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Themen => Unterhaltsrecht => Thema gestartet von: lemmmi123 am 01. März 2009, 11:59:50



Titel: besonders kuriose Patchworkfamilie
Beitrag von: lemmmi123 am 01. März 2009, 11:59:50
Hallo zusammen,

wir wenden uns an das Forum weil wir Hilfe oder Tipps erhoffen.
Doch zunächst die (sehr lange) Vorgeschichte.
Wir das heißt meine Lebensgefährtin mit 4 Kindern aus erster Ehe (diese leben bei uns im Haus) und ich mit 3 Kindern aus erster Ehe (sie leben bei Ihrer Mutter). Mittlerweile haben wir auch noch eine gemeinsame Tochter. :phantom:
Ich zahle von Anfang an freiwillig Unterhalt. Ich stehe zu meinen Kindern.

Auf der anderen Seite zahlt der EX meiner Lebensgefährtin von Anfang an nicht freiwillig.
Unterhaltsvorschuß,  :thumbdown:
Kontopfändung,  :thumbdown:
Lohnpfändung beim Arbeitgeber (Geschäftsführer pikanterweise seine Schwester),  :thumbdown: :thumbdown:
fehlgeschlagene Lohnpfändung beim Arbeitgeber :thumbdown:
Androhung einer Drittschuldnerklage - kurz darauf dann doch Zahlung des Kindesunterhalts, :thumbup:
habe wir alles schon hinter uns. ;(

Ach ja das Pikante:
Meine EX ist der EX meiner Lebensgefährtin --- also kurz: ein astreiner Partnertausch. :knockout:

Nun der Grund warum ich schreibe:
Das Amtsgericht Passau hat beide Unterhaltsverfahren durchgeführt, eigentlich wäre auch alles ganz einfach - wenn beide Väter gleich behandelt würden.
Aber es treten einige Ungerechtigkeiten auf die wir nicht mehr hinnehmen wollen: :mad: :mad: :mad:

1. Mein Richter setzt mir einen Betrag von 100,--€ an den ich mir erspare, weil ich durch das Zusammenleben mit meiner neuen Lebensgefährtin "gewisse Einsparungen" habe.
Dies ist auf der Gegenseite nicht der Fall. :thumbdown:

2. Beide Väter hatten ein Auto das finanziert war, beide Autos wurden weil während der Ehe beschafft angerechnet. Aber bei mir wurden dafür die berufsbedingten Aufwendungen gestrichen- ich muss aber jeden Tag zur Arbeit fahren.
Auf der Gegenseite werden zusätzlich zum Fahrzeug auch die berufsbedingten Aufwendungen anerkannt, obwohl der Mann (Busfahrer) im eigenen Betrieb wohnt, d.h. Er hat keine Fahrtkosten. :thumbdown:

3. Der Wohnwert meines Eigenheimes wird mit 400,--€ angerechnet (110 Jahre altes Haus)
Seine Wohnung, die mit Sicherheit deutlich größer ist nur mit 275,--€. :thumbdown:

Unser Haus wurde aufwendig renoviert und die Kosten muss ich natürlich zurückzahlen.
Mein RA hat sich bereits beim Oberlandesgericht in München beschwert. Doch die Richterin rät die Beschwerde mangels Aussicht auf Erfolg zurückzuziehen. :thumbdown:
Ich habe aber den Eindruck die versuchen sich nur Arbeit vom Hals zu schaffen. :gunman: :gunman: :gunman:
Ich fühle mich sehr ungerecht behandelt. :exclam: :exclam:
Kann ich unter Umständen Klage beim Verfassungsgericht erheben mit der Begründung nicht gleich behandelt zu werden mit dem anderen Kindsvater? :question: :question: :question:

Bitte antwortet,
bei Bedarf auch nähere Infos dann, es haben sich bei uns bereits ganze Ordner gefüllt mit Schreiben usw.

Danke
Lemmmi123


Titel: Re: besonders kuriose Patchworkfamilie
Beitrag von: oldie am 01. März 2009, 12:11:17
Hi lemmmi123
und Herzlich Willkommen

Für fast das Gleiche zwei Themen aufmachen bringt nicht's. Ihr könnt für begrenzte Zeit das bereits Geschriebene über den Button "Ändern" editieren. Bitte macht davon Gebrauch.

Gruss oldie


Titel: Re: besonders kuriose Patchworkfamilie
Beitrag von: Beppo am 01. März 2009, 13:27:52
Hallo ihr,

leider seid ihr mit eurem Problem im nahezu rechtsfreien Raum, nämlich dem Familienrecht.

Hier gibt es keine verlässlichen, geschriebenen Gesetze, keinen Anspruch auf Gerechtigkeit, sondern nur Gewurschtel und  Einzelurteile nach Gutdünken des jeweiligen Gerichts.

Wenn man mit einem Urteil nicht zufrieden ist, kann man versuchen beim OLG ein besseres zu bekommen, nur über die Erfolgsaussichten wurdet ihr ja schon belehrt.  :thumbdown:

Man kann auch nicht sagen, dass die Situation nach oben hin besser wird.

Die schlimmsten Schranzen der Amtsgerichte werden nach politisch, Ideologischen Gesichtspunkten, z.B. der Mitgliedschaft im deutschen Juristinnenbund an die höheren Gerichte befördert, damit sie dort die stramm feministischen Interessen ihrer Lobby bzw. die finanziellen Interessen der Staatskasse durchsetzen.

Wo man unten noch gelegentlich gute und um Gerechtigkeit bemühte Richter finden kann, schaffen diese praktisch nie den Weg nach oben.

Eure "Freunde" haben einfach Glück gehabt und ihr nicht.

Die genannten Punkte sind alles "Kann" Bestimmungen, auf deren Anwendung oder Ablehnung man praktisch keinen Rechtsanspruch hat.

Ich hoffe, es meldet sich noch jemand mit ner guten Idee, aber wenn das OLG nicht will, ist die Lunte erloschen.

Gruss Beppo


Titel: Re: besonders kuriose Patchworkfamilie
Beitrag von: lemmmi123 am 02. März 2009, 19:16:20
Vielen Dank für eure Antworten,

wenngleich sie un s nicht viel weiter bringen.
Ich denke wir werden schon noch eine Lösung finden.

Schönen Abend euch.

PS.: An den Admin: wenn eure Webiste richtig funktioniert hätte hätte ich nur einmal gepostet aber plötzlich war alles weg und dann hab ich erst gesehen dass 2 mal ein Thread eröffnet wurde.

Lemmmi123