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vatersein.de - Forum 10. Februar 2012, 19:51:25 *
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Autor Thema: Ich weiß nicht mehr weiter...  (Gelesen 6543 mal)
weserfrosch
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« Antwort #50 am: 05. Juli 2007, 08:24:06 »

Nur als kleine Info: auch bei eigengenutztem Haus- oder Wohnungseigentum kann es Wohngeld (heißt dann allerdings Lastenzuschuss) geben - ist nicht begrenzt auf Mietwohnungen. Der Gesetzgeber will nämlich, dass bei einem vernünftigen, angemessenen Wohneigentum nicht in jedem Fall unbedingt ein Verkauf ansteht....also theoretisch kann es auch bei eigengenutzem eigenen Haus eine monatliche Unterstützung geben!
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Und immer immer wieder geht die Sonne auf.....
hamburg2000
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« Antwort #51 am: 05. Juli 2007, 10:03:24 »

Gebrauchte Schulranzen - aber eigenes Haus ?

Tolle Mutter !

Mit den Prioritäten wird sie sicherlich jederman von ihren erzieherischen Fähigkeiten überzeugen.

Ist das evtl. relevant beim JA ?
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Ich ziehe nicht aus.
matraj63
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« Antwort #52 am: 06. Juli 2007, 18:00:47 »

Hallo!

Ich weiß nicht so recht, was ich von der derzeitigen Situation halten soll. Sie ist seit dem Gespräch am 04.07. total freundlich zu mir, kommt mit zum JA Termin, erzählt mir plötzlich wieder ganz alltägliche Dinge - so als sei nichts gewesen. men_ani

Vielleicht ist sie tatsächlich mit dem Angebot für die Auszahlungssumme für das Haus zufrieden, dann wäre es ja OK, wäre ja dann ein Kompromiss mit dem wir alle leben können. Oder aber sie heckt was aus...ich werde langsam zum Paranoiker...Sie wollte nochmal die Aufstellung der Mama- und Papatage für das WM haben...mmmhhh?!? men_ani

Naja, mal abwarten. Heute geniesse ich erstmal den Beginn des Wochenendes und gehe mal wieder seit langer Zeit mit nem Bekannten RAUS - weiß schon garnicht mehr, wie sowas funzt...

LG
Frank
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« Antwort #53 am: 10. Juli 2007, 18:10:28 »

Hallo @ Foris!

Morgen ist der JA Termin, bin doch etwas aufgeregt, wie das läuft...falls ihr Tips habt - immer her damit (Die erste Hilfe hab ich schon gelesen;-))

Aber ich hab noch eine andere Frage. Wir hatten für den 27.07. einen Notartermin vereinbart. Im Vorfeld hat meine Nochgattin immer wieder darauf gedrängt, um endlich die ganze Sache zum Abschluss zu bringen, also hab ich den Termin gemacht, musste dazu den Urlaub mit den Kindern um einen Tag verkürzen. Nun passt ihr der Termin nicht, da sie da auch auf einmal weg will. Dies wäre mir ja egal - ist schließlich ihr Problem. Jetzt hat sie mir gerade einen Zettel hingelegt, ob wir den Termin verschieben können, da sie erst noch einen Anwaltstermin am 02.08. habe (wohl um zu klären, wie viel ich ihr zahlen soll). Der Notartermin ist seit dem 04.07 bekannt - kann doch nicht angehen, dass sie es vorher nicht schafft, einen Termin bei ihrem Anwalt zu bekommen? OK, jetzt ist Urlaubszeit und sie ist ab Samstag eine Woche weg...
Angeblich war sie schon bei zwei Anwälten (im Vorfeld), kommt jetzt der dritte? Anwalthopping, bis sie einen gefunden hat, der ihr alles schönrechnet? Irgendwie klingeln meine Alarmglocken...
Was meint ihr?

Mit einer Äußerung zu dem Thema warte ich auf jeden Fall erstmal bis nach dem JA Termin...

LG
Frank
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« Antwort #54 am: 10. Juli 2007, 18:56:05 »

Servus Frank!
Ich würde auf den Notartermin (ist ja schließlich auch in beidseitigem Einvernehmen vereinbart worden) bestehen, sie hat lange genug Zeit gehabt, sich schlau zu machen!
Hinhalten, damit sie vielleicht nochmal einoyrofuffzig mehr rausschlägt iss nich!
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Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
----------------------------------------------------------
Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
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« Antwort #55 am: 11. Juli 2007, 13:48:21 »

Hi @ all!

So, nun ist es geschehen.
Das WM ist beim JA auch von meiner Nochgattin (mündlich) bestätigt worden. Sie hat zwar wieder angefangen, die unterschiedlichen Themen zu verquicken, sprich das WM von der finanziellen Schiene abhängig zu machen, aber sie hat gesagt, daß das WM feststeht. Für die weiteren Streitpunkte werden wir auch auf Anraten des JA Mitarbeiters die Mediation wieder aufleben lassen. Notartermin ist zugunsten der Mediation erstmal verschoben.

Beim Thema RA hat sich meine Nochgattin in Widersprüche verstrickt - zu mir hatte sie gesagt, dass sie schon bei zweien war, die ihr meine Rechtsansicht nicht bestätigt hätten. Heute hat sie erzählt, dass sie noch bei keinem war, um dann zu erzählen, dass sie bei einer Anwältin war und einen Bekannten (angeblich Anwalt) angerufen hätte. Diese hätten meine Rechtsansicht bestätigt. ABER sie wolle ja nicht was ihr per Recht zusteht, sondern das, was ihr MENSCHLICH zusteht (wie jetzt, Verbannung auf eine einsame Insel, Stockschläge auf die Fußsohlen oder was?*Ironie aus*). Naja, jedesmal was anderes, so wird es wenigstens nicht langweilig...

Wie immer habe ich meine Verhandlungsbereitschaft signalisiert, mithilfe einer dritten, neutralen Person - entweder Notar oder Mediation.
Zum Thema "Wie sagen wir es den Kindern" hat sie auch ihre Ansicht zum Besten gegeben, dass es ein Fehler gewesen sei, es den Kindern zu sagen.
Dies hat der Mitarbeiter vom JA anders gesehen. Er hat mein Vorgehen befürwortet, die Kinder miteinzubeziehen, ebenso das weitere Vorgehen, sprich die Klärung der offenen Fragen per gemeinsamen Notar, oder (sein Vorschlag, da noch zu viel ungeklärt sei), mit der Mediation weiterzumachen.
Meine Frau war damit nicht so 100%ig einverstanden, da das Ergebniss der ersten Mediationsstunde ja von mir dann überdacht worden sei. Dies sei aber laut JA Mitarbeiter ein normaler Prozess bei der Kompromissfindung - da konnte sie dann schlecht die weitere Mediation ablehnen. Für sie immer noch die größere Chance, als direkt zum Notar und die Gefahr, ich könnte auf mein Recht pochen...was ich ja nicht will, hat aber scheinbar gewirkt, es mal anzudeuten...

Ich hoffe, dass ihre mündliche Aussage vor dem JA schonmal was wert ist, sollte sie sich nocheinmal komplett umorientieren, wie gesagt, sowas wie eine Absichtserklärung habe ich ja auch schon...ich bin fast geneigt zu sagen, dieser Fisch ist geputzt (mal vorsichtiger Optimismus)

Nach langer Zeit das erste mal, dass ich mich nicht mehr ganz so besch***en fühle...und ein wenig optimistischer und mutiger in die Zukunft blicke...

LG
Frank
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Vater von 3 Kiddies


« Antwort #56 am: 11. Juli 2007, 14:05:32 »

ein Rat:
mach mal Deine Laune nicht an allzu kleinen Dingen fest. Erreicht und festgezurrt ist bei Dir meines Erachtens noch fast gar nix. Eine mündliche Vereinbarung ist soviel wie wertlos - manchmal nicht einmal schriftliche! Es wird der Tag kommen, an dem Deine Frau/ Ex einen Tip von einem Anwalt bekommt, der ihr zusagt. Bis jetzt ist sie noch am Suchen. Und glaube mir, es wird einer kommen, der ihr den Mund wässrig macht und das wird Dich aus den Latschen kippen. Dies ist nur eine mögliche Variante - aber es ist möglich! Und plötzlich kann sie sich gar nicht mehr an ein Wechselmodell erinnern, "war das nicht - du jedes 2. WE? - was anderes wollte ich noch nie ..."
Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du Kraft und Glück hast - aber schau immer dahin, wo der Fall hingehen könnte ...
Grüße
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Mann/ Frau muss das Licht des Anderen nicht auslöschen, um selbst besser zu scheinen ... (Konfuzius)
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« Antwort #57 am: 03. Dezember 2007, 13:10:59 »

Hi@all!

Tja, ich hab lange nichts mehr geschrieben, aber doch oft an dieses Forum und die Leute, die ihm Leben einhauchen, gedacht und es auch einigen Leidensgenossen aus meinem Umfeld weiterempfohlen.

Heute möchte ich mich mal bedanken - bedanken bei den Betreibern dieses Forums, bei den Leuten die mir geschrieben hatte, bei den Leuten, deren Geschichten ich lesen durfte - ohne euch würde ich nicht an dem Punkt stehen, an dem ich jetzt bin.

Der Schock der Trennung ist vorbei, der Kampf um die Kinder auch. Wir praktizieren das Wechselmodell nun seit einigen Monaten und seit heute ist L. bei mir gemeldet, N. bleibt bei seiner Mutter gemeldet. Das WM wird auch noch unterstrichen durch die Tatsache, das L. über mich krankenversichert ist, N. über meine Ex.
In der Praxis sieht es so aus, dass die Übergabe der Kinder in der Regel in der KiTa stattfindet, der eine bringt die Kids morgens hin, der andere holt sie nachmittags ab. Eine Praxis, die sich bisher bewährt hat, nicht zu viele Schnittpunkt zwischen meiner Ex und mir, keine Verabschiedungstränen bei den Kindern. Wir bemühen uns, das die Kinder nicht kürzer als 2 Tage und nicht länger als 5 Tage bei einem Elternteil sind, kommen uns da aber auch mal entgegen. Angedacht sind auch Tage, an denen man nur eins der Kinder hat, um so mal etwas intensiver  für einen der beiden Zeit zu haben. Telefonate der Kinder mit dem jeweils anderen Elternteil sind kein Problem, werden aber eher selten von den Kinder eingefordert.

Es schmerzt immer noch ein wenig, wenn die Kinder von Mamas neuem Freund erzählen. Weniger aufgrund der Tatsache, dass er meinen Platz an der Seite meiner Ex eingenommen hat, sondern eher weil er einen Platz an der Seite der Kinder eingenommen hat. Aber sie scheinen gut mit ihm auszukommen und ich denke, dass der Papa ("der beste Papa der Welt" laut meinen Kids ;-)) auch immer der Papa bleibt, und ich den Next nur als Freund der Kinder sehen muss/darf...da komm ich noch hin.

Zeitlich lässt sich das WM im Moment noch sehr gut mit meiner Arbeitszeit vereinbaren, da die Öffnungszeiten der Kita gut passen. Im nächsten Jahr, wenn die Kinder in die Schule gehen (OGTS) sieht das mit den Öffnungszeiten nicht mehr so gut aus, da werden mir morgens und nachmittags je eine gute halbe Stunde fehlen. Mal sehen wie sich das dann regeln läßt...

An dieser Stelle nochmal vielen Dank für eure Tips, Aufrufe zum Durchhalten und Standhaftbleiben - vor allem vielen Dank an brille007, dessen zwar oft harte aber umso ehrlichere Worte mich wachgerüttelt haben.

Ich habe den Eindruck, dass die Kinder mit der Situation gut  zurechtkommen. Klar möchten sie am liebsten wieder, dass wir eine Familie sind, aber da dies nicht geht, ist das Wechselmodell imo die beste Alternative.

Es sind viele Dinge, vor allem die finanzielle Seite, das Haus, noch im Detail ungeklärt, aber wir haben uns in der Mediation darauf verständigt, diese Geschichten mithilfe eines gemeinsamen Notars zu klären.

Gestern war ich bei der Taufe meines Neffen. Obwohl ich mich als Agnostiker bezeichnen würde, so hat der Diakon doch etwas sehr schönes gesagt.
Kinder haben ein nahezu unerschütterliches Vertrauen in ihre Eltern - und auch wenn dies Vertrauen mal erschüttert wird, so bauen sie es doch wieder neu auf. Und leider gibt es immer wieder Menschen, die das Vertrauen, welches man in sie setzt, missbrauchen. Dies kann dazu führern, dass man irgendwann niemandem mehr vertrauen kann. Er sagte, dass man sich dieses Vertrauen und das Vermögen, es neu aufzubauen, bei den Kindern wieder abschauen sollte.

Ich fühle, dass ich dies wieder können werde - Vertrauen. Etwas, dass ich schon als verloren angesehen hatte...

Hoffnungsvolle und freudige Grüße
Frank
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midnightwish
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« Antwort #58 am: 03. Dezember 2007, 13:17:33 »

Hallo Frank,

das hört sich ja durchweg positiv an. Das freut mich für euch. Ich hoffe das ihr das die näcshten Jahre weiterhin so gut auf die Reihe bekommt.

Tina
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« Antwort #59 am: 03. Dezember 2007, 13:24:35 »

 thumbup schild_respekt
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Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Perle
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« Antwort #60 am: 04. Dezember 2007, 08:44:03 »

Hallo Frank,

habe gerade erst Deine Geschichte gelesen.
Es ist schön zu lesen, daß es so auch funktionieren kann.

Wünsche Dir weiterhin viel Glück und Erfolg, bei allem, was noch kommt, und das alles weiter in guten Bahnen verläuft.

Viele Grüße
Perle
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« Antwort #61 am: 29. Juli 2008, 17:38:49 »

Hallo liebe Foris,

nach langer Zeit schreibe ich hier mal weiter, hab grad mit Erschrecken festgestellt, das mein letzter Post hier in diesem thread von vor über einem halben Jahr war...wie die Zeit vergeht...

Tja, etliche Mediationstermine haben wir hinter uns gebracht, für jedes Themengebiet haben wir einen speziellen Mediator gehabt, in allen Punkten sind wir uns einig geworden, das Thema Kinder war ja schon lange durch, das WM funktioniert auch weiterhin sehr gut. Jetzt fängt die Schule an, mal sehen wie es dann bei mir zeitlich hinkommt mit Fulltimejob und OGTS...
Das Thema EU bzw. TU hatten wir geklärt...wir sind übereingekommen, daß niemand von uns dem anderen was zahlen muss, das Thema Haus war auch geklärt, sie wollte es ja von Anfang an behalten und mich auszahlen, die Auszahlungssumme stand fest - der Großteil sofort, den Rest in Raten innerhalb der nächsten 5 Jahre. Für den Versorgungsausgleich hatten wir beide schon bei der Rentenkasse einen Antrag auf Kontenklärung eingereicht.
Eigentlich schien der Rest reine Formalität zu sein...Pustekuchen...

Vor meinem Urlaub hatte ich meine Exe gebeten, mir einige Termine zu nennen, damit ich nun einen Notartermin machen könne, damit wir die ganzen Vereinbarungen aus den diversen Mediationen, insbesondere die Geschichte mit der Übertragung des Hauses, zum Abschluss bringen könnten. Tja, jetzt will sie nicht mehr. Wenn sie das Haus von mir "kaufen" würde, wäre die Notargebühr ja so hoch, das könne sie sich nicht leisten. Ich solle ihr das Haus doch schenken, das Geld würde sie mir dann schon zahlen...
Ich habe dankend abgelehnt und auf der vereinbarten Variante bestanden, ebenfalls darauf, das ich mit der Restsumme, die sie abstottern will, im Grundbuch stehen bleibe, um abgesichert zu sein. Sie will davon nichts wissen. Wenn ich es ihr schenken würde, wären die Notarkosten geringer, da diese dann nicht nach dem Wert des Hauses berechnet würden (keine Ahnung ob das stimmt). Ausserdem will sie jetzt schon allein im Grundbuch stehen, sonst hätte sie ja dort auch zweimal Kosten. Sie würde dann halt erst in 5 Jahren oder so zahlen. LOL.
Ich habe sie darauf hingewiesen, dass all diese Dinge bei der Scheidung geregelt werden müssen und das in dem Falle, das wir uns über noch nichts geeinigt haben, die Gerichtskosten, Anwaltskosten etc. auch höher ausfallen...naja, ich kann nicht behaupten das meine Argumente auf offene Ohren gestoßen sind.

Langer Rede kurzer Sinn, ich hab die Nase nun irgendwie voll, es ist soviel Zeit ins Land gegangen, von meinen Nerven mal ganz abgesehen. Ich würde nun eigentlich mit dem Scheidungsantrag die Teilungsversteigerung beantragen - ist das sinnvoll? Oder habt ihr noch andere Vorschläge?

LG
Frank
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« Antwort #62 am: 29. Juli 2008, 20:16:08 »

Moin Frank,

Deine Denk- und Handlungsweise ist die einzig richtige; alles, was Du jetzt nicht eintütest, kannst Du komplett knicken. Schenkung? Die Dame denkt wohl, du wärest erst gestern irgendwo von der Palme gefallen?

Nein, macht das JETZT mit dem Notarvertrag. Einer genügt allerdings, denn noch besser als Dein Verbleib im Grundbuch (für den Du Dir faktisch sowieso nichts kaufen kannst) ist die Aufstellung eines Tilgungsplanes mit festen Zahlungsterminen für die nächsten 5 Jahre, verbunden mit der Formulierung "für den Fall der Nicht-Zahlung einer Rate unterwirft sich Frau X mit ihrem gesamten Privatvermögen der sofortigen Zwangsvollstreckung des Gesamtbetrages." Glaub mir: Dieser Satz fördert die Zahlungsbereitschaft ungleich mehr als ein stiller Teilhaber.

Abgesehen davon: Wenn ein Immobilienkauf an den Notarkosten scheitert, kann man sich die Immobilie schlicht nicht leisten.

Ich hoffe, Du bezahlst auch nichts mehr an die Bank - jeder Betrag, der da jetzt noch von Deinem Konto in dieses Haus fliesst, ist nämlich unwiederbringlich weg. Und wirklich: Keine krummen Deals mit Schenkung, "ich zahl Dir das privat" etc. Die Zeiten, in denen Du den blauen Augen Deiner Beinahe Ex blind vertrauen konntest, sind längst Geschichte.

Grüssles
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Ich bin nicht Deutschland. Ich bin Griechenland.


« Antwort #63 am: 29. Juli 2008, 20:49:17 »

Die Kosten des Notars richten sich, offiziell, nach dem Wert des Objektes und nicht nach dem Kaufpreis.
Sonst würde der Notar für Schenkungen nie etwas bekommen.

Mein, sehr guter, früherer Notar hat die Werte, unabhängig vom tatsächlichen Wert, immer sehr großzügig nach unten abgerundet, um uns Kosten zu ersparen.

Vielleicht kann sie so etwas ja auch mit ihm ausmachen, statt dich mit solchen substanzlosen Vorschlägen zu langweilen.

Wenn er bereit wäre, bei einer Schenkung auf seine Gebühren zu verzichten, könnte  er das das ja bei einem Verkauf auch tun.

Wenn du auch bereit und in der Lage wärst, das Haus zu übernehmen, ist eine Teilungsversteigerung tatsächlich eine Option.

Gruss Beppo

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« Antwort #64 am: 29. Juli 2008, 21:10:02 »

Moinsen,

Die Kosten des Notars richten sich, offiziell, nach dem Wert des Objektes und nicht nach dem Kaufpreis.
Sonst würde der Notar für Schenkungen nie etwas bekommen.

Mein, sehr guter, früherer Notar hat die Werte, unabhängig vom tatsächlichen Wert, immer sehr großzügig nach unten abgerundet, um uns Kosten zu ersparen.

Hierzu noch eine Anmerkung: Es wird ja kein ganzes Haus übertragen und vermutlich nicht einmal ein halbes, sondern faktisch nur ein Miteigentumsanteil, der aus einem halben Haus abzüglich der halben Schulden besteht. Das dürfte kein Mega-Betrag sein. Schon gar keiner, der das Zocken zu Franks wahrscheinlichem Nachteil lohnt.

Grüssles
Martin
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« Antwort #65 am: 30. Juli 2008, 09:49:02 »

Moin,

danke erstmal für eure Ratschläge;-)

Es geht in der Tat um die halbe Immobilie, das Haus ist abgezahlt, Raten für die Bank fallen somit weg.

Wenn bei einer Schenkung die gleichen Notarkosten anfallen wie beim Verkauf, hat sie ja eigentlich keine Argumente mehr, somit werde ich einen Notartermin machen und einen Tilgungsplan mit reinnehmen, danke für den guten Tip.

LG
Frank

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« Antwort #66 am: 30. Juli 2008, 09:52:31 »

Moin Frank,

wenn Du kannst: Stell den Text des Vertrages anonymisiert hier ein, bevor Du unterschreibst. Und bestehe unbedingt auf den Satz mit der "sofortigen Zwangsvollstreckung".

Grüssles
Martin
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« Antwort #67 am: 30. Juli 2008, 10:10:43 »

Hi Martin,

werds versuchen;-), kann aber etwas dauern, da sie jetzt erst in den Urlaub fährt. Mal sehen, wann wir einen Termin bekommen.

Mensch, du bist Gold wert, 1000 Dank!

...und den Satz mit der Zwangsvollstreckung habe ich mir schon ausgedruckt...gefällt mir;-)

Bis dahin
Frank
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« Antwort #68 am: 13. Oktober 2008, 10:45:57 »

Guten Morgen,

und schon wieder sind über zwei Monate ins Land gegangen. Der erste Notartermin zwecks Eigentumsübertragung liegt hinter uns, Exe will nun doch komplett in einem Rutsch zahlen, also nix mit Ratenzahlung. Trotzdem stelle ich mal den Notarvertrag hier ein. Ist der so OK? Für mich als Laien klingt das soweit gut. Unterschrieben haben wir noch nicht, der nächste Termin steht noch aus.



Übertragsnehmer…Exe
Übertragsnehmer…ich



Die Erschienenen erklärten vorab:

Wir haben am tt.mm.jjjj vor dem Standesamt XYZ geheiratet. Seit mm.jjjj leben wir in Scheidungsabsicht voneinander getrennt. Zur Regelung der Scheidungsfolgen schließen wir nachstehenden Scheidungsfolgenvertrag.

A.)
Grundstücksübertragsvertrag:

§1
Gegenstand

Der Übertragsgeber überträgt dem Übertragsnehmer seine ideelle Hälfte des im Grundbuch von …Blatt … verzeichneten Grundbesitzes der Gemarkung …

-   nachstehend: der Grundbesitz –

zu Eigentum

§2
Gegenleistung

Die Übertragung erfolgt im Rahmen des Zugewinnausgleichs gegen Zahlung von …€. Die Zahlung des Ausgleichsbetrages ist fällig zum 30.11.2008

§3
Gewährleistung / Lasten

Der Grundbesitz wird übertragen, wie er steht und liegt, ohne Gewähr für Grenzen und Größe, Güte und Beschaffenheit.

Der Grundbesitz ist derzeit unbelastet.

§4
Übergabe

Die Übergabe erfolgt zum 01.12.2008. Mit der Übergabe gehen zugleich Besitz, Lasten, Nutzen und Gefahren allein auf den Übertragsnehmer über.

§5
Auflassung

1.
Die Erschienenen erklären nachstehende Auflassung:

Übertragsgeber und Übertragsnehmer sind sich darüber einig, dass die ideelle Hälfte des im §1 näher bezeichneten Grundbesitzes auf den Übertragsnehmer übergehen soll. Der Übertragsgeber bewilligt, der Übertragsnehmer beantragt die Eintragung der Eigentumsänderung im Grundbuch.


2.
Zur Sicherung des Anspruchs auf Eigentumsverschaffung bewilligt der Übertragsgeber und beantragt der Übertragsnehmer die Eintragung einer entsprechenden Eigentumsvormerkung. Schon jetzt bewilligt und beantragt der Übertragsnehmer die Löschung, sobald die Umschreibung des Eigentums im Grundbuch vollzogen ist und sofern keine Zwischeneintragungen erfolgt sind oder beantragt wurden, an denen der Übertragsnehmer nicht mitgewirkt hat.

§6
Belehrung / Vollzug



§7
Vollmacht



B.)
Familienrechtliche Erklärungen:

1.
Mit der Durchführung des Vertrages ist der Zugewinnausgleich zwischen den Erschienenen geregelt. Die Erschienenen verzichten wechselseitig auf die Geltendmachung weiterer Zugewinnausgleichsansprüche und nehmen den Verzicht wechselseitig an.

2.
Die Erschienenen erklären übereinstimmend, dass der Hausrat aufgeteilt ist. Jeder Ehegatte wird Eigentümer der Gegenstände, die sich in seinem Besitz befinden.

3.
Der Versorgungsausgleich im Rahmen des Scheidungsverfahrens soll nach den gesetzlichen Bestimmungen durchgeführt werden.

C.)
Allgemeine Erklärungen:
Kosten

Die Kosten dieses Vertrages und seiner Durchführung trägt der Übertragsnehmer. Die Erschienenen geben den Wert der übertragenen Eigentumshälfte mit …€ an.




Danke im Vorraus für eure Mühen.

Gruß
Frank
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