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Politik & Gesellschaft, Soziales => Politik, Gesellschaft, Soziales => Thema gestartet von: chriss am 18. März 2004, 10:19:56



Titel: Feminismus
Beitrag von: chriss am 18. März 2004, 10:19:56
Hier lese ich immer wieder,
Gerichte sind feministisch unterwandert,
Gesetze von Feministinnen gemacht...

aber:
erleben wir hier nicht gerade DAS Gegenteil,
wenn
 :gunman:  Frauen eine angeborene "Hier gehört das Kind hin"
Rolle angedichtet bekommen?
 :gunman:  Frauen "überobligatorisch" arbeiten?

Ist hier letzthin nicht in den Köpfen noch immer
das Frauen für Heim und Kinder da sind?  :calim:

Nicht zuletzt und völlig ernst gemeint die Frage:
Bin ich nicht selber Frauenfeindlich eingestellt,
weil ich es geduldet habe, das die KM ihr Studium
nicht beendet und nie gearbeitet hat, als das
erste Kind unterwegs war?
Ansich hab ich das gewollt, aber was anderes geduldet... :knockout:


Titel: Re: Feminismus
Beitrag von: chriss am 18. März 2004, 11:52:03
Auch das keinerlei Feminismus...

ist nicht das arme zarte unschuldige weibliche Wesen
bestimmter Dinge einfach nicht fähig?
Wie zum Missbrauch, zur Gewalt?
Schlimm gebeutelt durch Krankheit?
...
und bedarf einer weiblichen Behandlung
durch die Gesellschaft, die sie immer noch als
Heimchen am Herd sieht?

Männer aber sind stark und gemein,
daher brauchen sie eine besondere Härte....

tja Jungs da haben wir nicht aufgepasst
aber ihr wißt ja "Indianer krieschen nitt"
:knockout:


Titel: Re: Feminismus
Beitrag von: bigbaer am 18. März 2004, 10:48:43
da gebe ich Dir völlig recht. Wir pflegen unsere Meinung derart in Presse und anderen Medien, das selbst die, die aussen gestellt sind, wie Richter und Unbeteiligte schon so denken wie der populäre Volksmund es will.

Auf gut Deutsch, würden wir uns an die Gesetze halten und weniger Rumunken, wäre eine Gleichstellung wesentlich eher zu bewirken. Wir haben die Chance, aber versauen uns sie gleichzeitig.  :mad:


Titel: Re: Feminismus
Beitrag von: DeepThought am 18. März 2004, 11:06:17
Dazu ein Fundstück aus den Weiten des Internets.

[list=1]
  • Mittlerweile gibt es fast doppelt soviel männliche jugendliche Arbeitslose wie weibliche. Die Männerarbeitslosenquote ist etwa 20% höher als die der Frauen, und die Differenz wird immer größer. Es gibt schon etwa 700.000 männliche Arbeitslose mehr als weibliche (Quelle: Statistiken der Bundesanstalt für Arbeit Februar 2003). Bedingt vor allem durch den Rückgang der Industrie-Arbeitsplätze in Deutschland hat sich die Arbeitslosigkeit in Deutschland seit 1991 bis 2002 bei Männern um 76,5 Prozent, bei Frauen um 21,2 Prozent erhöht. In der Altersgruppe bis 25 Jahre sank die Arbeitslosenzahl unterdessen bei Frauen um 4,2 Prozent, bei Männern stieg sie um 54,4 Prozent. Es liegen Prognosen vor, dass bis 2010 die Zahl der männlichen Arbeitslosen um weitere 1,5 Millionen, die der weiblichen aber nur um etwa 0,4 Millionen steigen wird.

Jährlich werden etwa 200 Millionen Euro für die Förderung der Frauenintegration in männerdominierte Berufe ausgegeben (siehe Nationalen Beschäftigungspolitischen Aktionsplan 2002). Für spezifische Männerintegration in Frauenberufe gibt es nichts.

  • Obwohl Männer im Durchschnitt sieben Jahre früher sterben als Frauen, mangelt es an flächendeckender Gesundheitsaufklärung speziell für Männer, es gibt weder ein ausgedehntes Netz von Männerärzten, Männergesundheitsberichte noch Männergesundheitszentren, im Gegensatz zu analogen Einrichtungen zur Frauengesundheit. Die Forschungsmittel für Brustkrebs liegen um ein Vielfaches über denjenigen für Prostata- oder Hodenkrebs. Die gesetzliche Hautkrebs-Früherkennung beginnt bei Frauen mit dem 30., bei Männern aber erst mit dem 45. Lebensjahr, obwohl es in dieser Altersgruppe 30 bis 45 bei Männern etwa 50% mehr Hautkrebsneuerkrankungen als bei Frauen gibt. (Daten vgl. Krebsatlas des Deutschen Krebsforschungszentrums)
  • Einmal im Jahr haben Mädchen bundesweit am Girls Day Gelegenheit, in Männerberufe hineinzuschnuppern. Eine ähnliche Möglichkeit für Jungens, klassische Frauenberufe, wie z.B. Sozialbereich, kennen zu lernen, gibt es nicht.
  • Jungen weisen schlechtere Schulleistungen als Mädchen auf und stellen auf Haupt- und Sonderschulen die Mehrheit, auf Gymnasien die Minderheit. Pädagogen und Sozialwissenschaftler fordern seit langem mehr männliche Bezugspersonen im Schulsystem und eine stärkere Berücksichtigung von Jungen in Unterricht und Erziehung
  • Auch laut PISA-Studie weisen die Jungen auch eklatante Defizite in der Lesekompetenz auf; weit höher als die Defizite der Mädchen in Mathematik/Naturwissenschaften. Trotzdem werden nur Initiativen in Richtung mädchenorientiertes Lernen für Mathematik/Naturwissenschaften unternommen. Ein eigenes Kompetenzzentrum soll die Integration von Mädchen und Frauen in naturwissenschaftliche Bereiche forcieren. Etwas Ähnliches für die Probleme der Jungs gibt es nicht einmal ansatzweise. Die PISA-Studie zieht in ihrem Ergebnisbericht in Kapitel 5 folgende Bilanz:

"Bislang galt die Besorgnis über geschlechtsspezifische Unterschiede überwiegend den schwächeren Leistungen von Mädchen. Da die Mädchen den Rückstand aber zunächst wettgemacht und die Jungen in vielen Bildungsbereichen sodann überflügelt haben, fällt die Aufmerksamkeit zunehmend auf Leistungsdefizite bei Jungen....Diese Ergebnisse zeigen, dass die schwachen Leistungen der Jungen eine ernste bildungspolitische Herausforderung darstellen, der besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden sollte, um geschlechtsspezifische Unterschiede abzubauen und den Anteil der Schülerinnen und Schüler auf dem untersten Leistungsniveau zu verringern."

  • Jährlich findet eine sogenannte Mädiale statt, ein kulturelles Ereignis, das speziell auf Mädchen zugeschnitten ist, und bei dem zeitweise Jungs ganz ausgeschlossen werden. Eine ähnliche Veranstaltung für Jungs gibt es nicht. Auch die Zahl der reinen Mädchenspielplätze (Hunde und Jungs müssen draußen bleiben) nimmt immer mehr zu. Hier setzt sich der jungsausgrenzende Politiktrend, wie er schon beim einseitigen Girls-Day existiert nahtlos fort uns signalisiert: "Wir kümmern uns um die Mädchen. Die Jungs sollen sich um sich selber kümmern." Die Folgen dieser Jungsausgrenzung sind erkennbar. Immer erschreckendere Zuwachsraten von psychologisch auffälligen Kindern und Jugendlichen und hier überproportional Jungen, die unter ADS-Syndrom, Hyperaktivität und anderen sozialpädagogisch relevanten Problemen leiden, bleiben unbeachtet.
  • Mehr als 80 Prozent der Obdachlosen sind männlichen Geschlechts. Eine Analyse dieser Geschlechterungleichheit und eine Bekämpfungsstrategie nach Gender-Mainstreaming-Ansatz gibt es bisher nicht.
  • Beim Bundesgesundheitsministerium gibt es den Themenbereich "Frauen und Sucht"; es wird ein Frauensuchtbericht veröffentlicht. Für Männer gibt es das nicht, obwohl Männer stärker suchtgefährdet und -betroffen sind als Frauen.
  • Die Suizidrate der Männer ist schon lange höher als die der Frauen. Sie liegt momentan etwa 2-3 mal so hoch. Eine Analyse und Ursachenbekämpfung entsprechend dem Gender-Mainstreaming-Ansatz gibt es jedoch nicht.
  • Es gibt in der Bundesrepublik ein Bundesministerium und neun Länderministerien, in deren Bezeichnungen das Wort Frauen vorkommt, aber kein einziges Ministerium, das in seinem Namen das Wort Männer aufführt. Die meisten Sozialministerien listen Frauenpolitik auf ihren Homepages als Politikschwerpunkt auf; kein einziges definiert Männerpolitik als eigenen Politikbereich. Im Zeitalter von Gender-Mainstreaming ist dies ein unhaltbarer Zustand.
  • Nach wie vor müssen einseitig junge Männer einen Zwangsdienst (Wehr- oder ersatzweise Zivildienst) ableisten, dessen Verweigerung mit Gefängnis bestraft werden kann. Auch dies ein klarer Verstoß gegen den Gender-Mainstreaming-Ansatz da der alleinige Wehrdienst der Männer aus der historisch gewachsenen Rolle des Mannes wuchs. Der Großteil der anderen EU-Staaten hat schon die Wehrpflicht abgeschafft. Deutschland sieht sich dazu nicht in der Lage.
  • In Deutschland gibt es Gleichstellungsgesetze, die die Behörden in gewissem Umfang zur bevorzugten Einstellung von Frauen zwingen. Diese Gesetze werden als "positive" Diskriminierung gerechtfertigt, um den Anteil der Frauen in den mit Frauen unterbesetzten Behörden zu erhöhen. Oftmals sind jedoch Männer in Behörden unterrepräsentiert, wie z.B. in einigen Landesverwaltungen oder in den Kommunalverwaltungen. Was einerseits bei einer Unterrepräsentanz weiblicher Beschäftigten als Benachteiligung gilt und angegangen wird, gilt umgekehrt bei einer Unterrepräsentanz männlicher Beschäftigter als völlig in Ordnung.

Als Beispiel soll Baden-Württemberg dienen: Dort betrug der Anteil der weiblichen Beschäftigten in der Landesverwaltung schon 2000 47,4% (wobei heute die 50% schon erreicht sein dürften) und in der Kommunalverwaltung sogar über 60%. D.h. trotz des insgesamt höheren Beschäftigungsanteils der Frauen in diesen Verwaltungen wird das Männer diskriminierende Gleichstellungsgesetz aufrecht erhalten. Die Erhöhung des Frauenanteils wird sogar weiter voran getrieben.

  • Von Beginn an wurde das Gewaltschutzgesetz einseitig zum Schutz der weiblichen Opfer gegen männliche Täter geplant.

In einer beispiellosen Kampagne wurde, unter Missachtung internationaler, aber auch deutscher Studien, die eine Ausgewogenheit der Täterschaft von Frauen und Männern im häuslichen Bereich belegen, in den 90er-Jahren über "Gewalt gegen Frauen" ein einseitiges männliches Täterbild suggeriert. Eine vom kriminologischen Forschungsinstitut im Auftrag der Bundesregierung erhobene Untersuchung spricht hingegen von 1,7 Millionen geprügelten Frauen und 1,6 Millionen geprügelten Männern. Auch frühere Ergebnisse wurden zurückgehalten. Schon 1992 lag dem Bundesfrauenministerium eine Studie aus einer Opferbefragung vor, aus der eindeutig hervorgeht, dass die Gewalt der Frauen der Männergewalt in den Familien um nichts nachstand. (vgl. www.bifir.de/gewalt-frauen.htm)
Das Ergebnis ließ nicht auf sich warten. Obwohl häusliche Gewalt von Frauen praktisch genau so häufig verübt wird wie von Männern, ist uns bislang kein Fall bekannt, dass eine Frau der gemeinsamen Wohnung verwiesen wurde. Wohl aber gibt es eine große Anzahl von Verweisen von Männern. Die Gründe dafür sind vielfältig. Drei davon:
[list=a]
  • Die Polizei hat keine richterliche Befugnis. Sie muss aber deeskalieren. Und deshalb wird einer der Beiden der Wohnung verwiesen. Und da nach o.g. Kampagne definitionsgemäß der Mann immer der Täter ist, wird der Mann verwiesen.
  • Männliche Opfer werden nicht ernst genommen. Ein geschlagener Mann wird eher als Witzfigur als ein Opfer angesehen.
  • Studien zeigen, dass Männer wesentlich seltener Gewalttaten ihrer Lebenspartnerinnen gegen sich zur Anzeige bringen als umgekehrt [/list=a]

  • Nach Urteilen des Bundesverfassungsgerichtes bleibt die Stellung des Vaters zum Kind vom Willen der Mutter abhängig. Ein Urteil, das völlig konträr zum Gender-Mainstreaming-Ansatz steht. Im Gender-Mainstreaming-Handbuch aus http://www.lrsocialresearch.at/pdf/handbuch%20gender%20mainstreaming%20in%20der%20regionalentwicklung.pdf auf Seite 11 oder aus
    http://www.baden-wuerttemberg.de/sixcms_upload/media/442/brosch_re_gm_web.pd
    auf Seite 4 wird gerade dieses Beispiel als unhaltbar im Sinne Gender-Mainstreaming aufgeführt:

    "zum Beispiel
    Es sind zwar die Frauen, die Kinder gebären, jedoch ist es nicht von biologischen, sondern von sozialen Kriterien abhängig, wer die Kinder aufzieht."

    Mit anderen Worten, es ist die historische Rolle, die den Frauen die Kindererziehung zuschiebt und gleichzeitig die Väter aus der Kindererziehung heraus drängt. Ein im Zeitalter des Gender-Mainstreaming absolut überholtes, archaisches Rollenbild.

    Zudem erheben die Mütter in vielen Fällen gegen Väter den Vorwurf des sexuellen Missbrauchs, um ihnen den Umgang mit den Kindern zu verwehren. Oftmals stellen sich diese Anschuldigungen als haltlos heraus. Eine Anklage oder gar Bestrafung gegen einen solchen unberechtigten Vorwurf gab es bisher unserer Kenntnis nach noch nicht. (vgl. Marchewka, Bernd: Weißbuch sexueller Missbrauch. Zum Umgang mit dem ungerechtfertigten Vorwurf der sexuellen Misshandlung von Kindern in familiengerichtlichen und strafgerichtlichen Verfahren Bonn 1996; Arne Hoffmann "Sind Frauen bessere Menschen" S. 238ff.)

  • Männer werden häufiger Opfer von Gewalttaten als Frauen. 2002 wurden in den Deliktbereichen, über die das BKA eine Opferstatistik führt, Männer zu 62,2% Frauen Opfer von Straftaten. Bei Mord und Totschlag – vollendet und versucht – waren sogar 64,1% der Opfer männlich. Es gibt aber nur Studien über Gewalt gegen Frauen.
(vgl. auch Cose, Elis, A Man´s World. How Real Is Male Privilege-and How High is The Price? New York 1995; Warren Farrel: Mythos Männermacht 1995 S. 256; Schulz, Bernd: Wenn Männer in der Falle sitzen 1998 S. 104; Arne Hoffmann: Sind Frauen bessere Menschen S. 155; http://www.bka.de/pks/pks2002/index2.html)

  • Für die gleichen Delikte werden Männer häufiger angeklagt und verurteilt. Dabei fällt das Strafmaß im Schnitt wesentlich höher aus als bei Frauen, die wegen des gleichen Deliktes verurteilt werden.
(vgl. Martin van Crefeld: das bevorzugte Geschlecht 2003 S. 234ff. ; Arne Hoffmann: Sind Frauen bessere Menschen S. 157; Mischke, Roland: Nur Mut Männer!, Bergisch Gladbach 1990; Carol Hedderman, Mike Hough: Does the Criminal System Treat Men and Women Differently? London, 1994, S.3f.; Nancy Levitt: The Gender Line: Men, Women and the Law, New York 1998, S. 107; J.B. Johnston u.a. "Gender Differences in the Sentencingof Felony Offenders", Federal Probation 51, 1987 S. 49 – 55)

  • Zahlreiche Bücher und Filme zeigen den Trend zum hemmungslosen Männerhass. Titel wie "Nur ein toter Mann ist ein guter Mann" oder "Ein bisschen Männerhass steht jeder Frau" wären umgekehrt unvorstellbar. Gewalt gegen Männer wird verharmlosend ja sogar als trendmäßige Modeerscheinung dargestellt und gesellschaftlich akzeptiert.
Der Fernsehsender MTV und die Bekleidungskette New Yorker werben mit massiver körperlicher Gewalt von Frauen gegen männliche Personen. Darstellungen, die umgekehrt zu Recht massive rechtliche Schritte zur Folge hätten, werden staatlich ignoriert.
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DeepThought


Titel: Re: Feminismus
Beitrag von: bigbaer am 19. März 2004, 13:31:36
Tja Deep, es kommt immer darauf an, was man draus macht.

Hier haben viele der Emanzipation ein wenig viel übertrieben. Übers Ziel hinausgeschossen. Und wenn eine Reglementierung fehlt (ich hoffe auf Europa) wird es bestimmt nicht besser sondern schaukelt sich nur auf. :puzz:  


Titel: Re: Feminismus
Beitrag von: mel am 22. März 2004, 17:48:07
stimmt dieses thema ist nicht ohne.
ich bin ja nun auch politisch tätig und was dort in einigen sitzungen abgeht ist manchmal der blanke hass von frauen gegen die männer und von männern gegen die frauen.

unsere frauenbeauftragte beantragte: im land und en kreisen müssen mehr frauen in der führungsspitze eingestellt werden.
jos in leitender funktion sollten von 2 personen besetzt werden, wenn die frau schwanger wird muss der mann mehr arbeiten, wenn die frau zurück kehrt wird die stelle wieder von beiden übernommen.

wir stellten fest: wer übernimmt die kosten? wer übernimmt die überstunden während der schwangerschaft, etc.
die frauenbeauftragte: die überstunden werden teilweise ausgezahlt, der rest verfällt.

frauen müssen einfach mehr eingesetzt werden.

nach ihrem vortrag waren die anderen auch nicht schlauer, ihr antrag wurde mit grosser mehrheit abgelehnt.

meine meinung: frauen sollen den männern gleichgestellt werden, dann allerdings auch mit allen pflichten.
mel