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Themen => Zweitpartner => Thema gestartet von: Kitefan am 26. April 2015, 11:15:21



Titel: Freundin vs Kind
Beitrag von: Kitefan am 26. April 2015, 11:15:21
Hallo zusammen,

ich hab hier in verschiedenen Bereichen schon so meine Fragen gestellt, doch nun wird es ernst für mich/uns...

Zusammenfassung: Ich 36, Freundin 27, ich seit 09/2012 getrennt, seit 03/2014 geschieden, neue Beziehung seit 9 Monaten. Soweit vorab.

Nun ergibt sich aktuell die Situation, dass meine Freundin und ich uns für eine gemeinsame Zukunft entschieden haben. Dazu gehörte für mich auch das Kennenlernen meines Sohnes (5). Er kann sie ganz gut leiden, sie mag ihn sehr. Die Kindsmutter schießt (das war auch in der Vergangenheit so) etwas quer. Sucht seitdem wieder mehr Kontakt zu mir, den ich aber nicht will. Sie befürchtet den Kontrollverlust über unser Kind, da der Kleine schon seit eh und je ein Papakind ist.

Dadurch, dass die Kindsmutter mittlerweile in neuer Beziehung mit neuem Kind lebt, spielt er dort natürlich nicht mehr die erste Geige. Bei mir ist er natürlich durch die wenige Zeit, die wir miteinander verbringen, seit der Trennung die absolute Nummer Eins, hatte mich in den Papazeiten bisher immer komplett für sich. Dadurch, dass wir in den Papazeiten jetzt sehr oft Zeit mit meiner Freundin verbringen und dadurch so etwas wie ein Familienleben entstanden ist, muss er natürlich auch hier einige Einschränkungen in Kauf nehmen. Es läuft halt nicht alles nach seinen Vorstellungen. Das bekämpft er sehr subtil (er ist hochbegabt), mit Manipulation und dem Verursachen von Schuldgefühlen. Mir ist natürlich klar, dass es im Laufe der Zeit besser wird und dass Konsequenz im Umgang das Wichtigste ist.

Nun kam es allerdings in den letzten Wochen immer wieder mal zu Situationen, in denen er meiner Freundin beweisen wollte, wer hier die Macht hat. Es ging dabei u.a. um den Sitzplatz im Auto, wer schläft in welchem Bett und weitere (auf den ersten Blick) Kleinigkeiten. Meine Freundin ist ein sehr sanfter, freundlicher und rücksichtsvoller Mensch. Nur hat sie mir heute Morgen klar gemacht, dass es in der Form nicht mehr weitergeht. Ich solle mich entscheiden, wer ich sein will: Wochenendpapa mit Sonderrechten für's Kind oder eben Vater mit kleiner "Quasifamilie". Im ersteren Fall will sie in Zukunft nicht mehr dabei sein. Was natürlich für die Zukunft problematisch wird, da wir im nächsten halben Jahr zusammenziehen wollen.

Ich selber empfinde das ein wenig wie eine Erpressung. Ich will mich nicht zwischen Freundin und Sohn entscheiden müssen. Es ist aber nunmal auch so, dass mein Sohn für mich das A und O ist. Unsere Verbindung ist sehr innig, er hängt sehr an mir. Auf der anderen Seite weiß ich aber auch, dass ich ihn etwas mehr in die Schranken weisen muss, um keinen Narzissten heranzuziehen. Diese Situation ist schlimm für mich. Im Grunde hatte ich mich vor der Beziehung zu meiner Freundin eigentlich auf ein dauerhaftes Singleleben aus genau diesen Gründen eingerichtet. Ich dachte, dass es mit meiner Freundin aufgrund ihres Charakters zu dieser Situation nie kommen würde. Jetzt ist sie aber eingetreten und ich bin ziemlich ratlos.

Wie würdet ihr das beurteilen? Stell ich mich da zu sehr an? Oder ist mein Dilemma verständlich?

Gruß, Kitefan


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Beppo am 26. April 2015, 11:47:33
Das ist keine Erpressung, denn sie zwingt dir keine Handlung auf, sondern kündigt dir ihre an, sofern sich nicht etwas ändert.

Und damit hat sie absolut recht.

Sie darf an euren WE nicht die dritte Geige spielen, sondern hat, genau wie du, das Sagen.
Nicht als Ersatzmama, sondern als Hausherrin.

Es kann nicht sein, dass der Lütte hier in einem Machtspiel die Oberhand gewinnt.

Sie hat dabei das Recht, dem Lütten seine Grenzen aufzuzeigen und einen Anspruch gegen dich, dass du ihr da nicht in den Rücken fällst.

Das Kinder ihre Grenzen testen ist normal. Man muss sie dann aber auch klar erkennbar aufzeigen.


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Ingo30 am 26. April 2015, 11:59:00
Moin Kitefan,

dass sich alle Beteiligten auf die neue Situation einstellen müssen, ist doch verständlich. Auch Deiner Partnerin muss klar sein, dass sie halt keinen Mann ohne "Altlasten" ausgesucht hat. Das klingt leichter gesagt als getan. Hier muss die Balance zwischen Familienleben und Zeit für die Partnerschaft gefunden werden.

Zitat
Es läuft halt nicht alles nach seinen Vorstellungen. Das bekämpft er sehr subtil (er ist hochbegabt), mit Manipulation und dem Verursachen von Schuldgefühlen. Mir ist natürlich klar, dass es im Laufe der Zeit besser wird und dass Konsequenz im Umgang das Wichtigste ist.

Jeder von uns findet seine Kinder toll und das ist auch gut so. Wenn ich solche Zeilen lese, würden bei mir aber mal etwas die Erziehungs-Alarmglocken angehen. Es ist wurscht ob Dein Kind "hochbegabt" oder nicht ist. Es muss lernen, sich an Regeln des Miteinanders zu halten. Dazu musst Du auch Deine Freundin mit allen Befugnissen für das Familienleben ausstatten (sprich: Sie setzt die Regeln in Eurem Zusammenleben als Familie gemeinsam mit Dir durch). Daran hapert es nämlich immer schnell. Bei Dir sieht es so aus, als ob nur Du weisst, was gut für Euren Sohn ist. Und das geht aus meiner Sicht nicht.

Zitat
Nun kam es allerdings in den letzten Wochen immer wieder mal zu Situationen, in denen er meiner Freundin beweisen wollte, wer hier die Macht hat. Es ging dabei u.a. um den Sitzplatz im Auto, wer schläft in welchem Bett und weitere (auf den ersten Blick) Kleinigkeiten

Diese Situationen kennt man sonst eigentlich nur von pubertären Teens. Überleg Dir bitte mal, was passiert wenn Du dieses Verhalten eines 5 Jährigen (!) nun unkommentiert weiterlaufen lässt. Richtig: Es geht total in die Hose.
Bei solchen Punkten, die Du beschreibst haben Kinder einfach mal Sendepause und ihr macht die Ansagen. Wie schon Rolf Zuchkowski singt "Mein Platz im Auto ist hinten" wird das sicherlich auch bei Euch so gehandhabt. Ein 5 Jähriges Kind schläft auch in seinem Bett, wenn die eigene Partnerin da ist (und sie kein Verfechterin des Familienbettes oder ähnliches ist). Andere Punkte könnte ihr gerne zusammen als Familie entscheiden. Darin fühlt sicher jeder wohl. Auch der Sohn, dennn Kinder brauchen klare Grenzen.

Zitat
Ich solle mich entscheiden, wer ich sein will: Wochenendpapa mit Sonderrechten für's Kind oder eben Vater mit kleiner "Quasifamilie".

Da hat Deine Partnerin auch Recht mit und es ist nachvollziehbar. Denk auch daran, dass sie mit Ende 20 sicherlich auch noch eigenen Kinderwunsch hat. In diesem Alter bleibt für eine Frau "nicht mehr soviel Zeit". Zieht man noch ca. 2 Jahre fürs eigene Kennenlernen ab, kommt dann schon langsam die Zeit wo man sich für einen Partner festlegen muss, um eine eigene Familie zugründen.
Deshalb musst Du (und auch in ihrem Interesse) abwägen, was Du wirklich möchtest. Wenn Du lieber Singel sein möchtest, musst Du es ihr auch offen kommunizieren.

Gerade wenn es sonst gut läuft bei Euch, solltest Du dich noch mal reflektieren und überlegen, wo Du so in 10 Jahren stehen möchtest. Weiterhin als Singel oder die Zeit als Kleinfamilie genießen, in der auch eindeutige Regeln herrschen, damit jeder sich wohlfühlt . Also in Ruhe - ohne (!) Kind - mit ihr Zusammensetzen und diese Punkte durchsprechen. Gruß Ingo


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Lausebackesmama am 26. April 2015, 14:00:44
 :thumbup: :thumbup: :thumbup: Danke Beppo!

Ich bin ehrlich, Mütter und Väter, die ihre Kinder zur "absoluten Nummer 1" stilisieren, sind mir suspekt. Kinder sind ein Teil des Lebens, ein Teil der Familie. Und es tut Kindern für meine Begriffe nicht gut, wenn man sie auf ein Podest stellt. Schon gar nicht, nur weil man Schuldgefühle hat, dass man ihnen die Vater-Mutter-Kind Familie genommen hat.

Sei mal ehrlich, wären Deine Ex und Du ein Paar geblieben, hättest Du ernsthaft mit einem 5jährigen Pups diskutiert, wo er im Auto sitzt und ob er in Mamas Bett und Mama sonst wo schläft? Sicher nicht. Und genau so solltest Du es mit Deiner Freundin halten. Sicherlich solltest Du den Übergang etwas sensibel gestalten, denn diesen "Fehler" den Krümel auf den Podest zu stellen hat ja nicht er zu verantworten, aber dennoch kann man ihm gewisse Regeln schon klar machen. ZB, dass Du eben abends und morgens in seinem Bett mit ihm noch kuschelst, aber sein Bett sein Bett ist und euer Bett euer Bett. Oder - wenn das für alle drei okay ist, ihr eben gemeinsam morgens im großen Bett liegt. Was ist denn, wenn ihr gemeinsam ein Kind bekommt? Muss das dann "normale" Regeln befolgen und wenn der große Bruder kommt doof zugucken, dass der wie ein kleiner König das Wochenende regiert? Ich finde, Kinder sollten im Wochenendfamilienleben keinen Sonderstatus haben.


Regelt unter euch beiden Erwachsenen eure Vorstellungen und dann vertretet diese gemeinschaftlich dem Kind gegenüber.

LG LBM


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Kitefan am 27. April 2015, 12:49:36
Moin und danke für die Antworten.

Genau das ist das Problem. Es gibt kein eigenes Zimmer und kein eigenes Bett für ihn. Nach der Trennung konnte ich mir nur eine kleine 2-Zimmer-Wohnung leisten, weil mir ein gutes Wohnumfeld mit Natur und Spielmöglichkeiten für den Zwerg wichtig waren (gute Gegend, hohe Mieten). Er schläft also seit der Trennung bei mir im großen Doppelbett, wenn er bei mir ist. Ähnliches gilt für meine Freundin. Sie hat eine komplett offene Wohnung ohne Türen, in der es nur ein Bett gibt. Das wollen wir ja durch das Zusammenziehen in den nächsten Monaten ändern. Dass es nur mit viel Reden und Ausdauer funktionieren wird, ihn ans eigene Zimmer/Bett zu gewöhnen, ist mir klar. Darum ging es aber nicht im Detail.

Mit hochbegabt meine ich, dass er jetzt, mit seinen 5 Jahren, bereits plant und taktiert wie ein Erwachsener. Er ist extrem reflektiert, ich-bezogen und manipulativ in seinem Handeln. Da kommt man nur mit sehr, sehr viel Konsequenz und teilweise auch Härte gegen an (natürlich trotzdem im liebevollen Sinne, ohne Gewalt o.ä.).

Mir ging es aber gar nicht so sehr um das Verhalten meines Sohnes. Das kenne ich und damit kann ich ohne Weiteres umgehen. Mit geht es um die Anspruchshaltung meiner Freundin. Sie hat mich als Mann mit Kind kennengelernt. Wir haben zu Anfang unserer Beziehung lange, sehr lange Gespräche über das Thema Ex und Kind geführt. Sie kommt aus einem kath.-konservativen Umfeld und hatte natürlich so ihre Problemchen mit dem "gebrauchten" Mann. Sie wusste also ziemlich genau, was da auf sie zukommt. Nun aber, wo das eintritt, stellt sie Ansprüche an mich. Und das löst bei mir sofortiges Abwehrverhalten aus. Bei allen meinen Gedanken und Planungen für meine Zukunft habe ich zuerst das Wohl meines Sohnes im Kopf - IMMER. Mich selbst (und damit natürlich auch andere in meinem Umfeld) stelle ich da hinten an. Das weiß sie auch. Mir scheint es in etwa so, als habe sie das zu Anfang nicht so recht glauben wollen und versucht nun ihre Art der "Männererziehung".

Bei mir spielt auch noch rein, dass ich selbst nicht dulde, wenn mir andere Vorschriften machen (das hat der Zwerg also eindeutig von mir). Ihre Forderungen empfinde ich daher als Einschränkungen, gegen die sich alles in mir sträubt. Mein Interesse in diesem Thread war, herauszufinden, ob es vielleicht andere Väter gibt, die in ähnlichen Situationen stecken oder steckten und wie sie damit umgehen.

Man möge mir meine Direktheit verzeihen, aber: um keinen Preis werde ich da einen Rat von einer Frau annehmen.

Gruß, Kitefan


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: achhja am 27. April 2015, 12:58:08
Ich wünsche deiner bisherigen Freundin alles Gute auf ihrem weiteren Lebensweg und einen netten Partner.


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: psoidonuem am 27. April 2015, 13:06:07
Ich höre wohl nicht richtig. Du willst zu dem Thema keinen Rat von einer Frau annehmen? Dann erübrigt sich die ganze Diskussion, denn dann ist es ja ohnehin ausgeschlossen, dass Deine Freundin etwas zu melden hat bei Dir. Und auch ich hoffe, dass sie mehr Glück hat mit ihrem nächsten Mann.


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: midnightwish am 27. April 2015, 13:07:14
Naja, zu deinem Glück haben dir ja als erste 2 Männer geantwortet.

Deiner Freundin wünsche ich, dass sie einen weniger egozentrischen Mann findet, der sein Leben mit ihr wirklich teilt. Auch wenn du von Frauen keinen Rat hören willst, mach mir ihr Schluß, das ist der größte Gefallen ,den du ihr tun kannst. Und dann viel Spaß bei derAufzucht des nächsten Egozentikers ;-)

Tina


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Beppo am 27. April 2015, 13:25:52
@achhja:  :thumbup: :)

Es ist eigentlich völlig egal ob sie sich von dir oder du von ihr trennst.
Eure Beziehung scheint euch, in dieser Situation, beide zu stören.
An dieser Situation etwas ändern kannst nur du.
Dazu bist du nicht bereit.
Also bleibt nur, dass sich derjenige, der die Situation als erster nicht mehr aushält, als erster trennt.

Ich frage mich allerdings, was du von uns in diesem Falle erwartest.
Einen Zaubertrick, wie du deine Freundin in eine devote Sklavin verwandeln kannst, die sich mit dem 3. Rang in eurer WG zufrieden gibt?


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: AnnaSophie am 27. April 2015, 13:50:27
Hallo,

deine Freundin trägt im Moment die Situation so mit wie sie ist. Gut.

In der neuen Wohnung, die eine gemeinsame werden soll, möchte sie sich mit einbringen und auch ihre Regeln, die zu beachten sind. Auch gut.

Nun musst du für dich entscheiden ob du ein Umgangselternteil mit Kind sein möchtest, dass evtl. eine Freundin hat oder nicht.

An ihrer Stelle würde ich das im Moment mit dem zusammenziehen verschieben, einfach um in Ruhe zu klären können wie ein gemeinsames Wohnen aussieht.
Fakti ist: mind. 3 Zimmer, davon eins für Junior, in dem er auch schläft und im Idealfall seine Spielsachen aufbewahrt werden.
Schlafzimmer: Bett für euch beide. Kann Junior nicht schlafen oder ist er krank muss er nicht zwingend mit in euer Bett. Er kann auch auf einer Matratze neben deiner Betthälfte schlafen oder du schläftst bei ihm im Zimmer, wenn es groß genug ist.
Bei der gemeinsamen Wohnung haben beide Erwachsene die gleichen Rechte. Ausnahme: Gestaltung von Juniors Zimmer. Allerdings impliziert das auch, dass er seine Sachen in seinem Zimmer hat und nicht das Wohnzimmer okkupiert.

Wochenendpläne mit Junior werden zu dritt besprochen. Wenn deine Freundin nicht dabei sein möchte, macht ihr es zu zweit, erwartet aber auch kein fertiges Essen wenn ihr wieder kommt.

Sophie


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: ST0RM am 27. April 2015, 14:03:23
Moin,

Wie würdet ihr das beurteilen? Stell ich mich da zu sehr an?
Nein.

Sie hat dich in die Situation gebracht, dich entscheiden zu müssen, obwohl du dich nie entscheiden wolltest.
Also verbieg dich nicht und sag ihr klipp und klar, worauf sie sich bei dir einzustellen hat. Und wenn ihr das nicht passt, dann schieß sie in den Wind.
Ich mach das regelmäßig so, wenn die Mädels anfangen - entgegen ursprünglicher Absprachen - irgendwelche Ansprüche an mich zu stellen.

--
Storm


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Kruemelmonster am 27. April 2015, 14:24:43
Moin Kitefan,

Ich will mich nicht zwischen Freundin und Sohn entscheiden müssen.

Du sollst dich auch nicht zwischen Freundin und Sohn entscheiden. Ich glaube auch nicht, dass deine Freundin eine solche Entscheidung von dir erwartet.
Was du aber tun musst: Du musst für dich entscheiden, welchen Stellenwert du deiner Freundin im Vergleich zu deinem Sohn einräumst. Und das Ergebnis dieser Entscheidung solltest du, der Fairness wegen, auch klar deiner Freundin mitteilen.

Wenn ihr zusammen wohnt müsst als Paar eine Einheit bilden, ihr legt zusammen fest, wie es läuft. Natürlich darf jedes Kind auch Wünsche haben, aber IHR entscheidet, ob sie erfüllt werden. Nicht du alleine.

Eine Beziehung zu einer Frau wird auf Dauer nicht funktionieren, wenn du das Kind höher einstufst als deine Freundin. Nebenbei wäre das für die Entwicklung des Kindes auch nicht gut. Und ein Mann der sich von seinem Kind "bestimmen" lässt, ist auf Dauer sicherlich nicht sehr interessant für die Damenwelt.

Ich liebe meine Tochter über alles, aber wenn ich mich von ihr bestimmen lassen würde, wäre die beste aller Lebensgefährtinnen längst weg. Nur hat sie mir das nie androhen müssen, für mich war immer klar, dass die Paarebene an erster Stelle steht. Das ist auch für die Kinder ein wichtiger, gesunder Lernprozess. Wie sollen sie denn sonst selber später mal glückliche Beziehungen führen.

Dann bedenke noch eins: Jedes Kind geht irgendwann aus dem Haus. Möchtest du dann einsam und alleine leben???

Gruß vom Krümelmonster



Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Schelly am 27. April 2015, 17:59:59
Hatte ich auch mal, als meine "Kleinen" noch klein waren.
Rückblickend jedoch, war es doch ein wenig sonderbar, denn irgendwie wusste niemand so richtig in welche Rolle er gehört. Aber wenn Kind und Beziehung in Konkurrenz zueinander existieren, hast du irgendetwas gehörig falsch gemacht. Da du die Schlüsselfigur in dieser hoffentlich prä-erotischen Dreiecksbeziehung bist, solltest du dir überlegen wohin dich dein Weg führen wird, denn ein Rollentausch zwischen Kind und Frau gefährdet deine Beziehung und macht dein Kind später mal zu keinem glücklichen Erwachsenen.
Wie würdest du dich fühlen, wenn dein Vater eine ähnliche Beziehung zu dir führen würde und deine Mutter in der Rolle deiner Beziehung wäre - ignoriere dabei einfach mal den Altersunterschied.
Du tust weder deinem Kind, deiner Beziehung, noch dir selbst etwas Gutes, wenn du dich in diesem Problem ausklammerst, denn hier geht es lediglich um klare Verbindlichkeiten, die du scheinbar überschreitest. Sicherlich nicht ohne Grund, aber frag dich mal ob deine Mittel zum Zweck führen.


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Ingo30 am 27. April 2015, 18:59:52
Moin Kitefan,

Zitat
Sie wusste also ziemlich genau, was da auf sie zukommt

Auch das ist Blödsinn. Das wissen nur die wenigsten Frauen, selbst wenn sie vorher schon Beziehungen mit Männern incl. "Altlasten" hatten. Und für uns Männer gilt dasselbe. Es hängt viel von der gegenseitigen Toleranz und der eigenen Erfahrungsstufe im Trennungsprozess ab.

Zitat
Man möge mir meine Direktheit verzeihen, aber: um keinen Preis werde ich da einen Rat von einer Frau annehmen.


Und dieser Punkt ist dabei noch der größte Blödsinn schlechthin. Hier im Forum wirst Du immer offene Meinungen finden. Hier kriegen KMs genauso wie KVs ihr "Fett weg", wenn sich Mitglieder an dem Verhalten reiben.
Wenn Du mit einer Frau zusammenleben möchtest (und das vielleicht länger als für eine Nacht) solltest Du den Rat unserer weiblichen Mitglieder genauso objektiv für dein Lagebild nutzen.

Aus meiner Sicht bist Du noch nicht bereit für eine neue Beziehung. Du scheinst auch noch nicht bereit dafür zu sein, den Wert einer kleinen Familie zu schätzen. Das ist auch kein Ding. Aber sei ehrlich zu Deiner Partnerin und sag das es in 2015 damit def. nichts wird.

Auch solltet ihr überlegen, Euren Zusammenzug mit einem Umzug in eine größere Wohnung zu verbinden. Vorher könnt ihr Euch ja langsam aneinander gewöhnen, Du die Konsequenz zum Junior üben und noch mal für Dich reflektieren, ob Du dir überhaupt eine Partnerschaft (incl. Frage nach weiterem Nachwuchs) noch antun möchtest.
Ansonsten:

Zitat
Ihre Forderungen empfinde ich daher als Einschränkungen, gegen die sich alles in mir sträubt
Alte Bundeswehrweißheit: Nacht drüber schlafen. Und ansonsten Beziehung beenden. Ist wirklich fairer für Euch beide (auch für Deine Partnerin). Gruß Ingo


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: mahjoko am 27. April 2015, 21:10:58
Hallo Kitefan,
ja, du stellst dich zu sehr an.
(Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.)
Du willst alles. Das soll recht sein. Sie will dich und klare Absprachen. Das soll nicht recht sein.

Ihr mögen sich bald die Augen öffnen, bzw. ihre Entscheidung gefallen sein. Denn die Augen scheinen ja bereits offen. Auch, wenn dir das gegen dein Selbst geht.

LG, mahjoko


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Kitefan am 03. Mai 2015, 16:30:18
Moin,

Oh ja, super. Genau diese Diskussion hatte ich zu vermeiden versucht. War mir schon klar, dass die Frauen hier nur Verlassen und beenden brüllen. Nur keine Beziehungsarbeit leisten. Schönen Dank.

Wie ich mir eine Partnerin vorstelle: sie hält zu mir und steht hinter mir, da wo ich es zulasse. Manche Dinge regele ich aber alleine. Es ist mein Sohn, nicht ihrer. Ebenso wie escmeine Exfrau ist und nicht ihre.

Meinen Sohn würde ich nicht als "Altlast" bezeichnen, sondern als meinen Sohn. Und Kinder (insbesondere mein eigenes) stehen für mich IMMER an erster Stelle. Weder meine Partnerin noch ich selbst noch sonst irgendwer.

Dass er ein eigenes Zimmer bekommt, wenn wir zusammenziehen, ist selbstverständlich. Und dass in einer gemeinsamen Wohnungunsere Regeln gelten und nicht seine, auch. Was aber so gar nicht sselbstverständlich ist, ist die jetzt eingetretene Situation. Sie scheint das Gefühl zu haben, sie müsse permanent gegen die Exfrau ankämpfen. Sie regt sich über die Sticheleien mehr auf als ich. Und sie will unbedingt die absolute Sicherheit haben, dass die Ex nicht gefühlsmäßig dazwischenfunken kann. Ich frag mich manchmal, was mit Euch Frauen los ist. Müsst ihr unbedingt immer und überall die Finger drin haben? Was soll dieses Führen von Stellvertreterkriegen? Könnt ihr nicht einfach Freundin sein und gut? Wieso müsst ihr ständig demonstrieren, dass ihr besser seid als die Ex? Das nervt...


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: midnightwish am 03. Mai 2015, 16:34:50
Ich weiss, dass du nichts von einer Frau lesen willst. Aber vielleicht beantwortetest du dir mal selsbt die Frage:

Zitat
Wie ich mir eine Partnerin vorstelle: sie hält zu mir und steht hinter mir, da wo ich es zulasse. Manche Dinge regele ich aber alleine. Es ist mein Sohn, nicht ihrer. Ebenso wie escmeine Exfrau ist und nicht ihre.

Ok, das ist etwas was selbstverständlich sein sollte.

Und wo hälst du zu ihr, wo stehst du hinter ihr?

Solange sie nur dann dir zur Seite stehen darf, solange du es zulässt, werdet ihr nie eine Partnerschaft auf Augenhöhe haben. Es gibt Frauen die stehen drauf ihrem Mann ergeben zu sein, es gibt Fauen die möchten eine Partnerschaft. Finde raus zu welcher Sorte deine Freundin gehört.

Tina


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Beppo am 03. Mai 2015, 16:53:46
Und das ist auch meine Meinung als Mann.
Mur mal so als kleiner Hinweis.


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Ingo30 am 03. Mai 2015, 16:54:40
Moin Kite,

nur mal zur Info: Ich unterstütze hier die Meinung unserer weiblichen Mitglieder - weil sie Recht haben. "Verlassen" sollte man dann rufen, wenn man nach eingehender Prüfung feststellt, das die Diskrepanzen im Alltag zu groß sind und das eigene Kompromissverhalten ein Ende findet.

Zitat
Meinen Sohn würde ich nicht als "Altlast" bezeichnen, sondern als meinen Sohn

Das ist schon richtig, Kite. Kein Vater würde seine Kinder als "Altlasten" bezeichnen. Komm einfach mal mit Singelfrauen ins Gespräch und Du wirst diesen "Sprech" sehr oft hören, wenn es um Kinder aus Vorbeziehungen geht (gerade auch bei Internetprofilen auf Dating-Portalen). Du siehst also, dass es große Unterschiede zwischen Deiner Wahrnehmung und der Wahrnehmung der Damenwelt gibt.

Oftmals sehen sich Zweitpartnerinnen auch in Konkurrenz zur Ex-Beziehung und legen deshalb so einen Wert auf Abgrenzung.

Wenn also Deine Partnerin nicht die Ansprüche erfüllen kann, die Du an eine Beziehung stellst, passt es halt nicht optimal bei Euch. Hier liegt es an Dir / Euch zu prüfen, ob Du mit diesen Punkten leben kannst oder nicht. Gruß Ingo


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: ST0RM am 03. Mai 2015, 19:17:09
Moin,

Solange sie nur dann dir zur Seite stehen darf, solange du es zulässt, werdet ihr nie eine Partnerschaft auf Augenhöhe haben. Es gibt Frauen die stehen drauf ihrem Mann ergeben zu sein, es gibt Fauen die möchten eine Partnerschaft. Finde raus zu welcher Sorte deine Freundin gehört.
Das ist doch Quatsch. Zu einer Partnerschaft auf Augenhöhe gehört auch die Akzeptanz der Prioritäten des anderen. Und die hat der Kitefan in Bezug auf seinen Sohn klar vorgegeben - was ich gut verstehen kann. Nur weil er in dieser Frage nicht mit sich reden lässt, heißt das doch nicht, dass ihm seine Freundin nicht in anderen Bereichen zur Seite stehen darf.

Das eigentliche Problem ist aber vielmehr, dass sich die Dame offensichtlich in Dinge eimischt, die sie nichts angehen.
Mich würde das genauso nerven und auf Dauer wäre mir das auch viel zu anstrengend. Das sind Probleme, die kein Mensch braucht.

@Kitefan: Bist du sicher, dass du mit dieser Frau zusammenziehen willst? Bei mir klingeln da alle Alarmglocken...

--
Storm


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: superpapa am 03. Mai 2015, 20:28:07
Moin,

so was
Sie scheint das Gefühl zu haben, sie müsse permanent gegen die Exfrau ankämpfen. Sie regt sich über die Sticheleien mehr auf als ich. Ich frag mich manchmal, was mit Euch Frauen los ist. Müsst ihr unbedingt immer und überall die Finger drin haben?
ist meiner Meinung nach kein frauenspezifisches Verhalten. In meinem Fall ist die Paarebene im Sinne der Beteiligten längst passé. Und trotzdem bin ich mit einem Pendant von Next gestraft, der von einem fiebernden Drang getrieben ist, bei mir in Bezug auf Tochter und Haus größtmöglichen Schaden und Aufwand zu verursachen. Das reicht von Kindsmanipulation bis zu angeblichen Ordnungsverstößen gegen irgendwelche DIN-Normen am Haus.
Nur ist es so, dass der Ernst dieses Menschen nicht immer dem Ernst der Sache entspricht. Die Bezichtigungen des Next wegen dinglicher Verstöße kann ich lächelnd ignorieren. Aber den Manipulationen an der Tochter kann ich kaum entgegenwirken, was mich dann doch belastet.

Wenn Deine jetzige Partnerin sich über Sticheleien der Exe aufregt, ist das einfach nur eine Art Machtkampf mit Gradunterschieden. Alarmierende Gedanken hätte ich dabei erst, wenn die Neue sich dem Kind irgendwie aufzuzwingen beginnt oder zu manipulieren gegen den anderen Elternteil anfängt.   
Das
Es ist mein Sohn, nicht ihrer... steht für mich IMMER an erster Stelle.
trifft auch für mich zu. Und daher würde ich nicht mit jemand zusammenziehen, dessen Charakter Zweifel daran aufkommen lässt, das zu akzeptieren.         


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Lausebackesmama am 03. Mai 2015, 22:29:04
@ Storm: sorry, aber mit der Einstellung sollte man sich bei der Suche nach Unterstützung einen bezahlten Dienstleister suchen und keinen Partner. Oder einen Hund. Den kann man dann ja ins Körbchen schicken, wenn er nervt. Ist ja nett, dass sie ihn unterstützen darf, wenn es ihm in den Kram passt und die Schnauze zu halten hat, wenn es für ihn unbequem wird.

Partnerschaft ist keine Einbahnstraße. Unterstützung annehmen, aber bei Kritik oder unbequemen Wünschen des Partners die Tür zuknallen, das ist einfach unerwachsen und degradiert den Partner. Partnerschaft funktioniert nur mit Kompromissen. Oder aber Mann sucht sich eine unterwürfige Katalogfrau.

Möchte mal den Mann sehen, der wie ein Waschlappen aufs Sofa weicht, weil dss Kind der Freundin seine Vorrechte anmeldet.

LG LBM




Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: ST0RM am 03. Mai 2015, 23:40:59
Moin LBM,

Partnerschaft funktioniert nur mit Kompromissen. Oder aber Mann sucht sich eine unterwürfige Katalogfrau.
Jetzt pack doch mal den östrogen-reaktiven Schnappreflex beiseite und lies nochmal was ich geschrieben habe.
Von genereller Kompromisslosigkeit steht da nix.

Es geht um die Priorität in Bezug auf das eigene Kind. Und die hat der Kitefan (nach eigenen Angaben) von Anfang an klar vorgegeben:
Und Kinder (insbesondere mein eigenes) stehen für mich IMMER an erster Stelle. Weder meine Partnerin noch ich selbst noch sonst irgendwer.
...was ich wie gesagt gut nachvollziehn kann, da sich diese Einstellung mit meiner deckt.

Wenn ein Partner das nicht akzeptieren kann, dann passt es eben nicht und man muss die entsprechenden Schlüsse und Konsequenzen daraus ziehen...
...und kauft sich lieber einen Hund.  :)

--
Storm


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: TotoHH am 04. Mai 2015, 00:36:11
Moin Kite.

Ich möchte zurückkommen auf die Frage am Ende Deines ersten Posts!

Nein,Dein Dilemma ist nicht verständlich
Und ja, Du stellst Dich zu sehr an.

Sei dankbar, dass Deine Freundin Dir klar sagt, was sie von Dir und Deiner Vaterrolle erwartet. Wahrscheinlich mit dem gut gemeinten - und äußerst vernünftigem - Ratschlag, Deinen "Erziehungs"stil ggü. dem kleinen Prinz nachhaltig zu überdenken. Jetzt liegt es an Dir, wenigstens den gutgemeinten Ratschlag dieser Frau anzunehmen. Oder aber eigenverantwortlich eine erwachsene Entscheidung zu treffen.

Gruß, Toto


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Schelly am 04. Mai 2015, 02:16:51
Huiuiui
das wird ja immer interessanter!
"Mein Sohn, meine Ex, meine Neue, meins, meins, meins"
Mal Klartext: die Leibeigenschaft ist schon des längerem Abgeschafft und statt Besitzurkunden agieren wir Menschen inzwischen (meist) in sowas wie zwischenmenschlichen Beziehungen. Diese wiederum basieren auf einem geben und nehmen innerhalb einvernehmlicher Rahmenbedingungen!
Die Verträge mit der Ex scheinen ja in irgendeiner Art aufgekündigt worden sein. Alle Unklarheiten regelt dann Papa-Staat.
Der Junior scheint grade die Vertragsbedingungen mit Papa auszuhandeln und (wenn man sich Kitfans Schilderungen so durchliest) scheint dabei ziemlich taff aufzutrumpfen. Sicher ist es für Vater und Sohn momentan opportun, wenn der Kleine jeden Wunsch erfüllt bekommt. Ob das jedoch für Juniors Entwicklung gut ist, steht auf einem andern Blatt, denn irgendwann stößt er auf Grenzen die jenseits des väterlichen Einflusbereiches liegen und dann ist es zu spät.
Was die "Verträge" mit der neuen Beziehung angeht, so scheint das Problem lediglich in der Konversation zu liegen. Kit hat ja ziemlich deutlich gemacht, das Frauen in seinem Weltbild nichts zu melden haben, sondern sich der Hand des Patriarchen zu beugen haben... Das ist der guten Frau scheinbar einfach nicht bewusst, sonst wäre sie nicht so vorlaut. Oder verstehe ich deine Beiträge da falsch?
Ich persönlich finde es ja gut, dass es Männer wie Kitfan und Storm gibt. Die halten mir devote Singels vom Leib und sind auf der Suche nach interessanten Frauen keine Konkurrenz  :wink:
Was ich mich jedoch frage: wie kommt man auf die Idee solch ein Thema nicht mit der Partnerin, sondern hier im Forum auszubreiten? Oder ist das nur ein Fake?


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Lausebackesmama am 04. Mai 2015, 07:10:28
@ Storm: ah so. Das heißt, die Männer hier haben auch ein Östrogenproblem?

Schön zu wissen, dass es auch Helikopterväter gibt.

Irre Welt!!

LG LBM


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Frieda am 04. Mai 2015, 07:55:16
Hallo,

Was ich mich jedoch frage: wie kommt man auf die Idee solch ein Thema nicht mit der Partnerin, sondern hier im Forum auszubreiten? Oder ist das nur ein Fake?

Wahrscheinlich wollte der TO Tips von anderen Männern in Bezug auf geeignete Strafen und Fußkettenlängen für vorlaute Frauen. Das diskutiert man doch dann nicht mit der Frau selbst aus.  :wink:

Ich glaube nicht, daß das ein Fake ist. Solche Männer gibt wirklich, ich war mit einem verheiratet.

Liebe Grüße

Frieda



Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: TotoHH am 04. Mai 2015, 08:04:27
Na Mädels.  :wink:

mit solchen Antworten bestärkt ihr den TO noch darin, Frauen nicht wirklich ernst zu nehmen.

Ich denke allerdings auch, dass der TO ein Problem hat - weniger aufgrund der Spannungen zw Freundin und Sohnemann. Mehr darin, wie er selbst mit der Frauenwelt umgeht. Seine Einstellung müssen wir hier nicht mit Applaus bedenken, aber es darf durchaus als möglicher Grund (oder Folge?) seiner gescheiterten Beziehung angesehen werden. Darauf können wir ihn hinweisen, eine Wertung/ ein allg. Bashing hilft ihm aber nicht. Wie er nun damit mit Blick auf seine Freundin umgeht, vermag nur er selbst zu entscheiden. Ich hoffe nur, dass der Junge hier ein differenziertes Weltbild entwickelt. Aber mindestens seine Mutter wird dafür sorgen.

Gruß. Toto


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: MontyPython am 04. Mai 2015, 08:58:19
Ich würde da gar nicht so tiefenpsychologisch 'rangehen... Ich habe die ähnliche Situation ja anders herum erlebt: Ich bin zu einer Frau mit kleinem Kind, damals 4, gezogen. Selbstverständlich habe ich akzeptiert, wie die Mutter mit dem Kind umgeht, was es darf und was nicht. Ich musste meine Rolle in dieser Konstellation erstmal finden und dann lief alles bestens.

Wenn ich jetzt eine Frau kennenlernen würde, würde sie wissen, dass ich Kinder habe und ich mit ihnen viel Zeit verbringe. Sie würde wissen, dass das höchste Priorität für mich hat. Wenn sie das nicht akzeptieren kann, ist es die Falsche. In diesem Zusammenhang Kitefan als den Bösewicht darzustellen geht am Thema vorbei. Aber sowas von...


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: United am 04. Mai 2015, 10:00:17
Moin,

In diesem Zusammenhang Kitefan als den Bösewicht darzustellen geht am Thema vorbei. Aber sowas von...
In die Rolle des "Bösewichts" hat Kitefan sich insbesondere durch den Wunsch bugsiert, keine weiblichen Antworten hören zu wollen. Aber sowas von ...

Wenn meine Partnerin zum Kind "nein" sagt, dann ist es meine Aufgabe als Vater, hinter diesem "nein" zu stehen.
Wenn ich das "nein" für unangebracht halte, kläre ich das später mit ihr.
Das galt für mich auch schon zu Zeiten, in denen ich mit der Mutter zusammenlebte.

Kompromisse gehören selbstverständlich zu einer Partnerschaft dazu.
Es gibt aber Dinge, bei denen es keine Kompromisse gibt (ein "bißchen schwanger" geht halt nicht) ...
... und nicht verhandelbare Positionen sollten geklärt sein.

Jeder Trennungsvater weiß, "das Kind bleibt, Frauen gehen" ... das macht die Festlegung nicht verhandelbarer Dinge nicht immer leicht.
Das hat m.E. nichts mit hormonellen Defiziten/Überschüssen zu tun.

Gruß
United


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Beppo am 04. Mai 2015, 10:20:36
Ich würde mich hier auch gar nicht auf eine Schuld oder Unschuld bzw. Gut/Böse Diskussion einlassen.

Nach der Schilderung vom Kitefan scheint es aber unüberbrückbare Differrenzen in der Sicht von ihm und seiner Freundin zu geben.
Das heißt, es gibt 3 Möglichkeiten: Take it, change it or leave it.

Die beiden können sich arrangieren, können versuchen, sich oder den anderen zu ändern oder sich trennen.

Derjenige, der den aktuellen Zustand als erster nicht mehr aushällt, sollte also versuchen eine Änderung herbei zu führen. Bei sich oder beim anderen oder sich trennen. Welcher von beiden das auch immer sein mag.


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: psoidonuem am 04. Mai 2015, 10:27:58

Jetzt pack doch mal den östrogen-reaktiven Schnappreflex beiseite und lies nochmal was ich geschrieben habe.


Nun, Du hast geschrieben...


Also verbieg dich nicht und sag ihr klipp und klar, worauf sie sich bei dir einzustellen hat. Und wenn ihr das nicht passt, dann schieß sie in den Wind.
Ich mach das regelmäßig so, wenn die Mädels anfangen - entgegen ursprünglicher Absprachen - irgendwelche Ansprüche an mich zu stellen.


... was Dich in meinen Augen als Beziehungslegastheniker ausweist.

Was Dich dazu beruft, sich hier als Beziehungratgeber aufzuspielen ist ein Rätsel.


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: ST0RM am 04. Mai 2015, 11:02:31
Moin,

@ Storm: ah so. Das heißt, die Männer hier haben auch ein Östrogenproblem?

Schön zu wissen, dass es auch Helikopterväter gibt.
Ich geb ja zu, dass mein Hinweis auf den "Östrogen-reaktiven Schnappreflex" etwas provozierend war...
...deshalb habe ich für die zickige(n) Reaktion(en) auch durchaus Verständnis.  :)

@psoido: Bist du neuerdings zum "Nice Guy" mutiert? Nun denn... jeder wie er mag...

--
Storm


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Lausebackesmama am 04. Mai 2015, 11:08:56
Zickig sieht anders aus  :wink:

Nee, ich bin ehrlich entsetzt davon, wie sehr manche Eltern ihre Kinder auf ein Podest stellen und finde das unnormal und ungesund.

Mir fehlen dafür Glucken-Gen und Rotorblätter.

LG LBM


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Kitefan am 04. Mai 2015, 11:25:02
Guten Morgen zusammen,

ich glaube, ich muss hier mal einige Dinge wieder geraderücken. Zunächst mal befremdet es mich sehr, wenn ich einige der Antworten lese. Ich hatte hier nach männlichen Meinungen gefragt, weil ich wissen wollte, wie andere Väter mit solchen Situationen umgegangen sind oder umgehen. Da sich nur in den seltensten Fällen (oder gar nie?) Frauen in der Vatersituation wiederfinden, hatte ich die Damenwelt gebeten, sich der Antwort zu enthalten. Zum einen, damit das hier für mich nicht unübersichtlich wird, zum anderen, weil ich eben genau diese Grabenkriege nicht wollte.

Zur Klarstellung: ein Mann, der seine Position vertritt, ist kein Macho. Wer das miteinander verwechselt, der ist irgendwo stehengeblieben.

Auf die einzelnen Kommentare gehe ich der Reihe nach ein:

Tina: ich stehe dort hinter meiner Freundin, wo sie nach meiner Unterstützung fragt. Ich werde aber den Teufel tun und ihr meine "Hilfe" dort aufdrängen, wo sie ganz klar allein zurecht kommt. Sie ist ein erwachsener und kluger Mensch und entscheidet höchstselbst, wann sie Hilfe benötigt. Umgekehrt erwarte ich das auch. Wir leben auf Augenhöhe miteinander.

Beppo: siehe Tina.

Ingo: Ich grenze mich da sehr deutlich ab. Der Kontakt zur Exfrau beschränkt sich auf die notwendig zu regelnden Dinge. Meine Freundin allerdings denkt mehr über sie nach als ich. Das macht mir Sorgen. Ich will nicht, dass sie sich so da rein hängt. Denn es ist unnötig und belastet unsere Beziehung. Zumindest in meinem Weltbild steht meine Freundin in keiner Konkurrenz. Ich vergleiche die beiden nie miteinander. Sie ist ein völlig anderer Mensch und darüber freue ich mich.

Storm: bei mir klingelt's da nicht. Ich gestehe ihr ja durchaus zu, dass sie eine Meinung zur Situation hat, ich freue mich auch über ihre Ideen und Anregungen. Letztendlich bin aber ich derjenige, der die Entscheidung zu treffen hat und mit den daraus entstehenden Konsequenzen umgehen muss. Und da müssen wir uns noch finden.

Superpapa: Sie drängt sich nicht auf, im Gegenteil. Sie geht sehr geschmackvoll mit ihm um und ich freu mich darüber. Das macht sie wirklich gut. Das Verhalten der Exfrau ist in meinen Augen jetzt nicht sooo dramatisch. Aber sie weiß halt, womit sie mich treffen kann. Geschieht etwas, das ihrer Meinung nach nicht richtig ist, dann schafft sie es dafür zu sorgen, dass z.B. der Umgang nicht möglich wird, wir umplanen müssen oder ich den Kleinen eben nicht sehen kann. Das regt mich in den jeweiligen Momenten natürlich auf und bringt meine Freundin dazu, sich ebenso aufzuregen. Das kann ich verstehen, nur beschäftigt sie sich anschließend länger und intensiver damit als ich. Und das sorgt dann auch bei mir für eine unnötige Unruhe.

Lausebackesmama: niemand knallt bei uns Türen zu. Wir diskutieren darüber. Und es geht auch nicht um Kritik, die kann ich sehr wohl annehmen, wenn ich sie für berechtigt halte. Aber die Erwartungshaltung, die Paarebene über das Vater-Kind-Verhältnis zu stellen, die bereitet mir Schwierigkeiten. Das meinte ich auch. Ich will mich nicht entscheiden müssen, ich will ein Miteinander, so etwa wie eine Patchworkfamilie, bei der das Kind (mein Sohn) eben nicht immer da ist.

TotoHH: Und genau das ist der Knackpunkt. Ich mag es nicht, wenn andere mir in die Erziehung meines Sohnes reinreden. Und Erwartungshaltungen, was meine Vaterrolle angeht, hat niemand an mich zu haben außer meinem Sohn und die Exfrau. Denn sie und ich sind verantwortlich für die Erziehung des Kindes, sonst niemand. Meine Freundin ist da auch nicht so.  Dass sie aber durchaus mit mir zusammen die Regeln aufstellt, die für das Verhalten meines Sohnes in unserem Haushalt gelten, ist eine Selbstverständlichkeit.

Schelly: dieses Gequatsche von Leibeigenschaft und Unterdrückung und Verträgen geht mir mächtig auf den Keks. Ich schließe keine Verträge mit meiner Partnerin. Ebenso wie es keinen Vertrag mit der Exfrau gab. Es gab am Anfang ein Miteinander und später ein Ohneeinander. Und ja, die Regelung der daraus entstandenen Folgen obliegt mir, zumindest für meinen Lebensbereich. Da sind wir einer Meinung. Der Kleine ist sehr fordernd, weil sich in seinem Lebensbereich sehr viel verändert. Er sucht seinen Platz, den ich ihm zuweise. Das ist Erziehung. Dass es da Kämpfe und Bissigkeiten gibt ist völlig normal. Wird in der Pubertät noch mal wiederkommen, dem sehe ich mich aber gewachsen. Auf den Rest gehe ich nicht ein, das ist nur noch provozierendes Gepöbel. Eins allerdings: ich hatte mir hier Ideen von anderen Männern erhofft, die in der gleichen Situation stecken und wollte hören, wie sie damit umgehen. Wenn Du nichts dazu beizutragen hast, denn troll woanders.

Frieda: Gleiches gilt für Dich. Was sind denn "solche Männer"? Alles Machoschweine, wenn sie sich dem weiblichen Willen nicht widerstandslos beugen? Erklär das mal genauer bitte.

TotoHH nochmal: nichts zusammenreimen bitte. Entweder meine anderen Posts lesen oder das hier: ich habe die Exfrau damals verlassen, weil sie sich zu einem Menschen entwickelt hat, mit dem ich keine Gemeinsamkeiten mehr hatte. Das hab ich ihr damals auch so gesagt und sie nimmt es mir bis heute übel. Sie hätte lieber gehabt, dass ich sie für eine andere Frau verlasse. Dass ich gegangen bin, weil ich sie einfach nicht mehr wollte, hat sie bis heute nicht verstanden und auch nicht akzeptieren können.

MonthyPython: das erlebe ich leider allzu oft, wenn ich von meiner Situation erzähle. Es wird gewertet und abgeurteilt. Ich bin dann der Böse, weil ich die Exfrau mit dem Kind allein gelassen habe (was nicht stimmt), weil ich mich nicht in den Umgangsplan der Exfrau füge, weil ich seitdem nicht ergeben in Unterhaltsknechtschaft dahinvegetiere, weil ich mich nicht für den Rest des Lebens in Enthaltsamkeit übe etc. Ich bin dagegen rausgegangen, habe mein Leben weitergelebt und, obwohl nicht gesucht, eine neue Frau gefunden, mit der ich bereit wäre, den Rest meines Lebens zu verbringen. Das wird leider von Seiten der Exfrau und ihrer Familie nicht geduldet, und daher kommen auch die Sticheleien (beide Eltern Sozialpädagogen mit langer Berufserfahrung, Schwester studiert soziale Arbeit, beste Freundin ist Grundschullehrerin). Das Beste Umfeld also, um mir möglichst viele Probleme zu bereiten, ohne dass sie auf den ersten Blick als Schuldige erkennbar ist. Damit lebe ich nun seit drei Jahren und meine Freundin bekommt erst nach und nach mit, welches Brett es da zu bohren gilt. Sie (meine Freundin) aber stellt sich der Herausforderung. Dass sie dabei manchmal über's Ziel hinausschießt, ist halt nicht zu vermeiden. Daher hatte ich hier auch die Frage gestellt: wie damit umgehen? Weil in dieser Situation vorher noch nie war. Dass es da wieder zu so einem Shitstorm kommt, hab ich ehrlich gesagt nicht erwartet. Oder vielleicht nicht erhofft...

Schade drum, aber die Diskussion ist wohl (wie so oft) völlig ausgeufert. Meine Ursprungsfrage aber bleibt: Gibt es Väter, die in einer ähnlichen Situation waren oder sind und welche Lösungen habt ihr für euch gefunden? Ein paar Ansätze gab es ja schon, aber ich bin nicht der Typ, der sofort hinschmeißt, wenn die Partnerin konträrer Meinung ist. Daher würde ich mich über praktisch Nutzbare Ideen freuen. Dank Euch.

Gruß, Kitefan

P.S.: die Bezeichnung Helikoptervater empfinde ich übrigens nicht als Beleidung, sondern als Kompliment. Es mag Menschen geben, die ihre Kinder mit Frühförderung, dem Beseitigen aller Hindernisse und Ähnlichem überbehüten. Zu denen gehöre ich keinesfalls. Aber ich halte es für unabdingbar, mein Kind mit Liebe für das Leben zu impfen und ihm das nötige Selbstvertrauen zu geben durch das Wissen, dass sein Vater IMMER mit breiter Brust hinter ihm steht und ihn fängt, wenn er fällt. Mir ist klar, dass durch das Buch von Josef Kraus vieeel Diskussion entstanden ist. Wer allerdings Eltern, die sich für ihre Kinder einsetzen, als schlecht bezeichnet, der hat wohl den Schuss nicht gehört.


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Frieda am 04. Mai 2015, 12:12:07
Hallo Kitefan,

die Kommentare, die Du bemängelst, darunter auch meiner, sind entstanden, weil Dein Anliegen nicht klar wurde und Du ziemlich brüsk und ohne Erklärung Dinge geschrieben hast, die, wie Du lesen konntest, auch einigen männlichen Usern aufgestoßen sind.

Nachdem Du Dir dankenswerterweise die Mühe gemacht hast, Dich nochmal näher zu erklären, wird Deine Haltung auch klarer und zumindest für mich besser verständlich.

Zu Deiner Frage an mich:
 
Was sind denn "solche Männer"? Alles Machoschweine, wenn sie sich dem weiblichen Willen nicht widerstandslos beugen? Erklär das mal genauer bitte.

Und schon wieder sind wir in diesem Teufelskreis des Nicht-Verstehen(wollen)s.

Mein Ex hat den Spruch: "Wenn die Frau im Wohnzimmer sitzt, ist die Kette zu kurz" als Lebensphilosophie hergenommen. Deshalb bin ich auch nicht mehr seine Frau. Ich bin schon einigen Männern begegnet, die dieses Weltbild teilen. Aufgrund Deiner Statements habe ich Dich fälschlicherweise dazugezählt. Und aus guten Gründen reagiere ich auf derlei Sprüche etwas allergisch und manchmal auch über.

Männer, die sich jedem weiblichen Willen widerstandslos beugen, gibt es auch. Halte ich für ebenso ungut wie das andere Extrem.

Ich hoffe, wir konnten jetzt alle Unklarheiten beseitigen.



Liebe Grüße

Frieda


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: gardo am 04. Mai 2015, 12:24:57
Müßte der Spruch nicht "Wenn die Frau im Wohnzimmer sitzt, ist die Kette zu lang" heissen?

Gruss,
gardo


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: peter68 am 04. Mai 2015, 14:57:41
Hallo zusammen,
Zitat
Müßte der Spruch nicht "Wenn die Frau im Wohnzimmer sitzt, ist die Kette zu lang" heissen
wozu soll das gut sein?
Zitat
Meine Ursprungsfrage aber bleibt: Gibt es Väter, die in einer ähnlichen Situation waren oder sind und welche Lösungen habt ihr für euch gefunden

Ich glaub darum geht es doch hier.
Um auf die Frage und das Thema zurück zu kommen: ja ich war und bin in einer ähnlichen Situation. Ich habe meine beiden Kinder regelmäßig alle zwei Wochen und immer die halben Ferien. Sie leben 300 km entfernt von mir. Da ich mich auch nach Jahren immer noch auch regelmäßig bei den Lehrern blicken lasse und Veranstaltungen (Reitturniere u.ä.) am Wohnort der Kinder besuche (sie freuen sich sehr darüber), ist die Zeit für meine Freundin hin und wieder begrenzt. Wir leben in 2 Wohnungen und so wird es wohl auch bleiben. Auch ich kann es nicht gut vertragen wenn meine Freundin versucht meine Kinder zu erziehen. Sie hat selbst auch ein Kind. Ich halte mich da auch sehr mit Erziehungsversuchen zurück. Wenn sie mich fragt unterstütze ich sehr gern. Und wenn ich ein Problem mit den Kindern habe bin ich auch sehr froh, wenn ich meine Freundin um Rat fragen kann. Wir haben bei einigen Punkten ziemlich unterschiedliche Auffassungen. Ich bin eher relaxter und sie meiner Meinung nach sehr streng.
Wir waren vor einem Jahr auch an dem Punkt wo es nicht weiter ging, Zusammenziehen ja oder nein, wie verhalten wir uns gegenüber den Kindern usw usw...
Wir haben uns für unseren jetzigen Lebensstil zusammen entschieden. Mit allen Vor - und Nachteilen. Das muss nicht jedem gefallen und das muss auch nicht jeder verstehen. Aber auf einen andere Art kann ich mir zur Zeit eine Beziehung nicht vorstellen.

Ich war jetzt lange nicht mehr auf dieser Seite, vor Jahren habe ich hier sehr viel Hilfe erhalten und bin den damaligen "Helfern" sehr dankbar. Damals wurde allerdings weniger verurteilt und mehr auf die Fragen der jeweiligen TO´s geantwortet. Wem es nicht passt was er gelesen hat, der Hat halt nicht geantwortet. Die Antworten waren nicht immer das was man hören wollte (Beispielsweise von Brille  :wink:)  aber meistens sehr hilfreich.

Viele Grüße an alle
Peter


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Schelly am 04. Mai 2015, 16:57:19
Hallo Kitefan. Dank Google weiß ich nun auch, das dein Name kein Rechtschreibfehler ist, sondern es sich um Windsurfen mit Lenkdrachen dreht. Was es nicht alles gibt? Also verzeih bitte dass ich dich falsch angesprochen habe. So viel der Höflichkeitsrituale. Zum Thema:
Ich schließe mich Frieda an, denn es war wirklich nötig, dass du ein paar Dinge ins richtige Licht stellst.
Ja, ich war teilweise schon mehrfach in einer ähnlichen Situation wie du. Nur ohne die Exfrau, die sich gegen jeden Kontakt zu ihren Kindern entschieden hatte, dafür gleich zwei Jungs und ein Mädchen und alle drei sind inzwischen mehr oder weniger aus der Pubertät raus, hoff ich zumindest. Meine Exfrau, meldet sich inzwischen und nach etwa zwölf Jahren wieder mit Postkarten zu Festtagen bei unseren Kindern, aber das ist eine Geschichte, die in ein völlig anderes Thema gehört... Hierher gehört, dass ich von Anfang an erzieherisch enge Grenzen gesetzt habe und meine Kinder sich weitere Freiheiten, Spielräume und so weiter mit guten Argumenten und erarbeitetem Vertrauen verdienen dürften/mussten (davon sollten sie nie erfahren, sonst bekomme ich Ärger). Wie du sicher raushörst, haben sie diese Herausforderung prima gemeistert und haben sich zu ein paar starken jungen Persönlichkeiten entwickelt. Das macht mir mein Leben nicht immer einfach, aber es macht mich verdammt stolz und ich weiß dass ich mich immer darauf verlassen kann, dass sie mir jede Sünde beichten und sich auch umgekehrt auf mich verlassen können. Die typischen Fälle in denen eine meiner Beziehungen zu Problemen führte, waren Frauen die in die Rolle der bösen Stiefmutter traten und Erziehung mit willkürlicher Disziplinierung verwechselten. Auch Eifersüchteleien meiner Kinder gegenüber meinen Partnerinnen gab es. So etwas ist völlig normal.
Du hast in meinen Beiträgen sicher schon herausgehört dass dies eine Grenze ist, die gegenüber meiner Bande nie gefallen ist. Es gibt Bereiche des Zusammenlebens für Paare und andere Für die Familie. Selbst bei den schlimmsten Hausdrachen die ich zeitweise mit ins Haus brachte war klar wer Partner und wer Kind ist und das ohne jeden Spielraum. Zum Beispiel ist der Platz an meiner Seite (beim Spazierengehen, im Auto, im Bett, beim Essen, also überall) der meiner Partnerin. Aber auch wenn diese physische und gefühlsmäßige Platzierung jetzt so klingt als ob meine Kinder zu kurz kamen, gab es auch die anderen Bereiche in denen es umgekehrt ist. Niemand steht zwischen meinen Kindern und mir und sei das Engagement noch so groß und motiviert.
Lieber Kitefan, auch du spielst in zwei Teams. Du bist Vater und du bist Partner. Wenn du alles richtig machst, wird daraus irgendwann einmal ein Team aber dazu müssen die Spielregeln klar sein. Dumm nur, dass du keinerlei Chancen hast diese Spielregeln einfach selbst aufzustellen (das leben könnte so einfach sein). Auf der einen Seite musst du diese mit deiner Beziehung entwickeln, auf der anderen Entwickelt sich die nächsten Jahre (noch mehr als bereits jetzt) ein weiterer Verhandlungspartner (dein Sohn). Entschuldige bitte, dass ich dies in meinem letzten Beitrag "Verträge" nannte, aber ich finde den Vergleich noch immer gut.
Als Fazit empfehle ich dir, dich drei Fragen zu stellen die dir dein Leben vereinfachen könnten
- tust du deinem Junior wirklich etwas gutes, wenn Papa für ihn jede Grenze einreißt (du nimmst es bestimmt nicht so wahr und streitest es auch direkt ab, aber wie aus deinen Texten hervorkommt bist du, wie jeder Geschiedene, in einem Stereotyp gefangen und blind)?
- geht es deiner Partnerin mehr darum sich gegen dein Kind zu behaupten, oder bereichert sie dich mit ihrer Kritik, wenn du selbst (und das ist völlig normal) zu unüberlegt reagierst?
- kannst du dir vorstellen das es bei deinem Anliegen gar nicht um eine Geschlechterfrage handelt? Wenn ich mir manche Beiträge hier durchlese, könnte die eine oder andere Frau dir sehr gute Tips geben, denn einerseits ist deine Situation auch mit vertauschten Geschlechtern durchaus möglich und andererseits haben manche Frauen nicht nur Östrogen, sondern auch die Empathie sich in dein Anliegen zu versetzen und dir die "weibliche Seite" zu erklären, die ja durch deine Beziehung auch eine Rolle spielt.
Wenn du richtig viel Glück hast, kannst du meine drei Fragen so beantworten, dass deine fordernde Partnerin eigentlich nur eine starke Persönlichkeit ist die dich auch dann (langfristig) unterstützt, wenn es dir und deinem Junior im Moment zu unbequem ist (klar ist man Super-Papa wenn man die Kleinen ihren Willen bekommen und man fühlt sich wohl wenn sie einen dafür loben, aber dafür gibt es Servicekräfte und nicht Eltern). Wenn dies zutrifft, sieh sie als Bereicherung für dich und deinen Sohn und Versuch dies als Chance zu sehen und lass dir von ihr selbst das "warum" erklären (das kannst du und wir hier nur mutmaßen).
Im schlimmsten Fall hast du dir jedoch Disneys böse Stiefmutter angelacht, die ihrem Vorteil bedacht versucht das Kind aus deinem Leben zu entfremden (danach klingt es nicht, aber auch das können wir hier nur schwer beurteilen). In diesem Fall Carpe Diem, aber keine langfristigen Pläne machen!
Wenn du dir unsicher bist, wie steht es mit deiner Familie und deinen Freunden? Wenn das Bild von euch dreien verschwimmt, frag doch mal nach was andere Menschen sehen denen du vertraust!
Und wenn du weißt dass deine Beziehung wirklich ein Partner ist (falls dem so ist), dann nimm die gute Frau auch als Partnerin (nicht nur dann wenn du es grade zulassen kannst) und freu dich darüber, dass es eigentlich nur ein Wohlstandsproblemchen ist. So ein Thema gehört dann bei nem guten Wein vor dem Kamin besprochen, aber doch nicht bei uns, denn wie du mitbekommen hast können wir nicht anders als dich aus der Anonymität zu verstehen versuchen und zwischen deinen Zeilen Hintergedanken herauszulesen.

Also: nichts für ungut und beste Wünsche!


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Lausebackesmama am 04. Mai 2015, 17:04:44
Ein toller, empathischer Beitrag!  :thumbup: Danke!

LG LBM


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Frieda am 04. Mai 2015, 22:11:22
Hallo,

Müßte der Spruch nicht "Wenn die Frau im Wohnzimmer sitzt, ist die Kette zu lang" heissen?

Gruss,
gardo

Ja, muß es, ich war wohl noch nicht ganz wach heute morgen, sorry.  :redhead:

Liebe Grüße

Frieda



Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: nadda am 07. Mai 2015, 14:51:44
Hi,

ja ich bin weiblich, aber vielleicht hilft es ja doch das ganze aus dieser Sicht anzusehen?
Ich war in der Rolle deiner Freundin. Und das ist eine schwere Rolle, ganz ehrlich niemand macht immer alles richtig und wir reden hier von einem Lebensbereich in dem furchbar viele Gefühle in uns rumschwirren.

Es ist gut, dass sie dir sagt das es so für sie nicht ok ist. Nur so habt ihr gemeinsam (und die Idee mit dem Glas Wein ist gut) die Möglichkeit in Ruhe drüber zu reden.
Tja ich habe mit meinem Mann auch drüber geredet und festgestellt das das was ich ihm sage ihn sehr schnell verletzt obwohl ich das so gar nicht wollte. Und ich habe gemerkt wie schwer es ist über so ein Thema zu reden und dem anderen begreiflich zu machen was man wirklich will.

Wenn ihr also weiter eine Beziehung haben wollt, dann ist jetzt der Zeitpunkt gemeinsam drüber zu reden, vielleicht auch mehr als einmal, unter Umständen auch mit Mediator. Wir haben das damals gemacht und ich habe erst durch diesen Mediator kapiert was mein Mann da meint - wir haben einfach schlicht und ergreifend oft aneinander vorbeigeredet. Er konnte meine Gefühle nicht wirklich nachvollziehen und ich hab mich da nicht so wahrgenommen gefühlt wie ich es gerne gewollt hätte.

Es geht hier auch nicht um die Entscheidung Freundin oder Kind, die Frage ist wie schafft ihres alle gemeinsam eine Lösung zu finden die Zukunftsfähig ist.

LG
Nadda


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: ST0RM am 07. Mai 2015, 22:57:58
Moin Kitesurfer,

hier nochmal mein (etwas ausführlicherer) Senf zu deiner Frage.
Ich muss allerdings erstmal etwas ausholen.

Auch ich hatte mich nach dem Ende meiner Ehe dauerhaft als Single eingerichtet.
Die Gründe dafür kann man hier (http://www.vatersein.de/Forum-topic-28315-start-msg325022.html#msg325022) (noch unter anderem Pseudonym unterwegs) nachlesen.

Wie es dann so oft kommt, ergab sich aber eben doch die ein oder andere (lockere) Beziehung. Beim Kaffee bleibt's halt meistens nicht.  :wink:
Wobei ich aber von Anfang an kommunizierte, dass ich mich, aufgrund der derzeitigen Situation, nicht zerteilen kann und will.

Anfangs wurde das auch durchaus akzeptiert, aber es lief eigentlich immer irgendwann auf den Punkt hinaus, wo mir vorgeworfen wurde, dass mir alles andere wichtiger wäre als die Beziehung.
Den Schuh zieh ich mir z.T. auch an, aber es war eben auch nie etwas anderes vereinbart worden.

Klar, Beziehungen entwickeln sich und somit stand ich vor der gleichen Situation wie du, entweder:

- nachzugeben und mein bisheriges Leben zu ändern (und damit das Wechselmodell aufzugeben)
- einen Kompromiss zu finden (bei dem ich wohl niemandem gerecht geworden wäre)
- oder es bleiben zu lassen.

Wofür ich mich entschieden habe, hatte ich bereits geschrieben.
Warum? Wenn ich eins gelernt habe aus meiner gescheiterten Ehe, dann dass ich mich für niemanden mehr verbiegen werde.
Ich habe auch kein Kind in die Welt gesetzt, das jetzt allein aufgrund der Trennung seiner Eltern und wegen persönlicher Befindlichkeiten (neue Beziehungen), zurückstecken soll.   

Wenn du meinst, einen Kompromiss finden zu können, bei dem du nicht gegen deine Überzeugungen handeln musst, dann versuch's.
Alles andere führt nur zu Frust - entweder bei dir oder bei deiner Freundin.

--
Storm


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: HoWi64 am 08. Mai 2015, 11:40:52
Klar, Beziehungen entwickeln sich und somit stand ich vor der gleichen Situation wie du, entweder:

- nachzugeben und mein bisheriges Leben zu ändern (und damit das Wechselmodell aufzugeben)
- einen Kompromiss zu finden (bei dem ich wohl niemandem gerecht geworden wäre)
- oder es bleiben zu lassen.

Sorry, Storm,
hab von dir selten solch blühenden Unsinn gelesen.

Habe Wechselmodell seit 6 Jahren, Next vor 4 Jahren als Freundin installiert und vor einem Jahr geheiratet.
Das hat dem Wechselmodell bisher nicht nur nicht geschadet sondern eine neue Qualität gebracht.

Bei Papa gibt es ein richtiges "Elternhaus" mit Papa und lieber Stiefmama.
Mit Haus im Grünen, Garten und Haustieren, entspannter Atmosphäre und genug Kohle.
Bei KM gibt es den üblichen Stress mit einer überforderten vollzeit berufstätigen Single-Mutter in finanziell prekären Verhältnissen.
 
Möbiliar dort ist Sperrmüll der vor unserer Ehe angeschafft wurde. Bei uns steht ein piccobello neues Prinzessinnen-Zimmer bereit.
KM fährt einmal im Jahr 3 Tage in die Jugendherberge mit Stiefsohn und der Kleinen. Wir fliegen 2 x im Jahr in Urlaub in 4*-Hotels.
Zwischendurch das eine oder andere lange Wochenende im CenterParc oder nach DisneyLand. Allmählich zeigt das Wirkung.

damit das Wechselmodell aufzugeben
Ja, damit rechne ich mittelfristig auch.
Sobald Prinzesschen alt genug ist sich als pubertärer Jungdrache von KM abzugrenzen wird sie mit den Füßen abstimmen. Die Zeit arbeitet ganz klar für uns.

Denk mal drüber nach KiteFan wo und wie du in 10 Jahren leben willst ...

Gruss Horst


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: MontyPython am 08. Mai 2015, 12:09:48
@Horst: :knockout:

Du hast offensichtlich kein Problem damit, dich wie eine Kindsbesitzerin aufzuführen. Manipulation vom feinsten mit klar definierten Ziel: Kind muss weg von Mutter.

Zitat
Sobald Prinzesschen alt genug ist sich als pubertärer Jungdrache von KM abzugrenzen wird sie mit den Füßen abstimmen. Die Zeit arbeitet ganz klar für uns.

Ja vielleicht. Aber irgendwann ist Prinzesschen alt genug, auch dein Verhalten zu verstehen. Denk selber mal daran, wo du in zehn Jahren stehst.


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: achhja am 08. Mai 2015, 12:33:03

Ich habe auch kein Kind in die Welt gesetzt, das jetzt allein aufgrund der Trennung seiner Eltern und wegen persönlicher Befindlichkeiten (neue Beziehungen), zurückstecken soll.   

Hi Storm,
ich lese aber nirgendwo, dass Kitefans Freundin das verlangt, dass das Kind über Gebühr zurückstecken soll (wobei ich etliches, was dem Kind ganz selbstverständlich zugestanden wird, bei meinem eigenen niemals dulden würde)

Sondern dass sie sich aus den Situationen einfach herauszieht, indem sie die beiden, also Kitefan und Sohn, dann zukünftig ihre Umgangszeit allein gestalten lässt.


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: achhja am 08. Mai 2015, 12:35:59
Ja vielleicht. Aber irgendwann ist Prinzesschen alt genug, auch dein Verhalten zu verstehen. Denk selber mal daran, wo du in zehn Jahren stehst.
Keine Sorge: das schreibt er schon seit Jahren. Wenn Prinzesschen so doof und geldfixiert wäre (scheint beim weiblichen Geschlecht generell so zu sein  :wink:), hätte sich schon längst was geändert.


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: HoWi64 am 08. Mai 2015, 12:59:35
Wenn Prinzesschen so doof und geldfixiert wäre (scheint beim weiblichen Geschlecht generell so zu sein  :wink:), hätte sich schon längst was geändert.
FYI und totally off topic: Das 9-Jährige was Kohle und Mama-Kuscheln angeht anders ticken als Teenies ist doch sonnenklar. Ist bei Jungs nicht anders als bei Mädchen.

Sowieso finden wir Kindergartenkinder und Grundschüler betreuungstechnisch viel zu anstrengend. Schließlich sind wir noch in den Flitterwochen  :wink:
Die paar Jährchen soll  :hexen002:  sich ruhig noch doppelt schlagen. Und sich dabei kräftig :nudelholz: unbeliebt machen.

Unsere Devise ist: Abwarten und das WM genießen, bis es sich überholt hat.

Die Zeit arbeitet ganz klar für uns.

On topic @ TO:
Eine Freundin oder Ehefrau ist beim WM kein Hindernis. Ganz im Gegenteil!!!

Gruss Horst


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: ST0RM am 08. Mai 2015, 13:10:44
Moin,

@Horst: Ein bekennender Armleuchter fachsimpelt über 'blühenden Unsinn'? Ich kipp vom Stuhl   :)

Sondern dass sie sich aus den Situationen einfach herauszieht, indem sie die beiden, also Kitefan und Sohn, dann zukünftig ihre Umgangszeit allein gestalten lässt.
Stimmt, das hatte ich falsch interpretiert.

--
Storm


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: jensB am 08. Mai 2015, 13:50:18
Moin,

Habe Wechselmodell seit 6 Jahren, Next vor 4 Jahren als Freundin installiert und vor einem Jahr geheiratet.
Das hat dem Wechselmodell bisher nicht nur nicht geschadet sondern eine neue Qualität gebracht.

Bis dahin, kann ich das nahezu bestätigen, nur das ich in Abgrenzung zu Horst nicht wieder geheiratet habe, und mich von meiner LG auch nicht finanzieren lasse.
Alles andere ist natürlich mal wieder Horst-Ghetto-Style.

- nachzugeben und mein bisheriges Leben zu ändern (und damit das Wechselmodell aufzugeben)
- einen Kompromiss zu finden (bei dem ich wohl niemandem gerecht geworden wäre)
- oder es bleiben zu lassen.

Naja, das ist ja nun keine neue Weisheit, und dazu braucht es nicht mal ein Trennungskind.
Vor der Entscheidung stehend, eine Beziehung führen zu wollen, hast Du immer die Wahl zwischen Pest, Cholera und nun ja, mindestens Herpes ist noch dabei.
Will sagen ein bisschen leiden muss man bei jedweder Entscheidung! ;-)
 
Grüsse!
JB


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Seerobbe am 08. Mai 2015, 15:34:06
Hallo Kitesurfer

Ich empfehle dir und deiner Freundin das Buch

"Du hast mir nichts zu sagen" - Stiefmutter sein ist nichts für Feiglinge von Susanne Petermann,

es enthält neben vielen Fallgeschichten auch Tipps für das Vermeiden von ich sag mal problematischen Situatione in der Zweitfamilie.
Hätte ich es früher hätte ich einiges anders gemacht - in Bezug auf meinen Ex ebenso wie im Bezug auf meine Stiefkinder.

Gruß


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Schelly am 08. Mai 2015, 17:15:52
Seerobbes Buchtip sei einmal ausgeklammert' aber zu seinen Vorrednern:
Kann es sein, dass ihr "die unterste Schublade" vergessen habt wieder zuzuschieben?
Euere private Schmutzwäsche hat mit Kitefans Fragestellung ziemlich wenig zu tun. Indirekte Eingeständnisse zu eigenen Bindungsstörungen, Schadenfreude über Ex-Partner und das gegenseitige verbale SM-Petting hier, bringen Kitefan wohl nur dahingehend weiter, dass er jetzt die Gewissheit hat, dass andere Leute wohl noch größere Probleme haben.

Würde mich sehr freuen, noch den einen oder anderen guten Tip zu lesen, oder vielleicht ein Feedback des Verfassers - was er als gute Anregungen annimmt und ob sich am ursprünglichen Problem vielleicht was verbessert hat.

genervte Grüße


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: ST0RM am 08. Mai 2015, 18:28:31
Moin Schelly,

Euere private Schmutzwäsche hat mit Kitefans Fragestellung ziemlich wenig zu tun. Indirekte Eingeständnisse zu eigenen Bindungsstörungen, Schadenfreude über Ex-Partner und das gegenseitige verbale SM-Petting hier, bringen Kitefan wohl nur dahingehend weiter, dass er jetzt die Gewissheit hat, dass andere Leute wohl noch größere Probleme haben.
Na du bist ja drollig. Nur, was genau hat deine "fundierte" Analyse, deine intollerante Haltung und deine private Pauschalverurteilung Anderer jetzt mit Kitefans Fragestellung zu tun?

Kann es sein, dass ihr "die unterste Schublade" vergessen habt wieder zuzuschieben?
Kann es sein, dass du den Unterschied zwischen User und Moderator nicht verstanden hast?

--
Storm


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Schelly am 08. Mai 2015, 20:31:43
Hallo Storm,
Danke für das Kompliment dass ich drollig bin und meine"Analyse" fundiert ist. Dachte mir schon, dass du die Bindungsstörung auf dich beziehst ;)
Eine "Pauschalverurteilung" ist ein schönes Wort. Schade nur, dass es falsch eingesetzt wurde und intolerant bin ich nur, weil das getrolle hier inzwischen kaum noch zweckdienlich ist. Ist für mich überhaupt kein Problem, wenn sich jemand (beispielsweise) darüber amüsiert, wenn jemand seiner Frau auf der Tasche liegt. Aber gehört sowas tatsächlich noch zum Thema? Es gibt doch bestimmt irgendwo auch Foren in denen es nur um sowas geht, oder? Du glaubst gar nicht wie tolerant ich bin, wenn dort soetwas abläuft ;)

Ach, und kann es sein, dass du den Unterschied zwischen User und Modorator nicht verstanden hast?
User - kann seine Meinung äußern (auch wenn sie Storm nicht in die geistige Diarrhoe passt), bis der Modorator den Stecker zieht
Modorator - ist bestenfalls moderat und moderiert (bis er irgendwann den Stecker ziehen muss)
Gar nicht so schwer, oder?


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: ST0RM am 08. Mai 2015, 21:00:41
Moin Schelly,

auch auf die Gefahr hin, dass es jetzt wohl ein Fall für die Virtuelle Mülltonne wird, aber einer von uns beiden ist blöder als ich.

--
Storm


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Malachit am 08. Mai 2015, 21:23:33
Hallo zusammen,

seid mal so freundlich und lasst diese herzallerliebsten Pöbeleien bleiben - zurück zum Thema, bitte!

Viele liebe Grüße,

Malachit.


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Biggi62 am 09. Mai 2015, 11:34:51
Hallo Kitefan,
aus deinen Beiträgen ist mir nicht ganz klar geworden, was eine "ideale Frau" stattdessen
Im ersteren Fall will sie in Zukunft nicht mehr dabei sein.
tun könnte oder sollte. Was wünschst du dir von deiner Freundin im konkreten Konfliktfall statt Rückzug?

Als frühere Ziehmutter (53) von 2 Kindern (35 und 27 Jahre) meines früheren Lebensgefährten (59 Jahre, Vater meiner Tochter (20 Jahre)) sowie als Mutter im Verhältnis zum Vater (53) und der Stiefmutter (54) meines Sohnes (9 Jahre, seit 6 Jahren WM) habe ich das Thema auf beiden Seiten erlebt.

ist mein Dilemma verständlich?

Ich denke, ja. Danke für deine Offenheit.

Du schreibst:
ich stehe dort hinter meiner Freundin, wo sie nach meiner Unterstützung fragt. Ich werde aber den Teufel tun und ihr meine "Hilfe" dort aufdrängen, wo sie ganz klar allein zurecht kommt.
das ehrt dich und ist in Alltagsdingen exakt das Verhalten, das erwachsenen Menschen beiderlei Geschlechts angemessen ist.

In Gefühlsdingen gibt es oft eine andere Logik. Deine Freundin zeigt hier
Meine Freundin allerdings denkt mehr über sie nach als ich. Das macht mir Sorgen. Ich will nicht, dass sie sich so da rein hängt. Denn es ist unnötig und belastet unsere Beziehung.
und dort
beschäftigt sie sich anschließend länger und intensiver damit als ich. Und das sorgt dann auch bei mir für eine unnötige Unruhe.
wo sie verletzlich und unsicher ist.

Euer fünfjähriger Gefühls-Seismograph spürt deine und ihre Schwächen und reagiert darauf
mit Manipulation und dem Verursachen von Schuldgefühlen.
Das macht deinen Sohn noch nicht zu einem Hochbegabten. Meiner Erfahrung nach haben alle Kinder diese Fähigkeit - je jünger sie sind, desto ausgeprägter. Der Hintergrund ist meiner Erfahrung nach nur oberflächlich die kindliche Freunde daran, Macht auszuüben und zu manipulieren. Ich sehe diese Kinder eher in der verzweifelten Suche nach verlässlichen und unerschütterlichen Erwachsenen. Je mehr man ihnen nachgibt, desto unsicherer und verzweifelter werden diese Kinder. Mein Eindruck ist, dass du dir dessen bewusst bist:
Da kommt man nur mit sehr, sehr viel Konsequenz und teilweise auch Härte gegen an (natürlich trotzdem im liebevollen Sinne, ohne Gewalt o.ä.).
Das klingt gut und zeigt dass du auf die innere Not des Kleinen angemessen reagieren kannst.

Meine Sicht als ältere Frau von außen ist:
Beide - Sohn und Frau an deiner Seite - sind in ihrem Erleben unsicher was deine innere Haltung angeht.

Schelly fasst hier treffend zusammen, was ich in deinen Beiträgen auch empfunden habe
Aber wenn Kind und Beziehung in Konkurrenz zueinander existieren, hast du irgendetwas gehörig falsch gemacht. Da du die Schlüsselfigur in dieser hoffentlich prä-erotischen Dreiecksbeziehung bist, solltest du dir überlegen wohin dich dein Weg führen wird, denn ein Rollentausch zwischen Kind und Frau gefährdet deine Beziehung und macht dein Kind später mal zu keinem glücklichen Erwachsenen.
 

Wenn du dir das Verhältnis von Erwachsenen und Kindern sowie von Männern und Frauen in einer intakten, funktionalen Beziehung bildlich vorstellst, stehen kleine Kinder (bis zum Ende der Pubertät) ihren Eltern frontal gegenüber. Mit ausgestreckten Ärmchen. Stell dir ihre innere, gefühlsmäßige  Haltung vor wie bei einem Kleinkind, das "Mama Aaaam" oder "Papa Aaaam" ruft und dabei körperlich und emotional vollkommen darauf ausgerichtet ist, vom Vater und von der Mutter zu bekommen, was es braucht.

Während der Pubertät gehen die Arme in dieser bildlichen Vorstellung allmählich herab - das Kind wächst auf Augenhöhe heran und kann endlich (sowohl innerlich als auch im äußeren Verhalten erkenntlich) den Vater, die Mutter erwachsen umarmen, sich bedanken und dann loslassen. In diesem Bild dreht es sich anschließend um und stellt sich mit dem Rücken zum gleichgeschlechtlichen Elternteil auf.

Die Mutter steht in diesem Bild hinter der erwachsenen jungen Frau, der Vater hinter dem erwachsenen jungen Mann.
Hinter der jungen Frau und ihrer Mutter stehen in einer unvorstellbar langen Reihe alle weiblichen Vorfahren bis zum Einzeller.
Hinter dem jungen Mann und seinem Vater stehen in einer unvorstellbar langen Reihe alle weiblichen Vorfahren bis zum Einzeller.
Der junge Mann hat seinen Platz in der Reihe der Männer gefunden, die jungen Frau hat ihren Platz in der Reihe der Frauen gefunden.

Von ihrem sicher männlichen und erwachsenen bzw. sicher weiblichen und erwachsenen Stand aus wählen sich die jungen Menschen eine/n Liebespartner/in und nehmen diese/n an ihre Seite.
Gemeinsame Kinder stehen ihnen später frontal gegenüber und strecken die Ärmchen nach ihnen aus ... 

Soweit der gesunde und bewährte Ablauf.

Ein großes Problem in vielen Familien und zwischenmenschlichen Beziehungen ist, dass viele Erwachsene noch als 30-, 40- oder 50-Jährige mit der inneren Haltung eines bedürftigen Kleinkindes (ausgestreckte Ärmchen zum Papa oder zur Mama oder zu beiden) durchs Leben gehen und jede/r Mensch, der zu ihnen innere Nähe empfindet, sich schnell in einer quasi-väterlichen oder -mütterlichen Verstrickung wiederfindet.

Keine Chance, diese Menschen als Partner/in "an seine Seite" zu bekommen.
Schwierig für Freunde, Kollegen und Vorsetzte ...

Erst wenn diese unreifen Menschen selbst (durch Selbsterfahrung, Reflexion oder Therapie) ihre innere Entwicklung soweit vorantreiben und innerlich nachreifen, dass sie ihren Eltern danken und sie loslassen und ihren Platz in der männlichen bzw. weiblichen Reihe der Erwachsenen einnehmen können, können sie eine/n Partner/in an ihrer Seite brauchen bzw. ein/e Partner/in an der Seite eines anderen Erwachsenen werden. Solange sie diese Entwicklung nicht vorantreiben, werden diese Menschen einfach älter, aber nicht erwachsen.

Das hindert diese Menschen nicht daran, sich biologisch fortzupflanzen.
Dann gibt es alle möglichen ungesunden Kombinationen von "Platzhaltern" im inneren Erleben.

Viele Kinder werden schon als Kleinkinder an die Seite eines Elternteils gezerrt und müssen "an der Seite" von Vater oder Mutter die Stellung im Familiengefüge einnehmen, die der Frau des Vaters oder dem Mann der Mutter zustehen würde.
Viele Mädchen suchen ihren Platz in der Reihe der Väter und männlichen Vorfahren - oft weil der Vater in der Familie nicht präsent war. Viele Jungen suchen ihren Platz in der Reihe der Mütter und  weiblichen Vorfahren - oft weil der Vater in der Familie nicht präsent war.

Wenn dein Sohn deiner Freundin den Platz "an deiner Seite" streitig macht, ist es an dir als Vater ihn in seiner inneren Haltung des bedürftigen Kindes "vor dir" anzunehmen.
Wenn deine Freundin mit deinem Sohn um den "Papa-Aaaam!"-Platz vor dir kämpft, darfst du sie an deine Seite bitten.

Du bist nicht der Vater deiner Freundin.
Du bist nicht der Liebhaber und Lebensgefährte deines Sohnes.

Deine geschiedene Frau ist nicht länger "die Frau an deiner Seite".
Dort hast du die Freundin hingestellt, dort willst du sie haben.

Dein kleiner Sohn bleibt noch 10 bis 20 Jahre vor dir und dir zugewandt, bis er als erwachsener Mann dir danken, dich loslassen, dir den Rücken zukehren und seinen eigenen Platz in der Reihe Erwachsener einnehmen kann.
Dort, wo anschließend du und alle lebenden und toten Männer eurer Familie ihm innerlich "den Rücken stärken".

Wenn deine Freundin innerlich noch ihre Ärmchen nach ihrem Papa ausstreckt, wirst du sie aus dem Machtkampf mit dem Kleinen nicht lösen können.

Wenn dein Sohn in der Familie der KM einige Zeit als Platzhalter "an der Seite" seiner Mutter verbracht hat und jetzt vom Stiefvater dort verdrängt wird und zugleich dank Stiefgeschwisterchen den Platz "vor" der Mutter teilen muss, kann es sein, dass er bei dir nach dem Platz "an deiner Seite" strebt. Wenn du diesem Streben des Kindes "an deine Seite" nachgibst, tust du ihm und dir selbst keinen Gefallen.

So oder so ist eine Frage deiner inneren Klarheit, wie du diese Konflikte löst.

Mein subjektiver Eindruck ist, dass alle drei (Ex-Frau, Freundin und Sohn) innerlich mit ausgestreckten Ärmchen in "Papa Aaam!"-Haltung vor dir stehen und/oder zugleich "an deine Seite" streben.

Die erste Frau hast du aus gutem Grund von diesem Platz entfernt.

Deine Freundin scheint grundsätzlich "an deiner Seite" eine gute Figur zu machen, wie du es beschreibst.

Dass du ihre Wünsche als
Anspruchshaltung
wahrnimmst und darauf mit
Abwehrverhalten
reagierst, kann daran liegen, dass sie vor dir steht und dich deinem Sohn als "Papi" streitig machen will. Du sollst ihr "Papi" sein, nicht seiner.

Dann wäre deine Abwehr gesund und berechtigt.

Es kann auch daran liegen, dass du ihr innerlich in einer "Vater-Tochter-Haltung" oder "Mutter-Sohn-Haltung" begegnest und dich weigerst, dich als erwachsener Mann an ihre Seite zu stellen. Ebenso,wie dir die Augenhöhe und Souveränität im Umgang mit der Mutter deines Sohnes fehlt und du ihr zuviel Macht über deine Seelenruhe gibst.

Dann wären ihre Ansprüche gegen dich als Mann berechtigt und deine Abwehr gegen eine Frau an deiner Seite beunruhigend.

Im Idealfall sieht es so aus:
Von deiner Mutter hast du dich in deinem inneren Erleben dankbar und liebevoll verabschiedet.
Dein Vater und andere Männer stärken dir in deinem inneren Erleben den Rücken und stehen kraftvoll-männlich hinter dir.

Zu anderen Frauen hast du schwesterliche, respektvoll-distanzierte Beziehungen.
Oder sie sind dir gleichgültig.
Zu anderen Männern hast du brüderliche, respektvoll-verbundene Beziehungen.
Oder sie sind dir gleichgültig.

Die Frau an deiner Seite steht dir unverbrüchlich zur Seite - so, wie du ihr.
Von ihrem Vater hat sie sich in ihrem inneren Erleben dankbar und liebevoll verabschiedet.
Ihre Mutter und andere Frauen stärken ihr in ihrem inneren Erleben den Rücken und stehen kraftvoll-weiblich hinter ihr.

Deine, ihre, eure Kinder stehen innerlich in berechtigter Anspruchshaltung vor euch und ihr gebt euer Bestes um sie zu gesunden Erwachsenen heranwachsen zu lassen.

Der Kleine, deine Freundin und die geschiedene Frau testen deine Standfestigkeit (Shit-Test) als Vater und als Mann.

Wenn alle drei bei dir spüren, dass du fest und zuverlässig "an der Seite" deiner Freundin und zugleich in einer unvorstellbar langen Reihe männlicher Vorfahren fest an deinem Platz als erwachsener Mann stehst und dass du aus dieser kraftvollen inneren Haltung heraus ein liebevoll zugewandter Vater sein kannst, wird Ruhe einkehren.

Diesen Schritt kannst du nur selbst gehen. Du musst ihn nicht allein gehen, aber du musst ihn selbst gehen.

Sollten die Frauen in deinem Leben dich als "Papi" wollen, ist es richtig diesen Platz für den Kleinen (und dessen eventuelle Geschwister) zu reservieren. Auch Nichten, Neffen, Enkel, Nachbarkinder und Spielkameraden deiner Kinder und Enkel dürfen sich von Fall zu Fall an dieser emotionalen Quelle nähren. Für eine Frau an deiner Seite und andere Erwachsene ist dieser Zugang zu deiner Seele tabu und ich finde es richtig, das du ihn schützt und verteidigst.

Sollte dein Sohn "an deine Seite streben" und damit entweder dir die weibliche Rolle an seiner Seite zuweisen wollen oder die weibliche Rolle an deiner Seite einnehmen wollen, wäre das für ihn ebenso ungesund, wie für dich, wenn du die "mütterlichen Qualitäten" der Frauen in deinem Leben fürchtest oder nutzen willst.   

Solange du selbst an dem Punkt innerlich herumeierst werden beide (bzw. wenn ich es recht verstehe alle drei (http://www.vatersein.de/Forum-topic-29673-start-msg346970.html#msg346970)) deine innere Haltung und Standfestigkeit weiterhin "testen".

Kompromisse sind an dem Punkt - wer nimmt welche Stellung im Verhältnis zu dir ein - wie Storm richtig schreibt 
- einen Kompromiss zu finden (bei dem ich wohl niemandem gerecht geworden wäre)
nicht möglich

Sobald klar ist, dass du fest "an der Seite" deiner Freundin stehst - und die Spielchen (http://www.vatersein.de/Forum-topic-29673-start-msg346970.html#msg346970) deiner Ex bei dir wirkungslos verpuffen, kann deine Freundin sich entspannen. 

Solange du so unsouverän
Zum einen, weil ich selbst ein Problem damit habe (ich will einfach keine Zeit mit ihr verbringen), vor allem aber halte ich es für kontraproduktiv im Sinne der Entwicklung bei unserem Sohn.
auf deine Verflossene reagierst und ihr soviel Macht
Das regt mich in den jeweiligen Momenten natürlich auf und bringt meine Freundin dazu, sich ebenso aufzuregen.
über deine Gefühlslage einräumst, ist aus meiner Sicht völlig verständlich, dass deine Freundin und dein Sohn sich unsicher fühlen im Umgang mit dir und weiter an dir herumzerren.

Diese Erwartung
Wie ich mir eine Partnerin vorstelle: sie hält zu mir und steht hinter mir, da wo ich es zulasse.
aufzugeben, könnte hilfreich sein.   

Hinter dir sollten deine männlichen Vorfahren, Verwandten und Freunde stehen.
An deiner Seite deine Partnerin. So, wie du ihr zur Seite stehst. Fest und unerschütterlich.

Insofern ist dein Weg, andere Männer zu fragen "Wie habt ihr solche Herausforderungen gemeistert?" eine kluge Entscheidung und das hier
um keinen Preis werde ich da einen Rat von einer Frau annehmen.
eine sinnvolle Einschränkung. Zugleich sind die Rückmeldungen von Frauen wertvolle Hinweise auf diese Frage:
Ich frag mich manchmal, was mit Euch Frauen los ist.
Wenn ich mich selbst frage, was mit einem bestimmten Mann los ist, komme ich allein selten zu einem sinnvollen Ergebnis. Wenn ich andere Männer frage "Was könnte einen Mann dazu bringen, dieses zu tun und jenes zu lassen?" kommt öfter etwas Sinnvolles dabei heraus.

Die allerbesten Anworten bekomme ich, wenn ich den jeweiligen Mann selbst dazu befragen kann und er meine Frage nicht als "Verhör" oder als "Vorwurf" auffasst, sondern sondern mein liebevolles Interesse und meine Ratlosigkeit spürt, sodass er aufrichtig antworten kann.

Was du über die Beziehung zu deiner Freundin schreibst, lässt diesen Weg auch für euch als gangbar erscheinen.
 
Manche Dinge regele ich aber alleine.
Kennst du den Unterschied zwischen "Etwas allein tun." und "Etwas selbst tun"? Als Mann an der Seite deiner Freundin wirst du immer noch selbst deine Rolle als Vater des Kleinen leben können. Zugleich kannst du als Teil eines Paars nicht allein auftreten - gegenüber deinem Sohn, gegenüber deiner geschiedenen Frau und dem Mann an deren Seite.

Kannst du dir vorstellen, dass die neue "Zutraulichkeit" deiner Ex etwas mit dem neuen Gleichgewicht zu tun haben könnte?

Sie hat einen Mann an ihrer Seite.
Du hast eine Frau an deiner Seite.

Die unverbrüchliche Bindung an den/die Neue/n "an deine/ihrer Seite" gibt deiner geschiedenen Frau und dir die innere Freiheit als Eltern gemeinsam aufzutreten (was ihr rein biologisch seid und immer bleiben werdet) ohne als (Liebes-)Paar wahrgenommen zu werden oder euch selbst so wahrzunehmen.

Ich stimme deiner geschiedenen Frau zu, dass euer Sohn sich freut, euch beide beim Fußballtraining zu sehen. 

Mein Kinder freuen sich auch, wenn sie bei ihren Aktivitäten das Interesse und die Anteilnahme von Vater und Mutter spüren. Wenn dann Stief- bzw. Ziehvater bzw. -mutter samt Halbgeschwistern auch noch dabei sein können, ohne dass es Streit und peinliche Auftritte gibt, sind Trennungs- und Scheidungskinder sehr glücklich, dass ihre ganze Familie sich dafür interessiert wie gut sie Fußball spielen, Reiten, Tanzen oder Singen können.

Für unsere Kinder gehören Vater und Mutter zu ihrer Familie. Ebenso wie deren jeweilige Eltern, Geschwister und weiteren Kinder.
Wenn diese neue Partner/innen "an ihre Seite" gestellt und neue Kinder bekommen haben, gehören auch diese Verwandten mit zur Familie der Kinder.   

Die Halbgeschwister meiner Tochter, deren Partner/innen und deren Kinder gehören nicht zu meiner Familie und zu der meines Sohnes. Aber zur Familie meiner Tochter. Als Bruder der Schwester und Tochter ist der Kleine bei diesen Menschen gleichwohl willkommen.

Die Halbgeschwister meines Sohnes, deren (Stief-)Eltern und Stiefgschwister gehören nicht zu meiner Familie und zu der meiner Tochter. Aber zur Familie meines Sohnes. Als Schwester des Bruders und Sohns ist der Kleine bei diesen Menschen gleichwohl willkommen.

Je souveräner wir als Erwachsene diese "Patchwork-Mengenlehre" respektieren, desto wohler können sich unsere Kindern unabhängig von ihrer Abstammung und Haushaltszugehörigkeit in diesem Gefüge fühlen.

um keinen Preis werde ich da einen Rat von einer Frau annehmen.

Diesen vielleicht doch: Suche die Gesellschaft von Männern, die in ihren Beziehungen zu ihren Kindern und Frauen einen entspannten, gelassenen, souveränen und zufriedenen Eindruck machen. Suche ihre emotionale Nähe und ihren lebensklugen Rat. Vieles läuft in Freundschaften zwischen Männern eher nonverbal als in Gesprächen. Schau dir an, was diese Männer anders machen als du und stell dir vor, wie du dich an deren Stelle fühlen würdest. 

In diesem Forum finden sich viele gescheiterte und verbitterte Menschen beiderlei Geschlechts, die als Ratgeber nur bedingt taugen. Internet-Devices als Medium verschleiern mehr als sie zeigen. Dürre Worte werden auch nicht mit Hilfe von Smilies zu realen zwischenmenschlichen Erfahrungen.

Deiner Familie (im weitesten Sinne) und dir selbst wünsche ich alles Gute

LG :) Biggi 
 


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Lausebackesmama am 09. Mai 2015, 15:12:41
Liebe Biggi, wie schon öfter: n dr Krze lgt d Wrz!

Ich glaube ernsthaft nicht, dass es irgendjemand schafft, diese Romane zu mehr als 1/3 zu lesen.

LG LBM


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Kasper am 09. Mai 2015, 15:27:47
Ich glaube ernsthaft nicht, dass es irgendjemand schafft, diese Romane zu mehr als 1/3 zu lesen.
Ich schaff das nicht ...


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: midnightwish am 09. Mai 2015, 15:38:35
Ich habs geschafft und muss sagen, dass es gut formuliert ist und mir mal eine andere Sichtweise vermittelt hat. Nur wäre mir kürzer auch lieber gewesen ;-)


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Frieda am 09. Mai 2015, 20:38:41
Hallo,

ich glaube, in viel weniger Worte läßt sich dieses Thema nicht fassen, wenn man es wirklich verständlich machen will. Ich fands zuerst verwirrend und nach ein paar Momenten Sortierzeit erbaulich und erkenntnisreich. Danke, Biggi!

Liebe Grüße

Frieda


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Biggi62 am 10. Mai 2015, 09:22:20
Ich schaff das nicht ...
Lesen (https://www.antolin.de/) kann man lernen.  :wink:

Die komplexe Gemengelage, die der TO uns hier anbietet, kann ich nicht knapper entwirren.
Tut mir leid. Ich habe die Situation nicht geschaffen. Ich habe nur beschrieben, was ich von außen sehe.

Die Bildersprache, der ich mich in meiner Beschreibung bedient habe, stammt aus dem weiteren Umfeld des HSI (http://www.hsi-heidelberg.com/). Zum Weiterlesen für Interessierte ...

Das Urheberrecht für die extra short version hat User @Schelly:
ein Rollentausch zwischen Kind und Frau gefährdet deine Beziehung und macht dein Kind später mal zu keinem glücklichen Erwachsenen.

Das habe ich so wiedergegeben:
Du bist nicht der Vater deiner Freundin.
Du bist nicht der Liebhaber und Lebensgefährte deines Sohnes.

Deine geschiedene Frau ist nicht länger "die Frau an deiner Seite".
Dort hast du die Freundin hingestellt, dort willst du sie haben.

Das Wichtigste aus meiner Sicht habe ich am Schluss geschrieben:
Suche die Gesellschaft von Männern, die in ihren Beziehungen zu ihren Kindern und Frauen einen entspannten, gelassenen, souveränen und zufriedenen Eindruck machen. Suche ihre emotionale Nähe und ihren lebensklugen Rat. Vieles läuft in Freundschaften zwischen Männern eher nonverbal als in Gesprächen.

Schau dir an, was diese Männer anders machen als du und stell dir vor, wie du dich an deren Stelle fühlen würdest. 

In diesem Forum finden sich viele gescheiterte und verbitterte Menschen beiderlei Geschlechts, die als Ratgeber nur bedingt taugen. Internet-Devices als Medium verschleiern mehr als sie zeigen. Dürre Worte werden auch nicht mit Hilfe von Smilies zu realen zwischenmenschlichen Erfahrungen.

Ein erholsames Wochenende wünscht uns
 :yltype:  Biggi


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: oldie am 10. Mai 2015, 12:58:17
Moin

Lesen (https://www.antolin.de/) kann man lernen.  :wink:
Die Bildersprache, der ich mich in meiner Beschreibung bedient habe, stammt aus dem weiteren Umfeld des HSI (http://ht tp://www.hsi-heidelberg.com/). Zum Weiterlesen für Interessierte ...
Interessant. Scheinbar sind Kosten und Finanzierung solcher Anbebote für Dich ein Klacks. Ich zitiere mal vom Grundanbebot:
Zitat
Systemische Therapie/Beratung
Kosten der Weiterbildung

Der Grundkurs kostet Euro 1.980,–.
Bei 6 Blockseminaren entspricht dies Euro 330,– pro Block.
Das Praxisjahr kostet Euro 1.980,–.
Bei 6 Blockseminaren entspricht dies Euro 330,– pro Block.
Der Aufbaukurs kostet Euro 2.100,–.
Bei 6 Blockseminaren entspricht dies Euro 350,– pro Block.
Die Seminare kosten zwischen Euro 260,– und Euro 500,–.

Für jedes Weiterbildungsjahr wird eine Organisationsgebühr von Euro 80,– erhoben.
Liebe Biggie. Vorsicht, sei bitte ganz vorsichtig. Kommt mir wie Werbung vor. Denn wo Du dort auf dieser Seite auch nur ansatzweise lesenswerte und damit Erkenntnis vermittelnde Beiträge verortest, entzieht sich meiner (bedingt oberflächlichen) Recherche. Dort werden m.E. ausschließlich Angebote zu kostenpflichtigen Weiterbildungsmaßnahmen angeboten, und keine kostenlosen Referate oder Diskussionen.
Und: In einem Seminar/Diskussionsangebot, wo es vom Grundsatz her um ausländische Wurzeln geht, die genannten Referenten ausnahmslose dt. Namen tragen, ist für mich mehr als irritierend. Oder doch nur offenkundig (typisch deutsch) überheblich, arrogant, ja vielleicht sogar rassistisch? Ich mag nun mal diese Selbstverliebtheit solcher "Institute" nicht, und neben bei bemerkt auch nicht die Deine. Dass Du Dich da hingezogen fühlst ist allerdings für mich nicht unverständlich.


Ich würde es begrüßen, wenn Du mitunter etwas bodenständiger hier auftreten würdest.

Gruss oldie

PS: Den Link von Lesen (https://www.antolin.de/) meine ich nicht, sondern den vom HSI. Und Dir dürfte klar sein, dass erstere Verlinkung provokativ von Dir gemeint ist. Hier verweise ich dann gerne auf die Forenregeln. Oder wie Du es nennen würdest, auf die Netquette (http://de.wikipedia.org/wiki/Netiquette). Das meine ich sehr ernst.


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: ST0RM am 10. Mai 2015, 14:52:12
Moin Biggi,

Das habe ich so wiedergegeben:
Du bist nicht der Vater deiner Freundin.
Du bist nicht der Liebhaber und Lebensgefährte deines Sohnes. 
Während ich der "Long Version" noch folgen konnte (ja, ich hab sie komplett gelesen), geht die "Extra-Short Version" nun in die falsche Richtung.

Nach Kitefans Beschreibung erkenne ich hier keinen Rollentausch zwischen Kind und Frau, sondern einen Konflikt zwischen Kind und Frau und zwar in Form von "das ist mein Papa" vs "das ist mein Mann", der immer dann auftritt, wenn alle 3 zusammen sind. Dazwischen steht der Kitefan, von dem nun erwartet wird, dass er sich in dieser Situation bitte für einen von beiden entscheiden möge.

--
Storm


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: superpapa am 10. Mai 2015, 17:48:00
Es trägt nicht zum Thema des TO bei, daher bitte ich um Nachsicht.

Die charakterliche Kennzeichnung
diese Selbstverliebtheit..., und neben bei bemerkt auch nicht die Deine.



spricht mir aus der Seele, da ich mich über manche Beiträge von

Ich habe nur beschrieben, was ich von außen sehe.

wirklich geärgert habe!
 
 


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Biggi62 am 11. Mai 2015, 08:38:49
Scheinbar sind Kosten und Finanzierung solcher Anbebote für Dich ein Klacks.

Das kannst du nicht wissen, Oldie.
Wenn dem so wäre, wäre das mpMn auch kein Grund, mich öffentlich zu rügen. Meines Wissens ist das Erzielen eines auskömmlichen Einkommens aus eigener Arbeitsleistung kein Verhalten, das in diesem Forum grundsätzlich missbilligt wird.

Ich würde es begrüßen, wenn Du mitunter etwas bodenständiger hier auftreten würdest.

Das darfst du dir gern wünschen. Garantieren kann ich es nicht.

Kommt mir wie Werbung vor.
Dann löscht den Link bitte.

Ich hatte geschrieben "aus dem weiteren Umfeld von ...".

Als junge Frau war ich in einer ähnlichen Situation wie die Freundin von Kitefan.

Ich habe damals als Studentin (23) kostenlos eine Beratung besucht bei einer Beraterin, die mit den Bildern gearbeitet hat, die ich in meinem ersten Beitrag in diesem Thread verwendet habe. Diese Bildersprache fand ich für mich persönlich damals sehr hilfreich. Nicht nur in dem vor fast 30 Jahren aktuellen Konflikt, sondern auch später sehr oft bei der Betrachtung von zwischenmenschlichen Konflikten. Die Beraterin hatte seinerzeit den Namen "Helm Stierlin" genannt, bei dem sie selbst eine Weiterbildung gemacht habe, als ich sie gefragt habe, woher ihre kraftvolle Bildersprache stammt.

Da ich mich ungern mit fremden Federn schmücke, habe ich einen Link auf die Website des geistigen Urhebers gesetzt. Soweit wie du bin ich in deren kommerzielles Angebot nicht vorgedrungen und von rassistischen o.ä. Äußerungen distanziere ich mich ausdrücklich.

Und Dir dürfte klar sein, dass erstere Verlinkung provokativ von Dir gemeint ist.
Ja. Und? Provokation, Ironie - nenne es wie du willst.
Welche Textsorten und Textmengen ein Mensch lesen kann und will, hängt von vielen Faktoren ab.
Die entsprechenden Faktoren und Zusammenhänge werden auf Antolin zum Teil erklärt.
Auch, weshalb das sinnentnehmende Lesen zunehmend komplexer werdender Texte in Deutschland als wichtiges Bildungsziel gilt.

In einem Forum, wo Mitschreiber einander ungerügt wahlweise als Vollpfosten, Beziehungslegastheniker, Armleuchter und härter beschimpfen dürfen, finde ich deine Auslegung der Netiquette und Forenregeln im Zusammenhang mit meinem Antolin-Link ungewöhnlich.

... da ich mich über manche Beiträge ...
wirklich geärgert habe!
Das freut mich wirklich! Ganz frei von Ironie.

Nach Kitefans Beschreibung erkenne ich hier keinen Rollentausch zwischen Kind und Frau, sondern einen Konflikt zwischen Kind und Frau und zwar in Form von "das ist mein Papa" vs "das ist mein Mann", der immer dann auftritt, wenn alle 3 zusammen sind. Dazwischen steht der Kitefan, von dem nun erwartet wird, dass er sich in dieser Situation bitte für einen von beiden entscheiden möge.

Yepp, Storm, du hast Recht. Das ist die Crux bei der Verkürzung komplexer Sachverhalte.
Dass die Zuspitzung zu Fehldeutungen führen kann, über die sich dann wieder trefflich streiten lässt.

Die Wahrheit ist, dass der TO sowohl der Liebhaber und Gefährte der Freundin als auch der Vater des Sohnes ist.
Und dass ein Tag nur 24 Stunden hat - auch an Umgangstagen.

Sein Weg, die Konflikte zu entschärfen (nicht zu vermeiden!!!), liegt meiner Erfahrung nach in seiner eigenen inneren Klarheit.
Er muss sich von Fall zu Fall (oft mehrmals in einer Minute) entscheiden welche Rolle er vorrangig einnimmt.

Sobald er gegenüber dem Kleinen "partnerschaftlich" und gegenüber der Frau "väterlich" auftritt, fehlt diese innere Klarheit und unvermeidliche, alltägliche Konflikte verschärfen sich nicht nur, sondern verlagern sich zugleich in das innere Erleben des TO.

Dass jede Stunde Umgang nur 60 Minuten hat und dass er in den kostbaren gemeinsam verbrachten Stunden die Rolle des Vaters klar in den Vordergrund stellt, muss seine Freundin mpMn akzeptieren. 

Dass wir als Eltern nicht nur Vater oder Mutter sind, sondern auch Liebhaber/in und Partner/in der Frau/des Mannes an unserer Seite sind, und dass unsere liebevolle Beziehung zu diesem Menschen für unser Lebensglück eine wichtige Rolle spielt, ist eine Botschaft, die der emotionalen Gesundheit unserer Kinder mpMn gut tut. Auch der des Sohns von Kitefan.

So zu leben, als sei erwachsenes Liebesglück ein entbehrliches "Nice to have" und kein elementarer Bestandteil eines erfüllten Erwachsenenlebens ist aus meiner Sicht die Wurzel vieler schmerzhafter Trennungen. Ob wir diese Botschaft in Form einer lieblos ausgehaltenen Ehe oder in Form langjährigen Single-Lebens an die nächste Generation weitergeben, ist dabei aus meiner Sicht von nachrangiger Bedeutung.   

Konflikte zu leugnen, verschärft diese meiner Erfahrung nach im Laufe der Zeit.
Ebenso, wie die unrealistische Erwartung, ein dauerhaft konfliktfreies Zusammensein von 2 oder mehr Menschen sei möglich, die eigene Zufriedenheit beim Auftreten von alltäglichen Konflikten spürbar reduziert.

Der TO selbst ist hier mpMn schon auf der richtigen Spur
Zur Klarstellung: ein Mann, der seine Position vertritt, ist kein Macho.

Bei der Begriffsklärung, welche unterschiedlichen Positionen jeder von uns als Elternteil und (Ehe-)Partner/in z.T., gleichzeitig in unterschiedliche Richtungen vertreten muss, möchte ich behilflich sein. Weil ich die weit verbreitete Unklarheit bezüglich dieser unterschiedlichen Rollen und Erwartungen für wesentlich beim Scheitern von Ehen und Liebesbeziehungen halte.

LG :) Biggi


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: superpapa am 11. Mai 2015, 08:54:42
Das freut mich wirklich! Ganz frei von Ironie.

Anm.: Mod: Beleidgung gelöscht.


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: ST0RM am 11. Mai 2015, 20:49:43
Moin Biggi,

nur kurz, da seitens des TO offensichtlich keinen Interesse mehr an diesem Thread besteht...

Sein Weg, die Konflikte zu entschärfen (nicht zu vermeiden!!!), liegt meiner Erfahrung nach in seiner eigenen inneren Klarheit.
Ich wüsste nicht, wie der TO noch klarer sein könnte in seiner Haltung. Noch deutlicher kann er sich kaum positionieren.

Sobald er gegenüber dem Kleinen "partnerschaftlich" und gegenüber der Frau "väterlich" auftritt, fehlt diese innere Klarheit [...]
Ich hab noch immer nicht verstanden, wo genau du väterliches Auftreten gegenüber der Frau verortest. Ich sehe jedenfalls keins.

So zu leben, als sei erwachsenes Liebesglück ein entbehrliches "Nice to have" und kein elementarer Bestandteil eines erfüllten Erwachsenenlebens
[...]
Ob wir diese Botschaft in Form einer lieblos ausgehaltenen Ehe oder in Form langjährigen Single-Lebens an die nächste Generation weitergeben, ist dabei aus meiner Sicht von nachrangiger Bedeutung.  
Aus meiner Sicht nicht. Zumindest nicht, wenn du in diesem Kontext eine "lieblos ausgehaltene Ehe" mit einem möglicherweise zufriedenen Single-Leben gleichsetzt.

--
Storm


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: HoWi64 am 12. Mai 2015, 08:47:53
In einem Forum, wo Mitschreiber einander ungerügt wahlweise als Vollpfosten, Beziehungslegastheniker, Armleuchter und härter beschimpfen dürfen, finde ich deine Auslegung der Netiquette und Forenregeln im Zusammenhang mit meinem Antolin-Link ungewöhnlich.
Da is was dran ...
Gruss Horst


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Fuzzi70 am 12. Mai 2015, 14:01:04
Auch wenn mittlerweile etwas Zeit vergangen ist und ich eigentlich mehr nur ein stiller Mitleser bin, muss ich mich jetzt doch glaube ich auch einmal dazu äußern.
Also Kitefan, ich (44) 3 Kinder (je 12), getrennt seit 2012, auch in einer neuen Beziehung und auch nur eine 2-Zimmer-Wohnung, wenn auch mit einer Galerie (da es sich um eine Dachgeschosswohnung handelt), kann schon ein wenig nachvollziehen, wie es Dir geht. Auch ich liebe meine Kinder über alles, freue mich auf jedes zweite Wochenende und die Oster- und Sommerferien, und würde wahrscheinlich auch fast alles für meine Girlies machen, aber und damit meine ich ABER es gibt klare Grenzen und Regelungen, die mein Nachwuchs einzuhalten hat.
Dazu gehörte von Anfang an... Jede hat ihr eigenes Bett bzw. Matratze. Hätte ich die Galerie nicht, würden Sie evtl. auf der Couch liegen oder es gäbe ein Matratzenlager. Aber mein Bett gehört mir und in dem Fall meiner Freundin. Klare Trennung.
So, zum Sitzplatz im Auto. Wenn Freundin mitfährt, sitzt ohne wenn und aber die Freundin vorne, Girlies hinten. Punkt ohne wenn und aber. Ist Freundin nicht mit dabei, dann wird gelost bzw. von mir entschieden.
So lieb ich meine Kiddies hab, Erwachsene sind Erwachsene und Kinder sind Kinder. Man kann zwar mit Ihnen diskutieren, aber die Entscheidungsgewalt liegt beim Elternteil.
Kleinigkeiten:
Freundin kocht, Kinder decken den Tisch und decken ab. Klare Regelung.
Freundin wäscht, Kinder bringen ihr die Wäsche und nicht umgekehrt, dass alles zusammengesucht werden muss.
Freundin putzt zusammen mit mir, Kinder helfen, wenn Sie da sind.
und so geht es weiter. Klare Regelungen darlegen, vor vollendete Tatsachen stellen und nicht mit sich diskutieren lassen in gewissen Bereichen. Sicher kann man hier und da mal nachgeben, aber dann nur in Absprache.

Und vor allem, wenn Du mit Deiner Freundin zusammenziehen willst, gehören vorher klare Regelungen her, was Fillius darf, kann und was ein absolutes No-Go-Ist. Erziehung ist Deine Sache, aber alles was für die Paarebene von Dir und Deiner Freundin ist oder mit der Wohnung zusammenhängt ist Eure Sache und das Kind hat sich danach zu richten.

So, meine 2 Cents dazu... Ansonsten noch einen schönen Tag.

Gruß
Fuzzi


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: Kitefan am 15. Mai 2015, 11:47:32
So, jetzt fühle ich mich doch genötigt, hier mal wieder zu schreiben...

Biggy: Deinen Text habe ich sehr aufmerksam gelesen, und zwar vollständig. Muss im Nachhinein aber feststellen, dass Du mir ebenso die Uhr hättest erklären können. In solchen Dingen bin ich fachlich versierter (beruflich bedingt) als die meisten anderen Menschen, daher nichts für ungut. Allerdings habe ich nach dem Wort "Shit-Test" noch genauer gelesen. Denn das ist ein Begriff aus der PickUp-Szene (der geneigte Leser mag hierzu die Websuche bemühen) und ihrem Ursprung, der Evolutionsbiologie. Das ist, mit Verlaub, pseudowissenschaftlicher Unsinn und steht der Evolutionspsychologie konträr gegenüber. Ich glaube nicht, dass dies hier das passende Forum für solche Diskussionen ist...

Interessant finde ich, dass Du den Soll-Zustand sehr genau beschreibst, aber keine Lösung für den Ist-Zustand anbietest. Da ich hier nach Rat gefragt habe, bringt mich dieser lange Text kein Stück weiter. Nur Eins sei dazu noch gesagt: Was mich in den jeweiligen Situationen aufregt, betrifft nicht die Gefühlslage zur KM. Deren Lebenslauf ist mir, gelinde gesagt, ziemlich egal. Was mich aufregt ist, dass ich die möglichen Folgen ihres Handelns im Kopf sehr schnell durchspielen kann und mir dadurch klar wird, was sie mit diesem Verhalten bezweckt und dass dadurch Schaden für unseren Sohn entsteht. Ein Schaden, der hinterher wahrscheinlich nur mit Gesprächstherapie wieder gut zu machen ist. Das gilt es zu verhindern oder dort, wo es nicht zu verhindern ist, zumindest abzumildern. Dieses Wissen, verbunden mit meinem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und dem Bedürfnis, den Jungen vor seelischem Schaden zu bewahren. Mir ist klar, dass ich nicht alles von ihm abwenden kann, das will ich auch gar nicht. Aber DIESE Art von Schaden ist in meinen Augen vermeidbar.

Sei es drum, die aktuelle Situation hat sich leider noch verschärft, allerdings passt sie damit nicht mehr unter diesen Threadtitel. Die KM dreht nämlich am Rad, weil sie nicht bekommt, was sie will. Es wäre also sinnvoll, die Diskussion hier zu beenden. Meine Baustellen liegen woanders.

Gruß, Kitefan


Titel: Re: Freundin vs Kind
Beitrag von: oldie am 15. Mai 2015, 15:11:40
Moin

Ich denke schon eine Weile über folgenden (Spruch) Ausspruch von Dir nach:
Man möge mir meine Direktheit verzeihen, aber: um keinen Preis werde ich da einen Rat von einer Frau annehmen.
Mindestens drei Fragen lokalisiere ich bei mir sofort:
1. Was ist bei Dir ein "Preis".
2. Was ist an einem "Rat" so dermaßen provokant, als das er bei Dir zu solcher Reaktion führt? Ist doch nur ein Rat - so sehe ich es jedenfalls.
3. Wieso nicht auch bei Männern, also mal grundsätzlich die Auffassung eines anderen Menschen betrachtend?

Deine Kombination aller Auffassungen von Dir sind auf nicht Involvierte freilich provozierend: bezogen auf eine Problemlösung, die Perspektive haben soll. Das wirst Du vermutlich auch wissen. Von daher frage ich mich, wo überhaupt ein Spielraum besteht, um Lösungen zu erarbeiten?

Gruss oldie