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Autor Thema: Berechnung Betreuungsunterhalt nach eheähnlicher Gemeinschaft  (Gelesen 4920 mal)
Pepito
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 2


« am: 01. August 2008, 03:02:32 »

Hallo liebe Gemeinde,
ich bin neu im Forum und habe trotz Suche nicht ganz die Antwort auf meine Frage gefunden. Ich hoffe, Ihr könnt mir ein wenig helfen, da ich schon länger fleissig mitlese und sehr gute Infos gefunden habe!Danke dafür im Allgemeinen.

So und nun zum Sachverhalt: Wir leben seit 3,5 Jahren in einer eheähnlichen Gemeinschaft und haben ein 2,5 jähriges Kind. So, wie es aussieht, werden wir die Beziehung beenden, es geht einfach nicht mehr aus den verschiedensten Gründen. Es besteht aber ein gutes Verhältnis zur KM, zumindest bis jetzt.
Jetzt rechne ich mir schonmal die anfallenden Unterhaltskosten aus. Mein bereinigtes Netto liegt bei 1900,- pro Monat, somit ist laut DDT der Unterhalt fürs Kind ziemlich klar, das ist auch nicht das Problem.
Wie berechnet sich denn nun der BU für die Kindesmutter? Diese hat in ihrem alten Job vor der Schwangerschaft ca.1600,- Euro netto gehabt. Diesen Job will sie aber nicht mehr ausüben, auch nicht halbtags, sondern sich einen neuen Halbtagsjob suchen. Da jetzt erst mal Kindergarten ansteht, kann sie auch nur einen Halbtagsjob machen, das ist ja auch okay.
Jetzt werde ich aber aufgrund der eheähnlichen Gemeinschaft auch über das Kindesalter von drei Jahren BU an die KM entrichten müssen. Aber wie hoch wird der sein? Dazu liest man unterschiedliche Dinge. Einmal etwas von einem Selbstbehalt von 770 Euro, einmal etwas von 3/7 des Differenzbetrags ihres neuen Einkommens und dem alten Netto von 1600,-.
Wird ihr neues Einkommen (noch hat sie keine Stelle gefunden) denn überhaupt angerechnet, weil das Kind ja jetzt noch nicht drei Jahre alt ist? Wie ist diesbezüglich der Sachverhalt?
Noch ne Frage: Wenn wir uns über alle Unterhaltsangelegenheitejn einig sein sollten, reicht das dann aus, wenn wir gegenseitig so eine Art Vertrag unterzeichnen oder muß das vor einem Notar geschehen? Ist ein Unterhaltstitel, den das JA ausstellt, notwendig, sollte man den unbedingt unterzeichnen?

Ich hoffe, ich habe keine wichtigen Infos vergessen und bedanke mich schonmal recht herzlich für Eure Einschätzungen, das würde mir sehr helfen.

Viele Grüße 
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Beppo
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KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #1 am: 01. August 2008, 06:05:23 »

Hallo Pepito,

Laut DDT musst du, wie du ja schon weißt 244,- KU bezahlen, sofern du dein Netto korrekt um Jahreszahlungen erhöht und die Abzugsfähige Kosten bereinigt hast und du nicht 1.901,- € verdienst.

Damit bleiben 1.656,- für BU übrig.
Dein Selbstbehalt gegenüber BU beträgt 1.000,-€.

Ihr Anspruch ist vollständiger "Schadensersatz" ihres bisherigen Verdienstes abzügl. des um 300,-€ reduzierten Elterngeldes.
Mindestens jedoch 770,- €.

Damit bliebe dein SB der begrenzende Faktor, somit kämen wir auf 656,- BU.

Wenn euer Kind 3 wird, wir ihr eigenes Einkommen gegengerechnet, wie genau, ist allerdings noch nicht zu Ende prozessiert und liegt irgendwo im Spektrum deiner Vermutungen.
Zitat
Einmal etwas von einem Selbstbehalt von 770 Euro, einmal etwas von 3/7 des Differenzbetrags ihres neuen Einkommens und dem alten Netto von 1600,-.

Sie hat einen Anspruch auf Unterhaltstitel, wenn sie darauf besteht.
Wenn ihr euch einig seid, braucht sie den nicht zu verlangen.
Wenn sie/ihr zum JA geht, werden die aber sicher versuchen, sie von den Vorzügen eines Titels zu überzeugen.
Diesen kannst du beim JA (Kostenlos) oder beim Notar erstellen lassen.
Wichtig ist, dass du alleine bestimmst, was drin stehen soll. Die JAs versuchen gerne einem irgendwelchen Blödsinn zu erzählen um einen dazu zu bringen ihren Willen durchzusetzen.
Nicht beeindrucken lassen.
Der Notar ist da sicher etwas weniger penetrant, will aber Geld.

Wenn deine Ex mit dem von dir erstellten Titel nicht zufrieden ist, kann sie zum Gericht.

Ich würde erstmal den KU titulieren lassen und den BU bis zum 3. Geburtstag.

Das ist noch nicht alles, soll aber erstmal genügen.

Gruss Beppo

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Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
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« Antwort #2 am: 01. August 2008, 08:42:07 »

Mein bereinigtes Netto liegt bei 1900,- pro Monat

Kennst Du den Steuerabzug nach §33a EStG? 7680€ Freibtrag im Jahr sind 230€/Monat mehr Netto, schmeiss es nicht weg.

Zitat
Da jetzt erst mal Kindergarten ansteht, kann sie auch nur einen Halbtagsjob machen, das ist ja auch okay.
Jetzt werde ich aber aufgrund der eheähnlichen Gemeinschaft auch über das Kindesalter von drei Jahren BU an die KM entrichten müssen. Aber wie hoch wird der sein?

Na wenn Du das schon o.k. findest, musst Du's auch bezahlen...  Der Verdienstausfall von Voll- auf Halbtags sind ca 600€.  Weil Eure Einkommen vergleichbar sind und Du dadurch in die Halbteilung kommst, würdet ihr Euch das teilen und Du bist mit ca 300€ dabei.

Zitat
Wird ihr neues Einkommen (noch hat sie keine Stelle gefunden) denn überhaupt angerechnet, weil das Kind ja jetzt noch nicht drei Jahre alt ist? Wie ist diesbezüglich der Sachverhalt?

Schwammig. Aber ist das für die die 6 Monate so wichtig?

Zitat
Noch ne Frage: Wenn wir uns über alle Unterhaltsangelegenheitejn einig sein sollten, reicht das dann aus, wenn wir gegenseitig so eine Art Vertrag unterzeichnen oder muß das vor einem Notar geschehen? Ist ein Unterhaltstitel, den das JA ausstellt, notwendig, sollte man den unbedingt unterzeichnen?

Es reicht aus, wenn Du zahlst. Aber bitte belegbar per Überweisung, getrennt für BU und KU und jeweils mit dem Bezugs-Monat im Verwendungszweck.
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Ein Leben lang!


« Antwort #3 am: 01. August 2008, 08:56:36 »

Hallo,

dass über das 3. LJ hinaus BU bezahlt werden soll, ist doch bis jetzt erst eine Einzelfallentscheidung gewesen, oder irre ich mich da? Huch Ich würde klarstellen, bis zum 3. Geburtstag des Kindes zu zahlen, wie sie ihr Leben darüber hinaus gestaltet ist dann ihr Privatproblem.

Wenn Du einen Titel über KU unterzeichnest, achte darauf, dass er auf das 18. LJ des Kindes begrenzt ist.

LG LBM

PS: Vollzeitjob und Kind, das geht. Sie sollte froh sein, einen Job zu haben, bei dem sie so gut verdienen könnte. Und es entzieht sich völlig meinem Verständnis, wie man die Möglichkeit auf finanzielle Unabhängigkeit und existenzieller Sicherheit vorsätzlich aufgeben kann.
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« Antwort #4 am: 01. August 2008, 10:15:32 »

PS: Vollzeitjob und Kind, das geht. Sie sollte froh sein, einen Job zu haben, bei dem sie so gut verdienen könnte. Und es entzieht sich völlig meinem Verständnis, wie man die Möglichkeit auf finanzielle Unabhängigkeit und existenzieller Sicherheit vorsätzlich aufgeben kann.

 thumbup thumbup thumbup thumbup thumbup
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nichtplatt
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« Antwort #5 am: 01. August 2008, 12:34:33 »

Hi Beppo,

Zitat
Laut DDT musst du, wie du ja schon weißt 244,- KU bezahlen, sofern du dein Netto korrekt um Jahreszahlungen erhöht und die Abzugsfähige Kosten bereinigt hast und du nicht 1.901,- € verdienst.

Damit bleiben 1.656,- für BU übrig.
Dein Selbstbehalt gegenüber BU beträgt 1.000,-€.

Wird nicht der KU nach DDT ohne Anrechnung von Kindergeld abgezogen? Somit reduziert sich m.E. der Betrag für BU um 77,00€??

LG

nichtplatt
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Pepito
Frischling

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Beiträge: 2


« Antwort #6 am: 01. August 2008, 22:50:53 »

Hallo zusammen,
vielen Dank für Eure zahlreichen Antworten. Das hat mir schonmal vorab viel geholfen. Der von Beppo errechnete KU von 244,- ist in meinen Augen auch korrekt, denn die DDT geht doch bei den Richtwerten von drei Unterhaltspflichtigen aus, wenn ich mich nicht irre. Wenn nur ein Kind da ist, rutsche ich ja von Position 2 in Position 4und das heißt ja dann 321,- KU - 77,- halbes Kindergeld= 244,- zu zahlender KU.

Noch ne kleine Frage zum statischen Titel: Wenn ich den beim JA erstellen lassen sollte und der ja statisch und bis zum 18.LJ des Kindes befristet sein sollte, heißt das dann im Umkehrschluss, wenn sich keiner mehr darum scheren WÜRDE, würde bis zum 18.Geb des Kindes immer der gleiche Betrag (der ja ab dem 5.Geb. eigentlich zu gering wäre) bezahlt werden? Liegt das dann an der KM, den höheren Betrag einzufordern, wenn ich nicht von mir aus aktiv werden sollte? Ich denke, so wird es nicht laufen, den Unterhalt für das Kind halte ich schon für sinnvoll und wird meinerseits auch nicht das Problem sein, möchte halt nur wissen, wer bei einer anstehenden Erhöhung ab dem 5.Geb. des Kindes aktiv werden muß, ich oder die KM?

Viele Grüße und schönen Dank an Alle!
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gaya
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Beiträge: 686



« Antwort #7 am: 02. August 2008, 01:01:44 »

hallo pepito,

ein statischer titel ist solange gültig, bis die KM eine abänderungsklage beantragt. bis dahin ändert sich nichts. das ist meine info.
ruf doch unverbindlich mal das jugendamt an.

mit freundlichen grüssen

gaya
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Beppo
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KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #8 am: 02. August 2008, 06:45:57 »

Hallo nichtplatt,

Zitat
Wird nicht der KU nach DDT ohne Anrechnung von Kindergeld abgezogen? Somit reduziert sich m.E. der Betrag für BU um 77,00€??

Du rührst da an eine meiner Lieblingswunden und hast dich in diesem Jahr anscheinend noch nicht mit den OLG-Leitlinien beschäftigt (wozu auch ):

Dem Lobbyistenpack des Juristinnenbundes ist aufgefallen, dass durch die Reform, ja der EU geringer ausfallen ausfallen könnte. Damit das nicht passiert, hatten sie die tolle Idee, die Verteilungsmaße zu erhöhen.

Wie macht man das?
Natürlich zu lasten des Vaters!
Dieser hat seine Hälfte des KG seinem Einkommen zuzurechnen und dann nochmal mit der Mutter zu teilen.
Warum die Mutter, die ja gar keine finanziellen Lasten hat, da sie dafür ja KU bekommt, auch noch 3/4 des KG bekommt, wird dabei natürlich nicht erläutert sondern nur festgelegt.
Dem Vater stehen dann für den Umgang und alle übrigen Lasten, die durch das KG gedeckt werden sollen noch 44,-€ zur Verfügung. Yippeee!!!

Warum EU-pflichtige Väter weniger KG bekommen als nicht-EU-pflichtige hat mir aber in diesem Rechtsstaat auch noch keiner erklärt.

Das Zauberwort in den OLG-Leitlinien, das diese wundersame Geldvermehrung bewirkt, heißt "Zahlbetrag".

Gruss Beppo
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