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Themen => Deine Geschichte => Thema gestartet von: Esse am 06. März 2017, 12:35:36



Titel: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 06. März 2017, 12:35:36
Hallo liebes Forum,

sehr interessant hier und ne Menge furchtbarer Schicksale.

Kurz zu mir: Vater von 2 Kids (Mädchen 16, Junge 8 ) Betreuung des Jungen im Wochenmodell (aktuell...später mehr). Die Große lebt seit Juni 2016 komplett bei mir.
Getrennt haben sich meine Exfrau und ich im Dezember 2013, geschieden sind wir seit Dezember 2015. Ich war bereits einmal im Januar 2013 ausgezogen, bin dann aber wieder zurück...den Kids zuliebe. Nachdem ich das 3. Mal betrogen wurde haben wir uns schlussendlich getrennt. Meine Exfrau hat sich damals eine neue Wohnung genommen, ich behielt noch bis September 2014 unsere alte Wohnung.
Nach der Trennung betreuten wir Kinder jeweils für eine Woche, Wechsel immer sonntags und immer beide zusammen.

Im April 2014 habe ich eine neue Frau kennengelernt, ab da verschlechterte sich das Verhältnis rapide. aufgrund anhaltender Beleidigungen in meine Richtung (den Inhalt erspare ich der Leserschaft...jeder, der hier ist, wird sich denken können wie weit unten die Schublade war, aus welcher die Beleidigungen stammten), Formulierung der Beleidigungen über mich in Richtung meiner großen Tochter (damals 13 Jahre) suchte ich im Mai 2014 die Eltern- und Familienberatung des Jugendamtes auf.

In dieser Beratung beschlossen wir aufgrund meiner damaligen neuen Arbeitssituation, dass der Junge vom mir zukünftig ab Mittwoch bis Sonntag betreut wird. Dies sollte aber nur für die Einarbeitungszeit andauern und keinesfalls in Stein gemeißelt sein.
Die Kosten für die Kids teilten wir hälftig auf, Unterhalt für die Kinder zu zahlen hielten wir beide aus tiefster Überzeugung für nicht notwendig. Ich übernahm einen etwas größeren Teil der Kosten für Bekleidung der Kinder, zahlte die Jugendweihe meiner Tochter im Mai 2014, eine Sprachreise für sie im Sommer 2014 und behielt die nun eigentlich zu teure Wohnung, um die Kinder nicht gleich komplett aus allem raus zu reißen.
Nach 3 Beratungsterminen erschien meine Exfrau nicht mehr zum 4. Termin, ich erhielt 2 min vor Beginn der Beratung eine Nachricht, in welcher sie mir mitteilte, dass sie diese Beratung mit dem "vaterfreundlichen Typ von der Familienberatung" für nicht produktiv hält und diese demzufolge für sich beenden wird. Die Zeit hat sie allerdings genutzt und ist, entgegen sämtlichen Absprachen und Vereinbarungen (mündlich), zum Jugendamt gefahren und hat eine Unterhaltsberechnung für mich vornehmen lassen. Dabei ging es um unseren Sohn, unsere Tochter lebte weiterhin im 50/50 Modell bei uns.
Diesen Umstand teilte sie mir allerdings nicht im Mai mit, sondern an dem Tag als ich den Brief erhielt (Juli 2014). Ich denke, sie wird es vorher einfach vergessen haben :rofl2:

Nach langen Diskussionen einigten wir uns im September 2014 auf eine monatliche Unterhaltszahlung von 150 Euro für meinen Sohn, welchen ich mittlerweile noch einen Tag in der Woche meiner Exfrau erhielt, das war unser Männertag.

Dazwischen kamen natürlich permanent Beleidigungen, Drohungen und die alltäglichen kleinen Ärgernisse (keine Klamotten mitgegeben trotz Absprachen, Termine wurden nicht mitgeteilt, das Bringen der Kinder wurde "vergessen", Abholtermine wurden nicht eingehalten, Blocken über WhatsApp, Nichtbeantworten von Fragen...der normale Wahnsinn halt).

Warum ich damals keine Anwalt eingeschaltet habe..ich kann es nicht mehr sagen! Wahrscheinlich die Angst, die Kinder zu verlieren, nicht noch zusätzlich Krieg anzetteln, das Vertrauen in die Vernunft von Erwachsenen...keine Ahnung, aber es war ein Fehler!

Das Jahr 2015 war geprägt von der Einreichung der Scheidung meinerseits, was meine Exfrau nicht wollte. Aus Kostengründen verzichtete sie allerdings auf einen Anwalt und ratet wer die Scheidung am Ende bezahlt hat...ich :wink:

Im August 2015 zog ich mit meiner Freundin (ebenfalls 2 Kinder) zusammen, was sich als großer Fehler herausstellte. Es war ein kurzes Desaster von 4 Monaten, welches ich im Dezember 2015 beendete und mit meinen Kids auszog. Im September hatte ich mich mit meiner Exfrau auf einen zusätzlichen Tag für meinen Sohn geeinigt, sodass ich ihn jetzt von Dienstag bis Montag früh betreute und dann nochmal donnerstags in der Woche seiner Mutter.

Nach der Trennung von meiner Exfreundin war bei meiner Exfrau ein deutlicher Stimmungsumschwung zu erkennen...die Gute war scheißfreundlich zu mir und hatte auf einmal für alles Verständnis, was vorher keinesfalls so war.

Das hielt sie allerdings nicht davon ab, ihren unterschwellig immer schwelenden Konflikt mit unserer mittlerweile 15-jährigen Tochter auszubauen. Im Juni letzten Jahres gipfelte die Geschichte im Rauswurf meiner Großen durch ihre Mutter, seitdem lebt sie bei mir. Die Dinge, welche dem Mädchen dabei an den Kopf geworfen wurden und wie die Sache danach abgelaufen ist, werden bei meiner Großen wohl oder übel lebenslange "Schäden" angerichtet haben :mad:

Einen Tag nach dem Rauswurf unserer Tochter war ich sofort bei der EFB, da ich ehrlich gesagt auch etwas überfordert war mit der Situation.
Die Sommerferien vergingen, der 16. Geburtstag verging (Geschenk von der Mutter gab es nicht), eine Entschuldigung ließ vergeblich auf sich warten....das Mädchen weinte oft. Meine Exfrau meinte, dass sie mit mir nicht über die Große sprechen werde, der Mensch von der EFB hat es dann hinbekommen, dass wir das Gespräch in der Beratung wenigsten etwas in diese Richtung lenken konnten. Eine Entschuldigung kam allerdings bis heute nicht.

Da ich meiner Tochter und auch meiner Exfrau über den Sommer erstmal Zeit zum Nachdenken über die Situation geben wollte, habe ich das Thema Unterhalt erstmals im September angesprochen. Auch hier wie immer...sie entscheidet, was wann wie läuft. Schlussendlich konnten wir uns auf eine Summe einigen, ohne das Jugendamt einzuschalten. Ich hatte ihr mehrere Alternativen zur Auswahl gestellt, eine davon war das Jugendamt...das war für sie Erpressung.
Im Rahmen der Beratung bei der EFB einigten wir uns auch auf ein "richtiges" Wochenmodell für den Kurzen ab Januar 2017, sie fertigte einen Jahresplan für 2017 an, welchen sie mir und der EFB schickte.

Der Zeitraum Oktober/November war geprägt von Anfeindungen meiner Exfrau in Richtung unserer Tochter. Dabei verhärteten sich die Fronten zunehmend, da ich es absolut nicht nachvollziehen konnte. Die Große entwickelte sich prächtig, brachte im Rahmen ihres Fachabiturs super Zensuren mit nach Hause...kurzum: Kein Grund zur Klage für mich. Meine Exfrau war der Meinung, sie nehme Drogen, sie bräuchte einen Jugendpsychologen, ihr Verhalten sei unmöglich...bla blubb.

Zusätzlich zu diesen Problemen hatte natürlich mein Kurzer eine Menge Fragen: Warum ist die Große nicht mehr bei Mama, wann kommt sie wieder dahin etc.?

Anfang Dezember war es dann soweit und meine Exfrau begann die im September mühselig ausgehandelten Vereinbarungen zu torpedieren, veränderte Verträge in meinem Namen (bzw. versuchte es) und stellte teilweise Zahlungen ein. Daraufhin kündigte ich ihr an, zum Jugendamt zu gehen und eine Berechnung für den Unterhalt vornehmen zu lassen. Gleichzeitig wollte ich unser vermutetes Gehaltsdefizit im Rahmen des Wechselmodells für den Kurzen berechnen lassen, um klare Zahlen zu haben. Dies war beim Jugendamt nicht möglich, da müssten schon beide Eltern kommen, wenn man im Wechselmodell betreut.

Daraufhin erklärte sie mir im Dezember, dass unser seit mittlerweile über 2 Jahren bestehender Männertag nicht mehr existent sei. Dem Kurzen erzählte sie, dass ich wegen der Arbeit keine Zeit hätte. Am 23.12. erhielt ich Post vom Jugendamt und wurde aufgefordert, meine Einkünfte darzulegen.
Ein Anruf beim Jugendamt klärte mich insofern auf, dass meine Exfrau wohl irgendwie falsche Tage der Betreuung angegeben hatte. Die Sachbearbeiterin meinte, ich solle meine betreute Zeit seit September angeben und dann würden wir weiter schauen.
Gesagt, getan...ich gab meine Tage ab, dazu natürlich alle erforderlichen Unterlagen. Im Januar war meine Exfrau 3 Wochen mit dem Kurzen zur Kur, was die Betreuung des Kurzen anging, wussten weder der Kurze noch ich was nun Sache ist. Fragen in die Richtung wurden mit Verweis auf ihren Anwalt abgebügelt. Ich holte mir in weiser Voraussicht ebenfalls einen Termin bei einer Fachanwältin für Familienrecht. Anfang Februar erhielt ich den Bescheid vom Jugendamt, dass der Unterhalt für den Kurzen nicht berechnet werden kann, da wir uns als Eltern erst mal einig werden sollen, in welchem Modell wir betreuen.

Am 23.02. erhielt ich dann einen Anwaltsbrief von meiner Exfrau, in welchem sie ein neues Betreuungsmodell fordert und sie wohl demnächst einen entsprechenden Antrag beim Familiengericht stellen wird.

Letzten Donnerstag war ich schlussendlich bei meiner (jetzt) Anwältin, welche Freitag einen entsprechenden Brief rausgeschickt hat.


Ist doch etwas mehr geworden, aber wenn ich das so durchlese legt das bei Weitem nicht den ganzen Ablauf dar.

Wen es interessiert, der kann lesen und Fragen stellen :)


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 06. März 2017, 13:06:34
Meine Fragen hierzu:

Hat hier jemand schon mal eine ähnliche Situation gehabt, wahrscheinlich ja?

Offensichtlich depressive Störungen (vom Arzt bestätigt)...sollten die Thema sein beim Familiengericht, eher nein?

Wie sind die Chancen auf Beibehaltung des Wechselmodells bei dem wechselhaften Verhalten meiner Frau und ihrer Strategie des "Nicht kommunizieren Könnens"?

Mein Sohn möchte 50/50 bei uns beiden sein, interessiert das überhaupt in dem Alter?

Ich persönlich halte einen Gang zum Familiengericht für absolutes Versagen der Eltern auf dem Rücken der Kinder. Da wird es auch keine Gewinner geben, nur Verlierer...und das sind die Kinder.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: AnnaSophie am 06. März 2017, 14:21:03
Hallo,

wenn euer Sohn das Wechselmodell möchte dürfte das neuste Urteil dafür doch auch gut sein oder?
Da heisst es doch, dass es nicht nur aufgrund von Problemen auf der Elternebene aufgelöst werden soll.
Und zumal die Kontinuität ebenfalls dafür spricht.

Und das eure Tochter sich dagegen entschieden hat, ist doch auch ok. Das scheint die KM ja zu akzeptieren.

Ich glaube nicht, dass in deinem Fall das Familiengericht die Kinder zum Verlierer macht. Die KM müsste hier auf jeden Fall klar definieren warum sie das WEchselmodell beenden will. Und euer Kind würde mit Richter und Mensch vom Jugendamt in einem seperaten Raum befragt werden (wenn überhaupt) und nicht im Gerichtssaal.
Aber du hättest dann mit einem Vergleich/Urteil Verbindlichkeit gewonnen. Und wenn die KM das nicht mehr will müsste sie dagegen klagen. Und wäre nicht so einfach zu handeln, wie jetzt so den Umgang zu kürzen.
Zumal das Jugendamt ja auch gesagt hat, dass sie bevor sie wegen Unterhalt tätig werden, erst einmal wissen wollen, was ihr für ein Modell habt.

Und was beim Wechselmodell noch positiv hinzukommen würde; er sieht seine Schwester an 50 % der Tagen im Jahr. In puncto Geschwisterbindung auch nicht zu verachten.


Sophie


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Samson1978 am 07. März 2017, 18:27:00
Da hat deine Ex aber eine sehr wechselhafte Art der Kontinuität.

Deine meinung zum FamG hatte ich auch. Bis zu dem Punkt wo es mit Vernunft, Reden und Kompromisse finden nicht mehr weiter geht. Wenn die KM immer weiter den Umgang reduzieren will und den Kindern und dir das Leben schwer macht, dann muss man sich extern Hilfe holen. Notfalls auch vor Gericht. Scheinbar wollen das manche KM nicht anders bzw. verstehen nur so eine Sprache.

Du hast schon sehr viel für deine Kinder getan. Also sei konsquent und sei auch weiter für sie da und lass das "in Stein meiseln".


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 09. März 2017, 07:38:24
Die Große ist ja dauerhaft bei mir, ich persönlich finde das zwar schön sie permanent um mich zu haben, aber auch sie braucht eine Mutter. Das könnte alles sehr, sehr einfach sein.
Kurzes Update:
Meine Anwältin hat jetzt erstmal einen Brief geschrieben, in welchem genau diese flexible Kontinuität und ihr finanzielles Interesse in den Vordergrund gestellt wurden. Antwort steht aus.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 14. März 2017, 08:29:25
Kurzes update:

Meine Exfrau hat sich wahrscheinlich einen anderen Anwalt genommen. Ansonsten rudert sie im Moment grad etwas zurück, was die Planung der Tage mit meinem Kurzen angeht. Ich erkenne da leichte Hilflosigkeit. Es bleibt spannend.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 16. März 2017, 11:59:15
Hallo,

kleiner Teilerfolg:

Der Anwaltswechsel hat sich bestätigt und der von meiner Exfrau gecancelte "Männertag" findet heute statt.


Frage: Hat hier schon mal jemand Antrag auf Aufenthaltsbestimmungsrecht gestellt (garantiert) und wie waren die Erfahrungen?


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 21. März 2017, 21:15:18
Ich hätte mal ne Frage bezüglich der Geschwisterbindung:
Kann bzw. ist das relevant, wenn die KM offensichtlich gar keinen Kontakt zu meiner Tochter haben will? Also relevant für meine Forderung nach dem Wechselmodell?


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Kasper am 21. März 2017, 21:45:59
Ich würde mal sagen "nein".
Denn beide Kinder sind seperat, nach ihren Bedürfnissen zu betrachten. Dies ergibt schon aufgrund des recht hohen Altersunterschied.
Insbesondere müsste sich die KM ja um Umgang und Betreuung für die Tochter bemühen. Du bemühst Dich ja halt auch nur um das, was Du nicht hast und möchtest ...

Man sollte dies auch vor dem Hintergrund der Geschwisterbindung betrachten. Wenn Ihr ein WM habt, dann sieht der Junge seine Schwester auch wieder regelmäßiger und länger ... Auch wenn sich Geschwister zoffen ... wenn plötzlich mal einer alleine ist, dann vermissen sie doch was. Und wenn es nur das Zoffen ist  :wink:.

Gruß
Kasper


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 22. März 2017, 08:52:10
Wir hatten ja das Wechselmodell für beide Kids, also die waren immer zusammen...entweder bei Mama oder bei Papa. Aber es ist schon traurig mit anzusehen, wie das große Kind völlig ignoriert wird.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Kasper am 22. März 2017, 09:24:03
Dann könnte ich mir vorstellen, dass die alte Lebensweise eines Wechselmodells, zuzüglich der jetzigen Ignoranz der KM ggü. der Tochter, es eigentlich eher ein Grund für ein Wechselmodell mit dem Sohn, wie dagegen.

Denn Geschwister lernen voneinander und haben auch eine besondere Bindung, die gepflegt werden sollte.

Gruß
Kasper


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 31. März 2017, 10:06:58
Mal wieder ein kleines Update.

Auch dieses Mal habe ich meinen Kurzen gestern gegen den willen meiner Exfrau bekommen. Meine Anwältin scheint einen ganz guten Draht zu ihrer Anwältin zu haben. Diese wiederum scheint meine Ex recht gut zu beraten und es hörte sich so an (zwischen den Zeilen), als ob man in meine Richtung einlenken möchte.

Macht es eigentlich einen Unterschied, wenn eine außergerichtlich getroffene Umgangsregelung notariell beglaubigt wurde oder nicht? Ich bin nämlich am Überlegen, wie konkret ich den Rahmen abstecke. Klar, im Wechselmodell wird Flexibilität gefragt, nur was nützt mir das, wenn meine Exfrau ständig alles über den Haufen schmeißt?


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 23. April 2017, 20:57:21
Kurzes update:

Die Donnerstage in der Woche bekomme ich immer, natürlich nur nachdem meine Abwältin vorher immer explizit auf die alte Betreuungsregelung hinweist. Ein Wechselmodell kommt für die KM nicht infrage, aktuell redet sie nicht mit mir.
Angeblich macht sie wieder ne Therapie und hat sich prompt bei meiner Tochter gemeldet. Langsam hab ich mit diesem Hickhack die Faxen dicke, wird wohl Richtung Gericht laufen. Also ABR beantragen und hoffen, dass es klappt.

Wenn jemand dazu Tipps hätte, Do's and Dont's quasi...immer her damit. Das wäre sehr nett!


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 30. Mai 2017, 09:42:05
Hallo..mal wieder ein Update:

Leider möchte die KM jetzt ein Gerichtsverfahren, um dort den Umgang klären zu lassen. Ich hätte nicht gedacht, dass es mal so weit kommt, aber nun soll es so sein. Danach hat man wenigstens eine festgelegte Regelung, an welcher man sich orientieren kann.

Wenn jemand Tipps hat, gerne auch per PN, immer her damit.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: AnnaSophie am 30. Mai 2017, 11:05:33
Hallo,

was wollen die Kinder?
Was willst du und kannst du leistenß

Eine gerichtliche Regelung kann auch zu ungunsten der Wünsche der KM ausfallen.

Sophie


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 30. Mai 2017, 11:23:53
Was will ich:

Eine hälftige Umgangsregelung, wie die 3,5 Jahre vorher schon gelebt, nur halt mit Verschiebung der Tage.

Warum will ich das:

Die Frage ist einfach...mein Sohn (8 Jahre) möchte es. Meine Tochter (16) lebt ja schon komplett bei mir. Die Kinder waren bis letztes Jahr im Juni immer zusammen, entweder bei der Mutter oder bei mir. Alle von mir angeschobenen Vermittlungsversuche (Jugendamt, Familienberatung) wurden von der KM abgebrochen.


Was kann ich leisten:

Zeitmäßig krieg ich das gut hin, hab ich ja die letzten 3,5 Jahre schon, mein Arbeitgeber spielt da mit.

Rein rational betrachtet sehe ich eine Menge Vorteile auf meiner Seite, aber vor Gericht kann viel passieren. Ich hatte nochmals ein letztes Angebot gemacht (der Antrieb der KM is m.M. nach Geld), in welchem ich auch darauf hinwies, dass bei einem Gerichtsverfahren unser Sohn befragt werden würde, das hätte ich ihm gern erspart.


Die Frage ist..wie weit geht eine Gerichtsverhandlung ins Detail? Das so etwas viel Kraft und Nerven kostet brauch ich wohl hier keinem erzählen, aber das muss schlussendlich sein, da man so (hoffentlich) eine verbindliche Regelung erhält.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Susi64 am 30. Mai 2017, 11:55:08
Hallo,

in aller Regel ist und vorallem sollte eine Umgangsregelung sehr detailiert sein, also auch Feiertage und Ferien mit berücksichtigen.
Der Grund ist einfach, alles, was nicht geregelt ist, macht Ärger.
Deshalb solltest Du auch einen detailierten Plan machen, also Sohn ist in den geraden Wochen bei Dir, in den ungeraden bei der KM, große Ferien, erste Hälfte, zweite Hälfte, sonstige Ferien, Geburtstag, Feiertage.

Zumindest zu Anfang ist eine gerichtliche Entscheidung in Stein gemeiselt. Sie sollte auch Sanktionsmöglichkeiten beinhalten, wenn sich an die Regelung gehalten wird.

Problematisch ist, dass Gerichte ungern Entscheidungen treffen und ihr deshalb zu einem Vergleich gedrängt werden könntet. Das kann auch Gespräche beim JA beinhalten.
Aber auch in diesem Fall kann man und sollte man das alles regeln!

Eine Befragung des Kindes vor Gericht ist kein Problem, das ist keine Inquisition! Es kann ein freundliches Gedpräch im Zimmer des Richters sein. Auch Richter sind Menschen und es geht einfach darum, dass der Richter sich ein Bild machen will.
Du solltest nicht dagegen sein, schliesslich gibt das wieder Erpressungpotential für die KM.

VG Susi


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 30. Mai 2017, 12:55:04
Das Witzige ist...die KM hatte für 2017 ja bereits im September/Oktober letzten Jahres eine detaillierte Jahresplanung in der Familienberatung vorgelegt. Da war alles berücksichtigt, aber gut..seit Dezember ist halt alles anders. Ob das ausstehende Unterhaltszahlungen sind, Kredite, welche von meinem Konto abgehen, wir aber beide hälftig bedienen müssen, ausstehende Zahlungen für die Privatschule meiner Tochter etc. pp.

Dazu kommen Äußerungen in Richtung der Kinder, welche bei mir nur den Schluss einer finanziellen Motivation zulassen.

Mit der Befragung des Kindes weiß ich, allerdings möchte so was keiner für seine Kinder. Zumal es aus meiner Sicht hochgradiger Schwachsinn ist, was hier grad abläuft. Aber wie ich schon früher schrieb...vor emotional angetriebenen Menschen hat man keine Ruhe. Selbst ein Gerichtsurteil, egal wie es ausfällt, wird da keine Abhilfe schaffen. Ich vertraue auf die Jahre und das Urteilsvermögen meines Sohnes, alles andere liegt nicht in meiner Hand.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 12. Juni 2017, 11:11:12
Morgen in die runde, jetzt ist es amtlich:

Am 29.06.17 habe ich Anhörungstermin bezüglich des weiteren Umganges für/mit meinem Sohn. Alle anwaltlich gemachten Vorschläge wurden von der Km ignoriert bzw. abgeschlagen.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: MJ1977 am 12. Juni 2017, 21:49:30
Dann halte ich Dir für den 29.06. die Daumen. Ich hab das Thema mit der Anhörung auch erst durch und sitze jetzt hier und warte auf das schriftliche Urteil. Ich hab mir auch den Mund fusselig gequatscht, gebracht hat es auch nix.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: SpecialD am 13. Juni 2017, 10:20:11
Ich hab mir auch den Mund fusselig gequatscht, gebracht hat es auch nix.

Wieso das?

In deinem letzten Beitrag in einem anderen Thread geht es doch um einen Betreuungsanteil von 60:40 oder 50:50.
Das ist doch ein super Ergebnis, oder?

LG D


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: MJ1977 am 13. Juni 2017, 10:37:53
Ich meinte das in bezug zur KM,  da konnte ich mit reden nix erreichen


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: SpecialD am 13. Juni 2017, 11:08:27
Ah verstehe...

Lass uns dein Ergebnis wissen, ja?

LG D


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: MJ1977 am 13. Juni 2017, 13:21:22
Natürlich, dann aber in meinem Thread


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 14. Juni 2017, 08:27:50
Danke für die guten Wünsche!

Ich hätte mal eine Frage: Meine Exfrau wünscht sich einen Umgang Dienstag - Sonntag, also 2 Tage weniger, als es seit der Trennung bis jetzt war/ist. Da sie den Antrag beim Familiengericht eingereicht meine Frage, ob ich jetzt auch gleichzeitig einen Antrag auf ABR stellen muss/sollte oder ob eine Darlegung des Sachverhaltes aus meiner Sicht vor Gericht ausreicht? Termin bei meiner Anwältin hab ich erst morgen, möchte da aber natürlich keinen Schrittfehler machen bezüglich des Gerichts.

Gern auch per PN


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: AnnaSophie am 14. Juni 2017, 08:39:45
Hallo,

Umgang zwischen KM und Sohn oder zwischen dir und Sohn?

Zwischen KM und Sohn würde ich sagen, ok, wenn das ihr Wunsch ist und Sohnemann damit einverstanden ist, wobei ich dann Sonntagabend als WEchsel definieren würde. Ansonsten wird jede Wochenendplanung zerschossen bzw. benötigt die Zustimmung des anderen.

Wenn zwischen dir und Soh - warum sollte das geändert werden? Weder du noch Sohn noch die bei dir lebende Tochter möchten das so.
Dann eher einen Antrag auf Beibehaltung des Wechselmodells für Sohn stellen, also weiterführen des bisher praktizierten Modells (was seit xx Jahren so funktioniert).

Sophie


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 14. Juni 2017, 08:50:10
Danke für die Antwort, aber ist der Antrag wirklich vonnöten oder nicht unbedingt? Die Beibehaltung mit entsprechender Begründung würde ich ja sowieso vorab einreichen (lassen).


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: TotoHH am 14. Juni 2017, 09:16:07
Kannst Du nochmal beschreiben bitte, was die KM will?
Wessen Zeit mit dem Kind will sie kürzen?


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 14. Juni 2017, 09:21:52
Kürzen will sie meine Zeit mit dem Kurzen. Aktuell hab ich ihn in den ungeraden Wochen von Dienstag bis Montag früh (Schulbeginn), dazu noch in der geraden Woche am Donnerstag mit Übernachtung.

Sie möchte jetzt, dass er von Dienstag bis Sonntagnachmittag 16 Uhr bei mir ist.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: TotoHH am 14. Juni 2017, 09:45:00
Kürzen will sie meine Zeit mit dem Kurzen.

Wenn zwischen dir und Soh - warum sollte das geändert werden? Weder du noch Sohn noch die bei dir lebende Tochter möchten das so.
Dann eher einen Antrag auf Beibehaltung des Wechselmodells für Sohn stellen, also weiterführen des bisher praktizierten Modells (was seit xx Jahren so funktioniert).

Also: Antrag der KM m.E. abweisen.

Ggf. hilfweise ABR Antrag stellen verbunden mit der klaren Aussage, damit das WM aufrecht zu erhalten.

Aber frag doch besser einen Profi, also Deinen Anwalt, Toto


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 14. Juni 2017, 10:03:58
Warum kann ich euch sagen:

Weil sie seit Dezember vollen KU für unsere große Tochter zahlt. Das hat sie mehrfach betont. Offiziell sucht sie jetzt natürlich nach anderen Begründungen. Ich bin echt gespannt und leider auch irgendwie nicht so optimistisch. Gerichtsentscheidungen ähneln m.M. nach einer Lotterie, auch wenn die Fakten nüchtern betrachtet für mich sprechen.

Mal schauen, was wird. Egal wie die Sache ausgeht...Ruhe hab ich danach so oder so nicht.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Tsubame am 14. Juni 2017, 10:13:33
Hallo,

Ich verstehe nicht, warum die Kindesmutter dieses bewährte Modell ändern will ? Es ist doch sehr ausgewogen.

Meiner Meinung nach muss sie sich schon schwerwiegende Gründe ausdenken und überzeugend darstellen, um diese Papazeiten zu kippen.

Aus dem Bauch heraus würde ich jetzt einmal sagen, dass es nicht nötig ist, das ABR für den Sohn zu beantragen.

Vor allem unter Berücksichtigung von Deiner Aussage hier hier, welche Du dem Gericht mitteilen solltest. Denn was ist tatsächlich schwerwiegendes zwischen Oktober und Dezember passiert ?


Das Witzige ist...die KM hatte für 2017 ja bereits im September/Oktober letzten Jahres eine detaillierte Jahresplanung in der Familienberatung vorgelegt. Da war alles berücksichtigt, aber gut..seit Dezember ist halt alles anders.


Befürchtest Du aber, dass die Kindesmutter für sich das alleinige ABR beanspruchen wird, dann wiederum plädiere ich für einen Antrag auf ABR.
VG,
Tsubame.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 14. Juni 2017, 10:27:48
Passiert ist, dass ich ab Dezember vollen KU über das Jugendamt für meine Tochter eingefordert habe, da die liebe Mama sich nicht an Abmachungen bezüglich des Geldes gehalten hat. Dies wurde ihr von mir aber bereits bei Gesprächen in der Familienberatung im September angekündigt. Kommunikation diesbezüglich lehnte sie ab. Ich hätte nicht mal den voll berechneten Unterhalt verlangt, aber wie gesagt...Gesprächsangebote sind verpufft bzw. ihre Antwort war Post vom Anwalt.

Danach wurde das von ihr in der Familienberatung vorgeschlagene Modell (jeder eine komplette Woche) nicht mehr thematisiert bzw. hatte sich erledigt. zum Glück hab ich das schriftlich. Den Abbruch der Familienberatung bringe ich natürlich auch an. Unserem Sohn hat sie gegenüber geäußert: "Wenn Du genauso viel bei Papa bist wie bei mir, muss Mama umziehen, weil sie sich die Wohnung dann nicht mehr leisten kann".
Weiterhin wurden ab Dezember noch ausstehende Kreditzahlungen, welche von meinem Konto an die Bank überwiesen werden, nicht von ihr gezahlt.

Kann sich jeder selbst ausmalen, wo die Reise hingehen soll.

Warum sie das Modell ändern will....Neid, selbst unglücklich in ihrem Leben etc.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 17. Juni 2017, 13:42:16
Gestern im Briefkasten eine Terminverschiebung auf den 20.07., was ich persönlich sehr misslich finde. Ansonsten hat meine Anwältin meine Sicht der Dinge an das Gericht gesandt.  Die Reaktion der KM dürfte nicht positiv sein. Ansonsten verhält sie sich zur Zeit auffallend kommunikativ und übertrieben freundlich.  Da gehen bei mir immer alle Alarmglocken an, da immer nach einer freundlichen Phase eine ganz hässliche folgte. Es bleibt spannend.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 18. Juni 2017, 13:36:21
Wieder gestern im Briefkasten: Ein gemeinsamer Termin mit der KM bei einer Psychologin beim JA. Für mich ist das irgendwie schwachsinnig, ich war beim JA und bei der EFB...das hat nicht gefruchtet bzw. hat es beim JA nicht interessiert. Jetzt steht ein Verfahren ins Haus und man bewegt sich. 


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 22. Juni 2017, 09:45:13
Hab mal ne Frage bzw. interessiert mich Folgendes:
Nach so einem Gerichtstermin, wie ging es euch da? Egal ob das Modell der KM oder mein Betreuungsmodell "gewinnt", ändern wird sich nichts.  Das sind natürlich keine rosigen Aussichten, aber damit muss ich wohl leben.  Alles in allem bin ich es leid bzw. müde zu kämpfen.  Im Endeffekt mache ich es für meine Kinder, aber ich selbst würde manchmal schon gerne hinschmeißen.  Das Ganze geht gehörig an die Substanz. Ich glaub auch nicht, dass so etwas wie Befriedigung nach einem für mich positiven Getichtsurteil aufkommt. Ich mache das ganze Theater nur mit, weil ich keine andere Wahl habe, sprich Anwälte, Gericht etc.
Mir tun meine Kids so unfassbar leid.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Tsubame am 22. Juni 2017, 11:58:27
Hallo,

Lass Dich von all dem nicht mürbe machen und runterziehen. Versuche, Dich um Dich selbst zu kümmern. Sport oder Gespräche mit Freunden. Ein Spaziergang am Abend. Höre auf Dein Bauchgefühl.

Nimm die Einladung zu dem gemeinsamen Termin mit der Psychologin beim Jugendamt wahr. Höre zu, um welche Psyche es denn gehen soll (Kinder, KM oder Deine ?) Wenn dieser Termin vorbei ist, hast Du alles durch. Warte dann auf das Gerichtsurteil.

Alle Fragen würde ich mit Gegenfragen beantworten oder damit abwehren, dass die Kontinuität der Betreuung des Sohnes,  so wie sie seit zwei Jahren gehandhabt wird, dem Kindeswohl entspricht.

Lasse Dich bei keinem Gespräch "einwickeln". Du hast kein Problem, Kind2 hat kein Problem. KM hat aber ein Problem und geht vor Gericht um ihr Problem zu lösen. Lass es nicht zu, dass über beide Kinder gesprochen wird. Trenne das sauber.

VG,
Tsubame.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: MJ1977 am 22. Juni 2017, 22:23:40
Hab mal ne Frage bzw. interessiert mich Folgendes:
Nach so einem Gerichtstermin, wie ging es euch da?

Nachdem ich dass erst durch habe, ich habe davor gezittert, währenddessen und danach. Noch dazu hat die Richterin die Entscheidung auf dem "Büroweg" veröffentlicht d.h. ich durfte noch zwei Wochen bangen.

Nachdem der Beschluß jetzt da ist, also ich hab keine Gehässigkeiten oder ähnliches versprüht, ich war einfach noch erleichtert. Keine Ahnung ob die Geschichte jetzt durch ist oder ich trotz Beschluss weiter kämpfen muss, aber jetzt hat man wenigstens etwas in der Hand.

Ich mach es auch nur für den Zwerg und nicht um der KM einen reinzuwürgen (gut, sie sieht es wohl anders) und ganz ehrlich dafür lohnt sich der Kampf.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 23. Juni 2017, 15:32:54
Wie gesagt: Aufgeben ist keine Option. 
Sport, privates Umfeld und verständnisvolle Chefs auf Arbeit machen die Sache erträglich. Aber schön ist anders. 
Obwohl es bei mir jammern auf hohem Niveau ist, wenn ich das von ändern Vätern hier so lese.  Im schlimmsten Fall, sofern der Richter nicht völlig von den Forderungen der KM abweicht, hab ich meinen Sohn an 6 von 14 Tagen.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 08. Juli 2017, 11:48:03
Kurzes Update:

Nach dem Gespräch beim JA hat dieses die Empfehlung ausgesprochen meinem Vorschlag zu folgen.  Eine Elternberatung würde ebenfalls empfohlen. Unsere bereits geführten Gespräche bei der Elternberatung sibd wohl nicht relevant, da die KM von ihrer Seite keine Entbindung der Schweigepflicht zugestimmt hat. Was das im Endeffekt wert ist wird sich zeigen.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 11. Juli 2017, 11:35:14
Ne Frage hätte ich dazu noch:

Wird solchen Empfehlungen tendenziell gefolgt, eher nicht, interessieren die überhaupt jemanden? Wie sind eure Erfahrungen da so?


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: MJ1977 am 11. Juli 2017, 18:45:39
N'abend

sorry komme erst jetzt zum Antworten: also normalerweise schreibt der Mitarbeiter des JA eine Stellungnahme fürs Gericht und dass wird zu den Akten genommen also definitiv zur Kenntnis genommen. Es ist auch nicht unüblich dass der Mitarbeiter bei Gericht zugegen ist, dass ist aber kein mus (bei wurde nur die Stellungnahme verlesen, da sich die Mitarbeiterin des JA bei der Anhörung im Urlaub befand).

Wenn eine Beiständin eingesetzt wird, wird diese auch angehört.

Also bei meiner Anhörung war es so, dass ich den Vorschlag des JA vollständig umsetzen wollte und niemand etwas dagegen hatte, außer der KM. Sie konnte aber keine Argumente vorbringen, sondern war halt einfach dagegen. Es wurde definitiv die Empfehlung zur Kenntnis genommen und das Gericht ist ihr auch gefolgt.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 11. Juli 2017, 21:48:09
Naja...Schizophren finde ich die Einwilligung der KM, dass sie einer Elternberatung zustimmt, die letzte aber abgebrochen hat und zu den dort getroffenen Aussagen auch keine Entbindung der Schweigepflicht gibt. Das ist alles so krank, aber wem erzähle ich das hier. 


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: MJ1977 am 11. Juli 2017, 22:15:38
Wenn man sich hätte vernünftig und auf Augenhöhe hätte begegnen können würde wahrscheinlich keiner vor Gericht ziehen, zumindest hätte ich es mir verkniffen.

Ich kann mir vorstellen was Du meinst, irgendwann kommt man(n) einfach an den Punkt wo man glaubt nur noch verarscht zu werden. Zum Beispiel:

Zum Schluß bot die Anwältin der KM eine Aufteilung von 57 zu 43 Prozent Betreuung an, aber das paritätische WM würde gar nicht gehen weil dass gegen das Kindeswohl gehen würde. Da fragt man(n) sich schon wie 7 % Betreuung durch den KV (oder anders ausgedrückt 1 Tag mehr innerhalb von 14 Tagen) auf einmal nicht dem Kindeswohl dienen können oder sogar "gefährlich" für die Entwicklung des Kindes sein können.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 11. Juli 2017, 22:41:02
Bei mir:
KM hat Angst, dass unser Sohn ihr entgleiten könnte. Da sag ich nur: Aha, entgleiten durch Kontakt mit dem Vater?


Wird interessant nächste Woche


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: MJ1977 am 11. Juli 2017, 22:56:29
Kommt mir im Ansatz auch bekannt vor:

Als zwar die Trennung schon beschlossen, aber noch gar nix geklärt war: habe ich nach den Vorstellungen der KM für den Umgang gefragt, Antwort von ihr "tja wir müssen sehen wir der Kleine die Trennung verkraftet!".


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 18. Juli 2017, 12:04:48
Update:
Gestern kam nochmal ein Brief der Anwältin der KM, in welchem ich natürlich diffamiert werde. Alles ganz schlimm, aber die Betreuung von Dienstag bis Sonntag durch mich ist ok und dient dem Kindeswohl. 

Ob ich will oder nicht, das kommt schon an mich ran und langsam will ich auch das es endlich vorbei ist...die Kraft schwindet.  Ich hoffe, der Richter interessiert sich nicht für solche plumpen Provokationen. 


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: MJ1977 am 18. Juli 2017, 21:38:19
Ach die Liebesbriefe der gegnerischen Anwälte. Ich hatte auch so ein paar Exemplare, habe sie sogar aufgehoben. Ich müsste erst eine Bindung zum Kind aufbauen, es wurde in Abrede gestellt dass ich TZ arbeiten würde und noch ein paar Gags. Habe jedesmal Gegendarstellungen zum Besten gegeben. Bei mir war es ähnlich, dass ich gerne zwar Betreuung übernehmen darf aber dass WM würde nicht dem Kindeswohl entsprechen.

Mich hat die ganze Geschichte auch angegriffen, hab einiges an Kilos abgenommen (gut das war auch was positives  :wink:) . Also wenn die Provokationen plump genug sind, wird es wohl der/die Richterin durchschauen


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 20. Juli 2017, 21:42:08
Gestern kam die Absage für den Gerichtstermin heute, der Richter ist krank. Großartig  :mad:


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: MJ1977 am 20. Juli 2017, 22:12:27
Das ist natürlich sch....

Ich hoffe es gibt bald einen Ersatztermin.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 21. Juli 2017, 11:26:15
Bis jetzt noch nicht. Wird auch schwierig in den Ferien. 


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 29. Juli 2017, 14:26:23
Update:

Termin Anfang September  :mad:

Die Warterei ist ziemlich zermürbend.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 14. September 2017, 18:04:37
Mal wieder etwas Neues:

Heute war endlich der 3x verschobene Termin beim Familiengericht. Ein sehr entspannter Richter, der genau die richtigen Fragen gestellt hat. Ende vom Lied...ich habe ab sofort ein richtiges Wechselmodell für meinen Sohn (Sonntag bis Sonntag), dazu hat jeder in der Woche des Anderen noch einen Nachmittag am Mittwoch.  Alle Argumente dagegen von meiner Exfrau wurden entweder vom Richter, meiner Anwältin oder mor widerlegt. Das hat sie sichtlich geärgert.
Die Auflage einer Elternberatung haben wir ebenfalls bekommen.  Mein Sohn hat sich total gefreut.  Ich bin happy und erleichtert.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Lausebackesmama am 14. September 2017, 18:40:43
Ja super, herzlichen Glückwunsch! Die Lösung finde ich auch inhaltlich gut mit em Mittwoch in der Mitte für den anderen Elternteil.

LG LBM


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: SpecialD am 14. September 2017, 21:33:25
Auch von mir: Glückwunsch!

Drücke die Daumen, dass es jetzt friedlich gelebt werden kann!

LG D


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: MJ1977 am 14. September 2017, 23:44:31
Herzlichen Glückwunsch von einem paritätischen Elternteil  :thumbup:


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 15. September 2017, 14:18:55
Danke für die Gratulationen!

Jetzt wird es noch böses Blut aufgrund fehlender Zahlungen meiner Ex geben. Sie hat ja kurzerhand seit Anfang des Jahres einen von uns gemeinsam zu bezahlenden Kredit nicht mehr bedient. Dieser ging natürlich von meinem Konto ab. Dezember, Januar und Februar hat sie die Unterhaltszahlungen für unsere Tochter nicht vollständig bezahlt, alles in allem ca. 1200 Euro. Mag jetzt kleinkariert wirken, aber ich bin der Meinung, dass man eben nicht einfach Zahlungsverpflichtungen einstellen bzw. verrechnen kann.

Weiterhin meine Frage bzw. mein Denkansatz:

Ich würde mich gerne fürs Wechselmodell, wenn ich das Urteil habe, unterhaltsberechnen lassen. Hintergrund ist, dass ich sauber in der ganzen Sache sein möchte. Ich gehe davon aus, dass ich ein höheres Nettoeinkommen habe.  Grundsätzlich möchte ich meiner Ex keinen Cent in de Rachen schmeißen, da sie jede Gelegenheit nutzt sich um Zahlungen zu drücken bzw. mir die aufzudrücken. Das mit dem Kredit ist nur ein Beispiel von vielen.

 Aber lieber zahle ich einen kleinen Betrag und bin rund, als das ich mir irgendwas vorwerfen lasse.


Macht das Sinn oder würdet ihr abwarten?


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: psoidonuem am 15. September 2017, 14:41:08
Lass es doch hier berechnen. geht halt nur, wenn Du weißt was sie verdient


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: AnnaSophie am 15. September 2017, 14:51:23
Hallo,

du kannst es ja mal berechnen. Und dann siehst du wieviel rauskommt.

Und wenn das klar ist, kannst du ja auch schauen, ob es eine Möglichkeit gibt, dass sie die 1.200 € freiwillig zahlt.

Ansonsten wäre die Frage, wie lange es dauert, bis der noch zu zahlende Unterhaltsbetrag dies 1.200 € ergibt. Und das dann solange machen, bis das erledigt ist. Und wenn sie dann danach fragt, sagst du, gern, wenn wir eine Vereinbarung treffen, wie du die 1.200 € bei mir abzahlst.
Klar, eigentlich darf das nicht miteinander vermengt werden, aber das wäre vielleicht eine Möglichkeit.

Sophie


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 18. September 2017, 14:41:40
Lass es doch hier berechnen. geht halt nur, wenn Du weißt was sie verdient

Das kann ich nur ca. aufgrund des Unterhalts erahnen.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Cheers am 18. September 2017, 21:53:01
Glückwunsch zum Wechselmodell!!! :thumbup:

@ Esse und MJ1977:
An welchen Amtsgerichten habt ihr das paritätische Wechselmodell bekommen?



Gibt es eigentlich eine Internetseite, Datenbank oder ähnliches, wo festgehalten wird,
welche Amtsgerichte/Richter an Amtsgerichten Wechselmodell-affin sind,
bzw. welche noch sehr altmodisch sind?


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: MJ1977 am 19. September 2017, 09:09:24
Servus,

also bei mir war es das Amtsgericht Nürnberg.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 19. September 2017, 15:35:59
Amtsgericht Treptow-Köpenick in Berlin, aber noch hab ich kein rechtskräftiges Urteil in der Hand.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: oldie am 19. September 2017, 19:38:31
Moin

Sie hat ja kurzerhand seit Anfang des Jahres einen von uns gemeinsam zu bezahlenden Kredit nicht mehr bedient. Dieser ging natürlich von meinem Konto ab.
Ärgerlich, allerdings abseits einer Einigung nur zivilrechtlich zu begegnen. Das will überlegt sein.

Dezember, Januar und Februar hat sie die Unterhaltszahlungen für unsere Tochter nicht vollständig bezahlt, ...
War davon was tituliert oder zumindest nachweislich gefordert? Ansonsten siehe Absatz zuvor.

Ich würde mich gerne fürs Wechselmodell, wenn ich das Urteil habe, unterhaltsberechnen lassen. Hintergrund ist, dass ich sauber in der ganzen Sache sein möchte.
Richtig. Das hat nichts mit sauber zu tun, und das weißt Du bereits, hast es erfahren.

Das kann ich nur ca. aufgrund des Unterhalts erahnen.
Dann fordere sie zur Auskunft auf.

Gruss oldie


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 20. September 2017, 12:36:10
Zum Thema "Das will überlegt sein":

Ich gebe dir total recht und bin auch der Letzte, der öl ins Feuer kippen will, aber:

Diese ganze Gerichtsarie hat sie ins Leben gerufen, wir hatten bei der Elternberatung eine Einigung erzielt, welche sie für null und nichtig erklärt hat. Obendrauf hat sie ne Menge Zahlungen eingestellt, ohne sich darum zu scheren, ob ich die Beweggründe verstehe oder das nachvollziehen kann. Kredite haben m.M. nach nichts mit den Kids zu tun.
Der Unterhalt für unsere Tochter ist tituliert seit Dezember.

Ich vertrete die Meinung, dass man Zahlungsverpflichtungen nicht vermischen sollte/darf.

Zum Thema Zivilrecht...das macht den Kohl auch nicht mehr fett.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 08. Oktober 2017, 10:49:04
Kleines Update:
Hatte mein erstes Einzelgespräch mit der Elternberatung.  Erwarte mir davon nicht allzuviel, außer vielleicht eine etwas andere Ferienregel für die Oster- und Herbstferien. Witzig ist ja, dass wir gerichtlich zur Elternberatung aufgefordert wurden, jedoch alles was dann dort erzählt wird der Schweigepflicht unterliegt. Mal angenommen dort wird keine Einigung erzielt, landen wir dann wieder vor Gericht?
In meinen Augen schwachsinnig, aber gut.

Am 16.10. ist der erste gemeinsame Termin. 


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: SpecialD am 08. Oktober 2017, 21:32:11
Hallo,

Witzig ist ja, dass wir gerichtlich zur Elternberatung aufgefordert wurden, jedoch alles was dann dort erzählt wird der Schweigepflicht unterliegt.

Schweigepflicht hin oder her, du kannst jederzeit vor dem FamG aus deiner Sicht schildern.
Ist eh nicht öffentlich und ob du nun was ausplauderst oder nicht, interessiert erfahrungsgemäß niemanden.

Mal angenommen dort wird keine Einigung erzielt, landen wir dann wieder vor Gericht?

Was wurde denn vereinbart? Ist das Verfahren ruhend und wird von Amts wegen wieder eröffnet, muss jemand einen Antrag stellen, schickt der Moderator einen Bericht mit Empfehlung ans Gericht, etc.pp.?

Was steht denn genau im Vergleich bzw. Protokoll?

LG D


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 09. Oktober 2017, 16:24:40
Ich antworte etwas später ausführlich , aber so richtig steht nix drin. Da sprach der Richter die ganze Zeit von. 


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 17. Oktober 2017, 07:31:22
Etwas späte Rückmeldung, aber besser als gar nicht :wink:

In der gerichtlichen Vereinbarung wird die Elternberatung erwähnt, aber weder eine Dauer noch ein wirklich konkretes Ziel definiert.

Unser erster gemeinsamer Termin gestern enthielt schon von Seiten der KM einige Schmankerl. Ihr Einstieg war erst mal so, dass ja diese Elternberatung ihre Idee war und sie dieses Modell nur akzeptiert, weil wir eine Elternberatung machen. und ich dachte immer, dass so etwas vor einem Familiengericht immer der Richter entscheidet...naja, wieder was gelernt.
Sie hat relativ unumwunden zugegeben, dass sie emotional gesteuert ist, was aber schlussendlich für mich nicht neu ist und m.m. nach auch der Ursprung unserer Probleme. Kann ich mir aber im Endeffekt auch nichts für kaufen.

Der Berater hat uns vorab eine Schweigepflichtsentbindung unterschreiben lassen, nach Abschluss der Beratung (wann auch immer das sein wird) kann er somit dem JA seinen Abschlussbericht zukommen lassen.

Meine Idee ist jetzt alles, was an Problemen meinerseits noch im Raum steht, über bzw. vor dem Berater zu klären/anzusprechen, um eine emotionale Reaktion ihrerseits hervorzurufen. Damit wäre das mal aktenkundig. Ich kann ja viel erzählen, wenn der Tag lang ist.

Kleine Anekdote am Rande, die mich insoweit bestätigt, dass ich nur auf die Zeit vertrauen muss:

Unser Kurzer hatte ein Geschwistergespräch mit unserer Großen, in welchem er Weihnachtsgeschenke ansprach, welche er in der Schule für Mama und Papa bastelt. Jedenfalls ist mein Geschenk wohl größer und er weiß, dass Mama das hasst. Weiterhin wäre er oft lieber bei uns. Das hat er seiner Mutter wohl im Streit schon mal an den Kopf geknallt, worauf diese sinngemäß antwortete: "Dann geh doch wie deine Schwester zu eurem tollen Vater! Ich zieh dann weg in eine andere Stadt."
Er mag es wohl nicht, dass sie jedes Mal komisch reagiert, wenn er von mir erzählt.

Das hört sich alles danach an, als ob ich mein Kind der Mutter wegnehmen will, das ist mitnichten so. Aber ich habe für mich erkannt, dass sie niemals ihr Ego hinter die Befindlichkeiten der Kinder stellen würde und das ist für mich (für die Kinder noch mehr) ganz schlimm. Schlimm deshalb, da ich das niemals mit ihr besprechen könnte, das hab ich alles schon mit der Großen durch.
Das es mit dem Kurzen so schnell geht, auch das er sich so deutlich ihr gegenüber positioniert, das hätte ich nicht gedacht.

Wie war die Überschrift: Never ending story :exclam:


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 10. November 2017, 14:25:28
Lass es doch hier berechnen. geht halt nur, wenn Du weißt was sie verdient

Ich gehe bei ihr von einem bereinigten Nettoeinkommen von 2200 Euro aus. Sie zahlt Unterhalt für unser großes Kind (410 Euro). Mein bereinigtes Nettoeinkommen liegt bei 2650 Euro (höchstens). Kindergeld für den Kurzen bekommt KM...was kommt dabei raus?


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: harmony84 am 10. November 2017, 17:53:06


"Dann geh doch wie deine Schwester zu eurem tollen Vater! Ich zieh dann weg in eine andere Stadt."
Er mag es wohl nicht, dass sie jedes Mal komisch reagiert, wenn er von mir erzählt.

Das hört sich alles danach an, als ob ich mein Kind der Mutter wegnehmen will, das ist mitnichten so. Aber ich habe für mich erkannt, dass sie niemals ihr Ego hinter die Befindlichkeiten der Kinder stellen würde und das ist für mich (für die Kinder noch mehr) ganz schlimm. Schlimm deshalb, da ich das niemals mit ihr besprechen könnte, das hab ich alles schon mit der Großen durch.

Klar ist es nicht schön für die Mutter so etwas zu hören. Aber letztendlich treiben viele Mütter ihre Kinder ja selbst dazu so zu reagieren. Der Kleine meines Partners weiß auch mit 4 1/2 schon ganz klar, dass Mama nicht gerne Gutes über Papa hört oder gar mitbekommt, dass er die Zeit beim Papa toll findet. Das ist so traurig. Und dann behaupten genau DIESE Mütter, dass sie ja alles nur zum Wohle des Kindes machen. Dabei wissen wir ja um was es wirklich geht.

Auch dieser Schmarrn von wegen als wie großzügig und entgegenkommend sich die KM's selbst sehen, in deinem Fall die Zustimmung zu der Elternberatung, das ist so lächerlich. Im selben Atemzug verursachen sie aus verletztem Stolz Kosten in Höhe eines Kleinwagens...


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 24. November 2017, 18:40:30
So, mal wieder ein kleines Update:
Heute war der 2. Termin bei der Elternberatung und vermutlich auch der vorerst letzte.  Die KM möchte nicht mehr.  Ich bin schlecht, ich bin unsensibel und kein guter Vater.  Kontakt wird sie mit mir nur noch per E-Mail oder Telefonate haben.  Na dann.....hoffe, sie hält sich dran.
Für unsere Kinder nur traurig, aber die Zukunft wird zeigen, was es mit ihnen macht. 
Ich finde dieses unreflektierte Verhalten nur noch zum Kopf schütteln.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 25. November 2017, 07:22:17
Was mich doch sehr beschäftigt ist die Frage, wie geht es weiter? Eine KM, die offen zugibt, dass sie Infos nur widerwillig weitergibt, dass sie mich für einen schlechten Vater hält etc.
Die nächsten Wochen, Monate, Jahre werden schwierig für den Jungen. Ich erreiche sie null, alles was ich sage, vorschlage wird torpediert.  Das  kann nicht gut sein für ein Kind.  Ich hab natürlich auch Angst, dass dieses hart erkämpfte Modell rückgängig gemacht wird. Es ist wirklich traurig zu sehen, wie  sie ihre Befindlichkeiten über die Interessen der Kinder stellt.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: MJ1977 am 25. November 2017, 08:19:19
Servus,

ich kann nur sagen hier ist es ähnlich. In den Augen der KM mache ich auch alles falsch, ziehe den Kleinen nicht warm genug an, wasche in nicht ordentlich und und und.... Kannst eigentlich beliebig fortsetzen, am Anfang hatte ich auch immer so ein böschen Männchen im Hinterkopf. Die richterliche Anordnung wird jetzt bald 6 Monaten umgesetzt und ich kann keine Auffälligkeiten beim Nachwuchs entdecken, er fragt wie oft er jetzt bei mir ist und damit ist der Käse gut.

Mit den Infos ist es ähnlich, Kind hatte wohl schon die nächste U-Untersuchung Infos an mich wegen Termin oder ähnliches Fehlanzeige, ich gebe alle Infos meiner KM per Whatsapp weiter. Ich lasse mir also sein U-Heftchen mal von ihr geben und mache Kopien.

Ratschlag von mir, wenn auch von Deiner KM unberechtigte Ansagen kommen: leg Dir ein dickes Fell zu und versuche es abprallen zu lassen. Ich lasse mich nicht in einen Streit verwickeln (das macht die KM manchmal glaube ich noch ärgerlicher).


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Tsubame am 25. November 2017, 09:56:14
Hallo,

Wenn ein Elternteil unvernünftig ist, kann man solches Benehmen nur wegatmen. Der vernünftige Elternteil muss sich selbst bei allen Stellen, wo es nötig ist, informieren. Informationen weitergeben, kann er auch mit digitalen Kalendern, in denen man alles einträgt, was das Kind betrifft. Das ist "professionneller" als Whatsapp.

Man kann nur immer und immer wieder Mediationen anbieten. Und wenn es dann nur Vorwürfe gibt oder nur Aussagen " du bist ein schlechter Vater", dann kann man auch einmal fragen (wenn es der Mediator nicht tut),

-wie ihrer Meinung nach eine gute Mutter sein sollte
-wie sie sich einen guten Vater vorstellt
-wie handeln gute Eltern
-wie sie sich selbst einordnet

Je ruhiger, freundlich-sachlich mit solchem Benehmen umgegangen wird, desto besser. Der verantwortungslose Elternteil sollte "nur" als Verhandlungspartner gesehen werden (wie verkauf ich ihr/ihm am besten einen Fernseher ? Wie mache ich es, dass mein Projekt ausgewählt wird ?). Das heisst, ohne Emotionen.

Für due Kinder kann es schwer sein, muss es aber nicht, wenn der vernünftige Elternteil es immer wieder sensibel auffängt.
VG,
Tsubame.



Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Samson1978 am 25. November 2017, 10:03:57
Was mir bei all den individuellen Einzelfällen auffällt ist: das Schema der KM.
Sie agieren fast ausschliessliche allein auf der emotional verletzten Ebene und argumentieren zum Wohle des Kindes. Sind aber nicht bereit ihr Handeln selbst zu reflektieren bzw. nicht in der Lage die Gesamtsituation rational zu analysieren. Übertrieben gesagt: Nur ihr Verhalten ist korrekt, alle müssen sich ihrem Willen fügen (den nur sie weiß was gut fürs Kind ist).
Bei all diesen Gemeinsamkeiten der Mütter muss es doch eine Möglichkeit für KV und Ämter, Gerichte und Sozialarbeiter geben um so ein (meist) kindeswohlschädliches Verhalten einzugrenzen oder zu unterbinden.




Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Susi64 am 25. November 2017, 11:36:13
Hallo,

im Prinzip ja, nur ist es nicht unbedingt nur ein Mütter Problem, Väter in ähnlicher Situation reagieren oftmals genauso, nur gibt es viel weniger Väter in so einer Situation.

Für Gerichte, ... ist es schwierig angemessen zu reagieren, einfach weil eine gerichtliche Entscheidung auch durchgesetzt werden muss und die Hauptbezugsperson des Kindes eben nun mal die Mutter ist.
Wer das Kind hat (Hauptbezugsperson) hat die Macht.

Eine Änderung würde sich hier nur ergeben, wenn sich in der Öffentlichkeit ein anderes Verständnis von Kinderbetreuung durchsetzen würde.
Väter, die keinen Umgang haben, werden vielleicht bedauert, aber es wird in aller Regel akzeptiert.
Mütter, deren Kinder beim Vater leben, werden dagegen stigmatisiert, "Rabenmutter", "wer weiss, was die gemacht hat", "das ist doch nicht normal!"

Deshalb lässt man Mütter viel eher alles durchgehen. Weil es doch "natürlich" ist, dass das Kind bei der Mutter lebt.

VG Susi


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Samson1978 am 25. November 2017, 11:55:59
Diesen Blick der Öffentlichkeit kennt man nur zu gut. Aber gibt es nicht einen "Denkanstoß" für die Mutter, um ihr zu helfen aus dem eigenen geschaffenen Kosmos auszubrechen.
Das würde letztendlich allen helfen.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: MJ1977 am 25. November 2017, 12:13:47
Wenn beide ETs zusammenarbeiten wäre es natürlich für alle Beteiligten leichter. Das Problem ist nur dass man es einfach nicht diktieren kann, wenn es ein ET nicht einsieht bzw. verinnerlicht.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Tsubame am 25. November 2017, 13:30:43
Hallo,

Ich bin der Meinung, dass das Problem auch darin liegt, dass man bei Trennung/Scheidung immer dieses Schema der Hauptbezugspersonen völlig übertrieben zugunsten der Mütter  auslegt.

Ein Kind in einer "intakten" Familie hat immer mehrere primäre Hauptbindungs-oder Hauptbezugspersonen. Es selbst stellt eine Hierachie auf und auch eine "Arbeitsteilung", deshalb will es z.B. von Mama gewaschen werden und von Papa eine Geschichte erzählt bekommen etc.
Ein Kind, welcher den einen Elternteil intensiv am Wochenende oder abends erlebt, wird ihn bei der Trennung genauso vermissen, wenn er plötzlich "weg" ist als den anderen, den es täglich zeitlich länger erlebt. Kinder, welche bei zwei vollzeitarbeitenden Eltern ab drei Monate in die Kinderkrippe gehen von 8Uhr morgens bis 18Uhr abends und seine Eltern "nur" abends und am Wochenende erleben, wissen genau, wer Mama und Papa sind.

Aber so lange solche Schemata praktiziert werden ohne Reflexion, bleibt es dabei wie @Susie schreibt.

VG,
Tsubame.



Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 25. November 2017, 17:32:00
All das hier Geschriebene spricht mir aus der Seele und ich setze es auch so um. Ich reflektiere mich selbst und bin entspannt im Umgang mit ihr...meinem Sohn zuliebe. 
Aber es ist total egal wie ich mich verhalte...passt es KM nicht bin ich ein schlechter Vater. 9 Jahre höchstens noch, dann ist der Spuk vorbei.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 02. Dezember 2017, 08:56:26
Ich habe vorgestern, da in der Elternberatung nicht die Möglichkeit gegeben war, meine noch ausstehenden Geldforderungen per Mail angemahnt.  Für Querleser: Unterhalt für meine Tochter und einfach nicht bezahlte Kreditraten ihrerseits.
Die 1. Reaktion ihrerseits war ein Anruf bei unserer Tochter, in welchem unter Tränen skizziert wurde, was für ein schlechter Vater ich sei und das ich sie noch mehr am Boden sehen will. Meine Tochter hat nur gesagt, dass sie sich beruhigen soll und ihr so etwas nicht erzählen soll.
Wie bei Pippi Langstrumpf: Ich mal mir die Welt, wie sie mir gefällt.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 13. Dezember 2017, 16:40:52
Hallo...es reißt nicht ab. Hatte heute ein Gespräch mit der Horterzieherin meines Jungen. Er fällt in letzter Zeit etwas  auf, vermehrt in den letzten 2-3 Wochen (Hauen, Streits). Es gab ein Gespräch mit ihm und er fing an zu weinen. Auf die Frage, ob es wegen Mama und Papa sei, nickte er nur.
Sie fragte dann weiter, ob wir darüber mit ihm gesprochen hätten, nein nur Mama, Papa spricht mit mir darüber nicht.
Da die KM zur Zeit mal wieder komplett auf Krawall gebürstet ist, passt das natürlich.  Die Horterzieherin will jetzt mit ihr sprechen. Mich überrascht es nicht wirklich, nur finde ich es für meinen Kurzen unfassbar traurig. 


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Tsubame am 13. Dezember 2017, 17:14:55
Hallo,

Ich sehe jetzt vielleicht auf dem Schlauch.

Über was spricht die Mama mit ihm und nicht der Papa ?

VG,

Tsubame.



Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Kasper am 13. Dezember 2017, 18:13:50
Über was spricht die Mama mit ihm und nicht der Papa ?

Ich vermute über die Trennungssituation, dem Verhältnis von Mama und Papa ...
Auf die Frage, ob es wegen Mama und Papa sei, nickte er nur.

Gruß
Kasper


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 13. Dezember 2017, 18:24:40
Ich rede mit ihm nicht darüber, wenn es Stress gibt. Sie lässt ihn ihre Emotionen spüren, teilt sie ihm mit und macht mich schlecht bei ihm bzw. versucht es. Ich finde, dass er nichts davon mitbekommen sollte.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Tsubame am 13. Dezember 2017, 18:55:52
Alles klar.

Du kannst das Kind in Deiner Zeit nur unterstützen, wo es geht.
Ihm auch klar machen (ohne jetzt den Mama-Papastress direkt anzusprechen), dass er mit jedem Problem zu Dir kommen kann, d.h. er kann, wenn er will, bei Dir über seine Mutter rden ohne dass Du "komisch" reagierst ( wie die Mutter) oder sich unter Druck fühlt.

Wie ist das Verhältnis zu seiner grossen Schwester ? Die Schwester scheint sich von der Mutter kein schlechtes Gewissen einreden zu lassen und lässt sich auch nicht als Kummerkästchen benutzen, sondern verweist sie auf ihren Platz. Reden Bruder und Schwester manchmal miteinander ? Kann er bei ihr sein Herz ausschütten ?

VG,
Tsubame.



Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 14. Dezember 2017, 06:06:00
Die Große ist ja komplett bei mir und bekommt regelmässig von ihrer Mutter zu hören, wie schlecht ich sei. U.a. dadurch kommt es immer wieder zum Streit zwischen den Beiden. Meine Große hat der KM auch für Weihnachten  abgesagt.  Sie spricht mit ihrem Bruder des Öfteren über alles, sie ist seine Vertrauensperson.
Meine Tochter bekommt regelmässig zu spüren, dass sie als Kind deutlich an 2. Stelle kommt bei ihrer Mutter und auch deren Eltern.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 03. Januar 2018, 16:25:12
Mal wieder was Neues:

Hab die schon mal angesprochenen Schulden meiner Exfrau bei mir jetzt in anwaltliche Hände gegeben, da auf meine Forderungen überhaupt nicht eingegangen wurde. 
Die von ihrer Seite noch ausstehenden Zahlungen für den Unterhalt meiner Töchter hat sie so verwirrend mit einer Excel Tabelle gerechtfertigt, dass dort dann demnächst ein Gerichtsvollzieher eingeschaltet wird um eine Gehaltspfändung anzustreben. 


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 10. Januar 2018, 11:03:49
Ich hätte mal eine Frage in die Runde an die "Erfahrenen":

Es kam in letzter Zeit des Öfteren von meinem Sohn die Aussage, dass er gern mehr bei mir wäre. Nicht nur zu mir, auch zu seiner großen Schwester. er tut das dann immer wieder mit den Worten ab, dass das nicht ginge...die Gründe dafür lässt er offen.

Mir ist klar, dass ich das aktuell nicht ändern kann und die Zeit definitiv für mich arbeitet, da die KM ihr Verhalten nicht ändern wird. Ich kann ihm nur Sicherheit und Struktur liefern, der Rest kommt von allein.

Wer hat ähnliche Erfahrungen und wenn, wie ist die Sache weiter gelaufen?


Grüße in die Runde


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: TotoHH am 10. Januar 2018, 14:12:41
Ich hätte mal eine Frage in die Runde an die "Erfahrenen":

Es kam in letzter Zeit des Öfteren von meinem Sohn die Aussage, dass er gern mehr bei mir wäre. Nicht nur zu mir, auch zu seiner großen Schwester. er tut das dann immer wieder mit den Worten ab, dass das nicht ginge...die Gründe dafür lässt er offen.

Mir ist klar, dass ich das aktuell nicht ändern kann und die Zeit definitiv für mich arbeitet, da die KM ihr Verhalten nicht ändern wird. Ich kann ihm nur Sicherheit und Struktur liefern, der Rest kommt von allein.

Wer hat ähnliche Erfahrungen und wenn, wie ist die Sache weiter gelaufen?

Moin.

Ich bin WM erfahren - seit vielen Jahren mit einem Kind etwas älter als Dein Sohn.

Gib nicht allzu viel auf solche Aussagen. Ich denke ein Junge in dem Alter, gerade auch in einem Frauenhaushalt mit deutlich älterer Schwester, wird sich aus Angenervtheit gerne etwas mehr solo-Papazeit wünschen. Ob er allerdings - zB wenn Du ihm zu streng bist - sich nicht ähnlich äußert wenn er bei Mama ist, wirst Du nie gesichert erfahren.

Unser Kind hatte - als es allerdings etwas jünger war - mal versucht sie gemeinsame Elternzeit zu wünschen (was wir in begrenztem Umfang auch zulassen konnten und wollten) und hatte tw. unmittelbaren Trennungsschmerz in Übergabesituation (sowohl im Wechsel zu mir als auch zur KM). Kaum saß man allerdings im Auto hat das Kind den Schalter umgelegt und sich auf den jeweiligen ET eingelassen. Im Laufe der Grundschulzeit hat das Kind erkannt, wieviele Familienmodelle es gibt und das der Wechsel fast normal ist und eigentlich viel besser, als viel zu lange (oder gar vollständig) auf ein ET zu verzichten.

Gelassenheit ist oberste Papapflicht.
Gib dem Kind halt, das es so wie es ist, doch super ist!

Gruß. toto


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Kasper am 10. Januar 2018, 14:21:42
(...) Ich denke ein Junge in dem Alter, gerade auch in einem Frauenhaushalt mit deutlich älterer Schwester, wird sich aus Angenervtheit gerne etwas mehr solo-Papazeit wünschen. Ob er allerdings - zB wenn Du ihm zu streng bist - sich nicht ähnlich äußert wenn er bei Mama ist, wirst Du nie gesichert erfahren.
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann wohnt die Große Tochter bereits beim TE und damit wäre es kein "Frauenhaushalt"  :wink:!

Aber eine gewisse Gelassenheit ist hier vermutlich das Stichwort. Es hängt auch davon ab, wie es um die Kommunikation mit der KM bestellt ist. Wenn die sich auf die Hinterbeine stellt, dann wird es schwer bzw. nur mit umfangreichen Gerichtsverfahren (mit ungewissen Ausgängen) möglich sein.


Gruß
Kasper


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: TotoHH am 10. Januar 2018, 15:42:58
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann wohnt die Große Tochter bereits beim TE und damit wäre es kein "Frauenhaushalt"  :wink:!
... oh . sorry. Man sollte nicht (wieder) in einen Thread einsteigen, ohne alles nachgelesen zu haben. Ich fühlte mich nur als "WM-Erfahrener" berufen, etwas kundzutun  :wink:
Bitte vor diesem Hintergrund meine Anmerkungen lesen!

Toto


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Tsubame am 10. Januar 2018, 16:21:12
Hallo Esse,

Sollten sich diese Aussagen regelmässig über längere Zeit wiederholen und sind aus Deiner Sicht nicht nur Momente, wo der Trennungsschmerz in ihm hochkommt (sprich : Mama, Papa, Schwester und er leben nicht mehr zusammen), sondern entwickeln sich zu einem gefestigtes Anliegen, dann kann man auch erklären, dass der Sohn in einigen Jahren mitentscheiden kann, wenn es darum geht, die Papazeiten zu verlängern.

Im Augenblick sei er dazu noch zu jung und die Eltern entschieden für ihn. Aber auf längere Frist (da kann man auch ein Alter nennen) werden seine Wünsche auch berücksichtigt werden (müssen).

Für Kinder, welche sich ernsthaft damit auseinandersetzen (und vielleicht quälen) ist diese Information ein Lösungsansatz, welche den Druck herausnimmt.

VG,
Tsubame


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: TotoHH am 10. Januar 2018, 16:42:25
dann kann man auch erklären, dass der Sohn in einigen Jahren mitentscheiden kann, wenn es darum geht, die Papazeiten zu verlängern.

Im Augenblick sei er dazu noch zu jung und die Eltern entschieden für ihn. Aber auf längere Frist (da kann man auch ein Alter nennen) werden seine Wünsche auch berücksichtigt werden (müssen).
... aber ggü nem 9(?!)jährigen würde ich kein konkretes Alter und schon gar nicht die Mitentscheidung in Aussicht stellen - das mögen wir im umgekehrten Fall so gar nicht! Evtl. sagen, dass man in 2-3 Jahren was ändern kann, aber für den Moment lieber den Status quo stärken.

Ohne den ganzen Thread rekapituliert zu haben: Wenn die ältere Schwester beim KV lebt: Ab wann/ mit welchem Alter war das denn so?

Toto


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Tsubame am 10. Januar 2018, 17:18:37
Hallo Toto,

Ich spreche nicht von 6jährigen oder 10jährigen Kindern, sondern von 12 oder 13jährigen, welche ab dann mitentscheiden können, ob sie mehr Zeit mit dem anderen Elternteil verbringen wollen, gleich, ob es Mütter oder Väter betrifft.

Natürlich sollte der Status quo in diesem bestimmten Fall gestärkt und das Kind nicht verunsichert werden. Aber wenn es um ein gefestigtes Anliegen geht, kann ein Hinweis auf die Zukunft, dem Kind eine Tür öffnen. Es gibt Kinder, welchen nur dieser Hinweis genügt um sich offensichtlich viel wohler zu fühlen und nie darauf zurückgreifen.  Andere erinnern tatsächlich ihre Eltern im gegebenen Alter daran.

VG,
Tsubame.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 10. Januar 2018, 17:34:56
Meine Trennung liegt 4 Jahre zurück und seitdem haben wir erweiterten Umgang und seit 2 Jahren ein richtiges Wechselmodell, welches im September gerichtlich festgelegt wurde, nur die Aufteilung der Tage war marginal anders. Geäussert hat er das seit Oktober immer wieder mal.
Natürlich gebe ich ihm keine Versprechen und bin mir absolut darüber im Klaren, dass man solche Äusserungen nicht auf die Goldwaage legen sollte.  Ich bestärke ihn allerdings darin, dass es wichtig ist, was er für Wünsche und Vorstellungen er hat. Das soll er immer äussern, allerdings macht er das bei seiner Mutter nicht bzw. filtert schon recht stark.  Mir ist auch bewusst, dass seine große Schwester, welche ja seit 1,5 Jahren bei mir lebt, das Zugpferd ist bzw. das Leben bei mir etwas attraktiver erscheinen lässt

.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Kasper am 10. Januar 2018, 18:41:11
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Kinder leichter bei dem Elternteil einknicken, welches sie ständig nervt und mit falschen Tatsachen füttert. Das rächt sich auf lange Sicht... immer. Daher keep cool und abwarten.
Es kann ja auch passieren, dass er irgendwann nicht wieder zurück will. Was will man dann machen? Festketten? Ich erlebe dies gerade und leider wird da viel mehr kaputt gemacht (bei mir) und das Ergebnis wird den beteiligten nicht schmecken.

Gruß
Kasper


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 10. Januar 2018, 18:49:54
So...grad den Kurzen vom Umgangsnachmittag zurückgebracht.  Am Klingeltableau mein Name und der Geburtsname der KM. Unsere Kinder heißen so wie Ich, die KM auch "noch". Mein Sohn  meinte dann:" Mama will ihren Namen ändern."

Mir soll es recht sein, nur Frage ich mich...geht das bei meinem Sohn auch so einfach? Würde sie neu heiraten und mit dem neuen Mann zusammenleben, ginge eine Namensänderung wohl auch ohne meine Zustimmung per gerichtlichen Beschluss?


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Kasper am 10. Januar 2018, 19:03:47
...geht das bei meinem Sohn auch so einfach? Würde sie neu heiraten und mit dem neuen Mann zusammenleben, ginge eine Namensänderung wohl auch ohne meine Zustimmung per gerichtlichen Beschluss?
Definitiv: NEIN!

Lass die KM tun und lassen was sie will. Ohne Deine Zustimmung wird sie den Namen des Kindes nicht ändern können. Und irgendwelchen gerichtlichen Beschlüssen sind extrem hohe Hürgen gesetzt.

Gruß
Kasper


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: TotoHH am 10. Januar 2018, 19:09:38
ein richtiges Wechselmodell, welches im September gerichtlich festgelegt wurde, nur die Aufteilung der Tage war marginal anders. Geäussert hat er das seit Oktober immer wieder mal.
Ganz ehrlich: Umso weniger sollte Du dem Jungen jetzt (schon) den Rahmen geben, das WM zu verändern - hat schließlich das Gericht so festgelegt... (immer vorausgesetzt bei KM liegen keine Umstände vor, die eine Kindeswohlgefährdung befürchten lassen).

Mir ist auch bewusst, dass seine große Schwester, welche ja seit 1,5 Jahren bei mir lebt, das Zugpferd ist bzw. das Leben bei mir etwas attraktiver erscheinen lässt
Eine solche Geschwistertrennung ist in der Tat ungewöhnlich. Aber gerade ggü dem Jungen einfach mit dem deutlich höheren Alter zu begründen. Punkt. Einfach erstmal nicht weiterdiskutieren.

Ich bestärke ihn allerdings darin, dass es wichtig ist, was er für Wünsche und Vorstellungen er hat. Das soll er immer äussern, allerdings macht er das bei seiner Mutter nicht bzw. filtert schon recht stark.  .
Und daran erkennst Du, das es noch zu früh für den Jungen ist. wenn er diesen Wunsch eigenständig und nachhaltig (auch) ggü. der KM äußert, dann ist er m.E. reif genug, dass dieser sein Wunsch in einer Änderung des Modells resultiert, den Du dann auch mit gutem Gewissen unterstützen solltest.

Aber für den Moment bleibe ich dabei: Zu früh weil gerichtlicher Beschluss noch frisch und Kind zu jung!

Toto


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 10. Januar 2018, 21:15:38
Da bin ich voll deiner Meinung.  Das Problem an der ganzen Sache ist, dass es die Mutter null interessiert, dass die Geschwister getrennt sind. Bis vor 1,5 Jahren haben sie beide immer gemeinsam gewechselt und wären immer zusammen.  Da leiden beide extrem drunter, interessiert außer mich nur keinen.  Ich möchte im Moment da auch gar nichts forcieren.  Die Zeit wird es richten.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 24. April 2018, 18:24:02
Hallo in die Runde,  mal wieder ein kurzes Update:

Meine restlichen Geldforderungen an die Mutter wurden von ihr beglichen,  einmal natürlich nur mithilfe eines Anwalts und einmal in Form einer Pfändung. 

Was den Umgang bezüglich des Jungen angeht ist die KM mehr als handzahm...mal sehen, wie lange. Der Kontakt zu der Großen ist von ihrer Seite völlig eingeschlafen,  es scheint sie schlichtweg nicht zu interessieren. 


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Esse am 24. April 2018, 18:29:36
Eine Frage hätte ich bezüglich Unterhalt für meine ab August volljährige Tochter:
Die Große schließt aktuell ihr Fachabi ab und möchte ab September ein FSJ machen. Im Netz gibt es bezüglich des Unterhaltsanspruches differierende Infos.
Wie ist die Sicht der Jugendämter in Bezug auf Unterhalt mit FSJ?

Ich würde im Juni mit ihr mal beim JA vorsprechen oder ist das zu spät?

Über Antworten würde ich mich freuen...Danke im Voraus!


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Susi64 am 24. April 2018, 18:47:29
Hallo,

das FSJ ist immer wieder strittig. Wenn es aber einen Bezug zum zukünftigen Beruf hat, dann besteht auch ein Unterhaltsanspruch.
dabei ist aber das Einkommen des Kindes selbstverständlich bedarfsreduzierend zu berücksichtigen.

Was JA dazu sagen ist nicht wirklich wichtig, entscheidend ist, was OLG entschieden haben und da hat das  OLG Celle, 2011 (https://www.familienrecht.de/unterhalt/ausbildungsunterhalt-freiwilliges-soziales-jahr-fsj/#comment-2132) entschieden, dass ein FSJ einer Orientierungsphase entspricht und deshalb Unterhaltspflicht besteht. Allerdings widerspricht das anderen OLG. Deshalb sollte man wissen, was das zuständige OLG dazu sagt. (U.U. sagt das JA auch nur, dass das nicht so klar ist!!)

Ansonsten ist doch eher die Frage ob das FSJ sinnvoll ist. Gründe dafür könnten auch die persönliche Entwicklung, das Kennenlernen des sozialen Bereichs und auch eine gewisse Erprobung ob man für einen entsprechenden Beruf geeignet ist. In all diesen Fällen ist das FSJ zwar nicht notwendige Voraussetzung, aber eben sinnvoll.

VG Susi


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Wasserfee am 24. April 2018, 18:47:52
hi,
die Rechtsprechung finde ich da schon ziemlich eindeutig. Es gibt mMn. keinen Anspruch auf Unterhalt.

http://www.bundes-freiwilligendienst.de/unterhalt-familienrecht.html

Zumal das erwachsene Kind ja offensichtlich bei dir lebt.

Mein Ältester hat gerade sein FSJ nach dem Abi durch und hatte eigentlich keinen Anspruch auf Unterhalt, KV hat trotzdem was dazugegeben.

Wasserfee


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: Wasserfee am 24. April 2018, 18:54:19
@Susi (zitieren funktioniert immer noch nicht, sorry.

"Ansonsten ist doch eher die Frage ob das FSJ sinnvoll ist. Gründe dafür könnten auch die persönliche Entwicklung, das Kennenlernen des sozialen Bereichs und auch eine gewisse Erprobung ob man für einen entsprechenden Beruf geeignet ist. In all diesen Fällen ist das FSJ zwar nicht notwendige Voraussetzung, aber eben sinnvoll."

Mein Ältester hat ein FSJ in der Demenzpflege absolviert.

Nicht, weil er das wollte sondern weil ich "ein Jahr chillen zum erholen nach dem Abi" nicht akzeptiert habe.
Eigentlich wollte er danach studieren (Schiffbautechnik oder so, hatte LK Physik und Englisch). Nun hat er gerade eine Ausbildung begonnen zum Gesundheitspfleger.

Hättest du mir das vor 2 Jahren erzählt, ich hätte dich ausgelacht.

Mima


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: AnnaSophie am 24. April 2018, 19:25:59
Hallo,

was das FSJ angeht: meine Große hat ein FSJ absolviert. Ein fachspezifisches Praktikum von 3-9 Monaten war Voraussetzung für die Zulassung für ihr gewünschtes Studium. Bei einer einzigen Hochschule, wo es nicht Voraussetzung war, gab es Bonuspunkte für die Zulassung. Und als fachspezifisches Praktikum zählte eben auch das FSJ.

Sophie


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: midnightwish am 24. April 2018, 21:26:48
@ AnnaSophie:

Gehört zwar nicht hierher. Aber wie läuft danndas mit dem Auslandsstudium bisher?


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: AnnaSophie am 24. April 2018, 21:52:57
@midnightwish:
Ja, die Kleine ist jetzt seit Sommer letzten Jahres im Ausland. Hat einen vormedizinischen Kurs gemacht und studiert seit Januar jetzt an der Uni. Es ist sehr verschult, kann sein, dass sie das erste Semester wiederholen/teilweise wiederholen muss. Sie hat jetzt eine eigene Wohnung. Ich glaube, dass sie manchmal schon ein wenig einsam ist. Aber sie macht das Beste daraus. Problematisch ist weierhin in meinen Augen, dass sie das Studium dort abschließen muss, um es anerkannt zu bekommen in Deutschland. Es ist kein europäisches Land, so dass es eine andere Kultur hat und auch Sicherheitsdenken musste sie erst lernen. So zum Beispiel als Frau nicht alleine von der Uni nach Hause gehen, entweder in der Gruppe oder den Bus nehmen....aber es läuft wohl halbwegs.


Titel: Re: Wechselmodell...Pleiten, Pech und Pannen...never ending story
Beitrag von: incredible_fred am 24. April 2018, 22:21:27
Klingt als wäre sie in den USA? ;-) Bin nur neugierig...