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Themen => Unterhaltsrecht => Thema gestartet von: teuker am 22. Dezember 2002, 09:08:46



Titel: Unterhalt zahlende Mütter
Beitrag von: teuker am 22. Dezember 2002, 09:08:46
Sie sind in unserer Gesellschaft die Minderheit - und ihnen haftet immer der Makel an, eine schlechte Mutter zu sein: "Wochenendmütter", wie sie in der Umfrage genannt werden. Es gibt sie! Und ihre Probleme sind die gleichen, wie die ihrer männlichen Leidensgenossen.

Ich bin selbst eine Wochenendmutter, weit davon entfernt eine schlechte Mutter zu sein - dennoch ständig geplagt von Schuldgefühlen, obwohl ich meine Entscheidung einzig und allein zum Wohl der Kinder getroffen habe und auch nach über vier Jahren noch dazu stehe.

Obwohl meine Kinder in der Nähe wohnen und obwohl mein Ex und ich ein relativ entspanntes Verhältnis haben, sehe ich meine Kinder nicht sehr oft, denn ich arbeite in einem Job, dessen Dienstplan gerade mal vier freie Tage im Monat vorsieht.

Meinen Job zu wechseln, kann ich mir auf Grund meiner Unterhaltspflicht nicht leisten. Der finanzielle Beitrag, den ich zum Aufwachsen meiner Kinder leiste, hat in den Augen der zuständigen Behörden offenbar Vorrang vor dem Kontakt und der Sorge mit und um die Kinder. Aber wenn es brennt, zögern die gleichen Behörden nicht, mich auch für die Versorgung der Kinder in die Pflicht zu nehmen, was an sich ja in Ordnung wäre, würde das nicht mit diesem gewissen Unterton geschehen, der mich gleich wieder wie eine Rabenmutter dastehen läßt.

Ich bin für mich daher zu dem Schluss gekommen, dass UnterhaltsPFLICHT und SorgeRECHT sich weitgehend gegenseitig ausschließen - das dies immer zu Lasten der Kinder geht, brauche ich in einem Forum wie diesem nicht eigens erwähnen, oder?