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Themen => Zweitpartner => Thema gestartet von: Frau_von_zahlendem_Vater am 09. April 2008, 13:50:06



Titel: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Frau_von_zahlendem_Vater am 09. April 2008, 13:50:06
Hallo

Ich bin Zweitfrau (eigentlich Drittfrau) eines Papa´s.

Gestern war nun ein Gespräch vor dem Jugendamt, die Mutter der Tochter (bald 12 Jahre) war völlig fertig was ziemlich zum Ende des Gesprächs auch der Sachbearbeiterin klar war, die Kleine erpresst sie, sie kann ihr keine Regeln bieten, läßt alles durchgehen und so ist die Mutter psychisch am Ende.

Dann warf mein Mann den Vorschlag in den Raum das die Kleine für 1 Jahr zu uns kommt, die Mutter Therapie machen kann und einiges regeln muss.

Jugendamt war hellauf begeistert und ist für das Jahr bei uns.

Nun muss ich sagen das wir 2006 wahnsinnige Probleme mit dem Kind hatten, sie hat mich fast aus meiner Ehe getrieben weil Papa voll hinter der Kleinen stand.

Mein Mann geht Vollzeit arbeiten, ich arbeite von Zuhause, wäre also immer mit dem Kind zusammen, das Kind ist völlig verzogen, lügt und ist auch in der Schule ein Problemkind.

Ich bin 35 Jahre alt, mehrfach chronisch krank und mir stecken noch die Monate in den Knochen wo sie mich so fertig gemacht hat, ich habe Horror vor dem Jahr.

Ich habe keine Kinder und bekomme nun ein 12jähriges völlig verkorstes Mädchen am Anfang der Pubertät vor die Nase gesetzt.

WIR sollen ihr Regeln und Anstand beibringen damit sie nach dem Jahr wieder mit ihrer Mutter leben kann.

Hallo?? Und was ist mit mir nach dem Jahr??

Meinen Mann brauch ich garnicht draufansprechen, denn wenn wir das nicht machen/schaffen rutscht die Kleine irgendwann ab und das will er nicht (verständlicherweise), aber ich habe Angst das ich wieder vor die Hunde gehe und nach dem Jahr die Ehe völlig im Eimer ist....

Tschuldigung, aber ich hab niemanden mit dem ich darüber reden kann  ;(

LG Nicki


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Lausebackesmama am 09. April 2008, 13:58:23
hallo Nicki,

Deine Angst verstehe ich vollkommen. Und auch wenn es aus der Sicht des Vaters natürlich klar ist, dass er seine Tochter zu sich nimmt, hätte er über die Ausgestaltung dessen im Vorfeld mit Dir darüber reden müssen. Was nicht geht ist, dass er voraussetzt, dass Du den überwiegenden Teil der Betreuung übernimmst, ohne Dich zu fragen, ob Du dir das zutraust.

Ich würde grundsätzlich schon befürworten, dass ihr dem Kind eine Chance gebt. Aber er muss ich Gedanken machen, zB über sein Arbeitszeitmodell. Kann er für das Jahr die Arbeit verkürzen oder ebenfalls Heimarbeit machen? Immerhin ist das Kind ja wenigstens den halben Tag in der Schule. Aber danach ist ER gefragt und nicht DU, Deinen Part sehe ich eher unterstützend, aber im Hintergrund.

Auf jeden Fall würde ich eine Familienhilfe anregen.

Und wenn es Dich überfordert, in dem Maß wie er es dir "zuteilt", dann ist es wichtig, dass Du ehrlich bist. Es hilft ja auch dem Mädel nix, wenn sie eine überforderte Mutter gegen eine überforderte Stiefmutter zugeteilt bekommt.

Wie steht denn überhaupt die Tochter zu der "Idee"?

LG LBM


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: pueppi am 09. April 2008, 14:11:33
Hallo Nicki,

ich fühle mit Dir!

Aber mehrere Dingen mußt Du ändern:


Meinen Mann brauch ich garnicht draufansprechen, ...


Das mußt Du aber! Es ist SEIN Kind. Wenn er der Meinung ist, IHR solltet das Jahr mit der Tochter versuchen, dann muß er sich vor allem einbringen!


Mein Mann geht Vollzeit arbeiten, ich arbeite von Zuhause, wäre also immer mit dem Kind zusammen, das Kind ist völlig verzogen, lügt und ist auch in der Schule ein Problemkind.


Diese Konstellation geht dann eben nicht mehr! Dann muß der Vater auch sein Jahr mit der Tochter überdenken und ggf. seinen Lebensrhythmus ändern.


... sie hat mich fast aus meiner Ehe getrieben weil Papa voll hinter der Kleinen stand.
...mir stecken noch die Monate in den Knochen wo sie mich so fertig gemacht hat, ich habe Horror vor dem Jahr.
...Und was ist mit mir nach dem Jahr??
...aber ich habe Angst das ich wieder vor die Hunde gehe und nach dem Jahr die Ehe völlig im Eimer ist....


Da MÜSST Ihr unbedingt drüber reden. Dein Mann sollte sich vor Augen führen, daß Du keine ausgebildete Erzieherin für Problemkinder bist und als NIchtelternteil auch massive Probleme haben wirst, in den Augen des Kindes eine Autoritätsperson zu sein! Vor allem, wenn Dein Mann Dir gegenüber taub zu sein scheint und sich blind auf die Seite des Töchterchens schlägt! Ich vermute, er idealisiert da was und denkt gar nicht daran, sich selbst einzubringen!?!?

Eine Erziehungsberatung wäre ja auch eine Möglichkeit; aber diese (seine!!!) Aufgabe kann er nur selbst, eventuell mit Deiner Unterstützung bewältigen. Keinesfalls darf er das auf Deine Schultern laden!

Sonst lautet am Ende des Jahres das Fazit: Mutter in Therapie, Du beim Psychater und Vater mit Töchting ein Herz und eine Seele, weil die "dummen Weiber" das nicht hinbekommen ....

Sorry, wenn das zu herb war; aber ich habe echt Bauchschmerzen und vermute mal, daß er Dich (nicht nur da?) völlig inakzeptabel überrollt hat bzw. überrollen wird. Es ist DEINE (kinderlose) Ehe und DEINE Wohnung, DEINE Zeit, DEINE Nerven, DEIN Leben. Das alles teilst Du mit ihm. Wenn er da einen solchen Problemfall mit reinbringen will, MUSS er das im Vorfeld mit Dir abstimmen!

LG und viel Glück!

Püppi


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Frau_von_zahlendem_Vater am 09. April 2008, 14:25:45
Danke für eure Antworten.

Tja, an seiner Arbeit kann er nichts ändern, die brauchen da jede Person, das ist schon Horror wenn er mal frei braucht  :gunman:

Wenn sie am Wochenende da ist hört sie 1a, aber das ist eben auch nur 1 Tag alle 2 Wochen.

Nach dem Terror in 2006 ist mein Mann nicht mehr so sehr auf Töchterchend Seite, da bekommt sie auch schonmal Gegenmeinung von ihm, aber er will das Jahr machen weil er nicht will das sie ins Heim kommt (will ich ja auch nicht), aber ich hab von Erziehung keine Ahnung, ich selbst bin Scheidungskind und die Erziehung war eigentlich nicht vorhanden, ich weiss nur das ich nicht so sein will wie meine Eltern.

Nur was ist wenn sie Mist baut?? Das bleibt doch an mir hängen, denn ICH erziehe sie ja mehr oder weniger.

Wir haben 6 Jahre gelebt wie wir wollten, essen gabs wenn wir Hunger hatten, am Wochenende wurde mal rumgegammelt, wenn mir nicht gut ist leg ich mich einfach hin und lasse alles liegen... geht dann nicht mehr und ich befürchte das ich es nicht schaffe...

Die Kleine weiss noch nichts davon, soll auch erstmal nichts erfahren, das Jugendamt sieht es als dringend notwendig an das das Kind dort vorrübergehend raus muss damit die Mutter wieder auf die Beine kommt.

In meinem Kopf drehen sich 10.000 Gedanken im Kreis  ;(


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: elwu am 09. April 2008, 14:52:56
Wir haben 6 Jahre gelebt wie wir wollten, essen gabs wenn wir Hunger hatten, am Wochenende wurde mal rumgegammelt, wenn mir nicht gut ist leg ich mich einfach hin und lasse alles liegen... geht dann nicht mehr und ich befürchte das ich es nicht schaffe...

Hallo,

wenn ich schreibe, was ich dazu denke, wird mein Account gelöscht. Also halte ich besser die Finger still.

/elwu


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Frau_von_zahlendem_Vater am 09. April 2008, 14:55:54
elwu, sprich dich aus.

Du hast gelesen das ich mehrere chronische Krankheiten habe??

Ich nehme Cortison damit ich überhaupt noch gehen kann, diverse andere Medikamente damit ich nicht wöchentlich im Krankenhaus liege....

Denke da ist es gerechtfertigt das ich mir die Freiheit raus nehme mich mal hinlege und das man am Wochenende rumgammelt wenn man die ganze Woche arbeitet ist denke ich auch nichts verwerfliches.

Ich arbeite übrigens von zuhause aus 7 Tage die Woche und das zum Teil mehr als 12 Stunden auf Abruf.



Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Elternteil_m am 09. April 2008, 15:49:14
MOin,

Dein Mann geht unverantwortlich mit Deinen Kräften um.

Es ist seine Aufgabe, das Kind wieder auf spur zu holen.

Sprich ihn darauf an, wie er das machen möchte.

Ein 12jähriges Kind ist weitgehend geformt. Die wieder auf Spur, bzw. vor krassen Ausreissern zu bewahren bedarf professioneller Herangehensweise.

Da ihr ja schon mit dem JA einiges geklärt habt, soll doch Dein Mann erwägen doch, ob er von dort Erziehungsunterstützung bekommen kann für die Aufgabe.

LG E.


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Frau_von_zahlendem_Vater am 09. April 2008, 15:53:21
Danke

Wie es aussieht werde ich einen spannenden Sonntag vor mir haben, denn ich denke mittlerweile auch das ein Gespräch unumgänglich ist.

Samstag ist die Kleine hier, mal sehen ob ihr Mutter wirklich noch den Mund gehalten hat oder sie schon geimpft hat um hier wieder Terror zu machen.

Das Gespräch kann nur 2 Sachen bringen, entweder er sieht es ein oder er wirft mich raus weil ich sein Kind "verrate"...


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: nichtplatt am 09. April 2008, 15:56:12
Hi,

es tut mir sehr leid, dass Du chronisch krank bist, du 7 Tage bis zu 12 Stunden arbeiten musst und es tut mir sehr leid, dass Du nicht mehr machen kannst was Du willst.

Was mir ganz besonders leid tut ist dieses 12 jährige Mädchen, die wahrscheinlich nie richtig in der Familie aufgenommen wird, weil es jemanden gibt dessen Belange im Vordergrund stehen. Es tut mir auch leid, dass weder der Vater noch das Kind wissen wie Du denkst.

Zitat
Wenn sie am Wochenende da ist hört sie 1a, aber das ist eben auch nur 1 Tag alle 2 Wochen.

Vielleicht findet sie bei euch alles schön und warum sollte das dann anders sein. Wenn Du aber so an die Sache ran gehst, dann muss man sich nicht wundern, dass sich Deine Prophezeiung erfüllt.

Nur am Rande meine Prioritätenliste.

1. Kinder, 2. Kinder, 3. Kinder, ...............................100. Kinder, 101. Partner. Klingt jetzt böse, ist aber so.



Kopfschüttelnde Grüße

Nichtplatt


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Frau_von_zahlendem_Vater am 09. April 2008, 16:01:33
Nichtplatt, schönen Dank für deinen Angriff.

Ich habe über 1 Jahr Hölle durch weil das Kind mich terrorisiert hat, mein Mann IMMER auf der Seite der Tochter gestanden hat, ich gesundheitlich immer tiefer rutschte und nun wird mir OHNE Rücksprache das Kind ins Haus gesetzt.

Ich bin NICHT gefragt worden!

Er weiss das ich dem Kind gegenüber skeptisch bin, achja und entschuldige das mir MEINE Gesundheit vor einem für mich fremden Kind geht das ich nun 5 Tage in der Woche ALLEINE erziehen soll.

Das Kind ist verkorkst, das JA prophezeit eine Heimunterbrinung wenn das Kind noch 1-2 Jahre bei der KM bleibt.

Oh und da soll ich alleine das hinbiegen damit sie nach einem Jahr zur KM zurück kann und das Kind dann auch kein Problemkind mehr ist??

Nein, ich habe ja nicht genug eigene Sorgen und weiss garnicht wie ich das schaffen soll.

Es geht nicht darum das ich es nicht WILL, es geht darum wie ich das alleine, so wie der KV sich das vorstellt damit fertig werden soll!

Aber danke für sämtliche Angriffe.....


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Lausebackesmama am 09. April 2008, 16:09:14
Hallo Nichtplatt und Elwu,

ich finde, der Angriff ist nicht gerechtfertigt. Es geht hier um eine Stiefmutter, die sagt, dass sie der Lage aus persönlichen Gründen nicht gewachsen ist und damit rechnen muss, vom Ehemann vor vollendete Tatsachen gesetzt zu werden und die Hauptlast tragen zu müssen.

Das ist NICHT in Ordnung.

Nicht SIE versagt hier, sondern die Eltern des Kindes schon im Vorfeld! Es ist nicht primär ihre Angelegenheit, diese Situation jetzt zu manangen!

Ich würde es sinnvoll finden, ihr Tipps an die Hand zu geben, wie sie
a) damit umgehen kann, dass der Vater das Kind nimmt (was ich nicht infrage stelle) und
b) welche Maßnahmen es gibt, dass die FAMILIE das schafft und
c) dass der Ehemann erkennt, dass er sie ins einer Planung nicht ungefragt vereinnahmen und verplanen darf!

LG LBM

PS: An meiner ersten Stelle kommt das Kind. Und danach, an 2. Stelle kommt mein eigenes Wohlbefinden und nicht mein Kind. Denn das kann nur an 1. Stelle stehen, wenn an 2. Stelle auch alles in Ordnung ist.


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: babbedeckel am 09. April 2008, 16:18:29
Hi,

anschließend von elternteil_m, wäre auch zu überlegen, ob eine Erziehungsberatung und/oder ein Kinderpsychologe
hinzuzuziehen(was für ein Wort )wäre.
Dein Mann muß das lösen, wie gesagt wurde !!!
Hat sich die Kleine -eigentlich- schonmal geritzt ???
Hat sie Freundinnen ?
M.E. muß dein Mann versuchen -erstmal- näher an sie ran zu kommen. Vertrauen schaffen.
Übrigens, ein Erziehungsberater sagte mir mal...bei einem pubertierenden Kind kann es sein, daß ein kurzes
Berühren, dem entspricht, was früher das Knuddeln war. Bei Pubis muß man mit vielen
Stimmungsschwankungen rechnen und diese auch aushalten  :exclam:
Klare Regeln und Rituale müssen her.

Hier mal paar Punkte, die ich so im Repertoire habe:
Sportverein/Tanzverein wäre keine schlechte Idee. Kostet natürlich Überzeugungsarbeit.
Man könnte es über die "Figurschiene" probieren  :wink:
Töchterchen ein DVD-Abend (alleine) mit Freundinnen machen lassen finden diese cool  :wink: ...ach ja Pizza dürfen´se auch bestellen.
Mit den Lehrern sprechen, und mit denen über die Probleme sprechen. Dann danach reagieren...z.B. Nachhilfe...
Beleidigungen muß man/frau sich nicht gefallen lassen....ist normal  :puzz: ....eine klare Ansage von deinem Mann...aber dann nicht nachtragend sein. Ist sehr wichtig.
TG ist Pflicht.....Aufstocken kann sie dies mit Haushaltsarbeiten...bspw. selber bügeln  :wink:   ... mach ich so.
Spaziergänge/Wandern, Essen gehen, Cart fahren etc. ... nur mit Papa...einfach paar schöne Stunden, um den Alltag rauszubekommen...so 1-mal die Woche.
und und ...
"Umformen" da wo es nötig ist, kann man so ein Pubi immernoch.
Achja, manchmal das Gegenteil machen, was Töchterchen erwartet, hilft auch wunder  :rofl2: ...da könnte ich dir lustige Sachen erzählen.
Sie sollte auch nicht das Gefühl bekommen, daß sie die 2te Geige spielt, sondern von deinem Mann genauso geliebt wird !!!
In dieser Hinsicht haben Töchterchens ganz schön feine Antennen.... :puzz:
Die erste Zeit wird wohl hart, aber es lohnt sich.

Gruß
babbedeckel




Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Cherry am 09. April 2008, 16:19:00
An die, die das Kind als oberste Priorität ansehen:

Die TS ist nicht die Mutter des Kindes und nach all den Erfahrungen, die sie gemacht hat, finde ich die Angriffe auf sie absolut unterste Schublade.

Den Zweitfrauen wird immer wieder klar gesagt, dass es ja nicht IHRE Kinder sind, sie somit auch nur sehr begrenzt mitzureden haben und sich ansonsten aus allem raushalten sollen. Das wird hier vollkommen umgekehrt und ins Gegenteil gewandt.

Wenn schon angreifen, dann bitte konsequent und nicht gerade so, wie es passt.


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Angela am 09. April 2008, 16:24:32
Hallo Frau v.z.Vater ( ich durfte doch abkürzen) :)
Und
Ich denke du musst einfach egoistischer werden, du willst ja dem Kind helfen, aber du bist Krank, bitte nicht verkehrt aufnehmen, du hast wahrscheinlich genug mit dir und deinen Schmerzen zu tun.
Da ich auch als chron. Kranke ständig Schmerzmittel der BTM Marke nehmen muss und auch Cortison, damit ich wenigstens ein wenig laufen kann, verstehe ich deine Bedenken total.
Ich würde heute Abend mit dem Göttergatten ein Gespräch führen, von wegen wie er sich das Jahr vorstellt, denn als chr. Kranker kann es tagtägl. zu Verschlimmerungen kommen, kenne ich selber, alleine das ist ein Grund, weswegen unser Kind meist beim Papa ist, ich kann mich einfach nicht vernünftig um ihn kümmern.
Er ist jetzt 9 jahre alt und motzt nur noch, klar mann entwickelt seine eigene Meinung, find ich ja grundsätzlich gut, aber mit voll gedröhnten Schmerzkopf, bekomme ich alles mit etwas Verspätung mit :knockout: :knockout:, !!
Und bei uns geht es nur um ein Kind welches ständig zwischen mir und Papa hin und her läuft, also ein normaler 9 jähriger cooler Rapper, der aber Angst vor der Dunkelheit hat.
Ihr habt aber ein Kind, welches ziemlich große Probleme hat und dann sollst du als Kranke alleine , naja ich weiß nicht.
Andererseits könnte es ja sein, dass es postivi läuft,  aber glaube ich nicht.
Das wichtigste ist das Gespräch  zwischen dir und Männe, er hat dich ja schon beim JA überrumpelt, und so geht das nicht, dass sagt ja jeder.
Und lass dir von ihm kein schlechtes Gewissen einreden, hier ist ein Fall der vorher hätte besprochen werden müssen, denn dann hätte man schon vorher das JA und die FAmilienhilfe oder einen Psychologen an Bord holen können, damit eine Strategie ausgearbeitet hätte werden können.
Zum Abschluss, ich denke aber die Tochter dürfte selbst das größte Problem haben bzw. bekommen, sie wird holterdiepolter in eine andere Umgebung, die sie nur von Umgängen kennt oder vielleicht von Urlauben, und muss jetzt im Prinzip mit einer Stiefmutter ständig auskommen, und das in der Pubertät, ja holla die Waldfee, da werdet ihr noch Spaß kriegen, da muss dein Mann einfach mit eintreten und im Notfall berufl. Kürzertreten, denn du alleine sollst das Boot schaukeln, du arme.
Meine Hochachtung aber, dass du auch dafür sorgen willst, dass das Mädchen nicht ins Heim soll, toll.
Aber mach deinem Mann klar, dass du alleine nicht über die Runden kommst.
Liebe Grüße
ANGELA


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: nichtplatt am 09. April 2008, 16:31:54
Hi LBM,

ich bin es leid, wenn man mir versucht eine Heizdecke zu verkaufen. Genauso wie elwu hatte ich auch eine Idee. Es geht gar nicht ums Kind und m.E. sind nicht alle  Argumente vorgeschoben, aber einige.

Wenn ich so was lese:

Zitat
Ich arbeite aber nur geringfügig und habe einen erhöhten Kostenaufwand aufgrund mehrer Krankheiten.

und dann das

Zitat
Ich arbeite übrigens von zuhause aus 7 Tage die Woche und das zum Teil mehr als 12 Stunden auf Abruf.

finde ich Kritik schon angebracht. Bei mir funktioniert die Mitleidstour schon lange nicht. Ich sage es auch ganz hart.

Jede Minute die der Vater eventuell mit dem Kind verbringt oder verbringen will, steht Madame mit ihren Problemen nicht mehr zur Verfügung.
Ich konnte auch nie lesen, dass der Vater gar nicht bereit ist sich um die Tochter zu kümmern.

Ich finde manchmal auch einige Threads sehr fragwürdig, da sie immer nach dem gleichem Muster ablaufen. Kinder sind generell von der KM beeinflusst, können sich nicht benehmen und der KV kümmert sich nicht. In diesem Fall fällt es mir sehr zu glauben, dass ein KV, der sich anscheinend gut um seine kranke Frau kümmert, sich dann nicht um die Tochter kümmert.

Mir ist sehr bewusst, dass ich Gefahr laufe vollkommen falsch zu liegen und damit die Gefühle des Openers verletze. Aber auch ich bin dadurch geprägt, dass meine Kinder in den Augen meines Ex-Hasi (Zweitfrau) vollkommen verzogen waren und dadurch schlechte Stimmung verbreitet wurde. Nur sind meine Kinder klasse und können sich sehr gut benehmen.


LG

Nichtplatt



Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: pueppi am 09. April 2008, 16:38:43
Hallo Nicki,

nimm Dir bitte die Angriffe nicht so zu Herzen. Mit Prinzipienreiterei


Nur am Rande meine Prioritätenliste.

1. Kinder, 2. Kinder, 3. Kinder, ...............................100. Kinder, 101. Partner. Klingt jetzt böse, ist aber so.



kommt man dieser Situation nicht bei!

Leider habe ich jetzt die Verlinkung nicht parat; aber Brille007 schrieb mal sinngemäß: Für ihn kommt seine Partnerin an erster Stelle, denn mit seinen Kindern verbringt er nur eine relativ kurze Zeit (20 Jahre), mit der Partnerin aber sein ganzes Leben. Das fand ich soooooo klasse; das hat sich mir eingebrannt!

Ich finde es sehr verantwortungsvoll von Dir, daß Du Dir Gedanken machst und Fragen stellst! Das zeugt von mehr Weitsicht als die Prinzipienreiterei Deines Mannes, für den es, egal wie und auf wessen Kosten, nur darum geht, daß das Kind nicht ins Heim muß. Gibt es nicht noch andere Wege?

Und vielleicht solltet ihr auch bedenken, daß es nicht nur ein entweder/oder gibt. Falls das Mädel zu Euch will, muß für alle Seiten klar sein: Entweder sie spurt oder es hat die (von allen Seiten eigentlich nicht gewollte) Konsequenz, daß eine Heimunterbringung doch unumgänglich ist. Das muß auch einer Zwölfjährigen einleuchten und führt vielleicht zu einer Motivation, sich bei Euch am Riemen zu reißen?!

Aber ohne ausführliches Gespräch mit Deinem Mann und der Berücksichtigung aller Für und Wider sollte die Entscheidung nicht fallen.

LG und gute Nerven!

Püppi

PS: Ich bin bewußt nicht auf Deinen Gesundheitszustand eingegangen, denn das Problem steht unabhängig von Deiner Krankengeschichte! Selbst eine gesunde Frau mit Erziehungserfahrung wird sich die meisten Deiner Gedanken und Sorgen machen! Das Problem liegt in meinen Augen im LG, der Dich bei seiner Entscheidungsfindung nicht gefragt hat, und dem Problemfall Tochter (die ja offenbar schon ihre ursprünglich gesunde Mutter verschlissen hat). Wer sich das "mal so nebenbei" zutraut, ist mutig; ggf. aber auch sehr blauäugig ...


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Frau_von_zahlendem_Vater am 09. April 2008, 16:40:55
Danke an alle

Vor 6 Jahren habe ich mich prima mit ihr verstanden, sie war auch mein Sonnenschein... bis zur Hochzeit, da wurde sie für MICH zum Horror, unterstützt von Papa, bis zur Eskalation 2006, wo ich kurzzeitig ausgezogen bin und die Kleine wortwörtlich zu Papa sagte:

JETZT hab ich geschafft was ich wollte, die ist endlich weg...

Danach brauchte Papa ne Therapie und ich kam nach langen Gesprächen zurück.

Ich würde gerne wieder ein gutes Verhältniss zu ihr haben, sie kommt auch mit vielen Sachen eher zu mir als zu Mama oder Papa, aber Angst bleibt, gerade wenn es Alltag werden soll und sie immer weiter in die Pubertät rutscht.

Wie gesagt, Sonntag suche ich das Gespräch mit meinem Mann, danach werden wir wohl mit dem JA reden müßen (wenn er mich versteht).

babbedeckel, nein, sie ritzt sich nicht, sie quält lieber Tiere wie Käfer und Co., aber mit unseren Katzen ist sie total lieb und hilft auch bei der Versorgung.

Freundinnen.... eine, aber die ist etwas hinterlistig wie die Mutter sagt, also Freundin stellt was an und nachher wars die Kleine angeblich.

Sie lügt halt oft, aber die KM ist nicht anders, alles zum eigenen Vorteil drehen.

Ich hab mir ja schon Gedanken gemacht, wir (Kind und ich) wollen einen Bonusvertrag aufstellen, also Dinge erledigen und TG aufbessern dadurch, sollte eigentlich für die Wochenenden sein, nun müßte es dann ausgeweitet werden.

Tanzen geht sie jetzt schon gerne, wollen sie dann hier in den Verein bringen, Schule müßte auch gewechselt werden, von Ganztagsschule auf normale Schule, andere Stadt.

Sie müßte hier komplett neu anfangen, Schule, Freunde und Vereine.

Unternehmen mag sie momentan garnichts mehr, wenn wir an Wochenenden fragen was wir machen sollen: Nix, hab keine Lust...  :puzz:

nichtplatt, es ist geringfügig beschäftigt, muss aber auf Abruf ständig anwesend sein, sprich hat ein User ein Problem bekomme ich ne Mail und habe zu antworten.

Weiss, **tsts - ID 2** Arbeit, aber ich bin froh überhaupt eine Arbeit zu haben, denn der KV zahlt brav Unterhalt und da können wir jeden Cent brauchen.

Übrigens, wo steht das er sich um mich kümmert?

Ich bin auch die ganze Woche alleine, er kommt heim, sitzt am PC und kümmert sich nicht um mich... aber das ist ein anderes Thema.

Und Madame kann sehr wohl auf den KV verzichten wenn er sich um die Kleine kümmert, das was du gerade abziehst ist eine Unverschämtheit, denn wenn ich am Anfang der Beziehung nicht darauf gepocht hätte das der KV seine Tocher wieder am Wochenende holt würde er heute nur Unterhalt zahlen und die Kleine seit 6 Jahren nicht mehr holen!

Und ob du es glaubst oder nicht, es gibt KM´s die die Kinder beeinflussen und ja, er kümmert sich um sie, aber wie soll er sich kümmern wenn er bis ca. 17 Uhr arbeiten ist??


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Frau_von_zahlendem_Vater am 09. April 2008, 16:46:03
Danke pueppi

Die Tante der Kleinen wollte sie nehmen, wohnt im selben Ort, Kind hätte auch die Schule weiterbesuchen können, aber das wollte weder das JA noch der KV.

Es wurde garnicht danach gefragt was ist wenn es bei uns nicht klappt, ich wurde vom JA nicht gefragt, nichts...

Wäre vorher drüber geredet worden hätte man mal alles durchsprechen können, aber so??.... Wir nehmen das Kind und fertig... deswegen fühle ich mich ja so überrollt.

Hallo?? Ich habe auch ein Leben, ich bin 35 und möchte für mich entscheiden dürfen, so ist einfach mal für mich entschieden worden das ich für mindestens 1 Jahr die Pflichten einer Mutter übernehmen muss.


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: nichtplatt am 09. April 2008, 16:54:17
Hi,

diesbezüglich mein letztes Post. Versprochen  :wink:

Eigentlich müsste ich jetzt zitieren wie ein Weltmeister und dazu habe ich jetzt auch keine Lust.

@pueppi

Sind es nicht gerade die AE Frauen, die vom KV erwarten, dass die Kinder an erster Stelle stehen, oder habe ich da was missverstanden?


Nichtplatt


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Lausebackesmama am 09. April 2008, 16:58:03
...oder habe ich da was missverstanden?


Ich glaube schon 8) . Denn es geht darum, eine gesunde Einstellung zum Kind aber auch zum Rest des (familiären) Umfeldes zu haben. Kinder auf einen ultimativen Thron zu stellen rächt sich. Dem LG von Nicki ist zu raten, dass er dem Kind klar macht, dass er es liebt und für ihn da ist, aber für seine FRAU gleichermaßen! Und dass er nicht dulden wird, dass eine die andere auszustechen versucht.

LG LBM


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: 82Marco am 09. April 2008, 17:15:16
Servus @all!
Ich verfolge nun die ganze Diskussion und muss jetzt auch a bisserl mitmischen:
Und dass er nicht dulden wird, dass eine die andere auszustechen versucht.
Und dafür kann nur gesorgt werden, wenn das auch vom KV vorgelebt wird.
LG und Kinder sollten gleichgestellt behandelt werden, sonst gibt es nur noch Spannungen/Ärger/Dissonanzen, die letztendlich zum Bruch einer Beziehung führen werden.
Die ersten Risse sind möglicherweise bereits vorhanden, wenn so gravierende Entscheidungen ohne vorherige Einbeziehung des Partners getroffen werden.

Grüße ausm Süden
Marco


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Frau_von_zahlendem_Vater am 09. April 2008, 17:37:17
Erste Anfrage für ein Gesräch verlief so:

Ich: Du Schatz, wir müßen uns mal wegen gestern unterhalten.

Er: Was gibt es da zu unterhalten?

Ich: Wie du dir das Jahr vorstellst?

Er: Du bist doch Zuhause, kannst dich ums Kind kümmern, alles andere, Regeln, Konsequenzen und Co. besprechen wir mit dem Kind zusammen wenn es soweit ist.

Ich: Was ist wenn ich mal nicht so kann wie es nötig wäre?

Er: Wir sprechen noch mit meinen Eltern, die werden sicher helfen wenn nötig.

Schwups, dann verschwand er ins Bad.

Sonntag ist mehr Ruhe und er nicht genervt von der Arbeit, ich versuch es dann nochmal  :exclam:


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Lausebackesmama am 09. April 2008, 17:50:15

Er: Du bist doch Zuhause, kannst dich ums Kind kümmern, alles andere, Regeln, Konsequenzen und Co. besprechen wir mit dem Kind zusammen wenn es soweit ist.

Wenn er von der Einstellung nicht weg kommt und das "normal" und als das empfindet, was das Kind jetzt braucht, würde ich meine Sachen packen.
LG und Eltern werden es schon richten, ich leb weiter wie bisher.
Das ist wirklich nur gedankenlos.

LG LBM

Edit: Quoting korrigiert


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Schmusepapa am 09. April 2008, 18:04:18
Hallo Frau_von_zahlendem_Vater,

mir sagte mal ein Psychologe, die empirische Familienforschung habe ergeben, dass in "Patchworkfamilien" der leibliche Elternteil den strengeren Part übernehmen muss.

Sollte die Einstellung deines Mannes so sein, dass er sagt du musst alles machen und er kommt abends heim und legt die Füsse hoch (was ich so nicht glaube - ich denke ihr habt da eher ein Kommunikationsproblem), so geht das alles in die Hose.

Dass du halt wenn er nicht da ist einen Teil der Erziehung übernehmen musst ergibt sich aus der Situation. Du bist bereits jetzt mit der Vorstellung daran völlig überfordert. Das Kind wird das merken und entsprechend ausnutzen.

Stellt euch mal folgende Situation vor:

Tochter will keine Hausaufgaben machen. Sie weigert sich einfach. Was tun? Ich weiß es nicht genau.
Ich würde ihr erst mal klarmachen, dass Hausaufgaben wichtig sind und warum (max. 3 Sätze, denn das weiß sie ja). Und dann würde ich den Vater anrufen und ihm dies mitteilen. Es ist dann seine Aufgabe, Tochter spätestens abends "den Kopf zu waschen", wenn sie sich so verhält.

Rede mit deinem Mann, besprecht wie ihr mit (vorhersehbaren und vielleicht auch schon bekannten) kritischen Situationen umgeht. Und zieht das dann auch so durch. Wenn ihr nicht an einem Strang zieht, habt ihr verloren.

Und holt euch kompetente Hilfe (Erziehungsberatung, evtl. Familienhilfe, Psychologen). Das ist nichts Schlimmes oder Ehrenrühriges.

Wenn ihr so weitermacht, fahrt ihr das Ding schneller an die Wand, als euch lieb ist.

Gruß

Martin


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: eskima am 09. April 2008, 18:12:51
Hallo Frau...

du bist mehr als die Frau vom zahlenden Vater, das scheinst du vergessen zu haben  :wink:

Das Ansinnen deines Mannes finde ich ziemlich respektlos, er sollte nicht einfach so über dein Leben bestimmen können, aber mir stellt sich die Frage, ob du dir insgesamt zu sehr dein Leben aus deiner Hand nehmen lässt, wenn du dir sogar solch einen Nick aussuchst.

Bin leider etwas in Zeitnot, lasse dir aber erstmal einen virtuellen Spiegel zu reinschauen und ein großes Kraftpaket da  :)

LG

eskima
*nicht nur die Frau eine zahlenden Vaters*


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Janis am 09. April 2008, 18:39:41
Hallo alle zusammen,
ich lese grad den ganzen Thread und sehe, dass sich die Dinge wiederholen. Bei mir, meiner Freundin, einem Bekannten....

Leibliche Elternteile sind IMMER nachgiebiger ihren Kindern gegenüber. Soll auch so ok sein.
ABER:
Zweit-partner MUSS eingebezogen werden sonst geht's schief. Hab ich selbst am Hals. In diesem Fall sieht es wirklich so aus als ob KV es sich einfach macht. Er ist da nicht alleine. Meine Freundin (Zweitfrau) hat das selbe Problem. Wenn sie sich mit den Mädels (2) beschäftigt, sie bespielt, bekocht und sonst wie anleitet ist alles ok und er liegt auf der Couch. Kaum versucht sie ihn ins Boot zu ziehen reagiert er motzig und behauptet, dass sie seine Kinder nicht mag. Es ist überall das gleiche.,

Was ich noch wichtig finde ist die Einstellung der Tochter, ob sie überhaupt zu euch ziehen will. Das ist das wichtigste überhaupt. KM muss mitarbeiten (im eigenen Interesse) und ihr das schmackhaft machen. Wenn sie gegen ihren Willen zu euch kommt, ist der Ärger am 1. Tag da.
Bei uns war Junior sogar kurzfristig im Heim (u.a. wegen Drogen). Danach kam er sehr gerne zu uns und war erstmal dankbar. Ist allerdings auch schon wieder alles vergessen und mittlerweile haben wir auch wieder Probleme.
Aber man muss halt immer dran arbeiten - ZUSAMMEN !!!

Deine Verletzung, weil du nicht gefragt wurdest verstehe ich sehr gut, aber irgendwann musst du die dann auch verarbeitet haben. Was mich wundert ist, dass das JA dich nicht gefragt hat. Normal geht das so nicht ab.

Wünsche viel Kraft zum durchhalten und vielleicht wollt ihr 3 nach dem Jahr sogar in der Form zusammen bleiben.

Janis


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Beppo am 09. April 2008, 18:42:33
Hallo ihr,

ich mische mich auch nochmal in diese Diskussion ein.

Ein ungutes Gefühl habe ich bei dieser Situation auch.

Mein Eindruck ist, dass da 3 Charaktäre aufeinander treffen, die recht genaue Vorstellungen davon haben, wie ihr Leben auszusehen hat.
Dafür mag es wichtige Gründe geben oder nicht.

Nun tritt aber eine gravierende Änderung der Lebensumstände ein und die Fähigkeit oder Bereitschaft der Beteiligten sich darauf einzustellen ist sehr begrenzt.

So wird es vorhersehbar aber nicht funktionieren.

Zuständig für diese Herrausforderung ist zunächst mal ganz alleine der KV.

Er muss sich überlegen, ob er sich dieser Situation gewachsen fühlt und das irgendwie geregelt kriegt.

Wenn seine LG, seine Eltern oder irgendjemand sonst ihm dabei helfen kann und will, so ist das gut. Verlangen kann man das nicht.

Schon alleine weil diese Entscheidung, egal wie sie ausfällt, gravierende Auswirkungen auf die Beziehung haben kann, sollte er sich Gedanken machen, wie er dieses Problem lösen möchte.

Du, liebe Nicki musst ihm das vielleicht mal deutlich erklären.

Du solltest dir aber auch klar werden, inwieweit du bereit und in der Lage bist, diese Aufgabe mit ihm zu teilen, denn das gehört auch in eine gesunde Beziehung.

Wenn ihr das nicht schafft, ist eure Beziehung wahrscheinlich nicht gesund und könnte an dieser Diskrepanz zerbrechen.

Gruss Beppo


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: eskima am 09. April 2008, 19:19:33
Sodele,

jetzt habe ich ein wenig mehr Zeit.

@ Janis
Zitat
er liegt auf der Couch. Kaum versucht sie ihn ins Boot zu ziehen reagiert er motzig und behauptet, dass sie seine Kinder nicht mag. Es ist überall das gleiche.,

Das möchte ich nicht unkommentiert stehen lassen. Ich habe es anders erlebt, bei uns wurde sich abgesprochen. Wenn wir k.o. waren, dann hat erst der Eine und dann derAndere ein Nickerchen auf der Couch gemacht, damit die Kinder weiterhin beschäftigt wurden.

@ Frau

habt ihr euch eigentlich nie vorher mit dem Gedanken beschäftigt, was wäre, wenn die Tochter bei euch leben würde? Ich finde, dass man immer damit rechnen muss, dass das Kind in den eigenen Haushalt zieht, wenn man einen Mann mit Kindern heiratet. Wichtig wäre doch auch abzusprechen, unter welchen Voraussetzungen du dir vorstellen kannst, dass die Tochter zu euch zieht.

Positiv sehe ich, dass du dich mit der Situation jetzt auseinander setzt und es dir nicht so einfach machst wie die leiblichen Eltern. Denn in dieser Situation ist es schon sehr gewagt davon auszugehen, dass alles sich ergeben und glatt laufen würde.

Insgesamt fehlt mir aber die Kommunikation mit deinem Mann. Ich habe mit meinem Mann über dein Post gesprochen und sein Kommentar war: So geht das ja nun nicht. Bleibt also die Frage: wie kann es funktionieren, wenn die Tochter bei euch lebt. Zu der Frage würde ich auch gern die Meinung der Tochter wissen.

Ich stelle es mir sehr schwer vor, vor allem auch weil du selber keine Kinder und Erfahrungen hast, einen 12jährigen, pubertierenden Babydrachen zu bändigen. Und ich fürchte fast, dass es nicht möglich ist und dir im Endeffekt dann die Schuld dafür in die Schuhe geschoben wird.

Mein Plan sähe an deiner Stelle so aus:
1. reden mit dem Mann. Wenn das nicht möglich ist, dann einen Termin bei einer Lebensberatungsstelle machen und den Mann einladen, mit zu gehen. Lehnt er ab, würde ich allein hingehen. Und dann würde sich für mich (und/oder für die Familie) der weitere Weg zeigen. So schnell packen wie LBM würde ich nicht, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass ich auch irgendwann packen würde. Wichtig wäre mir, dass ich nicht zum Spielball der anderen werde.

LG

eskima


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Frau_von_zahlendem_Vater am 09. April 2008, 19:34:20
Danke, es tut gut über die Gefühle zu schreiben.

Wir hatten uns vor 5 Jahren damit beschäftigt, da wollte mein Mann die Kleine zu uns holen weil es da schon Probleme gab, aber da war das JA noch blind und der Richter wohl auch.

Danach hatten wir damit eigentlich abgeschlossen... bis gestern aus heiterem Himmel alles auf mich einbrach.

Wir wussten nicht das die KM so massive Probleme mit ihr hat, es hiess immer: Bei uns ist alles bestens...

Momentan sieht es so aus das wir Regeln aufstellen wollen an die wir und das Kind sich zuhalten haben.

Er kann beruflich nicht kürzer treten, wir brauchen das Geld und die Firma braucht ihn, also werde ich überwiegend betreuen, alle 2 Wochen am Wochenende ist sie bei der KM, geht es mir schlecht werden seine Eltern einspringen falls er kein frei bekommt.

Ich weiss nicht wie es wird, aber es muss klappen... irgendwie, denn ich will meine Ehe nicht verlieren, aber ich werde mich nicht komplett aufgeben und ihm ist bewusst das ich auch Tage für mich brauchen werde.

Er will morgen mal einen Termin beim JA machen und dort werden wir dann nochmal über alles reden ohne das die KM dauernd reinredet.



Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: eskima am 09. April 2008, 20:21:21
rehi,

das hört sich doch schon viel besser an, dann kannst du dich noch in Ruhe auf das Gespräch vorbereiten.

Ich drücke euch die Daumen.

LG

eskima


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Janis am 09. April 2008, 21:19:04
Hey, das klingt gut
ich drück auch die Daumen. Das wird sicher ein gutes Gespräch.

Viel Glück

Janis


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Jemmy am 09. April 2008, 21:28:16
Hallo

Wenn ich das:
Er kann beruflich nicht kürzer treten, wir brauchen das Geld und die Firma braucht ihn, also werde ich überwiegend betreuen, alle 2 Wochen am Wochenende ist sie bei der KM, geht es mir schlecht werden seine Eltern einspringen falls er kein frei bekommt.

Ich weiss nicht wie es wird, aber es muss klappen... irgendwie, denn ich will meine Ehe nicht verlieren, aber ich werde mich nicht komplett aufgeben und ihm ist bewusst das ich auch Tage für mich brauchen werde.
so lese, kommt mir ein Gedanke.
Aus deinen Schilderungen lese ich heraus, dass du dich ziemlich klein machst und die ganze Zeit
am grübeln bist, ob und wenn ja, wie, du es allen recht machst und alles unter einen Hut bringst,
ohne dich selber aufzugeben. Hinzu kommt verletzte Eitelkeit und verletzter Stolz, dass du schlicht
übergangen wirst und deine Meinung deinem LG offenbar egal ist. Es stinkt dir ( zu recht ), dass er
voraussetzt, dass du das schon alles regeln wirst.

Jetzt stelle ich mal eine Frage und ich halte es für wichtig, dass du sie dir ehrlich beantwortest:

Was wäre, wenn du sagst: Vergiss es, da spiele ich nicht mit"!

Ich möchte auf etwas ganz bestimmtes raus, dazu später mehr.
Na, was würde passieren? Wie sehe die Zukunft für dich, deinen LG und seiner Tochter aus?

LG Thomas


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Frau_von_zahlendem_Vater am 09. April 2008, 22:09:23
Hallo Thomas

Es gäbe 2 Möglichkeiten die ich vermute.

Entweder er läßt die Kleine bei der KM und macht mich seelisch rund indem ich bei jeder Gelegenheit aufs Brot geschmiert bekomme das die Kleine wegen MIR unter geht oder er wirft mich raus und versucht es alleine durchzuziehen (wobei ich da nicht wüßte wie er das machen will)


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Jemmy am 09. April 2008, 22:40:13
Hallo

Das nehmen wir uns jetzt mal vor:

Entweder er läßt die Kleine bei der KM und macht mich seelisch rund indem ich bei jeder Gelegenheit aufs Brot geschmiert bekomme das die Kleine wegen MIR unter geht
Das ist schnell abgebacken: Eure Beziehung wäre am Ende. Na ja , allein sein hat auch seine Vorteile.

Hier wird es interessant:
Zitat
oder er wirft mich raus und versucht es alleine durchzuziehen (wobei ich da nicht wüßte wie er das machen will)

Ich hoffe, du verzeist meine offenen Worte, aber ich glaube es muß sein !

Du läst dich in die Opferrolle drängen. Wie war das? Wenn er besser drauf ist? Nicht so gestresst?
Vergiss es !
DU bestimmst wann ein Gespräch stattfindet, den DU bist es, die seine eigenmächtige Entscheidung ausbaden
und umsetzen soll. Du hast Recht: Ohne dich geht es nicht !

Was heißt das? Das heißt, dass du alle Trümpfe in der Hand hast. Du mußt nicht Bitte bitte machen, dass er sich mit dir unterhält.
Er muss bitte bitte machen, dass du bei seiner Eigenmächtigkeit mitspielst, dass du dein Leben neu ausrichtest.
Er muss bitte bitte machen und dir seine volle Unterstützung zusagen. Er muß das Zugeständnis machen, dass er immer
und jederzeit deine Entscheidungen mitträgt und sie gegenüber Tochter uneingeschränkt unterstützt. Wenn ihm etwas nicht passt?
Kein Problem, kann er dir sagen, wenn ihr alleine seid.
Unterstützung auf ganzer Linie. Wenn du dich dazu entscheidest, seine Tochter zu erziehen, ist das die Voraussetzung, auf die ALLES
aufbaut.
Du musst ihn darum nicht bitten, sondern du must es fordern. Wenn er dazu nicht bereit ist, stehst du allein.

LG Thomas


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Frau_von_zahlendem_Vater am 10. April 2008, 13:03:11
So, jetzt sieht es wieder ganz anders aus.

Die KM will das Kind wohl eher nicht das Jahr zu uns lassen und das JA meint wir sollen die KM halt helfend unterstützen mit Besuchswochenenden des Kindes bei uns und Gespräche.

Gespräche sind mit ihr kaum möglich, alleine bei der Frage wie es ihr geht und ob alles okay ist rastet sie am Telefon vollkommen aus.

Entscheidungen trifft sie immer alleine obwohl gemeinsames Sorgerecht besteht.

Sie sagt selbst das die Kleine sie erpresst und macht was sie will, das Kind bleibt bis nachts auf, egal ob Schule oder nicht, sie schaut im Fernsehn was sie will und und und....

Ich stehe so zwischen den Stühlen, meine Gefühle fahren Achterbahn, aber es wurde selbst vom JA gesagt das die Kleine in 2 Jahren ins Heim käme weil keiner mehr mit ihr klarkommt wenn sie bei der KM bleibt und nun sagen sie uns bleibt nichts als die Entscheidung der KM zu akzeptieren.

Man ist das eine Sch....  :crash: :crash:


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Lausebackesmama am 10. April 2008, 14:17:09
Hallo,

damit habe ich gerechnet. Würde das JA einen ABR-Antrag unterstützen?

Ich denke, ihr könnt nichts anderes tun, als da sein, abwarten. Oder ABR-Antrag stellen.

LG LBM


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Frau_von_zahlendem_Vater am 10. April 2008, 14:23:57
Hallo LBM

Das ist das Problem, als wir da waren war die Bearbeiterin voll für einen Wechsel (für 1 Jahr).

Was bei einem ABR-Antrag passiert weiss ich nicht, denn jetzt spricht sie ja nur noch davon die KM zu unterstützen.

Eine Therapie macht sie bereits, leidet aber sehr unter ihren Eltern (wohnen 1 Haus weiter), so das alle der Meinung sind die Therapie bringt nichts solange sie dort wohnt, aber sie wird dort nie wegziehen da sie fast kostenlos wohnt und jeden Tag dort essen geht und ihren Eltern putzt.

Ich merke gerade das mir das Wohl der Kleinen doch sehr am Herzen liegt und ich nicht möchte das sie unter die Räder kommt, aber ich weiss auch nicht (ja, mal wieder weiss ich was nicht) wir ausgerechnet WIR der KM helfen sollen.

Wir sollen sie entlasten, alle 2 Wochen von Freitags bis Sonntags.

Ja, ist ja auch okay und wird gemacht, aber das ändert doch nichts an dem Problem das sie sich nicht gegen ihre Tochter durchsetzen kann.

Achja und wir sollen doch die KM mal einladen und zeigen wie ein schönes Kinderzimmer aussieht.

Die KM hat aber einen Putzwahn und wir leben eben ganz normal, wäre für sie aber schon dreckig und deswegen möchte ich die KM nicht ins Haus lassen.

Kann mir das negativ angehaftet werden?

LG Nicole *völlig durch den Wind*


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: midnightwish am 10. April 2008, 14:28:36
So,

auch wenn sich die Ereignisse jetzt eher umkehren schreib ich´s trotzdem noch.

Als ich gelesen hab das es darum geht, das das Kind 1 jahr zu euch soll, ihr alles glattbügeln sollt und sie dann wieder zur Mutter soll habe ich mich ernsthaft gefragt was das soll? Erstens glaube ich nicht das das alles innerhalb von 12 Monaten gedreht werden kann und zweitens wie sol les nach dem jahr weitergehen? Siewird bei der Mutter schnell in die alten Muster zurückfallen, denn ein Kind kann sehr wohl unterscheiden wo es welches Verhalten an den Tag legen kann und wo nicht.

Setzt euch zusammen und überlegt was ihr wirklich könnt und wollt. Redet mit dem JA, lasst euch das Ganze auch schriftlich geben und wenn ihreuch für das Kind entscheidet stellt einen ABR-Antrag mir großzügigem Umgangsrecht für die KM, aber nicht nur für 1 Jahr.

Tina


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Frau_von_zahlendem_Vater am 10. April 2008, 14:31:40
Hallo Tina

Das JA hat es auf 1 Jahr gesetzt weil in diesem Jahr die KM umziehen soll (siehe letzter Post von mir) und eine Therapie stationär machen soll um dann wieder mit dem Kind fertig zu werden.

Ich befürchte auch das es danach nur auf bestimmte Zeit fruchtet und das ganze von vorne losgeht.

Und wie schon geschrieben, das JA scheint jetzt wieder mehr besorgt um die KM zu sein als um das Kind  :gunman:

LG Nicole


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: midnightwish am 10. April 2008, 14:34:27
Dann soll das JA eine Familienhilfe bei der KM installerien und die Verantwortung nicht auf euch abwälzen, da ihr ja an max. 6 Tagen im Monat nichts bewirken könnt.  :knockout: :gunman:

Tina



Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: lupina am 10. April 2008, 14:37:22
hallo ,also ich muß mal auch meinen senf dazu geben.

ich kann mich gut in die situation einfühlen ,da auch meine stieftochter durch die trennung ziemlich verkorkst istum das mal vorsichtig aus zudrücken. im gegensatz allerdings zu dir ,hab ich mein lg kennengelernt da lebte sie schon  bei ihm.sie ist agressiv ,zeigt starkes opotionelles verhalten bei anforderungen ,geringe frustrationsgrenze,klaut ,lügt und noch so einige dinge.

im gegensatz zu deinem mann tut mein lg alles um ihr zu helfen (psychologe,famileintherapie,erziehungshifeusw) und nur so sehen wir eine change ihr zu helfen. er weiß das er die hauptvrantwortungträgt ,es ohne mich aber nicht geht undversucht mich nach kräften zu unterstützen sow ie ich mit ihm versuche an einem strag zu ziehen.das ist beileibe nicht immer leicht.

machmal fühle ich mich auch total überfordert und unverstanden,da ich mit vielen dingen nur schwer um gehen kann die dieses mädchen tut,auch genüber meinen kids ist es nicht immer leicht,aber dank der proffessionelen hilfe hoffe ich das wir es alle schaffen.

also ohne hilfe schafft ihr es auf keinen fall und ein jahr reicht nie und nimmer,wir kämpfen jetzt schon 3  jahre und machen nur sehr langsm fortschritte.

fühl dich gedrückt und verstanden.aber nochmal nur zusammen seit ihrstark,sonst geht alles vor die hunde.das muß deinem mann klar sein!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Frau_von_zahlendem_Vater am 10. April 2008, 14:50:15
Tina, zur Familienhilfe sagte die KM: Was nützt mir eine Frau die 2 Stunden bei mir sitzt und Kaffee trinkt  :wink:

Soviel dazu.

Es ist nicht so als wenn das alles das erstemal ist, nein, vor 5 Jahren hatten wir 2 Gerichtstermine wegen ABR, erste Verhandlung ging so aus das KV der KM eine Chance gab, sie bekam Auflage sich Hilfe zu holen bei der Lebensberatung, tat sie auch, JA war auch bei ihr, aber das brachte auch nichts viel, dann zweite Verhandlung, Richter entschied Kind bleibt bei KM weil Tochter unter Druck gesetzt wurde von wegen wenn du was erzählst und zu KV gehst ist hier die Tür zu und du brauchst nie mehr kommen.

Konnten wir leider alles nicht beweisen, also haben wir es ruhen lassen.... bis jetzt die Lebensberatung wieder an uns rantrat weil die KM mit Tochter im Winter wieder da war.

Wir wollen nun bis 29.5. warten, an den Besuchswochenenden schon mit Bonusvertrag und Regeln arbeiten, also als wenn sie hier lebt, es wird nicht als Urlaub gestaltet sondern sie muss sich in den Lebensrythmus einfügen, war ein Rat vom JA und den werden wir dann mal befolgen.

lupina, mein Mann hat wohl gemerkt das was schief läuft und will Sonntag ein Gespräch  :thumbup:


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Angela am 10. April 2008, 14:50:45
Hallo Frau v.z.Vater

Ich glaub ich beiss gleich in meinen Läppie, dass ist doch wieder der typische JA s......! Wie sollt Ihr denn bei max 6 besuchen und etwaigen Urlauben, förderl. Eingreifen, seid Ihr die Supernannys, oder was! Da sitzt wohl wieder eine SA, die so völlig Weltfremd wie ein Dino ist.
Wenn dem Mädchen geholfen werden soll, dann doch bitte durch geschultes Personal, Familienhilfe o.ä.!
Denn eine 14 jährige die voll auf Konfrontation ist, kriegst du nicht durch ein paar Wochenenden auf die Spur, ist nun mal so, und wenn Madame, die Rebellin, Spitzgekriegt hat, dass Mama alles macht damit sie ihre ruhe hat, dann hat sie doch schon gewonnen,( man hätte ich mit 14 doch meinen Eltern auf der Nase rumtanzen können, das wärs gewesen :wink:)
Was ich vielmehr glaube, aus eigener Erfahrung und jetzt durch meinen 9 jährigen und mein Patenkind, die Teenies brauchen ganz klare Regeln, auch wenn wir Alten dann als bekloppt gelten, ohne Regeln geht es nicht. Und Ihr könnt zwar am WE klare Regeln setzten aber die kleine Rebellin weiß, dass die wohl nur für das WE gelten und ab Montag wieder die Freiheit gilt :wink: :wink:!
Und vor allem Dingen, was meinst du denn, die14 jährige denkt, eure Worte gehen links rein und rechts raus. Wir waren doch alle mal in dem Alter, oder!!
Ich wünsche mir für Euch, dass eine Regelung gefunden wird, die einzig und alleine dem Kind, ich sage ganz bewusst dem Kind zugute kommt, denn wenn schon solche Probleme wg. der Schule und Erziehung da sind, rutscht sie schneller in den Keller als ihr alle schauen könnt.
Dich ehrt wirklich, dass du helfen wilst, aber wie denn wenn sich die Eltern schon nicht auf eine Linie einigen können und wollen, da muss leider ein Profi ran
Gruß
ANGELA


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Jemmy am 10. April 2008, 16:23:21
Hallo

mein Mann hat wohl gemerkt das was schief läuft und will Sonntag ein Gespräch  :thumbup:

Geht doch. Dann drücke ich euch mal die Daumen, dass ihr für die möglichen Scenarien einen gemeinsamen
Weg findet, der mögliche Belastungen gleichmäßig auf alle Schultern verteilt.

LG Thomas


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Frau_von_zahlendem_Vater am 14. April 2008, 08:30:57
Guten morgen

So, das Gespräch war gut und wir haben eine Möglichkeit gefunden womit wir alle leben könnten.

Samstag allerdings haben wir gemerkt das die KM das Kind nicht zu uns geben wird, denn es kamen Pläne zur Sprache wegen Geburtstagsgeschenk für die Kleine und das der Computer eben zur KM soll.

Nun überlegen wir natürlich schwer was wir machen sollen, denn das JA sagt ja nun wir sollen die KM unterstützen wenn sie die Kleine nicht raus geben möchte, allerdings erzählt das Kind genau das Gegenteil von dem was die KM behauptet.

Die KM schiebt alles aufs Kind, also Kind würde machen was es will, Kind würde sie erpressen und und und... wenn Kind erzählt klingt es aber ganz anders, dann klingt es eher als wenn die KM nicht in der Lage ist dem Kind einen regelmäßigen Rythmus mit Regeln zu bieten.

Mein Mann lehnt einen erneuten Antrag auf ABR ab, das hatten wir schon 2 mal und haben über 2 Jahre dran abbezahlt und jetzt wo das JA wieder auf der Seite der KM ist sieht er wieder kaum Chancen, außer das es wieder kostet und nur Streit gibt.

Kann mir jemand sagen wie man einer KM helfen kann die nichtmal in der Lage ist das Kind die Woche über wo Schule ist um spätestens 20.30Uhr ins Bett zu bringen oder die einer fast 12jährigen noch den Po abwischt oder die ihr Kind mit im Ehebett schlafen läßt oder die mit im Bett vom Kind schläft wenn sie abends das Bett abzieht um morgens um 6Uhr die Bettwäsche zu waschen??

Das ist nur ein Teil der Sachen die da schief laufen....

Die vom JA sagte selbst wenn sie bei der KM bleibt sehen wir uns in 2 Jahren wieder um über eine Heimunterbringung zu reden  :gunman:


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Angela am 14. April 2008, 10:26:23
Hallo

Ich glaube da hilft nur reden, reden, reden, und an das Kind appellieren wie wichtig eingeregelter Tagesablauf ist.
Was anderes hilft ja nicht und kostet nur Nerven, wenn KM blockiert.
Es ist ja eigentlich schade, dass man jetzt schon dran denken muss, dass ihr in 2 Jahren vielleicht wieder in der Situation seid, und das Kind im Wahrsten Sinne des Wortes in den Brunnen gepurzelt ist.
Gibt es denn keine neutrale Person die auf die Mutter und das Kind einwirken kann, von mir aus mit leichtem Druck??
Und für die KM ist es eigentlich ein Armutszeugnis, dass sie es nicht schafft ein Kind/Teenager zu einer bestimmten Zeit ins Bett zu schicken.
OK, Kinder können schon nerven, wenn sie nicht wollen was Erwachsene wollen, aber da müssen wir doch durch oder!
Vielleicht ist die KM aber auch so eine Mutter die am liebstes alles laufen lässt, sodass sie nie Konflikte bestreiten muss, ist doch auch einfachen, dann habt sie wenigstens ihre Ruhe.
Gruß
ANGELA


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: brille007 am 14. April 2008, 10:47:43
Moinsen,

Vielleicht ist die KM aber auch so eine Mutter die am liebstes alles laufen lässt, sodass sie nie Konflikte bestreiten muss, ist doch auch einfachen, dann habt sie wenigstens ihre Ruhe.
nach meiner Erfahrung ist das keine spezifisch mütterliche Eigenschaft; solche Entwicklungen gibt es in Trennungssituationen oft, wenn der Lebensmittelpunkt von Kindern zur Disposition steht: Man versucht damit, einem Votum des Kindes zugunsten des anderen Elternteils zuvorzukommen, indem man ihm signalisiert "Bei mir darfst du alles, was du beim anderen nicht dürftest". Logisch, dass Kinder und speziell Pubi's da ins Schleudern kommen: Die Kommunikationsunfähigkeit der Eltern über Regeln und Erziehungsgrundsätze wird auf ihrem Rücken ausgetragen.

M. E. geht es da weniger um "Ruhe", sondern darum, der "tollere" Elternteil sein zu wollen (also der, der weniger Regeln aufstellt). Meine Kids haben das auch probiert, als sie in meinem Haushalt lebten. Die Antwort war: "Selbstverständlich darfst Du wieder zu Mama ziehen, wenn Du glaubst, dass es dort besser ist als hier - aber dieses Spiel wird nur ein einziges Mal funktionieren."

Just my 2 cents
Martin


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Frau_von_zahlendem_Vater am 14. April 2008, 11:28:06
Hallo Angela und Martin

So wie Martin es darstellt sieht es für uns auch aus, denn bei uns hat sie klare Regeln die meist ich durchsetze und schon bin ich die Böse  :wink:

Am Samstag hab ich so schön mit ihr gekuschelt, es war ein richtig entspannter Tag, ich konnte vernünftig mit ihr reden und auch Papa war richtig gut drauf.

Problem ist wie folgt (mal am Beispiel Bett gehen):

KM behauptet Kind erpresst KM mit dem Satz wenn du nicht machst was ich will ruf ich Papa an und der geht zum Amtmann (ABR beantragen) und bleibt dann auf solange Kind will.

Kind sagt stimmt nicht, das hätte sie mal gemacht, aber das war nach der Verhandlungen (knapp 5 Jahre her und wußten wir auch).

Kind beschreibt Situation so:

Gegen 7 Uhr gehen KM und Kind getrennt duschen, dauert bis ca. 20Uhr weil KM Bad danach putzen muss (Putzwahn mit Therapie), danach wird dann Abendessen gemacht und gegessen, dauert wohl auch bis ca. 21.30Uhr, KM legt sich kurz hin und schläft ein, Kind schläft auf Sofa ein, KM wird nachts wach, weckt kind und dann gehts zu Bett.


Was sollen wir da glauben??

KM lügt öfter, sie war nie was, immer ist Kind schuld, Kind streitet immer ab, weint sogar manchmal weil man ihr nicht glaubt und Kind erzählt 2 Jahre später noch das gleiche ohne Wiederspruch.


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Jemmy am 14. April 2008, 11:39:07
Hallo

Nun überlegen wir natürlich schwer was wir machen sollen, denn das JA sagt ja nun wir sollen die KM unterstützen wenn sie die Kleine nicht raus geben möchte, allerdings erzählt das Kind genau das Gegenteil von dem was die KM behauptet.
Jaja, dass herzallerliebste JA. ihr "sollt" also die KM unterstützen. Das ist doch schön, dass ihr das "sollt".
Ich würde das JA mal fragen, wo den ihre Unterstützung ( die das JA ) bleibt? Es ist doch utopisch, annehmen
zu wollen, ihr könntet Töchting in die Spur bringen, bei dem bischen Zeit, welche ihr mit ihr habt.
Das sollte euch allerdings nicht davon abhalten, klare Regeln aufzustellen, welche Töchting zu befolgen hat,
wenn sie bei euch ist. Ich habe meinen Jungs gesagt, "Wir leben in einer Demokratie und ich bin der einzig
Stimmberechtigte". Ich stelle die Regeln auf und sie haben sie zu befolgen und es interessiert mich auch
nicht, was sie bei Mama dürfen oder das ein Schulfreund einen Film im Fernsehen sehen darf und Junior es
als "ungerecht" empfindet, dass er diesen Film nicht sehen darf. Klare Ansage an meine Jungs:
Mein Job als Vater ist es verantwortungsvoll und in ihrem Interesse zu handeln. Die Frage, ob sie das als
"uncool" empfinden, stellt sich mir nicht. Die Frage nach den Schulnoten oder ob sie vor Übermüdung
den Unterricht durch Scharrchen stören allerdings sehr wohl.

Dieses hier:
Die vom JA sagte selbst wenn sie bei der KM bleibt sehen wir uns in 2 Jahren wieder um über eine Heimunterbringung zu reden  :gunman:
würde ich mir allerdings schriftlich geben lassen !

LG Thomas

*edit* Vor einiger Zeit bin ich über ein Schild für meinen Grossen (13 ) gestollpert und konnte nicht
anders. Ich musste es kaufen. Text:
VORSICHT! Teenager in der Pupertät *unzurechnungsfähig *schlampig *weiß alles *kann alles *arbeitsscheu
Das hängt jetzt an seiner Zimmertür


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Frau_von_zahlendem_Vater am 14. April 2008, 12:32:03
Hallo Thomas

Das Schild ist mal klasse :rofl2:

Unterstützen sollen wir sie in der Form das wir die Kleine öfter zu uns nehmen und die KM somit entlasten.

Nützt nur sehr viel wenn die Woche über wenn Schule ist alles drunter und drüber geht  :thumbdown:

Kann man eigentlich den Sachbearbeiter beim JA einfach wechseln wenn man Probleme mit dem bestehenden hat?

LG Nicole


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: midnightwish am 14. April 2008, 12:33:53
Hallo,

ich erwarte jetzt keine Antwort, ist mal wieder eine rein rhetorische Frage:

Zitat
Die vom JA sagte selbst wenn sie bei der KM bleibt sehen wir uns in 2 Jahren wieder um über eine Heimunterbringung zu reden 

Das ist also die derzeitige Prognose des JA. Gleichzeitig soll darauf Rücksicht genommen werden das Die KM nicht einverstanden damit ist das das Kind zum KV zieht. Stattdessen soll der KV wie auch imemr die KM unterstützen. Das geht natürlcih nicht, da die KM Hilfe vom KV nicht zulässt und die wenige Zeit diedas Kind beim KV verbringt nicht ausreicht die Defizite aufzufangen. Einen Antrag auf ABR-Übertragung auf den KV würde das JA nicht unterstützen. So weit so gut.

Wird dann in 2 Jahren, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist auch noch darauf Rücksicht genommen das die KM nicht gewillt ist das Kind in ein Heim zu geben? Weitere Frage: Warum kann es dann nicht in 2 Jahren statt ins Heim zum Vater?

Mit Verstand ist das nicht mehr zu erklären. Welche Qualifikationen müssen eigentlich MA des JA haben?

Tina


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Frau_von_zahlendem_Vater am 14. April 2008, 12:57:16
Hallo Tina

Auf eines antworte ich mal.

Zum KV in 2 Jahren würde DANN auch nicht mehr klappen weil sie dann vollkommen abgerutscht wäre.

Ich versteh es auch nicht und wundere mich nur noch.

Die Bearbeiterin von der Lebenberatung die in dem Fall mitmacht ist eine Woche in Urlaub, sobald sie zurück ist wollen wir nochmal mit Ihr reden, denn sie ist sehr dafür das die Kleine zum KV kommt.

LG Nicole


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: babbedeckel am 14. April 2008, 13:01:04
Hi FvzV,

wie wäre es denn, wenn ihr mal den JA-Leiter über die Empfehlungen informierst, bzw. mal nachfragst ?

Gruß
babbedeckel




Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Frau_von_zahlendem_Vater am 14. April 2008, 13:04:48
Hallo babbedeckel

Haben wir auch schon überlegt, aber wir können ja nichts beweisen, außer die Dame von der Lebensberatung unterstützt uns in dem Punkt.

Das möchte ich aber erst mit ihr besprechen wenn sie zurück ist, denn macht sie es nicht würden wir uns damit sicher bei der Bearbeiterin des JAs noch unbeliebter machen.


Titel: Re: Ich fühle mich überfahren....
Beitrag von: Jemmy am 14. April 2008, 13:20:32
Hallo

Haben wir auch schon überlegt, aber wir können ja nichts beweisen, außer die Dame von der Lebensberatung unterstützt uns in dem Punkt.
Ihr müsst auch nichts beweisen. Wenn die MA die Vorwürfe zurückweist, könnt ihr gleich sagen:" Schön, haben
wir wohl falsch verstanden, dann können sie ja nur gemeint haben, dass es besser wäre, wenn Töchting zu
uns kommt. Wann kann ich die schriftliche Version dieser Empfehlung abholen"?
Zitat
Das möchte ich aber erst mit ihr besprechen wenn sie zurück ist, denn macht sie es nicht würden wir uns damit sicher bei der Bearbeiterin des JAs noch unbeliebter machen.

Die Befindlichkeiten eines JA MA`s können euch in dieser Situation gepflegt am Allerwertesten vorbei gehen.
Was wollt ihr euch bei dieser Einstellung des MA noch versauen? Schlimmer und unfähiger geht es doch eh
nicht mehr.

LG Thomas