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Themen => Behörden / Gerichte => Thema gestartet von: nichtplatt am 05. Juni 2013, 19:29:12



Titel: Anwaltspflicht?
Beitrag von: nichtplatt am 05. Juni 2013, 19:29:12
Guten Tag,

nach langer Zeit habe ich einmal wieder eine Frage.

Ich muss für meinen Sohn eine Unterhaltsabänderungsklage einreichen. Besteht dafür ein Anwaltszwang?

Der KU wurde schon vor 3 Jahren tituliert.

Liebe Grüße

Nichtplatt


Titel: Re: Anwaltspflicht?
Beitrag von: Beppo am 05. Juni 2013, 19:32:53
Hallo nichtplatt,

wohnt dein Sohn nicht bei dir?

Dann könntest du dich vom JA begleiten lassen, statt von einem RA.

Wenn du allerdings Unterhaltspflichtiger bist, brauchst du einen Anwalt.
Und zwar einen guten!

Gruss Beppo


Titel: Re: Anwaltspflicht?
Beitrag von: nichtplatt am 05. Juni 2013, 20:08:29
Hi,

mein Sohn lebt bei mir. Beim Unterhaltsprozess vor drei Jahren hatte Sie angeben nur noch eine 80% Stelle zu haben. Sie arbeitet aber nach unserem Kenntnisstand seit mindestens 2 Jahren wieder voll. D.h. wollen wir den Unterhalt neu berechnen lassen.



Gruß


Nichtplatt


Titel: Re: Anwaltspflicht?
Beitrag von: Beppo am 05. Juni 2013, 20:15:46
Dann forderst du sie erstmal zur Einkommensauskunft, inkl. Belegen der letzten 12 Monate und Steuerbescheid auf.

Dann errechnest du (mit unserer Hilfe) den richtigen Unterhaltsbetrag aus und forderst sie auf, diesen zu bezahlen.

Ob dann noch ein Prozess nötig wird bleibt abzuwarten.


Titel: Re: Anwaltspflicht?
Beitrag von: nichtplatt am 05. Juni 2013, 21:07:34
Hi Beppo,


die KM ist absolut Beratungsresistent. Ohne Gericht geht da gar nichts.
Daher meine Frage, ab bei Unterhaltsabänderungsprozessen Anwaltszwang besteht.


Gruß

Nichtplatt


Titel: Re: Anwaltspflicht?
Beitrag von: Beppo am 05. Juni 2013, 21:10:36
Dann gilt wieder meine Antwort #1.

Du kannst dich auch vom JA begleiten lassen.


Das ändert aber nichts am Verfahren, welches ich in Antwort #3 beschrieben habe.


Titel: Re: Anwaltspflicht?
Beitrag von: schultze am 12. Juni 2013, 17:51:20
Hallo nichtplatt,

wenn die KM nicht kooperiert geht es nur übers Gericht. Vom Jugendamt begleiten lassen, hieße dann eine Beistandschaft einzurichten. Dann klagt das Jugendamt für dich. Machst du es in "Eigenregie" brauchst du einen Anwalt. Nach meiner Kenntnis herrscht bei allen Angelegenheiten bei denen es um Geld geht (Unterhalt, Sonderbedarf, Mehrbedarf etc.) Anwaltspflicht.

Beste Grüße,
Schultze


Titel: Re: Anwaltspflicht?
Beitrag von: Beppo am 12. Juni 2013, 18:02:22
Bist du sicher, dass eine Beistandschaft Bedingung ist?

Ich hatte es so verstanden, dass das JA auch einfach so mitkommen könnte.
Bin aber auch nicht sicher.


Titel: Re: Anwaltspflicht?
Beitrag von: schultze am 12. Juni 2013, 18:08:26
Bist du sicher, dass eine Beistandschaft Bedingung ist?

Ziemlich sicher  :wink:.
Nur durch eine Beistandschaft wird das Jugendamt sozusagen für einen bestimmten Bereich gesetzlicher Vertreter des Kindes und klagt dann gegebenenfalls. Allerdings kassieren die dann auch erst einmal den bestehenden Titel ein, dessen Abänderung angestrebt wird. Es wird sozusagen der unterhaltsrelevante Teil des Sorgerechts an das Jugendamt abgegeben.
Ansonsten beraten die nur und können auch nichts tun, wenn das Ergebnis der Beratung auf taube Ohren stößt.



Titel: Re: Anwaltspflicht?
Beitrag von: Inselreif am 12. Juni 2013, 18:26:47
Hi,

wo ist das Problem einen Anwalt zu nehmen? Der Bedürftige bleibt bei rechtmässiger Forderung selten auf seinen Kosten sitzen.

Gruss von der Insel


Titel: Re: Anwaltspflicht?
Beitrag von: Beppo am 12. Juni 2013, 18:28:02
Stimmt!

Kinder sind ja (fast) grundsätzlich bedürftig.