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Themen => Umgangrecht/-pflicht => Thema gestartet von: Celine am 09. November 2017, 17:29:52



Titel: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: Celine am 09. November 2017, 17:29:52
Hallo liebes Forum,

die Frage, mit der ich mich an Euch wende, betrifft das knapp zweijährige Kind meines Partners.

Bislang lebte das Kind zusammen mit seiner Mutter in unmittelbarer Nähe (5 km Entfernung) zu uns. Der Umgang wurde (ohne Beteiligung von Anwälten oder Gerichten) durch die Mutter sehr großzügig gewährt (alle zwei Wochen von Freitag bis Sonntagabend und jede Woche von Mittwoch auf Donnerstag).

Alles lief sehr entspannt. Nunmehr wird die Mutter mit dem Kind in eine knapp 700 km entfernten Stadt ziehen. Das wäre an sich noch nicht das Problem. Wir (also mein Partner und ich) dachten, dass er jeden zweiten Freitagabend dorthin fliegt, das Kind holt und mit ihm zu uns nach Hause fliegt. Die Flugzeiten sind so günstig, dass er das Kind sogar am Montag früh in die Kita am Wohnort der Mutter bringen könnte.

Leider erlaubt das die Mutter nicht. Sie ist der Meinung, so häufiges Fliegen wäre nicht gut für das Kind.

Gibt es hierzu Erfahrungswerte? Hat jemand im Forum so etwas schon praktiziert? Ab welchem Alter könntr man das mit einem Kind machen?

Das Kind ist aufgeweckt, mindestens normal entwickelt und eigentlich gänzlich unproblematisch.




Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: Tsubame am 09. November 2017, 18:10:41
Hallo,

Da irrt die KM. Fliegen an sich ist nicht schädlich für ein Kind.

Schädlich ist es für die gesunde Entwicklung des Kindes seinen Vater nicht mehr regelmässig zu sehen. Davon müsstet ihr die KM überzeugen, welche bisher ja kooperationsbereit war.

Es gibt auch die Möglichkeit, dass das Kind bei euch lebt und die KM regelmässig 700 km kommt und es besucht. Kann sie mit dieser Lösung leben ?

Wenn es grösser ist und ihr es einrichten könntet, dann wäre auch ein Doppelresidenzmodell möglich (zwei Wochen bei KV und zwei Wochen bei KM). Und im Schulalter dann die Regelung, dass das Kind die gesamten Ferien beim Vater/Mutter verbringt.

Aber das Kind ist jetzt zwei Jahre alt. Sein Zeitverständnis ist völlig anders als das eines Erwachsenen. Alle zwei Wochen zwei Tage ist sehr sehr wenig.

VG,
Tsubame.





Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: Ingo30 am 09. November 2017, 19:49:00
Moin Celine,

was ist denn der Grund der KM für den Umzug? Ein neuer Lebensgefährte? Ein neuer Job?

Falls es ein Partner ist, kann er nicht den Umzug machen? Das wäre eine Frage, die der KV mal stellen sollte. Aus der Forenerfahrung werden solche Distanzen (400-800 km) meistens dann gewählt, wenn ich den Umgang aktiv zerlegen will. Obwohl es hier ja bei Euch erstmal keine Anzeichen gegeben hat.

Ist der KM bewusst, dass Sie - wenn sie die Entfernung schafft - auch für Kompensation sorgen muss?

Problematisch sehe ich diese Entfernung deshalb, da Kinder in diesem Alter (Kita) oft krank werden. Ein Flug mit Erkältung ist auch für Erwachsene kein Spaß, bei einem Kleinkind wird hier die KM (zu Recht) den Umgang dann wegen Krankheit ausfallen lassen. Das macht sie zwei - dreimal und dein Partner ist die Strecke umsonst geflogen.

Eine weitere Alternative wäre, wenn ihr Euren Nachzug ankündigen würdet und dann einfach mal die Reaktion der KM anschaut. Gruß Ingo


Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: Celine am 09. November 2017, 23:18:16
Moin Celine,

was ist denn der Grund der KM für den Umzug? Ein neuer Lebensgefährte? Ein neuer Job?

Hallo Ingo,

es ist ein Job, der gegenüber demjenigen, den sie vor der Geburt hatte, tatsächlich riesige Vorteile bietet:Sie verdient dort in 30 h soviel wie im alten Job ganztags. Außerdem gibt es eine betriebliche Kita. Das bedeutet, dass das Kind weniger fremdbetreut werden muss. Das sieht auch mein Partner als großen Vorteil.

Zitat
Ist der KM bewusst, dass Sie - wenn sie die Entfernung schafft - auch für Kompensation sorgen muss?

Weißt Du, mit solchen "das ist aber mein Recht"-Geschichten wollen wir erst gar nicht anfangen.  Ist man erst einmal auf dieser Schiene, dann wird Porzellan ohne Ende zerschlagen.

Zitat
Problematisch sehe ich diese Entfernung deshalb, da Kinder in diesem Alter (Kita) oft krank werden. Ein Flug mit Erkältung ist auch für Erwachsene kein Spaß, bei einem Kleinkind wird hier die KM (zu Recht) den Umgang dann wegen Krankheit ausfallen lassen. Das macht sie zwei - dreimal und dein Partner ist die Strecke umsonst geflogen.

Das ist ein guter Aspekt, den Du da aufzeigt. Danke dafür.  Die Mutter hat das zwar nicht explizit erwähnt, aber hier könnte mein Partner ihr ja sagen, dass er im Krankheitsfall das Kind natürlich nur besuchen und nicht mitnehmen würde.


Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: Celine am 09. November 2017, 23:39:08
Da irrt die KM. Fliegen an sich ist nicht schädlich für ein Kind.

Danke für Deine Einschätzung.

Zitat
Es gibt auch die Möglichkeit, dass das Kind bei euch lebt und die KM regelmässig 700 km kommt und es besucht. Kann sie mit dieser Lösung leben ?

Wenn es grösser ist und ihr es einrichten könntet, dann wäre auch ein Doppelresidenzmodell möglich (zwei Wochen bei KV und zwei Wochen bei KM). gt.

Nein, die Mutter könnte natürlich mit keiner dieser "Lösungen" leben. Es ist aber auch gar nicht unsere Absicht, sie mit unrealistischen Forderungen zu provozieren.  Wir wollen auch keinen Kampf ums Kind vom Zaun brechen.

Was wir gerne möchten ist nur, dass das Kind wie gehabt alle vierzehn Tage bei uns ist. Beide Haushalte liegen relativ  nahe am Flughafen, so dass die gesamte einfache Strecke nicht einmal zwei Stunden dauern würde. Die Flugzeiten liegen auch so günstig, dass mein Partner praktisch nur umsteigen müsste, wenn sie ihm den Kleinen zum Flughafen brächte.

Zitat
Aber das Kind ist jetzt zwei Jahre alt. Sein Zeitverständnis ist völlig anders als das eines Erwachsenen. Alle zwei Wochen zwei Tage ist sehr sehr wenig.

Ja, das ist schade, aber wir wären ja schon um die immerhin drei Übernachtungen alle zwei Wochen froh. Die Übernachtung unter der Woche ist auf diese Entfernung schlicht nicht realisierbar.




Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: nadda am 10. November 2017, 06:22:03
Hi,

ihr werdet über diese Entfernung eine zwei wöchige Umgangsregelung nicht durchziehen können.
Da kommt KM 5 Minuten zu spät und der Flug ist weg, KM hat keine Zeit zum fahren, irgendwann will
sie nicht mehr ständig fahren.....

Kann mir nicht vorstellen das das funktioniert.
Fragt doch mal die KM wie sie sicherstellen will das der Umgang normal stattfinden kann?

LG
Nadda


Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: 82Marco am 10. November 2017, 08:18:08
Servus Celine!
Wäre es für Euch eine Option, alle zwei Wochen zum Wohnort des Kindes zu fliegen und dort Umgang wahrzunehmen?
Über die Modalitäten als auch Beteiligung der KM an den zus. Kosten müsste natürlich auch geredet werden...schliesslich schafft sie die Entfernung.

Grüßung
Marco


Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: Celine am 10. November 2017, 08:54:11
Hallo,

vielen Dank für Eure Beiträge, auch wenn sich die Einschätzung von Nadda nicht sehr ermutigend liest  ;(

Die Mutter wäre grundsätzlich schon bereit, das Kind zum Flughafen zu bringen, beispielsweise wenn es uns im unserer Urlaubszeit für eine Woche besucht. Aber sie will ihn halt jetzt noch nicht alle zwei Wochen fliegen lassen.

Natürlich wäre es uns auch möglich, alle zwei Wochen hinauf zu fliegen und oben ein Hotel zu nehmen.  Aber das wäre eben nicht das Gleiche.  Hier hat er sein neues Zimmer, in dem er auch gerne spielt. Und für meinen Partner wäre es daheim auch schöner. Er ist beruflich oft genug in Hotelzimmern. 

Was die Kosten betrifft, da war sie auch sehr entgegenkommend. Sie verzichtet dafür auf den Betreuungsunterhalt in diesem dritten Jahr und das ist wirklich eine riesige Entlastung.


Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: psoidonuem am 10. November 2017, 10:59:26
Hier wäre ein WM angebracht und wenn das Kind in die Schule kommt schaut man weiter ...


Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: Celine am 12. November 2017, 19:56:39
Liebes Forum,

wollte Euch eine kurze Rückmeldung geben:

Mein Partner hatte gestern ein wirklich konstruktives Gespräch mit der Mutter. Sie haben sich darauf geeinigt, dass mein Partner das Kind an einem Wochenende im Monat mit dem Flugzeug abholt und am Sonntagabend zurückbringt.

Ein weiteres Wochenende im Monat darf mein Partner (ggg. mit mir) den Kleinen am Wohnort der Mutter besuchen.

Wenn das gut klappt sollen in etwa einem bis zwei Jahren die Besuche durch ein Wochenende bei uns daheim ersetzt werden.

Ich halte das für eine gute Lösung.  Sobald sich der Kleine in der Kita eingewöhnt hat, werden die Papawochenenden bis Montag früh ausgeweitet, sodass mein Partner den Kleinen am Montag in die Kita bringen kann. Das ist ihm sehr wichtig.


Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: Tsubame am 12. November 2017, 20:55:29
 :thumbup:
Danke für die Rückmeldung.
VG,
Tsubame


Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: Celine am 14. November 2017, 16:46:36
Hallo,

noch eine weitere Frage: Kennt sich jemand mit Steuerrecht aus und kann mir sagen, ob die Flüge im Zusammenhang mit dem Umgang steuerlich absetzbar sind?


Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: Lausebackesmama am 14. November 2017, 16:56:20
Nein, sind sie nicht.

LG LBM


Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: Celine am 14. November 2017, 17:37:35
Ganz herzlichen Dank, LBM.

Ist zwar nicht die erhoffte Antwort, aber immerhin eine sichere. :)


Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: Celine am 22. Dezember 2017, 15:58:05
Hallo,

wollte  Euch eine Zwischenstandsmeldung geben:

Mein Partner hat nun einmal den Kleinen am Wochenende zu uns geholt und das klappte wunderbar. Keine Probleme beim Fliegen und er hat sich bei uns gleich wieder wohl gefühlt, eigentlich wie immer.

An einem weiteren Wochenende war er am neuen Wohnort der Ex und hat für sich und den Kleinen ein Hotelzimmer angemietet. Und da wurde es problematisch. Das Kind ist zwar gerne mitgegange. Sie waren im Spaßbad und hatten eine gute Zeit, aber im Hotelzimmer hat es dann Theater pur gegeben. Der Kleine wollte auf keinen Fall dort schlafen.

Mein Partner hat ihn dann wieder zur Ex gebracht über Nacht. Am nächsten Tag dasselbe Spiel: Tagsüber Spaß gehabt, mit meinem Partner gespielt im Spielzimmer des Hotels, dort auch gegessen, aber zum Schlafen wollte er nach Hause zu seiner Mama.


Nun bleibt abzuwarten, wie es sich in der nächsten Zeit entwickelt. Über die Weihnachtszeit wird er bei seiner Mutter sein. Für einen Urlaub bei uns wäre es noch zu früh, denn er muss sich ja gerade in seinem neuen Zuhause einleben. Aber am fünften Januar kommt er wieder über das Wochenende zu uns. Wir hoffen sehr, dass dieser Besuch wieder ohne Schwierigkeiten abläuft.

Die Organisation ist ja auch etwas aufwendig und wenn dann etwas nicht klappt so wie am letzten Wochenende am Wohnort der Ex, dann ist das für meinen Partner schon sehr stressig.

Liebe Grüße und schöne Feiertage


Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: Max88 am 24. Dezember 2017, 22:35:55
Hey Celine,

echt blöd, dass sie soweit weggezogen sind und ich finde es klasse, wie dein Partner sich für das Kind einsetzt. Ich denke, dass sich das Kind einfach nicht im Hotelzimmer wohl fühlt. Da ich früher auch oft (leider) wegen der Trennung meiner Eltern im Hotel mit meinem Vater schlafen musste, kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass sich Kinder dort einfach im Zimmer langweilen. Zum einen fand ich die Hotelzimmer immer recht eng, obwohl mein Vater immer anständige 2-3 Sterne Hotels gebucht hat. Zum anderen will man als Kind einfach Zuhause schlafen, da man sich dort am wohlsten fühlt. Ich war damals zwar 6 und keine 2 Jahre als, ich denke jedoch, dass sich die Gründe ähneln werden.

Frohe Weihnachten dir noch  :)

LG Max


Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: Celine am 11. Januar 2018, 18:03:56
Hallo liebes Forum,

irgendwie haben wir doch kein Glück. Nachdem das erste Abholen per Flugzeug super gelaufen ist, war letztes Wochenende der zweite Abholungstermin. Diesmal hat der Kleine aber ein ungeheures Theater gemacht.

Mein Partner und seine Ex haben über eine halbe Stunde versucht, ihn zu beruhigen und zum mitkommen zu bewegen. Aber es klappte nicht. Mit einem dermaßen tobenden Kind hätte mein Partner nicht fliegen können. Also ist er schweren Herzens alleine zurück geflogen.

Dort zu bleiben und ihn bei seiner Ex zu besuchen wäre auch nicht gegangen, weil die Ex für dieses Wochenende eine Freundin besucht hat.

Nun hat mein Partner mit seiner Ex telefoniert, um abzusprechen, was man in Zukunft machen könnte. Die Ex meinte, der Kleine sei überfordert und müsse sich erst eingewöhnen (Kita, neuer Wohnort).
Sie meint, dass man dem Kind jetzt erst einmal einen Monat Pause gönnen sollte und mein Partner erst danach wieder einen Versuch starten sollte.

Das klingt einerseits ganz vernünftig, aber mein Partner vermisst den Kleinen so sehr. Ist es egoistisch, wenn er der Pause nicht zustimmt?


Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: midnightwish am 11. Januar 2018, 19:19:03
Warum nicht mit dem Fliegen 1 Monat pausieren, dafür besucht er das Kind eben ein WE vor Ort


Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: Susi64 am 12. Januar 2018, 09:43:02
Hallo,

kleine Kinder leben im hier und jetzt, was kommt, kommen wird ist sehr weit weg.
Jeder Besuch bei Oma und Opa kann beim Abschied in Brüllerei enden. Oma und Opa sind schockiert!
Das ist aber trotzdem völlig normal, denn dem Kind geht es gut, es gibt viele neue Dinge und jetzt soll man weg?? Nein!
In aller Regel beruhigen sich die Kinder aber ganz schnell, wenn man außer Sichtweite von Oma und Opa ist.

Im Prinzip ist es bei Deinem Partner genauso gelaufen. Kind war zu Hause, fühlte sich wohl und wolle einfach nicht weg. Dieses Problem kann immer wieder auftreten und die Lösung besteht immer nur darin sich Durchzusetzen und das Kind mitzunehmen, in aller Regel dauert es keine 5 Minuten und alles ist gut.

Mit einer Umgangspause wird man das Problem nicht lösen, hilfreich ist immer, wenn das Kind Deinen Partner länger sieht und besser kennen lernt.
Wenn es also nicht möglich ist, dass das Kind mitkommt, dann sollte zumindest ein Besuch stattfinden.

Ein großes Problem ist in aller Regel die KM, die sich in vielen Fällen gar nicht vorstellen kann, dass nach 5 Minuten Ruhe herrscht. Irgendwas muss doch ganz schlimm sein, wenn sich das Kind so gebärdet! Ist es aber nicht. Hier wäre hilfreich, wenn jemand, dem die KM vertraut, es erklärt.

VG Susi


Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: Tsubame am 12. Januar 2018, 10:10:41
Hallo,

Wie hat das Kind reaglert als es seinen Vater sah ?

Hat der Vater es vom zu Hause der Mutter abgeholt oder fand die "Übergabe" am Flugplatz statt ?

Wie lebt sich das Kind in die Kita oder Krippe ein ? Gibt es dort Zeichen von Verlustängsten ?

VG,
Tsubame.


Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: Celine am 12. Januar 2018, 14:07:07
Hallo,

danke für Eure Antworten.

Die "Übergabe" sollte am Flughafen stattfinden. Die Flugzeiten für Hin- und Rückflug liegen sehr günstig (wenn der Wechsel des Kindes problemlos erfolgt, so wie beim ersten Mal).

Der Junge hat sich auch gefreut, als er meinen Partner sah, ist auch gleich auf ihn zugekommen. Das Theater ging erst los, als er merkte, dass seine Tasche übergeben wurde und die Mutter sich mit einem kurzen Kuss verabschieden wollte.

In der Kita läuft es wohl ganz gut, wobei er da genau weiß, dass die Mama im Nebengebäude ist, das er auch sieht, wenn er aus dem Fenster schaut. Und die Mittagspause verbringt sie dann auch mit ihm. Es ist also nie so furchtbar lang, dass er ohne sie ist.

Das mit dem "schnell beruhigen" ist halt beim Fliegen so ein Problem: mit einem wirklich tobenden Kind kannst Du ja nicht in den Flieger.

Vielleicht ist das mit dem "nur besuchen" in der nächsten Zeit tatsächlich die beste Möglichkeit.




Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: Tsubame am 12. Januar 2018, 15:19:13
Hallo,


Dann wäre es vielleicht in der Tat besser, das Kind in seiner "neuen" Welt zu besuchen. Und wenn die Mutter mitmacht, könnte er dem Vater auch sein neues Zimmer, die Kita etc. zeigen. Vielleicht bringt der Vater ihm auch etwas mit, was ihn an die "alte" Welt erinnert.

Wichtig ist, dass das Kind sich freut den Vater zu sehen.

Vielleicht fliegt die Mutter irgendwann einmal in die andere Stadt und die Eltern könnten es organisieren, dass sie gemeinsam mit dem Kind hinfliegen und die Mutter kommt mit und bringt ihn gemeinsam mit dem Vater zur Wohnung und veranschiedet sich dort.

Ich würde auf keinen Fall einen "Umgang" ausfallen lassen. Er muss den vater wenistens sehen so oft es geht.

VG,
Tsubame.


Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: TotoHH am 12. Januar 2018, 16:54:15
Moin.

Auch ich bin der Überzeugung, dass ein so kleines Kind sich vermutlich mehr oder weniger schnell wieder beruhigt. Und dieses Brüllen bei der Übergabe hat gar nichts mit Deinem Partner, wenig mit der neuen Situation Kita & Co. und nicht viel mit dem Fliegen zu tun hat. Das wird immer mal wieder passieren, dann mal wieder nicht, mal länger dauern, mal schneller weg sein. Vollkommen normal und die Situation kennt vermutlich auch jeder Babysitter mal.

D.h. ein Aussetzen des Fliegens bringt wenig. Ein Aussetzen des Umgangs noch weniger.

Aber klar ist: Eine Übergabe bei der eben nicht sofort wieder abgehoben wird, entspannt die Situation und ist deutlich flexibler. Zumal ein Boarding mit einem schreienden Kind niemandem wirklich gefallen wird. So praktisch der unmittelbare Rückflug für den KV ist - das ist derzeit und für die nä Monate nicht optimal für alle Beteiligten (inkl des KV). Ihr solltet Euch im Interesse des Kindes und des KV etwas anderes einfallen lassen. Das hat mit KM gar nichts zu tun!

Toto


Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: Celine am 29. Januar 2018, 00:26:32
Hallo,

möchte Euch die neuen Entwicklungen berichten. Leider nichts Positives, im Gegenteil: Letztes Wochenende ist mein Partner wieder zum Umgang geflogen. Abgemacht war es, den kleinen Mann am Samstag und Sonntag jeweils zu einem Ausflug am Wohnort der Ex abzuholen (ohne Übernachtung).

Leider klappte noch nicht einmal dies. Der Kleine wollte einfach nicht mitgehen. Sie probierten es dann, dass die Ex mitkommt und siehe da, auf einmal war der Kleine bester Laune. Somit lief es nicht so wie geplant, aber immerhin hat er das Kind gesehen. Am Sonntag dann in etwa das Gleiche Prozedere. Wieder drei Stunden mit Ex und Kind unterwegs, diesmal im Märchenwald.

Aber nun kommt der traurige Abschluss: Dieses Wochenende haben wir beide außertourlich in der Gegend der Ex verbracht. Sie ermöglichte es uns, den Kleinen am Samstag  abzuholen, obwohl kein Papawochenende war. Bei der Abholung gleiches Theater wie auch am Wochenende davor. Diesmal wollte mein Partner
versuchen, ihn trotzdem mitzunehmen. Die Ex war zwar etwas skeptisch, aber sie einigten sich dann darauf, dass wir ihn zurück bringen, wenn er sich nach einer Stunde noch nicht beruhigt hat.

Was dann kam, war eine der nervenaufreibendsden Situationen, die ich je erlebt habe: Obwohl extra ich den Mietwagen fuhr, damit sich mein Partner dem Kind widmen konnte, war der Kleine nicht zu beruhigen. Wir probierten echt nicht alles: Spazierengehen, Eis kaufen, im Hotelzimmer mit einer extra gekauften Eisenbahn spielen.

Nach fast zwei Stunden gaben wir auf. Wir brachten das immer noch weinenden Kind zurück und bekamen auch noch ordentlich Anschiss von der Ex, weil es ja schon deutlich länger war als die abgemachte Stunde.

Wir sind wirklich verzweifelt und ich habe auch ein schlechtes Gewissen. Was haben wir dem Kind nur angetan.  Die Ex hat heute eine Email geschrieben, dass der Kleine heute den ganzen Tag noch völlig aufgewühlt und ängstlich war Sie wird den Umgang jetzt erst einmal aussetzen.

Kontakte sollen jetzt erst einmal per Videotelefon durchgeführt werden.






Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: nadda am 29. Januar 2018, 06:30:16
Hi,

und jetzt passiert genau das was vorhersehbar war. Umgang mit so einem Kleinen Kind über die Entfernung klappt nicht.
Der Kleine bräuchte viel häufigere Kontakte, ist in einem Alter in dem alle paar Wochen einfach zu wenig sind, vor allem
da er ja wegen dem Umzug sowieso schon viel neues verarbeiten muss.

Und selbst wenn die Ex hier nicht blockieren will, tut sie es jetzt doch, einfach weil sie merkt das es dem Kleinen nicht gut geht.
Eure Videokontakte werden erfahrungsgemäß nichts bringen. Wir haben mit Telefonieren und Videochat keine guten Erfahrungen
gemacht, und da gibt es im Forum mehrere. Da kommen grade die Kleinen die neben Mama vor dem Gerät sitzen meistens
nicht an dem Punkt wo vernünftiger Kontakt möglich ist. Abgesehen davon kann ein so kleines Kind noch nicht wirklich "telefonieren".
Dann ist der Kontakt für das Kind außerdem noch mehr mit Mama verbunden, weil ja Kind bei Mama sitzt um mit Papa zu
sprechen. Folge kann sein, dass das Kind danach erst recht den Papa nur noch mit Mama sehen will.
Ich persönlich halte das also für eine nicht sinnvolle Idee.

Ein Kind in dem Alter, das sein komplettes Umfeld verloren hat wegen dem Umzug bräuchte noch vielmehr Kontinuität im Umgang
um sich darauf einlassen zu können. Alle 2 oder 3 Tage ein paar Stunden, und dann würde es trotzdem dauern bis das Kind sich von
Mama lösen kann. Weil es eben das wegen der allgemeinen Gefühlslage grad nicht kann.
Vermutlich wäre das aber der einzige sinnvolle Weg. Mit hinfliegen, und Videokontakten bekommt ihr das nicht gelöst.

Für den Kleinen ist grade soviel im Umbruch, alleine die neue Kita ist mega stressig, dann ein Papa den man nicht mehr so oft sieht.
Vermutlich auch eine KM die vom KV genervt ist - allein die genervte Grundhaltung reicht um ein Kleinkind in einen Loyalitätskonflikt zu
ziehen.

Es war eine blöde Idee sie umziehen zu lassen. Wenn er jetzt noch Kontakt zu seinem Kind will, bleibt vermutlich nur hinterherziehen.
Und auch wenn das ein Riesenschritt ist, ich würde euch genau dazu raten wenn es auch nur ansatzweise möglich ist.

Ansonsten stellt euch auf jahrelangen Kampf und Stress ein. Nicht grade gut für eure Beziehung, nicht gut für eure Kinder, so ihr jemals
solche haben wollt. Nicht gut für eure Nerven und sehr sehr schmerzhaft, weil da immer ein Kind ist zu dem der Kontakt nicht wirklich
läuft, das aber dazugehören soll und emotional dazugehört.

LG
Nadda



Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: Tsubame am 29. Januar 2018, 08:24:35


Nein, die Mutter könnte natürlich mit keiner dieser "Lösungen" leben. Es ist aber auch gar nicht unsere Absicht, sie mit unrealistischen Forderungen zu provozieren.  Wir wollen auch keinen Kampf ums Kind vom Zaun brechen.



Hallo,

Dein Partner muss jetzt mit dieser von Euch Erwachsenen ausgesuchten Lösung leben, d.h. ohne sein Kind. Für das Kind ist klar : es hat seinen Vater "verloren" und es hat nicht Lust, auch seine Mutter zu "verlieren", welche die einzige Kontinuität in seinem neuen Leben ist. Für das Kind ist es unmóglich, die Zeitabläufe zu überschauen. Drei Stunden, zwei Wochen etc.

Im Laufe der Zeit, wird es sich durch äussere Einflüsse wieder an seinen Vater erinnern : z.B. in der Kita, wenn Väter die Kinder abholen etc. Da ist dann die KM gefordert, ihm von seinem Vater zu erzählen.

VG,
Tsubame.


Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: nadda am 29. Januar 2018, 10:33:29
Hi,

beim Begriff "erinnern" wäre ich bei einem Kind von 2 Jahren extrem vorsichtig.
Im Normalfall erinnert sich ein Kind später nicht mehr an Personen oder Ereignisse vor seinem 3ten Geburtstag.

Dem Kind wird mit etwas Glück bewusst sein, dass es einen Vater hat - aber selbst da haben Kinder oft seltsame
Vorstellungen wenn sie keinen Vater oder keine Mutter haben. Kinder schaffen sich hier auch eigene Erklärungsmodelle
wenn die Erwachsenen in ihrem Umfeld keine passenden liefern.

Jetzt hier so weiter zu machen wie KM es sich wünscht ist eine Aufgabe des Kindes.
Entweder ihr sorgt jetzt zeitnah für eine vernünftige Lösung, oder das Kind wird ohne Vater aufwachsen.

In den aller wenigsten Fällen klappen solche Konstrukte wie ihr sie jetzt plant. Ich kennen keinen Fall wo das mit einem
so kleinen Kind geklappt hätte. Aber ich kenne einige Kinder die ohne ein Elternteil aufwachsen nach so einem
Umzug über große Entfernung. Selbst wenn später noch Kontakt hergestellt wird, ist das keine "normale" Vater- Kind- Beziehung mehr.

LG
Nadda


Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: Tsubame am 29. Januar 2018, 11:07:09
Hallo Nadda,

Es ist genau wie Du es schreibst. Mit "erinnern"  wollte ich ausdrücken, dass es durch äussere Einflüsse darauf aufmerksam gemacht wird, dass Kinder in seinem Umfeld meistens einen Väter haben. Es wird dann einmal die Frage nach dem/einen Vater stellen.

Es könnte sich reflexartig durch Gerüche, Gesten etc. irgendwann einmal darauf besinnen, dass es hier jemanden gab.

VG,
Tsubame.



Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: AnnaSophie am 29. Januar 2018, 12:24:14
Hallo,
Ich würde nicht darauf vertrauen, dass das Kind später den Kontakt sucht oder sich erinnert.

Meine Exsxhwägerin hat einen Sohn, dessen Vater von Geburt an keinen Kontakt wollte. Er hat sich nicht gekümmert. Und wenn der Junge in der Kita oder Grundschule nach seinem Papa Gefahr würde hat er immer gesagt dass er keinen Papa habe aber einen Opa.

Insofern ist der Kontakt wichtig.
Wie ist das in der Kita oder bei anderen Betreuungspersonen? Gibt es da auch Probleme?

Sophie


Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: Celine am 29. Januar 2018, 17:56:40
Wie ist das in der Kita oder bei anderen Betreuungspersonen? Gibt es da auch Probleme?

Hallo Sophie,

. in der Kita hat er sich wohl gut eingelebt. Sie besucht ihn aber mittags auch immer, damit er nicht so lange alleine dort ist.

Ansonsten ist er schon ganz stark Mamakind und von Anderen wird er momentan nicht betreut


Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: Celine am 29. Januar 2018, 17:59:23
Nein, aufgeben wollen wir natürlich nicht.

Wir lassen ihn jetzt erst einmal zur Ruhe kommen und wollen dann in ein, zwei Monaten mit der Ex ein neues Programm erarbeiten.


Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: nadda am 29. Januar 2018, 18:13:31
Hi Celine,

das ist ein ganz großer Blödsinn. Dieses "zur Ruhe kommen" hat noch nie funktioniert, das verstärkt die Entfremdung.
Das Gegenteil hilft, regelmäßige, kurze Kontakte, dann halt erstmal mit Mama, aber auf gar keinen Fall den Kontakt jetzt aussetzen.

Nach 2 oder 3 Monaten kennt der Kleinen seinen Papa nicht mehr!

Ja, das ist ein irrer Aufwand und kostet vermutlich auch nicht grade wenig Geld. Aber er hat zuwenig Kontakt zum Vater um sich
daran zu gewöhnen mit Papa alleine was zu machen. Nach 2 oder 3 Monaten ist das noch viel viel schlimmer.

Denk an die Eingewöhnung in der Kita, da fängt man auch mit wenigen Stunden an, und das ganz regelmäßig und erhöht dann die
Zeiten. Das liegt einfach daran, das das für die Kinder so der einzig sinnvolle Weg ist.

Ein Zweijähriger "kommt nicht zur Ruhe" wenn er keinen Kontakt mehr hat. Ein Zweijähriger wäre in zwei oder drei Monaten noch viel
verunsicherter, weil er sich kaum noch erinnern könnte und der Papa dann ein Fremder ist.

Der sinnvolle Weg wäre also jetzt jedes Wochenende Kontakt zu  haben, am Besten auch noch unter der Woche, und das ganze dann
halt kurz und am Anfang mit Mama bis der Kleine sich anfängt zu lösen. Gemeinsam wohin gehen, und irgendwann geht Mama kurz allein
aufs Klo. Beim nächsten Mal geht Mama kurz allein in ein Geschäft und der Kleine spielt mit Papa auf dem Spielplatz nebenan. Das ist
der Weg der klappt.

Ihr müsst das genauso angehen wie wir das im Kindergarten mit der Eingewöhnung machen, und das sofort und strukturiert und regelmäßig!

LG
Nadda


Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: Susi64 am 30. Januar 2018, 09:18:59
Hallo,

ich stimme nadda voll und ganz zu, "zur Ruhe kommen" bringt euch gar nichts, im Gegenteil der Vater wird damit immer mehr zum Fremden.
Am besten wäre es Urlaub in der Nähe zu machen und viele kurze und dann längere Besuche zu machen.
Ist Papa dann etabliert, sollten die Wochenenden vor Ort kein Problem mehr sein und perspektivisch kann dann auch geflogen werden.

Ein Hotelzimmer ist in vielen Fällen nicht für den Umgang geeignet, aber wenn es wärmer wird (ist ja gerade der Fall) und man viel Zeit im Freien verbringen kann, dann ist es nicht so schlimm. Trotzdem sollte auch im Hotelzimmer eine gewisse private Atmosphäre geschaffen werden, etwas woran sich das Kind immer wieder erinnern kann. Kuscheltier, Fotos von schönen gemeinsamen Stunden, vielleicht auch Kissen und Decken, Geschirr. All das gibt Sicherheit.

Den Vergleich mit der Eingewöhnung im Kiga finde ich gut.

VG Susi


Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: Celine am 31. Januar 2018, 08:02:00
Hallo Nadine und Susi64,

vielen Dank für Eure wirklich hilfreichen Betrachtungen. Ich werde das mit meinem Partner diskutieren und wir wollen sehen, wie wir das am besten umsetzen können.
Werte
Die Idee mit dem Urlaub finde ich sehr gut, das ist sicher machbar. Und funktionieren würde das mit den häufigeren Besuchen von unserer Seite aus auch. Wäre zwar ziemlich teuer, aber für eine bestimmte Zeit schon zu finanzieren.

Mal sehen, ob und wie die Ex mitmacht. Schließlich wird das auch einiges ihrer Zeit kosten.


Titel: Re: Fliegen mit zweijährigem Kind
Beitrag von: TotoHH am 31. Januar 2018, 11:20:18
Moin.

Ich bin ein wenig hin- und hergerissen!

Die Trennungsprobleme des Kindes von Mama sind offenkundig. Und in dem Alter und bei der Umgangsfrequenz wird das auch auf absehbare Zeit so bleiben. In der Trennungssituation macht vermutlich Papa leider keinen Unterschied zu Kiga, Babysitter, Oma etc.

Stutzig macht mich dies:
Sie besucht ihn aber mittags auch immer, damit er nicht so lange alleine dort ist.

Ansonsten ist er schon ganz stark Mamakind und von Anderen wird er momentan nicht betreut
Das klingt schon nach gluckenhaften Mamaverhalten. So wenig förderlich dies für das Kind im Allgemeinen ist, so positiv ist, dass es offensichtlich kein ausschl. Agieren gegen den KV ist. Es besteht also Hoffnung... Aber Mama muss sich ändern (wollen)...

Wenn ihr es trotz der Entfernung leisten könnt, für einen begrenzten Zeitraum einen hohe Umgansfrequenz auszuüben, sodass das Kind sich an KV und die Trennung von KM gewöhnt, dann ist das super. Das solltet ihr zielstrebig und konsequent umsetzen, mit dem klaren und nicht infrage zu stellenden Ziel, in angemessener Zeit Übernachtungsumgänge  zu erreichen und auf einen Umgangsrhythmus zu kommen, der auf die Entfernung sinnvoll zu organisieren ist.

Was ich nicht für erfolgsversprechend halte ist dies:

Wir lassen ihn jetzt erst einmal zur Ruhe kommen und wollen dann in ein, zwei Monaten mit der Ex ein neues Programm erarbeiten.
In dieser Zeit ändert sich nichts. Vielmehr geht es nach dieser Zeit wieder von Null los... Dann lieber länger abwarten bis das Kind Trennungen von KM im allgemeinen besser verarbeiten kann (und das wird es mit zunehmenden Alter, wenn KM nicht über alle Maßen gluckt) und hoffen, dass das unsichtbare Band zwischen Papa und Kind intakt geblieben ist. Ist aber nicht ganz risikolos...

Toto