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Themen => Steuern, Abgaben => Thema gestartet von: babbedeckel am 09. Oktober 2006, 14:59:13



Titel: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: babbedeckel am 09. Oktober 2006, 14:59:13
Hi @all,

da meine EX der Zusammenveranlagung nicht zustimmt(steht im Schreiben ihrer RAin), kommt auf mich ein guter Brocken zu (sind ca. 6000 Mücken)  :mad:
Ich weiß, u.a. dank vs  :thumbup:, daß ich dann zivilrechtlich auf Schadensersatz klagen kann.
Wie wir alle wissen, dauert es relativ lange, bis so eine Verhandlung vonstatten geht.
zeitlicher Ablauf wird sein:
- EX reicht die getrennte Veranlagung ein
- Ich werde aufgefordert ebenfalls die Est.-Erklärung abzugeben
- Ich bekomme den Bescheid
...ich muß blechen ... erstmal

Ab wann kann ich denn auf Schadensersatz klagen ?
Erst ab Eingang,des Schreibens der Steuernachzahlung, vom FA ?
Oder
Schon früher, wenn der Steuerberater seine Berechnung gemacht hat.
Da ich weiß, daß das FA die Knete, innerhalb 3 Wochen, zurückverlangt, möchte ich wissen, ob es
evtl. eine Möglichkeit der Verzögerung gibt, um den Zeitraum zwischen der Steuernachzahlung und
des Gerichtstermins, zum Schadensersatz, so kurz wie möglich zu halten.

Ach ja, der SB vom FA meinte nur, da könne er nix machen, wenn EX eine alleinige Veranlagung wünscht.
Naja, habe ich mir eh gedacht.

Gruß
babbedeckel


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweis
Beitrag von: brille007 am 09. Oktober 2006, 15:21:39
Moin babbedeckel,

ich bin nicht der Steuerfachmann; da kann Dir möglicherweise sky detailliertere Auskünfte geben.

Mir fällt bei Deinem Posting allerdings der Grundsatz der "nachehelichen Solidarität" ein. Beleuchte die anstehenden (Unterhalts-)fragen doch auch mal aus diesem Gesichtspunkt. Vor allem, weil Madame bei Alleinveranlagung selbst ja möglichweise auch eine höhere Steuerlast hat.

Grüssles
Martin


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: babbedeckel am 09. Oktober 2006, 15:28:11
Hi,

@brille007, die "nachehelichen Solidarität" juckt das FA nicht. Das ist dann eine
zivilrechtliche Sache  :knockout: ...sprich ich muß EXchen dann auf Schadensersatz verklagen.
Bezüglich Unterhalt...wäre auch ´ne Idee, um ihren TU/EU wegfallen zu lassen,
wegen "Böswilligkeit"..."Unzumutbarkeit".
Nö EX bekommt vom FA genügend zurück, da sie Lst.-Klasse 5 war. Ich war 3.

Gruß
babbedeckel, der sich immer freut, wenn man/frau Phantasie walten läßt  :)


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: Lausebackesmama am 09. Oktober 2006, 16:02:53
Hallo Babbedeckel,

naja, so ganz richtig ist es nicht, das FA kennt das mit der nachehelichen Solidarität auch. Steht halt im Widerspruch dazu, dass getrennt veranlagt werden muss, wenn einer die getrennte Veranlagung wählt.

Du könntest natürlich zum Zeitschinden erst mal Einspruch einlegen. Des weiteren könntest Du Stundung beantragen.

Selbst wenn beides abgelehnt wird, bringt es ein bißchen Aufschub.

LG LBM


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweis
Beitrag von: lonesomewolf am 09. Oktober 2006, 16:22:02
hallo babbedeckel,

warum so kompliziert, wenn´s viel leichter (und billiger) geht

nicht exchen auf schadensersatz verklagen,
sondern auf zustimmung zur gemeinsamen veranlagung !

zitat aus meinem schreiben an mein exchen:

Zitat
Deine Zustimmung zur Zusammenveranlagung ist nicht formgebunden und muss auch nicht durch Unterschrift unter einer gemeinsamen Steuererklärung erfolgen, weshalb die Zustimmung durch Verurteilung zur Erteilung der Zustimmung zur Zusammenveranlagung als gegeben anzusehen ist.
(vergl. OLG Frankfurt v. 24. 8.1989 – 3 WF 43/89, FamRZ 1989, 1321)

musst´ ihr natürlich zusichern, den steuerlichen nachteil,
den sie durch die schlechtere steuerklasse ab trennung zu erleiden hat, auszugleichen

(oder mit deinen forderungen gegen sie zu verrechen :wink:)

kriegst noch ne pn


lg

wolf


edit:

rechtschreibung verbessert  :redhead:


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: babbedeckel am 09. Oktober 2006, 17:46:17
Hi,

@lsw, leider nimmt mein EXchen noch nicht einmal Einschreiben(mit Rückschein)
entgegen.  :mad:
Das mit der Zustimmung auf gem. Veranlagung werde ich natürlich versuchen,
aber der SB vom FA meinte "Bei Ihren privaten Dingen mischen wir uns nicht rein..."
Ich werde auf jeden Fall eine Steuererklärung diese Woche abgeben.
FA wird wohl nicht so mitspielen.

Was mich auch noch wundert, daß ihre RAin so mitspielt. Ob die das mit dem Zugewinn verrechnen
wollen !? hmmmm.....

Gruß
babbedeckel


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: Platt am 09. Oktober 2006, 17:52:26
Hi,

ich habe nicht mehr alles genau im Kopf. Daher die Frage, um welches Jahrgeht es hier und wart Ihr in dem Veranlagunszeitraum schon getrennt?

Platt


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweis
Beitrag von: lonesomewolf am 09. Oktober 2006, 18:08:56
Zitat
leider nimmt mein EXchen noch nicht einmal Einschreiben(mit Rückschein

dann machst´ es halt so, wie ich dir anderer stelle schon mal vorschlug:

zustellung in anwesenheit eines zeugen
(oder per GV schlug man dir, glaub, ich alternativ vor)

Zitat
aber der SB vom FA meinte "Bei Ihren privaten Dingen mischen wir uns nicht rein..."

hattest du den selben SB wie ich ?  :wink:

klar sagen die das, is ja nun mal auch viel leicher so
und mehr rumkommen tät für´s FA nebenbei auch noch ...

lass dich nicht in boxhorn jagen, erklär dem guten SB,
dass wenn er deine gemeinschaftliche veranlagung nicht bearbeiten  will,
solange exchens unterschrift nicht drunter ist,
dann müsst´er eben warten, bis du sie dazu verklagt hast

bei mir hat´s mit den beiden schreiben, die ich dir schickte, geklappt
was das FA veranstaltet hat, exchen zur unterschrift zu bewegen, kann ich nicht sagen

aber es hat geklappt
und zwar völlig stressfrei

zumindest für mich  :wink:


lg

wolf


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweis
Beitrag von: DeepThought am 09. Oktober 2006, 18:45:22
Moin,

ich bin nicht der Steuerfachmann
*kuckuck*

Wir brauchen da gar nicht groß orakeln. Der BGH hat hierzu eindeutig entschieden (>hier< (http://www.vatersein.de/News-file-article-sid-415.html))und die Ex hat kein Wahlrecht. Der Ausgleich im Innenverhältnis entstammt einer veralteten Rechtsauffassung des OLG Hamm (>hier< (http://www.vatersein.de/News-file-article-sid-289.html)).

DeepThought


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweis
Beitrag von: babbedeckel am 09. Oktober 2006, 21:24:43
Hi,

Wir brauchen da gar nicht groß orakeln. Der BGH hat hierzu eindeutig entschieden (>hier< (http://www.vatersein.de/News-file-article-sid-415.html))und die Ex hat kein Wahlrecht. .
aha  :redhead: klingt ja super. Na dann werde ich mal die Steuererklärung machen. Dann hat mich der "faule" SB also nur bequatscht. Nur das ist derjenige, der meine St.-Erklärung bearbeitet  :knockout:
Da bin ich mal gespannt ...

Gruß
babbedeckel


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: Schmusepapa am 09. Oktober 2006, 22:00:00
@babbedeckel,

ich hatte ne ähnliche Situation. Steuererklärungen standen aus, das Finanzamt drohte bereits mit Strafgeld. Nach dem Theater bzgl. der Steuererklärung des Vorjahres habe ich die Steuererklärung einfach gemacht und abgegeben - ohne die Unterschrift der "Ex". Auf deren Unterschrift hätte ich sicher noch Monate warten müssen, Strafgelder gezahlt und meinen Anwalt damit beschäftigen müssen.

Ich habe damit die Frist gewahrt, kein Strafgeld gezahlt und war den Ärger los.

Manchmal gilt: Nicht so viel fragen, machen  :wink:!

Gruß

Martin


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: babbedeckel am 11. November 2006, 18:43:23
Hallo,

habe einen Brief nun vom FA. bekommen.

....
....
Zusammenveranlagung oder getrennte Varanlagung ?
Sie haben in Ihrer Est.-Erkl. 2005 die Zusammenveranlagung gewählt. Allerdings haben nur sie die Erklärung unterschrieben. Ihre Frau hat die Erklärung nicht unterschrieben, weil sie die getrennte Veranlagung beantragt hat.
......
....blubber bla....
.....
Die Vorraussetzungen für eine Zusammenveranlagung wären somit gegeben.
Ehegatten werden jedoch getrennt veranlagt, wenn einer von Ihnen dies beantragt. Grundsätzlich muß der andere Ehegatte dann die getrennte Veranlagung hinnehmen, auch wenn die Zusammenveranlagung für beide günstiger wäre.
Ich bitte sie, zu diesen Ausführungen Stellung zu nehmen und mir bis zum 13.12.2006 folgendes mitzuteilen:
Soll ihre getrennte Veranlagung sofort durchgeführt werden, oder werden Sie ihre Ehefrau auf Zustimmung zur Zusammenveranlagung verklagen ?


Weiß der Mensch nun nicht mehr was er machen soll ?
Naja dann werde ich wohl noch ein Briefchen schreiben müssen  :mad:

Gruß
babbedeckel


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweis
Beitrag von: Lausebackesmama am 12. November 2006, 10:23:54
Huhu!

Hat Deine Frau keine/negative/geringfügige Einkünfte? Dann kannst Du ihn auf R 26 (3) S. 4 EStR aufmerksam machen, nachdem der Widerruf bzw. die Nichtzustimmung der Ehefrau rechtsunwirksam ist.

Wenn ihr ebenbürtige Einkünfte habt, weiß ich nicht, ob das geht.

LG LBM


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: babbedeckel am 12. November 2006, 10:36:58
Moin,

@lbm
doch meine NOCH - Frau  :wink: hat und hatte Einkünfte.

Im Sinne eines Verklagens auf Zusammenveranlagung vor dem Finanzgericht werde ich wohl keine
große Chance haben !?
Dann bleibt mir nur ein Verklagen auf Schadensersatz.   :knockout:

Hmm.....

Gruß
babbedeckel


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweis
Beitrag von: lonesomewolf am 12. November 2006, 10:53:13
Im Sinne eines Verklagens auf Zusammenveranlagung vor dem Finanzgericht werde ich wohl keine
große Chance haben !?

´türlich hast du eine chance, babbedeckel,

schreib dem finanzamtsfuzzi, dass du exchen auf zustimmung verklagen würdest und gut is´
(die höchstrichterlichen urteile kennst du doch)

selbstverständlich kannst du auch dein kreuzchen bei getrennter veranlagung machen,
ein paar tausend eus an nachzahlung latzen und das exchen dann auf schadensersatz verklagen

und der richter wird dir allerhöchstwahrscheinlich auch recht geben,
nuuuuur, ob exchen dir den schaden jemals auch ersetzt ....

schreib dem fuzzi und gut is´


lg und einen schönen sonntach

wolf


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: DeepThought am 12. November 2006, 16:00:39
Moin,

das FA handelt richtig. Das EStG besagt ganz klar, dass die Zustimmung zur Zusammenveranlagung als Willenserklärung durch Unterschrift erfolgt und nur für das Jahr gilt, zu dem die Erklärung abgegeben wurde.

Ich meine, weiter oben hatte ich einiges an Urteilen benannt. Die knallst du der Ex um den Latz und zeigst dich eindeutig kampfbereit und siegesgewiss:

Zitat
"Liebes Exherzschnuckelpups,

das FA blabla informierte mich, dass du nach deren Aktenlage nicht der Zusammenveranlagung zustimmtest und statt dessen die Getrennte Veranlagung wähltest.

Dies ist im Einklang mit dem Einkommensteuergesetz durchaus legitim.

Da du mir jedoch dadurch einen massiven finanziellen Schaden zufügen würdest, wärest du im Rahmen der (nach-)ehelichen Solidarität verpflichtet, deine Zustimmung zu geben. Deine Zustimmung kann ggf. durch ein Gericht ersetzt werden.  Zu deiner ersten Information füge ich die maßgeblichen Urteile bei.

Ich gehe davon aus, du wusstest das alles nicht und deine Zustimmung zur gemeinsamen Veranlagung wird nun problemfrei erfolgen. Ein einfaches Schreiben an das FA blabla ist ausreichend. Du musst nicht dort hinfahren und auf dem Mantelbogen unterschreiben.

Weiterhin erhältst du Kopie des Schreibens des FA blabla vom wasweißich, in dem nach meinem weiteren Vorgehen gefragt wird. So du deine Zustimmung nicht bis zum

(Briefdatum plus 5 Tage)

gegeben haben solltest, würde ich den Rechtsweg beschreiten. Das FA blaabla wird von mir entsprechend informiert.

Abschließen der Hinweis vorbeugend: Für den Fall, dass ich unnötigerweise Klage wegen deiner fehlenden Zustimmung einreichen müsste, würde dir keine Prozesskostenhilfe zustehen. Als Gründe für die Nichtgewährtung sind für dieses Verfahren Mutwilligkeit und Aussichtlosigkeit anzuführen.

Es grüßt dich

Dein Babbedeckl"

Einwurfeinschreiben und ganz aufmerksam in Richtung Exchen lauschen, ob's da irgendwie detoniert.

DeepThought


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: babbedeckel am 13. November 2006, 13:09:02
Hallo,

danke erstmal an alle Tipgeber  :thumbup:


Ich meine, weiter oben hatte ich einiges an Urteilen benannt. Die knallst du der Ex um den Latz und zeigst dich eindeutig kampfbereit und siegesgewiss:
Einwurfeinschreiben und ganz aufmerksam in Richtung Exchen lauschen, ob's da irgendwie detoniert.
   :rofl2: :rofl2: :rofl2:

Einschreiben geht heute abend raus an EXchen (12 Seiten)....da bin ich mal gespannt.  :puzz:
Weiter habe ich dasselbe Schreiben an meine Schwiegereltern geschickt, mit der Bitte, daß sie
doch auf EX einwirken möchten.
Ich gehe nämlich davon aus, daß EX das Schreiben nicht liest  :knockout:

Das mit dem "siegessicher" hmmm..., da habe ich -zugegebenermaßen- doch manchmal Probleme.
Aber ihr seid ja da  :wink:

Gruß
babbedeckel


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweis
Beitrag von: Lausebackesmama am 13. November 2006, 15:58:05
*gröhööööl*

Liebster Babbedeckel!

Bitte lass uns Exfamiliens Reaktion auf Dein 12-Seiten-Pamphlet SOFORT hören! *hachistdatschön*

Ich freu mich jetzt schon!!!

GLG LBM


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: drbeka am 17. Dezember 2006, 17:28:02
hallo,

bitte lass mich auch erfahren, ob das was gebracht hat.
Ich bin in einer ähnlichen Situation.
Meine Ex hat sich von mir im Laufe von 2005 getrennt, ist aber erst April 2006 ausgezogen und hat sich bis dahin alles von mir bezahlen lassen (Kosten für Wohnen, Strom, Telefon, ....), da das ganze gemeinsam von meinem Konto abgebucht wurde und sie nichts zahlen wollte.
Jetzt weigerte sie sich plötzlich bei der Steuererklärung für 2005 (also nicht mal für 2006) und hat dem FA gesagt, wir wären schon seit November 2004 getrennt.
Einkommen hatte sie 2005 praktisch keines, Ende 2005 hat sie sogar ALG bezogen.
Das FA hat meiner Angabe, daß wir auch 2005 noch nicht getrennt waren, keinen Glauben geschenkt und jetzt einen Bescheid über eine Nachzahlung von knapp 5000 Euro geschickt.

Wenn ich das ganze hier richtig verstanden habe, kann ich:

1. dem FA sagen, dass ich eventuell auf Zustimmung zur Gemeinsamveranlagung klagen werden
2. meiner Nochfrau per Einschreiben mitteilen, dass sie dem FA sagen soll, dass sie zustimmt ansonsten würde das oben beschriebene passieren

liege ich da richtig ?
(meine Erfahrungen mit Ämtern sind ehrlich gesagt so schlecht, dass ich dem hier gesehenen Optimismus nicht so recht glauben kann  ;( )




Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: babbedeckel am 17. Dezember 2006, 21:31:23
Hi,

@drbeka, mache es so....  :wink:
EXchen will dir nur einen auswischen ...
...und wie Deep so schön sagt "Knall ihr das Urteil vor´n Latz"...
Bei mir ist zwar noch nichts durch, aber ich bin zuversichtlich.
Bei mir geht natürlich, wegen EXchen alles über RA.
EXchen ging mit dem Schreiben, von mir, zum RA.
Ich weiß aber noch nicht, ob EXchen jetzt zugestimmt hat.
Ach ja, am Freitag kam vom FA, daß ich noch Umsatzsteuer anzugeben hätte(bin nebenbei selbsständig).

Wahrscheinlich hat EX beim FA mich noch angehängt  :gunman: :gunman: :gunman:
Jedenfalls vermutet das mein Steuerberater.

...und @drbeka EX ist dazu verpflichtet !!!
Steuergesetzmäßig nicht, ABER per Zivilgesetz ...

Gruß
babbedeckel










Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweis
Beitrag von: RUDY am 18. Dezember 2006, 09:59:41
moin,

wenn Deine Ex Dich beim Finanzamt angschwärzt hat, schau mal zum Themenbereich Verwirkung von Unterhalt. Viel Spass dabei.

Rudy


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: babbedeckel am 18. Dezember 2006, 10:31:20
Hi,

@Rudy...hoffentlich hat sie das  :wink:

Eben mit SB vom FA gesprochen:

  • EXchen hat nun der gemeinsamen Veranlagung zugestimmt ...
  • bzgl. Umsaz- und Gewerbesteuer muß ich noch die Bögen hinsenden...fertisch.
    Von EX oder so hat SB nix erwähnt, war aber etwas verhalten ...naja

Alles wird gut ....

Gruß
babbedeckel


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: DeepThought am 18. Dezember 2006, 10:56:06
Moin,

  • EXchen hat nun der gemeinsamen Veranlagung zugestimmt ...
  :thumbup:

Ihre anwaltliche Konsultation in dieser Sache war bestimmt nicht kostenfrei.  :rofl2:

DeepThought


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: schaufel293 am 18. Dezember 2006, 11:01:18
Es freut mich, dass Du offensichtlich erfolgreich warst.  :) :)

Typisch, erst wird halt alles probiert, aus reiner Bösartigkeit  :gunman: :gunman: :gunman: und wenn Frau merkt, dass der Ex nicht mich sich spaßen lässt und voll im Recht ist, dann erst nachgeben.


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: babbedeckel am 18. Dezember 2006, 11:33:53
Moin,

Ihre anwaltliche Konsultation in dieser Sache war bestimmt nicht kostenfrei.  :rofl2:
:rofl2: :rofl2: :rofl2:

hehe, und das 100 % -ig.
Nur, natürlich hat EXchens RAin mein RA angeschrieben, und mein RA widerum auf dieses Schreiben geantwortet.
Kostet mich natürlich auch was !? Oder ? Ich kann ja nix dafür ...  :puzz:

Ach ja, die -voraussichtliche- Rückerstattung fließt nun zu meiner EX. Habe EXchen Konto -für Extra- angegeben.
Wahrscheinlich sehe ich die hälftige Knete nicht mehr.
Wieder ein weiteres Argument...schaun mer mal  :wink:

Gruß
babbedeckel

PS: ..und Thx @Deep für deine Vorformulierungen  :thumbup:


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: babbedeckel am 03. Februar 2007, 08:52:41
Hallo,

so, vor 2 Wochen erhielt ich ein Schrieb vom FA, daß noch entschieden werden würde, wo die St.-Erstattung hinüberwiesen wird.
Danach ging die Knete auf mein Konto  :rofl2: , obwohl ich(bzw. Steuerberater) bei der Est.-Erklärung Exchens Konto angegeben habe.
Jetzt Kommts:
Wieder ein Schrieb vom FA:
Zitat
...das Restguthaben der Est. von 2005 in Höhe von xxx wurde versehentlich auf ihr Konto bei der Sparkasse xxxx erstattet.
Wie sie aber in der Erklärung 2005 angegeben haben, sollte das Guthaben auf das Konto ihrer Ehefrau überwiesen werden.
Ich bitte sie, die Erstattung von xxx dem FA unter Angabe .....  zu überweisen.
Danach wird das Guthaben der Bankverbindung ihrer Frau gutgeschrieben.
Ich bitte um Erledigung bis spätestens 16.02.07
Zu sagen wäre noch; meine EX rief mich letzte Woche an, wo denn das hälftige Geld bleiben würde. Ich habe ihr daraufhin gesagt, daß ich das Geld einbehalte, da sie noch Schulden bei mir hätte (KU etc.).
EXchen hat natürlich das FA angerufen.

Für mich klingt der Brief aber so freundlich, daß die auf Freiwilligkeit hoffen !?
...und dann das das Geld erst nach meiner Überweisung zu meiner EX fließt.

Hmmm, werde wohl nächste Woche telefonieren...erst müssen sie sich entscheiden....dann rückentscheiden ...pfff
Auf jeden Fall sehe ich von diesem Betrag nix mehr, wenn ich den zurücküberweise. Ein Karibikurlaub mit LG ist auf jeden Fall drin.

Gruß
babbedeckel


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweis
Beitrag von: lonesomewolf am 03. Februar 2007, 09:10:59
guten morgen babbedeckel,

schreib dem FA doch, du hätt´s die kohle mit forderungen gegens exchen verrechnet  :rofl2:

oder überweis ihnen nur - vereinbarungsgemäß  :wink: - die hälfte


lg

wolf


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: Kasper am 03. Februar 2007, 12:31:28
Moin,

wenn die Summe die EXchen zusteht die Forderungen des KU unterschreitet, würde ich nichts an Ex ausgleichen.

Einen Zweizeiler über die Verrechnung an das FA und gut ist.

Das FA wird sich nicht in die Gefahr begeben, die Summe zweimal zu überweisen und dann aufgrund von Entreichnerung von keiner Seite etwas wiederzusehen.

Viel Spass in der Karibik.

Guß
Kasper


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: babbedeckel am 03. Februar 2007, 12:45:56
Hi,

Einen Zweizeiler über die Verrechnung an das FA und gut ist.
Das FA wird sich nicht in die Gefahr begeben, die Summe zweimal zu überweisen und dann aufgrund von Entreichnerung von keiner Seite etwas wiederzusehen.

Viel Spass in der Karibik.

Die Summe die mir EX, bzgl. KU schuldet, ist höher.  :mad:
...und Karibik....Kasper, ich bunker das mal lieber, für die nächsten Gerichts-, RA- und
EU-kosten.  :knockout:

Gruß
babbedeckel


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: drbeka am 03. März 2007, 22:59:57
hi,

ich wollte nochmal kurz erzählen wie es bei mir ausgegangen ist.
Wie von euch geraten habe ich freundliches SChreiben an Ex geschickt und FA darüber informiert.
Einige Tage später habe ich von FA erfahren, daß mein Widerspruch akzeptiert wird, da meine Ex vorbei gekommen sei und ihre Unterschrift geleistet hat.
Also noch mal vielen Dank an alle Ratgeber, es hat geholfen  :)

Gruß
drbeka


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: babbedeckel am 04. März 2007, 01:35:46
Einige Tage später habe ich von FA erfahren, daß mein Widerspruch akzeptiert wird, da meine Ex vorbei gekommen sei und ihre Unterschrift geleistet hat.

 :thumbup: :thumbup: :thumbup:

ja ja diese Sorten erst mit der Nase drauf stoßen, dann geht´s  :wink:

Gruß
babbedeckel


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: DerausdenWolkenfiel am 21. April 2009, 08:26:46
Hallo Zusammen,

bei mir gehts jetzt auch in die 2. Runde. Ich habe die Zusammenveranlagung (weil Exchen nicht mitzieht :thumbdown:) eingereicht und wurde vom FA einzeln veranlagt. Nun, denn. Jetzt kommen die Themen dieses Threads zum Einsatz und wir schauen mal, wie 2009 die Wege laufen. Wie gut, daß diese Themen Euch bekannt sind, Super-Schade ist, daß mein Anwalt dies alles nicht kennt  :knockout:

Ihr hört von mir wie es weiter geht. Und nicht zu vergessen: Liebe Grüße an alle Moderatoren und Beitragenden - macht weiter so. Ihr gebt unheimlichen Rückhalt :thumbup: Danke!

Liebe Grüße DadWf


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: DerausdenWolkenfiel am 30. Mai 2009, 00:36:21
Zwischenbericht zur 2. Runde

Das FA hat die Zusammenveranlagung ohne Unterschrift von Exchen abgelehnt. In meinem Einspruch habe ich die Höhe der Steuerschulden für eine Zusammenveranlagung anerkannt und für den Überschießenden Teil der Alleinveranlagung auf die Urteile bzgl. "Verurteilung zur Erteilung der Zustimmung zur Zusammenveranlagung" hingewiesen. Dazu hat sich das FA noch nicht geäußert , aber den betreffenden Teil vorläufig vom Vollzug ausgesetzt - was ich mal positiv werte.

Die Einwendungen bzgl R 26 (3) S. 4 EStR  sind vom FA abgelehnt worden, da im betreffenden Kalenderjahr (die letzten 2/3 des Trennungsjahres) kein gemeinsamer Haushalt geführt wurde. Weitere Prüfungen werden so in diesem Punkt nicht statt finden. Laut FA.

Da die Nachforderungen des FA meine finanziellen Möglichkeiten übersteigen ( ich kann meine 50% Immobilie mangels Exchens Kooperation nicht weiter beleihen ) , darf ich nun erst mal einen Finanzstriptease hinlegen, um eine Stundung der Hauptsteuerschuld zu erlangen. Hat jemand für diesen Gang nach Canossa einen Tipp bereit?

Liebe Grüße an Alle aus dem "Dschungel"

DadWf



PS: nach dem Brief an Exchen bzgl. "Zusammenveranlagung", bekam ich erstmal einen Drohbrief wg "Anstiftung zum Steuerbetrug" von Ihrem Anwalt. Nachdem ich dann etwas mit "Verleumdung" antwortete, war dieser Kessel gleich wieder kalt.




Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: pluto1024 am 11. Februar 2010, 09:52:04
Hallo,

hier bin ich mal wieder ...

Mein Trennungsjahr ist am 20.2. (Gott sei dank) um und der Scheidungsantrag ist auch schon gestellt.

Also noch das Übliche: Vermögensausgleich, nachehelicher Unterhalt, Rentenansprüche.

Meine Ex teilte mir die Tage telefonisch mit, dass sie sich für 2009 (also das Trennungsjahr) getrennt veranlagen möchte. Sie hätte mit dem FA telefoniert und das ginge!

Bedeutet für mich natürlich eine Steuernachzahlung im 4stelligen Bereich, obwohl ich ja nach StKl. 3 TU und KU gezahlt hatte.

Die Inhalte aus dem Thread




sind mir bekannt und so, we es aussieht, hat sie wohl keine Chance, damit Erfolg zu haben.

Mir geht es jetzt hier zunächst um einen Rat zur Vorgehensweise.

a. Ich könnte meine Ex jetzt bereits auffordern, der gemeinsamen Veranlagung zuzustimmen und die entsprechenden Urteile mit Begleitschreiben an sie lossenden.

b. Ich könnte meine Steuererklärung abgeben; "Gesamtveranlagung" ankreuzen und sehen was passiert :-)



Folgende Fragen habe ich:

1. Soll ich gleich bei der Abgabe der Steuererklärung einer möglichen getrennten Veranlagung widersprechen?

2. Werde ich automatisch (jetzt nach dem Trennungsjahr) vom FA informiert, wenn meine EX sich alleine veranlagen lassen möchte oder wird dann auf den Wunsch meiner EX hin sofort getrennt veranlagt.

Bitte um Eure Ratschläge in dieser Angelegenheit. Bin hier übrigens total froh, dieses Forum gefunden zu haben ... viele Dinge sind tatsächlich so passiert, wie hier berichtet wird und viele Dinge bei Newcomern erkenne ich aus meiner frühen Trennungsphase wieder.

Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich hier nicht vorbeischaue und mich "informiere" ...

LG
Pluto1024


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: staengler am 11. Februar 2010, 10:03:21
Hallo Pluto1024,

es würde mich wundern, wenn du Widerspruch einlegen könntest für eine Sache, die noch gar nicht passiert ist.
Das FA hat mich damals bei der Einzelveranlagung meiner Ex nicht informiert. Dürfen sie wahrscheinlich auch gar nicht.
Ich würde versuchen Ex klar zu machen, dass sie früher oder später der gemeinsamen Veranlagung zustimmen muss. Tu das mit etwas Nachdruck > leg Urteile dazu usw.
Bei mir wurde damals ihre Zustimmung im ganzen mit "verwurschtelt". Ein großer Termin bei Gericht: Auto,  Hausrat, Steuer. Ihre Unterschrift habe ich mir dadurch erkaufen können, dass ich ihr den finanziellen Nachteil ausgleiche, den sie ja durch die gemeinsame Veranlagung hat.
Der Witz dabei: Bezahlt habe ich die 1200.- € bis Heute nicht. Ex und ihre RA haben es bis jetzt übersehen. Ich lass es einfach mal auf mich zukommen. Sind nun schon 3 Jahre...

Gruß, Michael


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: Lausebackesmama am 11. Februar 2010, 10:55:42
Moin,

Du kannst nur gegen Deinen eigenen ESt-Bescheid Einspruch einlegen, aber nicht im Voraus und auch nicht gegen den der Ex. Das Problem ist, dass Deine Ex steuerrechtlich "Recht" hat und das FA sie getrennt veranlagt, wenn sie das beantragt. Und das darf das FA auch nicht mitteilen, die dürfen nicht mal sagen, dass Deine Ex dort steuerlich geführt wird.

Du musst auf zivilrechtlichem Weg die gemeinsame Veranlagung erreichen/einklagen, dann wird der Einkommensteuerbescheid Deiner Ex nach § 175 AO geändert, das heißt, wenn die zivilrechtlichen Voraussetzungen geschaffen sind, wird auf einen gemeinsame Veranlagung geändert, selbst wenn die Veranlagung schon bestandskräftig ist.

LBM


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: pluto1024 am 11. Februar 2010, 11:05:06
Vielen Dank für Eure Tipps ... ich werde daher auch diese Sache auf mich zukommen lassen müssen ... gegen den zu Steuerbescheid Widerspruch einlegen, die Ex mit Frist von 14 Tagen nach Bescheidseingang auffordern, für das Trennungsjahr der gemeinsamen Veranlagung zuzustimmen und nach Fristablauf meinen RA damit beauftragen ...

Korrigiert mich, wenn das der falsche Weg ist :-)


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: Lausebackesmama am 11. Februar 2010, 11:12:32
Moin,

ja, EINspruch einlegen, Antrag auf Aussetzung der Vollziehung nach § 361 AO stellen sowie Ruhen des Verfahrens nach § 363 AO beantragen, weil Du davon ausgehst, dass die Zustimmung der Ex auf dem Klageweg erfolgen wird.

Dann weiß das FA, dass es keinen Sinn macht, bei Dir zu drängeln, weil ein zivilrechtliches Verfahren entstehen wird und stellt die Entscheidung über Deinen Einspruch bis zum Verfahrensende zurück. Und Du hast keinen Zeitdruck. Der Antrag auf Aussetzung der Vollziehung soll bewirken, dass Du die Steuerschuld nicht bezahlen musst. Darüber zu entscheiden, liegt im Ermessen des Sachbearbeiters. Sollte der Antrag auf Aussetzung der Vollziehung abgelehnt werden, kannst Du dagegen ebenfalls Einspruch einlegen und beantragen, statt der Zahlung eine Sicherheit zu hinterlegen (KfZ-Brief, Bankbürgschaft).

LBM


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: Havanaman am 22. Februar 2010, 12:21:07
@ lbabbedeckel und DerausdenWolkenfiel .

Hallo Ihr beiden . Mich würde interessieren wie das Ganze bei Euch weitergegangen ist da bei mir im Moment genau die selbe Sch.... ansteht . Ich habe die LS abgegeben und das Kreuzchen mal bei Zusammenveranlagung gemacht . Jetzt bin ich gespannt wie das Finanzamt reagiert und werde eine Schreiben an das Finanzamt vorbereiten - muß jetzt noch die entsprechenden Urteile raussuchen .


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: pluto1024 am 06. Oktober 2010, 16:59:33
ja, EINspruch einlegen, Antrag auf Aussetzung der Vollziehung nach § 361 AO stellen sowie Ruhen des Verfahrens nach § 363 AO beantragen, weil Du davon ausgehst, dass die Zustimmung der Ex auf dem Klageweg erfolgen wird.

Dann weiß das FA, dass es keinen Sinn macht, bei Dir zu drängeln, weil ein zivilrechtliches Verfahren entstehen wird und stellt die Entscheidung über Deinen Einspruch bis zum Verfahrensende zurück. Und Du hast keinen Zeitdruck. Der Antrag auf Aussetzung der Vollziehung soll bewirken, dass Du die Steuerschuld nicht bezahlen musst. Darüber zu entscheiden, liegt im Ermessen des Sachbearbeiters. Sollte der Antrag auf Aussetzung der Vollziehung abgelehnt werden, kannst Du dagegen ebenfalls Einspruch einlegen und beantragen, statt der Zahlung eine Sicherheit zu hinterlegen (KfZ-Brief, Bankbürgschaft).

LBM
So, nun ist der Steuerbescheid heute gekommen ... wie bereits angenommen, hat EX die gemeinsame Veranlagung abgelehnt. Ich bin gegenüber dem FA wie von LBM geschrieben vorgegangen und habe meiner EX eine 14tägige Frist per Einwurfeinschreiebn zur Zustimmung der gemeinsamen Veranlagung gesetzt.

Die ist zwar mit ihrem neuen Lover seit gestern 3 Wochen im Urlaub ... aber das Frsitversäumnis habe ich ja nicht zu verantworten. Oder kann mir das wieder negativ ausgelegt werden, dass ich ihr quasi in bekannter Abwesenheit eine Frist setze? Schließlich kam die erste "Aktion" ja auch von ihr.

Pluto1024


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: Papamal2 am 05. August 2011, 12:54:55
Moin erst einmal in die Runde,
mein erster Betrag hier. Das Forum hier scheint meinen Geschmack zu treffen.  :thumbup:
Bei mir die gleiche Geschichte:
Meine Ex wollte aus Böswilligkeit und taktischen Gründen auch der gemeinsamen Veranlagung nicht zustimmen.
Ich habe aber eine bombige Anwältin, die da gleich kurzen Prozess gemacht und wir hätten es innerhalb von 14 Tagen vor Gericht gebracht.
Da ich auch schön Trennungsunterhalt an sie gezahlt habe, gibt es auch keinen Steuerklassenausgleich erstattet.
Klingt im ersten Moment hart, aber die Ex versteht leider nur die Keule. Guten Willen hatte ich immer nur gezeigt und habe dafür oft genug gebüßt.
Also lasst Euch nicht die Butter vom Brot nehmen.
So long....


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: Inselreif am 26. September 2011, 18:57:16
Hi,

wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, muss Exe zwar der gemeinsamen Veranlagung zustimmen aber nicht mit mir gemeinsam eine Steuererklärung abgeben.

Aber wie erstelle ich denn jetzt rein praktisch meine eigene Steuererklärung?

Nur meine eigenen Daten, Einkünfte und Abzüge eintragen wie bei getrennter Veranlagung aber "Zusammenveranlagung" ankreuzen? Exes Einkünfte verrät sie mir ja nicht.
Und die Vorsorgebeiträge, die ich für sie getragen und bescheinigt bekommen habe als "für andere Personen übernommene Krankenversicherungsbeiträge"?

Gruss von der Insel


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: Beppo am 26. September 2011, 19:18:51
Moin.
Genau so würde ich es machen.

Gruss Beppo


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: Lausebackesmama am 26. September 2011, 21:14:14
Nur meine eigenen Daten, Einkünfte und Abzüge eintragen wie bei getrennter Veranlagung aber "Zusammenveranlagung" ankreuzen? Exes Einkünfte verrät sie mir ja nicht.

Öhm. Was bringt das? Du siehst es doch dann im Bescheid?  :puzz:

LG LBM


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: Inselreif am 26. September 2011, 21:30:22
Hi LBM,

was das bringt? Wahrscheinlich dass ich ein bisschen Ärger mehr, mein Geld später, ein paar Nerven weniger hab. Oder dass die Erstattung in der Hoffnung auf Unterhaltsoptimierung erst ins nächste Kalenderjahr fallen soll.
Um die Daten an sich geht es kaum.
Aber deshalb will ich der gemeinsamen Erklärung auch nicht länger hinterher rennen - das Finanzamt hat viel bessere Wege, die Daten heranzubringen :wink:

Gruss von der Insel


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: United am 27. September 2011, 09:55:29
Moin auf die Insel,

Genau so würde ich es machen.
Genau so habe ich es gemacht (und ein freundliches Schreiben mit Schilderung der Situation beigefügt).

Einmal eingegangene Unterlagen gibt das FA nicht mehr aus der Hand.
Madame hat die Möglichkeit, die Unterlagen auf dem FA einzusehen (in meinem Fall hatte ich den Beamten um Erstellung einer Kopie für Ex gebeten - hat er sogar gemacht).

Diskussionen gab´s dann halt nochmal bei der Aufteilung der Erstattung ...

Besten Gruß
United


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: Inselreif am 15. Dezember 2011, 18:27:30
Hi nochmal,

die Sache geht weiter (ich denke, es ist hier auch noch gut aufgehoben, wenn nicht bitte abtrennen).

Zitat von: Finanzamt
mit Einkommensteuererklärung 2010 vom 29.9.2011 beantragen Sie die Zusammenveranlagung. Die Steuererklärung beinhaltet jedoch nur Ihre Besteuerungsgrundlagen und trägt nur Ihre Unterschrift. Aus diesem Grunde bitte ich die Besteuerungsgrundlagen der Ehefrau zu ergänzen und auch ihre Unterschrift nachzureichen. Eine Kopie der vierten Seite des Mantelbogens ist diesem Schreiben beigefügt.

Frist einen Monat. Ich hatte alles im Begleitschreiben schon ausführlich erläutert. Von daher tippe ich mal, dass auch das Finanzamt bei Exe auf Granit gebissen hat, die Lust verlor und mir den Ball jetzt zurückspielen will.
Die Daten kann ich nicht liefern, die bekomme ich nicht und ich habe auch keinen Auskunftsanspruch. Einen Anspruch darauf, dass Exe eine Steuererklärung überhaupt abgibt (und man anschliessend die gemeinsame Veranlagung mit den dann vorliegenden Daten durchsetzen könnte), dürfte ich ebenfalls nicht haben. Das Finanzamt wird sie zwar irgendwann zwingen aber eben erst irgendwann.

Was bleibt mir da übrig? Aus meiner Sicht kann ich nur kapitulieren bzw. gar nichts tun, dann werde ich irgendwann zwangsweise getrennt veranlagt und müsste dagegen Einspruch einlegen und gerichtlichen Antrag gegen Exe stellen.
Oder gleich Antrag auf Zustimmung zur gemeinsamen Veranlagung stellen auch ohne dass die Daten vorliegen - bzw. VKH-Antrag dafür, der kostet nichts und wirkt ja auch schon mal Wunder?

Gruss von der Insel


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: Beppo am 15. Dezember 2011, 18:50:39
Ich würde letzteres versuchen.


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: tarek am 16. Dezember 2011, 11:30:10
Hallo Inselreif,

ich hatte ein ähnliches Problem, siehe meinen Thread hier im Forum. Ich denke auch, dass Du beim FA darauf hinwirken solltest, möglichst schnell den Schaden, den Deine Ex durch ihre Verweigerung herbeiführt, eintreten zu lassen und damit feststellbar zu machen. Dann sofort auf Schadensersatz zu verklagen.
Vielleicht genügt auch schon die Drohung mit Verweis auf die klare Rechtslage. 


Gruss
Tarek




Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: Inselreif am 06. März 2012, 14:43:58
Hi,

das mit dem Schadensersatz ist nur dann eine gute Idee, wenn bei der Exe auch was zu holen ist.

Wie vorhergesehen war es dann auch. Ich stellte VKH-Antrag und zwei Wochen später sass Exe beim Finanzamt, schrieb ihre Daten in meinen Bogen und unterschrieb das Ganze. Das war wirksam und hat mich ausser den Fotokopien für den blöden Antrag nichts gekostet.

Wer möchte, kann den Schriftsatz gerne als Muster bekommen.

Gruss von der Insel


Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: tarek am 07. März 2012, 17:01:38
Hallo,

ich hatte Ex auf Schadenersatz wegen verweigerter gemeinsamer Veranlagung verklagt. Das Familiengericht hatte mir in erster Instanz voll Recht gegeben (vgl. meinen Thread unten in diesem Forum).
Ex ging in die zweite Instanz, das ist hier in Berlin das Kammergericht (anderswo heißt es OLG).

Der Anwalt von EX hat nun vor dem Kammergericht argumentiert, dass ich den Schaden selbst verantwortet habe, da ich nicht sämtliche Rechtsbehelfe gegen den Steuerbescheid ausgeschöpft habe. Ich hatte allerdings vor der Schadenersatzklage sowohl Einspruch beim FA eingelegt und Antrag beim Familiengericht auf Ersetzung der Zustimmung von Ex zur gemeinsamen Veranlagung gestellt. Beides erfolglos.
Insofern sehe ich nicht, welche Rechtsmittel mir noch offengestanden hätten.
Das Kammergericht deutet an, dass es das Argument des Anwalts von EX prüfen will (während es ansonsten genau zu dem gleichen Schluss wie der Richter in der ersten Instanz kommt).

Meine Frage an Euch: Kennt jemand das Argument aus seinem Fall? Wenn ja, wie seid ihr ihm entgegengetreten?

Gruss
Tarek



Titel: Re: Verweigerung der steuerlichen Varanlagung im Trennungsjahr.....Vorgehensweise
Beitrag von: Lausebackesmama am 08. März 2012, 20:54:00
Hallo Tarek,

m. E. konntest Du nichts anderes tun, als Du getan hast. Insbesonders vor dem FA hast Du keine andere Möglichkeit, als Einspruch einzulegen. Das FA kann Dir nur mitteilen, dass es keine Möglichkeit hat, Dich ohne Zustimmung der Ex zusammen zu veranlagen. Natürlich hättest Du gegen eine Einspruchsentscheidung klagen können, aber auch diese Klage hättest Du vor dem Finanzgericht verloren, weil es sich nicht um ein steuerrechtliches sondern zivilrechtliches Problem handelt.

Das Risiko wäre also für Dich sehr hoch gewesen. Ich bin gespannt, was der Anwalt für Gründe findet, warum Die Schadenersatzklage ein unangemessenes Mittel darstellen soll.

LG LBM