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Themen => Medien => Thema gestartet von: Uli am 10. Juni 2005, 14:06:11



Titel: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 10. Juni 2005, 14:06:11
VATER VERBRENNT SICH UND SEINE BEIDEN KINDER - JETZT SPRICHT DIE VERLOBTE DES TÄTERS | 10.06.2005

»Wir wollten doch bald heiraten«
OLAF WUNDER

Laura M. (21) war erst Aupair-Mädchen / Dann wurde sie für die Jungs zur zweiten Mutter / »Joachim war so verzweifelt!«
 


 
Es ist eins der letzten Bilder von Clemens (7) und Benedict (8). Sie liegen da im Bett, lachen, sind glücklich, haben Spaß. Herrliche Kinder. Nun sind sie tot. Ihr Vater, der 47-jährige Joachim R. aus Neu Wulmstorf, hat ihnen höchst wahrscheinlich Schlafmittel eingeflößt. Dann überschüttete er das Auto mit Benzin, setzte sich selbst auf den Fahrersitz und ließ ein Streichholz fallen. Am Dienstagabend fand ein Jäger in einem Waldstück bei Celle den völlig ausgebrannten Passat (MOPO berichtete).

Ein Vater, der seine eigenen Kinder umbringt - ein unvorstellbarer Wahnsinn. Und das Ende eines erbitterten Streits um das Sorgerecht. Nun werden immer mehr Hintergründe bekannt. Dafür sorgt Laura M. Die Frau, die auf dem Foto neben den Kindern im Bett liegt - das ist sie. Die damals 19-jährige Litauerin kam im Februar 2003 als Aupair-Mädchen in den Haushalt des 26 Jahre älteren Mannes -°und wurde dessen Geliebte. "Ich war beeindruckt von ihm. Er kochte, putzte, bügelte, kümmerte sich rührend um die Kinder, ging auch noch seiner Arbeit nach. So sind Männer in Litauen nicht. Er war der beste Vater auf der Welt."

Aber er sei auch schwer angeschlagen gewesen, wegen des langjährigen Streits mit seiner Ex-Frau. Laura erzählt: "Sie hat die Familie vor fünf Jahren verlassen. Im letzten Jahr begann die Prozesslawine." Joachim R., der sich seit 2003 das Sorgerecht um die Kinder mit seiner Frau teilen musste, fühlte sich von den Richtern ungerecht behandelt. Sein Abschiedsbrief an Laura M. klingt denn auch wie eine Abrechnung mit dem bundesdeutschen Familienrecht. "Vier Jahre Scheidungswahn sind genug", schreibt er da. "Wir Väter, die sich um die Kinder kümmern, ihrem Beruf nachgehen und Steuern zahlen, gelten vor einem Gericht nichts."

Laura M. erzählt, wie verzweifelt ihr Verlobter gewesen sei. Mit seiner Ex-Frau habe er sich um Dinge gestritten, wie die Frage, ob die Kinder zur Musikschule gehen sollen oder nicht, ob sie die Ganztagsschule besuchen oder nicht und ob Laura M. an der Erziehung beteiligt werden dürfe. Der letzte Verhandlungstermin war Donnerstag. "Danach war Joachim besonders verstört", so Laura M. Die 21-jährige Frau sagt: "Ich ahnte, dass etwas passieren wird."

Am Freitagnachmittag reiste Laura M. mit dem Bus nach Litauen, um die Hochzeit, die dort am 30. Juli stattfinden sollte, vorzubereiten. "Joachim und die Kinder haben mich noch zum ZOB nach Hamburg gebracht." Am selben Abend sollte R. seine Kinder turnusmäßig bei der Mutter abliefern. Doch er erschien nicht, antwortete auch nicht mehr auf die SMS, die Laura M. ihm schrieb. "Ich dachte, er sei früh zu Bett gegangen."

Gestern kehrte Laura M. aus Litauen nach Neu Wulmstorf zurück. In der Wohnung fand sie den Abschiedsbrief. Und leere Schmerzmittelpackungen. "Ich bin sicher, er hat den Jungs die Arznei eingeflöst, damit sie einschlafen und nichts von den Flammen mitbekommen." Laura M. kann nicht fassen, was geschehen ist. "Vergangene Woche hat er noch Laminat in der Wohnung verlegt, wir haben Kleidung für die Kinder gekauft. Freitag früh mähte er den Rasen ..." Dann das.

Eigentlich hatte der 47-Jährige noch viele Pläne. Mit seiner jungen Frau wollte er weitere Kinder zeugen und großziehen. Laura M. unter Tränen: "Irgendwann, wenn Clemens und Benedict volljährig gewesen wären, wollten wir ganz nach Litauen ziehen."


 www.mopo.de/nachrichten/102_panorama_81511.html


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DieMystiks am 10. Juni 2005, 14:16:34

Erschütternd und traurig!

Was muss noch alles passieren, bis sich etwas ändert?
Gruß
Tina


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 10. Juni 2005, 14:44:56
 
Zitat
Was muss noch alles passieren, bis sich etwas ändert?


Und dann fragt sich noch in welche Richtung es sich ändern wird !!!  Das macht mich so wütend, wenn ich Berichte wie den vom 31. juristischen Feministinnentag lese. Das sind Leute (Damen) mit Macht und es reicht ihnen noch nicht!!!


 
Zitat
"Ich war beeindruckt von ihm. Er kochte, putzte, bügelte, kümmerte sich rührend um die Kinder, ging auch noch seiner Arbeit nach. So sind Männer in Litauen nicht. Er war der beste Vater auf der Welt."


Das wurde doch immer gefordert und wenn man sie nicht mehr braucht werden sie entsorgt! Wenn sie sich nicht so einfach entsorgen lassen, werden sie über Jahre gerichtlich gepeinigt. Manch ein steht den Krieg nicht durch  ;( .


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: AJA am 10. Juni 2005, 14:49:20
Wobei auch hier wieder die Frage offen bleibt, warum er die Kinder mitgenommen hat  ;(

Gruß AJA


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: nicknick am 10. Juni 2005, 14:59:21
 :mad2:  :mad2: Ich bekomme die Wut wenn ich so etwas wieder lese was unser Staat uns Vätern antut. Sind wir nur der letzte Dreck?

Nehmt diesen grausamen Weibern endlich die Munition und stellt sie an den Pranger zum steinigen und ausspucken.

 :phantom: Das schreibt ein gebeutelter Vater mit über 5-jähriger Kriegserfahrung mit unserer beschisssenen Justiz!


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DieMystiks am 10. Juni 2005, 15:18:21

Hallo Aja,

das habe ich mich auch schon oft gefragt bei solchen Berichten. Ich glaube wir werden nie dahinter kommen.

Ich kann mir das nur mit absoluter Hilflosigkeit und Ohnmacht erklären. Ich denke, da wird aufgestautes losgetreten und führt zum Blackout.
Geplant kann es ja nicht sein, bei bevorstehender Hochzeit und Renovierungsarbeiten.

Das soll aber nicht heißen, daß ich Verständnis dafür habe.

Ich finde es einfach nur schrecklich.

@ Uli

Ich denke, das ist das gefundene Fressen für die Feministinnen. Sie werden es zurechtrücken, so dass es in die männerfeindliche Welt hineinpasst.
Von deren Seite wird er sicher nun als Monster gesehen und passt damit voll in deren Konzept.

Echt zum Heulen!

Gruß
Tina


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 10. Juni 2005, 15:24:40
Passt nicht ganz zum opening, aber irgendwie zum Diskussionsfaden:

Frauen gegen Frauen
Schwedinnen streiten über den rechten Umgang mit Männern

von Reiner Gatermann

Stockholm - Wer sich bisher in Schweden, dem Land mit der - statistisch - besten Gleichstellung der Geschlechter, nicht als Feminist outete, galt als nicht politisch korrekt. Ministerpräsident Göran Persson hat daraus die Konsequenzen gezogen und ist nun - außer Vegetarier - auch Feminist. Feministen, gleichgültig ob männlich oder weiblich, unterstützen im Normalfall im "Kampf der Geschlechter" die Frauen, damit diese sich aus dem Joch des Mannes befreien können, um ein gleichwertiger Partner und gleichberechtigtes Mitglied der Gesellschaft zu werden.
 

Nun ist in diesem "Krieg" jedoch eine neue Front zu Tage getreten: Hier stehen sich Frauen und Frauen gegenüber. Die eine Fraktion sieht in Männern nur "Tiere und wandelnde Dildos", denen nicht zu helfen ist. Eine andere Gruppe will auch gewalttätigen Männern helfen und sie vorzugsweise in ihre Arbeit einbeziehen. Eine kürzlich im Fernsehen gesendete zweiteilige Serie "Krieg der Geschlechter" warf ein bisher kaum gekanntes Bild auf Arbeit und Einfluß der radikalen Feministen. Bam Börling von der Stiftung Frauen-Forum stellt fest: "Sie bedienen sich desselben Machtmißbrauchs und der Herrscherformen, die sie den Männern vorwerfen." Die ideologische Schlüsselrolle spielt Roks (Reichsverband für Frauen- und Mädchenhilfe in Schweden). Dessen Philosophie: Das ungleiche Machtverhältnis zwischen den Geschlechtern habe zu einer Dominanz der Männer geführt und die Frauen zur Unterordnung gezwungen. Versuche, Männer mit Therapie oder anderen Methoden zur Einsicht zu bringen, daß eine Gleichstellung auch für sie von Vorteil sein könnte, sei zum Scheitern verurteilt. "Die Sache ist einfach: Die Männer brauchen doch nur auf Gewalt zu verzichten", dafür bräuchten sie keine Behandlung, meint Roks-Vorsitzende Ireen von Wachenfeldt.
 

Soziologie-Professorin und Theologin Eva Lundgren, Roks akademische Oberpriesterin, glaubt an satanische Pädophilen-Netzwerke und ist davon überzeugt, daß nichtgewalttätige Männer eine Minderheit sind.
 

In den letzten Jahren ist es Roks gelungen, sein kompromißloses Gedankengut in Regierung und Gesetzgebung einzubringen. Die frühere Gleichstellungsministerin und heutige Brasilien-Botschafterin Margareta Winberg gibt offen zu: "Wir waren gleicher Auffassung." Sie war es, die vor ein paar Jahren in Schweden als erstem Land die Legalität der Prostitution zwar unangetastet ließ, anstelle jedoch den "Kauf von sexuellen Diensten" kriminalisierte. Mit großer Energie versuchen Winberg und Genossinnen, dieses Gesetz zu exportieren, und sind enttäuscht, bisher kaum auf - positive - Resonanz gestoßen zu sein. Die beiden Frauenrechtlerinnen Bim Björling und Anki Elken meinen: "Es ist furchtbar, daß zugelassen wurde, daß Roks' Ideologie und Methoden die von der Regierung finanzierten nationalen und internationalen Maßnahmen dominieren."
 

Roks ist auch stolz auf eine andere Kampagne: Buche pornofrei. Seit zwei Jahren versucht der Verband, Hotelbetreiber dazu zu bewegen, keine Pornofilme über den TV-Apparat aufs Zimmer zu liefern und andererseits vor allem Behörden und öffentliche Institutionen dazu zu veranlassen, nur pornofreie Hotels zu buchen. Einen großen Etappensieg errang Roks kürzlich, als Generalmajor Ake Jansson verkündete, die Streitkräfte seien der Aufforderung gefolgt. Nun geht es hierbei nicht nur um Militärs, seine Abteilung für Logistik ist zuständig für die Hotelbuchungen fast sämtlicher Staatsbehörden, jährlich rund 92 000 Übernachtungen.
 

Etwa ein Drittel der schwedischen Gemeinden sowie die Hälfte der Regionalverwaltungen buchen inzwischen pornofrei und können unter 400 Hotels wählen. In dieser Kampagne fand Roks die Unterstützung der obersten Sozialbehörde. Inzwischen ist jedoch die Kritik an der Organisation gewachsen. Einige Frauenrechtlerinnen distanzieren sich, Frauenhilfsgruppen und Frauenhäuser überlegen, sich anderen Dachorganisationen anzuschließen. Für die Krimiautorin Liza Marklund hat sich "die administrative und intellektuelle Roks-Führung seit zehn Jahren verrückt aufgeführt".
 

Die beiden TV-Reportagen haben Unruhe in die feministische Bewegung gebracht, die gerade dabei ist, sich auch politisch zu formieren. Ihre Galionsfigur ist die frühere Vorsitzende der postkommunistischen Linkspartei, Gudrun Schyman (57). Im Herbst soll entschieden werden, ob aus der Feministischen Initiative (FI) eine Partei wird. Es wäre eine Überraschung, falls es nicht dazu käme. Die begnadete Rednerin Schyman gab Roks in dieser jüngsten Auseinandersetzung Schützenhilfe, was nicht verwunderlich ist. Schließlich verglich sie 2002 die schwedische Institution der Familie mit dem Taliban-Regime und forderte im Herbst 2004 eine kollektive Männersteuer zur Deckung der Kosten, die deren Gewalt gegenüber Frauen verursacht. Schyman ist eine "Elitefeministin", so die Autorin des gleichnamigen Buches, Susanna Popova.
 

Andere Feministen sind allerdings froh, daß die Strukturen in der Frauenbewegung nun ans Licht gekommen sind. Vor allem müsse jetzt zwischen der in den Hilfsgruppen und den Frauenhäusern geleisteten hervorragenden Arbeit und den einspurigen Ideologien unterschieden werden. Die christdemokratische Abgeordnete Maria Larsson will sämtliche öffentliche Unterstützung für Roks stoppen.

Artikel erschienen am Di, 7. Juni 2005

Quelle: >Die Welt (http://www.welt.de/data/2005/06/07/728645.html)

DeepThought

[Editiert am 10/6/2005 von DeepThought]


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: elwu am 10. Juni 2005, 15:54:08
Zitat
"Vier Jahre Scheidungswahn sind genug", schreibt er da. "Wir Väter, die sich um die Kinder kümmern, ihrem Beruf nachgehen und Steuern zahlen, gelten vor einem Gericht nichts."


Wie ich aus eigener Erfahrung mit ebenfalls vier Jahren Scheidungswahn, befeuert von einer unendlich gierigen Ex, einem der Pensionierung entgegendämmerndem Richter und einem üblen Kriegsstifter von Anwalt sagen kann: genau so ist das. Nur, der Wahnsinn wird nicht enden sondern immer noch schlimmer, die familienrechtlichen Pläne aller relevanten(!) Parteien zementieren die himmelschreienden Ungerechtigkeiten bei Umgang, Sorge und Unterhalt immer noch mehr. Kein Wunder, daß dieses Land bald eines ohne Kinder sein wird.

Dazu bedarf es gar keiner Kindermorde - immer mehr Männer verweigern sich einfach der Zeugung.

Und sie haben recht damit.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 10. Juni 2005, 16:31:46
>Hierzu< (http://www.mopo.de/nachrichten/102_panorama_81465.html) ein weiterer mopo-Artikel.

Fälle, die sich über "Familientragödie" googlen lassen:

Mai 2005 - Alsdorf bei Aachen  - Vater tötet seine beiden Kinder >hier< (http://www.koeln.de/cms/artikel.php/109/22895/artikel.html)

Mai 2005 - Rheinfelden - Vater tötet Frau und seine Kinder >hier< (http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,354251,00.html)

Mai 2005 - Unterferriden - Vater tötet seine Kinder und sich selbst >hier (http://portal.1und1.de/de/themen/nachrichten/panorama/gewalt/976210.html)

Mai 2005 - Witten - Vater sticht auf seine Kinder ein >hier< (http://www.fatnews.de/autor/news/kategorie_id/3b02586a5a68f/artikel_id/42861c2c9c207/layout/1/Vater_sticht_auf_seine_3_Kinder_ein___Eins_musste_sterben/Vater_sticht_auf_seine_3_Kinder_ein___Eins_musste_sterben.html)

Mai 2005 - Dargezin - Vater tötet Frau und Kind >hier< (http://de.news.yahoo.com/050527/336/4k545.html)

April 2005 - Erfurt - Vater tötet sich und seine Kinder >hier< (http://www.abendblatt.de/daten/2005/04/20/423873.html)

November 2004 - Wasungen - Vater tötet Frau, Kind und sich selbst >hier< (http://www.n24.de/boulevard/nus/index.php/a2004111013431651487)

Februar 2004 - Vater tötet Kind, Frau und sich selbst >hier< (http://www.polizei.sachsen.de/zentral/1949.htm)

Juli 2003 - Duisburg - Mutter sticht auf Kind ein >hier< (http://www.wdr.de/themen/panorama/kriminalitaet02/mutter_toetet_tochter/index.jhtml)

Juli 2001 - Berghausen - Vater tötet seine Kinder und sich selbst >hier< (http://www.general-anzeiger-bonn.de/dokumentation/rueckblick2001/familiendrama.html)

Juni 2000 - Nordhorn/Lohe - Vater tötet sich und seine Kinder >hier< (http://www.neue-oz.de/_archiv/noz_print/nordwest/2000/06/drama.html)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: sehrtraurig am 10. Juni 2005, 17:59:01
Hallo!

Da ich selber betroffen bin weiß ich aus eigener Erfahrung wie schlimm und schmerzlich es ist, wenn nach einer Trennunung Frau merkt, welche Macht sie durch die Kinder hat und diese dann auch noch auf dem Rücken der Kinder ausspielt, um ihren EX fertig zu machen.

Aber: Kein Vater und keine Mutter hat das Recht, seinen Kindern das Leben zu nehmen. Dafür gibt es absolut keine Rechtfertigung.

sehrtraurig


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: AJA am 10. Juni 2005, 19:40:31
Nun aber bitte auch mal anders rum: Bei den von DT erwähnten Beispielen waren ja nun auch etliche dabei, die ausgetickt sind, OHNE (bereits) im Scheidungskrieg zu sein. Auch von Umgangsboykott o.ä. habe ich nichts gelesen. Ich habe zwar nur quergelesen, bin aber der Meinung, dass es sich hier um Väter/Mütter handelt, die schon vorher einen gewissen "Defekt" gehabt haben müssen.

Konkret: Frau droht, Mann zu verlassen, Mann droht mit Selbstmord oder Mord, es kommt wieder zur Versöhnung, irgendwann wird die Situation unzumutbar und Frau geht. Wie erwähnt in einem der Artikel. Nachdem sie mehrmals gedroht hat, ihn zu verlassen.... bringt er die Familie um. Was hätte "Frau" tun sollen? Bei ihm bleiben, um ihre Kinder zu retten? Konnte sie ahnen, wie er reagieren wird?

Ich hatte schon einmal geschrieben, dass ich nicht weiss, was ich dem Vater meiner Kinder zutrauen kann, und was nicht. Die Lektüre solcher Artikel trägt natürlich nicht zu meiner Beruhigung bei. Ich könnte mir beispielsweise vorstellen, dass er austickt (in welcher Richtung auch immer), wenn er merkt, dass eine KU-Klage auf ihn zukommt. Was soll ich tun? Einfach verzichten? Meine Kinder bei der Sozialhilfe melden? Dann kommen sie aber auch auf ihn zu. So tun als wäre nichts und hoffen, dass ich sie mit meinem Minigehalt und dem Kindergeld gross kriege?

Gruß AJA, die sich ernsthaft fragt, wie solche Geschichten verhindert werden können


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 13. Juni 2005, 12:55:57
Wenn Eltern ihre Kinder ermorden

Experte Egg: "Kein Frühwarnsystem"

Die schrecklichen Familiendramen scheinen sich derzeit zu häufen. Doch diese Wahrnehmung entspricht - glücklicherweise - nicht der Wirklichkeit.

Die eigenen Kinder zu töten, ist das Schrecklichste und Widersinnigste, was ein Mensch tun kann. Trotzdem geschieht es immer wieder: Ein Vater aus Neu Wulmstorf bei Hamburg verbrennt bei Celle seine Kinder und sich selbst, ein Mann aus Alsdorf bei Aachen erstickt seinen Sohn und seine Tochter, eine Frau im österreichischen Graz bringt ihre vier Neugeborenen um. Die Motive sind Rache, Wut, Verzweiflung und Angst. "Immer handelt es sich um eine Situation, bei denen die Menschen keinen anderen Ausweg sehen", sagt der Psychologe und Leiter der kriminologischen Zentralstelle in Wiesbaden, Prof. Rudolf Egg. Die Familiendramen scheinen sich zu häufen. Doch diese Wahrnehmung entspricht nicht der Wirklichkeit. "Das lässt sich statistisch nicht feststellen", sagt Egg. Vielmehr sei die Aufmerksamkeit der Medien für diese spektakulären Bluttaten gestiegen. "Eigentlich ist es seit vielen Jahren so, dass wir jedes Wochenende ein oder zwei solcher Vorfälle haben - mit unterschiedlichen Konstellationen." Dass die Zahl der Fälle nicht kontinuierlich steigt, zeigt auch die Statistik des Bundeskriminalamtes (BKA). Die Zahlen schwanken Jahr für Jahr stark. So wurden vor zwei Jahren in Deutschland 96 Kinder im Alter bis zu 14 Jahren getötet. 1981 waren es 69, und 1973 wurden 142 Kinder umgebracht. In den meisten Fällen töten nach Einschätzung des Kriminologen Egg Familienmitglieder die Kinder. Zu diesem Ergebnis kam auch eine einmalige Untersuchung des BKA von 1983 - neuere Erhebungen gibt es nicht. Nach der Analyse, die einen Zeitraum von 14 Jahren umfasst, waren in knapp 70 Prozent der 1481 Fälle mit 1650 Opfern die Eltern die Täter. Bei nahezu jedem zweiten Fall tötete die Mutter ihren Nachwuchs. Väter waren nur bei jedem fünften Fall die Haupttäter. Die anderen Kinder wurden von anderen Verwandten, Bekannten oder Fremden getötet. Die Frauen handelten häufig aus Verzweiflung und Sorge, sagte Egg. "Mütter haben eine sehr viel stärkere emotionale Bindung an ihre Kinder." In einer ausweglosen erscheinenden Situation - etwa, wenn eine Frau von ihrem Mann verprügelt werde, nähmen Mütter die Kinder mit in den Tod. "Ich schaffe das nicht, ich muss aus dem Leben scheiden, und meine Kinder kann ich dem auch nicht überlassen", beschreibt der Psychologe dieses widersprüchliche Denkmuster. Trennung als Auslöser Bei Männern seien dagegen meistens Trennungen Auslöser für die Tat. Bei einigen sei das Motiv Rache, zum Beispiel, wenn ein Streit um das Sorgerecht eskaliert. Manchmal zerstöre die Trennung auch das eigene Weltbild derart, dass ein Mann sogar für seine Kinder keinen Sinn mehr im Leben sähe. Äußere Anzeichen für solche Familiendramen gibt es laut Egg wenige, denn üblicherweise haben die Menschen keine kriminelle Vorgeschichte. In einigen Fällen gebe es seit längerem Gewalt in der Familie, in anderen sei die Ehe kaputt, eine Frau schaffe es nicht sich zu trennen. Das sei oft nur für Angehörige erkennbar. "Es gibt da kein wirkliches Frühwarnsystem." dpa

Quelle: hz-online (http://www.hz-online.de/index.php?mode=full&cat=15&minDate=&begin=0&id=124155)


Klingt es nicht schon fast verständnisvoll? Die armen Mütter werden geschlagen und flüchten mit ihren Kindern aus diesem ach so erbarmungswürdigen Leben. Und die Väter sind der Rache voll; gönnen ihre Kinder niemandem außer sich selbst. Die Statistik tut ihr übriges und gibt die mit Sicherheit vorhandenen Daten nicht preis. Bringt doch nur Unruhe ins Volk, gelle?

In Abwandlung eines sehr bekannten Werbespruchs: Wenn einem so viel Blödsinn wird beschert, dann ist es einen gepfefferten Leserbrief wert.

DeepThought


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 13. Juni 2005, 13:04:18
Sehr geehrte Damen und Herren,

in Ihrer Onlineausgabe "HZ online" las ich im Betreff genanntenb Artikel.
http://www.hz-online.de/index.php?mode=full&cat=15&minDate=&begin=0&id=124155

Wie immer wird Müttern Verständnis entgegengebracht. Ja, schon fast als Retter der Kinder werden sie dahingestellt. Sie können doch nicht wahrlich verlangen, einem prügenden Mann und Vater die Kinder zu überlassen. Sind sie nicht die wahren Heldinnen?

Und die Väter, voll der Rache, sie gönnen ihre Kinder im Falle des Unterliegens in Sorgerechtsstreitigkeiten niemandem. Letztlich nicht einmal sich selbst.

Die Statistik steuert ihr übriges dazu bei und unterdrückt verlässliches und mit Sicherheit vorhandenes Zahlenmaterial über Fälle und Hintergründe.

Ich sehe keine Mediengeilheit weswegen wir uns mit diesen Tragödien konfrontiert sehen. Für mich ist es Ausdruck einer kranken Familienpolitik und Auswuchs der mütterzentrierten Rechtsprechung (so diese ihren Namen überhaupt noch verdient hat).

Mit freundlichem Gruß



Leserbriefe bitte an: redaktion (at) hz-online (punkt) de.

Wer schreibt noch?

DeepThought


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DieMystiks am 13. Juni 2005, 15:37:23

Hallo Deep,

den Vätern wird in diesem Bericht ja völlig die emotionale Bindung abgesprochen.

Das macht mich echt wütend.

Ich schreibe nun auch.

Gruß
Tina


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DieMystiks am 13. Juni 2005, 16:10:01
 hier mein Leserbrief:

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
ich habe mit Interesse Ihren Bericht gelesen.
 
Es wird berichtet, daß in jedem 2. Fall die Mutter die Täterin ist, jedoch in jedem 5. Fall der Vater der Haupttäter ist.
 
Trotzdem wird in diesem Beitrag sehr viel Verständnis für die Mütter aufgebracht während den Vätern die starke emotionale Bindung zu ihren Kindern gleich abgesprochen wird.
 
Wie so oft werden die Väter als herrschsüchtige Menschen dargestellt, die einzigst und allein ihrem Rachebedürfnis nachgehen.
Für Mütter wird schon fast ein Schutzschild aufgestellt, da sie ihre Kinder auf keinen Fall bei einem "solchen" Mann aufwachsen lassen wollen und sie lieber gleich mit in den Tod nehmen.
 
Es sollte endlich gerechte Familienpolitik in Deutschland betrieben werden. Bei allem Verständnis für die Gleichberechtigung, geht es hier nicht mehr um Emanzipation, sondern eher um die Diskriminierug von Vätern, die jahrelange Umgangs -und Sorgerechtskämpfe über sich ergehen lassen müssen. Berichte wie diese steuern ihr Übriges dazu.
 
Leider sieht sich wohl niemand in der Lage hinter die Kulissen zu schauen. Dann würde das Bild der dargestellten Mütter eine Wende nehmen. Es scheint als würden nur Betroffene wirklich wissen, wie die Familienpolitik ausgeführt wird.
 
Eine neutrale Familienpolitik und die Anerkennung der Fürsorge der Väter würde nicht wenigen Kindern viel Leid ersparen.
 
Mit freundlichen Grüßen


Wer schreibt noch???


[Editiert am 13/6/2005 von DieMystiks]


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Delphin am 14. Juni 2005, 13:01:45
Ich denke die Statistik befasst sich mit MÖGLICHEN oder sich HÄUFENDEN Gründen der untersuchten Fälle. Sie gibt Z.B.ja auch nicht an wieviele derMütter vielleicht minderjährig gewesen sind und deswegen schon keine Perspektive gesehen haben.Ich will keine/n in Schutz nehmen.

Ich kann auch nicht sehen wo die Mütter als heldenhaft beschrieben werden weil sie die Kinder mit in den Tod nehmen.

Bei all dem Hass den  hier manche- verständlicherweise- auf die EXEN haben
es IST IN DIESEN FÄLLEN so gewesen und der Prof.beschreibt das Profil der Täterin/ desTäters

Hier gibt es auch Väter/Männer die sind anders.Dieser Schuh passt Euch nicht also warum zieht ihr ihn Euch an?

Leute die sich für diese Statisken interessieren/sie lesen  haben auch genug Grips nicht ein PauschalUrteil darüber zu fällen.


Gruss Delphin *diefünfjahreund8monatetrennungskRampfhintersichhatundkein ende insichttrotzdemsoeinetatnichtversteht*



[Editiert am 14/6/2005 von Delphin]


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 14. Juni 2005, 14:27:00
Moin Delphin,

Zitat
wieviele derMütter vielleicht minderjährig gewesen sind
Minderjährige Mütter werden vornehmlich nicht mit einem sie und die Kinder prügelnden Ehemann zusammen leben.

Zitat
wo die Mütter als heldenhaft beschrieben werden
Wie im Bericht geschrieben steht ("Mütter haben eine sehr viel stärkere emotionale Bindung an ihre Kinder." sowie "...und meine Kinder kann ich dem auch nicht überlassen") beschreibt zum einen, wie DieMystiks richtig anmerkt, dass die Auslassung des Vaters nur den Müttern eine emotionale Bindung zuspricht und sie heldenhaft, ihrem, ähem, Mutterinstinkt folgend, die Kinder vor der ungewissen Zukunft bei diesem Drecksack bewahren wollen, gar müssen.

Für Väter hingegen ("Bei einigen sei das Motiv Rache...") werden niedere Motive genannt. Wenngleich nur von "einigen" die Rede ist, bewahrt man das gewollte Geschlechterbild durch Weglassung der übrigen Gründe. Durch die alleinige Grundnennung des Racheaspektes werden die Väter in der Brutaloego-Szene belassen.

DeepThought


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DieMystiks am 14. Juni 2005, 14:58:35

Hallo Delphin,

Dieser Schuh passt Euch nicht also warum zieht ihr ihn Euch an?

Sicher passt dieser Schuh nicht.
trotzdem ist es doch so, daß solche Berichte in keinster Weise zur Aufklärung von Ursachen führen.

Das Übel wird immernoch nicht an der Wurzel gepackt und die liegt nunmal in der Familienpolitik oder in deren Ausführung.

Ich habe nun nicht alle oben verlinkten Berichte gelesen, aber in den Medien wird ja häufig in jedem Magazin von solchen Fällen berichtet.

Da fällt doch schon auf, daß bei einer Muter die ihre Kinder mit in den Tod nimmt, immer wieder von verletzten, dem Terror nicht standhaften Frauen berichtet wird.
Wie sieht es nun bei den Männern aus?
Ich erinnere mich an Berichte, in denen kurz erwähnt wurde, daß es bei dem Vater um einen langen Sorgerechtsstreit ging und er z.B. einen Umgangstermin für dieses Ausscheiden aus dem Leben genutzt hat.

Wie kommt das wohl rüber, für Zuschauer, die sich gar nicht privat mit der Thematik beschäftigen müssen??
Ich denke ein " die arme Frau wusste keinen anderen Ausweg"  und " da siehste mal, wozu Männer in der Lage sind, die armen Kinder" wird nicht selten in den Wohnzimmern fallen.

Du fragst warum, diesen Schuh anziehen? Ich denke gar nicht reagieren ist wie wegschauen, Desinteresse zeigen oder gar Zustimmung.
Da kann sich ein Sender oder ein Verlag doch schon einmal Reaktionen durch den Kopf gehen lassen.
Ich denke schon, daß sie lesen müssen, wie auch die andere Seite der Medaille aussieht. Zumindest kann man versuchen Hinweise zu geben.

Über Verständnis für solche Taten, ob männlich oder weiblich, brauchen wir glaube ich nicht zu diskutieren.
Es geht um die Art und Weise, wie darüber berichtet wird und dass die nötige Tiefe bei den Berichterstattungen meistens fehlt.

Gruß
Tina



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Lausebackesmama am 05. Juli 2005, 11:41:30
Das ist hier praktisch "um die Ecke" passiert. Ich kann das gar nicht fassen. Ich gucke mir meinen bald zweijährigen Krümel an und stelle mir vor, wie der einen Waffenlauf an der Schläfe hat. Ich KANN es einfach nicht verstehen.

Sich selbst erschießen.. naja. Aber ein unschuldiges kleines Kind, was da voller Vertrauen neben Dir sitzt. Da könnte ich schon wieder heulen.

LG Lausebackesmama


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 05. Juli 2005, 11:32:50
Der nächste "Fall":



Vater erschießt zweijährige Tochter

54jähriger tötet in einem Schöneberger Hotel sein Kind und sich selbst - Seine Frau wollte die Scheidung

von Michael Behrendt und Tanja Laninger

In einem Hotel an der Kurfürstenstraße in Schöneberg hat sich am Sonntag ein Familiendrama ereignet: Ein 54jähriger Mann aus Mecklenburg-Vorpommern erschoß zunächst seine zweijährige Tochter und anschließend sich selbst. Das Motiv für die Bluttat: Seine Frau wollte sich offenbar wegen Gewalttätigkeiten ihres Mannes scheiden lassen. Die 35jährige lebte seit Juni dieses Jahres mit ihrem Kind in einem Spandauer Frauenhaus. Die kleine Michelle-Alexandra hatte am Sonntag Geburtstag.

Gegen 16 Uhr hatte der Versicherungsunternehmer Hans Z. mit dem kleinen Mädchen in dem Hotel eingecheckt. Noch am Rezeptionstresen bestellte er einen Weckruf für 17.25 Uhr. Dann ging er mit seiner Tochter ins Zimmer 142. Michelle-Alexandra sollte es lebend nicht verlassen.

Gegen 17.30 Uhr fiel den Verantwortlichen des Hotels auf, daß ihr Gast nicht ans Telefon ging. Ein Zimmermädchen klopfte deshalb zunächst an die Tür, um den Wunsch des Gastes nach einem rechtzeitigen Weckruf nachzukommen. Als niemand reagierte, öffnete die Angestellte das Zimmer - dort lagen die Leichen von Hans Z. und seiner kleinen Tochter. Laut Polizeiangaben hatten beide "Kopfschußverletzungen", jede Hilfe kam für sie zu spät. Die Schüsse hatte niemand gehört. Auf dem Tischchen der 43 Quadratmeter großen Junior-Suite mit Mini-Bar und Küche für mehr als 100 Euro die Nacht fanden Ermittler später einen Abschiedsbrief. Der Mann war wegen der Scheidungsabsichten seiner Frau verzweifelt.

Seit 2001 war der 54jährige mit einer jungen Russin verheiratet. Sie lebten in Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern. Hans Z. hatte sich im weiteren Umkreis des Ortes mit einem Versicherungsbüro etabliert. Doch in letzter Zeit sollen eheliche Streitigkeiten immer häufiger in Gewalttätigkeiten ausgeartet sein. Die junge Frau soll diese Übergriffe expliziert als Scheidungsgrund angegeben haben.

Anwohner aus dem Haus der Geschäftsadresse berichten von einer nervlichen Angespanntheit des Geschäftsmanns. "Er hat uns erzählt, daß seine Frau ihn verlassen und die kleine Tochter mitgenommen habe. Seine große Angst war, daß sie mit dem Kind nach Rußland zurückgehen könnte und er Michelle-Alexandra nicht mehr besuchen dürfte", berichtet eine Nachbarin. Tatsächlich hatte die Mutter erwirkt, daß Hans Z. für seine Tochter laut Gerichtsbeschluß lediglich ein Umgangsrecht für drei Stunden in der Woche zugesprochen wurde. Am Sonntag hatte er dieses Recht erst zum zweiten Mal in Anspruch genommen. Es sollte der letzte Besuch sein.

Hans Z. hat seine Tat wahrscheinlich genau geplant und sogar angekündigt. Stunden zuvor hatte er in einem Café an der Kurfürstenstraße gesessen. Allein, ohne sein Kind. Beim Bier kam er mit einem Tischnachbarn ins Gespräch. Dieser Zeitung wurde berichtet, daß sich der Versicherungsunternehmer danach erkundigt haben soll, wie man sich am besten die Waffe an den Kopf hält, um auch wirklich einen tödlichen Treffer zu erwirken. "Er hat auch erzählt, daß er herausgefunden habe, nicht der leibliche Vater des Kindes zu sein", so ein Angestellter. "Unser Stammgast hat erwidert, er solle keine Dummheiten machen. Er wiegelte dann ab und sagte, er frage nur mal so." Daß das eine Lüge war, sollten der Gast und die Mitarbeiter später erfahren.

In seiner Heimat reagierten die Menschen wütend auf den Amoklauf ihres Nachbarn. "So ein dummer Mensch. Hätte er doch nur die Kleine aus der Sache herausgehalten. Das Mädchen hatte doch niemandem etwas getan", bedauert eine Frau. Es war nicht das erste tragische Ereignis im Hotel. Im August 1998 hatte sich eine 43jährige im 15. Stock eingemietet. Von dort sprang sie in den Tod.

Artikel erschienen am Di, 5. Juli 2005

Quelle: Die Welt (http://www.welt.de/data/2005/07/05/741563.html)


Die vom Vater ausgehenden Gewalttätigkeiten werden in der Möglichkeitsform angesprochen und damit wird die Entschuldigung für die KM bzgl. des Verlassens des KV und einer evtl. Auswanderung in ihr Heimatland geliefert. Fakt ist, dass ihm der Umgang mit seinem Kind massiv eingeschränkt wurde. Die Wahrheit werden wir nie erfahren.

DeepThought

[Editiert am 5/7/2005 von DeepThought]


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: redsky am 07. Juli 2005, 11:36:17
Niemand hat das Recht einem anderen Menschen das Kostbarste zu nehmen was er hat: SEIN LEBEN! "Menschen" schlachten sich schon genug in irgendwelchen Kriegen ab unter irgendwelchen politischen oder religiösen Vorwänden.
WAS kann es aber für einen Grund geben, ein kleines hilfloses Wesen zu töten, welches man selbst in die Welt gesetzt hat und das völliges Vertrauen und Liebe gegen seine Eltern hat. Kein persönlichen Problem kann so groß sein, das jemand auch nur auf den Gedanken kommen darf dies zu tun.
Ich bin über solche Vorfälle tief erschüttert und verurteile die Täter!

Sich selbst das Leben zu nehmen steht jeden frei. In unserer Gesellschaft ist das wohl auch die einzigste Freiheit die wir noch haben.

Ich bin nach der Trennung von meiner Traumfrau (ja war sie wirklich) selbst in ein sehr tiefes emotionales Loch gefallen. Meine Ex hat damals auch oft Ängste geäußert, ich wolle ihr oder den Kindern was antuen weil sie sich getrennt hat.
Wer mich kennt, weiß das das völliger Blödsinn ist. Zu keiner Zeit kam mir irgenwie der Gedanke an sowas. Im Gegenteil das ist so ziemlich das Schlimmste was Menschen sich antuen können, der eigenen Familie Gewalt anzutuen. Ich liebe meine Kinder und, wenn auch Vergangenheit, meine Familie.
Gedanken meinem Leben ein Ende zu setzen kamen mir allerdings. Es bildete sich ein Gefühl der Nutzlosigkeit, Verlassenheit und des versagt habens sehr stark aus. Ich erzähle euch da wohl nichts Neues.

ABER:
Ist es nicht gemein und hinterhältig seine Kinder zu verlassen? Nur damit es einem persönlich "besser" geht. Keiner sollte das seinen Kindern antuen, wenn die Familie zerissen wird, auch noch die Unschuldigsten, die am meisten Hilfe brauchen im Stich zu lassen. Jeder sollte um seine Kinder kämpfen! Auch wenn es noch so aussichtslos erscheint. Auch wenn ein finanzieller Ruin ansteht. Den Kids ist das egal. Sie wollen kein Geld, sie wollen Liebe und Geborgenheit. Selbst wenn (bedingt durch die KM) ein Treffen mit dem KV nur sehr schwierig ist. Jeder Kontakt ist wichtig!

Ihr, die ihr mit dem Gedanken spielt aus dieser Welt zu gehen und eure Kinder im Stich zu lassen, ihr seit alle Egoisten! Wollt Ihr euren Exen die Kids allein überlassen? Ihr seit die Starken, die Kids die schwachen. Ihr müsst für eure Kids kämpfen! Hört damit niemals auf!
Eines Tages werdet ihr von euren Lieben ein dankbares und liebevolles Lächeln zurückbekommen. Dann sind die ganzen Mühen und Strapazen vergessen. Ihr wisst dann: es hat sich gelohnt für etwas zu kämpfen.
Ich werde nie aufgeben!

redsky


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 07. Juli 2005, 12:19:58
Zitat
Niemand hat das Recht einem anderen Menschen das Kostbarste zu nehmen was er hat: SEIN LEBEN!
Da stimme ich dir mit besonderem Blick auf § 218a StGB vollkommen zu.

DeepThought
*jetztaberkeinediskussionüberabtreibunglostretenmöchte*


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Aniram am 07. Juli 2005, 12:55:09
Du hast recht, Redsky, mit jedem einzelnen Wort.

Kein Mensch hat das Recht, einem anderen das Leben zu nehmen.

Und trotzdem:

Wissen wir, was in solchen Momenten in einem Vater oder auch einer Mutter vorgeht ?
Wie groß, Ängste, Verzweiflung, Sinnlosigkeit und die gesamte Gefühlspalette auf und
ab, in diesem Augenblick ist.

Ich kann die Wut und Empörung, die bei Angehörigen, Nachbarn oder auch Fremden
beim Lesen solcher Artikel aufsteigt gut verstehen, hab ich doch die gleichen Gefühle.
Und die Vorstellung, jemand könnte meinen Sohn umbringen, läßt mich in Gedanken
zum Amokläufer werden.

Aber ich bin nicht überzeugt, ob es in jedem Fall aus Egoismus geschieht, ob eben alle
Täter Egoisten sind. Ich kann mir schon vorstellen, daß das eine Mutter macht, aus
Angst ihr Kind alleine zurückzulassen oder ein Vater nach einem verzweifelten Kampf
um das Kind. Möglich, daß es Situationen im Leben gibt, wo einem alles zuviel wird und
man nicht mehr vernünftig denken kann.

Es bleibt trotzdem falsch und verwerflich, aber gebe Gott für Gläubige und das Schicksal
für die anderen, daß man selbst nie so verzweifelt sein wird, so eine Wahnsinnstat zu
begehen.

Nachdenkliche Grüße

Marina


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: redsky am 07. Juli 2005, 15:25:34
Hallo Aniram,

jeder Mensch hat seine Grenzen.
Egoisten sind in diesem Zusammenhang die, die ihre Kinder verlassen. Nicht die, die ihre Kinder mitnehmen in die ach so bessere neue Welt. Kann sein das diese Menschen ihre Grenzen überschritten haben und im Augenblick keinen anderen Ausweg sehen. Eine Mutter die ihr Kind nicht zurücklassen möchte, sollte nicht gehen! Keiner weiß ob die Zukunft nicht doch noch positivere Dinge bereithält. Wenn man ganz am Boden ist, kann es nur wieder auswärts gehen. Das kann schon mal eine Weile dauern, aber "Die Hoffnung stirbt zuletzt".
Wieso sollten wir die Träume und Wünsche von denen die unsere Zukunft darstellen so grenzenlos mit Füßen treten?
Wieso sollten wir (Eltern) uns anmaßen die Entscheidung über Leben und Tot unserer Kinder an uns zu reißen? Wir sollten uns alle für das Leben entscheiden. Was spürt ein Kind in den letzten Sekunden seines Lebens welches von seiner eigenen Mutter (oder Vater) getötet wird? Ist es das, was wir für unsere Kinder wollen. Grenzenloser Schmerz? Ich kann sehr wohl Eltern verstehen die keinen Ausweg mehr sehen. Denen die Zukunft hoffnungslos erscheint. Es ging mir auch schon so! Teilweise immer noch. Aber die Kinder haben immer eine Zukunft im Leben. Sie werden größer und wachsen (nicht die Länge sondern die Größe) mit allem was um sie herum passiert. Wollen wir ihnen das nehmen? Nein! Wir müssen für unsere Kinder stark sein. Sei es noch so schwer.
Ich habe meinem Sohn unsere Trennung beigebracht (finde gerade kein anderes Wort).
Solch einen Blick und Gesichtsausdruck habe ich noch nie in meinem Leben bei meinem Kind gesehen. Es war als sei er von 1000000 schrecklichen Monstern umzingelt, die ihn jeden Augenblick zerreissen wollen. Es ist als ob jemand dein Herz herausreißt. Was spürt wohl ein Kind welches wirklich von seiner engsten Vertrauten (Vertrauter) getötet wird? Niemand sollte unter dem Vorwand der "Liebe" zu seinem Kind diesen endgültigen Schritt manchen.

redsky


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Aniram am 07. Juli 2005, 15:53:06
Hallo Redsky !

Ich wüßte nicht, wo ich Dir in Deinen Zeilen widersprechen sollte.
Eigentlich hab ich nur versucht, für Verständnis dieser manchmal
bestimmt entsetzlich verzweifelten Mensch zu werben.

Gutheißen kann ich es natürlich so wie Du trotz alledem nicht.

 
Zitat
Es ist als ob jemand dein Herz herausreißt.


Ich will mir nicht vorstellen, wie Du dich in dem Moment gefühlt
haben mußt, aber das denke ich mir bei dem hier Gelesenen
sehr oft.

Marina


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: bengel am 07. Juli 2005, 16:02:43
hallo zusammen,

"es ist als wenn jemand dein herz ausreisst", ja genau so ist es!!! bei meinen kids musste ich es tun, weil meine ex als sich trennende zu feige war. der schlimmste moment in meinem leben, aber nichts zu dem was in menschen vorgehen muss, die so verzweifelt sind sich selbst und ihre kinder auf die letzte reise zu schicken. ich selbst war kurz davor mich davon zu stehlen, nur der gedanke "das kannst du den kindern nicht antun" hat mich letztlich davon abgehalten.

gruss bengel



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: redsky am 07. Juli 2005, 16:12:25
hallo bengel,

sei froh das du die Kraft hattest doch nicht zu gehen. Deine Kinder werden dir ewig dankbar sein dafür. Es wird nicht so sein, das eines Tages plötzlich ein Glücksgefühl aufkommt weil dir deine Kinder Dankbarkeit zeigen. Es wird vielmehr so sein, das dieses Glücksgefühl langsam wächst und immer größer wird. Ganz genauso wie deine Kinder wachsen und größer werden. Du wirst das spüren, wenn deine Kinder selbst einige Stationen im Leben hinter sich haben. Du bist dann derjenige, der viel dafür getan hat. Du wirst stolz sein auf das was deine Kinder erreicht haben. Auch weil DU da warst und bist. Es nützt nicht viel den Kids Ratschläge für das Leben zu geben. Sie müssen eigene Erfahrungen machen. Wichtig ist, sie dabei zu begleiten, auf sie aufzupassen und aufzufangen wenn was schief geht. Dafür lohnt es sich schon zu leben. Oder?

redsky


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 11. Juli 2005, 13:41:40
Ich werde in diesem Beitrag neue Vorfälle dokumentieren.
Zitat
Vater warf sein Kind in die Tiefe und sprang hinterher

DRAMA / Entsetzte Augenzeugen des Vorfalls an der Ruhrtalbrücke konnten nicht mehr eingreifen. Polizei spricht von einer Kurzschluss-Tat und sieht Eheprobleme in der Steeler Familie als Auslöser.

Für die vier Autofahrer, die am frühen Sonntagmorgen um 5.40 Uhr die Ruhrtalbrücke in Richtung Düsseldorf befuhren, war es eine Szenerie wie aus einem Alptraum: Rund 200 Meter hinter dem Beginn der Brücke bemerkten sie auf dem Standstreifen ein Fahrzeug mit eingeschaltetem Warnblink-licht und daneben eine an den 2,20 Meter hohen Zaun angelehnte Haushaltsleiter. Auf der unteren Stufe stand ein Mann, der etwas im Arm hielt.

Die vier Autofahrer, alle auf dem Weg zur Arbeit, stellten ihre Fahrzeuge ab, rannten an den Zaun und konnten doch nicht mehr eingreifen. Stattdessen mussten sie entsetzt mit ansehen, wie ein Mann ein regungsloses Mädchen die Brücke hinunter warf und sofort hinterher sprang. Wenig später stellte sich heraus, dass hier gerade ein 33-jähriger Familienvater aus Steele seine siebenjährige Tochter 60 Meter in die Tiefe geworfen und danach den Freitod gewählt hatte. Rettungskräfte bargen die Leichname später im Ruhrtal, nur wenige Meter von der Mendener Straße entfernt.

Wie Jürgen Achterfeld, Einsatzleiter der Mülheimer Kriminalpolizei, sagte, gehen die Ermittler von einer Kurzschlusstat des Essener Familienvaters aus. Auslöser dürfte ein Streit unter den Eheleuten am Abend zuvor gewesen sein. Einen Abschiedsbrief gab es ebenso wenig wie Andeutungen im Vorfeld der Tat.

Die Duisburger Staatsanwaltschaft ist in die Ermittlungen eingeschaltet und hat für heute eine rechtsmedizinische Untersuchung veranlasst. Sie soll Aufschluss darüber geben, ob das siebenjährige Mädchen vor der Tat von seinem Vater betäubt wurde, da die Augenzeugen bei ihr keinerlei Regung registriert hatten. Ärzte und Seelsorger kümmerten sich gestern um die Hinterbliebenen. Für sie hat der Alptraum gerade erst begonnen.

10.07.2005    WOLFGANG KINTSCHER

Quelle: >NRZ Online< (http://www.nrz.de/nrz/nrz.essen.volltext.php?auftritt=NRZ&zulieferer=nrz&kennung=on1nrzPOLStaEssen38541&redaktion=&dateiname=&auftritt=nrz&other=&kategorie=&catchline=&dbserver=cweb40d.cityweb.de&searchstring=)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: tinchen am 11. Juli 2005, 14:23:41
wie verzweifelt muss ein mensch sein, der nicht mehr rechts und links sieht, nicht mehr seine einmaligkeit erkennt und alles zerstört, was heilig ist und behütet werden sollte.
in tiefschwarzen momenten, auch während meiner trennungszeit, habe ich mir immer wieder mut und kraft aus gedichten geholt, die mir letztendlich mein innerstes näher gebracht und auch besser verständlich gemacht haben. und auch verhindern konnten, dass ich mich feige aus dem leben stehle...

vielleicht kann der/die eine oder andere hier auch aus diesen zeilen sich etwas kraft schöpfen.
grüße, tinchen


 
Den Weg, den Du vor Dir hast, kennt keiner.
Nie ist ihn einer so gegangen,
wie Du ihn gehen wirst.
Es ist Dein Weg. Unauswechselbar.
Du kannst dir Rat holen,
aber entscheiden musst Du.

Nimm Dich an.
Sei Du die, die Du bist.
Sei Du der, der Du bist.
Erst dann fängst Du an, zu werden,
was Du sein möchtest.
Versteh Deine Schwächen,
erst dann kannst Du mit ihnen arbeiten
und sie zu Stärken verwandeln.
Setz Deine Sträken so ein,
dass Du noch zerbrechlich bleibst,
und niemand unnötig abschreckst.
Achte auf Deine Unsicherheiten,
sie öffnen Dir Wege in neues Land.

Glaub, dass Du einen Beitrag zu geben hast.
Du wirst wahrscheinlich den Kurs der Welt nicht verändern,
kein Held auf internationaler Szene sein.
Aber da, wo Du bist, wirst Du als Du gebraucht.
Es entsteht ein Loch, wenn Du weg bist.
Aber Du musst es glauben und dich auch so bewegen:
Nur wenn Du Du bist, leistest Du einen wichtigen Beitrag.
Wenn Du Rollen spielst und tust,
was alle tun oder was man von Dir verlangt,
dann fehlt niemand, wenn Du weg bist,
weil ein anderer die Rolle übernimmt.
Du bist mehr als Deine Rolle!

Was Du erlebt hast, hat Dich geprägt
und Dir Deine unauswechselbare Sicht gegeben.
Die Entscheiungen, die Du getroffen hast,
haben Dir Wege geöffnet und dafür andere verschlossen.
Die offenen Türen sind nur für Dich.
Nur deine Unentschiedenheit wird sie schließen.
Deinen Beitrag zur Welt wird keiner leisten,
weil niemand die Welt so sieht wie Du.

Niemand hat Deine Fingerabdrücke.
Niemand hat Deine Stimme.
Niemand sagt so "Ich liebe Dich" wie Du.
Niemand glaubt wie Du.
Niemand denkt so ans Sterben wie Du.
Niemand hat Deine Geschichte.
Niemand spürt die gleiche Trauer,
das gleiche Glück wie Du.
Niemand ist wie Du.
Niemand in Deinem Land,
auf Deinem Kontinent,
auf dem dritten Planteten dieses Sonnensystems,
in der Galaxie,
die wir die Milchstraße nennen.
Niemand, weil Du einmalig bist.

Einmalig ist auch Dein Wille.
Du kannst etwas wollen. Du sagst Ja!
Du willst etwas nicht. Du sagst Nein!
Das macht Dich frei,
weil der Mensch frei ist,
der sich nicht von anderen leben lässt.
Dein Wille macht Dich reich.
Er ist der Schlüssel zum Leben,
den Gott in Dich hineingelegt hat.
Mit ihm schließt Du auf,
was auf Dich wartet.
Du nimmst Dein Leben in die Hand
und trägst die Verantwortung.

Du meintest Dich zu kennen,
Deine Haltungen und Träume.
Du warst bei Dir zu Hause
und fühltest Dich wohl.
Jetzt bricht etwas Neues in Dir auf.
Du bist überrascht und verunsichert.
Dein Horizont wird weiter.
Ahnungen suchen Dich heim.
Du kannst Dich nicht mehr
an der Person festhalten,
die Du einmal warst.
Weil Du unterwegs bist,
gehört auch Deine Veränderung zu Dir.
Auch sie ist einmalig,
Du bist auch, was Du wirst.

Manche wenden sich ab von Dir,
weil Du Dich nicht nach dem
"man sollte" und "jeder tut das" bewegst.
Du bist Dir treu
und verlierst dadurch die,
die Dich nur so lange annahmen,
wie Du ihnen angenehm und passend warst.
Sie wollten nicht die Herausforderung
Deiner Stärke,
nicht die Verunsicherung,
die mit Deiner Offenheit und Direktheit kam.
Sie wollten Dich profillos.
Sie wollten Dich grau und berechenbar.
Sie wollen Ruhe über alles
und darum müssen sie Dich
links liegen lassen,
um sich selbst
in ihre Dumpfheit zu retten.

Einmalig zu sein
bringt auch Einsamsein mit sich.
Du spürst, dass niemand Dich versteht.
Du sinkst auf den Grund in Dir
wie ein Kiesel im kalten Bach.
Das ist der Preis.
Doch im Einsamsein wirst Du reicher.
In den Stunden allein mit Dir selbst
entdeckst Du, wer Du bist.
In den Schmerzen wirst Du fester.
Das ist der Kampf.
Oder willst Du lieber so tun,
als wärst Du der Freund aller,
und dabei die Freundschaft
mit Dir selbst verlieren?
Sei Dir treu.

Und vergiss nicht zu träumen,
Dir eine Welt vorzustellen,
in der die Liebe mehr Platz hat,
in der die Hoffnung nicht aufhört
und der Friede die ganze tiefe Sehnsucht
aller Menschen ist.
Dass Du träumen kannst,
ist eine Gabe.
Deine Energie wartet darauf,
vor Deine Träume gespannt zu werden.
Setzt Dich ein für das, was Du glaubst.
So wie Du Deine Nachtträume bist,
so bist Du auch Deine Wachträume.
Niemand träumt wie Du,
und niemand verwirklicht Deine Träume
so wie Du.

Der Druck nimmt zu.
Man will, dass Du Dich einordnest,
Dich anpasst und mit der Masse sprichst:
"Ich bin einer von euch
und habe keine eigene Identität."
Du weigerst Dich,
und der Druck wächst weiter.
Der Preis steigt.
Du sollst eine Nummer sein,
eine verfügbare Statistik.
Hälst Du durch?
Glaubst Du an Deine Einmaligkeit
und gehst Du dem nach,
was Du in Dir als richtig empfindest?
Hast Du die Energie, Dich zu behaupten,
ohne dabei andere selbst zu erdrücken?

Auch Deine Schmerzen und Ängste
sind ganz Deine eigenen.
Niemand erlebt sie so wie Du.
Doch durch sie wirst Du verstehen, warum andere so leiden.
In Deinen Schmerzen und Ängsten
sind Möglichkeiten und Angebote,
die Tiefe des Lebens zu begreifen.
Du lebst nicht allein.
Sprachlos leiden viele um Dich
und wünschen sich sehnlichst
die Stimme eines Menschen,
der sich selbst entdeckt hat
und etwas versteht von den Zusammenhängen
zwischen Leiden und Wachsen.
Geh in Deine Schmerzen und Ängste.
Wenn Du sie verstehst,
bist Du andern ein Stück näher.

Wenn Du bei Dir bist
und Dich wohl fühlst,
vertägst Du die Eigenart anderer,
ihre so ganz eigene Sicht der Dinge.
Dann hälst Du ihre Herausforderung aus.
Aber dann gibt es Tage an denen Du Angst vor Dir selbst hast,
vor Deinen übermächtigen Gefühlen,
Deinen seltsamen Gedanken,
Angst vor der dunklen Zukunft
und der Macht der Vergangenheit.
Dann wirst Du unsicher
und weißt nicht recht,
was Du glaubst.
Dann leidest Du
unter der Entschiedenheit anderer
und willst Dich zurücknehmen.
Bleib bei Dir,
bei Deiner Schönheit und Herbheit,
bei Deiner Freiheit und Deinen Grenzen.
Nimm Dich nicht von uns.
Wir brauchen Dich, wie Du bist.
Du, sei Du - Du!

(Ulrich Schaffer)



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 03. August 2005, 21:58:34
Lieber Jörg,

Du bist immer wieder Spitze !!!  

Ich denke, ich werde mich an der 1 EURO-Unterstützung beteiligen, damit uns Deine unermüdliche Aktivität hier ungemindert erhalten bleibt.  :thumbup:

LG Uli


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 02. August 2005, 10:36:09
 www.spiegel.de/panorama/0,1518,367871,00.html

Da bleibt einem doch nur noch die Spucke weg.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: sky am 02. August 2005, 10:46:45
Hallo Uli,

das hab ich gestern in den Spätnachrichten gesehen. Ich war sprachlos und bin es immer noch.

Mit fällt dann immer nur ein: Der Mensch ist so schlecht, wie sein Phantasie es zulässt.

LG
sky



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 02. August 2005, 11:08:39
 
Zitat
Der Mensch ist so schlecht, wie sein Phantasie es zulässt.


Und wenn man sich die deutsche Geschichte anschaut mag es bisweilen noch darüber hinaus gehen!

Was mir bei der Berichterstattung in SPIEGEL-Oniline auffiel war das meines Erachtens bereits beginnende, unterschwellige "Psychologisieren". Die Frau war Zahnarzthelferin, ein ehrbarer Beruf. Ihr erster Mann hoher NVA-Soldat und späterer STASI-Mitarbeiter. Mal schauen, was weiter rauskommt.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 03. August 2005, 13:42:12
 
Zitat
Ihr erster Mann hoher NVA-Soldat und späterer STASI-Mitarbeiter. Mal schauen, was weiter rauskommt.



Hab ichs doch geahnt: es war der Vater (mal überspitzt formuliert)!

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,367984,00.html


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: eskima am 03. August 2005, 14:01:27
Hallo Uli,

aber genau an dem Punkt ist doch die Chance für Männer!

 
Zitat
Natürlich seien Frauen, die ihre Kinder töteten, nicht prinzipell Marionetten ihrer Partner - aber hinter jeder Tötung eines Neugeborenen stehe eine Beziehung zwischen Mann und Frau. "Man muss sich doch auch fragen, was eine Frau zu einer solchen Tat treibt", sagt Wacker. Seiner Ansicht nach entlässt die Öffentlichkeit die Väter zu schnell aus ihrer Verantwortung.


Vor allem der letzte Satz hat mich aufhorchen lassen. Die Öffentlichkeit entlässt die Väter zu schnell aus der Verantwortung. M. E. werden Väter auch zu großen Teilen von der Öffentlichkeit (im Namen des Volkes *örks*) aus der Verantwortung gedrängt.

Zudem handelte es sich im beschriebenen Fall um eine schwerst alkoholkranke Frau. Gestern im Fernsehen hieß es, dass die Frau selbst nie Liebe erlebt hätte (schwere Kindheit). Im letzten Satz wurde dann berichtet, dass die kleine Tochter jetzt von der Großmutter betreut wird.... merken die überhaupt noch was???

LG

eskima


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 03. August 2005, 14:09:40
 
Zitat
M. E. werden Väter auch zu großen Teilen von der Öffentlichkeit (im Namen des Volkes *örks*) aus der Verantwortung gedrängt.


So ist es liebe Eskima,

nur wenn es ums zahlen geht oder wenn irgendwas schief läuft erinnert man sich ihrer!  :mad:


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: eskima am 03. August 2005, 14:13:27
Hallo Uli,

 
Zitat
nur wenn es ums zahlen geht oder wenn irgendwas schief läuft erinnert man sich ihrer!


Die Erlebnisse, die allein hier im Forum 4 Väter mit dem OLG Schleswig hatten (ich zähle jetzt meinen Mann dazu) geben deiner Aussage völlig recht. Da läuft massiv etwas völlig quer und aus dem Ruder.

LG

eskima


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: eskima am 03. August 2005, 20:02:15
Zitat
Zitat
M. E. werden Väter auch zu großen Teilen von der Öffentlichkeit (im Namen des Volkes *örks*) aus der Verantwortung gedrängt.


So ist es liebe Eskima,

nur wenn es ums zahlen geht oder wenn irgendwas schief läuft erinnert man sich ihrer!  :mad:  


Spontane Ergänzung meines Göttergatten: oder wenn es zu spät ist  :gunman:


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 03. August 2005, 20:42:21
Leserbrief an spon_leserbriefe@spiegel.de:

Zitat
Sehr geehrte Redaktion,

da ist er wieder: Der Vater als Täter! Obwohl er nichts tat. Doch schon seine bloße Existenz macht ihn zum Täter und alle Welt ruft nach ihm. Zweck der Fahnung: Mütter sollen mit Geringsschuld bedacht werden und Väter, die keine sein durften, werden als Mitschuldige gebrandmarkt.

Wenn Väter durch die Strafgerichte als Einflussmerkmal entdeckt werden, so stellt sich zwangsläufig die Frage, warum die Familiengerichte anderer Ansicht sind und tausende Väter entsorgen. Selbst das höchste deutsche Gericht spricht Vätern nicht ehelicher Kinder das automatische Recht auf die gemeinsame Sorge ab.

Ich frage mich, wie die Berichterstattung ausgesehen hätte, wenn ein Vater die Kindestötungen begangen hätte.

Mit freundlichem Gruß

DeepThought


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 08. August 2005, 10:09:53
PSYCHISCH KRANKE FRAU BRINGT IHRE KINDER UM
 
Familiendrama in Stoppenberg: Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft hat eine 30-jährige Mutter eingeräumt, ihre beiden Kinder (5 Jahre und 22 Monate) in der Nacht zum Sonntag getötet zu haben. Der Suizidversuch der psychisch kranken Frau mit einer Überdosis Tabletten scheiterte. Ihr Mann fand sie gestern Morgen in der Badewanne. Sie liegt auf der Intensivstation, ist aber außer Lebensgefahr.


Bereits seit einiger Zeit lebte das Ehepaar R. getrennt in dem Mehrfamilienhaus an der Bruchstraße, das ausschließlich von Familienangehörigen bewohnt wird. Michaela R. wohnte mit ihren Kindern im Dachgeschoss, ihr Mann Marc Parterre. Auch in der Tatnacht schlief der 31-jährige Hausmeister getrennt von seiner Familie, nachdem es am Samstagabend wieder zu einer heftigen Auseinandersetzung gekommen sein soll. Nach ersten Ermittlungen sollen sie an der Tagesordnung gewesen sein. Mehrfach soll Michaela R. mit Suizid gedroht haben.

Als Marc R. am Sonntag um 6.50 Uhr nach oben ging, um mit seinen Kindern zu spielen, vernahm er ungewöhnliches Wasserrauschen. Er öffnete gewaltsam die verschlossene Wohnungstür und fand seine Frau in der Badewanne. Die fünfjährige Tochter Marie lag tot im Schlafzimmer, ihr knapp zweijähriger Bruder Max im Kinderzimmer. Nach der Obduktion der Leichen geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass die Kinder mit Kissen oder Kuscheltieren erstickt wurden.

Auf Grund der Tablettenintoxikation, so Hauptkommissar Michael Weskamp, sei eine ausführliche Vernehmung der Tatverdächtigen noch nicht möglich gewesen. Ihr Mann, der seine Kinder zuletzt am Samstag gegen 22 Uhr lebend gesehen hatte, komme als Täter nicht in Betracht.


Mein Beileid besonders gegenüber gegenüber dem Vater, allen Verwandten, Bekannten und Freunden der Kinder.

Wann hört dieser Wahnsinn endlich auf?

DeepThought


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 08. August 2005, 11:37:49
 
Zitat
Wann hört dieser Wahnsinn endlich auf?



Vielleicht dann, wenn man Väter als gleichwertig erziehungsfähig ansieht. Derzeit rangieren wir hier noch hinter psychisch kranken Müttern.  :mad:   :mad2:


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 11. August 2005, 12:32:30
 www.spiegel.de/panorama/0,1518,368944,00.html


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 11. August 2005, 13:24:39
...es ist doch zum Heulen...

Und dann dieses dusselige Statement vom Pastor Beckmann. Ne, wirklich. Die typische Ausrede der sog. Heiligen, wenn sie selbst nicht weiter wissen und es so laufen lassen wollen, wie es eben läuft.

DeepThought


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Aniram am 11. August 2005, 14:07:13
Was kann... was soll, was muß man sagen ?

Ich weiss es nicht. Es ist ja nicht das erste Mal, daß ich fassungslos vor
solchen Berichten sitze.

Was schießt einem als erstes durch den Kopf ?

Das gibt es nicht...
Und wie leid einem die Opfer, die Angehörigen... und...ja... sogar die Täter tun.

In was für einer Welt leben wir, eben auch die Täter, daß eine derartige Verrohung
um sich greift.

Der Mensch kommt nicht schlecht zur Welt. Jeder ist von Beginn an ein unschuldiger
Säugling, der nichts anderes möchte, als genährt werden, in trockenen Windeln
liegen und geliebt werden.

Aber nicht jedes Kind hat die gleichen Chancen, bekommt die so nötige Liebe und
Aufmerksamkeit, die es verdient und worauf es ein Recht hat. Und ich bin der
Überzeugung, daß hier das Drama seinen Anfang nimmt.
Zitat
Zu viele Waffen im Umlauf? Schlechte Fürsorge? Nachlässige Sozialarbeiter? Ein schlechtes Bildungssystem? Zu viel Gewalt im Fernsehen? Zu brutale Videospiele?


Natürlich trägt gerade in den USA die Waffenlobby einen großen Teil dieser Schuld
mit. Waffen gehören in meinen Augen nicht in private Haushalte. Andererseits wäre
es kurzsichtig zu glauben, daß wenn sie verboten wären, Gewaltverbrechen nicht
mehr vorkommen würden. Dann ist es halt das simple Haushaltsmesser mit dem
am Morgen noch das Brot geschnitten worden ist.

Nachlässige Sozialarbeiter ? - daran glaube ich nicht wirklich. Zumindest nicht im
Zusammenhang mit Gewaltverbrechen. Es ist immer leicht, nachdem der Schaden
passiert ist, einen Schuldigen zu suchen. Und solange hier nicht auch die Gesetze
geändert werden, sind die bis zu einem gewissen Maß machtlos. Das zeigt sich auch
bei der Exekutive, die erst dann eingreifen kann, wenn etwas passiert ist. Zuwenige
werden es außerdem sein und wenn sie diesen Job nur tun, weil sie nichts besseres
bekommen haben, dann wird das Engagement auch nicht entsprechend sein.

Ein schlechtes Bildungssystem trägt sicherlich dazu bei und Gewaltspiele ebenso,
aber auch hier wäre es zu einfach, es nur darauf zu schieben.

Es gibt genügend Menschen, deren Bildungsniveau nicht dem entspricht, was heute
erwünscht und gefordert wird - die aber trotzdem hochanständige Menschen sind
und niemals auf solche Gedanken kämen. Genauso, wie es hochintelligente Leute
gibt, deren soziales Niveau am Boden grundelt. Das gleiche gilt in meinen Augen
für Gewaltspiele. Ich schätze sie nicht, sie gefallen und interessieren mich nicht, aber
ich finde es lächerlich, sie dafür verantwortlich zu machen.

Fazit für mich: Es wird an jeden von uns Erwachsenen liegen, unseren Kindern
vorzuleben, daß nicht jeder nur sich selbst der Nächste ist. Wir müssen darauf achten,
wie unsere Kinder mit anderen Kindern, mit ihrem Spielzeug, mit der Umwelt, mit
Tieren und schlussendlich mit sich selbst umgehen.

Woran ich nicht vorbeikomme, hier auch wieder das Thema in dem es in diesem Forum
geht zu erwähnen. Es ist kaum eine gesunde Erziehung, wenn Kindern vorgelebt wird,
den anderen bis auf's Hemd auszuziehen, um des eigenen Vorteils willen.

Und ohne jetzt auf Frauen losgehen zu wollen, die viele Kinder bekommen. Aber eine
27-jährige, die ihr siebentes Kind bekommt ??? Kinder kosten Geld, das wissen wir
alle. Ich würde es vernünftiger finden, dieses Geld sinnvoller auszugeben und weniger
Kindern eine bessere und sichere Umgebung und Zukunft zu bieten.

Weil an einem kommen wir auch nicht vorbei; die Gewaltbereitschaft ist in sogenannten
Slums immer höher, also anderswo. Das zeigt sich auch in unserem Breitengraden, dafür
braucht man nicht über den großen Teich zu schauen.

Ich hoffe, ich konnte klarmachen, worum es mir geht. Es ist nicht meine Absicht zu
pauschalisieren.

Gruß

Marina


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 11. August 2005, 20:02:51
Nochwas...     ... könnte aber auch ein Fake sein (@Deep: jetzt frag nicht wieder, wo ich mich überall rumtreibe!  :D  )

http://forum.gofeminin.de/forum/Couple1/__f13537_Couple1-Abtreibung-soll-ich-ihn-anzeigen.html


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Aniram am 11. August 2005, 20:12:22
 *grinst und augenverdreht*


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Taki am 15. August 2005, 09:58:42
@Tinchen: Ich finde das nen ziemlich Ich-zentriertes Gedicht. Ist schon manchmal bisschen unmoralisch wie manche Leute z.b. meine Tante ihr Leid vorschicken um nur dahinter ihren Grenzenlosen Egoismus auszuleben und dafür noch Bemitleidet zu werden.

Wie sie zu Psychologen gehn nur um sich bestätigung abzuholen wie toll sie doch eigentlich sind und diese Ego-Spritze jede Woche auffüllen lassen in der Sitzung. Wiederlich!  :(  

Sry OT. Aber musste mal sein.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 25. Oktober 2005, 13:55:28
Familiendrama mit vier Toten - Nur die Tochter überlebt Schüsse des Vaters


Lohmar - Bei einem Familiendrama in Lohmar bei Köln hat ein Mann seinen Sohn, seine Ehefrau und deren Lebensgefährten erschossen und anschließend sich selbst getötet. Eine Tochter überlebte das Drama am Montag körperlich unversehrt. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft berichteten, war wahrscheinlich Eifersucht das Motiv für die Todesschüsse. Das Ehepaar lebte getrennt.

Der Mann war laut Polizei am Morgen in das Haus der Frau eingedrungen und hatte sie und ihren neuen Partner getötet. Der Sohn hatte möglicherweise versucht zu fliehen. Eine Tochter konnte das Haus noch rechtzeitig verlassen. Nach den Todesschüssen richtete der Mann die Waffe gegen sich selbst. Er starb trotz medizinischer Notversorgung am Tatort. Der getötete Junge soll nach Angaben von Nachbarn 16 Jahre alt gewesen sein. Seine Leiche lag außerhalb des Grundstücks. Es blieb zunächst unklar, ob der Junge vor seinem Vater geflohen und außerhalb des Grundstücks getötet worden war oder ebenfalls in dem Haus von Schüssen getroffen wurde. Die etwa zehn bis elf Jahre alte Tochter wurde von einer Tante abgeholt.

dpa

Artikel erschienen am Di, 25. Oktober 2005

Quelle: >Die Welt< (http://www.welt.de/data/2005/10/25/793636.html)
Weitere Quelle: >bild online< (http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2005/10/25/familien__drama__busen/familien__drama__busen__lohmar,templateId=renderKomplett.html)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DieMystiks am 25. Oktober 2005, 14:09:55

Hallo,

ich habe das gestern in den Nachrichten verfolgen können.

Nach der Berichterstattung haben sich die Eltern ständig gegenseitig angezeigt und waren in der üblichen Schlammschlacht nach einer Trennung.

Ich frage mich nun wieder, wann Politiker und Richter hier endlich raffen, daß im System etwas völlig verkehrt läuft.

Welche Schreckensmeldungen werden wir wohl in den nächsten Monaten noch lesen/hören?
Die graue Jahreszeit hat begonnen, es steht bald Weihnachten vor der Tür......

Gruß
Tina


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 26. Oktober 2005, 07:38:42
Frau schlägt mit Hammer auf schlafenden Mann ein

Rumeln/Duisburg (ddp-nrw). Eine von ihrem Ehemann getrennt lebende 49-Jährige ist in Rumeln bei Duisburg mit einer Sturmhaube maskiert ins Haus ihres schlafenden Gatten eingedrungen und hat mit einem Hammer auf ihn eingeschlagen. Das 48-jährige Opfer musste daraufhin in der Nacht auf Sonntag zu einer ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus, wie die Polizei mitteilte. Gegen die Frau erging Haftbefehl wegen versuchter Tötung.

Die 49-Jährige war ins Schlafzimmer ihres Mannes gerannt und hatte mit dem Werkzeug auf ihn eingeschlagen. Da der 48-Jährige wach wurde, konnte er weitere Schläge gegen seinen Kopf abwehren. Er riss seiner Gattin in einem Gerangel die Maske herunter und konnte sie anschließend überwältigen.

Durch lautes Schreien wurden auch die im Haus wohnende Mutter und der Sohn des Opfers auf die Situation aufmerksam. Die alarmierte Polizei nahm die Tatverdächtige fest. Die Hintergründe der Tat dürften laut Polizei in starken Beziehungsproblemen und finanziellen Schwierigkeiten liegen.

25.10.2005 Sab

Quelle: >e110< (http://www.e110.de/artikel/detail.cfm?pageid=67&id=71509)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 27. Oktober 2005, 13:04:21
Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,381882,00.html

LEICHE IN DER TIEFKÜHLTRUHE

Eltern sollen Dennis jahrelang misshandelt haben

Erst als auffiel, dass der kleine Dennis keine Schule besuchte, machten sich die Behörden auf die Suche nach dem Jungen. Sie fanden seine Leiche in der Tiefkühltruhe seiner Eltern - wo sie vermutlich schon drei Jahre lag. Von heute an stehen Angelika und Falk B. deshalb vor Gericht.

Cottbus - Das Kind starb nach Ansicht der Ermittler an den Folgen von Vernachlässigung. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Ehepaar Angelika und Falk B. Totschlag, Misshandlung von Schutzbefohlenen sowie der Mutter zusätzlich Betrug vor.

Dennis starb wahrscheinlich sechsjährig im Jahr 2001. Seine Leiche wurde erst drei Jahre später von Beamten in der Kühltruhe neben dem Frühstückstisch der Familie gefunden, als die Behörden bemerkten, dass das Kind keine Schule besuchte. Die 43 Jahre alte Mutter hatte auch nach dem Tod insgesamt 3800 Euro Kindergeld für ihren Sohn kassiert. Insgesamt brachte sie elf Kinder zur Welt, die acht jüngsten stammen von ihrem Ehemann.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Eltern vor, den am 4. Januar 1995 geborenen Dennis ab 1998 stark vernachlässigt zu haben. Sie sollen das Kind nicht mehr ordentlich ernährt und bei Krankheiten nicht mehr zum Arzt gebracht haben. Im Laufe der Zeit hätten die Eltern Hassgefühle gegen Dennis entwickelt und ihn nur noch als Störfaktor betrachtet, heißt es in der Anklageschrift. Die Mutter soll ihrem Sohn demnach kaum noch zu Essen gegeben und sich nicht mehr um ihn gekümmert haben.

Durch langwährenden Hunger hatte das Kind starkes Untergewicht, wuchs nur noch wenig und konnte sich kaum bewegen. Ein Jahr vor dem Tod soll die Mutter das Kind tagelang ans Bett gefesselt haben, um ihre Ruhe zu haben und es vor Besuchern zu verstecken. In seinem letzten Lebensmonat habe das Kind nur noch sporadisch zu essen und zu trinken bekommen, fanden die Ermittler heraus. Im Frühsommer 2001 soll Dennis an extremer Auszehrung gestorben sein. Die Mutter gibt das Todesdatum dagegen mit Weihnachten 2002 an.

Nach dem Tod lieferte sich die Mutter ein Katz-und-Maus-Spiel mit den Behörden. Die 43-Jährige erzählte ihrem 38-jährigen Ehemann, der Familie sowie den Behörden, Dennis liege zur Behandlung in einem Krankenhaus. Gegenüber dem Sozialamt täuschte sie vor, das Kind sei am Leben, um das Kindergeld zu kassieren. Auf ähnliche Weise wurden die Schulbehörden sowie eine Sozialarbeiterin ausgetrickst, die sich um die älteren Kinder der Familie kümmerte.

Dennis hätte 2002 eingeschult werden müssen. Der Abwesenheit des Kindes gingen die Behörden ungeachtet auffälliger Unregelmäßigkeiten jedoch erst am 21. Juni 2004 auf den Grund. Dabei wurde der Leichnam des Kindes gefunden. Als Folge des grausigen Falls wurde in Brandenburg die Zusammenarbeit aller Ämter deutlich verbessert, die mit Kindern zu tun haben. Sie unterrichten sich jetzt umgehend gegenseitig über mögliche Unregelmäßigkeiten und Auffälligkeiten. Für Dennis kommen diese Änderungen zu spät, das Urteil gegen seine Eltern soll voraussichtlich im Januar verkündet werden.

Johannes Frewel, AP


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DieMystiks am 27. Oktober 2005, 13:52:20


Den Bericht über das schreckliche Schicksal von Dennis habe ich als Doku im WDR gesehen.

Ich war fassungslos, die Eltern saßen am Küchentisch und berichteten wie alles gekommen ist.

Der Vater berichtete, daß er sich zwar wunderte, daß Dennis nicht essen wollte und immer dünner wurde, aber selbst als er von der Arbeit kam und die Mutter ihm erzählte, daß Dennis angeblich im Krankenhaus wäre, hat ihn nicht stutzig gemacht.
Auf die Frage hin, ob er denn nicht auf die Idee gekommen wäre, ihn zu besuchen, verneinte er dies mit der Begründung, wenns ein das Frau sagte wäre ja alles ok und Dennis gut aufgehoben.

Ich fand das alles mehr als unglaubwürdig. Die älteren Geschwister von Dennis schweigen das Thema tot.

Ich kann mich noch gut erinnern, daß mir übel wurde bei dieser Doku. Die Muter erzählte, daß sie Dennis in die Tiefkühltruhe gesteckt hat, als sie den Geruch nicht mehr vertuschen konnte.

Ich bin gespannt welche Strafe sie bekommen. Wann bekommen denn endlich mal die Behörden was aufgebrummt??

Gruß
Tina



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 11. November 2005, 20:18:37
Kind im Rhein ertränkt?

ERSTELLT 10.11.05, 22:37h

DUISBURG. Eine 39-jährige Duisburgerin hat bei der Polizei gestanden, ihre neunjährige Tochter aus Angst vor dem möglichen Verlust in einem Sorgerechts-Streit im Rhein ertränkt zu haben. Sie habe das Kind in den Fluss geführt und mehrere Minuten unter Wasser gedrückt, sagte die Frau aus.

Der leblose Körper des Kindes sei von der Strömung abgetrieben worden. Bei einer weiteren Vernehmung durch den Richter habe sie ihr Geständnis jedoch widerrufen, teilte die Polizei mit. Die Staatsanwaltschaft Duisburg erließ einen Haftbefehl wegen Totschlags. Die Leiche des spurlos verschwundenen Kindes wurde bislang nicht gefunden.

Nach eigenen Angaben hatte die Frau sich ursprünglich später selbst töten wollen. Ob sie psychisch krank ist, muss allerdings noch untersucht werden. (dpa)

Quelle: Kölnische Rundschau (http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1131049240372.shtml)


Danke für den Link, eskima.

[Editiert am 11/11/2005 von DeepThought]


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DieMystiks am 12. November 2005, 15:34:10



Mutter tötet ihren zweijährigen Sohn
Düsseldorf - Ein zweijähriger Junge ist am Freitag Nachmittag in einer Wohnung auf der Heinsbergstraße in Niederkassel von seiner eigenen Mutter umgebracht worden. Die 21-Jährige hat bereits ein Geständnis abgelegt. Die Mordkommission hat ihre Ermittlungen aufgenommen – die Frau wird heute dem Haftrichter vorgeführt. Über die möglichen Hintergründe und das Motiv dieser grausamen Tat wird die Polizei am Mittag nähere Einzelheiten auf einer Pressekonferenz bekannt geben.
12.11.2005 - 10:39

Quelle
http://www.antenne-duesseldorf.de/


Ich habe soeben im Radio  gehört, daß die KM sich mit ihrer familiären Situation überfordert fühlte.
Sie sei bereits wieder schwanger :knockout:

Gruß
Tina *kopfschüttelnd


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 16. November 2005, 15:52:44
Zwar bildzeitungsmässig-reisserisch, aber trotzdem mehr als bedrückend:

Verschwundener Tim (2) aus Elmshorn tot? Polizei fand eingemauerte Kinderleiche
   
Der kleine Tim (2) aus Elmshorn verschwand abends aus seinem Kinderbett
Ist es jetzt traurige Gewißheit? Ist der kleine Tim (2) aus Elmshorn (bei Hamburg) tot?

Die Polizei fand heute in Elmshorn die Leiche eines kleinen Kindes. Daß es sich dabei um Tim handelt, wollten die Ermittler bislang nicht offiziell bestätigen. Aber alles deutet darauf hin! Denn es heißt, das Kind sei im Hause von Tims Vater gefunden worden! Eingemauert!

Das besagte Haus liegt nur 50 Meter von der Wohnung von Tims Mutter entfernt. Dort war der Junge verschwunden. Die Eltern leben getrennt.

Am frühen Nachmittag sei dort die eingemauerte Leiche eines kleinen Jungen gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher in Elmshorn.

Der Fall Tim – der mysteriöseste Vermißtenfall, den es je in Deutschland gab, steht offenbar vor der Aufklärung.

Sechs Tage lang gab es nach dem Verschwinden des Jungen keine Spur. Die Mutter sagt, sie habe ihren Sohn abends ins Bett gelegt – drei Stunden später sei der Junge einfach weg gewesen.

Quelle: http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2005/11/16/tim__leichenspuerhunde/tim__tot__leiche.html


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: AJA am 16. November 2005, 18:09:33
Bei arcor stehts ein bisschen anders. Dort wurde das eingemauert sein nicht bestätigt und ebenfalls nicht, dass es sich um das Haus des Vaters handelt.

 
 
 
Zitat

Elmshorn (dpa) - Sechs Tage nach dem mysteriösen Verschwinden des zweijährigen Tim aus Elmshorn (Kreis Pinneberg) hat die Polizei ein totes Kind in der Kleinstadt entdeckt. «Die Identität ist noch nicht abschließend geklärt, aber wir müssen leider davon ausgehen, dass es sich dabei um den kleinen Tim handelt.»

Das sagte Polizeisprecher Rainer Holm am Mittwoch in Elmshorn. Medienberichte, wonach die Kinderleiche eingemauert im Haus von Tims Vater entdeckt wurde, wollte der Sprecher nicht bestätigen. Tim war am vergangenen Donnerstagabend unter mysteriösen Umständen aus der Wohnung seiner 21 Jahre alten allein erziehenden Mutter verschwunden. Der ehemalige Lebensgefährte der Frau und Vater von Tim wohnt unweit der Wohnung der 21-Jährigen.

Tims Mutter hatte ihren Sohn am Donnerstagabend nach eigenen Angaben noch mit Jeans und Pulli bekleidet zu Bett gebracht, sich im Wohnzimmer hingelegt und sei eingeschlafen. Als sie nach drei Stunden wieder aufwachte, sei Tim nicht mehr in seinem Zimmer gewesen. Von dem ein Meter großen, blonden Kind fehlte seither jede Spur.

Bisher hatte die «Soko Tim» rund 60 Hinweise aus der Bevölkerung bearbeitet, eine heiße Spur sei aber nicht dabei gewesen. Groß angelegte Suchaktionen mit Spürhunden und Tauchern in der Umgebung von Tims Wohnhaus in der Elmshorner Innenstadt und in nahen Parks hatten am Wochenende ebenfalls keine Hinweise auf den Verbleib des Jungen geliefert. Am Dienstag hatten die Ermittler auch im Garten der Großmutter des Zweijährigen vergeblich nach Spuren des vermissten Jungen gesucht.

Am Mittwochmorgen verstärkte die Polizei die Suche nach dem kleinen Jungen. Ohne konkrete Hinweise auf das Schicksal des Kindes überprüften rund 20 Beamte der «Soko Tim» in der Elmshorner Innenstadt mehrere leer stehende Wohnungen. Das tote Kind sei allerdings in keiner dieser Wohnungen entdeckt worden, sagte der Sprecher, ohne den Leichenfundort zu nennen. Weitere Einzelheiten wollte er mit Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen noch nicht preisgeben.


 http://www.arcor.de/content/aktuell/news/politik/30924457.html

Ist also noch alles offen - warten wir es ab...

Gruß AJA

 


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Kasper am 16. November 2005, 20:01:22
In Bild konnte man nachlesen, dass es sich zu einer großen Wahrscheinlichkeit um den kleinen Tim handelt.
Allerdings wurde nur geschrieben, das seine Leiche ca. 100 Meter vom mütterlichen Haus entfernt gefunden wurde.
Weiterhin wurde keine Angaben gemacht, aber es stand dort, dass die Ermittler anscheinend kurz vor der Aufklärung wären .... allerdings hieß es im Schlußwort, das die "Ermittler nun nach dem **tsts - ID 17** fahnden" müssen!
Widerspricht sich einiges und es bleibt nur abzuwarten!

Traurigst
Kasper


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Delphin am 17. November 2005, 10:29:16
Der Fundort war zwischen dem Wohnhaus der Mutter und der Wohnung des Vaters.

Ich habe gestern einen Bericht gesehen in welchem der Polizeisprecher sagte das es vier verschiedene "Varianten"gäbe..Zwei davon waren das der Kleine alleine die Wohnung verliess und einem "Fremdtäter"in die Hände fiel bzw. sich "verlief"
Eine weitere Möglichkeit sei eine Entführung aus der Wohnung.
Der Fundort des Kindes liesse aber auch Rückschlüsse zu das es jemand aus Familie/Bekanntenkreis gewesen sei.

Ich stimme Kasper zu es bleibt ab zu warten!Ein paar der" Details "bleibt ja aus ermittlungtechnischen Gründen vorerst geheim.

Gruss Delphin


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: joysilence am 17. November 2005, 12:23:40
Freund der Mutter war für Tod von Tim ...
 
 Elmshorn (dpa) - Der 38-jährige Freund der Mutter des kleinen Tim ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft für den Tod des Kindes verantwortlich. Der Junge wurde gestern in einer Tasche gefunden, die dem Freund der Mutter gehörte. Der Mann habe ein Teilgeständnis abgelegt. Der Junge war vor einer Woche als vermisst gemeldet worden.

 


Welch kranke Welt ???


[Editiert am 22/09/2004 von joysilence]


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: paulina am 17. November 2005, 12:25:30
Laut Pressekonferenz soll der Lebensgefährte von Tim´s Mutter der mutmaßliche Tatverdächtige  sein. Dieser legte nach Aussagen der Staatsanwaltschaft wohl bereits ein Teilgeständnis ab.
Die Mutter habe dem Lebensgefährten Tim mehrere Tage zur Aufsicht "überlassen" und bei der Polizei gelogen um evtl. Sorgerechtsfolgen zu vermeiden.

Mir fällt dazu nichts mehr ein.  ;(

paulina

sorry, mein Modem ist zu langsam, es dauerte 5 Minuten den Beitrag abzuschicken, wollte nichts doppelt posten.

[Editiert am 17/11/2005 von paulina]


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Kasper am 17. November 2005, 15:03:45
Lebensgefährte von Tims Mutter gesteht Tötung des Kindes

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Itzehoe ist der 38 Jahre alte Lebensgefährte der Mutter des kleinen Tim für den Tod des zweijährigen Jungen aus Elmshorn verantwortlich. Der Mann habe ein Teilgeständnis abgelegt, teilte Oberstaatsanwalt Wolfgang Zepter auf einer Pressekonferenz mit. Der 38-jährige Oliver H. wurde unter dem dringenden Tatverdacht des Totschlags festgenommen. Er habe zugegeben, das Kind getötet zu haben.

Die Polizei fand die Leiche des Kindes am Mittwoch in einer Sporttasche im Garten eines Grundstücks, an dem der Lebensgefährte Renovierungsarbeiten durchführte. Der Junge sei erschlagen worden, sagte der Staatsanwalt. Oliver H. soll im Laufe des Donnerstags dem Haftrichter vorgeführt werden.


Kind offenbar am Mittwochmorgen gestorben

Tims 21 Jahre alte Mutter hatte zunächst ausgesagt, sie habe ihren Sohn am Donnerstagabend vor einer Woche gegen 19.00 Uhr ins Bett gebracht. Diese Aussage sei jedoch falsch gewesen, so Zepter. Zu diesem Zeitpunkt sei Tim offenbar bereits tot gewesen. Der tatverdächtige Lebensgefährte habe den Jungen vermutlich am Mittwochmorgen in seiner Wohnung getötet. Dort soll sich der Junge vor seinem Verschwinden mehrere Tage lang mit Einverständnis der Mutter aufgehalten haben. Danach habe Oliver H. die Leiche in die Tasche gelegt und sie später versteckt.

Der Mann soll der Mutter lediglich den Eindruck vermittelt haben, er habe Tim nach Hause ins Kinderzimmer gebracht. Als sie bei der Polizei das Verschwinden Tims meldete, befürchtete die Frau jedoch, dass es sich bei einer Sorgerechtsentscheidung negativ auswirken würde, wenn die längere Abwesenheit des Kindes aus ihrer Wohnung bekannt würde. Die Polizei nannte die Darstellung der Mutter "nachvollziehbar und glaubhaft". Gegen die Frau liefen keine Ermittlungen, sagte der Leiter der Kriminalpolizei Itzehoe, Dieter Böckel.


 http://www1.ndr.de/ndr_pages_std/0,2570,OID1989540,00.html

Ich kommentiere das nicht weiter!

Kasper


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 18. November 2005, 13:02:36
So langsam tröpfel die Wahrheit durch:

 
Zitat
Freund ermordete den kleinen Tim (2)
38-jähriger Freund der Mutter gesteht / Der Junge starb bereits am Mittwoch vergangener Woche / Der Zweijährige soll das Paar gestört haben
WIEBKE STREHLOW, OLAF WUNDER, SASCHA BALASKO

Abgeschoben, totgeschlagen - musste der kleine Tim (2) sterben, weil sich seine Mutter und ihr Geliebter gestört fühlten? Oliver H. (38) legte ein Teilgeständnis ab, in dem er zugab, den Sohn seiner Freundin Monya H. (21) getötet zu haben. Elmshorn in tiefer Trauer.

Tim starb schon am Mittwoch vergangener Woche - einen Tag bevor Monya H. ihn als vermisst gemeldet hatte. Er ist durch "massive Gewalteinwirkung gegen den Kopf" ums Leben gekommen. Zudem soll er nach MOPO-Informationen Hämatome im Kinnbereich und schwere Halswirbelverletzungen erlitten haben. Ein Indiz dafür, dass Oliver H. den kleinen Tim heftig geschüttelt haben könnte.

Polizei und Staatsanwaltschaft hielten sich gestern Mittag mit Auskünften immer noch sehr zurück. "Zur Motivlage sollen derzeit keine Erklärungen abgegeben werden", so Oberstaatsanwalt Wolfgang Zepter. Gegen die Mutter werde nicht ermittelt.

Und das, obwohl sie die Polizei belogen hatte. Bei der Vermisstenmeldung behauptete sie, sie selbst habe ihren zweijährigen Sohn in voller Bekleidung ins Bett gebracht und sei dann eingeschlafen. Wahr ist aber, dass sie den Jungen zuletzt zwei Tage vor der Vermisstenanzeige gesehen hatte. Laut Oberstaatsanwalt habe Oliver H. häufiger auf Tim aufgepasst. Monya H. und ihr Nachbar, mit dem sie Tür an Tür lebte, waren seit sechs Monaten ein Paar. Oliver H. sollte "eine Art Erzieherrolle übernehmen".

Die Falschaussage der Mutter erklärte der Oberstaatsanwalt damit, dass Monya H. fürchtete, das Sorgerecht zu verlieren. In der Tat soll es darum einen erbitterten Streit mit dem leiblichen Vater gegeben haben.

Ist das die ganze Wahrheit? Eine ganz andere Version kommt aus Ermittlerkreisen. Danach fühlte sich das frisch verliebte Paar von Tim gestört. Schon seit einiger Zeit soll das Kind immer wieder in Oliver H.s Wohnung eingeschlossen worden sein, damit sich die beiden miteinander vergnügen konnten. Während Tim allein in der Wohnung kauerte und weinte, hatten Oliver H. und Monya H.  **tsts - ID 10**. Das kann es nicht sein, was der Staatsanwalt mit "Erzieherrolle" meinte.[/u] Oliver H. ist gelernter Bautischler, der sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält. Er ist schwerer Alkoholiker.

Dazu passt auch die Aussage von Oberstaatsanwalt Zepter: "Sie dürfen die optimale Vorstellung einer Mutterrolle nicht zu Grunde legen. Leider wachsen Kinder nicht immer unter den gleichen behüteten Verhältnissen auf, die man sich selber wünschen würde." Zwischen der jungen Frau und ihrem Geliebten hat es Streitereien gegeben. Nachbarn haben außerdem beobachtet, wie Tim halbnackt im Garten stand.

Hatten Oliver H. und Monya H. auch an dem Mittwoch als Tim starb, das Kind weggesperrt, um in Ruhe  **tsts - ID 10** zu haben? Dazu gibt es bisher keine Erkenntnisse. Die 21-Jährige soll laut offizieller Sprechweise "bestürzt gewesen" sein, als sie vom Tod ihres Sohnes erfahren hat.

Klar ist nun, dass Oliver H. den Leichnam von Tim in seine Sporttasche steckte und diese am Donnerstag auf einem Grundstück an der Gärtnerstraße, auf dem er für Renovierungsarbeiten angeheuert worden war, versteckt hat - nur 100 Meter von seinem Wohnhaus entfernt. Nachmittags verlegte er die Tasche in einen entlegeneren Winkel, wo sie noch schwieriger zu finden war. Sechs Tage hat die Suche gedauert.

Psychologin: »Ich vermute ein großes Drama«

Musste Tim sterben, weil seine Eltern den Stresssituationen mit ihrem Kind nicht gewachsen waren? Laut Expertenmeinung könnte darin jedenfalls eine Ursache für die unfassbare Tat liegen. "Überforderung allein ist jedoch noch kein Grund, gewalttätig zu werden", sagte die Leiterin des Kinderschutzzentrums Hamburg, Cordula Stucke. Im Falle des ermordeten zweijährigen Tim aus Elmshorn müssten noch andere Gründe eine Rolle gespielt haben. "Da ist eine Sicherung durchgeknallt", sagte Stucke.

"Häufig wurden gewalttätige Erwachsene selbst vernachlässigt oder haben Gewalt am eigenen Leib erfahren", so die Psychologin. Dann könnten sie sich von den eigenen Kindern oder den Kindern des Partners bedroht fühlen. "Über die Motive einer solcher Tat kann man zahlreiche Vermutungen anstellen." Es höre sich jedoch so an, als ob sowohl die 21-jährige Mutter als auch ihr 38-jähriger Lebensgefährte, dem sie Tim anvertraut hat, mit der Situation total überfordert gewesen seien.

"Ich vermute ein großes Drama, sowohl bei der Mutter als auch bei ihrem Lebensgefährten", sagte Stucke. Fraglich sei auch, warum weder die Mutter noch ihr Partner Hilfe und Unterstützung gesucht haben. "Sie hätten sich doch an das Jugendamt oder eine andere soziale Einrichtung wenden können." Mit ihren Kindern überforderte Eltern sollten sich nicht schämen, Hilfe von außen zu holen.

(MOPO vom 18.11.2005 / SEITE 2-3)

Damit ist bewiesen: Tim ist ein unschuldiges Opfer des deutschen Familienrechts! Und natürlich wird nun plötzlich nach einer Elternschuld gesucht! Und natürlich wird nirgends auch nur ansatzweise mit einem Wort der Vater erwähnt, seine Mitschuld hingegen proklamiert.

Dieses Weib und die das Familienrecht stützenden Politiker müssen mit auf die Anklagebank! Deutschland zerstört systematisch Familien; die letzte verlässliche Größe der Menschen.

DeepThought


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: eskima am 18. November 2005, 13:35:22
 
Zitat
Dieses Weib und die das Familienrecht stützenden Politiker müssen mit auf die Anklagebank! Deutschland zerstört systematisch Familien; die letzte verlässliche Größe der Menschen.
 


Nun, da haben wohl noch mehr Leute versagt... ich hab im Fernsehen ganz zu Anfang eine Nachbarin gesehen, die aussagte, dass sie Tim spätabends als es kalt war halbnackt auf dem Hof gesehen hat. Die Nachbarn haben deshalb die Polizei gerufen. Wenn ich dann in dem Bericht lese, dass die Eltern sich ja hätten Hilfe holen können, dann frag ich mich, warum diese Hilfe (fürs Kind) nicht vom Jugendamt aufgenötigt wurde. Sollte die Polizei den Vorfall gar nicht weitergeleitet haben, wußte das JA von nichts?

Der LG schwerster Alkoholiker, dem überläßt die KM tageweise das Kind - bei den Großeltern vöterlicherseits ist zweimal das Haus und der Garten mit Spürhunden abgesucht worden - was mag wohl dagegen gesprochen haben, dass Tim bei seinem Vater hätte großwerden dürfen? Ich hoffe irgendwie, dass Tims Vater sich mal öffentlich äußert und Nebenkläger bei Gericht wird.

Gruß

eskima


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 08. Dezember 2005, 14:13:33
Quelle: http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2005/12/08/aachen__mordvater__verurteilt/aachen__vater__ermordet__kinder__verurteilt.html

15 Jahre Haft, danach in die Psychiatrie
Aus Wut und Haß tötete er seine Kinder


Das Landgericht Aachen hat einen Vater wegen Mordes verurteilt. Jürgen R. (35) hatte seine Kinder Niclas († 18 Monate) und Vivien (†5) erstickt. Motiv: Wut und Haß auf seine Ehefrau (31), von der er seit einem Jahr getrennt lebte. 15 Jahre Haft, danach wird der Mann in eine psychiatrische Klinik gesperrt.

Richter Gerd Nohl: „Rechtsfrieden zu schaffen, scheint unmöglich wegen des unsäglichen und unermeßlichen Leids der Mutter und wegen der unvorstellbar grausamen und brutalen Tat.“

Der frühere Busfahrer habe aus „krasser Selbstsucht“ gehandelt und außerdem die „krankhafte Vorstellung“, seine Kinder durch den Mord vor ihrer Mutter zu schützen. Er litt unter der Persönlichkeits-Störung „Borderline“.

Als Niclas und Vivien ihren Vater am 25. Mai besuchten, gab er ihnen Zitronentee mit einem starken Schlafmittel, hielt den Kindern Mund und Nase zu bis sie erstickten.

Wegen der Persönlichkeitsstörung erkannte das Gericht eine verminderte Schuldfähigkeit an. Damit sind 15 Jahre Gefängnis die Höchststrafe. Richter Nohl sagte, das übliche Strafmaß für Mord, lebenslange Haft, sei reduziert worden, „weil man ihm die Krankheit nicht vorwerfen kann“.

Laut Urteilsbegründung ist der Kindermoerder weiter gefährlich. Wiederholungstaten seien nicht auszuschließen, eine Unterbringung im psychiatrischen Krankenhaus daher geboten. Von dem Mann gehe eine erhebliche Gefahr für die Ehefrau aus.

Jürgen R. nahm das Urteil äußerlich regungslos und mit gesenktem Blick entgegen.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DieMystiks am 17. Dezember 2005, 13:13:24
Ich habe nun keine Quelle, es gibt also nichts zum Nachlesen, möchte aber von einem Gespräch im Nachttalk im Radio erzählen.

Vor dem Einschlafen gestern, schalte ich den Radiowecker ein, um noch etwas Radio hören. Es läuft auf 1live Domian.

Ein 15 j. Mädchen ruft an. Sie erzählt, sie habe 15 Jahre bei ihrem allenerziehenden Vater gelebt.
Sie musste aus Gründen, die sie nicht genauer erläuterte ins Krankenhaus. Dort erwähnte sie, daß sie mal bei ihrer Mutter leben wollte. Auch hier nannte sie die genauen Gründe nicht.

Sie schilderte " dass die ganze Sache lief". Ihr Vater nahm sich das Leben und schrieb einen Abschiedsbrief. In diesem Brief gab er ihr die Schuld an seinem Selbstmord. Wenn sie sich nicht so entschieden hätte, würde er noch leben( so schrieb er).

Das Mädchen kommt mit dieser Schuldzuweisung überhaupt nicht zurecht ( wie denn auch?).
Die Krönung ihrer traurigen Geschichte war, daß die Mutter sie gar nicht wollte, und dafür gesorgt hat, daß sie ins Heim kommt. Sie hat mehrere Psychotherapien hinter sich mit Klinikaufenthalten usw.

Ich fand diese Schilderungen unfassbar. Was gibt es für Menschen?

Etwas Schönes zog die Geschichte nach sich. Ziemlich am Ende der Sendung rief eine Frau an, die ebenfalls diese Geschichte hörte. Sie lud das Mädchen spontan zu Weihnachten ein.



Gruß
Tina

[Editiert am 17/12/2005 von DieMystiks]


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 06. Januar 2006, 22:00:27
Vater tötet vierjährigen Sohn und sich selbst

Trennung von Ehefrau vermutlich Motiv

Bei einer blutigen Familientragödie hat ein Vater am Donnerstag in Essen seinen vierjährigen Sohn und sich selbst getötet. Zuvor hatte der 33 Jahre alte Mann seiner Ehefrau, die sich zu Silvester von ihm getrennt hatte, am Telefon seine Selbsttötung angekündigt.

Die 27- Jährige alarmierte die Polizei und eilte selbst zu der Wohnung.

Mann und Kind blutüberströmt

Als sie gemeinsam mit den Beamten die Wohnung betrat, fand sie Kind und Mann leblos und blutüberströmt vor. "Die Leichen wiesen erhebliche Schnittverletzungen auf", sagte ein Polizeisprecher. Die Mutter musste von einem Notfallseelsorger betreut werden

Die Ermittler vermuten, dass der Mann wegen der kürzlichen Trennung von seiner Frau zuerst seinen Sohn und dann sich selbst umgebracht hat. Zu Einzelheiten des Tathergangs wollte sich die Polizei erst nach einer Obduktion äußern.

Quelle: >zdf< (http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/11/0,3672,3265963,00.html)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Aniram am 06. Januar 2006, 22:11:59
Ich hab das heute in den Abendnachrichten gehört.

Was ich nicht verstehe... Trennungen gibt es zu jeder Zeit
und natürlich sind sie bitter. Aber diese Taten, sei es aus
Rache oder Verzweiflung über eine Trennung, die werde
ich nie begreifen.

Marina


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Chriwi am 06. Januar 2006, 22:52:04
da ist in der Tat übel....

Wenn man sein Leben beenden will, dann sollte mann/frau die Kinder nicht mitnehmen. :mad:


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: BM RK am 06. Januar 2006, 23:39:54
hm, ist echt übel.

aber es wird immer wieder leute geben, die damit nicht klar kommen.

Und die Kinder wollen die dann auch nicht zurück lassen

Ich kann das nachvollziehen...aber nicht gut heißen

BM RK


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: AJA am 07. Januar 2006, 00:03:13
Das ist genau das, vor dem ich immer Angst hatte...  :(

Gruß AJA


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: BM RK am 07. Januar 2006, 00:32:33
@ AJA

Das du auch mal so abrutschst? Es nicht verarbeiten kannst??

BM RK


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Kasper am 07. Januar 2006, 10:26:54
@BM RK:
AJA meinte wohl eher, das der KV so etwas in der Richtung veranstaltet!

Ich verstehe solche Tötungen auch nicht so wirklich.
Allerdings steht dort nichts über die Hintergründe:
z.B.
- Mutter trennt sich (aus welchen Gründen auch immer)
- Streit und daraus resultierend die Drohung der KM: "Du siehst Dein Kind nie wieder, wirst Bluten!"

Ist nur ne verrückte Idee ... wurde aber bereits vielfach vorgemacht.

traurige Grüße
Kasper


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: BM RK am 07. Januar 2006, 10:55:01
...also ich denke das es schon einige extreme Situationen geben kann.
oder anders gesagt....:

Man sieht sieht oft in sehr extremen Situationen...sieht eben keinen Ausweg....dann evl. noch Drohungen...Kinder weg...kein Geld....einfach keinen Ausweg...außer einen.

...und ich möchte nicht wissen, wieviele hier bei VS schon mal an selbstmord gedacht haben (evtl. die Kinder mit eingeschlossen...und/oder die Ex...werden schon einige sein.

Traurig, aber vorstellbar.

Aber es ist eben doch ein Riesenunterschied, es zu DENKEN und zu machen.

Gruß BM RK

BM RK


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: AJA am 07. Januar 2006, 11:44:35
@BM RK,

so, wie Kasper schreibt.

Kurz nach der Trennung wusste ich wirklich nicht mehr, was ich dem KV zutrauen kann und was nicht. Ich wusste, dass er Psychopharmaka nimmt, ich wusste, dass er die auch unserer Großen geben wollte. Ich wusste, dass er meinen LG am liebsten umbringen würde, ich wusste, dass er eine Waffe besitzt (legal, er hat auch einen Schein dafür gemacht).

Alle wussten das, die Anwälte, auch der Scheidungsrichter, das Jugendamt, die Familie.

Alle waren besorgt, aber immer nur um sein Leben. Aber wie man immer wieder liest - wenn einer ausrastet, ist er nicht mehr Herr seiner Sinne und was dann passiert...  ;(

Inzwischen bin ich ruhiger, er auch. In dieser Beziehung haben die Therapien wohl angeschlagen. Aber damals...

Gruß AJA


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: BM RK am 09. Januar 2006, 12:39:35
ich krieg gleich was zuviel....manno man...

ich weiß gar nicht...wie man sowas machen kann....Körperverletztung mit Todesfolge ist ja wohl noch zu milde....das ist Mord...sonst nix....über einen längeren Zeitraum....kommt noch strafverschärfend hinzu..

ich könnt .... :mad:

BM RK


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Aniram am 09. Januar 2006, 12:50:19
Himmel... ich kann es langsam nicht mehr hören.

Was ist mit uns Menschen los, dass wir so verrohen, hilflose
Menschen (es geht ja nicht immer nur um Kinder) so zu
mißhandeln ?

Ich versteh das nicht und ich will es auch gar nicht verstehen.

Für mich wird das auch viel zu wenig hart bestraft, obwohl ich
nicht sicher bin, dass das solche Monster in Menschengestalt
davon abhalten würde.

Es sollte uns Eltern aber auch dazu ermahnen, unsere Kinder
so zu erziehen, dass nicht so etwas später dabei rauskommt.

Das soll aber jetzt keine Entschuldigung sein und spätere
Rechtfertigungen in Richtung "...man hatte eine schwierige
Kindheit" lasse ich ungern gelten. Jeder Mensch ist schlussendlich
für seine Taten selbst verantwortlich und sollte Recht von Unrecht
unterscheiden können.

Gruß

Marina


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 09. Januar 2006, 12:24:40
  Quelle: (http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,394207,00.html)

   
MISSHANDLUNGSVERDACHT

Kleinkind mit Rotkohl erstickt
[/b]

Ein 17 Monate alter Junge ist in Kaiserslautern zu Tode gequält worden. Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft stopften die Mutter und deren Lebensgefährten dem Kleinkind den Mund so mit Rotkohl voll, bis es keine Luft mehr bekam.

Kaiserslautern - Nach einem Bericht der "Rheinpfalz" sei das Kind am Mittwoch an den Folgen der Misshandlung im Krankenhaus gestorben. Die Mutter und ihr Freund hatten laut Bericht das Kleinkind bereits am ersten Weihnachtstag ins Krankenhaus gebracht, weil es an Atemnot litt.

Nach Angaben von Oberstaatsanwalt Helmut Bleh hatte die Mutter den Ärzten gegenüber erklärt, das Kind habe sich verschluckt, als es mit Rotkohl gefüttert worden sei. Die ärztliche Untersuchung habe jedoch ergeben, dass dem Kind der Rotkohl "derart gewaltsam in Mund und Kehle gepresst" worden sei, dass die Atemwege und die Lunge verstopft gewesen seien. Von der Einlieferung ins Krankenhaus bis zu seinem Tod habe das Kind im Koma gelegen.

Das vorläufige Ergebnis einer Obduktion habe ergeben, dass das Kind seit längerem misshandelt wurde, berichtet die Zeitung weiter. Am Kopf des kleinen Jungen seien Spuren heftiger Gewaltanwendungen nachgewiesen worden. Die Augen wiesen Einblutungen in den Netzhäuten auf. Zudem hätten die Mediziner auf dem Körper unter anderem Schwellungen, Kratzer, Blutergüsse und Brandverletzungen gefunden. Dem Kind sei das gesamte Gesäß verbrüht worden. Oberstaatsanwalt Bleh erklärte, selbst wenn das Kind überlebt hätte, wäre es vermutlich schwer behindert geblieben und erblindet.

Die Mutter des Jungen und ihr Freund seien bereits vernommen worden, hätten aber bisher bestritten, das Kind misshandelt zu haben. Die Verletzungen seien ihren Angaben zufolge auf ständiges Hinfallen sowie auf Raufereien mit dem dreijährigen Bruder des Jungen zurückzuführen. Die Staatsanwaltschaft bezeichnete diese Erklärungen als nicht glaubhaft. Den Angaben zufolge ist der Lebensgefährte bereits zweimal wegen Körperverletzung verurteilt worden.

Gegen die 24-jährige Mutter und ihren ein Jahr jüngeren Freund werde nun wegen Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt. Im Fall einer Verurteilung müssten die beiden Beschuldigten mit Freiheitsstrafen von bis zu 15 Jahren rechnen. Beide befinden sich in Untersuchungshaft.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Kasper am 09. Januar 2006, 14:29:31
Solche Fälle bekommt unsere liebe Familienministerin nicht in den Griff, aber auf die Verantwortung der "normalen" Eltern hinweisen, dass ist dann fast ein Selbstgänger!

Wann stellen sich die Politiker (lustigerweise manchmal auch Volksvertreter benannt) Ihrer Verantwortung, als Ihre Brötchengeber zu dranglasieren?

Kasper


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 09. Januar 2006, 22:37:57
Frankfurt/Oder (ots) - die Märkische Oderzeitung Frankfurt (Oder) berichtet in ihrer morgigen Ausgabe über eine Strafanzeige, die ein Professor der Fachhochschule Lausitz nach der Misshandlung von zwei Kindern in Blankenfelde gegen Mitarbeiter des Jugendamtes
Teltow-Fläming erstattet hat.

Potsdam.

Gegen Mitarbeiter des Jugendamtes Teltow-Fläming ist Strafanzeige wegen der Gefährdung zweier Kinder in Blankenfelde gestellt worden. Ein Professor für Familienrecht, Kinder- und
Jugendhilferecht sowie Strafrecht an der Fachhochschule Lausitz hat die Anzeige bei der Potsdamer Staatsanwaltschaft eingereicht. Das berichtet die Märkische Oderzeitung in ihrer morgigen Ausgabe. Nach den Hinwiesen aus der Blankenfelder Kita, dass die betroffenen beiden Kinder einen vernachlässigten Eindruck machen, hätte das Jugendamt einschreiten müssen.

Die Behörde hatte sich darauf berufen, dass die Eltern, deren Kinder bei einer Polizeirazzia zufällig unterkühlt in einem Verschlag entdeckt worden waren, alle Hilfsangebote abgelehnt hatten. Der Jurist verweist in seiner Anzeige darauf, dass im vergangenen Herbst
die Eingriffrechte zum Kinderschutz verstärkt wurden, um Ergänzungspfleger einzusetzen oder die Fremd-Unterbringung zu erleichtern. Das Jugendamt könne sich nicht auf Unkenntnis berufen.

Quelle: >Märkische Oderzeitung< (http://www.presseportal.de/story.htx?nr=771147)




Ich nehme noch Wetten an und sage, es wird nix passieren. Wer hält dagegen?

DeepThought


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Aniram am 09. Januar 2006, 23:04:42
@Deep

 
Zitat
Wer hält dagegen?


Wie könntet ich das.... ehrlichen Herzens ?

Ich lese mich gerade mehr oder weniger durch die HP "Frauenhauslüge"
und bin einmal mehr frustriert  :(  

Ob ich je klüger werde ?
Manchmal glaub ich es und werde immer wieder eines Besseren belehrt.

Marina


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: lilli am 10. Januar 2006, 08:05:11
Hallo,

als ich noch in Thüringen lebte, wohnte im Nachbarhaus eine Familie. Mutter, Vater und 3 Kinder ... sie sahen alle nicht sonderlich gepflegt aus, aber auch nicht verwahrlost oder so, man hörte die Eltern hin und wieder laut streiten ... es war aber nichts auffälliges daran, solche Familien gibt es überall. Dann hat ein Bekannter meiner Eltern das Haus gekauft, der Familie gekündigt weil er das Haus sanieren wollte.
Er nahm uns dann mal mit und zeigte uns die Wohnung der Familie ... ich war schockiert!
Überall Müll, Dreck, Unrat ... nur ein schmaler Gang dazwischen. Im einzigsten Waschbecken waren Spinnweben, die Toilette war bis oben hin zugesch*****. Die Notdurft wurde auf Eimern verrichtet, diese standen mehrfach in der ganzen Wohnung und waren bis zum Rand gefüllt. Im "Kinderzimmer" lagen 3 Matratzen ohne Laken und Bettzeug, dazwischen war Katzenstreu auf dem Boden verstreut. So etwas hatte ich noch nie gesehen. Der Bekannte meiner Eltern hat daraufhin die Behörden informiert, ob dabei was herausgekommen ist, weiß ich nicht, ich habe die Familie danach nicht wieder gesehen.
Wie gesagt, es war vorher nichts auffälliges vorhanden. Keine Hinweise auf diese Verwahrlosung oder ähnliches. Ich habe mir im Nachhinein die Frage oft gestellt: Hätte man nicht was tun können??? Aber solch ein Leid war nicht offensichtlich nach außen hin ...

Grüße
lilli


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 10. Januar 2006, 10:12:15
  Quelle: (http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,394343,00.html)

 
ÖSTERREICH

Mann tötet seine vier Kinder und stirbt auf Flucht


In Niederösterreich ist es zu einem Familiendrama gekommen. Nach einem Streit mit seiner Ehefrau hat ein Mann vier seiner fünf Kinder umgebracht. Schließlich versuchte der flüchtende Täter, eine Straßensperre zu durchbrechen.

Wien - Die Bluttat ereignete sich in der Nacht in dem Ort Mauerbach. Stunden zuvor hatte sich der 50-Jährige mit seiner Ehefrau gestritten, dabei war die Frau verletzt worden. Schließlich wurden auch die Kinder Opfer der Wut des Mannes: Der Familienvater erschoss sie oder schnitt ihnen die Kehle durch. Bei den Opfern handelt es sich um vier Mädchen im Alter von sieben bis zehn Jahren. Die Opfer wurden nach Angaben der Polizei am frühen Morgen von ihrer 21-jährigen Schwester entdeckt. Nach den Morden flüchtete der Mann mit seinem Wagen Richtung Wien, wo er eine Straßensperre der Polizei zu durchbrechen versuchte.

Wie die "Salzburger Nachrichten" unter Berufung auf die Nachrichtenagentur APA meldet, hatten die Beamten den mutmaßlichen **tsts - ID 17** auf seiner Fahrt in Richtung Wien mittels Handypeilung geortet. Der Mann rammte einen Einsatzwagen, woraufhin die Beamten das Feuer eröffneten. Der Mann erlitt einen Bauchschuss. "Er war nicht sofort tot, starb aber wenig später noch an Ort und Stelle", sagte ein Beamter gegenüber der APA. Nach Angaben der Deutschen Presseagentur starb der Mann dagegen, indem er sich auf der Flucht selbst erstach.

"Das ist eine der schaurigsten Taten, die ich in den vergangenen 25 Dienstjahren sehen musste", zitierten die "Salzburger Nachrichten" Franz Polzer, den Leiter des Landeskriminalamtes Niederösterreich. Er könne sich "an nichts in dieser Dimension" erinnern, "mit diesem dramatischen Finale, wo der Flüchtige noch ein Polizeiauto rammt, sich sozusagen mit der Brechstange der Verantwortung für diese unfassbare Tat entziehen will".



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 10. Januar 2006, 23:46:50
Gewaltsamer Kindstot in Kaiserslautern

Vater war Kontakt untersagt

Vom 10.01.2006

KAISERSLAUTERN (dpa) Die Mutter des mit Rotkohl erstickten 17 Monate alten Jungen aus Kaiserslautern soll dem 21 Jahre alten Kindsvater seit Monaten bereits jeglichen Kontakt zu dem Kind untersagt haben. Nach Aussagen Vaters habe die Mutter das Kind „regelrecht von ihm fern gehalten“, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Helmut Bleh heute. Der Vater habe bei einer Befragung angegeben, er vermute, die Mutter habe Angst gehabt, er könne die Verletzungen am Körper des kleinen Jungen bemerken. Das Sorgerecht habe der Vater erst erhalten, als das Kind bereits im Krankenhaus gelegen habe. Der Mutter und ihrem 23 Jahre alter Freund wurde nach den Angaben inzwischen ein Pflichtverteidiger gestellt.

Das Kind war in der Weihnachtszeit nach einem mehrwöchigen Martyrium mit Rotkohl erstickt worden. Es war am 4. Januar nach elftägigem Todeskampf an Hirnversagen durch Sauerstoffmangel gestorben. Die Mutter hatte das im Koma liegende Kind am ersten Weihnachtsfeiertag ins Krankenhaus gebracht.

Seinen Zustand hatten die 24-Jährige und ihr Freund damit begründet, dass sich der Junge beim Füttern an Rotkohl verschluckt habe. Das Paar befindet sich unter dem Vorwurf der Körperverletzung mit Todesfolge in Untersuchungshaft. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Kleinkind über Wochen hinweg von einem der Beschuldigten oder von beiden auf „todbringende Weise“ misshandelt wurde.

Quelle: >AZ Bad Kreuznach< (http://www.az-badkreuznach.de/region/objekt.php3?artikel_id=2212677)


Textliche Hervorhebung durch mich gesetzt.

Erstaunlich, wie schnell der Vater das SR zugesprochen bekam...Gegen den Umgangsboykott hat wohl keiner was unternommen?

DeepThought


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: kruemel1 am 10. Januar 2006, 23:57:29

 
Zitat
Raufereien mit dem dreijährigen Bruder des Jungen zurückzuführen. Die Staatsanwaltschaft bezeichnete diese Erklärungen als nicht glaubhaft.


Und wo ist der Bruder dieses mit  Rotkohl erstickten Kindes jetzt?

Gruss Kruemel1


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: domino am 11. Januar 2006, 11:03:15
@ Krümel1

Der 3 Jährige Halbbruder soll angeblich von Verwandten betreut werden!

Lg
Domino


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 12. Januar 2006, 12:03:51
WR vom 12.01.2006

 
  Mutter erstickte ihre Kinder: Prozessauftakt


 
 
Essen. Wegen Mordes an ihren beiden Kindern muss sich eine Mutter aus Essen seit gestern vor Gericht verantworten.


Laut Anklage hat die 31-jährige Frau in der Nacht zum 7. August 2005 zunächst ihren 22 Monate alten Sohn und anschließend ihre fünf Jahre alte Tochter erstickt. Anschließend versuchte sie sich selbst das Leben zu nehmen.

  Angeblich wollte die Angeklagte die Kinder mit in den Tod nehmen, da sie es ihrem Noch-Ehemann nicht gönnte, mit ihnen glücklich zu werden. Zum Prozessauftakt am Landgericht machte die Angeklagte von ihrem Schweigerecht Gebrauch. Die Ermittler gehen davon aus, dass die 31-Jährige zunächst versuchte, ihren schlafenden Sohn zu strangulieren. Als das nicht klappte, soll sie dem Kind ein Schnüffeltuch auf den Mund gedrückt haben. Anschließend soll sie in ihr Schlafzimmer gegangen sein, wo die Tochter schlief. Laut Anklage soll sie der Fünfjährigen Handschellen angelegt und den Mund mit Klebeband verklebt haben.

Anschließend nahm die Angeklagte eine Überdosis Schlaftabletten und Psychopharmaka, die sie mit Alkohol hinunterspülte. Der noch im selben Haus lebende Ehemann hatte sie am nächsten Morgen in der Badewanne gefunden und gerettet.

Die Tat an sich will die Angeklagte nicht abstreiten.   Ob sie psychisch krank ist, steht noch nicht fest. In der Wohnung der 31-Jährigen wurden zwei Abschiedsbriefe gefunden, in denen sie Vorwürfe gegen ihren Ehemann erhebt. Unter anderem heißt es dort: "Ich kann es nicht ertragen, dass Du der Wochenend-Papi bist und nur die schönen Dinge mit den Kindern machst." Ihre eigene Rolle bezeichnete sie als Putz- und Waschfrau, die von niemandem gemocht werde. Ein Urteil wird für Ende Januar erwartet.
 
 

Vermutlich ist sie "psychisch krank", dann ist es nicht so schlimm.


[Editiert am 12/1/2006 von Uli]


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 12. Januar 2006, 13:41:59
In dem Thread über die Frauenhäuser fand ich per Zufall auch die Homepage des Vaters, dessen Kinder in Essen von der Mutter umgebracht wurden.

http://www.marieundmax.de/


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DieMystiks am 12. Januar 2006, 13:55:55

Die HP kann man kaum zu Ende anschauen. Mir sitzt ein riesen Kloss im Hals. Es treibt einem die Tränen in die Augen.

Unfassbar.

LG
Tina


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: carsten am 12. Januar 2006, 15:21:49
ich erinnere nur an den fall TIM in elmshorn.

in der tageszeitung stand: das kind wurde seit langer zeit misshandelt. das zuständige jugendamt wusste bescheid und unternahm nichts.

die zuständige staatsanwaltsachaft hat die ermittlungsverfahren gegen die KM eingestellt. man hat ja einen fremden mann, der dass kind erziehen sollte, als täter festgenommen.

caju


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Aniram am 14. Januar 2006, 17:28:41
Hab ich gerade gelesen im Teletext gelesen:

 Baby schwer mißhandelt...

Ein vier Wochen altes Baby ist in Guntramsdorf (NÖ) schwer mißhandelt
worden. Die Polizei verdächtigt die Mutter (19) und den Stiefvater (23),
diese bestreiten aber die Vorwürfe.

Der Bub weist zahlreiche Verletzungen auf: Mehrere Rippen, ein Arm und
ein Schienbein sind gebrochen.

Am Hinterkopf gibt es laut Polizei eine Bruchlinie. Brandwunden am Hals
dürften von Zigaretten stammen.

Der Stiefvater gibt nur zu, dass der Mutter das Kind aus dem Arm gefallen
sei. Beide sind in U-Haft.

Quelle: ORF Teletext


Ich wünschte dort müßten sie lange bleiben - in Haft.

Ich wundere mich, wie die Leute immer noch auf die Idee kommen, die
Taten zu bestreiten. Einem Baby kann man ja kaum nachsagen es wäre
aus gewesen und hätte sich die Verletzungen anderswo zugezogen.

Und selbst wenn mir als Mutter wirklich das Mißgeschick passieren sollte,
das ich mein Baby fallen lasse... ich würde wie ein geölter Blitz ins KH
rasen aus Sorge, dass ihm was passiert sein könnte.

Hier müßten die Strafen so hart greifen, dass allen hören und sehen
vergeht.

Es gibt keine Rechtfertigung dafür - auch und erst recht nicht, selbst eine
schwierige Kindheit gehabt zu haben.

Zornige Grüße

Marina
 


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: carsten am 24. Januar 2006, 11:24:28
urteil in unser tageszeitung:

kindesmutter tötete ihren säugling gleich nach der geburt und versteckte ihm im koffer im wald.

urteil: da die mutter nicht mit vorsatz gehnadelt hat bekam sie 3 jahre und 9 monate haft.

zweites urteil: ein 20ig jähriger ist wegen vergewaltigung einer 12 jährigen zu 8 jahren verurteilt worden.

was sind dass für urteile???

für mord eine kleine strafe und für vergewaltigung eine so hohe strafe.

das soll jetzt nicht bedeuten dass ich eine vergewaltigung schön rede aber einen mord schön reden ist schon sehr dreist.

für mich gibt es für beide täter nur eine strafe.....

caju

[Editiert am 24/1/2006 von caju]


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Taccina am 24. Januar 2006, 11:42:03
Hallo,

leider ist es Heute so, das man für Mord/Vergewaltigung/Mißhandlung weniger bestraft wird, als wenn man auch nur einen € Steuern hinterzieht...

Ich darf da gar nicht drüber nachdenken, sonst kreise ich vor Wut schon wieder wie ein Ventilator auf Stufe 12 an der Decke...

Gruß
Taccina

[Editiert am 24/1/2006 von Taccina]


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DieMystiks am 24. Januar 2006, 13:59:52


Hallo zusammen,

" da die Muter nicht mit Vorsatz gehandelt hat..."    :knockout:

Ja mit was denn sonst??

Wahrscheinlich wurde sie von einer galaktischen Kraft geleitet...da bekomm ich das Würgen :mad:

LG
Tina


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: domino am 31. Januar 2006, 13:39:05
Zitat
WR vom 12.01.2006

 
  Mutter erstickte ihre Kinder: Prozessauftakt


 
 
Essen. Wegen Mordes an ihren beiden Kindern muss sich eine Mutter aus Essen seit gestern vor Gericht verantworten.


Laut Anklage hat die 31-jährige Frau in der Nacht zum 7. August 2005 zunächst ihren 22 Monate alten Sohn und anschließend ihre fünf Jahre alte Tochter erstickt. Anschließend versuchte sie sich selbst das Leben zu nehmen.

  Angeblich wollte die Angeklagte die Kinder mit in den Tod nehmen, da sie es ihrem Noch-Ehemann nicht gönnte, mit ihnen glücklich zu werden. Zum Prozessauftakt am Landgericht machte die Angeklagte von ihrem Schweigerecht Gebrauch. Die Ermittler gehen davon aus, dass die 31-Jährige zunächst versuchte, ihren schlafenden Sohn zu strangulieren. Als das nicht klappte, soll sie dem Kind ein Schnüffeltuch auf den Mund gedrückt haben. Anschließend soll sie in ihr Schlafzimmer gegangen sein, wo die Tochter schlief. Laut Anklage soll sie der Fünfjährigen Handschellen angelegt und den Mund mit Klebeband verklebt haben.

Anschließend nahm die Angeklagte eine Überdosis Schlaftabletten und Psychopharmaka, die sie mit Alkohol hinunterspülte. Der noch im selben Haus lebende Ehemann hatte sie am nächsten Morgen in der Badewanne gefunden und gerettet.

Die Tat an sich will die Angeklagte nicht abstreiten.   Ob sie psychisch krank ist, steht noch nicht fest. In der Wohnung der 31-Jährigen wurden zwei Abschiedsbriefe gefunden, in denen sie Vorwürfe gegen ihren Ehemann erhebt. Unter anderem heißt es dort: "Ich kann es nicht ertragen, dass Du der Wochenend-Papi bist und nur die schönen Dinge mit den Kindern machst." Ihre eigene Rolle bezeichnete sie als Putz- und Waschfrau, die von niemandem gemocht werde. Ein Urteil wird für Ende Januar erwartet

 







Das Urteil ist heute gefallen!

Lebenslange Haft für die Mutter!
Ich bin froh daß Ihr Mann sie rechtzeitig gefunden hat damit sie ihre gerechte Strafe bekommt!

Grüße

Domino


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: carsten am 31. Januar 2006, 20:18:56
diesen bericht habe ich heute aus aktenzeichen XY
gefunden.

Polizei sucht Mutter von totem Säugling
Todesursache unklar


Obernburg (ddp-bay). Bei dem in Unterfranken in einer Sporttasche gefundenen toten Säugling handelt es sich um ein neugeborenes Mädchen. Wie die Polizei heute nach der Obduktion mitteilte, war das Baby vor dem Fund schon zwei bis drei Tage tot. Hinweise auf äußere Gewalteinwirkung gebe es nicht. Die genaue Todesursache konnte nicht festgestellt werden. Auch ob das Mädchen nach der Geburt lebte, ist noch offen. Das 50 Zentimeter große und knapp drei Kilogramm schwere Kind ist den Angaben zufolge ausgereift und wäre lebensfähig gewesen.

Bei der Suche nach der Mutter des Babys fehlt den Ermittlern bisher eine heiße Spur. Bei der zehnköpfigen Sonderkommission «Mümling» seien bereits zahlreiche Hinweise eingegangen, denen nun nachgegangen werde, sagte ein Polizeisprecher.

Eine Passantin hatte am Montagnachmittag im unterfränkischen Obernburg auf offener Straße am Ufer Mümling eine blutverschmierte Sporttasche entdeckt und die Polizei verständigt. Beamte entdeckten darin das Neugeborene, das aufgrund der frostigen Außentemperatur so stark gefroren war, dass die Ermittler zunächst nicht einmal das Geschlecht feststellen konnten.

Einziger Ermittlungsansatz ist laut Polizei weiterhin die Tasche, in der das tote Baby gefunden wurde. Die Beamten hoffen auf Hinweise aus der Bevölkerung. Den Angaben zufolge handelt es sich um eine 50 mal 25 mal 25 Zentimeter marineblaue Sporttasche der Marke «Check in» mit zwei schwarzen Trageschlaufen mit Klettverschluss sowie einem zusätzlichen schwarzen Tragegurt. Auffallend sei der leuchtend orangefarbene Reißverschluss, hieß es.
----------------------------------------------------------------------

traurig was so passiert...

nachher steht wieder in der zeitung dass die KM völlig überfordert war.

caju


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: eskima am 24. Februar 2006, 10:08:52
Kind im Koma: Was geschah in dieser Villa?
Westerrönfeld / sh:z - In einer Sandkiste im Garten liegt Kinderspielzeug, das leise Weinen eines Babys ist zu hören. An der Klingel der Gründerzeit-Villa steht Haus "Startklar". Acht junge Mütter leben hier mit ihren Babys. Mütter, die selbst noch Kinder sind. Die Hilfe brauchen, weil sie psychisch krank oder behindert sind.

Alle Vorhänge der Villa in Westerrönfeld (Kreis Rendsburg-Eckernförde) sind zugezogen, seit bekannt wurde, dass eine der Mütter (18) ihre zwei Monate alte Tochter so schwer verletzte, dass das Kind jetzt im Koma liegt.

Was war passiert?

"Die Mutter kam mit dem leblos wirkenden Baby um 22.15 Uhr zu einem Mitarbeiter, der sofort den Notarzt alarmierte", sagt Nahmen Roeloffs (53), Geschäftsführer des "Kinder- und Jugendhilfe-Verbunds", Träger des Hauses.

 
 

Schon drei Minuten später waren Notarzt und Rettungswagen vor Ort. "Das Baby wurde zunächst nach Rendsburg ins Krankenhaus gebracht, wegen der schweren inneren Verletzungen kam es dann in die Uni-Klinik Kiel."

Das Baby liegt im Koma, sein Gesundheitszustand soll sehr schlecht sein. Die Mutter wurde am nächsten Tag von Kripobeamten abgeholt und nach einer Vernehmung in die Psychiatrie gebracht. "Sie verdrängt die Tat, kann nicht begreifen, was sie getan hat", sagt Roeloffs.

Seit dem 11. November lebte die 18-Jährige im Haus "Startklar". Ihr Baby wurde am 16. Dezember geboren, es war ein gewolltes Kind. Roeloffs: "Der Auszug war für den März geplant. Die Mutter wollte zum Kindsvater ziehen, das Kind gemeinsam mit ihm großziehen. Bereits jetzt war sie jedes zweite Wochenende beim Vater und er bei uns", sagt der Geschäftsführer.

Alles schien in Ordnung zu sein - und doch kam es zur Katastrophe. Warum?

Nahmen Roeloffs: "Für uns war nicht erkennbar, dass das Kind von der Mutter misshandelt wurde." Elisabeth Herzberg, Leiterin des Hauses, sagt: "Wir sind alle vollkommen erschüttert, wissen nicht, warum sie es getan hat."

Das Landesjugendamt als Heimaufsicht ermittelt. "Wir wollen wissen, ob für die Betreuung der Mutter und ihres Babys alle erforderlichen Vorkehrungen insbesondere für das Wohl des Kindes getroffen wurden. Dabei wird auch geprüft, ob die Konzeption der Einrichtung generell den Anforderungen für derartige Betreuungsfälle genügt", heißt es aus dem Sozialministerium.

Auch Kiels Oberstaatsanwalt Uwe Wick hat sich eingeschaltet: "Wir ermitteln gegen die junge Mutter wegen einer Verletzungshandlung zum Nachteil ihres zwei Monate alten Kindes." Den Mitarbeitern werde ein strafrechtliches Verschulden nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht angelastet.

RIEKE BECKWERMERTECKARD GEHM

 http://www.shz.de/?RUBRIKID=890&MID=30&REDID=1046103


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: haddock am 24. Februar 2006, 10:42:44
Fahrlässige Tötung - drei Jahre Haft für die Eltern von Michelle
Von Bettina Mittelacher

Die kleine Michelle hätte gerettet werden können. Wenn die Zweieinhalbjährige nicht in diesem schlechten Pflegezustand gewesen wäre. Wenn das kranke Kleinkind nicht fast 24 Stunden lang sich selbst überlassen worden wäre. Wenn, so formulierte es ein Gerichtsmediziner, "ihre Eltern mal geguckt hätten". Doch ihre Eltern guckten nicht. Sie schauten weg und verriegelten die Kinderzimmertür. Wie sie es sooft machten, um nicht von ihren sechs Kindern gestört zu werden. Jetzt verkündete das Landgericht das Urteil gegen Nicole G. und Andreas J., deren Tochter an einem Hirnödem starb, weil sie laut Anklage keine ärztliche Hilfe holten: Drei Jahre Haft verhängte die Kammer gegen die 29 Jahre alte Frau und ihren 35 Jahre alten Lebensgefährten wegen fahrlässiger Tötung und Verletzung der Fürsorgepflicht.
-Anzeige-
Mit dem Strafmaß geht die Kammer deutlich über den Antrag der Staatsanwaltschaft hinaus, die für beide Angeklagten eine zweijährige Bewährungsstrafe gefordert hatte. Nicole G. wischt sich während der Urteilsbegründung immer wieder über die Augen, Andreas J. wirkt wie erstarrt. Sechs Kinder hatte das Paar in sechs Jahren bekommen, ließ sie in der Lohbrügger Dreizimmerwohnung in völlig vermüllten Zimmern hausen, "die in unbewohnbarem und menschenunwürdigem Zustand waren", so der Vorsitzende Richter. In den Räumen hatte es von Fliegen gewimmelt, die Kinder mußten dort ihre Notdurft verrichten. Die fünf überlebenden Geschwister sind seit dem Tod von Michelle am 1. Juli 2004 im Kinderheim, das Sorgerecht ist den Eltern entzogen. Doch Nicole G. ist wieder schwanger, ihr siebtes Kind wird in etwa drei Wochen zur Welt kommen. Was aus dem Neugeborenen wird, wird das Familiengericht entscheiden.
Die Mutter sei mit der Erziehung überfordert gewesen, sagt der Kammervorsitzende; der Vater, ein Altenpfleger, habe sie nicht unterstützt, sondern lediglich geholfen, "die katastrophalen Zustände zu verbergen". Sozialarbeiterinnen, die Monate vor Michelles Tod eingeschaltet waren, hatten sich über den Zustand der Familie täuschen lassen. So hatten sie die Kinderzimmer nicht überprüft und den Lügen der Mutter geglaubt, ihre Kinder seien in der Kindertagesstätte.
Schon Monate vor ihrem Tod, so fanden Gerichtsmediziner heraus, muß die kleine Michelle fast ausschließlich gelegen haben. Sie hatte Druckstellen, litt zuletzt an einer Mandelentzündung. Doch die Mutter hatte am Tag vor Michelles Tod geglaubt, so hatte sie im Prozeß gesagt, das Kind habe "nur eine Erkältung". Sie schickte das Kind in sein Zimmer, sah nicht mehr nach ihm. "Sie hatte es vergessen", so der Richter. Erst 24 Stunden später schaute sie wieder nach Michelle - als es zu spät war. Ihre ältere Schwester hatte die Mutter alarmiert: "Michelle, tot!"
Doch nicht nur die Zweieinhalbjährige hatte gelitten, auch ihre Geschwister waren extrem vernachlässigt. Die Kleidung der Kinder mußte, nachdem sie im Kinderheim untergebracht waren, weggeworfen werden. Sie kannten keine Zahnbürste, wußten kaum, wie man auf Toilette geht. Eine Anderthalbjährige reagierte auf keinerlei Ansprache, konnte nicht einmal krabbeln, ihr fünfjähriger Bruder weder sprechen noch Treppen steigen. Alle Geschwister litten unter sogenannten Jaktationen, schlugen immer wieder ihre Köpfe gegen Wände - ein deutliches Zeichen für mangelnde Beschäftigung und Zuwendung. Regelmäßige Mahlzeiten kannten sie nicht. Wenn sie etwas zu essen bekamen, stopften sie es wahllos in sich hinein, aus Angst, lange nichts mehr zu bekommen. Denn so hatten sie es in ihrem Elternhaus erlebt: Dort gab es von der Mutter zu unregelmäßigen Zeiten Essen. Der Vorsitzende Richter: "Brot wurde in die Zimmer gereicht - wie in einen Käfig."

erschienen am 23. Februar 2006 im HA

http://www.abendblatt.de/daten/2006/02/23/536634.html


Ich finde es unglaublich und beschämend.
Im einen Fall (Dennis) wird ein Elternpaar wegen Mordes zu   lebenslanger Haft verurteilt, weil es zugesehen hat, wie ihr Kind über Jahre verendete (treffender: verreckte). In diesem Fall (Michelle) wird ein Elternpaar wegen desselben Verhaltens oder Nichtverhaltens   zu 3 Jahren wegen fahrlässiger Tötung - immerhin ohne Bewährung - verurteilt.

Ich kann das nicht verstehen - es ist dasselbe - nur Dennis ist verhungert und Michelle starb an einem Ödem (Hungerfolge?!)   bevor sie verhungern konnte.
In beiden Fällen haben die Eltern zugesehen und durch Unterlassung den Mord begangen. In beiden Fällen oder in keinem der beiden sind die Mordmerkmale erfüllt: z.B. Grausamkeit, niedere Beweggründe.
Wie kann es sein, das man monate- / jahrelang diesen Qualen zusieht, und daraus kein Vorsatz abzuleiten ist (wie bei Dennis´Tod)

Mir bleibt nur auszuspucken und der Justiz, bzw. unserem Rechtssystem ein "Pfui-Teufel" entgegenzuschleudern!  

Ich kann  gar nicht soviel saufen, wie ich mich wegen solchen Meldungen flucht-berauschen möchte.

haddock


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: kleinegon am 02. März 2006, 08:53:36
Leider wieder ein Fall.
Ein Vater aus Oftersheim (Ort ist mehrmals in der Presse genannt worden) ist mit seinem zweijährigen Kind verschwunden. Laut Nachrichten im Radio ist seine Leiche gestern gefunden worden. Vom Kind fehlt noch jede Spur.

Jeder dieser Fälle ist ein Fall zuviel. Jeder dieser Fälle bringt mich in Rage. Jeder dieser Fälle lässt mich meine Ohnmacht fühlen. Jeder dieser Fälle lässt unschuldige, hilflose Kinder zurück. Jeder dieser Fälle sollte die Politik aufschrecken und nach neuen Wegen suchen. Jeder dieser Fälle tut mir in der Seele weh. ;(
Kleinegon


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: domino am 02. März 2006, 08:57:30
Zitat


. Jeder dieser Fälle lässt unschuldige, hilflose Kinder zurück.
Kleinegon


Hallo Kleinegon!

Wahrscheinlich wird in diesem Fall nichtmals ein Kind zurückbleiben!
Und das verurteile ich auch zuschärfst!

LG
Domino


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: kuwe am 02. März 2006, 09:03:21
Mich packt bei dem Thema auch immer wieder unfassbare Wut.... :mad:  


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: kruemel1 am 02. März 2006, 09:55:32
 :mad:   die blanke Wut packt mich auch aber leider immer mehr dabei erleben zu müssen das irgendwie alle genutzt wird um Mütter an den Pranger zu stellen.

Ich finde es schlimm wenn Menschen egal welchen Geschlechts sich selbst töten, aber sofort einen Sündenbock ausfindig zu machen ohne irgendetwas zu reflektieren ist mehr als arm.

Nicht jeder Vater der in der Trennungszeit oder in der Zeit danach verstirbt muss auf das "Konto" einer ganz bösen Ex gehen die ihm die Kinder genommen hat. Manchmal hab ich das Gefühl wenn der Vater einen Herzinfarkt bekommt ist das auch automatisch die Schuld der dazugehörigen Ex.  

Zitat
Vom Kind fehlt noch jede Spur.


Ich kann jetzt schon hören das nach Gründen gesucht wird warum der  Vater vielleicht (noch weis man es ja nicht) sein eigenes Kind getötet hat.
Selbstverständlich muss es da eine bitterböse Ex geben die ihn dazu getrieben hat.

Es gibt soviele Gründe warum Menschen in Verzweiflung so oder so reagieren und manchmal gibt es sogar keinen.
Ob jemand sein Leben beendet liegt in seiner Hand, das Leben seines Kindes mit zu beenden ist aufs schärfste zu verurteilen dazu hat niemand das Recht.

Ich weiss das hier viele in einem sehr verzweifelten Kampf sind und ich verstehe auch die Wut auf den Expartner aber alles in einem Topf zu vermischen ist einfach nicht in Ordnung.

Gruss Kruemel1


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: kuwe am 02. März 2006, 09:58:37
Selbstverständlich muss es da eine bitterböse Ex geben die ihn dazu getrieben hat.


Du wirst staunen, aber die gibt es z.B. in meinem Fall sogar wirklich. Ich spiele allerdings weder mit Selbstmord- , noch mit Mordgedanken.....

Ich halte es auch für schlimm, wenn Leute nur noch zu Affekthandlungen fähig sind, andererseits
muß man sich auch jeden Fall einzeln vor Augen halten.....


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: krieger am 02. März 2006, 10:01:39
keine ahnung, aber warum muß es immer um schuld oder nicht schuld gehen?
anstelle vorher hilfe anzubieten.
die gibts aber meistens nur für mütter!!!


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: kruemel1 am 02. März 2006, 10:12:48
@ Kuwe,

 
Zitat
Selbstverständlich muss es da eine bitterböse Ex geben die ihn dazu getrieben hat.

 


Genau, nämlich die Mutter die sich vorwerfen muss ihm das Kind überhaupt gegeben zu haben, denn hätte an dem Tag kein Umgang stattgefunden wäre das Kind noch am leben.

Schade, das deine Reflektion des Einzelfalles sofort nach dem Hören einer Nachricht aufhört.

Gruss Kruemel1


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: kuwe am 02. März 2006, 10:18:27
Wie bitte?

Wenn der Vater keinen Umgang gehabt hätte, wäre das Kind noch am Leben?
Ist das Kind denn schon gefunden?

Wie kann man nur so eine EInstellung haben? Sowas rechtfertigt natürlich immer und überall Umgangsboykott. Ich könnte ja plötzlich auch meine Tochter erwürgen, oder wie soll ich deinen Post verstehen??? Weil alle Trennungsväter sind ja jetzt potentielle **tsts - ID 17**. Du solltest vielleicht nicht so viel die BLÖD lesen....

Das gerade so eine Einstellung solche Taten erst möglich macht, darüber solltest du in Deiner doch recht eingeschränkten Sichtweise mal nachdenken. Aber ich habe das Gefühl, du suchst hier nur Streit..... :mf:  


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: krieger am 02. März 2006, 10:20:52
Zitat
@ Kuwe,

 
Zitat
Selbstverständlich muss es da eine bitterböse Ex geben die ihn dazu getrieben hat.

 


Genau, nämlich die Mutter die sich vorwerfen muss ihm das Kind überhaupt gegeben zu haben, denn hätte an dem Tag kein Umgang stattgefunden wäre das Kind noch am leben.



harter tobak,willst du jetzt damit sagen das frauen ihre kinder nicht den vätern mitgeben dürfen weil so etwas passiert ist?!?
keiner von uns kennt die hintergründe dieser tat, den einzigen denen man einen vorwurf machen kann, sind die menschen die die geschichte kannten und nicht geholfen haben.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: kruemel1 am 02. März 2006, 10:24:29
@ Krieger,

der Satz von mir war nur als Antwort auf das mit der bitterbösen Ex gemeint.

 
Zitat
keiner von uns kennt die hintergründe dieser tat, den einzigen denen man einen vorwurf machen kann, sind die menschen die die geschichte kannten und nicht geholfen haben.


Weil nämlich das  genau der Punkt ist.

Gerade weil keiner die Hintergründe kennt wehre ich mich gegen dieses bitterböse Ex , denn das ist für viele immer die Begründung für alles.

Gruss Kruemel1


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: kuwe am 02. März 2006, 10:31:08
Genau, und ich meine das noch nicht einmal ironisch....
Ich kann dir alleine hier im Forum zwei Fußballmannschaften mindestens aufstellen, bei denen das , und nur das der Grund ist und die jeden Grund haben,
diesen als Wurzel allen Übels zu nennen....

Meistens weil da so eine Einstellung wie deine eben gespostete, was Umgang angeht, zugrunde liegt....


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: domino am 02. März 2006, 10:34:13
Aha

Nehmen wir doch mal den umgekehrten Fall,wo eine Mutter ihre zwei kleinen Kinder erstickte und sich selbst umbringen wollte!

Gab es da einen bösen Ex Mann? nein...es war purer Egoismus,und das kann durchaus auch auf Männer zutreffen !

Edit
Nachtrag:

Und ich finde auch,daß diese Diskussion nicht in diesen Thread hinein passt !

[Editiert am 2/3/2006 von domino]

[Editiert am 2/3/2006 von domino]


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: BM RK am 02. März 2006, 10:48:33
Hallo!

Leider kann ich nicht mehr so offen schreiben wie ich es gerne würde...

Daher nur soviel:

Es gibt Menschen, die sich nicht deswegen umbringen wollen, weil sie jemanden damit die Schuld (am Selbstmord / an der Situation) geben wollen, sondern weil sie mit der Situation nicht zurecht kommen. Gar nicht.

Ich will das nicht entschuldigen, aber es hat auch nichts mit Schuldzuweisung dieser Leute zu tun.   Was die anderen daraus machen ist eine andere Sache.


Wie gesagt, mehr kann ich nicht schreiben.


..und jetzt Schluss damit...
...hört auf zu streiten...

Gruß BM RK


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: kuwe am 02. März 2006, 10:54:01
Ich wollte mich gar nicht streiten, mich regen nur so einseitige , polemische, verbohrte Sichtweisen auf...
An sich kann ich genau das, was BM RK geschrieben hat , zu 100 % unterschreiben....

Gruß Kuwe


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: domino am 02. März 2006, 11:10:24
Zitat
Ich wollte mich gar nicht streiten, mich regen nur so einseitige , polemische, verbohrte Sichtweisen auf...
An sich kann ich genau das, was BM RK geschrieben hat , zu 100 % unterschreiben....

Gruß Kuwe


Hallo Kuwe !

Aber leider gehört auch Dein obiger Satz mit der bitterbösen Ex dazu ! Das ist auch eine einseitige verbohrte Sichtweise !

LG
Domino


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: domino am 02. März 2006, 11:15:01
Hallo

Und ich mache jetzt mal den Vorschlag diese Diskussion zu beenden...sie würde endlos weitergehen und zu nichts führen...und ändern würde es an der Tatsache erst recht nichts !

LG

Domino


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: kuwe am 02. März 2006, 11:26:25
Hallo Kuwe !

Aber leider gehört auch Dein obiger Satz mit der bitterbösen Ex dazu ! Das ist auch eine einseitige verbohrte Sichtweise !

LG
Domino

Sorry, meine bitterböse  Ex ist keine verbohrte Sichtweise, sondern Realität
LG Kuwe

ich beende das Thema meinerseits aber jetzt auch, das ist hier eh bei einigen zu festgefahren....
mich vielleicht sogar eingeschlossen...


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Muckebruder am 02. März 2006, 12:15:06
 http://www.bild.t-online.de/BTO/news/aktuell/2006/03/01/kinderleiche-stendal/kinderleiche-stendal,templateId=renderKomplett.html

und

 http://www.bild.t-online.de/BTO/news/aktuell/2006/02/28/kinder-schicksale/kinder-schicksale-dreckloch-kuehltruhe,templateId=renderKomplett.html

und

 http://www.bild.t-online.de/BTO/news/aktuell/2006/02/27/baby-muelltonne/baby-muelltonne,templateId=renderKomplett.html

Ich würd die Todesstrafe wieder einführen - für Menschen die zu sowas fähig sind!

Stefan




[Editiert am 2/3/2006 von Muckebruder]


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: kuwe am 02. März 2006, 12:24:53
Moin Stefan,

mit der Einführung der Todesstrafe begibt man sich genau auf das Niveau dieser Menschen...
Man kriegt natürlich eine grenzenlose Wut, aber das man gleiches mit gleichem vergilt, ist auch die absolut falsche Lösung.
Mich verfolgen manche Bilder, so wie das des kahlgeschorenen Mädchens Carolin, das in eine Krankenhaustoilette abgelegt wurde und die dazugehörige Story in der "Zeit" bis in meine Träume hinein. Ich möchte diese Kinder am liebsten alle bei mir aufnehmen und jedes einzelne in den Arm nehmen...mir fehlen oft die Worte für die Dinge, die manche Menschen kleinen Kindern antun....
manche Kinder haben einfach von vornherein keine Chance...

Denk mal bitte vorher nach bevor du so was postest
LG
Kuwe


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: sky am 02. März 2006, 12:33:57
Hi,

Zitat
Denk mal bitte vorher nach bevor du so was postest

das empfehle ich Dir auch.

Zitat
ich beende das Thema meinerseits aber jetzt auch, das ist hier eh bei einigen zu festgefahren....
mich vielleicht sogar eingeschlossen...


Ist es bei dem guten Vorsatz geblieben? Schade!

Vielleicht solltest Du Dich selbst auch weniger mit Deiner persönlichen Meinung einbringen, wenn Du diese anderen schon nicht zugestehst.

Gruss
sky


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Muckebruder am 02. März 2006, 12:40:47
Na ja,...klar.

Dann steckt doch weiter solche Eltern in die Phsychatrie auf Staatskosten (Wir habens ja auch!?) :mad:  :mad:

Ich denke nur einfach das das Strafmaß in Deutschland für sowas nicht ausreicht - ansonsten würden sich die Fälle auch nicht so häufen!?

Nichts für Ungut!

Stefan



[Editiert am 2/3/2006 von Muckebruder]


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: BM RK am 02. März 2006, 12:50:09
Zitat
mit der Einführung der Todesstrafe begibt man sich genau auf das Niveau dieser Menschen...

Ja, sehe ich auch so....und der Staat der diese Strafe verhängt genauso. Das darf nicht sein und ist auch zum Glück in Deutschland nicht so.
Ein Staat darf nicht über das Leben und den Tod eines Menschen entscheiden, der Staat muss da ohne Emotionen ran gehen.

Ich gebe noch zu bedenken, das die Todestrafe nicht die Menschen daran hindert,diese Strafen zu gegehen. Es gibt immer wieder Fälle in denen die Straftaten begangen werden, in der Hoffnung nicht erwischt zu werden....(siehe USA)

Ich bin der Meinung, dass die Todesstrafe, egal für welche Straftat abgeschafft gehört.

Als Betroffener würde ich das anders sehen, das ist sonnenklar....
aber der Staat (der die Strafe verhängt und ausführt) ist keine betroffene Person.
...und der Staat muss neutral bleiben!

Gruß BM RK



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: kuwe am 02. März 2006, 12:52:03
Moin Stefan,

was haste denn davon, wenn so jemand tot ist? Oder was hat das tote Kind davon?
Die Wurzeln liegen bei solchen Geschichten meistens woanders.
Oft sind die Täter selbst mißbraucht worden oder haben wie unsere Exen einen an der Klatsche....Würdest du dich da wohlfühlen, solche Menschen in den Tod zu schicken?
Ich nicht. Das Übel muß hier wirklich mal an der Wurzel gepackt werden mit
einer anderen Rechtsprechung, mit pädagogisch geschulten Jugendamtsmitarbeitern,
mit z.B. dem angedachten Frühwarnsystem für auffällige Familien.
Das Strafmaß reicht aus, nur wird es in den seltensten Fällen richtig angewandt.
Und wenn du nach Amerika schaust, hat sich mit der Todesstrafe nicht das geringste zum
Besseren gewendet, die Abschreckung für die Täter ist gleich Null.
Ich würde in der ersten Wut auch sagen, wenn es mein Kind wäre, macht kurzen Prozeß mit ihm oder würde vielleicht sogar selbst aktiv. Aber mein Verstand sagt mir ganz was
anderes.
Und was noch dazukommt. In den amerikanischen Knästen ist statistisch gesehen jeder zehnte Hinrichtungskandidat unschuldig. Würdest du dich als Kläger/Richter wohlfühlen, so jemanden auf den elektrischen Stuhl zu schicken. Ich nicht....Von daher bin ich eindeutig gegen Selbstjustiz und Todesstrafe!

Gruß Kuwe


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Muckebruder am 02. März 2006, 12:52:58
@bm rk @kuwe

Im Grunde seh ich das je genauso, aber wie glaubst du soll man einen Menschen "bestrafen" der einen anderen Menschen  (dazu noch ein wehrloses Kind) tötet oder. misshandelt!?

[Editiert am 2/3/2006 von Muckebruder]


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: babbedeckel am 02. März 2006, 12:58:03
Zitat
mit der Einführung der Todesstrafe begibt man sich genau auf das Niveau dieser Menschen...


Erstens das ...

Zitat

Ich gebe noch zu bedenken, das die Todestrafe nicht die Menschen daran hindert,diese Strafen zu gegehen. Es gibt immer wieder Fälle in denen die Straftaten begangen werden, in der Hoffnung nicht erwischt zu werden....(siehe USA)
Ich bin der Meinung, dass die Todesstrafe, egal für welche Straftat abgeschafft gehört.


Zu bedenken wäre noch, daß in den USA jedes sechste Todesurteil, Unschuldige
betrifft. Gestern in einer Reportage gesehen. Ob die Zahl stimmt, weiß ich nicht.
Aber als Betroffener, nunja, wenn einer meiner Tochter was antun würde,
mmmmhhh....

Gruss
babbedeckel


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: kuwe am 02. März 2006, 12:59:30
Meiner Meinung nach ist jemand, der so etwas tut, schon mit seinem erbärmlichen Dasein gestraft, und umso länger er im Knast die Zeit bekommt, darüber nachzudenken, umso besser.
Bei psychisch Kranken ist das Thema natürlich defisziler...was soll da eine Strafe, was wir darunter verstehen, bewirken?! Da muß halt die Psychiatrie ran. Ich bin allerdings dafür, daß man dort etwas härter als bis jetzt rangeht, bei mehrfach aufgefallenen , nicht oder kaum zu therapierenden Tätern viel öfter mal eine Sicherungsverwahrung ausspricht, also zu gewährleisten, daß diese Leute auch nach 15 Jahren nicht wieder rauskommen.

Gruß Kuwe


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Muckebruder am 02. März 2006, 13:04:38
Zitat
Meiner Meinung nach ist jemand, der so etwas tut, schon mit seinem erbärmlichen Dasein gestraft, und umso länger er im Knast die Zeit bekommt, darüber nachzudenken, umso besser.


Es gibt aber auch Leute denen geht sowas am A... vorbei.



Aber in Einem geb ich dir Recht, nämlich was die Phsychatrien betrifft. Habs ja selbst miterleben dürfen wie sich so "Kranke" selbst in der Geschlossenen verhalten können, ohne Konsequenzen. Genau da sollte der Staat mal anfangen der Sache entgegenzuwirken!?


[Editiert am 2/3/2006 von Muckebruder]


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: kuwe am 02. März 2006, 13:15:53
Was soll da auch für eine Konsequenz kommen bei psychisch Kranken? Die sind nunmal in ihrem Dämmerzustand der weltlichen Gerichtsbarkeit entrückt. Auch ein Pädophiler ist in erster Linie ein Kranker. Überleg doch mal, wie schnell die Hexenjagd in Deutschland bei sowas losgeht. Und hat meine Ex nicht dasselbe versucht?! Was meinst du, was so eine "Volksmeinung" auf einmal für eine Eigendynamik bekommen kann - und flupp - haben wir hier ein Viertes Reich....solche Dinge gab es übrigens auch unter Hitler, nur sind die damals wie alles andere totgeschwiegen worden....
Nein, die Instrumentarien sind schon da, nur fehlt es in Deutschland oft an der richtigen Anwendung und Einschätzung solcher Täter.
So ein ganz bedrückendes Beispiel fand ich damals den Film "Der Totmacher" mit Götz George.
Zeitungen wie die BLÖD schlachten Verbrechen ja nur gerne aus und sind immer schnell mit der "Monstermutter" oder "Vaterbestie" da, das meistens Geschichten dahinterstecken, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen, läßt man gerne weg. Dann lieber Hauptsache Rübe ab, das ist ja auch viel bequemer....


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 04. März 2006, 10:56:31
Hungertod eines Zweijährigen

Ermittlungen gegen Behörden

Der neuerliche Hungertod eines Kindes in Deutschland ist vermutlich auch auf das Versagen der Behörden zurückzuführen. Trotz regelmäßiger Besuche von Mitarbeitern des Jugendamtes war nicht aufgefallen, dass der zweijährige Benjamin aus Schlagenthin (Sachsen-Anhalt) verhungert war.
 
"Die Familie hat uns offenbar gelinkt", sagte der Präsident des Landgerichts Stendal, Dieter Remus. Die stark verweste Leiche des Kindes war auf dem elterlichen Grundstück gefunden worden. Die Eltern sitzen seit Mittwoch in Untersuchungshaft, die fünf weiteren Kinder des Paares sind in der Obhut des Jugendamtes. Benjamin starb im Frühjahr 2005.
 
Mehrere Besuche des Jugendamts im Monat
 
Mehrere Male im Monat hätte es in der Wohnung der Familie in dem kleinen Dorf Stresow Besuche von Mitarbeitern des Jugendamtes gegeben, sagte der Leiter des Jugendamtes Burg, Winfried Werner. Die Mitarbeiter glaubten der Darstellung der Mutter, dass Benjamin sich bei der Schwester ihres Mannes oder bei der Großmutter aufhalte. Nachgeprüft worden sei dies nicht.
 
Den Mitarbeitern habe sich ein unterschiedliches Bild geboten. Bei einigen Besuchen sei alles sauber und ordentlich gewesen, bei anderen nicht. Später habe die Familie jegliche Hilfe verweigert. Der Vater habe Mitarbeiter des Jugendamtes sogar bedroht, als sie in Begleitung von Polizisten die Wohnung betreten wollten, sagte Werner. Strafanzeige sei daraufhin nicht gestellt worden.
 
Mit der Leiche umgezogen
 
Das Jugendamt habe vielmehr beim Familiengericht beantragt, das Sorgerecht für alle Kinder zu entziehen. Die Richterin hatte dies aber abgelehnt und stattdessen das Gutachten eines Sachverständigen eingeholt, das erst zehn Monate später vorlag. Den Behörden war auch nicht aufgefallen, dass die Mutter im August 2005 beim Umzug von Stresow ins benachbarte Schlagenthin zwar sechs Kinder am früheren Wohnort abgemeldet, aber nur fünf am neuen Wohnort angemeldet hatte.
 
Damals war der kleine Benjamnin längst tot: Die Eltern hatten seine Leiche mit im Umzugsgut. Aus Angst, das Sorgerecht für ihre anderen Kinder zu verlieren, hatten die beiden Arbeitslosen den verhungerten Benjamin versteckt. In einer Mülltonne war der tote Körper des Kleinen nach Hinweisen einer Ärztin von Polizisten entdeckt worden. Die Medizinerin hatte bei einem anderen Kind der Familie deutliche Vernachlässigungssymptome festgestellt.
 
Hätte Drama verhindert werden können?
 
Unterdessen prüft die Staatsanwaltschaft jetzt die Mitschuld von Behörden. "Wir ermitteln unter anderem, ob das zuständige Jugendamt versäumt hat, rechtzeitig einzugreifen und das Drama zu verhindern", sagte der Stendaler Oberstaatsanwalt Thomas Kramer. Sachsen-Anhalts Sozialminister Gerry Kley (FDP) kündigte eine Sonderberatung des Landesjugendamtes mit den Jugendämtern Sachsen-Anhalts an, um sich über mögliche vorsorgende Maßnahmen auszutauschen.
 
Seit dem Hungertod der kleinen Jessica in Hamburg vor gut einem Jahr diskutieren Fachleute und Politiker bundesweit über die Vernachlässigung von Kindern und Möglichkeiten, dies zu verhindern. Hamburg will beispielsweise mit einer Bundesratsinitiative Vorsorgeuntersuchungen zur Pflicht machen, um so frühzeitig eingreifen zu können.

Quelle: >n-24< (http://www.n-tv.de/640161.html)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Muckebruder am 04. März 2006, 12:18:04
@Deep

Mir fehlen echt die Worte!?

Unfassbar!!!


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: domino am 10. März 2006, 14:49:37
Mir ist gerade schlecht geworden...

 http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,405299,00.html

Zitat:

Der gelernte Schlosser hatte seinen knapp zweijährigen Sohn und die fünfjährige Stieftochter im Schlaf erstochen. Das Landgericht hatte ihn im Juli 2005 wegen zweifachen Totschlags zu 13 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Gegen den Richterspruch hatten die Ehefrau des Angeklagten und ein überlebendes Kind Revision eingelegt. Die Staatsanwaltschaft hatte in dem Prozess ebenfalls auf Totschlag plädiert.

Den Ermittlungen zufolge betrank sich der Mann am Abend des 2. Mai 2004 und nahm Medikamente ein. Danach tötete er zunächst den schlafenden Sohn durch einen Messerstich in die Brust. Etwas später brachte er auf gleiche Weise die schlafende Tochter um. Das Kind sei durch den Schmerz erwacht und habe noch gesagt: "Papa, ich hab dich doch lieb." Dann sei es seinen schweren Verletzungen erlegen.


LG

Domino


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 12. März 2006, 15:16:10
Drei Babyleichen in der Altmark entdeckt
   
Die Polizei hat drei Säuglingsleichen in einem Dorf in Sachsen-Anhalt entdeckt und die 36-jährige Mutter festgenommen. Nach einem Hinweis des früheren Lebensgefährten der Frau fanden Polizisten am Samstag im Haus der Frau in Neuendorf am Damm (Altmarkkreis Salzwedel) die stark verwesten Leichen. Eines der toten Babys lag in einer Mülltonne, wie der Sprecher der Polizei in Stendal, Joachim Albrecht, am Sonntag mitteilte. Die Festgenommene verweigert bisher die Aussage.
 
Todesursache unklar
Die Obduktion der Leichen in der Rechtsmedizin Hannover hat laut Polizei ergeben, dass es sich um Neugeborene handeln könnte. Bisher stehe nur fest, dass es ein Junge und ein Mädchen waren, sagte Albrecht. Das Geschlecht des dritten Kindes sei ungeklärt, weil die Leiche bereits skelettiert war. Die Todesursache ist ebenfalls noch
unklar. Weil die Leichen so stark verwest seien, sei schwer zu klären, ob die Kinder tot geboren wurden, eines natürlichen Todes starben oder getötet wurden. Untersucht werde zurzeit auch noch, wie lange die Kinderleichen schon auf dem Dachboden gelegen haben.
 
Der mutmaßliche Vater der Kinder habe angeblich bis vor kurzem nichts von den Kindern gewusst, sagte der Polizeisprecher weiter. Das Paar sei seit einem Jahr getrennt. Weitere Einzelheiten teilte die Polizei zunächst nicht mit.
 
Fundort Einfamilienhaus
Bei dem Fundort handelt es sich laut Polizeisprecher Joachim Albrecht um ein neu gebautes Einfamilienhaus. Die Familie sei vor drei bis vier Jahren dort eingezogen. Die Mutter habe noch ein Kind aus erster Ehe und einen zweijährigen Sohn aus der jetzigen Beziehung, sagte Albrecht. "Wir gehen im Moment davon aus, dass die Mutter mit den toten Kindern in das neuen Haus umgezogen ist." Der Partner der Frau sei ebenfalls vernommen worden, er sei aber auf freiem Fuß.
 
Quelle: >MDR< (http://www.mdr.de/nachrichten/10/2611342.html)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 17. März 2006, 08:28:47
Verweste Babyleiche im Müll gefunden

15. März 2006 Die verweste Leiche eines Säuglings hat ein Arbeiter im südhessischen Pfungstadt beim Müll sammeln gefunden. Das tote Baby lag in ein Handtuch gewickelt in einer Plastiktüte, wie die Polizei in Darmstadt am Mittwoch mitteilte.

Die Tüte wurde inmitten von Unrat entdeckt, der auf einem Wendeplatz am Ortsausgang in der Nähe einer Bahntrasse herumlag. Der städtische Mitarbeiter habe den Unrat wegräumen sollen und dabei gegen 14.45 Uhr den grausigen Fund gemacht.

Die Leiche wurde zur Untersuchung in die Gerichtsmedizin nach Frankfurt gebracht. Mit Ergebnissen wurde frühestens am Donnerstag gerechnet. Das Geschlecht des toten Kindes war zunächst noch ebenso unklar wie andere Einzelheiten.

Auch Mutter eines anderen toten Babys gesucht

Die Polizei fahndet in Hessen auch nach der Mutter eines am 30. Januar im unterfränkischen Obernburg gefundenen toten Babys. Die Leiche des Mädchens war am Ufer der Mümling in einer blutverschmierten Tasche gefunden worden.

Im vergangenen Jahr waren in Hessen zwei tote Säuglinge gefunden worden, in einer Mülltonne in Mühlheim bei Offenbach und in einem Keller eines Behindertenheims in Rüdesheim. Beide Mütter konnten ermittelt werden.

Im Februar 2006 hatte eine 27jährige ihren neugeborenen gesunden Sohn in Rüsselsheim ausgesetzt. Die Frau hatte wegen privater und finanzieller Probleme keinen anderen Ausweg gesehen.

Text: dpa

Quelle: >FAZ< (http://www.faz.net/s/Rub77CAECAE94D7431F9EACD163751D4CFD/Doc~EEAAEC3B1FAC04CB0BC6966776A46D55A~ATpl~Ecommon~Scontent.html)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: monjawi am 17. März 2006, 09:57:11
@ deep
das hört sich alles zumKotzen an , ist aber nur ein wenig. Ich hab jahrelang auf einer großen Rettungsstelle in Berlin gearbeitet.
Vom hirntod geschlagenen Kleinkind ,überbrühten Baby , abgeschlagene Finger ( wieso? die klettert immer am Regal hoch , heute isses umgekippt , na und - nähn se det nu wieder an oder nich?) bis hin zu kleinen Kindern , die verletzt bei uns alleine lagen ( mutti kann nicht kommen - die war blau-) so viel gesehen  , das mich nur mehr wundert , wenn sich einer wundert..
Da geht einem die seele zu .
Das Schlimme daran : nur die wirklich fies toten interessieren und schocken einen noch und werden von den Medien gebracht. Kindesmißhandlung der " nicht letalen" Form ? Vergebliche Suche. Stattdessen : wirre Diskussionen über Babyklappen. Die wären unmoralisch.
Bäks , mir ekelt!
Monja


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: kuwe am 17. März 2006, 10:34:57
Ich habe fast drei Jahre in einer Ganztagsschule gearbeitet...eigentlich war ich nur für die Hausaufgaben zuständig und habe eine Spielgruppe geleitet. Ich habe, was die Eltern angeht, Sachen erlebt, die Euch das Blut gefrieren lassen würden. Ein Siebenjähriger, der zusammen mit seinem Vater beinharte Horrorfilme angeschaut hat, ein Vater, der besoffen mit einer Schreckschußpistole auf dem Schulhof rumgefuchtelt hat (der hat übrigens Sorgerecht gehabt für drei Kleinkinder!), eine Tochter von einer Prostituierten, die bei der Verrichtung der Arbeit der Kindsmutter teilweise im selben Raum zugegen war, ein Sechsjähriger, der in einer rechtsradikalen Familie aufwuchs und teilweise die Parolen seines Bruders auf dem Schulhof nachblökte ohne zu wissen, was er da rief, usw usf....das war teilweise hanebüchen, was da nach der Schule auf die Kinds gewartet hat....ein paar Eltern hätte ich damals liebend gern im Knast dafür gesehen, was sie schon auf dem Rücken der Kinder in deren Seelen angerichtet haben....


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 16. Mai 2006, 11:05:42
 
  Familiendrama in Köln: Arzt erschoss Gattin, 5-jährigen Sohn und sich selbst


 
Älterer Sohn überlebte Schüsse schwer verletzt
Vater ermordete Familie mit legaler Schusswaffe



Vermutlich wegen familiärer Probleme hat ein deutscher Arzt in Erftstadt bei Köln seine Ehefrau und einen Sohn erschossen und sich anschließend selbst getötet. Ein weiterer Sohn der Familie wurde nach Polizeiangaben bei dem Familiendrama durch Schüsse des Vaters schwer verletzt. Das Kind wurde in eine Klinik eingeliefert und war außer Lebensgefahr.

Nach ersten Erkenntnissen schoss der 47-jährige Arzt zunächst auf seine 43 Jahre alte Ehefrau und die beiden zehn- und fünfjährigen Söhne, die in ihren Kinderzimmern im Bett lagen. Anschließend alarmierte er telefonisch die Rettungsleitstelle, ehe er die Waffe gegen sich selbst richtete.

Legale Schusswaffe als Mordwerkzeug
Den Angaben zufolge hatte der Allgemeinmediziner um 23.56 Uhr um die Entsendung mehrerer Notärzte zu dem Wohnhaus gebeten. Als sich wenig später Polizisten dem Haus vorsichtig näherten, sahen sie durch das Wohnzimmerfenster eine auf dem Boden liegende Leiche. Erst in dem Wohnhaus offenbarte sich dann das ganze Ausmaß der Tragödie: Die Ehefrau des Arztes sowie der 47-Jährige lagen erschossen im Untergeschoss. Dem zehnjährigen Sohn konnte der Notarzt nicht mehr helfen; sein fünfjähriger Bruder wurde in eine Kölner Klinik gebracht, wo sich sein Zustand in den darauf folgenden Stunden stabilisierte. Der Polizei zufolge handelte es sich bei dem Arzt um einen Jäger, der legal Schusswaffen besaß. Einzelheiten zu seinem Motiv waren laut Staatsanwaltschaft zunächst nicht bekannt. (APA/red)

  Quelle: (http://www.networld.at/index.html?/articles/0620/15/140694.shtml)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 18. Mai 2006, 16:59:58
Familienvater erschießt sich im Jugendamt in Spandau

Spandau - Todes-Drama beim Jugendamt Spandau. Mitten in einem Beratungsgespräch erschoß sich gestern vormittag ein 39jähriger Mann vor den Augen einer Sachbearbeiterin.

Das Unglück geschah in einer Außenstelle des Jugendamtes in der Schönwalder Straße. Familienvater Andrzej L. war zu einem Beratungsgespräch beim sozialpädagogischen Dienst eingeladen. Kaum hatte er mit der Sachbearbeiterin zusammen gesessen, zog er plötzlich eine Waffe und schoß sich in den Kopf.


Der Mann zog plötzlich eine Waffe, drückte ab
Der alarmierte Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Die Mitarbeiterin erlitt einen schweren Schock.

Seit Jahren wird die Familie von Andrzej L. vom Jugendamt betreut. "Der Mann steckte in einer sehr tiefen Krise", sagt Spandaus Jugendstadträtin Ursula Meys (SPD). "Wir konnten die Akten noch nicht eingehend prüfen, um nähere Hintergründe zu klären."

Quelle: >bz< (http://bz.berlin1.de/archiv/060311_pdf/BZ060311_008_G3B142OBM.1.htm)




Soso... Seit Jahren in der Betreuung, tiefe Krise, aber man habe noch keine Zeit gefunden, die Akten zu prüfen...




Hierzu ein Schreiben von Olivier Karrer:
Zitat
Sehr geehrter Herr Dr ***,

Vielen Dank für Ihre erste Information über den Todt des polnischen Vaters im Jugendamt Berlin Spandau.

Dieser letzte Akt der Verzweiflung kommt nicht von Ungefähr, es gibt dafür verantwortliche Personen die ihn in den Todt getrieben haben. Wir möchten an Ihre Worte erinnern, als Herr Haddenhorst - Jugendamtleiter aus Gütersloh - nichts einzuwenden hatte, dass Sie sich umbringen, wie er meinte, "damit dem (meinem) deutschern Kind zumindest die Rente zugute kommt."

Wir haben recherchiert und legen den Zeitungsartikel bei http://bz.berlin1.de/archiv/060311_pdf/BZ060311_008_G3B142OBM.1.htm

In dem Fall des Herrn Andrzej Luc - um diesen Mann geht es - sitzen die Verantwortlichen höchwahrscheinlich im Jugendamt Berlin Spandau, denn keiner gibt sich freiwillig und grundlos in einem Jugendamt den Todt, auch wenn die oberste Familienkontrolleurin, Frau Ursula Meyes, keine Kausalität zu erkennen vermag, was sich wie die falsche Frau am falschen Platz anhört.

Wir gehen davon aus, dass Herr Hans-Jürgen Karge (oberster Staatsanwalt) sich mit der Sache bereits befasst und bald die ersten Ergebnisse seiner Ermittlung uns und der Presse liefern wird. Wir möchten sie publizieren, denn die deutsche Presse wird es nicht tun.

Als Interessenvertreter ausländischer Eltern in Deutschland, aber auch stellvertretend für die Millionen von deutschen Eltern die von der politischen Kontrolltätigkeit der am Rande der Legalität und ausserhalb internationalem geltenden Menschenverstand - agierenden Kleinstbeamte deutscher Jugendämter zum Opfer für das Leben gefallen sind, weil Diese mit Kinder und Familienleben umgehen, als wären sie ihr privates Eigentum,  haben wir ein grosses Interesse die Wahrheit zu erfahren.

Es darf nicht mehr vertuscht werden, denn wir leben in Europa und nicht mehr in Germania.
Dazu sollen die ausländischen Regierungen und die europäische Kommission mit warnendem Hinweis aufmerksam gemacht werden.
Zu viele Eltern werden bevormundet, zuviele Kinder werden wie Handelsware von Jugendämtern an Pflegefamilien verkauft.
Welcher politischer Hintergrund dahinter steht, möchte Sie bitte folgender Seite entnehmen  :  >Entstehungsgeschichte des Jugendamtes< (http://www.jugendamt-wesel.com/COMMUNIQUE_PRESSE_Gebara/soutien_politique_de.htm#JA)

Wir möchten Sie bitten, Herr Dr ***, der Familie, den Kindern vor allem, unser herzliches Beileid auszusprechen.
Eine solche Geste von einer Frau Meyes als politischer Verantwortungszeichnende sicherlich kaum zu erwarten sein.

Wir möchten Sie bitten, dieses Schreiben an den polnischen Botschafter in Deutschland zukommen zu lassen. Für unseren Teil werden den französischen Botschafter informieren, da ein französischer Vater mit ähnlichen Tötungsabsichten aus ganz ähnlichen Gründen spielt.

Was dieser verstorbener Vater nicht wusste, am 10. März an dem Tag wo er sich das Leben nahm, fand in Bolzano, Italien, eine Pressekonferenz statt ; Anlass dieser Pressekonferenz war die Vorstellung der neuesten Publikation der bekannten Schriftstellerin Karin Jaeckel "Nicht ohne meine Kinder - Eine Mutter kämpft gegen das Jugendamt". Es ging darum zu zeigen, wie einfach Kleinsbeamte der Jugendämter das Leben freier Eltern, ohne Gerichtsentscheidung, bestimmen können. Er hätte sicherlich auch berichten können.

Wir, als CEED, möchten als Andenken dieses Vaters, unseren Beitrag an dieser Pressekonferenz diesem Mann widmen.
Wir fühlen uns verpflichtet die ganze Wahrheit zu erfahren, nicht das was uns die Ämter erzählen werden.

Mit freundlichen Grüssen

Olivier Karrer
CEED
Paris

DeepThought


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 27. Juni 2006, 13:08:55
Mutter tötet ihren Sohn und springt in den Tod

Weil ihre Wohnung zwangsgeräumt werden sollte, hat eine 39-Jährige sich und ihren dreijährigen Sohn umgebracht.

Kurz vor der Zwangsräumung ihrer Wohnung hat sich gestern in Taufkirchen eine 39-jährige Frau vom achten Stock ihres Wohnhauses in den Tod gestürzt. Ihren dreijährigen Sohn hatte die alleinerziehende Mutter vermutlich schon Stunden vor der Verzweiflungstat getötet.

Motiv für die Taten könnten erhebliche finanzielle Probleme sein: Die Frau war schon seit längerem mit ihrer Miete im Rückstand, am Morgen des Familiendramas stand die Gerichtsvollzieherin zur Zwangsräumung vor der Haustüre. Die Taufkirchnerin sprang vor den Augen der Beamtin sowie etwa 15 Rettungskräften und Nachbarn in den Tod. Die Feuerwehr war gerade dabei, ein Sprungtuch auszurollen.

Etwa 25 Minuten lang stand die 39-Jährige auf dem Flurbalkon im achten Stock des Wohnhauses an der Platanenstraße. 25 Minuten, in denen eine Freundin, Nachbarn sowie Polizeibeamte und Feuerwehrkräfte auf die Frau einredeten, um sie von ihrer Tat abzuhalten. „Wir wussten, dass sie einen Sohn hat, deshalb haben wir es damit versucht“, erzählte Horst-Dieter Koch.

Der Schlosser, der die Gerichtsvollzieherin zur Zwangsräumung begleitet hatte, stand selbst noch unter Schock. „Da wussten wir ja noch nicht, dass auch der Sohn...“ Auch Eva Völkl, Pressesprecherin bei der Polizei, meinte: „Es waren so viele Leute dabei, und alle dachten wohl, dass die Frau nicht springt.“ Doch um 8.25 Uhr rief die 39-Jährige ihrer Freundin noch ein „Tschüss“ zu und stürzte sich dann vor aller Augen in den Tod. Genau in dem Augenblick, als die Feuerwehr mit einem Sprungtuch um die Ecke kam. „Sie hat noch gerufen, alle sollen zur Seite gehen, damit niemand verletzt wird“, berichtet die Polizei.

Der Notarzt konnte nur noch den Tod der Frau feststellen. Die Augenzeugen mussten nach dem Drama von drei Kriseninterventionsteams betreut werden. Für die Polizeikräfte allerdings stand noch ein schwerer Gang an: Beim Öffnen der Wohnung entdeckten sie im Kinderbettchen den vermutlich von der Mutter getöteten dreijährigen Sohn. Außerdem lag in der Wohnung ein Abschiedsbrief, den die Polizei noch auswerten muss. Auch die beiden Katzen waren tot. Anhand einer Obduktion soll nun geklärt werden, auf welche Weise der Dreijährige ums Leben kam.

„Momentan gehen wir davon aus, dass die finanziellen Probleme und die drohende Zwangsräumung Auslöser für die Tat waren“, sagt Polizeisprecherin Eva Völkl. Nach bisherigen Ermittlungen sei die Frau nicht psychisch krank gewesen und habe auch nicht unter einer „frischen“ Trennung gelitten. Die Alleinerziehende sei einer Bürotätigkeit nachgegangen, „ob sie in letzter Zeit arbeitslos war, wissen wir noch nicht“, so Völkl.

Fest steht, dass es schon seit zwei Jahren „Vollstreckungen und Pfändungen“ bei der 39-jährigen Taufkirchnerin gegeben habe, wie Siegfried Pfeifer, Vize-Präsident am Amtsgericht München, erzählt. Offenbar hatte die Frau schon seit längerem keine Miete mehr bezahlt. Für Montag, 8 Uhr, sei nun die Zwangsräumung angesetzt gewesen. „Die Frau galt bislang als unproblematisch“, sagt Pfeifer. Sie habe auch keinen Räumungsschutzantrag gestellt, mit dem es für sie möglich gewesen wäre, die Zwangsräumung aufzuschieben. „Die Ursache für die Tat kennen wir noch nicht genau“, meint Pfeifer.

Tatsache sei aber, dass es immer mehr Arbeitslose gebe und immer mehr Leute plötzlich ihre Miete nicht mehr bezahlen könnten. Die Gerichtsvollzieher werden seit einiger Zeit auch geschult, wie sie mit Situationen, in denen die Klienten mit Suizid oder mit Aggressionen gegen die Amtsperson drohen, umgehen können.

„Es gibt Schuldnerberatungsstellen oder auch psychologische Hilfe“, meint Siegfried Pfeifer. „Man müsste sich halt helfen lassen.“ Ein Weg, der für die 39-jährige Taufkirchnerin offenbar nicht möglich war. Nachbarn beschreiben die Frau als „eher verschlossen“. Eine Anwohnerin aus der Platanenstraße sagt noch: „Sie hat halt keine Hilfe angenommen.“

Gestern früh nahm dann das Schicksal seinen Lauf: „Laut rechtskräftigem Räumungstitel, weil auch der Vermieter Recht auf sein Geld hat“, wie Amtsgerichts-Präsident Gerhard Zierl sagt, fuhr die noch recht junge Gerichtsvollzieherin kurz vor 8 Uhr in die Platanenstraße nach Taufkirchen. An ihrer Seite: der Schlosser, der im Falle, dass die Frau nicht öffnen würde, eingreifen sollte.

Tatsächlich drückte die 39-Jährige nicht auf den Türöffner. Stattdessen hörten die Gerichtsvollzieherin und der Schlosser ein Rufen von weit oben: Die Frau war offenbar nach dem Klingeln ins Treppenhaus gegangen, in den achten Stock gefahren, dort aus einem Fenster gestiegen und stand nun auf einer Balkonbrüstung direkt über dem Hauseingang. Sie forderte Schlosser Horst-Dieter Koch auf, zur Seite zu gehen, da sie nicht auf ihn draufspringen wolle. Nachbarn kamen, eine Freundin, die Polizei und die Feuerwehr. Dann sprang die Frau.

Quelle: >Süddeutsche Zeitung< (http://www.sueddeutsche.de/muenchen/artikel/167/79088/)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 02. Juli 2006, 14:37:06
Bank-Chef ertränkt Tochter Julia (2) in der Badewanne
Anschließend erhängt er sich auf dem Autobahn-Rastplatz

Er hatte das Hotelzimmer telefonisch vorbestellt. Er wünschte einen Raum mit Badewanne, bitte. Swen W. (41) nannte seine Tochter Julia (2) sein „Engelchen“ – das kleine, blonde, süße Mädchen. Mit ihr an der Hand spazierte der Vater nachmittags in das Hotel.

Am nächsten Morgen reiste er ab – ohne sein Engelchen. Da war Julia schon lange tot. Wenige Stunden später wurde auch die Leiche des Vaters gefunden. Der tödliche Plan war vollstreckt. Was ist da nur geschehen an diesem Mittwoch vor drei Wochen? Was hat Swen W. getan? „Warum nur?“, fragt Michael Schmid (Name geändert), ein enger Freund. „Es ist so traurig.“

Vor 13 Jahren zog Swen W. von Uelzen bei Hamburg nach München. Der Betriebswirt bekam eine gute Stelle und stieg auf. Zuletzt leitete er sogar die Hauptgeschäftsstelle der Kreissparkasse München-Starnberg am Sendlinger Tor. Er machte ein paar Tausend Euro netto im Monat. Swen W. hielt engen Kontakt in die Heimat – zu den Eltern und den vielen Sportkameraden in Uelzen, er war dort einmal Bezirksmeister im Tennis.

Die Freunde traf er an den alljährlichen Herrenabenden zu Weihnachten, fuhr mit ihnen nach Sylt, zum Skifahren und Feiern ins noble Kitzbühel. Super Job, tolle Kumpels, ein lebenslustiger Typ: Bald kam auch die große Liebe. Vor fünf Jahren lernte er Marina (25, Name geändert) kennen. Ein Freund verkuppelte die beiden beim Sportlerball in Uelzen per Handy. Wenig später trafen sie sich im nahen Winsen an der Luhe zum ersten Mal. Ein junges, hübsches, einfaches Mädchen: Das Glück war perfekt. Alles ging ganz schnell: Die Arzthelferin zog zu Swen nach München und fand Arbeit. Sie heirateten ein paar Monate später. Bald wurde Marina schwanger, vor zweieinhalb Jahren kam Tochter Julia zur Welt. Sie zogen in eine größere Wohnung nach Untermenzing. Viel glücklicher kann eine junge Familie nicht sein. „Sie ist mein Ein und Alles“, sagt Swen W. oft zu Freunden. „Ein zweites Kind ist schon in Planung.“

Bald aber streitet er das wieder ab. Anfang letzten Jahres erfährt er, dass sich seine Frau weiter mit ihrer Jugendliebe trifft, erzählt ein Freund. Sie hat eine Affäre, demütigt ihn, taucht mit dem Nebenbuhler in der Bank auf, in der er der Chef ist. Sie will ausziehen, verlangt sein halbes Gehalt, das Sorgerecht für Julia. Vor fünf Wochen macht Marina ihre Drohung wahr: Sie zieht mit Julia aus, geht zurück zu ihren Eltern ins Heimatdorf, will die Scheidung. Swen W. scheint alles zu verlieren: seine Frau, sein Engelchen, sein Geld – und am Ende will er auch sein Leben nicht behalten. „Er hat immer über alles geredet. Warum hat er sich darüber nicht bei seinen Freunden ausgekotzt?“, fragt Schmid. Stattdessen heckt Swen W. den Plan aus – und vollstreckt ihn.

Er bestellt das Hotelzimmer mit Wanne in Winsen, wo er seine spätere Frau kennen gelernt hatte. Er packt einen Strick in seinen Ford Focus, den sportlichen Familienwagen. Er fährt nach Uelzen, trifft Freunde, wirkt gelöst, entspannt, irgendwie erleichtert. Mittwochs holt er sein Engelchen Julia bei Marina ab. Vier Tage Kurzurlaub an der Nordsee, behauptet er. Er fährt mit Julia Richtung Norden, aber nach 60 Kilometern fährt er ab. Er checkt im Hotel unter falschem Namen ein, füllt keinen Meldeschein aus. Er hat einen Koffer dabei. So hat es die Staatsanwaltschaft Lüneburg rekonstruiert. Swen W. wird nicht wieder gesehen.

Am nächsten Mittag entdeckt die Putzfrau erst den Koffer. Dann die Leiche der kleinen Julia. Sie liegt in der gefüllten Badewanne. Die Obduktion ergibt laut Staatsanwaltschaft zweifelsfrei, dass Swen W. sein Engelchen eigenhändig noch vor Mitternacht ertränkt hat. Wahrscheinlich hat er sich danach im Hotelbett Schlafen gelegt. Die Polizei fahndet. Am nahen Parkplatz Grevelau an der Autobahn A 250 entdeckt sie den schwarzen Ford mit Münchner Kennzeichen. Swen W. hat sich in der Herrentoilette erhängt.

Quelle: >tz-online< (http://www.tz-online.de/tzheute/art1061,226523.html?fCMS=add1c7cc6a409271f5cf8bdda042bfff)



Swen W. war ein Jugendfreund von mir und wir haben so manches spannende Match auf dem Tennisplatz hingelegt. Auch die Zeit der Discos und ausschweifenden Feten ist mir nur zu gut in Erinnerung.

Swen, wo du jetzt bist, gibt es keine Ungerechtigkeiten.

In tiefer Trauer...

DeepThought


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Taccina am 02. Juli 2006, 17:48:03
Zitat
Swen W. war ein Jugendfreund von mir und wir haben so manches spannende Match auf dem Tennisplatz hingelegt. Auch die Zeit der Discos und ausschweifenden Feten ist mir nur zu gut in Erinnerung.

Hallo Deep,

ich habe vollsten Respekt vor Deiner Trauer.
Allerdings werde ich es nie verstehen und ich kann auch kein mitleid mit den Menschen haben, die unschuldige Kinder töten...
Egal was gewesen ist und was passiert ist...das Kind kann nicht dafür und mußte sein so junges Leben lassen. Das ist die größte Ungerechtigkeit!!!!!



Liebe Grüße Taccina


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: carsten am 02. Juli 2006, 20:31:12
hallo deep,

ich habe mittlerweile grossen respekt vor diesen vätern wenn ie sich das leben nehmen.

kindestötung ist nach wie vor der falsche weg.

wie verzweifelt muss ein vater sein um seinen engel zu töten.

wenn man in die zeitungen guckt stehen meistens mütter als möderinnen vor gericht und sie bekommen eine bewährungsstrafe für mord.

er als vater wäre für viele jahre in den knast gekommen.

carsten


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: midnightwish am 02. Juli 2006, 20:41:28
Dir deep,

an erster Stelle mein Mitgefühl. Es muß furchtbar sein einen Freund/Bekannten auf diese Weise zu verlieren. (Auch wenn ich weder einen Selbstmorf verstehen kann, noch das man dann vorher ein Kind, das überhaupt nichts für diese Situation kann, mitnimmt)

@ carsten:

 :thumbdown: :mad:

Ich lese dich hier als eher "harten" und vielleicht teilweise verbitterten Menschen, aufgrund deiner Situation. Das kann ich auch verstehen. Dein post halte ich aber für, mh, ich hab keine richtigen Worte dafür.

ich weiger mich von Respekt im Zusammenhang mit Tötungen von Kindern zu reden. Wer hat denn da Respekt verdient? Der Vater, der sein Kind tötet und sich der Verantwortung für die Tat duch Selbsttötung entzieht oder die Mutter, die ihr Kind tötet und sich dieser Verantwortung durch Gerichtsverfahren stellt? Nein, Respekt hat da keiner verdient.

Respekt verdient für mich nur der Vater/Mutter, die so verzweifelt sind, sich aber gegen dir Tötung und für das Leben ihres Kindes entscheiden, egal wie sie sich dann für ihr eigenes Leben entscheiden.

Traurig macht mich an deeps post vor allem aber auch, das der Vater ja nur nach einer ausgestreckten hand hätte greifen müssen, denn deep hätte ihm ja sicher seine Hilfe angeboten. Er tut hier soviel für Menschen die er nicht kennt (und dann sicher kennenlernt), dasselbe würde er ja mit Sicherheit auch für Menschen kennen und ann erst recht, die er kennt  ;(

sehr nachdenkliche Grüße Tina


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: carsten am 02. Juli 2006, 21:01:57
@tina,

hart oder nicht hart spielt hier keine rolle.

des weiteren habe ich geschrieben: ich habe mittlerweile grossen respekt vor diesen vätern wenn ie sich das leben nehmen.

nicht respekt für die kindestötung wie du es wohl verstanden hast

carsten


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: midnightwish am 02. Juli 2006, 21:08:14
Carsten,

 ich habe sehr wohl gelesen und verstanden das du keinen Respekt und kein Verständnis für die Tat hast. Mich schüttelts im Zusammenhang mit dem Täter (hier mal völlig neutral) von Respekt vor der Entscheidung zum Freitod zu sprechen. Es ist verständlich, weil ihn i.a. eine hohe Strafe erwartet. Aber deswegen Respekt vor ihm zu haben? NEin, das geht mir zu weit. Wie gesagt, wer hätte da mehr Respekt verdient. Auch hier mal neutral gehalten: der Täter, der sich selsbt umbringt und sich so einer Bestrafung entzieht oder der Täter der sich durch Urteil seiner Strafe und seiner Verantwortung für die Tat stellt?

Aber ich denke das gehört auch nicht hierher. Wir können das aber gerne in einem eigenen Threat diskutieren

Tina


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Aniram am 02. Juli 2006, 22:28:07
Ich tu mich etwas schwer... will es aber trotzdem versuchen.

Mir geht es wie Carsten, nur würde ich anstelle des Wortes
Respekt, lieber das Wort Verständnis verwenden.

Verständnis für die Ausweglosigkeit, die ein Mensch (man
beachte bitte das geschlechtsneutrale) in einer solchen
Situation fühlen mag. Die Hoffnungslosigkeit und vielleicht
auch Angst, die er (der Mensch) empfindet.

Und dann entsteht vielleicht in diesem Menschen die Sorge
um das Liebste, was ihm noch geblieben ist.

Sein Engelchen in diesem Fall.

Nicht, das ich die Tat an sich gut heiße. Das tue ich beileibe
nicht.

Aber ich halte es auch im höchsten Grade für anmaßend,
jedem Menschen der desgleichen tut, böse Absicht zu unter-
stellen. Das die Rache an die/den Ex die Triebfeder der Tat
ist.

Er sieht es vielmehr (so vermute ich) als einzige Lösung um
sein Kind nicht einer Situation auszusetzen, die nicht gut für
es ist. Ob dem so ist oder nicht, wage ich nicht zu beurteilen.

Aber bitte seht nicht in allen Menschen, die diesen Weg gehen,
Ungeheuer. Das wäre unfair ! Seht bitte Menschen, die glauben,
(auch wenn es falsch ist), das einzig Richtige zu tun.

Und seht sie in einer Ausnahmesituation wo sich die Grenzen
verwischen und derjenige nicht mehr objektiv sieht, was richtig
und was falsch ist.

Wer von uns kann beschwören, in diese Lage nicht zu kommen.
Wissen wir es, bevor die Situation da ist ? Wahrscheinlich hätte
dieser Mann so eine Tat auch empört von sich gewiesen, bis
er selbst davor stand.

Wo ich nur anderer Meinung als Carsten bin, ich glaube das
das Verständnis oder Unverständnis bezüglich der Tat und ihrer
Sühne unabhängig vom Geschlecht her, gleich ist.

Abschließend, damit kein Mißverständnis aufkommt.

Ich befürworte die Tat nicht, aber.... s.o.

Marina


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: midnightwish am 03. Juli 2006, 06:43:14
@aniram,

so wie du es schreibst kann ich ds auch sehen. Eben Verständnis für den Menschen, der diesen Weg wählt. Für mich ist eben ein Riesenunterschied zwischen Verständnis und Respekt.

BTW:

Heute morgen hab ich gelesen, das in Hessen ein Vater mit seinem 8 Jahre altem Sohn von einer Viaduktbrücke in den Tod gesprungen ist. Vor den Augen der Polizei. Hintergrunf war wohl leider wieder mal ein e Trennungsgeschichte und der Streit ums Sorgerecht


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: kuwe am 03. Juli 2006, 18:29:04
@ All

Sorry Leute, ich kann leider - und ich bin ja in keiner gänzlich anderen Lage, wie einige andere Väter hier ja auch - kein Verständnis für eine solche Tat entwickeln.
Ich kann vielleicht verstehen, wenn sich jemand selbst tötet,weil er keinen Ausweg mehr sieht, auch ich hatte schon Phasen, wo ich mir dachte: Ach , würde ich doch morgen einfach nicht mehr aufwachen....
Aber ein wehrloses Kind töten? Das liebste , was man hat? Ihm einfach die Entscheidung abnehmen, selbst vielleicht auch ohne Vater die Kurve im Leben zu bekommen? Nein, nein und nochmals nein.... Das ist für mich schlicht ein Verbrechen und auf eine Absolution kann da keiner nachträglich von mir hoffen...
Da hätte ich eher Verständnis, wenn man die KM um die Ecke bringt, auch wenn das natürlich genauso zu verteufeln ist....
Aber ich persönlich könnte nichtmal im Traum an sowas denken...und ich war schon oft sehr verzweifelt und mutlos und bin es phasenweise auch immer wieder.....
Was ich auch schlimm finde, wenn sich manche so an den Ex-Partnern rächen...was ist das für ein Preis??? Wenn man gleich alle Leben zerstört...
Nein, Verständnis kann da keiner von mir erwarten und schon gar keinen Respekt....Es ist eine grenzenlos egoistische Handlung...
Mein Vater ist ja auch durch Suizid aus dem Leben geschieden, hätte er mich "mitgenommen", wäre ich ganze 7 Jahre alt geworden, so alt wie meine Tochter....

Gruß Kuwe


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Kasper am 03. Juli 2006, 20:49:12
Moin,

in erster Linie bin ich erschüttert, in welche (anscheinend) ausweglosen Situationen unser Familienrecht Väter treiben kann.

.... aber immer schön das Kindswohl im Auge behalten .... :wiejetzt:

Es mag eine verständisvolle Entscheidung gewesen sein. Ohne Hintergrundwissen kann ich sie aber nicht gutheißen. Wobei die Schuldigen sehr wahrscheinlich ganz woanders sitzen, vielleicht hätte er die Mitnehmen sollen ....? *Ironie off*

So auswegslos die Situation erscheint, hat man nicht das Recht über das Leben seines Kindes zu entscheiden. Auch wenn es Richter geben mag, die Prügel als gesetzkonformes Erziehungsmittel als angebracht sehen, oder dieses zumindest tolerieren. Die Grenze scheint fließent, und je nach Auslegung, sehr großzügig interpretiert zu werden.

Kasper


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 11. Juli 2006, 14:01:47
Mutter und Sohn erhängen sich auf Dachboden

Frankfurt/M. – Sie wollten nicht ohne einander leben – da gingen sie gemeinsam in den Tod!

Eine Mieterin machte morgens auf dem Wäscheboden eines Mehrfamilienhauses in Dreieich (Hessen) eine grausige Entdeckung: Die attraktive Margret P. (32) und ihr geliebter Sohn Ryan (8 Jahre) hatten sich an einem Dachbalken erhängt.

Die Kripo ging zunächst von einer klassischen Verzweifelungstat aus: Die Mutter tötet erst den Sohn, dann sich. Doch Abschiedsbriefe und Tatortspuren belegen, daß sich der kleine Ryan erst erhängte, nachdem seine Mutter bereits tot war. Ein Ermittler: „So schwer es auch vorzustellen ist: Der Junge hat sich selbst getötet – das haben die Ermittlungen eindeutig ergeben.“

Margrets beste Freundin über das Motiv der grausigen Tat: „Sie war im 7. Monat schwanger, wollte zurück in ihre Heimat Südafrika. Ihr Ex-Mann wollte verhindern, daß sie Ryan mitnimmt. Seine Familie hätte es nie zugelassen, daß sie mit dem Kleinen zurück nach Kapstadt geht ...“

Noch in dieser Woche sollen Mutter und Sohn beigesetzt werden.

Quelle: http://www.bild.t-online.de/BTO/news/aktuell/2006/07/11/mutter-sohn-selbstmord/mutter-sohn-selbstmord.html


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 24. Juli 2006, 09:51:19
Verzweifelte Mutter sticht auf Vierjährigen ein

39-Jährige wollte sich danach in den Tod stürzen
In Charlottenburg hat es in der Nacht zu gestern ein Familiendrama gegeben, bei dem ein vierjähriges Kind verletzt wurde. Gegen 0.30 Uhr wurden Feuerwehrleute zu einem Wohnhaus in der Christstraße gerufen. Die 39-Jährige Angelika H. hatte zuvor den Notruf 112 gewählt und damit gedroht, sich das Leben zu nehmen. Als die Feuerwehrleute eintrafen, sahen sie die Frau auf einem Fensterbrett im vierten Stock des Wohnhauses sitzen. Sie redeten von unten auf sie ein - und konnten die Frau dazu überreden, in ihre Wohnung zurückzukehren.

Unmittelbar danach erzählte Angelika H. Polizisten, dass sie ihren Sohn mit einem Messer verletzt habe. Als die Beamten in die Wohnung gingen, sahen sie den Vierjährigen in seinem Bett liegen. Er hatte eine oberflächliche Stichverletzung an der Brust. Im Wohnzimmer entdeckten die Beamten zwei weitere Kinder. Das zwölfjährige Mädchen und der achtjährige Junge waren benommen. Die Mutter hatte allen Kindern Beruhigungsmittel gegeben. "Sie wollte sie nicht töten sondern für den Abend ruhig stellen", sagte dazu gestern ein Polizeisprecher. Die drei Kinder kamen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Lebensgefahr besteht nach Polizeiangaben nicht. Angelika H. wurde vorläufig festgenommen und dann am gestrigen Vormittag zu einem Krisennotdienst gebracht. Das Landeskriminalamt ermittelt gegen die Mutter jetzt wegen Kindesmisshandlung. Zu ihrer Tat habe sie sich bislang nicht geäußert, hieß es.

Die Polizei vermutet als Motiv Verzweiflung. Die Hartz-IV-Empfängerin lebt mit den Kindern, von denen jedes von einem anderen Mann stammt, allein. Der Vater des Jüngsten hatte die Frau erst vor wenigen Tagen verlassen. (kop.)

Quelle: >Berliner Zeitung< (http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/571400.html)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Harpyie am 24. Juli 2006, 10:07:39
Ob ein Vater, der dies getan hätte, auch wegen Kindesmisshandlung angeklagt worden wäre ?

Oder doch wegen "versuchten Totschlags/Mordes" ?

Harpyie


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: kuwe am 24. Juli 2006, 10:24:31
Zumindest würde er vor Gericht keinen Gutachter bekommen, der ihm bescheinigt , "mit der Situation überfordert" gewesen zu sein, und in der Presse wäre man schnell mit "**tsts - ID 30**" dabei.... :mad:

Gruß Kuwe


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Aniram am 24. Juli 2006, 17:23:10
Das ist nicht wahr !

Jungs bleibt bitte am Boden.

Marina


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 24. Juli 2006, 18:57:26
Sorry, Aniram, die Niedrigerbestrafung von Frauen bei identischen Vergehen bis hin zur Umwandlung der Anklage in einen minderschweren Tatbestand ist in Deutschland Fakt. Ferner dürfen Frauen ihre Kinder im Gefängnis großziehen. Männern ist dies verwehrt - die Kinder kommen ins Heim.

Achte auch nur mal auf die Wortwahl der Medien. Bei der Berichterstattung über von Frauen begangenen Taten wird sich weicher, tlw. mitfühlender, Formulierungen bedient.

DeepThought


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Aniram am 24. Juli 2006, 20:13:18
Hallo Deep !

Ich habe weil dieser Vorwurf vor einiger Zeit schon einmal
hier diskutiert worden ist, in letzter Zeit besonders auf genau
DAS geachtet.

Leider hatte ich dazu auch die Gelegenheit, weil es scheinbar
immer häufiger passiert. Österreichische Tageszeitungen be-
richten dabei über inländische Fälle genauso wie über aus-
ländische.

Ich konnte nur beobachten, daß man A) das Thema weder
reisserisch aufzieht noch das man B) Männer sozusagen eher
hochhängen will als Frauen. Man vermutet oder stellt nur immer
häufiger fest, daß Beziehungsprobleme die Hauptursache für
solch eine Tat sind. Und man sucht nach Ursachen, warum
sie immer häufiger vorkommt. Da wie dort.

Eine Ungleichbehandlung in dem Sinne, daß man für Frauen
Entschuldigungen bei der Hand hat hingegen Männer verteufelt,
hab ich bisher nicht festgestellt.

Auch von der Strafbemessung her nicht. Vor ungefähr einem
Jahr hat eine Mutter bei uns in NÖ ihren fast erwachsenen
Sohn (oder waren es Söhne) umgebracht mit der Begründung,
sie hatte gedacht sie müsse ihm vor dem Leben schützen.

Das Urteil wurde unlängst gesprochen und es ist mit glaub ich
15 Jahren mit anschliessender Sicherheitsverwahrung ange-
messen (soweit so ein Urteil angemessen sein kann) ausgefallen.

Ich denke nicht, daß man hier von Niedrigbestrafung reden
kann.

Ich glaube man anerkennt hier schon bei Männern und Frauen
die Ausnahmesituation ohne diese damit gutzuheißen.

Ich weiss, wie sehr so etwas hier immer wieder verurteilt wird
und ich heiße es ja auch nicht gut. Aber mir tun Mann wie
Frau leid, die in so einer verzweifelten Lage stecken wo sie
glauben, nur mehr diesen Weg gehen zu können. Jeder von
ihnen hätte bestimmt vorher wenn über dieses Thema in einer
Runde diskutiert worden wäre, empört von sich gewiesen,
dazu überhaupt fähig zu sein.

Carsten hat vor ein paar Wochen das Wort Verständnis im
Zusammenhang mit Deinem Freund gebraucht, ich habe es
respektieren genannt.

Da wo bei mir allerdings das Ende der Fahnenstange erreicht
ist, ist wo eindeutig bewiesen wird, daß die Tat aus Rache dem
anderen Elternteil gegenüber geschehen ist.

Das ist für mich Mord aus niederen Beweggründen wie es in der
Rechtssprechung so schön heißt. Da würde ich für lebenslänglich
pledieren und da ist mir sowas von wurscht oder das Mann oder
Frau ist.


Gruß

Marina




Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 29. Juli 2006, 13:13:02
Familiendrama auf der Autobahn – Vater entführt seine drei Kinder

Die Polizei hat am Freitagmorgen eine Entführung nahe der A 7 unblutig beendet und drei Kinder gerettet. Der 39 Jahre alte Vater hatte die Kinder entführt und gedroht, sich mit ihnen zu töten. Der Mann hatte sogar eine Bombenattrappe in seinem Ford Escort. 

Auf dem Autobahnparkplatz Osterriehe östlich von Mellendorf kündigte der Familienvater den Polizeibeamten eine Verzweiflungstat an. In Mellendorf fuhr der Mann von der Autobahn ab, auf der Landstraße rammte dann ein Polizist mit seinem Streifenwagen den Escort und stoppte so den 39-Jährigen.

Der Abbruchunternehmer stammt wie seine Familie aus dem früheren Jugoslawien, er lebt getrennt von seiner Ehefrau im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg. Das Paar hat zwei Söhne im Alter von neun und elf Jahren sowie eine achtjährige Tochter. Das Sorgerecht für die Kinder teilen sich die beiden. Das Mädchen und ein Sohn leben bei der Mutter, der zweite Sohn beim Vater. Kürzlich hatte die Mutter ihrem Mann angekündigt, mit den bei ihr lebenden Kindern aus Hamburg wegzuziehen – offenbar Auslöser für das Familiendrama.

Der Vater hatte am Donnerstagabend alle drei Kinder bei sich – die Gelegenheit für eine wohl geplante Entführung. In der Nacht fuhr der 39-Jährige auf die A 7 Richtung Hannover. Er hatte ein verdrahtetes Paket dabei, eine Bombenattrappe. Im Kofferraum des Escorts lagen zudem zwei Propangasflaschen. Gegen ein Uhr rief der Hamburger seine Frau an, und drohte, sich und die Kinder umzubringen. Die Mutter alarmierte die Polizei, den Beamten glückte es gegen drei Uhr, das Handy des Entführers bei Mellendorf zu orten.

Die Folge war eine Großfahndung mit vielen Streifenwagen, auch der Polizeihubschrauber kreiste. Entdeckt wurde der Ford dann auf der A 7 zwischen Berkhof und Mellendorf, er stand auf dem Parkplatz Osterriehe. Zwei Polizisten näherten sich vorsichtig dem Auto – darin saß der 39-Jährige mit den Kindern. Der Mann wurde aggressiv, drohte den Polizisten damit, sich und die Kinder zu töten. Dann verließ der Familienvater den Parkplatz, fuhr mit den Kindern auf die inzwischen abgeriegelte Autobahn. Bei Mellendorf fuhr der 39-Jährige ab. Als er in Richtung Hamburg wieder auffahren wollte, stoppte ihn ein Polizist. Er rammte bei niedrigem Tempo in einer Kurve mit einem Zivilfahrzeug den Escort seitlich und drängte ihn in den Grünstreifen – das Ende der Entführung.

Der Mann kam die Psychiatrie, die verängstigten Kinder wurden auf der Mellendorfer Polizeiwache von einem Seelsorger betreut, bevor sie um zehn Uhr von der Mutter abgeholt wurden.

Quelle: >Hannoversche Allgemeine< (http://www.haz.de/hannover/289599.html)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Elternteil_m am 29. Juli 2006, 15:10:54
Was ich ein Glück habe!!!

Vorgestern war ich ja noch auf genau der Wache zur Vernehmung wegen Entziehung Minderjähriger. . .

Wenn der das letzte Woche schon getan hätte, oder gar vor meiner "Tat", hätte sie mich wahrscheinlich auch gleich eingekerkert. . . .
 


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 04. August 2006, 02:41:10
 ©  ZEIT online, Tagesspiegel | 03.08.2006 21:07
Bayern: Fünf Tote bei Familiendrama

Bei einem Familiendrama im mittelfränkischen Bechhofen sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Die Polizei entdeckte die Leichen in einem Zweifamilienhaus im Ortsteil Großenried.

Bechhofen - Nach ersten Ermittlungen brachte ein 37-jähriger Mann seine gleichaltrige Ehefrau, seine 62-jährige Mutter und die 12- und 8-jährigen Kinder mit Messerstichen um. Anschließend habe sich der Mann selber erstochen. Auch der Mischlingshund der Familie sei mit dem Messer umgebracht worden.

Der Hintergrund der Tat ist bislang völlig unklar. "Wir tappen beim Motiv absolut im Dunkeln", sagte der Sprecher. Die Tat sei bereits vor mehreren Stunden verübt worden. Ein Nachbar hatte die Polizei alarmiert, da einer der Familienangehörigen zu einer Verabredung nicht erschienen war.

Quelle: http://www.zeit.de/news/artikel/2006/08/03/69789.xml


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Milan am 04. August 2006, 10:15:47
Uff ... ich hab vor ein paar Tagen hier bei uns auch von einem Tötungsversuch gelesen. Vater und 2 Kinder. Hoffe ich finde den Artikel noch....

Auch wenn es absolut unentschuldbar ist, wie diese Väter mit den Kindern umgehen - frage ich mich, wie groß der Einfluss der jeweiligen Mütter an diesen bösen Aktionen ist. Haben sie die Väter eventuell ein Stück weit dahin getrieben? Haben sie bei den Vätern diese "Kurzschlüsse" ausgelöst oder verloren gar einige der Väter ihre Psychogesundheit durch die Mütter im Zuge des vorhergehenden Famstreit?

Steckt keiner drin. Und so ein Verhalten ist nicht zu entschuldigen. Dennoch bleibt mir ein unangenehmer Geschmack auf der Zunge und ich bin nicht so ganz sicher, ob nicht ggf auch die Mütter teilweise mit in die Verantwortung genommen werden müssten.

Ich denke wenn eine KM so etwas mit ihren Kiddies machen würde, dann würde man in der Folge auch den KV unter die Lupe nehmen. Umgekehrt scheint mir das nicht so.

Milan


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: midnightwish am 04. August 2006, 10:53:04
Zitat
Ich denke wenn eine KM so etwas mit ihren Kiddies machen würde, dann würde man in der Folge auch den KV unter die Lupe nehmen. Umgekehrt scheint mir das nicht so.

hm, wie oft wurde denn nach dem KV gefragt, wenn Mütter ihre Neugeborenen töten? Ich hab da noch nie gehört, ob man nachfragt, inwieweit der KV da Anteil hat, dadurch das er sie vielleicht vorherunter Druck gesetzt hat, weil er das Kind gar nicht haben wollte...

Nein, ich habe weder da weder für Mütter noch für Väter Verständnis. die ihre Kinder töten. Egal aus welchem Grund. Die Begründungen bei erweitertem Selbstmord, das z.b. Väter oder Mütter den Kindern die finanziellen Ruin der Familie ersparen wollten oder einen Heimaufenthalt nach dem Freitod oder was auch immer kann ich nicht nachvolziehen. Ich fände es auch ziemlich schlimm einer Mutter oder einem Vater, der durch den Expartner seine Kinder verloren hat auch noch die Fragen zu stellen ,welchen Anteil derjenige am Tod der Kinder hat  :exclam:


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Aniram am 04. August 2006, 12:05:19
Ungeachtet dessen, daß Midnightwish mit der Bemerkung recht hat,
muss ich aber auch Milan beipflichten.

Ich hab mir diese Frage auch schon so manches Mal gestellt, ob
sich die jeweilige KM oder auch der KV im Nachhinein nicht fragen,
ob sie das eine oder andere anders machen hätten können und
sollen.

Es soll sie ja auch geben... die liebende KM, wenn auch miserable
Ex-Partnerin, die dem Vater das oder die Kinder entzieht.

Und die Schuld möchte ich nicht auf mich geladen haben, durch
mein Verhalten meinen Ex zumindest mit dazu getrieben zu haben.
Dazu, der Schmerz das Kind verloren zu haben und zu wissen, daß
mein Verhalten mit beigetragen hat. Das es auch in meiner Hand
gelegen wäre, das Leben meines Kindes zu retten.

Vielleicht weiss sie in diesem Moment, welchen Schmerz der KV
ertragen mußte, der sein Kind schon vorher verloren hat.

Hilft nur niemanden mehr und am Ende sind alle Verlierer.

Das klingt immer so, als wollte ich die Täter entschuldigen. Will ich
nicht - wirklich ! Aber die Frage muss schon erlaubt sein, wer hier
aller Täter ist.

Aber ich habe erst unlängst geschrieben, daß ich mir nicht anmaße,
die Verzweiflung, die Menschen zu so einer Tat führt, beurteilen
und verurteilen zu können oder zu wollen.

Natürlich dürfte auch ein ungerechtfertigter Kindesentzug niemals
Grund dafür sein, sein Kind zu töten oder mit in den Tod zu nehmen.

Aber mal ganz ehrlich: Kann jeder hier für sich absolut ausschließen,
nie in eine Lage zu kommen, wo es einfach nicht mehr geht. Wo alle
Kräfte und jede Vernunft schwindet ?

Ich selbst bin ein ausgesprochen friedfertiger Mensch und verabscheue
jede Art von Gewalt. Aber würde jemand meinem Sohn etwas antun, ich
könnte nicht die Hand für mich ins Feuer legen.

Ich bin felsenfest davon überzeugt, keinen Unsinn zu machen. Aber
einen Eid darauf ablegen würde ich nicht. Und das nicht aus Rache,
weil die würde mir mein Kind nicht mehr zurückgeben, aber ich kann
nicht ausschließen, daß der Schmerz mir den Verstand raubt.

Das ist jetzt natürlich etwas ganz anderes das ist mir schon klar, ich
wollte damit nur verdeutlichen, daß Situationen eintreten können, die
wir uns heute in unseren schrecklichsten Albträumen nicht vorstellen
können.

Ich weiss nicht, ob ich euch klarmachen konnte was genau ich meine,
halte es aber für ein wenig arrogant (nicht bös' gemeint, Midnightwish)
wenn man selbst in der Lage nicht ist, solche Menschen zu veurteilen.

Die meisten Menschen haben einen gesunden Selbsterhaltungstrieb
und die wenigsten töten sich oder andere aus Spaß an der Freud'.

Das soll keine Entschuldigung sein... aber der Versuch einer Erklärung.

Gruß

Marina


PS.: Abschließend ist eines schon auch so beachten: Dort wo Eltern
        sich mit Anstand trennen und dieses Gerangel um Kinder gar nicht
        erst stattfindet, kommt es auch nicht zu solchen Taten. Da sollte
        zu denken geben.



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: lonesomewolf am 04. August 2006, 13:20:28
Zitat
Kann jeder hier für sich absolut ausschließen,
nie in eine Lage zu kommen, wo es einfach nicht mehr geht.
Wo alle Kräfte und jede Vernunft schwindet ?

...

daß der Schmerz  ... den Verstand raubt.


gerade MANN, und ist er womöglich auch noch nach dem motto:
"indianer kennen keinen schmerz" aufgewachsen /-gezogen worden,
kann dieses nicht ausschließen.

als ausgesprochen vernunftsorientierter mensch
"durfte" ich eine situation erleben, wo genau dieses passierte:
das gefühl, konkret der schmerz, wurde so stark,
dass es nicht mehr - wie (an-)gewohnt - unterdrückt werden konnte
und hierdurch die vernunft / der verstand schlichtweg aussetzte.

(hausfriedensbruch, mehr war zum glück nicht die folge.
als die tochter des neuen meiner ex den kopf aus dem fenster steckte,
war ich schlagartig wieder "wach" ...)

seitdem hab ich jedoch viel verständnis für menschen entwickelt,
die in ausnahmesituationen irrationale handlungen an den tag legen,

kann verstehen, warum es für die gleiche straftat
- nach psychologischem gutachten -
unterschiedliche strafmaße gibt.

frauen sollen es in solchen situationen "besser" haben:
werden sie von gefühlen übermannt
(die ethymologie dieses verbs zu hinterfragen ist fast ein eigenes thema wert ...),
geben sich denen hin, reagieren emotional.

der mann hingegen, den adäquaten umgang mit gefühlen
womöglich nie erlernt habend,
versucht vor der auseinandersetzung mit denselben davonzurennen
und reagiert dabei, je nach intensität des gefühls, möglicherweise höchst irrational.
 
(so erlebte ich es selbst und fand es,
nachdem ich mich mein eigenes verhalten zutiefst irritierte,
u.a. in der fachliteratur bestätigt)

gibt es amokläuferINNEN ? ? ?


nachdenkliche grüsse

wolf
 


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Allegria am 05. August 2006, 05:11:54
huh, jui, hmmm - tatsächlich überaus Bedrückend und Deprimierend  - und! - für mich - meinem Naturell entsprechend - in keinster Weise nachvollziebar!

hmm, ich hab ein wenig , vor allem, weil ich mich lediglich auf das Ausgangsposting beziehe, ein ganz großes Verständnisproblem und wage mich ganz forsch dahingehend vor, einfach zu behaupten, dass bei diesem Menschen, so bitter und traurig das Einzelschicksal auch sein mag, vom Naturell aus betrachtet, eine grundlegende Depression an sich vorhanden gewesen sein muss, denn ansonsten hätte kein reifer, erwachsener Mensch so gehandelt!

Dies als Grundlage zu sehen, bzw. als Beispiel zu nennen, wie weit ach so grausame Frauen bei Nichterfüllung ihrer Ansprüche gehen - denn als das empfinde ich diesen zitierten Beitrag - halte ich für absolut überzogen und! instrumentalisiert für eigene Zwecke!

Ich bin ja gerade mal ein paar Tage hier am Lesen, finde dieses Forum sehr interessant und aufschlussreich, aber ich möchte auch anmerken, dass mir ein wenig aufstößt, dass sich  hier die Mehrheit der verlassenen, getrennten Männer, Väter ach so sehr in die arme Opfer-Rolle begeben!!!!

Opfer-Täter und so gar nicht wirklich reflektiert - geht mir im Übrigen genauso mit typischen Frauen-Foren - auch hier das gleiche Muster und ich selbst denke da etwas Anders darüber!

Ich kann mich doch freiwillig entscheiden, ob ich dem Licht entgegenstrebe oder mich im Sumpf bewegen möchte und ich habe absolut kein Recht darauf, über das Weiterleben der mir anvertrauten Kinder zu entscheiden!

Irgendwo im entferntesten Winkel meines Herzens kann ich erahnen, was solch Entscheidung vorangegangen sein mag, bin erschüttert darüber, dass dieser arme Mann keine wirklichen ihn auffangenden sozialen Kontakte hatte, aber ich könnte ihm nicht verzeihen, dass er nicht nur sein eigenes, sondern auch über das Leben seiner Kinder entschieden hat!      Woher nimmt , nahm er sich dieses Recht????

Überhaupt hab ich bisweilen das Empfinden, dass sich etliche Menschen in Krisensituationen als "arme Opfer" fühlen und Eigenverantwortung für sich und ihr Leben allzugerne auf andere abschieben.
Damit kann ich ja gar nicht umgehen, denn ich denke, egal was in meinem Leben geschieht, ich habe immer meine eigene Wahl.

Ying und Yang, wie es bei den Chinesen so schön heißt - egal um was es sich dreht bedeutet Sonnen-und Schattenseite und es obliegt jedem Einzelnen, für welche Seite er sich entscheidet.

Hmm, vielleicht wäre es ratsam zu überdenken und zu vergleichen - denn es gibt immer Menschen, Situationen die besser oder schlechter sind und mein Statement ist es - immer das Beste aus dem zu machen, was gerade vorhanden ist und weder nach oben, noch nach unten zu schielen.

Interessierte Grüße
Allegria


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Aniram am 05. August 2006, 13:07:08
Hallo Ulrike !

Das meiste was Du da so fröhlich zwitschernd (nicht bös' gemeint) von
dir gibst, klingt recht vernünftig, logisch und schlüssig.

Nur die Praxis hat sich von der grauen Theorie meilenweit entfernt im
Hinblick darauf wie es sein sollte und wie es tatsächlich in leider sehr
vielen Fällen ist.

Zitat
so bitter und traurig das Einzelschicksal auch sein mag, vom Naturell aus betrachtet, eine grundlegende Depression an sich vorhanden gewesen sein muss, denn ansonsten hätte kein reifer, erwachsener Mensch so gehandelt!

Mag sein.
Nur versuch dein Leben wieder in den Griff zu bekommen, wenn es dir
von allen Seiten aus unmöglich gemacht wird. Wenn dir unter Umständen
alles was dir lieb und teuer ist genommen wird und dir gleichzeitig die
Basis für ein menschenwürdiges Leben entzogen wird. Staatlich sanktioniert.
Menschen sind unterschiedlich stark und mancher schafft es nicht. Ich kann
gar nicht ermessen, wie ein solcher Mensch sich fühlt. Mit Reife und erwachsen
sein, hat das nicht zwangsläufig was zu tun.

Zitat
wie weit ach so grausame Frauen bei Nichterfüllung ihrer Ansprüche gehen - denn als das empfinde ich diesen zitierten Beitrag - halte ich für absolut überzogen und!

Darum geht es in der Regel am allerwenigsten. Jeder Mann und jede Frau kommt
nach einer bestimmten Zeit über den Verlust des Partners hinweg. Einer braucht
dafür etwas länger, beim anderen geht es schneller.

Es geht vielmehr um die oft daraus folgenden Existenzzerstörungen und den
Verlust der Kinder.

Zitat
ich möchte auch anmerken, dass mir ein wenig aufstößt, dass sich  hier die Mehrheit der verlassenen, getrennten Männer, Väter ach so sehr in die arme Opfer-Rolle begeben!!!!

Was heißt sie begeben sich in die "arme-Opfer-Rolle" ?

Sie sind vielfach die Opfer !

Sie verlieren ihr Zuhause, ihre Kinder, Freunde, werden oftmals kriminalisiert und
vielen bleibt gerade mal der Selbstbehalt, während Exfrau es sich gut gehen läßt,
nicht im Traum daran denkt auch nur einen Finger krumm zu machen. Du wirst
viele solcher Beispiele hier finden.

Zitat
Ich kann mich doch freiwillig entscheiden, ob ich dem Licht entgegenstrebe oder mich im Sumpf bewegen möchte und ich habe absolut kein Recht darauf, über das Weiterleben der mir anvertrauten Kinder zu entscheiden!

Es wäre schön, wenn dem tatsächlich so wäre - ist es aber nicht. Um bei Deinem
Beispiel des Lichtes zu bleiben. Du kannst noch so oft den Lichtschalter betätigen,
hat dir jemand die Stromleitung gekappt, wird es finster bleiben. Da kannst du
streben was du willst. Es stimmt natürlich, daß niemand das Recht hat, einem
anderen Menschen das Leben zu nehmen, aber ich jetzt schon öfters gesagt habe,
wir waren glücklicherweise noch nie in der Lage eines Menschen, der so etwas
getan hat.

Zitat
Überhaupt hab ich bisweilen das Empfinden, dass sich etliche Menschen in Krisensituationen als "arme Opfer" fühlen und Eigenverantwortung für sich und ihr Leben allzugerne auf andere abschieben.
Damit kann ich ja gar nicht umgehen, denn ich denke, egal was in meinem Leben geschieht, ich habe immer meine eigene Wahl.

Du redest Unsinn - entschuldige bitte, wenn ich das so unverblümt sage.
Bevor Du solche Sachen von Dir gibt lies dir erst einmal einige Geschichten
hier durch und zwar von Anfang bis Ende. Du wirst einige hier finden wo Dir
die Luft wegbleibt und wo Du meinen wirst, daß es das alles gar nicht geben
kann. Tut es aber doch.

Leider scheint es besonders in Deutschland so zu sein, daß du diese Eigen-
verantwortung nur übernehmen kannst, wenn man dich läßt.

Ich will gar nicht bestreiten, daß es auch hier eine Handvoll Menschen gibt,
die sich permanent als die "armen Schweine" sehen und wo immer nur die
anderen die Bösen sind.

Aber sehr viele hier haben wirklich in die Vollen gegriffen. Männer wie Frauen,
wobei es natürlich in der Natur des Forums liegt, daß Du hier mehr "unglaubliche
Geschichten" von Männern und Vätern liest, als von Frauen. Aber auch die sind
hier in gar nicht so geringer Zahl vertreten.

Bevor Du also (in zwar netter Umgangsform) das Urteil fällst, irgendwo sind
die Männer ja selbst Schuld und sie bräuchten doch nur positiv denken, mach
Dich erst mal hier schlau.

Gruß

Marina


PS.: Mehr oder weniger paßt das was ich hier geantwortet habe, auch auf Dein
        anderes Post.




Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Milan am 05. August 2006, 13:15:43
Also ... abgesehen von meiner KM (1 Suizidversuch) kenne ich zum Glück keine **tsts - ID 17** oder Selbstmörder, habe aber ein paar Bücher zum Thema gelesen. Ich denke, daß jeglicher Tötungsabsicht eine gestörte Psyche zu Grunde liegt. Egal wie man es dreht. Selbst der Affekt ist ein zeitweises Aussetzen der normalen Emotionalität. Zwar ist der Mensch ein kriegerisches Wesen und vom evolutionären Gesichtspunkt her gehört Töten einfach in unser Repertoire. Wir sind aber auch -zum Glück- soziale Lebewesen und können die Vernunft über den Trieb stellen und Konflikte menschlich lösen. Einigermassen gesunde Menschen bringen niemanden um, nicht sich selbst und sicher auch nicht ihre Kinder.

Die Frage ist aber WARUM sind sie so gestört und wie ist es gekommen, daß sie so tief in den Sumpf gerutscht sind? Da rutscht sich ja niemand selbst hinein. Ich denke auch wenn es keinen aktiven "Helfer" im Umfeld gibt, dann ist oft Ignoranz und Wegsehen der Anderen ein wichtiger Punkt.

Keine einzige Gewalttat kann irgendwie entschuldigt werden. Doch wenn man sich die näheren Umstände betrachtet, dann wird sie oftmals erklärbar ... und somit im Nachhinein vermeidbar.

Gruß,
Milan


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Allegria am 08. August 2006, 01:29:19
liebe Aniram (hoffentlicj richtig geschrieben)

vielen Dank für deine ausführliche Antwort auf meinen Beitrag und sicherlich hast du damit Recht, dass vieles von dem, was du angemerkt hast den Tatsachen entspricht , nur!
mein persönliches Anliegen hier ist, selbst wenn ich, wahrscheinlich vollsten Bewusstseins viele Einzelschicksale nicht gelesen habe, die sonnige Seite des Lebens aufzuzeigen ( du kennst doch meine persönliche Situation überhaupt nicht) die Seite aufzuzeigen, die trotz finanzieller Einbußen und schmerzvoller Tatsachen, immer auch ihre positive Seite für den/die Betroffene hat.
Alles, aber auch Alles was im Leben und überhaupt geschieht hat seine sonnige und seine schattige Seite und jeder, egal wie was auch gewesen sein mag, hatte seinen persönlichen Anteil daran.

Dass in solch Foren in erster Linie "Dampf" ablassen überaus wichtig ist, ist mir klar, ist auch sehr wichtig, aber ich für meinen Teil habe diese ganze "Chose" schon einige Zeit hinter mir und gestalte mein Leben heute sehr positiv, fruchtbar, fröhlichst, nicht immer aber immer öfters ;-), und möchte diesen Optimismus einfach weiter vermitteln.

Du betrachtest einige Zeilen von mir als Un-sinn - na denn - Un-sinn heißt auch, mal andere Wege gehen, das Leben nicht nur aus gewohnten Bahnen zu betreten, Mut für neues zu haben....etc.

Wenn ich kann  und es angenommen wird, werde ich ungeachtet aller Kritiken darüber, meinen Frohsinn weitergeben.

Herzliche und sonnige Grüße

Ulrika alias Allegria ;-)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: BM RK am 08. August 2006, 07:34:41
Hallo!

Ist etwas mehr oder weniger Offtopic.

Gerade angeregt durch die kleine Diskussion zw. Allegria und Aniram.
Zunächt: Ich muss Aniram zustimmen!

Weiter:
Es gibt Situationen wo man einfach nicht weiterkommt. Evtl. haben viele den Gedanken schon gehabt sich das Leben zu nehmen. Bei den meisten ist es glücklicherweise beim Gedanken geblieben. Das schaffen aber nicht alle. Und es Schaffen viele nicht, weil sie alleine gelassen werden, weil  mehr als eine Welt für diese Menschen zusammenbricht. Sie nichts, aber auch gar nichts mehr haben...und das, was noch da ist, geht auch bald wech...
Nicht alle haben den Mut, vom schattigen Teil des Lebens in den sonnigen zu hüpfen.

Liebe Allegria, sicherlich kennen wir deine Geschichte nicht, es ist auch nicht notwendig die hier zu schreiben...aber...was ich überhaupt nicht verknusen (schreibt man das so?!) kann, ist dieses "Die Welt ist bunt"-Gelaber. Sorry, ich mag ich auch nicht angreifen! Es wäre sicherlich schön, wenn alles so laufen würde, wie du es hier schon ab und zu geschrieben hast. Aber dazu müssten ALLE mitziehen...und es gibt nunmal Vorfälle im Leben, da kann und will man nicht, bzw. bekommt Steine in den Weg gelegt....
Das Leben hält nun mal nicht nur Feunde bereit...Geliebte werden zu Feinden. So leid das einem dann tut...es ist so!!!!

In meiner schweren Zeit (und ich bin eher hier ein Glückspilz), hat ein Freund (auch frisch getrennt) ständig zu mir gesagt "Die Welt ist bunt"    ...ha...ja?!
Das konnte ich so nicht sehen. Ich kann mir nichts einreden, was ich so nicht empfinde. Die Welt war für mich in Schwarz getaucht...und wenn ich mir meine Kids so ansehe, kann ich da in der ach so bunten (Kinder-)Welt hohe Schwarzanteile feststellen.   ...und da gibt es nix dran rumzurütteln.   ...ich wüsste nicht, was da bunt oder sonnig, dran sein sollte.

Zitat
Wenn ich kann  und es angenommen wird, werde ich ungeachtet aller Kritiken darüber, meinen Frohsinn weitergeben.
Ich kann beim besten Willen, speziell in diesem Thread, keinen Frohsinn sehen...und er passt hier auch IMHO nicht rein, sorry!

Gruß BM RK


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Wolfsfrau am 08. August 2006, 08:21:38
Hallo lonesomewolf,

Zitat
gibt es amokläuferINNEN ? ? ?

Ja, sehr zum Leidwesen der Leidtragenden gibt es sehr wohl Amokläuferinnen. Erst letzte Woche hat eine Frau in Niedersachsen ihre beiden Kinder, den Hund und danach sich selbst in einem Massaker getötet.  ;(

Herzliche Grüße
Wolfsfrau


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Milan am 08. August 2006, 08:38:32
@ Wolfsfrau:

Das ist aber verdammt selten!! Üblicherweise sind Amokläufer männlich. Das liegt an dem Aggressionspotential, das Männer inne haben. Frauen neigen deutlich häufiger dazu sich selbst etwas anzutun. Männer richten ihre Aggressionen eher nach außen. Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel.

Außerdem möchte ich noch anmerken, daß ein Amoklauf eine andere Form von Suizid ist. Bei einem erfolgreichen Amoklauf steht am Ende die Selbsttötung. Man nimmt quasi "nur noch ein paar andere mit", die stellvertretend für alle "Schuldigen" stehen.

Gruß,
Milan


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Lausebackesmama am 08. August 2006, 09:00:18
Naja, die Kinder sind bestimmt nicht stellvertretend für die Schuldigen zu sehen. Viele Selbstmörder nehmen die Kinder mit, weil sie meinen, sie wollen den Kindern den Schmerz ersparen ohne sie zu leben oder weil sie sie dem anderen Elternteil nicht lassen wollen.

Wie auch immer, solche Taten schockieren mich immer wieder.

LG LBM


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Milan am 08. August 2006, 09:36:22
..stimmt. Jedoch ist ein Selbstmord mit Kind kein Amoklauf.

Und ein "echter" und mit allen Wassern gewaschener Amokläufer hat keinerlei Schwierigkeiten auch Kinder für das Leid auf der Welt verantwortlich zu machen. Wobei man einräumen muß, daß ein Amoklauf überwiegend ungeplant ist und die Opfer eher zufällig in die Schusslinie geraten. Die Opfer sind nur selten gezielt ausgesucht.

Milan


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Wolfsfrau am 08. August 2006, 09:49:35
Hai Milan und LBM,

es ist richtig, dass weibliche Amokläuferinnen seltener vorkommen, als männliche Amokläufer.

Es ist aber auch nicht richtig das Vorkommen von weiblichen Amokläuferinnen, welches durchaus vorhanden ist, zu negieren. In den Nachrichten ist unser Sprachschatz halt nicht entsprechend weiblich ausgelegt. So nennen die Medien solche dramatischen Tötungen bei weiblichen Tätern eben einfach nicht Amoklauf... und schwupps, schon isses raus aus der Statistik.

Mädchen und Frauen "dürfen" in unserer Gesellschaft nicht toben, bzw. Amok laufen, deshalb wird diese Tatsache schlichtweg ignoriert. Und das ist meines Erachtens nicht richtig.

Mädchen werden in unserer Gesellschaft so erzogen, dass sie eben nicht ihre durchaus vorhandene Aggression ausleben, wo hingegen bei Jungs dies durchaus gefördert wird. Es sind unsere Verhaltensweisen, die Männer zu Amokläufern und Frauen zu Mörderinnen machen. Allein, unsere Sprache weist kein wirklich eigenes Wort für Amokläuferinnen auf...

Auch die Einstellung, wie du sie hegst, ist so nicht ganz richtig. Ich kenne durchaus Frauen, die ihre Aggression eher nach außen richten... Gerade, weil die Grundeinstellungen unserer heutigen Gesellschaft: "Frauen richten ihre Aggression nach innen (=gegen sich selbst) und Männer nach außen", immer weiter verbreitet wird (nicht zuletzt durch unsere Erziehung) ändert sich halt auch nix an der unterschiedlichen Rechtssprechung. Was ich sagen will:

Gleichbehandlung erfordert Gleichheit in den Köpfen.

Wenn Männer Amok laufen werden sie bestraft. Da die Einstellung vorherrscht, dass Frauen nicht Amok laufen, werden sie auch nicht entsprechend bestraft.

Was ich noch anmerken möchte:
Nein, ein Amoklauf ist nicht (immer) eine andere Form von Suizid. Er (der Amoklauf) kann auch den einzigen Zweck haben, andere (und nicht sich selbst) zu strafen. siehe:
http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/geschichte/zeitgeschehen/index,page=1047728.html
oder
http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/amok.html

Es liesse sich noch lange vortrefflich über solche Definitionen und Wertungen diskutieren.  :)

@Lausebackesmama:
ja, auch ich bin von jeder Tat immer wieder aufs Neue schockiert und mitgenommen.

Herzliche Grüße
Wolfsfrau

Link editiert


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Milan am 08. August 2006, 11:55:28
..also ich weiß nicht!? Geht hier Dein Sinn für Gleichberechtigung nicht etwas zu weit??

Für den Amoklauf braucht es meist auch eine Waffe. Wieviele Frauen interessieren sich für Waffen und können diese bedienen?

Auch passen die vielen Vorbedingungen, die erfüllt sein MÜSSEN nicht unbedingt zu einer weiblichen Biografie. Es gibt garantiert ausrastende Frauen und auch solche, die Prügeln. Eine Regel lässt sich davon aber nicht ableiten.

Bedenke: Ein Amoklauf ist nicht irgendeine Kurzschlußhandlung, bei der Außenstehende geschädigt werden. Das ist eine im Vorfeld (!) dezidiert geplante Tat, viele Täter machen noch in Ruhe ihren Waffenschein extra dafür, mieten einen Leihwagen. Nur der eigentliche Moment, an dem sie das erste Mal abdrücken, der ist dann "ohne Hirn" und das Unheil nimmt seinen eigenen Lauf.

Zwar sollen andere Menschen dadurch bestraft werden. Im Großteil der Fälle aber endet ein Amoklauf mit der abschließenden Selbsttötung.

Milan


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: elwu am 08. August 2006, 12:07:12
Es ist aber auch nicht richtig das Vorkommen von weiblichen Amokläuferinnen, welches durchaus vorhanden ist, zu negieren.

Hi,

jo, hehe. Eine leider feministisch arg verwirrte 'Portalmeisterin' (diese Selbstbetitelung ist ja noch lustiger als diverse des ehemaligen Forenadmins der dubiosen ISUV-Foren) behauptete einst, es gäbe keine weiblichen Amokläuferinnen. Da ich ihr das im Nu mit Fakten widerlegen konnte, war sie einigermassen eingeschnappt. Wollte sich doch tatsächlich mal wieder die Realität nicht den Dogmen der Feminanzen beugen *eg*

cya,

elwu


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Wolfsfrau am 08. August 2006, 12:27:42
Hallo Milan,

..also ich weiß nicht!? Geht hier Dein Sinn für Gleichberechtigung nicht etwas zu weit??

Für den Amoklauf braucht es meist auch eine Waffe. Wieviele Frauen interessieren sich für Waffen und können diese bedienen?

Ich meine, dass mein Sinn für Gleichberechtigung und Gleichbehandlung nicht zu weit geht. Entweder wir behandeln alle gleich, oder eben nicht. Und ich kann zum Beispiel mit mehreren Waffenarten (Gewehr, Pistole und Bogen) umgehen (auch wenns lange her ist).

Um ein Gefühl dafür zu bekommen, guckst du hier:
http://ssv-falkenhagen.de/htm/schiessen/ListeKoeniginnen.htm

Zitat
Auch passen die vielen Vorbedingungen, die erfüllt sein MÜSSEN nicht unbedingt zu einer weiblichen Biografie. Es gibt garantiert ausrastende Frauen und auch solche, die Prügeln. Eine Regel lässt sich davon aber nicht ableiten.

Warum leitet dann die Gesellschaft für Männer daraus eine Regel ab?

Zitat
Bedenke: Ein Amoklauf ist nicht irgendeine Kurzschlußhandlung, bei der Außenstehende geschädigt werden. Das ist eine im Vorfeld (!) dezidiert geplante Tat, viele Täter machen noch in Ruhe ihren Waffenschein extra dafür, mieten einen Leihwagen. Nur der eigentliche Moment, an dem sie das erste Mal abdrücken, der ist dann "ohne Hirn" und das Unheil nimmt seinen eigenen Lauf.

Zwar sollen andere Menschen dadurch bestraft werden. Im Großteil der Fälle aber endet ein Amoklauf mit der abschließenden Selbsttötung.

Milan
Ich stimme dir sonst zu, dennoch ist es nicht zwingend, dass ein Amoklauf mit einer abschließenden Selbsttötung endet, das wollte ich betont haben, das macht den Amoklauf nicht aus, auch wenns im Großteil tatsächlich passiert.

@elwu:
Es ist ja auch nicht wirklich viel, wenn eine Frau von 144 Amokläufern dabei ist... nun, dennoch ist eine Negierung dieser Tatsache meines Erachtens nicht rechtens.

Der Anteil der Frauen an Amokläufen ist zwar verschwindend gering, dennoch vorhanden.

Herzliche Grüße
Wolfsfrau


 


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: elwu am 08. August 2006, 12:32:44
Der Anteil der Frauen an Amokläufen ist zwar verschwindend gering, dennoch vorhanden.

Hi,

in der Tat. Gehen wir daher doch mal zu Bereichen, in denen die Verhältnisse ausgeglichener sind: innerfamiliäre Gewalt gegenüber dem Partner geht ungefähr gleich von beiden Geschlechtern aus. Innerfamiliäre Gewalt gegenüber den Kindern geht mehr von den Müttern aus. Nimmt man die physische Gewalt hinzu, führen Frauen mit Abstand. Ach ja, beim fremdgehen nehmen sich beide kaum etwas, neuere Untersuchungen sehen einen leichten 'Vorsprung' der Frauen. 

cya,

elwu


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: BM RK am 08. August 2006, 12:41:21
Hi!

Mir ist es vollkommen egal, ob männlein oder weiblein Amok läuft...(oder ob es Kindern bei Mama oder Papa schlecht, ja gerade zu **tsts - ID 20** geht)....
Es ist sehr traurig und bedrückend....

Es ist sehr traurig und bedrückend, wenn Menschen(!) überhaupt in eine solche Situation gedrängt werden, sich das Leben zu nehmen....
Es ist sehr traurig und bedrückend, wenn ein Vater (oder eben auch eine Mutter), sich gezwungen sehen, die eigenen Kinder mit den Tod zu reißen.
Es ist sehr traurig und bedrückend, keine Kraft mehr haben...und sich für so einen Weg entscheiden.
Gut heißen kann ich das nicht, aber nachvollziehen!


...und ich empfinde es als nicht schön, bei solch einem Hintergrund (Selbstord), zu erörtert, ob das Mann oder Frau öfter macht, oder ob Mann oder Frau eher Zugriff auf Waffen haben...oder ob es hierbei eine Gleichbereichtigung gibt oder wohlmöglich, dass Frau schlechter Autofährt.

Gruß BM RK


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Milan am 08. August 2006, 15:03:28
@ Wolfsfrau:
Zitat
Und ich kann zum Beispiel mit mehreren Waffenarten (Gewehr, Pistole und Bogen) umgehen (auch wenns lange her ist).
Ich als Mann habe keinen blassen Schimmer von Waffen und mehr als drauf drücken könnt ich nicht. Und selbst da bin ich mir nicht so sicher ...

Ich möchte aber noch dies einbringen:

Wenn wir uns darauf einigen, daß zumindest der überwiegende Teil der Amokläufe von Männern begangen wird, dann muß man dem aber vorraus stellen, daß sie durch ihre Eltern oder -wie Elwu bereits erwähnt- durch einen eklatanten Druck der Mütter dorthin getrieben wurden. Natürlich kommen da noch einige andere Gründe hinzu. Aber laut den Büchern, die ich gelesen habe zum Thema, geht dem fast immer ein sehr gestörtes Mutter-Sohn-Verhältnis voraus. Die Väter glänzen meist durch Abwesenheit oder Resignation, da sie ebenfalls nicht gegen die Mütter ankommen. Und am Ende steht dann ein kleines Psychowrack, meist sind die auch gar nicht so alt, dem einfach sämtliche Sicherungen durchknallen.

Es ist schlimm. Und da gebe ich BM RK absolut recht. Aber man muß auch nach den Ursachen suchen. Und der Amokläufer ist bis unmittelbar vor seinem Amoklauf ein reines Opfer, ein ganz armer Kerl mit furchtbaren Erlebnissen und massiven Traumata. Ein Opfer von familiärer Gewalt, psychischem Druck oder gar massiver Misshandlungen. Und da sich so etwas nicht innert ein paar Wochen anbahnt, liegt hinter den meisten ein ganzes Leben voll Horror und Torturen.

Klar, man kann das nicht entschuldigen. Aber man sollte sich die Frage stellen, wer der eigentlich Schuldige ist. Derjenige, der abdrückt oder derjenige, der ihn dorthin treibt? Oder vielleicht beide? Den ersten Schritt in die (falsche) Richtung tat jedenfalls nicht der Amokläufer, sondern meistens die MUTTER.

Milan


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Wolfsfrau am 08. August 2006, 16:28:01
@Milan:

das wiederum würde bedeuten, dass alle Verantwortung für eventuelles Fehlverhalten bei der Mutter läge und sich der Vater "rausreden" könnte. Das passt mir überhaupt nicht. Wenn, dann haben beide Elternteile den genau gleichen Anteil am zerrütteten Elternhaus oder dem familiären Druck. Misshandlungen innerhalb der Familie gehen ja auch nicht von hundert Prozent vom Vater aus, auch diese Einstellung wäre völlig verkehrt.

Klar wird der größte Teil der Amokläufe von Männern ausgeübt. Die Medien nennen es bei Frauen ja auch nicht Amoklauf und schon ist es raus aus der Statistik. DAS muss diskutiert werden, dafür müssen sich Menschen sensiblisieren. Macht euch doch mal bezüglich alleine der  jetzigen Sprachgebung bewusst, dass so viele "Fehlverhaltensweisen" von Frauen negiert werden, bzw. Männerdiskriminierung und Frauendiskrimierung stattfindet (siehe dieses Forum hier!). Alleine das völlig fehlende Unrechtsbewusstsein von Müttern, dass, wenn Ehepaare sich trennen, sie die Kinder mitnehmen dürfen... das treibt mir oftmals die Zornesröte ins Gesicht. Im Gegenzug dazu werden Väter, die mit ihren Kindern umziehen umgehend mit Polizei und sonstiger Staatsgewalt konfrontiert...  :mad:

Im Grunde herrscht doch immer noch die Meinung bei manchen Frauen, dass Männer die Kinder gar nicht ohne ihre Hilfe großziehen können (ansonsten würden die Frauen ja auch als Rabenmütter bekannt!)... die meisten Repressalien gegen Vollzeit berufstätige Mütter kommen im Übrigen von Frauen! Seien es nun Jugendamtssachbearbeiterinnen oder Richterinnen oder Gutachterinnen! Und Männer glauben vielfach nicht, dass Frauen ihren Beruf meistern können... sonst gäbe es doch ganz andere Statistiken für Frauen in Führungspositionen...

Ich gebe auch BM RK recht. Es ist einfach bedrückend und ist nicht zu entschuldigen. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und sage: Noch nicht einmal zu verstehen und nachzuvollziehen.
In meinen Augen ist es nicht grundlegend zwingend, dass Menschen die in ihrer Kindheit viele schlimme Dinge erlebt haben, zum/r AmokläuferIn werden, oder dass Psychowracks ausschließlich von Müttern gemacht werden... das ist eine zu einfache Theorie. Dann dürfte es keinen einzigen Amokläufer aus "gutem" Hause geben und dennoch gibt es sie.
Wenn du dir unten stehende Liste durchliest, fällt auf, dass nicht alle Täter verkorkste Kindheiten hatten...
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/14/0,3672,182606,00.html
Was hingegen auffällt, ist die Tatsache, dass viele Soldaten bzw. Menschen mit "normalem" Umgang mit Waffen dabei sind...

Einen Täter nur auf sein Opferdasein zu reduzieren, hiesse, ihn der Verantwortung zu entlassen und das kann und will ich nicht. Täterprofile sind durchaus komplexer als nur die immerwährende Entschuldigungsplatetüde...

So oder so, interessante Sichtweisen, auch wenn ich das Gefühl hatte, BM RK möchte die Diskussion über solche Greultaten am liebsten beenden.  :)

BM RK, sei versichert, es fehlt mir nicht an Mitgefühl für Täter und Opfer. Eine offene Diskussion und Wissensvermittlung diesbezüglich fördert vielleicht eine offene Diskussion, die ich für wichtig erachte, denn sie deckt nicht nur manch antiquierte Ansichten auf, sondern gibt vielleicht Anlass zum Nachdenken über uns selbst.

Herzliche Grüße
Wolfsfrau



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Milan am 08. August 2006, 16:42:12
Zitat
das wiederum würde bedeuten, dass alle Verantwortung für eventuelles Fehlverhalten bei der Mutter läge und sich der Vater "rausreden" könnte.

Oh nein!!! Unterlassene Hilfeleistung ist ebenso verurteilenswert!!!!

Zitat
Dann dürfte es keinen einzigen Amokläufer aus "gutem" Hause geben und dennoch gibt es sie.
Aus wirklich gutem weil kindgerechten Zuhause erwachsen auch keine Amokläufer. Die kommen aus schlechtem Zuhause.
Wenn Du "gut" mit wohlhabend oder den Normen entsprechend belegst, dann hast Du recht.

Aber ich glaub das kann man sich zig mal hin-und-her belegen mit irgendwelchen Fällen oder nicht Fällen. Tatsache ist, daß -egal welchen Geschlechtes- Gewalttaten immer zu verurteilen sind und man immer berücksichtigen muß, daß niemand als Gewalttäter auf die Welt kommt. Man WIRD zu einem!!

Milan


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Wolfsfrau am 08. August 2006, 16:59:06
@Milan,

DEM stimme ich vorbehaltlos zu.

Herzliche Grüße
Wolfsfrau


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: domino am 08. August 2006, 18:11:10
Der Fall der schwangeren elfjährigen Julia hat Salzwedel bundesweit Negativ-Schlagzeilen beschert. Viele Bürger reagierten gestern bestürzt darauf, dass so etwas in ihrer Stadt passieren konnte. Inzwischen hat die Polizei bestätigt, dass der 44-jährige Peter G ., der am Dienstag mit einer Alkoholvergiftung aufgefunden wurde, der Vater von Julia ist.

Salzwedel. Für die arbeitslose Salzwedelerin Heike R. ( 35 ) muss in dieser Woche eine Welt zusammengebrochen sein : Ex-Freund Willy B. ( 50 ) schwängerte ihre Tochter Julia ( 11 ) und sitzt jetzt in Untersuchungshaft, der leibliche Vater des Mädchens starb am Dienstagabend an einer Alkoholvergiftung.

Ob Julia inzwischen vom Tod ihres Vaters erfahren hat, ist offen. Sie wird im Altmark-Klinikum von Kinderärztin, Psychologin und Gynäkologin betreut.

Täter wie Opfer stammen aus sozial schwachen Verhältnissen. Willy B. soll laut Staatsanwaltschaft als ältestes von vielen Geschwistern groß geworden sein. Zuletzt arbeitete der 50-Jährige, der an der Burgstraße wohnte, als Zeitungszusteller ( nicht für die Volksstimme ). Julias Mutter Heike R. hatte 1998 wegen mehrerer Krankenhausaufenthalte ihren inzwischen 14-jährigen Sohn und die 13-jährige Tochter einer Pflegefamilie übergeben, wo beide noch zusammen leben. Die Frau, die mit Julia am Nicolaiplatz wohnte, hielt seitdem Kontakt zum Jugendamt, informierte Hans Thiele, Pressesprecher des Altmarkkreises. Dennoch sei über den Täter bei der Behörde nichts bekannt : " Der Mann hat dort nicht gewohnt. " Kurz bevor eine Frauenärztin Julias Schwangerschaft entdeckte, hatte Heike R. ihre Beziehung zu Willy B. beendet.

Der 50-Jährige, der nach seiner Festnahme am Dienstag bei der Polizei die Tat eingeräumt hatte, wartet nun in der U-Haft auf seinen Prozess. Bei einer Verurteilung wegen schweren sexuellen Missbrauchs erwartet ihn eine Gefängnisstrafe zwischen 2 und 15 Jahren.

Ob Julias Kind abgetrieben wird oder nicht, steht nach einem psychologischen Gutachten fest. Zu dessen Inhalt wollte sich gestern Dr. Stefan Roth, Ärztlicher Direktor im Altmark-Klinikum, aber wegen seiner Schweigepflicht nicht äußern. " Wir haben für solche Fälle genaue gesetzliche Vorgaben und keinen Ermessensspielraum. " Eine mögliche Abtreibung in der 16. Schwangerschaftswoche sei jedenfalls ohne richterlichen Beschluss nicht möglich.

Erbost zeigte sich der Chefarzt darüber, dass Boulevardjournalisten versucht hatten, sich mit Tricks Zugang zum Krankenzimmer des Mädchens zu verschaffen.


Quelle:www.volksstimme.de (http://www.volksstimme.de)

Das Mädchen kam in die Klinik, wurde von Ärzten und Psychologen betreut. Ein Gutachten klärte dann laut dem Ärztlichen Direktor Dr. Stefan Roth die Frage: Kann Julia das Baby überhaupt austragen? Offenbar nicht. „Julia hat die Tragweite ihrer Situation nicht erfasst“, so Roth laut Magdeburger „Volksstimme“.

Am Wochenende fand der Eingriff aufgrund „medizinischer Indikation“ statt. Voraussichtlich noch in dieser Woche, so Dr. Roth, solle das Mädchen entlassen werden und in eine Pflegefamilie kommen, meldet die Zeitung.

Die Unterbringung geschieht auf Wunsch der Behörden. Julia stammt aus sozial schwierigen Verhältnissen: Ihre Mutter ist arbeitslos und war mehrfach lange im Krankenhaus. Ihre beiden älteren Geschwister (13,14) leben deshalb bereits seit acht Jahren bei einer Pflegefamilie.

Quelle:
www.bild.de (http://www.bild.de)

Domino



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Allegria am 09. August 2006, 01:16:25
auch eher off topic -

hallihallo lieber BM RK,

schön für dich und Amiram, dass du ihr Recht gibst - und?

ändert dies etwas an der Tatsache an sich, die hier thematisch aufgeworfen wurde? zumal es mehr Väter als Mütter gibt, die ihrem Leben aus tiefster Verzweiflung ein Ende bereiten und sich obendrein dazu berufen fühlten, auch das ihrer eigenen Kinder zu beenden?

Ihr haltet meine Gedanken dazu für Unsinn - okay - sei euch überlassen und war auch niemals bei meinem Formulieren meine Absicht mich selbst zu profilieren und meine Ansichten als non-plus-ultra darzustellen, aber ich kann, bei allem Nachvollziehen nunmal in keinster Weise in irgendeiner Weise Verständnis für solch handeln aufbringen.

Und - egal wer und ob überhaupt jemand mein Denken und Handeln nachvollziehen könnte, für MICH und das ist wohl das Ausschlaggebendste in meinem Leben, ist das Leben halt bunt und nicht schwarz-weiß.

Ob das für Andere so ist, weiß ich nicht und nicht meine Prämisse dies missionieren zu wollen, aber/und/eventuell könnte es ja dem/der einen oder anderen auch gut tun, zu lesen, dass es auch Alleinerziehende gibt, die weder mit dem Gedanken spielen ihr wertvollstes Gut - das eigene Leben - wegzuschmeissen, sondern Wege für sich gefunden haben, auch mit Widrigkeiten fertig zu werden und trotzdem ihrer Situation Positives abgewinnen zu können.

Auf jeden Fall, egal wo man sich im Leben befindet, egal für welchen Weg man sich entschieden hat, ich wüsste spontan nichts was es gäbe, es gegen den Baum zu setzen.

Ich denke, dass es immer Wege aus der Dunkelheit zurück ins Licht gibt!

Ist halt mein Statement und möglicherweise Un-sinn - und?

herzliche, sonnige, lichte Grüße

Ulrika - alias Allegria


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: BM RK am 09. August 2006, 07:29:22
Hallo!

@ Wolfsfrau
Diskutiert ruhig weiter, DAS muss sicherlich gemacht werden. Nur halte ich es für einfach mehr als blöde immer und immer wieder zu vergleichen Mann / Frau...Vater / Mutter, wer kann mit Waffen besser.../ wer nicht. Waffen können auch Messer und Autos sein, Waffen können auch Kinder sein, Waffen sind die Amokläufer selbst.
Teilweise hab ich das Gefühl es geht nicht mehr um, das "Bedrückende" sondern es geht ums Prinzip.

...und ich will jetzt nicht behaupten, dass Männer gerecht behandelt werden, das wäre jetzt die falsche Annahme.


@ Allegria
Zitat
schön für dich und Amiram, dass du ihr Recht gibst - und?
Ähm,...da ist kein ..."und". Da ist nur ein "Ich gebe Aniram recht"...Das hat weniger mit dir zu tun, als mit der Tatsache, dass ich Aniram recht gebe.
Klingt komisch, ist aber so!

Zitat
Auf jeden Fall, egal wo man sich im Leben befindet, egal für welchen Weg man sich entschieden hat, ich wüsste spontan nichts was es gäbe, es gegen den Baum zu setzen.
Nicht? Das ist schön für dich.
Ich schon....und ich konnte es mir sogar in einer Situation vorstellen, in der sich hier andere als "glücklich" bezeichnen würden.
Ich habe jetzt keine Lust hier eine Geschichte zu erfinden; hier es gibt genug...les' dir die Einzelschicksale doch mal durch.

Ich sehe dieses "bunte Welt"-Gerede so an, dass man sich da was einreden will. Ich kann das nicht, zumindest nicht, wenn es mir schlecht geht!
Ein kleiner Textauszug aus eine Lied:
Zitat
All the pictures have all been washed in black, tattooed everything...
All the love gone bad turned my world to black
Tattooed all I see, all that I am, all I’ll ever be

...und natülich wird es auch wieder bunter...klar...das schwarze vergeht, die Wolken verziehen sich. Aber muss man sich das einreden, muss ich das mir ständig anhören?
Dieses Thema hier...ist nicht bunt...es ist schwarz, egal wie bunt die Welt da draußen ist. Für diese Menschen ist die Welt in Schwarz getaucht.   ...


So...und jetzt nehm ich mal Gas raus....und entschleunige     :)

lg BM RK


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: riviera am 26. August 2006, 08:28:34
offtopic oder nicht...

In gewisser Weise bin ich Betroffene.

Vor relativ kurzer Zeit hab ich erfahren, dass ich eine Schwester hätte, hätte, weil sie nicht mehr lebt.

Mit nur knapp 24 Monaten wurde sie totgeschlagen- von Mann und Frau, einem Vater und einer Mutter. Es waren nicht ihre/unsere Eltern!

Ich sag euch was: gefühlsmäßig spielt es keine Rolle, ob es scheidungsbedingt war oder nicht, denn der Fakt bleibt. Ein junges Kind wurde getötet, der Fall ist bislang nicht aufgeklärt und die Täter sind frei.

Mich lähmt es und gleichzeitig lässt es mich jeden Tag aufstehen, mit dem Drang Licht ins Dunkel zu bringen.

Bei allem Verständnis für Väter und Mütter, für ihr Leben und die Grausamkeiten, die sie durchstehen müssen, Mord ist niemals ein Weg!

Wie kann man einen Mord an einem Kind rechtfertigen? Das geht niemals und insofern finde ich jegliche Debatte über das was uns Eltern widerfährt in Bezug auf unsere Kinder und das was wir dann tun, in diesem Fall töten, irrsinnig.

Gruß riviera



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: kuwe am 26. August 2006, 12:44:17
Ich finde, auch das ist bedrückend....



Hilflos bei jungen Vielfachtätern
Junges Mädchen mit 25 Straftaten bleibt in der Familie. Polizei klagt: „Uns sind die Hände gebunden“

Von Tanja Buntrock

Es ist fast immer der gleiche Kreislauf, wenn es um minderjährige Serienstraftäter geht. Die Behörden können offenbar nicht einschreiten. Und so klagt ein Ermittler im Fall der 13-jährigen Intensivtäterin, die Anfang der Woche, wie berichtet, ein Hostel in Tiergarten überfallen hat: „Uns sind die Hände gebunden. Wir mussten sie nach der Vernehmung wieder gehen lassen. Mit 13 Jahren ist die Täterin noch strafunmündig.“

Dabei ist die Polizeiakte von Lara (Name geändert) umfangreich: Sie umfasst mehr als 25 Straftaten. Vor drei Monaten hat Lara eine Studentin so brutal getreten, dass diese unglücklich fiel und seitdem gehbehindert ist. Lara ist das einzige Mädchen unter 14 Jahren, das bei der Polizei als Intensivtäterin registriert ist. Insgesamt zählt die Polizei 591 jugendliche und heranwachsende Intensivtäter, 19 davon sind weiblich. Die Mädchen und jungen Frauen, die kriminell werden, sind dabei meistens in einer losen Clique Gleichaltriger unterwegs. Nach Erkenntnissen der Polizei gibt es in der Stadt nur drei feste Mädchenbanden, die sich regelmäßig treffen und sich einen Namen gegeben haben: Die Banden sind in Moabit, Tiergarten, Wedding angesiedelt.

Doch was passiert mit diesen jungen Straftätern, die, wie Lara, immer wieder auffällig werden? „Das Jugendamt ist zuständig“, heißt es bei der Polizei. Jede Straftat, die Lara begeht, wird von ihrem persönlichen Polizei-Sachbearbeiter an das Amt weitergeleitet. „Wir haben einen Hilfeplan erstellt“, sagt der Jugendamtsleiter in Mitte, Dietmar Schmidt. „Erzieherische Defizite“ gebe es in der Familie der 13-Jährigen aus Tiergarten. Bereits seit 2001 werde die Mutter, die 28 Jahre alt ist und sechs Kinder hat, vom Jugendamt betreut. Sozialarbeiter kämen mehrmals wöchentlich vorbei und kümmerten sich um die Familie. Doch von ihrer kriminellen Karriere konnten die Sozialarbeiter die 13-Jährige bislang nicht abhalten.

Obwohl die Mutter ganz offensichtlich mit der Erziehung des Mädchens überfordert sei, gebe es keine Möglichkeit, das Kind aus der Familie zu nehmen. „Dazu bräuchten wir einen Beschluss des Familiengerichts“, sagt Schmidt. Doch da die Mutter mit dem Jugendamt kooperiere und die Hilfsangebote zulasse, werde kein Familienrichter zustimmen, das Kind aus der Familie zu nehmen. „Das geht nur, wenn das Kindeswohl massiv gefährdet ist“, sagt Schmidt. Und dies sei bei Lara nicht der Fall. Genauer wollte der Jugendamtsleiter dies nicht erläutern.

Auch die Justiz ist machtlos: „Wir können strafrechtlich in so einem Fall nichts machen“, sagt ein Staatsanwalt. Erst wenn das Kind 14 Jahre alt ist, gibt es theoretisch die Möglichkeit, die Tatverdächtige nach einer schwerwiegenden Straftat in Untersuchungshaft zu stecken oder „ganz engmaschig zu betreuen“, beispielsweise in einem geschlossenen Erziehungsheim wie im brandenburgischen Frostenwalde. „Doch das ist immer eine Einzelfallentscheidung.“

Und grundsätzlich gelte bei der Justiz: Je jünger der Tatverdächtige ist, desto weniger wahrscheinlich ist es, dass er in die U-Haft kommt. Denn die U-Haft soll lediglich das Strafverfahren sichern und nicht die eigentliche Strafe schon vorwegnehmen.




Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 26. August 2006, 19:22:29
Moin,

es geht im diesem Topic ausschließlich um die Dokumentation von Fällen der Tötung von Kindern durch einen Elternteil im Rahmen von Trennung/Scheidung/Streitigkeiten.

Wenn durchgeknallte Kiddies unfähiger Eltern was anstellen, so hat das hierin nix zu suchen!
Auch ungeklärte Tötungen sind fehl am Platze.
Mehr als eine Mutmaßung über den/die TäterIn kann nicht bestehen!
Soll zu den genannten Themen eine Dokumentation geführt werden, dann in einem gesonderten Topic!

DeepThought


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: riviera am 27. August 2006, 15:56:34
Hi Deep,

ja, du hast Recht, ich wollte im Grunde auch nur dazu sagen, dass ich es nicht verstehe, dass es einen Unterschied macht, das es einen "Grund" aus Elternsicht gibt.

Mutmaßungen in meinem Fall gibt es nicht, alles belegbar, aber wie du sagst, gehört nicht hier rein.

Gestatte mir lediglich zu sagen, wenn man weiß wie sich das anfühlt, sieht man einiges mit anderen Augen,

Gruß riviera


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: kuwe am 28. August 2006, 23:37:06
Yo, verstanden...dann wieder was zum Thema:

Kleinkind verbrüht: Mordprozess begann

Mutter (22) und ihr Gefährte (29) schwiegen zum Auftakt. Der Mann soll aus Wut übers Schreien Heißwasser über den Jungen gegossen haben

"Zum Gedenken an das verstorbene Baby" hatte ein Nachbarskind damals auf ein Gedenkblatt gemalt und es vor das Wohnhaus in Querenburg gelegt. Inmitten von Kerzen. Im vierten Stock des Viel-Parteien-Hauses war ein sieben Monate alter Junge durch heißes Duschwasser so schwer verbrüht worden, dass er rund 15 Stunden später starb. Deswegen stehen seit gestern die Mutter (22) des Jungen und ihr Lebensgefährte (29) vor dem Bochumer Schwurgericht. Staatsanwalt Christian Petlalski wirft ihnen Mord vor.

Nach über neun Monaten U-Haft sah sich das unauffällig wirkende Paar im Gericht wieder. Dort warteten mehrere Medienkameras. Ein wehrloses Kind, das einen furchtbar schmerzhaften Tod sterben musste, weil zwei Erwachsene total versagt haben sollen - das hatte damals Entsetzen und großes Opfer-Mitleid erregt.

Der 29-Jährige soll laut Anklage den Jungen am 16. November ´05 beim Baden in der Wanne extra mit heißem Wasser abgeduscht haben, nur weil er geschrien habe. Obwohl sich aber der Mann und auch die hinzugekommene Mutter der Lebensgefahr bewusst gewesen seien, sollen sie nicht sofort einen Notarzt gerufen haben. Aus Furcht, dass das Jugendamt von den Verletzungen erführe und ihnen das Sorgerecht nehme. Erst am Morgen riefen sie den Arzt. Da war es zu spät. Das Kind war tot.

Was genau in den 15 Stunden nach dem Abduschen passierte, wird das Gericht bis ins Detail herauszufinden versuchen. Das wird Schwerstarbeit. Denn zum Prozessauftakt erklärten die Angeklagten, dass sie vom Schweigerecht Gebrauch machen. Und die polizeilichen Vernehmungsprotokolle der beiden, die das Gericht dann vorlas, lassen viele Fragen offen. Die Angeklagten gaben dort etwa an, dass das Kind nach den schweren Verbrühungen in der Nacht sogar geschlafen und getrunken habe. Richter Hans-Joachim Mankel hielt ihnen aber vor, dass ein Gutachter für Brandwunden angesichts so schwerer Verbrühungen erklärt habe, dass der Junge nach klinischen Erfahrungen "ohne Schmerzmittel nicht zu beruhigen" gewesen sein dürfte. Dazu passt auch eine Aussage der Mutter bei der Mord-Kripo: "Ich wusste gar nicht, wo ich ihn anfassen sollte, ohne ihm weh zu tun."

Dass sie nur wegen des Sorgerechts lange Stunden keinen Arzt riefen, hatten beide bei der Mord-Kripo zugegeben. Ob aber auch das heiße Abduschen extra aus Wut über das Schreien geschah, ist noch offen. Ein Verteidiger hält auch ein Unglück für möglich.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 05. Oktober 2006, 10:34:21
Es hört nicht auf...

5. Oktober 2006

Familiendrama - Mutter tötet ihre beiden Kinder

Eine 38-Jährige hat in Hessigheim (Kreis Ludwigsburg) ihre beiden neun und elf Jahre alten Söhne getötet und anschließend versucht, sich zu vergiften. Die Polizei vermutet, dass die Trennung von ihrem Ehemann der Auslöser für die Tat gewesen ist.

Die Polizei geht davon aus, dass die Mutter zunächst die Kinder erwürgte. Anschließend habe sie allem Anschein nach Medikamente genommen, um sich selbst zu töten.

Ein Verwandter habe gestern Abend die Polizei benachrichtigt, dass drei Bewusstlose im Haus der Familie lägen, teilte die Polizei mit. Der Notarzt konnte die Kinder nicht reanimieren. Die Frau wurde ins Krankenhaus gebracht. Für sie besteht keine Lebensgefahr mehr.

Die Polizei bildete eine Ermittlergruppe, die nun den Ex-Ehemann und Verwandte sowie Bekannte der Frau befragen will.

Link: http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=1589510/1esqjbk/index.html (http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=1589510/1esqjbk/index.html)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: kuwe am 05. Oktober 2006, 13:19:41
Tja..... :exclam:

Chronik einer Tragödie

Frau (26) gesteht nach Jahren, ihre drei Kinder mit einem Kissen erstickt zu haben

Die Nachricht vom grausigen Geständnis einer 26-jährigen Frau, ihre drei Kinder jeweils mit einem Kopfkissen erstickt zu haben, hat stadtweit Trauer und Entsetzen ausgelöst. Die Staatsanwaltschaft weist unterdessen mögliche Ermittlungslücken weit von sich: "Es ist konsequent und dauerhaft gearbeitet worden", betonte Staatsanwältin Carola Jakobs gestern auf WAZ-Anfrage. Denn bei allem Unglück erscheint der Tod des dritten Kindes im April 2004 - damals musste der 19 Monate alte Sohn sterben - als besonders tragisch: Bereits vorher hatten die Behörden Verdacht geschöpft und Ermittlungen eingeleitet. Nachdem auch das dritte Kind gestorben war, nahmen die Behörden die Frau vorläufig fest - um sie wieder laufen zu lassen: "Für mehr haben die Indizien damals nicht ausgereicht", stellte Carola Jakobs klar. Polizei und Staatsanwaltschaft stellen die tragische Chronik so dar:

Ende 1999 heiraten die Frau, damals 20 Jahre alt, und ihr Mann. Die Geburt des ersten Kindes steht an.

Januar 2000: Das erste gemeinsame Kind kommt zur Welt, ein Sohn.

Mai 2001: Das zweite Kind wird geboren. Eine Tochter. Schon während der Schwangerschaft verliebt sich die Frau in einen anderen Mann.

24. Juli 2001: Die Frau erstickt ihre Tochter, zwei Monate alt, mit einem Kissen.

13. September 2001: Sie bringt auch ihren Sohn um, mittlerweile 21 Monate alt.

November 2001: Die Scheidung vom Ehemann erfolgt. Die Beziehung zum neuen Partner steht längst. Die Frau zieht zu ihrem neuen Freund.

September 2002: Die Frau bekommt ihr erstes Kind mit dem neuen Partner, einen Sohn. In den nächsten Monaten zerbricht die Beziehung zum neuen Freund.

26. März 2004: Die Frau meldet sich mit ihrem Kind in der Kinderklinik. Er habe einen "Krampfanfall" gehabt, sagt sie. Der Verdacht kommt auf, dass die Frau versucht hat, ihren Sohn zu ersticken. Die Ermittler schalten einen Kinderarzt ein. Der schaut sich den Jungen an - und findet keine Spuren von Gewalt.

25. April 2004: Auch dieser Junge stirbt, offenbar nach einem erneuten Erstickungsversuch. Erstmals stellen Ermittler bei der Obduktion der Leiche mögliche Gewaltspuren fest. Die Mutter wird vorläufig festgenommen, beteuert jedoch, mit dem Tod ihrer Kinder nichts zu tun zu haben. Die Behörden müssen die Frau wieder laufen lassen.

2006: Die Frau teilt einem Bekannten mit, Schuld am Tod ihres ersten Sohnes zu sein. Er verständigt die Behörden.

September 2006: Festnahme in Oberhausen. Dort lebt die Frau jetzt. Sie gesteht alles.

Quelle: WAZ-online


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 20. Oktober 2006, 10:35:30
Familientragödie
Rätsel um Marvins Tod

Die Menschen aus Marvins Heimatdorf Sichenhausen sind entsetzt über den tragischen Tod des Sechsjährigen. Über die Hintergründe der Tat gibt es bislang nur Gerüchte. Die Ermittler erhoffen sich Klarheit nach der Obduktion.

Gedern - Die Untersuchung hat die Staatsanwaltschaft Gießen für heute angesetzt. Auch der Leichnam von Marvins Mutter soll obduziert werden. Die 41-jährige Altenpflegerin soll aus Selbstmordabsicht am Dienstag einen Verkehrsunfall verursacht haben, vermuten die Ermittler. Die Frau hatte nach Polizeiangaben Abschiedsbriefe hinterlassen.

Der Junge aus der Vogelsberg-Gemeinde Sichenhausen war aus einem nahe gelegenen See bei Gedern geborgen worden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft bestätigten. Die Ergebnisse der Obduktionen will die Staatsanwaltschaft Gießen noch heute bekannt geben.

Viele Bewohner der 280-Einwohner-Gemeinde Sichenhausen hatten sich an der intensiven Suche nach Marvin beteiligt. Die Polizei war zunächst davon ausgegangen, dass der Junge mit seiner Mutter in dem verunglückten Auto saß.

Der Mann der Altenpflegerin und Marvins 15 Jahre alte Schwester Angelina werden von Psychologen betreut. Die Ehe von Marvins Eltern galt im Dorf als zerrüttet. Das Paar wohnte mit seinen Kindern bei der Familie der Frau. Die Mutter des Sechsjährigen habe zu Hause ihren kranken Vater gepflegt und eine Putzstelle in einem Krankenhaus gehabt, berichteten Nachbarn. Auch in der Nebenerwerbs-Landwirtschaft der Familie habe sie mitgeholfen. Marvins Vater ist laut "Bild"-Zeitung Chef der örtlichen Feuerwehr.

Quelle (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,443671,00.html)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: eskima am 01. November 2006, 00:22:44
Inhaftierter Bernd K. ist nicht Kevins Vater
Überraschende Neuigkeit im Fall des zu Tode misshandelten Kevin: Eine DNA-Analyse hat ergeben, dass der inhaftierte, drogensüchtige Bernd K. nicht der leibliche Vater des Jungen ist. Außerdem ist der Zweijährige bereits seit Juli tot.

Bremen - Bisher war man davon ausgegangen, dass Bernd K. der Vater des Zweijährigen sei. In seinem Untersuchungsbericht erklärte der Bremer Justizstaatsrat Ulrich Mäurer nun, dass anhand einer DNA-Analyse jedoch nachzuweisen sei, dass er das nicht ist. Auch habe der arbeitslose Bernd K., als Kevins Mutter Sandra noch lebte, nie die Vaterschaft anerkannt. Es gebe aber keine Hinweise darauf, ob er selbst wusste, dass er nicht der Vater war.

Bernd K. sitzt seit dem 10. Oktober in Untersuchungshaft, weil er im dringenden Verdacht steht, den kleinen Kevin getötet zu haben. Polizisten hatten die Leiche im Kühlschrank in der Bremer Wohnung des Mannes gefunden. Er schweigt zu allen Vorwürfen.

Nach Informationen der Staatsanwaltschaft starb Kevin vermutlich Anfang Juli, erklärte Mäurer. Wie oder woran sei noch unklar. Der Tod des Jungen hätte verhindert werden können, wenn beteiligte Stellen die Vorschriften zum Umgang mit Kindern drogenabhängiger Eltern beachtet hätten, sagte Mäurer. In einer Untersuchung über Abläufe und Zusammenhänge dokumentierte der Jurist gravierende Fehler von Mitarbeitern des Sozialamtes. "Es gab viele, die diese Entwicklung hätten verhindern können", so Mäurer.

Nach dem Tod von Kevins Mutter im November 2005 hatte das Amt für Soziale Dienste die Vormundschaft für den Jungen übernommen. Der zuständige Sachbearbeiter des Jugendamtes habe sich immer wieder vehement dafür eingesetzt, dass Kevin bei seinem vermeintlichen Vater blieb, sagte Mäurer. Dabei habe er sich vor allem auf Aussagen des substituierenden Arztes des drogenabhängigen Mannes gestützt. "Er war der zentrale Mittelsmann zwischen dem Vater und dem Amt", betonte Mäurer. Das Kindeswohl sei dabei nicht beachtet worden.

Mäurer sagte weiter, dass die Mutter nach den vorliegenden Erkenntnissen ohne Fremdverschulden zu Tode kam. Deshalb werde das Verfahren der Staatsanwaltschaft gegen Bernd K. wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge demnächst eingestellt. Die Frau starb an einem Milzriss. Dies könne auch Folge von Stürzen sein und sei bei Drogenabhängigen durchaus häufig der Fall, so Mäurer.

jjc/dpa/ddp

Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,445691,00.html

Mein Kommentar: völliges Unverständnis, dass bei ungeklärter Vaterschaft Kevin bei diesem Mann gelassen wurde und immer wieder dorthin verbracht wurde. Ansonsten hat mich diese Nachricht einfach sprachlos gemacht.

Gruß

eskima


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: domino am 02. November 2006, 17:41:58

Quelle:
www.faz.net (http://www.faz.net)

02. November 2006
Im Fall des an Rotkohl erstickten und zuvor schwer mißhandelten einjährigen Justin hat das Landgericht
Kaiserslautern die Mutter und deren Freund zu hohen Haftstrafen verurteilt. Der 24jährige Markus V. muß danach für neun Jahre ins Gefängnis. Das Gericht sprach ihn der Körperverletzung mit Todesfolge und schweren Kindesmißhandlung schuldig. Die Mutter des Kindes, die 24jährige Daniela B., wurde zu vier Jahren Haft verurteilt, weil sie dieselben Delikte durch Unterlassen beging.

Die Staatsanwaltschaft hatte zehn Jahre Haft für Markus V. und sieben Jahre für die Mutter gefordert. Der 17 Monate alte Junge war am ersten Weihnachtstag bewußtlos und mit Spuren eines grauenvollen Martyriums in eine Kinderklinik in Kaiserslautern gekommen. Am 21. Dezember 2005 hatte Markus V. ihn dem Urteil zufolge in der Badewanne verbrüht. Am ersten Weihnachtstag schüttelte er den Kleinen so stark, daß er eine tödliche Hirnverletzung erlitt. Die Mutter hatte nichts dagegen unternommen. Sie stopfte dem Kind Rotkohl in den Mund, obwohl er auf Grund der Hirnverletzung nicht mehr husten und schlucken konnte.
-----------------------------------------------------------------

Unfassbar für mich und ohne Worte!!!

Domino


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: AJA am 02. November 2006, 21:25:10
Neun Jahre und vier Jahre - ist das alles?
Zehn Jahre und sieben Jahre - wäre das alles?

Ist so was überhaupt irgendwie wieder gut zu machen?

Nachdenkliche Grüße von AJA


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: eskima am 15. Dezember 2006, 09:04:15
Laut »Thüringer Allgemeiner« verhungertes Baby in Sömmerda gefunden
Erfurt (dpa) - Im Sömmerda ist nach Informationen der »Thüringer Allgemeinen« ein offensichtlich verhungertes Baby gefunden worden. Die Polizei habe im Auftrag des Jugendamtes die Tür zur Wohnung der 20 Jahre alten Mutter aufgebrochen und dort die Leiche des neun Monate alten Jungen gefunden, schreibt die Zeitung. Die dreijährige Schwester sei unterernährt und dehydriert in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Mutter wurde den Angaben der Zeitung zufolge noch gestern Abend festgenommen.
http://www.thueringer-allgemeine.de/ta/ta.standard.volltext.php?zulieferer=dpa&redaktion=hfk&dateiname=iptc-hfk-20061215-43-dpa_13353104.nitf&kategorie=&catchline=%2Fschlaglichter%2F%23spotnews&other=&dbserver=1 (http://www.thueringer-allgemeine.de/ta/ta.standard.volltext.php?zulieferer=dpa&redaktion=hfk&dateiname=iptc-hfk-20061215-43-dpa_13353104.nitf&kategorie=&catchline=%2Fschlaglichter%2F%23spotnews&other=&dbserver=1)
 


Titel: 5-jähriger an Heiligabend von Mutter getötet
Beitrag von: Milan am 25. Dezember 2006, 20:09:01
Familiendrama - Mutter tötet ihren fünfjährigen Sohn
   
Am Weihnachtsabend ist in Erfurt ein Fünfjähriger von seiner Mutter getötet worden. Die Leiche des Jungen wurde in der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag in einer Wohnung im Norden der Stadt gefunden. Bei der ersten Vernehmung gestand die Mutter, ihren Sohn mit einem Tuch erdrosselt zu haben.
 
 Die 29-Jährige gesteht die Tat. Die Eltern hatten sich zuvor gestritten. Nach Informationen der Staatsanwaltschaft hatte sich die arbeitslose Verkäuferin Heiligabend heftig mit ihrem Mann gestritten. Daraufhin habe dieser die Wohnung verlassen. Als der 30-Jährige in der Nacht zurückkehrte, sei er auf seinen toten Sohn gestoßen.

Die Mutter des Kindes hatte aus "psychischen und körperlichen Gründen" zunächst nicht vernommen werden können und war in eine Klinik eingeliefert worden. Bei der Vernehmung am Montagvormittag hatte die 29-Jährige dann gestanden, ihren Sohn getötet zu haben. Zu den Motiven der Frau wurde nichts bekannt.

Die Polizei gab an, bei dem Jungen keine Anhaltspunkte für eventuelle Vernachlässigungen gefunden zu haben. Es gäbe auch keine Anzeichen für frühere Verletzungen.


Titel: Re: 5-jähriger an Heiligabend von Mutter getötet
Beitrag von: PhoeniX am 25. Dezember 2006, 21:45:54
Wenn du die Quelle dazuschreibst wäre es was >hier< (http://www.vatersein.de/forum-topic-3489.0.html) für.

Gruß

Martin


Titel: Re: 5-jähriger an Heiligabend von Mutter getötet
Beitrag von: Milan am 25. Dezember 2006, 22:00:50
http://www.mdr.de/nachrichten/3931840.html


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: PhoeniX am 25. Dezember 2006, 22:17:30
Von Milan gefunden:

http://www.mdr.de/nachrichten/3931840.html (http://www.mdr.de/nachrichten/3931840.html)
 gepostet >hier< (http://www.vatersein.de/modules.php?name=Forum&topic=8253.msg77523;topicseen#new)


Mutter tötet ihren fünfjährigen Sohn
      
Am Weihnachtsabend ist in Erfurt ein Fünfjähriger von seiner Mutter getötet worden. Die Leiche des Jungen wurde in der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag in einer Wohnung im Norden der Stadt gefunden. Bei der ersten Vernehmung gestand die Mutter, ihren Sohn mit einem Tuch erdrosselt zu haben.
 
29-Jährige gesteht die Tat; Rechte: dpa
   
29-Jährige gesteht die Tat
Eltern hatten sich zuvor gestritten
Nach Informationen der Staatsanwaltschaft hatte sich die arbeitslose Verkäuferin Heiligabend heftig mit ihrem Mann gestritten. Daraufhin habe dieser die Wohnung verlassen. Als der 30-Jährige in der Nacht zurückkehrte, sei er auf seinen toten Sohn gestoßen.

Die Mutter des Kindes hatte aus "psychischen und körperlichen Gründen" zunächst nicht vernommen werden können und war in eine Klinik eingeliefert worden. Bei der Vernehmung am Montagvormittag hatte die 29-Jährige dann gestanden, ihren Sohn getötet zu haben. Zu den Motiven der Frau wurde nichts bekannt.

Die Polizei gab an, bei dem Jungen keine Anhaltspunkte für eventuelle Vernachlässigungen gefunden zu haben. Es gäbe auch keine Anzeichen für frühere Verletzungen.


Titel: Re: 5-jähriger an Heiligabend von Mutter getötet
Beitrag von: Fuzzy am 26. Dezember 2006, 11:53:49
Zitat
Nach Informationen der Staatsanwaltschaft hatte sich die arbeitslose Verkäuferin Heiligabend heftig mit ihrem Mann gestritten. Daraufhin habe dieser die Wohnung verlassen.

Na wenn da mal dem Vater nicht eine Teilschuld angehängt wird!  :knockout:
Warten wir mal die Verhandlung ab.
Vermute mal 1-2 Jahre auf Bewährung weil SIE ja eine SIE ist.
Umgekehrt währen es gut und gerne 10-15 Jahre!
Grüße

Fuzzy


Titel: Re: 5-jähriger an Heiligabend von Mutter getötet
Beitrag von: PhoeniX am 26. Dezember 2006, 18:36:16
Moin

@Fuzzy

Hier handelt es sich um Strafrecht und nicht um Familienrecht. Je nach dem wie schuldfähig die KM gewertet wird, hat sie die gleiche Strafe wie ein Mann zu erwarten (bei gleichen psychischen Vorraussetzungen).

Gruß

Martin

PS Du hast nicht zufällig was mit weißen Tiegern zu tun oder??


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Milan am 26. Dezember 2006, 20:19:57
Moin zusammen!

Ich wette, daß der Streit mit dem Vater und die Kindstötung direkt zusammen hängen. Sicher steckt da auch -mal wieder- ne SR-Auseinandersetzung hinter oder zumindest eine bevorstehende.

Naja, das Problem hat Mama ja jetzt auf ihre Art gelöst. Schätze in den nächsten Tagen wird´s in den Medien nähere Infos geben.

Traurig das Ganze.
Milan


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Weisnich am 26. Dezember 2006, 21:35:37
Hallo?

ich weiß nicht, was ich insgesamt mit diesem Thread anzufangen habe.
Hier wird unendliches Leid akkumuliert, Schuldige gesucht, Verurteilungen gemacht, vorverurteilt, geschlechtergekämpft.

Speziell in den meisten letzten Posts frage ich mich, ob manche noch alle Tassen im Schrank haben.

Wenn eine Mami ausklinkt und ihren Sohn tötet, dann stellt sich doch nicht die Frage, ob sie wegen ihrer Eigenschaft 'Frau' gefährlicher ist und ob sie eine niedrigere Strafe zu erwarten hat. Man könnte darüber diskutieren, wie Eltern geholfen werden kann, aber Geschlechterkampf auf der Grundlage verbietet sich. Wollt ihr nicht besser sein als die hinterste Ecke der FeministInnen? Also ich schon.

Als ich das gehört habe, dachte ich. Oh Mann, harte Nummer. Und ich empfand etwas wie Trauer für alle Beteiligten. Das tote Kind, den Vater und die Mutter, die mit diesem Vermächtnis weiterleben müssen.

Meine Mutter hat auch einen Sohn durch Erkrankung verloren als dieser 3 war. Noch heute, nach 35 Jahren, merkt man diesen Einfluß. Nicht vorstellen kann ich mir eine Situation, in der zumindest ein Elternteil so eine direkte Schuld trägt.

So, ich hoffe daß sich das Niveau hier mal wieder hebt.

Gruß,
Michael


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Aniram am 26. Dezember 2006, 22:02:23
Danke Michael, für Deine doch sehr deutlichen Worte.

Ich habe und so lange ist das noch gar nicht her, ebenfalls kritisiert, daß
man man bei Tötung von Kindern von der Mutter in der Regel behauptet,
daß diese ungleich sanfter behandelt und deren Strafen geringer aus-
fallen.

Bis jetzt konnte ich diese Feststellung nicht machen, weder in der Bericht-
erstattung noch bei den Urteilen soweit sie bekannt werden.

Es wird in den meisten Fällen vermutet was auch naheliegend ist, daß die
Hauptursache ein Beziehungsproblem der Grund für diese Kurzschluss-
handlung ist.

Aber hier ist das Verständnis Frauen gegenüber nicht größer, als das
Männern gegenüber. Ich wüßte auch nicht, warum das so sein sollte.

Womit ich ein Problem habe... nicht, daß es die Sache besser macht.

Ich könnte noch eher verstehen auch wenn es genauso falsch ist, dem
Partner (egal ob Mann oder Frau) etwas anzutun, aber dem Kind ?!

Wirklich verstehen wird man das wohl nie können *seufz*

Gruß

Marina


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Milan am 27. Dezember 2006, 12:46:29
Moin Michael!

Gebe Dir auch Recht und zudem glaube ich auch nicht, daß bei Mord eine Frau unbedingt besser wegkommt als ein Mann.

Ich finde es furchtbar ein so junges Leben auszulöschen, egal wer es tut. Allerdings muß ich sagen, daß ich keinerlei Mitleid mit dem weiteren Leben und Leid der Täterin habe. Mir tut der andere Elternteil, hier der Vater, unheimlich leid. Er hat ein Trauma, das er sicher nie überwinden können wird.

Grüße,
Milan


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 27. Dezember 2006, 13:27:52
Zitat
BGH, Urt. v. 5. Juni 2003  – 3 StR 55/03

Trotz Aufhebung des § 217 StGB aF darf auch nach neuer Rechtslage nicht darauf verzichtet werden zu prüfen, ob und gegebenenfalls in welcher Weise sich die körperliche und seelische Belastung der Gebärenden, die Grund für die Privilegierung der Kindstötung in dieser Vorschrift war, bei der Begehung eines einschlägigen Tötungsdelikts ausgewirkt hat (vgl. die Begründung des Gesetzentwurfs der Bundesregierung zum 6. StrRG BT-Drucks. 13/8587 S. 34).

Dies gilt auch für die Frage, ob die Tatmotivation das Mordmerkmal der niedrigen Beweggründe erfüllt und - falls dies objektiv einmal der Fall sein sollte - ob die Täterin die Umstände, die die Niedrigkeit ihrer Beweggründe ausmachen, trotz der Belastung durch die Geburt subjektiv in ihrer Bedeutung für die Tatausführung in ihr Bewußtsein aufgenommen und erkannt hat.      ...



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 29. Dezember 2006, 21:32:25
Moin,

ich weiß nicht, was ich insgesamt mit diesem Thread anzufangen habe.
Hier wird unendliches Leid akkumuliert, Schuldige gesucht, Verurteilungen gemacht, vorverurteilt, geschlechtergekämpft.

Das Topic war ursächlich für Dokumentationszwecke gedacht, nicht zur Diskussion. Und es sollten auch nur Vorkommnisse dokumentiert werden, bei denen Kinder durch Trennung der Eltern zu Schaden kamen. Mir gefällt das Wort "Schaden" in diesem Zusammenhang auch nicht - mir fiel nur nix besseres ein.

DeepThought


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: carsten am 30. Dezember 2006, 10:19:55
hallo marina,

es gibt einige urteile in denen mütter sogar freigesprochen worden sind.

bsp: eine mutter tötete ihre beiden töchter mit einem messer. urteil: freispruch.
die KM war völlig überfordert, sie musste nicht mal in eine therapie.

bsp: kindesvater tötet seine beiden töchter. urteil: lebenslange haft.

dort erkenne ich den unterschied.

kindesmisshandlung, missbrauch und tötung von kindern wird in deutschland offfffft wie ein kavaliersdelikt abgeurteilt.

bsp: meine ex misshandelt unsere kinder nach wie vor. sie erklärte dem richter im umgangsrechtsverfahren: der KV will mich nur in ein schlechtes licht stellen.

es muss endlich schluss sein, die opfer müssen in deutschland nicht hinter die täter gestellt werden.

wir haben nach wie vor, in vielen gesetzen, den sogenannten täterschutz.

die täter bekömmen alle hilfe die der staat zur verfügung stellt. den opfern wird in vielen fällen nur vom weissen ring geholfen.

wo ist da die gerechtigkeit?

carsten


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: kruemel1 am 20. Januar 2007, 18:55:42
Ludwigsfelde Bei einer Familientragödie in Ludwigsfelde (Landkreis Teltow-Fläming) hat ein 32 Jahre alter Familienvater gestern seine zwei und vier Jahre alten Kinder erschossen. Danach tötete er sich selbst. Wie die Berliner Morgenpost erfuhr, hatte der Bruder des Täters die Polizei alarmiert. Er teilte den Beamten mit, dass sich sein Bruder mit den Kindern und einer Schusswaffe in der Wohnung der Mutter aufhalte.

 

Spezialkommando stürmt Wohnung
Nachdem Beamte mehrfach erfolglos versucht hatten, Kontakt mit dem 32-jährigen Mann aufzunehmen, stürmte ein Spezialeinsatzkommando am Nachmittag die Wohnung in einem Mehrfamilienhaus am Dachsweg. Es fand allerdings nur noch die Leichen des Vaters, des vier Jahre alten Aaron und der zwei Jahre alten Amina. Nach Informationen dieser Zeitung hatte sich Konrad V. erst vor kurzer Zeit von seiner Ehefrau Julia (30) getrennt. Seither lebte der Assistenzarzt bei seinem Bruder in Petzen in Mecklenburg-Vorpommern. Gestern gegen 5.30 Uhr war Konrad V. in der Wohnung seiner Frau eingetroffen. Dort wollte er Aminas zweiten Geburtstag feiern. Die gesamte Wohnung war festlich dekoriert und mit Girlanden geschmückt. Gegen 7.30 Uhr hatte dann die Frau des Familienvaters ihre Wohnung verlassen, um zur Arbeit zu fahren. Konrad V. blieb mit seinen Kindern allein zurück.

Noch am Vormittag hat V. seinem Bruder die folgende SMS geschickt: "Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss." Der Bruder hatte offensichtlich eine böse Vorahnung, die sich schnell bestätigte. Er stellte fest, dass sein Bruder Konrad eine Faustfeuerwaffe des Vaters - vermutlich Kaliber 38 Spezial - bei sich führte, für die er keinen Waffenschein besaß.

Der Bruder des späteren Täters hatte um 11.19 Uhr die Polizei in Potsdam angerufen und unterrichtete die Beamten über seinen Kenntnisstand. Kurz darauf trafen Polizeibeamte, ein Spezialeinsatzkommando sowie eine Verhandlungsgruppe vor dem Haus am Dachsweg ein. Nach vorläufigen Einschätzungen der Kripo waren die drei Opfer zu diesem Zeitpunkt bereits tot. Aus dem Haus waren nach Eintreffen der Polizei zwar Geräusche zu vernehmen. Später stellte sich heraus, dass diese wohl aus einer anderen Wohnung des mehrgeschossigen Hauses gekommen sein mussten.

Die Polizei versuchte mehrfach, Kontakt zum Familienvater aufzunehmen. Die Bemühungen blieben jedoch vergeblich. Am Nachmittag gegen 16 Uhr stürmte das Spezialeinsatzkommando schließlich die Wohnung im dritten Obergeschoss. Den Beamten bot sich in der Wohnung ein erschütternder Anblick. Konrad V. und seine Kinder Aaron und Amina konnten nur noch tot aufgefunden werden. Laut Polizei hatten sie alle Schussverletzungen.

Die Nachbarschaft reagierte auf das Drama mit Fassungslosigkeit und Entsetzen. Niemand hatte sich eine solch entsetzliche Bluttat vorstellen können. Eine Nachbarin berichtete schockiert, sie habe keinen Schuss gehört. Ob der 32-jährige Vater über einen Schalldämpfer für die Schusswaffe verfügte, war zunächst nicht bekannt. Die Untersuchungen der Kriminaltechniker und der Gerichtsmedizin Potsdam dauerten am späten Abend noch an.

Die 30 Jahre alte Mutter der Kleinkinder erfuhr noch an ihrer Arbeitsstelle von den dramatischen Ereignissen in der Wohnung. Sie wurde anschließend in psychologische Obhut eines Notfallseelsorgers genommen.


Die Mutter war ahnungslos
Offenbar hatte die Mutter der beiden kleinen Kinder nicht die geringste Vorahnung von Konrad V.s perfiden Absichten gehabt. Eventuell war es dem Täter gelungen, sich perfekt zu verstellen. Die Tatsache, dass die Mutter Konrad V. offensichtlich bedenkenlos mit den Kindern allein ließ, ließe darauf schließen. Die Kripo wollte diese Annahme nicht bestätigen. Über das Motiv könne nur spekuliert werden, sagte Polizeisprecher Rudi Sonntag am Abend: "Vermutlich hat der Mann die Trennung nicht verkraftet."

Aus der Berliner Morgenpost vom 19. Januar 2007

 ;( ;( ;( ;(

Kruemel1


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 12. Februar 2007, 02:05:53
Mutter sperrte drei Töchter jahrelang ein
Eine Linzerin hielt ihre Kinder sieben Jahre lang im dunklen, verkommenen Haus gefangen. Die Mädchen erfanden eine eigene Sprache und spielten mit Mäusen.

Eine 53-jährige Juristin aus Linz soll ihre drei Töchter sieben Jahre lang im verdunkelten Haus eingesperrt haben. Auslöser für die unfassbare Tat dürfte die Scheidung von ihrem Mann gewesen sein. Erst als die Nachbarn wiederholt Anzeige erstatteten, schritt die Fürsorge ein.
Der Fall ist jetzt durch einen Bericht der Zeitung "Österreich" bekannt geworden – vorher herrschte Stillschweigen. Die Frau sitzt bereits seit einem Jahr in U-Haft, bestätigte die Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung am Samstag.

Nach der Scheidung von ihrem Mann soll sich die Frau mit ihren, damals sechs, zehn und 13 Jahre alten, Kindern in ihrem Haus am Linzer Pöstlingberg verbarrikadiert haben. Sie zog die Vorhänge zu, schraubte alle Glühbirnen raus und ließ die Mädchen – Viktoria, Katharina und Elisabeth – nicht mehr zur Schule gehen. Den Schulbehörden sagte die Frau, sie unterrichte ihre Kinder künftig selbst. Dem Vater dürfte sie jedes Mal erzählt haben, die Mädchen wären krank oder bei ihrer Großmutter.
Die Juristin brach alle sozialen Kontakte ab und ließ das Haus völlig verkommen. Die Kinder dürften in ihrem Martyrium kaum jemals Licht gesehen haben. In ihrem Gefängnis entwickelten die drei Kinder eine eigene Sprache und spielten mit Mäusen, denen sie auch Kosenamen gaben.

Den Nachbarn fiel schließlich auf, dass die Frau in ihrem Wagen vor der Haustüre aß und dort auch die Post erledigte; die Kinder wurden nie gesehen. Erst als die Anrainer wiederholt Anzeige erstatteten, schritt die Fürsorge ein.

Ein Jurist der Bezirkshauptmannschaft beteuerte am Samstag, dass dieser Fall in keiner Weise mit dem Fall Kampusch vergleichbar sei. In den sieben Jahren, in denen die Töchter von der Außenwelt abgeschnitten waren, sei viel von Seiten der Behörden unternommen worden. So wurde der häusliche Unterricht der Kinder genehmigt und es wurden laufend Tagsatzungen bei Gericht durchgeführt, so der Jurist. Deshalb von einer "Leidensgeschichte" zu sprechen, sehe er als übertrieben an. Von den zuletzt "wirklich katastrophalen" sanitären Zuständen hatte man keine Kenntnis.

Bereits kurz nach der Scheidung sei das Jugendgericht eingeschaltet worden. Als sich die Informationen über die Zustände verdichteten, schritt man ein und nahm der Mutter, in Rücksprache mit dem zuständigen Pflegschaftsgericht, die Kinder ab. Die offensichtliche Erziehungsunfähigkeit der Frau, ihre mangelnde Kooperation mit den Behörden und Hinweise auf eine vermüllte Wohnung führten schließlich zur Räumung des Hauses.

Die Frau befindet sich in U-Haft in einer Sonderabteilung und wird sich demnächst wegen "schwerer Körperverletzung und Quälen von minderjährigen Abhängigen" vor Gericht verantworten müssen. Ihre Töchter werden im Therapiezentrum Weidenhof in Kärnten betreut – sie sollen teils unterernährt sein, eine unterentwickelte Muskulatur, völlig weiße Haut und schlechte Zähne haben.

Die Sachwalterin zweier Töchter, Margreth Tews, richtete am Samstag einen dringenden Appell an die Medien, die drei Töchter so weit wie möglich aus der Berichterstattung herauszuhalten. Für Psychologin Waltraud Kubelka, die sich jetzt um die Kinder kümmert, bleibt es "einfach unverständlich, warum die Behörden erst so spät durchgegriffen haben".

Artikel vom 11.02.2007, 14:23

Quelle: http://www.kurier.at/nachrichten/chronik/56189.php


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 23. Februar 2007, 10:13:52
Vater entdeckt Söhne tot in der Wohnung


Im baden-württembergischen Esslingen hat ein Vater seine acht und zwölf Jahre alten Söhne tot in der Wohnung gefunden. Die Polizei sucht nun nach der Mutter der Kinder - von ihr fehlt bislang jede Spur.

 Esslingen - "Alles deutet auf ein Familiendrama hin", sagte Polizeisprecher Fritz Mehl. Die 33 Jahre alte Mutter gelte als tatverdächtig. "Die Jungen sind auf jeden Fall umgebracht worden, so viel steht fest",  ...

>mehr< (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,468184,00.html)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 02. April 2007, 12:47:35
Mutter erdrosselt Fünfjährige aus Wut über Lärm

Nach dem Tod eines fünfjährigen Mädchens im niedersächsischen Nortrup hat die Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen Mordes gegen die Mutter erlassen. Die Frau hat gestanden, ihre Tochter im Streit um Lärm im Kinderzimmer umgebracht zu haben.

Volltext und Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,475179,00.html

Kommt es mir nur so vor oder nehmen solche Taten tatsächlich zu? Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, dass "früher" so viele Kinder von ihren eigenen Eltern umgebracht wurden wie heute...


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Xe am 02. April 2007, 12:56:52
Moin brille,

cih denke nicht, dass diese Taten mengenmäßig zugenommen haben - nur mit der Entickliung und schlußendlich dem Konkurrenzkampf der Medien weiter verbreitet werden und auch durch Sensibilisierung der Kundschaft stärkeren Raum in der Berichterstattung haben.

Gruß, Xe


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Milan am 02. April 2007, 17:23:39
Moin!

Ich glaub nicht, dass es an dem Medienkonkurrenzkampf liegt. Früher kam eine solche Nachricht in nur 3 Programmen, heute in 30. Aber es ändert ja nichts an der Nachricht.

Ich glaube es hat an Häufigkeit zugenommen, so wie überhaupt Teile der Gesellschaft immer mehr verrohen.

Was mir aber dabei auffällt ist, dass die meisten dieser Taten von Müttern verübt werden. Vielleicht sollte man den "Muttergrundsatz" auch in diesem Licht einmal überdenken....

Milan


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Kasper am 02. April 2007, 21:45:15
Moin,

erst gestern laß ich eine Statistik, die genau dieses:
Zitat
Was mir aber dabei auffällt ist, dass die meisten dieser Taten von Müttern verübt werden. Vielleicht sollte man den "Muttergrundsatz" auch in diesem Licht einmal überdenken....
belegte.
Ich finde die Quelle jetzt gerade nicht ... muss mal dringend an meiner Organisation arbeiten.
Nach dieser Quelle töten Mütter überpropotional Jungen und weit über der 50% Marke gegenüber der Väter.

Gruß
Kasper


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 01. Mai 2007, 11:50:12
Rätselraten über Familiendrama von Schweinfurt

Schweinfurt (dpa) - Grausames Familiendrama in Bayern: Vor den Augen der Kinder hat ein Mann am Samstag in Schweinfurt auf der Straße erst seine von ihm getrennt lebende Ehefrau und dann sich selbst erschossen. Medienberichte, der 39-Jährige habe seine Frau seit Monaten bedroht, konnte die Polizei nicht bestätigen.
Die Frau war mit zwei Söhnen und einer Tochter auf dem Weg zum Flohmarkt gewesen. Ob der Mann ihnen aufgelauert hat, war nach Angaben der Polizei am Sonntag noch unklar. Es war gegen 7.30 Uhr, als der Mann in der Innenstadt mit einer Pistole auf die fünffache Mutter zielte. Zeugen berichteten, er habe mehrfach abgedrückt und die 32-Jährige mit einem Kopfschuss niedergestreckt. Die 11 und 14 Jahre alten Söhne und die Tochter mussten das Grauen mit ansehen. Ihre beiden kleinen Geschwister waren nicht dabei.

Nach dem Hinweis eines Zeugen durchsuchten Beamte am Sonntag eine Wohnung in Nordrhein-Westfalen. Der mazedonische Staatsangehörige lebte seit 2006 getrennt von seiner Frau in Mettmann, sagte Polizeisprecher Uwe Hückmann. Allerdings fanden sich in der Wohnung "keine weiteren Anhaltspunkte für die Tat" und auch kein Abschiedsbrief. So blieb das Motiv des Familienvaters am Wochenende ungeklärt.

Die beiden Toten sollten zu Wochenbeginn obduziert werden. Erst dann stehe zweifelsfrei fest, mit wie vielen Schüssen der 39-Jährige seine Frau getötet hat. Berichte, die 32-Jährige sei drei Mal von Kugeln getroffen worden, konnte Hückmann nicht bestätigen.

Die Kinder im Alter von 1 bis 14 Jahren werden derzeit von Fachkräften betreut. "Der Papa schießt die Mama quasi von der Hand. Etwas Schlimmeres gibt es nicht", sagte Hückmann fassungslos. "Die Kinder werden das ihr Leben lang nicht mehr los." Nach den Schüssen seien die drei Kinder schreiend auseinander gelaufen, berichtete die Besitzerin eines nahen Gasthauses, die alles aus ihrem Fenster hilflos beobachtet hat. "Ich habe die Schüsse gehört, dann hat ein Kind geschrien." Es sei alles sehr schnell gegangen.

Die Kinder blieben wie durch ein Wunder unverletzt, flüchteten in umliegende Geschäfte. Die Mutter lag tot auf dem Gehweg, keine 250 Meter von ihrer Wohnung entfernt. "Dann hat er die Pistole nachgezogen", schilderte die Gasthausbesitzerin erschüttert. Wie der Mann sich selbst erschoss, habe sie nicht beobachtet. Sie konnte einfach nicht mehr hinsehen.

Das Mädchen floh in eine nahe Backstube. "Wir haben gleich Erste Hilfe geleistet", sagte Besitzer Alexander Bort. Eine Stammkundin, die im Geschäft war und Krankenschwester ist, habe sich der Kleinen angenommen. "Ich bin dann auf der Straße gewesen. Ich habe gesehen, wie er mit der Waffe rumgefuchtelt hat", schilderte Bort bestürzt.

Die zwei Jungen wurden in dem Chaos von ihrer Schwester getrennt. Sie liefen in den Hinterhof einer Metzgerei. Ob die Kinder je verkraften werden, dass der eigene Vater ihre Mutter aus dem Leben gerissen hat, ist schwer zu ermessen. "Ich habe früher selbst Opfer betreut", sagte Polizeisprecher Hückmann. "Das ist der absolute Supergau." Psychiater werden nun versuchen, die traumatischen Erlebnisse mit den Kindern aufzuarbeiten.

Am Tatort, der mehrere Stunden weiträumig abgesperrt war, legten Anwohner und Freunde Blumen und Kränze nieder. Dann verharrten sie stillschweigend. Auch Kerzen und ein Bild der jungen Mutter wurden aufgestellt, um an die Tragödie zu erinnern.



Nach mir vorliegenden Informationen hat Antenne Bayern berichtet, dem Vater wären drei der gemeinsamen Kinder systematisch vorenthalten worden. Das entschuldigt nicht die Tat, zeigt aber den möglichen Grad seiner Verzweiflung und ein Motiv.

In der Süddeutschen ist in der Kommentierung zu lesen (>hier< (http://www.sueddeutsche.de/,ra2l2/panorama/artikel/35/111923/)), der Täte käme aus Mezedonien. Die Kommentare insgesamt sind recht lesenswert.

DeepThought


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Mette am 01. Mai 2007, 15:15:07
Ich bin bei solchen Nachrichten immer sprachlos! Ich bin auch nicht in der Lage so etwas zu kommentieren.

Ich stehe als AE einmal mehr auf der Seite der "Kindesinhaber". Ich habe auch schon in diesem Forum von meinen Problemen mit dem KV berichtet. Er bedrohte meinen Sohn und mich massiv, so habe ich es empfunden! Die Polizei sah das anders. Er müsse mir Gewalt androhen und das unter Zeugen! Na Klar, ich habe ja immer einen dabei in meinem Brustbeutel. Erst wenn er uns ans "Leder" will, kann der Staat eingreifen. Ich habe mit dem Beamten fast 1 Stunde diskutiert, es hat nichts gebracht.

Als dann zwei Tage später mein Sohn nicht von der Schule heim kam, war hier die Hölle los. Es ist Folter, wenn man das erlebt. Ich bin hier im Ort auf und ab, bin bei Schulfreunden gewesen usw. Ich habe dem KV soetwas zwar nicht zugemutet, er war letztendlich auch nicht Schuld, aber die Gedanken spielen total verrückt. Erst als ich systematisch nochmal die Suche organisierte, löste sich diese Situation auf. Der Hort hatte NUR  vergessen, meinen Sohn nach Hause zuschicken.

Ich finde es wichtig, wenn jemand sich bedroht fühlt, ob Mann oder Frau, dann müsste die Polizei irgendwie die Möglichkeit haben, dass auch so zuvermerken. Es müsste danach eine Welle von staatlichen Sanktionen anrollen. Warum die Drohung, warum wird sich so verhalten, warum fühle ich mich bedroht. USW. Es gibt so viele Therapeuten. ABER KEIN GELD!
Mir hätte ein einfaches Gespräch mit dem KV in beisein eines unbeteiligten Dritten wahrscheinlich geholfen.  Aber es gibt 6 millarden Menschen auf dieser Welt und auch entsprechend viele Meinungen.

Ich finde es grausam was die Väter und auch Mütter da tun. Genauso grausam warum sie es tun.

Ich Frage mich trotzdem, wer ihnen das Recht dazu gab?! Es leiden Freunde, Bekannte, Lehrer, Verwandte. Viele und auch eine Mutter/ein Vater!

LG Mette


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 01. Juni 2007, 10:16:57
Meine Morgenlektüre in Papierform - heute 5.30 Uhr  ;(


Dreifacher Kindsmord: Mutter zum Prozessstart emotionlos

 
Manche wollen es schon immer gewusst haben, dass es bei dem plötzlichen Tod von drei Kleinkindern nicht mit rechten Dingen zugegangen sein könne. Natürlich auch die Dortmunder Kriminalpolizei. Aber vermuten und beweisen können sind zweierlei Dinge.

Siehe Westfalen-Rundschau  (http://www.westfaelische-rundschau.de/wr/wr.westfalen.volltext.php?kennung=onwest1wrREGRegNational39231&zulieferer=wr&kategorie=&rubrik=Region&region=National&auftritt=WR&dbserver=1)

(Von Christina Füssmann) Und so brachte denn auch erst ein verdeckter Ermittler 2006 den entscheidenden Hinweis darauf, wie Chantal (2 Monate), Pascal (ein Jahr und sechs Monate) und sein fast gleichaltriger Bruder Kevin sterben mussten. Erstickt von der eigenen Mutter mit einem Kissen. Gestern begann der Prozess gegen die 27-jährige Dortmunderin vor dem Schwurgericht. Eine Frau, die scheinbar emotionslos den Ansturm der Pressefotografen und Kameraleute erträgt. In ihrer weißen Schulmädchenbluse und dem Kreuz um den Hals sitzt sie da und antwortet dem Vorsitzenden Richter Wolfgang Meyer mit leiser, ruhiger Stimme: "Nein, ich möchte mich nicht zum Tatvorwurf äußern."


Das ist ihr gutes Recht als Angeklagte. Dass es sich günstig für sie auswirken könnte, kann bezweifelt werden. In diesem Prozess um den gewaltsamen Tod dreier Kinder wird es in erster Linie darum gehen, wie die seelisch-geistige Verfassung der Mutter zur Tatzeit war, und was für eine Frau da auf der Anklagebank sitzt. Eine Frau, kein Monster.

Staatsanwalt Henner Kruse unterstellt der 27-Jährigen niedrige Beweggründe. Sie habe die Kinder loswerden wollen, um ungestört mit ihren diversen Liebhabern zu sein. Sie aber will sich von Chantal, Pascal und Kevin niemals genervt gefühlt haben. So hat sie es jedenfalls der psychiatrischen Gutachterin Dr. Marianne Miller versichert. Dabei sprach sie sogar von Wunschkindern.

Auf dem Friedhof liebevoll geschmückte Gräber. Nur Schein? Die beiden Väter der kleinen Opfer treten im Prozess als Nebenkläger auf. Die Angeklagte soll sie belogen und betrogen haben. Auch ihnen wird eine entscheidende Rolle zukommen, wenn es darum geht, ob diese Mutter ihre Kinder wirklich so geliebt hat, wie sie behauptet.

>Quelle< (http://www.westfaelische-rundschau.de/wr/wr.dortmund.volltext.php?kennung=on2wrLOKStaDortmund39231&zulieferer=wr&kategorie=LOK&rubrik=Stadt&region=Dortmund&auftritt=WR&dbserver=1)


Was macht eine Mutter zur Mörderin?

   
"Wunschkinder" getötet: Die 27-jährige Angeklagte hat gestanden, ihre drei Kinder mit einem Kissen erstickt zu haben. 

 
Dortmund. Es war ein Tag wie jeder andere, als Chantal - gerade einmal zwei Monate alt - und später ihre jeweils eineinhalbjährigen Brüder Pascal und Kevin starben. Erstickt durch ein Kissen mit dem makabren Aufdruck "I love you" und einem Herzchen. So hat es die 27-jährige Mutter der Kinder gestanden, die sich seit gestern wegen dreifachen Mordes vor dem Dortmunder Schwurgericht verantworten muss.
Von Christina Füssmann Und nun sitzt sie da auf der Anklagebank. Eine Frau, die Unvorstellbares getan hat. Und das - wie Staatsanwalt Henner Kruse meint - aus niedrigen Beweggründen. Die Kinder seien ihr lästig geworden, weil sie ihren außerehelichen Liebesbeziehungen im Weg gestanden hätten, heißt es in der Anklageschrift. Kruse hat beantragt, im Urteil die besondere Schwere der Schuld festzustellen. Das heißt: die 27-Jährige hätte keine Chance, bereits nach 15 oder 18 Jahren auf Bewährung frei zu kommen.


"Nie genervt, nie überfordert"



Sie hört es, ohne eine Miene zu verziehen. Scheinbar emotionslos reagiert sie auf die Fernseh- und Fotokameras, die ihr zum Prozessauftakt hautnah gerückt sind. "Der Eindruck der Hauptverhandlung", sagt ihr Verteidiger Tim Buro, mache es ihr unmöglich, sich zur Sache zu äußern. Er werde stattdessen an einem der nächsten Verhandlungstage eine Erklärung für seine Mandantin abgeben.

So zeichnet denn am ersten Verhandlungstag lediglich die psychiatrische Sachverständige Dr. Marianne Miller ein Bild von den drei grauenvollen Ereignissen in den Jahren 2001 und 2004. Die Gutachterin berichtet zunächst nur als Zeugin, was ihr die 27-Jährige anvertraut hat. Und das klingt rätselhaft genug: Die Angeklagte bezeichnet sich selbst als "gute Mutter", die ihre "Wunschkinder" geliebt und nie im Stich gelassen habe. Sie habe sich auch nie von ihnen genervt oder gar durch sie überfordert gefühlt. Und warum hat sie sie dann getötet? Sie weiß es angeblich nicht: "Ich kann es mir selbst nicht erklären". Auch an den Erstickungsvorgang will sie keine Erinnerung haben.

In allen drei Fällen hat sie jeweils den Notarzt alarmiert. Einsätze, die ihr nach Aussagen der Sachverständigen präzise und detailgenau in Erinnerung sind. Ebenso wie der Umstand, dass sie in allen drei Fällen dasselbe Kissen benutzt haben will. Als Chantal, ihr erstes Opfer, beerdigt worden sei, habe sie aufrichtig getrauert. Dass ihre Tat entdeckt werden könne, sei ihr nicht in den Sinn gekommen. So wenig, dass sie bereits knapp drei Monate später erneut tötete - ihren Sohn Pascal.

Danach will sie sich amüsiert haben, häufig ausgegangen sein. Ihre Ehe schien zu dieser Zeit bereits am Ende. Als die heute 27-Jährige geschieden wurde, lebte sie bereits mit einem neuen Partner zusammen: dem Vater von Kevin, dem jüngsten Sohn, der im April 2004 ebenfalls sterben musste. Zu dieser Zeit hatte die Dortmunder Kriminalpolizei längst Verdacht gegen die Mutter geschöpft.

Fest steht wohl, dass die Angeklagte auch zu diesem Zeitpunkt wieder weitere Männerbekanntschaften pflegte. Eine von ihnen wurde ihr später zum Verhängnis - ein verdeckter Ermittler der Polizei.

Was ist das für eine Frau, die so frei von jeder Empathie zu sein scheint? Zu ihren Kindern hat sie wohl nie eine echte Beziehung aufgebaut und offensichtlich alles daran gesetzt, dass sie sie nicht stillen musste. Eine Frau, die ihren diversen Liebhabern ohne erkennbaren Grund eine Fülle von Lügengeschichten aufgetischt und Brandstiftungen begangen haben soll. Auf der Anklagebank wirkt sie wie ein Schulmädchen in ihrer weißen Bluse mit dem Kreuz um den Hals.

Da bleibt viel Aufklärungsbedarf für das Gericht. Der Prozess, in dem beide Väter der getöteten Kinder als Nebenkläger auftreten, ist mit Unterbrechung bis in den August hinein terminiert.
 

31.05.2007     
 
 
 
Zitat
Der Mythos Mutterliebe

HINTERGRUND
Wenn Frauen töten, tun sie das fast ausschließlich im sozialen Nahbereich. Das hat die Kriminologin und Jura-Professorin der FH Frankfurt, Dr. Dagmar Oberlies, herausgearbeitet.
Neben den Intimpartnern werden dabei in erster Linie Kinder die Opfer. Sie werden wesentlich häufiger von ihren Müttern als von den Vätern getötet.

Nach Ansicht der Juristin und Psychologin Annegret Wiese handelt es sich dabei um Täterinnen, die sich selbst als Kinder nicht geliebt fühlten und am Mythos Mutterliebe scheitern.
 
>Quelle< (http://www.westfaelische-rundschau.de/wr/wr.westfalen.volltext.php?kennung=onwest1wrREGRegNational39231&zulieferer=wr&kategorie=&rubrik=Region&region=National&auftritt=WR&dbserver=1)
 


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 19. Juni 2007, 20:31:25
Moin,

gestern las ich das hier in spiegel.de:

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,489006,00.html

und heute die Fortsetzung:

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,489565,00.html

Da sperrt eine Frau ihr Kind sieben Jahre lang in ein abgedunkeltes Zimmer, schottet das Mädchen vom Rest der Welt ab und verweigert ihm seine altersgemässe Entwicklung - und die Verantwortlichen "können sich vorstellen, dass das Kind demnächst zu seiner Mutter zurückkehrt."

Welchen Bockmist muss man als Frau eigentlich treiben, damit einem von Amts wegen aufgrund erwiesener Erziehungsunfähigkeit das Sorgerecht entzogen wird?

Entsetzt
Martin
(der sich immer wieder darüber wundert, dass wir in Deutschland weitaus bessere Tierschutz- als Kinderschutzgesetze haben)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: midnightwish am 20. Juni 2007, 08:39:34
Was mich noch entsetzt hat an dieser Geschichte. Sie lebt in einem Dorf und 7! Jahre lang will keiner gewußt haben das sie ein Kind hat. Man hätte da mal vor einem Jahr das Schreien eines Kindes gehört.... Wie kann man so lange ein Kind so völlig verheimlichen oderwollte niemand etwas wissen?

Tina


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 27. Juni 2007, 17:09:23
Angst um Sorgerecht – Vater tötet Sohn 
  Im mecklenburgischen Bahlen in der Nähe von Boizenburg herrscht Entsetzen. Hier war am Montag die Leiche eines Zehnjährigen entdeckt worden. Inzwischen hat der Vater des Jungen zugegeben, seinen Sohn am Montag im Schlaf erstickt zu haben. 
 
 

Ilona Morgner bekam am ganzen Körper eine Gänsehaut, als sie von dem Verbrechen erfuhr. „Es ging mir sehr nah“, erzählt die Sozialpädagogin des Jugendfreizeithauses „Luna“ in Boizenburg am Dienstag. Obwohl sie den Jungen nicht kannte, ist sie wütend. Sie ermutige die sechs- bis zwölfjährigen Kinder, die zu ihr kommen, immer, sich „nichts gefallen zu lassen“. Sie hämmere ihren Schützlingen ein, dass keiner das Recht habe, Gewalt anzuwenden.

„Ich kann das nicht verstehen“, seufzt eine Boizenburgerin, die in der Stadtverwaltung arbeitet. Gewalt in Familien sei ja kein spezielles Problem in Boizenburg, aber die Häufung der Fälle mache sie ganz sprachlos. „Das hört ja gar nicht mehr auf. Sind die denn alle krank?“, fragt sie sich mit Blick auf den Doppelmord im benachbarten Tessin.

Dass die Familie Probleme hatte, war dem Jugendamt der Stadt nicht bekannt. Der Vater soll die Tat aus Angst begangen haben, das Sorgerecht für den Jungen zu verlieren. Die Familie lebte seit sechs Jahren getrennt. Der zuständige Mitarbeiter im Jugendamt der Stadt Boizenburg, Marko Schmidt, sagt, dass die Familie zugezogen sei. Der Vater, der aus Boizenburg stammt, sei nach der Trennung mit seinem Sohn aus Trittau (Schleswig-Holstein) zurückgekehrt. In Bahlen lebt auch die Großmutter, die das tote Kind am Montag gefunden haben soll.

Der Fall selbst ist Schmidt vorher gar nicht auf den Tisch gekommen. Vermutungen, dass Alkohol eine Rolle bei der Tat gespielt haben soll, weist Staatsanwalt Hans-Christian Pick am Dienstag zurück. Ob der Vater überhaupt ein Alkoholproblem habe, wie Nachbarn ihm nachsagen, kann der Staatsanwalt ebenfalls nicht bestätigen.

Der 43-Jährige sollte noch am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Er hatte offenbar nach der Tat versucht, sich das Leben zu nehmen. Die Polizei konnte den Selbstmord verhindern.
 
Quelle: >Hannoversche Allgemeine< (http://www.haz.de/wisp/298803.html)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: suffering_d am 27. Juni 2007, 17:21:52
Nichts auf der Welt rechtfertigt solch eine Tat. Aber im Knast wird er dann seinen missglückten Selbstmord nachholen dürfen.



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 13. Juli 2007, 18:11:03
Ohne Worte:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,494340,00.html


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: rexmundi am 28. Juli 2007, 10:23:39
Hallo Ulli,

ich bin übrigens ein Freund v Horst Schmeil u kenne das Leid von vielen Vätern.
Was dieser Vater getan hat, war reine Verzweiflung.
Meine Erfahrungen sind auch zum verzweifeln.
Meine Kinder wollen unbedingt zu mir, die Mutter hat ständig andere Männer, kümmert sich kaum um sie. Eine Krankenversicherung haben die kleinen nicht, da ihre Mutter selbstständig ist u nix verdient. Ihr Gesundheitszustand ist bedenklich, die Zähne der Kleinen sind nicht so gut , haben löcher u zwei sind mittlerweile fast schwarz. Wenn das Wetter etwas Kälter wird sind die beiden dauererkältet. Das Häuschen in dem sie leben, ist feucht u hat schimmel.
Ich ging zu JA u berichtete auch dem Gericht davon u schon wurde ich zum bösen Vater abgestemmpelt, der der Frau nur böses will.

Kann man da nicht verzweifeln??


henrik


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: balduin am 31. Juli 2007, 16:34:06
Vater verletzt Baby lebensgefährlich

Ein dreiviertel Jahr nach der Tragödie um den kleinen Kevin ist in Bremen erneut ein kleines Kind schwer misshandelt worden. Ein 20 Jahre alter Mann soll seinen zwei Monate alten Sohn am 22. Juli geschüttelt und dabei lebensgefährlich am Kopf verletzt zu haben. Dabei habe er den Tod des Kindes billigend in Kauf genommen. Der kleine Lukas musste reanimiert werden und schwebt weiter in Lebensgefahr. Gegen den Mann wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Montag Haftbefehl wegen versuchten Totschlags, schwerer Körperverletzung sowie der Misshandlung von Schutzbefohlenen erlassen.

Keine Anzeichen für Misshandlung
Der kleine Lukas liegt nach Angaben der Sozialbehörde mit einer Schädelfraktur und Hirnblutungen auf einer Intensivstation. Das Kind sei bereits Anfang Juli wegen einer leichteren Kopfverletzung stationär behandelt worden. Das Jugendamt sei jedoch nicht für die Mitbetreuung des Jungen zuständig gewesen. Bisherige Kontakte des Amtes hätten sich auf die gesetzlich vorgesehene Unterstützung bei der Unterhaltssicherung beschränkt. Es habe keinerlei Hinweise auf eine Gefährdung des Kindes gegeben.

Quelle: http://onnachrichten.t-online.de/c/11/95/36/26/11953626.html (http://onnachrichten.t-online.de/c/11/95/36/26/11953626.html)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Muckebruder am 31. August 2007, 21:06:27
Potsdam – Schreckliche Familientragödie in einem kleinen Ort in Brandenburg. Ein Mann entdeckte in seiner Waschmaschine eine Babyleiche!

Seine eigene Tochter (16) hatte den Jungen kurz zuvor heimlich zur Welt gebracht. Dann versteckte sie das Neugeborene im Wäschekorb.

Die Mutter der jungen Mama stopfte das in Handtücher gewickelte Baby in die Waschmaschine – und drückte den Startknopf!


http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/08/31/baby-tod-waschmaschine/mutter-16,geo=2414386.html


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: bengel am 31. August 2007, 23:29:06
mucke,

anscheinend gibt es nichts in der perversesten phantasie, dass die realität nicht toppen könnte.

traurige grüsse.

bengel


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: eskima am 05. Dezember 2007, 23:24:26
Polizei findet fünf Kinderleichen - Mutter dringend tatverdächtig
Furchtbare Gewalttat im Kreis Plön in Schleswig-Holstein: Die Polizei hat in einem Einfamilienhaus die Leichen von fünf Kindern gefunden. Die Jungen im Alter von drei bis neun Jahren wurden ermordet - wahrscheinlich von ihrer psychisch kranken Mutter....

...Das Jugendamt war informiert und wollte die Familie offenbar auch heute aufsuchen, nachdem die Kinder nicht in der Schule erschienen waren. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE hat eine Mitarbeiterin des Amtes die Leichen gefunden - ob gemeinsam mit der Polizei ist nicht bekannt. Sie wird derzeit offenbar seelsorgerisch behandelt.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,521675,00.html

Noch mehr tote Kinder:

Drei Babyleichen bei 28-Jähriger in Plauen gefunden
Plauen (dpa) - Eine 28-jährige Frau aus dem sächsischen Plauen hat vermutlich drei ihrer Säuglinge getötet. Davon geht die Staatsanwaltschaft Chemnitz nach dem Fund dreier Babyleichen in den vergangenen Tagen aus. Es gebe jedoch bisher kein Geständnis der Frau, teilten die Ermittler mit. Gegen sie wurde Haftbefehl wegen dreifachen Totschlags erlassen. Die Polizei hatte gestern und heute in einer Plauener Wohnung zwei Kinderleichen in einer Tiefkühltruhe und auf einem Balkon gefunden.

http://www.focus.de/politik/schlagzeilen?day=20071205&did=590735

eskima *sprachlos*


Titel: Schon Wieder Tote Kinder,...
Beitrag von: Muckebruder am 06. Dezember 2007, 00:04:14

Was ist nur los in Deutschland,...


http://www.rtl.de/news/rtl_aktuell_artikel.php?article=15185&pos=2

http://www.rtl.de/news/rtl_aktuell_artikel.php?article=15711&pos=3


Unfassbar  :mad: :mad: :mad:


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 06. Dezember 2007, 00:43:54
* zusammengeführt


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 06. Dezember 2007, 10:36:57
Komisch, Mütter sind psychisch krank, überlastet, oder sonstwie entlastet und Väter morden brutal. Man achte auf die Formulierungen.

Traurig, dass Deutschland 8 Kinder wegen zweier Mörderinnen zu beklagen hat.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Muckebruder am 06. Dezember 2007, 18:11:14
Am "Lustigsten" fand ich den Anwalt bei Spiegel TV  - von der Mama die ihre 2 Hunde und den Hamster übervoll gefüttert hat und es bei ihrer 5 Jährigen Tochter angeblich nicht gemerkt haben will  das sie hungert - der den Leuten auch noch Verständnis für die arme Frau einreden wollte!

Natürlich ist die auch überfordert und psychisch krank  :mad:


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: babbedeckel am 06. Dezember 2007, 18:18:11
Hi,

also ich weiß nicht ... mir kommt das alles so vor, als wäre in der jetzigen
Zeit das morden von Kindern "modern"  :gunman: UND die JAs alle unfähig/überlastet whatever.
Naja letzteres wissen wir ja.

Sogar der Staatsanwalt(Fall Plön) geht -von vornherein- davon aus, daß die KM psychisch krank ist.  :mad:

Ich bin fast versucht zu sagen .... ne ich sags nicht  :mad:

Gruß
babbedeckel


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Muckebruder am 06. Dezember 2007, 18:25:11
Unser Landkreis hat nun reagiert und wird ab Januar ein Frühwarnsystem einrichten...


Heute ganzseitig in der Sächsischen Zeitung zu lesen:


Vom 1. Januar bis 31. Juli 2007 sind im Kamenzer Jugendamt 96 Meldungen von Kindswohlgefährdungen eingegangen. 161 Kinder waren betroffen. 37 Prozent waren unter drei Jahre alt.

Das Projekt des sozialen Frühwarnsystem läuft in ganz Sachsen an und wurde initiiert vom Sozialministerium und vom Landkreis. Zentrum des Frühwarnsystems im Kreis ist Kamenz.

Das soziale Frühwarnsystem im Landkreis Kamenz ist ein richtiger Weg. Es darf einfach nicht sein, dass Kinder unbemerkt und leise, mitten unter uns, in verwahrlosten Wohnungen vernachlässigt und misshandelt werden. Bis es im tragischsten Fall zu spät ist und eine Kerze vor der Haustür brennt. Vor allem kleine Kinder brauchen wachsame Schutzengel. Denn sie fallen nicht auf. Sie sind den ganzen Tag zu Hause...


Quelle: SZ



Ironie dabei: Die (zukünftige) Vorsitzende wird eine von den Damen sein, die mein Kind lieber im Heim bzw. bei Mama gesehen hätten!?



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 06. Dezember 2007, 19:26:01
Experten-Gespräch: Warum Mütter ihre Kinder töten

Massive psychische Störungen, Überforderung mit der Familie und neurotische Krankheiten: Das sind nach Ansicht des Kriminologen Christian Pfeiffer die häufigsten Gründe, wenn Frauen ihre Kinder töten. "Männer dagegen wollen mit solchen Taten oft die Frau treffen. Sie können nicht loslassen, wenn die Lebensgefährtin ein neues Leben beginnen will", sagte der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts in Hannover in einem dpa-Gespräch. Insgesamt werden nach den Worten Pfeiffers pro Jahr in Deutschland etwa 100 Kinder im Alter bis sechs Jahren getötet.


"Erweiterter Selbstmord"
Nach Beobachtung von Psychologen töten Mütter oft, weil sie aus ihrer eigenen Situation keinen Ausweg sehen und das Kind nicht alleine lassen wollen. Die meist gebildeten Mütter begehen dann häufig auch einen sogenannten erweiterten Selbstmord. So ertränkte eine geistig verwirrte Krankenschwester im Mai 1999 bei Stendal (Sachsen-Anhalt) ihre zwei Kinder und versuchte anschließend, sich selbst das Leben zu nehmen. Sie wollte ihren Kindern "ein schlimmes Leben ersparen", sagte die verzweifelte Frau damals.


Emotional instabile Menschen
Alleinerziehende mit mehreren Kindern oder emotional instabile Frauen, die an einer Borderline-Persönlichkeitsstörung leiden, fühlen sich mit der Erziehung oft überfordert. So erstickte eine Mutter mit Borderline-Syndrom ihre drei Kinder in Ratekau (Schleswig-Holstein), weil sie nicht aufhörten zu schreien. Bei Borderline handelt es sich um eine Störung der Persönlichkeit emotional instabiler Menschen, bei der Symtome einer Neurose und einer Psychose wechselnd auftreten.


Tötung aus Mitleid
Weitere Motive sind die Tötung aus Mitleid, weil das Kind eine schwere Krankheit hat. Mitunter ist auch Rache das Motiv. So tötete eine 38-jährige Mutter vor gut einem Jahr in Hessigheim in Baden-Württemberg ihre beiden neun und elf Jahre alten Söhne und versuchte anschließend, sich zu vergiften. Sie hatte sich kurz vor der Tat von ihrem Mann getrennt.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 06. Dezember 2007, 19:56:39
Der Text kam mir bekannt vor - guckst du >hier< (http://www.vatersein.de/News-file-article-sid-980.html).


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 06. Dezember 2007, 20:04:20
Der Text kam mir bekannt vor - guckst du >hier< (http://www.vatersein.de/News-file-article-sid-980.html).

Hmm, ich hatte ihn 1:1 aus tagesschau.de übernommen. Schreiben die jetzt bei VS ab ???


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Elternteil_m am 06. Dezember 2007, 23:51:34

Emotional instabile Menschen
Alleinerziehende mit mehreren Kindern oder emotional instabile Frauen, die an einer Borderline-Persönlichkeitsstörung leiden, fühlen sich mit der Erziehung oft überfordert. So erstickte eine Mutter mit Borderline-Syndrom ihre drei Kinder in Ratekau (Schleswig-Holstein), weil sie nicht aufhörten zu schreien. Bei Borderline handelt es sich um eine Störung der Persönlichkeit emotional instabiler Menschen, bei der Symtome einer Neurose und einer Psychose wechselnd auftreten.
Zitat

Möchte jemand den OLG Köln Beschluss lesen, in dem es protokollierte und beschloss:

Fra. X, ihr Ex behauptet sie würden an einer sogenannten BL-Störung leiden, stimmt das ?
( KM ist von Fachklinik diagnostizierte BLerin, jedoch hat der KV es versäumt, die Abschlussdiagnose ihr zu klauen und kan nes somit mnciht nachweisen, das eine Diagnose vorliegt. . . )

KM: "NeIn, ich weiss überhaupt nicht, woher der das hat."

OLG an KV: "Herr X, die KM sagt, sie sei gesund, lassen wir das ABR bei ihr! Es besteht kein Handlungsbedarf! Ein familienpsychologisches Gutachten lehnen wir ab. Nur wenn das Kind sagt, das es beim KV leben will, lassen wir ein Gutachten zu!"

So long. . .

E.



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Elternteil_m am 07. Dezember 2007, 00:00:02
Zitat Spiegel.de

Zitat
Kein Umfeld, das man schnell mit hässlichen Schlagworten wie "Unterschicht ", "asozial" oder "Hartz IV-Milieu" klassifiziert.

in denen solch Tötungsdelikte wahrscheinlicher sind ?



No comment

E.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: eskima am 07. Dezember 2007, 01:48:32
Fünf getötete Jungen im schleswig-holsteinischen Darry, drei tote Babys im sächsischen Plauen. Warum nehmen Mütter Hilfsangebote nicht an, warum töten sie sogar ihre eigenen Kinder? Für stern.de erklären ein Psychiater und eine Psychologin, wie es so weit kommen kann.

Die Mutter im schleswig-holsteinischen Dorf Darry, die mutmaßlich ihre fünf Söhne getötet hat, ist jetzt in psychiatrischer Behandlung. Psychische Störungen der Eltern - Psychosen oder Depressionen etwa - gelten als eine der wichtigsten Ursachen für den Mord an eigenen Kindern. Es gibt laut Cierpka eine Reihe bekannter Risikofaktoren: Die Eltern können selbst ein schweres Problem haben, etwa drogenabhängig sein oder eben an einer psychische Störung leiden. Die Partnerschaft kann extrem schwierig sein oder die Mutter alleinerziehend. Das Kind selbst kann diese Probleme verstärken, wenn es zum Beispiel ein schwieriges Temperament hat oder behindert ist. Schließlich spielen auch soziale und materielle Komponenten hinein - Armut ist ein großes Problem. Meist kommen bei Familien, in denen diese Taten geschehen, mehrere Faktoren zusammen.

http://www.stern.de/wissenschaft/mensch/:Darry-Plauen-Warum-M%FCtter-Kinder/604625.html


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 07. Dezember 2007, 08:38:11
OLG an KV: "Herr X, die KM sagt, sie sei gesund, lassen wir das ABR bei ihr! Es besteht kein Handlungsbedarf! Ein familienpsychologisches Gutachten lehnen wir ab. Nur wenn das Kind sagt, das es beim KV leben will, lassen wir ein Gutachten zu!"

Das ist das, was mir persönlich immer wieder den Hut hochgehen läßt, dass hier Leute zum falschen Kittel greifen (den scharzen mit dem weißen verwechseln). Juristen spielen sich als Mediziner auf und geben weitreichende Diagnosen und Prognosen ab.

Auch im aktuellen Fall weiß der Staatsanwalt schon jetzt, dass diese Frau zu 100% schuldunfähig ist. Wo nehmen die das her und vor allem: wie soll sich ein wirklich sachverständiger Gutachter dieser Angelegenheit noch unbefangen nähern können!

LG, Uli


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Muckebruder am 07. Dezember 2007, 09:14:29
Die Obduktion der Leichen ergab jetzt: „Die Tat geschah am Dienstag. Die Kinder haben Schlafmittel bekommen. Der Tod ist durch Ersticken eingetreten. "Wir beschuldigen die Mutter des fünffachen Mordes, allerdings im Zustand der absoluten Schuldunfähigkeit", sagt der Oberstaatsanwalt.


http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/12/07/todesmutter-ploen/5-jungen-tot,geo=3191978.html (http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/12/07/todesmutter-ploen/5-jungen-tot,geo=3191978.html)


Der Soziale Dienst des Kreises Plön bekam im August ernsthafte Hinweise darauf, dass die Familie Hilfe benötigte. Die Initiative sei von einem der beiden Väter ausgegangen. Er habe im August dem Sozialpsychiatrischen Dienst von religiösen Fantasien der Mutter der fünf Jungen berichtet.

Landrat Gebe: „Auf anschließenden Treffen und nach mehreren Gesprächen mit der Mutter ergaben sich aber keine Hinweise, die auf eine Krisensituation hindeutete.“


http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/12/06/mutter-mord-kinder/familie-foto,geo=3185558.html (http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/12/06/mutter-mord-kinder/familie-foto,geo=3185558.html)


Alles Klar: Der Teufel war hinter ihr her ,...


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 07. Dezember 2007, 09:42:13
Moin,

ja, in jedem anderen Fall ist die Klärung der Schuldfrage die Aufgabe eines ordentlichen deutschen Gerichts. Hier wird aber kaum 24 Stunden nach der Tat bereits die Schuldunfähigkeit präjudiziert und die "Strafe" (unbefristete Unterbringung in der Psychiatrie) gleich mit verhängt. Vermutlich, weil nicht sein kann, was nicht sein darf: Eine Mutter, die ihre eigenen Kinder umbringt - das ist dasselbe wie ein Bankraub durch den Papst. So etwas wollen wir nicht vor Gericht verhandelt haben, die Gründe wollen wir nicht wissen, weil es sie nicht geben  kann, diese Frau sperren wir gleich weg und hoffen, dass alle schnell vergessen, was gewesen ist.

Ob ein männlicher Täter im gleichen Fall mit soviel "Gnade" rechnen könnte? Ob er sich ebenfalls auf "Verzweiflung", "Überforderung" oder "Schuldunfähigkeit" berufen könnte - oder ihm dergleichen vielleicht sogar umgehend von einem eifrigen Staatsanwalt, der Fall und beteiligte Personen 24 Stunden zuvor noch gar nicht kannte, auf dem Silbertablett serviert würde?

Ratlos
Martin


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 07. Dezember 2007, 09:55:19
Dazu auch ganz aktuell:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,521901,00.html

Zitat:
Zitat
"Man kann den Kindern oft nichts ansehen von den häuslichen Problemen, solange sie keine deutlichen Störungen entwickelt haben. Und auch die Mutter kann in Situationen, in denen es darauf ankommt, einen ganz normalen Eindruck machen", sagt Deneke.

Warum kommt mir gerade das so bekannt vor? Was erwarten diese "Experten"? Eine Laufschrift auf der Stirn der Mütter: "Ich hab einen an der Waffel!"?

***edit: Ergänzung weiteres Zitat:
Zitat
Psychische Erkrankungen von Eltern sind mittlerweile ein Massenphänomen: Die Bundestherapeutenkammer schätzt, dass 1,5 Millionen Kinder in Deutschland mit einem psychisch erkranktes Elternteil leben. Im häufigsten Fall sind es allein erziehende Mütter. "Oft kommen die Männer mit der Erkrankung der Mutter nicht mehr klar und verlassen die Familie", sagt Deneke.

Das scheint ein Phänomen unserer Zeit zu sein; ich kann mich nicht erinnern, dass es in der Generation unserer Eltern und Grosseltern eine auch nur annähernde Häufung psychisch erkrankter Mütter gegeben hätte. Vielleicht, weil sie sich selbst nicht die Aufgabe "be a perfect Mom" gestellt haben; dazu hätten die Frauen, die nach dem Krieg Deutschland massgeblich wieder aufgebaut haben und die nicht für jeden Pups ein elektrisches Haushaltsgerät hatten, vermutlich gar keine Zeit gehabt...

Just my 2 cents
Martin


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Jemmy am 07. Dezember 2007, 10:26:09
Hallo

Eine Laufschrift auf der Stirn der Mütter: "Ich hab einen an der Waffel!"?

Aber dann wär immer noch fraglich, was damit gemeint ist. Solch eine Laufschrift
würde sich bei manchem Robenträger oder JA Mitarbeiter auch gut machen  :rofl2:

LG Thomas


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: eskima am 07. Dezember 2007, 10:55:14
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/;art1117,2434543

Berlin-Charlottenburg
Mutter und Baby tot in Wohnung gefunden
Tragödie in Berlin: Eine Mutter und ihre sechs Wochen alte Tochter sind tot in ihrer Charlottenburger Wohnung entdeckt worden. Die Mutter erlag vermutlich einer Krankheit. Das Baby starb darauf, weil es nicht mehr versorgt wurde.

BERLIN - Nach ersten Erkenntnissen gibt es keine Hinweise auf eine Straftat oder Selbstmord, wie ein Sprecher der Berliner Polizei sagte. Die 24-jährige Frau war demnach aber krank und hatte Drogenprobleme. Die Polizei sprach von einem "tragischen Fall". Ein Sprecher erklärte, manche Menschen seien auch in jungem Alter bereits schwer krank. Das Baby habe nach dem Tod der Mutter nicht überleben können. Eine Obduktion soll die genaue Todesursache beider klären.

Die junge Mutter wurde laut Polizei vom Jugendamt betreut. Seit der Geburt ihres Kindes nahm sie regelmäßig Termine wahr. Als sie am Donnerstag zu einem dieser Termine nicht erschien, suchte eine Mitarbeiterin des Jugendamts die Wohnung der Frau auf. Als nach Klingeln und Klopfen nicht geöffnet wurde, alarmierte die Mitarbeiterin Polizei und Feuerwehr. Feuerwehrleute brachen die Tür auf und fanden die beiden Toten. Die Mutter lebte mit ihrem Kind in einem Wohnhaus mit rund 60 Mietparteien in Charlottenburg, direkt am Stadtring (A 100). Zum Zustand der Wohnung an der Rognitzstraße machte die Polizei bislang keine Angaben.

Medienberichte, wonach das Mädchen verhungert und verdurstet sei, bestätigte die Polizei bislang nicht. Laut "Berliner Zeitung" sagte der Jugendstadtrat des Berliner Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf, Reinhard Naumann (SPD): "Die Frau stand in engem Kontakt zu den Behörden." Sie sei auch bereits vor der Geburt des Kindes wegen ihrer "Risikoschwangerschaft" betreut worden. Naumann kündigte für den heutigen Tag eine Pressekonferenz an.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 07. Dezember 2007, 10:56:27
"Oft kommen die Männer mit der Erkrankung der Mutter nicht mehr klar und verlassen die Familie", sagt Deneke.

Diese Männer schlagen dann bald darauf bei VS auf ...


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 07. Dezember 2007, 11:32:11
Zitat
"Heute wissen wir, dass jede Woche zwei Kinder an den Folgen von Verwahrlosung sterben. Die Zahl der alleinerziehenden Mütter wird immer größer", sagt Siggelkow. "Auf der einen Seite sind Jugendämter in Ballungsräumen hoffnungslos überfordert. In der Regel kommen auf einen Familienbetreuer 50 bis 70 Fälle. Das ist nicht zu schaffen. Dann sind wir so bürokratisch, dass es uns gar nicht gelingt, in die Familien zu kommen, schon bevor die Kinder verwahrlosen." In der Hierarchie der Sündenböcke werden nach Fällen wir in Darry oder Plauen zuerst die Mütter und dann das Jugendamt genannt. Doch wo die Väter waren, fragt nur selten jemand.

Endlich ist der Brückenschlag gelungen. Ich hatte schon drauf gewartet. Die Väter sind die Schuldigen!

Uli

>Quelle< (http://www.mdr.de/brisant/5069238-hintergrund-5067220.html)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: eskima am 07. Dezember 2007, 11:45:00
Lieber Uli,

das lese ich gerade bei den Informationen aus Darry anders. Es wird immer wieder gesagt, dass der Vater durch sehr liebevollen Umgang mit den Kindern aufgefallen ist, während die Mutter eher mit gesenktem Kopf durch das Dorf ging.

Der Vater war auch aktiv und ging zum JA:

Erster Kontakt im April 2005
Nach Angaben des Plöner Landrats Volkram Gebel gab es bereits im April 2005 einen ersten Kontakt zwischen der Familie und dem Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) des Landkreises. Damals sei es jedoch lediglich um eine gesündere Wohnung für die Familie gegangen. Einen zweiten Kontakt habe es erst im August dieses Jahres gegeben. Zu diesem Zeitpunkt habe eine Nachbarin den ASD des Landkreises auf Betreiben eines der Väter - unklar ist, um welchen der beiden es sich handelt - darauf aufmerksam gemacht, dass in der Familie etwas nicht stimme, sagte Gebel. Unklar war jedoch, ob es sich um den bei der Familie lebenden Mann handelte - oder den ersten Mann der Mutter.

http://www.stern.de/politik/panorama/:Darry-Vater-Haus-Tag-T%F6tung/604657.html?vs=1

LG

eskima


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 07. Dezember 2007, 11:58:17
Liebe Eskima,

glücklicherweise gibt es auch Journalisten, die sachlich und differenziert berichten. Um so mehr ärgert es mich, dass Vorfälle wie diese dazu genutzt werden, einseitige Schuldprojektionen durchzuführen.

LG, Uli


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: eskima am 10. Dezember 2007, 11:24:24
Frau misshandelt Baby - Schädelbruch

Brutales Missbrauchs-Drama in Mecklenburg-Vorpommern: Eine junge Frau hat ihren erst drei Monate alten Sohn schwerwiegend misshandelt. Das Baby erlitt einen Schädelbruch. Die 20-jährige Mutter sagte, sie sei überfordert gewesen...

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,522283,00.html

...Nach der neuerlichen Vernehmung im Zusammenhang mit der Misshandlung am vergangenen Freitag ging die Polizei in Anklam von "verminderter Schuldfähigkeit" aus.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: midnightwish am 10. Dezember 2007, 11:34:07
Ich mag derzeit eigentlich schon gar nicht mehr irgenwelche Nachrichten oder so sehen oder hören. Die 1. Meldung die ich heute hörte war, das ein Kind mit schweren Mißhandlungen ins Krankenhaus kam, die KM in die Psychatrie. Es stellte sich dann heraus, das sie bei Oma zu Besuch war und an ihrem Wohnort schon eine Ermittlung wegen Mißhandlung lief. Nun soll das Kind, sobaldes sich erholt hat zur Oma...

Ne, ich versteh´s nicht und will es wohl auch nciht verstehen. Wieso hat jemand gegen den bereits Ermittlungen geführt werden immer noch das Kind in seiner Gewalt?

Tina


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Muckebruder am 10. Dezember 2007, 20:23:31
Zitat
Die 20-jährige Mutter sagte, sie sei überfordert gewesen...
Zitat
...Nach der neuerlichen Vernehmung im Zusammenhang mit der Misshandlung am vergangenen Freitag ging die Polizei in Anklam von "verminderter Schuldfähigkeit" aus.

Wie gehabt  :mad: :mad: :mad:



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 10. Dezember 2007, 21:20:39
ein Besoffener, der sich ins Auto setzt, ist - objektiv betrachtet - auch "vermindert schuldfähig"; das bringt die Sauferei zwangsläufig mit sich. Trotzdem trifft ihn die volle Härte des Gesetzes; mit mildernden Umständen kann er nicht rechnen.

Aber wenn eine Mutter wegen "Überforderung" ihre Kinder misshandelt oder gar umbringt, liegt oft schon nach 24 Stunden eine entlastende und präjudizierende Diagnose auf dem Tisch. Verkehrte Welt!

Just my 2 cents
Martin
(der Alk am Steuer natürlich absolut besch***eiden findet)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Kasper am 10. Dezember 2007, 21:44:17
Moin,

es kommt wie immer auf die Betrachtungsweise an ....
Zitat
http://www.focus.de/politik/deutschland/berlin_aid_228876.html
Vielleicht hat jemand entdeckt, dass man mit Falschmeldungen viel Geld verdienen kann? Ein arbeitsloser Therapeut ... was auch immer. Ich habe schon länger den Eindruck das es nicht so sehr um die Kinder selber geht (Ihr dürft gerne auf mich einprügeln), sondern mehr um Stimmungsmache. Die Eltern, die es wirklich betreffen würde, sind bisher durch das Raster gefallen ... aus welchen Gründen auch immer. Vielleicht hätte sich *bösevorahnung* das JA nicht so sehr um boykottierende Mütter kümmern sollen. Es macht natürlich Sinn, einen betreuten Umgang den Vorrang zu gewähren, wie einer Meldung nachzugehen. Auch eine entsprechende Verfügung muss bei Gericht beantragt werden und vielleicht läuft man bei dem Hausbesuch gefahr, angegriffen zu werden.

Die bisherigen Mittel des JA sind noch aussreichend und werden nicht einmal richtig angewandt. Wenn man bedenkt, dass die Statistik von 2 Fällen pro Tag spricht, warum gibt es dann nur eine Meldung im Monat? Vielleicht werden die grausamsten herausgesucht um genau das zu erreichen ...
"Das Gefühl zu vermitteln, dass es zuviele grausame Eltern gibt und der Staat noch stärker kontrollieren muss!"

Wohin geht die Reise? Dass die zweidrittel, die sich bewusst gegen Kinder entscheiden, die Kontrolle über die wenigen Kinder bekommt? Gleichzeitig seinen Lebensunterhalt damit verdient und mein, ruhigen und versorten Gewissens ins Bett gehen zu können?

Mir machen solche Schlagzeilen Angst. Auch wegen der Kinder, aber vielmehr was sie bewirken sollen.

Kasper


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: midnightwish am 11. Dezember 2007, 10:26:13
Es gibt noch eine anderen Aspekt der mir schon zu denken gibt.

Die Zeitungen (und da ist ja nicht nur das große B beteiligt, sondern auch die großen renommierten zeitungen) betreiben mit solchen nArtikeln ja auch Stimmungsmache. Die Bevölkerung schreit auf und fordert von der Politik Maßnahmen um die Kinder zu schützen. Nein, ich finde das durchaus nicht falsch, aber eines gibt mir doch dann zu denken. In den letzten Tagen hatte ich im Zusammenhang mit der Vernachlässigung von Kindern einen Beitrag gehört in dem ein JA-MA meinte: Man müsse mehr Kontrollen durchführen, auch ohne Meldung von Dritten und vor allem unangekündigt. Wer nichts zu verbergen hätte, hätte ja auch kein Problem jemanden unangekündigt in die Wohnung zu lassen. Wer dies nicht macht, da müßte man dann mal genauer nachschauen...
 Sorry, ich habe nichts zu verbergen in Bezug auf meine Kinder oder mich und trotzdem möchte ich nicht jedem Hinz und Kunz die Tür zu meinem Zuhause öffnen, damit er sich umschauen kann, nurweil er einen Ausweis eines JA bei sich hat.

Einige male habe ich schpon von dem tollen Modell eines skandinafischen Landes gehört, dort hat jede Familei per seh einen Menschen, der regelmäßig nach dem rechten schaut. Natürlich ist das alles auf freiwilliger Basis, allerdings wird es gemeldet, wenn eine Familie z.B. nicht die angebotenen Hebammenbesuche etc. annimmt. Hab leider vergeßen in welchen Land, aber ich werd mal googlen.

Ich hab so das Gefühl das man die Situation gerne ausnutzen wird um eine möglichst große Kontrolle über Kinder ausüben zu können... in welche Richtung meine Gedanken in Bezug auf die weitere Zukunft gehen, ich glaub da müßte ich einige Jährchen zurückgehen.

Tina


Titel: Schon wieder!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Beitrag von: Hessentom am 18. Dezember 2007, 14:07:24
Baby sechs Wochen alt, die dieses Kind Gebärende 24 Jahre alt. Baby tot, die Täterin im Knast.

Das sechte getötete kind in Thüringen in diesem Jahr.

Ich kann gar nicht soviel fressen, wie ich kotzen könnte!


Thomas


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: babbedeckel am 18. Dezember 2007, 14:13:36
Hi,

 :mad:
Quelle ?

Gruß
babbedeckel


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Hessentom am 18. Dezember 2007, 14:17:04
N 24, MDR, usw. Die Tat geschah im September, wuirde aber bisher aus " ermittlungstaktischen Gründen" nicht veröffentlicht. Die Gebärende sitzt seit November hinter Gittern.


Titel: Sorgerechtsstreit
Beitrag von: Besucherin am 26. Dezember 2007, 11:13:59


 ;(

Ohne weiteren Kommentar.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,525311,00.html


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 26. Dezember 2007, 17:59:39
Zitat
Als Hintergrund für die Bluttat vermutete die Polizei einen Sorgerechtsstreit.

Zitat
Der Junge wies keine äußeren Verletzungen auf,

Klar, wenn Männer töten ist's gleich 'ne Bluttat. Bei einer Frau würde stehen: "Erst schlug sie das Kind bewusstlos und erdrosselte es erst dann, damit es nicht spürt."

 :mad:


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 26. Dezember 2007, 18:01:55
Der Spiegel hat dann auch gleich die nächte Story parat:

Zitat
Mutter tötet am Weihnachtsmorgen - Großmutter entdeckt Kinderleichen

Sie schienen eine normale Familie zu sein, doch als der Vater am Weihnachtsmorgen zur Arbeit fuhr, erstickte die Mutter ihre beiden Söhne. Ist sie psychisch krank? Die Polizei sucht nach Antworten - und die Politik nimmt die Nachbarn in die Pflicht.

Beratzhausen - Der Bürgermeister von Beratzhausen, Georg Thaler, ist schockiert. Bei den rund 5700 Einwohnern der Gemeinde bei Regensburg herrsche große Betroffenheit, eine Tanzveranstaltung sei wegen der Gewalttat abgesagt worden, sagte der Bürgermeister. Der Tod der beiden Jungen habe sich gestern im Laufe des Tages schnell in der Gemeinde herumgesprochen. Die Familie sei in dem Ort bekannt, wegen psychischer Probleme sei die Mutter aber noch nicht aufgefallen.

Gleichwohl erklärte der Polizeisprecher Michael Rebele im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE: "Wir müssen ermitteln, ob die Frau möglicherweise psychisch erkrankt war." Die Familie, die aus dem Ort stamme, sei den Behörden zuvor nicht aufgefallen. "Es war ein sehr homogenes Umfeld", so Rebele. Nähere Erkenntnisse erhoffen sich die Ermittler von weiteren Vernehmungen der Tatverdächtigen. Sie soll noch heute einem Haftrichter vorgeführt werden.

Unterdessen drängt die CSU-Justizministerin des Freistaates, Beate Merk, auf schnelle Maßnahmen zum Schutz von Kindern. Die Kinder müssten ins Zentrum der Gesellschaftspolitik rücken, verlangte die Ministerin. "Für mich ist es unfassbar, wie sich solche Dramen vor unser aller Augen abspielen können. Gerade der extreme Kontrast zwischen dem weihnachtlichen Frieden und diesen erschütternden Taten muss jeden wachrütteln."

Jeder Einzelne stehe in der Verantwortung, ein Wegschauen dürfe es nicht geben. "Auch auf Hinweise auf psychische Probleme muss reagiert werden, um diesen Menschen rechtzeitig helfen zu können. Zu den Maßnahmen zum Schutz von Kindern gehört untrennbar die Unterstützung von Eltern."

Die beiden zwei und drei Jahre alten Jungen waren gestern Morgen gegen 7.15 Uhr einer ersten Obduktion zufolge durch Gewalteinwirkung auf das Gesicht und den Hals gestorben. "Sie sind erstickt", sagte Rebele SPIEGEL ONLINE. Die 37 Jahre alte Mutter wurde in ihrer Wohnung im Obergeschoss eines zweistöckigen Hauses festgenommen. Sie legte ein umfassendes Geständnis ab. Die Schwiegereltern der Frau, die im Erdgeschoss des Hauses leben, hatten gestern gegen 10.30 Uhr die Kinder leblos im Bad gefunden. Ihnen war laut Polizei die ungewöhnliche Ruhe in der Dachgeschosswohnung aufgefallen.

Der 45 Jahre alte Vater der Kinder, nach Informationen von SPIEGEL ONLINE arbeitet er bei einer Behörde im oberpfälzischen Neumarkt, wurde von der Polizei nur vorübergehend festgehalten. Ein Verdacht gegen ihn ergab sich nicht. Bisherigen Ermittlungen zufolge war der Mann gestern in den frühen Morgenstunden zur Arbeit gefahren.

In München tötete gestern ein 43 Jahre alter Vater seinen achtjährigen Sohn und dann sich selbst. "Hintergrund der Tat ist offensichtlich ein Sorgerechtsstreit um den Sohn", berichtete ein Polizeisprecher. Der Junge wurde im Haus des Informatikers tot auf der Couch neben dem Christbaum gefunden. Die Leiche des 43 Jahre alten Vaters lag im Bett des Sohnes.

Der Achtjährige, der bei seiner Mutter lebte, hatte über die Feiertage seinen Vater besucht und sollte am ersten Weihnachtstag zu der im Raum Rosenheim lebenden Frau zurückgebracht werden. Als dies nicht geschah und der Mann auch telefonisch nicht erreichbar war, verständigte die 41-Jährige die Polizei. Die Polizisten klingelten am Einfamilienhaus des Vaters, doch niemand öffnete. Schließlich sahen die Beamten durch ein Fenster die Leiche des Schülers im Wohnzimmer.

Später wurde der 43-Jährige tot mit einer Plastiktüte über dem Kopf im Bett des Sohnes im ersten Stock gefunden. Er hatte sich offenbar erstickt. Bei dem Kind wurden keine äußeren Verletzungen festgestellt. Eine Obduktion soll voraussichtlich nach den Feiertagen nähere Erkenntnisse über die Todesursache bringen.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,525351,00.html

Und als zweiten Satz gleich die Entschuldigung: "Ist sie psychisch krank?"


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 27. Dezember 2007, 21:07:08
Bei dem Vater handelt es sich um >Roman Stanowsky< (http://209.85.129.104/search?q=cache:YVWwqgYwTMkJ:www.roman-stanowsky.de/+site:http://www.roman-stanowsky.de&hl=de&ct=clnk&cd=1&gl=de) (google Cache). Auf seiner HP hatte er einen Abschiedbrief hinterlassen, in dem er mit dem Familienrecht, den RAs und seiner Ex abrechnet. Die HP ist von der Polizei angeordnet vom Netz genommen worden, was ich persönlich als Zensur schlimmster Art empfinde. Strato war ja schon immer sehr willig.

Bilder seines Sohnes gibt es >hier< (http://images.google.de/images?as_st=y&svnum=10&hl=de&safe=off&q=site%3Ahttp%3A%2F%2Fwww.roman-stanowsky.de).



Die tz schreibt heute:

Zitat
Aus Rache an der Ex-Frau: Vater tötet Mickey (8) und dann sich selbst


München - Wie hatte er sich auf Heiligabend gefreut. Und als es dann endlich soweit war – da war der kleine Michael (zärtlich „Mikey“ genannt) gar nicht mehr zu halten. Unter dem Christbaum probierte er sofort mit seinem Vater Roman S. (43) seine neue elektrische Eisenbahn aus. Bis es Zeit war, ins Bett zu gehen…


Der mit Lametta geschmückte Christbaum steht noch dort, ebenso die Eisenbahn. Nur Mikey ist nicht mehr da. Mikey ist tot. Ermordet am Weihnachtsmorgen vom eigenen Vater, der anschließend Selbstmord beging.

Roman S. hinterließ einen Abschiedsbrief – eine hasserfüllte Abrechnung mit seiner Ex-Frau, mit der er erbittert ums Sorgerecht für Mikey gestritten hatte. Als für den Informatiker Roman S. und dessen Frau Monika (41) die Welt noch in Ordnung war, lebte die Familie in Bruckmühl (Landkreis Rosenheim).

Doch die Ehe scheiterte, die Scheidung nach dem Trennungsjahr war bereits vollzogen. Monika S. lebte mit Sohn Mikey in einem Landhaus in Stephanskirchen unweit von Rosenheim. Roman S. dagegen war allein nach München in sein Elternhaus in der Lerchenstraße zurück – ein altmodisches, aber blitzsauberes Siedlungshäuschen, das noch mit Ölöfen beheizt wurde. Mikey musste fortan zwischen seinen Eltern pendeln.

In letzter Zeit soll sich Roman S. verändert haben. Zwar hielt er sich weiterhin zuverlässig an alle Vereinbarungen. Doch hatte Monika S. dass Gefühl, dass der Ex „irgendwie spinnt“, wie sie später der Polizei sagte. Dennoch setzte sie ihr Söhnchen am 21. Dezember unbesorgt in den Zug nach München, wo er vom Vater vereinbarungsgemäß abgeholt wurde. Wie hätte sie auch ahnen können, dass Roman S. da bereits einen tödlichen Entschluss gefasst hatte…

Den Auslöser kennt die Mordkommission noch nicht, wohl jedoch das Motiv: Blanker Hass auf die Ex- Frau, die ihm in seiner Vorstellung das Liebste genommen hatte – sein Kind. So reifte in seiner fanatischen und egoistischen Liebe zu Mikey der grausame Plan, seine Ex-Frau zu „bestrafen“. Vermutlich in den frühen Morgenstunden des 25. Dezember wurde das Häuschen in der Lerchenstraße Schauplatz eines unfassbaren Verbrechens.

Als Mikey am Ersten Weihnachtsfeiertag um 14 Uhr nicht nach Hause gebracht wurde und Roman S. nicht ans Telefon ging, hatte Monika S. eine böse Vorahnung. Sie verständigte die Polizei. Um 17 Uhr klingelten Münchner Polizisten in der Lerchenstraße 63. Niemand öffnete. Sie schauten von außen ins Wohnzimmer und sahen Mikey. Im Schlafanzug lag er auf dem Sofa. Er war sehr blass, sah aus, als ob er schliefe.

Die Beamten traten die Tür ein – helfen konnten sie nicht mehr. Mikey war bereits seit Stunden tot – vermutlich vergiftet. Dafür sprechen aufgefundene Medikamente. Im Kinderzimmer im ersten Stock fanden sie Roman S. Er lag auf Mikeys Bett, hatte eine Plastiktüte über den Kopf gezogen. Er ist vermutlich erstickt. Eine graue Helium-Gasflasche samt Schlauch, die er neben das Bett gestellt hatte, hatte er nicht benutzt. Zur Klärung der Todesursache werden beide erst heute obduziert.

Vieles spricht dafür, dass Roman S. dieses infame Verbrechen schon länger geplant hat. Auf einer Kommode hatte er persönliche Papiere zurechtgelegt – darunter einen Stapel Sorgerechts-Akten, Geldbeutel, Ausweis, ein Bild von Mikey und den noch in der Weihnachtsnacht geschrieben Abschiedsbrief. Monika S. befindet sich derzeit in der Obhut von Freunden, wird psychologisch unterstützt. Ihr Platz im Beyhartinger Kirchenchor blieb gestern früh leer. Nie wieder wird ihr strahlender Solo-Sopran an Weihnachten in der Kirche erklingen. Nie wieder wird sie ein unbeschwertes Weihnachtsfest erleben können. Die fürchterliche Rache ihres Ex- Mannes – sie ist aufgegangen.

Quelle: >tz< (http://www.tz-online.de/tzheute/art1061,340064)

Die Augsburger Allgemeine ist etwas deutlicher:

Zitat
Eine Abrechnung mit der "Familienvernichtungsmafia"
München (AZ/dpa) - Im Fall des 43-Jährigen Münchners, der an Weihnachten seinen kleinen Sohn und sich selbst tötete, ist im Internet ein Abschiedsbrief aufgetaucht. In dem von der tz abgedruckten Brief erhob der Mann massive Vorwürfe gegen seine Ex-Frau, ein Familiengericht sowie die Politik.

Für das was passiert ist, könne man sich bei seiner "egoistischen und verlogenen Ex-Frau" und "ihrem boshaften destruktiven und gehässigen Anwalt, der durch seine ständigen hetzerischen Ergüsse absichtlich Öl ins Feuer geschüttet hat" bedanken, schrieb der 43-Jährige weiter. Auch ein Familienrichter am Rosenheimer Amtsgericht sowie die "femifaschistischen Vollidioten von der SPD und FDP, die vor 30 Jahren das heute gültige schwachsinnige Scheidungsrecht eingeführt haben" seien mitverantwortlich für die schreklichen Geschehnisse. Mit Blick auf das deutsche Scheidungsrecht sprach der Münchner außerdem von einer «Familienvernichtungsmafia».

Aus diesem Grund seien bereits unzählige Leben zerstört worden, heißt es in dem Brief weiter. "Und viele Väter haben denselben Weg gewählt wie ich." Der 43-Jährige appelliert deshalb schließlich an den Staat: "Vergällt den jungen Männern das Kinderzeugen oder gar Heiraten, gebt Babys in Krippen, lasst Frauen sich selbst verwirklichen und zerstört die bewährte Form der Familie - aber wundert euch nicht, wenn immer mehr entrechtete Männer, die nichts als eine intakte familie wünschen und stattdessen abgezockt, betrogen, diffamiert und um ihre Kinder gebracht werden, als letzten Ausweg (...) ihre Kinder und sich selbst töten."

Die Homepage wurde inzwischen von der Polizei gesperrt. Die Ermittler nehmen an, dass der Informatiker aus München seine Tat geplant hat. Eine Obduktion soll nun klären, woran der Achtjährige genau starb.

Quelle: >Augsburger Allgemeine< (http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Bayern/Artikel,Eine-Abrechnung-mit-der-Familienvernichtungsmafia_arid,1139409_regid,1_puid,2_pageid,4289.html#null)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: eskima am 27. Dezember 2007, 22:03:44
Mutter des Totschlags verdächtigt
Kleinkind offenbar verhungert und verdurstet

Im sächsischen Kirchberg bei Zwickau hat eine Mutter offenbar ihr zweijähriges Kind verhungern und verdursten lassen. Die 23-Jährige wurde festgenommen, teilte die Polizei mit. Der Junge war laut Obduktion stark untergewichtig und erheblich ausgetrocknet. Anzeichen äußerer Gewalteinwirkung waren laut Polizei nicht zu erkennen.

Die Frau hatte am Nachmittag des zweiten Weihnachtsfeiertages den Notarzt gerufen, der nur noch den Tod des Kindes feststellen konnte. Mordkommission und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen des Verdachts des Totschlages durch Unterlassen.

Nach Angaben der Polizei gehören zu der Familie zwei weitere Kinder. Sie sollen wohlauf sein. Der Leiter des zuständigen Jugendamtes, Gerd Drechsler, sagte, die Mutter des Jungen sei den Behörden bekannt gewesen und die Familie sei sozialpädagogisch von den Behörden betreut worden. Der zweijährige Junge sei bis kurz vor Weihnachten in eine Kinderkrippe gegangen. Dort hätten die Erzieherinnen keine Anzeichen einer Unterernährung bemerkt. Der Vater sitze zurzeit eine Haftstrafe ab.

http://www.tagesschau.de/inland/kind12.html


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 28. Dezember 2007, 09:49:16
Zitat
Für das was passiert ist, könne man sich bei seiner "egoistischen und verlogenen Ex-Frau" und "ihrem boshaften destruktiven und gehässigen Anwalt, der durch seine ständigen hetzerischen Ergüsse absichtlich Öl ins Feuer geschüttet hat" bedanken, schrieb der 43-Jährige weiter. Auch ein Familienrichter am Rosenheimer Amtsgericht sowie die "femifaschistischen Vollidioten von der SPD und FDP, die vor 30 Jahren das heute gültige schwachsinnige Scheidungsrecht eingeführt haben" seien mitverantwortlich für die schreklichen Geschehnisse. Mit Blick auf das deutsche Scheidungsrecht sprach der Münchner außerdem von einer «Familienvernichtungsmafia».


Dieser Abschnitt aus dem Abschiedsbrief des Täters treibt mich schon den heutigen Morgen über um. Es ist so schwer, sich hierzu angemessen und differenziert zu äussern! Das Verhalten des Mannes ist durch die Umstände seines Rosenkrieges allenfalls erklärbar, es ist in keiner Weise entschuldbar oder von minder schwerer Schuld (wie man es bei gleich handelnden Müttern gerne sofort unterstellt). Der Väterbewegung hat er damit einen Bärendienst erwiesen: Die Tat, zusammen mit der sprachlichen Abfassung seines Abschiedsbriefes wird in der Öffentlichkeit nur tiefe Ablehnung hervorrufen und in der Konsequenz möglichweise ein noch restriktiveres Verhalten Besuchsvätern gegenüber zur Folge haben.

Was ist nun aber mit dem Ausschnitt aus seinem Statement, den ich hier noch mal zitiert habe. Haben wir, die wir hier schreiben, es nicht alle genau so erlebt. Ist man uns, die wir nur den Kontakt zu den Kindern halten wollten, nicht genau so begegnet, wie es der Täter hier schreibt?!

Ich weiß nicht, wie man die verantwortlich Handelnden wach rütteln kann - dies läßt in mir ein weiteres mal ein Gefühl der Ohnmacht aufkommen!  ;(

Uli


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Besucherin am 28. Dezember 2007, 09:58:42
Hi Uli,
gerade Dir brauche ich nicht zu sagen, wie Menschen ticken. Für diesen Menschen endete eben alles emotional in einer Sackgasse, aus der er - rein subjektiv empfunden - keinen anderen Ausweg mehr sah.
Ob er nun damit final der Kindsmutter Schmerzen zufügen wollte, von denen sie sich zeitlebens nicht mehr erholen wird, oder ob diese Tat nur mit ihm selbst und seiner Ohnmacht zu tun hatte, werden wir nicht erfahren.

Umso wichtiger wäre es m.E., dass Väter wie Ihr, die Ihr all das schon hinter Euch habt oder mittendrin seid, und eben diese Mechanismen, die Roman St. aufführt, kennt und ebenfalls anprangert, Euch so oft es geht an die Öffentlichkeit wendet.

Die Augsburger Allgemeine ist - scheinbar - eine der wenigen Zeitungen, die Details aus seiner Motivation nennen bzw. aus seinem Abschiedsbrief.
Hier sehe ich durchaus eine Möglichkeit, dass Ihr Euch dort ins Gespräch bringt. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Ihr in der Redaktion Gehör findet und es zu einem Artikel z.B. über vatersein.de oder über die (gleiche) Situation von Vätern kommen könnte.
Ich halte das für wichtig.

Lieber Gruß
A.





Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 28. Dezember 2007, 10:10:33
Hier sehe ich durchaus eine Möglichkeit, dass Ihr Euch dort ins Gespräch bringt. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Ihr in der Redaktion Gehör findet und es zu einem Artikel z.B. über vatersein.de oder über die (gleiche) Situation von Vätern kommen könnte.

Liebe Besucherin,

der jetzige Zeitpunkt und der Aufhänger wären leider für ein solches Anliegen "dramaturgisch" unpassend!   :exclam:

LG, Uli


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Besucherin am 28. Dezember 2007, 10:17:59
Lieber Uli,
Du weißt doch, wie die Presse tickt: gerade wenn ein Eisen heiß ist ...

Ich traue Euch durchaus zu, dass Ihr das geschickt anpackt, ohne dieses reißerische Moment daran weiter zu schmieden.
Menschen suchen nach Erklärungen für solch ein Drama. Die könnt Ihr zwar nicht liefern, aber Ihr habt alle Argumente der Welt durch Eure Erfahrungen an der Hand, um eben hier ggf. darzustellen, wie's so läuft in unseren Landen.
Und eben auch ohne diesen Roman St. damit zu entschuldigen für diese Tat. Oder sie zu rechtfertigen.

Wann liest man schonmal etwas von Vätern und ihren Sorgen und Erlebnissen mit der Gesamtproblematik?
Bei RTL und Konsorten und ihren (teilweise reißerischen) Dokus mag ich sowas ungerne sehen. Das ist mir wiederum zu polarisierend und effektheischend.

Aber wenn eine hochseriöse Tageszeitung dieses Thema aufgreifen würde, wäre das m.E. schon ein Gewinn.

Lieber Gruß
A.



Edit:
Das hier zum Beispiel, was die Freunde von Pappa.com hier schreiben, halte ich für kontraproduktiv.
http://www.welt.de/vermischtes/article1496450/Kindsmord__Vater_hinterliess_Abschiedsbrief.html?page=1#article_readcomments

siehe unter "Kommentare" unterhalb des Artikels



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Beppo am 28. Dezember 2007, 11:07:09
Ein bisschen erinnert seine Ausdrucksweise auch an die, die in jenem Forum etwas zu oft verwendet wird.

Er scheint sich mit der Thematik selbst recht intensiv befasst zu haben und dabei immer mehr die Aussichtslosigkeit des Kampfes um Vater-Kindrechte bewusst geworden zu sein.

Ein Gefühl dass viele von uns kennen.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 29. Dezember 2007, 16:48:10
Das ging ja noch mal gut  :mad:

Zitat
Gelsenkirchen - Hassel (ots) - Heute um 03.00 Uhr kam es in einer Wohnung am Eppmannsweg im Ortsteil Hassel zu einer Bedrohung mit einer scharfen Schusswaffe. Der 29-jährige Wohnungsinhaber lebt seit geraumer Zeit von seiner Ehefrau (26 J.) getrennt. Zur Tatzeit befanden sich die gemeinsamen Kinder ( 1 ½ u. 4 J.), für die beide Elternteile ein gemeinsames Sorgerecht haben, in seiner Wohnung. Die Ehefrau kam in Begleitung ihres neuen Freundes (33 J.) und einem weiteren Bekannten (28 J.) in die Wohnung und forderte die Übergabe des 1 ½-jährigen Kindes.

Als ihr Ehemann dies ablehnte, bedrohte der 33-Jährige diesen massiv mit einer scharfen Pistole. Die Ehefrau nahm nun das Kleinkind an sich und verließ mit ihren Begleitern die Wohnung. Der Bedrohte rief die Polizei. Auf der Anfahrt zum Einsatzort trafen die Beamten auf den Pkw, mit dem sich die Personen gerade von der Wohnung entfernten. Sie hielten ihn an und nahmen die beiden Männer fest. Das Kleinkind gaben die Beamten wieder in die Obhut des Vaters.

Die Frau begab sich in ein Hotel. Im Pkw fanden die Polizisten das Magazin und Patronen einer scharfen Pistole. Die Pistole fehlte. Eindringliche Vernehmungen am heutigen Morgen durch die Fachdienststelle ergaben, dass die Festgenommenen sie auf der Flucht weggeworfen hatten. Die Beamten fanden die Pistole und stellten sie sicher. Anschließend wurden die beiden Männer nach weiteren polizeilichen Maßnahmen entlassen. Die Ermittlungen dauern an. (K. Kordts)

Polizei Gelsenkirchen
Pressestelle
Konrad Kordts
Telefon: 0209-365-2010
Fax: 0209-365-2019


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: bengel am 29. Dezember 2007, 17:58:45
wetten, dass die KM psychisch krank ist? :knockout:

bengel


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Muckebruder am 30. Dezember 2007, 19:30:57
Mutter des Totschlags verdächtigt
Kleinkind offenbar verhungert und verdurstet

Die Mutter des offenbar verdursteten und verhungerten zweijährigen Jungen aus Kirchberg in Sachsen ist verhaftet worden. Die 23-Jährige wird des Totschlags durch Unterlassen verdächtigt. Wie die Polizei mitteilte, ist die Frau ins Haftkrankenhaus Leipzig verlegt worden. Die Mordkommission ermittelt.


http://www.mdr.de/sachsenspiegel/5124534.html


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: PhoeniX am 19. Januar 2008, 19:17:47
Baby stirbt - Mutter festgenommen

Es ist ein schrecklicher Verdacht: Im thüringischen Behringen soll eine 23-Jährige ihre Tochter so stark vernachlässigt haben, dass der Säugling starb. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die alleinerziehende Mutter.

Behringen - Die Obduktion des einjährigen Mädchens ergab ausgeprägte Hautaufweichungen am Gesäß und in den Leistenfalten, wie die Staatsanwaltschaft Meiningen heute mitteilte. Ein Magen- und Darminhalt sei nicht erkennbar gewesen. Das Kind habe an Flüssigkeitsmangel und Mangelernährung gelitten, so Behördensprecher Thomas Wasmuth.

Ein Verdursten oder Verhungern liege jedoch nicht vor, auch seien keine Anzeichen von äußerer Gewalteinwirkung erkennbar gewesen, hieß es. Die konkrete Todesursache stehe noch nicht fest und könne erst mit weiteren Untersuchungen ermittelt werden. Die alleinlebende 23 Jahre alte Mutter sei vorläufig festgenommen worden. Gegen sie bestehe der dringende Tatverdacht der Verletzung der Fürsorge- und Aufsichtspflicht und der Misshandlung von Schutzbefohlenen.

Die Frau war laut Wasmuth gestern mit ihrem Kind zum Arzt gegangen, der aber nur noch den Tod des kleinen Mädchens feststellen konnte. Es sei von einer Todeszeit in der Nacht zum Dienstag auszugehen. Wegen der ungeklärten Todesursache habe der Arzt die Kriminalpolizei informiert. In einer ersten Vernehmung habe sich die 23-Jährige lediglich ausweichend geäußert und gemeint, sie habe alles für ihr Baby getan. Die Frau hat noch einen Sohn von dreieinhalb Jahren.

>Quelle< (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,529035,00.html)

Im Übrigen gab es gerade auf RTL Weekend ne neue Muttiausrede:

Sind Kinder für Harz IV empfänger zu teuer? War einfach kein Geld zur Ernährung der Kinder da??  :mad:


Titel: Kind verhungern lassen kostet 8 Jahre brutto
Beitrag von: Hessentom am 25. Januar 2008, 12:28:42
Soeben im ZDF gemeldet.

Die Frau, die Ihre Tochter in Bromskirchen ( Hessen) verhungern ließ, muß für acht Jahre hinter Gitter.

Netto dürften das 5 Jahre, abzgl. U-Haft sein. In 2012 ist die Geschichte ausgestanden

Der andere Elternteil dieses Kindes geht für drei Jahre in den Bau. Hier gehe ich jede Wette ein, daß der in den offenen Vollzug kommt :mad:

Ich gehe jetzt mal von Herzen kot...

Thomas


Anm.: Admin.: Themen zusammengeführt. Uli


Titel: Re: Kind verhungern lassen kostet 8 Jahre brutto
Beitrag von: Kasper am 25. Januar 2008, 13:15:24
Jaja,

das ist die merkwürdige, für einzelne nicht nachvollziehende Rechtssprechung in diesem Lande ... Ein Leben scheint weniger Wert zu sein, wie die Kosten der Sühne und Besinnung in einem geschlossenen Raum.

Gruß
Kasper


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Lausebackesmama am 25. Januar 2008, 16:55:22
Hier in Berlin wurde gestern auch wieder ein 7 Wochen alter Junge zu Tode misshandelt. Die Schwester meiner Freundin arbeitet in dem KH, wo das Kind eingeliefert wurde. Mutter ist 18, LG 22, es ist das zweite Kind (zumindest der Mutter), das erste Kind ist schon in einer Pflegefamilie.

Es kotzt mich an, dass solche menschlichen Versager nicht sterilisiert werden dürfen.

LBM


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 05. Februar 2008, 16:39:18
Zwei tote Kinder in Mönchengladbacher Wohnung gefunden

Mönchengladbach (AFP) — In einer Wohnung in Mönchengladbach haben Polizeibeamte zwei tote Kinder gefunden. Das zweijährige Mädchen und der achtjährige Junge seien offenbar Opfer einer "Familientragödie", erklärte ein Polizeisprecher. Die Todesursache ist noch unklar, da sich keine äußeren Verletzungen feststellen ließen. Die von Polizeibeamten in der Wohnung angetroffene Mutter stand den Angaben zufolge unter Schock und war nicht vernehmungsfähig. Die 36-Jährige lebt demnach getrennt von dem Vater der Kinder. Eine Verwandte hatte der Polizei am Mittag einen Hinweis auf die Familie gegeben.

>Quelle< (http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/Familientragoedie;art1117,2469948)


Ich habe gerade im Radio gehört, die Mutter habe die Tötung angekündigt, sie leide aber unter Depressionen.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 05. Februar 2008, 17:56:47
...und auch >>>DAS<<< (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,533225,00.html) ist eine schreckliche Nachricht von heute.

Zitat:
"Die Mutter des verhungerten zweijährigen Robin aus dem sächsischen Kirchberg hat zugegeben, dass sie den kranken Jungen mehrere Tage alleine in der Wohnung zurückließ. Das Kind verhungerte qualvoll."

Bestürzt
Martin


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Milan am 05. Februar 2008, 19:24:46
Moin!

Es müsste einen extra Knast für solche **tsts - ID 17**-KMs geben und die Aufseher müssten KVs sein, denen die Kids entzogen wurden. Ich wäre der erste, der sich freiwillig meldet ... mitsamt Knüppel.

Milan


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Lausebackesmama am 05. Februar 2008, 22:00:05
Und in Nauen ist heute auch in einem Keller ein Säugling in einer Plastiktüte gefunden worden, der anscheinend schon ein paar Tage tot war.

LBM


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: flyaway am 08. Februar 2008, 16:26:16
"Kerzen stehen vor dem Haus, Nachbarn trauern. In Gersthofen geschah heute das Unfassbare: Eine 35-jährige Mutter ging ins Bad, ließ Wasser in die Wanne laufen und ertränkte zwei ihrer fünf Kinder. Nach dem Willen der Staatsanwaltschaft soll sie in die Psychiatrie."

www(.)augsburger-allgemeine(.)de

 ;( Da fehlen mir die Worte. Nicht irgendwo passiert, sondern fast vor der Haustüre. Es fällt mir immer schwerer, bei solchen Nachrichten nicht sofort an unsere Kinder zu denken.

flyaway



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Milan am 09. Februar 2008, 04:21:41
Moin!

Zitat
Es fällt mir immer schwerer, bei solchen Nachrichten nicht sofort an unsere Kinder zu denken.
Wer nicht?

Nachdenklich,
Milan


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 16. Februar 2008, 16:49:20
Der Wahnsinn geht weiter

Horrorfund im brandenburgischen Lübben: Erneut wurde die Leiche eines Säuglings entdeckt. Die Polizei geht laut einem Pressebericht von einem Verbrechen aus.

Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,535756,00.html

Ich denke nicht, dass das Problem wirklich neu oder besonders virulent ist, sondern dass es uns derzeit nur eher bewusst ist, weil die Medien hinschauen und darüber berichten. In was für einer wahnsinnigen Gesellschaft leben wir, wenn hier fortlaufend Kinder umgebracht werden?

Traurig
Martin


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: midnightwish am 16. Februar 2008, 17:27:53
Hallo Martin,

ich glaube das ist nicht ein Problem unserer heutigen Gesellschaft. Auch in den antiken Hochgesellschaften wurden regelmäßig Kinder umgebracht, wenn sie aus welchen Gründen auch imemr nicht passten... allerdings, soweit ich weiß immer in den Zeiten als diese Kulturen so langsam aber sicher auf ihren Untergang zusteuerten...

Tina *die solche Meldungen derzeit gar nicht mehr lesen kann ohne Trauer und Wut zu empfinden*


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 17. Februar 2008, 15:08:51
und das noch zur Ergänzung:

Zitat
"Viel mehr Kindstötungen durch Eltern im Osten"
Ein verhungertes Baby in Frankfurt an der Oder, ein toter Säugling im havelländischen Nauen - grausame Taten, die in eine aktuelle Studie passen: Im Osten Deutschlands werden nach Angaben des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen drei- bis viermal häufiger Kinder von ihren Eltern getötet als im Westen.

Quelle und Volltext >>>HIER<<< (http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,535817,00.html)

Den Spekulationen über das "Warum" ist damit sicher Tür und Tor geöffnet; die Ost-/West-Quote ist mehr als offensichtlich ja erheblich mehr als statistisches Rauschen...

Greetz
Martin


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 23. Februar 2008, 15:30:38
ein weiterer Beleg für die schreckliche Borniertheit und Unfähigkeit mancher Jugendämter:

Zitat
Kinder wochenlang allein mit ihrem todkrankem Vater

Jeden Morgen mussten sie alleine aufstehen, Frühstück machen und zur Schule gehen. Wenn sie nach Hause kamen, wartete ihr todkranker Vater († 67) auf sie. Die Geschwister Melanie* (7) und Vanessa* (9) versorgten ihn – wochenlang. Bis er vor ihren Augen starb. Und das Jugendamt hat angeblich nichts gewusst!

Quelle und Volltext >>>HIER<<< (http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2008/02/23/kinder-drama/kinder-pflegten-totkranken-vater-vermischtes,geo=3840286.html)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 24. Februar 2008, 12:34:53
Vierjähriger mit Gürtel verprügelt

Junge beim Kindernotdienst

Lutz Schnedelbach

Mit einem Gürtel hat gestern eine Mutter in einem Neuköllner Supermarkt ihren vierjährigen Sohn ins Gesicht geschlagen. Das Kind hatte zuvor eine Kindermilchschnitte in die Jacke gesteckt. Eine Mitarbeiterin hatte das bemerkt und die 37-jährige Mutter angesprochen. Daraufhin holte die Frau den Gürtel aus dem Kinderwagen ihrer einjährigen Tochter hervor und schlug los. Das Personal ging dazwischen und verhinderte weitere Schläge. Die Polizei wurde alarmiert. Währenddessen schrie die Frau ihr Kind an und drohte mit weiteren Schlägen. Polizisten brachten den verstörten Jungen zum Kindernotdienst. Gegen die Frau wird wegen Kindesmisshandlung ermittelt. Ob sie ihren Sohn wiederbekommt, ist unklar. (ls.)

>>QUELLE<< (http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0222/lokales/0074/index.html)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 24. Februar 2008, 14:37:33
Ein ungewöhnlicher Ansatz:

Zitat
Ministerpräsident Böhmer macht DDR-Mentalität verantwortlich für Kindstötungen

Ungewöhnliche Thesen von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer: In einem Interview gibt der CDU-Politiker der DDR-Abtreibungspolitik die Schuld an gehäuften Kindstötungen in Ostdeutschland. Er vermutet, "für manche" sei Babymord "ein Mittel der Familienplanung".

Quelle und Volltext >>>HIER<<< (http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,537375,00.html)



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Lausebackesmama am 24. Februar 2008, 20:42:16
Hallo Brille,

sooo ungewöhnlich finde ich den gar nicht. Ich habe ja einige Jahre in den NBL gelebt und ebenfalls den Eindruck gewonnen, dass auch heute noch viele Dinge "anders" gesehen werden, als ich sie für "normal" halte. Zum Beispiel wurde für die Abtreibung unter anderem der Begriff "Abnehmen lassen" (wie eine lästige Aufgabe) gewählt und die betreffende Frau meinte auch, das sei für sie gar kein Thema gewesen, einfach "weil's ja gar nichts Richtiges" war. (Ebenso überrascht war sie, dass mich meine Fehlgeburt so mitnahm. Schließlich war doch da noch nix.) Genauso, wie in dem mir bekannten Umfeld völlig normal war, dass im Trennungsfall die Väter die Kinder verlieren ("Ja nun, dann macht er sich halt ein neues Kind!) oder das Erstgeborene von Oma aufgezogen wurde und dementsprechend auch bei einem Umzug dort verblieb. Meine Schwiegeroma zB bekam das erste Kind mit 18, Mann war bei der NVA und sie mußte arbeiten. Also Kind zur Oma. Als sie dann nach Ende der (dreijährigen??) Wehrdienstzeit Arbeit in einem anderen Bundesland bekamen, blieb der Sohn selbstverständlich bei Oma und sie "machte neue". Ebenso "trat" meine Schwiemu meinen Mann an Oma ab (Geburt mit gerade 16) und so versuchte sie auch ihre Enkeltochter zu sich zu nehmen (KM 16).

Auch habe ich den Eindruck gehabt, dass auch heute noch zumindest in den ländlichen Gebieten Mädchen "Kinderkriegen" als ihre Lebensplanung sehen. Die Mutter der Ex meines Mannes soll zur Schwangerschaft gesagt haben: "Na sei doch froh, brauchste keine Ausbildung zu machen!" 

Ich kann mir gut vorstellen, dass die völlige Unterschätzung der Arbeit, des Aufmerksamkeitsbedarfs, des Schlafmangels und des Zurückstellen eigener Interessen so ein Säugling mit sich bringt eine unreife Frau in die absolute Krise bringen kann. Nicht zu vergessen, dass gerade junge Partnerschaften eben daran zerbrechen und die Mädchen mit dem Baby allein zurück bleiben, finanziell am Ende, so ohne Ausbildung, Job, usw. Einen neuen Partner finden unter diesen Umständen... schwierig. Und schon ist das erwünschte Knuddelbaby, was schreit, unbequem ist, ständig Aufmerksamkeit braucht, im Weg.

Bliebe noch die Erzählung von den DDR-Krankenhäusern, in denen Frühchen "im Eimer" landeten...

Menschenwürde ist was Anderes, wenn man damit aufgewachsen ist, das "normal" zu finden, ist das unter Umständen wirklich eine möglicher Ansatz?

LG LBM


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: oldie am 24. Februar 2008, 21:01:38
Hi LBM,

sind ja tolle Stories. Bliebe noch zu erwähnen, dass wir Tags zuvor auf Bäumen lebten. Naja, jetzt dürfen auch wir Ossies ja glücklicherweise endlich die Zivilisation geniessen.
Danke für die Guteachtgeschichte.

oldie


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Lausebackesmama am 24. Februar 2008, 21:08:00
Hi Oldie,

ich habe lediglich von meinen eigenen Erfahrungen im Zusammenhang mit diesem Thema berichtet. Tut mir leid, wenn Du Dich davon persönlich angegriffen fühlst.

LG LBM


Titel: Ohne Kommentar
Beitrag von: AndreaDD am 27. März 2008, 18:16:02
Die Odysee einer Fünfjährigen
Wuppertal: Mitarbeiter des Jugendamts unter Druck

 
Ein Foto der toten Talea hängt an der Tür ihres damaligen Wohnhauses, sie lacht fröhlich in die Kamera. Jetzt ist das Kind tot.(C)-TT


(PR-inside.com 27.03.2008 08:33:57) - Im Fall der getöteten Talea aus Wuppertal stehen Mitarbeiter des Jugendamts unter dringendem Verdacht Frühwarnungen für die Misshandlung der Fünfjährigen ignoriert zu haben.
 Ausdrucken
 Per e-Mail empfehlen
Tally, Talea wurde nur fünf Jahre alt. Viele Plüschtiere, Kerzen und Schilder mit der einfachen Frage nach dem >>Warum<< erinnern in der Kleestrasse in Wuppertal -Heckinghausen an das Schicksal des Mädchens. Talea war vor ihrer Odysee bei ihren richtigen Eltern aufgewachsen. Von dort wurde sie Anfang September 2007 herausgenommen und
kam in die Pflegefamilie. Der Grund waren Alkoholprobleme der leiblichen Mutter. Nach der Trennung warb der leibliche Vater für eine Zurückführung des Kindes in seine Obhut. Ohne Erfolg bis zum verhängnisvollen Dienstag vergangener Woche, wo Notärzte vergeblich um das Leben der kleinen Talea kämpften...


http://www.pr-inside.com/de/wuppertal-mitarbeiter-des-jugen-r505143.htm
 
;(


Das macht nur noch sprachlos.

Gruß
Andrea


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 27. März 2008, 20:15:50
Lest auch mal bei Pappa.com nach, denn dort meldet sich der Vater des Kindes selbst zu Wort:

http://www.papa.com/paPPa-Forum/viewtopic.php?f=1&t=12558

es ist unfassbar!  ;(

Uli


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Lausebackesmama am 27. März 2008, 20:39:03
Da fehlen mir wirklich alle Worte.  ;( ;( ;(

Und es wird mir wieder bewußt, wie klein meine eigenen Probleme in Wirklichkeit sind, denn mein Sohn liegt friedlich schlummernd, gesund, unmisshandelt in seinem Bett und wird von allen Menschen in seinem Umfeld geliebt und gut behandelt.

Traurig. LBM


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Beppo am 27. März 2008, 21:09:35
Danke für den Link.

Ich denke, wenn ein solches Ereignis so in "direkter Nachbarschaft" aus der Anonymität tritt, ist das nochmehr ein Grund eng zusammen zu rücken und auch den Hintergrund ins Bewustsein möglichst vieler Menschen zu bringen.

Wie schrecklich muss es für den Vater sein, nicht nur im Leben von seiner Tochter fern gehalten zu werden, sondern sogar jetzt noch wie ein Schuldiger behandelt zu werden und von den Medien in seinem Schmerz schlicht übergangen und verleugnet wird.

 ;( Beppo


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: 82Marco am 28. Mai 2008, 16:18:33
Unfassbar, mir sind die Tränen gekommen:

Neugeborenes in Gefrierschrank gelegt
Erschienen am 28. Mai 2008
Baby im Gefrierschrank: 20-Jährige stellt sich Polizei (Quelle: ddp) 
Eine 20-Jährige hat in Horb am Neckar in Baden-Württemberg ihr lebendes Neugeborenes in den Gefrierschrank gelegt. Dort wurde die Leiche des Kindes von Angehörigen entdeckt. Die Mutter sei der Meinung gewesen, das Baby sei tot, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die Obduktion ergab aber: Es war lebensfähig. Das Kind soll vor drei bis vier Wochen geboren worden sein.

Zu lesen HIER (http://nachrichten.t-online.de/c/15/16/10/72/15161072.html)

Marco


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: eskima am 28. Mai 2008, 22:14:02
Eine Mutter aus Lübeck hat gestanden, ihren achtjährigen Jungen in einer Badewanne getötet zu haben.

und:

Einen Polizeieinsatz habe es zunächst nicht gegeben, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Staatsanwaltschaft will daher nun prüfen, ob sich Polizisten der unterlassenen Hilfeleistung schuldig gemacht haben.

Quelle und Volltext: http://www.focus.de/panorama/diverses/luebeck-mutter-in-luebeck-gesteht-mord-an-achtjaehrigen-sohn_aid_304796.html


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: 82Marco am 05. Juni 2008, 12:41:25
Es hört nicht auf  ;(:

Spaziergänger entdeckt Babyleiche im Wald
Erschienen am 05. Juni 2008
In Zeitz in Sachsen-Anhalt hat ein Spaziergänger am Mittwochnachmittag ein totes Baby entdeckt. Das Kind sei lebend zur Welt gekommen, teilte die Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd am Donnerstag in Halle mit. Das habe die Obduktion der Babyleiche ergeben.

<Hier> (http://nachrichten.t-online.de/c/15/23/27/32/15232732.html) ist der vollständige Bericht.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: wartende am 07. Juni 2008, 23:03:14
hallo zusammen,

da bleibt einem die spucke weg und dafür kommen die tränen... ;(  ;(
soo traurig,also da fehlen einem die worte,wie schon erwähnt musste oder muss ich an meine kinder denken......oh gott ,da kann man nur froh sein ,wenn man einen gesunden menschen versand hat.
aber auch ich muß darüber nachdenken"was geht einem vater,einer mutter durch den kopf?????
ich habe einen sehr guten freund vor langer zeit verloren ,der selbstmord beging.ich denke in dem moment wenns passiert hat man einen blackout,so auch damals die polizei.....was psychologen ect. dazu sagen und meinen ,würde mich ja auch mal interessieren...
es tut doch einfach nur in der seele und im herz weh....die armen kinder!!


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: elwu am 08. Juni 2008, 11:03:42
Hallo,

eine Linkliste, in der all diese entsetzlichen Fälle zusammenfgefasst sind, mit jeweils sehr kurzer Beschreibung - gibt es so etwas? Wäre in manchen Diksussionen hilfreich, wenn man einfach per C&P diese geballten Fakten beisteuern könnte.

/elwu


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 27. Oktober 2008, 11:55:25
es hört nicht auf:

Eltern in vier Stunden
In Wuppertal beginnt der Prozess um den Tod eines Mädchens in einer Pflegefamilie. Der Fall ist ein Beispiel unter vielen für staatliches Versagen im Umgang mit Pflegeeltern.

>>>Weiterlesen<<< (http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,586654,00.html)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Coldeyes am 31. Oktober 2008, 18:10:16
Moin!

Es müsste einen extra Knast für solche **tsts - ID 17**-KMs geben und die Aufseher müssten KVs sein, denen die Kids entzogen wurden. Ich wäre der erste, der sich freiwillig meldet ... mitsamt Knüppel.

Milan
Mir fehlen echt die Worte!  ;(
Ich würde auch als 2.Freiwillige antreten!  :phantom:


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: AndreaDD am 01. November 2008, 15:35:48
Um Gottes Willen ...  ;(

Der Fall Talea: Was weiß der Stiefbruder?
von Andreas Spiegelhauer
Der zweite Verhandlungstag im Totschlagsprozess gegen die ehemalige Pflegemutter der 5-Jährigen lieferte Fakten und viel Stoff für Spekulationen.


http://www.wz-newsline.de/?redid=335321


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Lausebackesmama am 25. September 2009, 18:00:48
Wieder ein Fall: Mutter begeht Selbstmord und nimmt drei Kinder mit, im Alter von 12, 11 und 5 Jahren. hier (http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1253771110820&openMenu=1013083806405&calledPageId=1013083806405&listid=994342720546)

Ich werde es nie begreifen, warum manche Menschen nicht ohne ihre Kinder mitzunehmen, aus dem Leben gehen.

LBM


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Rapunzel am 25. September 2009, 20:52:15
Ja, es ist schlimm, dass Mütter und Väter aus dem Leben gehen und glauben, das Recht zu haben, ihre Kinder mit "hinüber" nehmen zu dürfen. Unsere Kinder sind nicht unser Eigentum! Wir haben ihnen zwar das Leben gegeben, doch sie haben ein eigenes Recht darauf und das nimmt uns das Recht, ihnen das Leben wieder zu nehmen.
Aber...: Ich stelle mir eine eingeschüchterte, total überlastete Frau eines prügelnden Alkoholikers vor. Soll sie die Kinder diesem Unhold überlassen, wenn sie aus dem Leben geht?
Oder umgekehrt: Ein junger Vater, nicht mit der Mutter verheiratet, der "kaltgestellt" wurde und zusehen muss, wie seine Kinder verlottern, allein gelassen werden, weil Mama tanzen geht. Seine Kinder, die nachts aus dem Schlaf gerissen und ins Nebenzimmer gebracht werden, weil Mutti angetrunken einen Mann zum ..... mitgebracht hat. So ein Vater, der den Kindern ein solches "Leben" ersparen will und selbst keine Kraft zum Kämpfen mehr hat?
Die Schicksale sind nicht nachzuvollziehen. Fakt ist nur, dass diese Mütter und Väter, die ihre Kinder mit in den Tod nehmen, dieses unter großer Pein und Verzweiflung tun.
Aber die andere Seite ist, dass es immer einen Ausweg gibt und man sich auch manchmal mit dem Geringeren zufrieden geben muss. Wenn man diese Erkenntnis gewonnen hat, lebt es sich zufriedener und friedlicher. Ich muss nicht immer alles und das so, wie ich es will, haben. Ein wenig Genügsamkeit, Geduld, Nachsicht und Verständnis täte unserer Gesellschaft und unserer heutigen Zeit sehr gut.

Beste Grüße von Rapunzel


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: midnightwish am 26. September 2009, 16:29:05
Hi Rapunzel,

die von dir genannten Beispiele rechtfertigen weder das eine Mutter/Vater den Kindern das Leben nimmt, noch macht es die Tat verständlicher.

Wenn es so ist, dann muß man eben das JA einschalten und darum bitten, das die Kinder in Obhut genommen werden, weil man sich in größter Not befindet. Danach kann sich der Erwachsene Mensch das Leben nehmen (auch wenn ich den Freitod nicht als Lösung ansehe)

Zitat
Fakt ist nur, dass diese Mütter und Väter, die ihre Kinder mit in den Tod nehmen, dieses unter großer Pein und Verzweiflung tun.

Das ist sicher für den erwachsenen Menschen so, aber nicht für die Kinder. Ich bezweifle außerdem das das Motiv die Kinder mitzunehmen immer die sind, das der Elternteil sie vor unermßlichem Leid beim anderen Elternteil bewahren will.

Einer meiner Schulfreunde wurde nach dem Abi (als er also schon erwachsen war) Von seinem Vater getötet, genauso wie seine Mutter. Anschließend beging der Vater Selbstmord. Hintergrund war die Pleite des Autohauses des Vaters. Er wollte seinem Sohn ersparen die Schmach mittragen zu müssen und auf Bafög angewiesen zu sein. Ne sorry, da hört mein Verständnis auf.

Tina


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Lausebackesmama am 26. September 2009, 16:45:55
Für mich sind das Menschen, die sich scheinbar das egozentrische Weltbild eines 2jährigen zurückbehalten haben, etwas, was man ja auch von vielen Borderlinern vergleichsweise kennt.

LBM


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: ginnie am 26. September 2009, 18:13:49
zu dem Fall den LBM geschildert hat: Im Radio haben sie dazu erzählt dass die Frau anscheinend an schwersten Depressionen litt, und in diesem Zustand (Suizidgefährdet) sie sich nicht vorstellen kann dass die Kinder ohne sie überleben könnten...und deshalb hat sie sie "mitgenommen" ...
wirklich eine bedrückende Vorstellung, und auch die Vorstellung, dass durch rechtzeitige behandlung dies unter Umständen vermeidbar gewesen wäre...

ligr ginnie



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Lausebackesmama am 03. Januar 2010, 19:00:15
Und wieder tote Kinder im Scheidungsdrama: HIER (http://www.rtl.de/cms/information/rtlaktuell/artikel/news_ausland/familiendrama_frankreich.html)

LBM


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: 82Marco am 23. März 2010, 11:19:20
Eigene Kinder und sich selbst in Lünen umgebracht, da KM offensichtlich verzweifelt.
>>HIER<< (http://nachrichten.t-online.de/nach-familiendrama-in-luenen-leiche-der-mutter-entdeckt-/id_41121386/index) weiterlesen.
Ich werde nie verstehen können, was diese "Mütter" veranlasst, ihre Kinder in den Freitod mitnehmen zu müssen.

Marco



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Agent_Zero am 23. März 2010, 11:43:09
Es ist einfach widerlich, so etwas zu tun. Gut, suizid ist kein neues Thema. Aber Kinder können da wirklich nichts dazu.

Im Zeitalter von Pflegefamilien usw. gibt es "immer" eine passable Lösung.

Nur den Freitod zu wählen und die Kinder mit umzubringen (ich gehe mal davon aus, dass es so war) ist eine riesige
Schweinerei.

Gruss
Agent


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: neuezeit am 23. März 2010, 16:24:00
Hallo,

vor Lünen hat sich in einem See in der Nähe von Köln ein Vater mit seinem Sohn ertränkt.

http://www.ksta.de/html/artikel/1268322647065.shtml

neuezeit


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 24. März 2010, 16:30:20
Ich werde nie verstehen können, was diese "Mütter" veranlasst, ihre Kinder in den Freitod mitnehmen zu müssen.

Im Radio hat das gerade ein Psychologe erklärt: Die Mutter war verzweifelt, enttäuscht von dieser Welt, in der sie sich nicht mehr zurecht fand. Sie wollte die Kinder, die sie so sehr liebte, vor dieser Welt beschützen. Hierfür spräche auch die Wahl der Tötungsmethode für die Kinder - Vergiften mit Kohlenmonoxyd, eine sehr sanfte Methode.

Wow, wo nehmen die das eigentlich her?!  :puzz:


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: minna289 am 24. März 2010, 17:03:58
hi@all,

ganz ehrlich mir läufts immer(und das ist leider sehr oft der fall) eiskalt runter wenn ich sowas höre und lese.
selbst habe ich oft darüber nachgedacht was eine durchgeknallte und nicht ganz gesunde (h)exe so alles anstellen mag.
für den ein oder anderen mag das überzogen klingen und vielleicht ist es auch so aber ich denke in diesem forum gibt es einige die nicht anders denken und von manchen horrorvorstellungen geplagt werden.

bei vielen dingen die man mit der km verhandeln muss fragt man sich wie die auswirkungen auf den nachwuchs sind, gibt es sanktionen? ist der geschlossene vergleich für die km so unbefriedigend das unüberlegtes handeln folgt, evtl. verzweiflungstaten?

hat nichts mit schwarzmalerei zu tun , sind leider ganz "normale" gedanken eines vaters der seine (h)exe nicht mehr kennt und einzuschätzen weiß und dessen sorgenpotential dadurch leider zunimmt.

minna(der heute leider sehr nachdenklich und betrübt ist)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Beppo am 24. März 2010, 17:21:40
selbst habe ich oft darüber nachgedacht was eine durchgeknallte und nicht ganz gesunde (h)exe so alles anstellen mag.

Meine subjektive Zählung sagt, dass es ungefähr gleich viele Mütter und Väter gibt, die mit ihren Kindern in den Tod gehen.

Nur bei den einsamen Selbstmorden liegen die Väter vorne und bei den reinen Kindsmorden die Mütter bzw. ihre LGs.

In der Presse gibt es aber grundsätzlich wieder Verständnis für die arme Mutter und Verachtung für den Vater.

Auch hier sind die Täter- und Opferrollen fest vergeben.

Traurige Grüsse von

Beppo


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: minna289 am 24. März 2010, 22:40:56
sorry, da war ich einfach emotional zu sehr im eigenen umfeld gebunden.

ob km oder kv, beides werte ich gleichwohl als verabscheuungswürdig und möchte das auch so verstanden wissen.
diese erkenntnis oder dieser eindruck
Zitat
In der Presse gibt es aber grundsätzlich wieder Verständnis für die arme Mutter und Verachtung für den Vater
macht keins der kinder wieder lebendig,ist aber auch mein eindruck.

ich bin immer noch down und sprachlos wegen dieser taten.ich kann es einfach nicht begreifen wie man dem liebsten auf der welt solches leid zufügen kann und einem kind sein leben wegnimmt.

 ;(minna


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 24. März 2010, 23:46:28
Moin,

ich kann es einfach nicht begreifen wie man dem liebsten auf der welt solches leid zufügen kann und einem kind sein leben wegnimmt.
das ist Deine Perspektive und die aller User dieses Forums - aber nicht die Perspektive solcher "Eltern". Die betrachten ihre Kinder nicht als eigenständige Persönlichkeiten, sondern als persönlichen Besitz, bei dem sie die Entscheidung über Leben und Tod treffen. Sei es mit der kruden Begründung, mit dem eigenen Tod habe auch das Leben der Kinder keinen Sinn mehr - oder manchmal auch, um den verhassten Ex-Partner über den eigenen Tod hinaus mit dem Verlust der Kinder zu bestrafen.

Wer sein Leben nicht mehr aushält, soll sich meinetwegen die Pulsadern aufschneiden oder von der Brücke springen. Es gibt aber KEINE Lebenssituation, die mir auch nur den Hauch von Verständnis für "Eltern" abnötigt, wenn sie den eigenen Tod auch ihren Kindern aufzwingen.

Just my 2 cents
Martin


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: achhja am 25. März 2010, 09:34:08
Nicht als Besitz, sondern als Teil ihrer Selbst, noch immer an der Nabelschnur (oder den Samensträngen) hängend. Keine Individuen, keine eigenständigen Persönlichkeiten.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Beppo am 25. März 2010, 09:53:49
Genau.

diese Menschen halten sich für die Existenz ihrer Kinder unverzichtbar und möchten ihnen ein Leben ohne sich ersparen.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: ginnie am 25. März 2010, 10:01:50
diese Menschen halten sich für die Existenz ihrer Kinder unverzichtbar

wer so denkt muss doch schon ein größeres psychisches Problem haben...schade, dass sowas nicht früher erkannt werden kann ;-(

ligr ginnie


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Wolkenhimmel am 25. März 2010, 10:11:20
Wenn man Hr. Winterhoff glauben kann, dann wird diese Art zu Denken immer häufiger. Bei ihm heisst das dann "symbiotische Beziehung" der Eltern zu ihren Kindern. Gruselig...

LG WH


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 25. März 2010, 10:29:47
wer so denkt muss doch schon ein größeres psychisches Problem haben...
nun ja, wer keine andere Problemlösung mehr findet als seine Kinder umzubringen, bevor er/sie selbst von Brücken oder vor Züge springt, hat mehr als ein psychisches Problem. Eltern sind unendlich wichtig für ihre Kinder - aber so unverzichtbar, dass der Tod eine bessere Alternative für die Kinder ist? Garantiert niemals!

Nur werden die Kinder ja nie gefragt, sondern heimtückisch umgebracht.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Agent_Zero am 25. März 2010, 10:39:44
Moin,

was wäre, wenn die Kinder das mit den Eltern machen würden, wegen ihrer Probleme.

Das schlimme ist, dass oftmals auch die Jugendämter erste Warnsignale nicht ernst nehmen und dies als ehelichen oder
nachehelichen Streit abtun. Im Nachhinein hat niemand von irgendetwas gewusst.

Ehrlich gesagt, bei meiner Exe und ihrer aggressiven Verhaltensweise mir gegenüber bin ich mir etwas unsicher, ob für
die Kinder von ihrer Seite aus nicht auch langsam eine Gefahr ausgeht.

Was passiert, wenn sie mir die Kinder endgültig geben muss? Ich möchte nicht drüber nachdenken. Sie ist definitiv krank.
Nur interessiert hat es bisweilen vom Gericht usw. keinen.

Gruss
Agent


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: staengler am 25. März 2010, 11:08:22
Zitat
Das schlimme ist, dass oftmals auch die Jugendämter erste Warnsignale nicht ernst nehmen und dies als ehelichen oder nachehelichen Streit abtun. Im Nachhinein hat niemand von irgendetwas gewusst.
Ich denke, dass es sich in den allermeisten Fällen halt auch um ehelichen oder nachehelichen Streit handelt und auch dabei bleibt.

Es sind eher seltene Fälle, in denen es so dramatisch endet. Nahezu in jedem dieser Fälle könnte man wohl "Warnsignale" ausfindig machen. Wie soll man damit umgehen und vor allem wer?

Gewalt (seelisch und körperlich) an Unschuldigen erleben wir überall. Warnsignale und sogar deutliche Hinweise gibt es oft zuhauf.
Nur prophylaktische Hilfen wollen oder können wir uns wohl nicht leisten.

Michael


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: wedi- am 25. März 2010, 11:23:09
Hi
Kinder mit in die eigenen psychischen Probleme hineinzuziehen, ist ein eigenes psychisches Problem.
Niemand hat selbst auch in der eigenen Psychose anderen Schaden zuzufügen, das Probs ist

Nahezu in jedem dieser Fälle könnte man wohl "Warnsignale" ausfindig machen.
Da gibst einen bezogenen Satz:
Wer drüber spricht, der tut es nicht

nachdenkliche Grüsse Wedi


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Inselreif am 25. März 2010, 11:52:56
Wenn man Hr. Winterhoff glauben kann, dann wird diese Art zu Denken immer häufiger. Bei ihm heisst das dann "symbiotische Beziehung" der Eltern zu ihren Kindern.

Richtig. Ich hatte mir das Buch nur aus dem Grund gekauft, um das "symbiotische" Verhalten meiner Frau verstehen zu lernen. Heraus kam ein Riesen-Krach, was mir überhaupt einfiele, solche Bücher zu lesen.
Auch wenn man wirklich nicht in allem mit Winterhoff übereinstimmen muss - ich kann die Lektüre der "kleinen Tyrannen" wirklich nur jedem empfehlen, bei dem sich PAS einzuschleifen droht.

Schöne Grüsse von der Insel


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: papi74 am 25. März 2010, 15:50:47
Hallo,

alles im allen denke ich, dass es solche "Gräueltaten" schon immer gegeben hat und auch weiterhin geben wird.
Das einzige was sich verändert hat, ist die Häufigkeit dieser Taten.

Ich gehe schon davon aus, dass viele dieser Täter/Opfer oftmals "Hilferufe" aussenden. Jedoch hat sich unsere Mentalität in den letzten Jahren soweit verändert, dass wir alle nicht mehr zuhören.
Oftmals kommt die Floskel "Na wie gehts?" und seien wir mal ehrlich...wer will darauf noch eine wirkliche ehrliche Meinung?
Ein Großteil unserer sozialen Kompetenz ist doch verloren gegangen und wir könnten doch nur noch schwer auf wirkliche Hilferufe reagieren.

Ich selber habe mich dabei beobachtet (und ich arbeite mit Menschen), dass ich nach der o.g. Floskel oftmals in Gedanken schon wieder viel weiter bin und die Antwort nur noch sekundär wahrnehme.
Nach einem "kleinen Unglück" habe ich mir jetzt aber fest vorgenommen...mehr auf die Töne zwischen den Sätzen zu hören. Es ist zwar ein kleiner Schritt aber es ist einer.

Wir alle müssen bereit sein wieder etwas mehr von der "Menschlichkeit" zu erlernen und unsere "alles Meins Mentalität" zurück zunehmen.

Ich will mit meinen Post nicht die Taten entschuldigen...eher im Gegenteil aber uns muss bewusst werden, dass jede tat seinen Grund hat und an diesen Gründen müssen alle arbeiten.


Grüße

papi74


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: wedi- am 25. März 2010, 16:43:29
Hi

Meist sind es Menschen, die absolut keinen Ausweg finden.
Depressionen und andere tiefsitzende psychische Probleme lassen diese kranken Menschen diese letzte Option für sich im inneren stehen.

Was sollen die Kinder denn noch ohne mich auf dieser Welt

Sie ziehen Kinder und andere Menschen mit in den Abgrund.

Wenn das jetzt nicht klappt, mache ich das wahr

Meist nur gerede, bei einem ''kranken Meschen''kann dieser Satz, den er nie ausprechen würde(aber unbewusst denken), aber folgenschwer sein, denn wenn's dann nicht klappt, haben sie immer noch die letzte Option.
Es kommen bei z.B. Depressionen noch Glücksgefühle dazu, die den ''Kranken''nicht so aussehen lassen.Sie haben diese letzte Option und sehen darin einen Ausweg.Deshalb ist es schwer zu erkennen, was er/sie vorhat.
Schwer ist es danach nachzuvollziehen, warum er/sie das getan hat, weil es meist vorher keine Anzeichen gegeben hat.

Euphorie vor der Tat.

Für Angehöhrige, Freunde oder Bekannte wird es immer ein Rätsel sein und bleiben.

Sicher ist das Aufeinanderzugehen heute abgeflachter als früher, weil heute alles viel schnelllebiger ist.Früher hat es das alles aber auch schon gegeben.
Ich würde heute auch nicht zu meinem Nachbarn gehen und ihn fragen, na, haben wir in Zukunft noch irgendwelche Gräueltaten vor?
Man sieht es ihnen nicht an und im nachhinein wird gesagt oder hinterfragt, hat denn niemand etwas bemerkt, man muss es doch gemerkt haben.

Euphorie vor der Tat.

Gruss Wedi


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Lausebackesmama am 05. April 2010, 12:53:23
In Berlin-Tempelhof, quasi hier bei mir und Wolkenhimmel um die Ecke, hat ein 25jähriger seine 22jährige ehemalige LG und 2jährige Tochter und anschließend sich selbst umgebracht:

HIER (http://www.morgenpost.de/berlin/article1286486/Mann-bringt-Frau-Kind-und-sich-selbst-um.html)

Und hier noch eine Tragödie in Freising. HIER (http://www.bz-berlin.de/aktuell/deutschland/vater-erschie-szlig-t-sohn-5-und-sich-selbst-article793902.html)

LBM


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: wedi- am 18. April 2010, 14:41:20
Hallo

Heute Morgen gelesen, Kriminal-Psychologe Christian Lüdke, warum töten Menschen das liebste was sie haben.

Zitat:
Bei den bertoffenen Frauen liegen meist psychische Störungen zugrunde, sie haben das Gefühl am Leben gescheitert zu sein.
Sie wollen nicht mehr Leben-und nehmen ihre Kinder mit in den Tod, um sie vor der bösen Welt zu schützen.
Sie wählen deshalb auch meist sanfte Tötungsmethoden-sozusagen als Emotionale Wiedergutmachung.Die kinder werden fürsorglich zugedeckt, das Lieblingskuscheltier im Arm.

Bei Männern hingegen sind in den meisten Fällen Rache und Vergeltung die Motive.Sie drehen nach Beziehungsproblemen durch, haben das Gefühl ihr Gesicht verloren zu haben, wollen ihre Ex strafen.Sie handeln nach dem Motto, du hast mein Leben zerstört, nun zerstöre ich deins.Sie fühlen sich als Versager, suchen aber die Schuld bei anderen.z.B. Ehefrau, Jugendamt, Arbeitgeber.
Sie töten deshalb mit einer viel größeren Brutalität als Frauen, ertränken, erdrosseln ihre Liebsten, springen in den Tod, erhängen sich'',
so der Experte

Gruss Wedi


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Malachit am 18. April 2010, 17:23:32
Hm, und was will der Experte uns damit sagen? Dass Mütter die besseren MörderInnen sind?

Kopfschüttelnde Grüße,

Malachit.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: oldie am 09. Juni 2010, 18:24:06
Und ein Fall in Oranienburg.
Polizistin tötet ihre beiden Kinder und sich selbst (http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/polizistin-toetet-ihre-beiden-kinder-und-sich-selbst/1853906.html)
und in einer Berliner Postille (http://www.bz-berlin.de/bezirk/umland/mutter-erdrosselt-kinder-erhaengt-sich-article872872.html) etwas mehr Boulevard-mäßig.


Gruss oldie


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 08. August 2010, 13:06:10
Ehefrau von Shell-Vorstand tötet ihre drei Kinder

Morddrama um US-Öl-Boss Pasquale Riggi: Der Kampf ums Sorgerecht ließ seine Ehefrau Theresa durchdrehen. Die 46-Jährige soll ihre 8-jährigen Zwillingssöhne und die 5-jährige Tochter getötet und dann die Familienvilla angezündet haben.

>Weiterlesen< (http://www.krone.at/Nachrichten/Ehefrau_von_Shell-Vorstand_toetet_ihre_drei_Kinder-Familiendrama-Story-214122)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 09. August 2010, 14:30:21
Angst ums Sorgerecht

Mutter tötet ihre drei Kinder

Im schottischen Edinburgh bringt eine Mutter ihre drei Kinder ums Leben. Zunächst vermutet die Polizei, dass eine Gasexplosion an der Tragödie schuld gewesen sei - bis sie Stichwunden an den Leichen findet.

>Weiterlesen< (http://www.n-tv.de/panorama/Mutter-toetet-ihre-drei-Kinder-article1227201.html)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: papajo am 19. August 2010, 13:03:55
gestern noch im Radio gehört ;(, heute die Aufklärung, ist bei mir um die Ecke sozusagen:

http://www.nw-news.de/owl/3706801_Delligsen_Lebensgefaehrte_der_Mutter_gesteht_Mord.html


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Ariba am 02. September 2010, 21:42:50


Zitat
Familiendrama in Kassel: Vater bringt Tochter und sich selbst um

>>>Weiterlesen<<< (http://roadrunnerswelt.blogspot.com/2010/09/familiendrama-in-kassel-vater-bringt.html)

Ariba


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 20. September 2010, 10:10:46
Lörrach
Amoklauf mit vier Toten war Beziehungstat
Nach dem Amoklauf mit vier Toten und mehreren Verletzten in Lörrach gehen die Ermittler von einer Beziehungstat aus. Eine 41-jährige Rechtsanwältin hat gestern Abend zuerst ihren Ex-Partner und den gemeinsamen Sohn getötet. Dann erschoss sie in einer Klinik einen Pfleger. Sie selbst starb bei einem Schusswechsel mit der Polizei.

>Weiterlesen< (http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=6916934/u1ergd/index.html)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: staengler am 20. September 2010, 10:12:54
Auch hier drängt sich der Verdacht auf:

http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/oberpfalz-bayern/artikel/weidener_rammt_das_auto_seiner/589260/weidener_rammt_das_auto_seiner.html (http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/oberpfalz-bayern/artikel/weidener_rammt_das_auto_seiner/589260/weidener_rammt_das_auto_seiner.html)



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 20. September 2010, 13:57:46
Lörrach
Amoklauf mit vier Toten war Beziehungstat.

Ja, und offensichtlich vollumfänglich so geplant. Wer bringt schon zur Ausübung seines Besuchsrechtes eine Knarre und Brandbeschleuniger mit.

Da hier ja wohl die Trennungssituation eine nicht alltägliche (AE-Papa und gut verdiendende? Mama) war, werde ich die weiteren Kommentare in der Presse aufmerksam verfolgen!

LG, Uli


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: elwu am 20. September 2010, 16:10:46
Da hier ja wohl die Trennungssituation eine nicht alltägliche (AE-Papa und gut verdiendende? Mama) war, werde ich die weiteren Kommentare in der Presse aufmerksam verfolgen!

Bisher habe ich nur gefunden, dass es um eine Sorgesache ging und die Frau als schwierig und verbittert galt... Zu den kommenden Berichten und Kommentaren:

<Prophezeiung>

VAMV: die Frau wurde in diese entsetzliche Notlage gebracht durch das menschenverachtende Urteil des BVerfG, das es gegen die dringenden Warnungen des VAMV überhaupt erst ermöglicht hat, dass uneheliche Väter gegen das naturgegebene Überrecht der Mutter am Kindesbesitz die elterliche Sorge einklagen dürfen. Die von der Polizei getötete Frau ist also in erster Linie Opfer, wie auch die anderen Toten. Und Täter sind die Politiker und Richter, die mütterliches Überrecht nicht anerkennen. Falls dias Opfer mit dem Täter verheiratet war, ändert das nichts am Grundprinzip.

Richterinnenbundfrauen: die Frau wurde ersichtlich in eine unüberwindbare Notlage gebracht durch das Urteil des BVerfG, das es überhaupt erst ermöglicht hat, dass uneheliche Väter die elterliche Sorge einklagen dürfen. Die von der Polizei getötet Frau ist also ebenso Opfer wie auch die anderen Toten. Es ist zur Vermeidung weiterer solcher Fälle darauf hinzuwirken, dass die anstehenden Gesetzesänderungen zum Sorgerecht unverheirateter Väter im Ergebnis nicht dazu führen dürfen, dass dieses nun erleichtert wird. Im Gegenteil, es ist auf eine Grundgesetzänderung hinzuarbeiten, die ein Sorgerecht für Väter generell verunmöglicht, egal ob diese mit der Mutter verheiratet waren oder nicht. Zugleich ist das Unterhaltsrecht dahingehend abzuändern, dass Müttern mindestens 90% des Einkommens des Kindsvaters zusteht, ungeachtet aller sonstigen Umstände.

EMMA: Allen potentiellen Sorgerechteinklägern den Schwanz ab!

BILD: Schrecklich! Es gibt derzeit 21.334 Sorgerechtsklagen, wie viele betroffene Mütter werden dem Beispiel von Lörrach folgen?

</Prophezeiung>

/elwu,

zunehmend Zyniker. Wenn das alles nicht so unendlich tragisch und traurig wäre...


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: achhja am 20. September 2010, 16:17:18
Wenns nicht so ernst wäre, elwu ... wenn es nicht so einen tragischen Hintergrund hätte.

Genau den Kampf fechte ich an anderer Stelle gerade aus: "da wurde einem Elternteil Leid angetan"
Was wäre im umgekehrten Fall?


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Ragos am 20. September 2010, 16:19:07
Bild schreibt die Täterin hatte das Sorgerecht verloren:

http://www.bild.de/BILD/news/2010/09/20/amoklauf-loerrach-sorgerechtsstreit/streit-sohn-bluttat-tat-aus.html

Momentan schreibt die ganze Zunft landauf-landab warum Frauen seltener AMOK laufen.
Die Wissenschaftler sagen: wir wissen es nicht.

Dabei liegt ein Grund glasklar auf der Hand:
Frauen kommen viel viel seltener ein eine Lage, dass die (wie eben diese Frau) von ihrem Kind abgeschnitten werden. Hier mal ein seltenes Beispiel, und prompt läuft die Frau Amok. Die Wissenschaftler sollen die Augen aufsperren und zwei und zwei zusammenzählen.

Ich hatte die Tötungen von Kindern und Mütter durch Väter in den Vergangenen Jahren mitverfolgt. Immer war das Motiv eine Beziehungstat, weil der Vater vom Kind abgeschnitten wurde. Hier war es eben umgekehrt.

Den Umkehrschluss freilich, es gäbe viel weniger Beziehungs-Tötungen, wenn beide, Frauen und vor allem Männer nicht durch die Gesetzeslage diskriminiert würden, auf diesen einfachen und naheliegenden Umkehrschluss wird vermutlich niemand kommen, der in diesem Lande Verantwortung trägt.

Traurig, aber wahr.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Beppo am 20. September 2010, 16:27:39
Bei Männern wird in solchen Fällen immer nur geschrieben, sie hätten es nicht überwunden, dass die Frau sich getrennt habe. Und das auch eher, als verletzte Eitelkeit.

Der Verlust der Kinder, als Ursache des Traumas wird immer verschwiegen.


Titel: 'Erweiterter Suizid'
Beitrag von: elwu am 20. September 2010, 18:57:13
wird gleich mal vermutet (http://www.welt.de/vermischtes/article9757852/Wenn-Frauen-toeten-Die-sehr-spezielle-Tat-von-Loerrach.html). Wenn solche Taten von Vätern verübt wurden, habe ich das noch nie gelesen. Da war das immer eiskalte Rache, mindestens.

/elwu


Titel: Re: 'Erweiterter Suizid'
Beitrag von: Malachit am 20. September 2010, 19:36:02
Hallo zusammen,

wird gleich mal vermutet (http://www.welt.de/vermischtes/article9757852/Wenn-Frauen-toeten-Die-sehr-spezielle-Tat-von-Loerrach.html). Wenn solche Taten von Vätern verübt wurden, habe ich das noch nie gelesen. Da war das immer eiskalte Rache, mindestens.

Und welt-online, dieser Zensurverein vor dem Herrn, hat die Kommentarfunktion für diesen Artikel bereits nach 14 Beiträgen geschlossen - kaum mehr als eine Stunde hat's gedauert vom ersten bis zum letzten Kommentar! Die abgegebenen Meinungen passten wohl mal wieder nicht ins Welt-Bild ... boah, dass die Leute aber auch einfach nicht glauben wollen, dass die Erde eine flache Scheibe ist! Nicht einmal dann, wenn es ein Diplom-Psychologe sagt!

Nix für ungut,

Malachit.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 20. September 2010, 20:35:06
Gerade in der Tagesschau spekulierte die Staatsanwaltschaft schon, dass die Frau sich wohl in psychischer Anspannung befunden haben muss (was für eine Erkenntnis  :thumbup: ), die allerdings noch keinen pathologischen Wert gehabt hätte. Mal schauen, wie es weitergeht!


Titel: Umgangsmutter, Rechtsanwältin, Mörderin
Beitrag von: Milan am 21. September 2010, 00:08:06
War ja nur ne Frage der Zeit, bis mal eine von den Rechtsverdrehern durchknallt....

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,718548,00.html


Titel: Re: Umgangsmutter, Rechtsanwältin, Mörderin
Beitrag von: cappi67 am 21. September 2010, 07:38:52
Leute,

wenn die Rechtsverdreher durchdrehen, was wird denn da dem Einzelnen normalen Bürger zugemutet?

Die Debatte wird wieder in Richtung schärferes Waffenrecht gelenkt anstatt das richtige Problem anzupacken.

Kopfschüttel und LG Cappi


Titel: Re: Umgangsmutter, Rechtsanwältin, Mörderin
Beitrag von: Agent_Zero am 21. September 2010, 09:26:39
Moin,

das wird bestimmt nicht der letzte Fall gewesen sein. Es ist sehr bedauerlich, dass Menschen
wider ihres Willens mit hineingezogen werden.

Die Debatte wird wieder in Richtung schärferes Waffenrecht gelenkt anstatt das richtige Problem anzupacken.

Wenn sich jemand eine Waffe besorgen will, dann kündigt er das nicht irgendwo an. Von daher,
ist das Hauptproblem nicht das Waffenrecht. Die Ursache ist maßgeblich.

Und für die gibt es leider häufig keine Generallösung.

Gruß
Agent


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Ragos am 21. September 2010, 22:41:29
Genau, die Ursache angehen, das wäre angebracht und wichtig. Die Waffendiskussion ist blödsinnig. das ist nur ein Symptom.

Es gibt zwar keine Generallösung gegen ALLE Ursachen von Amok, aber es gäbe eine Teillösung, die bereits viele Amokläufe verhindern würde.

Denn in vielen Fällen in der Vergangenheit wurde gerade dann Amok gelaufen, wenn diesem Elternteil das Kind entrissen wurde, wenn er dauerhaft vom Kindes-Besitzenden Elternteil gedemütigt und erniedrigt wurde.

Und eine Teillösung wäre es, wenn man die Kindes-Besitzer entschieden gesetzlich in die Schranken weisen würde, dass sie ihre Rachefeldzüge, Demütigungen, etc. nicht mehr ausleben können, wie es heutzutage leider voll und ganz möglich ist.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Weisnich am 22. September 2010, 00:01:05
Hallo Ragos,
...die Frau war zwar vom Fach, aber auch erst 3 Monate getrennt. (Negative) Urteile gab es nicht.
Die Familienrechtsargumentation ist also in diesem Fall nicht sooo sinnvoll.

Die Perle hatte 4 Wummen zu Hause, obwohlsie nicht mehr sportlich schießen war. Das wurde 2003 geändert, heute müssen inaktive Schützen die Waffen abgeben.
Warum die Alt-Schützen den Bestandschutz haben, ist mir eigentlich auch unklar.

Ich bin auch nicht für noch schärfere Waffengesetze, weil z.B. mein Vater auch aktiver Sportschütze ist und sehr korrekt mit den Waffen umgeht.

Andererseits finde ich die o.g. Regelung auch nicht so unsinnig. Wummen sind halt keine Golfschläger, die man verstauben lassen darf, wenn man nicht mehr spielt.

Ob man Amokläufe verhindern kann, bezweifle ich. Die Taten sind meist geplant und das Werkzeug lässt sich auch illegal beschaffen. Oder die Amokläufer lassen sich was neues einfallen und nehmen mal das Auto oder das gute alte Brotmesser.

Sowas ist und bleibt von allen Seiten einfach nur traurig. Selbst gegenüber der Mutter.


Gruß,
Michael



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: nadda am 22. September 2010, 04:55:09
Amokläufe zu verhindern wird so gut wie unmöglich sein, leider.

Denke diese Frau ist erstaunlich früh "durchgedreht", bevor der ganze Stress über ein Gericht losging der ja nun wirklich absolut heftig auszuhalten ist.

Habe mich in den letzten Jahren aus beruflichen Gründen mit Amokläufen von jugendlichen Tätern beschäftigt und da ist es auch so, dass diese Verschärfung des Waffenrechts null bringen wird. Sich eine Waffe zu besorgen wenn man das unbedingt will wird immer möglich sein. Wer genügend Intelligenz mitbringt baut sich halt seine eigenen kleinen Brandsätze. Die meisten Amokläufern waren auch durchschnittlich bis überdurchschnittlich intelligent. Was sie alle waren: unverstanden, mit Problemen allein, hilflos diesem Problem gegenüber, wütend.

Meiner Meinung nach wäre die einzig sinnvolle Maßnahme um Amokläufe zu verhindern den Leuten die Hilflosigkeit zu nehmen. Dazu müsste dann aber ein engmaschiges Netz an Fachmenschen her die die Anzeichen rechtzeitig erkennen und Hilfe anbieten können.

Bei den jugendlichen Tätern gab es durchaus Leute die erkannt haben das extreme Notsituation für den Amokläufer besteht, sie wussten nur nicht was tun. Mehr Psychologie für Lehrer, Erzieher, Sozialpädagogen und bitte vor allem auch für die Sachbearbeiter an unseren Jugendämtern wäre vermutlich deutlich sinnvoller. Notfallprogramme für Einrichtungen wie Schulen, Kliniken, Ämter usw.

Ganz verhindern wird man es nicht können, aber vielleicht im ein oder anderen Fall doch. Genauso wie wirksame Notfallprogramme für die Einrichtungen den ein oder anderen retten könnten.

Mal ganz ehrlich, als Rechtsanwältin war ihr vermutlich sehr genau bewusst was bei Gericht auf sie zukommen würde. Dem war sie nicht gewachsen, deshalb der Ausraster im Vorfeld.

Und ob jetzt eine Frau oder ein Mann durchdreht ist reichlich egal, am Ende sind Unschuldige tod und das ist das schlimme daran. Wie krank muss jemand sein um sein eigenes Kind umzubringen das man doch eigentlich immer schützen will? Gab es da keine Anzeichen an ihr vorher? Hat keiner gesehen das diese Frau psychisch nicht mehr normal ist?

Das traurige ist, selbst wenn es jemand gesehen hat, hat demjenigen vermutlich keiner geglaubt.

LG
Nadda


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Beppo am 22. September 2010, 06:28:46
Ich denke nicht, dass sich Amokläufe ganz verhindern lassen, durch schärfere Waffengesetze aber die Zahl verringern ließe sich schon.

Ich denke, dass so mancher Amoklauf nicht stattgefunden hat, weil der potentielle Täter in dem Augenblick schlicht keinen offenen Waffenschrank in der Nähe hatte und nicht wusste, wo er die Mittel für seine Tat her nehmen sollte.

Ich wüsste auch nicht, wo ich so etwas bekommen könnte und wäre für meinen Amoklauf auf Holzknüppel und Frühstücksmesser angewiesen und würde es damit vermutlich nicht mal auf Seite 3 im Heimatecho schaffen.

Es ist doch kein Zufall, dass die Mehrzahl der tatsächlichen Attentäter eben doch leichten Zugang zu Waffen hatte.
Der Wunsch Amok zu laufen wird vom Waffenschrank sicher nicht beeinflusst. Die Möglichkeit aber schon.

Auf jeden Fall hat das größeren Einfluss als irgendwelche PC-Spiele oder Horrorfilme.

Gruss Beppo


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Lausebackesmama am 22. September 2010, 07:31:54
Da schließe ich mich Beppo an! Ich habe noch nie gehört, dass einer dieser Amokläufer sich erst langwierig irgendwo ne Waffe besorgt hat. Meistens lag die praktisch irgendwo griffbereit rum. Für Amokläufe machen sich Schusswaffen nun mal besser als das heimische Steakmesser. Wozu der Normalbürger ein Steakmesser im Haus hat leuchtet ein. Wozu eine Schusswaffe überhaupt nicht. Ich wüsste nicht, was gegen härtere Waffengesetze spricht außer dem Aufschrei derer, die gleich wieder um die freie Selbstbestimmung fürchten.

Gruß LBM


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Agent_Zero am 22. September 2010, 08:13:51
Moin,

was aber auffällt, dass es meistens eher unscheinbare und introvertierte Personen sind, die eher
und das ist das interessante dabei, oftmals Außenseiter sind.

Die Tat entsteht daher nicht, ob man ein Tatwerkzeug in Griffweite hat, oder nicht, sondern die Tat
beginnt im Kopf. Sei es mangelndes Selbstbewußtsein, Geltungsbedürftigkeit oder was auch immer.

Bedauerlich dabei ist, dass unschuldige Menschen mit in den Tod gerissen werden. Jeder Mensch ist
frei. Selbst über sein Leben zu bestimmen ist das eine. Aber unschuldige Menschen mitzureißen, finde
ich abartig.

Gruß
Agent


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: nadda am 22. September 2010, 08:21:00
Klar die meisten hatten recht einfachen Zugriff auf die Waffen, es gab aber vor allem im Bereich der Jugendlichen Amokläufer durchaus welche, die sich in wochenlanger Kleinarbeit vorbereitet haben. Da gibt es Fälle die sich dann selbstgebaute Brandbomben und ähnliches "gebastelt" haben.

Allerdings vermute ich stark, dass die Hemmschwelle mit einem Messer auf einen Menschen loszugehen viel größer ist als jemanden aus der Entfernung zu erschießen. Diese Hemmschwelle ist ja auch in der Diskussion mit den PC Spielen eines der Hauptprobleme. Vermutlich trifft hier einfach vieles zusammen. Aber trotz verschärftem Waffenrecht wird es immer Menschen geben die es trotzdem schaffen an Waffen ranzukommen, vielleicht bremst es den ein oder anderen aus, aber nie einen Täter der über längeren Zeitraum plant. Wer plant kriegt auch Waffen.

Für mich steht jedenfalls fest, dass Waffen in meinem Haus nichts zu suchen haben. In meiner Familie gibt es mehrere Sportschützen, die haben ihre Gewehre im Waffenschrank des Vereins, hoffentlich sehr gut gesichert.


@ Agent
Da hast du absolut recht, es entsteht im Kopf eines Menschen.
Aus eigener Erfahrung weis ich aber, dass es unglaublich schwierig ist z.B. Jugendlichen mit massiven persönlichen Problemen zu helfen. Es gibt zu wenig Angebote die da was bringen würden. Betreute Wohngruppen setzen die Leute ab 18 vor die Tür, psychologische Beratung hat ewige Wartezeiten, die Abneigung sich von einem Psychologen helfen zu lassen ist massiv.

Und Eltern sind leider, grade bei den Jugendlichen die Hilfe brauchen, die jenigen die den Kopf in den Sand stecken und so tun als gäbe es kein Problem.

Diese Frau muss doch auch massiv fertig gewesen sein und keiner  hat es bemerkt????


LG
Nadda


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Agent_Zero am 22. September 2010, 08:36:24
Moin,

Früher wurden Differenzen Mann gegen Mann ausgetragen. Heute geht es den - vor allem jugendlichen -
denke ich viel mehr darum, in irgendeiner Hall of Fame zu stehen und sich ein Statussymbol zu setzen.

Ob die Amokläufer zwangsläufig immer ihren eigenen Tod mit in Kauf nehmen, oder damit rechnen ist
für mich fraglich.

Eine Totalkontrolle gibt es nicht und wird es nicht geben. Und es hat denke ich auch nicht zwangsläufig
etwas mit dem Elternhaus zu tun. Es gibt viele, die solche Taten begangen haben, mit absolut unauf-
fälligem Elternhaus.

Das Waffenrecht ändert an dieser Situation meiner Meinung nach gar nichts. Wo für den Täter ein Wille
ist, ist auch ein Weg. Und den wird es immer geben.

Ein damaliger Schulfreund hat sich vor vielen Jahren mit einer Waffe, die er sich aus einem Osteuropäischen
Land besorgt hat, das Leben genommen. Er wollte noch mehrere Menschen mitnehmen, was Gott sei Dank
NICHT passiert ist.

Und ganz ehrlich, wer kündigt das schon groß irgendwo an.

Gruß
Agent


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: staengler am 22. September 2010, 08:40:25
Zitat
Diese Frau muss doch auch massiv fertig gewesen sein und keiner  hat es bemerkt?

Ich bin mir sicher, dass viele Menschen im Umfeld dieser Frau bemerkt haben, dass "sie massiv fertig ist".

Aber zum einen werden sie sich gedacht haben "ist ja klar, jetzt nach der Trennung...", bzw. haben andere sich einfach nicht eingemischt. Aus Desinteresse oder aus Angst vor negativem Feedbak a`la "was geht dich das an?"

An einen bevorstehenden Amoklauf der Dame hat dabei keiner gedacht. Da bin ich mir sicher. Immerhin lief sie ja nicht bereits seit einer Woche mit gezogener Waffe auf der Straße rum.

Wie tief kann man in einen Menschen hineinschauen? Und wie tief darf man, ohne jemanden zu Nahe zu kommen.

Es wird ein Drahtseilakt bleiben und wir werden immer wieder solche Taten erleben müssen.

Gruß, Michael


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: achhja am 22. September 2010, 08:53:10
Da schließe ich mich Beppo an! Ich habe noch nie gehört, dass einer dieser Amokläufer sich erst langwierig irgendwo ne Waffe besorgt hat. Gruß LBM
Doch. Amoklauf von Emsdetten. http://de.wikipedia.org/wiki/Amoklauf_von_Emsdetten (http://de.wikipedia.org/wiki/Amoklauf_von_Emsdetten)
Hab ich gestern gefunden, als ich wegen der Sportschützen ein wenig recherchierte.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Agent_Zero am 22. September 2010, 08:55:57
Hi,

ich vermute der Hauptgrund liegt an der massiven Zunahme, psychischer Probleme. Auch im Berufs-
leben nehmen diese mittlerweile einen Platz von um die 40 - 45 % ein.

Jeder Mensch tickt anders und geht mit Problemen anders um. Dann kommt vielleicht noch ein Nerven-
zusammenbruch dazu, Rache usw....

Zitat
Wie tief kann man in einen Menschen hineinschauen? Und wie tief darf man, ohne jemanden zu Nahe
zu kommen.

Das ist schwierig. Das kommt darauf an, wie tief der gegenüber blicken lässt.

Gruß
Agent


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: staengler am 22. September 2010, 09:07:33
Zitat
Das ist schwierig. Das kommt darauf an, wie tief der gegenüber blicken lässt.
In der Regel nich tallzu tief.

Immerhin sind wir eine Leistungsgesellschaft und "Schwäche zeigen" bringt uns auf der Rangliste nicht nach oben.

Ist also "die Gesellschaft" schuld?
Leben wir in einer lieblosen, egoistischen, matrealistischen und nur noch dem Geld hinterherhechelnden Gesellschaft?

Stimmt doch auch nicht! Dieses Forum ist z.B. ein deutliches Beispiel dafür, dass es anders ist bzw. sein kann.

Was wir lernen müssen, ist die Tatsache, dass Niederlagen zum Leben dazu gehören. Und wir müssen lernen damit umzugehen.
Begonnen werden müsste damit allerings schon im Kindesalter.

Am Ende der Fahnenstange anzufangen und schärfere Regeln für den Erhalt oder Umgang mit Schusswaffen zu formulieren bringt meiner Ansicht nach nichts.

Gruß, Michael


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Agent_Zero am 22. September 2010, 09:36:03
Moin,

klar ist dieses Forum hier ein Gegenbeweis. Jedoch sind wir mit knapp über 10.000 Usern, wo viele
hier sporadisch vorbei schauen eine absolute Minderheit in der Gesellschaft.

Würde jeder einen guten Rat von hier befolgen, gäbe es sicher viel weniger Probleme.

Gruß
Agent


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 22. September 2010, 10:35:29
Ganz "unterhaltsam" ist auch die Diskussion im SPIEGEL-Forum zum Thema (http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=21087&page=36).

Besonders interessant fand ich diesen Beitrag:
Also ich kann mir die Tat nur so vorstellen, daß der Mann das Kind getötet hat.
Offensichtlich erwägt man diese Variante nicht.
Warum? (http://forum.spiegel.de/showpost.php?p=6278277&postcount=355)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Agent_Zero am 22. September 2010, 10:58:00
Moin,

die Meinungen gehen in den Links teilweise auseinander. Jedoch kristallisieren sich eindeutig psychische
Probleme heraus.

Diese wird man wohl nie ausschließen können. Ich finde es erschreckend, zu sehen, was aus einstiger Liebe entstehen kann.

Oder liegt es mitunter doch an den Medien, die Teilweise falsche Werte vermitteln? Selbst wenn, so hat
jeder Mensch doch einen eigenen Willen.

Gruß
Agent


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: bengel am 22. September 2010, 11:13:01
hallo zusammen,
 
hoffentlich ergibt die opduktion, wer für den tot des kindes verantwortlich ist. allerdings: wieso läuft sie dann mit einer knarre und 300 schuss durch die gegend, wenn sie nichts "böses" vorhat? es sei denn, es hat vorher ein telefonat mit dem ex stattgefunden und sie "ausgetillt" ist und das ist doch leicht zu ermitteln.

@agent: ich weiss nicht, ob es an werten liegt. ich war bei der BW und weiss welche schreckliche gewalt von schusswaffen ausgeht. ein generelles verbot, international, wäre mir ehrlich gesagt, dass liebste. ich weiss natürlich, dass frau/mann auch zum messer greifen kann, aber die hürde ist doch etwas höher.

es ist ein echtes trauerspiel. ich habe in brasilien auf offener strasse gleich mehrere schiessereien miterlebt und als ich in madagaskar wurde vor dem hotel jemand erschossen am hellichten tag und völlig warlos.

  schusswaffen sind einfach nicht in private hände zu gegeben. am bestes in gar keine, aber so blauäugig bin ich auch nicht, so lange diktatoren ihre völker vergewaltigen.

gruss

bengel



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Agent_Zero am 22. September 2010, 11:21:39
Moin,

@bengel

Da gebe ich dir recht. Jedoch lernt man bei der BW z. b. in einer Einzelkämpferausbildung,
den Feind ohne Waffe töten zu können.

Ich denke, die eigentliche Waffe ist das menschliche Gehirn. Wenn dort die Tat bereits statt-
gefunden hat, denke ich ist es vorprogrammiert, dass so etwas irgendwann passieren kann.

Gegen ein generelles Waffenverbot hätte ich auch nichts einzuwenden. Dann müssten wir
jedoch generell ins Stadium Adam und Eva zurückgehen, wo es keine Waffen, Gegenstände
und Dinge gab, die gefährlich hätten werden können.

Gruß
Agent


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: bengel am 22. September 2010, 11:37:25
@agent

Klar, ich weiss natürlich, dass es schwierig ist. aber der eiserne vorhang ist auch gefallen, obwohl ich mir das zu meinen lebzeiten nicht habe vorstellen können. ein obama, ein afroamerikaner, ist präsident da drüben geworden. wer hätte das jemals gedacht?

was ich sagen will: es bedarf engagement und politschen willen. dann kann man fast alles verändern.

und die sogenannten sportschützen sollen doch bogenschiessen, das ist umweltfreundlicher und knallt nicht und man kann nicht so leicht leute umbringen.

ich habe keine einzelkämpferausbildung gehabt. gott sei dank. aber 20mm maschinenkanone und was die anrichtet, das ist mir bekannt. auch was eine uzi für löcher macht. die dinger sind einzig und allein zum töten gemacht. alles andere ist doch nur alibi.

 
aber ich gebe dir recht: solche morde geschehen im kopf. aber ohne schusswaffe ist es schwieriger. ich glaube nicht, dass die frau einzelkämpferausbildung hatte.

LG

bengel
 


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 22. September 2010, 11:38:37
Ich denke, die eigentliche Waffe ist das menschliche Gehirn. Wenn dort die Tat bereits statt-
gefunden hat, denke ich ist es vorprogrammiert, dass so etwas irgendwann passieren kann.

Ich bin heilfroh, dass es damals in unserem Hause keine Waffen gab !!!

Die Hemmschwelle mit Feuerwaffen ist einfach viel niedriger: man kann größeren Abstand zum potentiellen Opfer halten, braucht nur an einem Hebel zu ziehen ...


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Malachit am 22. September 2010, 11:40:16
Hallo zusammen,

Gegen ein generelles Waffenverbot hätte ich auch nichts einzuwenden. Dann müssten wir
jedoch generell ins Stadium Adam und Eva zurückgehen, wo es keine Waffen, Gegenstände
und Dinge gab, die gefährlich hätten werden können.

Hm. Zu diesem Thema fällt mir ein, es gibt da eine wunderbare und bitterböse Kurzgeschichte, in der es genau darum geht: Was, wenn es urplötzlich keinerlei Waffen mehr gäbe ... von Ray Bradbury, "A piece of wood". Wer googelt, der findet ;-)

Viele liebe Grüße,

Malachit.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: minna289 am 22. September 2010, 11:45:03
tACH;


Zitat
Ist also "die Gesellschaft" schuld?
Leben wir in einer lieblosen, egoistischen, matrealistischen und nur noch dem Geld hinterherhechelnden Gesellschaft?
Zitat
Stimmt doch auch nicht! Dieses Forum ist z.B. ein deutliches Beispiel dafür, dass es anders ist bzw. sein kann.

Hmmmm, wie sähe es aus wenn wir hier nicht zu 90% anonym miteinander kommunizieren würden?

Ich denke nicht das wir unsere Gefühle und Verletzbarkeit immer noch so preisgeben würden.
Ein Amoklauf findet nie im Chat statt.

Nachdenkliche Grüsse,
minna


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Beppo am 22. September 2010, 11:54:14
Ich denke immer noch, dass eine Reduzierung des Waffenzugangs zwar nicht die Ursachen eines Amoklaufs bekämpft aber die Möglichkeit seiner Durchführung.

Natürlich wäre es schön, die Ursachen dafür zu beseitigen, aber solange man das nicht kann, ist die 2. Möglichkeit auch ne schöne Alternative.

Wenn ich einen Wahnsinnigen schon nicht heilen kann, sollte ihm zumindest keine Waffen geben.

Man muss deswegen ja nicht aufhören, auch gegen die Ursachen anzugehen.

Gruss Beppo


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: 82Marco am 22. September 2010, 12:03:25
Egal ob schärfere oder bestehende Waffengesetze, ohne konsequente und von mir aus auch intensivere Kontrollen (wer soll das machen?) kann nichts in die Gänge gebracht werden...


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: bengel am 22. September 2010, 12:12:09
marco,

solange man manpower hat an jeder ecke zu blitzen, kann dass das problem nicht sein. und es geht ja darum den handel zu verbieten, also füher an der sogenannten wertschöpfungskette zu beginnen. na ja. wir werden es wohl leider nicht erleben. ich möchte auch lieber nicht wissen, wieviel 100 väter/mütter noch leben könnten, wenn der griff zur waffe nach trennung nicht möglich gewesen wäre.

mich eingeschlossen im kurzschluss.

gruss

bengel


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: nichtplatt am 22. September 2010, 12:19:43
Hi,

mir ist es ehrlich gesagt vollkommen Schnuppe ob diese Frau psychische Probleme hatte. Mir ist auch egal, ob irgend jemand im Vorfeld
was gemerkt hat oder nicht. Was mich wirklich umtreibt ist die Tatsache, dass nach meinem Gefühl versucht wird diese Tat zu begründen.

Also immer her mit irgendwelchen dubiosen Gutachten, die diesen widerwärtigen, hinterhältigen und perversen dreifach Mord zu rechtfertigen versuchen.


Zum Thema Verschärfung des Waffenrechts.

Bringt meines Erachtens gar nichts. Fast alle Amokläufe wurden im Vorfeld geplant. Teilweise über Monate hinaus. Da wird es sicherlich nicht an
einer Waffe scheitern.


wütende Grüße

nichtplatt

PS. Auf Märkten im ehemaligen Ostblock kann man sich jederzeit aufrüsten.

Noch was. 17 tödliche Treffer durch die Polizei. 


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 22. September 2010, 12:25:14
Was mich wirklich umtreibt ist die Tatsache, dass nach meinem Gefühl versucht wird diese Tat zu begründen.

das ist genau das, warum ich eingangs zu diesem Fall schrieb, dass ich mit Interesse die veröffentlichten Kommentare verfolgen werde. Irgendwann wird jemand feststellen, dass sie zuerst das Opfer war!


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Agent_Zero am 22. September 2010, 12:29:26
Moin,

irgendein Problem muss sie gehabt haben. Wäre alles in Ordnung bei ihr gewesen, hätte sie
die Tat auch nicht begangen.

Oder anders: Wenn zwei dasselbe denken ist es immer noch nicht das gleiche. Ich denke nicht,
dass ihr erst vor ein paar Tagen etwas wiederfahren ist, dass DAS ausgelöst haben könnte.
Vielleicht steckte etwas in ihr drin, von dem niemand etwas wusste.

Letztendlich ist es auch sekundär, was, warum, wieso oder weshalb.

Die Frage ist, kann man präventiv etwas dagegen tun. Und das wird schwierig. Sonst müsste man
jedem Menschen einen Gedanken-Scanner einbauen.

Gruß
Agent


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Beppo am 22. September 2010, 12:30:26
Titanic (http://www.titanic-magazin.de/newsticker.html)

Zitat
Die Amokfrauen holen auf!
    
Eine Männerdomäne bröckelt: Immer mehr Frauen interessieren sich fürs Amoklaufen. Doch wie erkennt man, ob der Kugelhagel, in dem man sich gerade befindet, aus männlicher oder weiblicher Flinte kommt?

    * Für amoklaufende Männer gilt: erst schießen, dann reden. Der Grund liegt in ihrer mangelhaften Fähigkeit zum Multitasking. Frauen hingegen erklären gerne während des Amoklaufs, weshalb und warum sie gerade drauflosfeuern, lackieren sich die Nägel oder kochen kleine Gerichte.
    * Männer sind Jäger, Frauen Sammler: Während es dem Mann ausschließlich aufs blinde Herumballern ankommt, ist es der Frau wichtig, mit möglichst wenig Kugeln möglichst viele Treffer zu erzielen.
    * Übung macht den Meister: Männer richten sich am Ende eines Amoklaufes selbst, Frauen verlassen sich immer noch auf die helfende Hand eines Polizeibeamten.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: bengel am 22. September 2010, 12:32:08
ja, uli.

das wird wohl dabei herauskommen, dass sie gar nicht anders konnte..... :exclam:

noch mal zu waffen,

winnenden wäre nicht möglich gewesen so ohne weiteres, wenn der vater keine waffe im haus gehabt hätte.
und auch diese mörderin war sportschützin.

wenn ich so etwas plane und mich zwecks erwerb einer kanone erst mal in die moselstasse nach ffm muss, ins rotlicht, falle ich doch schnell auf. zumal als frau.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 22. September 2010, 13:23:47
wenn ich so etwas plane und mich zwecks erwerb einer kanone erst mal in die moselstasse nach ffm muss, ins rotlicht, falle ich doch schnell auf. zumal als frau.

Und ich hätte nicht mal gewusst, dass man in der Moselstr. in Ffm sowas bekommt. Genaugenommen, weiß ich noch nicht mal, wo die Moselstr. in Ffm ist.  :redhead:

Nein im Ernst: das Nichtvorhandensein von Waffen ist (zumindest für Affekttaten) der beste Schutz!


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Lausebackesmama am 22. September 2010, 13:26:59
Genau Uli  :thumbup:  Und das heißt ja nicht, dass man nicht auch an den Ursachen arbeiten soll.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Agent_Zero am 22. September 2010, 13:29:20
Genau Uli  :thumbup:  Und das heißt ja nicht, dass man nicht auch an den Ursachen arbeiten soll.

Das meinte ich mit Prävention. Die Ursache ist das Problem.



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 22. September 2010, 13:53:07
Die Ursache ist das Problem.

Die Ursache wirst Du in den seltensten Fällen in den Griff bekommen. Die Welt ist voller Psychopathen und die meisten leben still und unauffällig vor sich hin (siehe >>hier<< (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,718701,00.html#ref=nldt)), bis es einen Knall tut. Im Nachhinein läßt sich manches erklären, im Vorfeld aber nicht verhindern.

LG, Uli


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: cappi67 am 22. September 2010, 14:04:36
Hi,

Zitat von Uli:
Die Welt ist voller Psychopathen und die meisten leben still und unauffällig vor sich hin (siehe >>hier<<), bis es einen Knall tut.

Wenn nach einem schärferen Waffenrecht gerufen wird, müssen doch die neuen strengeren Gesetze von einer Behörde überwacht werden. Wie soll eine Behörde, also ein Teil des Systems, systemfremdes Verhalten erkennen und verhindern?

Das fragt sich auch Cappi



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Beppo am 22. September 2010, 14:21:25
Wie soll eine Behörde, also ein Teil des Systems, systemfremdes Verhalten erkennen und verhindern?

Nicht das Verhalten.

Den Besitz, bzw. die Lagerung und den Transport.

Warum muss ein Sportschütze seine Waffen zuhause aufbewahren?

Und die Kontrolle ist vor Allem deswegen so schwer, weil es so viele davon gibt.
Und es gibt so viele davon, weil jeder Hampel eine Waffe bekommt, der noch nicht Amok gelaufen ist.

Oft reicht ja schon ein Verbot, in Verbindung mit einer abschreckenden Strafe und der Möglichkeit, erwischt zu werden.

Ich wage mal die These, dass es für maximal 10% der Waffen eine wichtige Existenzberechtigung gibt.
Den Rest abzubauen, hat einfach noch keiner ernsthaft versucht.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Kartoffelkocher am 22. September 2010, 14:21:39
Moin,

dazu habe ich das gefunden: in Spiegel Online (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,718585,00.html)

Interessant, das man auch mal von der anderen Seite schaut....

Gruß
KK


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 22. September 2010, 14:32:27
dazu habe ich das gefunden: in Spiegel Online (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,718585,00.html)

 :thumbup:

Und wenn die Gewalt tatsächlich aufgedeckt wird, werden sich sofort "Frauenversteher" finden, die sie zu erklären versuchen. Oftmals werden die Opfer hierdurch ein zweites Mal gedemütigt!


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Beppo am 22. September 2010, 14:34:10
Noch einer.
Wenn auch nicht Vorsatz.

http://www.bild.de/BILD/news/2010/09/22/betrunkene-polizistin/faehrt-fussgaenger-tot-und-begeht-fahrerflucht.html (http://www.bild.de/BILD/news/2010/09/22/betrunkene-polizistin/faehrt-fussgaenger-tot-und-begeht-fahrerflucht.html)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: roselladady am 22. September 2010, 15:08:00
Hallo Zusamen

Als Sportschütze muss ich jetzt mal was loswerden.

Winnenden hätte nicht passieren können wenn der Vater sich an das Waffengesetz (aufbewarung) gehalten hätte und das sollte von der zuständigen Behörde auch überprüft werden.

Der Aktuelle Fall hätte nicht passieren können wenn das aktuelle Waffenrecht  auch umgesetzt würde.
Da sie seit 6 jahren keine aktive Schützin mehr war hätte ihre Waffe eingezogen werden müssen.

Die zentrale Aufbewarung von Waffen in den Schützenheimen finde ich doch etwas problematisch, da eine solche Ansammlung von Waffen die Sache für Kriminelle interesant machen würde

Aber auch mit einem Messer oder Auto kann man töten, wenn man will.

 Jetzt wieder nach einem schärferen Waffenrecht schreien ist nicht der richtige Weg, es müssen nur die bestehenden Gesetze angewandt und kontrolliert werden.

Grüsse Roselladady
 


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 22. September 2010, 15:12:40
Winnenden hätte nicht passieren können wenn der Vater sich an das Waffengesetz (aufbewarung) gehalten hätte und das sollte von der zuständigen Behörde auch überprüft werden.

Und Winnenden wäre noch unwahrscheinlicher gewesen, wenn erst gar keine Waffe im Hause gewesen wäre!

Der Aktuelle Fall hätte nicht passieren können wenn das aktuelle Waffenrecht  auch umgesetzt würde.
Da sie seit 6 jahren keine aktive Schützin mehr war hätte ihre Waffe eingezogen werden müssen.

Laut Medienberichten war sie seit 14 Jahren keine Sportschützin mehr und genoss somit Besitzstandswahrung,


Titel: Die Medien
Beitrag von: elwu am 22. September 2010, 16:15:37
scheinen nun aufzuwachen. Das seit jeher tabuisierte, wel politisch völlig inkorrekte Thema weiblicher Gewalt bekommt Öffentlichkeit (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,718585,00.html)...

/elwu


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: bengel am 22. September 2010, 16:32:57
ach elwu,


ob männliche oder weibliche. dem kind wird es völlig egal sein.

ich mag es absolut nicht hier ein gender problem aufzumachen.

das dient dem ziel nicht. jedes geschlecht ist offensichtlich zum austillen fähig.

männer leider öfters. woran das liegt weiss ich nicht. vielleicht daran, das männer ab 5 jahren erwachsen sein müssen und nicht mehr weinen dürfen und mädchen bis 16 mit barbies spielen dürfen, weil es ja so süss ist.

gruss.

jürgen


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Lausebackesmama am 22. September 2010, 16:46:20
Das ist ein Thema, bei dem der kleinste gemeinsame Nenner ist: solche Amokläufe sollten nicht passieren und es ist schlimm, dass immer Dritte die Störung des Täters ausbaden müssen.

Alles Andere ist wie meist abhängig von Meinungen und Interessensschwerpunkten der Einzelnen.

Genderfrage: Täter und Täterin
Waffenrecht: Würde ein schärferes Waffenrecht oder ein absolutes Waffenverbot die Anzahl der Amokläufe verringern oder sie gar vermeiden?
Familienrecht, Druck in der Gesellschaft, persönliche Störungen als Ursachen, kann man die früherkennen und dann präventiv eingreifen?

Ich denke, über die letzten Punkte können wir uns hier totdiskutieren, im ersten Satz sind wir uns einig.

LBM


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: bengel am 22. September 2010, 16:49:04
jo LBM,

du hast es auf den punkt gebracht.

keine waffen, und liebe auch für kleine jungs, auch wenn sie ach so stark sein müssen.
jurgen


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: roselladady am 22. September 2010, 16:50:36
Hallo Lbm

 :thumbup:


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: elwu am 22. September 2010, 18:14:09
ich mag es absolut nicht hier ein gender problem aufzumachen.

Hallo,

da dieses Thema sehr häufig in familienrechtlichen Dingen eine Rolle spielt, aber fast immer totgeschwiegen oder abgekanzelt wird, muss es sehr wohl thematisiert werden. Ob man das nun als Genderthema bezeichnen magst oder nicht. Es geht nämlich (mir) mitnichten um eine genderorientierte Wertung oder Relativierung. Sondern darum, dass weibliche Gewalt bislang viel zu selten beachtet wurde bei familienrechtlichen Angelegenheiten.

/elwu


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: bengel am 22. September 2010, 18:39:11
hi elwu,

famielnrechtlich auszudiskutieren ist ein mord ganz und gar nicht, aber du verwechselt ja meine beiträge mit deinem persönlichen schwierigkeiten mit mir.

ich habe keine mit dir.

jürgen, der deinen blödsinn nicht versteht


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: elwu am 22. September 2010, 20:28:54
famielnrechtlich auszudiskutieren ist ein mord ganz und gar nicht, aber du verwechselt ja meine beiträge mit deinem persönlichen schwierigkeiten mit mir.

ich habe keine mit dir.

Wenn du freundlicherweise derlei so absurde wie völlig unbegründete (und irrige) Annahmen, Vermutungen, Unterstellungen und Projektionen einfach bleiben lassen könntest und, statt unsinnige Metadiskussionen anzuleiern, bei der Sache bleiben oder einfach schweigen könntest, wäre das sehr angenehm.  


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: oldie am 22. September 2010, 22:56:11
Hi ihr beiden Streithähne (und natürlich auch alle anderen sind aufgerufen)

Dieser Thread hat ein ganz bestimmtes Anliegen - zerfleddert es bitte nicht und bleibt bei genau diesem Thema.

Gruss oldie


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: lotzejong am 26. September 2010, 17:28:16
Amoklauf von Lörrach - Interview mit Familienrichterin E.Fritz bei fr-online.de

23 | 9 | 2010

Interview mit Familienrichterin: Die Aggression steigt

Die Präsidentin des Amtsgerichts Offenbach, Elisabeth Fritz, spricht im FR-Interview über ihre Erfahrungen als Familienrichterin und den Amoklauf von Lörrach
(...)  >>hier<< (http://www.fr-online.de/rhein-main/offenbach/die-aggression-steigt/-/1472856/4671554/-/index.html#new" target="_blank)



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Uli am 26. September 2010, 19:33:41
Interview mit Familienrichterin: Die Aggression steigt

Zitat
Ich bitte schon mal einen Rechtsanwalt oder einen Wachtmeister, nach der Verhandlung eine Mandantin zum Auto zu begleiten, wenn ich mir nicht sicher bin, ob der Mann nicht gewalttätig wird.

Zitat
Bahnt sich eine aggressive Stimmung im Gerichtssaal an, habe ich Strategien, zu einer ruhigen Situation zurückzukehren. Man muss den Männern klarmachen, dass Gewalt kein Weg ist.

Zitat
Die Männer schlagen ja eher außerhalb des Gerichts zu.

Zitat
In Lörrach ist eine Frau die Aggressorin.

Das Sorgerecht spielte eventuell eine Rolle. Der Entzug des Sorgerechts ist eine extreme Ansage. Ich weiß aber zu wenig über den Fall.

 :question:  :question:  :question:



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Beppo am 26. September 2010, 20:13:36
Früher hätte ich gesagt, solche offensichtlich voreingenommenen und damit untauglichen Richter sind die Ausnahme und werden von den Obergerichten schnell wieder auf die Spur gebracht.

Heute weiß ich, dass Richter wie diese die Regel sind und alle Anderen werden von den Obergerichten auf diese Spur gebracht.

Gruss Beppo


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Lausebackesmama am 06. Februar 2011, 15:54:28
Wieder ein totes Pflegekind und das JA hat nichts gemerkt (http://www.wdr.de/themen/panorama/kriminalitaet11/badhonnef_totes_kind/110124.jhtml).



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: minna289 am 07. Februar 2011, 10:39:26
 ... wenn man allein für gedanken in den Knast wandern würde wäre ich jetzt unterwegs...:mad:

verdammt was ist mit diesen Menschen bloss los ...

traurige Grüsse,
minna


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Terly am 09. Februar 2011, 11:57:28
Wenn ich sowas lese, wird mir immer deutlicher bewusst, wie viel Glück ich hatte. Bin seit meinem 8ten Lebensjahr selbst Pflegekind (wobei es für mich meine echten Eltern sind), da meine "**tsts - ID 28**" kurz zuvor gestorben waren. Ich bin nunmehr 25 und studiere Lehramt. Ich hatte echt Glück. Meine (Pflege-)Eltern haben mir das Alles ermöglicht...


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 13. Februar 2011, 11:36:23
Ein Fall, der die Schweiz seit zwei Wochen bewegt, findet sich >>>HIER<<< (http://www.blick.ch/news/schweiz/das-letzte-bild-des-moerder-vaters-166562). Es kann sich ja meinetwegen jeder vor einen Zug werfen, der das für eine Lösung seiner Probleme hält - aber wie krank muss man sein, um als Rache am verhassten Ex-Partner vorher noch die eigenen Kinder umzubringen?


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: minna289 am 14. Februar 2011, 14:36:22
...wer sein leben beenden möchte-bitte schön !
Aber warum müssen diese Menschen dauernd auch noch andere mit reinziehen  :question:

Ich hoffe inständig das die Mädchen noch Leben wobei ich mir die Frage stelle wo sollen Sie denn gut behütet sein  :question:

Jemand der Verantwortungsvoll ist und nicht gerade auf dem Mars lebt hätte sich ja schon längst gemeldet.

Alle Menschen bei denen die Kinder jetzt sein sollten würde ich im besten Fall als zwielichtig bezeichnen.

Klingt jetzt doof aber was man vergisst sind wie in diesem fall auch immer die Zugführer die dann durch solche Helden ein Leben lang traumatisiert sind.

Ich hoffe man findet die Mädels...

minna





Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: nadda am 14. Februar 2011, 14:49:51
Hi,

verstehen kann ich das auch nicht, vermutlich muss  man sehr "seltsame" Gedanken im Kopf haben um so zu handeln. Aber mein Ex hat mir nach der Trennung auch an den Kopf geworfen "das er jeden versteht, der seine Frau und seine Kinder umbringt um dann wieder Ruhe zu  haben".

Vermutlich entstehen solche Taten aus unendlichem Stress, wir wissen ja auch nicht was für ein Trennungsstress da herrschte. Trotzdem ist es für mich absolut nicht zu verstehen wie ein Elternteil sein Kind töten kann, es will mir nicht in den Kopf. Ist das Rache am andern Elternteil? Vermutlich sind da einige Sicherungen im Hirn einfach durchgebrannt, normal kann jemand der so etwas tut jedenfalls nicht mehr sein.

Für die Menschen die jetzt nach den Kindern suchen und nicht wissen was  passiert ist, ist das die absolute Hölle. Hoffentlich finden sie die beiden bald und hoffentlich leben sie noch.

Selbstmörder denken vermutlich nie an die Menschen die sie finden werden, sonst würden sie dafür sorgen das sie keinen anderen mit ins Unglück reißen. Hier gab es vor ein paar Jahren einen Fall wo sich ein Vater in der Garage aufgehängt hat, sein Sohn hat ihn da gefunden.

Wenn ich so etwas lese frage ich mich immer ob man das nicht hätte verhindern können. Merkt man wirklich nichts vorher? Sind Menschen die so etwas planen nicht auffällig?

Nadda


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: staengler am 15. Februar 2011, 08:47:43
Zitat
Wenn ich so etwas lese frage ich mich immer ob man das nicht hätte verhindern können. Merkt man wirklich nichts vorher? Sind Menschen die so etwas planen nicht auffällig?
Nein, sie sind es in der Regel nicht.

Ein Suizid ist oftmals eine Überreaktion in einer scheinbar aussichtslosen Lage.

Der Wunsch nach dem eigenen Tod ist stärker als alle anderen Gefühle.
Einem Selbstmörder ist es in dieser Situation also egal, welchen "Schaden" er damit anrichtet. Auch engsten Angehörigen gegenüber.

Gruß, Michael


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 15. Februar 2011, 10:04:12
Einem Selbstmörder ist es in dieser Situation also egal, welchen "Schaden" er damit anrichtet. Auch engsten Angehörigen gegenüber.
das soll er meinetwegen tun. Der "erweiterte Suizid" ist jedoch ein blöder, euphemistischer Begriff: Wer seine Kinder in den Tod mitnimmt, ist nichts anderes als ein feiger Killer, der sich seiner Verantwortung entzieht. Ich nehme KEINEM Menschen ab, dass er die Kinder, die er tötet, liebt. Es ist der pure Egoismus, den verhassten Ex-Partner an der empfindlichsten Stelle zu treffen, indem man die gemeinsamen Kinder umbringt.

Man sollte das verpflichtend auf die Grabsteine dieser Kindermörder schreiben. Und die Kinder möglichst weit weg davon beerdigen.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: minna289 am 15. Februar 2011, 11:27:29
Zitat
Man sollte das verpflichtend auf die Grabsteine dieser Kindermörder schreiben. Und die Kinder möglichst weit weg davon beerdigen.

so traurig es auch ist, es die Kinder auch nicht wiederbringt, das Unverständnis auch immer bleiben wird aber dafür  :thumbup:

minna


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 25. März 2011, 11:15:51
Vater enthauptet dreijährigen Sohn mit Kettensäge

Bonn. Grausiges Familiendrama in einem Waldstück bei Bonn: Ein 24-jähriger Mann hat seinen dreijährigen Sohn mit einer Kettensäge enthauptet und dann sich selbst getötet. Wieder steht das Jugendamt im Verdacht der Untätigkeit.

>Weiterlesen< (http://www.derwesten.de/nachrichten/im-westen/Vater-enthauptet-dreijaehrigen-Sohn-mit-Kettensaege-id4461756.html)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: 82Marco am 25. März 2011, 11:43:31
Aus meiner Nachbarschaft:

Krailling
Zwei Mädchen ermordet aufgefunden

Von Christian Deussing und Susi Wimmer
Eine Mutter hat nach einem Kneipenbesuch ihre Töchter tot im Kinderzimmer entdeckt. Die Polizei hat noch keine Spur.

++weiterlesen++ (http://www.sueddeutsche.de/muenchen/starnberg/krailling-zwei-maedchen-ermordet-aufgefunden-1.1076909)  ;(

Marco


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: midnightwish am 25. März 2011, 12:24:16
Hi Marco,

ich hoffe das auch die KM zur Verantwortung gezogen wird. Egal (je nach Zeitung) ob sie um 5 Uhr morgend mit oder ohne LG von der Kneipentour oder der Arbeit kam. Man kann doch Kinder in diesem Alter nicht die Nacht über alleine lassen.



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: nadda am 25. März 2011, 13:40:03
Hi,

das war auch das, was ich nicht verstehen kann, ich würde meine Kinder in dem Alter sicher nie alleine zu Hause lassen. Allein schon nicht ,damit sie einen Ansprechpartner haben, wenn es ihnen schlecht geht.

Gestern habe ich mit einem guten Freund, der auch Kinder hat, lange drüber diskutiert ab welchem Alter man Kinder nachts mal alleine lassen kann. Wir haben festgestellt, das es wohl auch sehr vom Entwicklungsstand abhängt wir aber das Alter deutlich höher angesetzt hätten.

Aber ich weis auch von einer Mutter die ihren 5jährigen allein zu Hause läßt, er kann ja beim Nachbarn (der Bescheid weis) klingeln wenn was ist.  Für mich ist das nicht in Ordnung, aber offensichtlich gibt es einige Eltern die das anders sehen.

LG
Nadda



Titel: Tote Mädchen: Ermittlungen gegen Mutter
Beitrag von: ostseereiter am 13. April 2011, 09:31:10
Hallo Freunde wieder eine schreckliche Nachricht.
http://www.abendblatt.de/region/article1855096/Tote-Maedchen-Ermittlungen-gegen-Mutter.html (http://www.abendblatt.de/region/article1855096/Tote-Maedchen-Ermittlungen-gegen-Mutter.html)
osr


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: oldie am 09. Mai 2011, 16:40:28
Da fehlen mir echt die Worte.
http://www.ovb-online.de/nachrichten/deutschland/mutter-gesteht-toetung-baby-zweiter-saeugling-muelltonne-1236530.html (http://www.ovb-online.de/nachrichten/deutschland/mutter-gesteht-toetung-baby-zweiter-saeugling-muelltonne-1236530.html)

Gruss oldie


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: ostseereiter am 06. Juni 2011, 12:16:40
Hallo Freunde,
und nun schon wieder Kinder getötet von der Mutter.
http://www.bild.de/regional/hamburg/kindesmord/maedchen-schliefen-mutter-kam-mit-messer-18233784.bild.html (http://www.bild.de/regional/hamburg/kindesmord/maedchen-schliefen-mutter-kam-mit-messer-18233784.bild.html)

Fassungslos  OSR


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: mahjoko am 08. Juni 2011, 10:25:47
Ich kenne diesen Fall persönlich, und wir leiden alle seit Wochen. Wussten es ja von Anfang an, auch als noch keine Öffentlichkeit hergestellt war.

http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/59457/2058975/polizeiinspektion_celle/rss


;(

mahjoko


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: mahjoko am 15. Juni 2011, 19:44:18
Hallöchen, ich hoffe, hier tut sich noch was Gutes in Kürze:

Heute Abend auf RTL, 22.15 Uhr, kommt etwas über den Fall, bei dem ja auch um Sorgerecht ging, bei stern TV mit Hallaschka.
Außerdem schaltet sich endlich offiziell auch das Auswärtige Amt etc. ein.

Meine Güte, sind die Behörden laaaangsam!
Wenn du live dabei bist, dann kriegste einen Rappel! (Aber das wissen hier ja eigentlich alle aus anderen Kontexten :(  )

http://www.abendblatt.de/region/norddeutschland/article1924543/Vier-Kinder-von-ihrem-Vater-nach-Afrika-verschleppt.html

So, ich hoffe und bete, dass es nicht mehr lange dauert. Meine Finger sind soo platt, meine Augen soo leergeheult, mein Zustand ziemlich naja ...

Danke! mahjoko


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: midnightwish am 15. Juni 2011, 20:02:05
Hi Majoko,

jetzt ne dumme Frage. Bist du die davon betroffene Mutter?

LG Tina


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: mahjoko am 15. Juni 2011, 20:29:33
Hallo Tina,
keine dumme Frage! Die Mutter bin ich nicht. Aber ich kenne sie. Und die Kinder. Und den Vater. Ist mein persönliches Umfeld.

Niemand hat dem Vater das zugetraut, aber es hängt offensichtlich mit einer Gerichtsentscheidung zusammen, in der über das Sorgerecht entschieden wurde. Nicht zu seinen Gunsten.

mahjoko


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 15. Juli 2011, 13:50:11
Nach Scheidung Töchter erstochen
Mutter wegen Totschlags angeklagt
zuletzt aktualisiert: 14.07.2011 - 17:26

Braunschweig (RPO). Eine 34 Jahre alte Frau muss sich vor dem Landgericht Braunschweig wegen zweifachen Totschlags verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, ihre vier Monate und fünf Jahre alten Töchter erstochen zu haben. Eine weitere Tochter konnte verletzt flüchten.

>Weiterlesen< (http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/Mutter-wegen-Totschlags-angeklagt_aid_1014266.html)


Ja, ne, is klar, Völlig überfordert. Alleinerziehend. Letzten Oktober geschieden. Jüngstes Kind 4 Monate alt. 4 + 9 = 13. Zeugung vermutlich noch zur Zeit des Zusammenlebens mit dem Vater der Zwillinge. Trennungsgrund? Ach, sie hat ja so gelitten. Und nun ist sie mutmaßlich schuldunfähig. Die arme Frau. Dieser Mitleidsjournalismus ist eine wahre Seuche.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: staengler am 12. September 2011, 09:52:33
Ein Versuch, das Erlebte zu verarbeiten...
Vater verklagt Psychiater der Ehefrau (http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=10009&pk=703728&p=1)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: papajo am 12. September 2011, 14:57:57
wenn man dem Link folgt, stösst man auch noch auf auf dies:

http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/oberpfalz-bayern/artikel/mutter_ersticht_sohn_gestaendn/703997/mutter_ersticht_sohn_gestaendn.html



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: elwu am 06. Dezember 2011, 09:42:37
No comment (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,801917,00.html).


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: DeepThought am 11. Dezember 2011, 13:06:38
Österreich

Mann nimmt seinen 22 Monate alten Sohn mit in den Tod

Scheidungsdrama

09.12.2011, 16:44

Mann nimmt seinen 22 Monate alten Sohn mit in den Tod (Bild: dpa/A3542 Karl-Josef Hildenbrand)

Entsetzliches Familiendrama in einer kleinen Weinviertler Ortschaft: Nur wenige Stunden vor seiner Scheidung stellte sich ein junger Familienvater mit seinem 22 Monate alten Buben im Arm auf die Schienen der Nordbahn - und wartete mit dem kleinen Sebastian auf den Tod. Ein Lokführer konnte seinen Güterzug nicht mehr rechtzeitig abbremsen, für den Mann und seinen Sohn kam jede Hilfe zu spät.

http://www.krone.at/Nachrichten/Mann_nimmt_seinen_22_Monate_alten_Sohn_mit_in_den_Tod-Scheidungsdrama-Story-304887


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Papavonfuenfen am 11. Dezember 2011, 19:37:45
Tja, und schon wurde das Diskussionsforum zu dem Artikel geschlossen.

PvF


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Lausebackesmama am 11. Dezember 2011, 19:44:26
Vor den Toren Berlins hat vor 2-3 Wochen auch ein Vater seinen Sohn (4) abgeholt und hat die Mutter von unterwegs angerufen und gesagt: "Du siehst ihn nicht wieder!". Er ist dann auf der A 10 mit dem Auto unter einen LKW gefahren, sie sind beide tot.

Es ist mir unbegreiflich, wie man die eigenen Kinder mit in den Tod reißen kann.

LBM


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Malachit am 13. Dezember 2011, 20:19:33
Hallo zusammen,

mal eine Geschichte aus der Schweiz: http://www.20min.ch/news/basel/story/Frau-vergiftete-ihren-Sohn-20426029

Zitat
Eine 33-jährige Baselbieterin brachte wegen eines Streits mit dem Ex-Mann ihr Kind mit Medikamenten fast um.

Tjo. Die Dame hatte die "geniale" Idee, ihrem Ex eins reinzuwürgen, indem sie dem jüngsten gemeinsamen Kind ein unpassendes Medikament verabreicht und ihrem Ex die Schuld dafür in die Schuhe schiebt. Im ersten Anlauf war die hinterfotzige Schnepfe damit "erfolgreich", das Besuchsrecht des Vaters wurde eingeschränkt. Das hat ihr aber noch nicht gereicht - und der zweite Versuch mit einem gefährlicheren Medikament endete beinahe tödlich für den knapp Dreijährigen.

Das "beste" aber ist:

Zitat
Ihr Verteidiger (...) hofft auf eine Bewährungsstrafe für seine Mandantin – vor allem weil die Kinder nach einem einjährigen Heimaufenthalt wieder bei ihrer Mutter und deren Partner leben.

Letzteres ist dermaßen absurd, dass ich es gar nicht weiter kommentieren mag.

Viele liebe Grüße,

Malachit.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: papajo am 07. März 2012, 16:15:10
http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,833683

der letztendlich Schuldige ist auch schon gefunden......


Titel: Vater tötet 4 Kinder und versucht Suizid aufgrund von Eheproblemen
Beitrag von: L3NNOX am 15. Juni 2012, 10:04:37
http://www.bild.de/newsticker-meldungen/home/09-vater-kinder-24674640.bild.html (http://www.bild.de/newsticker-meldungen/home/09-vater-kinder-24674640.bild.html)


Titel: Re: Vater tötet 4 Kinder und versucht Suizid aufgrund von Eheproblemen
Beitrag von: Don3 am 15. Juni 2012, 20:00:43
Hi das ist ganz bei mir in der nähe  ;( ;(
Werde morgen in der Zeitung lesen was da und wie und warum passiert ist !!

Ich bin auch schokiert :exclam: ;(

Don


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: anfree72 am 15. Juni 2012, 20:28:22
laut RTL gab es einen Abschiedsbrief, der Vater sah dies als einzigen Weg um bei seinen Kindern zu sein.



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Don3 am 16. Juni 2012, 11:48:50
Hi Leute

Heute drei seiten in der Peiner Zeitung nur vermutungen und geschreibsel.
Es gab einen Abschiedsbrief und eine SMS an die noch Frau aber mehr steht nicht drin.
Der Vater war Herzkrank und hatte depressionen..!
Man kann nur warten was die Mutter sagt.

Gruß Don


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Lausebackesmama am 16. Juni 2012, 11:53:16
Egal was tatsächlich dahinter steckt, ich kann keinen rechtfertigenden Grund finden, dass man seine eigenen Kinder umbringt. Keine Scheidung, kein SR-Verlust, kein Umgangsboykott, keine Depression und keine Krankheit reichen als Rechtfertigung aus.

Ich finde es nur fair, dass er überlebt hat. Und Kindermördern geht es im Knast "richtig gut". Möge ihm das Weiterleben die Strafe sein, die kein Gericht der Welt beschließen kann.

LBM


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 16. Juni 2012, 12:51:44
Ich kann LBM nur zustimmen: Es gibt NICHT EINE EINZIGE auch nur ansatzweise Rechtfertigung, bei einem erweiterten Suizid Kinder mit in den eigenen Tod zu nehmen.

Wer das irdische Leben nicht mehr aushält, soll sich meinetwegen einen Strick nehmen oder sich die Kugel geben - aber sich allein, wo ihn keiner sieht und sie Sauerei nicht allzu gross ist.

Ich erkenne an diesem Verhalten allerdings etwas, von dem auch hier im Forum immer wieder zu lesen ist: Die Annahme, dass Eltern an ihren Kindern Besitz und damit über sie Macht hätten (im Extremfall sogar darüber, über Leben und Tod "ihrer" Kinder zu bestimmen). Wer an diesen "Besitz" glaubt, hat Elternschaft im Gesamten nicht verstanden: Kinder sind vom Tag ihrer Geburt eigenständige Persönlichkeiten, die wir solange versorgen, pflegen, begleiten und anleiten, bis sie das selbst können. Aber "besitzen" tun wir sie zu keiner Zeit.

Wer ein Lebewesen "besitzen" und über es "bestimmen" möchte, soll sich einen Hamster kaufen, aber niemals Vater oder Mutter werden.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Don3 am 16. Juni 2012, 18:38:29
Hallo LBM

Ich stimme dir und Brille 007 zu wir haben unsere Kinder nicht dazu um Gott oder ähnliches zu sein.
Ich finde nur immer die presse und die anderen Medien so blöd wegen des auf bauschen des (wirklich übelen falls) es wurde noch überhaupt nicht gesagt was über die Frau-Mutter.
Nein keiner hat das recht so etwas zutun Keiner.
 

Don


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Frieda am 16. Juni 2012, 23:26:51
Hallo alle,

in unserer Lokalpresse steht, daß er vor ein paar Wochen ausgezogen sei und eine Art Wechselmodell bestand, also etwas, wonach viele Väter hier sich die Finger lecken würden...
Diese Tat ist für mich absolut unverständlich.

Liebe Grüße

Frieda


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: AndreaDD am 31. August 2012, 15:35:05
Hallo ihr Lieben,

hier geht gerade der Entführungsfall einer 5-jährigen durch die Presse.

http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/entfuehrte-fuenfjaehrige-frei-1.2974304

Eben habe ich im Radio gehört, dass der Täter inzwischen ausgesagt hat. Das entführte Kind ist das seiner Exfreundin aus einer früheren Beziehung. Die beiden haben aber auch gemeinsam ein Kind. Er hätte der Mutter einmal zeigen wollen, wie es sich anfühlt, wenn man sein Kind nicht sehen kann. Das kam auf Radio Antenne Düsseldorf.

Viele Grüße
Andrea


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 31. August 2012, 15:54:32
>>>HIER<<< (http://www.blick.ch/news/schweiz/gift-mutter-muss-ins-gefaengnis-id2017750.html) geht gerade ein Fall durch die Schweizer Gazetten, bei dem eine Mutter jetzt, vier Jahre nach der Tat (!)  verurteilt wurde, weil sie das gemeinsame Kind mit Gift beinahe umgebracht hätte, um ihrem Ex die Schuld in die Schuhe zu schieben und das ASR zu bekommen.

Besonders pikant: Bis jetzt hatte sie trotz klarer Fakten und eines laufenden >>>Strafprozesses<<< (http://www.blick.ch/news/schweiz/richterin-laesst-blick-nicht-berichten-id1998613.html) das Kind weiterhin allein in Obhut; der Vater hatte nur ein Besuchsrecht alle zwei Wochen...


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Malachit am 31. August 2012, 18:36:31
Hallo zusammen,

>>>HIER<<< (http://www.blick.ch/news/schweiz/gift-mutter-muss-ins-gefaengnis-id2017750.html) geht gerade ein Fall durch die Schweizer Gazetten,

Dürfte der gleiche Fall sein, den ich hier (http://www.vatersein.de/Forum-topic-3489-start-msg266223.html#msg266223) schon erwähnt hatte; und das bedeutet: Wiederholungstäterin!

bei dem eine Mutter jetzt, vier Jahre nach der Tat (!)  verurteilt wurde,

Ja, immerhin, verurteilt wurde sie. Allerdings:

Zitat
wird wegen schwerer Körperverletzung zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, ein Jahr davon unbedingt

Heißt das nun im Klartext - mit etwas Glück und gutem Benehmen ist sie nach zwölf Monaten schon wieder draußen?!?

Nix für ungut,

Malachit.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 31. August 2012, 18:57:35
Moin Malachit,

Heißt das nun im Klartext - mit etwas Glück und gutem Benehmen ist sie nach zwölf Monaten schon wieder draußen?!?
ja, genau das heisst es nach dem Sprachgebrauch unserer südlichen Nachbarn. Ist ja nichts passiert...

Erschreckend fand ich allerdings, dass man (auch) in der Schweiz als Mutter sein Kind beinahe umbringen kann (nicht aus Versehen, sondern mit voller Absicht), ohne umgehend das Sorgerecht zu verlieren...

Entsetzt
Martin


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 16. September 2012, 18:39:48
was für kranke Gestalten:
Zitat
Ein 48-Jähriger ist dringend tatverdächtig in einem Mehrfamilienhaus im Ortsteil Herten seinen sechsjährigen Sohn umgebracht zu haben.
[...]
Die Angst vor dem Verlust des Sorgerechts sehen die Ermittler als mögliches Motiv für die Tat.

Volltext und Quelle >>>HIER<<< (http://www.suedkurier.de/region/hochrhein/rheinfelden/Vater-soll-Sechsjaehrigen-erstickt-haben;art372615,5686324) und >>>HIER<<< (http://www.bild.de/news/inland/kindesmord/familiendrama-rheinfelden-vater-erstickt-sohn-26221388.bild.html).


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: United am 19. Februar 2013, 14:19:30
Auch mir wird immer ganz anders, wenn ich so etwas lese ...

Quelle (http://www.shz.de/nachrichten/schleswig-holstein/panorama/artikeldetail/artikel/hilferufe-im-internet-blieben-ungehoert.html)

Zitat
In Hürup (Kreis Schleswig-Flensburg) hat ein Vater (43) erst seinen fünf Jahre alten Sohn und dann sich selbst getötet.

Zitat
"Meine Frau schreibt wieder irgendwelchen Freunden Mails, straft mich mit Verachtung und redet kein Wort mit mir. Jetzt ist es noch schlimmer als gestern. Ich kann das nicht. Ich zerbreche noch an dieser Situation."

Besten Gruß
United


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: 82Marco am 22. Februar 2013, 15:05:27
Mädchen in Aschaffenburg wurden ertränkt

 22.02.2013, 14:36 Uhr | dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH, dpa

Aschaffenburg (dpa) - Die zwei in Aschaffenburg getöteten Mädchen sind ertränkt worden. Das ergab die Obduktion. Es werde nun geprüft, ob die Kinder vorher betäubt wurden, teilte die Polizei mit. ++weiterlesen++ (http://nachrichten.t-online.de/maedchen-in-aschaffenburg-wurden-ertraenkt/id_62283678/index)

Fassungslos
Marco


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 26. August 2013, 10:19:46
Und wieder so ein kranker Depp, der glaubte, er könne mal eben Gott spielen und der verhassten Ex die Kinder wegnehmen, indem er sie killt:

http://www.blick.ch/news/schweiz/ostschweiz/vater-44-toetet-seine-toechter-2-und-5-id2418793.html

Das sind keine Väter, sondern Feiglinge und Schwerverbrecher. Und jeder von ihnen befördert das Vorurteil, dass man Kinder vor ihren Vätern schützen müsse.



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Malachit am 29. August 2013, 22:02:49
Hallo zusammen,

hat gerade mal drei Tage gedauert bis zur nächsten derartigen Meldung, z.B. im Focus (http://www.focus.de/panorama/welt/erweiterter-suizid-im-ferienparadies-deutsche-ertraenkt-tochter-auf-korfu-und-toetet-sich_aid_1085612.html):

Zitat
Die Leichen einer Deutschen und ihrer sechs Jahre alte Tochter sind in einem Haus auf Korfu gefunden worden. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, soll die 47 Jahre alte Frau nach ersten Erkenntnissen der Ermittler am Mittwoch zunächst ihre Tochter in der Badewanne ihres Hauses in der Ortschaft Antipernoi ertränkt haben. Dann habe sie sich das Leben genommen. Die Leichen habe der 48 Jahre alte Lebensgefährte der Frau entdeckt.


Viele liebe Grüße,

Malachit.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 31. August 2013, 12:06:22
Noch so ein kranker Depp, der die Bezeichnung "Vater" nie verdient hat: HIER (http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Suche-nach-Vater-der-getoeteten-Kinder-in-Suhl-abgebrochen-671174102)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: schultze am 31. August 2013, 17:14:41
Noch so ein kranker Depp, der die Bezeichnung "Vater" nie verdient hat: HIER (http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Suche-nach-Vater-der-getoeteten-Kinder-in-Suhl-abgebrochen-671174102)
Warum?
Die Zeitung schreibt in dem von dir verlinkten Artikel:
"Zudem wurde erklärt, dass Markus K., der Vater der Kinder, kein Verdächtiger sei."
Weißt du mehr als in dem Artikel steht?
Beste Grüße,
Schultze


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 31. August 2013, 19:19:24
Weißt du mehr als in dem Artikel steht?
HIER (http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/suche/detail/-/specific/Vater-der-toten-Kinder-aus-Suhl-unter-Mordverdacht-269269982) zum Beispiel. Möglicherweise wurden Links verändert.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 16. September 2013, 19:57:13
Und wieder so ein krankes Hirn, das Streit auf Kosten seiner Kinder zu lösen versuchte - mit tödlichen Folgen: http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/harz/wieda101.html


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Malachit am 20. September 2013, 16:39:39
Diesmal in Wien, gestern, wie z.B. der Kurier (http://kurier.at/chronik/wien/wien-ottakring-haga-9-und-yasmin-5-wurden-ermordet/27.449.560) berichtet:

Zitat
"Sie lag auf der Wiese und schrie nur mehr. Die Frau hatte Schnittverletzungen an den Händen und offene Brüche" (...) Doch in der Zwei-Zimmer-Wohnung entdeckten die Beamten nicht den erwarteten blutrünstigen Ehemann, sondern zwei Kinderleichen.

Nähere Einzelheiten über den Fall dann heute; bei nachrichten.at (http://www.nachrichten.at/nachrichten/chronik/Toechter-erwuergt-Mutter-handelte-aus-Verzweiflung;art58,1199368) eigenartigerweise unter der verständnisheischenden Überschrift "Mutter handelte aus Verzweiflung":

Zitat
Die Frau, die am Donnerstagvormittag in ihrer Wohnung in Wien-Ottakring zwei ihrer vier Kinder tötete und aus dem Fenster sprang, hat aus Verzweiflung über eine Erkrankung gehandelt. Das geht aus dem Abschiedsbrief der 38-Jährigen hervor.

Der Vater, der bei der gestrigen Polizeiaktion offenbar zunächst gleich mal als möglicher Täter ins Visier genommen wurde, war übrigens zum Zeitpunkt des Mordes und des misslungenen Selbstmordes mit den beiden anderen Kindern unterwegs. Zum Glück, muss man wohl sagen, denn sonst hätte Mami diese zwei vermutlich ebenfalls über den Jordan Nil geschickt.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Malachit am 25. September 2013, 20:55:19
Heutige Meldung auf rp-online (http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/kevelaer/nachrichten/eigentlich-eine-ganz-buergerliche-familie-1.3702155):

Zitat
Die 24-Jährige Tochter des Landwirtes, dem der Hof gehört, hatte ihre Kinder innerhalb eines Jahres lebend zur Welt gebracht, informiert die Polizei. Nach der Tötung im November 2012 und im September 2013 habe die Frau die toten Kinder zunächst in ihrem Zimmer versteckt und dann eine Leiche auf dem Strohspeicher und die andere auf dem Dachboden des Hauses. Gegen die Frau wurde Haftbefehl wegen Totschlags erlassen.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Malachit am 16. November 2013, 08:34:38
Ebenfalls rp-online (http://www.rp-online.de/nrw/staedte/willich/mutter-toetete-tochter-nach-familienkonflikt-aid-1.3819588), Meldung von gestern, Mord von vorgestern:

Zitat
Die Beamten sind sich zudem nahezu sicher, dass die Frau zunächst ihre sechsjährige Tochter tötete, sich anschließend vom Tatort an der Schützenstraße in Schiefbahn entfernte und dann in suizidaler Absicht von einem Zug überfahren ließ.
Die Obduktion des Kindes ergab, dass es eines gewaltsamen Todes starb. Die Motivation der Tat ist im innerfamiliären Bereich zu suchen, wobei die Polizei aus Rücksicht auf die Betroffenen nicht weiter auf die Hintergründe eingeht.


Nachtrag: Link korrigiert


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 24. Januar 2014, 15:05:34
Schon wieder so ein hirnloser Depp: http://www.bild.de/regional/hamburg/familiendrama/zwei-tote-kinder-in-glinde-34378122.bild.html


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Marko99 am 24. Januar 2014, 16:49:06
Was aber auch zeigt, dass sehr viele Männer mit diversen Situationen überfordert sind.
Ich hab heute die Büchse der Pandorra geöffnet, weil ich auf die beiden Artikel hingewiesen hab.

Jetzt unterstellt mir mein Ex-Weibchen ich würde sie bedrohen und wolle ihr und den Kindern was antun. Was schlichtweg Schwachsinn ist.

Aber es solche Vorfälle, wo dann von Familiendrama gesprochen wird. Der Mann als "Bösewicht" dargestellt wird. Ich frage mich dann, was muss der Mann alles nervlich durchgemacht haben, bis die Sicherung durchgebrannt ist?
Ich möchte damit keine Tat schönreden. Aber es zeigt doch, dass sehr viele Männer in solchen Situationen Hilfe brauchen.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: maximusus am 26. Februar 2014, 10:53:46
Traurig ist, dass die Verantwortung über einen selbst bei solchen Situationen einfach dahin geht.
Solche Sachen können nicht verstanden werden, weil sie dem gesunden Verstand widersprechen.
Traurig und hart ist die Realität. Und wenn man nicht bereit ist, Schlägen zu entkommen, dann passieren
solche grausamen Sachen.  :thumbdown:


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Brainstormer am 26. Februar 2014, 15:37:45
Zitat
Beim Sport zeigte er Top-Leistung, gab alles: Jürgen Brümmer (49) war einer der besten Kunstturner Deutschlands. Ein Mann, strotzend vor Energie.

Doch um sein persönliches Schicksal zu meistern, hatte er zuletzt keine Kraft mehr: Er tötete seinen schwerst behinderten 15-jährigen Sohn Simon, sprang dann von einer Brücke in den Tod.

Quelle (http://www.bild.de/news/inland/kindesmord/nach-wende-in-seinem-leben-toetete-turner-seinen-behinderten-sohn-34842644.bild.html)



Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 28. Februar 2014, 23:19:54
Zitat
Zwei Tote, mehrere Verletzte - das ist die Bilanz des blutigen Streifzugs eines Mannes durch das Rheinland. Der 48-Jährige wurde nach einem Großeinsatz der Polizei festgenommen. Ermittler vermuten, dass der Mann seiner Wut über juristische Probleme bei seiner Scheidung freien Lauf ließ.

Volltext und Quelle HIER (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/duesseldorf-und-erkrath-48-jaehriger-gesteht-bluttaten-im-rheinland-a-956388.html).


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Jemmy am 19. März 2014, 10:58:38
Zitat
Nach dem Sturz aus dem zweiten Obergeschoss des Mehrfamilienhauses schwebt ein zehn Monate alter Junge in Lebensgefahr, seine zwei und drei Jahre alten Schwestern wurden wie ihr Vater schwer verletzt. (Foto: N24)
Ein junger Vater wirft seine drei Kinder aus dem Fenster, dann springt er selbst in die Tiefe. Hintergrund der grausamen Tat ist offenbar die Trennung von seiner Freundin.

Ich verstehe solche Vollidiote* einfach nicht !

Volltext und Quelle HIER (http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Panorama/d/4453518/vater-wirft-drei-kleinkinder-aus-dem-fenster.html)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Malachit am 22. April 2014, 19:00:46
Ist zwar schon ca. drei Wochen her, bin allerdings erst heute zufällig drüber gestolpert: Familiendrama in Hamburg-Wandsbek (http://www.radiohamburg.de/Nachrichten/Hamburg-aktuell/Hamburg-regional/2014/Maerz/Familiendrama-Mutter-sticht-Baby-und-Mann-nieder)


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: HoWi64 am 21. Oktober 2014, 16:03:58
Noch ein trauriger Fall (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/frau-auf-autobahn-8-mutter-gesteht-angriff-auf-kinder-a-998289.html) gestern an der A8 bei Ulm. Und natürlich wieder kein Wort über den Vater.
Zitat
Zum Vater der Kinder machten die Beamten keine Angaben.
.

Gruss  :mad: Horst


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: brille007 am 21. Oktober 2014, 16:26:19
Und natürlich wieder kein Wort über den Vater. .
Nun ja, den konnte man bislang wohl noch einfach noch nicht ausfindig machen (http://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Maedchen-tot-Bub-schwer-verletzt-Warum-stach-die-Mutter-zu-id31745227.html):
Zitat
Zum Vater der Kinder gab es laut Polizei zunächst keinen Kontakt – er halte sich wohl im Ausland auf. „Die Kriminalpolizei steckt noch mitten in ihren Ermittlungen“, sagte Polizeisprecher Wolfgang Jürgens.

***edit - Nachtrag:
Man hat den Vater inzwischen wohl ausfindig  (http://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Mutter-toetet-Tochter-mit-zahlreichen-Messerstichen-id31748967.html) gemacht:
Zitat
Der Vater der Kinder hat inzwischen von der Familientragödie erfahren. Er sitzt wegen einer früheren Straftat in einem Schweizer Gefängnis und wurde von den dortigen Behörden informiert .


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: nadda am 01. Juli 2015, 06:23:26
Hi,

ich kann absolute Verzweilung in Trennungssitutationen nachvollziehen - aber ich kapier nicht wie man deshalb seine Kinder umbringen kann.

http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Vater-bringt-Toechter-und-sich-wegen-Trennungs-Streit-um-id34606707.html

LG
Nadda


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: MalteW am 01. Juli 2015, 10:02:20
Hallo,

auch ich finde das schrecklich, traurig und verurteile, dass der Typ die Kinder umgebracht hat.

Wenn ich mir allerdings anschaue, mit welchem Dreck in familiengerichtlichen Auseinandersetzungen um sich geschmissen wird und wie widerwärtig Anwälte solche Verfahren eskalieren können, ist es aus meiner Sicht - so traurig es ist - nur eine Frage der Quote, wie oft sowas passiert. Im Fall Brunner (der hatte glaube ich ne Herzerkrankung) wurde gesagt, kein Täter habe einen Anspruch auf ein gesundes Opfer. Und im Familienstreit hat auch keine Seite einen Anspruch auf ein Gegenüber, was sämtliche Angriffe völlig stabil wegsteckt. Dass man es leider nicht immer erkennen kann, wenn jemand dann droht zu kippen ist traurig, aber ja auch spätestens seit dem Germanwings Flug jedem klar.

Es fällt mir schwer vorzustellen, dass hier im Vorfeld eine harmonische und an den Bedürfnissen der Kinder orientierte Auseinandersetzung erfolgt ist. Dann in der Lokalpresse ein Interview zu lesen, in dem es heißt "Wie kann der Mutter nun geholfen werden? Der Verlust ist unbeschreiblich. G.: Ja, sie wird zeitlebens traumatisiert sein. Natürlich braucht sie nun psychologische Hilfe. Sie trifft aber keinerlei Schuld. Wichtig ist, ihr genau das nun immer wieder zu vermitteln." - da krieg ich Brechreiz.

Viele Grüße,

MalteW


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Susi64 am 01. Juli 2015, 10:26:54
Hallo,

auch ich kann verstehen, dass Trauer und Schmerz zu Verzweiflungstaten führen können. Trotzdem kann man damit die Tat und damit meine ich den Mord an den Kindern nicht entschuldigen.

Was den "Brechreiz" angeht, da wäre auch die Frage zu stellen, warum es die Sorgerechtsstreite gab. Hier einfach zu unterstellen, dass die KM "schuld" ist, greift bei weitem zu kurz. U.U. zeigte der KV ja schon vorher Auffälligkeiten, die aber natürlich im Sorgerechtsstreits zum einen nicht besser wurden und zum anderen nachträglich entschuldigt werden. Was genau gelaufen ist, werden wir nie erfahren.

Ich glaube nicht, dass derartige Taten nur aufgrund des Sorgerechtsstreits stattfinden. Klar gibt es hier viele sagen, ich könnte auch ...
Wirklich? Gerade den Kindern etwas anzutun ist zum Glück ein Tabu.

VG Susi


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: MontyPython am 01. Juli 2015, 10:31:18
Sowas ist einfach nur schrecklich, aber ich behaupte mal: die Mutter trifft tatsächlich keine Schuld, zumindestens nicht an dem katastrophalen Ausmaß dieser Tragödie. Es wird für uns "Aussenstehende" nie zu verstehen sein, wie ein Mensch seine eigenen Kinder und sich selbst töten kann. Ich kann mir solche Ereignisse nur mit einer psychologischen Vorerkrankung erklären, siehe German Wings Absturz. Wir werden rational nicht erklären können, welche Gedankengänge zu solch dramatischen Ereignissen führen, für die Täter erscheint es in diesem Moment aber als logisch und konsequent.

Es geht dabei auch nicht um Entschuldigung, Sühne oder Rache, dafür ist es zu spät. Vielmehr sollte daran gearbeitet werden, so etwas zu verhindern.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: oldie am 01. Juli 2015, 10:37:42
Moin

Ja, das mit der Schuldfrage ist so eine Sache: Baby aus Fenster geworfen – keine Anklage gegen Mutter (http://www.derwesten.de//staedte/essen/baby-aus-fenster-geworfen-keine-anklage-gegen-mutter-id10831633.html)
Mir kommt manchmal der Verdacht, (auch) im Strafrecht gäbe es einen Bonus für Mütter.

Gruss oldie


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: MalteW am 01. Juli 2015, 10:53:21
Mir kommt manchmal der Verdacht, (auch) im Strafrecht gäbe es einen Bonus für Mütter.
...zu dieser Frage kann ich nur immer ein Urteil des LG Offenburg (https://openjur.de/u/354599.html) als Lektüre empfehlen. Ist sehr unangenehm zu lesen aber umso aufschlussreicher: Mutter erstickt erstes Kind, kriegt aber nur Bewährung, um dazugekommene zweitgeborene Kind weiter betreuen zu dürfen und "die während der mehrtägigen Hauptverhandlung in Gang gekommenen psychische Entwicklung bei der Angeklagten zu unterstützen".

Viele Grüße,

MalteW


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: MontyPython am 01. Juli 2015, 11:15:29
In dem einem Fall liegt eine schwere Persönlichkeitsstörung vor, in dem anderen wird eine schwere Depression bescheinigt. Deswegen wird auch eine Schuldunfähigkeit festgestellt, und es ist gut, dass unser Rechtssystem dies vorsieht. Es geht bei unserer Rechtssprechung nicht um Rache, so schwer das auch manchmal zu akzeptieren ist.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Kasper am 01. Juli 2015, 11:51:18
Deswegen wird auch eine Schuldunfähigkeit festgestellt, und es ist gut, dass unser Rechtssystem dies vorsieht. Es geht bei unserer Rechtssprechung nicht um Rache, so schwer das auch manchmal zu akzeptieren ist.
Rache ist zwar immer richtig, aber der Unterschied, mit der Männer und Frauen im Rechtssystem behandelt werden, ist schon auffällig.

Und ob eine Kindesmörderin geeignet ist ein weiteres Kind zu erziehen, halte ich immer ein wenig an der Realität vorbei. Es übernimmt aber auch leider keiner die Verantwortung, wenn es erneut schiefgeht ... ich habe manchmal das Gefühl, dass irgendwie alles irgendwie entschuldigt wird. Das Resultat ist aber eine kommende, lebensunfähige Gesellschaft ...

Es wird immer argumentiert, das vor dem Gesetz alle gleich wären. Aber die Schere geht weit auseinander, und ich (persönlich) fühle mich manchmal nur als Spielball der Umstände, ohne eigene Entscheidungsfindung/Entscheidungsmöglichkeit.

Auch, und das ist "statistisch" bewiesen, bringen mehr Frauen ihre Kinder um, wie Väter ... und die - je nach persönlichem Charakter - befinden sich in der gleichen Ausnahmesituation, wenn ihnen die Kinder plötzlich entzogen werden und sie mit Hilfe der Justiz um ihre Existenz gebracht werden. Da aktzeptiere ich diese Tat zwar nicht, habe aber verständnis dafür.

Gruß
Kasper


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: HoWi64 am 01. Juli 2015, 11:54:47
Es geht bei unserer Rechtssprechung nicht um Rache, so schwer das auch manchmal zu akzeptieren ist.
Den Tätern geht es schon um Rache. Mit oder ohne klinisch einwandfreier Diagnose.
Im Strafrecht natürlich nicht. Da gibt es mildernde Umstände. Für Täter. Nicht für Kinder.
Vor Gericht geht es fast nicht darum Kinder vor gemeingefährlichen Irren zu schützen.
Lieber werden die Kleinen als Therapie für labile Mütter verbraten.
Seltsame Auffassung von Kindeswohl. Muss ich nicht kapieren.

Gruss Horst


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: Elternunterhalt am 01. Juli 2015, 12:37:01
In diesem Fall gibt es nur Verlierer.
Wir sollten hierzu die Diskussion beenden und einen Moment schweigen.


Titel: Re: Etwas sehr Bedrückendes
Beitrag von: midnightwish am 03. August 2015, 16:52:57
http://hessenschau.de/panorama/identitaet-der-toten-unter-der-ice-bruecke-bei-schlitz-geklaert,ice-bruecke-leichen-100.html