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Themen => Medien => Thema gestartet von: DeepThought am 10. Mai 2007, 15:16:35



Titel: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: DeepThought am 10. Mai 2007, 15:16:35
Lieber Herr DeepThought,
anbei schon einmal Infos zum Filmprojekt, das wir gerade vorbereiten.
Ich hoffe, wir können in dieser Angelegenheit kooperieren.
Ich melde mich tel. bei Ihnen.
Beste Grüße

--
Till Schmerbeck
Producer



Kinder als Waffe

Regisseur Wolfsperger sucht Freiwillige für sein Filmprojekt „Entsorgte Väter“

Es ist bekannt, dass unter gescheiterten Beziehungen und Scheidungen vor allem die Kinder leiden. Kaum jemand weiß allerdings, dass zu den Opfern einer Trennung oftmals auch die Väter gehören. Filmregisseur Douglas Wolfsperger will ihnen einen 90 min. Kino-Dokumentarfilm mit dem Arbeitstitel „Entsorgte Väter“ widmen. Im Mittelpunkt sollen Männer stehen, denen es nach einer ehelichen oder außerehelichen Trennung aufgrund der bestehenden Gesetzgebung schwer oder unmöglich gemacht wird, ihre Kinder zu sehen. Es gehe dabei, betont Wolfsperger, keineswegs um Väter, deren Kontakt zu den Kindern völlig zu Recht stark eingeschränkt worden ist.

Der mehrfach ausgezeichnete Dokumentar- und Spielfilmregisseur („Bellaria“, „Die Blutritter“) hat jedoch herausgefunden, dass Männer beim Streit ums Sorgerecht offenbar grundsätzlich die schlechteren Karten hätten: „Fast dreizehn Mal häufiger als umgekehrt erhalten die Mütter das einseitige Sorgerecht. Den Vätern bleibt bloß ein so genanntes Umgangsrecht, streng reglementierte, knapp bemessene Zeiten mit dem eigenen Kind. Sie werden zu Wochenendpapis mit der Verpflichtung zur Unterhaltszahlung“.

Wolfsperger ist die Meinung der ehemaligen Lebensgefährtin genauso wichtig, da sie die Situation und Haltung des Vaters meist völlig anders einschätzt. Wie definiert sie in dieser Situation ihr eigenes Bild von Familie? Welche Bedeutung hat der leibliche Vater bei der Erziehung des Kindes? Und wie passt er in den Kreis der Beteiligten (Stichwort Patchwork)?

„Entsorgte Väter“ soll im Sommer/Herbst 2007 vorzugsweise in Baden-Württemberg und in Nordrhein-Westfalen gedreht werden und danach in den Kinos und auf Festivals gezeigt werden, bevor er ins Fernsehen kommt. Beteiligte Fernsehsender sind der Südwestrundfunk und Arte.

Was Wolfsperger noch sucht, sind weitere „interessante Fälle von Vätern und Müttern, die bereit wären, ihr Seelenleben und ihr privates und berufliches Umfeld vor der Kamera auszubreiten“.

www.douglas-wolfsperger.de

Zuschriften (mit Foto) bitte an:
Douglas Wolfsperger Filmproduktion
Knesebeckstr. 17
10623 Berlin
info(ät)Douglas-Wolfsperger(punckt)de



Mit Herrn Till Schmerbeck (Producer) hatte ich eben ein längeres Telefonat. An der Professionalität und Ernsthaftigkeit des Projektes habe ich keinerlei Zweifel.

Liebe Leute, bite bitte bitte meldet euch bei der o.a. Kontaktadresse. Es kann doch nicht sein, dass die Medien uns hinterherlaufen und dann keiner sich traut. Wenn man nur im Dunkeln jammert, kommt keine Hilfe und es kann sich nichts ändern.

DeepThought


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: DeepThought am 10. Mai 2007, 15:36:06
Und >hier< der Fragebogen als pdf zum Download (rechtsklick, "Speichern unter"), durchlesen, ausfüllen, abschicken.


*edit* Link zum Fragebogen entfernt. Da der Film produziert ist, besteht keine Notwendigkeit mehr.


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: carsten am 11. Mai 2007, 12:53:30
hi deep,

schade mal nur wieder für die festgelegte bundesländer. und warum mit foto??

sollen wir nach dem aussehen beurteilt werden?

carsten


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: tillino am 11. Mai 2007, 13:25:49
Lieber Carsten,
eine Abhandlung über Senderinteressen und Filmförderungen würde hier zu weit führen. Wir müssen den Großteil des Films in Baden-Württemberg drehen, weil dort das meiste Geld herkommt. Bitte frohsein, dass wir den Film überhaupt machen können.
Es ist jedoch gut möglich, dass wir jemanden portraitieren, der nicht aus Ba-Wü kommt. Darum darf sich jeder aufgerufen fühlen, mit uns in Kontakt zu treten.

Warum Foto? Film ist nun mal auch ein visuelles Medium, aber sei unbesorgt. Wir suchen hier nicht "Germanys next top daddy", sondern starke Väterpersönlichkeiten, die was zu sagen haben und aktiv sind - mit allen Ecken und Kanten.
Wir sind halt neugierig, welche Geschichte zu welcher Person gehört.
Beste Grüße Till


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Cori-Ma am 11. Mai 2007, 23:30:16
Hallo Till,

ich habe versucht, das Projekt - dringend nötig, wenn nicht gar überfällig! - meinem LG schmackhaft zu machen. Gehörnter Ehemann (mittlerweile Ex-Ehemann...), 2 Kinder, verlorenes Verfahren ums ABR, Traumvater (aus meiner Sicht und auch Sicht der beiden Kinder, die sich in jeglicher Befragung für den Verbleib beim Vater aussprachen und dennoch das Kindeswohl bei der Mutter vermutet wurde), "richtiges" Bundesland, starker Rhetoriker... aber die Angst vor dem plötzlichen Ans-Licht-Zerren schmerzlicher, aber teilweise verdrängter Erinnerungen oder einfach vorm "hinterher Bekanntsein" ist stärker. Und auch die Bedenken hinsichtlich einiger juristisch anhängiger Streitpunkte.

Ich wünsche dem Projekt alles Gute. Es wird Zeit, dass für Väter in diesem Land etwas passiert. Nicht für die prügelnde Sorte, sondern die Traum-Mann-Sorte, die von jetzt auf nachher zu 100 % verdrängt und 0 % berücksichtigt werden, wo es doch um 50 %-ige Kinder geht...

Viel Erfolg, Cori-Ma


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: carsten am 14. Mai 2007, 10:17:37
@tillino,

danke dir für deine klaren worte.

Zitat
Bitte frohsein, dass wir den Film überhaupt machen können.
  :thumbup: :thumbup:

ist auch eine tolle idde, würde mich freuen wenn ihr viele betroffene findet.

carsten


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: tillino am 14. Mai 2007, 16:33:35
Liebe Cori-Ma und alle anderen Interessieten,

die Bedenken Deines Lebensgefährten sind berechtigt und nachvollziehbar. Die Herstellung eines Dokumentarfilms hat immer sehr viel mit Einfühlungsvermögen, Vertrauensaufbau und Fingerspitzengefühl zu tun.

Gesellschaftliche Themen wie das der entsorgten Väter möchten wir mit emotionalen Geschichten erzählen, damit sie nicht nur wahrgenommen werden, sondern auch relevant sind und aktivierend wirken. Dazu brauchen wir Menschen, die über ihre Gefühle sprechen, durchaus. Das kann auch mal weh tun, aber wir sind sensibel genug, niemanden vorzuführen oder blosszustellen. Es geht einzig und allein um das Thema. Der Film soll persönliche Schicksale erzählen, um ein vorrangifg deutsches Gesellschaftsbild widerzuspiegeln, um auch Öffentlichkeit und Presse, bestenfalls die Politik und die Justiz wieder zu mobilisieren.

Auch wir müssen uns den möglichen Protagonisten annähern, möchten herausfinden, wer sie sind, was sie bewegt, was sie umgibt und welche Bilder man für die Geschichte findet. Und irgendwann nach vielen Gesprächen und einigen persönlichen Treffen entscheidet man gemeinsam, vor die Kamera zu treten oder nicht. Wir lassen uns hier Zeit und möchte keine Hektik verbreiten, dass man einmal telefoniert und dann plötzlich mit einem Filmteam überfallen wird. Keine Sorge, das ist nicht unser Stil.

Und vielleicht entwickelt sich in den Gesprächen eine gemeinsame Vision, wie man die Geschichte nach außen tragen kann, immer im Hinterkopf, das Kind zu schützen – und der Gesellschaft und vielleicht vielen anderen Vätern einen Dienst zu leisten. Wir freuen uns über jeden Kontakt.

Till
Producer


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: brille007 am 30. Mai 2007, 12:06:31
Moin Till, hi @ll,

ich habe mir vor über zwei Wochen die Mühe gemacht, diesen Fragebogen sehr ausführlich zu beantworten. Leider gab es nicht einmal eine Eingangsbestätigung; eine Antwort schon gar nicht.

Es geht mir keineswegs um persönliche Eitelkeiten, sondern einfach darum, dass die Bereitschaft, sich an solchen Projekten zu beteiligen, immer weiter schrumpft, wenn sie bereits nach der ersten Ankündigung kommentarlos irgendwo im Nirvana versanden. Schade drum - und um die investierte Zeit.

Just my 2 cents
Martin


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: carsten am 30. Mai 2007, 13:34:46
kann mich brille007 nur anschliessen.
viel mühe gemacht und dann?

vielleicht sind die damen und herren auch überarbeitet oder zugeschüttet?

carsten


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: tillino am 30. Mai 2007, 13:46:04
Lieber Martin,
ja, Sie haben recht. Wir brauchen Zeit, um alle Eingänge zu lesen und geographisch zu sortieren. Wir können nicht mit jedem telefonisch Kontakt aufnehmen, möchten uns aber bei jedem für die Mühe bedanken.
Ich werde mir Gedanken machen, wie ich den Kontakt mit allen halten kann und den Status der Filmprojekts auch jederzeit darstellen kann.
Sorry, wenns etwas länger dauert.
Till


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Kitchenman am 15. Juni 2007, 17:17:20
Moin @all,

ich schaue immer mal wieder hier rein und sehe das sich..... nichts tut.

Kann jetzt sein das ich etwas überziehe, aber meines Erachtens nach wird dieser Film, wenn er gedreht wird nichts, aber auch absolut nichts bringen.

Begründung hierfür:

Das Thema ist sehr komplex, und vor allem realistisch. Und das passt so gar nicht in das Bild der heutigen Darstellung von Scheidungen und Trennungen.

Realistisch ist doch für die meisten das was in den Nachmittags Talkshows läuft, wo dann theatralisch der Vaterschaftstest verlesen wird der beweißt das X nicht der Vater von Y ist weil Z zu dem Zeitpunkt eine Beziehung zu A hatte.

Das ist nämlich das was den Leuten von den Medien vorgemacht und eingehämmert wird. Die einmalige Ausstrahlung eines solchen Filmes bewirkt nur, das sich die Leute darüber wundern das es so was geben kann, werden das ganze auf Effekthascherei abtun, und 2 Tage nach der Ausstrahlung wird das Thema wieder vergessen sein.

Ich habe lange darüber mit meiner LG diskutiert, eine realistischen Fall kann man gar nicht bringen, da dann beide beteiligten Parts ihr Einverständniss geben müßten. Und welche EX würde zugeben: Ja ich habe meinen EX entsorgt, verhindere den Umgang und will meinen EX eigentlich nur finanziell schröpfen und mir ein schönes Leben auf seine Kosten machen.

Wenn so etwas gezeigt werden könnte, dann könnte da vielleicht ein Stein ins Rollen kommen, aber nur wenn in den anderen Programmen nicht was über Knut den Eisbär oder eine Soap über die Liebe in Berlin mit Guten Zeiten in Köln läuft.

Gruß Kitchenman


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: sud7gz am 05. Juli 2007, 13:49:04
Ich muss den Kitchenman recht geben. Obwohl ich eigentlich nicht so pesimistisch sein möchte.
Wenn ich den Leuten erzähle was meine Ex seit 10 Jahren mir antut und was alles sie schon angestellt hat will mir kein Mensch glauben. Sie hat schon so viele sachen durchbekommen, wo man denkt  das ist etisch und rechtlich unmöglich. Beste Beispiel ist unsere Streit um Sorgerecht. Es hat fast 3 Jahre gedauert bis ich die Nachricht bekamm, das ich die Kinder überhaupt nicht sehen kann und keine recht auf eine Anteilnahme an der Erziehung habe. Monate später habe ich erfahren, dass sie mit mit der Frau von Jugendamt Ausflüge gemacht hat, die haben zusammen gegrillt, usv. Meine Ex sagte, dass ich NIE eine Chance für ein Sorgerecht für meine Kinder bekommen hätte. Ist das zu glauben? Und ich habe mehr von solchen Geschichten, die ich persönlich durchgemacht habe.
Ob ich es in Fernseher erzählen wurde?- ich glaube nicht.


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Uli am 05. Juli 2007, 14:00:36
Und ich habe mehr von solchen Geschichten, die ich persönlich durchgemacht habe.
Ob ich es in Fernseher erzählen wurde?- ich glaube nicht.

Den Ferseher und die Printmedien wird es leider nicht interessieren. Ich versuche meine (unglaubliche) Story seit bald 5 Jahren unterzubringen - vergeblich. Wir leben bereits im Staatsfeminat! Da wäre das Breittreten unserer Storys wenig oportun - und das wissen die Medienhansel!  :exclam:


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: nichtaufgeber am 05. Juli 2007, 14:14:43
... man müsste es lediglich schaffen, mehr Konkurrenz unter den Frauenisten zu aufzubauen - denn bekanntlich können Frauen zueinander viel grausamer sein, und somit würde vielleicht die ganze Bewegung ad absurdum geführt ...
nicht umsonst heisst es:
"wahre Liebe gibt es nur unter Männern ...!" oder:
"ein kluger Mann widerspricht seiner Frau nicht, er wartet bis sie es selbst tut ..."

Grüße


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Taccina am 05. Juli 2007, 14:48:05
Den Ferseher und die Printmedien wird es leider nicht interessieren. Ich versuche meine (unglaubliche) Story seit bald 5 Jahren unterzubringen - vergeblich. Wir leben bereits im Staatsfeminat! Da wäre das Breittreten unserer Storys wenig oportun - und das wissen die Medienhansel!  :exclam:

Lieber Uli,

wie wär es denn, wenn Du über Deine Sache, die ja nun wirklich den Boden aus dem Ölfass schlägt, eine Art Buch schreibts....???

ich denke ein Verlag wird sich da finden lassen.


Liebe Grüße Tacci



Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Uli am 05. Juli 2007, 14:51:58
wie wär es denn, wenn Du über Deine Sache, die ja nun wirklich den Boden aus dem Ölfass schlägt, eine Art Buch schreibts....???

Das Buch ist doch längst geschrieben - es fehlt nur noch das "Happy End"!

Allen Medienhanseln gab ich es zum Lesen und alle gaben sich empört und voller Tatendrang - nur erschienen ist bis heute nix!  :exclam:


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: nichtaufgeber am 05. Juli 2007, 14:55:01
und zudem würde eine Veröffentlichung im Fernsehen nicht sehr viel bringen. es wird dort größtenteils auf sensationshascherei gesetzt - und gerade in deinem fall sind ja auch die hintergrundinfos extrem wichtig. da würden dann viele "sesselfurzer" doch nur sagen "der iss doch eh selber schuld, hätte er es nicht soweit kommen lassen ... "
und das würde noch viel weniger helfen - das mit dem buch halte ich auch für gut, jedoch sehe ich da erstmal die kostenfrage ...
grüße

streich den letzten satz.


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: pixieblue am 28. August 2007, 17:57:31
Hallo lieber DeepThought,
ich bin am heutigen Nachmittag zufällig auf diese Seite gestoßen und möchte SIe fragen, ob das Filmprojekt "Entsorgte Väter" noch aktuell ist und ob sich mein Lebensgefährte bei der angegebenen Adresse noch bewerben kann. Das wäre genau die Plattform für ihn, um endlich mal mit seinen Problemen an die Öffentlichkeit gehen zu können bzw. von vielen Menschen gehört und wahrgenommen zu werden. Es ist auch bei ihm, wie bei so vielen Männern der Fall, dass man ihm nicht glaubt, welche Inrigen die Ex spinnt und sogar den Kontakt zum bereit volljährigen Kind unterbindet obwohl sie in oftmals betrogen und dann wie Müll entsorgt hat.
Ich werde mir diese Seiten hier sofort in meine Favoriten speichern, endlich habe eine Seite gefunden auf der man (Mann/Frau) mit Gleichbetroffenen austauschen kann.
Liebe Grüße
pixieblue



Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: DeepThought am 28. August 2007, 18:16:00
Moin,

ich bin über den Werdegang resp. Status des Projektes nicht informiert; ich rühre nur die Werbetrommel. Einfach an die angegebenen Kontaktdaten wenden.

DeepThought


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Sisyphos05 am 27. September 2007, 10:10:53
Hallo zusammen,

bin gerade neu in der Community eingetroffen und habe mit sehr großem Interesse von dem Filmprojekt "Entsorgte Väter" von Douglas Wolfsperger": Ich glaube, zu diesem Thema hätte ich ich einiges beizutragen, deshalb interessiert es mich, ob man noch mitmachen kann, oder ob es schon zu weit fortgeschritten ist!? Bedanke mich für eine kurzfristige Rückinfo...

Sisyphos05


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: midnightwish am 27. September 2007, 10:14:14
Hallo sisyphos und herzlich willkommen,

am Besten wendest du dich an

Zitat
www.douglas-wolfsperger.de

Zuschriften (mit Foto) bitte an:
Douglas Wolfsperger Filmproduktion
Knesebeckstr. 17
10623 Berlin
info(ät)Douglas-Wolfsperger(punckt)de

Dort wird man dir sicher Auskunft geben können. Mehr als das was hier im Threat steht wissenwir auch nicht.

Tina



Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Sisyphos05 am 27. September 2007, 10:16:57
Mache ich! Zunächst herzlichen Dank für die prompte Antwort
sagt Sisyphos05 :thumbup:


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater" - Zwischenstand
Beitrag von: MeLLe am 30. Mai 2008, 11:57:27
Hallo Zusammen,

habe mich mal danach erkundigt, was denn das Projekt macht und folgende Antwort erhalten:

Zitat
>>> Der Film "Entsorgte Väter" befindet sich zur Zeit in der Endfertigung
>>> (noch bis Juli) und kommt 2009 in die Kinos.
>>> Zuvor wird die Uraufführung auf einem Internationalen Festival
>>> stattfinden.
>>> Die Verhandlungen laufen.
>>> Herzlichen Gruß,
>>> Douglas Wolfsperger
>>>


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Ritulas am 12. Juli 2008, 11:41:10
Hallo,

eine Dokumentation mit dem selben Arbeitstitel habe ich letzten Sonntag auf dem Sender Phoenix gesehen - sie wird heute am 12.07. um 12.45 Uhr wiederholt. Weitere Sendeplätze können auf dieser Seite nachgelesen werden: http://www.phoenix.de/entsorgte_vaeter/188639.htm

In dieser Sendung gibt es auch eine Buchempfehlung, der es sich zu folgen lohnt!


Stefan


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: DeepThought am 04. November 2008, 20:35:32
Die nachfolgende Pressemitteilung ging in meiner E-Mail-Flut unter und spülte sich im Zusammenhang mit einer anderen Sache nach oben. Sorry.



Mitteilung für die Presse

DER ENTSORGTE VATER in Hof

Der Dokumentarfilm von Douglas Wolfsperger feiert Premiere im Rahmen der Hofer Filmtage 2008

Berlin, den 15. Oktober 2008 – Das Kind als Waffe im Geschlechterkrieg ist traurige Realität. Mittlerweile wird nahezu jede zweite Ehe geschieden, jedes fünfte Kind in Deutschland ist Trennungskind. Von 1,7 Millionen Kin-dern, die getrennte bzw. geschiedene Eltern haben, sehen 80% ihre Väter nicht mehr oder nur noch selten. Der Regisseur und Produzent Douglas Wolfsperger („Der lange Weg ans Licht“/“Bellaria“) ist einer davon.

Auf Einladung von Festivalleiter Heinz Badewitz wird sein neuer Dokumen-tarfilm DER ENTSORGTE VATER im Rahmen der diesjährigen Hofer Film-tage (21.-26.10.08) Kinopremiere feiern. Der Kinostart ist für 2009 geplant.
Zum Inhalt: Douglas Wolfsperger ist zwar Vater einer Tochter und darf doch nicht für sein Kind sorgen. Er durchlebt genau das seit mehr als vier Jahren. Der Kontakt zu seinem eigenen Kind wird ihm per Gerichtsentscheid verwehrt. Er soll sich von ihr verabschieden.

Auf seiner vorerst letzten Reise zur Tochter trifft er weitere Väter, die gegen Exfrauen, Ämter, Vorurteile und andere Windmühlen kämpfen. Wütend, enttäuscht, traurig, manchmal naiv erzählen sie von ihren Erlebnissen.
Auf unterhaltsame Weise entsteht nebenbei auch ein Stimmungsbild deut-scher Befindlichkeiten und ein Abbild vom Zustand unserer Gesellschaft.

Die Vorführungen finden am Donnerstag, 23. Oktober (City 20.30 Uhr/Premiere), Freitag, 24. Oktober (City 13.15 Uhr) und Sonntag, 26. Oktober (Central 15.30 Uhr) statt.

Stab
Buch / Regie: Douglas Wolfsperger, Kamera: Tanja Trentmann / Inigo Westmeier, Ton: Kai Lüde, Schnitt: Bernd Euscher, Musik: Konstantin Gropper

Gefördert von
Medienboard Berlin-Brandenburg / Medien -und Filmgesellschaft Stuttgart /
Deutscher Filmförderfond / MEDIA

Coproduziert von SWR / arte

Pressekontakt: ZOOM Medienfabrik, Schillerstraße 94, 10625 Berlin,
Telefon 030 3150 6868, Telefax 030 3150 6858,
Email info(ät)zoommedienfabrik(punckt)de.
Ansprechpartner sind Felix Neunzerling und Julia Beck.


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: bummmerl am 12. Februar 2009, 20:20:00
hallo zusammen. ich bin neu hier, und hab grad das von dem film gelesen. gibt es eine möglichkeit, diesen film zu sehen? ich komme aus der gegend von ingolstadt.



Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Zauberlehrling am 18. Februar 2009, 14:36:40
Hallo bummmerl!

Er soll dieses Jahr in die Kinos kommen!

Gruß

Zauberlehrling


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: DeepThought am 18. Februar 2009, 20:58:07
Moin,

der Film wird ab dem 11.06.2009 in die Kinos kommen. Informationen gibt es auch auf www.Der-Entsorgte-Vater.de.

DeepThought


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: oldie am 18. Februar 2009, 22:40:22
Hi

Hab mir mal das sog. Presse-Echo angeschaut.
Zitat
Für viel Diskussionsstoff sorgte Douglas Wolfsperger mit seiner Dokumentation «Der entsorgte Vater».
Quelle: http://www.zeit.de/dpa/2008/10/26/iptc-bdt-20081023-728-dpa_19327048.xml?page=1 (http://www.zeit.de/dpa/2008/10/26/iptc-bdt-20081023-728-dpa_19327048.xml?page=1)
Naja, wer hätte das gedacht.

Gruss oldie


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Lausebackesmama am 27. Mai 2009, 21:02:28
Moin,

der Tag der Erstausstrahlung naht. Ich hatte nach Kinos gesucht, die den Film ausstrahlen und bin dabei auf diesen Link (http://www.der-entsorgte-vater.de/kinofinder/) gestoßen. Vielleicht hat ja jemand Glück und kann zu einer dieser Veranstaltungen hingehen.

LG LBM


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: oldie am 28. Mai 2009, 15:28:50
Hi

Wenn man will findet man ja viele Kritiken zum Filmprojekt, aber diese eine hier möchte ich Euch nicht vorenthalten: >>... weltexpress.info...<< (http://news.google.de/news/url?sa=t&ct2=de%2F0_0_s_1_0_t&usg=AFQjCNHRHOjMSxzTs56Qd7zwFRn_yjAvKw&cid=0&ei=x40eSuDOBZrSjAem098m&rt=SEARCH&vm=STANDARD&url=http%3A%2F%2Ftypo.weltexpress.info%2Fcms%2Findex.php%3Fid%3D6%26tx_ttnews%255Btt_news%255D%3D23461%26tx_ttnews%255BbackPid%255D%3D385%26cHash%3D35602ab9d1)
Als Berliner ist mir das echt peinlich, da die Redaktion ihren Sitz in Berlin hat. Zitieren geht nicht wirklich hier, da das Wortfilter anschlagen würde. Also sorry. Es gibt Berlinerinnnen und Berliner, und Lida Bach.

Gruss oldie


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Lausebackesmama am 28. Mai 2009, 15:42:56
Hi!

Unfassbar. Habe es gerade kommentiert. Auch wenn ich keine Ahnung habe, wo der Kommentar jetzt auftaucht (und ob überhaupt).

LG LBM


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: adelante am 28. Mai 2009, 16:22:03
Hi Oldi und LBM,

habe auch gerad einen Kommentar abgegeben und wollte hier nachfragen, ob jemand weiß, WO man die findet.

Naja, bin gespannt auf die anderen Bemerkungen, wenn sie denn einer findet!

Liebe Grüße


Adelante


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Beppo am 28. Mai 2009, 16:24:34
Vermutlich müssen sie erst von Frau Bach gegen gelesen und korrigiert werden


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: ginnie am 28. Mai 2009, 18:18:05
hi
der Kommentar von der Dame ist ja voll krass.
Also entweder hat die Null Ahnung, oder sie ist selbst so eine Vater-Entsorgerin.
Aber mit so viel Hass wie die schreibt kommt ja nur letzteres in Frage.

ligr ginnie ... die das auch gleich mal kommentieren wird dort.

Nachtrag: aber ich glaube das kommt nicht durch die zensur  :redhead:


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: adelante am 28. Mai 2009, 18:27:34
Hi ginnie,

oder sie ist selbst so eine Vater-Entsorgerin.

Davon gehe ich aus und habe das auch dementsprechend kommentiert. Zumindest, dass sie, aufgrund der Freude, die aus diesem hämischen Kommentar hervorgeht, zu den Frauen gehört, die solche Filme notwendig machen.

Falls irgendjemand irgendwann herausfindet, wo man sämtliche Kommentare findet => bitte ne Info.

Ich möchte in diesem Fall nicht, das Beppo Recht hat und die Kommentare bei Nichtgefallen womöglich in den Papierkorb wandern  :wink:

Schönen Abend


Adelante


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: adelante am 28. Mai 2009, 18:31:05
Nicht, dass das missverstanden wird:

ich hatte den Eindruck, ihr hat es die größte Freude bereitet, so einen väterfeindlichen Artikel zu schreiben. Wahrscheinlich schreibt sie freiwillig eine Seite lang das Wort "**tsts - ID 28**" per Hand  :knockout:


Gruß


Adelante


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: gonzka65 am 28. Mai 2009, 19:04:52
Ich habe gerade den Kommentar von  :gunman: Lida Bach zu dem Film gelesen und mir geht die Hutschnur hoch.

Bin im Moment so gereizt, dass ich lieber keinen Kommentar dazu abgebe, da der nur aus **tsts.....** bestehen würde.
Gegen der ihrer Meinung ist ja Alice Schwarzer ein Männerfreund.

Gruß
Paul


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: brille007 am 28. Mai 2009, 19:13:02
Moinsen,

nachdem Kommentare auf dieser Website offensichtlich nicht veröffentlicht werden, sondern nur gesammelt, wäre es eigentlich klüger, keine zu schreiben. Alles andere gäbe der Dame nämlich das Gefühl, mit ihren dummen Tiraden ins Schwarze getroffen zu haben; Nichtachtung ist da das bessere Rezept.

Was man(n) dieser armen Wurst getan haben muss, dass sie Männer/Väter so hasst, können wir uns vermutlich in unseren kühnsten Träumen nicht ausmalen. Vielleicht hat sie auch einfach nur keinen abgekriegt oder auf Dauer halten und ist deshalb so frustriert? Da muss ich mich ja glatt mal für eine Journalistenkollegin fremdschämen...

Grüssles
Martin


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Dibaa am 28. Mai 2009, 20:01:44
Hi,
Also wirklich, nur um a bissel Aufmerksamkeit zu bekommen, macht diese Frau das was viele Stars (z.B. J. Jackson) machen, bevor Sie ein Album, Buch, usw. rausbringen. Ich meine solche Aktionen wie plötzliches herausfallen einer Brust oder irgendwelche Sauf- und Drogengelage. Egal wie hauptsache im Gespräch.
Schließe mich voll der Meinung von Brille an. Einfach Kommentarlos dort stehen lassen.
Gruß Dibaa


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: KM Bella am 28. Mai 2009, 21:54:08
Hallo!

Habe einen Absatz von Lida Bach zitiert:


Zitat
Irreführend ist schon der Titel. Nicht um Väter geht es, sondern Erzeug.er. . Ein Vater ist der Mann, der ein Kind aufzieht und sich um es kümmert. Wer, wie es einer der interviewten Väter formuliert, „die Hälfte seines Erbguts“ beisteuert, wird mit Recht als „Erzeu.ger“ bezeichnet. Wolfsperger und den anderen Herren ist dieser Unterschied offenbar nicht klar.

Wahnsinn, bin sprachlos. Da muss man sich echt fremdschämen. Wie kann man so einen Müll schreiben. Sorry, liebe Admins - bin der Wortsperre umgangen. Aber sonst hätte man den Sinn nicht nachvollziehen können. Bitte um Nachsicht.

Wie soll ein Vater denn sein Kind aufziehen, wenn die Mutter mauert?

LG,
Bella


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Wolkenhimmel am 29. Mai 2009, 08:11:08
Danke Bella,

fremdschämen ist das richtige Wort dafür.... aber solche Tiraden machen mich auch richtig wütend!  :mad:

Unglaublich!!

WH


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Zauberlehrling am 29. Mai 2009, 08:45:16
Zitat
Ein Vater ist der Mann, der ein Kind aufzieht und sich um es kümmert.
Genau! Hat sie Recht! Und wer hindert sie daran? KM's und Gerichte!  :mad:

Allein wenn ich den Trailer anschaue bekomme ich einen Klos im Hals und feuchte Augen und muß dabei an meine Kindern denken.
Ich hab schon viel erlebt, Elend, Leid, Krieg, Tod! Nur wenn ich daran denke, daß ich meine Kinder nicht mehr sehen dürfte wäre dies wohl das schlimmst für mich!  ;(

Zauberlehrling


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Ragos am 19. Juni 2009, 22:56:24
Hallo Leute,

in der SZ kam Mittwoch letzter Woche ein Beitrag einer Martina Knoben zu diesem Film, mit einigen unmöglichen Aussagen. Ich habe daraufhin einen Leserbrief an die SZ geschrieben, eigentlich ohne jede Hoffnung, dass die feminin durchwirkte Kulturredaktion der SZ ihn veröffentlichen wird.

Und siehe da, heute hat sie den Leserbrief überraschenderweise doch veröffentlicht. Zwar stark gekürzt, aber immerhin. Hätte ich eigentlich nicht gedacht.

Ragos


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Beppo am 19. Juni 2009, 22:58:20
Hast du einen Link?


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Ragos am 19. Juni 2009, 23:06:59
Hi Beppo,

nö, denn der Leserbrief wurde in der gedruckten Zeitung veröffentlicht. Ich kann ja mal hier posten, was ich hingeschickt habe, und fett gedruckt, was dann veröffentlicht wurde:

dieser Film provoziert. Und er rüttelt an festgefügten Machtstrukturen, die großes Leid erzeugen.

Interessant ist der Beitrag von Martina Knoben, die den Film am liebsten in die Geschlechterkampfecke stecken möchte. Martina Knoben deutet den Film „der entsorgte Vater“ auf das um, was er gerade nicht ist: als einen „parteiischen Frontbericht aus dem Geschlechterkampf“.  Nicht nur Väter (wie ich als betroffener Vater nach 5 Jahren Umgangsboykott) leiden am Boykott, sondern auch vor allem auch die Kinder, Töchter und Söhne, und auch die Großmütter und Second Hand Frauen.

Gezeigt wird im Film nur, wie sich Väter fühlen, denen von den Müttern der Kontakt zum gemeinsamen Kind verweigert wird. Allein das ist offenbar schon hochbrisant.

Frau Knoben selbst lässt aber in ihrem Beitrag den Geschlechterkampf von ihrer Seite durchblitzen, wenn sie schwadroniert, dass der sexuelle Missbrauch eines Vaters „wohl“ nicht stattgefunden hat, den anderen Vater in die Nähe des Serienkillers rückt.  Und wie sie zu „ahnen“ meint, warum die Frau eines Vaters mit diesem nicht glücklich wird, weil er sein gepampertes Kind durch die Höhle trägt. Und auch daraus, dass ihren Wohnungen jede Anmutung von Zuhause fehlt, kling eine recht hochnäsige und arrogante Diktion einer Frau durch, die sich bewusst ist, dass sie auf der Seite des machthabenden Geschlechts steht. Zynisch wird der Beitrag dann, als sie feststellt, dass diese weinenden Männer als ein Zeichen des Fortschritts zu sehen sind, und die Liebe des Vaters zum Kind als Ersatzreligion zu verhöhnen.

Wenn Beziehungen scheitern, tragen die Verantwortung immer sowohl Mann als auch Frau. Wobei allerdings das Stereotyp Mann gleich Täter und Frau gleich Opfer sich so tief in den Köpfen und in den Gesetzen des Familienrechts eingegraben hat, dass der umgekehrte Fall nicht nur nicht wahrgenommen wird, sondern sogar dann noch geleugnet wird, wenn er millionenfach Wirklichkeit ist.

Wenn Männer in der Ehe oder danach Aggressionen ausleben wollen, wird ihnen rasch gesetzlich der Riegel vorgeschoben, und das ist auch gut so. Der Kern des Problems ist aber der, dass (zum Glück nicht alle) Frauen Ihre Aggressionen (die sie wohl genauso häufig haben wie die Männer) mit Umgangsboykott ungestraft ausleben können, mit den im Film gezeigten fatalen Folgen für die Männer und die Kinder. Die Reaktion des Rechtsstaats ist selbst in krassen Fällen nur ein Stirnrunzeln der Richter, maximal wird ein kleines Zwangsgeld verhängt. Aber selbst dann, wenn die Frau dem Kind immer noch keinen Umgang mit seinem Vater ermöglicht, zucken Richter, Jugendamt, Verfahrenspflegerinnen und Gutachterinnen nur hilflos mit den Schultern, und seufzen: „wenn die Mutter nicht will, kann man nichts machen“.  De facto leben boykottierende Mütter in Deutschland in einem rechtsfreien Raum. Es gehört in diesem Lande zum Lebensrisiko von Vätern mit Kind, dass ihre emotionale Existenz auch ohne irgendein Verschulden vernichtet werden kann, wie der Film eindringlich zeigt.

Nicht das Verhalten der Mütter ist der eigentliche Skandal, denn diese leben nur aus, was ihnen dieser Staat mit seinen Gesetzen und Strukturen ermöglicht. Der große, gewaltige Skandal ist  die Reaktion der Familienpolitiker, der Justiz und der Scheidungsindustrie, die diesen Umgangsboykott als Kavaliersdelikt verniedlichen.

Frau Knoben stellt die Frage, warum Mütter den Vätern dies antun. Die gezeigte Mutter, deren Bereitschaft im Film mitzuwirken sehr mutig ist, hat nicht das geringste Unrechtsbewusstsein an ihrem Boykott, oder sie verdrängt dies sehr gut. Sie möchte „nur das Beste“ für ihr Kind, und steht stellvertretend für andere boykottierende Mütter. Die aktuelle Forschung belegt eindeutig, wie wichtig der Kontakt zu beiden Eltern ist. Weder bei Jugendämtern, Gerichten, Gutachtern und schon gar nicht den alleinboykottierenden Müttern hat sich diese Erkenntnis umfassend herumgesprochen. Und der Treppenwitz der Frauenemanzipation ist der, dass gerade diejenigen Väter, die sich bewusst Zeit nehmen für ihre Kinder, analog der Plakataktion „mehr Vater fürs Kind“, die eine tiefe emotionale Beziehung aufbauen, diese modernen Väter werden durch den Boykott am härtesten getroffen. Es wächst so still und heimlich ein Heer von traumatisierten Männern heran, die zunehmend zu einem gesellschaftlichen Faktor werden. Alleinerzogene Söhne sehen, was ihr Vater für eine Behandlung erfährt, und werden für die Zukunft ihre Schlüsse ziehen.

Dieser Film trifft in seiner Subjektivität den Kern einer klaffenden gesellschaftlichen Wunde.


Das Hauptziel des Films ist daher auch nicht der „Dialog der Geschlechter“.  Es ist schier aussichtslos, mit sozialpädagogischen oder ähnlichen Mitteln boykottierende Mütter zu stoppen. Wichtig ist, mit gesetzlichen Maßnahmen und auch in der Rechtspraxis Umgangsboykott wirksam zu unterbinden, wie es beispielsweise in Frankreich oder vielen anderen Ländern schon praktiziert wird. Danach erst wird ein Dialog wirksam sein.

mit freundlichen Grüßen,


Soweit mein Leserbrief. Den Beitrag von Frau Knoben kann man auch unter folgendem Link nachlesen:
http://www.sueddeutsche.de/kultur/73/471611/text/

Ragos


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Beppo am 19. Juni 2009, 23:12:53
Danke!  :thumbup:


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Sabine-Papaya am 20. Juni 2009, 11:22:19
Über den Film habe ich ich Filmbesprechungen und -hinweisen bisher nur negatives gelesen. Die "Rheinpfalz" bezeichnet den Film als "Polemik gegen Mütter. die ihre Kinder dazu benutzen, Ex-Ehemänner zu erpressen, zu demütigen oder ihnen schlichtweg den Umgang mit dem 'Besitztum' Kind zu verweigern". Es wird angemerkt, dass Mütter so gut wie nicht darin vorkommen, und die es tut, nicht dazu geeignet ist, für Neutralität im Geschlechterkampf zu sorgen.

Was meinen diese Schreiberlinge überhaupt, wie ein betroffener Vater (auch wenn er versuchen sollte, objektiv zu sein) an so einen Film herangeht?? Die Objektivität wäre entstanden, wenn sich die entfremdenen Mütter bereit erklärt hätten, in dem Film mitzuwirken. Aberhat Douglas Wolfsperger wirklich damit gerechnet, dass sich auch nur Eine zu bereit erklärt??

Wichtig ist, dass dieser Film von vielen gesehen wird, die von PAS, Eltern-Kind-Entfremdung oder wie man es nennen mag, keine Ahnung haben! Vielleicht sind auch ein paar Jugendamtsmitarbeiter  und Richter dabei (wenn es nach mir ginge, wäre dies eine Pflichtveranstaltung für JA und Richter!).

LG
Sabine


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Wolke7 am 20. Juni 2009, 20:25:34
Hallo,
ich bin zufällig auf einen Bericht in der Brigitte gestoßen, in dem der Film auch angesprochen wird. Vielleicht interessiert`s jemanden?
Leider kann ich zwar den Link einstellen, aber durch den Wortfilter funktioniert er dann nicht.
Mal versuchen:
Code:
http://www.brigitte.de/liebe-sXX/scheidungs-berater/kinder/sorgerecht-vater-1021904/
dann müsst Ihr nur die beiden XX durch die richtigen Buchstaben ersetzen, dann sollte es klappen.

Ich hoffe, es ist okay, den Link so einzustellen.

GrüßeWolke
Anm,: So kann der Link leicher kopiert werden ;-)


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Link Hogthrob am 20. Juni 2009, 21:19:08
@ Ragos

Schöner Leserbrief, leider durch die Kürzung etwas aus dem Zusammenhang gerissen und im Sinne der Zeitungsredaktion "passabel" gemacht, wie ich finde. Offensichtlich ist ein Bericht aus erster Hand  ( wie von Dir eben )  "zu authentisch", also verschweigt man den Background  des Autors und dessen emotionalen Erfahrungen lieber. Aber immerhin, das Wesentliche ist gedruckt worden.

Ich kann nur hoffen, dass sich sowohl die Familienministerin als auch die Justizministerin den Film in ihren knappen Zeitplan zwischen Stehempfang und Pressetermin zwängen und ihn sich ansehen.

Letztlich kann ich nur jedem, der in dieser Situation ist, viel Liebe und Kraft wünschen und dass es vielleicht doch einmal ein Umdenken in der Gesellschaft gibt...

Link


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Wolke7 am 20. Juni 2009, 22:10:23
Vielen Dank, Midnightwish, für die bessere Kompatibilität.

Leider funktioniert es jedenfalls bei mir nicht. Ich hatte es vorher nicht ausprobiert und  ich komme jetzt auf eine Startseite, auf der der Artikel nicht so einfach zu finden ist.
Ich muss dann unter "Scheidungsberater" klicken und dort den Artikel "Sorgerecht: Entsorgte Väter" suchen.

Ich hoffe, Ihr findet den Artikel leicht.

Gruß
Wolke7


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: midnightwish am 20. Juni 2009, 22:28:58
Hi Wolke,

jetzt müßte er funktionieren.

Tina


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Ragos am 21. Juni 2009, 00:28:25
Hi Link,

ja, es wurde schon viel gekürzt, aber für einen Leserbrief war der verbleibende Text doch sehr lang, da kann ich mich nicht beschweren. Wenn ich selbst bei meinem Text hätte kürzen müssen, dann hätte ich es ähnlich gemacht wie die SZ.

Und ich war doch positiv überrascht von der SZ Kulturredaktion.
Der Brigitte Artikel ist aus meiner Sicht kenntnisreich und sehr zutreffend.

Insgesamt: es tut sich was in der öffentlichen Wahrnehmung durch diesen Film. Wobei ich selbst hier, so traurig das ist,  für die Kinder kämpfe, die noch nicht geboren sind, und weniger für meine eigenen.

Ragos


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: bronze am 22. Juni 2009, 10:23:38
Mein Guten Morgen in die Runde

Auf Anfrage hat das Kommunale Kino in Bremerhaven den Film auf die Wunschliste für August/September gesetzt. Sollte der Film in diesem Zeitraum verfügbar sein, dann ist er also bald an der Küste zu sehen. Wäre schön, wenn noch andere hier oben die Werbetrommel rühren. Muß ja nicht für August/September sein.
Ich halte Euch auf dem Laufenden
Salut
Till


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Beppo am 22. Juni 2009, 10:41:00
Hallo Bronze,

welcome back!

Hast du am nächsten WE schon was vor?

Sonst schau doch mal hier (http://vatersein.de/Forum-topic-13824.html) rein!

Grus Beppo


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: pappasorglos am 23. Juni 2009, 16:05:49
Ich geb das mal so weiter an die Rhein-Mainer....
Zitat
Hallo zusammen,

heute Abend gibt es die vorläufig letzte Gelegenheit, hier im Rhein-Main-Gebiet den Dokumentarfilm „Der entsorgte Vater“ von Douglas Wolfsperger (noch einmal) anzusehen. Er läuft ab 18 Uhr im Kino ‚Mal Seh‘n‘, Adlerflychtstraße 6, Frankfurt am Main.

Nachdem gestern auf Einladung vom Frankfurter Kreisverein des ‚Väteraufbruch für Kinder‘ einer der im Film gezeigten Väter, Franzjörg Krieg aus Karlsruhe, im Kino war und den annähernd 50 erschienenen Gästen zur Diskussion des Films und seiner Thematik zur Verfügung stand, wird heute Abend auf Einladung des Kino-Teams der Regisseur selbst anwesend sein.

Viele Grüße


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: bronze am 26. Juni 2009, 16:50:58
Gute Nachrichten für die Nordlichter.

Der Filmverleih hat für August bestätigt. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ist der Film also am 26.08. in Bremerhaven zu sehen.
Über die genau Uhrzeit und den Ort stelle ich noch nach den Ferien eine Mitteilung rein.

Wenn ich jetzt noch den Wolfsperger herkriegen würde, dann wärs ein Traum.


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: DeepThought am 09. Juli 2009, 10:56:33
Der Film läuft weiterhin - Infos >hier< (http://www.kino.de/kinofilm/der-entsorgte-vater/imkino/75573.html), einfach auf "Im Kino" klicken und Ort wählen.



Am 07.07.09 lief er hier in Kiel in einem Szene-/Kultur-Kino. Es waren knapp 20 Zuschauer. Die leinwandfüllende Präsentation von Douglas Wolfsperger und seiner Tochter gab's nicht. Stattdessen ein Bild seiner Tochter, das bis auf den Mund unkenntlich weichgezeichnet war.

Ich empfand den Film als gefühlvoll und gut dosiert. Gefallen hat mir das Ausbleiben großer rechtlicher Belehrungen. Die Protagonisten sehe ich zwiegespalten.

Einmal den auf seinen Frühschoppen bestehenden Vater, der auch mal einen über den Durst getrunken hat  - hmmmmm...  Sicherlich kein Grund für den Boykott, doch kann es einen Einblick in die Motive geben.

Die Geigerin fand ich anfangs ok. Dann offenbarte sie, unabgesprochen die Pille abgesetzt zu haben. Schließlich hatte zu Beginn der Partnerschaft gesagt, sie wolle ein Kind. Das Verhalten des KV, so es denn so statt fand, war mistig, ganz klar. Nur kann ein Kind von 11 Jahren nicht für sich entscheiden, wann denn nun der richtige Moment für Umgang ist. Der Vater des zweiten Kindes sehr krank, aber war ja auch nur der **tsts - ID 28** und sie genießt es, ganz allein zu sein.

Der Polizist war mein Sympathieträger, gleich auf mit Franzjörg Krieg. Auch der Segelflieger transportierte glaubhaft und nachvollziehbar seine Tragödie.

Das Rahmenprogramm des VafK erinnerte mich doch schon an die Zeugen Jehovas. Sowas von devot und unscheinbar, als sei es ihnen peinlich, dort zu sein. Der anschließenden Diskussion habe ich mich lieber entzogen.

In Summe: Empfehlenswert, viel kopfnicken, nichts neues für mich.

DeepThought

P.S.: Tolle Musik übrigens!


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Lausebackesmama am 09. Juli 2009, 19:31:37
P.S.: Tolle Musik übrigens!

Stimmt, das ist mir auch positiv aufgefallen.  :thumbup: Ich empfand die auch als sehr passend und nicht übertheatralisch.

LBM


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: AndreaDD am 09. Juli 2009, 22:23:36
Genau die Musik war es, die in Düsseldorf besonders von einer vermeintlichen "Filmkritikerin" beanstandet wurde. Wäre die Musik nicht so schlecht, wäre der Film besser, hat sie geäußert. Wolfsperger hat das auch nicht gelten lassen.

LG
Andrea


Titel: Aufhebung der EInstweiligen Verfügung ist abgewiesen.
Beitrag von: Sabine-Papaya am 16. Juli 2009, 08:57:36
http://www.tagesspiegel.de/kultur/Dokumentarfilm;art772,2848720

Ein sehr guter Artikel, der mal wieder zeigt, wer am längeren Hebel sitzt.

LG
Sabine


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: bronze am 16. Juli 2009, 09:12:57
rausgeschnitten - symbolträchtiger gehts ja wohl nicht mehr


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Dibaa am 16. Juli 2009, 23:25:33
Hi,
ich bin auch solch ein "Verbrecher".
Habe ein Bild vom Kind auf einer gewissen "Freunde - Such -Seite" veröffentlicht (was dort fast jeder macht, der Kinder hat). KM hat das gesehen und sofort gedroht zum Anwalt zu gehen wenn das Bild da nicht verschwindet.
KM ist auch bei dieser Seite angemeldet und -wie sollte es auch anders sein- Sie hat auch ein Bild vom Kind drin.
MfG Dibaa


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: brille007 am 19. Juli 2009, 20:02:14
Douglas Wolfsperger hat auch noch andere Filme gemacht: Heute abend beispielsweise kommt auf 3sat um 20:15 Uhr "Der lange Weg ans Licht"

Info: Edeltraut Hertel ist Hebamme, arbeitet abwechselnd in der sächsichen Provinz und im afrikanischen Tansania. Anhand ihres Alltags und Engagements entwirft Dokumentarfilmer Douglas Wolfsperger ("Der entsorgte Vater") einen Bilderbogen über das Wunder und die Schwierigkeiten der Geburt, das Thema "Kinderkriegen" an sich und die Absurditäten unseres Gesundheitssystems.

http://www.tvspielfilm.de/tv-programm/sendung/der-lange-weg-ans-licht,1034274972.html


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Lausebackesmama am 19. Juli 2009, 20:18:44
Douglas Wolfsperger hat auch noch andere Filme gemacht: Heute abend beispielsweise kommt auf 3sat um 20:15 Uhr "Der lange Weg ans Licht"

Erst um 21.50! Aber sicher interessant!

LG LBM, Vorzimmer Brille007


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: FreundinvonPapa am 11. September 2009, 09:31:28
Der Film lief diese Woche bei uns. Im Publikum hatten die Frauen die Überhand, was man der Diskussion anmerkte. Musste mächtig an mich halten, um meinen Geschlechtsgenossinnen nicht die Augen auszukratzen, als die meisten ihrer Kommentare in Richtung "Der Film ist ja nett - aber da war ja gar nichts über Frauen drin?!".   :gunman: Glückwunsch zu dieser Erkenntnis, dass in einem Film über entsorgte Väter achsowenig Frauen vorkommen?

In unserer Zeitung steht eine schrottige "Kritik". Die Männer werden als zur Kindererziehung ungeeignete Machos (Baumfällen, Segelfliegen, Muckibude) dargestellt. Wenn ich mich emotional beruhigt habe, gehe ich an einen Leserbrief. "Oh Herr, schmeiss Hirn ra..." ("runter" für Nicht-Schwaben)  ;(

Douglas Wolfsperger war souverän und sehr präsent. Hat mich beeindruckt.

Bei uns hat man versucht, in der Diskussion auf Mediation als Ausweg hinzuarbeiten; zu diesem Zweck waren zwei Mediatoren anwesend, die allerdings auch zugegeben mussten, dass Mediation nur hilft, wenn noch gesprochen wird.


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Hartigan am 19. Oktober 2009, 01:45:19
Wo kann man den Film noch sehen bzw. auf DVD bestellen!?

Und was hat es mit der +++++ Einstweilige Verfügung +++++ auf der homepage auf sich!?


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Hartigan am 19. Oktober 2009, 13:14:08
Jetzt konnte ich das pdf öffnen:

Zitat
Pressemitteilung vom 16.7.09

Douglas Wolfsperger Film "Der entsorgte Vater" droht das Kino-Aus.
Der Streifen dokumentiert das Schicksal von fünf Vätern, darunter Wolfsperger selbst, denen
der Zugang zu ihren Kindern von deutschen Gerichten untersagt wurde. Gegen die
Verwendung eines Fotos, das den Filmemacher und seine Tochter vor acht Jahren zeigt und
die emotionale Nähe zwischen beiden belegt, hat seine ehemalige Lebensgefährtin und Mutter
der heute 11-jährigen Tochter eine Einstweilige Verfügung erwirkt. Begründung:
Die Mutter habe der Verwendung des Fotos nicht zugestimmt.


Einige Kinos haben aufgrund der Einstweiligen Verfügung den Film bereits aus Ihrem
Programm genommen.
Wolfspergers Produktionsfirma hat sich vor dem Düsseldorfer Landgericht um die Aufhebung
der Einstweiligen Verfügung bemüht. Heute wurde die einstweilige Verfügung jedoch vom
Landgericht bestätigt. Fest steht, dass das Gericht seine Entscheidungen getroffen hat, ohne
sich den Film überhaupt anzusehen. Ob gegen das Urteil Rechtsmittel eingelegt werden, wird
in den nächsten Tagen entschieden, wenn der Richterspruch mit Begründung vorliegt.


16.7.2009 05:00 Uhr SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

Entsorgte Tochter
Urteil gegen Väter-Dokumentation
Der Regisseur Douglas Wolfsperger ist im Streit um ein Foto seiner Tochter in
seinem Film "Der entsorgte Vater" erneut unterlegen. Das Düsseldorfer Landgericht
bestätigte eine von Wolfspergers ehemaliger Lebensgefährtin erwirkte einstweilige
Verfügung gegen die Verwendung des Fotos. Es gelte der Grundsatz des Rechts am
eigenen Bild. Für wenige Sekunden ist in dem Film die damals dreijährige Tochter zu
sehen. Heute ist das Mädchen elf. Der Film dokumentiert das Schicksal von fünf
Vätern, unter ihnen Wolfsperger selbst, die Kontaktverbot zu ihren Kindern haben.
dpa


.... oh MANN!  :nichtzufassen:

Der Kampf geht weiter scheint mir ... einerseits echt bedauernswert wie leicht es die KM schafft, dem Vater an dieser Stelle noch einen reinzuwürgen.
Andererseits hätte ein erfahrener Filmemacher und leidgeprüfter Vater so eine Aktion nicht vorausahnen können und auf Photos der betroffenen Kinder generell verzichten müssen?!

Bleibt wohl nur bei Veröffentlichung der DVD die entsprechende Stelle im Film nachträglich zu verfremden.  :hoffen:


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: DeepThought am 15. Dezember 2009, 12:29:33
Douglas Wolfsperger hat viel für uns Väter getan. Seine Medienpräsenz ist weiterhin gegeben und er wird zu unseren Themen befragt - jüngst bei Lanz.

Die gerichtliche Auseinandersetzung mit der Ex wegen der Verwendung eines alten Kinderbildes im Film soll in die nächste Runde gehen. Ich finde sein Vorgehen völlig in Ordnung und unterstützenswert, weil er bemüht ist, unsinnige Grenzen einzureißen.

In dieser Sache erreichte mich sein Hinweis auf das anstehende Verfahren und seine finanzielle Belastung.

Weihnachten...jedes Jahr gehen zig Millionen auf den Konten (vermeintlicher) Helfervereine ein. Im Rahmen von Gala, Marathon und Tschärietie postulieren sich die Reichen als edle Ritter.

Nun haben wir die Chance, als Viele mit Wenig zu helfen und Douglas Wolfsperger zu unterstützen. Auch wenn es "nur" 2 Euro sind; die Multiplikation macht's.

http://www.der-entsorgte-vater.de/spendenaufruf/

Vielen Dank, auch im Namen von Douglas Wolfsperger.

DeepThought


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Bart am 15. Dezember 2009, 13:08:50
die Zeit in der ich für Gerichtsprozesse Geld an einen Anwalt überweise liegt eigentlich schon hinter mir :rofl2:

aber im Ernst: finde ich eine tolle Sache. Ich mache mit!!


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Beppo am 15. Dezember 2009, 13:56:07
Super!
Ich auch!


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: eskima am 15. Dezember 2009, 14:36:26
Moin,

wenn ich es richtig sehe, dann ist es das Konto des Rechtsanwalts? Ich finde auch kein Stichwort, hab ich es überlesen? Ich möchte ungern den RA privat sponsern  :wink:

LG

eskima


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Beppo am 15. Dezember 2009, 15:07:20
Das hatte mich auch gewundert.

Da es aber auf seiner Seite steht, habe ich es trotzdem da hin überwiesen, mit seinem Namen im Text.


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: brille007 am 15. Dezember 2009, 15:13:51
naja, DW ist im Zweifelsfall zunächst auch "nur" ein Trennungs- und Zahlvater wie viele hier. Und da stehen dann bekanntlich schnell irgendwelche Anwälte auf der Matte, die behaupten, ihm seien auf diesem Weg Millionen zugeflossen, die jetzt unbedingt für den KU einzusetzen wären.

Wenn die Kohle aber nicht in seinen eigenen Händen landet, sondern zweckgebunden und nachweislich in denen eines Anwalts (der vermutlich auch das in Rede stehende Verfahren begleitet), entsteht an dieser Stelle erst gar kein Diskussionsbedarf.

Das wäre zumindest für mich eine sehr naheliegende Erklärung.

Grüssles
Martin


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: minna289 am 15. Dezember 2009, 15:33:55
@ all

z.I. übersicht Filmografie:

2007/2008 
 
 Der entsorgte Vater
Drehbuch, Regie, Produzent
 
 
 2006/2007 
 
 Der lange Weg ans Licht
Drehbuch, Regie, Produzent
 
   
 2004/2005 
 
 War'n Sie schon mal in mich verliebt?
Drehbuch, Regie
 
 2002-2004 
 
 Die Blutritter
Drehbuch, Regie
 
 2001 
 
 Bellaria - so lange wir leben!
Drehbuch, Produzent, Regie
 
 1999 
 
 Heirate mir!
Drehbuch, Regie
 
 1995/1996 
 
 Der Fischerkrieg
Darsteller
 
 1992 
 
 Probefahrt ins Paradies
Co-Produzent, Darsteller, Regie, Drehbuch
 

 1986/1987 
 
 Kies
Darsteller, Drehbuch, Regie
 
 1985 
 
 Lebe kreuz und sterbe quer
Drehbuch, Regie

mache auch mit  :dafuer: (der mann und seine tochter gehören aber mal sowas von unterstützt  :thumbup:, sagt mal hat jemand das spendenbarometer gefunden ?

minna


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: eskima am 15. Dezember 2009, 15:50:14
Hallo Martin,

ich verstehe, dass ein Zahlvater kein Geld entgegen nehmen möchte und deshalb das Konto des RAs angibt. Dazu habe ich aber die Worte von DeepThought im Ohr (Auge), dass auch Spenden in Höhe von zwei Euro helfen. Und dann kommt automatisch der Gedanken bei mir auf, dass es eine Mordsarbeit sein dürfte, das alles zuzuordnen, zumal auf der Internetseite versprochen wird, die Namen von Spendern zu nennen, so diese wollen.

In dem Zusammenhang habe ich ein Stichwort vermisst, schließlich dürfte für und von verschiedenen Klienten das Konto genutzt werden. Oder aber das Konto wurde extra eingerichtet. Hmmm.

LG

eskima


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Beppo am 15. Dezember 2009, 15:51:44
Zitat
sagt mal hat jemand das spendenbarometer gefunden ?

Ich habs noch nicht gesucht, weil da steht: "Wird auf der Webseite zu sehen sein!"

"Heute gibts kein Frebier. Morgen schon!"  :wink:

Gruss Beppo


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: DeepThought am 15. Dezember 2009, 17:49:20
In dem Zusammenhang habe ich ein Stichwort vermisst, schließlich dürfte für und von verschiedenen Klienten das Konto genutzt werden.
Ich löse das über den Verwendungszweck.  :wink:


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Lausebackesmama am 15. Dezember 2009, 17:54:41
Moin,

da bin ich auch dabei! :)

LG LBM


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: AndreaDD am 26. Oktober 2010, 12:47:08
Hallo Ihr Lieben,

der Dokumentarfilm "Der entsorgte Vater" wird von arte am 10. November 2010 um 21:50 Uhr gesendet.

Viele Grüße
Andrea


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Mappi am 02. November 2010, 13:48:26
Hallo Ihr Lieben,

der Dokumentarfilm "Der entsorgte Vater" wird von arte am 10. November 2010 um 21:50 Uhr gesendet.

Viele Grüße
Andrea

Hallo,

die Ausstrahlung ist wohl eine abgespeckte Version ( 55 Minuten )
Die original Fassung ist lt HP www.der-entsorgte-vater.de 86 Minuten lang.

Zitat
BRD 2008, 35mm, Cinemascope, Farbe und s/w, 86 Minuten

Gruss
Mappi


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: EchoEcho am 10. November 2010, 22:48:11
Was für ein großartiger und immens wichtiger Film!

Auf DVD oder zum Download gibt's den noch nicht, gell?

VG
Echo²


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: DieMystiks am 10. November 2010, 23:37:10


Hallo zusammen,

haben eben den Film geschaut. Mein Mann hat ihn das erste Mal gesehen.

Die abgespeckte Version erklärt sich darin, dass der komplette Teil mit der Dame ( weiss nicht mehr wie sie hieß) rausgenommen wurde.

Ich frag mich warum....... die abgespeckte Version gefiel mir aber besser.

Lg
Tina


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Beppo am 10. November 2010, 23:41:38
http://www.amazon.de/gp/aw/d.html/ref=redir_mdp_mobile/276-3949557-2827634?a=B003AV5CMW


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: EchoEcho am 10. November 2010, 23:44:38
@Beppo:
Danke!


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Malachit am 11. November 2010, 10:06:34
Hallo zusammen,

ich hab' mir das gestern nicht angeschaut, aber ...

Die abgespeckte Version erklärt sich darin, dass der komplette Teil mit der Dame ( weiss nicht mehr wie sie hieß) rausgenommen wurde.

... ist das: Die Dame, die sich selber in ihre Einzelteile zerlegt hat mit ihren absurden Erklärungen, wie fantastisch ihr Hardcore-Umgangboykott doch für ihre (IHRE!!!) Tochter sei?

Wenn es wirklich das ist, dann nenne ich diese verkrüppelte Fernseh-Version des Films: Zensur.

Nix für ungut,

Malachit.


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Beppo am 11. November 2010, 10:17:12
Richtig.

In der Fernsehzeitung TV-Spielfilm wurde deswegen auch gleich der Produzent des Films gerüffelt, weil ja nur den Männern einseitig die Gelegenheit gegeben worden sei, über die bösen Mütter zu schimpfen ohne, dass auch Frauen zu Wort gekommen seien.
So kann man es natürlich auch sehen.


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: brille007 am 11. November 2010, 10:36:46
Moin,

In der Fernsehzeitung TV-Spielfilm wurde deswegen auch gleich der Produzent des Films gerüffelt, weil ja nur den Männern einseitig die Gelegenheit gegeben worden sei, über die bösen Mütter zu schimpfen ohne, dass auch Frauen zu Wort gekommen seien.

Wörtlich hiess es >>>HIER<<< (http://my.tvspielfilm.de/tv-programm/sendung/der-entsorgte-vater,107010682180.html):
Zitat
Nachwuchs als emotionale Waffe: wenn Männern nach Trennungen ihre Kinder vorenthalten werden
(D 08). Der bärtige Exrealschullehrer hat seine Tochter seit elf Jahren nicht gesehen, der junge Polizist darf seine Kinder alle zwei Wochen treffen. Von Samstag 9.30 bis Sonntag 19 Uhr. Wie Vätern nach Trennungen ihre Kinder entrissen werden, schildert Douglas Wolfsperger in vier Fällen. Darunter auch sein eigener: Seit vier Jahren ist ihm der Kontakt zu seiner Tochter verwehrt, per Gerichtsbescheid. - Zwar stärkte die deutsche Justiz 2010 die Rechte der Väter, dennoch bleibt das Thema im Hinblick auf steigende Trennungsraten hochaktuell. Umso bedauernswerter, dass die Doku auf Einseitigkeit setzt. Die Einteilung in moralisch verwerfliche Frauen und Männer als Opfer wirkt zu einfach und plump.

Heisst auf deutsch: Wenn man einen Film zunächst verstümmelt, kann man anschliessend die so hergestellte Schieflage und Einseitigkeit beklagen. Das ist dasselbe wie einem Politiker für eine Dokumentation über ein strittiges Thema zwar die Gelegenheit zu einer Stellungnahme vor der Kamera zu geben, aber diese hinterher nicht zu senden. Dahinter steckt Absicht; an fehlender Sendezeit bei "arte" kann's nicht gelegen haben.

Grüssles
Martin


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Malachit am 11. November 2010, 10:39:38
Hallo zusammen,

ich habe gerade auf der Arte-Homepage das Kontaktformular bemüht und die Frage an den Zuschauerdienst gestellt, warum die nur eine verkrüppelte/zensierte Fassung dieses wunderbaren Films gesendet haben.

Falls jemand eine ähnliche Frage loswerden möchte, hier entlang: http://www.arte.tv/de/alles-ueber/Kontakt/2153474.html

Viele liebe Grüße,

Malachit.


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Beppo am 11. November 2010, 10:57:43
Fairerweise muss man aber sicher auch die Möglichkeit, dass die betreffende Mutter selbst die Entfernung aus dem Film gefordert haben könnte, einräumen.
Sie kommt nämlich in ihrer Selbstdarstellung tatsächlich ziemlich schlecht rüber.

Es muss also nicht nicht zwingend Zensur von "oben" gewesen sein.

Auch könnte Brilles, zutreffenderes Zitat der TV-Spilefilm dann immer noch drin stehen, denn die Mutter kommt in ihrer Selbstdarstellung tatsächlich ziemlich moralisch verwerflich rüber.
Aber gut. Es hat sie ja auch keiner dazu gezwungen.


Wolfsberger selbst sagte irgendwann mal sinngemäß dazu, dass er überrascht gewesen wäre, wie sie sich selbst zerlegt hätte und hätte ihr angeboten, das raus zu nehmen.
Wollte sie damals aber nicht.
Sie war von der Richtigkeit ihres Standpunktes scheinbar felsenfest überzeugt.


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: pappasorglos am 11. November 2010, 10:59:24
Die abgespeckte Version erklärt sich darin, dass der komplette Teil mit der Dame ( weiss nicht mehr wie sie hieß) rausgenommen wurde.

Beim Kinotermin hatte Wolfsberger erzählt, dass diese Geigerin versucht hatte den Film zu stoppen, weil sie, nach Betrachten des kompletten Werks, sich in einem ungünstigen Umfeld präsentiert fühlte oder so ähnlich, weiss nicht mehr die genauen Worte. Damals sah er dem aber gelassen entgegen.

Ich vermute also, sie hat sich dann wenigstens beim Fernsehen durchgesetzt. Dass sie extrem peinlich rüberkam ist ja unbestritten, aber natürlich was das wichtig für den Film, auch die Gedankenwelt einer Entfremderin zu zerlegen, und Wolfsberger hatte das geschafft ohne irgendeinen Kommentar, die Geigerin hatte das ganz alleine geschafft.


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Malachit am 11. November 2010, 11:13:22
Hallo Beppo,

Fairerweise muss man aber sicher auch die Möglichkeit, dass die betreffende Mutter selbst die Entfernung aus dem Film gefordert haben könnte, einräumen.

Da hast du natürlich recht. Allerdings würde ich mir auch in diesem Fall den Hinweis wünschen, dass aus genau diesem Grund nur eine gekürzte Fassung gezeigt werden darf.

Im übrigen: Ich habe gerade spaßeshalber mal bei Amazon nachgeschaut. Es ist zwar im Moment nur noch 1 Stück der DVD "Der entsorgte Vater" auf Lager, aber in der Beschreibung heißt es: "Spieldauer: 86 Minuten", d.h. die Original-Länge. Und auch buecher.de sowie jpc haben die DVD in Originallänge nach wie vor als "sofort lieferbar" im Angebot. Was sagt uns das? Ganz so nachdrücklich kann die Aufforderung der Frau nicht gewesen sein, ihre damaligen Aussagen nicht mehr weiter zu verbreiten ...

Aber ich warte mal auf die Begründung, die Arte mir hoffentlich liefern wird ;-)

Viele liebe Grüße,

Malachit.


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: brille007 am 11. November 2010, 13:53:07
Moin,

auch nach meiner Kenntnis gab es nur eine richterliche Verfügung, dass der Film um wenige Sekunden gekürzt werden muss, in denen Wolfspergers Tochter(verpixelt und mehrere Jahre jünger) zu sehen war.

Grüssles
Martin


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: DieMystiks am 11. November 2010, 13:59:18

Hallo zusammen,

ok ok, wenn ich es seitens der Zensur betrachte habt ihr ja Recht.

Ich habe das gestern etwas, na sagen wir mal, mehr aus dem Bauch heraus gesehen.

Ich fand es als Zuschauer einfach angenehm einmal nur die Väterseite zu sehen.

Ich fand sie schon im Kino für diesen Film unpassend. Wahrscheinlich weil ich selbst solche Damen kaum noch ertragen kann: grinsend und gewählt ausgedrückt ihren Standpunkt vertretend.


Sie stellte den Typ Mutter dar, der JAs, VPs und Richter um den Finger wickelt.

Deshalb finde ich den Film ohne sie passender. Auf die Antwort von Arte bin ich auch gespannt.

Zum Thema Zensur ansich gebe ich euch ja Recht.

LG
Tina



Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Beppo am 11. November 2010, 14:21:13
Ich fand sie für den Film gerade wichtig.

Die reine Aussage der Väter hat ein Defizit an Glaubwürdigkeit und Nähe.
Sie vermitteln den Eindruck, da müssen ja Monster am anderen Ende sitzen.
Entweder ist das gelogen oder sie haben es verdient oder es ist die riesengroße Ausnahme.
"Nichts aus meiner Welt!"
Das Bild was da von den nicht gezeigten Müttern in der Phantasie entsteht, ist einfach von einem anderen Stern.

Dem gegenüber lieferte die Geigerin den Eindruck, dass das ganz normale Frauen sind, deren Standpunkt man, ohne den Hintergrund, sicher auch nachvollziehen könnte und der man auch gut Recht geben kann.
"Sei froh, dass du den los bist!"

Damit verlässt das Ganze erst den abstrakten Raum und rückt in die eigene Realität.

Ohne sie halte ich die Wirkung auf Nichtbetroffene für nahezu Null.
Ich bin auch gespannt, ob Arte antwortet und ob überhaupt.


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: diskurso am 07. Februar 2011, 19:15:45
Hallo,

habe gerade erst den Thread entdeckt.
Gab es denn Aufklärung wegen der Kürzung von arte ?

Ich habe damals auch den Film auf arte gesehen, die Original-Fassung kenne ich nicht.
Mir hat das schon genügt, habe bittere Tränen gelassen - zu dem Zeitpunkt wurde ich des sexuellen Missbrauchs meiner 4-jährigen Tochter beschuldigt.
Besonders hatte mich im Film damals der Zustand des Vaters schockiert, der ebenfalls mit Falschbeschuldigungen konfrontiert war - ein völliges Wrack, dieser Mann.


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Malachit am 07. Februar 2011, 20:25:43
Hallo Diskurso,

Gab es denn Aufklärung wegen der Kürzung von arte ?

hm, danke der Nachfrage, jetzt wo du's sagst - dieser Saftladen hat sich nicht wieder bei mir gemeldet. Nach der Bestätigungs-Email mit dem Text "Das ARTE-Team bedankt sich für Ihre Anfrage. Diese wurde an den Zuschauerdienst weitergeleitet, der Ihnen so schnell wie möglich per Email antworten wird" kam nix mehr von dort (und das war im November vorigen Jahres). Das ist dann wohl Zuschauer-Service, so wie ihn der öffentlich-rechtliche Rundfunk versteht ;-(

Da werd' ich denen also wohl oder übel gelegentlich noch einen "Nachforschungsauftrag" mit der guten alten Briefpost hinterherschicken müssen ... mit einem so modernen Teufelszeug wie Email scheint die Truppe jedenfalls hoffnungslos überfordert zu sein!

Viele liebe Grüße,

Malachit.


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: diskurso am 07. Februar 2011, 21:49:52
Hallo Malachit,

der Text der Antwortmail von arte war ein automatisch generierter Antworttext.
Obwohl ich Zweifel an einer eintreffenden Erklärung habe, finde ich eine nochmalige Nachfrage per Post eine gute Idee !

viele Grüße,
Diskurso


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Malachit am 07. Februar 2011, 22:38:57
Hallo Diskurso,

der Text der Antwortmail von arte war ein automatisch generierter Antworttext.

Das ist mir schon klar, deswegen auch meine bösartige Bemerkung, dass Arte mit Email wohl ein bisschen überfordert ist ... es zeigt mir aber immerhin, dass die Nachricht, technisch gesehen, in deren CRM-System (http://de.wikipedia.org/wiki/Customer-Relationship-Management) angekommen ist. Auch, wenn deren CRM-System in diesem Fall nach Versand der Bestätigungs-Email als nächsten Bearbeitungsschritt wohl die Weiterleitung an die Große Rundablage gewählt hat ;-)

Obwohl ich Zweifel an einer eintreffenden Erklärung habe, finde ich eine nochmalige Nachfrage per Post eine gute Idee !

Jedenfalls ist mir klar, dass eine weitere Anfrage über den Zuschauerdienst auf deren Homepage ziemlich zwecklos sein dürfte. Daher also Briefpost; ich guck mal, dass ich am Wochenende ein kleines Briefchen aufsetze. Ob's was bringt? Hab ich auch so meine Zweifel, aber wir werden ja sehen.

Viele liebe Grüße,

Malachit.


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Malachit am 07. März 2011, 13:38:13
Hallo zusammen,

Daher also Briefpost; ich guck mal, dass ich am Wochenende ein kleines Briefchen aufsetze. Ob's was bringt? Hab ich auch so meine Zweifel, aber wir werden ja sehen.

Um hier mal den aktuellen Stand zu nennen: Keine Antwort von Arte.

Der Brief hab ich am 14.02.2011 in den Briefkasten eingeworfen, d.h. vor genau drei Wochen. Und seitdem: Schweigen im Walde ...

Tja. Der gebührenfinanzierte öffentliche Rundfunk hat's wohl nicht nötig, auf kritische Zuschauerfragen zu reagieren. Wozu auch, wenn das Geld per GEZ-Zwangsabgabe auch so Monat für Monat auf dem Konto des Senders landet ;-(

Viele liebe Grüße,

Malachit.


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Beppo am 07. März 2011, 13:50:06
Da ich gerade im Alpenraum weile und ich aufgrund von Malaisen mit meinen Knochen in den Genuss komme, das Programm des ORF intensiv genießen zu dürfen, kann ich nur sagen, dagegen was hier abgespult wirdbereitung, sind unsere Piefkesender Waisenknaben.

In Vorbereitung auf den morgigen 100. Weltfrauenfrauentag besteht das Programm zu ca. 120% aus Sendungen zu Frauenthemen. Übergeordneter Titel:
"Starke Frauen"

"Frauen können alles."
"Was Frauen nicht gleich gut können wie Männer, können sie besser."
"Frauen sind überall benachteiligt, vor Allem im Familienrecht, wo sie sich alleine um die Kinder kümmern müssen."
"Männer dürfen auf keinen das Sorgerecht bekommen, denn das wäre ein Rückschritt in der Frauenpolitik."
"Frauen verdienen 25% weniger als Männer"
"Männer beteiligen sich nicht zur Hälfte am Haushalt"

Und in den Gesprächsrunden werden die anwesenden Kampfschnepfen von den Moderatoren nur gefragt, warum sie bisher so wenig erreicht haben, und ob man nicht endlich mehr tun müsste, für die armen Frauen.

Ich bin ständig unterwegs um meinen Übelkübel auszuleeren, bevor er überläuft.



Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Malachit am 07. März 2011, 14:14:34
Hallo Beppo,

Da ich gerade (...) in den Genuss komme, das Programm des ORF intensiv genießen zu dürfen, kann ich nur sagen, dagegen was hier abgespult wirdbereitung, sind unsere Piefkesender Waisenknaben. (...) Ich bin ständig unterwegs um meinen Übelkübel auszuleeren, bevor er überläuft.

Dann lass dir ein Mittel gegen deine Übelkeit reichen: Im Gegensatz zum ORF sind andere österreichische Medien noch nicht der totalen Verblödung anheimgefallen. Guckst du zum Beispiel hier: http://diepresse.com/home/meinung/debatte/639594/Es-lebe-der-Geschlechtsunterschied

Meine Lieblingsstellen:

Zitat
Alle Absurditäten des fanatischen Feminismus rühren also daher, dass einige Akademikerinnen nicht in der Lage sind, zwischen Gleichberechtigung und Gleichheit zu unterscheiden.

Zitat
Die fanatischen Feministen heute wollen Gleichheit statt Freiheit, und zwar Ergebnisgleichheit statt Chancengleichheit.

Zitat
Früher gab es Menschen, deren individuelle Leistung aufgrund einer bestimmten Gruppenzugehörigkeit nicht anerkannt wurde. Heute werden Menschen aufgrund einer bestimmten Gruppenzugehörigkeit gefördert, und zwar unabhängig von ihrer individuellen Leistung. Also hat sich nur das Vorzeichen der Diskriminierung gewandelt. Früher hat man Frauen diskriminiert, so gut ihre Leistungen auch waren. Heute werden Frauen gefördert, so schlecht ihre Leistungen auch sein mögen.

Zitat
Früher war die Leistung Grundlage der Wertschätzung, heute ist es die Benachteiligung. Im Kampf um Status ist der ausschlaggebende Faktor der, dass man Wundmale der Diskriminierung vorzeigen kann.

Der Mann spricht mir aus der Seele. Norbert Bolz (http://de.wikipedia.org/wiki/Norbert_Bolz) - ich schätze, diesen Namen muss ich mir merken.

Viele liebe Grüße,

Malachit.


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Beppo am 07. März 2011, 14:28:04
Ich wollte damit auch keinesfalls ausdrücken, das alles in Ö-reich furchtbar ist.

Ich wollte nur meiner Entrüstung Ausdruck geben, wie sehr sich der Staatssender ORF der Demagogie hingegeben hat und sich zum Sprachrohr des politischen Willens macht.

Der Mann spricht mir aus der Seele. Norbert Bolz (http://de.wikipedia.org/wiki/Norbert_Bolz) - ich schätze, diesen Namen muss ich mir merken.
Ja, das liest sich ausgesprochen gut.


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: diskurso am 07. März 2011, 15:19:28

Der Brief hab ich am 14.02.2011 in den Briefkasten eingeworfen, d.h. vor genau drei Wochen. Und seitdem: Schweigen im Walde ...


Hallo Malachit,

soo schnell reagieren öffentlich-rechtliche doch nicht ...
Ich würde - trotz Zweifel - noch 3 Wochen warten bis  :wink:


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Malachit am 16. März 2011, 13:48:33
Hallo zusammen,

soo schnell reagieren öffentlich-rechtliche doch nicht ...
Ich würde - trotz Zweifel - noch 3 Wochen warten bis  :wink:

Diskurso, du kennst den Laden offensichtlich besser als ich ... hier ist mein "Abschlussbericht" zu diesem Thema. Es hat zwar vier Wochen gedauert, aber jetzt ist eine ziemlich detaillierte Antwort von Arte gekommen:

Nach eigenen Angaben hat Arte diesen Film bereits im Juli 2006 in Auftrag gegeben, und zwar ausdrücklich für einen Dokumentarfilm-Sendeplatz ("la vie en face"), der im Programmschema nur 52 Minuten belegt. Douglas Wolfsperger habe sich dann entschieden, nicht nur die bestellte 52-Minuten-Fassung zu drehen, sondern zusätzlich eine längere Fassung fürs Kino; in den Kinos wurde die Langfassung gezeigt, im Fernsehen die ursprünglich bestellte Kurzfassung.

Hier die wesentlichen Passagen aus der Antwort von Arte:

Zitat
Diese Situation kommt öfters vor und es ist leider nicht möglich jedes Mal, wenn ein Autor einen längeren Film dreht als geplant, diesen auszustrahlen wegen des Programmschemas.

Die Fassung, die Sie gesehen haben, ist keine gekürzte Fassung. Sie wurde von dem Regisseur selber so geschnitten. Der Autor allein hat entschieden, welche Szenen bei der 52 minütigen Fassung gezeigt wurden oder nicht.

Wir haben den Film so ausgestrahlt, wie er ursprünglich vertraglich geplant war.


Viele liebe Grüße,

Malachit.


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: diskurso am 16. März 2011, 14:15:33
Na bitte, etwas Geduld ist immer gut  :wink:
Die Antwort finde ich sehr überzeugend, u.a. darum:

Zitat
Der Autor allein hat entschieden, welche Szenen bei der 52 minütigen Fassung gezeigt wurden oder nicht.
Douglas Wolfsperger dürfte Inhaber der Urheberrechte sein und somit bedarf auch eine zu sendende geschnittene Fassung seiner Zustimmung.
Es war sicher ein Kompromiss, denn arte bezahlte als Auftraggeber schließlich die Produktion.

Gruss,
diskurso


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: DeepThought am 01. Juni 2011, 20:49:18
15.5.2011

Pressemitteilung

Der Film „Der entsorgte Vater“ wird am 28. Juni 2011 um 22 Uhr 45 in der ARD gesendet.

Nach der Kurz-Fassung im vergangenen November auf ARTE ist dies die TV-Erstausstrahlung des kompletten Films.


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: diskurso am 01. Juni 2011, 21:56:19
Nach der Kurz-Fassung im vergangenen November auf ARTE ist dies die TV-Erstausstrahlung des kompletten Films.
Da war jemand schneller  :)

Endlich können wir mal die Meinung der liebenden Mütter im öffentlich-rechlichem zur Kenntnis nehmen.
Freue mich schon jetzt  :rofl2: !


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: brille007 am 18. Juni 2011, 18:57:41
Hierzu hat mir Douglas Wolfsperger heute noch folgende Pressemitteilung geschickt:

Pressemitteilung
Der Film „Der entsorgte Vater“ wird am 28.Juni 2011 um 22Uhr45 in der ARD gesendet. Nach der Kurz-Fassung im vergangenen November auf ARTE ist dies die TV-Erstausstrahlung des kompletten Films.

Hintergrund-Infos:
Etwa eine Million Kinder in Deutschland haben keinen Umgang mit ihren
Vätern oder Müttern, weil der andere Elternteil dies nicht zulässt.
Hiervon sind überwiegend Väter betroffen.
Wegen der Verletzung von Menschenrechten wurde Deutschland vom Europäischen
Gerichtshof bereits mehrfach gemahnt, die Benachteiligung von Vätern abzustellen.
Leider bringt auch das inzwischen angepasste Sorgerecht keine wirkliche Verbesserung für die Väter, da trotz des neuen Gesetzes viele Familienrichter ihre Haltung nicht verändern können oder wollen.

Die aktuelle Situation
Entgegen dem in der Öffentlichkeit hervorgerufenen Eindruck, dass durch das Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom 3.12.09 eine Verbesserung in der Rechtsprechung zugunsten der nichtehelichen Väter, d.h. eine Abschaffung ihrer Diskriminierung in Deutschland, zu erwarten sei, ist Folgendes festzustellen:
Die Gesetzesänderung zum Sorgerecht für nichteheliche Väter bzw. Kinder wird zurzeit in den Fachgremien des Deutschen Bundestages beraten. Es deutet sich leider an, dass die Diskriminierung der nichtehelichen Väter bzw. deren Kinder fortgesetzt werden soll.
Es ist abzusehen, dass das neue Sorgerechtsgesetz keinen Automatismus vorsieht, bei dem nichteheliche Väter gleichzeitig mit der Vaterschaftsanerkennung auch das Sorgerecht erhalten werden. D.h., nicht verheiratete Väter haben lediglich die Möglichkeit, sich das Sorgerecht per Gerichtsverfahren gegen die Mutter zu erstreiten. Dabei hat die Mutter jedoch ein Widerrufsrecht. Es soll jedoch eine Lösung zum Wohl des Kindes verhandelt werden. Und wie oft wird zukünftig ein Familiengericht sich für das gemeinsame Sorgerecht nicht verheirateter Eltern entscheiden, wenn die Eltern eben darum vor dem Gericht gegeneinander prozessieren und ihre Unfähigkeit zur Kommunikation damit gleichzeitig beweisen?
Völlig unabhängig vom Sorgerecht kann nach wie vor der Umgang des Kindes zum getrennt lebenden Elternteil - in der Regel der Vater - ohne Konsequenzen für den boykottierenden Elternteil - in der Regel die Mutter - verweigert werden. Selbst wenn zuvor ein Beschluss des Familiengerichts zum Umgang mit dem Kind gefasst wurde, wird die Umsetzung in die Realität nicht weiter verfolgt und bei (Nichtbefolgung bzw.) Umgangsverweigerung durch den betreuenden Elternteil wird so gut wie nie das neue Rechtsmittel (seit September 2009) der Ordnungsmaßnahme (Geld- oder Haftstrafe) angewendet. D.h. erstaunlicherweise bleibt die Nichtbefolgung der Festsetzung des Umgangs durch das Gericht völlig ohne Konsequenz! Damit hat sich die Situation der Väter in Bezug auf den Umgang nicht verändert, selbst wenn der Richter zuvor positiv zugunsten des Vaters entschieden hatte. Rechtssprechung und Umsetzung klaffen weit auseinander.
Für die sogenannten Altfälle bedeutet das in der Realität, dass einem Kind, das schon jahrelang keinen Kontakt mehr zu seinem Vater hatte und somit von einer Entfremdung auszugehen ist, das Gericht dem Kind eine solche „seelische Belastung“ nicht zumuten wird. Damit ergibt sich für den Vater auch mit diesem neuen Gesetz überhaupt keine Veränderung.
Trotz der Gesetzesänderung, egal wie diese ausfällt, wird es weiterhin tausende Kinder geben, die von ihren Vätern entfremdet werden, weil der Umgang boykottiert werden kann. Die Entfremdung ist in den meisten Fällen nicht heilbar und die Kinder müssen mit dieser seelischen Belastung, aufzuwachsen ohne den leiblichen Vater, meist ein Leben lang fertig werden.
Im Gegensatz zum rückschrittlichen Deutschland ist Umgangsboykott in Frankreich übrigens ein Straftatbestand.

Der Film
Der Film „Der entsorgte Vater“ zeigt einen dramatischen familienpolitischen Miss-Stand auf, der trotz gesetzlicher Änderungen weiterhin bestehen bleiben wird.
Der Begriff „entsorgt“ ist hier keineswegs im juristischen Sinne gemeint, sondern bedeutet vielmehr: ins Abseits gestellt, keinen/kaum Kontakt zum Kind haben. Es gibt viele Väter, die verheiratet waren und somit automatisch das gemeinsame Sorgerecht haben und trotzdem „entsorgt“ werden konnten.
Dass „Der entsorgte Vater“ ein sehr subjektiver Dokumentarfilm ist, ist eine bewusste Herangehensweise des Regisseurs- als Reaktion auf die sonst vorherrschende Betrachtungsweise, bei der Frauen als Opfer gesellschaftlicher Missstände gezeigt werden.
Wie man den Zuschauer-Reaktionen nach dem Kinostart im Sommer 09 entnehmen kann, spricht der Film nicht nur betroffene Väter an. Es gibt viele Frauen und Mütter, die kein Verständnis gegenüber ihren Geschlechtsgenossinnen haben, die ihren Hass -der nicht nur aus der gescheiterten Beziehung entstammt, sondern oft auf Erlebnisse in der eigenen Kindheit zurückgeht- auf dem Rücken ihrer Kinder austragen. Das Kindesleid hat oft schmerzhafte seelische Folgen bis ins Erwachsenenalter.
Ebenso reagierten auf den Film viele erwachsene Trennungskinder, die sich daran erinnern, wie sich ihre Eltern eine erbitterte Auseinandersetzung lieferten, bei dem oft der Vater ins Abseits gestellt wurde.
Vielfach leidet übrigens auch die gesamte Verwandtschaft des ausgegrenzten Elternteils, die das Schicksal der Besuchsverweigerung zwangsläufig miterfasst.

Weitere Infos: www.Der-entsorgte-Vater.de

Produktion: Douglas Wolfsperger Filmproduktion GmbH in Co-Produktion mit:
SWR ( Redaktion: Gudrun Hanke- El Ghomri) arte (Redaktion: Ulle Schröder)
Förderungen: Medienboard Berlin-Brandenburg, Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg, Deutscher Filmförderfonds, MEDIA


Titel: Film "Der entsorgte Vater" - ARD 28.06.2011 um 22:45 Uhr
Beitrag von: Daddy38 am 28. Juni 2011, 17:15:32
Heute (28.06.2011) läuft der Film "Der entsorgte Vater" von Douglas Wolfsperger um 22:45 Uhr im ERSTEN.

Gruß,

Daddy38


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: diskurso am 29. Juni 2011, 11:45:50
Ich habe mir gestern die ungeschnittene Version angesehen, die letzten 10 Minuten versagte aber mein TV-Empfang.
Leider blieb für mich nicht nachvollziehbar, welche der Mütter zu welchem Vater gehörte.
Besonders die Mutter, die einem Vater Gewaltvorwürfe machte, trug dazu bei, dass jeder Nichtbetroffene in der Quintessenz denken muss: diese Mutter hat natürlich recht, sie muss ja schließlich das Kind schützen.
Von dem Vater, dem diese Vorwürfe gemacht wurden, konnte man zu dieser Problematik leider gar nichts hören (oder kam das in den letzten 10 Minuten noch?).


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Wolkenhimmel am 29. Juni 2011, 12:09:40
Hi diskurso,

die Berliner VS-Gemeinde hat den Film seinerzeit im Kino gesehen, keine Ahnung, ob die Kinofassung gekürzt war.
Aber wenn ich mich richtig erinnere, wurden gar keine Mütter zu Vätern und andersherum gezeigt, sondern jeweils nur eine Seite der Medaille.

VG WH


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: midnightwish am 29. Juni 2011, 12:16:22
Wolkenhimmel du erinenrst dich richtig.

Die Mütter hatten mit den Vätern nichts zu tun.

Wir haben gestern den Abend ohne Kinder genossen und daher nur die letzten 15 Minuten gesehen. Ich muß gestehen, die haben mir aber auch gereicht. Mehr hätte ich nicht verkraftet.

Es war herzzerreissend als Wolfperger auf der Wiese mit der Dame mit Baby saß und sie sich dahingehend äußerte, das der Vater ja sowieso schwer krank sei, ihre Heimat eben hier. Auf die Frage ,das das Kind wohl ohne Vater aufwächst, meinte sie dann sie wolle mal probieren wie das so ohne vater ist und das es ja nicht immer so bleiben muß, das der leibliche Vater ja "nur" ein Er**** ist. Das war ein Punkt wo mir schon das Essen hochkam.

Interessant war die Passage mit dem Zeugungsstreik durch Sterilisation. Mein Mann wurde nachdenklich und meinte, er müsse über diesen Punkt mal nachdenken. Er hat sich ja bewußt für diesen Schritt noch in der Ehe entschieden, aber er fragt siech inwieweit das damalige Verhalten seinr Ex zu dieser Entscheidung beigetragen hat.

Und wie menschenverachtend kann man als Richter den nsein, einen Vater dazu zu zwingen sich von seinem Kind zu verabschieden und ihm zu sagen ,das sie sich nciht mehr sehen werden? Mußte er auch noch lügen und sagen "ich will nicht" oder durfte er wenigstens sagen "deine Mama will das nicht"

LG Tina



Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: Wolkenhimmel am 29. Juni 2011, 12:34:21
Und wie menschenverachtend kann man als Richter den nsein, einen Vater dazu zu zwingen sich von seinem Kind zu verabschieden und ihm zu sagen ,das sie sich nciht mehr sehen werden?

Das war die Stelle, an der ich nur noch weinen konnte.  ;(

Es ist mir absolut unbegreiflich - und das will nach ein paar Jahren bei VS schon was heissen - das ein Richter SOWAS ausurteilt.

LG WH


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: nadda am 29. Juni 2011, 12:47:56
Hi,

hab mir den Film heute morgen angesehen, alleine und in Ruhe und war total geschockt.

Der Film hat mich wahnsinnig betroffen gemacht, vor allem diese Frau mit dem Baby das seinen Vater niemals sehen wird. Sie hat null kapiert, hat kein Unrechtsbewusstsein. Denke, das war auch sehr gut gewählt, eben auch einmal die andere Seite zu zeigen.

Traurig ist einfach das es so weitergeht, das keine Änderung in Sicht ist.

Es wurde sehr deutlich das es hier nicht nur einen Verlierer gibt, hier verlieren Kinder und Väter!

Der Film wurde ja schon vor einigen Jahren gedreht und ich würde gerne wissen ob sich beim ein oder anderen doch noch etwas positives getan hat. Wünschen würde ich es allen entsorgten Vätern.

Das Thema ist unglaublich komplex und leider viel zu wenig im Bewusstsein der Bevölkerung. Auch politisch tut sich ja leider gar nichts. Wenn man sich überlegt wieviele Betroffene es gibt, eigentlich unvorstellbar.

LG
Nadda



Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: diskurso am 29. Juni 2011, 12:50:28
Wolkenhimmel du erinenrst dich richtig.

Die Mütter hatten mit den Vätern nichts zu tun.
Dann waren also die gezeigten Mütter und Väter nicht gemeinsame Eltern ?
Wenn das tatsächlich so war, finde ich das sehr ungeschickt dargestellt, da sich für den Zuschauer automatisch ein Zusammenhang ergibt.

Wir haben gestern den Abend ohne Kinder genossen und daher nur die letzten 15 Minuten gesehen. Ich muß gestehen, die haben mir aber auch gereicht. Mehr hätte ich nicht verkraftet.
Ich kannte bislang nur die gekürzte Version, war also sozusagen schon vorbereitet.
Als Vater, der auch des Missbrauchs beschuldigt wurde, hatte ich dennoch besonders mit dem Schicksal des speziell betroffenen Vaters wieder schwer zu kämpfen. Solchen Falschbeschuldigungen ausgesetzt zu sein, gehört nach wie vor zu dem Entsetzlichstem, dem man als Vater überhaupt ausgesetzt sein kann.

Interessant war die Passage mit dem Zeugungsstreik durch Sterilisation. Mein Mann wurde nachdenklich und meinte, er müsse über diesen Punkt mal nachdenken.
Ja, diese Gedanken hatte ich auch eine zeitlang. Entschieden habe ich mich jedoch aufgrund der Tragweite noch nicht.

Und wie menschenverachtend kann man als Richter den nsein, einen Vater dazu zu zwingen sich von seinem Kind zu verabschieden und ihm zu sagen ,das sie sich nciht mehr sehen werden? Mußte er auch noch lügen und sagen "ich will nicht" oder durfte er wenigstens sagen "deine Mama will das nicht"
Douglas Wolfsperger wird das seinem Kind schon entsprechend erklärt haben ...
Man muss bedenken, dass dieses ungeheuerliche Urteil etwa 2006 gesprochen wurde.
Ich denke nicht, dass ein Richter heute noch damit durchkommen würde.


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: brille007 am 03. Juli 2011, 17:07:02
Moin,

ich habe mir den Film gestern abend gemeinsam mit der besten Ehefrau von allen angesehen - und wir waren beide weitgehend enttäuscht. Sollten hier vor allem Ressentiments von Betroffenen bedient werden? Das wäre gelungen. Viel wichtiger wäre es aber, mit einem solchen Film auch Leute ins Thema zu holen, die selbst (noch) nicht aktiv betroffen sind - und das leistet dieser Film nicht. Über die familienrechtlichen Rahmenbedingungen erfahren die "Trennungs-Laien" nämlich fast nichts. Und wenn man seine Protagonisten Sätze wie "man sollte alle Frauen auf den Mond schiessen" sagen lässt, hilft das auch niemandem.

Subjektive Sichtweisen sind ja nichts Verwerfliches; gerade in emotional hochbrisanten Situationen wie Trennungskonflikten. Aber als Selbst-Medien-Mensch weiss ich, wie wichtig der Grundsatz "audiatur et altera pars", also das Anhören der anderen Seite, gerade in solchen Fällen wäre. Ein "die wollten eben nicht vor die Kamera" lasse ich da nicht gelten; jeder Privat-TV-Sender schafft es,  zerstrittene Paare vor die Kamera zu kriegen, dann sollte es für einen guten Dokumentarfilmer auch kein Problem sein.

Zwei der Portraitierten fielen allerdings besonders auf (obwohl auch sie vornehmlich Klischees bedienten). Zum einen die Geigen-Tante, die sich schon ihr erstes Kind mehr oder minder "besorgte" und sich in ihrer vermeintlichen mütterlichen Allwissenheit ständig widersprach: Wenn das Kind keinen Bock auf Taek-Wan-Do und Reiten hatte, zählte das nicht; die "vereinbarten Hobbies" mussten auch gegen den Willen des Kindes durchgezogen werden - und gegen den des mitsorgeberechtigten Vaters, der das Kind ermutigte, seinen eigenen Willen kundzutun. Als es aber um den Umgang zu eben diesem Vater ging, stand der Kindeswille plötzlich über allem - denn ein Kind kann man ja zu nichts zwingen (ausser zum Reiten und zu asiatischen Kampfsportarten natürlich). Dass diese Dame sich für ihr zweites Kind dann einen E.rzeuger suchte, der aufgrund der räumlichen Entfernung und einer tödlichen Krankheit keine Gefahr darstellte, jemals seine Vaterrolle leben zu wollen (oder zu können), war da schon fast logisch...

Zum anderen der Väteraktivist Krieg, der nach eigenem Bekunden heute "5 bis 10 Stunden am Tag" in die "Väterarbeit" investiert. Bei ihm hatte ich - speziell als es um die Frage der Kontaktaufnahme zu seiner mittlerweile erwachsenen Tochter ging - den Eindruck, dass er sich in seiner Rolle als entsorgter Vater sehr kommod eingerichtet hat und beinahe Angst davor zu haben schien, sein diesbezüglicher Aktivismus inklusive Vereinsvorsitz und Medienpräsenz könnte ihm verlorengehen, wenn er zu seiner Tochter wieder ein persönliches Verhältnis hätte und ihm dadurch seine inzwischen liebgewonnenen Feindbilder abhanden kämen...

Fazit: Teilweise richtig schöne Bilder, aber inhaltlich hätte man ungleich mehr daraus machen können. Wofür es natürlich hilfreich wäre, wenn der Filmemacher selbst mehr Distanz zum Thema hätte; als selbst persönlich Betroffener unterliegt er automatisch der Annahme, mit diesem Film vor allem persönliche Rechnungen begleichen zu wollen und sich eben ein paar Gesinnungsgenossen gesucht zu haben, die dafür die Schlechtigkeit von Frauen und Müttern bekräftigen. Schade.

Grüssles
Martin


Titel: Re: Filmprojekt "Entsorgte Vater"
Beitrag von: babbelschnut am 26. Oktober 2013, 10:21:18
http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/programm_popup.jsp?key=hr-fernsehen_2013-10-28&row=2