eure Bedenken auszuräumen, meine Exfrau hat sich reich vermählt, aber idiotischer Weise kann sie mein Geld immer noch gut gebrauchen. Ich würde es lieber auf einem Sparbuch für die Kleine sammeln, als ... *smile* egal!

Für Eure Hilfe bin ich dankbar.

Bis dann

Barde
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DeepThought
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Beiträge: 12.315



WWW
« Antwort #1 am: 04. August 2003, 15:15:42 »

Hallo Barde,

erst mal als schnelles Feedback: Der Unterhalt Deiner bei Deiner Ex lebenden Tochter erhöht sich sicherlich. Jedoch bist Du auch Deiner jetzigen Frau zu Unterhalt verpflichtet und das wird auch berücksichtgt in der Kindesunterhaltberechnung.

Gänzlich außer Ansatz bleibt das Kind Deiner jetzigen Frau, denn dieses hat einen Unterhaltanspruch gegenüber dem Vater.

Die Anhebung des Kundesunterhaltes musst Du nur für den Fall durchführen, dass ein sog. dynamischer Titel besteht. In der Unterhaltsvereinbarung muss also irgendwo stehen "nach
Stufe xyz der DT" oder "den Regelbetrag der DT" oder "100 % gem. DT", also immer ein Bezug auf die Düsseldorfer Tabelle.

Noch kurz mal gefagt: Warum hast Du 1,5 Kinder auf der LSt-Karte? Welches OLG ist für Dich zuständig?

Mehr heute abend...

DeepThought
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Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Barde
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« Antwort #2 am: 04. August 2003, 15:51:05 »

Hallo Deep Thought,

danke für Deine schnelle Reaktion.

der Vater des Kindes meiner jetztigen frau ist tot, es gibt für ihn(dem Kind) keinen Unterhalt von irgendwo.

das mit dem dynamischen Titel lese ich in diesem Forum nicht zum ersten Mal. Daraufhin habe ich versucht, diesen Begriff irgendwo in meinen Unterlagen zu finden. Wie gesagt, die Rechtsanwälte haben meine Unterhaltspflicht auf 177e errechnet - mit dem Hinweis auf die Düsseldorfer Tabelle. Es gibt aber weder in den Schreiben der Rechtsanwälte noch im Scheidungsurteil einen Hinweis auf "dynamischen Titel". Es wird aber festgestellt, dass ich mich in der Gruppe 3 der Tabelle befinde. Und wie gesagt, im Scheidungsurteil wird zwar das Besuchsrecht dokumentiert, mein Unterhalt für meine kleine Tochter wird mit keinem Wort festgehalten(ist das normal?).

olg? ich weiss es nicht. Düsseldorf? (Scheidung war in Bochum). Ich hatte 0,5 Kinder auf meiner Steuerkarte seit der Trennung. Der kleine Sohn meiner jetztigen Frau, übrigens auch ein ganz süßer *smile*, bringt mir +1 Kind auf Karte. Das macht 1,5.

Ich bringe morgen mal meine ganzen Unterlagen mit ins Büro.

Dir schönen Feierabend & danke

bis bald

Barde
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Anonym
Gast
« Antwort #3 am: 04. August 2003, 16:08:37 »

Zitat


der Vater des Kindes meiner jetztigen frau ist tot, es gibt für ihn(dem Kind) keinen Unterhalt von irgendwo.


Bekommt das Kind dann nicht halbwaisenrente?
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Barde
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Beiträge: 26


« Antwort #4 am: 04. August 2003, 16:11:32 »

nein, keine rente. das ist in china nicht üblich.
ach so, ehefrau und sohn sind chinesen *smile*.
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Barde
Schon was gesagt
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Beiträge: 26


« Antwort #5 am: 05. August 2003, 10:45:14 »

hey, lasst mich jetzt bitte nicht hängen. ich weiss doch nicht, wo ich sonst diese infos her bekomme!
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DeepThought
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Beiträge: 12.315



WWW
« Antwort #6 am: 05. August 2003, 14:43:28 »

Halla Barde,

keine Bange, es geht ja schon los....

Die unterhaltsrechtlichen Leitlinien des OLG Düsseldorf besagen:
22. Bedarf des mit dem Pflichtigen zusammenlebenden Ehegatten
Der Bedarf des mit dem Pflichtigen zusammenlebenden Ehegatten bestimmt sich nach den ehelichen Lebensverhältnissen im Sinne des § 1578 Abs. 1 BGB und beträgt in der Regel die Hälfte der anrechenbaren Einkünfte beider Ehegatten; er beträgt mindestens
22.1 bei Unterhaltsansprüchen minderjähriger und ihnen nach § 1603 Abs. 2 S.2 BGB gleichgestellter volljähriger Kinder gemäß B. VI der Düsseldorfer Tabelle 535 €, bei Erwerbstätigkeit 615 €,
22.2 ff. ....unwichtig für Deinen Fall

Das heißt, Deine jetzige Frau hat einen Unterhaltsbedarf von Deinem bereinigten Netto i.H.v. 535,00  bzw. 615,00 Euro. Reicht Dein Netto zur Befriedigung der beiden Unterhaltsansprüche nicht aus, kommt die Mangelberechnung in Betracht. Ist nicht knifflig, aber 'ne wilde Rechnerei.

Du bist also durch die Wiederheirat zwei Personen gegenüber unterhaltspflichtig: Deiner Tochter und Deiner Frau. Würdest Du den Sohn Deiner Frau adoptieren, dann auch ihm gegenüber. Ansonstet wird er bei der Berechnung nicht berücksichtigt.

Nehmen wir mal an, Du hast ein bereinigtes Netto von 2000,00 Euro:
Kindesunterhalt nach Stufe 5 der DT wäre 255,00 Euro abzgl. Kindergeldanteil 63,00 Euro, zu zahlen 192 Euro.
Ehegattenunterhalt 535 Euro

Netto: 2.000,00
- KU          192,00
- EU          535,00
Verbl. 1.273,00

Diese Berechnung könntest Du jetzt mit Deinen Beträgen selbst durchführen.

Dass der Kindesunterhalt im Scheidungsurteil nicht enthalten ist, macht gar nichts, denn es gibt ja einige Einigung und die Gerichte greifen nur ein, wenn keine Einigung herzustellen ist. Wichtig ist, ob der ehemals verhandelte KU irgendwie an Anpassungen der DT geknüpft ist. Du solltest das noch mal ganz aufmerksam lesen. Ist dem so, und Du zahlst nicht den ab 01.07.2003 geltenden Betrag, könnte Dir eine Pfändung ins Haus kommen.

Der KU steigt natürlich gem. der Stufen der DT, wenn sich Dein unterhaltsrelevantes Netto verändert. Hingegen ist der Anspruch Deiner jetzigen Frau fest geschrieben und nicht änderbar.

Es gibt zahlreiche Personen/Institutionen, die bei der Berechnung von Unterhalt helfen. Zunächst natürlich die Anwälte und auch die Jugendämter. Erstere kosten Geld und letztere sind nicht ganz so zuverlässig und vertrauenswürdig.

Ich hoffe, dies hat Dir erst einmal geholfen. Wenn Du Fragen hast, scheue Dich nicht, sie zu stellen. In meinem Profil habe ich eine Notruf-Nummer angegeben, wenn es ganz brenzlig wird.

DeepThought
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Meinen aufrichtigen Dank!
Anonym
Gast
« Antwort #7 am: 13. August 2003, 21:20:01 »

Hallo Barde,

du kannst dir einige Scherereien ersparen, wenn ihr die Steuerklassen IV /IV wählt. Sie entsprechen erstmal der Lohnsteuerklasse I. Dann machst du den Lohnsteuerjahresausgleich und bekommst Steuern zurück, sofern du den "großen" Verdienst hast und deine Frau nur wenig oder gar nichts verdient.

Und es gibt deiner Frau die Möglichkeit, auch mit dem guten Gefühl arbeiten zu gehen und nicht nur fürs "Zubrot" zuständig zu sein (Klasse V)

Du kannst unter den Konkurrenzen zu den Erläuterungen der Düsseldorfer Tabelle nachlesen, dass Steuerrückzahlungen der neuen Familie zusteht. So wird es bei uns in Schleswig-Holstein auch gehandhabt.

Gruß

eskima
*Zweitfrau*
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Barde
Schon was gesagt
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Beiträge: 26


« Antwort #8 am: 14. August 2003, 10:16:08 »

danke eskima,

ich denke, das ist eine wertvolle überlegung, die ich umsetzen werde.

bis dann

barde
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