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vatersein.de - Forum 17. Juni 2019, 05:35:19 *
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Autor Thema: Freundin zieht mit Kind weg  (Gelesen 13899 mal)
brille007
(Fast) Eigentumsrecht
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 14.785



« Antwort #25 am: 20. Januar 2009, 15:19:04 »

Moin 1von1000,

Ich würde aber auf jeden Fall gerne erzwingen, dass er in der Nähe bleibt.
Das scheint aber nicht möglich zu sein! Entweder schwarz oder weiß!
Schlichte Wenn-Dann-Korrelationen gibt es im Familienrecht nicht. Für ein Kind ist es auch nicht das Entscheidendste, in welchem Teil der Republik es lebt; schon gar nicht, wenn es erst 8 Monate alt ist. Aber selbst wenn es 10 oder 15 Jahre alt wäre, würde man den bisherigen Lebensmittelpunkt nicht zum Mass aller Dinge machen und alle anstehenden Entscheidungen danach ausrichten. Menschen, die berufsbedingt umziehen müssen, tun das ja auch nicht. Kinder brauchen Zuwendung und Geborgenheit, aber keine bestimmte Stadt oder eine bestimmte Immobilie. Insofern ist der "Lebensmittelpunkt" kein wirkliches Argument.

Meine Frage: Gibt es wirklich nur diese Lösung? Entweder sie oder ich bzw. Krieg oder Frieden?
Deine Alternative heisst: Wir lösen diese Frage einvernehmlich - oder andere tun es für uns. Die Realität des 2. Falles kannst Du in diesem Forum zuhauf nachlesen. Bei der "kriegerischen" Lösung stehen Deine Chancen deutlich schlechter, denn man kann einem erwachsenen Menschen weder das Umziehen verbieten noch kann man ein Kind in der Mitte auseinanderschneiden. Und deutsche Familiengerichte neigen nun einmal mehrheitlich dazu, ein Kind bei seiner Mutter besser aufgehoben zu sehen. Vor allem, wenn seine Eltern das klassische Ein-/Hauptverdiener-Modell gewählt haben.

Grüssles
Martin
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When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
1von1000
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« Antwort #26 am: 20. Januar 2009, 16:42:32 »

Hi Martin,

es geht hier nicht um dem Ort, sondern dass unser Sohn mit beiden Elternteilen aufwächst!

Also, Krieg oder Frieden, wenn es keine einvernehmliche Lösung gibt? Sie oder ich?

Gruß
1 von 1000
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Wer den Schatten nicht kennt, kann die Sonne nicht genießen!
brille007
(Fast) Eigentumsrecht
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 14.785



« Antwort #27 am: 20. Januar 2009, 17:02:15 »

Moin 1von1000,

es geht hier nicht um dem Ort, sondern dass unser Sohn mit beiden Elternteilen aufwächst!
das kann man nicht erzwingen, auch wenn es "vernünftig" wäre. So wenig, wie man jemanden zwingen kann, Medizin zu studieren und Arzt zu werden, weil das ja schliesslich ein wichtiger Beruf ist.

Also, Krieg oder Frieden, wenn es keine einvernehmliche Lösung gibt? Sie oder ich?
So sieht es aus. Ein Recht auf eine "vernünftige" Lösung in Deinem Sinne ist nicht vorgesehen. Und wenn das ABR strittig entschieden werden muss, hat man als Vater in der Regel erheblich schlechtere Karten; vor allem, wenn man in der bisherigen Rolle (Heranschaffen von Geld für Mutter und Kind) ungleich besser aufgehoben ist. Niemand hier sagt, dass das gut oder gerecht ist; wir beschreiben nur die Realität. Und zu der gehört auch, dass ein Gericht schlechterdings gar nicht geeignet ist, einen privaten Konflikt zu lösen.

Aber wie ich schon schrieb: Was spricht dagegen, andere Modelle anzudenken und zu besprechen? Nicht gleich "Ja, aber..." zu sagen, sondern auch das scheinbar Unmögliche zu erwägen; beispielsweise ebenfalls einen Umzug in den Süden? Natürlich kann die Mutter Eures Kindes eine Woche später wieder in den Norden ziehen. Genauso wie Du übermorgen vor einen Bus laufen und tot sein kannst. Das soll Dich nicht hindern, auch selbst Schritte zu machen und diese nicht nur von Deiner Noch-Partnerin zu erwarten.

Man löst solche komplexen Probleme und Fragen nicht dadurch, dass man aneinanderreiht, was alles (angeblich) nicht geht, sondern indem man nach echten Möglichkeiten sucht und diese unter Erwachsenen auf der Elternebene bespricht. Das bedeutet in Deinem Fall beispielsweise: Du müsstest dafür vorwurfsfrei akzeptieren und respektieren, dass Deine DEP Dir zuliebe in den Norden gezogen ist; nach Eurer Trennung aber keine Veranlassung und keine Verpflichtung hat, dort zu bleiben. Eine Botschaft, die sinngemäss lautet "Liebe Mutter unseres Kindes, welche für Dich akzeptable Lösung gäbe es in Süddeutschland, mit der wir beide maximal Eltern sein können?" könnte ein solches Gespräch beginnen.

Wenn man dagegen erst einmal den Geist "ABR-Übertragung" aus der Flasche gelassen hat, gibt es meist kein Zurück mehr: Dann bekommt man eine "Lösung" eben in Form von Umgangszeiten von einem Schwarzkittel zugeteilt, und mit der muss man dann leben.

Grüssles
Martin
Gespeichert

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1von1000
Schon was gesagt
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 23


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« Antwort #28 am: 20. Januar 2009, 17:36:44 »

Zitat
Das bedeutet in Deinem Fall beispielsweise: Du müsstest dafür vorwurfsfrei akzeptieren und respektieren, dass Deine DEP Dir zuliebe in den Norden gezogen ist; nach Eurer Trennung aber keine Veranlassung und keine Verpflichtung hat, dort zu bleiben.

Das nenne ich ein wirklich verantwortungsbewußtes Handeln! Kinder haben wollen bzw. in die Welt setzen und dann abhauen, weil die Partnerschaft gerade nicht so läuft, wie sie es sich in ihren Träumen vielleicht vorgestellt hat. Und vor allem auf welche Art und Weise! Tut mir leid, Martin! Dafür habe ich kein Verständnis!

Dazu fällt mir eine Parallele ein: Veni vidi vici!

Gruß
1 von 1000
Gespeichert

Wer den Schatten nicht kennt, kann die Sonne nicht genießen!
brille007
(Fast) Eigentumsrecht
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 14.785



« Antwort #29 am: 20. Januar 2009, 17:51:40 »

Moin 1von1000,

Das nenne ich ein wirklich verantwortungsbewußtes Handeln! Kinder haben wollen bzw. in die Welt setzen und dann abhauen, weil die Partnerschaft gerade nicht so läuft, wie sie es sich in ihren Träumen vielleicht vorgestellt hat. Und vor allem auf welche Art und Weise! Tut mir leid, Martin! Dafür habe ich kein Verständnis!

genau das ist aber nun einmal der falsche Weg. Du setzt DEINE Motive über ihre. Die "Geschäftsgrundlage" für ihren Umzug nach Norddeutschland - Eure Beziehung - ist jetzt aber entfallen; die Karten werden genau jetzt neu gemischt. Warum soll sie sich damit auseinandersetzen, gemeinsam mit Dir eine Lösung zu finden, wenn sie auch ganz alleine eine finden kann? Bitte nicht vergessen: JEDER halbwegs pfiffige Anwalt wird ihr sagen "Ganz ok isses moralisch vielleicht nicht, aber ziehen Sie um, wohin Sie wollen. Niemand nimmt einer Mutter ein 8 Monate altes Kind weg. Sagen Sie im Zweifelsfall einfach, Sie stillen noch. Und natürlich räumen Sie Ihrem Ex ein grosszügiges Umgangsrecht ein..."

Die Gründe für das Scheitern Eurer Beziehung sind in diesem Zusammenhang dagegen so interessant wie der umfallende Sack Reis in China. Stell Dir einfach die Frage: Will ich einfach nur stur recht haben und ihr meinen Willen aufzwingen - oder im Interesse unseres gemeinsamen Kindes für die nächsten 18 Jahre eine tragfähige Lösung finden? Danach triffst Du eine Entscheidung - und lebst mit ihren Folgen.

Grüssles
Martin
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galaxy878
Nicht wegzudenken
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« Antwort #30 am: 20. Januar 2009, 17:51:56 »

Hey 1von1000,

Dafür habe ich kein Verständnis!
 

Das haben wir wohl alle nicht. Aber dir wurde ja schon mehrfach verdeutlicht, dass deine Ex am längeren Hebel sitzt.
Also - hab kein Verständnis - lass sie ziehen und seh dein Kinde auf Grund der Entfernung 2 Mal im Monat.

Oder, nimm Martins Vorschlag an, spring über deinen Schatten und versuche eine für EUCH akzeptable Lösung zu finden.

Das deutsche Familienrecht wird dich nur wenig unterstützen.

Grüße
galaxy
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1von1000
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« Antwort #31 am: 20. Januar 2009, 19:06:55 »

Hallo galaxy878
Zitat
Das haben wir wohl alle nicht. Aber dir wurde ja schon mehrfach verdeutlicht, dass deine Ex am längeren Hebel sitzt.
Also - hab kein Verständnis - lass sie ziehen und seh dein Kinde auf Grund der Entfernung 2 Mal im Monat.

Das habe ich mir auch so gedacht!
Immerhin ist auch die KM für die Zukunft des Jungen verantwortlich.
Ich hoffe, dass sie genug Verantwortungsbewußtsein besitzt!

Man wird sehen, wie sie sich künftig verhält. Hoffentlich schnallt sie dabei, dass es um den Jungen und nicht um sie geht.
Aus welchen Gründen auch immer sie diesen Schritt wagt, ist letztendlich egal.
Sie kann und macht es eben und nicht das Geringste ist dagegen zu tun außer es anscheinend schlimmer zu machen.

So, dann lege ich mal die Beine hoch, mache es mir bequem, schau mir das Ganze mal an und warte, was passiert!
Einen anderen Weg scheint es nicht zu geben!

Vielleicht sollte man schon mal Wetten abschließen, was zuerst passiert!
Die Klage für den Betreuungsunterhalt oder gegen das Umgangsrecht!

Ich bedanke mich noch mal recht herzlich für eure Beiträge und lasse bestimmt bald wieder von mir "hören"! 

Gruß
1 von 1000

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Wer den Schatten nicht kennt, kann die Sonne nicht genießen!
midnightwish
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« Antwort #32 am: 20. Januar 2009, 19:17:22 »

Zitat
Ich bedanke mich noch mal recht herzlich für eure Beiträge und lasse bestimmt bald wieder von mir "hören"!

Besser nicht, von dem Kleinkindlichen "Bäh, dann spiele ich halt gar nicht mit"-Gehabe hab ich allmählich hier genug gelesen.  mad

Anstatt den Hintern in die Hose zu kriegen, diese hochzuziehen und ein konstruktives Gespräch wenigstens zu versuchen, reagierst du wie ein Kleinkind. Entweder ganz oder gar nicht, entweder so wie ich will, oder ich tue halt gar nix...

Du bist Vater mit Verantwortung und von daher solltest du wenigstens versuchen eine gütliche Lösung anzustreben, anstatt dich beleidigt auf den Hintern zu setzen. Brille hat dir eine mögliche und gute Marschrichtung aufgezeigt.

Wenn du jetzt schon so kindisch reagierst kann ich für das arme Würmchen nur hoffen das wenigstens die Mutter ein wenig erwachsener ist.

Tina


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Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
1von1000
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« Antwort #33 am: 20. Januar 2009, 19:52:44 »

Hi Tina,

danke für Deinen abschließenden Beitrag.

Ich habe mir beim Schreiben des letzten Beitrages überlegt, ob ich den Smiley "Ironie" hätte einfügen sollen.
Anscheinend hätte ich es machen sollen!

Zitat
So, dann lege ich mal die Beine hoch, mache es mir bequem, schau mir das Ganze mal an und warte, was passiert!
Einen anderen Weg scheint es nicht zu geben!

Also, hier ist er!  schild_ironie

Nix für ungut! 

Gruß
1 von 1000
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1von1000
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« Antwort #34 am: 02. Februar 2009, 12:19:37 »

Hallo, da bin ich wieder...

Wie schon erwähnt, hatte sich die KM mit unserem Sohn ohne mein Wissen in ihrer neuen Wahlheimat angemeldet.
Nun hat sie eine Wohnung in einem anderen Ort gefunden und möchte sich natürlich dort anmelden.

Ich habe ein Schreiben des ansässigen Meldeamtes bekommen, weil dafür meine Einwilligung benötigt wird.
Ja, ich als KV! Wahnsinn! Das es so etwas doch noch gibt...  thumbup

Durch das ganze Hin und Her und vor allem durch die neuen Erfahrungen bin ich mir nicht sicher, ob ich die Anmeldung
einfach so unterschreiben sollte. Was meint ihr? Sollte ich es machen oder hat es wieder irgendwelche Konsequenzen
für mich?

Gruß
1von1000
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Beppo
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KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #35 am: 02. Februar 2009, 13:09:26 »

Hallo I von M

Vor der Frage stand ich auch und hätte durch Verweigerung lediglich meine mangelnde Kooperationsbereitschaft dokumentiert und habe stattdessen, durch Zustimmung bestätigt, dass sie ja doch machen kann was sie will.

Hilft dir das weiter?
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Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
1von1000
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« Antwort #36 am: 03. Februar 2009, 08:24:14 »

Hallo Beppo!

Nicht wirklich, aber das sind auch meine Gedanken und wahrscheinlich der einzig sinnige Weg!
Man sieht sich immer zwei Mal im Leben...

Gruß
1von1000
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