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Themen => Umgangrecht/-pflicht => Thema gestartet von: Dad76 am 28. Mai 2017, 06:25:37



Titel: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 28. Mai 2017, 06:25:37
Hallo Community

Auf diesem Weg versuche ich Infos aus der "Praxis" über den Umgang mit einem 4 Monate alten Baby bei getrennt lebenden Partner zu bekommen. Eventuell hat ja jemand anderes auch etwas ähnliches erlebt.

Ich habe vor ca. einem Monat erfahren, dass ich seit Ende Januar Vater eines Jungen bin. Mit der KM bin ich schon seit Juli letzten Jahres nicht mehr zusammen. Die Info, dass ich Vater bin, habe ich erst erhalten als das Kind bereits 3 Monate alt war. Seit dieser Info durch die KM und das Jugendamt, habe ich einen Vaterschaftstest gemacht, die Vaterschaft beim Jugendamt anerkannt und eine Sorgeerklärung abgegeben. Ich möchte, trotz der Tatsache, dass ich nicht mit der KM zusammen bin, ein guter und liebevoller Vater für das Kind sein.

Ich habe den Kleinen in der Zeit 3x im Beisein der KM gesehen. Zum Großteil waren das ca. 75min Spaziergänge, bei den der Kleine fast ausschließlich im Kinderwagen lag und meistens auch geschlafen hat. Auf Nachfrage, ob ich ihn evtl. auch mal alleine während eines Spaziergangs "betreuen" dürfte, machte mir die KM nur die Ansage, dass sie immer dabei sein will, wenn ich den Kleinen sehe. Auch wenn meine Eltern den Kleinen sehen wollen, will die KM dabei sein. Für mich ist es sehr schwierig, auf diese Art eine vernünftige Beziehung zum Kleinen aufzubauen. Immer ist die KM dabei und funkt dazwischen. Meistens hat der Kleine geschlafen... Ihn öfters zu sehen wiegelt die KM schon im Ansatz ab, mit der Begründung, dass sie keine Zeit hat.

Inwieweit muss ich das so akzeptieren. Wie handhabt ihr das in der Praxis. Welche Rechte habe ich? Ich wohne nur 15min von der KM entfernt und habe bereits mehrfach um mehr Kontakt gebeten. Ich möchte ihn ja nicht für 5h oder so... aber eben öfters als bisher und vor allem ohne die KM.

Ich danke euch schon mal für eure Hilfe


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: TotoHH am 28. Mai 2017, 08:52:43
Guten Morgen und willkommen hier.

Bemüh mal ein wenig die SuFu - solche Fälle gibt es immer wieder hier...

Du hast das GSR ohne Widerstand bekommen?  :thumbup: Das ist schon mal kein verkehrtes Zeichen!

Ansonsten ist zunächst einmal festzuhalten, dass die Bemühungenum um alleinigen Umgang, sei es auch nur stundenweise, schwierig sind, wenn und solange das Kind noch gestillt wird. Wenn es Dir gelingt, diese Zeit einigermaßen einvernehmlich und mit regelmäßigem Sehen des Kindes zu überbrücken, wird es danach evtl. leichter - auch argumentativ: denn KM wird sicher anderweitige fremdbetreuung (Babysitter, Eltern, Krippe) haben, da spricht dann auch nichts objektives mehr gegen Dich als KV.

Ich würde es also langsam angehen lassen, keine Brechstange, Verständnis für KM aufbringen (heucheln) , KM in der auch für sie neuen Situation unterstützen und mich über kleine Fortschritte freuen. Die spannende Zeit mit Kind alleine kommt noch...

gruß toto, der das Verhalten der KM damit allerdings nicht gutheißt!



Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 28. Mai 2017, 10:21:52

Erstmal Danke für dein Statement dazu.
Grundsätzlich gebe ich dir Recht, dass Brechstange, Druck oder ähnliches nicht hilfreich sind.

Was ich nur grundsätzlich hinterfrage ist die Tatsache, warum ein Kontakt mit dem Kleinen nur ausschließlich im Beisein der Mutter stattfinden kann. Was genau sollte der Grund dafür sein? Sie hat geregelte Zeiten was das Stillen betrifft und lässt auch ihre Mutter alleine mit dem Kleinen zum Beispiel spazieren gehen. Und auch während unserer "gemeinsamen Spaziergänge" war stillen nie ein Thema. Dies nimmt die KM nur als "Todschlagargument" wenn es darum geht, dass ich den Kleinen mal ohne sie sehen kann. Es ist doch vielmehr ihr rein subjektives Befinden, mir den Kontakt, allein zum Kind, für ca. 2 Stunden zu untersagen.

Gruß

_____________
Edit: Vollzitat gelöscht. Bitte einfach auf antworten klicken oder die Zitate auf das Wesentliche kürzen.


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: TotoHH am 28. Mai 2017, 11:35:51
Ja, im Prinzip hast Du Recht! Es gibt keinen rationalen Grund!  mir widerstrebt es auch, dass die KM hier die Macht ausüben will. Aber - sie hat hier die Macht des Faktischen und wenn Du - um jetzt stundenweisen Umgang mit einem meist schlafenden Säugling zu bekommen - die Kiste komplett gegen die Wand fährst, dann wird es mit vernünftigem und geregeltem Umgang mit dem größer werdenden Kind  schwer. Glaub mir, die spannende Zeit für Dich als Vater mit dem Kind kommt erst noch. Die Kunst ist es, den Umgang langsam aber stetig auszubauen, die KM glauben zu lassen, dass sie ihren Willen durchsetzt, ohne dass sie dem Schein erliegt, die alleinige Macht über die Vater-Kind- Beziehung zu haben. Nicht einfach, ich weiß.

Deshalb: Gute Miene zum KM-Spiel, nichts übers Knie brechen, m.E. spielt die Zeit für Dich, wenn Du nicht ganz außen vorgehalten wirst (was ja offensichtlich nicht der Fall ist). Alles andere sind Deine emotionalen Befindlichkeiten, die Dich nicht weiterbringen.

Was willst Du langfristig erreichen?

Du wirst hier sicherlich noch weitere Meinungen erhalten. ZT radikalere, z T sicher auch stillende-Mütter-verstehende... Daraus wirst Du Dir dann deinen eigenen Weg basteln müssen.

gruß, toto


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 28. Mai 2017, 12:23:27

Was willst Du langfristig erreichen?



Ich möchte dem Kind ein guter Vater sein. Und zwar nicht nur dann, wenn es der Mutter recht ist, sondern, wie es meiner Meinung nach fairerweise ablaufen sollte, nach Absprache mit dieser, regelmäßig. Ich möchte nicht erst ein Jugendamt oder ähnliches bemühen müssen, damit ich das Recht des Kindes auf Umgang mit mir, auch wirklich wahrnehmen kann. Ich möchte nicht erst Kämpfe ausfechten müssen und für jedes weitere "Entgegenkommen" betteln müssen. Es ist das Recht des Kindes und mein Recht, den Umgang mit ihm wahrzunehmen, natürlich immer dem Alter des Kindes angepasst.

Und wenn ich jetzt schon darum betteln muss, damit ich den Kleinen mal alleine im Kinderwagen schieben darf, dann läuft da gehörig was schief. Meine Eltern würden den Kleinen auch gerne sehen, jedoch hat sie das auch an die Bedingung geknüpft dabei zu sein. Warum? Was gibt ihr das Recht dazu, solche Forderungen zu stellen. Wir reden hier von maximal 2h ohne Mutter. Ich möchte kein Bittsteller sein, um mein Kind zu sehen. Es werden weitere Bedingungen von ihr kommen, sie wird es mir nicht leichter machen, soweit kenne ich die KM. Mir wäre eine schriftliche Regelung, gerne mit Hilfe des Jugendamtes oder anderer Alternativen, am liebsten.

Gruß


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Susi64 am 28. Mai 2017, 12:28:33
Hallo,

wenn Du durch das JA von der Vaterschaft erfahren hast, dann besteht ganz offensichtlich kein Vertrauensverhältnis.
Trotzdem ist es ein Teufelskreis, zum einen hast Du objektiv weder Erfahrung mit einem Kind, noch eine Bindung zu diesem Kind. Andererseits wird sich das bei Ausfahren eines schlafenden Kindes in Anwesenheit der KM auch nicht ändern.

Sicher kann man versuchen über das JA eine Meinungsänderung der KM zu bewirken, ich denke aber, dass Du erst einmal für Dich einen Plan machen solltest, wie Du den Umgang ausweiten kannst. Eine Stunde ausfahren ohne Aufpasser sollte der Anfang sein. Windeln, versorgen des Kindes bei der KM könnte der nächste Schritt sein.

Bei einem so jungen Baby ist esfür viele junge Mütter unvorstellbar das Kind auch nur für kurze Zeit "wegzugeben". Wie ist Dein Verhältnis zur Oma? Vielleicht ist die Oma ja auch eher bereit Dir mal etwas Zeit mit Deinem Kind zu geben?

Wie ist denn der Umgang bisher geregelt? Ein erster Schritt sollte regelmäßiger kurzer Umgang sein. Da kannst Du auch beweisen wie zuverlässig Du bist und Dein Interesse am Kind bekunden. Wenn alles immer nur auf Abruf geschieht, dann ist das für alle Beteiligten Stress. Es kann natürlich passieren, dass Du auch mal warten musst, weil das Kind gerade gestillt wird, aber das sollte kein wirkliches Argument gegen Regelmäßigkeit sein.

VG Susi


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 28. Mai 2017, 14:20:29


Hallo Susi

Auch dir erstmal danke für deinen Kommentar!

Ich habe von der Vaterschaft am selben Tag vom Jugendamt per Post und der KM per Mail erfahren. Sinngemäß schrieb sie, dass der Kleine vor 3 Monaten geboren wurde, sie erst jetzt Zeit gefunden hat wegen dem Unterhalt zum JA zu gehen und sie auf jeden Fall Unterhalt haben möchte und dabei auf einen reibungslosen Ablauf hofft. Ich glaube wenn ich es wie folgt zusammenfasse, trifft das den Kern ihrer Aussage ziemlich genau: zahle den Unterhalt und lass mich ansonsten zufrieden.

Und jetzt mal ehrlich, welche tatsächlich praktischen Erfahrungen mit einem Kind hatte denn die KM unmittelbar nach der Geburt? Keine!
Im Gegenteil zu ihr, habe ich sicher schon mehr Erfahrungen im Umgang mit Kindern, wenn diese auch älter sind. Ich bin seit mehreren Jahren Nachwuchstrainer und habe Kinder vom Bambinialter bis hin zur D- Jugend trainiert und begleitet. Dies tue ich mich großer Hingabe. Und in Vorbereitung auf den Kleinen, habe ich mich schon vor Wochen bei pro familia für einen "Säuglingspflegekurs" angemeldet. Diesen werde ich kommenden Dienstag das erste mal besuchen.

Und ich habe sehr konkrete Vorstellungen darüber, wie ein Umgang vorerst aussehen könnte. Ich wohne gerade mal 15km von der KM entfernt. Ich könnte also ohne große Anstrengungen auch mal spontan vorbei schauen. Ich habe ihr das auch schon mehrfach vorgeschlagen, was sie aber immer mit der Begründung, sie hätte keine Zeit, abgelehnt hat. Alle Termine fanden nach ihrem Willen statt. Ort, Zeit, Ablauf und Dauer der Treffen legte sie fest. Mit dem Ergebnis, dass ich fast ausschließlich ein schlafendes Kind im Kinderwagen in ihrem Beisein umher geschoben habe.

Mir wäre ein regelmäßiger Umgang an 2 Tagen die Woche für 2 oder 3 Stunden ohne Mutter, ein vernünftiger Konsens. So kann ich wenigstens versuchen, die Wachphasen des Kleinen selber zu "gestalten" und versuchen eine Verbindung zu ihm aufzubauen, ohne dass die KM ihn ständig wieder ablenkt oder "beeinflusst". Und sehr gerne nehme ich da auch Rücksicht auf die "Stillzeit". Wenn sich also der Termin mal um ne halbe Stunde verschiebt, habe ich damit überhaupt kein Problem!

Liebe Grüße

Zur Mutter der KM habe ich gar kein Verhältnis, da ich ihre Familie nie kennengelernt habe.

__________________
Edit: Vollzitat gelöscht. Noch mal, bitte keine ganzen Texte zitieren.


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: TotoHH am 28. Mai 2017, 16:33:24
Und ich habe sehr konkrete Vorstellungen darüber, wie ein Umgang vorerst aussehen könnte. Ich wohne gerade mal 15km von der KM entfernt. Ich könnte also ohne große Anstrengungen auch mal spontan vorbei schauen. Ich habe ihr das auch schon mehrfach vorgeschlagen, was sie aber immer mit der Begründung, sie hätte keine Zeit, abgelehnt hat. Alle Termine fanden nach ihrem Willen statt. Ort, Zeit, Ablauf und Dauer der Treffen legte sie fest. Mit dem Ergebnis, dass ich fast ausschließlich ein schlafendes Kind im Kinderwagen in ihrem Beisein umher geschoben habe.

Mir wäre ein regelmäßiger Umgang an 2 Tagen die Woche für 2 oder 3 Stunden ohne Mutter, ein vernünftiger Konsens. So kann ich wenigstens versuchen, die Wachphasen des Kleinen selber zu "gestalten" und versuchen eine Verbindung zu ihm aufzubauen, ohne dass die KM ihn ständig wieder ablenkt oder "beeinflusst". Und sehr gerne nehme ich da auch Rücksicht auf die "Stillzeit". Wenn sich also der Termin mal um ne halbe Stunde verschiebt, habe ich damit überhaupt kein Problem!

Nochmal ich - Du klingst sehr vernünftig. Und das was Du vorschlägst klingt sehr vernünftig.  :thumbup:

Und wenn die KM nicht freiwillig bzw mit leichtem Druck einlenkt, dann wirst Du vermutlich früher od. später externe Hilfe (JA) bis hin zu einer gerichtlichen Klärung bemühen müssen. Ich will Dir nur raten, das derzeitige Spiel der KM für den Moment mitzumachen und dadurch Deine Ausgangsposition zu verbessern. Im Moment besteht die Gefahr, das die KM auf die Tränendrüse drückt. Anders wenn Du abwartest, bis vielleicht nach der Stillzeit und Du auf andere Fremdbetreuung verweisen kannst und bis dahin zusammen mit der KM das Kind gesehen hast. Du verpasst bis dahin wirklich nichts! Aber durch dieses kontinuierliche Sehen und Kümmern, kann Dir dann nicht vorgehalten werden, Du wärst ein "total Fremder"  :knockout:

Ja, ist unfähr. Aber mE die mfr erfolgreichere Strategie für diesen Fall.

Freu Dich, dass Du GSR bekommen hast (so lese ich es in Deinem Eingangspost- ist das richtig?) - damit wäre diese hürde bereits genommen.

toto


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: midnightwish am 28. Mai 2017, 18:07:21
Ich fürchte fast, das  es kein GSR gibt.

Er hat zwar die SR-Erklärung abgegeben. Aber hat die KM dieser auch zugestimmt und die diese auch unterschrieben?

btw. Hat sie denn der Vaterschaftserklärung zugestimmt?


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 28. Mai 2017, 19:13:42
Das hatte ich völlig vergessen zu schreiben. Ich habe lediglich die Vaterschaft anerkannt und die Sorgeerklärung abgegeben... die Mutter hat beidem aber noch nicht zugestimmt.


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Tsubame am 28. Mai 2017, 19:43:05
Hallo,
Schön, dass Du hierher gefunden hast.
Auch ich bin der Meinung, dass Du sehr vernünftig schreibst und Deine Vorstellungen absolut kindgerecht sind.
Ich wollte Dir vorschlagen, dass Du einen Säuglingspflegekurs besucht (und Du hast Dich schon eingeschrieben). Nicht, weil Du das besser oder schlechter als die Kindesmutter kannst, sondern als ein Zeichen der Vetrauensbildung zwischen der Mutter und Dir (und als solches solltest Du ihr das "verkaufen") und auch als Zeichen Deines guten Willens gegenüber Jugendämtern etc., falls dies in der Zukunft nötig sein sollte.

Die Front an der Du arbeitest ist, der Kindesmutter mit der Zeit verständlich zu machen, dass Du ein Elternsein auf Augenhöhe für das gemeinsame  :) Kind willst und nicht als Zahlvater. Die Tatsache, dass sie hier alleine die Entscheidung für das Kind getroffen hat und Dich nur informiert um Geld zu erhalten, spricht dafür, dass sie der Ansicht ist, dass das Kind (zu) ihr gehört. Es wird für Dich schwierig, diesen ihren Standpunkt zu verändern. Manche Kindesmütter sind nicht in der Lage dies einzusehen. In diesem Fall geht es vielleicht mit Hilfe von Dritten. Die Kindesmutter hat theoretisch kein Recht irgendwelche Forderungen zu stellen, praktisch hat sie alle Macht der Welt das Recht des Kindes auf seinen Vater auf ein Minimum zu beschränken, d.h. auf das Geld. Der Gesetzgeber stellt das Recht auf Unterhalt ganz nach vorne, aber der sogenannte "Umgang" steht ganz hinten auf seiner Liste.

Du musst Strategien entwickeln, wie Du die Kindesmutter davon überzeugst, dass Du genauso Vater sein willst, wie sie Mutter ist, dass Dir das Kind genauso am Herzen liegt wie ihr. Dabei solltest Du immer ruhig, sachlich und freundlich bleiben. Argumente wie "ich habe das Kind neun Monate unter meinem Herzen getragen" usw. sind Manöver. Ich erkläre die Lage immer so :  "Die Mutter leiht - gleich einer Vase - ihren Körper dem Kind neun Monate lang. Der Vater, der diese intime Bindung nicht eingehen kann, gibt dem Kind als Ausgleich  bei der Geburt
seinen Namen. Das Kind stellt nach der Geburt durch die Präsenz des Vaters fest, dass es von einem Menschen geliebt werden kann, mit dem es diese symbiotische Bindung nicht erlebt hat. Und, dass es selbst einen Menschen lieben kann, ohne vorher eine symbiotische Bindung mit ihm eingehen zu müssen." Dieser Lernprozess ist für die Entwicklung des Kindes sehr wichtig.

Frage die Kindesmutter, wie sie sich die den Alltag, die nahe und ferne Zukunft vorstellt. Suche Dir dazu einen guten Zeitpunkt aus. Lade sie zu einem Kaffee ein und sprecht Euch als Eltern aus. Versuche ihr klar zu machen, dass ihr gemeinsam Eltern seid.

Versichere Dich, dass ihr das gemeinsame Sorgerecht habt. Wo und wie hast Du eine Sorgerechtserklärung unterschrieben ? Viele jungen Väter werden hier hinters Licht geführt.

VG,
Tsubame.





Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Susi64 am 28. Mai 2017, 21:16:52
Hallo,

im Prinzip steht einem gemeinsamen Sorgerecht nichts im Wege, außer (leider) in einigen Fällen die KM.
Nach heutiger Gesetzeslage kann Dir ein gSR nur dann verweigert werden, wenn es dem Kindwohl widerspricht.

Dein Umgangsrecht ist aber vom gSR unabhängig und beruht einzig und allein darauf, dass Du der Vater bist. Sicher ist es schöner und in gewisser Weise auch einfacher das gSR zu haben. Für Dich ist aber im Moment der Umgang die Baustelle (ohne dabei das gSR völlig außer acht zu lassen).

VG Susi





Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Pinkus am 28. Mai 2017, 22:12:20
Das hatte ich völlig vergessen zu schreiben. Ich habe lediglich die Vaterschaft anerkannt und die Sorgeerklärung abgegeben... die Mutter hat beidem aber noch nicht zugestimmt.

Dann hast Du aktuell noch kein Umgangsrecht, die KM aber auch kein Anspruch auf Unterhalt für Euer Kind und für sich.

Vielleicht weist Du sie ja mal dezent darauf hin...nur das mit dem UH, dann kommt sie eventuell auch in die Pötte.
Wenn das JA Ihr noch die Sorgerechtserklärung unter den Stift legt, unterschreibt sie vielleicht gedankenlos?!

LG Pinkus


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Papa Markus am 29. Mai 2017, 07:50:32
Dann hast Du aktuell noch kein Umgangsrecht, die KM aber auch kein Anspruch auf Unterhalt für Euer Kind und für sich.

Hallo in die Runde.

Zunächst einmal zum Statement von Pinkus. Das Umgangsrecht, hast du mit Anerkennung der Vaterschaft. Ob das Mama bestätigt oder nicht. Unabhängig davon scheint zum Thema Umgang auch keine offene Frage zu bestehen, da ihr euch ja bereits zu "Spaziergängen" trefft. Das GSR bekommst du auf jeden Fall auch wenn Mama da nicht zustimmt. Ich lege dir das auch nahe!!! Anders wie viele leichtfertig abwinken ("ist ja nur zur Unterschrift, für´n Kindergarten oder n´ Sparbuch gut") bist du erst dann ERZIEHUNGSBERECHTIGT. Selbst wenn die Mama (wovon du ausgehen darfst) gegen ein GSR stimmen wird, wirst du dies mit einfachem Antrag beim AG erhalten. Unterhaltsanspruch hat sie mit der Anerkennung auf Vaterschaft sofort. Sie scheint sich das mittels Beistandsschaft durch das JA einzutreiben. Pass hier besser auf, dass JA ist nicht mit Mathematikern und Juristen gesegnet. Viele Positionen die den Unterhalt schmälern können berücksichtigen und kennen die gar nicht. Ich habe was Unterhalt angeht nahezu alle Instanzen durch (AG, LG, OLG) - Da wundert sich so manch gierige Ex was übrig bleibt wenn man sich mal auf die Hinterbeine stellt.

Vielleicht einmal kurz zu meiner Erfahrungswelt:

Meine Exfreundin verließ mich noch in der Schwangerschaft. Nach der Geburt ging dann ein ähnliches Spiel wie bei dir los. Sie wollte das alleinige Sorgerecht, Umgang, wenn überhaupt, nur mit ihr und dann auch nur 1x pro Woche 1 Std. spazieren (im Winter), Unterhalt etc. Eben die ganze Klaviatur welche der Staat eine "hilflosen Mutter" anbietet.

Ich habe folgendes gemacht: Ich habe mehrere Gespräche beim JA gesucht um ein einvernehmlichen Umgang zu gestalten. Ich wollte auch erst Umgang ohne sie aber inzwischen ist ohne Emotionen auch ein Umgang mit Mama kein Thema mehr.
Sie lehnte alle Vorschläge zum Umgang ab. Ich bestand auf das GSR und drohte mit Klage. Das JA klärte die Mutter auf, dass insofern es keine berechtigte Bedenken gegen den Vater gibt er dies auch vor dem AG erhalten wird. Ich habe es bekommen. Da die Umgangszeiten von willkürlichen "Ausfällen" gespickt waren klagte ich den Umgang mit meiner bis dahin sechs Monate alten Tochter ein.

Siehe da, ich sehe sie jede Woche 2x zwei Stunden im beisein der Mutter. Das zunächst bis August (dann ist sie 10 Monate). Ab August wird es eine Umgangserweiterung geben welche auch den Umgang ohne Mutter vorsieht (so der Richter). Es mag sich nicht viel anhören 2x2 Std. Aber inzwischen sind zwei weitere Termine pro Woche auch echt eine Herausforderung. Meine Kleine genießt die Zeit und zur Mutter habe ich seit dem ein Dritter dies für uns regelte, eine hervoragende Beziehung. Evtl. hat sie das gebraucht.

Ich rate dir also, hier nicht allzu lange zu lavieren, sondern (so wie sie das auch mit dem Unterhalt getan hat) konkret den Rechtsweg zu gehen und eine Basis für euch zu schaffen.
Für eine durch das Amtsgericht vorgegebene Umgangsregelung brauchst du keinen Anwalt. Du stellst den Antrag an Geschäftsstelle beim Rechtspfleger. Es wird im sog. Eilverfahren beschieden und du hast in spät. 4-6 Wochen eine feste Umgangsregelung. Diese würde ich per "Durchsetzbarkeit" beantragen, damit Mama nicht willkürlich den Umgang aussetzen kann (sie bekommt in diesem Fall ein Zwangsgeld auferlegt). Glaube mir, danach habt ihr eine Basis und keiner meint mehr den anderen aufgrund von ominösen biologischen Vorteilen den anderen domptieren zu müssen. Glaube mir, es wird auch der Mutter gut tun, da sie von Anfang an sieht hier kommt das Hündchen nicht mit dem Stöckchen zurück. In meinen persönlichen Fällen habe ich auch zu lange auf das Gespräch und die falschen Institutionen gehofft. Eine Mutter die "ihr" Kind nicht herausgegeben will, wirst du nicht mit herumlavieren weich kochen. Da muss der Staat der Frau die Uhrzeit sagen.

Es geht um das Baby!!! ....und die Beine auseinander machen ging ja auch hervorragend. Die Konsequenz mit welcher viele Muttis nicht leben können ist, dass es auch Väter geben soll die bleiben (mal sehen ob Mama das beim nächsten ONS berücksichtigt). Alles Gute für euch


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Loge am 29. Mai 2017, 09:30:20
Hi,

ich sehe es wie Papa Markus ohne seine Erfahrungen. Das Verhalten der KM zeigt deutlich wie sie tickt. Ein Umgang bei dem das Kind nur im Kinderwagen schläft ist bedeutungslos. Allerdings ist ein längerer Umgang ohne stillende Mutter schwierig. Also würde ich bis zum Ende der Stillzeit den Umgang nach den Stillzeiten richten und versuchen auch Wachphasen des Kindes beim Umgang zu haben. Wichtig ist auch Körperkontakt. Das Kind kann auch auf deiner Brust sehr gut schlafen. So nimmt es auch dein Herzschlag war. Zeig ihr das du dein Kind auch wickeln oder die Flasche geben kannst. Befasse dich mit den Entwicklungsphasen des Kindes und spreche mit der Mutter darüber. Sei dir bewußt, dass sie aber immer besser bescheid weiß, weil sie durch ihre eigene Familie und Freundinnen bereits geimpft ist und alles in ihrer vorstellung bereits gefestigt ist. Für Wachphasen ist es auch wichtig gut vorbereitet zu sein. Eigene Flaschen, nein kein Bier, Windeln, Puder und die üblichen Utensilien. Gibt mehr Ruhe bei den Übergaben und zeigt deine gute Vorbereitung. Es gibt auch sehr viele Kursangebote für Eltern  mit Säuglingen, z.B. Babyschwimmen etc. Versuche so etwas auch im Beisein der Mutter. Zumindest festigt das dein Verhältnis zum Kind. Allerdings vermute ich, dass die Mutter sehr schnell eifersüchtig reagiert wenn sie merkt, dass euer Vater-Kind-Verhältnis eine zu starke Bindung erhält. Versuche eine Regelung mit der Mutter zu erreichen. Sollte es Widerstände geben bemühe den Rechtsweg.

Gruß


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 29. Mai 2017, 11:03:10
Vielen Dank für die zahlreichen Informationen.

Ich werde mich bei dem morgigen Treffen mit dem Kleinen und der KM mal danach erkundigen, ob denn nicht Treffen außerhalb der Schlafphasen sinnvoller wären und werde sie auch konkret auf den Körperkontakt mit dem Kleinen ansprechen.
Ansonsten versuche ich jetzt erstmal keinen Druck wegen des kurzzeitigen alleinigen Umgangs zu machen. Und ich werde ich "klarmachen", dass ich den Kontakt mindestens auf 2x die Woche "ausbauen" möchte.

Ich habe mir jetzt noch zusätzlich einen Termin bei der Familienberatung der Caritas besorgt und werde dort auch noch um Unterstützung beim Gespräch mit der KM bitten.
Falls die KM bis dahin keinen Schritt auf mich zumacht, werde ich über das JA bzw. den ASD, weitere Schritte tätigen.

Dann werde ich, wie es Papa Markus so trefflich formuliert hat - nicht weiter lavieren-, sondern den Rechtsweg gehen.


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: TotoHH am 29. Mai 2017, 11:15:41
Moin.

Vielleicht sind es nur Kleinigkeiten:
Ich werde mich bei dem morgigen Treffen mit dem Kleinen und der KM mal danach erkundigen, ob denn nicht Treffen außerhalb der Schlafphasen sinnvoller wären
Nicht "erkundigen" ob es "sinnvoller wäre" sondern mindestens konkret "vorschlagen, weil es sinnvoller ist" (eigentl. sogar vorsichtig "fordern", aber wie gesagt nur mit sanftem Druck, um es nicht zu eskalieren).

und werde sie auch konkret auf den Körperkontakt mit dem Kleinen ansprechen.
warum ansprechen? warum um Erlaubnis fragen? Kind aus dem Kinderwagen hochnehmen (wenn es denn dann wach ist...)! Hej, Du bist der Vater! Und was meist Du wieviele Tantchen, Freundinnen schon "dutzi-dutzi-du" gemacht haben!

toto


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 29. Mai 2017, 11:24:08
Moin.

Vielleicht sind es nur Kleinigkeiten: Nicht "erkundigen" ob es "sinnvoller wäre" sondern mindestens konkret "vorschlagen, weil es sinnvoller ist" (eigentl. sogar vorsichtig "fordern", aber wie gesagt nur mit sanftem Druck, um es nicht zu eskalieren).
warum ansprechen? warum um Erlaubnis fragen? Kind aus dem Kinderwagen hochnehmen (wenn es denn dann wach ist...)! Hej, Du bist der Vater! Und was meist Du wieviele Tantchen, Freundinnen schon "dutzi-dutzi-du" gemacht haben!

toto

Du hast natürlich Recht. Ich bin wohl schon zu sehr im "Deeskalationsmodus".
Ich werde dann mal berichten wie es lief.

Nochmals vielen Dank für die zahlreichen Tips


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: TotoHH am 29. Mai 2017, 11:33:05
Du hast natürlich Recht. Ich bin wohl schon zu sehr im "Deeskalationsmodus".

Deeskalieren ist ja gut - nichts anderes will ich Dir ja nahe legen (s.o., Zeitgewinn, weil Deine Ausgangslage durch regelm. Kontakt/ Umgang besser wird, auch wenn derzeit noch nicht alleine...)

Aber eben nicht devot bitten und betteln - sondern dann einfach tun. Kind geht schon nicht kaputt  :wink:

toto


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Lofoten15 am 29. Mai 2017, 12:31:50
Hallo  :)

Ich finde, dass die Art und Weise, wie du von der Mutter bzw. durch die Beistandschaft von der Existenz deines Kindes erfahren hast, schon sehr tief blicken lässt.
Was mir sehr sauer aufstösst ist die Forderung des pünktlichen Unterhalten ohne Probleme und das Wegfallen bzw. Schweigen über die Anerkennung der Vaterschaft durch die Mutter (das muss sie nämlich sehr wohl) und die Unterschrift zum gSR.

Allerdings würde ich genau DIESE Dinge (Unterhalt, das Eintreiben beider Unterschriften) ausschließlich mit ihrer Beistandschaft schriftlich klären, dort Druck machen, Fristen setzen etc.., damit eure Kommunikation durch diese Themen im Alltag nicht vergiftet wird.
Das JA handelt im Auftrag und der Interessen des KINDES, nicht der Mutter. Deshalb hat es auch entsprechende Dinge wie Unterschriften, Bescheinigungen beschaffen etc.einfach zu erledigen und sich darüber mit der Mutter rumzuschlagen, wenn ihre Dinge noch fehlen.

Kommst du mit der Beistandschaft dort nicht weiter würde ich den offiziellen Weg vor Gericht gehen.

Zum Umgangsalltag.
Ja, ich kann die Mutter verstehen (steinigt mich ruhig als Frau), dass sie dir ein 4Monate altes Kind nicht in die Hände drückt für 2 Stunden. Nicht, weil du es nicht gebacken kriegst, sondern weil ihr wohl grundsätzlich das Vertrauen fehlt und sie dich wohl gar nicht richtig kennt.
Da setzt ein Schutzmechanismus ein. ABER den kannst du geschickt für dich nutzen.
Nämlich so, dass du zuverlässig alle Termine einhälst, erstmal persönlich keinen Druck machst beim Treffen, das Baby bei Wachzeiten aus dem Kinderwagen hebst, ihr vom Säuglingspflegekurs erzählst etc..
Biete dich an, aber betteln nicht drum etwas machen zu können. Lass ihr NOCH den Vortritt,  damit sie Sicherheit und Vertrauen gewinnt.

Auf der anderen Seite würde ich an deiner Stelle deine Wünsche, Absichten, Zukunftsvorstellung zu Umgang,  Kindesbindung,  weiterem Elternverhälnis, Papasein usw. einer offiziellen Beratungsstelle vortragen und dort um Kontaktaufnahme mit der Mutter oder Beistandschaft (als Vermittler des Kindes) bitten.
Zeig deine Absichten und Engagement offiziell und öffentlich für das Kind. Lass es schriftlich festhalten und dokumentieren. Dann wird sie dir nie an den Karren p.... können,  dass du dich nicht kümmerst oder irgendeinen Blödsinn verzapfst.

Im persönlichen Kontakt würde ich IMMER nur das Kind zum Thema machen und alles andere blocken.
Dafür hast du erstmal die Beratungsstellen und die Beistandschaft.

Merkst du aber, dass die Mutter anfängt dicht zu machen und sich aus dem Umgang rausziehen will insgesamt würde ich alle Hebel mit RA und Gericht in Bewegung setzen, damit der Umgang und das gSR festgesetzt werden.
Nichts kann sie dir schneller entfremden als so ein kleines Baby. Da solltest du zügig handeln.

Trotz allem was dir da vor die Beine geworfen wurde finde ich deine Einstellung zum Kind top.  :thumbup:


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Papa Markus am 29. Mai 2017, 13:36:55
PS. Zum Thema Körperkontakt!!!!
In der Verhandlung um meinen Säugling sprach nicht nur die Verfahrensbeiständin, sondern auch der Richter konkret das Bedürfnis des Körperkontaktes des Kindes an. Sei dir sicher, dass du das Recht zugesprochen bekommst das Kind auch auf den Arm zu nehmen. Mein "durchsetzbarer Beschluss" lautet sinngemäß wie folgt: Da die Kindesmutter den Umgang in den eigenen vier Wänden sowie jenen des Kindesvaters ablehnt, findet der Umgang jeweils am *** um *** in *** statt. Hier hat der Vorsitzende gerade mit Blick auf den besonderen Körperkontakt darauf bestanden, dass es entweder in einem Cafe oder bei einer öffenltichen Einrichtung wie der Caritas statt findet. Dies wurde sogar im Beschluss festgelegt (Mal gespannt wie wir das machen sollten, sollte das Cafe mal geschlossen werden  :wink:). Eben damit die Mutter nicht behauptet es sei kalt, regnerisch oder sonst etwas. Bei mir im speziellen treffen wir uns in einem Cafe.

Aber evtl. nochmal zurück zum Status Quo: Alle öffentlichen Einrichtungen wie Familienberatung, Jugendämter, Cariatas, ProFamilia und die sonstigen Gumbajamylord-Gittaristen haben keinerlei Entscheidungsgewalt. Eine Mutter die etwas belesen ist, wird dich das recht schnell spüren lassen. Du bist am besten beraten, parallel deiner Gesprächsversuche den Eilantrag auf Umgang zu stellen. Es hilft dir, auch wenn Mama mal eine Laune hat.

Wenn also nicht irgendwo ein emotionaler Funke schwirrt, der dich hoffen lässt, dass sie zurückkommt oder dergleichen, was hält dich noch davon ab? Auf eine für dich auf der kommuikativen Ebene angestrebten Lösung wird sie wohl nicht aus sein, oder wie erklärst du dir dass sie neun Monate dich in Unkenntnis lies sowie drei Monate des Lebens deines Kindes dir nahm? Entweder bist du ein "Guter-Mensch" oder etwas vernebelt (war ich auch). Du willst für das Kind da sein, dann solltest du dies auch deutlich zeigen. Ich würde sie über dein Vorgehen unterrichten und ihr lediglich mitteilen, dass es nicht dem Konflikt dient, sondern eben lediglich dazu dient, damit alles dauerhaft und vorallem belastbar geregelt wird (so wie sie das ja mit dem Unterhalt getan hat). Es wird auch mal schlechte Tage geben und da willst du einfach das Kind vor absichern.

Du wirst spätestens in drei Monaten hier erneut eine Frage zu diesem Thema stellen, wie du mit einer erneuten kniffligen Situation mit der Kindesmutter umgehen sollst. Ich erinnere mich zu gut, wie ich auf all die Medizinmänner, Schamanen und Scharlatane hörte, die sagten setze dich mit einem Tee ans Lagerfeuer und sing ein Lied mit ihr. Eine Mutter die ein Kind hat (und evtl. auch nur wollte) und zum Vater sonst keinerlei Bezug hat, hat gar keinen Grund im Jahr 2017 einen Vater für ihr Kind zu brauchen (oft Sichtweise der Mutter).

Richtig blutig sind nämlich erst diese ganzen weichgekochten Gesprächstherapien. Weil ohne Konsequenz für den potenziellen Unruhestifter und jeder versteht nur das was er hören will. Erinnern will man sich dann oft auch nicht. Mit einem handfesten Beschluss ist eurem Baby und euch beiden am besten geholfen.

Frage dich selber, ob du mal kurz Papa anrufst und mitteilst das der vereinbarte Umgang mit dem Jugendamt heute nicht klappt, weil das Baby plärrt oder ob du dich trauen würdest dies zu tun, wenn ein durchsetzbarer Beschluss vorliegt, mit der Option bis zu €25.000,- auf den Tisch legen zu müssen. Der Umgang wird regelmäßiger und belastbarer stanttfinden und so habt ihr alle was davon.

Das habe ich bitter mit meiner ExFrau und meinen beiden Töchtern erleben müssen und habe diese Lernkurve bei meiner ExFreundin und unserer kleinen Tochter eben erfolgreich anders gemacht. Seitdem durchsetzbare Beschlüsse vorliegen ist an allen Fronten ruhe  :thumbup: Es waren zwar beide Verfahren unglaublich belastend aber der erste mit allen Gesprächsversuchen und Therapieansätzen viel zu zeitintensiv und belastend für die Kinder. Du kannst einer Frau welche im Zweifel gar verbittert ist, dass es nicht so kam wie sie sich das erhoffte nicht mit Tee am Lagerfeuer bei kommen. Aber lote aus, wäge ab und entscheide selbst.


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 02. Juni 2017, 17:11:16
Hallo Community

An dieser Stelle mal ein kurzes Feedback zu den vergangenen Tagen.
Ich habe den Kleinen diese Woche 2x mal für ca. 2h gesehen. Ich "durfte" ihn das erste mal selber wickeln und hatte auch reichlich Kontakt mit ihm, außerhalb vom Kinderwagen.

Beim Versuch der KM zu erklären, dass ich das Umgangsrecht schriftlich durch einen Dritten festhalten möchte, schaltete sie sofort auf Aggro. Ich würde sie damit unter Druck setzen und das würde sich auch aufs Kind übertragen. Sie wüsste keinen Grund warum wir das schriftlich regeln wollen, wenn sie mir doch versprochen hat, dass ich ihn nach Gewöhnung länger sehen könnte... nun ja, und noch so 1,2 Gründe mehr warum das nicht gehen würde bzw. sie das nicht möchte.

So wie es für mich klang, wird sie der Vaterschaft zustimmen, die Sorgeerklärung für das gemeinsame Sorgerecht aber nicht.

Da ich jetzt für 1,5 Wochen im Urlaub bin, habe ich das erstmal so hingenommen, werde mir aber im Anschluss an den Urlaub zumindest schon mal Hilfe bezüglich Regelung des Umgangs und der schriftlichen Fixierung suchen.

Soweit erstmal zum aktuellen Stand
Grüße


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Susi64 am 02. Juni 2017, 20:27:17
Hallo,

klingt ein Schritt vorwärts und zwei zurück.

Mich würde mal interessieren wie der Unterhalt geregelt ist. Wenn die Vaterschaft nicht anerkannt ist, dann bist Du (noch) nicht der Vater, allerdings kann die KM, wenn die Vaterschaft anerkannt ist, den Unterhalt ab Geburt fordern, so dass Du das Geld zumindest schon mal sammeln solltest.

Wie sieht es mit Betreuungsunterhalt aus?

VG Susi


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Tsubame am 03. Juni 2017, 00:20:01
Hallo,

Beim Versuch der KM zu erklären, dass ich das Umgangsrecht schriftlich durch einen Dritten festhalten möchte, schaltete sie sofort auf Aggro. Ich würde sie damit unter Druck setzen und das würde sich auch aufs Kind übertragen. Sie wüsste keinen Grund warum wir das schriftlich regeln wollen, wenn sie mir doch versprochen hat, dass ich ihn nach Gewöhnung länger sehen könnte... nun ja, und noch so 1,2 Gründe mehr warum das nicht gehen würde bzw. sie das nicht möchte.

So wie es für mich klang, wird sie der Vaterschaft zustimmen, die Sorgeerklärung für das gemeinsame Sorgerecht aber nicht.


Nun, die Kindesmutter weiss keinen Grund und fordert, dass Du ihr vetraust. Gleichzeitig zeigt sie sehr deutlich, dass sie Dir nicht vetraut, den sie spricht sich gegen das GSR aus. Vielleicht solltet Du mit ihr einmal über gegenseitiges Vertrauen sprechen. Wer verheimlichte die Schwangerschaft und die Geburt des Kindes ? Die Tatsache, dass sie das GSR nicht will, ist eine Unverschämtheit und zeigt, dass Sie Dich im besten Fall als Anhängsel sieht. Frage sie, was wird, wenn sie stirbt oder dement wird. Wer wird sich um das Kind kümmern ? Ist ihr eine Pflegefalilie lieber ? Natürlich stimmt sie der Vaterschaftsanerkennung zu, sonst bist Du nämlich nicht verpflichtet zu zahlen.
Und sie würde von Dir unter Druck gesetzt ? Was macht sie denn mit Dir ? Und selbst setzt sie sofort das Kind als Druckmittel ein : wenn es ihr schlecht geht, geht es dem Kind schlecht.
Ich bin da ganz bei Papa Markus.
Du bist am besten beraten, parallel deiner Gesprächsversuche den Eilantrag auf Umgang zu stellen. Es hilft dir, auch wenn Mama mal eine Laune hat.

Auf eine für dich auf der kommuikativen Ebene angestrebten Lösung wird sie wohl nicht aus sein, oder wie erklärst du dir dass sie neun Monate dich in Unkenntnis lies sowie drei Monate des Lebens deines Kindes dir nahm? Entweder bist du ein "Guter-Mensch" oder etwas vernebelt (war ich auch). Du willst für das Kind da sein, dann solltest du dies auch deutlich zeigen. Ich würde sie über dein Vorgehen unterrichten und ihr lediglich mitteilen, dass es nicht dem Konflikt dient, sondern eben lediglich dazu dient, damit alles dauerhaft und vorallem belastbar geregelt wird (so wie sie das ja mit dem Unterhalt getan hat). Es wird auch mal schlechte Tage geben und da willst du einfach das Kind vor absichern.

Du wirst spätestens in drei Monaten hier erneut eine Frage zu diesem Thema stellen, wie du mit einer erneuten kniffligen Situation mit der Kindesmutter umgehen sollst. Ich erinnere mich zu gut, wie ich auf all die Medizinmänner, Schamanen und Scharlatane hörte, die sagten setze dich mit einem Tee ans Lagerfeuer und sing ein Lied mit ihr. Eine Mutter die ein Kind hat (und evtl. auch nur wollte) und zum Vater sonst keinerlei Bezug hat, hat gar keinen Grund im Jahr 2017 einen Vater für ihr Kind zu brauchen (oft Sichtweise der Mutter).

Richtig blutig sind nämlich erst diese ganzen weichgekochten Gesprächstherapien. Weil ohne Konsequenz für den potenziellen Unruhestifter und jeder versteht nur das was er hören will. Erinnern will man sich dann oft auch nicht. Mit einem handfesten Beschluss ist eurem Baby und euch beiden am besten geholfen.

Frage dich selber, ob du mal kurz Papa anrufst und mitteilst das der vereinbarte Umgang mit dem Jugendamt heute nicht klappt, weil das Baby plärrt oder ob du dich trauen würdest dies zu tun, wenn ein durchsetzbarer Beschluss vorliegt, mit der Option bis zu €25.000,- auf den Tisch legen zu müssen. Der Umgang wird regelmäßiger und belastbarer stanttfinden und so habt ihr alle was davon.






Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 04. Juni 2017, 20:14:01
Hallo,

klingt ein Schritt vorwärts und zwei zurück.

Mich würde mal interessieren wie der Unterhalt geregelt ist. Wenn die Vaterschaft nicht anerkannt ist, dann bist Du (noch) nicht der Vater, allerdings kann die KM, wenn die Vaterschaft anerkannt ist, den Unterhalt ab Geburt fordern, so dass Du das Geld zumindest schon mal sammeln solltest.

Wie sieht es mit Betreuungsunterhalt aus?

VG Susi

Hallo Susi

Ich glaube du hast es treffend formuliert - ein Schritt nach vorne, 2 zurück -
Sie hat die Vaterschaft mittlerweile anerkannt, das habe ich vom Jugendamt jetzt schriftlich. Im selben Schreiben steht, dass sie keine Erklärung über die gemeinsame Sorge abgegeben hat.

Den Unterhalt fürs Kind habe ich soweit schon bei Seite gelegt. Ich wusste ja seit dem positiven Vaterschaftstest, dass ich ab der Geburt Unterhalt zahlen muss. Und die Zahlung für den Kleinen leiste ich auch gerne. Bezüglich Betreuungsunterhalt habe ich mich noch nicht weiter belesen. Ich weiß nur, dass die KM beim Jugendamt auch über diese mögliche Zahlung durch mich, informiert wurde.

Ich bin leider gerade im lange geplanten Urlaub in Dänemark und Norwegen, kann deshalb den Kleinen erst am 15.06 wieder sehen und auch dann erst die KM mit dem Schreiben vom Jugendamt persönlich konfrontieren.
Ich werde aber die Zeit nutzen und die KM schonmal vorab per Mail darüber informieren, dass ich auf Grund der nicht getätigten gemeinsamen Sorgeerklärung durch sie, nun zeitnah das Jugendamt und gegebenenfalls das Familiengericht bemühen werde. Ich habe zum Glück eine Rechtsschutzversicherung. Ich hoffe die wird mir in so einem Fall behilflich sein.

@Tsubame
Ich bin ganz bei dir. Ich sehe es ja genauso wie du. Gerade, dass sie schon das Kind als Druckmittel nimmt halte ich für sehr bedenklich, auch was die Zukunft betrifft.


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 04. Juni 2017, 20:20:26
...

Kannst du mir evtl. nochmal detaillierter schildern, was jetzt genau der für dich richtige Weg wäre, also konkret. Der Gang zum Anwalt? Oder wo kann ich belastbar den Umgang klären?
Danke schon mal

______________________________
Mod: Vollzitat gelöscht
@Dad76, bitte zitiere nur die Teile die zum Verständnis Deiner Antwort erforderlich sind, sonst weiss niemand, worauf Du Dich beziehst


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Susi64 am 04. Juni 2017, 21:02:33
Hallo,

ich denke, dass die die Höhe des BU unterschätzt, im Prinzip muss sie gestellt werden als ob das Kind bzw. die Schwangerschaft ihre Karriere nicht verändert hätte, konkret kann sie von Dir das Einkommen vor der Geburt des Kindes minus Elterngeld fordern, wobei 300 Euro vom Elterngeld anrechnungsfrei sind. Du hast hier einen Selbstbehalt von 1300 Euro, wobei von Deinem Einkommen der KU vorher abgezogen wird.

Was das gSR angeht ist es auf alle Fälle sinnvoll einen Termin beim JA zu machen, die KM muss dazu zwar nicht erscheinen, aber Du hast Deinen guten Willen gezeigt.
Was die Rechtschutzversicherung angeht kann ich nichts sagen. Ich denke aber, dass der Antrag auf gSR (so heißt das tatsächlich) die Rechtsschutzversicherung nicht braucht. Das gSR kann Dir nur verweigert werden, wenn es dem Kindswohl schadet. Dafür sehe ich aber keinerlei Anzeichen.

Letzlich ist aber trotzdem so, dass die eigentliche Baustelle der Umgang ist. Der erste Schritt wäre eine schriftliche Vereinbarung zwischen euch als Eltern. Gestaffelt auf den Rest des 1. Lebensjahres und dann eine Stiegerung auf den normalen Umgang um den 2. Geburtstag.
Das bringt im Konfliktfall nicht viel, aber wenn sich beide erst einmal auf etwas schriftlich geeinigt haben, dann ist das ein guter Ausgangspunkt.
Bringt das nichts, dann sollte auch hier das JA involviert werden. Passiert dann immer noch nicht, dann bleibt Dir nur die Umgangsklage vor Gericht und das kann kompliziert und langwierig werden. Da Richter ungern Entscheidungen treffen könne sie z.B. anregen, dass ihr eine Elternberatung besuchen sollt und euch dann auf Umgang einigen.
Manchmal funktionierts, manchmal auch nicht, vorallem dauert es.

VG Susi


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: MutterzuBesuch am 04. Juni 2017, 22:38:16
Hallo,

Normale Rechtschutzversicherungen übernehmen zu 99 % keine Sorgerechts- und Umgangsstreitigkeiten.


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Tsubame am 04. Juni 2017, 23:14:40
Hallo,
In Deiner Situation wirst Du bald entscheiden müssen, ob es sich lohnt für das GSR zu kämpfen. Es wird von der Reaktion der Kindesmutter abhängen. Sprich noch einmal mit ihr und erkläre ihr, dass es sich hier nur um einige wenige Entscheidungen handelt, welche ihr gemeinsam treffen müsstest und unterstreiche, dass das Kind abgesichert sein sollte, wenn ihr etwas passiert. Stelle ihr hier die Frage nach dem gegenseitigem Vertrauen. Vielleicht auch, wenn Du Lust hast, ob sie glaubt, dass das Kind ein Recht auf seinen Vater hat oder nicht, wie sie sich Deine Rolle als Vater vorstellt oder nicht vorstellt. Bleibe sachlich. Falls sie sich wieder in der Opferrolle sieht (Stichwort Druck), erkläre, dass ihr alle drei in einer aussergewöhnlichen Situation seid, welche ihr meistern müsst zum Wohle des gemeinsamen Kindes und dass dieses Meistern vor allem  von ihrer Einstellung abhängt.

Tatsächlich kann das Kind eine innige Beziehung zu seinem Vater nur durch ausreichende Papazeiten aufbauen. Sie kann Dich und das Kind erpressen, in dem sie Papazeiten nur zulässt und fördert, wenn Du auf das GSR verzichtest. Dann solltest Du, wie PapaMarkus und Susie schreiben, gerichtlich den Umgang festlegen lassen um dem Kind Kontinuität und Sicherheit zu gewährleisten. Am besten schreibst Du ihr dann einen Brief (Einschreiben mit Fristsetzung für die Antwort), in dem Du ihr einen ausbaufähigen altersgerechten Vorschlag für die Papazeiten machst). Stimmt sie nicht zu, geht es zum Jugendamt, welche nur vermitteln können. Der dritte Schritt ist dann das Gericht.
VG,
Tsubame.


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 05. Juni 2017, 08:21:30
Hallo,

Normale Rechtschutzversicherungen übernehmen zu 99 % keine Sorgerechts- und Umgangsstreitigkeiten.

Fallen diese aber nicht unter Rechtsschutz bei Familienangelegenheiten? Diese sind nämlich explizit in meiner Rechtsschutz genannt.


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Inselreif am 05. Juni 2017, 09:51:02
Fallen diese aber nicht unter Rechtsschutz bei Familienangelegenheiten? Diese sind nämlich explizit in meiner Rechtsschutz genannt.
Und welche Leistungen sind in Familienangelegenheiten vorgesehen? Wahrscheinlich nur Beratung.

Gruss von der Insel


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 05. Juni 2017, 14:45:03
Und welche Leistungen sind in Familienangelegenheiten vorgesehen? Wahrscheinlich nur Beratung.

Gruss von der Insel

"über die Beratung hinaus gehend" ist der Wortlaut


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Papa Markus am 06. Juni 2017, 09:47:20
Kannst du mir evtl. nochmal detaillierter schildern, was jetzt genau der für dich richtige Weg wäre, also konkret. Der Gang zum Anwalt? Oder wo kann ich belastbar den Umgang klären?
Danke schon mal

Wie weiter oben beschrieben gehe ruhig auf die Mutter ein, biete ihr alle GEspräche an welche du anbieten kannst (schriftlich) Parallel dazu gehst du zu dem für euch zuständigen Amtsgericht (Wohnsitz des Kindes). Gehst dort zum Rechtspfleger (Temrin ist nicht notwendig, etv. Wartezeit einplanen). Dieser nimmt deinen Antrag um geine gerichtliche Ausgestaltung des Umgangs auf. Das ganze wird im Eilverfahren (vier Wochen) beschieden. Denke daran dass du den Beschluss per Billigung des Gerichts erwirken musst. Also per Durchsetzbarkeit, damit im Fall von Ad-Hoc Launen deiner Ex hier mal ordentlich eine ausgeteilt werden kann.
Das ganz geht in der ersten Instanz ohne Anwalt. den brauchst du auch nicht. Glaube mir- in Umgangsangelegenheiten sitzen die Anwälte meißt als teure Statisten da. Hier ist für diese nichts zu tun. Es sind die Beistände und Richter die hier ausschließlich im Sinne des Kindes entscheiden. Und Umgang mit dem Vater ist immer (es sei denn es liegt etwas gegen dich vor) im Sinne des Kindes.

Beide meine Weiber waren Furien, die eine weil sie extrem Geldgierig ist die andere weil sie eben nur ein Kind haben wollte. Seitdem ich die durchsetzbaren Umgangsregelungen habe, sehe und höre ich nichts mehr von denen, was diese ganzen Gemeinheiten angeht. PERFEKT


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 19. Juni 2017, 12:54:37
Morgen habe ich mit der KM Gespräch bei der Caritas. darum hatte mich das JA noch gebeten, bevor ich "den anderen Weg" wähle.
Ich verspreche mir nicht viel von diesem Treffen, habe aber dann wenigstens meinen guten Willen gezeigt.

Bis dato hat sich am Umgang gar nichts geändert, ich sehe ihn nur wenn die Mutter Zeit hat (vergangene Woche teilte sie mir mit, dass es diese Woche bei ihr nur am Mittwoch gehen würde??). Umgang beschränkt sich nach wie vor auf Kinderwagen schieben (oft schläft der Kleine dabei) und ab und an den Kleinen im Arm halten. Das ist für mich so unbefriedigend. Jeder aus ihrer Familie sieht den Kleinen öfters als ich.

In den letzten 6 Wochen hat sich am Umgang garnichts geändert, weswegen ich Anfang Juli den von Papa Markus gewählten Weg einschlagen werde.
Es sind mittlerweile noch 1,2 Sachen vorgefallen, die mich Nerven gekostet haben. Noch bin ich aber sehr ruhig und besonnen...

Schreibe dann hier, wie meine Eindrücke vom Treffen mit der KM bei der Caritas sind. Aber wie gesagt, ich gehe davon aus, dass das Ganze ihr nur zum Zeit schinden dient....


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Papa Markus am 19. Juni 2017, 13:55:31
...vielleicht noch eins. Denke immer daran, dass es nicht darum geht das du der bösen Mutter etwas schlimmes möchtest...
Du möchtest lediglich die natürlichen Bedürfnisse des Kindes gerecht werden. Das ist nunmal der Kontakt auch zum Vater (und das nicht nach dem Ermessen der Mutter).

Es wird jetzt ein wenig Zeit und Kraft kosten...du wirst "den Pokal" aber nach Hause tragen. Solange das Kind so klein ist bekommt es von dem ganzen Zwist nicht viel mit.
Umso länger du wartest (oder dich einlullen lässt), umso eher ist das Kind voll involviert. Und das ist das schlimm für das Kind. Deshalb mag die "juristische Keule" jetzt wie Kanonen auf
Spatzen wirken, ist aber bei diesem Verhalten der Mutter das einzig richtige. Bleib hart in der Sache und behalte das Kind im Fokus. Die Mutter hat nämlich nur dich im Fokus!


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 21. Juni 2017, 10:27:01
Gestern hatte ja ich das erste Gespräch bei der Caritas.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass es eine angenehme Atmosphäre war und ich auch mit einem gutem Gefühl nach Hause gefahren bin. Die KM wirkte danach etwas angesäuert, hatte sie sich das Ganze wohl etwas anders vorgestellt.

Kurz zusammengefasst konnte ich alle geäußerten Bedenken der KM mit Tatsachen und Äußerungen ausräumen. Auch die Frau der Caritas (Diplom Psychologin) musste am Ende fragen, was denn jetzt eigentlich das Problem der KM ist? Da kam halt nicht mehr sehr viel... Auch wenn es jetzt noch nicht ins Detail ging, so habe ich ein gutes Gefühl, dass ich verstanden wurde und man die Bedenken der KM nicht nachvollziehen kann. Es wurde auch sofort ein Umgang 2x die Woche vereinbart, auch an den WE, was vorher völlig unmöglich war. Inwieweit das jetzt natürlich dauerhaft ist werde ich sehen.
Auch hat sich die KM im Laufe der Unterhaltung in Lügen verstrickt, was auch der Dame der Caritas auffiel. Sie bohrte dann nochmal konkret nach uns stellte fest, dass Behauptungen bzw. Äußerungen haltlos waren bzw. nicht der Wahrheit entsprachen.

Ich werde auf jedem Fall beim nächsten Termin in 14 Tagen ganz konkret auf die Sorge und die schriftliche Regelung des Umgangs und dessen Erweiterung hinweisen.


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 11. August 2017, 11:50:55
hier ein weiteres Update nach dem 3ten Besuch bei der Caritas...

Nachdem es beim gestrigen Besuch bei der Caritas mal ordentlich gekracht hat, ist der jetzige Stand, dass ich den Kleinen ab sofort bei meinen beiden Umgangsterminen in der Woche, ohne die KM sehen darf. D.h. spazieren gehen und der Umgang allgemein ab jetzt ohne KM, anfänglich für ca. eine Stunde.

Bei den vergangenen ca. 25 Umgangsterminen in den letzen knapp 4 Monaten herrschte immer eine angespannte Stimmung. Man machte "gute Miene zum bösen Spiel". Ich wusste, dass es der KM in keinster Weise Recht war, dass ich den Umgang hatte. Es war ihr auch sehr unangenehm mit mir gemeinsam Zeit zu verbringen, wäre mir aber unter keinen Umständen entgegen gekommen und hätte mich alleine mit dem Kleinen losziehen lassen. Ich hatte mehrfach nachgefragt. Und ich spüre, dass sie mich auf keinem Fall als Vater für den Kleinen haben will, der ich ja aber nun mal bin. Und so kam es dann zum Krach beim Termin bei der Caritas, da ich das alles dort endlich mal ausgesprochen habe.

Die KM forderte immer nur (unter anderem mittlerweile auch BU, kurzfristige Verschiebungen des Umgangs um 1-2 Stunden, etc), blockte aber immer ab, wenn es darum ging, mir Zugeständnisse zu machen.

Nun ja, die gemeinsame Sorge wird dann bis zum Ende des Jahres "geklärt" werden, da ich eine Frist gesetzt habe.

Ich hoffe, dass sich jetzt die Lage etwas entspannt, da der Umgang jetzt ohne die KM stattfindet.

Gruß
Dirk


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Papa Markus am 14. September 2017, 11:00:54
...mal eine Anmerkung am Rande...du siehst offenen Auges was die Gute da abzieht und gibst ihr Fristen zur Zustimmung der gemeinsamen Sorge?
Wenn du Google einmal bemühst wirst du sehen, dass in Sachen Sorgerecht die Zustimmung einer Mutter nur noch ein Placebo ihres Egos ist. Jedes Familiegericht stimmt
einem Antrag des Vaters auf GSR zu, spätestens seit dem EUGH Urteil.

Evtl. hast du mehr Ansehen vor der Mutter wenn du einmal "durchgreifst" als das wenn du immer den Deeskalierenden Bückling machst. Letzteres kostet nicht nur Nerven sondern auch Zeit mit deinem Kind


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 20. September 2017, 08:49:24
kurzes Zwischenfazit

Nachdem ich im Juni aufgefordert wurde, Auskunft über mein Einkommen abzugeben damit der Unterhalt fürs Kind und den BU ausgerechnet werden kann, habe ich vergangene Woche durch die KM eine erste "Berechnung" (die ihren Namen nicht annähernd verdient hat) des JA als "Diskussionsgrundlage"  ausgehändigt bekommen. Demnach sollte ich knapp 800,-€ BU zahlen. Eine Berechnung für den KU war gar nicht dabei. Auffällig war die Tatsache, dass sie Berechnungen des BU rückwirkend bis zur Geburt meines Sohnes dabei hatte, obwohl ich erst im April vom Kind erfahren habe und erst im Juni zur Abgabe meiner Einkommensverhältnisse aufgefordert wurde.

Zu den Lohnzetteln der letzten 12 Monate, hatte ich natürlich auch die Nachweise über die private Krankenversicherung sowie über die laufenden Kredite ausgehändigt. Diese wurden aber bei der der "Berechnung" des JA in keinster Weise beachtet, weshalb ich auf einen BU von knapp 800,-€ gekommen wäre. Also ab zum Anwalt und dort die Berechnung durchführen lassen. Stand jetzt zahle ich also 289,-€ BU um nicht unter meinen Selbstbehalt von 1200,-€ zu rutschen, und nicht rückwirkend bis zur Geburt sondern erst ab Juni, da ich zu dem Zeitpunkt erst zur Abgabe der Einkommensnachweise aufgefordert wurde. Die Summe wird sich noch etwas reduzieren, da ich die mtl. Beiträge für die Gewerkschaft vergessen hatte anzugeben.

Was wohl jetzt noch als nächstes kommt, sind Forderungen der KM für den Sonderbedarf Babyerstausstattung, wobei ich ja schon quasi am Limit des finanziell Leistbaren bin. In dem Zussammenhang die Frage, was genau alles zu dieser Babyerstausstattung zählt. Vielleicht kann mir da ja jemand behilflich sein.

Grüße
Dirk


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Susi64 am 20. September 2017, 09:15:42
Hallo,

Du musst KU und BU strikt trennen. Das JA vertritt im Falle einer Beistandschaft das Kind und wird deshalb den KU berechnen und eintreiben. Ansonsten kann das JA den KU für die KM berechnen, endgültig ist das aber nicht, das geht nur durch ein Gericht. Wenn die Rechnung aber richtig ist gibt es natürlich keinen Grund die Rechnung anzufechten.

Beim BU kann das JA die KM nur beraten. Das JA muss hier auch nicht rechnen. Richtig ist, dass BU gefordert werden muss und deshalb nicht rückwirkend gezahlt werden muss und Du einen Selbstbehalt von 1200 Euro hast.

Es gibt ein Urteil des OLG Koblenz von 2009 (OLG Koblenz v. 12.5.2009 - 11 UF 24/09 (http://www.verwaltungspraxis.jurion.de/ordnungsrecht/?user_aktuelles_pi1%5Baid%5D=172522&cHash=387bd539d595d005f5a6907d060c902a)  oder auch hier (http://www.t-online.de/leben/familie/baby/id_19934296/unterhaltsurteil-so-viel-ist-fuer-die-baby-erstausstattung-faellig-.html)) nach der die Säuglingserausstattung Sonderbedarf ist und in der Regel 1000 Euro nicht überschreitet. Damit wird die Säuglingserstaustattung pauschalisiert und Du solltest mit 1000 Euro rechnen.

VG Susi
 


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 20. September 2017, 09:24:05
Danke Susi für die schnelle Info...

Ist es sinnvoll, sich für die Erstausstattung Quittungen zeigen zu lassen, wenn ich weiß, dass die KM viele Sachen geliehen oder geschenkt bekommen hat bzw. diese gebraucht gekauft hat? Kann sie denn pauschal 1000,-€ fordern, wenn nachweisbar wäre, dass sie nicht mal annähernd soviel Geld dafür ausgegeben hat. Und was genau zählt zu dieser Erstausstattung?

Findet es in dem Zusammenhang auch Beachtung, dass ich auch eine gewisse Erstausstattung "beschafft" habe, da ich ja von der KM getrennt lebe und für die Zeiten meines Umgangs auch ein Babybett, Kinderwagen, Babyschale fürs Auto etc. beschafft habe?

Und inwieweit muss ich diese Pauschale sofort zahlen, wenn ich doch aktuell nach Zahlung KU und BU schon bei meinen 1200,-€ Selbstbehalt bin?

Fragen über Fragen... Sorry


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: der Frosch am 20. September 2017, 09:27:57
Hallo Dad76
Als Nachsatz zu Susi64 möchte ich noch anmerken, das der Unterhalt für das Kind vorgeht und als erstes von Deinem bereinigten Netto abgezogen wird, bevor es an die Berechnung für den Betreungsunterhalt der Mutter geht. Wenn dann nach Abzug Deines Selbstbehaltes von 1200 € übrig ist bekommt Sie den BU.

LG der Frosch


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Susi64 am 20. September 2017, 10:46:45
Hallo,

Da die Erstaustattung Sonderbedarf ist, ist sie nicht mit dem KU abgedeckt.
Selbstverständlich muss auch die Erstausstattung belegt werden, selbst wenn es pauschaliert ist, heißt das nicht, dass man einfach die Pauschale kassieren kann. Eine gewisse Kulanz bei überlassenen Sachen sollte trotzdem drin sein.

Eine Auflistung der Erstaustattung findest Du z.B. hier (https://www.baby-walz.de/erstausstattung/) oder auch hier (https://www.urbia.de/magazin/schwangerschaft/baby-erstausstattung), natürlich braucht man nicht alles, aber 1000 Euro kommen da schnell zusammen.

Dass Du auch Aufwendungen hast ist bei der ganzen Sache leider nicht berücksichtigt und Du kannst das nicht gegenrechnen.

Da das Baby mittlerweile 4 Monate alt ist, braucht die KM das Geld doch nicht mehr für die Anschaffung, deshalb sollte Ratenzahlung möglich sein.

VG Susi


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 20. September 2017, 20:20:23
Wie mir die KM beim heutigen Termin bei der Caritas mitgeteilt hat, hat sie für gar keine Sachen der Erstausstattung eine Quittung mehr. Ich hatte sowas ja schon vermutet, da sie in den vergangenen Monaten häufig erwähnt hat, dass sie vieles geschenkt oder gebraucht bekommen hat bzw. sich gewisse Dinge geliehen hat. Und mal ganz ehrlich... so gänzlich ohne einen Nachweis für irgendwas tu ich mich ziemlich schwer mal eben so mindestens 500,-€ zu zahlen.

Außerdem möchte sie noch, dass ich mich an den Kosten für die private Krankenversicherung für den Kleinen hälftig beteilige. Dies kann ich dann aber sicher auch zur Bereinigung meines Nettoeinkommen rechnen und gegebenenfalls den BU um diese Summe kürzen!? Ich bin ja eigentlich mit allen Zahlungen schon bei meinem Mindestbehalt von 1200,-€...


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Inselreif am 20. September 2017, 20:28:01
Hi Dad,

wieso ist das Kind privat krankenversichert?
Grundsätzlich bist Du verpflichtet, die PKV nicht nur hälftig sondern vollständig zu übernehmen. Das kann dann bei der Bereinigung des Einkommens vorneweg (also vor Berechnung des KU) abgezogen werden und mindert insofern auch die Leistungsfähigkeit für BU.

Gruss von der Insel


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 20. September 2017, 20:30:57
Hi Dad,

wieso ist das Kind privat krankenversichert?
Grundsätzlich bist Du verpflichtet, die PKV nicht nur hälftig sondern vollständig zu übernehmen. Das kann dann bei der Bereinigung des Einkommens vorneweg (also vor Berechnung des KU) abgezogen werden und mindert insofern auch die Leistungsfähigkeit für BU.

Gruss von der Insel

Danke dir für die Info...
da sowohl die KM als auch ich jeweils privat versichert sind, ist wohl nur eine private Krankenversicherung für den Kleinen möglich


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 03. November 2017, 17:54:00
So, hier mal bei meiner Geschichte der aktuelle Stand der Dinge

Nach mittlerweile 7 Terminen bei der Familienberatung hat die KM am gestrigen Tag jeden weiteren Termin dort abgesagt. Sie wünscht keine weitere Beratung. Dies hat sie der Caritas per Mail mitgeteilt, ich weiß es auch nur von der Caritas selber, von der KM nicht. Dies und viele, viele weitere Schikanen der KM, brachten uns an den Punkt an dem wir jetzt sind...

Die Termine verliefen eigentlich immer gleich, ich wollte gerne mehr als die 2x 1,5h Umgang in der Woche, habe immer wieder die von mir angestrebte gemeinsame Sorge zum Thema gemacht und die KM war in der ganzen Zeit damit beschäftigt, mit zu erklären, warum das Ganze nicht geht. Es waren immer wieder sie selben "Argumente" (stillen, keine festen Schlafenszeiten des Kleinen und der gänzlich fehlende Rhythmus sowie mangelndes Vertrauen mir gegenüber...) Beim letzten Caritas Termin war es so schlimm, dass es nicht mal möglich war Zeiten zu finden, an denen ich den Kleinen bekommen könnte und er eben nicht die nächsten 1,5h gestillt werden müsste, schlafen muss oder von der Mutter Brei bekommt.

Das Ende vom Lied ist, dass die Mutter keine weiteren Termine bei der Caritas möchte, somit auch das Thema gemeinsame Sorge eben kein Thema mehr ist.
Ich werde jetzt beim Familiengericht die gemeinsame Sorge beantragen und gleichzeitig auf eine schriftliche Umgangsregelung bestehen.

Ich habe zwar schon bissel bei Google gesucht, aber gibt es hier im Forum vielleicht irgendwo schon einen Musterantrag zur gemeinsamen Sorge bzw. dem festlegen von Umgangszeiten. Mein Kleiner wird in knapp 3 Wochen, 10 Monate alt. Ich hatte seit Mai ca. 53 Umgänge in 25 Wochen mit dem Kleinen gehabt. Keine Ahnung, ob das im Antrag mit formuliert werden muss oder sollte.

Für eure Tipps oder Hinweise wäre ich euch sehr dankbar.

Grüße


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 03. November 2017, 18:03:26


Ich habe zwar schon bissel bei Google gesucht, aber gibt es hier im Forum vielleicht irgendwo schon einen Musterantrag zur gemeinsamen Sorge bzw. dem festlegen von Umgangszeiten. Mein Kleiner wird in knapp 3 Wochen, 10 Monate alt. Ich hatte seit Mai ca. 53 Umgänge in 25 Wochen mit dem Kleinen gehabt. Keine Ahnung, ob das im Antrag mit formuliert werden muss oder sollte.

Für eure Tipps oder Hinweise wäre ich euch sehr dankbar.

Grüße

Sorry, habe hier im Forum gerade selber ein sehr allgemeinen Antrag  gefunden...


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Susi64 am 03. November 2017, 18:18:25
Hallo,

es gibt auch auf der Seite des ISUV (https://www.isuv.de/downloads/) einen Musterantrag, diesen unter allgemeinen Informationen anklicken, runterscrollen und auf download klicken, kostet nichts, habe ich gerade ausprobiert.
Die gemeinsame Sorge ist relativ einfach zu bekommen, da sie nur verweigert werden kann, wenn es dem Kindswohl entgegensteht. Rein praktisch bringt Dir die gemeinsame Sorge aber nicht viel, Dein eigentlich es Problem ist der Umgang.

Deine Vorstellungen sind auf keine Fall unbillig, es wird aber nicht einfach das durchzusetzen. Offensichtlich ist der friedliche Weg am Ende und hat zu nichts geführt. Letzlich kannst Du beim Gericht eine Umgangsregelung beantragen. Das Problem damit ist, dass es mit Sicherheit nicht schnell geht, die Beziehung zur KM natürlich nicht verbessert und der Kampf weitergeht.
In aller Regel wird das Gericht auch erst einmal versuchen, dass sich die Eltern einigen. Vielleicht bringt aber der Druck etwas.

VG Susi


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 03. November 2017, 18:27:00
Danke für den Tipp Susi.
Das Problem mit dem Umgang ist doch aber, dass die KM und ich trotz Hilfe der Caritas nicht auf einen vernünftigen Umgang einigen konnten und die vereinbarten Umgangstermine durch die KM beliebig verändert, verschoben oder verkürzt wurden. Das Ganze war dann auch rein dienstlich etc. kaum noch planbar. Im Endeffekt lief alles darauf hinaus, dass sie mir die bereits bei der Caritas getroffenen Umgangsvereinbarungen gekürzt hat und zu keinen weiteren Kompromiss bereit war.

Deshalb würde es auch nur sehr wenig Sinn machen, wenn das Gericht diesen Vorschlag macht, da meine , für mein Dafürhalten völlig normalen Wünsche über den möglichen Umgang, bei der Mutter auf taube Ohren stoßen werden. Der Umgang muss vom Gericht oder wer auch immer das tut, festgelegt werden, am besten belastbar.

Ich habe wirklich alles versucht mit der KM einen normalen Umgang zu pflegen. Aber es sind mittlerweile so viele Dinge passiert, die mein Vertrauen in sie gänzlich "vernichtet" haben. Selbst die Dame der Caritas konnte nur noch den Kopf schütteln.


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Susi64 am 03. November 2017, 22:19:55
Hallo,

letzlich ist eine gerichtliche Entscheidung natürlich bindend, das Problem ist aber Deine Vorstellung, dass sich sofort, schnell etwas ändert.
Die Mühlen des gerichts mahlen langsam und Du wirst nach wie vor viel Geduld und Ausdauer brauchen um überhaupt etwas zu erreichen.

VG Susi


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: AnnaSophie am 04. November 2017, 07:51:42
Hallo,

ihr wart also zu mehreren Gesprächen bei der Caritas. Während dieser Zeit gab es regelmäßigen Umgang.
Hattet ihr zuvor ein Gespräch beim Jugendamt?

Ich würde jetzt beim Jugendamt anrufen und kurzfristig um einen Termin bitten, zu der auch die KM eingelalden wird. Als Gründe nennst du die Gespräche bei der Caritas und das die KM dort erklärt habe, ab sofort keinen Umgang mehr zuzulassen.
Aufgrund des Alters des Kindes bittest du um einen schnellen Termin um die Umgänge, Häufigkeit und Dauer zu besprechen. Auch möchtest du als Thema das gemeinsame Sorgerecht anbringen.

Wenn die KM nicht kommt oder sie auf ihrer Meinung beharrt, dass sie keinen Umgang mehr zulassen will, dann stellst du einen Umgangsantrag bei Gericht und erwähnst dabei die gemeinsamen Caritas-Gespräche sowie das erfolglose Gespräch beim Jugendamt. Und erklärst, wie du dir den Umgang vorstellst...und erwähnst, dass aufgrund des Alters des Kindes es eilbedürftig sei, weil hier der Umgang ja häufiger sein soll. Was durch die Umgangsverweigerung der KM jetzt nicht möglich sei.

Sophie


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 04. November 2017, 09:39:59
Hallo,

letzlich ist eine gerichtliche Entscheidung natürlich bindend, das Problem ist aber Deine Vorstellung, dass sich sofort, schnell etwas ändert.
Die Mühlen des gerichts mahlen langsam und Du wirst nach wie vor viel Geduld und Ausdauer brauchen um überhaupt etwas zu erreichen.

VG Susi

Ich bin mir durchaus bewusst, dass es keine schnelle Änderung der Situation geben wird. Aber im Moment ist alles besser als tatenlos zuzusehen, wie mir die KM den Kleinen mehr und mehr "abspenstig" macht. Ich habe die Geduld und die Ausdauer, aber durch diesen Schritt auch etwas mehr die Hoffnung, dass sich irgendwann tatsächlich mal etwas ändert. Ich habe mir jetzt 5 Monate angehört, dass die KM noch zeit brauch. Sie hat im Endeffekt dann die Gespräche nur noch genutzt um ihre finanziellen Forderungen zu stellen. Ein tatsächliches Entgegenkommen ihrerseits war nicht absehbar. Der Tenor war, dass ich ihr doch dankbar sein müsste, den Kleinen wenigstens 2x die Woche für 1,5h zu sehen und ich mir doch auch mal überlegen müsste ihr gegenüber mich dankbarer und "freundlicher" zu zeigen. Das klang für mich ganz klar nach einer Drohung. Daraufhin, sagte sie ja auch jedes weitere Gespräch bei der Caritas ab.


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 04. November 2017, 10:07:52
Hallo,

ihr wart also zu mehreren Gesprächen bei der Caritas. Während dieser Zeit gab es regelmäßigen Umgang.
Hattet ihr zuvor ein Gespräch beim Jugendamt?

Ich würde jetzt beim Jugendamt anrufen und kurzfristig um einen Termin bitten, zu der auch die KM eingelalden wird. Als Gründe nennst du die Gespräche bei der Caritas und das die KM dort erklärt habe, ab sofort keinen Umgang mehr zuzulassen.
Aufgrund des Alters des Kindes bittest du um einen schnellen Termin um die Umgänge, Häufigkeit und Dauer zu besprechen. Auch möchtest du als Thema das gemeinsame Sorgerecht anbringen.

Wenn die KM nicht kommt oder sie auf ihrer Meinung beharrt, dass sie keinen Umgang mehr zulassen will, dann stellst du einen Umgangsantrag bei Gericht und erwähnst dabei die gemeinsamen Caritas-Gespräche sowie das erfolglose Gespräch beim Jugendamt. Und erklärst, wie du dir den Umgang vorstellst...und erwähnst, dass aufgrund des Alters des Kindes es eilbedürftig sei, weil hier der Umgang ja häufiger sein soll. Was durch die Umgangsverweigerung der KM jetzt nicht möglich sei.


Ja, wir hatten gesamt 7 Gespräche in 5 Monaten bei der Caritas. Sie lehnte die gemeinsame Sorge ab, worauf ich mich an die Caritas wand. Nachdem ich ihr gesagt hatte, dass ich die gemeinsame Sorge anstrebe, drohte sie mir mit Anwalt, lies sich aber erstmal auf die Gespräche bei der Caritas ein. Als ich äußerte, dass ich auch den Umgang gerne schriftlich regeln lassen würde, äußerte sie nur noch, dass ich sie damit unter Druck setzen würde und sich dies auf den Kleinen übertragen würde. Deshalb habe ich bis jetzt auch ihre ganzen Versuche die Umgänge zu boykottieren ignoriert und auf Einsicht durch die Gespräche bei  der Caritas gehofft. Dies ist aber jetzt hinfällig. Regelmäßigen Umgang hatte ich, diesen aber mit ständigen kurzfristigen Terminverschiebungen, Kürzungen, kurzfristigen Absagen (die Termine wurden dann aber später nachgeholt).

Ich werde jetzt beim Amtsgericht einen Antrag auf Übertragung der gemeinsamen Sorge abgeben und zeitgleich den ASD über den Sachverhalt persönlich informieren. An ein Gespräch mit der KM bzw. an eine Umgangsregelung die der KM und mir zusagt, bzw. meiner Meinung nach für den Kleinen nötig, erforderlich oder auch wünschenswert ist, ist aktuell nicht zu denken.

Aktuell verweigert sie mir ja den Umgang nicht, aber er soll 2x die Woche von 16:45 - 18:15 Uhr stattfinden. Diesen Donnerstag bei Abholung zum Umgang, war er schon total müde und fertig, wie sich später auch rausstellte, sehr hungrig. Eine Woche nach der Zeitumstellung halte ich diese Zeit für nicht geeignet. Eine Woche zuvor, wurde der Kleine nach Aussage der Mutter um diese Zeit (17:45 - 19:15) bereits langsam gefüttert bzw. gestillt und bettfertig gemacht. Ich finde das unmöglich und verantwortungslos dem Kleinen gegenüber. Sie trägt ganz klar ihren Kleinkrieg auf den Schultern des Kleinen aus.

Das kann und möchte ich nicht akzeptieren.



Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: TotoHH am 04. November 2017, 10:23:42
Aktuell verweigert sie mir ja den Umgang nicht, aber er soll 2x die Woche von 16:45 - 18:15 Uhr stattfinden. Diesen Donnerstag bei Abholung zum Umgang, war er schon total müde und fertig, wie sich später auch rausstellte, sehr hungrig. Eine Woche nach der Zeitumstellung halte ich diese Zeit für nicht geeignet. Eine Woche zuvor, wurde der Kleine nach Aussage der Mutter um diese Zeit (17:45 - 19:15) bereits langsam gefüttert bzw. gestillt und bettfertig gemacht. Ich finde das unmöglich und verantwortungslos dem Kleinen gegenüber. Sie trägt ganz klar ihren Kleinkrieg auf den Schultern des Kleinen aus.


Moin,
mach (Dir) bitte wegen dieses kleinen Hickups aufgrund der Winterzeitumstellung keinen Stress. Das spielt sich schnell ein und ist auch nicht schädlich fürs Kind. Ja klar, mit Absprachen könnte so etwas besser berücksichtigt werden. Aber wenn es seitens KM so nicht gewollt ist, dann riskiere deswegen nicht eine grs. Diskussion.

Vielmehr: nutze den bestehenden Umgang für die Festigung der Bindung zw. Dir und dem kleinen Wurm. Und erkenne, dass mit dem absehbaren Ende des Stillens längere Zeitfenster sinnvoll sind. Dann sicherlich auch am WE (und ja, das Kind wird auch dann mal Mittagsschlaf bei Dir halten). Ich halte nach wie vor genau diesem Zeitpunkt dann für geeignet, eine feste Umgangsregelung mit JA zu besprechen und notfalls bei Gericht festschreiben zu lassen! Und was gibt es besseres, als wenn Du darauf verweisen kannst, dass die 2x 90‘ bislang problemlos klappen.

toto


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 04. November 2017, 10:38:48

Vielmehr: nutze den bestehenden Umgang für die Festigung der Bindung zw. Dir und dem kleinen Wurm. Und erkenne, dass mit dem absehbaren Ende des Stillens längere Zeitfenster sinnvoll sind. Dann sicherlich auch am WE (und ja, das Kind wird auch dann mal Mittagsschlaf bei Dir halten). Ich halte nach wie vor genau diesem Zeitpunkt dann für geeignet, eine feste Umgangsregelung mit JA zu besprechen und notfalls bei Gericht festschreiben zu lassen! Und was gibt es besseres, als wenn Du darauf verweisen kannst, dass die 2x 90‘ bislang problemlos klappen.



Der Umgang klappt ja bereits bestens, trotz all der Schikanen. Meist ist der Kleine übermüdet. Ist kein Problem, denn er schläft problemlos im Kinderwagen, aber auch hier bei mir daheim in seinem Bettchen ein. Ich wohne nur 15min von der KM entfernt und habe ihn deshalb bei schlechten Wetter auch schon hier mit daheim gehabt. Das Aufwachen funktioniert problemlos, das einschlafen, ich windel ihn, würde ihm auch Brei geben wenn es die KM zulassen würde. Es wäre also überhaupt kein Problem zu sagen, ich darf den Kleinen 2 oder 3x die Woche für 3 Stunden haben. Meine Bindung zum Kleinen ist sehr gut, das bestätigt auch die Caritas. Und das Todschlagargument Stillen ist bei 3h Umgang auch kein Problem. Die KM untersagt mir aber den Kleinen zum Beispiel Brei zu geben, sie möchte nicht, dass er bei mir daheim schläft, weswegen sie den Umgang nur auf maximal 1,5h begrenzt.


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: TotoHH am 04. November 2017, 10:55:45
Und das Todschlagargument Stillen ist bei 3h Umgang auch kein Problem. Die KM untersagt mir aber den Kleinen zum Beispiel Brei zu geben, sie möchte nicht, dass er bei mir daheim schläft, weswegen sie den Umgang nur auf maximal 1,5h begrenzt.
Ich weiß, dass das albern ist. Und bisweilen fühlt es sich sicherlich auch erniedrigend an, so abhängig von der Allmacht der KM zu sein.
Aber willst Du jetzt ne Grundsatzdiskussion über Stillen und Zufüttern führen? Oder die Chance nutzen, die sehr kfr kommt, wenn dies nicht mehr als Argumente angeführt werden kann?
Und alle neuen Argumente die KM dann vermutlich ins Feld führt, werden nicht besser werden.
toto


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 04. November 2017, 11:33:59
Ich weiß, dass das albern ist. Und bisweilen fühlt es sich sicherlich auch erniedrigend an, so abhängig von der Allmacht der KM zu sein.
Aber willst Du jetzt ne Grundsatzdiskussion über Stillen und Zufüttern führen? Oder die Chance nutzen, die sehr kfr kommt, wenn dies nicht mehr als Argumente angeführt werden kann?
Und alle neuen Argumente die KM dann vermutlich ins Feld führt, werden nicht besser werden.
toto

Ich kann deine "Abwarten und Tee trinken" Version bisweilen nachvollziehen. Aber bei 3h Umgang ist das Stillen eben kein Thema, was den Kleinen beeinträchtigen würde. Es ist nur ein Problem der KM. Und das ist für mich kein Argument, zumal ich die letzten 5 Monate nichts anderes als "die Chance zu nutzen"getan habe, nämlich die Familienberatung bei der Caritas - mit dem Ergebnis, dass sie die Beratung seit letzte Woche ablehnt und die bereits dort getroffenen Umgangsregelungen nach ihrem Geschmack kürzt. Es waren also im ersten Moment 2 Schritte nach vorne, seit letzter Woche wieder 3 zurück!


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: TotoHH am 04. November 2017, 11:46:45
Aber bei 3h Umgang ist das Stillen eben kein Thema, was den Kleinen beeinträchtigen würde. Es ist nur ein Problem der KM.
Ja, ja, ja - alles richtig! Aber willst Du jetzt, wo das Stillen auf der Zielgeraden ist, darüber diskutieren? Unter vernünftigen Erwachsenen würde man jetzt hier sukzessive die Zeit verlängern und schon die Zeit nach dem Abstillen planen - geht hier aber nicht.

Also hast Du jetzt zwei Möglichkeiten:

Entweder Du diskutierst das aus. Die Diskussion ist emotional, beeinträchtigt vermutlich den eh schon begrenzten  Umgang und wird frühestens zu einem Ende führen, wenn das Thema Stillen kein Thema mehr ist.

Oder Du bereitest jetzt alles vor und arbeitest alles schritt für schritt ab. Und wenn die Vorbereitung noch zwei Monate dauern, sich bis dahin das einzige, was Du wirklich nicht leisten kannst (nämlich das Stillen) erledigt hat, umso besser. Du verlierst m.E. dabei keine Zeit. Sondern konzentrierst Deine Energie auf die Regelung in der Zukunft.

so, jetzt dürfen auch mal andere hier, das war und ist nur meine Meinung.

gruß toto, der hofft, dass Du Dich nicht aus Prinzip verrenst.


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 04. November 2017, 11:59:40
Ja, ja, ja - alles richtig! Aber willst Du jetzt, wo das Stillen auf der Zielgeraden ist, darüber diskutieren? Unter vernünftigen Erwachsenen würde man jetzt hier sukzessive die Zeit verlängern und schon die Zeit nach dem Abstillen planen - geht hier aber nicht.

Also hast Du jetzt zwei Möglichkeiten:

Entweder Du diskutierst das aus. Die Diskussion ist emotional, beeinträchtigt vermutlich den eh schon begrenzten  Umgang und wird frühestens zu einem Ende führen, wenn das Thema Stillen kein Thema mehr ist.

Oder Du bereitest jetzt alles vor und arbeitest alles schritt für schritt ab. Und wenn die Vorbereitung noch zwei Monate dauern, sich bis dahin das einzige, was Du wirklich nicht leisten kannst (nämlich das Stillen) erledigt hat, umso besser. Du verlierst m.E. dabei keine Zeit. Sondern konzentrierst Deine Energie auf die Regelung in der Zukunft.

so, jetzt dürfen auch mal andere hier, das war und ist nur meine Meinung.

gruß toto, der hofft, dass Du Dich nicht aus Prinzip verrenst.

Ich danke dir für deine Meinung!


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Tsubame am 04. November 2017, 12:57:31
Hallo,

Hat die KM schon einmal geäussert, wann sie denkt abzustillen ?

VG,
Tsubame


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 04. November 2017, 13:04:11
Hallo,

Hat die KM schon einmal geäussert, wann sie denkt abzustillen ?

VG,
Tsubame

Hallo

Ja, das hat sie... die Dame der Caritas hatte auch schon deswegen nachgefragt...

ich glaube wörtlich hat sie gesagt "Ich richte mich mit dem abstillen nach dem Kleinen. Er wird mir schon zeigen, wann er nicht mehr gestillt werden möchte bzw. das nicht mehr brauch".

Sie hat also das abstillen völlig offen gelassen... sie gab an, dass sie das stillen auch als "Flüssigkeitszufuhr" für den Kleinen nutzt, da er manchmal kein Wasser trinken mag....


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: nadda am 04. November 2017, 13:30:07
Hi,

das Stillen ist nicht das Problem, ich habe sehr lange gestillt und konnte meine Kinder trotzdem problemlos
Stundenweise bei Papa, Oma oder Opa lassen.

Das Problem ist in ihrem Kopf, weil sie nicht möchte. Auch ein gestilltes Kind wird in diesem Alter ja zugefüttert.
Ein Baby in diesem Alter kann problemlos seine Flüssigkeit über ein Fläschchen bekommen, es kann bei Hunger
Brei bekommen.

Denke dir bleibt nichts anderes als eine Klage. Sie hat die Beratung abgebrochen, somit bleibt dir nichts anders.

LG
Nadda


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: MutterzuBesuch am 04. November 2017, 13:34:11
Ich finde, man muss die Aussage der Mutter jetzt nicht in Frage stellen, dass ist völlig in Ordnung so.
Warum sollte man mutwillig etwas beenden, wofür die Natur schon ihr eigenes Ende vorgesehen hat und dieses Ende auch noch sehr viel zu früh durchsetzen? Um dem Kind dann ERSATZmilch zu geben, die Logik dahin hat sich mir nie erschlossen...
Das Baby wird mehr und mehr BEIkost bekommen und die Stillabstände werden mit der Zeit größer.


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Wasserfee am 04. November 2017, 13:57:36
Warum sollte man mutwillig etwas beenden, wofür die Natur schon ihr eigenes Ende vorgesehen hat und dieses Ende auch noch sehr viel zu früh durchsetzen? Um dem Kind dann ERSATZmilch zu geben, die Logik dahin hat sich mir nie erschlossen...
Das Baby wird mehr und mehr BEIkost bekommen und die Stillabstände werden mit der Zeit größer.

Das sehe ich genauso.

Und ich hätte mir schon die Frage verbeten, wann ich denn gedenke, abzustillen.

Einfach noch ein wenig Geduld, das Ende ist ja absehbar.

Wasserfee


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 04. November 2017, 13:59:02
Ich finde, man muss die Aussage der Mutter jetzt nicht in Frage stellen, dass ist völlig in Ordnung so.
Warum sollte man mutwillig etwas beenden, wofür die Natur schon ihr eigenes Ende vorgesehen hat und dieses Ende auch noch sehr viel zu früh durchsetzen? Um dem Kind dann ERSATZmilch zu geben, die Logik dahin hat sich mir nie erschlossen...
Das Baby wird mehr und mehr BEIkost bekommen und die Stillabstände werden mit der Zeit größer.

Nochmal ganz deutlich... ich habe gar nichts gegen das stillen! Aber.... laut ihrer eigenen Aussage stillt sie noch maximal aller 4 Stunden tagsüber. Ansonsten bekommt er schon Früh, Mittags und Abends Brei. Ich rede hier nicht davon, dass ich den Kleinen 6h oder über Nacht betreuen möchte... ich rede hier von vielleicht 3h und der Möglichkeit, ihn im Falle auch mal bei tagsüber bei mir schlafen zu lassen oder ihm Brei geben zu können. Aber selbst diese Möglichkeiten nimmt sie mir gänzlich...


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 04. November 2017, 14:00:51
Das sehe ich genauso.

Und ich hätte mir schon die Frage verbeten, wann ich denn gedenke, abzustillen.

Einfach noch ein wenig Geduld, das Ende ist ja absehbar.

Wasserfee

Die Frage nach dem abstillen kam von der Dipl. Psychologin der Caritas... und die wusste schon, warum sie so konkret nachfragt. Ich kann hier leider nicht alle Details aufführen...


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Tsubame am 04. November 2017, 14:03:33
Hallo,

Ich finde, man muss die Aussage der Mutter jetzt nicht in Frage stellen, dass ist völlig in Ordnung so.
Warum sollte man mutwillig etwas beenden, wofür die Natur schon ihr eigenes Ende vorgesehen hat und dieses Ende auch noch sehr viel zu früh durchsetzen? Um dem Kind dann ERSATZmilch zu geben, die Logik dahin hat sich mir nie erschlossen...
Das Baby wird mehr und mehr BEIkost bekommen und die Stillabstände werden mit der Zeit größer.

Kein Mensch hier kritisiert, dass das Kind gestillt wird und dass die Mutter sich nach dem Kind richtet um Abzustillen.


ich glaube wörtlich hat sie gesagt "Ich richte mich mit dem abstillen nach dem Kleinen. Er wird mir schon zeigen, wann er nicht mehr gestillt werden möchte bzw. das nicht mehr brauch".


Das Problem ist, dass die Mutter versucht den Aufbau einer Vater-Kind-Beziehung zu verhindern. Und sich damit im Recht sieht.

Nadda hat es richtig dargestellt.

Hi,

das Stillen ist nicht das Problem, ich habe sehr lange gestillt und konnte meine Kinder trotzdem problemlos
Stundenweise bei Papa, Oma oder Opa lassen.

Das Problem ist in ihrem Kopf, weil sie nicht möchte. Auch ein gestilltes Kind wird in diesem Alter ja zugefüttert.
Ein Baby in diesem Alter kann problemlos seine Flüssigkeit über ein Fläschchen bekommen, es kann bei Hunger
Brei bekommen.


Das Kind hat das Recht gestillt zu werde. Das Kind hat das Recht auf KU. Das Kind hat das Recht und das Bedürfnis eine innige Bindung zu seinem Vater aufzubauen. Und zwar nicht mit sechs, zehn, 15 oder 30 Jahren, sondern sofort.
Der KV geht hier äussert verständnisvoll und einfühlsam (Caritas) vor. Aber die Mutter will nicht. Sie will nicht einmal, dass er zufüttert ! Sie will die Macht über das Kind ausüben und das ist alles.

Ich bin der Meinung, es ist Zeit sich als ersten Schritt an das Jugendamt zu wenden und deine Vorgehensweise darzustellen. Alleine um auszuloten, wie das Jugendamt Vätern gegenüber aufgestellt ist.

VG,
Tsubame.





Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 04. November 2017, 14:06:02
Hi,

das Stillen ist nicht das Problem, ich habe sehr lange gestillt und konnte meine Kinder trotzdem problemlos
Stundenweise bei Papa, Oma oder Opa lassen.

Das Problem ist in ihrem Kopf, weil sie nicht möchte. Auch ein gestilltes Kind wird in diesem Alter ja zugefüttert.
Ein Baby in diesem Alter kann problemlos seine Flüssigkeit über ein Fläschchen bekommen, es kann bei Hunger
Brei bekommen.

Denke dir bleibt nichts anderes als eine Klage. Sie hat die Beratung abgebrochen, somit bleibt dir nichts anders.

LG
Nadda

Ich sehe es eben auch so... mein Umgang von vielleicht 3h würde das Stillen in keinster Weise gefährden. Und so erfindet sie eben immer mehr Gründe, warum es nicht gehen kann...
Das Problem ist nicht meine Kompromissbereitschaft oder der Kleine, das Problem ist, dass die KM nicht loslassen möchte und mich nie als Vater akzeptieren wird, egal wie sehr ich mich bemühe...
 
und nochmal...ich wohne gerade 15min von der KM entfernt, habe ihr auch zugesichert bei evtl. auftretenden Problemen sofort zu ihr zu fahren... ist ihr völlig egal und interessiert sie nicht


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: nadda am 04. November 2017, 16:15:14
Hi,

vermutlich sieht sie sich als einzig wichtige Person für das Kind.

Du musst schleunigst dafür sorgen, dass ihr klar gemacht wird das sie nicht der einzige
Elternteil ist.

Vermittlungsgespräch beim JA, dort nochmal die gemeinsame Sorge ansprechen.
Mir ist ja immer noch schleierhaft wie man als verantwortungsvolle Mutter riskiert das Kind
im Ernstfall ohne jede rechtliche Absicherung zurückzulassen.

Kürzlich ist ein guter Bekannter von mir verstorben, plötzlich mit 36, kurz nach der Geburt
seines ersten Kindes. Zum Glück gab es wenigstens eine Vaterschaftsanerkennung, weshalb
die Kleine jetzt immerhin Halbweisenrente bekommt.

Aber was wäre wenn KM im Krankenhaus landet und nicht ansprechbar ist mit dem Kind?
Was ist wenn sie stirbt, dann landet euer Kind nicht beim Vater, sondern in einer Pflegefamilie
und es gibt ewig viel Stress der dem Kind sicher nicht gut tut.

Umgang ist im Alltag sicher die drängendere Frage, das sehe ich auch so. Aber die
gemeinsame Sorge ist notwendig für die Notfälle die passieren könnten.

Also im JA Vermittlungsgespräch und wenn das nichts bringt dann Klage, und zwar sowohl
gemeinsame Sorge als auch Umgang.

Das sind dann zwei Verfahren, was leider doppelt kostet. Aber wenn es gleichzeitig bei Gericht
eingeht wird es auch meistens gemeinsam verhandelt. Mein Gefühl sagt mir das deine Ex
dringend Aufklärung von einer Person in schwarzer Robe braucht.

Manchmal reicht das und danach akzeptiert KM das es so nicht geht. Manchmal gibt es
Kampf über viele Jahre.

Aber, egal was kommt, abwarten bestärkt sie in ihrem Verhalten - das wäre also eine schlechte Idee.

LG
Nadda


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 30. November 2017, 11:46:04
kurzes Update

Nachdem ich beim Amtsgericht war, habe ich nun kommende Woche einen Termin beim Verfahrensbeistand meines Sohnes.
Gibt es bei diesem Gespräch irgendetwas besonderes zu beachten? Ich weiß, dass ich dort objektiv sein muss und einfach den Ist- Zustand erklären soll. Ich werde mich nicht negativ über die KM äußern.

Brauch ich aber irgendwelche Unterlagen (Vaterschaftsanerkennung oder ähnliches)?

Gruß


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: dt64 am 01. Dezember 2017, 19:03:34
Was du für das Gespräch mit dem Verfahrensbeistand brauchst, sind keine offiziellen Unterlagen wie Vaterschaftsanerkennung, sondern Offenheit, Ehrlichkeit, Kind-zentriertes Denken.
Du kannst den Ist-Zustand beschreiben und auch, was du als problematisch ansiehst, sowie wie du dir die Zukunft vorstellst. Belibe beim Kind und realistisch.
Die Aufgabe des VB ist es, das beste für das Kind zu erkunden und vor Gericht zu vertreten, so dass das Kind eine eigene qualifizierte Stimme im Verfahren hat und ncith zwischen den streitenden Eltern aufgerieben wird. Zumindest in der Theorie...


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 01. Dezember 2017, 19:42:58
Was du für das Gespräch mit dem Verfahrensbeistand brauchst, sind keine offiziellen Unterlagen wie Vaterschaftsanerkennung, sondern Offenheit, Ehrlichkeit, Kind-zentriertes Denken.
Du kannst den Ist-Zustand beschreiben und auch, was du als problematisch ansiehst, sowie wie du dir die Zukunft vorstellst. Belibe beim Kind und realistisch.
Die Aufgabe des VB ist es, das beste für das Kind zu erkunden und vor Gericht zu vertreten, so dass das Kind eine eigene qualifizierte Stimme im Verfahren hat und ncith zwischen den streitenden Eltern aufgerieben wird. Zumindest in der Theorie...

Ich danke dir für deine Tipps bzw. Worte


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: nadda am 02. Dezember 2017, 06:49:38
Hi,

versuche ruhig und sachlich zu sein. Du möchtest dein Kind sehen, und für dein Kind Verantwortung übernehmen.
Nicht auf die Mutter schimpfen und Gesprächsbereit zeigen.

Mehr kannst du nicht tun. Sei ehrlich, aber eben positiv in deinen Formulierungen. Aktuell ist der Zustand nicht so
wie du ihn dir wünscht, schildere was du dir für dich und euer gemeinsames Kind wünscht.

Sprich von eurem Kind, nicht von deinem Kind.

LG
Nadda


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 08. Dezember 2017, 12:32:33
Update

Das Gespräch mit dem Verfahrensbeistand war angenehm... Die Kindsmutter hatte mittlerweile auch ein Gespräch mit ihr und ist seit dem sehr freundlich und wohlgesonnen. Ende nächste Woche haben wir dann ein gemeinsames Gespräch beim Verfahrensbeistand und vorher noch beim ASD. Ich hoffe, dass hier bald Nägel mit Köpfen gemacht werden und endlich sowas wie "Normalität" eintritt.


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 19. Dezember 2017, 08:35:48
Nach dem Termin beim Verfahrensbeistand, steht heute nun noch das Gespräch beim Jugendamt bzw. dem ASD an. Ich denke danach wird es die Einschätzungen der betreffenden Instanzen geben und es wird hoffentlich zeitnah eine Entscheidung beim Familiengericht wegen des GSr und einer Umgangsregelung getroffen. Bezüglich des GSr bin ich recht zuversichtlich, was die Umgangsregelung betrifft muss ich nochmal meine Wünsche und Vorstellung äußern. Die Vrschläge diesbezüglich vom Verfahrensbeistand waren nicht zufriedenstellend für mich.

Gestern hat die KM noch einen letzten Versuch gestartet, das hoffentlich unausweichliche (GSr), zur ihren Gunsten zu drehen. Sie bat mir per Mail an, die Gemeinsame Sorge heute beim gemeinsamen Termin beim Jugendamt zu bestätigen, wenn ich ihr dafür im Gegenzug eine Generalvollmacht über alle Belange der Gemeinsamen Sorge unterschreibe. Rein subjektiv betrachtet, klang das für mich im ersten Moment wie eine "Erpressung"

Ich habe bezüglich Generalvollmacht höflich abgelehnt und hoffe jetzt einfach, dass mir das GSr bald durch das Familiengericht zugesprochen wird.


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Papa Markus am 19. Dezember 2017, 10:00:46
davor brauchst du keine Angst zu haben. Es vereinfacht vieles. Wenn du ihr diese Vollmacht gibst, mit dem Satz"bis auf Widerruf" kann sie schalten und walten wie sie mag. das ist per se nicht schlimm sofern sie dich informiert. (habe ich auch so gemacht)

wenn sie das nicth macht, widerrufst du sie einfach. es könnte zur entspannung beitragen


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 19. Dezember 2017, 10:18:17
davor brauchst du keine Angst zu haben. Es vereinfacht vieles. Wenn du ihr diese Vollmacht gibst, mit dem Satz"bis auf Widerruf" kann sie schalten und walten wie sie mag. das ist per se nicht schlimm sofern sie dich informiert. (habe ich auch so gemacht)

wenn sie das nicth macht, widerrufst du sie einfach. es könnte zur entspannung beitragen

Ich habe allerdings auf Grund der letzten 7 Monate kein Vertrauen in die KM. Sie hat mir diverse Dokumente vorenthalten oder auf dem JA unrichtige Angaben gemacht.

Und gerade stehen aktuell wichtige Entscheidungen bezüglich Impfungen und Kindergartenplatz an. Da würde ich nur sehr ungern erst im Nachhinein durch sie informiert werden, also erst dann wenn bereits die Entscheidungen durch sie getroffen wurden. Und dieser Satz "bis auf Widerruf" stand in ihrem Vordruck nicht dabei... ;)

Und die Gemeinsame Sorge möchte ich doch auch gerade aus dem Grund, Entscheidungen für meinen Sohn treffen zu können. Warum dieser Kampf um das GSr, wenn ich es mit einem Blatt Papier quasi wieder hergebe. Oder sehe ich das völlig falsch?


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Susi64 am 19. Dezember 2017, 10:51:17
Hallo,

ich halte nichts von Blanko-Vollmachten. Allerdings gibt es nicht soviele Dinge, die Du tatsächlich mit entscheiden kannst.
Aus diesem Blickwinkel ist die Vollmacht auf Widerruf gar nicht so schlimm. Sind Dir bestimmte Dinge besonders wichtig, dann kannst Du sie auch davon ausnehmen.

Viele KM haben panische Angst vor dem gSR aus dem einfachen Grund, weil sie sich nicht ständig mit dem KV einigen wollen. Das müssen aber auch nicht, da Frage des alltäglichen Lebens von dem bestimmt werden, wo das Kind seinen Lebensmittelpunkt haben.

Welche Punkte sind Dir denn besonders wichtig?
Ich könnte mir vorstellen, dass Du auf medizinische Behandlungen Einfluss nehmen möchtest, muss es aber jeder grippale Infekt sein?
Hier könntest Du ein pauschales Einverständnis zur Behandlung bei der Kinderärztin A abgeben, die das dann auch mit zu den Akten nehmen würde und ein ständiges Nachfragen ist obsolet.

Kindergarten bzw. Schulwahl sind Dinge bei denen Du auf alle Fälle beteiligt werden solltest.

Ansonsten hast Du gar nicht soviel Einfluss über das gSR, der größte Vorteil des gSR ist aber, dass Ärzte, Kiga, ... Dir Auskunft über Dein Kind geben müssen ohne dass Du dafür die Einwilligung der KM brauchst.

Wenn Du keine pauschale Vollmacht erteilen willst, dann wäre eine Verhandlungsbasis für bestimmte Dinge (wie z.B. die Kinderärztin) eine Vollmacht auszustellen, die allen das Leben erleichtert.

Dass Du kein Vertrauen zur KM hast, gilt doch anders herum auch! Also versucht einen Kompromiss zu finden, der beiden zumindest etwas entgegen kommt.

VG Susi


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 19. Dezember 2017, 11:09:09
Das heißt aber im Umkehrschluss, dass die KM der Kinderärztin sagen kann, dass sie keine Impfungen für den Kleinen wünscht und ich würde das dann erst im Nachhinein erfahren, wenn ich bei der Ärztin explizit danach frage!?
Natürlich muss sie mich nicht wegen einem grippalen Effekt und der evtl. Behandlung beim Arzt informieren, solange das nicht jedes mal der Grund für Absagen des Umganges ist, wie bereits mehrfach geschehen.

Mir sind die Entscheidungen bezüglich Behörden, Schulen und Kindergarten am wichtigsten. Und eben die wirklich wichtigen Entscheidungen bei Kinderarzt.


Das war der "Blanko- Vorschlag" der KM


Wir,die Kindeseltern von .... ,geboren am .....,haben die
gemeinsame Sorgeerklärung abgegeben.

Zwischen uns ist unstrittig,dass der gewöhnliche Aufenthalt unseres Sohnes bei der
Kindesmutter,Frau .....,ist.

Hiermit bevollmächtigte ich, ................,die
Kindesmutter,.............., in allen
Angelegenheiten betreffend die elterliche Sorge für unser minderjähriges Kind,  .......,
insbesondere in den Angelegenheiten

 Angelegenheiten bezüglich der Kindertagesstätte
 Behördenangelegenheiten
 Sämtliche schulische Angelegenheiten
 Angelegenheiten hinsichtlich der Gesundheitsfürsorge

ausdrücklich für mich zu handeln und für unseren Sohn ...... verbindlich
tätig zu werden.
……………………………………………..
(Ort,Datum)
…………………………………………….

Ich,die Kindesmutter...... verpflichte mich, den Kindesvater über die
Benutzung der Vollmacht unverzüglich zu informieren.


Dieser Vorschlag einer Vollmacht geht mit definitiv zu weit




Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Susi64 am 19. Dezember 2017, 12:01:16
Hallo,

dann mach doch einen Gegenvorschlag:

Wir,die Kindeseltern von .... ,geboren am .....,haben die
gemeinsame Sorgeerklärung abgegeben.

Zwischen uns ist unstrittig,dass der gewöhnliche Aufenthalt unseres Sohnes bei der
Kindesmutter,Frau .....,ist.

Hiermit bevollmächtigte ich, ................,die
Kindesmutter,.............., in allen
Angelegenheiten betreffend die elterliche Sorge für unser minderjähriges Kind,  .......,
insbesondere in den Angelegenheiten

 Angelegenheiten bezüglich der Kindertagesstätte, außer der Wahl der Kindertagesstätte
Behördenangelegenheiten
 Sämtliche schulische Angelegenheiten, außer Wahl und Wechsel der Schule
Angelegenheiten hinsichtlich der Gesundheitsfürsorge Behandlungen beim Kinderarzt "Name, Anschrift"

ausdrücklich für mich zu handeln und für unseren Sohn ...... verbindlich
tätig zu werden.
……………………………………………..
(Ort,Datum)
…………………………………………….

Ich,die Kindesmutter...... verpflichte mich, den Kindesvater über die
Benutzung der Vollmacht unverzüglich zu informieren.


Du kannst das gerne weiter ändern.

Behördenangelegenheiten gibt es nicht so viele, aber eine Ausstellung eines Passes oder Perso wird in vielen Fällen ohne Deine Mitwirkung sowieso nicht möglich sein, auch wenn das Gesetz es zulässt, dass die KM hier alleine tätig wird, deshalb sollte dieser Punkt komplett gestrichen werden.
Bei den anderen habe ich wichtige Dinge ausgenommen. Notfälle wird jeder Arzt auch ohne Deine Einwilligung vornehmen (müssen), bei allem anderen, insbesondere Krankenhausbehandlungen wärst Du dann zu fragen (was ein Arzt auch tun müsste!).

VG Susi


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 19. Dezember 2017, 12:14:15
Vielen Dank Susi

Ich werde das erstmal so übernehmen.

Aber eine blöde Frage noch bezüglich Grippe bzw. Kindergarten. Wie bzw. auf welchem Weg, darf ich mich bei dieser Art der Vollmacht über die "Entwicklung" des Kleinen erkundigen? Also werde ich über evtl. stattfindende Gespräche informiert oder endet das alles ausschließlich mit der Wahl des Kindergartens?

Und wenn ich angebe, dass der gewöhnliche Aufenthalt des Sohnes bei der KM, heißt das, dass sie beliebig umziehen kann?
Und habe ich trotzdem das Recht, mich unabhängig von der Mutter bei der Kinderärztin z.B. zu erkundigen?

Und der letzte Teil, mit der Info der KM an mich bei Nutzung der Vollmacht... heißt das im Umkehrschluss, dass sie Entscheidungen treffen kann und mich dann einfach nur im Nachgang darüber informiert, oder ist es so, dass sie mich im Vorfeld über diese Entscheidungen informieren muss?

Sorry für die vielen Fragen


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Tsubame am 19. Dezember 2017, 12:32:07
Hallo,

Der Vorschlag der KM geht darauf hinaus, dass Du gerade in den Angelegenheiten, in denen das GSR greift, nichts zu sagen hast.

Was heisst z.B. Angelegenheiten bezüglich der Kita ? "Darfst" Du das Kind dann dort nicht abholen, nicht mit den Mitarbeitern sprechen, nicht an den Veranstaltungen teilnehmen ? Das gleiche gilt für die Schule ? "Darfst" Du an Elternsprechtagen teilnehmen  ? Auch mit ihm zum Arzt gehen ?

Es ist hier schwer zu raten. Denn es könnte sein, dass die KM es als Vetrauensvorschuss ansieht. Natürlich mit den vorgeschlagenen Änderungen (und natürlich bis auf Widerruf). Sie müsste sich dann aber auch, was die Papazeiten anbelangt, kompromissbereiter zeigen. Ich würde das ihr gegenüber mündlich so formulieren. Ich vertraue Dir, aber was sind Deine vetrauensbildenden Massnahmen mir gegenüber ?

VG,
Tsubame.





Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Susi64 am 19. Dezember 2017, 16:26:49
Hallo,

der gewöhnliche Aufenthalt = Lebensmittelpunkt des Kindes bei der KM bedeutet nur, dass Du das nicht ändern willst.
Will die KM mit dem Kind wegziehen, dann spielt die Kontinuität eine Rolle, die ist aber sowieso gegeben. Und nein, Du kannst Dich gegen einen Umzug aussprechen und auch klagen.

Dein Auskunftsrecht ist davon natürlich unberührt.

Schreibe doch (wie Papa Markus vorgeschlagen hat) einfach

.... Hiermit bevollmächtigte ich, ...., bis auf Widerruf ....

Gibt es Probleme kannst Du die Vollmacht relativ einfach widerrufen. Der KM kannst Du erklären, dass Du davon natürlich nur Gebrauch machst, wenn die Sache aus dem Ruder läuft.

VG Susi


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: eskima am 19. Dezember 2017, 20:25:55
Hallo,

es erschließt sich mir nicht ganz, warum Man(n) sich scheinbar grundlos auf die Forderung nach einer Generalvollmacht einlassen soll. Ist die KM so weit weg, dass es mit viel Aufwand verbunden oder fast unmöglich ist, die gemeinsame Sorge auszuüben?

Der KU muss ja auch zu 100 Prozent gezahlt werden ohne Abstriche.

Ich denke, dass die KM genau weiß, dass sie eine gemeinsame Sorge nicht verhindern kann und deshalb versucht zu pokern. Genau deshalb halte ich einen Verzicht auf Teile des GSR nicht für vertrauensfördernd. Und deshalb würde ich die KM fragen, warum genau sie diese Generalvollmacht erhalten möchte, die doch eigentlich dem Wesen des GSR widerspricht.

Viele Grüße

eskima


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 20. Dezember 2017, 10:01:21
Hallo,

es erschließt sich mir nicht ganz, warum Man(n) sich scheinbar grundlos auf die Forderung nach einer Generalvollmacht einlassen soll. Ist die KM so weit weg, dass es mit viel Aufwand verbunden oder fast unmöglich ist, die gemeinsame Sorge auszuüben?

Der KU muss ja auch zu 100 Prozent gezahlt werden ohne Abstriche.

Ich denke, dass die KM genau weiß, dass sie eine gemeinsame Sorge nicht verhindern kann und deshalb versucht zu pokern. Genau deshalb halte ich einen Verzicht auf Teile des GSR nicht für vertrauensfördernd. Und deshalb würde ich die KM fragen, warum genau sie diese Generalvollmacht erhalten möchte, die doch eigentlich dem Wesen des GSR widerspricht.

Viele Grüße

eskima

Ich sehe es nach dem gestrigen Gespräch beim ASD ähnlich.

Es wurde mir recht deutlich durch den ASD kommuniziert, dass gegen das GSR rein gar nichts spricht. Ähnliches hatte auch der Verfahrensbeistand geäußert.

Nun war gestern auch noch der Umgang ein Thema, welches mir sehr am Herzen lag, da ich mit der bisherigen Umgangsregelung nicht einverstanden bin. Doch trotz einer Stunde "Verhandlungen" mit der Kindsmutter, bewegte die sich keinen Millimeter auf mich zu, im Gegenteil, sie äußerte mehrfach, dass ihr selbst die aktuelle Regelung zu weit geht. Ich bot ihr verschiedene Alternativen bezüglich des Umgangs an, welche sie allesamt mit der Begründung - "das ist mir zu viel" - ablehnte.

Diese Tatsache, sowie die vergangenen 7 Monate und das dabei Erlebte lassen es einfach nicht zu, dass ich solch eine Vollmacht, egal welcher Art, unterschreibe, um sie dann ziemlich sicher bald wieder auf Grund von Problemen widerrufen zu müssen.

Es ist jetzt also so, dass das GSR und eine Umgangsregelung gerichtlich festgelegt werden müssen.

P.S. Die KM wohnt nur ca. 15min entfernt, so dass sich theoretisch keine größeren Probleme bei der praktischen Ausübung des GSR ergeben sollten.


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Tsubame am 20. Dezember 2017, 11:51:29
Hallo,

Ich bin ganz bei Dir.
Du hast viel Geduld und Empathie gezeigt. Die Kindesmutter ist trotz Beratung nicht willens sich auf Dich zu zubewegen.
Hat sie erklärt, aus welchen Gründen ihr "das zuviel ist ?"

Ein Gericht muss entscheiden.

Viel Glück,
Tsubame




Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 20. Dezember 2017, 11:57:24

Hat sie erklärt, aus welchen Gründen ihr "das zuviel ist ?"




Sie hat einfach nur für sich festgelegt, dass der augenblickliche Umgang zwischen mir und dem Kleinen völlig ausreichend für den Kleinen ist. Mehr Umgang mit mir wäre für den Kleine nicht nötig und nicht förderlich.


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: nadda am 20. Dezember 2017, 13:29:15
Hi,

hier mal etwas Lesestoff für die Frau Mama.

http://trennungmitkind.com/umgangsrecht-beim-saeugling


Eine Vollmacht würde ich ihr nicht geben, das GSR wirst du bekommen, wobei das nicht
die wichtigste Baustelle ist, das wird der Umgang sein.

Aktuell gibt es für mich ein paar Fragen:

Wird das Kind immer noch gestillt?
Ist das Kind in einer Krippe/ oder bei einer Tagesmutter? Oder gibt es eine Anmeldung?
Wie oft habt ihr aktuell Umgang?

Im Moment sieht es leider so aus als hätte die KM die feste Überzeugung das du als Vater
nicht notwendig für euer Kind bist - und das ist definitiv falsch.

Ich kann sogar nachvollziehen das es keinen Spass macht mit dem Ex über das gemeinsame
Kind reden zu müssen, klar wäre es einfacher alles alleine zu entscheiden. Aber es geht ja hier
darum was für das Kind das Beste ist - und das hat sie noch nicht kapiert.

LG
Nadda



Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 20. Dezember 2017, 16:50:24

Aktuell gibt es für mich ein paar Fragen:

Wird das Kind immer noch gestillt?
Ist das Kind in einer Krippe/ oder bei einer Tagesmutter? Oder gibt es eine Anmeldung?
Wie oft habt ihr aktuell Umgang?



Hallo Nadda

Ja, mein 11 Monate alter Sohn wird aktuell gestillt, tagsüber wohl früh, mittags, zum Nachmittagsbrei und abends. Wie es nachts aussieht kann ich leider nicht sagen.
Er soll erst im August nächsten Jahres in die Krippe gehen. Und die 2,3 Wochen davor, also quasi die Eingewöhnung, sollen wohl erst zum abstillen genutzt werden. So jedenfalls mein Eindruck.

Ich habe aktuell aller 14 Tage am Sonntag von 12:30 - 15:30 allein mit meinem Sohn und 2x in der Woche von 16:00 - 18:15 Umgang, wobei ich in dieser Zeit von 16:00 - ca. 16:45 bei der KM im Haushalt den Kleinen anziehe, windel und jetzt aktuell Brei geben soll. Die KM möchte sich einen Eindruck davon machen, ob ich in der Lage bin, ihm Brei zu geben. Dann nehme ich ihn so gegen 16:45 mit (aktuell bei bescheidenen Wetter und im Stockfinsteren) und habe Umgang allein mit ihm bis 18:15 Uhr. Wenn ich Glück habe, ist das Spielzimmer bei der Caritas frei und ich kann dort mit ihm hin, ansonsten bleibt mir nur der Umgang in einem Einkaufszentrum oder bei nicht zu schlechten Wetter schiebe ich ihn im Kinderwagen. Eine Fahrt zu mir nach Hause würde bei der Uhrzeit hin und zurück ca. 40-50min dauern. Da verbringe ich zu viel Zeit im Auto mit dem Kleinen, das finde ich nicht sinnvoll. Für mich ist das Ganze in keinster weise zufriedenstellend...

Das ist der aktuelle Stand



Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: 82Marco am 20. Dezember 2017, 17:03:41
Servus Dad76!
Nachdem Du KM gezeigt hast, dass sowohl Füttern als auch Wickeln kein Problem ist, soll sie bitteschön das Kind ab 16.00 abhol- und ausgehbereit halten, dann kannst Du direkt zu Dir nach Hause anstatt in der Kälte rumzuschieben..

Grüßung
Marco


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 20. Dezember 2017, 17:19:09
Servus Dad76!
Nachdem Du KM gezeigt hast, dass sowohl Füttern als auch Wickeln kein Problem ist, soll sie bitteschön das Kind ab 16.00 abhol- und ausgehbereit halten, dann kannst Du direkt zu Dir nach Hause anstatt in der Kälte rumzuschieben..

Grüßung
Marco

Das wäre doch aber viel zu einfach... dagegen hat die KM schon vorgesorgt. Ich gebe ihm 16 Uhr Brei, das dauert ja immer ne Zeit, danach möchte Die KM ihn stillen (in der Zeit verlasse ich die Wohnung und warte im Auto). Nach dem Stillen komme ich in die Wohnung zurück, wechsel die Windeln, zieh ihn an und erst dann darf ich mit ihm losziehen. So schauts aus...


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: nadda am 20. Dezember 2017, 17:59:41
Hi,

praktisch für sie. Ich habe 4 Kinder gestillt, und ich wüsste nicht das ich direkt nach einem Brei gestillt habe - weil es sinnfrei ist!
Wenn das Kind dann noch was braucht ist es Wasser, und das kannst du ihm ja auch geben.

Versuche das nochmal zu thematisieren, Brei kannst du mitnehmen, Wasser kannst du ihm unterwegs geben und wir reden hier ja nur von
2 Stunden und 15 Minuten. Das ist wirklich nicht lange.

Was sagt denn da die Erziehungsberatung zu den Zeiten?


Wenn euer Kind in die Krippe geht bedeutet das nicht das man deshalb abstillen muss. Ein Kind in dem Alter stillt man ja nicht mehr ständig,
da ist das eher so ein morgens, mittags, abends stillen. Aber wenn er in wenigen Monaten schon in die Krippe gehen soll und dort mehrere
Stunden ohne Mama verbringen kann - bei fremden Personen! Dann sollte doch eine längere Zeit bei Papa problemlos machbar sein.
Und August ist ja quasi in 8 Monaten.....

Sie bekommt da doch ein Argumentationsproblem! Immerhin kennt euer Sohn dich, du siehst ihn regelmäßig und es gibt dann gar kein Argument
mehr für diese kurzen Zeiten.

Aktuell würde ich erst mal versuchen ihn um 16.00 Uhr mitzunehmen, sie soll ihn fertig anziehen und ihn dir so geben. Und als nächsten Schritt
wäre die Überlegung ob du ihn schon etwas früher holen könntest. Geht vermutlich wegen deiner Arbeitszeit nicht? Zumindest die Wochenendzeiten
sind ausbaubar mit einer Stunde mehr.

Versuch immer dran zu bleiben, es ist mühsam, aber irgendwann gehen ihr wie gesagt die Argumente aus.

LG
Nadda


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 20. Dezember 2017, 18:15:39
Ihr dürft mir glauben, das habe ich alles versucht, mit Hilfe der Familienberatung, mit Hilde des ASD.... aus diesem Grund hat sie ja die Gespräche bei der Caritas abgebrochen, wortwörtlich hat sie gesagt, dass die Dame dort nicht neutral, war da sie Dinge (z.B. verlegen bzw. ersetzen des stillens am Nachmittag durch Trinken) oder das angewöhnen eines Rhythmus fürs Kind, durchaus befürwortet hat.  

Ich habe aber evtl. einen Plan B. Ich versuche gerade meine Arbeitszeiten dahingehend zu verändern, dass ich den Kleinen theoretisch von 12:30 - 15:30 haben könnte. Also genau die Zeit, die aller 14 Tage sonntags möglich ist... ich denke ich bekomme das dienstlich gebacken. Dann würde ihr das "Todschlagargument Stillen" zumindest erstmal nicht weiter helfen... denn Wasser geben, ihn schlafen legen, windeln oder ähnliches kann ich auch leisten...


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Tsubame am 20. Dezember 2017, 21:39:56
Hallo,

Wenn das klappt mit der Verlegung der Arbeitszeiten um des Kindeswillen, also aus Respekt vor seinem Rhythmus, solltest Du das unbedingt vor Gericht sagen. Es zeigt, wie engagiert Du auf das Kind (und auch auf die KM :wink:) eingehst.
Du solltest auch sachlich den Ablauf der beiden Tage unter der Woche beschreiben, damit alle Anwesenden sich ein Bild davon machen können.

VG,
Tsubame.


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 24. Dezember 2017, 08:38:47
Hallo

Das mit der Verlegung der Arbeitszeiten hat geklappt. Ich habe auch sofort das Jugendamt darüber informiert und darum gebeten, dass sie meinen neuen Vorschlag über die Umgangszeiten der KM unterbreiten.
Und ich habe auch schon eine Rückmeldung erhalten. Die KM stimmt den neuen Zeiten zu. Da war die erste Freude natürlich sehr groß.

Beim gestrigen Umgang, gab es dann aber schon einen ersten kleinen Dämpfer, als nämlich die KM sagte, dass sich der Umgang wohl zeitnah wieder ändern wird, da sie auf einmal doch möchte, dass der Kleine eine feste Schlafenszeit am Mittag hat, dass war ihr bisher nicht so wichtig, da sie "bedürfnisorientiert" erzieht. Sie hat also schon angekündigt, künftig den Kleinen nach dem Brei mittags sofort hinlegen zu wollen, was einen Umgang um 12:20 Uhr nicht möglich macht. Nun ja, ich schau jetzt erstmal, wie sich das entwickelt und wie schnell dann tatsächlich auch diese eben vereinbarte Umgangszeit schon wieder hinfällig ist. Aber im Augenblick bin ich einfach nur froh, über mehr Umgang in der Woche, vor allem im Hellen und mit der Möglichkeit, den Kleinen auch zu mir nach Hause holen zu können.

Was die Gemeinsame Sorge betrifft, so habe ich Post vom Gericht bekommen mit der Info, dass es eine Fristverlängerung gab, da die KM sich erst kurz vor Fristablauf mit einer Anwältin beraten konnte. Nun gut... Ich hoffe trotzdem auf eine baldige Entscheidung im neuen Jahr, auch weil ich dann den Umgang gleich mit gerichtlich regeln lasse.

Ich wünsche Allen frohe Weihnachtsfeiertage und bedanke mich für die zahlreiche Untersützung hier bisher.


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Tsubame am 24. Dezember 2017, 19:23:38
Hallo Dad,

Steter Tropfen hölt den Stein.... Wie Du sagst, man muss jetzt sehen, wie die KM weiterhin reagiert. Das "bedürfnisorientierte Erziehen"... lese Dich etwas in diese Materie ein. Du findest bestimmt ein paar Textbausteine mit denen Du der KM das nächste Mal antworten kannst.

Frohes Fest,

Tsubame.

P.S. Die Umlegung Deiner Arbeitsszeiten ist ein mutiger Schritt, welchen noch zu wenige Väter zu gehen wagen. Dass Dein Arbeitgeber mitmacht, ist ein gutes Zeichen. Ich würde bei einer Gerichtsverhandlung herausstellen, wie sehr Du auf Du bereit bist, auf die Bedürfnisse (!) des Kindes eineugehen bereit bist.


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 10. Januar 2018, 15:45:19
Hallo

Seit gestern steht der Termin fürs Gericht fest. Habe gestern Post vom Amtsgericht bekommen.
Anbei war die Stellungnahme der Verfahrensbeiständin sowie ein Schreiben der Anwältin der KM.

Ich kenne bisher keine Stellungnahmen von Verfahrensbeiständen, aber diese liest sich recht seltsam. Gerade weil sie mir beim gemeinsamen Termin mit der KM noch ausdrücklich gesagt hat, dass sie keine Bedenken bezüglich der GS hat. Irgendwie kann ich das aber so konkret ihrer Stellungnahme nicht entnehmen.

Und beim Schreiben der Anwältin der KM hat es mir fast die Schuhe ausgezogen. Da stehen Sachen drin, die gegen das GSR sprechen, die nicht der Wahrheit entsprechen.

Ich hatte echt die Hoffnung, dass ich auf einem guten Weg bin, bin jetzt aber wieder total verunsichert obwohl ich mir nichts vorzuwerfen habe.
Macht es Sinn, sich zumindest noch mal mit dem Verfahrensbeistand im Vorfeld auseinander zu setzen?

Liebe Grüße


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: TotoHH am 10. Januar 2018, 16:10:43
Und beim Schreiben der Anwältin der KM hat es mir fast die Schuhe ausgezogen. Da stehen Sachen drin, die gegen das GSR sprechen, die nicht der Wahrheit entsprechen.
Dafür wird sie doch bezahlt!  :gunman:


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Tsubame am 10. Januar 2018, 16:57:25
Hallo,

Ich würde die Verfahrensbeiständin nicht mehr kontaktieren. Aus meiner Sicht würde das nichts ändern.

Lass Dich durch den Müll der Rechtsanwältin nicht verunsichern. Solltest Du darauf angesprochen werden, kannst Du sagen, dass Du diese Vorwürfe nicht kommentieren kannst, da sie fern aller Realität sind. Argumente wie diese sind an den Haaren herbeigezogen und durch sie würde der Logik Gewalt angetan.

Du hast Dir sicherlich einige Argumente zurechtgelegt, welcher für das GSR in Deinem Fall sprechen. Vergiss nicht auf Deine Empathiefähigkeit und auf Dein Verantwortungsgefühl hinzuweisen, was die KM anbelangt (Ablauf der Umgänge), aber auch dem Kind gegenüber (Änderung der Arbeitszeiten).

Viel Glück,
Tsubame


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 10. Januar 2018, 17:50:13
Gut, dann werde ich einfach schauen was passiert. Zumindest bei meiner Anwältin werde ich die Dinge richtig stellen.
Eventuell wird das ja doch noch Thema vor Gericht werden...

Dank euch für die Tipps, bin halt leider doch sehr "aufgeregt" deswegen.


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: TotoHH am 10. Januar 2018, 18:20:58
Zumindest bei meiner Anwältin werde ich die Dinge richtig stellen.
Ich hoffe doch mal, dass Du die Dinge nicht richtig stellen musst, weil Deine Anwältin das Spiel kennt und es eh nicht für bare Münze genommen wird.

Aber Deine Anwältin sollte wissen, ob und wann und in welcher Form so eine Richtigstellung ggü dem Gericht angebracht ist.

Toto


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Kasper am 10. Januar 2018, 18:36:43
Es bleibt noch hinzuzufügen, dass selbst eine Kommunikationsstörung (lt. Gesetzgeber und BGH) kein Hinderungsgrund für das gSR ist.

Du musst nicht viel gegenargumentieren. Wenn das Familiengericht nicht will, dann gehst Du halt weiter zum OLG ... so what. Die Lage ist klar und dass Mütter gerne mit Dreckschmeißen ist inzwischen auch kein Geheimnis mehr.

Gruß
Kasper


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 23. Januar 2018, 13:13:25
Mein Gerichtstermin wurde auf unbestimmte Zeit verschoben, da die Richterin erkrankt ist und wohl längerfristig ausfällt.
Und ich hatte die Hoffnung, dass es zeitnah eine Entscheidung gibt...

Erst im März wird über eine Umverteilung der offenen "Verfahren" der Richterin entschieden. Also zeiht sich das Ganze dann von November bis höchstwahrscheinlich April hin. Die Verfahrensbeiständin meinte, dass in meinem Fall keine eile geboten ist und deshalb nicht sofort über die GS entschieden werden muss.

Und ich hatte tatsächlich gehofft, zeitnah etwas brauchbares erreichen zu können....


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: TotoHH am 23. Januar 2018, 17:17:04
Und ich hatte tatsächlich gehofft, zeitnah etwas brauchbares erreichen zu können....
Was wolltest Du bei Gericht erreichen? War es das Thema GSR?
Mal ehrlich: Das ist doch nicht das zeitkritische! Wie wir Dir schon mehrfach versucht haben nahezulegen: Krieg den Umgang regelm auf die Pfanne, versuche dabei eine gute Kommunikation aufzubauen und zu pflegen. Und dann gibt das alles Rückenwind fürs GSR Verfahren.

Gruß, toto


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Dad76 am 24. Januar 2018, 09:19:01
Was wolltest Du bei Gericht erreichen? War es das Thema GSR?
Mal ehrlich: Das ist doch nicht das zeitkritische! Wie wir Dir schon mehrfach versucht haben nahezulegen: Krieg den Umgang regelm auf die Pfanne, versuche dabei eine gute Kommunikation aufzubauen und zu pflegen. Und dann gibt das alles Rückenwind fürs GSR Verfahren.

Gruß, toto

Zum Glück ist aktuell der Umgang kein größeres Problem seit ich meine Dienstzeiten verschoben habe. Er findet regelmäßig statt und nun auch zu vernünftigen Zeiten. Auch kann ich den Kleinen jetzt immer mit zu mir nehmen.
Aktuell ist das größere Problem die KiTa- Suche sowie Entscheidungen bezüglich impfen und Entwicklung des Kindes.

Aber ich bin natürlich weiterhin geduldig und hoffe einfach das Beste.


Titel: Re: Umgang mit 4 Monate altem Baby
Beitrag von: Tsubame am 24. Januar 2018, 17:01:25
Hallo,

Danke für das feedback.

Es freut mich sehr für Dich und das Kind, dass die Papzeiten jetzt bei Dir stattfinden und ohne Kindesmutter.

VG,
Tsubame.