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Politik & Gesellschaft, Soziales => Politik, Gesellschaft, Soziales => Thema gestartet von: DeepThought am 29. November 2004, 09:48:48



Titel: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: DeepThought am 29. November 2004, 09:48:48
Der Spiegel - Ausgabe 49/2004

Titelgeschichte

Seiten 88 - 101

Die Hölle danach

Die Scheidungswut bricht alle Rekorde, über eine halbe Million Deutsche pro Jahr sind betroffen. Neuere Studien zeigen: Seelisch leiden unter dem Scheitern einer Ehe, neben den Kindern, vor allem die Männer. Jetzt will die Bundesregierung das Unterhaltsrecht ändern – zu Gunsten der Kinder, zu Lasten vieler Ex-Ehefrauen.

Seine Ehefrau schlug auf ihn ein, bis er sich entschloss, aus der gemeinsamen Wohnung auszuziehen.

Als die Verlassene, rasend vor Wut und gekränkter Eitelkeit, seine Bücher bei strömendem Regen auf die Straße warf, hoffte der malträtierte Mann wenigstens auf das Verständnis seiner 14-jährigen Tochter. Doch die, voll cool, sagte nur: „Papa, du musst die Mama verstehen, die braucht das jetzt.“

Der 16-jährige Sohn, immerhin, stand seinem geprügelten Vater bei. Mit Mühe konnte der Filius die Furie davon abhalten, auch noch den väterlichen Laserdrucker in den Regen zu stellen.

Im Briefkasten seiner neuen Bleibe fand der geflohene Ehemann bald darauf ein Anwaltsschreiben mit dem Bescheid, er habe die depressive und daher arbeitsunfähige Ehefrau und seine beiden Kinder allmonatlich mit 1564 Euro zu unterhalten. Seine laufenden Nettobezüge betrugen gerade mal 1768 Euro.

In seinem Unglück („Und ich kann dann den Kitt aus den Fenstern essen!!!“) suchte der Mann unter dem Pseudonym „Ohri “ Hilfe im Internet, wo er auf eine Website mit der Adresse www.vatersein.de stieß. Auf dieser und ähnlichen Homepages werden Pechvögel wie er vom Webmaster begrüßt („Willkommen im Club “), getröstet und beraten: „Denk dir nix dabei und lass alles deinen Anwalt machen … Du schaffst es, nur Mut!“

Zu Dutzenden erzählen auf solchen Homepages männliche Trennungsopfer ihre Leidensgeschichte – unter düsteren Überschriften wie „Schön wär ’s, wenn ’s schön wär “,„Ich weiß nicht mehr weiter “, „Die Hölle danach “ oder, schlicht und ergreifend,„Verzweiflung “.
Nur Einzelfälle? Kerle als Prügelknaben, Männer als Scheidungsopfer – die Botschaft, die solche Websites vermitteln, muss all jene verstören, die sich in der Gewissheit eingerichtet haben, dass in der patriarchalisch geprägten Gesellschaft der Bundesrepublik ausschließlich oder doch vorwiegend Frauen die Leidtragenden seien.

„Väter sind Täter “ – in dieses jahrzehntelang vom profeministischen Zeitgeist propagierte Feindbild fügen sich in der Tat ungezählte Berichte über geschändete Kinder, vergewaltigte Mädchen und misshandelte Ehefrauen. Um ihnen beizustehen, wurden Frauenberatungsstellen eingerichtet und Frauenhäuser eröffnet, Frauenbeauftragte eingestellt und Frauennotrufe geschaltet.

Für Männer – natürlich??– unterblieben derlei Vorkehrungen. Das Tätergeschlecht sah sich mit Verachtung bedacht, und das nicht nur in der lila Witzecke von Alice Schwarzers „Emma“ („Was ist ein Mann in Salzsäure? Ein gelöstes Problem “), sondern auch schon mal in millionenfach verbreiteten Frauenschmökern der Sorte „Nur ein toter Mann ist ein guter Mann“.




Diese Ausgabe von "Der Spiegel" ist Pflichtlektüre! (Und das nicht nur, weil www.vatersein.de gleich zu Beginn der Titelstory genannt wird.)

DeepThought


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: Uli am 29. November 2004, 10:01:54
Hallo Deep,

sollen wir uns jetzt auf die Schulter klopfen, weil wir etwas Positives für gebeutelte Väter (und Mütter) geschaffen haben, oder schon mal mit Bangen in die Zukunft schauen, weil uns diese Publicity an den Rand unserer Möglichkeiten bringt !?  :heu:

LG Uli


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: DeepThought am 29. November 2004, 10:42:08
Hallo Uli,

es ist wohl beides.

Sicher ist, wir haben hier eines der umfangreichsten und meist frequentierten WebSites zum Familienrecht in Deutschland erschaffen. Dies ist auf der anderen Seite erschütternder Beweis, wie dringend und häufig Rat und Hilfe von Nöten sind. Meine Einstellung ist ja bekanntlich, mir wäre es lieber, WebSites wie diese müsste es nicht geben.

Kurz noch zum Spiegel-Artikel: Er wird für Aufruhr sorgen. Vor allem bei denen, die sich inlegitim bislang vor die zu schützende Mutter stellten und dies allzu häufig auf Kosten der Kinder. Mein Respekt dem Verlag und den Redakteuren gegenüber ist gewiss und wird sich in einem Leserbrief ausdrücken. Ich möchte jeden bitten: Bitte, tut einmal etwas für uns und schreibt an den Spiegel. Stärkt den Redakteueren den Rücken. Sie werden von den etablierten Feministinneneinrichtungen 'ne Menge Haue beziehen.

DeepThought


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: Melly am 29. November 2004, 11:19:16
Danke Jörg,
daß Du den ersten Abschnitt hier gepostet hast, das macht Lust auf mehr und ich werd mir den Spiegel besorgen.
Was ich dann doch lustig fand ist die Eingangsgeschichte, da ich erst dachte...komisch die kommt mir so bekannt vor.
Ich bewundere Ohri, der sich dem Spiegel zur Verfügung stellte und seine Geschichte der großen Öffentlichkeit zum Lesen gab.
Hut ab.

Hmm..Jörg..ich denke, es ist nicht unbedingt schlecht, daß die Seite hier auch mal in solch großen Zeitschriften erwähnt wird.
Es gibt doch vielen Männern auch den Mut, mal selbst auf die Suche nach Infos zu gehen und nicht alles zu glauben, was gegnerische Anwälte so rüber bringen.
Wir ...mein Mann und ich, wären damals froh gewesen, gleich diese Seite als Info zu haben, da wären gewisse Unsicherheiten gleich aus dem Weg geräumt worden.
Wir kennen ja das Spiel...Briefe eines gegnerischen Anwalts am Freitag  :mad:

Dieser Artikel zeigt Jörg...daß Du mit der Erstellung dieses Forums den richtigen Weg gegangen bist.
Danke Jörg...für alle Väter und auch Mütter und Zweitfrauen...nicht zu vergessen die vielen Kinder, die hinter den vielen Nicks stecken.

Liebe Grüße
Melly



Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: Uli am 29. November 2004, 11:54:50
soeben hat sich der 1.500te User registriert. Ich denke Deep, dass sollte bei all Deinen persönlichen Probs ein Grund zum Feiern für Dich sein. Vor wenigen Monaten hast Du noch 998 registrierte User bis Ende des Jahres avisiert.

Die Kehrseite der Medaille ist natürlich: das Ausmaß an Leid und Unrecht ist erschreckend hoch. Ich hoffe, dass solche Artikel, wie der heutige im SPIEGEL Schule machen und wir eine breite Öffentlichkeit für unsere Nöte bekommen werden. Diese könnte vielleicht ein Umdenken bei den Gerichten bewirken.

Ein hoffender Uli


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: bengel am 29. November 2004, 12:14:30
Hallo zusammen,

habe gerade den Arikel gelesen, förmlich gefressen, und bin sehr erleichert, dass es mal jemand wagt die Wahrheit zu sagen. Das heisst ja nicht, dass es nicht auch Rabenväter gibt, aber die Generalabsolution von sogenannten "Müttern", die die gemeinsamen Kinder als Eigentum benutzen, ist dahin.

Dem Spiegel sei Dank.

Gruss Bengel


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: AndreaDD am 29. November 2004, 14:41:48
Ich finde den Artikel prima und kann nur alle auffordern, Leserbriefe zu schreiben und darum zu bitten, noch mehr ins Eingemachte zu gehen.  :yltype:

Aber ein super Anfang um mit der Problematik mehr ins Bewußtsein der Öffentlichkeit zu gelangen.

Gruß
Andrea


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: Julchen am 29. November 2004, 15:34:08
Ich habe den Artikel auch gelesen.

Fand ihn auch toll und bin gespannt, was da so einige Poliker und Frauenrechtler zu sagen haben ...

Julchen


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: tortour am 29. November 2004, 16:56:38
Zitat
Hallo Deep,

sollen wir uns jetzt auf die Schulter klopfen, weil wir etwas Positives für gebeutelte Väter (und Mütter) geschaffen haben, oder schon mal mit Bangen in die Zukunft schauen, weil uns diese Publicity an den Rand unserer Möglichkeiten bringt !?  :heu:

LG Uli


hi,

ihr solltet euch auf die schulter klopfen und nicht hoffen, daß es euch an den rand der möglichkeiten bringt.

denn eines ist sicher: in diesem forum bekommt jeder auskunft und hilfe. es heißt zwar vatersein, aber gegenüber so manch anderem forum, indem Frau, sobald man dort merkt, das es eine ist, dort ziemlich heftig angegangen wird, bekommt hier jeder neutral und sachlich auskunft.

und das ist das, was mir an eurer seite so gut gefällt und warum ich hier "hängengeblieben" bin  :)

gruß
tortour


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: Carisma78 am 29. November 2004, 17:32:48
Hallöchen Deep!

Auch ich möchte dir dafür danken, dass du diese Seite zu dem gemacht hast, was sie heute ist und das ist nicht nur eine Seite, wo sich bemittleidende Väter mal so richtig ausweinen, sondern eine Seite, die auch mit viel Rat und Tat einem in bestimmten Situationen zur Seite steht. Und damit meine ich nicht nur den Vätern. Vor allem auch mich als "Zweitfrau" spricht diese Seite natürlich sehr an und ich versuche jeden einzelnen Fitzel aus meiner Beziehung hier wiederspiegeln zu können.

Und doch habe ich es verpasst, mir heute die Zeitschrift zu kaufen, dabei war ich heute morgen noch voller ansinnen dazu, sie zu ergattern. Aber morgen ist auch noch ein Tag und ich werde sie mir gleich auf dem Weg zur U-Bahn kaufen, um es nicht wieder zu vergessen. Werde auch an dem Artikel, nachdem ich ihn mir durchgelesen habe, einige momente der Verarbeitung zubringen, aber dann auch entsprechend einen Leserbrief dorthin schreiben, um auch meine Befürwortung dazu kund zu tun.

Ich finde es nämlich auch sehr mutig dieses Thema als Zeitschrift so provokant für die Bevölkerung aufzunehmen. Obwohl es für viele Männer gar nicht so provokant erscheinen mag, sondern eher die Realität darstellt. Aber auch für solche Berichte ist gerade der Spiegel bekannt. Es wird dort oftmals das geschrieben, was in vielen Köpfen der Menschen vorgeht.

Dass die Seite hier natürlich dort ihren Anklang finde, sollte dich umso mehr auf das stolz machen, was du hier geschaffen hast und was du vielen Vätern bietest, die in eine Lage gekommen sind, wo sie einfach auch mal mehr Klarheit benötigen.

Deswegen ein ganz großes DANKE an dich.

Bye, Cari.


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: DieMystiks am 29. November 2004, 18:09:27
Hallo Joerg,

es ist ein gutes Gefühl zu wissen, daß dieses Forum fruchtet. Endlich wird das Thema mal von der anderen Seite beleuchtet.
Ich hatte leider noch keine Zeit den Bericht ganz zu lesen, habe ihn eben nur kurz überflogen.
Heute abend nehme ich mir die Zeit und werde mich dann morgen an den Leserbrief machen.

Ich habe schon ähnliche Gedanken wie Uli. Ich bin gespannt, was sich nun hier in den nächsten Tagen tun wird.
Es gab ja schon einmal solch einen plötzlichen "Run".

1511 registrierte User sprechen für sich. Einfach klasse!

Also auf jeden Fall ein "Schulterklopfen" und ein Grund zum Feiern.

Merci, daß es  euch gibt

Tina und Micha




Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: biga am 29. November 2004, 18:22:47
hallo,

habe den artikel zwar noch nicht gelesen, aber von 1500 heute mittag auf 1511 registrierte heute abend finde ich drückt was aus....bin mal gespannt, was da noch kommt.... und bleibt

grüße von der auf den artikel neugierigen biga


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: jellyrollrock am 29. November 2004, 18:37:42
verstoss gegen die forumsregeln und beleidigung.
beitrag gelöscht.
mel

[Editiert am 29/11/2004 von mel]


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: Uli am 29. November 2004, 18:50:16
Habe meinen Beitrag gelöscht, da er sich auf den gelöschten Beitrag darüber bezog und nunmehr keinen Sinn mehr ergibt.

Uli

[Editiert am 30/11/2004 von Uli]


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: RomyH am 29. November 2004, 19:23:35
@jellyrollrock


????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????

Mein Gott musst Du ein einsames und unerfülltes Leben führen...
Was Du schreibst ist das, was ich und vermutlich 99 % der Gesellschaft nicht haben möchten...


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: TabSel am 29. November 2004, 19:32:27
@ RomyH

beruhig Dich doch... das ist doch genau, was mit diesen Postings bezweckt ist: Provokation...

Ich fühl mich nicht provoziert, weil ich mich mit dem Leben und den Wertvorstellungen die ich habe sehr wohl fühle... und ich hab genügend Selbstbewußtsein zu akzeptieren, dass es eben nicht so nach meinen Wertvorstellungen läuft und dies nicht provokant im EMMA-Forum oder sonstwo kundzutun...

Also, setzt ein Lächeln auf, laßt den Herrn V....n wen oder was auch immer er möchte... er hat halt ein anderes Lebensmodell... so wie viele unserer Exen... ;-)


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: Arwen am 30. November 2004, 14:24:38
Kauf mir den Artikel mal. Bin gespannt.


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: eskima am 30. November 2004, 14:56:28
Hallo,

ich finde den Beitrag genial, endlich beleuchtet mal jemand ausführlich die "andere Seite". Nicht mal Cochem hat gefehlt. Von meiner Seite ein großes Kompliment an die Schreiber.

Achso, dass sollte ich ja dem Spiegel schreiben  :D

Gruß

eskima


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: Uli am 30. November 2004, 20:10:11
Man kann sich übrigens auch beim SPIEGEL an der Diskussion im dortigen Forum beteiligen. Ob es eine große Aussenwirkung hat kann ich nicht sagen.

 
 www.spiegel.de/forum/


LG Uli


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: Langer am 30. November 2004, 21:42:36
Hallo,

dass der SPIEGEL auf einem hohen journalistischen Niveau regelmässig über gesellschaftliche Mißstände informiert, ist mir seit über 30 jahren bekannt. Ich wäre jedoch bei der Bewertung und Einordnung des aktuellen Titels vorsichtig. Es werden - in zutreffender Weise - zwar eine Vielzahl von familienrechtlichen Problemen aufgezeigt; eine Lösung hierfür gibt der Bericht jedoch nicht. Deshalb sollte er auch nicht zum Evangelium eines jeden Betroffenen hoch stilisiert werden.
Meine Erfahrung aus fast 17 Jahren Berufsausübung als Rechtsanwalt mit unzähligen Famileinrechtsfällen sind zwar genau jene Beispiele, auf die sich der Bericht stützt, dennoch würde ich es verweiden wollen, hier wechselsetige Schuldzuweisungen vorzunehmen.
Weder der " Radikal "-Feminismus, noch sonstige Strömungen sind die Ursache für die hier zitierte, schreiende Ungerechtigkeit. Es liegt vielmehr an der oft unzureichend vorhandenen Bereitschaft sämtlicher Beteiligten, sich an einen Tisch zu setzen und miteinander über die gegebenen Probleme zu reden. Stattdessen werden " unsinnige " Aktivitäten, die dazu noch sehr kostspielig sein können, gestartet, um der / dem " Ex " nach Vetragsbeendigung, noch einaml ordentlich die Muskeln zu zeigen. Dieses Verhalten ist ein allgemein gesellschaftliches Problem. Es wird sich auch nicht durch " neue " oder " andere " Gesetze verändern.
Trotzdem ist es natürlich wichtig, dass die Realitäten nicht unter den Teppich gekehrt werden, denn Leidtragende/r kann jede / r Frau / Mann werden.


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: Melly am 30. November 2004, 22:01:26
Hallo Langer,

herzlich Willkommen bei Vatersein.

Hmm... ich denke es geht hier klar um eine gewisse Ungerechtigkeit, die auch noch in Gesetzen festgehalten wurde, daß der Mann oft wirklich nur noch vom Selbstbehalt lebt und Ex-Frauen auch ein gewisses Maß an Freiheit gegönnt wird.
Laut Gesetz heißt es, daß jeder für seinen Unterhalt selbst aufkommen muß, komischerweise sieht es aber in deutschen Gerichten anders aus.
Na da wird alles an den Ex-Partner abgeschoben, bevor die gute Frau Sozialhilfe bekommt.
Wenn man dann auch noch an die Männer und Zweitfrauen denkt, die nicht eine Chance bekommen, eine neue Familie zu gründen, dann muß man sich fragen, ob alles so richtig ist, wie es gemacht wird.
Der Politiker schreit nach Kinder....aber bitte wie soll man die ernähren, wenn man nix mehr hat und Zweitfrauen in dieser Rechtsprechung eh immer hinten anstehen müssen?
Es fehlt ganz klar auch in den Gerichten an Gerechtigkeit, das sollte man klar erwähnen.

Ich denke wir reden hier nicht über den KU, der sollte für jeden Vater Pflicht sein, aber es gibt genug alleinerziehende Väter, die keinen Cent von der Ex bekommen.
Die wird komischerweise nicht so angemacht und das Messer setzt man ihr auch selten auf die Brust, wenn sie keinen Unterhalt zahlt.
Es gibt sovieles, was aufstößt ...aber wenn Du mit diesen Fällen zu tun hast, brauch ich Dir das ja nicht erzählen.
Gruß
Melly


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: DeepThought am 30. November 2004, 22:43:53
Hallo Langer,

deinen Ausführungen stimme ich fast vollumfänglich zu.

Es ist uns allen hier klar, dass wohl die Hälfte aller Scheidungen mit Kindern recht friedvoll ablaufen. Von der verbleibenden Hälfte kriegen die Hälfte der Eltern das Dilemma nach kurzer emotionaler Überlastung auch wieder in den Griff. Und wir hier beschäftigen uns mit max. 25 % aller Scheidungen. Das ist immer noch eine erkleckliche Anzahl, die jedoch weiter dadurch eingeschränkt wird, dass nicht ein jeder dieser 25% sich in das Interne traut, geschweige denn seinen Fall schildert.

Auch die Suche nach einem Schuldigen hilft letztlich nicht wirklich weiter. Es führt nur dazu, dass sich einer schlecht fühlt und der andere besser. Es muss ein Geschlechterkonsens gefunden werden und die Damen müssen begreifen, dass Frau nicht Frau und Mann gleichzeitig sein kann und dies nicht Abhängigkeit wie in der Vergangenheit zur Folge hat.

Der Staat wiederum hat den Damen und Herren mit "Nehmerqualitäten" die Segel aus dem Wind zu nehmen. Denn ohne Regelung geht es nicht; ansonsten wäre ja auch das StGB unnütz. Der Mensch ist (noch) nicht edel und großherzig.

DeepThought


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: bengel am 01. Dezember 2004, 08:47:49
hallo forum,
ich hab gestern gleich mit zwei freundinnen (platonischen) über den artikel diskutiert, eine davon geschieden. beide waren über den artikel entsetzt, weil er einseitig sei und die armen frauen verunglimpfe und fern der realität der scheidungsopfer frau sei. zwar immer mit dem zusatz" bei dir ist es was anderes", aber das zeigt mir klar, dass noch ein weiter weg zu gehen ist. aber zumindest ist bewirkt, das unser thema endlich diskutiert wird.

gruss

bengel


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: Kloeppelfee am 01. Dezember 2004, 10:06:36
Hallo Langer,

stimmt sicher: wer reden kann, braucht keinen Richterspruch.

Es gibt aber faktisch Ungerechtigkeiten. Das fängt damit an, dass eine unverheiratete Frau automatisch das alleinige Sorgerecht zugesprochen bekommt bei der Geburt eines Kindes. Das gemeinsame muss beantragt werden, nicht das alleinige! In anderen Ländern ist dies anders, ich glaube, Italien ist ein Beispiel, bin mir aber nicht sicher.

In jedem Fall hat ein unverheirateter Mann so gut wie keine Chance auf Sorgerecht, wenn die Mutter dies nicht will.
Die Frauen können den Umgang einschränken und behindern und am Ende wirkt sich dies noch nachteilig für den Mann aus (er hat sich schließlich nicht gekümmert..).

Grundsätzlich gilt wohl, dass (auch vor Gerichten) demjenigen mehr geglaubt wird, bei dem/der das Kind überwiegend lebt. Dies  ist verständlich, kommt aber nicht immer der Wahrheit näher.

Ich hoffe, dass darüber bei Gerichten und in Anwaltspraxen mehr nachgedacht wird.

Grüße


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: Thomas Stefan am 01. Dezember 2004, 10:11:22
Hallo

habe den Artikel auch endlich lesen können und kann nur sagen: Ganz viel Respekt vor der Spiegel Redaktion, ich hoffe das das Thema nun auch mal von anderen aufgegriffen wird.

LG
     Thomas

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Das Leben ist eine Verkettung von Augenblicken, versucht die Glücklichen zu bewahren !

[Editiert am 1/12/2004 von Thomas Stefan]


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: Delphin am 01. Dezember 2004, 10:39:26
@Kloeppelfee             Hallo Kloeppelfee!
    "Grundsätzlich gilt wohl,dass(auch vor Gerichten )demjenigen mehr geglaubt wird bei dem/der das Kind überwiegend lebt...
      Dies ist verständlich, kommt aber nicht immer der Wahrheit  näher."


      Sorry aber ich denke das lässt sich nicht "grundsätzlich" sagen.

      Du schreibst weiter das dies für Dich verständlich ist warum?


      Gruss Delphin


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: Uli am 01. Dezember 2004, 11:20:06
Hallo Langer,

schön, hier auch jemand von der Fraktion der Anwälte zu finden, noch dazu mit einschlägiger Erfahrung. Herzlich Willkommen bei VATERSEIN! Auch ich gebe Dir Recht, dass mangelnde Kommunikation die Wurzel vielen Übels ist. Sie richtet ehemals funktionierende Beziehungen zugrunde; gerade dann, wenn es noch einmal von Nöten wäre zu reden, versagt sie gänzlich.

Was könnte man tun? Vielleicht könnte man einem strittigen Sachverhalt zwingend eine Mediation vorschalten und dem verweigernden Part später den Zugriff auf Prozesskostenhilfe erschweren.

Vielleicht darf ich meinen eigenen Fall beispielhaft anführen. Ich habe stets an allen Stellen Gesprächsbereitschaft signalisiert. Da meine Kinder damals bei meiner geschiedenen Frau lebten, wäre mir auch nichts anderes übrig geblieben. Sie hatte die Fäden in der Hand! Demgegenüber sagte sie dem Jugendamtsmitarbeiter wörtlich ins Gesicht, sie werde sich niemals mit mir gütlich einigen. Es käme alles vor Gericht. Es sei ihr sch....egal, denn sie bekäme Prozesskostenhilfe. Diese Aussage wurde in keiner Weise korrigiert, sondern als quasi normal hingenommen. In Unterhaltsangelegenheiten habe ich mehrfach - auch über meinen Anwalt - angeboten, sich an einen Tisch zu setzen. Das Resultat war eine Gehaltspfändung basierend auf Urkunden, die aufgrund veränderter steuerlicher Veranlagung keinen Bestand mehr haben durften.

Heute, nach 4 1/2 Jahren ist es so, dass zwei Amtsgerichte, ein Landgericht und ein Oberlandesgericht, auf ihrer Seite drei verschiedenen Kanzleien und auf meiner Seite ein Anwalt beschäftigt wurden. Es wurde sogar mein Arbeitgeber, der in beispielloser Weise finanziell geholfen hat, bis vor das Oberlandesgericht gezerrt. Ich habe überschlagsweise in der Vergangenheit ca. 12.000,- EURO an Gerichts- und Anwaltskosten abdrücken müssen. Die psychischen Belastungen (auch und gerade der Kinder!) lassen sich garnicht ermessen. Ein im August 2002 gegen mich angestrebtes Unterhaltsverfahren hat es heute, nach 2 1/2 Jahren und vielen EA-Entscheidungen, bis ins Stadium der PKH-Prüfung für meine Ex-Frau geschafft. D.h. es ist noch nicht einmal ein Hauptverfahren eröffnet worden. Die Kosten für dieses Verfahren sind auch noch nicht eingerechnet.

Jetzt leben unsere Kinder schon eine Weile bei mir. Meine geschiedene Frau ist inzwischen vollständig "entmüdigt", d.h. umfassend unter Betreuung gestellt worden. Dieser Umstand konnte nicht verhindern, dass es munter gegen mich weitergehen kann. Heute ist halt die Betreuerin die Klägerin. An ihrer Seite findet sich ein Anwalt, der jede kritische Distanz zu seiner Mandantin verloren hat. Man möchte von mir bei einem Nettoeinkommen von 2.100,- EURO und zwei durch mich zu versorgende Kinder einen nachehelichen Unterhalt für meine Ex-Frau von 1.850,- EURO haben. Kindesunterhalt bekomme ich nicht, auch keine Leistungen aus der Unterhaltsvorschusskasse.

Weshalb ich das noch mal aufgeschrieben habe ist nicht (nur) um mich auszuheulen. Ich wollte aufzeigen, dass dieser Staat Möglichkeiten bietet, es den Männern nach einer Scheidung wirklich schwer zu machen. Ich kann mir bei bestem Willen nicht vorstellen, dass es hier einem unter asozialen Bedingungen lebenden Mann der nicht arbeitet und keinen Kindesunterhalt zahlt möglich wäre, eine vollschichtig berufstätige allein-erziehende Mutter und deren Arbeitgeber mit unsinnigen Prozessen zu überziehen und zu versuchen, diese auch noch finanziell auszunehmen.

LG Uli

[Editiert am 1/12/2004 von Uli]


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: Ratlos am 01. Dezember 2004, 11:26:29
Hallo zusammen,
habe den Artikel gerade gelesen und er gibt einem das Gefühl, dass man doch nicht allein so ein Looser ist.
Aber meine Kampfeslust stärkt das alles auch nicht mehr, diese ist mir angesichts der allgemeinen Ausichtslosigkeit meine Kinder zu mir zu bekommen und einer Krankheit vollkommen abhanden gekommen. Ich muss mit meinen wenigen Kräften haushalten und sie dort einsetzen, wo sie tatsächlich etwas bringen. In der Scheidungssache kann ich mich nur noch passiv verhalten und die Anwälte machen lassen. Mir wurde sozusagen das Genick gebrochen. Sorry. ;(
Ich werde aber gerne den Spiegel-Redakteuren zu ihrem Mut gratulieren.

Gruß Ratlos


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: dalli67 am 01. Dezember 2004, 11:30:55
Zitat
Danke Jörg,
daß Du den ersten Abschnitt hier gepostet hast, das macht Lust auf mehr und ich werd mir den Spiegel besorgen.
Was ich dann doch lustig fand ist die Eingangsgeschichte, da ich erst dachte...komisch die kommt mir so bekannt vor.
Ich bewundere Ohri, der sich dem Spiegel zur Verfügung stellte und seine Geschichte der großen Öffentlichkeit zum Lesen gab.
Hut ab.

Hmm..Jörg..ich denke, es ist nicht unbedingt schlecht, daß die Seite hier auch mal in solch großen Zeitschriften erwähnt wird.
Es gibt doch vielen Männern auch den Mut, mal selbst auf die Suche nach Infos zu gehen und nicht alles zu glauben, was gegnerische Anwälte so rüber bringen.
Wir ...mein Mann und ich, wären damals froh gewesen, gleich diese Seite als Info zu haben, da wären gewisse Unsicherheiten gleich aus dem Weg geräumt worden.
Wir kennen ja das Spiel...Briefe eines gegnerischen Anwalts am Freitag  :mad:

Dieser Artikel zeigt Jörg...daß Du mit der Erstellung dieses Forums den richtigen Weg gegangen bist.
Danke Jörg...für alle Väter und auch Mütter und Zweitfrauen...nicht zu vergessen die vielen Kinder, die hinter den vielen Nicks stecken.

Liebe Grüße
Melly

 



Wie sehr ich das kenne... Anwaltsbriefe am Freitag, meist nach Büroschluss oder noch besser... gleich am Samstag, damit man so ein richtig schön beschissenes Wochenende hat. Wer das Kind hat, der hat die Macht... ob es für den Zwerg nun dienlich ist oder nicht... primitive Machtspiele zerstören unsere Kinder. Besonders, wenn man eine "Scheidung zu viert" begeht. Oder wie sollte man besser sagen? Hast Du eine Frau, brauchst Du keine Feinde mehr... :knockout:

Mitleidende Grüße
Jürgen


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: dalli67 am 01. Dezember 2004, 11:36:15
Zitat
Hallo zusammen,
habe den Artikel gerade gelesen und er gibt einem das Gefühl, dass man doch nicht allein so ein Looser ist.
Aber meine Kampfeslust stärkt das alles auch nicht mehr, diese ist mir angesichts der allgemeinen Ausichtslosigkeit meine Kinder zu mir zu bekommen und einer Krankheit vollkommen abhanden gekommen. Ich muss mit meinen wenigen Kräften haushalten und sie dort einsetzen, wo sie tatsächlich etwas bringen. In der Scheidungssache kann ich mich nur noch passiv verhalten und die Anwälte machen lassen. Mir wurde sozusagen das Genick gebrochen. Sorry. ;(
Ich werde aber gerne den Spiegel-Redakteuren zu ihrem Mut gratulieren.

Gruß Ratlos



Hallo Ratlos,

keene Bange, bist nicht der einzige "Looser". Ich selber habe 13 Termine vor dem Familienrichter hinter mir, die Trennung hat mich so schlappe 65 tsd. Euro gekostet ohne dass da auch nur ein Cent Unterhalt dabei wäre...

Beim lesen des Artikels kann einem als betroffener schon das Wasser in den Augen stehen... denn die Kinder haben meistens sowieso keine Tränen mehr. Unser Sohn ist mit 4,5 schon ein Fall für den Psychiater... und als Mann schaust Du einfach hilflos zu... und es interessiert keine Sau. Nicht den Familienrichter und die Pfeifen vom Jugendamt schon mal garnicht. Die müssten ja mal was tun... und irgendwann wird mal in der Zeitung zu lesen sein... "wir wussten von nichts..."

Gruß
Jürgen


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: Kloeppelfee am 01. Dezember 2004, 11:46:15
@delphin
Ich denke schon, dass ein Dritter, also z.B. Anwalt, Richter etc., sich mehr an meine Äußerungen hält, einfach aus der Annahme heraus, dass ich mehr über mein Kind weiß, wenn es mehr Zeit bei mir verbringt. (deshalb das Verständnis).

Es ist alles etwas theoretisch für mich, denn der Vater meines Sohnes und ich haben nicht solche ätzenden Auseinandersetzungen. Aber ich kann es manchmal eben regelrecht "riechen", dass es so wäre, dass ich alles in der Hand haben könnte, wenn ich wollte.

Beim Jugendamt wurde mir übrigens mal davon abgeraten, den Unterhalt um einen gewissen Betrag zu kürzen - weil Kind beim Vater auch Zimmer hat und schließlich acht Tage im Monat dort lebt. Begründet wurde dies mit Argumenten, die zutreffen auf Männer, die sich überhaupt nicht kümmern. Ich musste also der Frau vom JA erstmal klar machen, dass es nicht richtig ist, dies grundsätzlich vorauszusetzen und in unserem Fall nicht stimmt.

Grüße!


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: Arwen am 01. Dezember 2004, 12:22:24
So habe den Artikel endlich auch gelesen und werde mich jetzt schnell uim Spiegel beamen und meine Meinung kundtun.
Es war Zeit für einen Artikel dieser Art.


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: Ratlos am 01. Dezember 2004, 13:08:55
@arwen
war grad auf der Spiegelseite.
Gibt es da eine Möglichkeit Leserbriefe online zu schreiben? Wenn ja, wie? Bin zu doof :puzz:  Könntest du mir da bitte kurz helfen

Danke. :)

Ratlos


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: DeepThought am 01. Dezember 2004, 14:26:56
Hallo Ratlos,

Leserbriefe können via E-Mail an leserbriefe (at) spiegel.de gesandt werden. Solltest du mit der Veröffentlichung deines Leserbriefes einverstanden sein, musst du deine Adresse angeben und bzgl. evtl. Rückfragen freiwillig deien Tel-Nr.

DeepThought


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: Ratlos am 01. Dezember 2004, 14:41:49
Danke  :)


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: Kloeppelfee am 03. Dezember 2004, 11:49:30
Gestern abend Spiegel gelesen.

Grundsätzlich: Begeisterung! Endlich!

Mitten drin beim Lesen stellte sich dann aber auch ein zwischen Selbstmitleid und erbarmungsloser Wut angesiedeltes Bauchgefühl ein:
Ich habe den Vater meines Kindes damals NICHT geheiratet, weise vorausschauend, denn wir waren nicht gerade füreinander geschaffen und ich fand es nicht nötig, dass wir untereinander für den Rest des Lebens verantworltich sein müssten.
Ich habe immer gearbeitet - und zwar vor allem, weil ich das WOLLTE. Ich bin deshalb keine Karrieretussi und habe natürlich auch keine große Karriere gemacht, habe mir aber einen Job erkämpft, von dem ich jetzt gut leben kann.
Ich habe viele böse Sprüche abbekommen (früher mehr, heute weniger) dafür, denn so etwas Gemeines tut man einem kleinen Kind doch nicht an. Es hat auch bedeutet, dass der Vater meines Kindes sich nicht ausklinken konnte aus der Erzieherrolle und auch mal nachts raus musste, auch sehen musste, wie er es mit dem Job vereinbart bekommt, wenn der Sohn z.B. mal krank ist oder früher abgeholt werden muss.
Das alles ist auch für eine Beziehung nicht leicht und es gibt auch eine Menge Widerstände der Männer (z.B. der Kollegen).
Ich habe nie Unterhalt für mich bekommen und auch nie gewollt.
Das ist aber NUR MÖGLICH, weil ich sehr früh und kontinuierlich, wenn anfangs auch nicht viel gearbeitet habe.
Ich bin davon überzeugt, dass meinem Sohn in den ersten Jahren etwas mehr Kuscheligkeit ganz gut getan hätte.

Und aus all diesen Gründen haben andere Paare ganz selbstverständlich geheiratet und damit meine ich auch, dass die Frauen wie selbstverständlich aufgehört haben zu arbeiten und die Männer wie selbstverständlich dies auch von ihren Frauen erwartet haben... (deep - das ist für mich Pretty Woman!)

War Euch das alles denn so gar nicht klar?

Und, bitte schön, wieso bekomme ich noch heute von Leuten, die es eben "konservativ" durchgezogen haben, selbst wenn sie die schlimmsten Erfahrungen mit ihren Ehen gemacht haben, wieso bekomme ich noch heute von solchen Leuten (im privaten Umfeld) zu hören, dass ihre Kinder sehr behütet seien (im Gegensatz zu meinem...????).

Bei aller Ungerechtigkeit des Scheidungsrechtes (wie im Spiegel beschrieben), klagen aber doch auch die Männer, die selbstverständlich von ihren Frauen erwartet haben, nicht mehr zu arbeiten, heute darüber, dass sich diese Frauen nicht selbst ihre Brötchen verdienen.

So. Das musste raus.
Ist eben doch mehr Wut im Spiel.


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: LeaSophie am 03. Dezember 2004, 12:06:38
@kloeppelfee

du spricht mir ein wenig aus dem Herzen.
Ich habe zwar geheiratet, bin aber mit dem Wissen ins die Elternzeit gegangen dass es ein jahr dauern wird und wir dann wechseln (kind1)
er hatte seine meinung geändert und als ich nach einem halben jahr darauf ansprach wie wir das regeln, koordinieren war ich auf einmal das egoistische stück, dann wurd ich schwanger und kind2 gesellte sich zu uns. als ich es wagte im alter von 1 jahr ein studium aufzunehmen, um wieder rauszukommen, durfte ich - nett gesagt fand ich damals - aber ich muss das schon selbst koordinieren und regeln.
er hat es nichtmal geschafft seine tochter morgens zum KIGA zu bringen während ich mit einer fahrgemeinschaft zu uni gefahren wurde und noch schnell einen umweg einlegen bat, um meinen sohn zur tagesmutter zu bringen.
da ist es das erste mal aufgekeimt - das gefühl von *er hält mich unterm daumen* viele einseitige gespräche später kommt er freitags von einer geschäftsreise und teilt mir mit ich bin zu *peinlich* er würde lieber allein mit kollegen essen gehen. weitere wochen und bitten um klärung der situation und hilfebitten an seine person überraschte mich die info einer kollegin, ich sollte doch so langsam ausziehen, sie hätte jetzt genug davon, dass ich *immernoch da bin*. konfrontiert mit dieser situation möchte er am gleichen tage ausziehen und mich sitzen lassen - da war ich gerade inmitten meiner abschlußprüfungen :-))

manchmal frage ich mich wie ich mich so in einem menschen täuschen konnte und diese wut  :mad: und auch das rücksichtslose verhalten dieses menschen habe ich bis heute über 3 jahre später nicht wirklich überwunden.  ;(


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: DeepThought am 03. Dezember 2004, 12:14:40
@kloeppelfee + LeaSophie

Es hat niemand gesagt, es gäbe keine andere Seite. Jedoch berichtet der Spiegel umfassend vom täglichen Scheidungswahnsinn und den rechtlichen Möglichkeiten der Ex. Wenn es bei euch anders gelaufen ist, ok, es ist nicht der Regelfall.

Wenn die Ex will, hat sie alle gesetzlichen Legitimationen auf ihrer Seite und der KV das absolute Nachsehen. Und um diesen Wahnsinn geht es, nicht um Einzelschicksale sondern um das Gerüst.

DeepThought


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: LeaSophie am 03. Dezember 2004, 12:20:05
ich wünschte Dir beipflichten zu können, aber mir persönlich geht es genauso wie es so manchem mann ergeht

sorry deepthought, aber die Welt ist keine Scheibe.

Ja, es ist richtig man muß beide seiten betrachten aber in einem aufwasch und nicht nacheinander. das bemängel ich - an meinem umfeld.

ja, es gibt viele frauen die ein böses spiel spielen und das aus egoistischen sehr einseitigen gründen.
ja, ich kenne trennungsväter die diesen kampf haben und ich wünschte nur einer von diesen männern wäre der vater meiner zwei, dann sehe es doch schon anders aus.
ich bin enttäuscht, von Generationen vorher und von der heutigen generation die es nicht geschafft haben / schaffen WERTE aufrecht zu halten.
ein wert ist doch

füge einem anderen nicht zu, was du mit dir selbst nicht geschehen lassen möchtest. Oder?

einseitigbetrachtet gerät doch immer wieder die andere sicht in vergessenheit. so sehe ich es jedenfalls


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: eskima am 03. Dezember 2004, 12:23:17
Hallo,

ihr werdet hier auf einige Frauen stoßen, die beide Seiten kennen und niemand will euch irgendetwas "nehmen".  Es geht doch einfach darum, diese andere Seite auch anzusehen und zuzulassen.

Hier ein Artikel aus der Schweiz:  http://www.facts.ch/dyn/magazin/gesellschaft/442368.html, der meines Erachtens sachlicher geschrieben ist. Aber zum Beispiel durfte mein Mann folgendes in Deutschland erleben:

 
Zitat
 Solche oft rufschädigenden Aussagen machen Frauen in Scheidungsverfahren zuhauf. Noch erschreckender aber ist: Kein einziger Fall ist bekannt, in dem sich eine Frau vor Gericht für falsche Anschuldigungen verantworten musste.


Und genau dort sitzt mein Punkt, der mich masslos ärgert.

Gruß

eskima

[Editiert am 3/12/2004 von eskima]


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: Uli am 03. Dezember 2004, 12:41:51
Liebe Eskima,

danke für den guten Link. Der Artikel ist wirklich lesenswert und 1:1 auf die Bundesrepublik übertragbar.

LG Uli


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: LeaSophie am 03. Dezember 2004, 13:33:01
wir frauen wollen die emanzipation und doch nehmen sich manche nur die Rechte und nicht die Pflichten. Das eine ohne das Andere geht aber doch nicht.

wenn ich dem Einen Schaden zufüge, kann ich dieser es mit gleicher Münze heimzahlen, muss er aber nicht. und wenn er es doch tut, muss ich mich wohl kaum wundern.

der klügere gibt nach, dann regiert aber doch die Dummheit die Welt

das ist aber auch nicht der einzige Bereich des Lebens in dem es so vor sich geht. ich denke, die Bevölkerung muss sich ändern, denn in allen schichten, beruf, partnerschaft, kindererziehung, DAS LEBEN MITEINANDER läuft derzeit mehr als ETWAS schief


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: made in germany am 03. Dezember 2004, 14:01:44
Vor allem sollte sich mal die Politik darum kümmern was des Lebens recht ist und nicht weiter mittelalterliche Gesetze bestreiten.

Zu dem Artikel, mich wundert es nicht wirklich, das seitdem mehr User auf dieser Plattform befinden und anmelden.

Es besteht grosses Interesse, obwohl mir eine Auflösung eines Forums wie diesem weitaus mehr gefallen würd.

Denn dann würd kein Bedarf an Informationsaustausch vorhanden sein und die Welt mit ihren Menschen gerecht sein.

Grosses Lob an dieser Stelle den Machern, wie den Usern die zur Aufklärung von Misständen beitragen.


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: Kloeppelfee am 03. Dezember 2004, 14:25:34
@deep
Wie oft muss ich betonen, dass ich in Sachen ungerechte Ehegesetzgebung auf Seiten derjenigen bin, die mit dem Schweiß ihrer Arbeit den Ex-Ehegatten/in mit durchfüttern müssen incl. Ungerechtigkeiten bzgl. Umgang, Kinder usw.??
Es geht, wie Du sehr richtig feststellst, um das Gerüst.

Das findet aber nicht nur in der Gesetzgebung statt, sondern auch im gesellschaftlichen Leben. Und es wurden (und werden) Frauen für die Kindererziehung verantwortlich gemacht, von der Gesellschaft, von sich selbst und von ihren (inzwischen Ex-)Männern. Das gehört doch auch zum Gerüst!

Mein Leben ist kein Bericht von der "anderen Seite", sondern hat sehr konkret mit dem Gerüst zu tun. Unter anderem werde ich mal eine sehr niedrige Rente haben (schlurchz), da ich einige Jahre weniger gearbeitet habe (wegen Kind) und ich werde nie  ein halbes Haus von irgendeinem Mann geschenkt bekommen, dafür, dass ich sagen wir mal drei Jahre sein Kind zuhause großgezogen habe. Also nochmal: Wusstet Ihr (Männer) wirklich nicht, wie teuer der Deal ist?
:faszinierend:


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: LeaSophie am 03. Dezember 2004, 14:52:15
@kloeppelfee

mir geht es da wie Dir!
ich mußte einen Teil meiner Rentenanteile an den Herrn übergeben, da meine Kasse voller war. die richterin teilte ihm noch mti, dass in anbetracht der tatsache dass er weder die kinder besuchen wolle und ich  ja die erziehungsaufgaben habe, ein ausschlagen gerecht wäre, hat er sich das trotzdem nicht nehmen lassen, er habe genug drauf bezahlt - sagte er

dieser mann hat mich betrogen, angelogen und ausgenutzt.

er hat bis heute keinen unterhalt für die kinder bezahlt und habe ihm weder die kinder vorenthalten noch ein böses wort über ihn gegenüber den kinder verlauten lassen.
ich wünsche ihm würde, den wunsch den er hatte - nämlich ohne frau und kinder zu sein - auch auszuleben anstatt darüber zu jammern wie schlecht es ihm geht.
er zahlt weder für die kinder noch für mich unterhalt. ich habe meinen anteil ausgeschlagen, denn ich bin jung genug um zu arbeiten.

Er wollte gehen, ich habe gekämpft und verloren. Dann habe ich mir hilfe gesucht und heute leben ich sehr gut. Das sind aber meine Lorbeeren. Seit 2 jahren gefällt ihm das gar nciht, dass es mir so gut geht. Er macht schwierigkeiten wo es nur geht und am schlimmsten die Tatsache das meine zwei süssen drunter leiden müssen.
entweder ich spure und lasse mir alles gefallen, was ihm in den sinn kommt.

ich arbeite selbst für mein geld, er  müsste 344 Euro im Monat zahlen, von 1800 Eur netto einkommen.
sorry, sagt er, geht nicht, muss auch noch für freundin und kind aufkommen. hä...
seine kids kennt er nicht mehr, die machen nämlich aus seiner sicht den fehler, ihre mutter zu lieben. Er hatte eigentlich seine freundin als neue mutter gesehen und ihnen das auch gesagt, dass ist sihre neue mama und wenn sie möchten könnten sie jederzeit auchzu ihm ziehen, da war meine grosse 5 jahre alt und der kleine 3. mama entscheidet das nicht, sagte er, dass entscheidet ihr ganz allein.

Eine Schande wie man so rücksichtslos und egoistisch, auf kosten anderer, sein glück versucht zurückzubekommen.

nicht alle väter sind so, ich habe viele Vergleiche von getrn..Eltern bis zu AE Vätern in meinem Umfeld, aber anstatt sich gegenseitig zu helfen und auch rücksichtsvoll dem anderen mal beizustehen - respektvoll mit dem anderen umzugehen - musste ich warten bis der Vater der die Kinder unabgesprochen aus dem Kiga holte, mir per Tel um 9 uhr abends mitteilte, er überlege noch ob er sie zurückbringe.
der meinen kids sagt, was mama sagt interessiert mich nicht, die spinnt doch,
deine mama liebt dich nicht, sonst würde sie nicht so viel arbeiten sondern wäre zu hause bei dir
eure mama kriegt unterhalt von mir für euch - bring davon etwas mit und ich kauf dir was du willst
man muss nicht arbeiten, wenn man nicht will, geht man auf die stadt, die müssen einem geld geben.

das sind sprüche die ich zu genüge kenne. Er hat uns verlassen und bis heute nicht überwunden dass es mir zwischenzeitlich gut geht. Es war ein harter Weg bis ich zu  mir selbst gefunden habe.


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: eskima am 03. Dezember 2004, 15:08:15
Hallo LeaSophie,

es gibt hier auch eine Abteilung für alleinerziehende Mütter (und das bei vatersein.de  :o ) und da hätte dein Post meines Erachtens reingehört. Du hast sicher recht mit deinen Ausführungen, aber in diesem thread geht es um ausgeplünderte Männer und ein Aufrechnen, wer nun mehr Leid erfahren hat, hilft wirklich keinem.

Gruß

eskima

*mein ja nur*  ;)


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: LeaSophie am 03. Dezember 2004, 15:39:05
 :puzz:  du hast wohl recht, sorry, es musste raus und irgendwie fand ich es passend.

wird nicht wieder vorkommen.

 :yltype:


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: eskima am 03. Dezember 2004, 15:54:38
Hallo LeaSophie,

Hand reich, es war nicht böse gemeint.
 :feierabend:

LG

eskima


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: Kloeppelfee am 05. Dezember 2004, 16:15:51
@leasophie

Sorry, aber mir geht es nicht wie Dir.
Ich wurde nicht belogen, betrogen und ausgenutzt.
Bzw., ich habe mich nicht betrügen, belügen und ausnutzen lassen...

Fand ich nicht passend, Deinen Einwurf.

Ich wollte zur Diskussion stellen, dass zu dem juristischen Gerüst des Familien, bzw. Scheidungsrechts auch das gesellschaftliche Gerüst einiges dazu beigetragen hat, eine Ungerechtigkeit aufkommen zu lassen. Und dass an diesem Gerüst viele auch mitgewerkelt haben, einfach durch die Selbstverständlichkeit, mit der sie die traditionelle Art der Familie gewollt haben.

Ich habe diese traditionelle Form nicht gewählt. Deshalb fühle ich mich nicht als Heldin der Bewegung, aber es säuert mich auch leicht an, wenn die Männer im Anschluss an ihre Ehen klagen, dass das Kinderaufziehen und deshalb aus dem Beruf herausgehen anschließend soviel Geld kostet. Das hatte ich schon vor 15 Jahren klar, dass so der Deal geht.

Und um es nochmal zu betonen: WIE teuer es die Männer (und einige Frauen) anschließend zu stehen kommt, ist eine riesige Ungerechtigkeit.

Dass die Kleinkindmutter nicht berufstätig zu sein hat, war zumindest zu der damaligen Zeit (vor 15 Jahren) noch sehr weit verbreitet, fast alle fanden das grausam den Kindern gegenüber usw..

Habe gerade eine 35jährige Autorin aus Frankreich gelesen, da ist es absolut selbstverständlich, dass die  Kleinkinder um halb sechs abends von der Tagesmutter abgeholt werden. Das müsste man hier mal als Normal-Programm vorschlagen - da wäre aber was los!

(Wofür kämpfe ich eigentlich hier gerade? Weiß ich selbst nicht genau, aber manchmal fehlt mir bei einigen Beiträgen wohl auch die Haltung von Selbstverantwortung...)

Trotzdem LG
ich mag Euch  ;)  


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: Onsager am 05. Dezember 2004, 17:45:00
 
Zitat
Habe gerade eine 35jährige Autorin aus Frankreich gelesen, da ist es absolut selbstverständlich, dass die Kleinkinder um halb sechs abends von der Tagesmutter abgeholt werden. Das müsste man hier mal als Normal-Programm vorschlagen - da wäre aber was los!

Da gab es mal einen Teil dieses Landes mit damals 17 Millionen Einwohnern, in dem war das auch völlig selbstverständlich ...

Onsager

[Editiert am 5/12/2004 von Onsager]


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: Uli am 05. Dezember 2004, 20:14:21
Ich hoffe mal, dass die Leserbriefe, die bei SPIEGEL-Online abrufbar sind, nicht die sind, die morgen im Heft erscheinen. Dies wäre meines Erachtens eine Abwertung des Artikels!

LG Uli


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: Kloeppelfee am 06. Dezember 2004, 09:07:34
@Onsager
 :redhead:  Fühle mich ertappt...

Übrigens: "Geh doch in die Zone" war durchaus ein nettes Totschlagargument damals hier im Westen, auch beim Thema Kinderaufzucht... naja, meistens war man die superegoistische Ekel-Emanze...
Gottseidank ist das heute alles anders und die Männer freuen sich, wenn ihre Frauen auch arbeiten gehen.
Frieden!


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: AndreaDD am 07. Dezember 2004, 09:52:32
Hallo zusammen,

total erstaunt habe ich gestern gelesen, dass mein Leserbrief im Spiegel erschienen ist. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass viel hochkarätigere Leute (z.B. Familienrichter) Leserbriefe verfaßt haben und mein kurzes Statement gar nicht berücksichtigt wird. Ich hoffe aber, dass ihr euch wenigstens ein wenig vertreten fühlt.

Insgesamt spiegeln die Briefe natürlich die ganze Palette der Lesermeinungen wieder. Ich wollte nur auch meinen bescheidenen Beitrag leisten, um der Redaktion zu dokumentieren, dass das Thema große Resonanz findet.


Zitat: Danke für die lange fällige Berichterstattung über die Gegebenheiten in unserem Land. Auch für Frauen ist die gängige Rechtspraxis unverständlich. In intakten Familien gehen meistens die Frauen mit Kindern im Kindergartenalter halbtags arbeiten. Geschiedenen Frauen ist das gleichfalls möglich und sollte auch zur Pflicht werden. Umgangsboykott ist seelische Misshandlung und wird an keiner Stelle zur Kenntnis genommen. Eltern sollten gleichermaßen in die Pflicht genommen werden, für ihre Kinder die Verantwortung zu tragen. Verweigerung des Umgangsrechts muss Straftatbestand werden (gleich einer Körperverletzung), der hart geahndet wird. Nur so können wir die Kinder schützen.

Und trotzdem: Als "Zweitfrau" freue ich mich auch ein bißchen, etwas tun zu können. Wer in der gleichen Rolle lebt wie ich, der weiß, wie ohnmächtig man sich oft fühlt.

Gruß
Andrea


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: towo63 am 07. Dezember 2004, 13:32:12
  Habe mir den Spiegel extra gekauft als ich das Titelbild gesehen habe. Ein erschütterndes Dokument, wie in diesem Land mit dem Scheidungsopfer "Mann" umgegangen wird. Es wird Zeit, das da endlich etwas geändert wird.   :mad2:


Titel: Re: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"
Beitrag von: strandliebe am 07. Dezember 2004, 17:22:52
Hallo und moinmoin,

es handelt sich um ein sehr schweres Thema mit vielen betroffenen Schicksalen, die alle ihre Individualität haben, so daß keine generelle Aussage getroffen werden kann, dennoch beschuldige ich unsere Gesetzgebung des betrügerischen Vorgehens. Sollte es sich bei der Rechtsprechung um keinen Betrug handeln, dann ist es auf jeden Fall Dilettantismus!!!

Meine Geschichte:

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Anm. Admin: Nachfolgenden Text in einen gesonderten Beitrag verschoben! Forenregeln beachten

[Editiert am 7/12/2004 von DeepThought]