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Themen => Behörden / Gerichte => Thema gestartet von: swen am 19. November 2020, 15:15:31



Titel: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 19. November 2020, 15:15:31
Hallo

Kurzfassung

Mein Sohn jetzt 13 Jahre
Hat zu mir eigentlich keinen bezug da die Mutter dies nicht wollte wir haben gemeinsames sorgerecht .jetzt hat die mutter von meinem sohn einen schweren schlaganfall gehabt. Und ich gestern einen brief vom gericht bekommen wegen 1666 BGB .der Opa mittlerweile ca 65 will das zeitweise sorgerecht beantragen.

Was erwartet mich jetzt?
Zur info ich will mein kind bei mir haben.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Wasserfee am 19. November 2020, 15:26:46
Moin,

zum Verständnis: die Mutter wollte nicht, dass du Kontakt hattest aber hast du denn versucht, beim JA eine Einigung zu finden? Warst du beim Familiengericht um eine Umgangsregelung herbeizuführen?
Wenn der Junge schon 13 ist und du so überhaupt keinen Bezug zu dem hast solltest du dir das nicht zu leicht im Zusammenleben vorstellen. Da kommen schon Eltern an ihre Grenzen, die schon immer mit den kids zusammengelebt  haben.

Kannst du dem Opa anbieten, ihn zu unterstützen und ihr wuppt die schwierige Situation gemeinsam? Und der Sohn zieht irgendwann später einmal zu dir? Oder bleibt bei seiner Mutter, wenn es ihr irgendwann hoffentlich besser geht?

Den Schlaganfall seiner Mutter zu verkraften ist sicher schon schwierig, nun auch noch adhoc zu einem fast unbekannten Vater umzusiedeln...ich weiß nicht.

Ich denke, man sollte da nach flexiblen Lösungen suchen.

Gäbe es aus deiner Sicht da welche?

WF


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 19. November 2020, 15:32:33
Ja ich habe oft versucht kontakt herbei zu führen aber es ist immer an der Mutter gescheitert, sie hat immer vertagt das alleinige sorgerecht zu bekommen ohne erfolg da sie sich nicht an Vereinbarungen hielt. Da waren wir auch schon vor gericht. Zu unterstützen ist schwer da die Entfernung um die 250 km beträgt.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: hamsterchen am 19. November 2020, 15:42:40
Hey Swen,

das ist natürlich sehr schade, wie es bei Dir abgelaufen ist.

wie lange habt Ihr euch den nicht gesehen??

Bitte bedenke auch, dass Du Ihn aus seinem Umfeld was er gewöhnt ist herausnehmen tust!! Neue Freunde, neue Schule, neue Gegend.

Persönlich finde ich (weil die Strecke soweit ist) würde ich Ihn beim Opa lassen, versuchen Ihn am Wochenende zu unterstützen, oder das er dann zu Dir kommt.

Gruß Hamsterchen



Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: 82Marco am 19. November 2020, 15:46:21
Servus swen!
Auf der einen Seite hast Du keinen Bezug, auf der anderen Seite willst, dass Euer Sohn in dieser schweren Zeit zu Dir kommt...wie stellst Du Dir das vor (unabhängig davon dass sein soziales Umfeld nicht bei Dir ist)?

Grüßung
Marco


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Susi64 am 19. November 2020, 16:01:53
Hallo,

der § 1666 BGB besagt:
"(1) Wird das körperliche, geistige oder seelische Wohl des Kindes oder sein Vermögen gefährdet und sind die Eltern nicht gewillt oder nicht in der Lage, die Gefahr abzuwenden, so hat das Familiengericht die Maßnahmen zu treffen, die zur Abwendung der Gefahr erforderlich sind. .... "

Daraus schliesse ich, dass die Mutter (zumindest z.Z.) nicht in der Lage ist sich um das Kind zu kümmern. Da Du 250km entfernt lebst und bisher keinen Kontakt hattest will das Gericht also die Sorge temporär auch auf den Großvater ausdehnen.

Die Frage ist, was sagt das Schreiben des Gerichts? Will man Dir die Sorge entziehen oder soll der Großvater nur mitsorgeberechtigt (anstelle der Mutter) sein?

Prinzipiell kannst Du dem widersprechen, aber das musst Du begründen und nur die Tatsache, dass Du der Vater bist und auch das Sorgerecht hast wird nicht genügen. Du musst auch begründen wie Du Dir das in der Realität vorstellst. Eine Möglichkeit wäre schlüssig dazulegen wie Du mit Deinem Sohn leben willst. Da das Kind aber schon 13 ist wird es auch angehört werden. Das Gericht muss dann unter Abwägung der Umstände eine Entscheidung im Sinne des Kindswohls treffen.

VG Susi


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 19. November 2020, 17:04:44
Also im schreiben steht nur das ich da sein muss und das das jugendamt den Großvater vorschlägt.
Aber er will auch das sorgerecht beantragen.
Dazu kommt das meine ex partnerin auch noch eine tochter mit 7 Jahre hat und der vater nichts wissen will von dem kind. Jetzt will der mann mit 65 jahren für 2 kinder sorgen?  Finde ich ziemlich heftig vor allem weiß man noch nicht wie die Auswirkungen das für die zukunft hat. Da wird er auch dann vermutlich ansprechpartner sein könnte ich mir vorstellen da sie ja kein partner hat.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 19. November 2020, 17:06:38
Meine mit auswirkungen den schlaganfall da es laut schreiben schwer war.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Wasserfee am 19. November 2020, 17:40:24
nun isz es aber so, dass der Opa seine Enkel besser kennt und er für deinen Sohn eher eine Vertrauensperson ist als du.
Verstehst du, es ist egal, wie alt der Opa ist (zudem ist heutzutage 65 echt noch kein hohes Alter): er ist eine wichtige Bezugsperson für den Jungen, du nicht.

WArum das jetzt in der Vergangenheit so war ist erst mal irrelevant.

Ich würde zustimmen, dass der Junge zum Opa kommt und ihn unterstützen und so nach und nach eine Beziehung zu deinem Sohn aufbauen.

Und die Entfernung könnte man ja ändern. Spricht denn was dagegen, in die Nähe deines Jungen zu ziehen?

WF


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Kakadu59 am 19. November 2020, 17:45:14
Hallo @swen,
tatsächlich sehe ich es erstmal genau so wie @wasserfee und die anderen, die sich bisher geäußert haben.
So wie Du schreibst, hast Du so gar keinen Kontakt zum Kind?

Aktuell würde ich Dir ans Herz legen (wollen) persönlichen(!) Kontakt zum Sohn und zum Großvater herzustellen und nach einer gemeinsamen Lösung zu suchen.
Und das vor dem Gerichtstermin!
Unabhängig von der gerichtlichen Anhängigkeit der Sache würde ich (an Deiner Stelle) einen GerichtsStreit unbedingt vermeiden wollen.
Mit 13 Jahren iwird Sohnemann definitiv eine eigene Meinung zu den Dingen haben, die man zumindest respektieren sollte und die vor Gericht auch Gewicht haben dürfte.

In Anlehnung an die Meinungen der Vorschreiber: Wenn Du den Sohn zu Dir holen solltest (was ich keinesfalls für gut fände) reißt Du Ihn nicht nur aus seinem familiären und sozialen Umfeld, sondern er hat unter diesen Umständen absolut keine Möglichkeit mehr, (regelmäßigen) Kontakt zu seiner (kranken und pflegebedürftigen) Mutter zu halten.
In dieser eeh schwierigen Situation - aus meiner Sicht - ein NoGo...


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Kasper am 19. November 2020, 18:03:41
Moin,

mir fehlt die Frage:
"was sagt der Sohn?"

Dies ist vielleicht ein guter Zeitpunkt, wenn auch aus traurigen Anlass, dass der Umgang schnell massiv ausgebaut wird und der Großvater nur eine Übergangsfunktion bekommt. Wenn der Schlaganfall schwer war, dann wird vielleicht mit einer Genesung garnicht mehr zu rechnen sein.
Ob ein 65järhiger sich um seine Enkel kümmern kann, oder nicht, dass spielt eine untergeordnete Rolle.

Mein Vorschlag wäre:
Innerhalb von drei Monaten den Umgang massiv ausbauen, mindestens einmal die Woche. In drei Monaten Gespräche ob und wie dein Sohn zu Dir zeihen kann, und ob er das will.
Es gibt KEINEN Grund, dass der Großvater das Sorgerecht, oder Teile davon erhält, er kann alle Notwendigkeiten mit Dir absprechen und regeln. Das ist zumutbar.
Will er Party das Sorgerecht, dann ist das nicht Sachgerecht und der Junge kann sofort zu Dir, oder in eine Betreute Wohngruppe. Da letzteres die letzte Wahl ist, käme die erstere zum Tragen.

Genauso wäre meine Begründung und Vorgehensweise.

Gruß
Kasper


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: SLAM am 20. November 2020, 00:10:25
Ein trauriges Beispiel dafür, wie idiotisch es ist, den Vater bewusst aus dem Leben des Kindes herauszuhalten und jede Vater-Sohn Beziehung zu verhindern. Man weiß nie, was kommt im Leben. Wenn die Mutter das nicht getan hätte, gäbs kein besonderes Problem. Der Junge würde zu seinem Vater ziehen und fertig.

Aber wie die anderen schon schrieben, scheint es aktuell das Vernünftigste zu sein, dass sich erstmal der vertraute (?) Opa kümmert. Das Sorgerecht braucht er dazu nicht. Wenn´s hart auf hart kommt, hat er im Vergleich zu Dir, wenn ihr bisher das gemeinsame Sorgerecht hattet, mittelfristig eher schlechte Karten. Und Du versuchst, eine Beziehung zu Deinem Sohn aufzubauen. Der Rest steht in den Sternen. Viel Glück!


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: PausBanderI am 20. November 2020, 10:18:00

Ein trauriges Beispiel dafür, wie idiotisch es ist, den Vater bewusst aus dem Leben des Kindes herauszuhalten und jede Vater-Sohn Beziehung zu verhindern. Man weiß nie, was kommt im Leben. Wenn die Mutter das nicht getan hätte, gäbs kein besonderes Problem. Der Junge würde zu seinem Vater ziehen und fertig.

250km und kein Kontakt vorher! Ein 13jähriger mitten in der Pubertät, dann auch noch eine 7jährige Schwester?

Aber wie die anderen schon schrieben, scheint es aktuell das Vernünftigste zu sein, dass sich erstmal der vertraute (?) Opa kümmert. Das Sorgerecht braucht er dazu nicht. Wenn´s hart auf hart kommt, hat er im Vergleich zu Dir, wenn ihr bisher das gemeinsame Sorgerecht hattet, mittelfristig eher schlechte Karten. Und Du versuchst, eine Beziehung zu Deinem Sohn aufzubauen. Der Rest steht in den Sternen. Viel Glück!

Richtig. Und genau das sollte in der Verhandlung so besprochen werden.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: SpecialD am 20. November 2020, 12:42:47
Hallo,

erst einmal muss gesagt werden, dass der Opa nicht antragsberechtigt ist. Er kann es anregen, dann grieft §26 FamFG und das Familiengericht kann von Amts wegen ein Verfahren eröffnen.

Also, wer ist hier überhaupt Antragsteller? Das JA nach §1666 BGB? Das ginge.

Was kann dich alles erwarten?

Die Mutter kann einen Vormund vorschlagen, der im Falle des Ablebens berücksichtigt werden muss (§1776 BGB), aber dann kämst du als Vater ins Spiel (§1678 ff. BGB).
Man kann auch das Sorgerecht der Mutter ruhen lassen (§1674 BGB). Dann muss man aber sehen, was mit deinen Sorgerechtsanteilen ist.
Es mag sein, dass man dir Teile entzieht und auf einen Ergänzungspfleger überträgt (§ 1909 BGB).

Es wird ein Verfahrensbeistand nach § 158 FamFG bestellt werden, der die Interessen des Kindes vertritt. Das Wort (der Wille) eines 13-jährigen ist sehr gewichtig.

Ein Sorgerechtsentzug deinerseits ist eigentlich so einfach nicht möglich, da du so erst einmal nichts falschgemacht hast. Du wärst dann die logische Wahl (Art. 8 EMRK, Art. 6 GG), auch wenn kein Kontakt zwischen Sohn und dir bestand. Man müsste sodann Maßnahmen ergreifen und den Kontakt zwischen euch anbahnen, vorausgesetzt Sohnemann will es bzw. das Gericht entscheidet es so.

Was ist, neben deiner Frage, eigentlich dein Wunsch?

LG D



Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Wasserfee am 20. November 2020, 14:07:16
@SpecialD

Hallo

Kurzfassung

Mein Sohn jetzt 13 Jahre
Hat zu mir eigentlich keinen bezug da die Mutter dies nicht wollte wir haben gemeinsames sorgerecht .jetzt hat die mutter von meinem sohn einen schweren schlaganfall gehabt. Und ich gestern einen brief vom gericht bekommen wegen 1666 BGB .der Opa mittlerweile ca 65 will das zeitweise sorgerecht beantragen.

Was erwartet mich jetzt?
Zur info ich will mein kind bei mir haben.


Dennoch sollte der TO in betracht ziehen, seinen Wohnort in die Nähe des Kindes zu verlegen, damit sich nicht alles für den Jungen ändert und er auch noch einen umfangreichen Umgang it der Mutter pflegen kann.

Denn eines sollte klar sein: wenn der Junge zum Vater zieht reißt - gerade durch das handicap der Mutter - der Kontakt wahrscheinlich ab. Und damt auch zu seinem kompletten aktuellen sozialen Umfeld.

Das KANN nicht der Weisheit letzter Schluß sein.

WF
_________
Edit: Zitat repariert


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: SpecialD am 20. November 2020, 14:19:19
Danke WF

Das hatte ich gesehen und damit angedeutet:

Ein Sorgerechtsentzug deinerseits ist eigentlich so einfach nicht möglich, da du so erst einmal nichts falsch gemacht hast. Du wärst dann die logische Wahl (Art. 8 EMRK, Art. 6 GG), auch wenn kein Kontakt zwischen Sohn und dir bestand. Man müsste sodann Maßnahmen ergreifen und den Kontakt zwischen euch anbahnen, vorausgesetzt Sohnemann will es bzw. das Gericht entscheidet es so.

Ich meinte es weitergehend.

Was stellt er sich vor, wie will er das machen, hat er schon was in die Wege geleitet, kann er die Betreuung gewährleisten, kann er umziehen, kann er einschätzen, wie der Sohn reagieren wird, usw.

Wir wissen ja nichts über den TO und dann Ratschläge geben, naja, vorher müsste man seine genauen Gedanken, Ängste, Sorgen und Hoffnungen kennen.

LG D





Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: nadda am 20. November 2020, 18:04:30
Hi,

wann hattest du das letzte Mal persönlichen Kontakt zu deinem Sohn?

LG
Nadda


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 21. November 2020, 22:02:14
So jetzt hat sich die lage doch noch etwas geändert.
Also mein sohn und ich hatten die letzten 4-5 Jahre kein kontakt , war aber von der Mutter so erarbeitet .... sie hat immer schlecht über mich geredet.
Aber das ist dahin gestellt was mal war. Aktuell spielt das auch keine Rolle da sie wie oben geschrieben einen schweren schlaganfall hatte.
Sie ist jetzt aktuell nicht mehr in der lage für meinen sohn zu sorgen.
Ich habe natürlich auch schon kontakt mit dem jugendamt aufgenommen und habe erschreckend gehört das ihr Miethaus messie artig vermüllt war und um die 10 personen ein paar tage gebraucht haben um das haus auf zu räumen, desweiteren hat sie 17 tiere von und bis hamster alles dabei 🙈auch ca. 40 Wäscheladungen sind angefallen.
Jetzt macht mein sohn sich vorwürfe das er ihr nicht noch mehr abgenommen hat im Haus .

Bin seit den informationen platt.
Und stehe grade komplett rat los da war ich machen soll.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Kasper am 21. November 2020, 22:50:27
In diesem Zusammenhang stellt sich mir dann die Frage, warum der Opa, der ja eine so tolle Bezugsperson sein soll, nichts gegen die Zustände getan hat bzw. Seine Tochter unterstützte.
Das führt mich zu der Überlegung, ob er nicht absolut ungeeignet ist, sich um die Kinder zu kümmern.

Hast du inzwischen mal versucht Kontakt zu deinem Sohn zu bekommen?
Das wäre jetzt erst mal der erste und wichtigste Schritt.

Gruß
Kasper


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 22. November 2020, 07:48:29
Nein den Kontakt habe ich noch nicht gesucht da die Mutter ja kein gutes Haar an mir ließ gegenüber meinen Sohn.
Morgen habe ich den Termin bei meinen Anwalt da werde ich alles besprechen auch meine letzte Information vom jugendamt, danach werde ich mich mit der Verfahrensbeistandschaft in verbindung setzen . Ich möchte bei meinen sohn sehr vorsichtig sein und es langsam anfangen da er ja nichts gutes von mir gehört hat. Und ich ihm ja nicht in so kurzer zeit das gegenteil beweisen kann.
Mit dem jugendamt habe ich ja schon Telefoniert und meine Absichten mitgeteilt und das ich am anfang über eine ErziehungsBeratungsstelle den kontakt wieder Aufbauen will.
Was würdet ihr an meiner stelle machen?
Ja eure antworten oben habe ich zur Kenntnis genommen aber ihn dort zu lassen ist leider für mich keine Option.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Lausebackesmama am 22. November 2020, 10:03:00
Hallo Swen,

Dein Sohn ist ja schon recht alt. Ich glaube nicht, dass Du trotz Sorgerecht viel entscheiden können wirst. Ich würde versuchen zu organisieren, dass Du Deinen Sohn bald kennen lernst. Und dann würde ich ihm einfach anbieten, dich kennenzulernen und sich ein eigenes Bild zu machen. Und dann würde ich entscheiden, wie du dein Sorgerecht einsetzt.

Du hast ja verschiedene Möglichkeiten, zB auch eine ortsansässige Pflegefamilie, die ihm die Möglichkeit gibt, in seiner gewohnten Umgebung mit seiner Schwester zu bleiben. Und du kannst dann regelmäßig Kontakt mit ihm aufbauen und schauen, ob ihr euch so annähert, dass ihr zusammen leben könnt. Auch die Beziehung zu seiner Schwester würde ich in die Entscheidung, wie es weiter geht, mit betrachten. Ist sie eng, dann ist die Situation schwieriger zu lösen als wenn sie beide nicht viel miteinander am Hut haben.

Ich würde all diese Dinge beim Gespräch mit dem Jugendamt mit einfließen lassen, denn damit zeigst du, dass du dich mit der Situation und den Bedürfnissen des Jungen auseinandersetzt. Mitnehmen oder nicht mitnehmen ist m. E. zu kurz gefasst.

Auch deine eigene Gefühlslage finde ich nicht unerheblich. Du hast dein Kind lange nicht gesehen, stimmt dann von deiner Seite aus die Chemie? Kannst du ihm Gefühle geben oder sperrt sich etwas, weil er dir fremd ist? All diese Gedanken sind wichtig für ein Gelingen in eurer Beziehung. Deshalb halte ich ein Treffen für wichtig. Ohne das sind alle Gespräche blanke Theorie.

LG LBM


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Susi64 am 22. November 2020, 11:02:53
Hallo,

Du solltest Dir überlegen, dass sich DEIN Leben grundlegend ändert, wenn der 13jährige von heute auf morgen bei Dir wohnen soll. Er wird völlig entwurzelt sein und kommt, nicht zuletzt durch den Schlaganfall der Mutter, bei Dir traumatisiert an.
Wie willst Du damit umgehen? Welche Hilfen willst Du ihm bieten?
Wenn Du darauf nicht vorbereitet bist wird die Situation in kürzester Zeit eskalieren. Wenn Du diese Punkte nicht berücksichtigst wird auch ein JA Dir das Kind nicht übergeben, weil es einfach verantwortungslos wäre.

VG Susi


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 22. November 2020, 11:11:08
Ja das weiß ich.
Also meine Situation ist das ich verheiratet bin selber nochmal 2 kinder habe mit 10 und 6 Jahre mein sohn mit 10 kennt ihm sie haben sich kurz kennengelernt vor jahren und er weiß das es sein halb bruder ist.
Natürlich werde ich auch JA ins boot nehmen und sehr wahrscheinlich einen Psychologen damit er alles verarbeiten kann.
Mit dem vater seiner schwester habe ich auch schon Kontakt aufgenommen und er will seine tochter auch zu sich nehmen und wir werden dafür sorgen das beide sich weiterhin auch kontakt mit einander haben.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Wasserfee am 22. November 2020, 11:31:51
Und Kontakt zur Mutter?
Nicht, dass der Sohn fühlt, dass er seine kranke Mutter im Stich gelassen hätte


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 22. November 2020, 11:35:48
Wenn er will ist das natürlich auch der fall


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Kasper am 22. November 2020, 13:32:09
Moin,

ich tu mich mit dem hier angedeuteten Rat schwer, dass der Junge in eine Pflegeeinrichtung gehen könnte. Was ist da anders, wie bei seinem Vater?
Die Schwester geht zu ihrem Vater, nur bei dir soll es Probleme geben? Da du noch nicht mal Kontakt hattest, rate ich dir dringend, dich ins Auto zu setzen und da mal ein paar Tage vorbei zu fahren. Klär das, Bau Kontakt auf.
Bisher ist das hier nur das vorweihnachtliche Rätsel raten.

Alles was hier geschrieben wird, kann komplett richtig sein, oder aber auch der größte Blödsinn.

Gruß
Kasper


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Lausebackesmama am 22. November 2020, 13:55:22
Mir ging es bei dem Vorschlag darum, dass er zusätzlich zu der belastenden Situation nicht auch noch das komplette Umfeld verliert. Dazu kommt noch, dass die Mutter ihn wohl gegen den Vater geimpft hat. Möglicherweise ist damit der Schritt zum Vater zu wechseln mit einer weiteren Baustelle belastet. Ich bin nicht "dagegen", denke nur, man sollte die Situation zu allen Seiten ausleuchten.

LG LBM


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Kasper am 22. November 2020, 14:49:42
Ja, möglicherweise, eventuell?
Ich wollte dich damit auch nicht kritisieren, bitte nicht falsch verstehen!

Aber nehmen wir mal die bisherigen Fakten.

- Kind wurde gegeben den Vater indoktriniert.
- daher seit etwa 4 Jahren keinen Kontakt.

- KM fällt gesundheitlich komplett aus. Zeit unbekannt, wenn nicht sogar für immer.
- Opa soll, hat, guten Kontakt zum Sohn, soll daher das Teilsorgerecht bekommen.
  Erstes Problem:
  Nicht antragsberechtigt, zu alt, .... und noch mehr Probleme.
- der tolle Opa, der so einen guten Kontakt hat, hat es zugelassen, dass der Junge komplett überfordert wurde, die Wohnung vermüllt wurde.

Ich sehe hier das gewaltige Problem, dass der Opa das Ziel der KM weiterführen will, gleichzeitig nicht geeignet ist ein 13 jähriges Kind zu erziehen. Weiterhin, es scheint bereits jetzt klar zu sein, dass die Schwester, die ebenfalls keinen Kontakt zum Vater hatte, dass sie zum Vater geht. Mit welcher Begründung wird hier mit unterschiedlichen Maß gemessen?

Daher, meine dringende Aufforderung, dass der TO sich Urlaub nimmt, sich in sein Auto setzt und ein paar Tage um seinem Sohn zu kümmert.
Das was hier passiert, ist das typische kaffeesatz lesen, und Swen beschwert sich hinterher, dass etwas nicht so läuft, wie er es gerne hätte. Wie soll es auch, wenn er seinen Hinter nicht bewegt? Derzeit sehe ich es so, dass er sein Sorgerecht nicht ausübt (ausüben will?). Was soll passieren, dass sein Sohn vorbei gebracht wird?

Er kommt nicht umhin, sich selbst zu bewegen und dann mit konkreten Fragen hier wieder auszutauchen.

Sorry fürs Kopfwaschen, aber so wird dass nichts werden bzw. Er kann gleich alles abgeben.

Gruß
Kasper


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Lausebackesmama am 22. November 2020, 16:56:16
Nein ich fühle mich nicht kritisiert. Ich wollte nur klarstellen, dass man das im Sinne des Jungen (und seiner Schwester) von allen Seiten beleuchten soll. Und ob der Opa zu alt/unfähig ist, sich um ihn zu kümmern, ist ebenfalls völlig unklar, genauso die Frage, ob er vom Zustand der Wohnung wusste bzw Einfluss nehmen konnte. Ein Messi ist meist psychisch krank und hat trotzdem das Recht zu verwahrlosen. Die Frage ist also, ob der Opa tatenlos zugesehen hat, dass auch die Kinder verwahrlosen. Und auch die Schule hätte das m. E. merken müssen, wenn die Kinder verwahrlosen.

Aber du hast recht: hinfahren, Kontakte knüpfen, Gespräche führen.

Und: was sagt die Mutter der jüngeren Kinder des TE?

LG LBM


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 22. November 2020, 17:52:41
Danke für eure Ratschläge.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: nadda am 23. November 2020, 07:50:01
Hi,

mir gehts auch so, das ist keine einfache Situation, für keinen der Beteiligten.
Aber, du musst als allererstes Kontakt zu deinem Sohn herstellen. Kümmer dich darum,
diesen Kontakt schnell herzustellen. Sonst darfst du dir anhören das du kein ehrliches
Interesse hast, weil du sonst schon längst den Kontakt aufgenommen hättest.

LG
Nadda


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 23. November 2020, 07:59:42
Ja da hast du schon recht .... mit JA habe ich sofort kontakt aufgenommen und heute habe ich termin bei meinen anwalt zur beratung. Und bei der verfahrensbevollmächtigten habe ich auch schon ein termin.
Da er von der Mutter geimpft worden ist muss ich da auch vorsichtig sein beim ersten kontakt nicht das ich noch mehr kaputt mache.
Hoffe ihr versteht was ich meine, und man muss es auch aus der Perspektive sehen..... wenn ich jetzt auf einmal kontakt aufnehme ist er durch einen fehler von mir ( da ich nicht weiß wie er tickt ) vielleicht komplett verstört und und hat es noch schwerer da er ja auch gehört wird von der verfahrensbevollmächtigten.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: nadda am 23. November 2020, 08:07:27
Hi,

JA anrufen, bitten um Kontaktaufnahme mit Sohn. Fragen wie sie das am besten finden würden und so machst du das.

LG
Nadda


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Kasper am 23. November 2020, 08:27:58
Hoffe ihr versteht was ich meine, und man muss es auch aus der Perspektive sehen..... wenn ich jetzt auf einmal kontakt aufnehme ist er durch einen fehler von mir ( da ich nicht weiß wie er tickt ) vielleicht komplett verstört und und hat es noch schwerer da er ja auch gehört wird von der verfahrensbevollmächtigten.

Manchmal macht man die größten Fehler, weil unbedingt nichts falsch machen will.
Wie und warum die KM den Jungen geimpft hat, ist ein Ding zwischen ihr und ihm. Das wäre mir egal. Noch heute solltest du zumindest mit ihm telefoniert haben, und in drei, vier Tagen bist du mit deinem hintern am Ort des Geschehens. Nicht um mit irgendeinen Anwalt oder Jugendamt zu reden, sondern mit deinem Sohn.

Ich versteh nicht, wie man so verbohrt sein kann. Und hinterher hier schreiben, das das JA nicht auf dich hört, der blöde Opa ja macht was er will und das es ja eine Frechheit wäre, weil du doch schließlich das Sorgerecht hättest.
Sorry, bevor du nicht da warst und dein Sorgerecht tatsächlich mal ausübst, Dich mit deinem Sohn unterhältst, was der will, bist eher du das Problem.

Gruß
Kasper


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 23. November 2020, 08:35:59
@ Kasper
Schön das du das so machen würdest aber mit der Brechstange ist auch nicht immer die lösung . Jeder Mensch ist anders und da du die KM nicht kennst und einschätzen kannst ( von dem was ich geschrieben habe kann man es nicht wissen ) würde ich mich mit solchen kommentaren doch etwas zurück halten. Und sachlich bleiben.



Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: 82Marco am 23. November 2020, 08:53:18
Servus swen,
nichtsdestotrotz hätte ich mich nach Bekanntwerden des Schlaganfalles mir Sohni zumindest tel. in Verbindung gesetzt, mich nach seinem Befinden erkundigt und meine Unterstützung angeboten...nur um den Jungen zu zeigen, das ich für ihn da bin (sein möchte).
Egal, was Du jetzt angehst: Du wirst rausfinden müssen, was der Junge in dieser Situation will, um die richtigen Heben zu bewegen. Auch hierzu ist der Kontakt zu Sohni unumgänglich...

Grüßung
Marco


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Kasper am 23. November 2020, 08:56:17
Das ist keine Brechstange, sondern gesunder Menschenverstand.

Mal ehrlich, wie willst du die Sorge ausführen, wenn du keine Ahnung hat’s, was und wie er es will bzw. Was er vielleicht braucht?
Vielleicht wartet er ja auch nur darauf, dass du endlich mal da vorbei kommst. Aber was passiert? Nichts, du versteckst Dich.

Du hast genau zwei Möglichkeiten:
1) Du fährst hin und triffst dich mit deinem Sohn, dann weißt was Sache ist.
2) gib dein Sorgerecht freiwillig ab, Spar das Geld für den Anwalt. Mit dem Verhalten änderst du rein garnichts.

Du kannst es gerne Meine Meinung als Brechspange bezeichnen, aber ich prognostiziere Dir, dass du mit der bisherigen Vorgehensweise bald zu hören bekommst, dass dich dein Sohn nicht interessiert. Gleichzeitig wird er irgendwo in eine Betreuung gegeben, für die du mit aufkommen darfst. Dann schlägst du hier wieder auf, und teilst uns allen mit, wie unfair die Sache doch ist und wie man dich entrechtet hat.
Allerdings, entrechten tust du dich selbst. Es gibt eine Notlage, du bist Sorgerechtsinhaber und ... übst das nicht aus. Aber über viele Wenn und Abers lässt du dich aus, ohne mit deinem Sohn gesprochen zu haben ...

Wenn es so kommt, dann kann ich nur sagen: „selbst schuld!“.
Und das ohne Brechstange, sondern aus der reinen Verantwortung heraus.

Gruß
Kasper


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 23. November 2020, 09:12:01
Ich werde mich mit sicherheit hier nicht beschweren wenn das eintrifft was du geschrieben hast.  Da ist mir meine zeit zu wertvoll .
Und ich werde mich jetzt hier auch nicht mehr äußern zu dem aktuellen. Kasper du hast recht mit dem was du Schreibst .
@Marco da ich keine tel. Nummer habe von meinen sohn habe ich natürlich schon beim jugendamt nachgefragt nach tel. Nummer und ob es von der pshyschichen Belastung sinn macht jetzt schon kontakt auf zu nehmen.
Ihr könnt gerne noch hier eure meinungen schreiben aber ich werde mich nicht mehr äußern. Denke jeder macht das wo er dahinter stehen kann und auch vertreten kann bzw nach dem Ausgang muss.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: SpecialD am 23. November 2020, 09:33:55
Guten Morgen,

also, ganz nüchtern betrachtet halte ich Swens Vorgehen für gut, zumindest gut überlegt.

Auch ich würde nicht sofort auf der Matte bei einem mir fremd gewordenen Menschen stehen. Eine vorsichtige, gut geplante Anbahnung halte ich für sinnvoll.
Der Vater, also Swen, hat vom Gesundheitszustand der Mutter Kenntnis bekommen und wird aktiv. Er hat sofort Gesprächsbereitschaft bzw. den Wunsch nach einem Gespräch mit seinem Sohn signalisiert.
Wenn Sohnemann nun erfährt, da ist noch sein Vater, der ihn auffangen will, dann kann er darüber nachdenken ohne evtl. von der Situation überfordert zu sein, sollte sein Vater urplötzlich vor ihm stehen oder ihn anrufen.

Auch halte ich den Wohnortwechsel nicht für schlimm, sollte er zu seinem Vater ziehen (wollen/müssen). In normalen Familien passiert das auch oder bei getrennt lebenden kann auch mal ein Elternteil versterben oder anderweitig ausfallen. Das sollte gehen.

Wichtig - wie vorher auch schon hier gesagt worden - ist m.E., wie die neue Ehefrau, die beiden anderen Kinder und der Sohnemann es sehen, wenn hier gepatchtworked wird.

Eines muss ich an dieser Stelle noch loswerden. Es mag der Traum eines jeden Elternteils sein, seine Kinder bei sich zu haben, aber es kann gaaaaaaaanz anders sein, als man es sich vorstellt. "Erst einmal Kind zu mir, dann schauen wir weiter", kann zu richtigen Problemen führen. Man darf in dieser Konstellation nicht unterschätzen, dass

a) das Kind manipuliert und entfremdet wurde,
b) die neue Ehefrau nicht die leibliche Mutter ist,
c) wir hier von einem "Pubertier" (pubertierender Teenager) sprechen,
d) die Vergangenheit und seine Gewohnheiten unbekannt sind.

Das sind alles Faktoren, die großen Unfrieden in die neue Familie bringen können.

Wie gesagt, erst einmal vorsichtige Anbahnung und Eruierung des Willens des Kindes/Teenagers.
Ein Kennen lernen ist wichtig, ein Wille kann sich ändern => anfangs kann Sohnemann sich das vielleicht nicht vorstellen, ggf. aber später ;-)

Gutes Gelingen!

LG D


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 23. November 2020, 13:42:39
@ kasper

Nur zur info für dich ....
Das ist die antwort vom JA auf die frage des Kontaktes mit meinen Sohn.

Wegen der Kontaktaufnahme würde ich vorschlagen, dass wir dies letztendlich bei der Gerichtsverhandlung besprechen insbesondere auch in Berücksichtigung der gesundheitlichen Verfassung der Kindesmutter welche bis dorthin vielleicht klarer ist.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: nadda am 23. November 2020, 17:34:14
Hi,

hab jetzt nicht mehr auf dem Schirm wie bald die Gerichtsverhandlung ist. Würde aber versuchen im JA gleich
einen Termin zu bekommen für eine Anbahnung. Damit sich das nicht ewig zieht. Denke auch die lassen die
Kinder jetzt erstmal beim Opa und schauen dann weiter. Eine sinnvolle Lösung wäre ja auch Kinder beim Opa,
Kontakt Anbahnung mit den Vätern und dann (so Mama bis dahin nicht fit ist) Kinder zu den Vätern.

Da ich ja erlebt habe wie schwierig es ist (und wir hatten noch Glück) wenn ein Kind nach Entfremdung und jahrelang
null Kontakt zur neuen Familie wieder Kontakt hat bin ich da auch vorsichtig. Und wir haben nur Umgangskontakte,
aber das war nicht einfach. Ein kompletter Wechsel zu uns wäre sehr viel schwieriger gewesen.

Was ich aktuell am wichtigsten finde ist das ihr Kontakt bekommt, eure Beziehung wieder aufbaut und dann sieht man
weiter.

LG
Nadda


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Kasper am 23. November 2020, 19:52:41
Wegen der Kontaktaufnahme würde ich vorschlagen, dass wir dies letztendlich bei der Gerichtsverhandlung besprechen insbesondere auch in Berücksichtigung der gesundheitlichen Verfassung der Kindesmutter welche bis dorthin vielleicht klarer ist.
Das zeigt mir auf, dass die schon einen Plan haben, in dem Du nicht vorkommst.

Ich bleibe dabei. Du musst den Kontakt aufnehmen, zu Deinem Sohn.

Gruß
Kasper


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: nadda am 23. November 2020, 20:05:13
Hi,

stimmt, die haben einen Plan ohne dich. Die Frage ist ob du den Plan noch beeinflussen kannst.
Aber die Chance wenigstens in Kontakt zu treten darfst du nicht verschlafen. Wenn das Urteil durch ist
braucht dich keiner mehr.

LG
Nadda


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: SLAM am 24. November 2020, 09:46:55
Mit Sicherheit haben die einen Plan ohne ihn. Allerdings ist mir unverständlich, warum das JA die Masche der Mutter, den Vater raus zu halten fortführt. Dafür sind sie eigentlich nicht da.

Andererseits steht da etwas von einem schweren Schlaganfall. Vor zwei Jahren erlebte ich das bei einer Bekannten. In der Regel bedeutet das schwere Einschränkungen, zB nicht mehr sprechen können und/oder halbseitig gelähmt zu sein. Einschränkungen, die uU nicht mehr weggehen. Die Frau bekam übrigens einen zweiten, an dem sie dann auch gestorben ist.

Angesichts dessen frage ich mich schon, was das JA vor hat. Das Kind lieber in eine Pflegefamilie als dem Vater zu geben? Wenn ja, warum ? Oder dem Opa? Der Person, die es zugelassen hat, dass seine Tochter verwahrlost ist und die Kinder in unhaltbaren Zuständen aufwuchsen ??

Zum Glück (oder auch nicht, jenachdem) entscheidet das nicht das JA sondern ein Gericht.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 24. November 2020, 10:17:44
Hallo @nadda

Der Schlaganfall war am 11.11.2020
Der Brief vom Gericht kam 18.11.2020
Erster Kontakt Jugendamt 18.11.2020
Erste Information über gesundheitsstand der KM 20.11.2020 ( Nicht gehen und Sprechen )
Gespräch Verfahrensbevollmächtigte 24.11.2020
GV 03.12.2020


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: MaxMustermann1234 am 24. November 2020, 10:23:47
Du solltest auf jeden Fall aufpassen, dass du nicht ohne Sorgerecht aus dem Verfahren raus gehst, denn das ist bei 1666 BGB durchaus möglich, selbst wenn du dir nichts zu Schulden hast kommen lassen. Man nennt das unverschuldetes Versagen. Und ich vermute mal, dass es das ist, was man dir andichten will. Schlauer bist du definitiv, wenn die Stellungnahme des Jugendamts vorliegt.

Nimmst du dir jetzt eigentlich einen Anwalt?


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 24. November 2020, 10:33:18
Natürlich war ich gestern beim Anwalt und habe mich beraten lassen. Zu der Befürchtung ohne wieder raus zu gehen habe ich nicht.
Da hätte sie sich mehr einbringen müssen ( wir waren in der Vergangenheit 2 mal vor Gericht jedes mal weil sie das Alleinige wollte .... sie aber auflagen bekommen hat wo sie sich nicht dran hielt.)


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: SLAM am 24. November 2020, 12:40:54
Natürlich war ich gestern beim Anwalt und habe mich beraten lassen.

Ich hoffe, es ist ein guter Anwalt. Eine Garantie gibts dafür leider nicht, da es auch unter den Anwälten und Anwältinnen Nullnummern gibt, wie in allen anderen Berufen auch.

Deinen Fall finde ich interessant. Würde mich freuen, wenn Du nach der Verhandlung einen kurzen Bericht einstellen würdest.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 24. November 2020, 13:01:18
werde ich machen @Slam

bin am überlegen ob es gewicht hat ob wir geteiltes Sorgerecht haben auch das aufenthaltsbestimmungsrecht ist nicht alleine bei ihr.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Kasper am 24. November 2020, 13:24:56
Moin,

natürlich hat das Gewicht.
Du bist Inhaber der Sorge, mit gleichen Rechten wie die KM.
Die KM ist ausgefallen und im Grunde bist Du nun der Ansprechpartner, die KM kann ihren Teil der Sorge nicht mehr ausüben.
Im Grunde versteh ich nicht, warum es eine Gerichtsverhandlung gibt. Denn es gibt einen sorgenberechtigtes Elternteil und der erste Schritt müsste sein, dass das JA ein Gespräch mit Dir führt und nicht einen Antrag stellt. Sie könnten mit Dir ein vernünftiges Gespräch führen und dann wird, u.u. einvernehmlich, eine Lösung besprochen. Egal wie diese aussieht.
Dies wurde augenscheinlich nicht getan und daher komme ich zu dem Punkt, dass diese Gerichtsverhandlung nur noch reine Makulatur ist. Denn das Gerichtsverfahren dient nur zu dem Zweck, dass das JA (oder der Opa) einen bereits festgelegten Plan umsetzen will, ohne Dich zu beteiligen.
Der richtige Schritt wäre gewesen, dass es eine Runde gibt, an der Du teilnimmst und dann wäre alles besprochen worden. Du hättest Deine Zustimmung gegeben, oder halt auch nicht. Und erst bei Nichtzustimmung ist ein Antrag berechtigt, nicht vorher.
Auch die Mitteilung des Jugendamtes, dass man "dies bei Gericht besprechen könnte" zeigt mir, dass es hier keinerlei Interesse gibt, dass sie dich mit dem Jungen in Kontakt bringen wollen bzw. überhaupt darüber nachdenken, dich bei irgendwelchen Gesprächen zu beteiligen.

Nur als Gedankengang, da ich (und dieses Forum) die schwere des Schlaganfalls nicht abschätzen können. Wenn sie diese Symptome, wie Du sie beschreibst, hat, dann wird hier schon längerfristig nachgedacht werden müssen. Da kann jetzt alles passieren ...

Daher, auch in Verbindung mit den Vorschlägen/Anmerkungen der Vorschreiben, wäre immer noch meine Vorgehensweise:
- Junge bleibt vorübergehend beim Opa, um in dieser Phase Stabilität zu erreichen.
- Die Umgänge mit Dir müssen sofort und massiv aufgenommen werden. Vielleicht bis Weihnachten alle zwei Wochen. Über Weihnachten mindestens einen Feiertag bei Dir, im neuen Jahr dann vielleicht wöchentlich.
Damit soll erreicht werden, dass ihr euch besser kennenlernt und du auch auf die Wünsche Deines Sohnes eingehen kannst.
Eine Sorgerechtsübertragung ist nicht notwendig, da Du bereit stehst und der Opa und auch das Jugendamt sich mit Dir absprechen können udn dann auch müssen. Es gibt keinen Grund für eine Sorgerechtsübertragung, oder Teilen davon.

Ich denke aber, dass das JA beantragen wird, dass die Sorge auf das JA, oder einen Ergänzungspfleger übertragen wird, und der Opa dann alles machen soll.
Wobei ich immer wieder an die verhüllte Wohnung denken muss, da dies keine Aufgabe eines 13 jährigen Jungen ist und ich mich wundere, dass der Opa da nicht unterstützt hat, es aber jetzt plötzlich kann.

Das wird ein steiniger Weg für Dich werden. Die werden versuchen Dir ordentliche Probleme zu bereiten.
Eine betreute Wohnform halte ich für unangebracht, da er dann auch zu Dir könnte. Das neue Umfeld und ein Wechsel wären das Gleiche und er bliebe bei seiner Familie.

Gruß
Kasper


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: MaxMustermann1234 am 24. November 2020, 13:28:54
Ich würde vermuten, dass ihr erstmal das Sorgerecht entzogen wird, weil sie nicht in der Lage ist es auszuüben. Die Frage ist immer noch, was mit dir ist.

Du solltest nicht glauben in der aktuellen Situation darauf  schließen zu können, dass alles so läuft wie in der Vergangenheit. Da gab es eine Mutter bei der das Kind lebte und ihr hattet beide das Sorgerecht. Nun ist sie nicht mehr in der Lage es auszuüben. Das würde bedeuten, dass das Kind zu dir muss. Aber wenn der Richter denkt, dass das eine schlechte Idee ist (wieso auch immer), wird er dir im Zweifel das Sorgerecht nehmen und das Jugendamt mit ins Boot holen. Oder was meinst du, warum ein Verfahren wegen 1666 BGB eröffnet wurde? Das wird von Amts wegen gemacht. Wenn alle denken würden, dass das Kind gut bei dir aufgehoben ist, gäbe es das Verfahren nicht.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: 82Marco am 24. November 2020, 13:40:39
Servus swen,
vielleicht wäre es hilfreich, wenn Du den Inhalt (anonymisiert) des Schreibens vom Gericht hier mal reinstellst, damit die Helfer nicht vermuten und im Nebel rumstochern müssen.. ;o)
Evtl. auch die Schritte,, die Du bisher unternommen hast, damit es keine "Doppelbberatung" gibt.

Grüßung
Marco


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 24. November 2020, 14:05:39
Der Text lautet vom JA:

Hiermit teilen wir mit das wir die og Kinder ( Mein kind und die tochter von dem anderen Vater) inobhut genommen haben, um ihr wohl sicher zu stellen.
Uns wurde am Vortag durch das Krankenhaus bekannt das die mutter der kinder gestern einen schweren Schlaganfall erlitten hat.
Sie ist nach auskunft ihres Vater nicht in der lage ihr alleiniges sorgerecht für die tochter und das durch vollmacht durch den Vater übertragene Sorgerecht auszuüben.
Uns wurde seitens des Großvaters bestätigt dass sowohl der Vater ( Tochter ) als auch der Vater von ( mein sohn ) seit langem kein kontakt zu den kindern hatten oder betreuungsaufgaben übernommen haben.
es gab in der Vergangenheit in bezug auf ( meinen Sohn ) mehrere versuche gerichtlich eine tragfähige Umgangsregelung zu initiieren.
Diese führten aber nicht dazu das für den jungen kontakt angebahnt werden konnte. Der Vater von der tochter hat zwar die Vaterschaft anerkannt gab aber nach angaben der Schule keine Sorgeerklärung ab. Dort liegt eine entsprechende amtliche Bestätigung vor wie uns der Rektor der schule mitteilte. Dem zufolge scheint es zumindest aus aktueller sicht keine Option zu sein einen der Väter verantwortung zu übertragen.

Beide Kinder befinden sich aktuell noch in der Kinderklinik des Klinikums
Wir haben sie wegen der Eilbedürftigkeit einstweilen in Obhut genommen wollen sie aber zur sicherung ihres wohls in die obhut ihres Großvaters geb.1958 übergeben.
Der großvater ist dazu bereit und in der Lage sich um seine Enkel zu kümmern und für sie Verantwortumg zu übernehmen .
Wir regen an ihm vorübergehend die Elterliche sorge zu übertragen bis die mutter selbst wieder in der lage ist die elterliche sorge zu übernehmen.
Wir werden ab dem 12.11.2020 eine hoch frequentierte SpFH installieren und konnten für beide kinder erreichen dass seitens der schule ihnen jeweils nachbetreuungsplätze angeboten werden.
Beides scheint notwendig und geeignet um den Großvater zu unterstützen bzw. zu entlasten.


Wir werden uns zu weiteren äußern da der Großvater uns darüber informiert hat, dass über Anwalt und Notar die zeitweise übertragung des Sorgerechts beantragen wird.


Das ist der Text wo vom JA. zum Gericht  am 12.11.2020 per fax gekommen ist.

Der andere Vater ist bei der GV auch mit dabei.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Kasper am 24. November 2020, 15:32:55
Wie ich vermutet habe.

Es geht nicht darum eine Lösung zu finden, sondern eine bereits angedachte Lösung durchzusetzen.

Es geht also nicht nur darum, dem Großvater Sorgerechtsinhalte zu übertragen, sondern auch Dir diese Sorgerechtsinhalte zu nehmen.
Einen Antrag kann der Großvater nicht stellen, daher wundert mich die Passage, dass dieser über einen Anwalt einen eigenen Antrag stellen will. Aber ich nehme an, dass er die Unterstützung des Jugendamtes hat, warum auch immer.

Auch wenn ich mich wiederhole.
Eine Sorgerechtsübertragung ist nicht notwendig. Du bist vorerst mit allen Maßnahmen einverstanden und muss einen Kontakt zu Deinem Sohn bekommen. Sollten Sorgerechtsinhalte betroffen sein, dann kann man das mit Dir absprechen bzw. für die standardisierten Fälle bekommt der Großvater eine Vollmacht und er hat Dich zu informieren. Gleichzeitig ist der Umgang ohne wenn und aber sofort aufzunehmen.
Die Kindesmutter fällt auf unbestimmte, vielleicht sogar für immer, aus.
Dies sehe ich als Grundtenor.

Das ist nichts verwerfliches, nichts unmögliches und ist auch keine Kindeswohlgefährdung. In diesem Zusammenhang würde ich das Jugendamt fragen, warum es alles Gespräch vor einer Verhandlung abblockt!?

Gruß
Kasper


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: 82Marco am 24. November 2020, 15:42:54
Servus!
Es geht nicht darum eine Lösung zu finden, sondern eine bereits angedachte Lösung durchzusetzen.
..und so wie ich es verstehe den status quo der bisher vorherrschenden Situation (Vollmacht von swen --> geduldetes aSR durch KM?) aufrecht zu erhalten.

Grüßung
Marco


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 24. November 2020, 16:49:17
Das heißt vor gericht das durch setzen was kasper geschrieben hat.
Dürfte ja für den richter auch verständlich sein.

Laut telefonat mit Ja. War er zu dem zeitpunkt nicht ersichtlich wie die verhältnisse zu meinen Sohn sind.... also sorgerecht und Aufenthaltsbestimmungsrecht


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 24. November 2020, 16:50:21
Ist jetzt eigentlich nur noch die frage war mein Sohn will und wie das eingeordnet wird.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Kasper am 24. November 2020, 17:04:45
Ist jetzt eigentlich nur noch die frage war mein Sohn will und wie das eingeordnet wird.
Schon klar. Aber wie willst du das einordnen, wenn sie ihn vor Dir abblocken?

Die Verhältnisse sind völlig egal. Das JA hat mit dem Sorgerechtsinhaber zu sprechen und nicht auf Verdacht irgendwelche Anträge zu stellen.

Was sagt Dein Anwalt dazu?

Gruß
Kasper


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: midnightwish am 24. November 2020, 17:44:07
Naja, aktuell betrachtet, wird kann ich mit denken, wie er sich positionieren wird.

Wenn die Wahl zwischen "mittelfristig zu einem Papa, den er kaum kennt und dessen Umfeld ihm völlig fremd ist, mehrere 100 km weit weg von der kranken Mama, den Freunden, dem Opa" und "nicht optimal, aber mit Unterstützung bei Opa, in der Nähe der Mama und bei den Freunden, die ihn jetzt auch mit auffangen werden", dann scheint mir die Wahl für einen 13-jährigen Pubertierenden ziemlich klar.

Anders könnte es aussehen, wenn die Mutter stirbt, dann fällt auch der Aspekt "sie im Stich lassen" oder "sie nicht mehr oft sehen zu können" weg.

Auf jeden Fall musst du möglichst schnell den Kontakt aufnehmen und ausbauen. Dann kannst du langfristig ihm auch bei dir eine Perspektive bieten


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: nadda am 24. November 2020, 20:04:18
Hi,

hoffe mal dein Anwalt hat auf dieses Schreiben schon geantwortet....

Das kann man so nicht stehen lassen, die kennen die Geschichte nur von einer Seite, wissen also nicht objektiv was schief gelaufen ist, aber die Lösung gibt es schon:
Das JA will hier dafür sorgen das du komplett raus bist. Die werden das Sorgerecht aufs JA übertragen und dann den Opa mit Familienhilfe machen lassen.

Da muss sofort ein Fachanwalt ran der sofort dafür sorgt das du Kontakt zum Kind bekommst. Und das bitte noch diese Woche! Es gibt für das JA keinen Grund den Kontakt zum Kind
nicht sofort herzustellen, also sorg dafür das du den Kontakt sofort bekommst. Sonst wirst du im Gericht hören das alles gut ist und man dich nicht braucht.

Was ist mit dem Vater der Tochter, hast du Kontakt, was hat der unternommen?

LG
Nadda



Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 24. November 2020, 20:28:21
Also bei gericht wird es der selbe Richter sein wie in den 2 gerichtsverhandlungen sein wo meine ex das alleinige sorgerecht jedes mal haben wollte. Das Ja. Müsste aber auch Aktenlage in der Akte von meinen sohn haben.
Also die Problematik ist bei gericht und Ja. Bekannt.

Der andere ist ein wenig bescheidender dran da er kein sorgerecht hat. Und so auch noch nichts unternommen hat.

Wie würdet ihr vorgehen wenn z.b ein kind sagt ohne den geschwister part geht er nirgends hin.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: SLAM am 24. November 2020, 23:26:41
Wie würdet ihr vorgehen wenn z.b ein kind sagt ohne den geschwister part geht er nirgends hin.

Ich würde beide aufnehmen. Das bedeutet organisatorisch, erstmal mit dem Vater des Mädchens reden, ob das für ihn ok wäre. Dann JA und Gericht.

Also das wäre so grundsätzlich meine Einstellung dem Thema gegenüber. In der Realität spielt das aber keine Rolle. Offenkundig geben die Dir ja nicht mal Dein eigenes Kind. Wie sollten die, also JA und Gericht auf die idee kommen, Dir die Halbschwester zu geben?

Aber spannend wäre das schon, wenn der Junge vor Gericht mit Entschlossenheit sagt, er will mit seiner Schwester zusammen bleiben. Dann muss der Opa auch das Mädchen aufnehmen. Ob er das wirklich will ?


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 25. November 2020, 04:58:31
Der opa will ja beide Kinder ....


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: nadda am 25. November 2020, 05:16:10
Hi,

ja der Opa will beide Kinder und die Begründung wird sein das er einen engen Kontakt hat und die Kinder so nicht aus ihrem Umfeld gerissen werden.

Und deshalb brauchst du hier Argumente ohne den Opa schlecht zu machen.

1. du hast dir nix zu schulden kommen lassen, der Kontaktabbruch lag an der Bindungsintolleranz der Mutter, Beweis die Gerichtsverfahren die du geführt hast.
2. die vermüllte Wohnung spricht nicht für einen engen Kontakt des Opas, weil sonst hätte er das ja nicht zugelassen in so einer extremen form wenn er geeignet
wäre sich um die Kinder zu kümmern (und das sagst nicht du, das lässt du deinen Anwalt sagen)
3. bist du Sorgerechtsinhaber, hast Kinder, beweist jeden Tag das du das schaffst und es gibt keinen Grund dir das Sorgerecht zu entziehen.

Aber, wenn du mit der Sache eine Chance haben willst musst du schnell Kontakt zum Kind aufnehmen.

Vermutlich wäre es am Besten wenn du vorübergehend einem Aufenthalt beim Opa zustimmst, bis ihr eure Beziehung wieder aufgebaut habt und dann seht
ihr weiter. Wichtig ist Kontakt Aufbau, Umgangsregelung und das Sorgerecht behalten. Das sind aktuell deine Baustellen.

Aktuell wird dir niemand das Kind mitgeben, weil ihr keinen Kontakt habt. Die haben ihr Konstrukt schon und die haben ihre Begründung dafür schon. Wenn du
die nicht akzeptieren willst musst du sofort dagegen angehen. Die möchten im Gericht nur ihr Konstrukt zementieren in dem dir das Sorgerecht entzogen wird,
ruhigstellen wollen sie dich mit einer Umgangsregelung, die hilft dir aber nix mehr wenn du kein Sorgerecht hast und der Opa danach genauso blockt wie die
Mutter bisher.

Und mach dir klar, das Kind will jetzt in dem Stress sicher nicht gleich umziehen, wenn du Kontakt hast, dann erstmal reden, fragen was der Junge sich wünscht,
wie es ihm geht, wie er sich die Zukunft vorstellen kann. Auf gar keinen Fall mit "zieh zu mir " überfahren, das packt er gar nicht weil er dann noch mehr
Veränderung bekommt.

LG
Nadda


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Lausebackesmama am 25. November 2020, 11:50:51
Wie steht deine Frau/Partnerin dazu, deinen Sohn oder ggf. auch dessen Schwester aufzunehmen?

Wie seid ihr organisiert? Hast du auch Kapazitäten um dich um die täglichen Angelegenheiten deines Sohnes selbst zu kümmern?

LG LBM


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: MaxMustermann1234 am 25. November 2020, 15:47:13
Ich bringe mal eine ganz verwogene Idee ein:

wäre eine Option auf Dauer in den Ort zu ziehen in dem dein Sohn wohnt? Falls ja, nimmst du denen damit viel Wind aus den Segeln. Denn eine ordentliche Wohnung bei dir wäre sicher auch besser als ein Messi-Haushalt.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Kasper am 25. November 2020, 15:54:34
Ich bringe mal eine ganz verwogene Idee ein:
Grundsätzlich gut. ABER:

Also meine Situation ist das ich verheiratet bin selber nochmal 2 kinder habe mit 10 und 6 Jahre mein sohn mit 10 kennt ihm sie haben sich kurz kennengelernt vor jahren und er weiß das es sein halb bruder ist.
Vermutlich nicht realisierbar.
Dazu Job, Wohnung, evtl. Haus ....

Gruß
Kasper


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 26. November 2020, 13:33:40
Also aktuelle lage soweit nichts neues aber kontakt mit sohn aufgenommen erst mal ein brief handschriftlich per mail ans JA.geschickt wird von jugendamt weitergeleitet. Anwalt wird vor gericht dabei sein. Verfahrensbevollmächtigte war am Telefon doch leicht erschrocken als sie erfuhr das ich sorgerecht inne habe und das ich mit anwalt komme.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Kasper am 26. November 2020, 14:49:00
Verfahrensbevollmächtigte war am Telefon doch leicht erschrocken als sie erfuhr das ich sorgerecht inne habe und das ich mit anwalt komme.
Das kann ich in einer gewissen Weise nachvollziehen. Die haben sich das vermutlich schon zurecht gelegt und zumindest damit machst Du denen schon mal einen Strich durch die Rechnung.
Auch auf die Gefahr das ich mich wiederhole.... Es ist keine Kindeswohlgefährdung vorhanden. Der Großvater hat vermutlich keine Lust sich mit Dir auseinander zu setzen, aber das rechtfertigt nicht, das ihm Sorgerechtsinhalte übertragen werden. Er kann in Absprache mit Dir und Vollmachten arbeiten. Dabei ist es unabdingbar, dass Du regelmäßigen Kontakt zu dem Jungen bekommst, ohne dass der Großvater da blockiert. Sollte er dies tun, ist er meiner Meinung nach sofort rauszukicken.
Und dann ist die Frage, ob eine Wohneinrichtung tatsächlich notwendig ist. Das JA bejaht sowas gerne und regelmäßig, die Rechtssprechung etwas anderes.
Lass Dich auf keinen Vergleich ein, zu dem Du nicht 100% stehst. Vergleiche lassen sich meinst nicht, oder nur sehr schwer, wieder abändern.

Gruß
Kasper


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: 82Marco am 26. November 2020, 15:22:58
Servus!
Sie ist nach auskunft ihres Vater nicht in der lage ihr alleiniges sorgerecht für die tochter und das durch vollmacht durch den Vater übertragene Sorgerecht auszuüben.
Das fett gedruckte meinte ich vor ein paar Tagen mit Aufrechterhaltung des status quo. Sofern es diese Vollmacht gibt (das macht mich bei dem Ganzen etwas unsicher: auf der einen Seite Streit ums aSR vor Gericht, auf der anderen Seite Vollmacht?), sollte diese m.E. sofort widerrufen werden, damit Opa nicht alleine entscheiden kann. Oder gips diese Vollmacht gar nicht?

Grüßung
Marco


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 26. November 2020, 15:32:50
Wir haben geteiltes sorgerecht .... vielleicht meinen sie das 🤔
Das einzige wo sie eine vollmacht hat ist im gesundheits angelegenheiten....


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: nadda am 26. November 2020, 15:36:45
Hi,

aber ich dachte sie hat kein alleiniges Sorgerecht, damit kann sie auch kein alleiniges Sorgerecht durch Vollmacht irgend wem zuschustern.
Bei gemeinsamem Recht sind beide zuständig, fällt einer aus übernimmt der andere. Es ist nicht vorgesehen das einer dann versucht den
anderen raus zu werfen und den Opa einzusetzen nur weil ihm eine andere Lösung lieber ist.

Also nochmal, ihr habt gemeinsames Sorgerecht und du hast ihr eine Vollmacht für gesundheitliche Angelegenheiten gegeben damit sie problemlos
die Dinge des Alltags regeln kann?

Eigentlich hätte der Opa als allererstes dich informieren müssen das die KM ausfällt, weil du sorgeberechtigt bist. Das hat er versäumt,
das kann aber nicht dir angekreidet werden. Es zeigt nur das der Opa auch nicht mit Bindungstoleranz ausgerüstet ist.

Die VB hat sich jetzt bei dir gemeldet und war erstaunt das du dich zuständig fühlst, warum denn? Die haben zu hören bekommen Vater hat
null Interesse, hat sich nie gekümmert. Das musst du jetzt widerlegen. Du bist zuständig, du bist Sorgerechtsinhaber, das die KM dich mit ihrer
nicht vorhandenen Bindungstoleranz nicht  an das Kind gelassen hast solltest du gut belegen können.
Übernimmt der Opa ist zu befürchten das es so weitergeht, wieder kein Kontakt zum Vater und nochmal, ein Opa der zulässt das eine Wohnung
so massiv vermüllt hat sich bisher nicht  mit Ruhm bekleckert.

Seid wann ist die KM mit Schlaganfall im Krankenhaus, und wann wurde das JA eingeschaltet, wieviel Zeit ist da vergangen und wann wurden
die Zustände bei KM dem Jugendamt bekannt, also wegen der Messiwohnung?

LG
Nadda


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 26. November 2020, 15:42:55
Sorgerecht haben wir beide und sie hat vollmacht für gesundheits angelegenheiten.schlaganfall war am 11.11.2020 und würde vom krankenhaus an das jugendamt gemeldet ..... wann genau sie in die wohnung sind weiß ich nicht denke aber 12.11-13.11


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: 82Marco am 26. November 2020, 15:44:25
@nadda:
Hallo @nadda

Der Schlaganfall war am 11.11.2020
Der Brief vom Gericht kam 18.11.2020
Erster Kontakt Jugendamt 18.11.2020
Erste Information über gesundheitsstand der KM 20.11.2020 ( Nicht gehen und Sprechen )
Gespräch Verfahrensbevollmächtigte 24.11.2020
GV 03.12.2020


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: nadda am 26. November 2020, 15:45:22
Hi,

dann würde ich bei Gericht dem Opa die Frage stellen warum er in so einer Situation nicht sofort den Sorgeberechtigten Vater angerufen und informiert hat und
statt dessen nur das JA eingeschalten hat.

Und sorry, hab überlesen das du das Datum vom Schlaganfall schon geschrieben hattest.

LG
Nadda


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Susi64 am 26. November 2020, 16:03:40
Hallo,

die Frage würde ich dem Opa nicht stellen. Der Opa ist mit der Situation letztlich auch überfordert und ich würde nicht die Antwort provozieren wollen, dass er sagt, weil der Vater sich jahrelang nicht gekümmert hat.

Es geht immer noch darum, dass beste aus der Situation zu machen und den Opa nicht als Buhmann hinzustellen. Es wird darauf ankommen mit ihm eine sinnvolle Lösung zu finden.
Die kann sehr wohl darin bestehen, dass der Sohn zum Vater zieht, aber insbesondere der Opa sollte auch nicht aus dem Leben des Kindes entsorgt werden.

VG Susi


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: MaxMustermann1234 am 26. November 2020, 16:23:28
Ich würde nicht so voreilig urteilen. Keiner kennt hier den gesamten Sachverhalt. Wenn der Ex meiner Partnerin Sorgerecht hätte und die heute einen Schlaganfall erleiden würde, würde ich sicher auch erst zum Jugendamt statt zum Vater gehen, weil der auch genau 0 Kontakt hat.

Die genau Geschichte dahinter gilt es zu ergründen und eins ist sicher: der Wille des Jungen ist mit einzubeziehen, denn der ist schon 13. Also kann man nur Angebote schaffen und gucken, wie er drauf reagiert. Ihn zu was zwingen kann man sicher nicht mehr.

Aber trotzdem: die Planung des JA ist den TO rauszukegeln, das ist klar. Und völlig unmöglich ist das unter dieser Konstellation auch nicht. Deshalb ist der Anwalt sicher eine gute Idee.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: nadda am 29. November 2020, 18:41:27
Hi,

auch wenn ein Vater null Kontakt hat ist er mit gemeinsamem Sorgerecht bei so gravierenden Dingen immer zu informieren,
meine Meinung.

Ich informiere meinen Ex auch heute noch über Krankenhausaufenthalte der Jungs, obwohl er kaum Kontakt hat, was von ihm aus geht
und obwohl er die Jungs vor einigen Jahren zur Adoption freigegeben hat.

Ob man den Opa da fragt oder nicht, ich würde mal abwarten was passiert, aber wenn mir die blöd kommen würden würde ich fragen.

LG
Nadda


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: SLAM am 29. November 2020, 20:32:19
Hi,

auch wenn ein Vater null Kontakt hat ist er mit gemeinsamem Sorgerecht bei so gravierenden Dingen immer zu informieren,
meine Meinung.

Sehe ich auch so. Und ggf. kann man ruhig nachfragen, warum das nicht passiert ist.  Vor einer Aussage, dass der Vater sich nicht geümmert habe, braucht er keine Angst haben, da es ja Aktenkundig ist, dass die Mutter den Kontakt abgeblockt hat. Und das weiß auch der Richter, da es am 03.12. der Gleiche ist.

Ich sehe hier eher den Opa als jemand, der definitiv Angst vor unangenehmen Fragen haben muss, zB warum er bei den Wohnzuständen nichts unternommen hat. Wenn ich der Anwalt wäre, ich würde ihn das fragen.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 29. November 2020, 20:42:10
naja vielleicht ist der opa ja auch nie zu denen gegangen und  konnte das feststellen.
vielleicht sind sie immer zu ihm nach hause gegangen


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Kasper am 29. November 2020, 21:47:39
naja vielleicht ist der opa ja auch nie zu denen gegangen und  konnte das feststellen.
vielleicht sind sie immer zu ihm nach hause gegangen
Ein Gedankengang den ich oberflächlich auch schon als Gegenargument überlegt hatte. Aber dann sollte im Umkehrschluss die Frage sein, ob er vielleicht doch nicht den besten Kontakt hatte und gerade jetzt nicht der geeignetere ist, zwei Kinder zu betreuen und zu versorgen.
Das sind mir in deinem Fall mehr Fragen offen, wie diese beantwortet werden und ich sehe es noch nicht so, dass dein Junge da wirklich gut aufgehoben ist. Er mag eine Verantwortung ggü. der Mutter haben, aber dafür ist er mit 13 noch viel zu jung und im Grunde ist dieser Umstand schon eine KiWoG, ist aber vermutlich niemand drüber gestolpert.

Gruß
Kasper


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: SLAM am 30. November 2020, 08:31:21
Kasper hat recht.

Allein die 40 Wäscheladungen sind doch eine Steilvorlage für den Anwalt. So was muss einem doch an den Klamotten der Kinder auffallen, wenn man tatsächlich so einen guten Kontakt und Beziehung zu den Kindern hat. Die Klamotten müssen doch ständig neu gewesen sein, oder verdreckt.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: MaxMustermann1234 am 30. November 2020, 11:29:07
@nadda:

Nun gut, der leibliche Vater hat bei uns kein Sorgerecht, die Konstellation ist anders. Wahrscheinlich würde ich ihn auch informieren, aber definitiv nachdem ich mit dem Jugendamt geredet hätte.

Und das könnte auch hier der Fall sein: vielleicht weiß der Großvater auch nicht. Ich würde das sogar stark vermuten. Ich glaube nicht, dass eine Mutter, die die Kinder vom Ex entfremden will, damit bei ihrem eigenen Vater hausieren geht. Ich würde versuchen den Opa als meinen Verbündeten zu gewinnen und darauf drängen, dass man gemeinsame Lösungen finden will. Am Ende wird das sicher auch die beste Lösung für das Kind sein: wenn Opa und Papa in der Situation gemeinsam eine Lösung finden anstatt sich vor Gericht auch noch anzufeinden.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 30. November 2020, 11:53:19
So neue Informationen

Gerade mit JA. Tel. ihre Empfehlung ans Gericht wurde verschickt und sie empfehlen die elterliche Sorge meiner Ex Partnerin ruhen zu lassen und mir zu übertragen für diese Zeit.
Der Opa hat dem JA: gesagt bis nach der 2 Reha wird voraussichtlich im Sommer sein, würde er das so hinbekommen wie es gerade läuft.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 30. November 2020, 11:58:03
Und vom Klinikum wurde anscheinend schon eine Mitteilung ans gericht geschickt das sie Handlungsunfähig ist javascript:void(0); Mh machen die das standardmäßig ? bis jetzt ist kein neuer Gesundheitsstand beim JA. eingegangen .


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: SpecialD am 30. November 2020, 12:11:06
Hallo,

Gerade mit JA. Tel. ihre Empfehlung ans Gericht wurde verschickt und sie empfehlen die elterliche Sorge meiner Ex Partnerin ruhen zu lassen und mir zu übertragen für diese Zeit.

Siehe auch:

Man kann auch das Sorgerecht der Mutter ruhen lassen (§1674 BGB). Dann muss man aber sehen, was mit deinen Sorgerechtsanteilen ist.

Nun muss nur noch über Satz 2 entschieden werden. Da wird der lange Kontaktabbruch dir womöglich noch Schwierigkeiten bereiten.

Was sagt das JA dazu genau?

LG D


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 30. November 2020, 12:17:29
Über meine haben sie nichts gesagt nur das ich ihre bekommen soll.

Vom kontakt habe ich dem Jugendamt schon beim ersten Gespräch klargemacht das ich den Kontakt zu meinen Sohn über die Erziehungsberatungsstelle am Anfang wieder aufnehmen möchte und diesen dann ausbauen werde.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: SpecialD am 30. November 2020, 12:43:56
Das habe ich soweit alles verstanden.  :wink:

Also gibt es keine konkreten Vorschläge wie der Kontakt angebahnt werden soll. Okay, dann wahrscheinlich in der mündlichen Erörterung vor Gericht.
Elementar ist jetzt, wie sich der Teeny positioniert.

Was nun mit ihren und deinen SO-Anteilen passieren wird, ist schwer vorherzusagen. Hier heisst es abwarten.







Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 30. November 2020, 12:51:54
Naja wenn ich so über die letzte zeit nach denke kann ich mir schon vorstellen wie er sich positioniert.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Kasper am 30. November 2020, 13:59:39
Moin,

hört sich alles nicht so schlecht an. Ob und wie die Sorge der KM ruht, ist egal. Sie kann sie nicht ausüben. Wenn sie aus medizinischer Sicht bis zum Sommer nicht dazu in der Lage ist, bleibt abzuwarten, wie sich das überhaupt entwickelt. Das muss dann schon ein sehr heftiger Schlaganfall gewesen sein.

Der Opa wird sich mit dir auseinandersetzen müssen und vor allem den Umgang fördern. Sollte er diesen blockieren, ist er sofort raus. Und auch erst dann, wenn du regelmäßigen Kontakt zu deinem Sohn hast, kannst du in seinem Sinne entscheiden. Alles andere ist Kaffeesatzleserei.

Gruß
Kasper


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Kasper am 30. November 2020, 15:58:35
Nachtrag:
Naja wenn ich so über die letzte zeit nach denke kann ich mir schon vorstellen wie er sich positioniert.
Ich vermute, dass Du hier den Großvater meinst.
Da muss klar gestellt werden, dass er vorübergehend die Betreuung leisten kann, solange er dies denn will. Sollte er den Kontakt verhindern, dann gibt es nur die Möglichkeit einer Fremdunterbringung, oder zu dir. Er ist immer noch nicht antragsberechtigt, und wenn das JA diese angekündigte Stellungnahme so geschrieben hat, dann darf er nicht mal (egal ob mit, oder ohne Anwalt) mit in den Gerichtssaal rein.
Der Tenor muss lauten, den derzeitigen Zustand erst einmal für die Kinder normal halten, keine Konflikte. Kann der Großvater nicht leisten, dann ist das ok, er muss ja nicht. Aber dann kommen andere Lösungen in Betracht.

Gruß
Kasper


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: SpecialD am 01. Dezember 2020, 09:36:59
Hallo,

Nachtrag:Ich vermute, dass Du hier den Großvater meinst.

Ich denke, es war eine Antwort auf meine Aussage:

Elementar ist jetzt, wie sich der Teeny positioniert.


Der Opa wird sich mit dir auseinandersetzen müssen und vor allem den Umgang fördern. Sollte er diesen blockieren, ist er sofort raus.

Na ja, wenn der Lebensmittelpunkt beim Opa gerichtlich festgelegt werden sollte und der Großvater den Umgang zum Vater, der jahrelang keinen Kontakt hatte, nicht fördert, sehe ich keinen Grund, warum er gleich raus sein sollte. Erst einmal muss es einen Umgangsbeschluss geben und auch dann ist es eine schwierige Kiste. Ob es richtig ist, ist wieder eine ganz andere Frage, aber dann biegt man sich - wie bekannt - den Rechtsbegriff "Kindeswohl" zurecht wie man es braucht.

LG D


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 04. Dezember 2020, 11:15:43
So gestern war der GT

Der Richter konnte noch nicht das Ruhen der Elterlichen sorge feststellen da der Bericht noch nicht vom Krankenhaus da ist er wird aber heute bzw. Montag den behandelten Arzt kontaktieren.
Wir sind so verblieben das wenn der Fall eintritt ( was es mit großer Wahrscheinlichkeit wird da sie nach 3 Wochen immer noch nicht gehen , sitzen und sprechen kann und ob sie das war nimmt was man ihr sagt kann man anscheinend noch nicht feststellen laut ihrem Vater )

mir das vorläufig überschrieben wird und der Opa die Vollmacht von mir bekommt damit alles weiter seinen Täglichen gang geht.
Sobald ich das Gerichtsurteil habe werde ich mich erstmal überall erkundigen müssen ( Schule, Arzt usw. ) damit ich erstmal Informationen über das aktuelle geschehen über meinen Sohn bekomme.
Natürlich werde ich jetzt auch versuchen den Kontakt an zu kurbeln damit er vertrauen zu mir findet.

Da es sich schon heraus kristallisiert hat das er massiv beeinflusst wurde.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: SpecialD am 04. Dezember 2020, 11:21:33
Hi swen,

das klingt sehr vernünftig und stimmt mit dem überein, was ich euch gewünscht habe.

Hoffe, der Großvater und du könnt gut kooperieren und gemeinsam gute Lösungen für deinen Sohn finden.
Es würde mich freuen, wenn ihr wieder einen guten Kontakt zueinander hinbekommt.

Der Schlaganfall der Mutter scheint ja super heftig gewesen zu sein.

Eines noch: das Dingen heißt Gerichtsbeschluss, nicht Urteil.

Berichte bitte weiter!

Alles Gute

D


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 04. Dezember 2020, 11:25:16
Danke Special ID
das werde ich tun ....

Ja das denke ich auch das der Schlaganfall heftig war vor allem da er anscheinend im Krankenhaus passiert ist wo sie wegen tage langem Durchfall eine Infusion bekommen hat. dann aber aufstehen wollte aus irgendwelchen gründen und zusammen gesackt ist.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: SpecialD am 04. Dezember 2020, 11:43:04
Danke!

Habe eine wichtige Sache vergessen: war Sohnemann auch anwesend? Ist ja Pflicht, darum: was hat er gesagt?

LG


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 04. Dezember 2020, 11:58:36
Nein er war nicht anwesend aber seine Anwältin. Er wird am Montag nur vom Richter kurz befragt und der Richter versucht da eine Tür bei meinem Sohn auf zu machen, so die aussage vom Richter.

Die Anwältin meinte aber das er nicht gut auf mich zu sprechen ist, da ich anscheinend ihm bei der aller ersten Gerichtsverhandlung von jetzt insgesamt 3 gesehen habe  zu ihm gemeint habe .... er soll zu mir kommen sonst bekommt er keine Geschenke ( das habe ich nie gesagt wäre ja auch tödlich gewesen da wir da versucht haben einen Umgang hin zu bekommen wo dann mit der Erziehungsberatungsstelle 4 mal ein umgang stattgefunden hat. Da war er 7 Jahre, und er würde kein Konto bekommen da ich nichts unterschreibe ( das liegt schon alles unterschrieben bei der Bank seit über 2 Monaten das er das Konto bekommt ) dies habe ich auch den Sozialarbeiter und dem Opa alles gesagt und konnte das auch beweisen da ich die Unterlagen per Einschreiben mit Rückschein verschickt hatte.

Jetzt mal schauen ob sie das meinen Sohn mitteilen das , das mit dem Konto schon lange erledigt ist und mal schauen wir er es aufnimmt.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: SpecialD am 04. Dezember 2020, 12:08:23
Nein er war nicht anwesend aber seine Anwältin. Er wird am Montag nur vom Richter kurz befragt und der Richter versucht da eine Tür bei meinem Sohn auf zu machen, so die aussage vom Richter.

Das nenne ich mal einen guten Richter.


Die Anwältin meinte aber das er nicht gut auf mich zu sprechen ist

Genau deshalb ist ein behutsames Aufeinandertreffen so wichtig. Ich halte deine vorsichtige, geplante Kontaktaufnahme nach wie vor für richtig.


Bleib am Ball und weiterhin besonnen!

LG D


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 04. Dezember 2020, 12:10:27
Danke 😊


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: SLAM am 04. Dezember 2020, 12:47:40
Good News insgesamt !

Freut mich für Dich.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Samson1978 am 04. Dezember 2020, 16:54:43
Das sind ja interessante Neuigkeiten.
Und wie es weiter geht ist auf jeden Fall sehr spannend.

Ich drücke euch allen die Daumen.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 09. Dezember 2020, 06:49:52
So guten Morgen Leute

Jetzt fängt es an blöd zu werden.
Letzte Woche GV ja gehabt, von dem opa eine tel. Bekommen und am montag da angerufen und natürlich der a.b dran .... ich drauf gesprochen das er mir zurück rufen soll .... natürlich kein Rückruf..... gestern das gleiche spiel ..... und natürlich kein rückruf....

Laut so kann ich kein Umgang und vertrauen zu meinen sohn Aufbauen wenn man noch nicht mal zurück ruft.

Eure tipps wie ihr weiter vorgehen würdet?
Also alles notieren auf jedenfall.

Da merkt man das er das so weiter machen will wie die KM.



Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: nadda am 09. Dezember 2020, 07:26:18
Guten Morgen,

ok, jetzt auf gar keinen Fall Zeit vergehen lassen. Heute vormittag nochmal anrufen, heute Abend nochmal, wenn dann nix kommt würde ich morgen im JA um Vermittlung bitten.

LG
Nadda


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Lausebackesmama am 09. Dezember 2020, 07:34:24
Ich würde eher gleich beim Jugendamt anrufen, ehe er dir vorwirft, dass du ihn "stalkst".

LG LBM


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Kasper am 09. Dezember 2020, 07:34:29
Guten Morgen,

irgendwie habe ich dass kommen sehen.
Ich würde nun direkt zum JA den Kontakt aufnehmen, und denen auch klar sagen, dass unter diesen Bedingungen es dir unmöglich gemacht wird das SR auszuüben. Sollte sich da nicht innerhalb weniger Tage etwas ändern, muss darüber nachgedacht werden, ob das vorläufige Konstrukt überhaupt tragbar ist.
Wenn der Großvater nicht will, dann muss das Kind für ein paar Wochen in eine betreute Gruppe und dann dort die Verbindung aufgebaut werden. Das ist wohlfühlen schlechteste Wahl für das Kind, aber leider nicht anders umsetzbar, wenn der Opa sich sperrt.

Gruß
Kasper


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 09. Dezember 2020, 07:37:14
Mein Anwalt meinte gestern morgen bevor ich das 2 mal angerufen habe das er es vielleicht vergessen habe .
DAS ICH NICHT LACHE .

werde mich heute drum kümmern.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: SLAM am 09. Dezember 2020, 08:12:52
Guten Morgen,

irgendwie habe ich dass kommen sehen.

Ich auch. Angesichts dessen, was bisher zum Fall berichtet wurde, war das leider absehbar.

Ich würds so, wie LBM das vorschlägt, machen: Ruf das Jugendamt an und bitte um Hilfe/Vermittlung.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 09. Dezember 2020, 08:23:00
Ich bin gerade an einer email dran wo ich ihm schicke

ich werde sie nachher hier einstellen.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 09. Dezember 2020, 08:31:51
Hallo Hr. ......
jetzt wende ich mich direkt an sie ich habe versucht Hr. ...... am Montag den 07.12.2020 um 11:36 uhr unter der Telefonnummer ........... zu erreichen ( diese nummer habe ich von ihm am Verhandlungstag bekommen und das ist der festnetzanschluss von der KM ) da ist der Anrufbeantworter daran gegangen wo ich auch um Rückruf bat und auch nochmal meine Tel.nummer hinterlassen drauf gesprochen habe, leider bekam ich keinen Rückruf.
Gestern den 08.12.2020 habe ich diesen vorgang wiederholt um 10:05 Uhr wieder der Anrufbeantworter und bis heute keinen Rückruf.
So ist es mir leider nicht möglich mein Sorgerecht aus zu üben und einen Kontakt her zu stellen wenn der Opa nicht mitwirkt.Sollte sich da nicht innerhalb weniger Tage etwas ändern, muss darüber nachgedacht werden, ob das vorläufige Konstrukt überhaupt tragbar ist.

desweiteren habe ich bezüglich meinem Sohn eine frage an das Jugendamt, da sie ja vor gericht ausgesagt haben das auch eine Parentifizierung stattgefunden habe würde mich Interessieren ob auch schon etwas in die wege geleitet wurde um dieses zu beheben, da dieses für das erwachsenenalter erhebliche folgeschäden haben kann.anbei ein paar links zum Thema Parentifizierung.

Thieme E-Journals - PPmP - Psychotherapie · Psychosomatik · Medizinische Psychologie / Abstract (thieme-connect.com)
Parentifizierung – Wikipedia
Lesen Sie hier mehr über die Folgen der Parentifizierung



So würde ich es dem JA schicken


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: SLAM am 09. Dezember 2020, 08:45:43
desweiteren habe ich bezüglich meinem Sohn eine frage an das Jugendamt, da sie ja vor gericht ausgesagt haben das auch eine Parentifizierung stattgefunden habe

Sehr interessant, dass das thematisiert wurde.

Damit das nicht mit anderen Protagonisten weitergeht, trittst Du deinem Sohn nicht als Bittsteller gegenüber. Du bist sein Vater. Du bittest ihn nicht um Umgang. Um das zu regeln, sind die öffentlichen Stellen da, Gericht, JA, Anwälte. Wenn der Opa sich da quer stellt, muss er "aus dem Spiel" genommen werden.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: SpecialD am 09. Dezember 2020, 08:53:40
Hallo Swen,

erst einmal gaaaaanz tief durchatmen und bloß keinen überstürzten Aktionismus.

Wenn du eine Festnetznummer der KM bekommen hast, dann kann es tatsächlich sein, dass du deinen Sohn nicht erreichen wirst. Warum hat der Vater dir keine Handynummer gegeben oder du deine Nummer hinterlassen, damit er dich ggf. kontaktiert? Und wieso unterstützt der Opa die Kontaktanbahnung nicht? Zumindest hast du überdeutlich kristalisiert, dass du kooperativ bist (Vollmacht).

Deine Email ans Jugendamt ist - entschuldige - Müll. Ich würde niemals zugeben oder andeuten, dass so das Konstrukt alleiniges Sorgerecht nicht funktionieren kann. Viel eher würde ich hier höflich um Vermittlung bitten. Auch würde ich nicht ans Jugendamt herantreten und fragen, was die denn gegen die Parentifizierung eingeleitet hätten. Hatten die überhaupt einen Auftrag dazu, mit Sicherheit nicht. Da hilft dir demnächst aber dein Sorgerecht.

Ja, es fängt an blöd zu werden, aber das sehe ich gerade deiner Ungeduld geschuldet. Jahrelang keinen Kontakt, dann ein Schicksalschlag der Mutter und von heute auf morgen soll alles wie geschmiert laufen? Nein, so geht das in der Regel nicht und kommt bei mir sehr naiv rüber.

Hol den Opa ins Boot, ruf diesen an und der soll dann den Hörer an den Sohn weiter leiten. Wenn der Opa ihm gut zuredet und er meinetwegen bei den Gesprächen anwesend ist, damit der (entfremdete) Junge die benötigte Sicherheit hat, dann ist das auch okay.

Wie bereits erwähnt, geh besonnen an die Sache ran. Lass auch die ständigen Nachrichten auf dem AB sein. Du hast es probiert, es kam keine Reaktion und nun bitte um Vermittlung. Deine Ansprechpartner sind hier Jugendamt und Großvater.

LG D


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 09. Dezember 2020, 09:03:32
Wenn du eine Festnetznummer der KM bekommen hast, dann kann es tatsächlich sein, dass du deinen Sohn nicht erreichen wirst. Warum hat der Vater dir keine Handynummer gegeben oder du deine Nummer hinterlassen, damit er dich ggf. kontaktiert?

Laut aussage ist er in die Wohnung gezogen damit die Kinder nicht aus dem Umfeld gerissen werden, ich habe ihm eine Visitenkarte von mir gegeben da ist Festnetz/ Handy/ E-Mail und Adresse drauf
Warum er mir nur die Nummer gegeben hat weiß ich nicht.

Und wieso unterstützt der Opa die Kontaktanbahnung nicht? Zumindest hast du überdeutlich kristalisiert, dass du kooperativ bist (Vollmacht).

Das wäre interessant zu wissen warum er dies nicht macht.
Da keiner weiß wie es mit der KM weiter geht.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Kasper am 09. Dezember 2020, 09:08:42
Deine Ansprechpartner sind hier Jugendamt und Großvater.
Alles schön und gut.
Wenn Großvater aber eine Telefonnummer zur Kontaktaufnahme angibt, sollte er unter dieser auch erreichbar sein. Wie soll denn ein Kontakt möglich sein, wenn die Gegenstelle nicht antwortet?
Das der Jahrelange Kontakt nicht zustande kam, ist nicht TE anzulasten und jetzt soll er genau was machen?
Den JA Kontakt hat er angedeutet. Vielleicht kann man die erste mal etwas entschärfen. Allerdings kann die Nummer nicht so weiterlaufen.

Gruß
Kasper


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: SpecialD am 09. Dezember 2020, 09:10:42
Laut aussage ist er in die Wohnung gezogen damit die Kinder nicht aus dem Umfeld gerissen werden, ich habe ihm eine Visitenkarte von mir gegeben da ist Festnetz/ Handy/ E-Mail und Adresse drauf

Sehr gut, dass er deine Visistenkarte hat. An dieser Stelle hätte ich eine Bitte an dich. Auch wenn du bei diesem ganzen Trubel womöglich nicht weißt wo dir der Kopf steht, wäre es für uns sehr hilfreich, wenn du solche Details auch benennen würdest. Das macht es einfacher, dir Ratschläge zu geben.


Warum er mir nur die Nummer gegeben hat weiß ich nicht.
[...]
Das wäre interessant zu wissen warum er dies nicht macht.

Dann frag ihn.


Es kann aber auch sein, dass der Opa erst aktiv(er) wird, wenn er einen Beschluss sieht.
Was die Festnetznummer angeht, wohnt er nun alleine in der Wohnung der Mutter? Kann ich  mir nicht vorstellen.
Ich bin davon ausgegangen, dass er im Haushalt des Großvaters lebt, damit er betreut und versorgt wird.

LG D


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: SpecialD am 09. Dezember 2020, 09:18:06
Hi,

Das der Jahrelange Kontakt nicht zustande kam, ist nicht TE anzulasten und jetzt soll er genau was machen?

Ja ja, immer die Schuldfrage. Es ist wie es ist und nun heißt es Kommunikation, Kommunikation und nochmals Kommunikation.
Wen soll er denn noch ins Boot holen? Schule, Nachbarn, Freunde? Ich würde mich da enormst eingeschüchtert fühlen.
Klar, man kann das auch forcieren und dann wäre wie es Dr. Figdor beschreibt: die Kinder werden sich schon den zur Verfügung stehenden Personen zuwenden (Hospitalisierung). Ob man dann aber von Bindungs-Qualität sprechen kann, sei mal dahingestellt.

Ich bleibe bei meinem Vorschlag.

LG D


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 09. Dezember 2020, 09:19:12
Herr ....... erläutert mündlich seine schriftliche Stellungnahme.

Die SPFH ist installiert. Es gab neben der Erkrankung auch weitere Prblemfelder, wie einen mes-
siehaften Haushalt und Parentifizierung. Ihm wird berichtet, dass die Kinder jetzt entlastet wer-
denn. der KV wolle seinen Sohn unterstützen, hätte aber zuletzt vor drei Jahren Kontakt zu

ihm gehabt. Er mache sehr deutlich klar, dass ihm bewusst ist, erst eine Beziehung zu dem
Sohn aufbauen zu müssen. Devid habe den Brief gelesen, den ihm der Vater geschriebe hat.
Er habe aber gesagt, er hätte kein Interesse, der Vater habe ihm ftrüher gesagt, er sole sagen,
dass er beim Vater leben will, sonst gäbe es keine Geschenke.
Von Seiten des Jugendamtes wird empfohlen das Ruhen der elterlichen Sorge auszusprechen.
Die elterliche Sorge sollte dann durch den Kindesvater ausgeübt werden.


Das hat JA bei gericht ausgesagt


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: 82Marco am 09. Dezember 2020, 09:25:16
Servus und ergänzend
Ich bin davon ausgegangen, dass er im Haushalt des Großvaters lebt, damit er betreut und versorgt wird.
Zumal davon auszugehen ist, dass die meines Wissens vermüllte Wohnung der KM nicht bewohnbar ist...

Ich sehe es wie SpecialID: telefoniere (sorry, Dein Schreiben strotzt vor Rechtschreibfehlern) mit JA: bitte zunächst um Vermittlung bzw. um abweichende Erreichbarkeit des Opas, damit Du Kontakt anbahnen kannst.
Wenn das läuft, kannst Dich anschliessend um weitere Themen wie Parentifizierung befassen.

Grüßung
Marco


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 09. Dezember 2020, 09:30:27
Und es geht weiter

Die Schule wo mein Sohn ist gibt mir auch keine Auskunft und verweist mich ans JA. Obwohl ich denen meine Sorgeerklärung geschchikt habe .

Echt der Brecher.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 09. Dezember 2020, 09:31:56
Und so geht es die ganzen Jahre wenn ich was wissen will und mich kümmern möchte


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: SpecialD am 09. Dezember 2020, 09:40:45
Nochmal Swen,

so sehr ich deine Frustration verstehe, halte ich es für naiv anzunehmen, dass schlagartig alles einfach wird.

Du warst über Jahre nicht präsent. Weder bei Schule, noch beim Kinderarzt oder sonst wo. Und dann wunderst du dich? Und wieso hast du die Schule denn überhaupt kontaktiert? Das kommt mir gerade sehr planlos vor.

Die oberste Prio muss lauten: vorsichtige Anbahnung zum Sohn, danach erst Schritt für Schritt eines nach dem anderen abarbeiten.

Geh mal ne Runde an die frische Luft :)

LG D


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 09. Dezember 2020, 09:52:30
ihr habt recht


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Inselreif am 09. Dezember 2020, 11:42:41
Wenn das Sorgerecht der Mutter ruht, müsste das Jugendamt doch eine Negativbescheinigung ausstellen können?! Damit wäre die Sorgegeschichte gegenüber Schule, Ärzten usw. eindeutig geklärt.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: SpecialD am 09. Dezember 2020, 11:47:21
Wenn das Sorgerecht der Mutter ruht, müsste das Jugendamt doch eine Negativbescheinigung ausstellen können?! Damit wäre die Sorgegeschichte gegenüber Schule, Ärzten usw. eindeutig geklärt.

So habe ich es verstanden: Hier ruht noch gar nichts... der Richter wartet den Arztbericht ab und dann ergeht ein Beschluss.  :question:  :note:


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Kasper am 09. Dezember 2020, 11:56:00
Wenn das Sorgerecht der Mutter ruht, müsste das Jugendamt doch eine Negativbescheinigung ausstellen können?! Damit wäre die Sorgegeschichte gegenüber Schule, Ärzten usw. eindeutig geklärt.
Nein. Eine Negativbescheinigung wird nur ausgestellt, wenn nicht vorher bereits keine Sorgerechtserklärung vorlag, was bei einer vorangegangenen Ehe grundsätzlich ausgeschlossen ist. Bekommt man, aufgrund welcher Umstände auch immer, das ASR, muss man immer den Beschluss vorlegen.
Kann mitunter etwas doof sein, da ja auch die ganzen Ausführungen und Gründe darin enthalten sind.

Gruß
Kasper


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: swen am 09. Dezember 2020, 18:54:18
Habe mit dem sozial Betreuer geschrieben ...
Ich lasse das einfach mal so stehen und schau was ihr so meint.


Hallo Hr. ....., der Brief ist angekommen. Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass ihr Sohn momentan absolut keinen Kontakt zu Ihnen haben möchte. Das Geld zu Nikolaus und im Brief möchte er zurückschicken ( der Antrag für seinen Perso ). Ich habe den Eindruck, dass es in in ihrem kind Druck aufbaut, auch wenn ich Ihre Formulierungen für angemessen und unverpflichtend halte. Ich denke, dass ihr kind es durchaus schätzt, dass Sie zu Ihrem Wort stehen und ihm die Kontoeröffnung und Verlängerung des Perso ermöglichen. Ich denke, Sie sollten ganz kleine Schritte auf ihn zu machen, um eine gesunde Beziehungsanbahnung zu erhalten. Mit freundlichen Grüßen,


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: MaxMustermann1234 am 09. Dezember 2020, 22:18:32
@swen:

auch wenn es schwer nachzuvollziehen ist: oft machen entfremdende Elternteile den entfremdeten Elternteil zum Monster für das Kind, damit dieser gar nicht auf die Idee kommt Kontakt zu suchen. Du weißt nicht, was in dem Kopf deines Kindes vorgeht. Aber Zwang wird halt auch nicht funktionieren. Ich denke, dass kleine Schritte wahrscheinlich wirklich das einzige sind, was du machen kannst.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: Celine am 10. Dezember 2020, 06:59:40
@sven:

Meiner Meinung nach solltest Du Deine eigenen Bedürfnisse und den Wunsch nach Kontakt zurückstellen. Dein Sohn möchte das jetzt nicht und er hat momentan ja auch genug Probleme. Die Mutter ist schwer krank und vermutlich dreht sich jetzt sein ganzes Denken und Hoffen darum, dass sie wieder gesund wird. Da ist einfach kein Platz dafür, jetzt auch noch Deinen Wünschen/Forderungen nachzukommen.

Und zwingen kannst Du ihn in seinem Alter ohnehin nicht. Du kannst Dir höchstens alle Chancen bei ihm verbauen, wenn Du jetzt unsensibel und egoistisch auf Deinem vermeintlichen Recht bestehst. Meiner Meinung nach solltest Du abwarten, bis sich die Lage um den Gesundheitszustand der Mutter wieder entspannt hat.


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: SpecialD am 10. Dezember 2020, 08:47:43
Guten Morgen,

durch den Sozialarbeiter tut sich gerade eine neue Tür auf. Ich würde das Gespräch mit ihm suchen und ihn nach diesen kleinen Schritten fragen und um Unterstützung bitten.

Entgegen meiner Vorredner wurde ich allerdings etwas energischer vorgehen. Kleine Schritte können bedeuten, dass ihr auch in einem halben Jahr und länger nichts erreicht habt. Das kann nicht im Sinne der Beteiligten sein. Ein Treffen ist unvermeidlich. Dein Sohn muss sich zusammenreissen und sich der neuen Situation stellen. Von daher würde ich höflich, aber auch bestimmend fordern, dir zwei zeitnahe Termine für ein persönliches Treffen anzubieten. Erstes in etwa 3 Tagen, alternativ eines in etwa 7 Tagen.

Klär bitte auch, ob Sohnemann einen Grund der Ablehnung nannte. Also richtige, nicht kindergartenmäßige. PAS ist nicht gleich PAS, sondern ist vielschichtiger als man denkt.

Das Geld würde ich bei Sohnemann belassen und wenn er es einem Obdachlosen gibt.

Sag dem Sozialarbeiter auch, falls nicht schon getan, dass dir der Kontaktabbruch leid tut und du es deinem Sohn erklären möchtest und du eine Chance von ihm erbittest.

Druck hin oder her, der Kontakt muss geschehen, dass müssen die Professionen Sohnemann auch ganz deutlich sagen.

LG D


Titel: Re: Was erwartet mich
Beitrag von: nadda am 10. Dezember 2020, 09:18:17
Hi,

hab auch sehr große Bauchschmerzen mit abwarten. Wir hatten auch einen Kontaktabbruch und das wieder anbahnen lief über Jahre, mit minimalen Schritten. Und jeder Schritt
den wir erreicht haben ging nur mit leichtem Druck. Irgendwann hat mein Stiefsohn selber kapiert das das was Mama ihm überzeugend erklärt hat so nicht stimmen kann.
Er hatte zum Beispiel völlige Panik nach "Bayern" zu kommen. Dann ist mein Mann mit ihm nach Aschaffenburg auf einen Ausflug gefahren, vorher waren alle Ausflüge nicht so weit weg von Mama, dann Aschaffenburg. Nach einem Blick auf die Karte hat er festgestellt das er in "Bayern" war und das nicht weh getan hat, nicht schrecklich ist. Danach wurde es besser. Aber er hätte sich keinen der vielen Schritte zu "normalem" Umgang selber einfach so getraut, das ging immer nur mit Überwindung.

Die Hilfen von Jugendamt, Gericht und Erziehungsberatung hier weiter zu kommen waren immer recht gering. Man wollte die Mutter nicht stressen, kleine Schritte,...... Diese kleinen Schritte haben am Ende wie gesagt mehrere Jahre eingenommen und wir hatten als Familie viel dran zu knabbern. Das war bei uns sicher eine ganz andere Situation, aber diese Empfehlung mit dem langsam machen sehe ich auch schwierig.

Klar, du darfst ihn nicht überrennen. Aber man kann von ihm erwarten das er sich seinen Ängsten stellt. Die Idee mit den zwei Terminen finde ich gut und die bitte Zeitnah. Gut wäre es wohl auch eine unabhängige Person dabei zu haben. Bitte den Sozialarbeiter mit deinem Sohn einen Termin in den nächsten zwei Wochen auszumachen und deinen  Sohn zu eurem ersten Treffen zu begleiten.

Sprich zu deinem Sohn niemals schlecht über die Mama! Sonst hast du verloren!

Er wird Erklärungen haben wollen, sag ihm ihr konntet euch nicht einigen. Gib zu, das ihr nach der Trennung wütend aufeinander wart und es deshalb nicht geschafft habt gemeinsam gute Lösungen für ihn zu finden. Keine Schuldzuweisungen zu dir oder ihr!
Du hast versucht eine Umgangsregelung zu finden, hast das auch über das Gericht versucht, aber es hat trotzdem nicht geklappt.
Sag ihm das du ihn immer sehen wolltest, aber es schwierig war.

Frag ihn wie es ihm geht, was er sich wünscht. Sag ihm das er alles fragen darf. Keine Rechtfertigungen wenn er was fragt, versuch sachlich zu bleiben. Wenn er dir was an den Kopf schmeißt was nicht stimmt, dann sag ihm das stimmt so nicht. Es ist schwer dann keine Schuld zur KM zu schieben, weil du ja auch weist was sie verbockt hat, aber bitte tu es nicht.
Er liebt seine Mama, er hat nur sie. Er hat dich nicht, er traut dir nicht, er hat über dich vielleicht viel schlimmes gehört.

Das wird nicht einfach, aber es kann klappen.

LG
Nadda