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Themen => Deine Geschichte => Thema gestartet von: PausBanderI am 18. Februar 2017, 15:18:34



Titel: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 18. Februar 2017, 15:18:34
Servus zusammen,

ich möchte auch mal meine ganze Geschichte loswerden, obwohl ich schon ein paar Sachen hier im Forum geschrieben habe:

2012 habe ich beim Russisch lernen im Netz eine Frau aus der Ukraine kennengelernt. Nach einiger Zeit wollte ich sie dann mal kennenlernen, wir haben uns nach langem Überreden meinerseits in Kiew getroffen. Nach ein paar Monaten bin ich dann nochmal mit dem Flugzeug nach Kiew und anschließend 500km mit dem Auto durch die Pampa gefahren, wir haben unsere Pläne besprochen und waren uns einig, daß wir beide dieselben Gedanken über eine Zukunft haben.

Den Rest des Jahres haben wir mit monatlichen Treffen verbracht, Anfang 2013 kam sie dann Deutschland und zwei Monate später haben wir getreu der Devise "No risk, no fun" geheiratet. Anfangs war alles toll, wir haben viel unternommen, bei Freunden und Verwandten waren wir überall positiv bekannt, so ziemlich jeder hat uns beglückwünscht, dass wir uns gefunden haben. Im Sommer fuhr sie für einen Monat in die Ukraine zu ihrem Vater und im Winter noch einmal ein bis zwei Wochen über die Feiertage.

Einziger Streitpunkt war, daß sie nicht arbeiten oder sonst irgendwie raus wollte. Aber das war weniger schlimm, wir dachten das gibt sich schon noch, wenn sie mehr Kontakt hat. Dann kam der Tag, an dem sie frühmorgens mit einem Schwangerschaftstest ins Bett sprang und jubelte "Poooositiiiiiiiv"...

Im Sommer fuhr sie dann nochmal zu ihrem Vater und wir vereinbarten, daß sie dann entscheidet, wann sie zurückkommt. Mit vier bis sechs Wochen hatten wir gerechnet, weil es ja für einzige Zeit das letzte Mal sein wird, wegen des Kindes. Was soll ich sagen, der erste Knacks war da: Als ich nach sechs Wochen sagte "Hey, allmählich kannst mal wieder kommen" bekam ich als Antwort zu hören: "Setz mich nicht unter Druck, ich entscheide alleine, wann ich komme" Nach drei Monaten kam sie dann hochschwanger wieder nach Hause.

Nun, es ging den Rest der Zeit gut und im November kam dann unser Sohn zur Welt. Von da an ging die Metamorphose langsam los. Die Welt um sie rum wurde immer mehr zum Störfaktor. Grundsätzlich wurde es ihr Weltbild, daß sie und ihr Sohn, denn ich als Vater war eben nur unbeteiligter Dritter, in der Mitte des Universums stehen würden. Ich stand daneben und schaute zu, wie meine kleine Familie zerbröselte. Es kam noch soviel hinzu, daß ich gar nicht weiss, wie ich die ganze Situation in eine Reihenfolge packen könnte:

Unser Leben als Paar ist sowieso seit einem Jahr vorbei. Berührt habe ich sie das letzte Mal vor einem Jahr irgendwann. Spätestens als sie mich, wenn ich sie in den Arm nehmen wollte, anschaute, als ob ich gerade vom Mond käme, habe ich das aufgegeben. Es gibt keine gemeinsamen Abende auf der Couch mehr. Unsere Schlafzimmer sind getrennt, sie schläft entweder im Kinderzimmer oder im Gästezimmer. Eigentlich würden wir uns überhaupt nichts mehr sagen, wenn unser Sohn nicht in der Mitte stünde, dem wir beide Zeit widmen.

Sie sieht ihn absolut als ihr Eigentum an. Alleine mit ihm weggehen ist eine Sache, bei der ich sie vorher um Erlaubnis fragen muss und selbst dann besteht eigentlich nur eine kleine Chance, dass ich das darf. Familie und Bekannte halten mich für bekloppt, dass ich mir das gefallen lasse, aber was soll ich machen? Sie hält uns mit Gewalt auf, wenn wir zur Tür raus wollen. Soll ich meine Frau verprügeln, während mein Sohn daneben sitzt?

Ihr Geglucke ist derart penetrant und aggressionsfördernd, daß ich manchmal nicht mehr wusste, wohin mit meinen Gefühlen. Ich kann keine drei Minuten Zeit mit unserem Filius verbringen, ohne dass sie nicht mindestens aus der Küche ins Wohnzimmer meckerte "Nicht so wild spielen, er hat gerade gegessen", "er mag das nicht, mach lieber was anderes" oder, mein persönlicher Hit der letzten Tage: "Zeig ihm nicht die Buchstaben auf dem Teppich, ich mache das mit ihm, es ist unser Unterricht, das muss ich einteilen"

Freunde haben wir keine mehr, weil keiner uns mehr sehen will. Entweder es wird gestritten oder sie zieht ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter und beschäftigt sich nur mit dem Kind. Der letzte Freund verabschiedete sich neulich mit "Ich muss hier raus, mir wird schlecht wenn ich das erlebe" Was unser Sohn fühlt, daran will ich nicht denken.

Ihre Welt besteht aus einem Fünf-Meter-Radius um sie und das Kind, dass sie den ganzen Tag durch die Gegend schleppt. Ein Termin beim Jugendamt um 10:30? Viel zu früh, das geht noch. Um vier? Das geht nicht, da will er meistens schlafen. Außerdem ist das zu weit und sie hat keine Zeit für so etwas. Was sie so streßt weiss keiner, eigentlich besteht doch ihr Tag nur aus Babybrei machen, Wickeln und Spielen. Im Gang steht ein Staubsauger und das Kind will rein? Schlafzimmer auf, Staubsauger rein, Tür zu. Im Kinderzimmer ist die Blende einer Schublade lose? Zwei Minuten versuchen, die Blende wieder drauf zu prügeln, erfolglos. Schublade ausräumen, Abstellkammer auf, Blende reinschmeissen, Tür zu. Der Windeleimer quillt über und sogar mit feststopfen geht nichts mehr rein? Balkontür auf, Plastiktüte auf, Windeln reinkippen, Tür zu. Einmal pro Woche läuft sie dann durch die Wohnung, schaut sich die vollgemüllten Zimmer an und sagt kopfschüttelnd "Schau Dir Deinen Dreck an".

Gestern war mal wieder eine wunderschöne Situation: Ich fahre sie in die Stadt und dann mit dem Kleinen weiter. Zuerst fünf Minuten Diskussion im Auto, wo ich hinfahre, warum und wie lange usw. "Wir fahren jetzt spazieren und er schläft, wir kommen dann irgendwann zurück" Also auf zu Freunden von uns ins Allgäu, eine Stunde Autofahrt. Der Knödel schläft bis wir da sind, nach Eingewöhnung gibts jede Menge Spaß und um sechs treten wir die Heimreise an. Geheule im Auto, mal kurz zum Supermarkt und was zu Essen holen, bissl Brei in den Schnabel und es geht strahlend nach Hause. Beim Parken schau ich auf mein Telefon, acht Anrufe in Abwesenheit. Na macht nix, bissl Aufregung ist gut für den Kreislauf. Mein Sohn und ich kommen glücklich und happy zur Tür rein, die Gangtür wird aufgerissen, sie reisst mir meinen Sohn hasserfüllt aus den Armen "Das war das letzte Mal, Du bekommst ihn nie wieder!" Im Badezimmer wird er ausgezogen, ich komme nach: "Raus! Raus! Verschwinde von uns!" Anschließend rennt sie wie eine Wahnsinnige ins Kinderzimmer und schließt sich ein. Das ist auch nicht das erste mal, daß sie sich ohne irgendwelche echten Gründe einsperrt. Die Sicherung fliegt raus und dann ist Panik angesagt. Nach drei Minuten kommt sie dann auch mal vollkommen entspannt wieder zurück.

Das schlimme ist, daß sie weder sich noch das Kind richtig versorgen kann.  Zu Essen gibts nur Haferbrei und dünne Wassersuppe. Abends immer dasselbe Hipp-Gläschen. Dazwischen noch zweimal stillen. Schlafen kann sie nicht richtig, weil sie in ihrer Panik die halbe Nacht wach liegt. Mittlerweile läuft sie mit knappen 43 Kilo totenblass durch die Gegend.

Ich habe wirklich mit Engelszungen auf sie eingeredet, Familie und Freunde haben sich um sie gekümmert und Hilfe angeboten, alles umsonst. Wir waren bei einer Paarberatung, nach drei Besuchen hat sie abgebrochen. Beratung beim Jugendamt? Braucht sie nicht. Caritas-Erziehungshilfe? Sinnlos, braucht sie nicht. Sie weiß aus Instinkt alles besser. Egal wie schlimm es wird, sie verdrängt alles. Ist alles nicht so schlimm. Wenn ich von Trennung spreche kommt ein "Ach das machst Du ja sowieso nicht". Nun, vor zehn Tagen kam nun der Brief meiner Anwältin und sie wird noch böser als vorher.

Gestern lag der gelbe Brief vom Familiengericht im Briefkasten. Wenn sie den liest, ist wahrscheinlich Krieg. Am Montag geh ich gleich mal zum Jugendamt. Freitag ist gemeinsamer Termin und in zwei Wochen dann der Gerichtstermin.

Tja, lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.

Sollte jemand mir Tips geben können, wäre ich dankbar ;)

Mir stellen sich grad zwei Fragen:

- Wie laufen die zwei kommenden Wochen? Wenn sie (richtig) durchdreht, wie soll ich reagieren?
- Worauf muss ich beim Jugendamt achten?




Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Wegnachvorn am 18. Februar 2017, 16:07:51
Mir stellen sich grad zwei Fragen:

- Wie laufen die zwei kommenden Wochen? Wenn sie (richtig) durchdreht, wie soll ich reagieren?
- Worauf muss ich beim Jugendamt achten?

Hi,

ich wünsche Dir ganz viel Kraft!

Es gibt noch eine dritte Frage:
- wie verhinderst Du, dass Deine Frau als Reaktion auf den Brief auf Nimmerwiedersehen mit Eurem Kind in die Ukraine verschwindet?

Zu Deinen anderen Fragen:
- besonnen sein. Nicht provozieren lassen; möglichst viele Zeugen
- Beim Jugendamt aus Sicht des Kindes argumentieren und sehr deutlich Deiner Sorge Ausdruck geben, dass das Kind in die Ukraine verbracht wird


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Wegnachvorn am 18. Februar 2017, 17:20:08
...., die Gangtür wird aufgerissen, sie reisst mir meinen Sohn hasserfüllt aus den Armen "Das war das letzte Mal, Du bekommst ihn nie wieder!" Im Badezimmer wird er ausgezogen, ich komme nach: "Raus! Raus! Verschwinde von uns!" Anschließend rennt sie wie eine Wahnsinnige ins Kinderzimmer und schließt sich ein. Das ist auch nicht das erste mal, daß sie sich ohne irgendwelche echten Gründe einsperrt. Die Sicherung fliegt raus und dann ist Panik angesagt.

Habe nochmal gelesen..

Eigentlich darfst Du Euer Kind keine Sekunde mehr aus den Augen lassen...sonst siehst Du ihn vielleicht wirklich nicht wieder....

Ich bin mir gerade nicht sicher, was man Dir raten kann....

Spontan und emotional...und wahrscheinlich kein guter Rat: Schnapp Dir das Kind bring es an einen sicheren Ort in Deutschland....sonst macht sie es in der Ukraine


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Wegnachvorn am 18. Februar 2017, 17:20:47
gelöscht


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 18. Februar 2017, 17:42:47
Ein Vorteil:

a) Sie würde eine Einverständniserklärung benötigen und hat keine. Sie kennt auch die Prozedur.
b) Den Pass habe ich verschwinden lassen
c) Er trägt meinen Namen, sie nicht.

Aber grundsätzlich ist es natürlich richtig. Ich muss auch noch mit ihr sprechen, bevor die Gerichtsladung kommt, sonst dreht sie durch.



Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Wegnachvorn am 18. Februar 2017, 17:46:20
a) Sie würde eine Einverständniserklärung benötigen und hat keine. Sie kennt auch die Prozedur.
b) Den Pass habe ich verschwinden lassen
c) Er trägt meinen Namen, sie nicht.

Wenn sie wirklich wild entschlossen sein sollte, wird sie sich weder von fehlender Einverständniserklärung/Pass noch dem anderen Namen abschrecken lassen!
...sondern über die "grüne Grenze" gehen und in der Ukraine verschwinden...


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Wegnachvorn am 18. Februar 2017, 17:49:41
... sonst dreht sie durch.

Nach allem, was Du schreibst, hat sie doch schon durchgedreht.....das wird durch ein "muss noch ihr sprechen" absehbar nicht besser werden...im Gegenteil!


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 18. Februar 2017, 19:21:19
Ja ja ja, ihr habt ja alle Recht. Ich sitze da halt zwischen den Stühlen. Mal abgesehen davon, daß sie in meiner Wohnung sitzt, in der 95% mir gehört. Keine Ahnung, was sie allein da anstellen würde.

In meinem Antrag der Anwältin steht kurz gefasst: Sie kann das Kind nicht richtig versorgen und fördern, sie ist krank und braucht Behandlung. Ich bin ein guter Vater, kann gut für das Kind sorgen und würde auch den Umgang mit der Mutter fördern.

Auf der einen Seite ist das schon ein derber Hammer und ich will nicht wissen, was ihr der eigene Anwalt raten wird. Ich komme von der Arbeit und die Wohnung ist leer, das kann gut möglich sein. Auf der anderen Seite ist es halt Kindesentzug.

Ich denke, ich werde am Montag sofort zum Jugendamt und dort um Hilfe fragen, ob man dort etwas machen kann. Sie will am Nachmittag zum Anwalt, da wirds jetzt mehr als eng. Im Windfang habe ich heute eine Tüte mit Windeln entdeckt, daneben eine Tasche mit seinen Hygienesachen, Klamotten und ein paar Hipp-Gläschen. Wenn die den Brief liest, die Sicherung fliegt und sie mit ihm in den Wald abhaut...


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Wegnachvorn am 18. Februar 2017, 19:29:39
Ich denke, ich werde am Montag sofort zum Jugendamt und dort um Hilfe fragen, ob man dort etwas machen kann. Sie will am Nachmittag zum Anwalt, da wirds jetzt mehr als eng. Im Windfang habe ich heute eine Tüte mit Windeln entdeckt, daneben eine Tasche mit seinen Hygienesachen, Klamotten und ein paar Hipp-Gläschen. Wenn die den Brief liest, die Sicherung fliegt und sie mit ihm in den Wald abhaut...

Erwarte Dir vom JA nicht viel....
Die werden erstmal nicht viel mehr machen, als Deine Frau bzw Euch zum Gespräch einladen. Darüber werden etliche Tage - wahrscheinlich sogar Wochen vergehen, bis der Termin wirklich stattfindet.

Ja, Deine Entdeckung im Windfang kann (muss nicht, aber kann) darauf hindeuten, dass sie das Nötigste bereits packt, um abzuhauen.
Hast Du den Zugang zum Girokonto für Sie gesperrt?
Wenn sie jetzt noch zu Geld kommt - und sei es nur genug Geld, um sich bis in die Ukraine durchzuschlagen, ist sie weg....


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: MutterzuBesuch am 18. Februar 2017, 19:33:40
Hallo,

Spricht die Mutter inzwischen gut deutsch?
Kann sie sich nach außen als gute Mutter präsentieren?
Ich denke dein Antrag ist mehr als gewagt und ich würde meinen, wenn sich die Mutter einigermaßen zusammenreißen kann hast du keine Chance. Wie alt ist euer Kind? 1 Jahr? Sie hat ihn bislang hauptsächlich betreut. Das Gericht will ich sehen, welches das Kind plötzlich zu dir gibt.
Nun ist die Sache schon in Gang.
Ich hätte es mit einem Wechselmodell versucht.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Wegnachvorn am 18. Februar 2017, 19:36:34
Ich komme von der Arbeit und die Wohnung ist leer, das kann gut möglich sein. Auf der anderen Seite ist es halt Kindesentzug.

Ich finde, Du schreibst das so, als wenn Du sowieso schon damit rechnest...und irgendwie auch durch Deine Passitivität "legitimierst"... :exclam:
Während Du noch lamentierst, könnte sie Fakten schaffen.

Da kannst Du noch 10 x Kindesentzug schreien. Wenn das Kind erstmal in der Ukraine an einem unbekannten Ort ist, würde das für Dich zu einer sehr langen, nervenaufreibenden Uphill-Battle werden....mit geringen Erfolgsaussichten.

Aus meiner Sicht ist es nicht 5 vor 12 sondern 1 vor 12....



Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Wegnachvorn am 18. Februar 2017, 19:40:02
Ich hätte es mit einem Wechselmodell versucht.

Halte ich hier für Quatsch.

WM kann bei einer konstruktiven Trennung auf Augenhöhe klappen...
Aber doch nicht hier...die Frau hält doch nichts hier: kein Job, keine Freunde/sozialen Kontakte, nichts.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: MutterzuBesuch am 18. Februar 2017, 19:43:28
Die Frau würde bei einem Wechselmodell dann ihr Kind hier halten. Ich meine es nicht böse, aber ich sehe kaum Erfolgsaussichten auf dem Weg, wie es der Te aktuell versucht.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Azael am 18. Februar 2017, 20:03:16
Ich würde, unabhängig von der Akutsituation jetzt, eine psychologische Begleitung für Dich selbst ins Auge fassen. Man kann, wenn man die Gründe für ihr Verhalten versteht, durchaus einen gewissen Einfluß auf die weitere Entwicklung nehmen, indem man lernt, mit solchen Müttern so zu kommunizieren, daß Du für sie (und ihr symbiotisches Kind) keine Bedrohung mehr darstellst (aus ihrer Sicht).

Ich habe sehr gute Erfolge damit erleben können, die ich so nicht mehr für möglich gehalten hätte. Es ist sehr anstrengend, aber es lohnt sich! Es gibt immer wieder Rückfälle, aber man selbst kann viel entspannter damit umgehen. Viel Erfolg!


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 18. Februar 2017, 21:45:43
Erwarte Dir vom JA nicht viel....
Die werden erstmal nicht viel mehr machen, als Deine Frau bzw Euch zum Gespräch einladen. Darüber werden etliche Tage - wahrscheinlich sogar Wochen vergehen, bis der Termin wirklich stattfindet.

Zum Glück sind wir in einer Kleinstadt. Am Montag hat meine Anwältin ans Gericht geschrieben, am Donnerstag vormittag kam der Anruf vom Jugendamt zum Gespräch in fünf Tagen und am nachmittag waren die Ladungen für Anfang März im Briefkasten.

Zitat
Ja, Deine Entdeckung im Windfang kann (muss nicht, aber kann) darauf hindeuten, dass sie das Nötigste bereits packt, um abzuhauen.
Hast Du den Zugang zum Girokonto für Sie gesperrt?
Wenn sie jetzt noch zu Geld kommt - und sei es nur genug Geld, um sich bis in die Ukraine durchzuschlagen, ist sie weg....

Wir haben kein gemeinsames Konto. Nur das Kindergeld landet bei ihr. Und als ich grad rausgegangen bin, waren die zwei Taschen auf einmal nicht mehr da.

Ich möchte es noch mal sagen: Meine Frau ist kein durchtriebenes Miststück, sondern einfach hysterisch. Wenn da jetzt die Ladung kommt, ist sie wie ein Tier, das man in die Ecke drängt. Und genau das ist das Problem. Sie hat eben nichts, keinen Job, kein soziales Umfeld, keine Familie, Sprachkenntnisse miserabel, null integriert, keinerlei Perspektive, keine Ahnung von der Erziehung.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 18. Februar 2017, 22:28:48
Die Frage, die in mir brennt ist: Wenn ich ins Jugendamt gehe, dort Bescheid sage, daß meine Frau wohl flüchten will, den Zwerg nehme und mit ihm die Biege mache, bis zum Termin dort nächste Woche, welche Folgen wird das für mich haben?


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Wegnachvorn am 19. Februar 2017, 08:24:04
Die Frage, die in mir brennt ist: Wenn ich ins Jugendamt gehe, dort Bescheid sage, daß meine Frau wohl flüchten will, den Zwerg nehme und mit ihm die Biege mache, bis zum Termin dort nächste Woche, welche Folgen wird das für mich haben?

Moin,

die unmittelbare Folge wird sein, dass das Kind in Deiner Obhut ist und damit nicht gegen Deinen Willen in die Ukraine verbracht werden kann!

Du solltest möglichst schnell viele Zeugen und vor allem "Verbündete" finden, die Dich/Euch  in dieser Situation unterstützen können:
- Kinderschutzbund einschalten
- zur Polizei gehen und dort Deine Sorge auf Kindesentführung ganz offen schildern

Aber auch versuchen, Unterstützung für die KM zu organisieren, zB. eine ambulante oder gar stationäre Therapie, um ihre Ängste/Überforderung und die damit zusammenhängende Depression (?) zu behandeln


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 19. Februar 2017, 10:47:18
Ach, wenn Du wüsstest, wen ich schon eingeschaltet habe...

- Jugendamt
- Caritas Elternberatung
- Psychotherapeutin
- Psychologisches Krisentelefon
- Betreuungsstelle im Jugendamt

Ich hab auch nicht soviel Angst davor, daß sie ihn in die Ukraine bringt, sondern vielmehr davor, was sie sonst mit ihm anstellt. So unzurechnungsfähig wie sie ist, kann man nicht ausschließen, daß sie sich irgendwo in ein Bahnhofsklo mit ihm hockt.



Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Wegnachvorn am 19. Februar 2017, 11:18:14
... sondern vielmehr davor, was sie sonst mit ihm anstellt. So unzurechnungsfähig wie sie ist, kann man nicht ausschließen, daß sie sich irgendwo in ein Bahnhofsklo mit ihm hockt.

...dann verhindere das!


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Wegnachvorn am 19. Februar 2017, 11:24:55
- Jugendamt
- Caritas Elternberatung
- Psychotherapeutin
- Psychologisches Krisentelefon
- Betreuungsstelle im Jugendamt

...offenbar bisher ohne nachhaltige Verbesserung der Situation....

Also musst Du oder die dafür zuständigen Institutionen -zu wirkungsvolleren Mitteln greifen.

Das JA sollte aufsuchend tätig werden, wenn "Gefahr im Verzug ist" bzw. das Kindeswohl akut gefährdet ist....das scheint hier der Fall zu sein.
Es gibt auch so etwas wie eine SPFH (Sozialpädagogische Familienhilfe), die regelmäßig in Euren Haushalt kommt.
 Du kannst einen entsprechenden Antrag auf Hilfe beim JA stellen...

Wie ist eigentlich Eure Betreuungssituation geregelt?
Wann arbeitest Du? Wie lange und wie oft ist die KM mit dem Kind alleine?


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Tsubame am 19. Februar 2017, 17:02:09
Hallo,
Ich plädiere auch dafür, das Kind bis zu dem Termin an einem sicheren Ort unterzubringen, wo Du ihn hauptsächlich betreust.
Bitte dokumentiere mit Daten, welche Hilfe Ihr als Eltern schon in Anspruch genommen habt und warum dies scheiterte. Das Jugendamt ist ja schon involviert.
Ich würde tatsächlich den Kinderschutzbund und die Polizei einschalten, wie @Wegnachvorn bereits geschrieben hat.
Alle diese Aktionen sollen untermauern, dass das Kindeswohl durch die Mutter gefährdet ist. Und dass der Mutter schnellsten geholfen werden muss, aber in Abwesenheit des Kindes.
Dies klar zu stellen, ist in Deutschland eine grosse Hürde. Oft werden Mutter und Kind nicht getrennt, sondern kommen zusammen in Hilfseinrichtungen. Der Vater steht dann mit seinen Ängsten und Sorgen alleine. Habt Ihr einen Hausarzt, der Eure Probleme kennt ?
VG,
Tsubame.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: MutterzuBesuch am 19. Februar 2017, 17:51:12
Die Frage ist nur, wieso man das tun sollte? Die Mutter hat, soweit ich das herauslesen kann, ansonsten sorry, das Kleinstkind bislang hauptsächlich betreut. Ich schätze es so ein, dass wenn überhaupt gehandelt wird, Mutter und Kind zusammen untergebracht werden. Warum sollte das dann schlecht für das Kind sein? Es ist in Sicherheit und unter der Obhut 3. Personen aber dennoch in der Nähe der Hauptbezugsperson.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Lausebackesmama am 19. Februar 2017, 18:11:57
Da müsste die Mutter aber mitspielen. Und das ist in Anbetracht der Geschichte nicht zu erwarten.

Hysterisches Verhalten wird nicht dazu führen, dass er das Kind einfach so bekommt. Er muss sich ja die Frage gefallen lassen, warum er der Mutter das Kind so lange zur Betreuung überlassen hat, wenn er davon ausgeht, dass sie sich kindeswohlschädlich verhält, aber jetzt im Trennungsmoment ihre Betreuungskompetenz in Frage stellt.

Das ist eine Reaktion, mit der man rechnen sollte.

Dieses Problem der Mutter hätte altenkundig werden müssen, bevor das Wort Trennung überhaupt zum Thema geworden wäre (Hilfe beim Kinderarzt holen, Familienberatung, ggf. JA).

Hier ist jetzt Vorsicht geboten, dass es für einen Außenstehenden nicht so aussieht, dass ein Vater, der seine Ehe aufgeben will, Dreck auf die Mutter schmeißt.

LG LBM


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Tsubame am 19. Februar 2017, 18:24:35
Hallo,

Warum sollte das Kind seinen Vater verlieren, welcher, so lese ich das, seit der Geburt an allen Fronten präsent ist (Hilfe in Anspruch nehmen, Ernährung, Sozialverhalten etc. ) um zugunsten einer vielleicht kranken Mutter in einer ihm fremden Einrichtung, von ihm fremden Leuten betreut werden zu müssen ? Und sein Vater "darf" ihn dann vielleicht besuchen ? Das entscheiden dann über den Kopf des Vaters und des Kindes hinweg die sogenannten Dritten ?

Weil die KM die Hauptbezugsperson ist. Ich behaupte hier einmal ganz dreist, dass dieses allgemeine Gerede über die sogenannte "Hauptbezugsperson" in Trennungssituationen in vielen Fällen grosser Unfug ist und aus rein praktischen Gründen völlig überbewertet wird.

Es ist gut, dass Du Deine Einschätzung hier mitteilst. Der TO kann sich ein Bild davon machen, was auf ihn zukommen könnte.



Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Tsubame am 19. Februar 2017, 18:32:13
Ach, wenn Du wüsstest, wen ich schon eingeschaltet habe...

- Jugendamt
- Caritas Elternberatung
- Psychotherapeutin
- Psychologisches Krisentelefon
- Betreuungsstelle im Jugendamt

Ich hab auch nicht soviel Angst davor, daß sie ihn in die Ukraine bringt, sondern vielmehr davor, was sie sonst mit ihm anstellt. So unzurechnungsfähig wie sie ist, kann man nicht ausschließen, daß sie sich irgendwo in ein Bahnhofsklo mit ihm hockt.



Es könnte durchaus sein, dass die "Betreuungskompetenz" der Mutter schon aktenkundig ist. Ich hoffe für das Kind, dass es so ist.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Lausebackesmama am 19. Februar 2017, 18:52:13
Es geht nicht darum, dass es korrekt sein soll, dass das Kind bei der Mutter bleibt. Aber dass die Behauptung  (und nichts weiter ist es für öffentliche Stellen), dass die Mutter einen an der Waffel hat und das Kind entführen wird/könnte, kein Selbstläufer wird.

Dafür habe ich in den letzten 12,5 Jahren hier zu viele Geschichten über Mütter erlebt, die hochgradig gestört waren und dennoch die Kinder "behalten" haben.

Ich rate lediglich zur Vorsicht und dazu niemals Gerechtigkeit(-sempfinden) und Recht(-sprechung) zu verwechseln.

LG LBM


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Tsubame am 19. Februar 2017, 18:57:33
 :thumbup:


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: SpecialD am 19. Februar 2017, 19:03:28
Hallo zusammen,

diese Geschichte hat viele Parallelen zu meiner persönlichen...

Auch in bin ein Befürworter - gegen die allgemeine Forumsmeinung - von Fakten schaffen.
Meist zählt am Ende der IST-Zustand. Wie er zustande kam interessiert meist nicht.
Bei Auslandsgeschichten wäre ich allerdings (mittlerweile) etwas vorsichtiger.

Meiner Meinung nach ist bisher ein riesen Fehler unterlaufen:

In meinem Antrag der Anwältin steht kurz gefasst: Sie kann das Kind nicht richtig versorgen und fördern, sie ist krank und braucht Behandlung.
(Hervorhebung durch mich)

Diese Pathologisierung kann dich schon disqualifiziert haben.

Ich kenne einen Fall, da war die Mutter als unheilbar krank eingestuft worden und hatte sogar eine Zwangseinweisung durch Gericht nur umgehen können, weil sie eine feste Arbeit und eine Wohnung hatte.

Aktuell ist der Vater vor dem OLG gescheitert, weil er eben immer wieder auf diese Pathologisierung pochte.

Sie vorsichtig!

Mein Sohn ist nur in Deutschland, weil seine Bindung zu mir über all die Jahre sehr gut war.
Das war meiner Meinung nach im Rückblick DER ausschlaggebende Punkt.

LG D


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Wegnachvorn am 19. Februar 2017, 20:38:16
Er muss sich ja die Frage gefallen lassen, warum er der Mutter das Kind so lange zur Betreuung überlassen hat, wenn er davon ausgeht, dass sie sich kindeswohlschädlich verhält, aber jetzt im Trennungsmoment ihre Betreuungskompetenz in Frage stellt.

LBM hat diesen Aspekt gut auf den Punkt gebracht:
Was ist all die Monate - die ganze Zeit - gewesen, als Deine KM sich bereits so verhalten hat?
Wie bist Du da mit den Dingen umgegangen?

Sind Deine Versuche bei Jugendamt, Caritas Elternberatung, Psychotherapeutin usw. dokumentiert?
Was gab es für Reaktionen von diesen Einrichtungen?



Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 19. Februar 2017, 21:19:44
Servus,

vielen Dank für die Rückmeldungen!

Die Frage, was in der Zwischenzeit war, ist selbstverständlich berechtigt. Die Antwort ist einfach, die Geschichte hat sich einfach zugespitzt. Den ersten bis vierten Monat war ja noch alles "normal", ein Säugling schreit nun mal nachts ohne Mama, wird gestillt, die Mama ist total ko, da hat sich niemand was dabei gedacht. Als sich dann aber nichts besserte hat meine Schwester (Erzieherin) mal interveniert und ihr gezeigt, wie man den Kleinen einschlafen lässt, wann er ins Bett muß usw. Aber schon da war es so, daß ich als totaler Depp hingestellt wurde, der null Ahnung hat. Mit der Zeit wurde dann halt die Kritik von außen immer lauter, warum darf er nicht mit zum Baden, wieso isst er noch nichts normales, geht mal unter Leute, such Dir jemanden zum Aufpassen und unternimm was. Und mit jeder Kritik zog sie sich mehr zurück. So richtig schlimm wurde es erst, als sie bei seinem ersten Geburtstag total durchdrehte, weil ein Hund ihn mit der Nase angeschubst hat. Und ab da war ich auch beim Jugendamt & Co. Die abgebrochene Therapie war schon im November.

Die Reaktionen waren "verhalten". Jugendamt & Co. wollten, daß sie sich selbst meldet, was sie natürlich nicht getan hat. Dann kamen die Feiertage und ab dann war die Sache auch schon beim Anwalt, ich war aber immer noch jede Woche woanders, bei Ärzten, Therapeuten usw.

@Lausebackesmama:

Zitat
Auch in bin ein Befürworter - gegen die allgemeine Forumsmeinung - von Fakten schaffen.
Meist zählt am Ende der IST-Zustand. Wie er zustande kam interessiert meist nicht.
Bei Auslandsgeschichten wäre ich allerdings (mittlerweile) etwas vorsichtiger.

Heisst, abhauen und in den zwei Wochen bis zur Verhandlung unseren Sohn als IST-Zustand in meiner Obhut? Ich hab halt schon Bammel, was dadurch alles passieren kann, angefangen von der Vernichtung meiner sämtlichen Habe bis zum Nachteil vor dem Familiengericht, weil es als Kindesentzug gesehen wird.

Erzähl mal, was Du mit den "Auslandsgeschichten" sagen willst.

Die "Pathologisierung" war so dramatisch nicht. Es wurde schon drauf gepocht, daß der aktuelle Zustand sehr kritisch für Mutter und Kind ist, aber eine Therapie im Vordergrund steht, nach der die Sorge neu entschieden wird.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: SpecialD am 19. Februar 2017, 21:30:14
Vielleicht habe ich es überlesen, aber wie alt ist denn das Kind?


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 19. Februar 2017, 22:41:54
14 Monate


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: SpecialD am 20. Februar 2017, 20:01:48
Wird es noch gestillt?


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Wegnachvorn am 21. Februar 2017, 05:52:02
Hi,
wie geht es Dir?
Wie hat sich die Situation gestern entwickelt?


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 22. Februar 2017, 21:49:51
Servus,

also nach einer schlaflosen Nacht habe ich am Montag früh die ganzen rechtlichen Dinge angeleiert und am Nachmittag die Wohnung verlassen und bin zu meinen Eltern. Am Abend erstmal ein Anruf von der Polizei, in der Nacht 20 Anrufe in Abwesenheit usw. Am Dienstag kam der Anruf vom Verfahrenspfleger und vom Jugendamt. Nachmittags dann der Brief vom Gericht, erstmal keine einstweilige Anordnung, sollte sie Probleme machen, bekommen wir die sofort. Insofern ist jetzt alles ok. Warten wir es ab...


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: SpecialD am 22. Februar 2017, 22:01:53
und am Nachmittag die Wohnung verlassen

Glückwunsch! Damit hast du den Aufenthaltsort und die Hauptbezugsperson deines Kindes bestimmt, was dir für den Rest des Lebens zu Lasten gelegt wird....  :mad:

Ich habe ja so eine Angst um mein Kind, aber was soll's... ich lass Kind eben mit der Täterin allein.  :knockout:
Mama und Kind werden bald in der Ukraine sein  :exclam:

PS: Die Frage mit dem Stillen war überflüssig, hatte ich leider überlesen.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Frieda am 23. Februar 2017, 07:54:06
Hallo,

Ich hab es so verstanden, dass er MIT dem Kind die Wohnung verlassen hat?

Liebe Grüße

Frieda


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 23. Februar 2017, 10:41:29
Das ist richtig. Warum sollte mich auch sonst die Polizei anrufen?

Der Kleine und ich sind jetzt erstmal zu Besuch bei Mama zuhause und heute will sie sich einen Anwalt besorgen. Selbstverständlich haben wir wieder alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Angefangen von der Creme an seinem Hintern bis zu seinem Gesichtsausdruck beim Kacken. Morgen kommen wir dann alle zusammen. Mit Frau und Kind und Jugendamt und Verfahrenspfleger.



Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: SpecialD am 23. Februar 2017, 11:58:44
Push,  dann bin ich ja beruhigt.... war für mich nicht ersichtlich.

Und warum die Polizei anrufen sollte, da würde mir genug einfallen.
Dieses Vergnügen hatte ich nämlich auch schon.

Das morgige Treffen mit Kind? Was denkst du wie das morgen ablaufen wird?

LG D


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Tsubame am 23. Februar 2017, 12:12:24
Hallo,

So wie Du schreibst, hast Du die Lage der Polizei, dem Verfahrenspfleger und dem Jugendamt gut erklären können.
Durch seinen engagierten und fähigen Vater ist das Kind in Sicherheit gebracht worden, sieht seine Mutter, ist ihr aber nicht ausgeliefert.

Die KM muss nun überredet werden, Hilfe anzunehmen.

Im Grunde hast Du ja zwei Baustellen : wie kann Du mit Hilfe Dritter das gemeinsame Elternsein aufrechterhalten ;
wie gestaltest Du am besten die Trennung von der KM (falls Du das willst).

Das Gerede der KM würde ich (und ist sehr wahrscheinlich) ihrer Pathologie zuzuordnen. Das macht es zwar nicht erträglicher, aber Du kannst vielleicht dadurch besser damit umgehen.

Viel Kraft,
Tsubame


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 23. Februar 2017, 14:13:29
Hallo,

So wie Du schreibst, hast Du die Lage der Polizei, dem Verfahrenspfleger und dem Jugendamt gut erklären können.
Durch seinen engagierten und fähigen Vater ist das Kind in Sicherheit gebracht worden, sieht seine Mutter, ist ihr aber nicht ausgeliefert.

Nun ja, das ist Sinn der Sache. Gefahr gebannt, jetzt ist bis zur Verhandlung kein Handlungsbedarf.

Zitat
Die KM muss nun überredet werden, Hilfe anzunehmen.

Was sich ja als die schwierigste Übung gestaltet!

Zitat
Im Grunde hast Du ja zwei Baustellen : wie kann Du mit Hilfe Dritter das gemeinsame Elternsein aufrechterhalten ;
wie gestaltest Du am besten die Trennung von der KM (falls Du das willst).

Richtig. Wobei das zweitere auf jeden Fall sein muß. Und wenns nur vorläufig ist. Aber aktuell ist ein Leben mit ihr nicht vorstellbar.



Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: stroemkarl am 23. Februar 2017, 16:00:43
Hallo PausBanderI,

ich hoffe für Dich,dass Du Morgen einen kühlen Kopf bewahrst,oberstes Ziel sollte sein,eurem Kind beide Eltern zu erhalten.Das Problem was ich sehe,ist folgendes,sollte die KM sich einen halbwegs fähigen Anwalt besorgen,wird die Frage im Raum stehen,war das Kindswohl gefährdet und das konnte ich nicht heraus lesen,ihr hattet Streitigkeiten unter Eltern und das wars und in dieser Situation hast Du einer stillenden Mutter ihr Kind weggenommen,denn das sie vielleicht das Land verlassen wollte,kannst Du nicht beweisen.
Ich würde für mein Tun,meine Ängste sachlich erläutern und auf keinen Fall mit sowas,wie Müll auf dem Balkon,Wohnung dreckig usw,denn dann müsstest Du Dir die Frage gefallen lassen,warum Du das nicht geändert hast und wie Du das jetzt mit Kind schaffen willst.


stroemkarl


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 24. Februar 2017, 13:22:45
Aaaaaalso, ich fasse mal kurz meinen heutigen Besuch des Jugendamtes & Verfahrenspflegers zusammen:

Die Hauptfrage war, wieso wir das Aufenthaltsbestimmungsrecht beanspruchen und wie. Dabei haben wir beide die Auffassung vertreten, daß der jeweils andere das Kind nicht alleine betreuen kann.

Ihre Argumentation war dabei das übliche: Er schafft es nicht, er ist zu schwach, er kann das Kind nicht allein versorgen, er ist böse, er hat sich noch nie um ihn gekümmert usw. Außerdem ist er böse zu mir, er ist psychisch krank und muß zum Psychiater blah blah blah.

Meine Argumentation: Meine Frau hat panische Angst, verwöhnt ihn deshalb von vorne bis hinten, das ist nicht nur negativ für seine seelische Entwicklung, sondern sie ist auch selbst nicht in der Lage, sich selbst genug zu versorgen. Sie braucht dringend eine Therapie, nicht nur ambulant, in dieser Zeit versorge ich das Kind, ermögliche aber einen geregelten Umgang, zum Beispiel durch Besuche, Übernachtung des Kindes bei ihr usw.

Die beiden waren der Meinung, daß das keine Frage des Aufenthaltsbestimmungsrechtes ist und es auf jeden Fall bei beiden gleichzeitig verbleiben sollte. Den Lebensmittelpunkt sehen sie bei der Mutter. Also nichts unerwartetes soweit.

Enttäuschend war, daß sie nicht so sehr auf die Situation der Mutter eingingen, sondern diesen Punkt außen vor ließen. Wir werden weiter sehen.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Wasserfee am 24. Februar 2017, 17:26:48
hi PausBanderI

Dabei haben wir beide die Auffassung vertreten, daß der jeweils andere das Kind nicht alleine betreuen kann.

Ihre Argumentation war dabei das übliche: Er schafft es nicht, er ist zu schwach, er kann das Kind nicht allein versorgen, er ist böse, er hat sich noch nie um ihn gekümmert usw. Außerdem ist er böse zu mir, er ist psychisch krank und muß zum Psychiater blah blah blah.

Meine Argumentation: Meine Frau hat panische Angst, verwöhnt ihn deshalb von vorne bis hinten, das ist nicht nur negativ für seine seelische Entwicklung, sondern sie ist auch selbst nicht in der Lage, sich selbst genug zu versorgen. Sie braucht dringend eine Therapie, nicht nur ambulant, in dieser Zeit versorge ich das Kind, ermögliche aber einen geregelten Umgang, zum Beispiel durch Besuche, Übernachtung des Kindes bei ihr usw.

was hast du erwartet? Ihr habt beide mit Dreck geschmissen.
Zwei erwachsene Menschen sprechen dem jeweils anderen ET ab, sich adäquat um das Kind kümmern zu können.
VB und JA-MA haben keine Glaskugel, die können euch nicht in den Kopf sehen. Die sehen nur 2 Eltern die sich zoffen wie die Kesselflicker und sich gegenseitig die Erziehungsqualitäten absprechen.

Das war keine zielführende Performance.

Wasserfee


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: SpecialD am 24. Februar 2017, 20:02:05
Hallo,

wo befindet sich das Kind denn jetzt?

Eine Anregung von mir für das nächste Gespräch: bereite dich vor und hol dir hier Tipps.
Eine Pathologisierung, Dreckwerfen oder dem anderen Elternteil die Erziehungsfähigkeit abzusprechen ist nicht zielführend.

Noch weniger, dem anderen vorzuwerfen, er/sie verwöhne das Kind.

Das war leider eine Nullnummer.

Viel Erfolg beim nächsten Mal.

LG D


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 24. Februar 2017, 20:48:28
<Anfang Sarkasmus>Sorry ihr zwei, aber Eure Beiträge waren nicht zielführend, sondern eher eine Nullnummer. <Ende Sarkasmus>

Zu sagen "Meine Frau hat panische Angst" ist kein Dreckwerfen. Und die Pathologisierung, was soll ich da sagen, das ist genau der Grund für den ganzen Rechtsstreit. Was soll man da bitte sonst anderes vorbringen?

Nochmal, falls ihr das nicht gelesen habt: In meiner Sache gehts genau darum, daß meine Frau das Kind aufgrund einer psychischen Störung nicht so betreuen kann, daß er im Endeffekt zu einem vollwertigen Gesellschaftsmitglied wird. Bei uns gehts NICHT darum, daß einer von uns aus irgendwelchen persönlichen Gefühlen das Kind ganz für sich allein behalten will.

Also bitte, ich bin gespannt, wie dieses Gespräch Eurer Meinung nach hätte laufen sollen.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: SpecialD am 24. Februar 2017, 21:36:34
Hallo.

Komm mal wieder runter.

Du hättest einfach sachlich deine Beobachtungen, Ängste und Sorgen vortragen sollen ohne dich auf das untere Niveau der KM zu begeben.

Wo ist das Kind jetzt?

Gibt es offizielle Dokumente, die dissoziative Zuständen oder andere Persönlichkeitsstörungen der KM belegen?
Falls ja, reichen die für eine Erziehungsunfähigkeit der KM?
Falls nein, höre auf zu pathologisieren!

Bisher habt ihr aufgrund deiner Berichte nur eines erreicht: Außenstehende sehen hier zwei zerstrittene Eltern, die sich werweißwas an den Kopf werfen.
Am Ende wird man sagen: beratungsresistent, hochstrittig, Mutter Hauptbezugsperson, ASR geht zu KM.

Einen besorgten Vater erkennen die hier mit Sicherheit nicht.
Oder was denkst du?

LG D


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 24. Februar 2017, 22:28:19
Ich bin doch unten. Ich finde nur Euer beider Kritik inhaltlos, das ist schon alles. Und es war ja auch, wenn Du ehrlich bist, kein Inhalt oder Begründung drin, oder?

Das Kind ist jetzt wieder mit uns beiden in dieser Wohnung. Sowohl Jugendamt als auch Verfahrenspfleger sagten beide "Wir können anhand der von uns geprüften Situation (als ich noch mit dem Kind weg war) davon ausgehen, daß die Kindsmutter nicht gehen wird. Es besteht also kein Grund mehr, die beiden von einander zu trennen." Was ja auch meine Meinung ist, denn die zwei sollen ja nicht auseinandergebracht werden.

Was den besorgten Vater angeht, da vermag ich Dir absolut nicht zu folgen. Wie sollte denn ein besorgter Vater reagieren?

Tatsache ist doch, daß die Mutter mit dem Kind so überfordert ist, daß sie sich selbst gesundheitlich und nervlich an den Rand des Zusammenbruchs gebracht hat. Das ist Fakt und auch für jeden sichtbar. Da muss man auch als Vater nichts darlegen, wenn beim Gespräch die Mutter nervös und fahrig auf einem Stuhl sitzt, mit schwarzen Augenringen, eingefallenen Wangen und zitternder Stimme. Es gab ja auch keinen Streit zwischen beiden, sondern einen Vater, der dem Jugendamt die Situation schilderte, während die Mutter daneben saß und ihn alle drei Sätze unterbrach um ihm seine Aggressivität/Unfähigkeit/Ahnungslosigkeit vorzuwerfen. Man kann das Problem halt nur so schildern:

Die Mutter hat panische Angst davor, mit dem Kind etwas falsch zu machen. Deshalb empfindet sie jede "Unebenheit" sofort als Gefahr, zum Beispiel Kontakt mit Tieren, Krankheit a la Rotznase usw. Innerlich sieht sie das Kind noch als Säugling, der nur Schutz und Liebe braucht. Ein Schreien kann sie nicht deuten, sondern sieht es als Streß, der absolut schädlich für das Kind ist. Wut, Bockigkeit, Sturheit und Zorn vermag sie nicht zu erkennen. Daraus folgt, daß sie das Kind mit allen Mitteln ruhig halten will. Wird er sauer, weil man ihm etwas nicht gibt, muß sofort ein Ersatz gesucht werden. Will er etwas nicht sofort essen, wird sofort eine Alternative angeboten. Möchte er unbedingt getragen werden, wird er getragen und wenn ihr der Arm fast abfällt. In der Folge wird eben nicht nur das Kind "verwöhnt" und zu einem Tyrannen erzogen, sondern die Mutter ist mit ihrer Aufgabe ständig überfordert und dadurch dreht sie sich in der Spirale ständig weiter nach unten.

Was am Ende bleibt ist ein Kind, das durch die Erziehung über kurz oder lang zu einem gesellschaftlichen Außenseiter erzogen wird. Spätestens bei der Einschulung, denn ohne den Vater wird das Kind wahrscheinlich sogar vom Kindergarten ferngehalten, wird er in die Gemeinschaft der anderen Kinden nicht aufgenommen. Und eine Mutter, die irgendwann aufgrund der Resonanz ihres Tuns in irgendeiner Weise negativ reagieren wird. Euphemistisch ausgedrückt. Realistisch ausgedrückt kippt sie entweder vor körperlicher Erschöpfung um, oder prügelt auf ein fremdes Kind ein, das ihrem Augapfel mit dem Finger in den Bauch piekt.

Was das pathologisieren angeht, da finde ich den Tenor hier ziemlich merkwürdig. Ist jetzt nicht nur auf Dich bezogen. Mag sein, daß es Fälle gibt, in denen das nach hinten losgeht, aber wie sollte man denn anders argumentieren, wenn das Kind nun mal beim Namen genannt werden muß? Wir (also ich plus Anwalt) behaupten, daß die Kindsmutter eine psychische Störung hat, weswegen sie das Kind nicht vernünftig erziehen/versorgen kann, wenn der Vater auszieht und nur noch im Rahmen eines üblichen Umganges auf das Kind einwirkt. Weil die Mutter durch ihr Verhalten sowohl die häusliche Gemeinschaft unmöglich macht, als auch eine gemeinsame Erziehung des Kindes nachhaltig sabotiert und die Beziehung zwischen den Elternteilen massiv stört, soll mir das Aufenthaltsbestimmungsrecht übertragen werden, um als verantwortungsbewußter Vater eine Lösung zu erarbeiten, bei der sowohl die Erziehung des Kindes sichergestellt, als auch der Kontakt zu beiden Elternteilen gefördert wird.

Die Mutter bestreitet natürlich, daß sie ärztlicher Hilfe bedarf. Sie lehnt aber strikt jede Form auch nur einer Beratung ab. Wenn der Streit also wirklich "in die Vollen" geht, wird man dann auch um ein Gutachten nicht drum rum kommen.

Mal eine Frage: Ich bin jetzt drei Monate von Pontius bis zu Pilatus gelaufen, habe um Hilfe gebeten, eine Therapie angeleiert, Arzttermine vereinbart, war bei Beratungsstellen, beim Jugendamt, und so weiter und so fort. Ihr Engagement: NULL. Also was würdest Du sagen, soll man hier tun, damit Du einen besorgten Vater erkennst?



Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: SpecialD am 24. Februar 2017, 23:31:47
Guten Abend,

die Frage muss lauten, so wie ich sie bereits stellte, was sehen andere?

Ich kann nur mit den Infos "arbeiten", die du uns lieferst.
Deine Schilderung vom Gespräch wirkte eben so auf mich wie auch von mir beschrieben.
Auch wenn es für dich inhaltslos war.

Sie doch deinen Fall aus anderer Perspektive und nicht nur immer aus deiner.

Zum Beispiel:

Sowohl Jugendamt als auch Verfahrenspfleger sagten beide "Wir können anhand der von uns geprüften Situation (als ich noch mit dem Kind weg war) davon ausgehen, daß die Kindsmutter nicht gehen wird. Es besteht also kein Grund mehr, die beiden von einander zu trennen."

Das sind Fakten, der Rest sind Dinge, die du siehst...

Da muss man auch als Vater nichts darlegen, wenn beim Gespräch die Mutter nervös und fahrig auf einem Stuhl sitzt, mit schwarzen Augenringen, eingefallenen Wangen und zitternder Stimme.

Empfinden die Beteiligten das hier ebenso wie du?
Oder sieht du Mutter nur so mitgenommen aus, weil der (böse) Vater ihr das Kind weggenommen hat?

Selbst wenn, ebenso Fakt ist:

Die beiden waren der Meinung, daß das keine Frage des Aufenthaltsbestimmungsrechtes ist und es auf jeden Fall bei beiden gleichzeitig verbleiben sollte. Den Lebensmittelpunkt sehen sie bei der Mutter. Also nichts unerwartetes soweit.

Enttäuschend war, daß sie nicht so sehr auf die Situation der Mutter eingingen, sondern diesen Punkt außen vor ließen.

Außerdem ist es in D erlaubt, krank zu sein. Sorgerechtstreitigkeiten gehen zu über 90% für die Mütter aus.
Deshalb hat die KM auch erst einmal hiermit Recht:

Die Mutter bestreitet natürlich, daß sie ärztlicher Hilfe bedarf. Sie lehnt aber strikt jede Form auch nur einer Beratung ab.

Dann noch:

Wenn der Streit also wirklich "in die Vollen" geht, wird man dann auch um ein Gutachten nicht drum rum kommen.

Sowieso... aber wie sagte es Milan einmal: "Gegen das Kontinuitätsprinzip ist kein Kraut gewachsen!"

Wichtige Fragen beantwortest du auch nicht:

Gibt es offizielle Dokumente, die dissoziative Zuständen oder andere Persönlichkeitsstörungen der KM belegen?

Ach ja, war ja inhaltslos... ich vergass...

Vor dir, so denke ich, liegt ein harter Weg und wenn du von deinem hohen Ross nicht runterkommst, sehe ich hier absolut schwarz.

Ich bin raus...

Viel Glück!

LG D


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: MutterzuBesuch am 24. Februar 2017, 23:35:50
Für mich hört es sich so an als hättet ihr unterschiedliche Ansichten von Erziehung.

Vor 3 Monaten bereits hast du diese Probleme schon seit Langem gesehen. Das Kind ist jetzt gut ein Jahr alt.
Du schreibst, die Mutter sieht euer Kind IMMER NOCH als Säugling. War es damals ja auch noch.

Weiter schreibst du, die Mutter sehe das Schreien eures Kindes als Stress. Ist es auch. Und sie wolle, dass das Kind aufhört zu schreien. Gute Sache. Das sollte das Ziel sein.

Die Mutter bietet dem Kind Alternativen. Das ist ein guter Ansatz. Nein, man muss Kindern mit 13 Monaten noch nicht beibringen dass "Nein" unbedingt auch Nein heißt oder, dass das Leben eben manchmal hart ist.

Wut, Bockigkeit, Sturheit schreibst du, würde die Mutter nicht erkennen. Es soll Kinder geben, die in vor Vollendung des 1. Lebensjahres bereits solche Anflüchte zeigen, bei meinem Kind gab es das nicht und auch bei keinem, dass ich kannte. Das kam erst weit später. Aber du kennst euer Kind besser als ich.

"Will er unbedingt getragen werden, wird er getragen." Er werde zu einem Tyrannen erzogen. Du schreibst so, als müsste euer Sohn gebrochen werden. Ich finde es völlig normal ein Baby, bis vor einem Monat war er ja noch eines, oder Kleinkind nach Möglichkeit zu tragen wenn er/sie es so will. Das hat absolut nichts mit Verziehen zu tun. Wie heißt ein schöner Spruch "Babys kann man im ersten Lebensjahr nicht verwöhnen."

Klar, wenn man selbst nicht mehr kann muss man abwägen.
Der Fokus liegt bei einem so kleinen Kind nunmal auf eben diesem. Stutzig sollte man meiner Meinung nach werden, wenn es auch mit 3-4 Jahren noch so ist. Aber da hat sicher jeder seine eigene Grenze.

Es sei ausdrücklich gesagt, dass ich hier nur meine Meinung/Ansicht schildere.

Ich würde eure unterschiedlichen Erziehungsansichten außen vor lassen und nicht behaupten die Mutter könne das Kind nicht versorgen oder erziehen. Davon lese ich hier nichts. Was ich lese ist, dass sie offenbar etwas Hilfe in der Organisation des Haushaltes und der Organisation für Auszeiten für sich selbst benötigt und ihr ansonsten einfach unterschiedliche Ansichten von Erziehung habt und du nicht verstehen kannst, wie sich der Lebensfokus deiner Frau so ändern konnte.


Du hast sicher den tiefsten Einblick. Wahrscheinlich ist die Mutter überfordert, sind viele Mütter.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: TotoHH am 25. Februar 2017, 07:47:52
Moin PB.

Was die beiden Vorschreibern Dir hier zeigen ist, wie man auch anders auf die Sache drauf schauen kann, wie es offenkundig auch das JA sieht. Das hat zunächst einmal gar nichts mit mütterlastig oÄ zu tun. Wer nun Recht hat, können wir hier online gar nicht beurteilen und auch den Beobachtern im RL wird es nach nur einem oder wenigen Terminen schwer fallen das entscheiden zu können. Du allerdings - bei allen guten Absichten - wirst als Partei wahrgenommen, die nur das eigene Interesse verfolgt. Deshalb war hier eigentl immer der Rat, eng am und mit dem Wohl des Kindes zu argumentieren. Also objektiv darzulegen, warum das Verhalten der KM eine KWG ist oder sein könnte. Den Schluss, dass KM krank ist, müssen daraus dann andere ziehen, im Idealfall (aber was ist schon ideal) die KM selbst.

toto


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Lausebackesmama am 25. Februar 2017, 09:00:57
Ich kann mich Mutter zu Besuch und SpecialD nur anschließen.

Den größten Fehler, den du machen kannsr, ist davon auszugehen, dass alle Anderen die Situation aus der gleichen Perspektive betrachten wie du. Selbst WENN die KM eine Störung hätte, muss das noch lange nicht bedeuten, dass Dritte sie für nicht erziehungsfähig halten. Und ganz besonders unwahrscheinlich ist das, wenn du derjenige bist, der das diagnostiziert.

Mutter zu Besuch kann ich mich insbesondere anschließen für die Einschätzung, dass ihr verschiedene Vorstellungen von Erziehung habt. Ich würde dir empfehlen, dich mal in den gängigen "Mütter"-Foren einzulesen, damit du einen Vergleich hast. Bedürfnisorientierung ist sehr groß geschrieben. Tragen, Co-Sleeping, Alternativen bieten, etc. pp. sind ganz gängige Ansätze im Umgang mit Babies und Kleinkindern. IdR gehört auch der eine oder andere Augenring der Mütter und der Hinweis auf eine heftige Ehekrise dazu.

LG LBM


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: stroemkarl am 25. Februar 2017, 12:14:52
Hallo PausBanderI,

zwei Dinge im Voraus,die meisten Väter haben erlebt,dass sie nach der Geburt abgemeldet sind,denn jetzt kommt das Kind,das Kind und das Kind und Du bist mit einer Ukrainerin(meine Ex auch) verheiratet und bei viele Osteuropäerinnen ist das Rollenverständnis noch tief verwurzelt.

Was mich irritiert,was willst Du eigentlich,Dich von der KM trennen oder Eure Ehe erhalten.
Ich selbst war 5 Monate in Elternzeit,was willst Du da erziehen,da gibts nur essen,schlafen,spazieren und spielen,da war schon ein riesen Erfolg,dass er ins Töpfchen gemacht hat.Genauso die Rumtragerei,lass sie doch,ich hab immer gesagt,du hast ja auch die Hüfte dafür und für mich ein Tragegestell gekauft.
Das Rumgemeckere,ich weiß,da wirst du aggressiv und könntest explodieren,da musst Du Dich voll im Griff haben.
Wenn Du deine Ehe erhalten willst,kannst Du nur schleichend Einfluss auf die Erziehung nehmen,frag ob Du was helfen kannst,geht gemeinsam spazieren und lass sie machen,lobe sie mal,auch wenns Schwachsinnig ist.Wie ist eigentlich Dein Kontakt zu ihrer Familie?Wart ihr schonmal zusammen mit Kind dort oder war jemand mal hier zu Besuch?Eins weiß ich ganz genau,wenn sie überhaupt auf jemanden hört,dann auf jemanden aus ihrer Familie.

Wenn Du Dich trennen solltest,glaube ich kaum,dass Du das alleinige ABR und SR bekommst,es liegt ja keine Kindswohlgefährdung vor.Auch wenn,würdest Du kaum verhindern können,wenn nicht gerade ins Krisengebiet,dass sie in ihrer Umgangszeit in die Ukraine fliegt um ihre und des Kindes Familie zu besuchen.Unser Sohn hat auch meinen Namen und wenn meine Ex in die Ukraine fliegt hat sie immer die Geburtsurkunde und meine Einverständniserklärung dabei und beides hat sie noch nie vorlegen müssen.Den ersten Reisepass haben wir gemeinsam beantragt,den zweiten sie alleine und letztes Jahr beim dritten,hat der Mitarbeiter von der Meldebehörde gesagt,dass es besser wäre,wenn meine Erlaubnis vorliegen würde,sie sie aber nicht unbedingt bräuchte.

Auf alle Fälle würde ich nochmal mit ihr sprechen und ihr sagen,dass Du ihr nicht das Kind wegnehmen willst,sondern das Du Angst um sie hast und Du nur einfach Vater sein willst.

stroemkarl


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Tsubame am 25. Februar 2017, 14:29:30
Hallo,

Ich kann Deinen Frust, Ärger und Verzweiflung gut verstehen. Wie andere hier schon schrieben, kann ein Blick Dritter auf die Situation aber helfen, etwas Abstand zu gewinnen. Du hast auch erreicht, dass Euer Problem jetzt aktenkundig ist (JA, Polizei). Hat sich die KM übrigens einen Anwalt genommen ?

Zu den unterschiedlichen Vorstellungen zu Erziehung : ich lese hier nicht heraus, dass der TO das Herumtragen etc. des Kindes durch die KM unterbinden will. Vielmehr ist sie es, welche es nicht erträgt, dass er sich ebenfalls um das Kind kümmert. Zwar sind fast alle KM nach der Geburt durch den Wind und meinen, sie wissen alles besser, wenn es ums Kind geht. Aber bei vielen legt sich das dann nach geraumer Zeit und sie akzeptieren, dass der Vater sich einbringt. Dadurch lernt die KM auch, sich langsam aus der symbiotischen Bindung mit dem Kind zu lösen. Gerade in der heutigen Zeit wird ja immer an Väter appelliert, sie sollten sich auch um Säuglinge und Kleinstkinder kümmern. Und genau das will der TO. Es wird ihm aber nicht "erlaubt".

Ich meine, Du solltest Dir überlegen, wie Du Dich (Ihr Euch ) am besten um den Sohn kümmern kannst (könnt) und das durchziehen. Unter der Woche und am Wochenende. Übernehme vielleicht das Zubettbringen, wenn das zeitlich möglich ist und etabliere Rituale für Dich und das Kind. Die KM kümmert sich tagsüber um den Sohn, Du übernimmst den Abend.

Am Wochende macht Ihr auch "Arbeitsteilung". Plane einen Ausflug. Frage die KM, ob sie mit will, wenn nicht, geht alleine. Ziehe Dein Ding durch. Die KM muss lernen sich anzupassen.

VG,
Tsubame





Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 25. Februar 2017, 15:19:41
Ich kann mich Mutter zu Besuch und SpecialD nur anschließen.

Den größten Fehler, den du machen kannsr, ist davon auszugehen, dass alle Anderen die Situation aus der gleichen Perspektive betrachten wie du. Selbst WENN die KM eine Störung hätte, muss das noch lange nicht bedeuten, dass Dritte sie für nicht erziehungsfähig halten. Und ganz besonders unwahrscheinlich ist das, wenn du derjenige bist, der das diagnostiziert.

Das ist schon ganz richtig, ABER das sehe ja nicht nur ich. Also nicht das mit der Persönlichkeitsstörung, sondern daß in der Spielgruppe das Kind glücklich mit Papa sitzt und spielt, während Mama wie ein geprügelter Hund danebensteht und panisch hineilt, sobald sich ein anderes Kind auf 20cm nähert. Wie willst Du das aber im ersten Gerichtstermin beweisen? Soll man da 20 Zeugen benennen und laden, die dann eben solches schildern?

Zitat
Mutter zu Besuch kann ich mich insbesondere anschließen für die Einschätzung, dass ihr verschiedene Vorstellungen von Erziehung habt. Ich würde dir empfehlen, dich mal in den gängigen "Mütter"-Foren einzulesen, damit du einen Vergleich hast. Bedürfnisorientierung ist sehr groß geschrieben. Tragen, Co-Sleeping, Alternativen bieten, etc. pp. sind ganz gängige Ansätze im Umgang mit Babies und Kleinkindern. IdR gehört auch der eine oder andere Augenring der Mütter und der Hinweis auf eine heftige Ehekrise dazu.

Oh ich hab schon einiges gelesen. Bilder von Leuten, denen nach dem Kontakt mit einer Hauskatze das halbe Gesicht abgefallen ist und und und. Das Hirn eines Säuglings ist auch kleiner als der Kopf, kullert quasi im Schädel rum, weshalb zu heftiges Spielen zu starken Traumen führt. Deshalb lachen Kinder auch beim Spielen, weil ihr Gehirn ständig erschüttert wird. ja ja.

Es ist wie gesagt schon ok und ich habe nichts anderes erwartet, daß ich mit der Geburt des Kindes erstmal wieder zum Single mit Hauptberuf "Hausdiener" mutieren werde. Das war auch ok. Nur ist er jetzt wie gesagt über ein Jahr alt und ich sehe draußen beim Sonntagsausflug hunderte Mütter die glücklich mit ihrem Kind durch die Botanik streifen, während meine Frau daneben wie ein Zombie durch die Gegend läuft.

Hallo,

Ich kann Deinen Frust, Ärger und Verzweiflung gut verstehen. Wie andere hier schon schrieben, kann ein Blick Dritter auf die Situation aber helfen, etwas Abstand zu gewinnen. Du hast auch erreicht, dass Euer Problem jetzt aktenkundig ist (JA, Polizei). Hat sich die KM übrigens einen Anwalt genommen ?

Mittlerweile ja. Die hat sie auch zum Arzt geschickt...

Zitat
Zu den unterschiedlichen Vorstellungen zu Erziehung : ich lese hier nicht heraus, dass der TO das Herumtragen etc. des Kindes durch die KM unterbinden will. Vielmehr ist sie es, welche es nicht erträgt, dass er sich ebenfalls um das Kind kümmert. Zwar sind fast alle KM nach der Geburt durch den Wind und meinen, sie wissen alles besser, wenn es ums Kind geht. Aber bei vielen legt sich das dann nach geraumer Zeit und sie akzeptieren, dass der Vater sich einbringt. Dadurch lernt die KM auch, sich langsam aus der symbiotischen Bindung mit dem Kind zu lösen. Gerade in der heutigen Zeit wird ja immer an Väter appelliert, sie sollten sich auch um Säuglinge und Kleinstkinder kümmern. Und genau das will der TO. Es wird ihm aber nicht "erlaubt".

JA! JA! JA! Endlich mal jemand, der das kapiert!

Was das Rumtragen und "Verziehen" angeht, natürlich will ich das insofern unterbinden, als daß es mein/unser Kind entsozialisiert. Ich kann das nur nochmal sagen: Ich hab keine Ahnung, in welchen Jogiteetrinkerkindergarten die Supermamis mit dem Allroundverständnis ihren Nachwuchs mal schicken, aber in den mir bekannten Kindergärten und Schulen sind Kinder grausam und überschütten Außenseiter nicht mit Liebe und Verständnis! Wer dann in der Ecke sitzt und sich weigert, einen Apfel zu essen, weil der nicht mit kochendem Wasser desinfiziert wurde, oder Wutausbrüche bekommt, wenn er mal nicht das Schäufelchen vom Nachbarkind haben kann, hat ein Problem. Im Grundsatz ist aber gegen das Rumtragen & Co. nichts einzuwenden, wieso auch.



Zitat
Ich meine, Du solltest Dir überlegen, wie Du Dich (Ihr Euch ) am besten um den Sohn kümmern kannst (könnt) und das durchziehen. Unter der Woche und am Wochenende. Übernehme vielleicht das Zubettbringen, wenn das zeitlich möglich ist und etabliere Rituale für Dich und das Kind. Die KM kümmert sich tagsüber um den Sohn, Du übernimmst den Abend.

Am Wochende macht Ihr auch "Arbeitsteilung". Plane einen Ausflug. Frage die KM, ob sie mit will, wenn nicht, geht alleine. Ziehe Dein Ding durch. Die KM muss lernen sich anzupassen.

Klingt toll. Und würde das so funktionieren, wären wir nicht vor Gericht, sondern hätten eine harmonische Familie. Tut es aber nicht. Ins Bett bringen kann ich den Knödel nämlich nicht, weil ich a) ja nicht stillen kann und b) er bei mir drei Minuten schreit, was zuviel Streß ist, und er deshalb sofort von mir weg muß. Und wenn man einen Ausflug machen will und sich die Mutter in die Tür stellt und einen notfalls mit Gewalt am Gehen hindert, hat sich der Ausflug auch erledigt. Übrigens wickeln kann ich ihn auch nicht, weil sie mir das ja nicht beigebracht hat... (Dazu muß man sagen, daß mein Sohn, den ich über alles liebe, nicht gerade ein olfaktorisches Gänseblümchen ist, weshalb ich diese Aufgabe gerne abtrete.

Hallo PausBanderI,

zwei Dinge im Voraus,die meisten Väter haben erlebt,dass sie nach der Geburt abgemeldet sind,denn jetzt kommt das Kind,das Kind und das Kind und Du bist mit einer Ukrainerin(meine Ex auch) verheiratet und bei viele Osteuropäerinnen ist das Rollenverständnis noch tief verwurzelt.

Ist ja ok. Aber wenn eine Frau zu ihrem osteuropäischen Mann sagt, daß er seinen eigenen Sohn nicht mit zum Einkaufen nehmen darf und dass sie ab sofort nur noch die eigene Wäsche wäscht, weil er sich ja auch etwas bewegen kann, der wird eher weniger Rollenverständnis entgegen bringen, hm?

Zitat
Was mich irritiert,was willst Du eigentlich,Dich von der KM trennen oder Eure Ehe erhalten.

Ich will mich sofort räumlich von ihr trennen, weil sie ein unerträgliches Scheusal ist. Gleichzeitig denke ich, daß eine Therapie sie soweit bringen könnte, daß die Probleme zwischen uns wieder irgendwie ins Lot gebracht werden können, das dauert aber eben und bedarf eines ersten Schrittes.

Zitat
Ich selbst war 5 Monate in Elternzeit,was willst Du da erziehen,da gibts nur essen,schlafen,spazieren und spielen,da war schon ein riesen Erfolg,dass er ins Töpfchen gemacht hat.Genauso die Rumtragerei,lass sie doch,ich hab immer gesagt,du hast ja auch die Hüfte dafür und für mich ein Tragegestell gekauft.

Ich kanns nur immer wieder sagen: Wenn Dir drei Dutzend Mütter sagen "Hey was Deine Frau da macht, die hat sie doch nicht mehr alle", dann unterscheidet sich die Situation irgendwie von den "normalen" Familien, oder?

Zitat
Das Rumgemeckere,ich weiß,da wirst du aggressiv und könntest explodieren,da musst Du Dich voll im Griff haben.

Nein, muß ich nicht. Du hast keine Ahnung, was bei uns zuhause abläuft. Ich hatte jetzt ein Jahr KEINE EINZIGE VERDAMMTE MINUTE OHNE GESTÄNKER. Kannst Du Dir vorstellen, wie das ist, wenn du vom Aufstehen frühmorgens bis zum Schlafengehen nur und ausschließlich negativ vollgestänkert wirst? Und ich mein jetzt nicht ein bissl nervig, sondern STÄNDIG UND UNUNTERBROCHEN BÖSE! Ich kann mit meinem Sohn nicht mal in Ruhe drei Minuten auf dem Boden sitzen und mit Bauklötzen spielen, ohne dass sie bei jedem Piepser angerannt kommt, einen genauen Rapport verlangt, wieso er genau gepiepst hat und mir anschließénd zehn Minuten erklärt, wie ich den Piepser hätte verhindern können. Wenn ich mit meinem Kind in der Küche spielen will, kommentiert sie jedes Wort von mir mit ihm! "Oh, mein lieber Sohn, ich glaube Du stinkst ein bißchen." - "Er stinkt nicht! Du stinkst vielleicht, aber er nicht!". Wenn ich am Abend mit ihm spiele und dabei ein bisschen lauter bin als Flüstern, kommt sofort ein "Ksch ksch ksch" von ihr. "Hallo junger Mann, fang mal den Ball!" - "Er ist kein Hund, er will keinen Ball fangen!"

Unsere Freunde und Familie fragen mich jedes Mal, wie ich das aushalte, sie hätten ihr schon lange links und rechts eine gescheuert. Also erzähl mir nix von im Griff haben.


Es bleibt dabei: Kontinuität ja, aber bitte sehr nicht nur beim Füttern oder Wickeln. Wer bringt dem Kind essen bei? Ich. Wie man einen Löffel hält? Ich. Wer geht mit ihm in Krabbelgruppe oder Kinderturnen? Ich. Wer meldet ihn im Kindergarten an? Ich. Wer vereinbart Arzttermine? Ich.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: stroemkarl am 25. Februar 2017, 18:13:59
Hallo PausBanderI,

Nimm bitte meine Posts nicht zu persönlich,denn ja,ich kenne Deine Situation nicht,genau wie Du meine damalige nicht kennst,ich erkenne aus deinem Geschriebenen aber Parallelen,meine Ex Ukrainerin,burnout und Depressionen,keine Gesprächsbereitschaft und ständig Streit um Kindererziehung,deshalb habe ich Dir geschrieben.Meine Trennung liegt fast 5 Jahre zurück und aus heutiger Sicht weiß ich,dass mein damaliger Blickwinkel total eingeengt war,manchmal brauchte ich nur ihre Stimme hören und ich war sofort "Kampfbereit".
Ich hab damals die Entscheidung getroffen mich zu trennen,weil ich mir gesagt habe,lieber alle 14 Tage ein Wochenende ganz für meinen Sohn und mich,ohne das jemand reinredet,als dieses Leben weiterführen.Die ersten 2 Jahre waren Krampf,mit allem was dazu gehört,bis das Jugendamt uns eine Paartherapie nahegelegt hat(naja,bischen mit Zwang) und seitdem läuft es.
Trotzallem konnte sich meine Ex,in Bezug auf unseren Sohn,immer auf mich verlassen und ich kann Dir versichern,unser Sohn ist kein Aussenseiter geworden.

Die Entscheidung,Deine Ehe zu erhalten,in der Hoffnung,dass Deine Frau sich ändert,was sie nicht wird oder Dich zu trennen,kannst nur Du.


stroemkarl




Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 28. Februar 2017, 13:03:47
Ein kurzes Update, nach dem Besuch des Jugendamtes:

Im Prinzip war das was besprochen wurde total für die Katz. Beide sehen einhellig den Lebensmittelpunkt bei der Mutter (was ja logisch ist), weil sie noch stillt (was totaler Blödsinn ist) und sind dafür, die beiden nicht zu trennen (was auch logisch ist) und legen uns eine vorgerichtliche Beratung nahe, deren Verlauf dann zu beobachten ist. Langfristig ist da also alles so, wie ich mir das vorgestellt habe.

ABER auf die kurzfristige Sache, daß in der aktuellen Situation meine Frau das Kind sowohl von mir als auch der Umwelt total isolieren würde, ganz zu schweigen von dem Ärger bei der Regelung des Umganges bzw. der Frage, wann unser Sohn bei wem ist, der wurde weder angesprochen noch in den Berichten der beiden erwähnt.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Tsubame am 02. März 2017, 10:13:17
Hallo,

Eine vorgerichtlich Beratung solltet Ihr schnellstens in Anspruch nehmen.
Nur über Dritte kann sich die KM langsam wieder fangen. Ist sie zum Arzt gegangen, wie der Rechtsanwalt ihr empfohlen hat ?

VG,
Tsubame


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 02. März 2017, 10:54:47
Servus,

ja sie ist wenigstens zum Allgemeinarzt gegangen. Das Resultat kenne ich allerdings nicht.

Ist die Entwicklung positiv für sie? Ja. Ist sie positiv für mein Ego? Nein. Ich hab mich ein Jahr lang von ihr und ihrer Macke kaputtmachen lassen und bin von Pontius bis Pilatus gelaufen, während sie dahockte und in ihrem Frust ersoffen ist. Und jetzt geht sie als strahlende Siegerin vom Platz.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Tsubame am 02. März 2017, 12:11:27
Hallo,

So wie Du Deine Frau beschreibst, ist sie keine strahlende Siegerin, sondern ein Häuflein Elend. Würdest Du mit Ihr tauschen ? Für die Katz war die Sache nicht. Es ist eine allererste Etappe. Lebensmittelpunkt bei der Mutter, weil sie noch stillt. Das dauert nicht ewig.

Kümmere Dich um Euren Sohn und zieh Dein Ding durch. Auch wenn Sie noch so tobt und stänkert. Nimm ihn mit zu Freunden und Deinen Eltern. Geh zum Sport und baue Dich wieder auf.

VG,
Tsubame


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 02. März 2017, 13:28:33
Das sagt sich halt alles so leicht. Mein kleiner Knödel ist bei ihr. Das allein schon reicht.

Und ich will gar nicht wissen, was sie mit ihm anstellt, wenn ich nicht mehr da bin. Dass sie ihm erzählen wird, wie böse sein Papa war, hat sie mir ja schon angekündigt.

Natürlich ist sie ein Häuflein Elend, kaputt und am Ende. Nur hat sie sich das selbst zuzuschreiben und das lässt mich jetzt an die Decke gehen. Sie hat fast ein Jahr lang alles boykottiert, die Familie immer weiter in die **tsts - ID 36** geritten und jetzt ist nur noch ein Scherbenhaufen übrig, aber sie hat ihren Kopf durchgesetzt.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 06. März 2017, 13:38:45
Sodele, der Gerichtstermin ist vorbei.

Von meinen bösen Taten wollten weder Richter noch Jugendamt etwas hören.

Resultat: Einen Tag am Wochenende ist unser Sohn bei mir. Unter der Woche jeweils von 16:00 bis 19:00. Beide bleiben bei uns im Landkreis wohnen. Und nach einem zeitnahen Abstillen reden wir dann über die Übernachtungen.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Tsubame am 06. März 2017, 22:38:48
Hallo,

Vielen Dank für Dein Up-Date.

Das ist doch schon etwas.  :) ich freue mich sehr für Sohni und für Dich.

VG,
Tsubame


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 29. März 2017, 13:35:59
Sodele, drei Wochen sind vergangen.

Positiv: Der Umgang wird eingehalten. Mein Sohnemann ist jeden Tag, soweit es der Job ermöglicht, von 16 bis 19 Uhr bei mir und am Wochenende haben wir einen ganzen Tag für uns. Es ist vergleichsweise himmlisch, wenn nach einem Jahr nicht mehr jede Aktion oder Regung von ihm mit einem Kommentar bzw. Anweisung von ihr begleitet wird. Wir waren bei Freunden, der Familienfeier bei Omas Geburtstag, im Schwimmbad, alles ohne Streß und Generve. Er ist viel aufgeschlossener gegenüber anderen Menschen, Kindern und Tieren. Wenn die Mama ihm sagt "Jetzt fahrt ihr spazieren" jubelt er schon los und grinst übers ganze Gesicht.

Nicht so schön: Wenn ich/wir zuhause sind (wir wohnen immer noch zusammen) ist natürlich immer noch dasselbe, ständiges Gezeter, ständige Kommentare, Gejammer usw. Sie sucht eine Wohnung, aber das ist bei uns extrem schwer und sie stellt sich auch ganz schön an. Frau mit osteuropäischen Akzent ruft beim Vermieter an "Hallo, ich suche eine Wohnung für mich und mein Kind, lebe von Alimenten", da sind die Erfolgschancen überschaubar. Andererseits ist der Kleine halt noch mehr bei mir und ich sehe ihn eigentlich immer.

Negativ: Meine Frau will unbedingt Rache und Genugtuung. Sie sammelt eigentlich Tag und Nacht Beweise, dass ich böse, unfähig und nicht gut fürs Kind bin. Klappt halt nur nicht, weil alle ihre Beweise andere nicht interessieren. Gestern waren wir bei einer Beratung und sie hat ganz empört Fotos rumgezeigt und aggressiv geschildert, was ich alles falsch mache. Resultat: Unverständnis bei den Beratern, was an meinem Verhalten schlimm sein soll und Anerkennung für mich, daß ich vor dem Kind nicht auf ihr Verhalten eingehe. Resultat ist dann, daß sie Gift und Galle gegen mich spuckt. In dem Zustand beleidigt sie mich, wirft mit Sachen nach mir, alles vor dem Kind. Ich habe auch schon beobachtet, wie sie ihm negative Dinge über mich erzählt, die ich im Zitat hier nicht wiedergeben möchte.

Besonders dieses Verhalten lässt es, wenn sie es nicht so schnell wie möglich unterbindet, nicht mehr an eine friedliche Lösung glauben. Erst recht nicht, wenn ich dran denke, was sie ihm sonst noch alles erzählen wird und was er denkt, wenn er erstmal die Worte versteht!


Titel: Was wäre die Alternative?
Beitrag von: PausBanderI am 01. Juni 2017, 14:55:59
Mahlzeit zusammen, zwei Monate später ist die Geschichte so:

Meine Frau ist immer noch auf dem Rachetrip. Das hat aber bis dato nicht funktioniert. Sie hat unter anderem versucht, mich zu Gewalttaten zu provozieren und mich damit aus der Wohnung und ihrem Leben zu drängen. Hat nicht funktioniert. Im Gegenteil bin ich sofort zum Jugendamt und dort wurde sie eindringlich zurechtgewiesen. Wir wohnen nach wie vor zusammen in derselben Wohnung. Das Jugendamt hat eine Familienhilfe bestellt, die bis dato aber noch nicht da war. Ok, also so siehts aus:

Meine Frau ist wie gesagt noch immer auf Rache aus, ich soll endlich bestraft werden für alles. Ausserdem soll ich mich aus ihrem (Also sie und mein Sohn) Leben raushalten und sie "in Ruhe lassen". Das Wohl des Kindes ist dabei aber auch völlig egal.

Eine vernünftige Kommunikation ist völlig unmöglich. Ausser dem üblichen "Du hast ...", "Lass mich in Ruhe", "Kümmer Dich um Dein Zeug" blah blah blah kommt nichts. Zum Beispiel braucht sie Hilfe bei einer Wohnung. Wahrscheinlich werde ich ihr eine Wohnung mieten müssen bzw. eine Mietbürgschaft übernehmen. Das abzusprechen ist aber aussichtslos, weil sie es nicht einsieht. Einerseits packt sie ihre Sachen, andererseits sieht sie nicht, daß sie auf diese Weise noch ein halbes Jahr in der Wohnung hockt.

Meine Rechtsanwältin sagt recht klar, daß die bisherigen Fakten einfach nicht reichen, um den Kleinen zu mir zu holen. Es gibt ja keine Zeugen, nur meine Aussagen und selbst wenn es Zeugen gäbe, ist fraglich, ob die Vorfälle gravierend genug sind, um ein 18 Monate altes Kind von der Mutter zu nehmen.

Tja, jetzt ist die Frage, ob jemand einen Plan B weiss? Tatsächlich geht es ja nicht darum, die Mama aus dem Leben rauszudrängeln, sondern ihr die Möglichkeiten der Racheaktionen zu nehmen. Zum Beispiel könnte sie auf einmal nach XY 500km entfernt ziehen wollen, nur um die Entfernung zu erhöhen. Oder den Umgang boykottieren. Oder diverse Aktivitäten boykottieren, wie Kinderkrippe, Kontakt zu anderen Kindern usw. Außerdem ist es eine Tatsache, daß sie der Meinung ist, die Welt würde sich nur um sie drehen. Termine wahrnehmen ist bei ihr ein reiner Glückstreffer. Zum Jugendamtstermin kam sie eine halbe Stunde zu spät, den Termin beim Kinderarzt sagt sie ab, weil sie erst um zehn Uhr aus dem Bett fällt. Die Anmeldung der Kinderkrippe verweigert sie, weil sie nicht versteht, daß man das nicht erst eine Woche vorher machen kann.

P.



Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Tsubame am 02. Juni 2017, 10:43:36
Hallo,

Bei Dir kann man im Moment nur raten, dass Du alles säuberlich dokumentierst und so weit es möglich ist, Du alle Termine mit dem Kind wahrnimmst (Arzt, Anmeldung bei der Kinderkrippe etc....). Du solltest das Jugendamt über diese Boykottmassnahmen auf dem Laufenden halten.

Es kommt meiner Meinung nach nun darauf an, wie es es mit der Familienhilfe weitergeht. Wird es Deiner Frau möglich sein, diese Hilfe anzunehmen oder nicht. Ist sie lernfähig, wenn sie Hilfe von aussen bekommt. Oder benimmt sie sich weiterhin wie ein unvernüftiges Kind. Du solltest gut mit dieser Familienhilfe auskommen und Dich kooperativ zeigen : besorgter Ehemann, besorgter Vater etc.

Bei GSR kann die Kindesmutter alleine 500 km weit wegziehen, aber natürlich ohne Kind. In Eurem Fall würde ich auch die Ukraine als Rückszugsraum der Kindesmutter (Kindesentführung) gegenüber dem Jugendamt sachte ins Spiel bringen.

Mit der Kindesmutter solltest Du sachlich kommunizieren, unabhängig davon, wie sie sich benimmt (innerliche Distanz). Versuche nicht (mehr) sie zu verstehen oder ihr Deinen Standpunkt zu erläutern. Bleibe wachsam und lasse Dich nicht provozieren. Suche Verbündete (Nachbarn, Freund, welche abends mal vorbeikommen) und sichere alle Dokumente, Geld etc., wann Du das bisher noch nicht gemacht hast.

Viele Grüsse,
Tsubame.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 02. Juni 2017, 23:18:40
Hallo und vielen Dank, was wäre ich ohne Dich ;)

Eine Kommunikation ist ja überhaupt nicht möglich. Einerseits ist sie voll freundlich und albern, andererseits bekomme ich als Eröffnung ein gestöhntes "Was willst Du schon wieder von mir?" entgegen. "Komm wir machen das zusammen" wird mit "Ich habe schon genug von Dir bekommen, lass mich einfach in Ruhe" erwidert. Es geht halt einfach nichts vorwärts.

Wir bekommen jetzt eine sozialpädagogische Diagnose. Bin ja mal gespannt, was das sein soll.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Tsubame am 03. Juni 2017, 20:14:04
 :wink:
Hallo,

Dabei geht es auch um Eure jeweilige Lebensgeschichte und es könnten auch sogenannte Genogramme hergestellt werden...

VG,
Tsubame.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 03. Juni 2017, 22:19:05
Hm, jetzt mal objektiv gesehen:

Wenn wir beide räumlich getrennt sind, ist ja eine Kindeswohlgefährdung wegen der Ehestreitereien vom Tisch. Dann kann ich ja bei dieser Diagnose nur gewinnen. Oder sehe ich das falsch?



Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Tsubame am 04. Juni 2017, 23:34:41
Objektiv geht es in der Sozialpädagogik selten zu. Es handelt sich eben nicht um eine empirische Wissenschaft.
Es könnte bei dieser Diagnose um die Familienbeziehungen gehen (Eltern, Grosseltern, wie ihr sie reproduziert), aber auch um Krankheiten innerhalb der Familien. Es gibt Fragebögen und Interviews etc.

Ganz grob gesagt : Du scheinst z.B. mehr die soziale Komponente und die Motorik bei der Erziehung des Kindes in den Vordergrund zu stellen (Besuche, Krabbelgruppe, Essen mit Gabel ...). Das Kind gewinnt dadurch Selbstvertrauen. Die Mutter hütet und behütet. Zeigt viel Präsenz und Körperkontakt (trägt ihn auf dem Arm, schläft bei ihm). Damit fühlt sich das Kind in Sicherheit (Urvertrauen). Beide Ansätze ergänzen sich eigentlich. Aber aus irgendwelchen Gründen klappt das Zusammenspiel nicht.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 05. Juni 2017, 17:25:55
Oh, na das klingt ja spannend. Warten wir mal ab, was da auf uns zukommt.

Das kann ich Dir schon sagen, wieso das Zusammenspiel nicht klappt.

Die Mama gibt 110% dafür, daß es dem Zwerg gut geht. Aber sie erkennt zum Beispiel nicht, wenn er einfach nur bockig ist und seinen Kopf durchsetzen will. Das "versaut" nicht nur seinen Charakter, sondern kann auch dauerhaft von einer Person nicht bewältigt werden. Aktuell kann er nur noch schlafen, wenn sie ihn im Arm hält. Da sitzt sie dann jede Nacht neun Stunden aufrecht und versucht selbst zu schlafen. Ich behaupte jetzt mal, daß ich ihm solche Aktionen schon ausgetrieben habe. Wir hatten zwei Machtkämpfe und er weiss, daß es bei mir nicht funktioniert. Aber bei ihr klappt es halt gut und sie ist mal wieder am Ende mit ihren Kräften.

Und sie kann eben nicht tolerieren, daß ich anders bin als sie, daß ich eben die ergänzende Komponente bin. Es muss so gehen, wie sie das meint. Sie ist die Bestimmerin. Wie der Threadtitel auch sagt...

Wenn ich sie mit ihm mit auf den Spielplatz nehmen würde und sie sähe, wie er mal eine Schippe Sand probiert oder einen fremden Schnuller in den Mund stopft, sie wäre kurz vorm Herzinfarkt! (Ich glaube ich nehme sie das nächste mal mit)

Die anderen Dinge sind zu umfangreich zu erklären. Die Zukunft ist halt schwierig abzuschätzen. Sie hat keinerlei soziale Kompetenz, wird er das erben oder kann ich das kompensieren?


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: SpecialD am 06. Juni 2017, 15:16:46
Hi,

ich kann deine Angespanntheit absolut nachvollziehen. Dritte womöglich auch, nur möchte ich dir raten, nicht so wie hier zu argumentieren.
Es schwingt sehr viel Negatives mit, welches den Eindruck erweckt, du möchtest das Kind vor einem Monster beschützen.

Das was du teilweise als Katastrophe beschreibst, könnte in den Augen derer, die etwas zu "melden" haben, als fürsorgliche, besorgte Mutter angesehen werden.

Vielleicht solltest du dich mal hinsetzen und tief durchatmen  :wink:

Ich sagte dir ja schon einmal, dass ich denke, dass unsere Exen beinahe gleich ticken.
Meine schafft es auf wunderbare Weise, sich selbst zu demontieren.

Hat auch "nur" 4 Jahre gedauert... was ich damit sagen will: du brauchst einen verdammt laaaaaaaaaaaaangen Atem  :wink:

Leider wirst du auch mit ansehen müssen, wie sehr das Kind leidet und vor die Hunde geht.
Sei da und versuche so gut wie möglich auszugleichen!

Diese hoch emotionale Kiste geht an keinem spurlos vorbei...

LG D


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 06. Juni 2017, 19:22:01
Leider wirst du auch mit ansehen müssen, wie sehr das Kind leidet und vor die Hunde geht.

Ja siehst Du, genau das kann ich nicht!


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: LucasDaddy am 06. Juni 2017, 20:03:03
Ja siehst Du, genau das kann ich nicht!

Wer kann das schon? Das eigene Kind dem eigenen Kampf - das Kind kann nichts dafür - zu opfern ist schon ziemlich pervers. Leider werden aber viel zu viele Kinderseelen unter zu Hilfenahme des Dogmas "Kindeswohl" während solcher Machtkämpfe für immer zerstört. Am Ende Recht zu haben, scheint manchem jeden Preis wert zu sein.

Sollte mein Sohn mir aus dem 4. Stock eines brennenden Hauses winken, würde ich mich auch nicht erst zwei Stunden lang mit der Feuerwehr über die Rettungsmöglichkeiten streiten, sondern sofort Fakten schaffen. Die gute deutsche Streitkultur scheint dies aber nicht mehr zuzulassen und dann wird sich eben über jeden feuchten Pfurz bis zum obersten Gerichtshof gezofft und das Kind dabei einfach vergessen, Hauptsache man hat Recht.

Einer ist leider immer der looser.....

@Paus: Gut, dass Du das nicht kannst! Manchmal muss man für das Wohl des eigenen Kindes Opfer bringen oder Entscheidungen treffen, die nicht nur dem eigenen Wohl dienen. Bei mir hat zumindest letzteres sich letztendlich ausgezahlt und mein Sohn ist nicht vor die Hunde gegangen sondern glücklicher als je zuvor.

LG,
LD



Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 06. Juni 2017, 20:17:54
Und wie sah Deine Lösung aus?


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: LucasDaddy am 06. Juni 2017, 20:29:57
Hi,

das ist eine sehr, sehr lange Geschichte (leider nicht für jeden zugänglich und eigentlich auch nur lesbar, wenn man gerade sowieso zwei Wochen nichts zu tun hat). Aber ich kann aus meiner Erfahrung sagen, dass es im Sinne des Kindes keinen Sinn macht, wegen jeder gefühlten Ungerechtigkeit einen neuen Kriegsschauplatz aufzumachen. Kinder werden älter und verstehen irgendwann - meiner Erfahrung nach schon recht früh - wer hier der verlässliche und wer der ewig stänkernde Part ist. Da muss man(n) einfach mal die Arschbacken zusammenkneifen und die Klappe halten (können). Solange keine direkte Gefährdung für Leib und Leben von Seiten der, in Deinem Falle KM, für das Kind ausgeht ist das allemal besser.

Meinen Sohn habe ich gefühlt zigmal an die KM verloren, aber ich habe mich nie auf ihr sehr niedriges Niveau herabgelassen und Rechtsverdreher oder gar Gerichte wegen jedem Kinkerlitzchen angerufen. Das tat oft sehr weh, aber heute lebt mein Sohn erneut bei mir und er weiß ganz genau, wer all das, wie z.B. monatelange Kontaktsperren, ertragen hat, um ihn nicht in einen Kampf zu verwickeln, der nie der seine war und den er nie wollte. Er kam freiwllig und ohne das Urteil eines OLG´s oder was auch immer zu mir zurück und wird auch hier bleiben. Seine Seele hat zwar auch gelitten, aber an der Heilung dieser arbeiten wir gemeinsam und es wird stetig besser.

Seine Mutter kämpft weiter, aber gegen Windmühlen. Wünsche ihr immer wieder viel Spaß dabei  :rofl2:

LG,
LD


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Lausebackesmama am 06. Juni 2017, 20:52:09
Zitat
   Die Mama gibt 110% dafür, daß es dem Zwerg gut geht. Aber sie erkennt zum Beispiel nicht, wenn er einfach nur bockig ist und seinen Kopf durchsetzen will. Das "versaut" nicht nur seinen Charakter, sondern kann auch dauerhaft von einer Person nicht bewältigt werden. Aktuell kann er nur noch schlafen, wenn sie ihn im Arm hält. Da sitzt sie dann jede Nacht neun Stunden aufrecht und versucht selbst zu schlafen. Ich behaupte jetzt mal, daß ich ihm solche Aktionen schon ausgetrieben habe. Wir hatten zwei Machtkämpfe und er weiss, daß es bei mir nicht funktioniert. Aber bei ihr klappt es halt gut und sie ist mal wieder am Ende mit ihren Kräften. 

Dein Sohn ist 14 Monate alt. Oder mittlerweile 16 Monate? Tu dir bitte mal den Gefallen und lies in den gängigen Familienforen mit. Deine Frau erzieht bedürfnisorientiert und in diesem Alter wird man argumentieren, dass ein Kind diese Nähe braucht um sich wohl, sicher und gebunden zu fühlen. Und man würde dir erklären, dass dein Weg hart, altersunangemessen ist und ein Kind in diesem Alter nicht mit Berechnung und Manipulation agiert und insbesondere bevor er richtig sprechen kann, seine Bedürfnisse nicht ausdrücken kann.

Ich verspreche dir, mit deiner Sicht auf die Dinge gehst du im Jahr 2017 baden. 1957 hättest du damit vielleicht Erfolg gehabt.

LG LBM


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: SpecialD am 06. Juni 2017, 21:20:51
Hallo!

@Paus: Gut, dass Du das nicht kannst!

Na ja, das stimmt so nicht. Der TO hat die Chance verpasst. Er folgte meinem Rat, behielt das Kind ein und wollte Fakten schaffen.
Er hat dann das Kind wieder, trotz seiner hier dramatisch dargestellten Sorgen / Ängste / Zweifel / Nöte, der Kindesmutter übergeben.

Auch lass dir bitte gesagt sein, dass deine Lösung, lieber LD, nicht auf alle Fälle übertragbar ist.

Meiner Meinung nach sollte sich der TO auf viele Ohnmachtsanfälle vorbereiten.
Vom ersten Post bis dato sehe ich hier leider keine Verbesserung in seinem Agieren.

Sein Ansinnen mag gut sein, die Vorgehensweise ist es leider nicht.

Seine Chance beträgt 8%, möge er die 8% finden...

LG D


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: LucasDaddy am 06. Juni 2017, 21:43:28
Nun denn,

Auch lass dir bitte gesagt sein, dass deine Lösung, lieber LD, nicht auf alle Fälle übertragbar ist.

Das habe ich auch nie behauptet. Nur dass das Kind aus niederen Beweggründen wie Hass, Machtgeilheit und falschem Stolz doch sicherlich vor die Hunde gehen wird, ist so klar wie das Amen in der Kirche. Und wer dies billigend für seinen Kampf in Kauf nimmt, handelt in meinen Augen nicht im Sinne des Kindes.

Nicht mehr und nicht weniger wollte ich sagen.

LG,
LD



Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: SpecialD am 06. Juni 2017, 22:14:39
Nur dass das Kind aus niederen Beweggründen wie Hass, Machtgeilheit und falschem Stolz doch sicherlich vor die Hunde gehen wird, ist so klar wie das Amen in der Kirche. Und wer dies billigend für seinen Kampf in Kauf nimmt, handelt in meinen Augen nicht im Sinne des Kindes.

Aber genau darum geht es doch und eben hast du noch dem TO dazu gratuliert.

Rein theoretisch müsste, ohne jetzt in einer Grundsatzdiskussion abrutschen zu wollen, jeder Vater zum Wohle des Kindes das Kind gehen lassen und darauf hoffen, dass es sich von alleine irgendwann mal wieder meldet.
Es gilt nämlich hier der Grundsatz, das Kind wird durch den Konflikt zerrieben.

Auch wenn man nicht der auslösende Teil ist, so ist man trotzdem Teil des Problems/Konflikts; denn würde es (meist) den Vater nicht geben, hätte die Mutter ja auch kein Problem und somit das Kind auch nicht.

Ich persönlich habe ein riesiges Problem damit, ein von dir beschriebenes Verhalten durch Aufgabe auch noch zu belohnen.

Um zurück zum Thema zu kommen: der TO hat seine Chance mMn verpasst. Er sitzt nun in der Defensive und sollte dementsprechend Kreide fressen.
Ich sehe das Kind nicht in seinem Haushalt. Er kann nur auf großzügigen Umgang hoffen.

LG D


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 06. Juni 2017, 22:44:35
Dein Sohn ist 14 Monate alt. Oder mittlerweile 16 Monate? Tu dir bitte mal den Gefallen und lies in den gängigen Familienforen mit.

Das werde ich ganz bestimmt nicht tun. Seitdem ich mal gelesen habe, daß man ein Kind nicht in die Luft werfen darf, weil sonst das Gehirn im leeren Kopf an die Schädeldecke klatscht und das Kind dann wegen der Gehirnerschütterung lacht, weiss ich um die Kompetenz dieser Online-Supermamis. Da verlasse ich mich lieber auf die Erfahrung von echten Profis, wie Kindergärtnerinnen und Erziehungsberatungsstellen. Die wissen, wann ein Kind wie weit ist und haben schon hunderte groß werden sehen.

Vom ersten Post bis dato sehe ich hier leider keine Verbesserung in seinem Agieren.

Dann freue ich mich drauf, von Dir zu erfahren, wie ich es besser machen könnte!

Rein theoretisch müsste, ohne jetzt in einer Grundsatzdiskussion abrutschen zu wollen, jeder Vater zum Wohle des Kindes das Kind gehen lassen und darauf hoffen, dass es sich von alleine irgendwann mal wieder meldet.
Es gilt nämlich hier der Grundsatz, das Kind wird durch den Konflikt zerrieben.

Genau. Und darum soll im Zweifelsfalle erstmal Papa gehen. Bis ein halbes Jahr später dann Ruhe ist und sein Kind ihn nicht mehr kennt.

Ich sehe das ähnlich unfair, wenn auch ein bißchen kritischer als so einseitig wie viele andere betroffene Väter. Wenn zwei "gleichberechtigte" Elternteile sich um ein Kind zoffen, wer mag da denn die Entscheidung treffen, wohin das Kind gehört? Es gilt doch der Grundsatz, wer ein schlechter Partner ist, muß noch lange kein schlechter Vater sein. Das muss dann doch auch im Umkehrschluss für die Mama gelten.

Eine Mama die den Papa Tag und Nacht anstänkert, schlecht macht usw. ist bestimmt sehr negativ für das Kindeswohl. Entfernt man den Vater, ist das Kindeswohl wieder hergestellt. 1:0 für Mama. Gibt man das Kind stattdessen zum Papa, gilt dasselbe. Also 1:1. Es entscheidet also wieder, wer die stärkere Bindung hat. Und das ist nun mal in einer Vielzahl der Fälle die Mama.

Wenn eine Mutter nach zwei Wochen wieder arbeiten geht und Papa das Kind versorgt, dann wäre ich auch dafür, daß das Kind in so einem Streitfall zum Vater gehört. Aber bei wievielen von uns ist das der Fall?




Zitat
Um zurück zum Thema zu kommen: der TO hat seine Chance mMn verpasst. Er sitzt nun in der Defensive und sollte dementsprechend Kreide fressen.
Ich sehe das Kind nicht in seinem Haushalt. Er kann nur auf großzügigen Umgang hoffen.

So ein Unsinn, wo wäre ich hier in der Defensive? Aktuell stehen wir unter Jugendamtsaufsicht (oder wie man das nennt), es wird endlich mal die Klärung der Erziehungsfähigkeit beider Elternteile angefangen und die aktuelle Regelung, bei dem mein Sohn mit 18 Monaten jeden Tag bei mir ist, kann man ohne Zweifel als hervorragend bezeichnen. Mal ehrlich, "normale" Väter sehen ihr Kind unter der Woche zwei Stunden zwischen Feierabend und Bettgehzeit. Ich sehe meinen drei Stunden. Und am Wochenende gibt es meist einen Ausflug mit der Familie und einen Tag, an dem Papa sich erholt. Ich hab meinen Sohn einen Tag ganz für mich alleine.

Das ich die Chance verpasst habe, meinen Sohn mit der Brechstange zu mir zu holen, ist nicht ganz richtig. Ich habe wohl eher die Chance verschwendet. Mehr Vorbereitung hätte es gebraucht und mehr nachdenken. Es war bei mir eine Panikreaktion, das sollte man auf keinen Fall tun!



Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: LucasDaddy am 06. Juni 2017, 22:46:46
Lieber Daniel,

es geht mir hier weder um Aufgabe noch um irgendwelche Belohnungen. Es geht darum, dass man zum Schutze des eigenen Kindes auch mal etwas mehr tun muss als nur zweckgebunden und ergebnisorientiert temporär Kreide zu fressen. Manchmal muss man loslassen können und daran glauben, dass sich die Dinge zum Guten wenden, auch ohne ewige Streitigkeiten und Kämpfe auf dem Rücken des Kindes. Aber wie gesagt, nur dann wenn keine Gefahr für Leib und Leben besteht und genau diese sehe ich bei Dingen wie "Die Olle hat das Kind zu lange auf dem Arm." oder "Jetzt soll mir auch noch ein Tag meines Urlaubes geklaut werden." eben nicht. Wer so geil auf Anwälte und Gerichte ist, darf sich meiner Meinung nach gerne mit seinen Nachbarn oder wem auch immer anlegen.

Aber lassen wir das. Wir haben hier eben eine andere Meinung und gut ist. Alles andere ist viel "hätte, hätte, Fahrradkette" und ich sehe hier weder Prognosen im Bereich von 8% noch das Kind nicht im Haushalt des TO. Für solche Prognosen und Halbwahrheiten ist es etwas zu früh und wegen eines evtl. Fehlers ist noch lange nicht alles verloren.

Etwas mehr Vertrauen in die eigenen Kinder und etwas mehr Zweifel an der eigenen Rechtschaffenheit schaden nicht wirklich (hierzu den eigenen RA zu befragen allerdings umso mehr).

LG,
LD


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 06. Juni 2017, 23:02:53
nur dann wenn keine Gefahr für Leib und Leben besteht und genau diese sehe ich bei Dingen wie "Die Olle hat das Kind zu lange auf dem Arm." oder "Jetzt soll mir auch noch ein Tag meines Urlaubes geklaut werden."

War das jetzt auf meine Schilderungen bezogen?



Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Tsubame am 06. Juni 2017, 23:03:27
Deine Frau erzieht bedürfnisorientiert und in diesem Alter wird man argumentieren, dass ein Kind diese Nähe braucht um sich wohl, sicher und gebunden zu fühlen. Und man würde dir erklären, dass dein Weg hart, altersunangemessen ist und ein Kind in diesem Alter nicht mit Berechnung und Manipulation agiert und insbesondere bevor er richtig sprechen kann, seine Bedürfnisse nicht ausdrücken kann.

Ich verspreche dir, mit deiner Sicht auf die Dinge gehst du im Jahr 2017 baden. 1957 hättest du damit vielleicht Erfolg gehabt.


Hallo Lausebackesmama,

In diesem Alter auf einen Spielplatz zu gehen, zu den Grosseltern oder in die Krabbelgruppe ist das Natürlichste der Welt und nicht "hart". Es nicht zu tun ist seltsam. Und natürlich wissen Kinder in diesem Alter schon, dass wenn sie bei X schreien, X sofort gelaufen kommt, während Y erst einmal schaut, ob es ein wirkliches Problem (Bedürfnis) gibt oder nicht. Das hat nichts mit 1957 zu tun.
Aber ein Elternteil, welcher tage-, wochen- oder monatelang nicht schläft, weil er nachts mit dem Kind auf dem Arm im Sessel sitzt, ist nicht fähig den Alltag zu bewältigen, weder seinen Alltag noch den des Kindes. Es braucht Hilfe.

Aber der TO wird beim Jugendamt etc. nicht über die Kindesmutter schimpfen (wie letztere es zu machen scheint), sondern sagen, dass sie sich auf ihre Weise um das Kind bemüht und kümmert, dass sie sich aufopfert. Die Aufgaben, welche der Vater dem Kind gegenüber übernimmt, sind aber nicht minder wichtig. Und die Art und Weise wie er das Zusammenspiel zwischen seinem Sohn und sich selbst beschreibt finde ich nicht "hart".

VG,
Tsubame.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: SpecialD am 06. Juni 2017, 23:07:49
Ich sehe meinen drei Stunden. Und am Wochenende gibt es meist einen Ausflug mit der Familie und einen Tag, an dem Papa sich erholt. Ich hab meinen Sohn einen Tag ganz für mich alleine.

Dann bewahre den Status Quo, halte und baue ihn aus!

Ich hatte Sohnemann auch täglich gesehen und auf einmal einen Monat lang nicht mehr, dann nur noch alle 14 Tage mit vielen Umgangsboykotten.
All dies mit höchst richterlichem Segen.

Ein mit Gewalt herbeigeführter IST-Zustand...

Das wünsche ich dir nicht.

Gute Nacht und viel Erfolg.

LG D


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 06. Juni 2017, 23:36:09
Ich hatte Sohnemann auch täglich gesehen und auf einmal einen Monat lang nicht mehr, dann nur noch alle 14 Tage mit vielen Umgangsboykotten.
All dies mit höchst richterlichem Segen.

Ein mit Gewalt herbeigeführter IST-Zustand...


Dann darf ich fragen, was bei Dir dazu geführt hat? Wie alt war das Kind?


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: SpecialD am 07. Juni 2017, 12:52:45
Dann darf ich fragen, was bei Dir dazu geführt hat? Wie alt war das Kind?

Das Kind war etwa 17 Monate alt. Ich sah es jeden Tag nach der Arbeit und zusätzlich am Wochenende.
Irgendwann, nach etwa 4-6 Monaten, bekam ich eine Nachricht, ich könne das Kind nicht mehr sehen.
Begründung: andere Väter sehen ihr Kind ja auch nur alle 14 Tage.

Beim Jugendamt sagte sie, vor der Gerichtsverhandlung (einen Termin gab es noch nicht), dürfte ich den Sohn nicht sehen.
Als der SB des JAs darauf hinwies, dass Vater und Sohn Rechte habe, meinte sie nur kackefrech, das wäre ja nur seine Meinung.

Konsequenzen: keine!

Nicht einmal eine Rüge gab es vom Richter dafür.


ich sehe hier weder Prognosen im Bereich von 8% noch das Kind nicht im Haushalt des TO. Für solche Prognosen und Halbwahrheiten ist es etwas zu früh und wegen eines evtl. Fehlers ist noch lange nicht alles verloren.

92% aller SO-Fälle gehen zugunsten der Mütter aus. Mit dem Zurückbringen zur Mutter hat der TO einem Verbleib des Kindes bei dieser zugestimmt.


LG D


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 07. Juni 2017, 14:54:26
Nicht einmal eine Rüge gab es vom Richter dafür.

Dann sage ich Dir aber ganz ehrlich: Da ist Dein Anwalt nicht unschuldig!

Wenn meine Frau mir von heute auf morgen den Umgang mehr als zwei Tage verweigern würde, wäre meine Anwältin am nächsten Tag vor Gericht und schöße mit allem, was geht.

92% aller SO-Fälle gehen zugunsten der Mütter aus. Mit dem Zurückbringen zur Mutter hat der TO einem Verbleib des Kindes bei dieser zugestimmt.

Ich hab einem Verbleib des Kindes bei uns beiden zugestimmt. Wir leben ja noch nicht getrennt.

Aber im Grundsatz hast Du natürlich absolut Recht. WENN ein Vater sein Kind aus der Wohnung der Mutter nimmt und es dort behält, DANN schafft er in der Tat Fakten. Aber das habe ich (Depp) ja nicht so getan.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: SpecialD am 08. Juni 2017, 00:24:21
Dann sage ich Dir aber ganz ehrlich: Da ist Dein Anwalt nicht unschuldig!

Da ist es wieder, der Punkt an dem du arbeiten solltest.

100.000en von Vätern ist es passiert und du weißt es einfach besser.
Auch habe ich dich nicht im Gerichtssaal gesehen...

Es gibt Anwälte wie Sand am Meer, darunter viele schlechte, allerdings auch viele engagierte.
Wenn der Richter in seiner Meinung festgefahren ist, hilft auch das hier nicht:

Wenn meine Frau mir von heute auf morgen den Umgang mehr als zwei Tage verweigern würde, wäre meine Anwältin am nächsten Tag vor Gericht und schöße mit allem, was geht.

Und dann? Was ist wenn kein einziger Schuss trifft???

Noch einmal: entwickle schon einmal für den Fall der Fälle eine Strategie mit Ohnmachtsanfällen umzugehen.

Ich weiß gerade gar nicht, wo ich ansetzen sollte, dir zu helfen. Du weißt alles besser und hast mehr Erfolg als der Durchschnitt...
Da brauchst du natürlich auch keine Hilfe?!

LG D


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: MJ1977 am 08. Juni 2017, 06:32:34
Dann sage ich Dir aber ganz ehrlich: Da ist Dein Anwalt nicht unschuldig!
Wenn meine Frau mir von heute auf morgen den Umgang mehr als zwei Tage verweigern würde, wäre meine Anwältin am nächsten Tag vor Gericht und schöße mit allem, was geht.

Weißt Du mit was Deine Anwältin schießt, allerhöchstens kann sie bei Gericht persönlich einen Antrag einreichen oder diesen per Fax schicken. Das Gericht nimmt diesen entgegen und schickt Deiner Ex oder deren RA eine Kopie zur Kenntnis. Mehr passiert da GAR nicht. Dann wird erst mal ein Termin gesucht. Ich hab einen Eilantrag gestellt und musste fast 5 Wochen auf die Anhörung warten (ist im übrigen in guten 3,5 Stunden). Nur weil die KM mehr den Zugang nicht völlig versperrt, sehe ich meinen Sohn und konnte weiter Zeit mit ihm verbringen.

Wenn dann erst mal Deine Ex auch einen RA hat, fliegen zur Anhörung immer wieder Gegenanträge und Stellungnahmen hin und her.

Und das mit den Anwälten selber, da muss man auch auf sein Glück vertrauen dass man(n) sich den richtigen raussucht.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 08. Juni 2017, 11:08:34
Ganz ehrlich, ja ich weiss nicht alles. Vielleicht habe ich auch das Glück, daß ich keine Frau habe, die so eine Kämpferin ist und in einer Kleinstadt wohne, in der man nicht in der Anonymität untergeht.

Andererseits sehe ich auch einen Bekannten, der voll in so eine Falle reingetappt ist, Kontaktverbot usw.

Nur eines:

Zitat
Auch habe ich dich nicht im Gerichtssaal gesehen...

Was gibt Dir dann das Recht, mir ständig zu sagen, daß ich mich falsch verhalte?


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Lausebackesmama am 08. Juni 2017, 11:57:06

Was gibt Dir dann das Recht, mir ständig zu sagen, daß ich mich falsch verhalte?

Seine Erfahrung....


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: SpecialD am 08. Juni 2017, 12:01:23
Lieber PausBanderI,

ich möchte dich nur davor warnen, dass du unvorbereitet in eine Situation gerätst, die du unter Umständen selbst herbeigeführt hast.

Hier im Forum hatten bereits viele Väter eine sehr gute Ausgangsposition.
Durch den ständigen Fingerzeig auf das (vermeintliche) Fehlverhalten der Kindesmutter haben sie genau das Gegenteil erreicht.
Das sehe ich ansatzweise bei dir leider auch.

Mal ein krasses Beispiel:

Die KM in einem anderen Fall war nachweislich als unheilbar krank diagnostiziert worden und sollte auf gar keinen Fall mit einem Kind allein gelassen werden.
Es gab sogar eine gerichtliche Zwangseinweisung, die sie aber durch Nachweisen einer eigenen Wohnung und eines Jobs umgehen konnte.

Der KV war berechtigterweise höchst besorgt. Die KM war auch nicht sonderlich klug und kampfeslustig, aber sie hatte Helfer und Helfeshelfer.
Am Ende stand der Vater ohne GSR da, weil er immer wieder auf das Fehlverhalten hinwies.

Ich kenne nicht alle Details bei dir, aber ich an deiner Stelle würde versuchen, aufzuzeigen wie wichtig du als Vater bist und nicht wie schädlich die Mutter ist.
Verlässliche und regelmäßige Umgänge sind wichtig... ich würde die gemeinsame Wohnung kündigen und jeder sucht sich ein eigenes Heim.
So habe ich es gemacht.

Um den Haushalt würde ich mich nicht streiten. Lass ihr wenigstens das Kinderzimmer und wenn möglich die Küche.
Somit hat sie das Wichtigste zum Versorgen des Kindes.

Mit etwas Glück erkennt deine Ex, dass du ihr nichts Böses willst und ihr könnt zum Wohle des Kindes euch gütig einigen.
Mit Hilfe des JAs, wenn nötig. Vermeide alles was zur Deeskalation führen kann.
Wutanfälle und Beleidigungen sollten dich kalt lassen... wenn du das noch nicht kannst, eines Tages wirst du das aber können.

Das ist alles was mir zu deiner hier geschilderten Situation einfällt.

Viel Erfolg!

LG D


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 08. Juni 2017, 12:47:04
Lieber PausBanderI,

Servus :)

Zitat
ich möchte dich nur davor warnen, dass du unvorbereitet in eine Situation gerätst, die du unter Umständen selbst herbeigeführt hast.

Hier im Forum hatten bereits viele Väter eine sehr gute Ausgangsposition.
Durch den ständigen Fingerzeig auf das (vermeintliche) Fehlverhalten der Kindesmutter haben sie genau das Gegenteil erreicht.
Das sehe ich ansatzweise bei dir leider auch.

Ah ok! Jetzt verstehe ich, daß Du mich nicht verstanden hast. Also ich argumentiere natürlich bei Gericht und Co. völlig anders als hier! Natürlich gebe ich solche Aussagen wie "Der Papa darf Dich mit seinem dreckigen Mund nicht küssen" sofort weiter, aber erstmal an die Rechtsanwältin, anstatt in die große Runde. Und "Das Mädel rennt hysterisch hinter ihm her, wischt ihm alle drei Minuten die Finger ab und beschuldigt mich dann, daß er wegen mir einen psychischen Schaden hat, wenn er bei ihren Putzaktionen zu schreien anfängt" verpacke ich auch in "Ich habe versucht, mit ihr gemeinsam Dinge als Eltern mit Kind zu unternehmen, aber das klappt leider nicht, weil sie es nicht zulässt, daß wir auf dem Spielplatz zusammen im Sandkasten spielen können"


Zitat
Mal ein krasses Beispiel:

Die KM in einem anderen Fall war nachweislich als unheilbar krank diagnostiziert worden und sollte auf gar keinen Fall mit einem Kind allein gelassen werden.
Es gab sogar eine gerichtliche Zwangseinweisung, die sie aber durch Nachweisen einer eigenen Wohnung und eines Jobs umgehen konnte.

Der KV war berechtigterweise höchst besorgt. Die KM war auch nicht sonderlich klug und kampfeslustig, aber sie hatte Helfer und Helfeshelfer.
Am Ende stand der Vater ohne GSR da, weil er immer wieder auf das Fehlverhalten hinwies.

Verstehe ich nicht, andererseits habe ich einen Bekannten, der entgegen der Hinweise seines Rechtsanwaltes im Termin (Absatz -> Schienbein) zu jammern angefangen und das Gericht beschuldigt hat, mit dem Jugendamt gegen ihn zu arbeiten. Kam auch nicht gut an...


Zitat
Ich kenne nicht alle Details bei dir, aber ich an deiner Stelle würde versuchen, aufzuzeigen wie wichtig du als Vater bist und nicht wie schädlich die Mutter ist.
Verlässliche und regelmäßige Umgänge sind wichtig... ich würde die gemeinsame Wohnung kündigen und jeder sucht sich ein eigenes Heim.
So habe ich es gemacht.

Das sowieso. Aufgrund der tätlichen Auseinandersetzung ist das jetzt mehr als dringend und auch das Jugendamt klemmt sich jetzt extrem dahinter. Sie will aber erst kündigen, wenn sie eine andere Wohnung hat. Und weil sie so bequem und unmotiviert ist, dauert das...

Die Umgänge sind bei uns (noch) recht locker gehandhabt. Ab und an jammert sie zwar, aber das ist alles nicht substantiiert genug. In den letzten drei Wochen, nach der Eskalation hatte ich frei, habe ich unseren Sohn eigentlich ständig gehabt, während sie zum Arzt rannte, um sich Atteste  zu holen, wie sehr sieder gewalttätige Mann mißhandelt. Es gab nur ein paar kleine Zänkereien, weil sie meinte, ich müsse am Wochenende nicht mit ihm länger weg, weil ich ihn ja unter der Woche ständig hatte.

Zitat
Um den Haushalt würde ich mich nicht streiten. Lass ihr wenigstens das Kinderzimmer und wenn möglich die Küche.
Somit hat sie das Wichtigste zum Versorgen des Kindes.

Dass sowieso. Es geht ja nicht um die Rache für ihre Bosheiten, sondern darum, daß sie halt irgendwann mal spüren soll, daß es so nicht geht und alles Konsequenzen hat. Ich hab das als Kind begriffen, sie halt dann erst mit 40.

Zitat
Mit etwas Glück erkennt deine Ex, dass du ihr nichts Böses willst und ihr könnt zum Wohle des Kindes euch gütig einigen.
Mit Hilfe des JAs, wenn nötig. Vermeide alles was zur Deeskalation führen kann.

Du meinst Eskalation?

Zitat
Wutanfälle und Beleidigungen sollten dich kalt lassen... wenn du das noch nicht kannst, eines Tages wirst du das aber können.

Och, ich habe mich soviel quälen lassen in den letzten Monaten, mich haut nix mehr um. Mir tut sie wirklich leid. Es wird alles irgendwann auf sie zurückfallen. Und dann steht sie vor einem riesigen Scherbenhaufen.

Wie war Deine Anhörung?



Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: SpecialD am 08. Juni 2017, 13:24:32
Ja, meinte Eskalation... wobei das nicht heißen soll, dass du ein Duckmäuschen werden sollst ;)

Meine erste Verhandlung... die ging ungefähr so vonstatten:

KM hat parallel zu meinem UG-Antrag einen Antrag auf Übertragung der alleinigen elterlichen Sorge gestellt.
Grund: ich würde die gesundheitliche Vorsorge nicht beachten.

Der Richter fragte mich, warum ich hier sei. Ich verwies auf meinen Schriftsatz und erklärte es kurz.
Er: "Sie haben das Kind doch gesehen, wo ist das Problem?"

Mit diesem Satz hatte ich nach nur 2 Minuten jegliches Vertrauen in die Justiz verloren.

Nach meiner Erfahrung sind es meist "alte Hasen", bei denen Väter schlecht abschneiden. Das Durchschnittsalter von Richter, Rechtsanwälten, VB und JA, später noch Gutachter, lag um die 60.

Mut machen kann ich aber damit: die letzte Verhandlung war im Vergleich zur ersten beinahe eine Wende um 180°.
Hat auch nur etwa 4 Jahre gedauert ^^

Das Forum war dabei eine große Hilfe.
Nur selten wich ich von den Vorschlägen ab.

LG D



Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 08. Juni 2017, 13:40:33
Ich meinte die heutige Anhörung!

Ich verlasse mich sehr auf meine Anwältin. Warst Du bei Deiner ersten Verhandlung ohne?


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: SpecialD am 08. Juni 2017, 13:48:44
Dann meintest du den User MJ1977  :) :wink:


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: MJ1977 am 08. Juni 2017, 16:22:01
Da Du fragt hijacke ich mal kurz:

Der ganze "Spaß" hat zwei Stunden gedauert und ging am Schluß zu wie auf nem türkischen Basar wo die KM nach und nach Tage zugegeben hat. Inkl. Anhörung eines 3,5 jährigen auf dessen Aussage zwar nicht zwingend aufgebaut werden kann, aber als FamG will man sich wohl nicht die Blöße geben vom OLG evtl. eines auf den Kopf zu bekommen.

Jetzt warte ich die schriftliche Urteilsverkündung ab in der Hoffnung dass ich doch 50/50 und nicht 60/40 bekomme.

Als einziger Mann in dem Saal ist einem schonn mulmig, aber die Richterin und die Beiständin waren fair, die Stellungnahme vom JA kannte ich (SB vom JA hatte Urlaub, deren Aussage hätte auch noch lustig für die KM werden können)


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 19. Juni 2017, 14:09:11
Moment mal, ich muss kurz was verstehen...

Nur mal grundsätzlich: Wenn eine Mutter mit ihrem Kind aus der Wohnung des Kindsvaters ausziehen will und beide das Aufenthaltsbestimmungsrecht haben, benötigt sie dann seine Zustimmung? Konsequent gesagt ja, oder? Umgekehrt natürlich wieder dasselbe.

Lassen wir mal außen vor, was passiert wenn er/sie einfach so auszieht, das ist ja ein ganz anderes Thema. Aber grundsätzlich ist es so?


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Kasper am 19. Juni 2017, 14:19:44
Bei rein theoretischer Betrachtung ist es so, ja.

Aber es hinkt ein wenig ...
Die KM kann grundsätzlich leben wo sie will, und da nach allgemeiner Leseart die KM meist auch Hauptbezugsperson ist, geht das Kind mit. Es gibt genügend Beispiele auch hier im Forum, nach der eine KM es zwar nicht darf, aber es auch nicht sanktioniert wurde, wenn sie es dennoch tat.

Gruß
Kasper


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 19. Juni 2017, 14:50:06
Ja das ist alles klar soweit. Ging hier rein um die "technische" Seite. Ich frage mich nämlich dann, wie ein Urteil aussieht, dass regelt, wer Umgang hat und wer eben der "Chef" ist, wie meine Holde es wohl empfinden würde.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Tsubame am 19. Juni 2017, 17:21:25
Hallo,

Der "Chef" wäre der Elternteil, welcher das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht vor Gericht eingeklagt und erhalten hat. Will Deine Frau also "Chefin"sein, muss sie genau das tun.

Als Teil des Sorgerechts nach § 1627 Bürgerliches Gesetzbuch gehört das Aufenthaltsbestimmungsrecht zur Personensorge. Die Bedeutung des Aufenthaltsbestimmungsrechts besteht darin, den räumlichen Aufenthaltsort für das minderjähriges Kind zu bestimmen. Dazu gehört in erster Linie der dauerhafte gewöhnliche Aufenthalt des Kindes, also der Wohnort und die Wohnung des Kindes. (Ihr seid gerade dabei, gemeinsam die Wohnung des Kindes zu bestimmen.)

Sind beide Eltern sorgeberechtigt, üben sie gemeinsam das Aufenthaltsbestimmungsrecht aus. Das gilt ebenso bei Trennung und Scheidung. (So ist das in Eurem Fall.)

Nur dann, wenn die getrennt lebenden oder geschiedenen Eltern sich über das Recht über die Aufenthaltsbestimmung nicht einigen können, kann jeder Elternteil beim Familiengericht ein alleiniges Aufenthaltsbestimmungsrecht beantragen. Maßstab ist dabei das Kindeswohl. Das gemeinsame Sorgerecht beider Elternteile wird davon jedoch nicht berührt. (So weit seid ihr noch nicht.)
Das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht muss also beantragt werden. Bis dahin bleibt das gemeinsame Recht der Eltern zur Bestimmung des Aufenthalts bestehen.

 Die aufgestellten Behauptungen, das Aufenthaltsbestimmungsrecht
-gehe automatisch auf denjenigen über, der die Kinder nach der Trennung zuerst aufnimmt, oder
-erhalte immer derjenige, bei dem die Kinder längere Zeit ihren Hauptwohnsitz haben, oder
-stünde generell der Mutter zu
sind daher unzutreffend.

Solange ihr Euch einig seid, habt ihr beide das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Und so solltest Du das der Mutter kommunizieren. Es gibt keinen "Chef".
Je mehr Du in den Alltag des Kindes eingebunden bist (Krabbelgruppe, Schwimmen, Übernachtungen etc. ...), desto besser sind die Chancen im Streitfall nicht entsorgt zu werden. So solltest Du, wenn die räumliche Trennung vollzogen ist, sofort darauf achten, dass das Kind auch bei Dir übernachtet.  

Während der Papazeiten bestimmst Du den Aufenthalt des Kindes. Dazu gehören Besuche bei Freunden, Verwandten,, Ausflüge und Kurzurlaube innerhalb von Deutschland, ggf. auch ins das benachbarte europäische Ausland.
VG,
Tsubame


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: MJ1977 am 19. Juni 2017, 17:34:29
Das Problem dass viele BETs dass nicht kapieren. Die stehen viel zu oft auf dem Standpunkt: Lebensmittelpunkt (50+ % Betreuung) bei mir, also ich Chef. Da wird nicht nach ABR gefragt oder Rücksicht genommen und mit vernünftiger Argumentation hat das auch nix zu tun.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Susi64 am 19. Juni 2017, 17:34:59
Hallo,

es geht nicht nur um das Aufenthaltsbestimmungsrecht sondern vorallem um den Lebensmittelpunkt des Kindes. Liegt dieser bei der KM, dann kann sie Fragen des Alltags alleine entscheiden und nur für das Kind wesentliche Entscheidungen bedürfen Deiner Zustimmung.

Auf Umgang sollten sich Eltern selbständig einigen können. Können Sie sich nicht einigen wird das ein Gericht entscheiden. Die Frage nach dem Lebensmittelpunkt kann auch gerichtlich geklärt werden. So, wie Du aber den Fall schilderst, sehe ich den Lebensmittelpunkt des Kindes bei der KM und nicht bei Dir. Sprich Chefin ist die KM (siehe auch MJ1977).
Das hat mit der Frage nach dem Aufenthaltsbestimmungsrecht erst einmal nichts zu tun. Das ABR liegt höher und es gibt keinen Grund einem von euch beiden das ABR abzuerkennen.

VG Susi


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Tsubame am 19. Juni 2017, 19:00:07
Hallo Susi,

Es gibt die gesetzlichen Regelungen und die Art und Weise, wie man sie lebt und damit umgeht.

Natürlich kann die Kindesmutter in ihren Zeiten die Fragen des Alltags alleine entscheiden. Genauso wie der Kindesvater in seinen Zeiten. Deshalb sollte er, wenn er es will, sich so viel wie möglich einbringen, gerade wenn der Lebensmittelpunkt des Kindes  bei der Kindesmutter ist.

Und es gibt natürlich auch Gerichtsurteile, welche genau bestimmen, was für Entscheidungen zur Alltagssorge gehören. Ich hoffe aber, dass es für die beiden nie zu einer gerichtlichen Entscheidung zu diesem Thema kommen wird. Denn da kann es um Fragen gehen wie : "Darf der Vater mit dem Kind zum Frisör ? " bis zu "natürlich kann die Mutter ohne den Vater das Kind in der Montessori-Schule anmelden" und auch" zum Fussballspiel jedes Papawochenende". Oder "die Krabbelgruppe ist schlecht für das Kind". Da wird dann plötzlich alles, was das Kind betrifft, Alltagssorge und von einer Person bestimmt.

Meine Nachricht soll den TO darin bestärken, dass er versucht, von dem "es gibt einen Chef"-Modell wegzukommen, es gar nicht erst zu suggerieren  bzw. die Kindesmutter dahingehend zu überzeugen, dass es beim Elternsein eben keinen Chef gibt, sondern beide Elternteile gleichberechtigt sind.

Ansonsten kann es passieren, dass das Kind bald nichts mehr "darf", wenn es um den Vater geht.
VG,
Tsubame. 





Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 19. Juni 2017, 22:08:52
Na die Überschrift sagt doch schon, daß es sowas wie ein vernünftiges Diskutieren um solche Dinge mit dieser Frau wohl nicht geben wird...

Neben vielen anderen Dingen ist das auch eine große Sorge von mir. Die nächsten 16 Jahre alle naselang vor Gericht zu müssen, weil man mit Madame nicht vernünftig darüber diskutieren kann, welche Schulhefte er einkaufen soll.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: MJ1977 am 19. Juni 2017, 22:12:11
Da kann ich nur sagen willkommen in meiner Welt. Ich bin eine Etappe weiter, aber das ganze artet mittlerweile zum Kleinkrieg von seiten der KM aus. Sie geilt sich mittlerweile an Kleinigkeiten auf, weil sie nix anderes findet.

Ich mache mir aber ähnliche sorgen was meinen Kampf der nächste 15 Jahre betrifft.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 13. August 2017, 12:45:06
Hallo zusammen, nach mittlerweile zwei Monaten will ich ein kurzes Update machen:

Die sozialpädagogische Diagnose ist jetzt beendet und wir warten jetzt auf die weiteren Maßnahmen des Jugendamtes. Von seiten der Anwälte ist Ruhe, auch was den Unterhalt angeht.

Die Pädagogen sehen die Situation mit der Isolation des Kindes und der Einschränkung seiner Entwicklung als genauso kritisch an, wie ich es seit Monaten befürchte. Aber auch die häusliche Situation ist noch dieselbe und die Streitereien wirken sich extrem negativ auf das Kind aus.

Es treten Situationen auf, in denen meine Frau neben mir steht und zähnefletschend auf mich einredet und ich Mühe habe, sie vor Handgreiflichkeiten zu bewahren, während mein Sohn in sein Spieltelefon starrend neben mir sitzt. Was er dabei denkt und wie er sich fühlt, wenn er seine Mama so erlebt, ist ihr dann einfach nur sch...egal. Darauf angesprochen kommt dann natürlich die Standardantwort "Du bist natürlich dran schuld, Du hast alles angefangen" In solchen Situationen könnte ich sie packen und in den Schrank sperren, wenn ich ihn da so sitzen sehe.

Also Tatsache ist, ich muss aus der Wohnung. Bzw. sie. Frage an alle: Kennt ihr solche Situationen, kann da das Jugendamt bei der Wohnungsbeschaffung helfen? Und was, wenn sie sich absolut standhaft weigert, auszuziehen? Denn das ist im Moment der Eindruck: Ich muss ausziehen, aber will eigentlich gar nicht. Gleichzeitig bestätigt sie natürlich, daß ich für sie immer der Böse und der ... bleiben werde. Nunja. Ich kann ja gerade nicht ausziehen, weil mich sonst der gemeinsame Mietvertrag finanziell erdrücken würde. Die Privatinsolvenz wäre unabwendbar, wenn sie es drauf anlegt.



Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Lausebackesmama am 13. August 2017, 12:59:25
Kannst du die Betreuung des Kindes gewährleisten? Ggf. solltest du dich darüber (https://www.haufe.de/recht/familien-erbrecht/gerichtliche-zuweisung-der-wohnung-an-einen-partner-bei-trennung_220_197988.html) mal mit deinem Anwalt beraten. Insbesondere, wenn diese Maßnahme das kranke Verhalten der KM darlegt.

LG


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Kasper am 15. August 2017, 13:09:28
Es treten Situationen auf, in denen meine Frau neben mir steht und zähnefletschend auf mich einredet und ich Mühe habe, sie vor Handgreiflichkeiten zu bewahren, während mein Sohn in sein Spieltelefon starrend neben mir sitzt. Was er dabei denkt und wie er sich fühlt, wenn er seine Mama so erlebt, ist ihr dann einfach nur sch...egal. Darauf angesprochen kommt dann natürlich die Standardantwort "Du bist natürlich dran schuld, Du hast alles angefangen" ...
Ja, kenn ich. Nur zu gut.

Das erste Problem, vor dem Du stehen wirst, ist das Dir kaum einer offen glauben wird, dass die KM gewalttätig ist. Hinter vorgehaltener Hand pflichten sie Dir bei, aber es gilt immer noch das Mantra, dass nur Männer (Väter) gewalttätig sind. Ich kenne diese Szenen auch nur zu gut.

Was kannst du tun?

1) Du darfst auf keinen Fall ausziehen!
Denn greift das Hilfesystem und es wird der KM geholfen, an ihr herum gedoktert und vermutlich wirst Du, weil Du Umgang haben willst bzw. Dich um Dein Kind kümmern möchtest, als Störenfried angesehen.
Du musst als Stütze für das Kind präsent bleiben.

2) Betreuung des Kindes.
Sei überall dabei, nehme Termine war, alle die Du schaffen kannst. Sei präsent in der Erziehung Deines Kindes, übernehme alle Aufgaben um der KM das Leben leicht zu machen. Ich vermute, dass sie es dankbar annehmen wird.

3) Wohnung / Auszug!
Schwierige Kiste. Letztendlich geht es nur über ein Gerichtsverfahren.
Du musst die Zuweisung der ehelichen Wohnung beantragen und dies mit der Gefahr für das Kind begründen. Damit ist es aber noch kein Selbstläufer. Ich bin diesen Weg gegangen und beim Familiengericht wurde keine Gefahr gesehen, selbst das JA hat noch einen Bericht abgegeben, dass „keine Gefahr der Kinder durch die Kindesmutter besteht, da der Kindesvater im Haushalt präsent ist!“. Die Worte des Senatsvorsitzenden beim OLG klingen mir auch nach 6 Jahren immer noch in den Ohre: „mit diesem Wisch kann man sich den  **tsts - ID 6** abwischen…“.
Du wirst es nur hinbekommen, wenn Du die Gefahr für das Kind darlegen kannst und die Betreuung sicherstellen kannst. Weiterhin solltest Du es so darstellen, dass es auch darum geht, der KM zu einem vernünftigen Kontakt zum Kind zu ermöglichen und die Probleme durch einen Umgang zu schmälern. Denn ich denke nicht, dass Du Kindesunterhalt bekommen wirst, also fällt die finanzielle Komponente weg. Aber durch die Entlastung in der Erziehung und Betreuung hilfst Du der KM sich zu regulieren und sich auf die wesentlichen Dinge zu besinnen. Du hilfst ihr also, aus Konfliktsituationen herausgelassen zu werden und vielleicht, wenn sie es selber will, sich therapeutische Hilfe zu suchen. Diese Punkte sind auf lange Sicht die erfolgversprechenden.

Grundsätzlich:
Dies ist ein langer Weg, der schlimmsten Fall über Jahre gehen kann. Weiterhin ist es abhängig davon, wie die Beteiligten ticken und denken (FamG, JA, Verfahrenbeistand, Therapeuten, etc.). Wenn diese pro-KM eingestellt sind, dann kann es in alle Richtungen gehen, selbst dass Du selber als Provokateur dastehst. Sind diese sachlich orientiert, dann glauben die zwar immer noch nicht alles, aber schauen genauer hin und bilden sich ein (eigenes) Urteil und handeln dann entsprechend.

Ein einfacher Weg wird das vermutlich nicht.

Gruß
Kasper


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 17. April 2018, 13:15:28
Hallo zusammen,

nach über einem halben Jahr möchte ich mal wieder ein Update machen.

In den Monaten nach meinem letzten Post wurde der Zustand immer schlimmer. Der Kontakt zu meinem Sohn war zwar geprägt von einer sehr lockeren Haltung der KM, aber der Kleinkrieg dauerte leider an und wurde von Tag zu Tag übler. Im Januar fand sie dann endlich eine Wohnung und plante den Umzug, der zog sich dann aber immer länger hin. Im Februar wurde die Situation dann so unerträglich, daß das Jugendamt einen Schlußstrich ziehen wollte: Entweder KM zieht bis Ende März aus, oder das Kind wird in Obhut genommen, um ihn vor dem Streit der Eltern zu schützen. Unser Sohn sollte mit ausziehen und bei ihr bleiben, mir sollte ein großzügiger Umgang gewährt werden. Ich habe mich mit Händen und Füßen gewehrt, aber stieß auf taube Ohren. Man wollte dann die Eltern getrennt beobachten. Gleichzeitig soll ein Gutachten anlaufen. Gleichzeitig haben wir das ABR beantragt. Die Gegenseite wollte es natürlich auch, der Vater kann das Kind nicht versorgen, er ist selbst schwer krank, hat keine Ahnung, die Mutter stillt noch, das Kind wird traumatisiert und und und.

Etwa eine Woche später kam dann der Tag, an dem alles ganz anders wurde... An einem Freitagmittag klingelte das Telefon: Eine kreischende und jammernde KM, ob ich unseren Sohn von der Krippe abholen kann. Ihr Vater (zu dem sie eine sehr innige Beziehung hatte, besonders seit der Ehe-Krise) ist tot. Ich habe den Hörer aufgelegt, meinen PC ausgemacht und hab im Auto erstmal den Akku meines Handys leer telefoniert: Familienhilfe, Psychologen, Freunde etc. Es gibt Zeiten, da hält man die Schnauze und tut was getan werden muß, egal wie oft einem weh getan wurde - meine Meinung.

Nach einem sehr emotionalen Abend konnten sie dann Freunde und Psychologin doch überzeugen, daß die Idee, mit dem Kind nach Hause zu fliegen und die Beerdigung zu organisieren, keine gute Idee ist. Sie war dann doch damit einverstanden, ohne unseren Sohn zu fliegen. Zwei Tage später stieg sie dann ins Flugzeug und ich war mit dem Filius alleine.

Drei Wochen lang klappte alles sehr gut. Er hat sich extrem positiv entwickelt, ist viel selbstständiger geworden. Die Mama hat sich einmal pro Woche per SMS gemeldet, ob er gut schläft. Ich hab derweil sein Zimmer eingerichtet und die Wohnung war wieder ein Nest für mich. Das Jugendamt schaute zweimal die Woche rein und verfolgte alles mit.

Am Osterwochenende stand sie dann nachts um zehn in der Wohnung. Ignorierte mich, war aggressiv und motzig ohne Ende. Unser Sohn war ab dem nächsten Tag wie ausgewechselt, die Erfolge der letzten Tage waren zunichte gemacht. Ich habe mich sofort wieder an Jugendamt & Co gewandt, am nächsten Tag kam schon die Einladung zum Gespräch, welches aber wegen des straffen Terminplans meiner Holden (...) erst am Folgetag statt fand. Inhalt: Der Zustand der KM wird als sehr kritisch angesehen, die Trennung müsse jetzt sofort vollzogen werden. Wenn die KM am Montagmorgen noch nicht ausgezogen ist, wird das Kind sofort in Obhut genommen. Das Kind hat momentan einen stabilen Lebensmittelpunkt beim Papa und dort sollte er dann auch bleiben. In den letzten Wochen hat sich die Betreuung durch den KV als sehr zuträglich bewiesen und die Bedenken zerstreut, ob das gut gehen würde. Das Jugendamt legte mir danach auch nahe, übers Wochenende erstmal mit unserem Sohn aus der Wohnung zu gehen, um ihn aus der Schußlinie zu halten.

Am Samstag vormittag saß sie noch plaudernd am Telefon, mittags ging dann die Geschäftigkeit los, jetzt ziehe sie um. Ich bin mit dem Kleinen weg, habe ihn zu meinen Eltern gebracht, während sie einer Mitarbeiterin der Familienhilfe vollkommen überzeugte sagte, unser Sohn würde selbstverständlich mit ihr ausziehen. Am Abend dann war sie weg, mit all seinen Sachen. Mir blieben ein paar Windeln und das was er am Leib hatte. Zum Glück haben meine Eltern für ihn noch etwas gekauft, sonst hätte er in meinen Unterhosen schlafen müssen. Die Schlüssel schmiß sie mir wutschnaubend vor die Füße.

Am Montag kam ein Treffen beim Jugendamt, wo sie mal wieder in Gegenwart des Kleinen so giftig wurde, daß die SPFH das Gespräch abgebrochen hat und ihr androhte, sie dürfe das Kind jetzt bis auf weiteres nicht mehr sehen.

Mittwoch war dann die Anhörung wegen des ABR. Mit viel viel Bauchschmerzen seitens SPFH, Jugendamt, Verfahrensbeistand usw. einigten wir uns auf ein Wechselmodell alle 3-4 Tage für den Zeitraum der Begutachtung. Wenn es zu Problemen kommt, wird das Kind sofort zu mir in Obhut genommen. Die KM wird eine dreiwöchige Therapie beginnen und auch noch ein bis zweimal in die Heimat reisen. Währenddessen wohnt der Kleine bei mir. Wir hoffen jetzt alle, daß das so funktioniert.

Das war jetzt mal der Status quo. Drückt mir die Daumen, daß die KM sich irgendwie fängt, so dass es zu einer vernünftigen Lösung kommt.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: Tsubame am 17. April 2018, 14:00:41
Hallo,

Vielen Dank für Deine Nachricht.

Deine Geduld und Dein Engagement haben sich gelohnt. Es hat sich auch gelohnt, dass Du "dem grosszügigen Umgang" nicht zugestimmt hast.

Du hattest immer das Kindeswohl im Blick. Leider brauchten die Behörden wesentlich länger um die Defizite der Kindesmutter richtig einzuschätzen und konsequent zu reagieren.

Ich drücke Dir und dem Kind die Daumen, dass Ruhe einkehrt und Ihr Euer Leben leben könnt. Und der Kindesmutter wünsche ich, dass sie es schafft, auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren.

VG,
Tsubame


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 19. April 2018, 11:38:43
Ja, es hat sich gelohnt. Insbesondere das Ausharren, denn wäre ich früher aus der Wohnung ausgezogen, es hätte sich bis heute nichts getan.

Gestern war der erste Besuch bei der Gutachterin. Der Weg ist also noch nicht ganz zu Ende. Aber der "Papa und Betreuung geht nicht unter einen Hut"-Falle bin ich jetzt zum Glück entkommen!

Ich werde also weiter berichten.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: PausBanderI am 26. Juni 2018, 14:45:30
Wieder gingen zwei Monate ins Land...

Mittlerweile haben wir ein theoretisches Wechselmodell. Die Übergaben liefen zuerst gut, dann immer schlechter. Aktuell werden wir das nur noch in der Krippe machen, sie bringt, ich hole. Es gibt die verschiedensten Gedanken, warum der Kleine immer ein totales Drama macht, wenn ich ihn von ihr hole. Ob und wie sie ihn beeinflusst, weiss ich nicht. Aber Tatsache ist, daß er halt keinen beständigen Kontakt mehr zu ihr hat. Mal drei Wochen Heimaturlaub, dann eine Woche, dann mal drei Wochen Kuraufenthalt. Natürlich macht der bei ihr dann ein Riesendrama, aber wenn er sich umgekehrt von mir verabschiedet, wird sich umgedreht und aus. Da hab ich mir vorher extreme Sorgen gemacht, aber jetzt sehe ich halt auch, daß ich von ihm bis dato nur immer ein paar Tage getrennt war. Drei Tage lang waren das absolute Maximum, sogar bei den jetzigen Wechselmodellabwesenheiten haben wir uns immer wieder getroffen.

Armer kleiner Kerl, aber ich hoffe es wird jetzt im Sommer besser werden.



Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: MJ1977 am 27. Juni 2018, 12:19:16
Servus,

ich kann nur sagen bei uns läuft es ähnlich. Bin auch jedes Mal froh wenn die Übergabe im KiGa erfolgt und nicht bei KM oder mir (wenn KiGa geschlossen oder Kindkrank) vor der Tür, da gibt es auch gerne mal Drama. Auch ob die KM Kind „impft“ oder beeinflusst kann ich nicht sagen, auch wenn die Vermutung naheliegt. Sie hat konsequent gegen das WM gekämpft, wie der Teufel gegen das Weihwasser.

Auch dass Kind sich bei Papa verabschiedet, rumdreht und gut ist kenne ich. Da ja meine KM sich zu Anfang auch ohne zu verabschieden vom Kind aus der Wohnung entschwunden ist und weder Kind noch ich wusste wann sie wieder aufschlägt, hat jemand zu mir gemeint evtl. hat das Kind in Bezug auf KM Verlustängste und klammert deshalb bzw. macht Drama. Papa war immer da also bestand aus Kindersicht hier evtl. keine Gefahr dass Papa verschwindet. Ehrlich gesagt hab ich keinen Schimmer ob da tatsächlich was dran ist, aber ganz unplausibel klingt es nicht. Wenn etwas bei KM nicht rundläuft sind die Väter wahrscheinlich die letzten die davon erfahren, weil nicht sein kann was nicht sein darf.


Titel: Re: Die Eigentümerin meines Sohnes...
Beitrag von: nadda am 28. Juni 2018, 06:01:07
Hi,

diese Verabschiede - Dramen liegen meistens am Elternteil. Meiner Beobachtung nach ist es oft auch gar keine Absicht, aber eine Unsicherheit bei der Mutter. Väter haben prinzipiell fast nie so ein Drama bei Verabschiedungen im Kindergarten. Vermutlich kommt es einfach häufiger vor das Mütter sich nicht gut trennen können.

Kinder die sich bei ihren Eltern absolut sicher sind und wissen das Mama es gut findet wenn sie jetzt in den Kindergarten gehen machen nur sehr selten Drama. Und diese Beobachtungen sind einfach morgens im Kindergarten, keine Trennungssituation!

Bei getrennten Eltern spielen ja bei den Eltern noch viel mehr Emotionen mit rein. Kinder spüren unsere Emotionen auch wenn wir sie vielleicht gar nicht ausdrücken. Das bedeutet dann, dass ein Kind fühlt, wenn Mama es nicht gut findet das es jetzt zum Papa geht und das überträgt sich aufs Kind.

Wenn Mama dann noch zögert bei der Übergabe und nicht konsequent handelt ist das Drama vorprogrammiert.

Perfekt für das Kind ist es wenn beide Eltern das Wechselmodell gut finden. In allen anderen Fällen sind Übergaben an neutraler Stelle ohne den anderen Elternteil die beste Möglichkeit. Einfach weil das Kind dann diese Emotionen nicht mit bekommt und deshalb nicht verunsichert wird. Schlechte Übergaben belasten die Kinder, ganz klar. Auch hier haben wir eine Form von Loyalitätskonflikt, unsere Kinder lieben immer beide Elternteile, wenn ein Elternteil dann mit der Situation nicht einverstanden ist leiden sie darunter.

Also bleibt einem Vater nur ruhig und gelassen zu bleiben in diesen Situationen. Wenn wenigstens einer versucht die Übergabe stressfrei zu gestalten hilft das dem Kind schon mal weiter.

Gute Nerven euch beiden.

LG
Nadda