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Themen => Medien => Thema gestartet von: SpecialD am 23. April 2018, 17:41:13



Titel: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: SpecialD am 23. April 2018, 17:41:13
Hallo,

heute kommt eine Sendung von Fakt-Ist bez. des Wechselmodells.
Für den einen oder anderen sicherlich interessant.

Ich bitte euch vorab, an der Abstimmung teilzunehmen:
Zur Abstimmung (https://www.mdr.de/fakt-ist/das-recht-aufs-kind-100_zc-1e4d7b3c_zs-54d9ef29.html)

Vielen Dank.

LG D


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: Susi64 am 23. April 2018, 18:01:44
Hallo,

ist sicher interessant.
 
Was mich an der Abstimmung stört ist, dass hier so getan wird als ob ein Regelfall nicht auch individuell zu prüfen ist. Also auch das Wechselmodell gilt nur dann, wenn es dem Kindswohl entspricht.
Einigen sich Eltern auf "was auch immer" und rufen kein Gericht an, dann gilt auch "was auch immer".
Muss ein Gericht entscheiden, dann muss es die Umstände prüfen und ggf. auch begründen warum ein Wechselmodell nicht möglich ist. Bisher müsste es nur begründen warum es ein Wechselmodell sein soll.

Die Entscheidung für das Wechselmodell als Regelfall macht aber deutlich, dass ein Kind 2 Eltern hat, die ihm auch über die Trennung hinaus erhalten bleiben sollten.

VG Susi


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: MJ1977 am 23. April 2018, 23:57:43
Hab's nicht leider nicht gesehen, auch für die Abstimmung war ich zu spät dran.

Generell würde ich begrüßen, wenn das WM eine feste Option werden würde und nicht nur wenn alle betroffenen Stellen nicht im alten Rollendenken festhalten. Hätte bei mir auch ganz anders ausgehen können, wenn JA, VB und Gericht quer geschossen hätten.

Manchmal mag es aus trifftigen Gründen auch wirklich nicht dem Kindeswohl entsprechen, aber nur weil ein ET sagt: "will ich nicht" kann es eigentlich kein Grund sein dass WM von vorneherein zu begraben. Allerdings müssten dazu auch mal Politik und Behörden/Ämter in der heutigen Zeit ankommen, dass sich da was grundlegendes bewegt.


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: SpecialD am 24. April 2018, 07:15:38
Erschwerend kommt nach noch hinzu, dass absichtliche Eskalation, Umgangsboykott und Kommunikationsverweigerung belohnt wird.
Wir können es ja wie Dänemark es ganz frisch hat machen, der mit dem besseren Betreuungsangebot gewinnt :-)

Zumindest würde das WM viel Druck rausnehmen und Streiten würde sich nicht mehr oder kaum noch lohnen, wovon letztendlich alle Beteiligten profitieren.
Nun ja, der Gesetzgeber weiß es ja besser bzw. hat Angst, ein Milliarden schweres Geschäftsmodell zu zerstören.

LG D


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: Kakadu59 am 24. April 2018, 10:37:41
Hallo,
Sendung habe ich (leider) verpasst.. werde es mir aber mal in der Mediathek raussuchen und anschauen ...(wenn ich es finde)
Ansonsten: in Sachen dem Zeitgeist entsprechender Familienpolitik ist die Bunte Republick nicht wirklich Vorreiter.

Auch wenn ich das Wechselmodell grundsätzlich befürworte (zumindest sollte es als grundsätzliche Möglichkeit der Betreuung/ Erziehung von Kindern rechtswirksam fixiert werden), denke ich, dass hier erstmal in Sachen gemeinsames Sorgerecht eine gesetzliche Regelung gefunden werden sollte, die beide Elternteile von Anfang (von Geburt des/ der gemeinsamen Kindes(r) an) an auf Augenhöhe bringt; nämlich:
Gemeinsames Sorgerecht für beide Elternteile und von Geburt an.
Da die JÄer ein wichtiges Bindeglied zwischen den Eltern sind/ sein können (aber auch zwischen Eltern und Kindern) daraus resultierend gleichberechtigte Beratungsmöglichkeiten aller betroffenen Elternteile. Dies erfordert aber auch, dass dort entsprechend (pädagogisch) geschultes Personal an die "Schreibtische" kommt

Edith: hab´s gefunden, wen es interressiert:
https://www.mdr.de/mediathek/fernsehen/video-192394_zc-7748e51b_zs-1638fa4e.html (https://www.mdr.de/mediathek/fernsehen/video-192394_zc-7748e51b_zs-1638fa4e.html)


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: 82Marco am 24. April 2018, 11:43:26
Servus!
Gemeinsames Sorgerecht für beide Elternteile und von Geburt an.
Angesichts der vielen Kuckuckskinder wäre hier noch ein wichtlges "biologische Elternteile" einzufügen.

Ansonsten sehe ich es wie SpecialID:
wenn das WM als Standardumgang gesetzlich verankert wäre, würde das wahnsinnig viel Munition bei den unzähligen Umgangs-Auseinandersetzungen nehmen, somit das Streitpotential deutlicg verringern.

Grüßung
Marco


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: Kakadu59 am 24. April 2018, 15:30:10
Hallo,
Servus!Angesichts der vielen Kuckuckskinder wäre hier noch ein wichtlges "biologische Elternteile" einzufügen.
[...]
Marco

... dieser (wichtige) Zusatz fehlt doch aber auch bei den ehelich geborenen (Kuckucks-) Kindern (---> BGB  :wink:)
Mir ging es an der Stelle erst mal um die absolute rechtliche Gleichstellung von ehelich und nichtehelich gebrenen Kindern...


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: BisJetztLauft am 13. September 2018, 10:11:31
meine dumme Gedanken:

Einziges Gefühl was ich hatte: "Und diese gelehrte Idioten treffen Entscheidungen ... zum Kindeswohl".

Die linke Dame ohne einziges Anzeichen von Logik.
Der Richter, der die Gesetze von dem Gesetzgeber ausführt(wollte ihm nur sagen, im 1938 waren mal auch Gesetze zum Judenwohl gegeben).

Letztendlich der Staat Deutschland hat die Gesetzte geschafft, die jemanden (normalerweise/oft Mutter/Frau) dazu bringen aus Hass, manchmal zwingen aus Not), nach einem anderen (Vater/Mann) zu jagen.
Und es geht nicht um Modell, sondern in erster Linie um Unterhalt. Und das soll nicht die Sache von streitenden Eltern/Ehepaar sein, die schon längst geschieden sind oder warten darauf, sondern von dem Staat. Wenn ich meine Steuererklärung ausfülle, da steht doch Unterhalt an bedürftige Menschen. Und meiner Meinung nach, die Bedürftigen ist die Sache von dem sozialen Staat, und nicht die Sache der Lust der Frau oder Wunsch des Mannes. Niemand fragt doch einen warum warst du so schlecht in der Schule, dass Du jetzt kein Job hast, der kriegt Unterhalt.

Was ich sagen will die Vater oder die Mutter sollen durch Steuer dem Staat bezahlen was sie dem schulden und UNABHÄNGIG davon, die Vater oder Mutter kriegen von Staat, wenn sie bedürftig sind.

Dann plötzlich WE bringt nur Vorteile: freie Zeit, Möglichkeit zu arbeiten, Kind mit Vater und Mutter. Und man braucht keine Beistände, und und und
 


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: Susi64 am 13. September 2018, 10:39:55
Hallo,

ich habe das zwar auch bei TomKyle gepostet, aber hier passt es besser hin.

Es nachvollziehbar, dass man von einem existenziellen Minimum beim Bedarf des Kindes ausgeht. Daran müsste dann aber auch der Selbstbehalt angepasst werden.

Mein Modellunterhaltszahler zahlt KU für ein Kind zwischen 12 und 17 in der angegeben Stufe.
In Stufe 1 bei einem bereinigten Einkommen von 1080 + 467 = 1557 Euro sind es ca. 30%, bei Anrechnung des halben KG ca. 24% davon.
In Stufe 2 mit 1901 Euro bereinigtem Einkommen sind es immerhin noch 25% (bzw. 20%).
In Stufe 5 mit 3101 Euro bereinigtem Einkommen sind es dann nur noch 18%  (bzw. 15%).

Ich glaube kaum, dass die in Stufe 1 bzw. 2 genannten Summen bei intakten Familien tatsächlich ausgegeben werden. In Summe vielleicht, aber bei einem geringen Einkommen wird man sparen und auch viel selbst machen.

Der Unterhaltszahler hat diese Möglichkeit nicht.

Auf der anderen Seite erklärt es warum gerade KM den KU haben wollen. In vielen Fällen sind sie aus den unterschiedlichsten Gründen Geringverdiener und dann macht das in der Haushaltskasse eben auch den entsprechenden Anteil aus.

VG Susi


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: BisJetztLauft am 13. September 2018, 11:15:24
Ich glaube kaum, dass die in Stufe 1 bzw. 2 genannten Summen bei intakten Familien tatsächlich

Hallo Susi,

was ich sagen will, unabhängig davon über welche Summen man spricht, das soll an Staat bezahlt werden und von Staat gekriegt werden, unabhängig ob bezahlt/gekriegt wurde. Dann könnte man von dem Strafrecht(Misshandlung Vorwürfe,...)  ein Stück weiter sein.

Und Ausgaben sind unterschiedlich,  von Familie zu Familie.  z.B meine große Ausgaben in diesem Jahr: Sommerurlaub 3200 euro - Kreta, Herbstferien - Paris 1000, laptop - 1000, die wollten Schoppingqueen (diese Woche) 200 euro machen . Ups ich bin jetzt ohne zu essen bei 5400, durch 12 habe ich 420.

Wohnung/Essen, Klammoten....:)

Ich weiss aber, wenn ich alles en Ex bezahlen würde, die Kinder hätten das nicht

LG


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: BisJetztLauft am 13. September 2018, 12:21:04
...

Aber Du hast natürlich Recht, mit so viel Prozenten bezahlt niemand.
Ich denke  bei normalem Verdienst, auch wenn man will, könnte sich gar nicht leisten.

Der Staat versucht ersetzen seine Arbeit durch Unterhaltszahler, und wie diesem Unterhaltszahler gehen

wird,

interessiert kein Schwein. Die Arbeit von dem Staat erfüllt zum "Kindeswohl"


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: AnnaSophie am 13. September 2018, 13:00:37
Hallo,

das mit den Kosten und was alles pro Kind ausgegeben wird, das ist immer unterschiedlich.
Aber ein Grundbedarf mit Wohnen, Kleidung und Essen ist immer da.
Dazu kommen dann Sachen wie Hobbies, Handy, Laptop etc.
Und ab einem gewissen Alter eben auch Ferienfreizeiten, Trainingslager etc.

Und ich ab früher - als die Kinder noch kleiner waren - ab und zu mal gerechnet, wo das ganze Geld bleibt.
Ich bin immer darauf gekommen, dass rein rechnerisch der gute Unterhalt plus Kindergeld wirklich für die Kids ausgegeben wurde.
Das fing bei der großen Wohnung mit Garten an, die ich ohne Kinder nicht benötigt hätte. Ging weiter über Sportvereine, Musikschule, entsprechende Sportkleidung sowie Instrumente. Dann eben auch noch mindestens 1 Trainingslager oder 1 Freizeit, damit ich arbeiten gehen konnte. Kosten für - damals - Handy, damit sie mich erreichen konnten und ich sie, wenn irgendwas war oder um sie an Termine zu erinnern.
Ja, ich habe, was die Kids und ihre Hobbies anging auch nicht aufs Geld geschaut, das war mir einfach wichtig, dass sie ihre Interessen ausleben konnten. Und vernünftigte Turnschläppchen im Leistungsbereich mussten einfach sein etc. Klar habe ich nicht immer die hochwertigsten Sachen gekauft, aber sie haben von Ballett (2 Jahre), Kinderturnen (2 Jahre), Leistungsturnen (4 Jahre), Handball (beide zusammen 13 Jahre), Leichtathletik (4 Jahre), moderner Fünfkampf (2 Jahre), Reiten (4 Jahre) und Voltigieren (3 Jahre) alles machen dürfen. Und das fand ich wichtig. Und da hätte ich mich persönlich auch noch mehr eingeschränkt, wenn es notwendig gewesen wäre.

Und deswegen finde ich diese Diskussion ist der Kindesunterhalt zu hoch oder zu niedrig oder genau richtig zu pauschal.
Wenn es wirklich nur um Essen, Kleidung und Wohnen geht, dann kann man darüber trefflich streiten. Aber es fängt ja dann an, wenn man überlegt, was die Kinder für Talente und Begabungen haben und man diese fördern möchte.

Sophie


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: BisJetztLauft am 13. September 2018, 13:36:31
Bitte schön, mit Garten und 5 Sterne Hotels, und und und. Aber zuerst erwirtschaften und dann wollen,

und nicht umgekehrt (Unterschied zwischen Männer und Frauen :) )

Ich will auch mal auf Mund, dafür erpresse und jage ich keine/keinen


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: AnnaSophie am 13. September 2018, 15:07:29
@bisjetztlauft
Ich habe vor den Kindern das Geld auch verdient (Anfang der 90er mehr als 60.000 DM brutto) um so etwas finanzieren zu können. Aufgrund der Kinder und des jobbedingten Umzug des damals Mannes (heute Exmannes) sah das anders aus. Zumal ich ja schon 3 Monate nach der Geburt wieder arbeiten gegangen bin. Nur der Umzug hat das ganze Konzept und den flexiblen Arbeitgeber dann aus den Fugen gebracht. Und ich habe da dann auch gearbeitet, aber eben nur Teilzeit, weil sich ja jemand auch um die Kids kümmern musste. Ab dem Zeitpunkt, wo die Kleine 11 war wieder Vollzeit.
Leider habe ich dann aufgrund der Zugeständnisse durch die Kinderbetreuung, die ich machen musste, weil der KV damals auch keine Betreuungszeiten übernehmen wollte, finanzielle Abstriche und karrieretechnische Abstriche machen müssen.

Sophie


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: Susi64 am 13. September 2018, 18:16:14
Hallo,

die Diskussion zeigt doch eigentlich beispielhaft, wie es konkret läuft. Gemeinsam ist es immer einfach als gegeneinander. Aber es kann eben keiner den anderen dazu zwingen.

Außerdem wollte ich nicht die Höhe des Unterhalts an sich ansprechen sondern die Tatsache, dass es für Menschen mit einem Einkommen in der Größe des Mindesteinkommens bzw. bei mehreren Kindern auch Normalverdiener sehr schnell am Ende sind. In diesen Fällen kann der Unterhaltszahler aber nur dann einen Teil des Barunterhalts durch Betreuung zu erbringen wenn der Betreuungelternteil das zulässt. Rein rechtlich gibt es hier keinerlei Ansprüche des Unterhaltszahlers, wenn es nicht schon vorher so gelebt wurde.
Umgekehrt bedeutet für den Betreuungselternteil ein Mehr an Betreuung durch den Umgangselternteil durchaus ein Loch in der Haushaltskasse, was dann wiederum (auch) Motivation ist nein zu mehr Betreuung durch den anderen zu sagen.

VG Susi


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: BisJetztLauft am 14. September 2018, 09:32:44
@bisjetztlauft
karrieretechnische Abstriche
Ganz ehrlich, wenn ich das lese, denke ich, dass jede Hausfrau wenn nicht dieser Mann da wären, könnten mindestens den Platz von Frau Merkel haben.
Die Männer machen auch viel grössere Abstriche, anstatt Arbeit könnten Sie zu Hause mit Kinder/Familie genießen, aber jemand muss alles bezahlen. Es spielt doch keine Rohle, wer welche Abstriche gemacht hat, das wahr letztendlich die Entscheidung von beiden und ist kein Argument.  Nach der Scheidung, die Leute haben miteinander nichts zu tun, durch Zugewinn ist alles geklärt.  

Und der Staat anstatt, so was wie Elterngeld für geschieden Unterhalts-bedürftige für die Übergangszeit einzuführen, hat ein System mit allen möglichen Jagdinstitutionen geschafft hat, in dem die Kinder ausgenutzt werden.




Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: oldie am 21. September 2018, 21:32:51
Moin

die Diskussion zeigt doch eigentlich beispielhaft, wie es konkret läuft. Gemeinsam ist es immer einfach als gegeneinander. Aber es kann eben keiner den anderen dazu zwingen.
Jein. Du hast recht, wenn alle Beteiligten (bzw. Außenstehende) die Gesamtsituation betrachten und das Kind(eswohl) in den Mittelpunkt stellen. Wenn aber einem ET das Hemd näher ist als die Hose, dann gibt es legale und auch illegale Möglichkeiten, ein Optimum für sich selber zum Nachteil des anderen zu erzielen. Es gibt ET, denen die Einfachheit schlicht und ergreifend egal ist, wenn sie einen Vorteil erzielen können, ob nun absichtlich oder nicht. Und nicht selten geht es eben nicht um materielle/finanzielle Dinge. Es geht ums Dominieren, um Rechthaberei, ums Gewinnen. Der menschl. Charakter kann ein sehr tiefer Abgrund sein. Ob  nun Wechselmodell oder nicht - davor schützen kann dieses nicht.

LG oldie


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: BisJetztLauft am 27. September 2018, 10:23:24
dass es für Menschen mit einem Einkommen in der Größe des Mindesteinkommens bzw. bei mehreren Kindern auch Normalverdiener sehr schnell am Ende sind.
VG Susi

Die ganze DDT  hat nichts zu tun mit Realität. Auch in "Hochverdiener" Gruppe, ist nicht besser (Mit kleinem Unterschied, dass man erst später z.B. ein Kind zuviel bei Minimum landet,). 2 Kinder Gruppe 10 ist es 1278, ich will diese Mutti mal sehen, die so viel ausgibt.

Warum überhaupt Unterhalt an Einkommen und Alter gekoppelt. Warum plötzlich, wenn ET mehr verdient, das Kind braucht mehr Geld? Muss es wirklich an Alter vom Kind gekoppelt sein? Erst in Ausbildung/Studium vielleicht. Aber wenn die Eltern wenig verdienen, kann man weiter bei Eltern wohnen und pendeln....

Ganze Regelung ist Schwachsinn ... und führt dazu was man hat

Es geht ums Dominieren, um Rechthaberei, ums Gewinnen
LG oldie
Trotzdem denke ich, Unterhalt ist das Hauptproblem


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: Susi64 am 27. September 2018, 10:43:15
Hallo,

dass die Unterhaltsbeträge mit dem Einkommen steigen spiegelt wieder, dass wenn mehr Geld für das Kind vorhanden ist auch mehr Geld ausgegeben wird. Das Kind soll am Einkommen der Eltern (des Vaters) teilhaben und nicht nur auf den Mindestunterhalt verwiesen werden.
Die Höhe ist sicher eine andere Frage, aber das Prinzip entspricht schon der Realität, auch wenn viele Väter glauben, dass die KM das Geld doch gar nicht braucht. KU ist Anspruch des Kindes.

Es ist auch so, dass die Kosten mit dem Alter des Kindes steigen, dass kann jeder an seinem Kind (Kindern) nachvollziehen.

Der KU beinhaltet auch einen Wohnanteil, Schulmaterialen, es geht also nicht nur um Essen, Kleidung, Spielzeug, ... .
Auch Kosten eines Hobbys des Kindes fallen darunter.

Trotzdem wäre es sinnvoll den Unterhalt für 2. und 3. Kinder zu verringern, die Kosten sind nicht für jedes Kind gleich. Natürlich kann man auch argumentieren, dass jedem Kind ein eigenes Zimmer zusteht und die "Gemeinschaftsräume" dann auch größer sein müssen. Man kann auch argumentieren, dass man kein Kind auf getragene Kleidung verweisen muss, auch wenn das Lebensrealität ist.

VG Susi


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: Kasper am 27. September 2018, 10:47:02
Die Gruppierung in der DT soll darlegen, dass das Kind (die Kinder) am Einkommen des UET partizipiert.

Im Umkehrschluss hat die damalige Bundesministerin für Justiz in einem Interview 2007 klargestellt, dass mit dem KU auch eine Quersubventionierung der alleinerziehenden Mütter erfolgen soll. Dies wird durch ARGE Leistungen ja auch praktiziert (Bedarfsgemeinschaft).
Dies ist bewusst so gewollt und wird sich nciht ändern, solange nicht entsprechend gewählt wird.

Gruß
Kasper


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: BisJetztLauft am 27. September 2018, 11:58:57
Mir fehlt die Logik, dafür bin ich wahrscheinlich nicht link genug.

Wenn jetzt ET verdient 500 euro, soll Kind 50 euro mehr kriegen? Soll jetzt der Stift von
Lamy sein oder in pink? Es ist doch Schwachsinn.

Warum sollen die Kinder beteiligen am Einkommen von Eltern, soll es nicht umgekehrt sein? In DDT sollte um Unterhalt gehen, tatsächlich was man braucht, und nicht was man haben könnte. Die Kinder wollen irgendwann ein Führerschein kriegen, oder im Ausland studieren (weil hier kriegt man kein Platz, z.B. Medizin), darf ich bitte schön mal auch als Elternteil beteiligen, für was ich das Geld für Kind ausgeben möchte. Soll das Geld wirklich direkt verbrand werden? Sorry egal was Eltern verdienen, soll gleicher Betrag rauskommen.


Mit Alter verstehe ich auch nicht, das stimmt nicht, dass die Kinder mit Alter teuerer werden. Für Kinder mit Altersunterschied von 5 und 11 Jahren, DDT sagt 100-200 euro Unterschied? Wafür? - Kurse ? - Nein, Schwachsinn, mit 11 haben sie weniger Zeit für irgendwelche Kurse, wegen Hausaufgaben. Sorry, hier spricht man über Unterhalt.
Ausbildung bis 820euro? Ist es wirklich MUSS? -Ich habe auch studiert, ohne Bafög (zweite Studium, egal warum...). Meine Eltern hatten "kein" Geld, bin ich eine Stunde hin / eine zurück gefahren und nach dem Vordiplom gejobbt, wo ist das Problem


Sorry man spricht über UNTERHALT, nicht was ein oder anderer Elternteil dem Kind geben kann/will. Unterhalt ist es was ein Mensch haben MUSS+.

Kindergeld ist komischerweise weder Alter noch (Stadt-) Verdienst abhängig


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: BisJetztLauft am 27. September 2018, 13:11:17
eine Quersubventionierung der alleinerziehenden Mütter erfolgen soll.
Aber das widerspricht doch dem, dass jeder ET soll ab 3 Jahren arbeiten?

solange nicht entsprechend gewählt wird
Meinst Du wirklich, dass diejenige die in Bundestag sitzen, selbst mit Kinder zu tun haben?
Es ist gut, dass FDP mindestens erkannt hat, dass mit der Behandlung von KV-s irgendwas nicht stimmt.
Aber es gibt leider niemand, der sich um Familie (auch Alleinerziehende)/Kinder kümmert, sonst hätten wir mindestens einen Steuersatz für Alleinerziehende. Und so wie es jetzt ist, ist noch unverständlicher als DDT


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: Kasper am 27. September 2018, 13:13:01
Moin,

also in einer gewissen Weise hat es schon eine gewisse Logik.

Das Kind, welches einen gut verdienen Barpflichtigen hat, hat auch einen gewissen Lebensstandard. Da kommt vielleicht Reiten, Musikunterricht, besondere Sportarten und auch eine exklusivere Kleidung, dazu kann auch die Schulform und die Krankenversicherung eine Rolle spielen. Wenn wir jetzt bei dem Beispiel der DT10 bleiben, dann denke ich, dass das Einkommen hoch genug ist, dass der KU nicht eine so große Rolle spielt (bei einem Kind).
Die Idee des Gesetzes ist, dass ein Kind diesen Stand erhalten soll, wenn es zu einer Trennung der Eltern kommt.

Jetzt kann man sich Idiologisch darüber streiten, ob es unbedingt die private Krankenversicherung bleiben muss. Ich denke eher nicht. Weiterhin stehe ich aber auch hinter dem Gedanken, wenn ein Kind bei einer Trennung ohne eigenes Verschulden diesen Lebensstand behalten soll, zumidnest weitesgehend.

Aber die meisten Einkommen betrifft dies ja garnicht. Da spielt sich der KU im Mindestbereich ab, vielleicht streitet man sich über zwei, drei Stufen. Und hier ist der KU gemessen am Einkommen schon eine ganz andere Hausnummer und kann über Existieren und Nichtexistieren des Pflichten entscheiden. Vor allem diese unsinnige Rechtssprechung der fiktiven Einkommen, mit irgendwelchen Phantasiegebilden um ein Einkommen zu generieren, welches nicht da ist.

Aber das ist echt ein langes, und auch breit gefächertes Thema. Da kann man sich drüber unterhalten mit wem man will, der eine sagt es es immer noch viel zu wenig ist und andere, die unter der Last garnicht mehr wissen, wie sie das alles schaffen sollen.
Ich meine, dass der KU sich kaum an den Realitäten misst. Das sehe ich daran, dass es BET gibt, die selber ein gutes Einkommen haben, sich allerlei leisten und immer noch am Jammern sind. Wieder aber auch andere, wo der UET sich vor allem drückt und garnichts macht ... es ist schwer da einen wirklich fairen Ausgleich zu schaffen.

Gruß
Kasper


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: BisJetztLauft am 27. September 2018, 13:47:23
Hallo
mit allem Einvertanden, ausser
Die Idee des Gesetzes ist, dass ein Kind diesen Stand erhalten soll, wenn es zu einer Trennung der Eltern kommt.

Das ist gar nicht möglich.
Von mir aus verdient man Netto 5000. Trennung 1 Steuersatz, bleibt 4600.
Von mir aus durch 2, wir haben jetzt 2 Haushalte, d.h. jeder hat 2300.
Wie soll man mit  2300 schaffen, was man mit 5000 früher geschafft?. Fast alle Rechnungen sind jetzt doppelt. Und wenn man ein Kredit hat, dann ups hat man Existenzminimum schon, auch in dieser Gruppe.  
Und indem man das Kind quasi in der Mitte stellt, und versucht irgendwelche unerreichbare Ziele zu erreichen, indem man ein ET fertig macht ... und das soll ein Lebensstandard sein, wegen irgendwelche  Kurse, naja


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: BisJetztLauft am 27. September 2018, 21:14:04
Sorry, dass ich schreibe zu viel, für mich ist alles neu, und erst jetzt, fange ich an zu kopieren, wie viel Ungerechtigkeit da steckt.

Hier habe ich gefunden (Aber das weisst Ihr so wie so, ich denke )

https://www.vamv.de/presse/pressemitteilungen/presse-detail/article/wer-macht-politik-fuer-alleinerziehende/

Letztendlich, das ist was ich sagen wollte, man braucht Grundsicherung für die Kinder unabhängig von dem Einkommen der Eltern, über Betrag kann man streiten. Erst dann wäre WE für alle Beteiligte attraktiv.



Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: AnnaSophie am 28. September 2018, 09:32:55
Hallo,

da werden über 600 € als Grundsicherung pro Kind gefordert. Wenn man davon das Kindergeld abzieht sieht der VAMV einen Unterhaltsbedarf zusätzlich vom Kindergeld von gut 400 € pro Kind.
Also eher im oberen Bereich der Düsseldorfer Tabelle.

Sophie


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: BisJetztLauft am 28. September 2018, 10:58:11
Es geht nicht darum wie hoch Betrag ist.
WE oder Nestmodel ist das beste für Kinder,
die Kinder haben beide Eltern und für Kinder ändert sich nicht viel auch nach der Scheidung, und für mich wäre das als Lebensstandard und nicht zusätzlicher Kurs, Garten, oder private Versicherung. Beide Eltern entastet, können arbeiten und mit Kinder Zeit verbringen

Wenn wir über Eltern sprechen, die vor der Scheidung zusammen wohnten, egal wie. Ob eine Geld verdiente und anderer zur Schule gebracht, oder umgekehrt, spielt keine Rolle, für mich ist es gleichwertig, weil genau so diese Familie funktionierte.

Nach der Scheidung fehlt Geld (viel Geld), egal in welcher Gruppe von DDT man sich findet. Man sollte noch ein Stück mehr verdienen, damit man wirklich durch die Scheidung finanziell keine Einbusse kriegt.
Klar diese fiktive Verdienst in unteren Gruppen, da ist noch mehr WAHNSINN.

Aber WE kann erst dann attraktiv, auch für Frauen, werden, wenn der Vater nicht als Geldbeutel betrachtet wird.


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: Inselreif am 28. September 2018, 11:00:26
WE
Wochenende?


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: BisJetztLauft am 28. September 2018, 11:03:22
Wochenende?

Wechselmodel:)


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen
Beitrag von: MJ1977 am 28. September 2018, 11:49:31
Wenn wir über Eltern sprechen, die vor der Scheidung zusammen wohnten, egal wie. Ob eine Geld verdiente und anderer zur Schule gebracht, oder umgekehrt, spielt keine Rolle, für mich ist es gleichwertig, weil genau so diese Familie funktionierte.

Aber WE kann erst dann attraktiv, auch für Frauen, werden, wenn der Vater nicht als Geldbeutel betrachtet wird.
Da ist schon etwas wahres dran, wobei in meinem Fall dass auch wirklich durch die offizielle Stellen berücksichtigt worden ist. Vielleicht hatte ich Glück, vielleicht setzt bei manchen Stellen auch ein Umdenken ein, dass kann ich im Nachhinein nicht beurteilen (der Grund kann mir auch egal sein).

Das mit dem Geldbeutel scheint auf einige zuzutreffen. Speziell meine KM war der festen Überzeugung, dass sie trotz WM den halben KU erhalten würde. Dass was ich mir aktuell an KU "spare" verdiene ich weniger weil ich meine Arbeitszeit reduziert habe um die Betreuung vom Kleinen sicherzustellen, ist also ein Null-Summenspiel (ausschließlich EUR gerechnet, was unbezahlbar ist, ist die gemeinsame Zeit mit Kind)


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: Celine am 28. September 2018, 13:46:36
Aber WE kann erst dann attraktiv, auch für Frauen, werden, wenn der Vater nicht als Geldbeutel betrachtet wird.

Dafür wird also dann der Staat als Geldbeutel betrachtet. Eine so hohe Grundsicherung pro Kind würde bei den unteren Einkommensbereichen als Einkommensmodell angesehen.

Zudem ist es nicht Sache des Staates, jedwede Lebensentscheidung finanziell aufzufangen.


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen
Beitrag von: BisJetztLauft am 28. September 2018, 13:56:43
sie trotz WM den halben KU
Ihr ging es nur ums Geld am Ende, egal wie viel. Es könnte sein klar, dass da zich andere Probleme und Problemchen: Rache, Erziehung, Macht, und was ich weiss ... aber alles war auch damals in der Familienzeit. Und die liebvolle Mutti lief damit nicht zur Polizei/Gerichten mit allen möglichen Missbrauch-/Misshandlungen Anzeigen und nicht versucht hat, den Kontakt zum Vater zu unterbinden.

Hier war neulich in "meine Geschichten" von dem Hilfslosen-Vater. Ich bin sicher, dass er super Vater ist (oder WAR). Aber ich weiß auch, dass er Null Chancen in diesem Sch...ß System hat, weil der Mutter geht's nur ums Geld und sie weißt was sie will. Verlierer sind die Kinder und er (aber wer wird an ihm denken, der verdient doch 1900 euro, von denen ist möglich, 900 euro abzukassieren 20 Jahre lang).

Und die Kinder BRAUCHEN nicht so viel, ein paar Hosen/kleider/Rucksack/Ball um glücklich zu sein, Rest packen wir als Eltern drauf (Mache ich auch)

Ich habe jetzt logisch abgeschlossenes Bild, und sehe nur die Grundsicherung mit entsprechenden Korrekturen im Steuersystem als Alternative zu diesem Dreck was man jetzt hat


Dafür wird also dann der Staat als Geldbeutel betrachtet.
Stadt kriegt das Geld durch Steuer, auch vom dem Vater, die Rache trifft ihn indirekt, keine Angst:)


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: Kasper am 28. September 2018, 13:59:35
Dafür wird also dann der Staat als Geldbeutel betrachtet. Eine so hohe Grundsicherung pro Kind würde bei den unteren Einkommensbereichen als Einkommensmodell angesehen.
Die Gefahr sehe ich bereits jetzt schon.

Zudem ist es nicht Sache des Staates, jedwede Lebensentscheidung finanziell aufzufangen.
Jein. Auf der einen Seite wird beklagt, dass zuwenig Kinder geboren werden, auch um unseren Lebensstandard zu halten. Bereits jetzt fehlen Nachkommen an allen Ecken und Kanten, um auch den jetzigen Kinderlosen die Rente zu zahlen ... Also muss man sich als Gesellschaft schon entscheiden, was man will.
Auf der einen Seite kann nicht beklagt werden, dass der Staat (und damit alle Steuerzahler) für diese "Lebensentscheidungen" aufkommen soll, auf der anderen Seite sollen aber diese Kinder auch für die Kinderlosen später die Sozialsysteme aufrecht erhalten. Das klappt nicht bzw. ich könnte argumentieren, dass mich die "Lebensentscheidung" der Kinderlosen auch nicht zu interessieren hat, sollen die doch selber klarkommen.

Es ist eine Wahl zwischen Pest und Colara ... Ein wesentlich höheres Kindergeld beführworte ich auch. Aber shee halt auch die Gefahr, dass dies zu einem Mißbrauchseffekt führt, da (nur mal als überzogenens Beispiel) 4 Kinder * 600 Euro = 2400 Euro Einkommen bedeuten. Eine nette Summe und soviel erwirtschaften viele nicht einmal als normales Netto.
Eine letzendliche Lösung fällt mir zwar nicht ein, aber dieser stehtige Kampf um das Geld nervt nur noch. Und wie in vielen Beispielen zu sehen ist, wenn dann der Unterhalt umfänglich geregelt ist, dann geht es los, dass man sich mehr um sein Kind kümmern soll. Nachdem man bereit versucht mit viel Arbeit alles hinzubekommen.

Gruß
Kasper


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: Celine am 28. September 2018, 14:13:11
Ich sehe es auch so, dass die Gesellschaft sich an den Kosten für die Kinder beteiligen sollte. Tut sie ja auch. Vom ersten Schultag bis zum Hochschulabschluss wird die Ausbildung des Nachwuchses vom Staat bezahlt (was nicht selbstverständlich ist, es scheint uns nur so).

Eine Ausweitung der staatlichen Beteiligung an den Kosten für den Nachwuchs wäre aber sicher sinnvoller in der Form angelegt, auch die vorschulische Betreuung und Bildung kostenlos zu machen. Damit würde a) dazu beigetragen, dass nicht schon zu Beginn der Schulzeit die Fähigkeiten und Kenntnisse der Kinder stark divergieren, und b) sichergestellt, dass beide Elternteile wieder frühzeitig arbeiten gehen können.


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: SpecialD am 28. September 2018, 16:23:11
Ein wesentlich höheres Kindergeld beführworte ich auch.

Auch wenn das vielleicht nur so daher geredet sein mag, finde ich diese Variante in Bezug auf den nachehelichen Krieg gut.
Unterhalt weg, ein großer Streitpunkt weniger.

Seien wir doch mal ehrlich, der (aufrichtige, kümmernde) Unterhaltspflichtige kommt doch so gut wie niemals mehr auf die Beine.
Unterhalt an Kinder, Ehepartner, Mehrbedarf, Fahrtkosten, doppeltes Zimmer und und und...
Dann wird auch noch immer zu Gunsten des Unterhaltsempfängers gerechnet, fiktives Gehalt angenommen, usw.

Ich finde, hier müsste viel mehr Pflichten dem betreuenden Elternteil auferlegt werden, wenn dieser die Bereitschaft des anderen ETs ausschlägt, anstatt dem "Besucher" völlig zu vernichten.
So empfinde ich dies zumindest. Ständig wird die Hand aufgehalten, einem die Schuld für den schlechten Zustand des Kindes gegeben, alle Professionen sehen weg und geben dem BET alle Macht, man wird gepfändet und der Titel missbraucht, obwohl man zahlt. Hier herrscht einfach nur eine riese Ungerechtigkeit.

Was hat dies also alles mit dem Eingangstitel "Gemeinsam erziehen" zu tun?

LG D


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: BisJetztLauft am 28. September 2018, 20:06:46
Klar 600 euro ist schon ein Traum, aber 300-400 wäre schon hilfreich. Und diesen Schwachsinn mit dem Freibetrag, kopiere ich gar nicht. Wie kann es sein, dass aus dem gemeinsamen Topf (Steuer) für das selbe (Kind) wird  unterschiedlicher Betrag ausgezogen (ich gehöre zu profitierenden). Das ist doch ...

Und die andere (wirklich andere, mit dem Unterhalt SOLLTE nichts zu tun haben) Sache, das ist die Betreuung, was Celine geschrieben hat. Ich sehe, das ist wirklich das Hauptproblem, da fängt es bei vielen an. Viel früher vor der Scheidung, nach dem Heiraten mit dem ersten Kind. In dem existierenden System ist gar/fast nicht möglich für immer noch zusammenlebenden Eltern, gleichzeitig voll zu arbeiten. Nur deswegen letztendlich ein/eine von beiden oft bleibt zu Hause. Und nach der Scheidung, erwartet man, dass man als Alleinerziehende ab 3 Jahre arbeiten geht: "Das klappte doch nicht, als wir zusammen lebten, seid Ihr blöd?". Viele Kindergarten fangen an um 7 bis 16:00 Uhr, man hat 15 Minuten um das Kind abzuholen (mit der Pause, die man machen muss). Schule, meine Kleine, erste Klasse bis 11 Uhr 35, in der Schule keine Betreuung, was soll ich mit der machen, wenn Opa/Oma nicht da wären.

Fragen, wie kasper schon gesagt hat, politische ...Für Antworte gibt's keine Partei.
Wir diskutieren lieber, was für Model für Kinder besser ist, FDP(mit eher Logik) sammelt die Stimmen von Männer, Linke(ohne Logik, einfach dumm) sammeln die Stimmen von Frauen, alle sind zufrieden


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: BisJetztLauft am 28. September 2018, 20:51:14
Unterhalt weg, ein großer Streitpunkt weniger.
Es wäre viele Punkte weniger. Wie läuft es ab? Dir Frau rennt zum RA, der zieht auf sie die Brillen an: "Du kriegst Haus, Du kriegst Geld, wenn die Kinder bei Dir bleiben und als Bonus hast Du noch die Kinder ... und er, der Dein Leben zerstört hat, dafür bezahlt"- Paradies. Und mit dieser Frau geht man irgendwann von dem Gericht verordnetem Familienberater/Mediator ... viel Glück.

Wenn das Unterhalt nicht da wäre, wäre der Vater doch nur die Hilfe. Es ist doch super einen/eine haben, dem/der man ohne Bedenken die Kinder lassen kann. Und in dem System, muss man die Kinder irgendwo lassen, aber das hat RA nicht gesagt, shade

So was wie, manchmal liest man, wir haben unterschiedliche Erziehungsansichten ... kannst Du mich mal ... 10 Jahre wart ihr zusammen, und jetzt Deine Ansichten plötzlich anders.... es geht Dir nur ums Geld


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: oldie am 28. September 2018, 21:33:14
Moin

Ihr ging es nur ums Geld am Ende, egal wie viel.
Wenn Du genau hinschaust, geht es allen darum. Eine auf das Kind bezogene idealisierte Vorstellung ist selten anzutreffen. Und wenn, dann sind es die, die es sich leisten können. Also spielt Geld wieder eine Rolle.

Auf der einen Seite wird beklagt, dass zuwenig Kinder geboren werden, auch um unseren Lebensstandard zu halten. Bereits jetzt fehlen Nachkommen an allen Ecken und Kanten, um auch den jetzigen Kinderlosen die Rente zu zahlen ...
Sorry, m.E. völlig falsche Schlussfolgerung. Auch kinderlose Beitragszahler haben eingezahlt, sicherlich auch für Mitbürger, die Kinder haben. Die "staatl."Rente ist ein Solidarsystem (Generationsvertrag, was manchen ein Dorn im Auge ist). Sie speigelt ein wenig den gesellschaftl. Zusammenhalt wider. Eine Unterscheidung zw. kinderlos und kinderhabend ist da wenig der Sache gerecht werdend, hat eigentlich relativ wenig damit zu tun. Oder - wir halten es wie in den (unter entwickelten) Ländern (z.B. manche Länder in Afrika, Südostasien), wo möglichst viele Kinder die Altersvorsorge schlichtweghin sind.
Und es wird den jetzigen Kinderlosen nichts gezahlt, was ihnen laut Generationsvertrag nicht zusteht: schlicht und ergreifend und anders gesagt - sie bekommen ihre (nicht selten höheren) Einzahlungen wider.

Ein wesentl. höheres KG hat dann Ähnlichkeit mit einem Bürgergeld, oder dessen anderen Bezeichnungen. Ich finde sowieso, dass Kinder eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sind. Wieso nicht auch die Finanzierung für sie.

Gruss oldie


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: BisJetztLauft am 28. September 2018, 23:38:47
Also spielt Geld wieder eine Rolle.
Stimmt auch, obwohl so was wie Rache oder ein paar andere Sonderfälle könnte man damit klar nicht lösen. Aber es wäre weniger Instrumente für die Rache und das Ganze hätte dann vermutlich andere Dimension und könnte man hoffen, dass der Verstand irgendwann geht an, und man fängt an endlich wirklich sich um Kinder kümmern


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: Lausebackesmama am 29. September 2018, 11:08:03
@ Oldie: da bin ich ganz bei dir! :thumbup:

Wobei das Solidarsystem sich ja lediglich auf den Anspruch dem Grunde nach bezieht und der Anspruch der Höhe nach bei einem selbst liegt.

LG LBM


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: Kasper am 29. September 2018, 14:09:12
... m.E. völlig falsche Schlussfolgerung. Auch kinderlose Beitragszahler haben eingezahlt, sicherlich auch für Mitbürger, die Kinder haben. Die "staatl."Rente ist ein Solidarsystem (Generationsvertrag, was manchen ein Dorn im Auge ist).
Deine Meinung ist Dir unbenommen.
Allerdings ist ein solidarisches System tatsächlich auf sich nciht verändernde Gegebenheiten ausgelegt. Wenn sich proportional zuviele gegen Kinder aussprechen, dann stirbt das System.
Und ein weiterer Punkt, da bei den ganzen schönen Berechnungen sich immer mehr herauskristalisiert, dass irgendwann ein Beitragszahler für ein Empfänger zuständig ist, passiert was? Genau, das solidarische "Kind" bricht zusammen und verlässt das System. Dann kann man sich von guten Worten ernähen, wielange das klappt, kann isch jeder selber ausrechnen.
Somit zerbricht Deine Schlussfolgerung an den Realitäten, da niemand mehr da ist, der sich solidarisch an diesem System beteiligt bzw. in der Lage ist die entsprechenden Mittel aufzubringen.

Und nun?

Man kann Ansprüche gerne aufbringen wie ien großer, wenn kein Geld mehr da ist dann kann man auch ncihts auszahlen.

Damit erachte ich Deinen Ansatz für vielelciht ganz nett, aber völlig in die falsche Richtung gehend.

Gruß
Kasper


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: BisJetztLauft am 30. September 2018, 04:25:24
Es gibt viele wahrscheinlich Diskussionen in Bundestag, aber mir reichte diese (Wenn es schon irgendwo in Forum gibt, ich hoffe es wird nicht stören)

https://www.youtube.com/watch?v=fWelvC99CE0

Von Diesen, sorry, kann nichts politisches kommen.

Zuerst haben Die alle Gegebenheiten für Unterhalt/Umgang Streit geschafft, und dann erzählen Die, dass WM nur für nicht gestrittenen Eltern passt.

Ich glaube, bei FDP gibt's ein paar Leute, die das wirklich erlebt haben und/oder sie wissen wirklich über was sie reden.

Die Linken: naja ... wie schaffen sie ins Budestag und was für Leute für sie ihre Stimmen abgeben ... Liebe Muttis, vielleicht mit denen kriegt ihr noch mehr Unterhalt, aber mit Kinder hat es wirklich nicht zu tun.

SPD: wenn, wenn, wenn ... Und das Beste, diese in rotter Jacke : "... manche Richter haben schon getraut, manche nicht ...(mit Lächeln) ... verdammt ... das betrifft doch Menschen und Kinder ..."

Und am Ende kommt die Familienrechtsanwältin:) , diejenige , die vom Streit verdient, was beim Residenzmodel vorprogrammiert ist.


Vielleicht ist es nur meine Empfindung, weil in den letzten Jahren doch was geändert, aber anderseits nur durch EU.


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: Susi64 am 30. September 2018, 12:32:17
Hallo,

ich denke, dass es in Deutschland nach wie vor eine starke Lobby dafür gibt, dass das Kind zur Mutter gehört und diese deshalb auch nicht oder nur eingeschränkt berufstätig sein kann und darf.
Die Unterhaltsfrage ist von diesem Leitbild nicht zu trennen.

Darauf basierend ist man ggf. auch geneigt das Kind dem Vater zuzusprechen, wenn dann die Mutter entsprechend auf das Kind verzichtet.
Dabei wird die Mutter dann sozial ausgegrenzt, sie ist eine Rabenmutter. Auch das ist eine hohe Motivation das Kind haben zu wollen. Kein Zahlvater wird als Rabenvater angesehen noch so bezeichnet. Umgekehrt ist Zahlen die Pflicht des Vaters.

Unterhalt und öffentliches Ansehen sind aber nicht die alleinige Motivation. Eine Motivation kommt auch daher, dass man glaubt das Kind zu verlieren, dass das Kind einen nicht mehr liebt, wenn man es auch zum anderen lässt. Der Narzismus in unserer Gesellschaft lässt es nicht zu das Kind mit einem andern zu teilen, die Liebe, die das Kind dem anderen entgegenbringt und die der andere dem Kind entgegenbringt ist eine tiefe Verletzung.

Weder in der öffentlichen Meinung noch im Recht hat sich bisher das Recht des Kindes auf beide Eltern wiedergefunden. Es ist nach wie vor so, dass Scheidung/Trennung bedeutet, dass getrennt und zugeordnet wird. Da man ein Kind nicht teilen kann, wird es einem zugeteilt und der andere hat für den Unterhalt zu sorgen.

Das Wechselmodell als Standardfall würde als erstes das Recht des Kindes auf beide Eltern manifestieren. Die praktische Umsetzung ist sicher nicht unproblematisch, sie hätte sich dann aber am Leitbild des Wechselmodells zu orientieren.

VG Susi


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: BisJetztLauft am 30. September 2018, 16:50:24
ich denke, dass es in Deutschland nach wie vor eine starke Lobby dafür gibt

Hallo,

ich musste das Haus heute 6 Stunden putzen, weil die Kinder morgen kommen :) und alle Stunden alles mögliche auf youtube zugehört, zuerst hatte ich auch Gefühl, dass es nur um Lobby geht. Aber dann kam doch raus, dass sehr viel von RA-s kommt, die am meisten profitieren, was die Frauen RA-s erzählen kann ich nur vermuten (obwohl Verhalten von der Ex nur bestätigt, es). Und wenn ich an meinem RA denke, der hat mir auch gesagt 50/50%, dass ich das durchsetzen kann.
D.h. ich und Ex waren so wie so schon sehr glücklich mit einander über irgendwas zu sprechen oder irgendwas zu teilen, und unsere RA-s haben uns ,bewusst oder nicht, extra ins tieferen Streit/Krieg rein gestoßen. Kein vo RA-s irgendwas über EU Resolution gesagt oder dass ein oder anderer hat kein Recht das Sorgerecht dem anderem zu entnehmen. Wenn den RA-s als Pflicht verordnet wäre, solche Informationen beizubringen, würden die Eltern sich anders benehmen.

Die Beratungsgespräche, sehe ich jetzt vielleicht anders als früher, die könnten was positives bringen, aber dafür sollten sie viel früher stattfinden. Zuerst wartet man auf Gerichtstermin (bei mir 1 -1,5 Monate), dann auf Beratungstermin (bei mir 1,5 Monate, und zweiter Termin wieder nach 1,5 Monaten), in dieser Zeit sind die Kinder so manipuliert und die Eltern so gekocht, dass diese Gespräche nichts bringen können. Man könnte den Eltern mindestens ein paar Videos zum Ansicht verordnen, die sie überhaupt aufklären, was zwischen den Eltern abläuft und welche Folgen für beide Eltern und Kinder es hat.

Und hier habe eine Studie zu WM gefunden (wenn bekannt, noch mal sorry),

ich kann alles bestätigen, als WM lebende auch aus Sicht der Kinder, wenn ich darf. Was mir fehlt, warum die anderen 70% der Eltern in den bekannten Länder das WM nicht praktizieren.

https://www.youtube.com/watch?v=HpV4AXJFqHQ

Dazu noch wieder nur subjektiv, nach ungefähr einem Jahr, was wir WM führen, es gab kein einziger Streit, auch Verhältnisse zwischen mir und Ex haben sich verbessert und wären vielleicht noch besser, wenn ich mehr Vertrauen hätte.



Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: MJ1977 am 30. September 2018, 17:27:32
Das Wechselmodell als Standardfall würde als erstes das Recht des Kindes auf beide Eltern manifestieren. Die praktische Umsetzung ist sicher nicht unproblematisch, sie hätte sich dann aber am Leitbild des Wechselmodells zu orientieren.
Das hätte doch was, erst mal das WM als Standard annehmen und gucken woran es scheitern könnte, dann könnte man immer noch das Residenzmodell wählen, wenn ein ET "nicht geeignet" ist (aus welchen Gründen auch immer).

Wenn man aktuell das WM erstreiten kann, geht's ja mit den Problemen teilweise weiter, weil die offziellen Stellen bis heute nicht wirklich damit vertraut sind bzw. das Fachwissen einfach fehtl.


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: BisJetztLauft am 30. September 2018, 17:56:07
Das hätte doch was, erst mal das WM als Standard annehmen
Nach der EU Resolution, die dürfen gar nicht was anders verordnen. Und wenn ich richtig verstanden habe, es gibt jetzt zwei Väter, die bis Strasburg gegangen, bei denen trotz den Wunsch, das Residenzmodell verschenkt wurde. Es sollen ein paar tausend euro Strafe bald kommen, erst dann wird es in Familienrecht  anders verankert und damit kommt auch Fachwissen:)


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: SpecialD am 30. September 2018, 22:37:44
Es sollen ein paar tausend euro Strafe bald kommen, erst dann wird es in Familienrecht  anders verankert und damit kommt auch Fachwissen:)

Wie kommst du darauf? Quelle?


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: Susi64 am 30. September 2018, 23:36:43
Hallo,

zu diesem Thema habe ich diesen Artikel (https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/europaeisches-familienrecht-eu-resolution-betreuung-eltern-unterhalt/) in der LTO gefunden.

"In ihrer Sitzung vom 2. Oktober 2015 verabschiedete die parlamentarische Versammlung des Europarates in Straßburg eine Resolution [2079 (2015)] (http://assembly.coe.int/nw/xml/XRef/Xref-XML2HTML-en.asp?fileid=22220&lang=en), die das deutsche Familienrecht in dessen Grundprinzipien erschüttern könnte: Von den Mitgliedstaaten in einem Verhältnis von 46 Ja-Stimmen zu 0 Gegenstimmen wurde dort die Verankerung des sogenannten Wechselmodells als künftigem Betreuungsmodell für Kinder getrenntlebender Eltern als Gestaltungsauftrag für die Zukunft beschlossen.
Diese Veränderung wäre ein erheblicher Einschnitt in die in Deutschland vorherrschende Praxis, die Betreuung im "Residenzmodell" als Regelfall anzusehen. "

Was konkret daraus wird läßt sich aber nicht ablesen. Es wird davon ausgegangen, dass sich in der jetzigen Legislaturperiode (wäre also bis 2021 (?)) nichts ändert.

VG Susi


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: BisJetztLauft am 01. Oktober 2018, 10:49:43
Hier ist sehr schön gemacht ist
https://www.youtube.com/watch?v=DYCeHkZsLSo


FDP haben nichts anders verscuht haben, was EU Resolution vorschreibt, d.h WM als Regelmodel ins Gesetz zu verankern. Es gibt wirklich eine Mutter bei FDP, die alle Folgen (Entfremdung,..) von Residenzmodel erlebt hat.

Alle Parteien, meiner Meinung nach, standen quer mit irgendwelchen ausgedachten Argumenten oder Gegebenheiten so wie Unterhalt, oder strittige  Eltern, was letztendlich, die Politik und Justiz selbst für uns aufgebaut haben (auch durch Resenzmodell)

Einziger Argument, was ich wirklich als Argument sehe, gegen WM, ist es großer Abstand zwischen Eltern. Aber dann sollte es so sein - fahren darfst Du aber ohne Kind.
Und in Deutschland gibt's auch sehr guter Beispiel, ohne irgendwelche Studien,
Familienrichter Jürgen Rudolph , der letztendlich das lange schon durchsetzt, per Zwang bringt die Eltern ins Gespräch. Am Ende die Frauen sind auch zufrieden, die aus irgendwelchem Grund bei WM als Verliererinnen angesehen werden. Auf youtube gibt's interessante Videos von ihm, wie das Familienrecht sich entwickelte .

Bezüglich Strafen ist es immer so, Deutschland in EU Rat, und wenn man nicht macht, kriegt man Strafen.

Vielleicht hast Du, Susi, doch Recht, ist es nur Lobby und Unverständnis dazu. (Bezüglich Rechtsanwälte was ich geschrieben, das war mein gegen Argument: gestrittene Eltern) Politik dreht sich im Kreis, weil das System was sie über Jahren gebaut haben, kann nur als Resedenzmodell funktionieren (so sehen sie es) Aber wenn man genauer anschaut, 50% bezahlen kein Unterhalt, 30% wissen nicht ihren Vater, 95% Scheidungen durch Gericht mit unerträglichen Kosten, die Väter arbeiten nicht oder arbeiten schwarz (würde ich auch machen, so wie es jetzt abläuft), die Mutter sollen ab 3 arbeiten und allein betreuen .... alle letztendlich Verlierer


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: Wasserfee am 01. Oktober 2018, 11:10:16
@BJL,

naja, wenn Eltern nie zusammengelebt haben und das Kind auch zu Beziehungszeiten nur von einem ET versorgt wurde (und das vom anderen ET auch durchaus so gewollt war) sehe ich das WM auch nicht.

Wasserfee


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: BisJetztLauft am 01. Oktober 2018, 11:25:28
sehe ich das WM auch nicht.
Auch wenn es dem Kind gut tut? Auch wenn man weißt, die Folgen für die Kinder, die allein erzogen wurden? Wäre es nicht sinnvoll bei dem Berater darüber sprechen während Scheidung?


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: Wasserfee am 01. Oktober 2018, 11:32:41
du hast mich offensichtlich nicht richtig verstanden bzw. habe ich mich vielleicht nicht klar ausgedrückt. Ich rede ausdrücklich NICHT von (Ehe-)paaren, die in einer Familie zusammengelebt haben sondern von den Fällen, wo die Eltern nie zusammengelebt haben und die Erziehungslast von jeher bei einem ET lag.

Wasserfee


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: 82Marco am 01. Oktober 2018, 11:40:53
Servus!
naja, wenn Eltern nie zusammengelebt haben und das Kind auch zu Beziehungszeiten nur von einem ET versorgt wurde (und das vom anderen ET auch durchaus so gewollt war) sehe ich das WM auch nicht.
Das muss m.E. nicht zwingend ein KO-Kriterium sein, wenn wirklich das WM MIT dem und für das Kind gelebt wird, auch wenn dieses sich erst mal vom bisherigen (liebgewonnenem?) Usus verabschieden müsste. Wir alle wissen aber, wie leicht eine Änderung erreicht werden kann, wenn Kind sich dabei wohl fühlt...

Grüßung
Marco


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: Kasper am 01. Oktober 2018, 11:58:37
Moin,

und "naja" ...
naja, wenn Eltern nie zusammengelebt haben und das Kind auch zu Beziehungszeiten nur von einem ET versorgt wurde (und das vom anderen ET auch durchaus so gewollt war) sehe ich das WM auch nicht.
Welche Wahlmöglichkeit hat denn ein "anderer ET" wenn der sog. BET dies mit allen Mitteln nicht will? Für viele stellt sich die Frage garnicht, weil sie vor dem Kampf zurück schrecken. Und viel zu oft schlägt das Argument "Quantität" viel zu oft die "Qualität".
Ein zu Anfang gestalteter Normalzustand Wechselmodell, würde viele Kämpfe verhindern.

Meine Meinung.
Gruß
Kasper


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: BisJetztLauft am 01. Oktober 2018, 12:03:12
du hast mich offensichtlich nicht richtig verstanden bzw. habe ich mich vielleicht nicht klar ausgedrückt. Ich rede ausdrücklich NICHT von (Ehe-)paaren, die in einer Familie zusammengelebt haben sondern von den Fällen, wo die Eltern nie zusammengelebt haben und die Erziehungslast von jeher bei einem ET lag.

Wasserfee
Stimmt nicht verstanden. Aber auch in diesem Fall, wenn man Wut, Beziehungen, Frustrationen,... zu Seite legt, von zwei Eltern kann das Kind nur gewinnen.
Ich kann Dich zwar verstehen, nach meiner Scheidung konnte ich die Frauen gar nicht sehen, aber irgendwann die Tochter gesagt hat, wir sind auch die Frauen und Monat von Monat war das weg. Oder als erster mal habe ich gesehen, wie MEINE Kinder bei der Verabschiedung den Neuen der Frau umgearmt haben, weißt Du was für ein Gefühl war es? Aber irgendwann bin ich gewachsen, und jetzt bin ihm dankbar, dass den Kinder da gut geht.
Wenn man WIRKLICH an Kinder denkt, dann kommt es


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: BisJetztLauft am 01. Oktober 2018, 12:18:23
Dafür gibt's gute Geschichte, die Du vielleicht weißt

Zwei Frauen mit dem Kind kommen zum Richter und jede schreit: "Es ist mein Kind". Der malt den Kreis und sagt: "Jetzt könnt ihr das Kind raus ziehen, die die raus zieht, die ist die Mutter". Eine hat losgelassen ... Wer ist die Mutter?
Sei die Mutter, nicht die Frau ... ich weiß, es ist leicht zu sagen, als zu machen, muss selbst jeden Tag das lernen, aber halte es für richtig


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: Wasserfee am 01. Oktober 2018, 12:23:02
@BJL

bei mir ist die Situation ein bisschen anders, die Geschichte kenn ich zwar, die passt aber nicht.
Bei mir hat der andere Part nur ab und an nach Gusto gezogen. Sobald wir hätten an einem Strang ziehen können ward er nicht mehr gesehen, und das über Monate.
Nachdem der andere part das mehrfach so durchgezogen hat habe ich dieses Spiel beendet.

Wasserfee


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: BisJetztLauft am 01. Oktober 2018, 12:32:42
@BJL
bei mir ist die Situation ein bisschen anders
Das ist Deine Situation, und was ist mit der Situation der Kinder. Es war nicht gut, aber die konnten in der Schule sagen: "Mein Vater ist ..." Und jetzt? "Ich habe kein Vater". Ist es wirklich besser? Bist Du sicher? Für Kind ist es besser? Ich zweifle, dann doch vielleicht passt die Geschichte? (keine Vorwürfe, nur Gedanken)


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: Wasserfee am 01. Oktober 2018, 12:37:57
das könnten sie jetzt auch.
Es gibt eine Umgangsvereinbarung, die ist das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben ist.
Und wenigstens die Geburtstagskarte ihres Vaters hätten sie freudig in der Schule zeigen können...wenn denn eine gekommen wäre...
Keine in den vergangenen Jahren und auch jetzt keine.
Aber vielleicht sollten wir solch persönlichen Gschichten per PN diskutieren.

Wasserfee


Titel: Re: MDR.de - Getrennt leben, gemeinsam erziehen – Das Recht aufs Kind 23.04.18 22:05
Beitrag von: BisJetztLauft am 01. Oktober 2018, 12:53:01
Alle haben hier gleiche Geschichten: Unzufriednheit/Schtreit/Neuer-Scheidung/Trennung-> Pleite->Verzweifelung/Missbrauch von Rechten :) . Und das Rest ist das Spiel von ungeeigneten Behörden und Justiz. EU Resolution kann nicht uns ändern, aber kann/muss Missbrauch von Rechten stoppen, und als Ergebnis kam raus WM