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Themen => Zweitpartner => Thema gestartet von: DieMystiks am 06. November 2006, 16:00:42



Titel: Wie Zweitfrauen spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: DieMystiks am 06. November 2006, 16:00:42


Hallo  zusammen,

ich möchte euch von einer Geschichte in meiner Familie berichten. Wird hier in aller Deutlichkeit gezeigt wieviel Einfluss eine Zweitfrau/Partnerin Einfluß auf das Verhältnis zwischen Vater und Kind nehmen kann.

Kurz zur Vorgeschichte, ohne die Trennungsgeschichte aufdröseln zu wollen...darum geht es mir hier nicht:

Meine Schwester ist von ihrem Ex-Mann, ich glaube es müssen jetzt ca. 10 Jahre sein, getrennt. Der gemeinsame Sohn ist heute 14J.
Anfangs lief der Umgang, wie man sich ihn wünscht. Sohn und Vater sahen sich, wie sie es wollten, zusätzlich zu der 14-Tageregelung.
Auch als meine Schwester einen neuen Partner hatte, gab es keine Probleme. Es wurde gemeinsam Kaffee getrunken beim Abholen des Jungen und überhaupt wurden viele Probleme besprochen. Sei es die schulischen Dinge oder auch finanzielle Angelegenheiten. Privat gab man sich auch so einige Ratschläge...also insgesamt alles "tutti".

Es kam der Tag, an dem mein Ex-Schwager auch eine Partnerin hatte. Eine alleinerziehende Mutter, die wir alle schon Jahre kennen. Von nun an war es aus mit einem guten Verhältnis zwischen Vater und Sohn, zwischen Vater und Mutter.
Keiner konnte sich einen Reim darauf machen, das Kind schon gar nicht.

Der Vater holte sein Kind nur noch an der Straße ab und bemerkte einmal bei meiner Schwester, daß seine neue LGin ein Problem mit dem guten Verhältnis zur Ex-Familie hätte.
Die Dinge schleppen sich nun schon Jahre hin. Von der Tochter der LGin wird mein Ex-schwager verleugnet am Telefon. Auf SMS die der Sohn schreibt, kommen keine Antworten. Kommt die LGin ans Telefon, ist Papa nicht da und ruft später zurück....es folgt kein Rückruf.

Erschwerend kommt hinzu, daß mein Ex-Schwager und meine Schwester wieder einmal wegen KU vor Gericht stehen.

Mein LG und ich sowie eine weitere Bekannte bezeugten, daß mein Ex-Schwager und seine LGin zusammen wohnen, weil dies vor Gericht abgestritten wurde. Das ist 2 Wochen her.

Am Samstag nun waren wir zu einer Geburtstagsparty eingeladen. Ich wusste, ich treffe dort meinen Ex-Schwager mit LGin. Wir würdigten uns keines Blickes.
Kann ich gut mit umgehen, aber nicht, wenn dann Schwager nach mehreren Bierchen laut wird. Der Ehemann der 3. Zeugin wurde beschimpft. Man solle sich da raus halten.

Um weitere Auseinandersetzungen zu vermeiden sind mein LG und ich dann brav nach Hause gegangen. Wir wollten nicht die Party sprengen.
Dann gestern bekomme ich einen Anruf. Die LGin meines Ex-Schwagers hatte nichts besseres zu tun, als zu warten bis wir weg sind um dann richtig loszulegen.

Meine Schwester boykottiere den Umgang. Der Junge sei so beeinflusst. Der wüsste gar nicht was abgeht. Sie fing an zu heulen, sie würde es kaum aushalten, ihren LG so leiden zu sehen. Alles wäre von der Mutter gesteuert. Nie melde sich der Junge, aber irgendwann würde er die Wahrheit erfahren. :knockout:

Es folgte ein Telefonat zwischen mir und meiner Schwester. Ich sagte ihr, daß ich nicht glaube, daß mein Ex-Schwager von den ganzen Anrufen des Jungen wüsste. Ich teilte ihr mit, daß ich überlege meinen Ex-Schwager anzurufen. Sie tat es dann selbst.

Sie solle aufhören schmutzige Wäsche zu waschen. Er würde nichts über seine LGin kommen lassen. Der Junge hätte sich monatelang nicht gemeldet.
Auf den Einwand meiner Schwester, daß der Sohn erst Anfang letzter Woche um 20.30 Uhr angerufen hätte und von der Tochter gesagt bekam" die liegen im Bett und schlafen weil sie so müde von der Heizungsluft sind" war Stille. Davon wusste er nichts.

Er heulte rum, er wäre finanziell am Ende, der Gerichtsvollzieher wäre da gewesen. Meine Schwester verabredete mit ihm, daß sie sich treffen und eine Lösung finden bezüglich des KU. Meine Schwester bat ihn, den Sohn noch Sonntag ( gestern) anzurufen und mit ihm zu sprechen.
Der Junge weiss nicht wo er dran ist und frage meine Schwester ob Papa nichts mehr von ihm wissen wolle. Meine Schwester legte im Nahe das Verhältnis zwischen ihm und seinem Sohn von den elterlichen Streitigkeiten zu trennen.

Das Treffen fand statt. Mein Ex-Schwager erzählte daß seine LGin zugab, die Anrufe nicht weitergeleitet zu haben. Sie habe es eben vergessen. Ansonsten konnte der Junge sich Vorwürfe anhören. Er meldet sich nicht, er ist alt genug um alles zu verstehen, durch seine Mutter war der GV da, er wüsste nicht mehr ein noch aus.

Er würde überhaupt ncht verstehen, warum er sich selbst mit mir nicht mehr unterhalten könne. Das ginge doch früher. Mein Neffe antwortete: " Ja Papa das ist so seit Lgin da ist."
Dann erzählte er dem Jungen, daß er sich auf keinen Fall mit Mama treffen könne. Die LGin hätte ein Problem damit. Der Junge solle der Km ausrichten er würde sich alles ausrechnen und die Km dann tagsüber anrufen.
Er wüsste wenn die Km das vor Gericht durchziehen würde, bekäme sie auch ihr Geld aber er will halt auch in Urlaub fahren.

Im Übrigen wäre alles erstunken und erlogen was seine LGin auf der Party gesagt haben soll. So etwas würde sie nicht tun, das wäre alles Quatsch.

Was ist passiert, daß mein Ex-Schwager so dermaßen an der Realität vorbei lebt? Warum zieht er den Jungen jetzt in all diese Dinge rein? Dieses Gespräch war gedacht um sich wieder näher zu kommen.

Was geht in dieser Zweitfrau/partnerin vor, die nach aussen hin die verständnisvolle, geprellte und mitleidende LGin ist und sich solche  sorgende Gedanken macht um den Sohn?
Gibt ihr das eine Art Befriedigung??

Ich kann solche Frauen nicht verstehen. Ich weiss, daß hier nicht viele von dieser Sorte lesen oder schreiben. Trotzdem verirrten sich auch solche Exemplare schon hierher.

Diese Frauen sollten ernsthaft darüber nachdenken, was sie in ihrem Egoismus anstellen. In diesem Fall wird 2x  im  Jahr  zu zweit in Urlaub gefahren, es steht ein schönes Auto vor der Türe, die eigene Tochter ist 16J. und geht ihre eigene Wege.
Wo ist das Problem etwas Zeit zu opfern damit sich Vater und Sohn sehen.

Wo ist nach 10 Jahren das Problem, daß die Eltern vernünftig, freundschaftlich miteinander kommunizieren? Es kann nicht die Eifersucht sein, sind auf beiden Seiten die Beziehungen der Erwachsenen absolut gefestigt. Für mich kann es nur der pure Egoismus sein und hier, das Verstecken der eigenen Fehler, da die eigene Tochter keinen Kontakt zum Vater hat.

Ich musste das mal loswerden, weil es deutlicher nicht aufzuzeigen geht, wie unauffällig Intrigen fabriziert werden auf Kosten eines Kindes. Von einer Person, die sich in keinster Weise einzumischen hat und schon gar nicht Kontakte zu verhindern hat.

Ich bin immernoch wütend und habe für mich auch noch nicht damit abgeschlossen. Ich bin eigentlich ein Mensch  der die betreffenden Personen anspricht.

Zu viele Väter haben zu kämpfen und werden auf die übelste Art entsorgt. Was nimmt sich dann auch noch eine Zweitfrau heraus?? :mad: Es könnte so einfach sein............

Gruß
Tina





Titel: Re: Wie Zweitfrauen spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: Ella am 06. November 2006, 16:15:58
Hey Tina,

so ne Geschichte kenn´ ich auch.
Ich als jetzige "Zweitfrau" bin auch ein Scheidungskind.
Als ich 11 war ließen sich meine Eltern scheiden.
Ich war schon immer ein Papa-Kind und so war für mich klar, dass ich mit meinem Papa mitgehe.
Meine kleine Schwester blieb bei unserer Mutter.
Es gab keine Probleme mit meinen Eltern. Sie tranken zusammen Kaffee, mein Vater wurde auf den Geburtstagen seitens der Mama-Familie eingeladen und alles war ebenso "tutti"  :wink:
Als ich ca. 15 Jahre alt war, lernte mein Papa ne Neue  :gunman: kennen.
Sie hatte auch zwei Kinder, die ihren Vater noch nie gesehen hatten und täglich musste ich mir anhören, dass Kinder besser bei der Mutter aufgehoben wären, dass es ihren Kindern auch ohne Vater gut ginge. Des weiteren machte sie meine Schwester und mich schlecht, weil wir aufgrund unseres Besuches auf einem Gymnasium sehr viel mehr Geld kosten würden.
Meine Schwester, die sonst immer kommen und gehen konnte wann sie wollte, musste sich Tage vorher anmelden, ansonsten wurde ihr die Tür vor der Nase zugeschlagen.
Die Wäsche ihrer Kinder hat sie gewaschen, meine habe ich ab 16 selbst gewaschen.
Auch bekam ich die schlechteren Lebensmittel.
Telefonate wurden nicht weitergegeben.
Mit 17 bin ich wieder ausgezogen und weil ich so teuer über die Jahre war, wollte man kein Unterhalt zahlen. Den musste ich dann einklagen. Dafür wurde ich dann für Tod erklärt.
Mein Vater war mein ein und alles und ich kann sagen, dass es an dieser Frau gelegen hat, die er inzwischen auch schon geheiratet hat. Ich kann aber auch sagen, dass es an einem Mann gelegen hat, der es zugelassen hat.
Wenn ich heute an ihn denke, muss ich weinen, denn ich sehe in ihm immer noch diesen lieben Papa, der jeden Samstag mit uns Eis essen gegangen ist, im Sommer mit uns im Freibad war, abends im Bett noch mit mir Karten gespielt hat und mich immer zum Lachen gebracht hat. ;(

LG
Ella


Titel: Re: Wie Zweitfrauen spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: AndreaDD am 06. November 2006, 16:21:52
Hallo Tina,

das kommt dabei raus, wenn Kommunikation über Dritte läuft. Da wird verschwiegen und verbogen, dass sich hinterher alle in die Haare kriegen. Ich würde deiner Schwester raten, dass sie mit dem KV nur noch auf direktem Weg kommuniziert. Das kann auch gerne an der Haustüre sein, wenn die neue LG daneben steht. Oder eben feste Zeiten absprechen, wo man sich immer kurz austauschen kann.

Und meiner Meinung nach steckt dahinter doch Eifersucht und Besitzstandsdenken (zeigt ja auch, dass das andere Kind keinen Kontakt mehr zum Vater hat).

Das ist sehr bedauerlich für den Jungen, aber wenn das so lange gut geklappt hat, wird das auch bestimmt wieder.
Ob ich das an deiner Stelle anschubsen würde? Ich glaube schon. Bist doch ein guter Interessenvertreter für deinen Neffen.  :wink:

Liebe Grüße
Andrea


Titel: Re: Wie Zweitfrauen spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: sonnenschein72 am 06. November 2006, 16:23:33
Hallo Tina,

auch wenn ich auch "Zweitfrau" bin. Das ist wirklich schlimm!!! Und verstehen kann ich so etwas auch nicht! Auch wenn es für die Zweitfrau evtl auch schwer ist. Ich habe z.B. meinen LG dazu "gezwungen" mit seiner Noch zu einer Erziehungsberatungsstelle zu gehen wegen der Kinder. Die beiden konnten sich alleine einfach nicht unterhalten. Und das war bestimmt nicht immer einfach für mich, aber ich wollte es ja so. Für die Kinder!

Ok, mir hat es nichts gebracht. Im Gegenteil. Trotzdem würde ich es immer wieder so machen. Die Kidner sind die letzten die für die Unfähigkeit ihrer Eltern etwas können. Aber...egal was eien "Zweitfrau" auch macht. Es gehört auch immer ein Mann dazu, der das alles mitmacht.

Aber wie immer im Leben, gibt es auch hier auf beiden Seiten "seltsame Exemplare".

Gruß


Titel: Re: Wie Zweitfrauen spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: DieMystiks am 06. November 2006, 16:33:16

Hallo Ella,

du schilderst das Problem genau, wie ich es empfinde....sicher auch mein Neffe.

Ich frage mich, ob man eben diesen Vater wachrütteln kann. Es gab Zeiten nach der trennung, da wurde zusammen das Auto gewaschen, gemeinsam eingekauft.
Dann kamen Sprüche" Der Umgang wäre teuer, er müsse ja schließlich mehr Lebensmittel kaufen". Diese Sprüche kamen erst mit dem Zusammenleben der LGin.

Sicher ist es so, weil Mann das mit sich machen lässt. In gewisser Hinsicht glaube ich auch verstehen zu können, wie es soweit kommen konnte.
Die beiden als Paar haben kaum noch Freunde. Die Intrigen sind durchschaut und zu viele Menschen haben mitbekommen, daß es eben genau anders läuft, als von der LGin geschildert.

Mein Ex-Schwager sagte selbst, seine LGin sei die einzige, die ihm noch Halt gibt. Ja das mag aus seiner Sicht stimmen. Wenn man keinen anderen Ansprechpartner mehr hat, glaubt man dem, dem man jeden Abend zuhört.
Ich glaube das geht soweit, bis man nur noch diese eine Wahrheit sieht oder sehen möchte.

Zumindest habe ich erwartet, daß er hinterfragt, nachdem die nicht weitergeleiteten Telefonate zugegeben wurden. Nein...nichts..nada..niente. :knockout:

Das ist zu hoch für mich. Eigentlich könnte er sich fragen, wie mein LG und ich das machen. Er hat die Anfänge noch mitbekommen. Warum fragt er sich nicht, wie das hier läuft?? Nein!!
Er wundert sich, daß auch zwischen uns keine Kommunikation mehr stattfindet.

Kein Nachdenken in Sicht, kein Interesse einen Mittelweg zu finden. So macht er Tür und Tor auf für die Intrigen seiner LGin.

Tut mir leid, daß auch du das so erfahren musstest.

Lg
Tina


Titel: Re: Wie Zweitfrauen spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: Ella am 06. November 2006, 16:55:04
Ach Tina...

ich weiss, dass es eigentlich nicht richtig ist, aber ich nehme meinen Vater da in Schutz, was wohl wiederum eine Schutzfunktion für mich sein könnte.
Er ist in einem streng katholischen Internat aufgewachsen. So mit Schläge, Kontrolle usw.
Kurz danach kam meine Mutter - ebenfalls Strenge und Kontrolle.
Er hat nie seine Meinung äußern dürfen, hat es im Prinzip nie gelernt, "seinen Mann zu stehen".
Meine Mutter war/ ist so eine emanzipierte, magersüchtige, nicht heimelige Frau und mein Vater hat sich dazu jetzt das Gegenstück gesucht - Bemutterung, das - was ihm schon immer gefehlt hat.
Dafür hat er alles andere fallen gelassen.
Dennoch denke ich nicht, dass er glücklich ist. Er hat aber Ruhe.
Wie gesagt, das alles ist jetzt Jahre her und eigenlich komm ich klar...wenn ich aber die Stimme dieser Frau höre oder ihr Auto sehe, zittert meine Stimme, meine Knie werden weich und mein Bäuchlein schmerzt.
Ich habe keinen Kontakt mehr zu ihm - ausgenommen einem Telefonat zu Weihnachten, Geburtstag usw.
Meine Schwester muss heimlich mit ihm sprechen und er besucht sie auch nur heimlich - ohne dass sie es merkt.
Bis zu meinem 11./12. Lebensjahr war er der beste Papa, den man sich wünschen kann.
Es hat lange gedauert bis ich damit leben konnte und auch in meinen Beziehungen findet sich das Problem manchmal wieder.
Ich wünsche deinem Neffen nur das Allerbeste

LG
Ella


Titel: Re: Wie Zweitfrauen spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: RomyH am 06. November 2006, 17:37:46
ach ella,

da musste ich grad so richtig heulen.....buhu...


romy...


Titel: Re: Wie Zweitfrauen spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: Ella am 06. November 2006, 17:54:21
Zitat
da musste ich grad so richtig heulen.....buhu...
 

Sorry, wenn ich jetzt frage, aber wie meinst du das?
Vielleicht bin ich empfindlich, aber ich fasse es nen wenig ironisch auf.
Is nicht bös´ gemeint - deshalb frag ich ja :redhead:

Ella


Titel: Re: Wie Zweitfrauen spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: RomyH am 06. November 2006, 18:04:14
nein nein,
ich meine das ganz ernst.
die ganze szenerie lief vor meinem geistigen auge ab...ella wäscht ihre sachen selbst und kriegt die reste vom tisch...da schüttelts mich...
bin eh schon nah am wasser gebaut und dann les ich sowas...

mir stiegen die tränen hoch...

gruß


Titel: Re: Wie Zweitfrauen spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: Platt am 07. November 2006, 15:08:06
Hi,

ja ja die bösen Zweitfrauen. Alleine diese Titulierung finde ich schon richtig diskriminierend. Weil zweit kommt bei mir immer nach eins. Nur mal so am Rande bemerkt.  Schon alleine dieser Begriff soll  signalisieren, dass die Zweitfrau auch nach der Trennung immer hinten dran steht.  Während der Ehe krachst gewaltig und deshalb trennt man sich.  Nach der Trennung soll dann schön auf  große Familie gemacht werden. Natürlich wie immer im Interesse der Kinder. Neudeutsch Trennung Eltern-/Beziehungsebene.

Dann kommt eine neue Frau ins Leben. Natürlich weis sie dass der Mann geschieden ist. Sie weis auch, dass er Kinder hat. Es ist ihr auch klar, dass er seine Kinder liebt und sie auch sehen will. Wenn er Glück hat, dann hat die Neue selbst Kinder. Ihre Kinder leben in der neuen Familie, seine Kinder kommen mal zu Besuch. Neben der normalen Verpflichtung Unterhalt zahlen zu müssen, kommen dann auch noch die Betreuungskosten dazu. Daher ist das Zitat vom DieMysthiks doch wohl richtig und in meinen Augen absolute Realität.

Zitat
Dann kamen Sprüche" Der Umgang wäre teuer, er müsse ja schließlich mehr Lebensmittel kaufen". Diese Sprüche kamen erst mit dem Zusammenleben der LGin.

Wenn schon KU gezahlt wird, dann ist wirklich nicht einzusehen, warum der Vater noch die gesamten Umgangskosten an der Backe hat. Er lebt jetzt auch in einer neuen Familie und muss genauso wirtschaften wie die Mutter. Es ist vollkommen legitim dass dieses von der Neuen bemängelt wird. Ein neuer LG darf und kann jederzeit den Aushilfspapa spielen, er darf sogar die Kinder mit erziehen, aber eine neue Frau soll gefälligst die Klappe halten.

Zitat
Die beiden als Paar haben kaum noch Freunde. Die Intrigen sind durchschaut und zu viele Menschen haben mitbekommen, daß es eben genau anders läuft, als von der LGin geschildert.

Da muss sich Deine Schwester schon dran gewöhnen, dass sie im Leben ihres Ex keinen Platz mehr hat. Ob das Intrigen sind kann und will ich nicht beantworten. Aber es ist ein neuer Spieler im Spiel und somit wird sich einiges verändern. Warum Dein Neffe immer dann anruft, wenn der Vater nicht zu Hause ist kann ich nicht nachvollziehen. Ob es mir nun gefällt oder nicht, auch die LG hat Möglichkeit zu sagen, ich mag den Sohn nicht und meine Kinder sind mir lieber.

Jeder Mensch hat seine eigene Wahrheit. Ob diese Wahrheit Realität ist, kann man sehr schwer beurteilen. Aber hier gilt das Motto, nicht alles was Deine Schwester macht ist richtig und was die LG macht ist falsch.  Ich würde meiner LG ganz gewiss auf die Finger hauen, wenn die auf die Idee käme mit ihrem Ex Kaffee trinken zu gehen, oder für den was kocht, weil er das nicht alleine kann. Das hat aber nichts mit Eifersucht zu tun, sondern nur mit der Tatsache, dass diese Zeit uns gemeinsam nicht zur Verfügung steht und ich auch keine Lust hätte mich über Menschen zu unterhalten, die mich überhaupt nicht interessieren.

Zitat
Er hat nie seine Meinung äußern dürfen, hat es im Prinzip nie gelernt, "seinen Mann zu stehen".
Meine Mutter war/ ist so eine emanzipierte, magersüchtige, nicht heimelige Frau und mein Vater hat sich dazu jetzt das Gegenstück gesucht - Bemutterung, das - was ihm schon immer gefehlt hat.
Dafür hat er alles andere fallen gelassen. Dennoch denke ich nicht, dass er glücklich ist. Er hat aber Ruhe.

Wenn das so ist, stellt sich mir die Frage, warum bist Du dann nicht zum Vater gegangen. Und ja, er ist glücklich.

Anscheinend sind es die Frauen, die Probleme damit haben, wenn der Ex aufeinmal eine andere Frau hat und diese dann sein Leben bestimmt. Wie es der Vater findet, dass seine Ex einen neuen Partner hat der dann die seine Kinder erleben und aufwachsen sehen kann scheint die Frauen nicht zu interessieren. Stellt sich nur noch die Frage, wieviele neue Männer den Müttern feuer unter dem Hintern machen, damit der Vater schön KU bezahlt. Stellt sich auch die Frage, warum nicht eine Mutter auf den Vater zugeht und sagt, ich habe einen neuen Mann, wir ziehen zusammen und deshalb verzichte ich auf EU. Warum kann Frau mit einem neuen Mann nicht teilweise auf KU verzichten? Lebt sich doch ganz gut.

Platt


Titel: Re: Wie Zweitfrauen spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: eskima am 07. November 2006, 15:26:37
Moin,

Zitat von Platt:

Zitat
Ein neuer LG darf und kann jederzeit den Aushilfspapa spielen, er darf sogar die Kinder mit erziehen, aber eine neue Frau soll gefälligst die Klappe halten.

Ich habe es eher so erlebt, dass mein Mann in zwei Welten lebte, bzw. zwischen zwei Welten pendelte.

In der Woche war er Ansprechpartner für meine Tochter und auch deren Freunde, voll integriert und angenommen, also Aushilfspapa (hätten wir nie so genannt!). Am WE hat er dann seine Kinder geholt, dort musste er sich jedes Mal erst den Respekt neu erarbeiten, weil seine Ex ihm den Respekt nicht gegeben hat und dies natürlich (?) auch auf die Kinder übertrug. Nachdem die Kinder dann irgendwann festgestellt haben, dass ihr Papa kein Lügner usw. ist, waren die Umgänge etwas leichter.

Ich denke nicht, dass die neue Frau die Klappe halten muss, sie sollte sich nur aus Dingen raushalten, für die sie nicht zuständig ist und nicht gegen die Vater-Kind-Beziehung arbeiten.

Und zum Thema Unterhalt: das was meine Tochter an KU bekommen hat und das, was mein Mann an KU zahlen muss, hielt sich lange Zeit in der Waage.

Gruß

eskima


Titel: Re: Wie Zweitfrauen spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: Platt am 07. November 2006, 15:44:02
Hi,

Zitat
Ich denke nicht, dass die neue Frau die Klappe halten muss, sie sollte sich nur aus Dingen raushalten, für die sie nicht zuständig ist und nicht gegen die Vater-Kind-Beziehung arbeiten.


Die Aussage finde ich niedlich. Wieviele Threads gibt es hier, bei denen sich Userinnen auch Du, sich nicht raus halten.
Bei diesem Personenkreis ist es dann okay. Da darf die KM als Übel dargestellt werden, da kann über den zu zahlenden KU locker diskutiert werden. Letztes Beispiel:

http://www.vatersein.de/modules.php?name=Forum&topic=7844.msg73397;topicseen#new

Wenn bemängelt wird dass Umgang auch Geld kostet, dann ist die Vater/Sohn Beziehung gefährdet. Der Sohn ist jetzt 16 Jahre alt. Könnte es nicht vielleicht auch daran liegen? Vielleicht hat er schon eigene Interessen und Freunde die am Umgangswochenende viel interessanter sind als beim Papa auf dem Sofa zu sitzen. Nein das Verhalten der Kinder kann es nie sein. Da nehmen wird die LG, die ist ein schönes Opfer. Mich kotzt es auch an, immer rausfinden zu müssen wer sich falsch verhält.

Wie kommts Du darauf, dass in einer Beziehung der Partner für gewisse Sachen nicht zuständig ist? Wenn man down ist dann will man zwar aufgebaut werden, aber ansonsten Klappe halten.

Platt

PS. Ich habe Gott sein Dank nicht das Image ein Frauenversteher zu sein. Deshalb kann ich solche Provokationen auch mal loslassen. :wink:


Titel: Re: Wie Zweitfrauen spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: eskima am 07. November 2006, 16:15:09
rehi Platt,

ich mag Provos, solange sie nicht unter die Gürtellinie gehen  :wink:

Nach dem Abschicken ist mir auch nachgegangen, dass ich mich nicht grundsätzlich raushalte. Okay, ich formuliere um: Next sollte nichts hinter dem Rücken ihres Mannes verabreden oder "vergessen". Was mein sonstiges Nicht-Raushalten angeht: ich hab dummerweise von Anfang an den Auftrag von Ex angenommen, mich mit um die Kinder zu kümmern, heute zahl ich dafür die Zeche. Noch immer bin ich aber in der Lage, mit Ex Lösungen ohne Anwalt und Gerichte zu finden.

Zitat
Wenn bemängelt wird dass Umgang auch Geld kostet, dann ist die Vater/Sohn Beziehung gefährdet.

Wir hatten auch Zeiten, zu denen wir nicht wußten, wie wir den Umgang (damals noch drei Kinder an jedem WE, nicht jedes zweite) wuppen sollten. Wir sind zur Tafel gelaufen und haben uns dort Lebensmittel geholt. Knappe Geldmittel führen nicht zwangsläufig zur Gefährdung der Vater-Kind-Beziehung.

Zitat
Nein das Verhalten der Kinder kann es nie sein. Da nehmen wird die LG, die ist ein schönes Opfer. Mich kotzt es auch an, immer rausfinden zu müssen wer sich falsch verhält.

Als der Große 16 war und nicht mehr so regelmäßig kam, da haben wir mit ihm geredet und einen Umgang pro Monat ausgemacht. Mittlerweile ist er 17 und sagt diesen einen Umgang ständig ab. Wir trauen ihm durchaus eine eigene Meinung zu und wissen, dass er irgenwann auch mal wieder Zeit für seinen Vater hat.

Zitat
Wie kommts Du darauf, dass in einer Beziehung der Partner für gewisse Sachen nicht zuständig ist?

Nun, ich bin zum Beispiel nie fürs Frühstück zuständig, auch nicht fürs zuBettBringen. Und ich würde nie meinem Mann oder seinen Kindern da reinreden, wie sie ihre Dinge gestalten. Klar, wenn ich gefragt werden würde, vielleicht, aber ich kann auch Dinge einfach hinnehmen (auch wenn mir was zu Meckern auffällt *g*)

Zitat
Wenn man down ist dann will man zwar aufgebaut werden, aber ansonsten Klappe halten.

Nö, das ist bei uns anders. Wir reden. Reden ist aber nicht gleich einmischen.

Zitat
PS. Ich habe Gott sein Dank nicht das Image ein Frauenversteher zu sein. Deshalb kann ich solche Provokationen auch mal loslassen.

Köstlich, danke, den hab ich mal gebraucht  :rofl2:

Als Nicht-Immer-Männer-Versteherin hab ich einfach mal geantwortet  :wink:

Gruß

eskima


Titel: Re: Wie Zweitfrauen spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: DieMystiks am 07. November 2006, 16:31:11
Hallo zusammen,

ich glaube das würde jetzt nicht so ganz richtig verstanden.

Das regelmäßige Umgangswochenenden nicht stattfindenbei meinem 14-jährigen neffen, darüber hat sich niemand beschweret. Er hat seinen Fußballverein, der Vater mit seiner LGin etwas anderes vor usw.

Es geht auch nicht darum, ob die LGin des Kvs manches als ungerecht sieht oder nicht. Sie und ihre Tochter haben Anrufe nicht weitergegeben. So entstand der Eindruck beim KVs das Kind würde sich nicht melden. Dazu hat die LGin noch ein bischen Öl ins Feuer gekippt.

Keine Ahnung was daran richtig ist.

Ich frage mich nun auch, wieso es dem Vater nicht zuzumuten ist, Lebensmittel für das Wochenende einzukaufen. Ein paar Scheiben mehr Brot, ein paar Kartoffeln mehr geschält und vielleicht ein Stück Fleisch sind zu viel, weil er ja Unterhalt bezahlt??

Für diesen Vater bedeuten Umgangskosten ein paar Lebensmittel mehr zusätzlich zum KU. Kinogeld z.B. hat mein Neffe schon selbst in der Tasche gehabt als er 10 Jahre alt war. Alles spielt sich in zwei aneinanderliegenden Stadtteilen ab. Der Sohn fährt mit dem Fahrrad hin und wird weggeschickt weil man Ruhe braucht oder gleich einen Spaziergang machen will. :knockout: Einmal ist das Ok aber ständig?? Komplette Wochenenden waren es 3-4, kann so wild mit den Zusatzkosten nicht sein.
Ok, könnte man jetzt das Argument bringen, muss sich Sohn eben anmelden, aber wie wenn tagelang keiner ans Telefon geht?

Ich wollte hier nicht auf die bösen Zweitfrauen rumhacken. Wäre auch ziemlich blöde, da ich selbst eine bin. Ich kann diese Frauen nicht verstehen wenn sie sich so zwischen Vater und Kind stellen.

@Platt

Ich musste schon grinsen bei deinem Satz, daß meine Schwester sich an den Gedanken gewöhnen muss, daß sie keinen Platz mehr hat im Leben ihre Ex-Mannes.
Sie hat sich sehr gut daran gewöhnt. Nach ca. 10 Jahren Trennung sollte dies auch so sein.
Warum soll aber der Sohn keinen Platz mehr in seinem Leben haben?

Die LGin soll nicht ihre Klappe halten, sie soll dann schon offen sagen was sie stört und nicht solche Lügen verbreiten. Sie zieht Umgangsboykott an den Haaren herbei, dabei läuft eben dieser nicht mehr seit sie da ist.

Über den Kaffee mit der/dem Ex kann man sicher streiten und das wird wohl Ansichtssache bleiben. Ich denke wenn die beiden Eltern sich treffen wollen um sich irgendwie zu einigen, ist ein Kaffee nichts schlimmes. Das sollte eher so möglich sein.


 :ironie: Vielleicht sollte ich meinem Neffen mal nahe legen ein Lunchpaket mitzunehmen, dann wird sicher die Türe mal aufgemacht.

Gruß
Tina




Titel: Re: Wie Zweitfrauen spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: Daisy am 07. November 2006, 17:06:06
Hallo an alle,
ne heiße Diskusion die ihr da führt. Mir fällt auf, dass es hier hauptsächlich um die bösen Zweitfrauen/Männer geht und die sich nicht wehren wollenden/könnenden Partner. Sicher gibt es diese Fälle zu Hauf.
Aber es sind nicht immer die neuen Partner die Boshaftigkeiten verteilen. Manchmal sind es auch die Kinder (speziell in einem Alter von 12-18) die es den neuen Partnern so schwer wie möglich machen. Teils aus Eifersucht (weil sie den Elternteil nun nicht mehr für sich alleine haben und dieser auch etwas Zeit mit dem neuen Partner verbringen möchte) oder nur weil sie mit ihrem Verhalten provozieren wollen und ihren Kopf durchsetzen wollen. Der neue Partner ist nicht der "richtige" Elternteil, hat folglich auch nichts zu sagen." Wenn er sich dann (zu Recht) beschwert, heißt es meist "der kann mich nicht leiden, der ist so ungerecht zu mir, beschütz mich Papa/Mama") Meistens haben sie mit dieser Masche mehr oder weniger Erfolg, sähen Streit und Misstrauen unter den Partnern und erreichen damit, dass sie fast unbeachtet ihr eigenes Ding durchziehen können.

Noch schlimmer wird es allerdings, wenn die getrennten leiblichen Eltern nicht mehr miteinander reden, im Gegenteil, jede sich bietende Gelegenheit nutzen, sich gegenseitig zu schaden. Gerade Jugendliche wissen diese Situation oft schamlos auszunützen. Sie ziehen sich aus jeder Seite nur ihre persönlichen Vorteile, lügen dass sich die Balken biegen, immer in dem sicheren Wissen, dass ja beim anderen nicht nachgefragt wird. "Die reden ja eh nicht miteinander, kommt also auch nicht raus"
Meist wird dann beim Vater über die Mutter geschimpft und umgekehrt. Viele benutzen auch die neuen Partner als Sündenbock und geben damit der anderen Seite noch mehr Futter sich aufzuregen.

Was ich damit eigentlich sagen will ist, es sind nicht immer nur die neuen Partner die einen Keil zwischen Eltern und Kind treiben, oftmals sind es die Kinder selbst, die durch ihr Verhalten solche Reibereien regelrecht provozieren. Die jede Aussage des Partners so hindrehen wie es gerade am besten passt und dies dann beim anderen Elternteil so anbringen, dass ja dort die böse Stiefmutter/Vater ist, die alles zerstören will.

Zum Thema direkt muss ich sagen, mir würde es auch nicht gefallen, wenn mein Schatz mit seiner Ex ausgeht und mein Schatz wäre mit Recht auch stinkig, wenn ich mich mit meinem Ex zum Kaffeekränzchen treffen würde. Dinge die die Kinder betreffen kann man auch telefonisch abklären und es gibt sicher auch nicht jeden Tag irgendwelche wichtigen Sachen zu besprechen. Man hat sich ja schließlich nicht ohne Grund getrennt und der/die Ex gehören nun mal nicht mehr zum täglichen Leben dazu.
Kann ja sein, dass bei einigen wenigen so etwas wie Freundschaft bleibt, aber das sind wohl eher die Ausnahmen.
Und ich denke auch, dass man da als Aussenstehender seine Nase besser raushalten sollte, es macht meist alles nur noch schlimmer. Als guter Freund kann man dem betroffenen zuhören und Ratschläge geben wie er sein Leben wieder auf die Reihe kriegt, aber sich in das Familien- oder Exfamilienleben einmischen sollte man doch tunlichst vermeiden, sonst kann es passieren dass man selbst nachher als Bösewicht dasteht und hat es doch nur gut gemeint.

So das waren so meine Gedanken beim lesen dieses Treats. Werde die Diskusion weiter verfolgen.

liebe Grüße Daisy


Titel: Re: Wie Zweitfrauen spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: DieMystiks am 08. November 2006, 14:53:10


Hallo Daisy,

sicher wird es den Kindern/Jugendlichen ein Leichtes sein, die Eltern gegeneinander auszuspielen, wenn diese nicht mehr  fähig sind miteinander zu reden. Dieses Denken wird in solchen Fällen, besonders wohl in Pubertät nicht so selten sein.

Gerade deshalb ist es doch wichtig, daß zwischen den Eltern ein offenes Wort gesprochen werden kann und man evtl. auch gemeinsam mit dem Kind Einzelheiten mal bespricht.
Das klappt nur wenn die Zweitpartner dahinterstehen.

Kommen da persönliche Eifersüchteleien vom derzeitigen Partner hinzu, kann man das Ganze knicken.

Noch einmal zum Kaffeetrinken.

Es geht ja nicht darum mit dem Ex-Partner auszugehen und sich einen schönen Abend oder Tag zu machen. Es geht auch nicht darum, den Ex-Partner am alltäglichen Leben teilhaben zu lassen.
Hier bin ich ganz deiner Meinung. Das sind 2 verschiedene Paar Schuhe und die müssen auch getrennt bleiben.

In diesem einen Fall ging es lediglich um Treffen um die Dinge in Ruhe bezüglich des Kindes zu besprechen und auch einen Weg zu finden, wie es finanziell weitergeht.

Mein LG hält sich beim Abholen der Kinder auch manchmal ca. 1 Std. im Hause der Ex auf. Dabei wird gequasselt und sich ausgetauscht.
Mein Ex-Partner kam für eine Zeit lang hierher um den Umgang stattfinden zu lassen. Dann haben wir auch zum Abschluß Kaffee getrunken oder gemeinsam, gegessen.

Dies alles dient/diente nur rein zum Informationsaustausch. Nicht um privates Geplänkel. Aber wie ich schon oben schrieb, kann man hier natürlich geteilter Meinung sein.
Ich sehe keinen Grund auf die Ex meines LG`s eifersüchtig zu sein.......dann würde in unserer Beziehung m.E. etwas nicht stimmen und diese würde ich dann hinterfragen.

Am Ende alles eine Frage des Vertrauens.

LG
Tina


Titel: Re: Wie Zweitfrauen spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: Archaster am 08. November 2006, 15:53:46
Hallo ihr Lieben,

auch ich wehre mich  gegen die Pauschalisierung in der Überschrift, dass nur "Zweitfrauen" die Eltern-Kind-Beziehung spalten können.

Ich kann ohne Weiteres drei Beispiele aufzählen, bei denen der Stiefvater den Keil in die Eltern(=Mutter)-Kind-Beziehung getrieben hat und das durchaus für sich erfolgreich. In einem Falle ist es sogar so, dass der (jetzt knapp volljährige) Sohn in einer eigenen Wohnung lebt, weil der Partner der KM ein Problem hat und die KM sich nicht für oder gegen einen entscheiden kann und will...

Also wäre es vielleicht sinnvoll, einfach die Überschrift zu ändern, oder innerhalb dieses Threats klar zu stellen, dass sich eine solche Problematik eben nicht ausschließlich auf die weiblichen Nexten bezieht.

Gruß
Archaster


Titel: Re: Wie Zweitfrauen spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: DieMystiks am 08. November 2006, 16:03:16


Hallo Archaster,

in der Überschrift steht das kleine Wörtchen "können".

Weder verallgemeinere ich im Eingangspost, noch wird in einem der Beiträge bestritten das es nicht auch andersherum ( vom Stiefvater aus) so laufen kann.

Mag sein dass Stiefväter von denen du jetzt berichtest nicht erwähnt wurden, da ich lediglich ein persönliches Erlebnis berichtet habe und meine Gedanken dazu.

Wenn man das Eingangspost liest und die darauffolgenden Beiträge, dürfte das klargestellt genug sein.

Gruß
Tina


Titel: Re: Wie Zweitfrauen spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: Daisy am 08. November 2006, 17:25:40
Hallo Tina,
wie wäre es denn, wenn mal ein Treffen mit neuen Partnern gemeinsam angeregt werden würde? Zum einen kann dann die LGin dabeisein und sieht selbst, dass es ausschließlich ums Kind geht (dann gibt sich ja mit der Zeit auch die Eifersucht), zum anderen wäre es ja vielleicht ganz hilfreich, wenn alle betroffenen Parteien mal zusammen an einem Tisch sitzen und so jeder sozusagen alles aus erster Hand erfährt/hört und seine Meinung anbringen kann.
Wenn ich mit meinem Ex mal telefoniert habe und es später meinem Partner berichtet habe, ist es auch vorgekommen, dass ich einiges nicht erwähnt oder vergessen habe. Nicht absichtlich, einfach nur weil man ja nicht wortwörtlich alles wiederholen kann und will.
Wenn er dabei ist mache ich aber grundsätzlich den Lautsprecher an, dann hört er alles aus erster Hand selbst mit und kann dann ganz anders mitreden oder seine Meinung äußern als wenn ihm nur die Hälfte des Gesprächs bekannt ist.
Vieles wird meistens durch überbringen anderer Personen verfälscht und kommt in den falschen Hals.
Der Junge selbst sollte bei diesem Gespräch auch dabei sein, dann hört er selbst, wer was sagt und kann sich seine eigene Meinung bilden. Ist jedenfalls besser als wenn er immer nur hört "dein Vater hat gesagt, deine Mutter hat gesagt", ob derjenige das dann tatsächlich genau so gesagt und gemeint hat weiß er nicht.
Schwierige Situation, auch für dich. Ich kenne das gut, habe auch immer so ein "Helfersyndrom" und will jedem immer helfen und kluge Ratschläge geben. Es ist nicht immer so leicht sich da zurück zu nehmen. Sei ein bißchen vorsichtig und versuche dich nicht zu sehr einzumischen, sonst gibt es bald einen neuen Sündenbock, nämlich dich.
Hin und wieder mal anpieken das Thema würde ich aber warscheinlich auch, aber immer schön vorsichtig!

Wünsche vor allem für den Jungen, dass es bald besser wird und sich alle wieder etwas einkriegen.

Liebe Grüße Daisy


Titel: Re: Wie Zweitfrauen spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: Daisy am 08. November 2006, 17:53:54
Hallo Archaster,
in dem von dir geschilderten Fall würde mich mal sehr interessieren, wie der fast volljährige Sohn mit dem neuen Patner der KM umgegangen ist. Zum "nicht-miteinander-klarkommen" gehören auch immernoch mindestens 2 Personen. Das Verhältnis zu meinem Stiefsohn (17) hat sich auch ziemlich verschlechtert seit er bei uns wohnt. Er versucht seinen Vater gegen mich auszuspielen und behandelt mich sehr herablassend und überheblich. Er kommt meistens nicht mit seiner Masche durch, aber das zehrt auch stark an den Nerven und manchmal möchte ich ihn auch am liebsten zum Mond schießen, er weiß genau wo er seinen Vater packen muss und manchmal klappts ja auch. Natürlich bin ich da auch die "Böse" in seinen Augen, die seine Tour immer wieder aufdeckt und seine Masche längst durchschaut hat.
Natürlich ändert das nichts an dem Verhältnis zwischen Vater und Sohn, das würde ich auch gar nicht wollen, aber ich passe halt auf, dass er uns nicht ständig über den Tisch zieht und uns seine Lügengeschichten aufbindet und das ko...  ihn natürlich mächtig an. Er kriegt halt nicht seinen Kopf durchgesetzt und kann eben bei uns nicht nur das tun und lassen was er möchte und für richtig hält.
Ich denke schon, dass er mich auch als böse Stiefmutter sieht, aber ganz ehrlich, ich kann damit leben. Schon im Interesse meiner beiden eigenen Kinder kann ich halt nicht alles erlauben oder durchgehen lassen. Mit Recht würden meine Kinder dann das gleiche Recht einfordern und das geht eben nicht. Ich behandele hier niemanden bevorzugt, auch nicht meinen Stiefsohn um in seinen Augen besser dazustehen.

Wie gesagt, es hängt auch viel vom Verhalten des Kindes gegenüber dem neuen Partner ab. Was sich manche Stiefeltern von ihren Stiefkindern alles bieten lassen, nur um eben nicht als böse neue Partner dazustehen, ist manchmal schon unglaublich und bestimmt nicht vorteilhaft für die Erziehung der Kinder. Wie schon erwähnt, die kleinen "Teufel" wissen es oftmals schamlos auszunutzen.

Liebe Grüße Daisy


Titel: Re: Wie Zweitfrauen spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: DieMystiks am 08. November 2006, 18:27:28

Hallo Daisy,

ich habe auch schon daran gedacht, daß sich mal alle an eien Tisch setzen könnten. Vorgeschlagen habe ich es aber noch nicht. Die Fronten sind zur Zeit sehr verhärtet, ich denke ich ernte momentan eher ein: " bist du denn bescheuert" *lach.

Ich werde das mal bei Gelegenheit vorschlagen.

Zumindest ist jetzt eine Einigung getroffen worden, was die Anrufe angeht. Nachdem Sohnemann nicht mehr auf Festnetz anrufen möchte weil eben diese Anrufe nicht weitergeleitet wurden, schlug der Kv vor, der Junge könne ihn auf dem Handy anrufen. Sollte der Kv zu hause sein, könne man auflegen und per Festnetz weiter telefonieren. Der Kv sagte, das wäre dann auch nicht so teuer für den Jungen.
Ich denke so ist wenigstens die Chance gegeben, daß die beiden sich per Telefon austauschen können. Somit könnte dann auch wieder mal ein Treffen zwischen Vater und Sohnemann zu Stande kommen.

Du liegst schon richtig. Mischt man sich zu viel ein, ist es auch nicht gut. Ich denke ich habe inzwischen das richtige Maß gefunden :)

Danke für deine Anregungen :)

LG
Tina


Titel: Re: Wie Zweitfrauen spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: Daisy am 09. November 2006, 08:54:50
Hallo Tina,
na Bitte, geht doch vorwärts. Und wenn sich alles ein bißchen beruhigt hat, kann man ja mal einen Anlauf nehmen zu einem gemeinsamen Gespräch. Offensichtlich ist der Kontakt zu dem Jungen dem Vater doch wichtig und der Vorschlag mit dem Handy ist super. Außerdem hat doch der Junge sicherlich auch ein Handy, oder? Da hätte er doch schon längst selbst auf die Idee kommen können. Da kann er nämlich auch per SMS anfragen, ob der Vater zu Hause ist, oder ihn bitten mal anzurufen, muss doch nicht immer der Junge sein der den Vater anruft oder?

Na lass sie mal erstmal machen. Vielleicht schaffen sie es ja doch alleine.

Alles Gute!

LG Daisy


Titel: Re: Wie Zweitfrauen spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: DieMystiks am 09. November 2006, 14:06:34


Hi Daisy,

der Junge hat seit ca. 2 Jahren ein Handy. Er hat ein paar mal den Vater während der Arbeitszeit angerufen, was wahrscheinlich nicht so passend, daher fanden nur kurze Gespräche statt, Rückrufe seitens des Kvs blieben aus.

Nunja, der Kv hat in dem Gespräch mit der Km zugegeben dass er einen Fehler gemacht hat und seine Wut, die er auf die Km hatte auf den Jungen übertragen hat. Er wollte den Jungen nicht sehen.

Nun hat er die Verabredung mit dem Jungen für das nächste Wochenende in Frage gestellt. Er häte dem Jungen das zwar zugesagt...aber er wüste noch nicht.

Naja..irgendwie scheint Ruhe reinzukommen und mit den Dingen der abgesagten Verabredungen muss der Junge zurechtkommen. Es bleibt ihm ja nichts anderes übrig.

Mal abwarten wie es weitergeht.

Lg
Tina


Titel: Re: Wie Zweitfrauen spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: Daisy am 09. November 2006, 15:35:20
Hi Tina,

wie alt ist der Junge? 16? Ich denke mal dass er sich da seine eigene Meinung bildet und sicher merkt oder weiß, was er von seinem Vater zu erwarten hat. Ein Gespräch mit allen (auch der LGin) wäre sicherlich angebracht in naher Zukunft. Sollte der Vater wirklich den Jungen nicht sehen wollen, ist es aber seine Entscheidung, welchen Anteil die LGin da trägt, kann man schlecht beurteilen. Auch für die eventuelle Abneigung der LGin gegenüber dem Jungen muss es ja einen Grund geben. Trotzdem bleibt es alleinige Entscheidung des Vaters, und er wird später die Folgen dieser seiner Entscheidung auch selbst tragen müssen.
Also mein LG würde mir wohl mächtig was erzählen, wenn ich da versuchen würde ihn gegen seine Kinder aufzuhetzen. Wenn der Große sich natürlich benimmt wie die Axt im Walde steht er hinter mir, aber das sind bei uns mehr Erziehungsfragen als das es grundsätzlich um das Vater-Sohn-Verhältnis geht.
Er ist da meistens zu weich und gibt doch eher mal nach, nun ja schlussendlich ist ja auch sein Wort ausschlaggebend und ich muss seine Entscheidung akzeptieren, aber oftmals fragt er mich doch nach meiner Meinung und die kriegt er dann auch gesagt und dann finden wir auch eine Lösung mit der wir beide klarkommen. Ich denke auch, dass ich manchmal zu streng bin, aber wie gesagt Jugendliche in dem Alter brauchen einfach klare Linien und nicht heute so und morgen anders. Gerade wo bei dem Jungen in den letzten Jahren so viel falsch lief und versäumt wurde. Na ja, man kämpft sich da halt so durch, ne.

Da fällt mir ein, könnte sich der Vater nicht mal Nachmittags mit dem Jungen alleine treffen, wenn es doch mit der LGin Probleme gibt wäre das ja vielleicht zunächst die bessere Lösung. Die "Bengels" wollen doch sowieso mit den "Alten" nicht mehr so viel zu tun haben und sind lieber mit ihren Kumpels unterwegs. Hin und wieder mal ein paar Stunden am Nachmittag sollten aber doch wohl möglich sein um sich wieder etwas anzunähern. Einfach mal ein Eis essen gehen und sich ausquatschen, der Junge ist doch auch schon fast erwachsen und möchte sicher auch so behandelt werden, ernsthafte Gespräche mit "Kindern" in dem Alter können manchmal echt amüsant sein ;-). Und vielleicht gefällt es ihm ja auch besser mit seinem Vater mal was alleine zu machen, die Probleme mit der LGin sind sicher auch ein wenig durch Eifersucht (von beiden Seiten) entstanden. So etwas kann sich auch ganz schön hoch schaukeln.

Na ja, behalte es ein bißchen im Auge. Bin gespannt wie es ausgeht.

LG Daisy


Titel: Re: Wie Zweitfrauen spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: eskima am 09. November 2006, 15:48:43
Hallo Daisy,

Zitat
Auch für die eventuelle Abneigung der LGin gegenüber dem Jungen muss es ja einen Grund geben.

Diese Ablehnung kann aber genausogut in der Person der LGin begründet sein und muss nicht zwangsläufig etwas mit dem Sohn zu tun haben.

Beispiel aus eigenem Erleben: der Vater meiner Tochter hat seine damals "Neue" mitgebracht und alle miteinander bekannt gemacht. Die Neue war von Anfang an nicht sehr nett, sie zeigte aber ein oberflächliches Interesse. Da ich dachte, dass es an mir lag, schickte ich KV, LGin und Töchting in die Stadt (Töchting war sechs). Sie waren nicht lange weg und als sie wieder bei mir waren, fragte LGin Töchting, ob sie denn auch mal zu ihnen zu Besuch kommen will. Töchting sagte: "vielleicht". Da sprang LGin auf und bezichtigte Töchting der Lüge, unten vor dem Haus hätte sie noch: "Ja" gesagt.

Es dauerte nur noch kurz, bis KV und LGin wieder gingen und ich sprach mit meiner Tochter. Sie sagte mir unter Tränen, dass sie nicht gelogen hat und auch unten vor der Haustür die gleiche Antwort gegeben hat. Der KV sagte übrigens gar nichts. Danach kam auch kein einzige Anruf, keine Karte und kein Treffen mehr zustande.

Ich habe meiner Tochter geglaubt, weil ich bis dato nicht die Erfahrung gemacht habe, dass sie mich anlügt.

Gruß

eskima


Titel: Re: Wie Zweitpartner spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: Archaster am 09. November 2006, 15:54:18
Hallo Daisy,

in geschildertem Falle ist es so, dass das "Kind" 12 Jahre alt war, als der "Stiefvater" (fürchterliches Wort) in die Familie kam. Der "Stiefvater" hat eine eigene Tochter, heute sieben Jahre alt, die alle 14 Tage zu Besuch kommt. Und der Stiefsohn freute sich auf eine männliche Bezugsperson, die der Stiefsohn doch lange vermisst hatte. Von daher war die Bereitschaft zur absoluten Integration des "Stiefvaters" in die Vaterrolle von Seiten des Kindes gegeben.

Natürlich gehören zu Streit und Mißstimmung immer zwei. Und Kinder (auch im zarten Alter von 12) können durchaus Biester sein. Dennoch kann ich durchaus behaupten, dass dieser Sohn (im Gegensatz zum Stiefvater) immer kompromissbereit war und es teilweise heute noch ist. Also, wenn es nach dem Sohn geht, dann würden Gespräche zur Klärung stattfinden und zwar auf einer gemeinsamen Augenhöhe... . Der Stiefvater allerdings zieht es vor über jegliche Themen zu sticheln und es Mutter und Sohn spüren zu lassen, dass seine Tochter die Beste ist (ist ja auch eine Süße) und der Sohn ihm nix recht machen kann und vor allem niemals recht machen wird.

Bei einem Bekannten, der alleinerziehender Vater war, als er seine jetzige Frau (ohne Kind) als Stiefmutter installierte (die leibliche Mutter hat großzügiges Umgangsrecht, und da die Mutter im Nachbardorf wohnt, kann der Junge immer zu ihr, wenn er will). Dummerweise leiden sowohl Stiefsohn, leiblicher Vater und Stiefmutter unter der Herrschsucht, Wehleidigkeit und anderen Dingen der Stiefmutter...

Meine Erfahrung ist, dass solche Situation immer von beiden Seiten forciert werden. Das Stiefkind, welches sich unverstanden fühlt und der Stiefelternteil, welcher sich nicht ernst genommen fühlt in all seinen Bedürfnissen und Wünschen.



Liebe Daisy,
bist du dir ganz sicher, dass dein "ich decke die Masche deines Sohnes immer wieder auf" das Verhältnis zwischen Vater und Sohn nicht doch nachhaltig schädigt?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass vieles Einstellungssache ist. Wenn man halt die Einstellung gegenüber eines Stiefkindes hat, dass dieses nix Richtig machen kann, dann wird es das auch nicht können. Dann wird die Einstellung des Stiefelternteiles immer die hier sein: Natürlich bin ich da auch die "Böse" in seinen Augen, die seine Tour immer wieder aufdeckt und seine Masche längst durchschaut hat.
aber ich passe halt auf, dass er uns nicht ständig über den Tisch zieht und uns seine Lügengeschichten aufbindet und das ko...  ihn natürlich mächtig an. Er kriegt halt nicht seinen Kopf durchgesetzt und kann eben bei uns nicht nur das tun und lassen was er möchte und für richtig hält.
Ich denke schon, dass er mich auch als böse Stiefmutter sieht, aber ganz ehrlich, ich kann damit leben
.

Und das macht mich als (leiblicher- und Stief-)Elternteil traurig. Denn ich möchte mein/sein Kind nicht so sehen müssen. Ich möchte mein/sein Kind respektieren dürfen, es lieben dürfen, wie es ist. Es annehmen dürfen, mit all seinen Fehlern und Macken.

Weisst du, jetzt mal Butter bei die Fische: dieser Sohn ist mein Sohn. Und diese Tochter ist die Tochter meines Lebensgefährten, mit dem ich jetzt seit fast sechs Jahren zusammen bin. In den ganzen sechs Jahren gab es meinerseits nie ein böses Wort über so manches "Fehlverhalten" seiner Tochter. Kinder sind halt so und ich liebe die Kleine fast wie mein eigenes Kind.
Was würde es mir auch bringen, wenn ich meinem Lebensgefährten immer wieder erkläre, dass seine Tochter egoistisch ist, weil sie an den Umgangswochenenden immer einen Event benötigt und alles fünf Sekunden (so sie nicht beschäftigt wird) fragt, "und was machen wir jeeeeetzt?"... Was würde es mir bringen, wenn ich mich seiner Tochter gegenüber genau so verhalten würde, wie mein Partner sich meinem Sohn gegenüber verhalten hat (=iss auf, sitz grade bei Tisch, heb den Arm hoch, räum den Teller weg und ich meine hier nicht die liebevolle Aufforderung etwas zu tun und sich an die Regeln zu halten, nein, ich meine hier den barschen, unfreundlichen, hasserfüllten Ton meines Partners)?
Die Antwort ist:

Nix.

Weder mir, noch seiner Tochter, noch ihm würde es etwas bringen. Ok, mal davon abgesehen, dass es vielleicht bei meinem LG einen gewissen Lern- und Aha-Effekt geben könnte...

Weisst, Eltern kennen die Macken und Schwächen ihrer Kinder doch sehr genau (ich weiss ja auch, dass mein Sohn nur dann seinen Hintern hochhievt, wenn man ihn ein paar Mal getreten hat...  :redhead: ), aber das will ich mir doch von meinem Partner nicht Tag und Nacht vorwerfen lassen, oder würdest du das wollen?
Mir hat mein Partner mal wortwörtlich gesagt, dass ich in der Erziehung meines Sohnes versagt habe. Sorry, aber das muss ich mir von jemandem, der eine solche Tochter hervorgebracht hat, nicht sagen lassen!
Geändert hat sich sein Verhalten allerdings erst, als ich ihm ein recht heftiges Ultimatum gesetzt habe. Er hat sich dafür letztendlich auch entschuldigt. Schade eigentlich, dass die Jahre vorher mein Reden, Bitten und Flehen nicht gefruchtet haben... und ich dann zu solch drastischen Mitteln greifen musste, damit er sieht, wie weh es mir tat/tut, wenn er andauernd über mein Kind herzieht, es schlecht macht und ihm Boshaftigkeit unterstellt.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Wenn alle etwas herzlicher/offener/ehrlicher miteinander umgehen könnten, die Bedürfnisse von sich selbst und anderen respektieren, tolerieren und akzeptieren könnten, und dann vielleicht auch noch diese Bedürfnisse artikulieren, kommuniziteren und letztlich auch befriedigen...  dann könnte es auf der Welt vielleicht etwas besser zugehen.

Genug des Plädoyes zur Weltverbesserung...

Gruß
Archaster


Titel: Re: Wie Zweitfrauen spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: Daisy am 09. November 2006, 18:11:43
Hallo Archaster,

bei dem jungen Mann hier ist es eine etwas schwierige Situation. So etwas wie Erziehung hat er halt in den letzten 5 Jahren nicht erfahren. Er hat seine Masche entwickelt und ständig verbessert, wie er am besten seinen Willen durch setzt. Ich mache ihn nicht schlecht vor seinem Vater, nur weiß ich inzwischen wie er denkt und was sein Verhalten bezwecken soll. Hin und wieder mach ich den Vater darauf aufmerksam wenn ich merke das ihn wieder das schlechte Gewissen plagt. Der Knabe hat es echt drauf, hat ja auch lange genug geübt. Weißt du, es geht hier nicht um Kleinigkeiten, sondern um ganz grundlegende Sachen.
Es muss in meinen Augen nicht sein, dass er mit seinen 17 Jahren jedes WE bis in den frühen Morgen rumtreiben ist, total betrunken nach Hause kommt, rumpöbelt und bockt und schreit wie ein Kleinkind wenn es nicht nach seinem Willen geht. Das anfängliche Vertrauen in ihn hat er systematisch zerstört indem er immer wieder Sch.... baut und uns belügt und nun auch noch seine eigene Mutter beklaut hat. (es geht hier nicht um Kleingeld!)
Sein Vater liebt ihn, ist aber jedesmal bitter enttäuscht, wenn er das nächste Ding gerissen hat.
Ich bemühe mich, ihm zu helfen, ihm zu erklären wie wichtig manche Dinge für seine Zukunft sind (z.B. ein einigermaßen vernünftiger Schulabschluß und ein sauberes Führungszeugnis). Wir reden viel mit ihm und er tut immer so als würde er es verstehen und wenn man sich umdreht hat er den nächsten Mist verzapft.
Ich kann und will nun mal nicht zulassen, dass er sich hier aufführt wie der Pascha und alleinige Herrscher. Er hat hier genau wie meine beiden Kinder ein paar Pflichten zu übernehmen (was ihm natürlich gar nicht passt) und er bekommt auch nicht mehr Rechte eingeräumt als meine Kinder. Ich kann und will da keine Unterschiede machen und mein LG tut das auch nicht. Vielleicht gibt es ja deshalb ständig Ärger, weil er nun mal nicht alleine die erste Geige spielt. Er ist es ja so gewohnt von Muttern, dass er machen kann was er will. Rauchen, Saufen, Rumtreiben, Pöbeln, Prügeln usw.

Wir können nicht alles was da versaut wurde wieder gerade biegen. Aber er hat sich hier bei uns im Haushalt an bestimmte Regeln zu halten und sich einigermaßen gesittet zu benehmen. Er kann ja auch anders wenn er will, hat er ja schon gezeigt. Aber manchmal ist er wirklich unausstehlich, besonders zu mir und meinen Kindern, und natürlich nur wenn sein Vater nicht dabei ist. Ich sagte ja bereits dass ich seine Masche durchschaut habe, er kann der liebste Bub sein, wenn alles nach seinem Willen geht, aber wehe wenn nicht!
Wenn wir ihm alles durchgehen lassen, haben wir bald 3 solcher Kandidaten hier, denn meine schauen sich sehr schnell seinen Blödsinn ab, und dann werden wir irgendwann gar nicht mehr Herr der Lage. Du kannst ja mal unsere Geschichte beim Sorgerechtsforum Thema "Geschwisterbindung" nachlesen. (ich hab keinen Plan wie man einen Link setzt)
Es ist nicht so, dass ich den Jungen nicht leiden kann. Wenn dem so wäre, könnte es mir ja egal sein, was aus ihm wird. Er wird in ein paar Monaten 18 und die würde ich sicher auch noch rumkriegen. Nein ich möchte dass er später klar kommt, dass er sich nicht schon jetzt seine ganze Zukunft versaut, dass der Vater mal stolz auf seinen Sohn ist. Und dafür nehme ich auch sein gemaule in kauf und diskutiere mit meinem LG bis spät in die Nacht um Lösungen zu finden.

Erst mal liebe Grüße
Daisy


Titel: Re: Wie Zweitfrauen spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: riviera am 13. November 2006, 12:24:23
Hi zusammen,

da mein letzter Thread hier als ein Beispiel dient, sage ich mal was aus (natürlich) meiner Sicht dazu:

Ich bin gerne (Zweit)Frau, weil mein Mann für mich persönlich ein toller Mensch ist. Das war sicher für die Ex auch mal so. Nu seit Jahren nicht mehr und das ist auch ok.

Ich habe in den letzten Jahren einiges lernen müssen und auch einiges ertragen. Manche Dinge möchte ich nicht missen und einiges doch.

Es ist für mich nach wie vor schwierig zu ordnen, wann darf ich was oder nicht, wann soll ich was oder nicht,...daraus ergibt sich sozusagen ein quasi hin und herschieben meiner eigenen Person durch andere, die gar nicht wissen wie sich das anfühlt. Mal so grob gesagt.

Oftmals habe ich in den Jahren zu hören bekommen: ...warum hast du denn dann geheiratet?...warum hast du dich denn mit einem Geschiedenen eingelassen?...warum hast du dich denn mit einem Geschiedenen Vater eingelassen?...wenn du dich auf sowas einlässt, dann hättest du wissen müssen was auf dich zukommt!

Nun, zu letzterem kann ich auf jeden Fall Nein sagen. Während ich seit Jahren als zweite Frau von der Exfrau, den ehemals gemeinsamen Freunden etc. bombadiert und teils boykottiert wurde/werde, wird mein Mann seitens meiner "Exumgebung" und samt meines Exmannes wie auch dessen LG voll akzeptiert.
Es ist nunmal unterschiedlich, wie Trennungen ablaufen.

Es ist auch fraglich, ob es so einfach ist, so zu leben, dass man alle 14 Tage umschaltet, so nach dem Motto "hey, es ist mal wieder Umgangs-WE", was es hinsichtlich der Kinder meines Mannes kaum gab.

Beispiele:
Für mich immer wieder die Frage, sicherlich von Person zu Person unterschiedlich aufgrund des Charakters und vielleicht aufgrund des Geschlechts, kann ich überhaupt was richtig machen?

-Anfangs wurde erwartet, dass ich in der heimischen eigenen Wohnung die liebe Frau und Mama sein sollte, draußen dann aber bitte den entsprechenden Abstand halten wegen der Ex und den gemeinsamen Kindern (die so klein und dumm nicht waren, die Wahrheit zu sehen in ihren eigenen Augen)
-kaum Geld da, aufgrund von Steuerklassenänderung, auch bringt ja eigentlich für alle die neue Wohnsituation finanzielle Schwierigkeiten mitsich, aber macht ja nix, denn die Neue hat ja Kohle, die geht ja arbeiten
-das ehemals finanzierte Auto ist verkauft, da man und frau es sich nicht mehr leisten konnte, aber die Neue hat ja
-möglichst die Klappe halten gegenüber den Kindern, wenn über mich was erzählt wurde, was eigentlich nicht möglich hätte sein können, da man mich ja gar nicht persönlich kennt

Hm, also was und wer bin ich denn und wo gehöre ich hin? Was wenn, wie es ja auch ist, die Kids auf mich zugehen und mir Geheimnisse anvertrauen, weil sie wissen, dass ich mich generell aus bestimmten Dingen raushalte, somit die Wahrscheinlichkeit geringer ist, dass ich plaudere (abgesehen von wirklich wichtigen Dingen und die Frage beantworten muss: dürfen Kinder Geheinmisse haben und wem dürfen sie die anvertrauen?)

Rein rechtlich betrachtet, wird mir garantiert, dass die Ehe zu schützen ist. Wann ist das der Fall? Bei der Steuererklärung? Vor Gericht, wo man nach meinem Einkommen fragt und meine eigenen Kinder keine Rolle spielen sollen? Was bei Pfändungen, angeleiert durch Ex oder den Gläubigern der ehemals Verheirateten? Darf ich mir Dinge anschaffen, die einen gewissen Wert übersteigen ohne das ich mich rechtfertigen muss im Sinne von "Das gehört mir und nicht meinem Mann!"?
Zur Not kann ich, wenn man oder frau es darauf anlegt, mit einer Verweisung aus der Wohnung rechnen, wenn es um Umgang geht zwischen einem Vater und dessen Kinder (mir nicht passiert, aber diese Fälle gibt es doch). Man lasse sich das auf der Zunge zergehen: Frau (die zweite) muss eigene Wohnung verlassen, damit Vater seine Kinder sehen kann.

Ach richtig, Platt hatte ich nicht richtig verstanden, vielleicht erklärt ers ja nochmal für mich. In meinem Thread gings um rückständigen KU, der ja nicht vom Himmel gefallen ist. Auch um einen PU, den ich kaufte (!), der einer Pfändung der Ex zum Opfer fallen kann, weil sie pfändet (ihr gutes Recht und ihre Pflicht), weil ihr Sohn die Nase voll hat und Sohn mit Vater das SR auf den Vater übertragen lassen will, was Mama nicht passt, angesichts der Konsequenz für sie selbst, nämlich selbst auch KU zahlen zu müssen.
Eigentlich hatte ich nur angefragt, was man/ich tun kann, für meinen Mann und auch für mich gleich mit, logo.

Zum Verständnis, der Ex ist es ziemlich egal ob ich ihre Mitschulden mitfinanziere damit hier Ruhe und Ordnung herrscht, mein Mann nimmt das gerne an und es ist ja freiwillig. Andererseits darf ich dann wohl auch mein Hab und Gut, was ja unser gemeinsames sein darf und sein soll, auch versuchen zu schützen. Einfacher wäre es allerdings, nicht mehr zu arbeiten, Hartz IV zu kassieren und die EV abzugeben...ist aber nicht mein Ding.

Man antwortet mir unter anderem, dass mich das mitfinanzieren zwar ehrt, aber es kann nicht die Lösung sein (kein Zitat!). Das ist richtig, absolut. Nur: ohne mich wäre die finanzielle Situation meines Mannes viel schlimmer und die Last wäre dann für die Ex noch höher, bzw würde sie noch weniger Geld sehen---insofern: was nun?


Ich habe nicht alle Antworten hier gelesen, hätte ich wohl tun sollen, aber nach den ersten wollte ich einfach mal was loswerden, denn aus heutiger Sicht sehe ich das so: ich liebe meinen Mann und er ist unersetzlich für mich, als Mensch. Heiraten würde ich deshalb immer wieder, also ihn. Aus rechtlicher Sicht nie wieder und auch nicht wenn ich diese ganzen miesen Bevormundungen ertragen müsste. Wem gebürt bitte dieses Recht.
Seine Ex ist die Mutter der Kinder und sie ist wie sie ist. Das geht mich nichts an, aber den Preis den ich zahle kann sich doch kaum einer leisten und da rede ich nicht nur vom Geld. Wieviele Zweitfrauen gehen auf dem Zahnfleisch? Ich kenne keine, die ihrem Ex sein Exleben nehmen will, denn das geht gar nicht, dafür kenne ich umso mehr Erstfrauen, die einer Zweitfrau einen Neustart mit dem Ex nicht gönnen.

Und das mich die Kinder mögen, tja, woran das wohl liegt? Gekauft hab ich sie nicht, denn dafür ist kein Geld da. Recht einfache Antwort: ich belüge die Kinder nicht! Eltern tun das ja teils gerne, weils einfacher ist und wer da mehr die Hand im Spiel hat, weiß ich nicht, ist mir auch egal. Kinder merken das aber und der große Sohn hat das ohne mein Dazutun herausbekommen, denn mit 17 kann man prima Post lesen, die in Katalogen versteckt wird. Mit 17 kann man auch sehen und hören, wenn eine Firma einen Rasenmäher bei Mama wieder abholt, weil der nicht bezahlt wurde und auch wenn man mit 17 in die Fahrschule geht, dort einen der Fahrlehrer nach dem von Mama versprochenen Geld für die Theoriesachen fragt. Mein Dazutun hier, keines. An wem bleibt die Rechnung hängen? Ratet mal.
Oder sollte man sich daraus halten? Wo der Sohn den FS braucht für die Ausbildung? Ihn ein zweites Mal hängen lassen?
Auch ich als zweite habe Gefühle und wenn auf den rumgehackt wird tut das weh. Ich lasse andere leben, ich habe Ehrgefühle für die Ex, versucht ihr Ding auf ihre Weise zu machen und doch kräuseln sich meine Fussnägel bei soviel Peinlichkeit gegenüber den eigenen Kids.

Fazit, mein eigenes: Als Zweitfrau ist es nicht einfach, denn alle haben Erwartungen und vergessen wohl hier und da das es ganz normale Menschen sind, die nicht funktionieren wie ein Computer (der funktioniert übrigens auch nciht immer richtig).

Gruß riviera

PS Den PU habe ich in Sicherheit gebracht, egal was die KU-Pflicht sagt, der laufende wird ja gezahlt. Würde die Ex ihre Schulden selbst zahlen zb durch arbeiten gehen, dann könnte mein Mann auch seine Rückstände besser begleichen, ich zahle nix mehr, nur für die Kinder direkt.


Titel: Re: Wie Zweitfrauen spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: riviera am 13. November 2006, 12:50:40
...kleiner Nachtrag (kann ich mir nicht verkneifen):
Es ist völlig überflüssig, dass eine  Mutter einer Zweitfrau immer wieder sagt "Das sind meine Kinder!", denn das wissen wir bereits!

Ich habe (was ja nichts anderes ausschließt) noch nie  einen Vater zu einem Zweitmann sagen hören "Du Keule, das sind aber meine Kinder!"

Kinder sind kein Eigentum.

Gruß riviera


Titel: Re: Wie Zweitfrauen spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: RomyH am 13. November 2006, 13:10:41
Nagel auf den Kopf getroffen.

Romy


Titel: Re: Wie Zweitfrauen spalten können.........zum Nachdenken!
Beitrag von: AndreaDD am 13. November 2006, 14:11:14
Hallo zusammen,

das Meiste, was Riviera da geschildert hat, kenne ich aus meinem Alltag als Zweitfrau auch.

Oft ist man ohnmächtiger Betrachter und hat das Gefühl, zusehen zu müssen wie "die Kinder kaputt gespielt werden", hat die Rolle, vieles aufzufangen und gleichzeitig, sich bedekt und im Hintergrund zu halten. Dazu kommt dann noch, dass nahezu sämtliche Informationen an die Zweitfrau Berichte sind, weil sie selten bei Gesprächen der Parteien anwesend sind. Mißverständnisse werden 1 : 1 übernommen.

Für die Aussage, das hätte ich wissen müssen, habe ich auch nur ein müdes Lächeln übrig.

Sicher sind wir keine Roboter und kennen auch die Wechselbäder der Gefühle. Und natürlich den Blick auf den Partner, um den man sich Sorgen macht. Wie oft ist zu lesen, dass die Zweitfrauen sich fragen, wie lange ihre Männer das noch durchhalten.

Gleichzeitig ist es manchmal problematisch, mit dem Partner über seine Gedanken zu sprechen. Man will nicht aufhetzen, man will nicht verletzen. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich fühle mich dann, als würde ich bei einem Schwachen nachtreten und halte lieber den Mund.

Und ich glaube, dass auch andere wie ich immer wieder den bohrenden Zweifel erlebt haben, ob das alles Sinn macht, so wie man es macht, oder ob man aufgeben sollte und darauf warten, dass die Kinder eines Tages kommen.
Wir haben uns dafür entschieden, uns weiter für die Kinder einzusetzen. Aber wenn ich ehrlich bin, kann ich auch verstehen, wenn eine Frau für sich entscheidet, alles zu unterbinden, weil sie nicht mit ansehen will, wie "Kinder kaputt gespielt werden" und der Vater deswegen seine Gesundheit ruiniert.

Ich habe Glück. Ich habe andere Zweitfrauen gefunden, mit denen ich mich austauschen kann, die mich verstehen und auch mir den Kopf gerade rücken, wenn ich auf dem falschen Dampfer bin.

Ich denke, wir sollten diese "spaltenden" Zweitfrauen nicht verteufeln, sondern sie vielmehr in unsere Mitte nehmen.

Liebe Grüße
Andrea