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Autor Thema: Vaterschaftstest bald illegal?  (Gelesen 43806 mal)
7of9
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« am: 26. Mai 2004, 21:50:03 »

 
N E W S

Vaterschaftstest bald illegal
 

Interessant nicht nur für Heidi Klum und Flavio Briatore: Die Regierung plant ein Verbot von heimlichen Vaterschaftstests per Genanalyse. Bereits ein Haar des Kinds reicht aus, um mit Hilfe einer Genanalyse festzustellen, wer der Vater sein kann. Bislang konnten zweifelnde Väter, aber auch Schwiegermütter damit ohne Wissen von Mutter und Kind die Abstammung belegen oder widerlegen. Private Institute bieten diesen Test bereits ab 300 Euro an.

Jetzt plant Justizministerin Brigitte Zypries ein Verbot dieser heimlichen Vaterschaftstests, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet. Das Verbot soll Teil des neuen Gentestgesetzes sein, das derzeit konzipiert wird. Laut Zypries sei es wichtig, dass Mutter und Kind die Hoheit über die eigenen Daten behalten.

 
 http://focus.msn.de/G/GN/gn.htm?snr=130689&streamsnr=118
 

[Editiert am 25/1/2005 von DeepThought]
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« Antwort #1 am: 26. Mai 2004, 22:55:26 »

Hallo 7of9,

danke für den Hinweis.

Das hat die Zypries schon seit einem Jahr vor. Ziel ist die Entlastung der Staatskasse. Da unbestätigten Studien zur Folge jedes 7. Kind ein Kuckuckskind ist, nicht in jedem Fall der tatsächliche Vater ermittelt werden kann, liegen diese Kinder dem Staat auf der Tasche.

Ich bin ohnehin dafür, dass direkt mit der Geburt ein Test gemacht wird. Dem Papa ein Pieks ins Ohr und das Neugeborene hat ja die Nabelschnur. Warum wird's nicht gemacht? Weil sie alle gefühlsduselig sind in solchen Momenten. War ich ja auch. Aber besser ists. Ist wie mit Eheverträgen. Wenn das Glück da ist, will keiner sich mit dem Unglück beschäftigen.

Ich habe jetzt nur die Hoffnung, dass die Industrie eine entsprechende Lobby aufbaut. Mit den Tests ins Ausland zu gehen halte ich für fragwürdig, da diese u.U. von den deutschen Gerichten nicht anerkannt werden.

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Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
PhoeniX
Gast
« Antwort #2 am: 27. Mai 2004, 00:54:25 »

Ja ja der Staat mit ihrer Halbwaisenrente (die kann man beantragen wenn der Vater unbekannt ist) und ihrem UVG. Haben die auch in einer hinsicht recht es gibt genug die ihren Nutzen von ein paar € daraus ziehen.

Aber auch wenn der test für 300€ nicht anerkannt wird vor dem Gericht würde ich es machen. weil für den Fall das er positiv ausfällt hat man 2000€ gespart und wenn er Negativ ausfällt kann man immer noch einen in Deutschland machen und dem Gerich vorlegen.

  Aber KUKUK hin oder her. auch wenn es sich nach Jahren rausstellt kann das Kind nichts dafür!!!
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sky
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« Antwort #3 am: 27. Mai 2004, 10:16:48 »

Hallo PhoeniX,
Zitat
Aber KUKUK hin oder her. auch wenn es sich nach Jahren rausstellt kann das Kind nichts dafür!!!


Das Kind kann nichts dafür, aber "Mann" hat das Recht darauf zu wissen, ob er nun der Vater ist.

Du siehst übrigens angenehm verändert aus  ;)  

Gruß
sky
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Je mehr Käse, desto mehr Löcher. Je mehr Löcher, desto weniger Käse. Daraus folgt: Je mehr Käse, desto weniger Käse
sandgren
Gast
« Antwort #4 am: 10. Dezember 2004, 11:06:58 »

huch!!!! puzzled
dann sollte ich mich wohl beeilen,
wenigstens weiss ich nun was ich mir zu weihnachten schenke. Traurig

gruss sandgren :cool:
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« Antwort #5 am: 10. Dezember 2004, 10:36:12 »

Hallo liebe Leser,

aus aktuellem Anlass hole ich diesen Beitrag aus dem Keller.

Im Spiegel ist erneut ein Pro-Vater-Artikel zu lesen, der sich nun mit dem Gesetzvorhaben der Bundesunrechtsministrerin Zypries beschäftigt. Mittlerweile sind die Vorhaben zum Verbot der Vaterschaftstest ja auch in der Tagesschau usw. zu sehen. Es drückt also mächtig, sonst würde die Medienlandschaft nicht involviert werden.

Interessant sind die Ansätze der Gegner des Verbotes.

>Hier< entlang.

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TabSel
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« Antwort #6 am: 10. Dezember 2004, 11:00:53 »

ich vesteh das nicht... bin grad am Lesen des Spiegelberichts... und mußte wirklich laut lachen als ich... "...Der Gesetzgeber müsse beachten, "dass das Recht eines Kindes auf eine Familie schwerer wiegt als die Gewissheit eines Mannes".... las

Ich formulier's mal so, wie sich das für einen deutschen Vater anhören könnte...:

Der Gesetzgeber müsse beachten, "dass das Recht eines Kindes auf finanzielle und emotionale Versorgung schwerer wiegt als die Grundrechte eines Menschen - ein Mann ist ja auch einer sollte man meinen...

Oder

Der Gesetzgeber müsse beachten, "dass das Recht eines Kindes auf finanzielle Versorgung schwerer wiegt als die finanzielle Selbstbestimmung eines Mannes".

oder

...


wie wär's damit: Single-Männer erhalten ab sofort automatisch die Vaterschaft irgendeines Kindes zugesprochen, dessen leibliche Vaterschaft ungeklärt ist... *lach*

ok... Vorschlag von mir: Ich zahl ab sofort keine Steuern mehr. Weil ich ja Single bin, erkenne ich die Vaterschaft sogar zweier Kinder an und zahl dann für die Kids... oder ist das zusätzlich zu meinen Steuern und Unterhaltsleistungen zu bezahlen? Achja, warum nicht... Von einem überdurchschnittlichen Nettoeinkommen bliebe dann nix mehr, und Sozialhilfe krieg ich auch nicht, weil ich ja ein überdurchschnittliches Nettoeinkommen habe... *prust*

Also im Ernst. Kann mir mal jemand bitte meinen Selbstwert als Mann kurz erläutern... Er geht mir grad wieder verloren...


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« Antwort #7 am: 04. Januar 2005, 00:08:19 »

Und wieder ist sich die Verantwortliche des Familienrechtsunglücks nicht zu schade, weiteren Müll (*sorry*) von sich zu geben.


Zypries will heimliche Vaterschaftstests verbieten lassen

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) plant in diesem Jahr ein Verbot heimlicher Vaterschaftstests. In der Zeitschrift "Brigitte" kündigte die Politikerin einen Gesetzentwurf dazu an. Bestraft werden sollen demnach Männer, die ohne schriftliche Einwilligung der betroffenen Frauen genetische Spuren testen lassen.

Werbung für Vaterschaftstests der Firma Humatrix: "Schwerer Eingriff in die Intimsphäre"

Berlin - Ebenso sollen Labors, die solche Tests vornehmen, strafrechtlich verfolgt werden. Zypries äußerte sich empört über das florierende Geschäft mit den Vaterschaftstests. Es handle sich dabei "um einen schweren Eingriff in die Intimsphäre". Es sei "unglaublich", dass "Labors sogar in U-Bahnen werben, man solle anonym genetische Spuren einschicken". Zypries will das Verbot heimlicher Vaterschaftstests als Teil des geplanten Gendiagnostikgesetzes regeln.

Eine Ministeriumssprecherin betonte, dass es durchaus rechtliche Möglichkeiten gibt, die Vaterschaft auf legalem Wege feststellen zu lassen. Dazu müsse aber der Rechtsweg beschritten werden.

Für den heimlichen Abstammungstest brauchen Väter lediglich Genmaterial von sich und dem Kind. Dazu genügen im Einzelfall ein benutzter Schnuller, ein Trinkglas oder eine Haarbürste. Das Geschäft kann meist vollständig per Post und Internet abgewickelt werden, wobei die Männer in der Regel das Ergebnis eine Woche später erfahren. Zweifelnden Vätern geht es dabei meist um Unterhaltszahlungen, die mancher nicht für ein "Kuckucksei" zahlen will.

MARCO-URBAN.DE
Bundesjustizministerin Zypries: Widerstand vom Kollegen aus Stuttgart
Ihr sei bewusst, dass das Gesetz umgangen werden könne, da die Tests in zahlreichen europäischen Nachbarländern erlaubt seien, sagte die Zypries. Sie wolle sich deshalb für eine europäische Regelung einsetzen. Gleichzeitig sei es wichtig, in Deutschland eine öffentliche Diskussion über das Problem anzustoßen und zu fragen, "warum Männer den Frauen so massiv misstrauen", dass sie heimliche Tests machen ließen.

Nach früheren Umfragen finden mehr als 80 Prozent aller Männer anonyme Vaterschaftstest völlig berechtigt. 93 Prozent der Befragten würden das Kind nicht mehr akzeptieren, sollte sich herausstellen, dass sie nicht der **tsts - ID 28** sind. Viele verlangen sogar rechtliche Konsequenzen für Mütter, die einem Mann ein Kind unterschieben.

Experten vermuten, dass zwischen fünf und zehn Prozent aller Kinder nicht vom vermeintlichen Vater sind. Schätzungen zufolge werden in Deutschland jährlich rund 40.000 Vaterschaftstests gemacht - ein Großteil in privaten Labors für mehrere hundert Euro.

Der baden-württembergische Justizminister Goll (FDP) kritisierte den Zypries-Vorstoß und forderte zumindest Ausnahmen von dem geplanten Verbot: "Die Väter, die nach dem Gesetz schon heute anfechtungsberechtigt sind und ihre Vaterschaft in jedem Fall durch ein Gerichtsverfahren klären lassen könnten, sollten auch heimlich einen Vaterschaftstest durchführen dürfen", sagte der Justizminister den "Stuttgarter Nachrichten". Dies seien neben den Ehemännern all jene, die ihre Vaterschaft anerkannt hätten. Nach Ansicht Golls dienen heimliche Tests zudem oft dem Familienfrieden. Durch die Anfechtung der Vaterschaft vor einem Gericht werde oft viel Unruhe und offenes Misstrauen in die Familien getragen: "Da kann es im Einzelfall besser sein, wenn die Tests heimlich durchgeführt werden."

Quelle: Spiegel online


Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen...

Zitat
Bestraft werden sollen demnach Männer, die ohne schriftliche Einwilligung der betroffenen Frauen genetische Spuren testen lassen.
Aber dem Mann ein fremdes kind unterjubeln ist ein Kavaliersdelikt. Mir fällt der Vergleich ein zum Straßenverkehrsrecht (irgendwie passend *g*); Tatbestand: in der zweiten Reihe parken während der Stoßzeit.

Zitat
Es sei "unglaublich", dass "Labors sogar in U-Bahnen werben, man solle anonym genetische Spuren einschicken".
Hingegen ist es vollkommen legitim, in väterverachtenden Kampagnen die Problematik des Missbrauchs aufzuarbeiten.

Zitat
Eine Ministeriumssprecherin betonte, dass es durchaus rechtliche Möglichkeiten gibt, die Vaterschaft auf legalem Wege feststellen zu lassen. Dazu müsse aber der Rechtsweg beschritten werden.
Die Bedingungen für Klagezulassung sind derart hart, dass es fast unmöglich erscheint. Vor allem dann, wenn zunächst zuverlässige Zeugen umkippen.

Zitat
Zweifelnden Vätern geht es dabei meist um Unterhaltszahlungen, die mancher nicht für ein "Kuckucksei" zahlen will.
Jetzt sind wir auch noch die bösen Väter, die es doch tatsächlich wagen, für ein untergeschobenes Kind nicht zahlen zu wollen. Dass wir in unseren Gefühlen verletzt werden, dass das Kind plötzlich erst einmal (womöglich für immer) ohne leiblichen Vater aufwächst, das interessiert keine Sau.

Zitat
Sie wolle sich deshalb für eine europäische Regelung einsetzen.
Das ist der Weg, den sie bitte gehen möge. Sie soll das Gelächter der anderen Staaten hören. Sie soll hören, wie andere Staaten das Thema lösen.

Zitat
Experten vermuten, dass zwischen fünf und zehn Prozent aller Kinder nicht vom vermeintlichen Vater sind.
Da gebe ich das Doppelte als Dunkelziffer drauf. Und damit hat der Staat ein Problem.

Es erschütternd, wie hier Täter-(Mutter-)schutz betrieben wird. Das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Abstammung wird ebenso mit Füßen getreten wie bisher das Kindeswohl.

Einzigartig.

Abartig.

DeepThought
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TabSel
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« Antwort #8 am: 04. Januar 2005, 09:23:04 »

ja, da geb ich Dir absolut Recht, Deep... ich finde die Argumentation absurd...

gestern Nacht war auf "Antenne Bayern" auch ne Telefonaktion "Wahrheit am Montag" o.s.ä. da ging's auch um das Thema "heimliche Vaterschaftstests"...

Was ist daran eigentlich "heimlich"? Es ist ein Vaterschaftstest! Der is nicht heimlich und auch nicht unheimlich. Das ist er nur dann, wenn die Mutter ein moralisches oder wie auch immer geartetes Recht hätte davon zu wissen, so dass allein durch die Unwissenheit der Mutter "Heimlichkeit" zustande käme. Und warum sollten die Mütter dieses Recht haben, wohingegegen Väter kein Recht haben zu wissen?

Mal abgesehen von irgendeiner Motivation, ob gut oder schlecht, und wer bemißt das? die Frauen? Die Unterhaltsempfänger? Ich finde jeder Mensch hat das Recht zu wissen, das Kind, ebenso wie der Vater und die Mutter. Eine Mutter, die befürchtet, dass "Ihr" Kind im KH bei der Entbindung vertauscht worden sei kann doch auch einfach nen Mutterschaftstest machen, oder darf sie das dann auch nur mit Zustimmung des Vaters... Es geht um gleiche Rechte für alle...

Im Radio wurde von Müttern auch immer Liebe mit Unterhaltszahlung gleichgesetzt... da kamen so Sätze wie "und dann stellt sich heraus, dass das Kind nicht das leibliche ist, und dann wird nicht mehr gezahlt... ich verstehe das nicht, der Vater hat dann doch ein liebevolle Beziehung aufgebaut, er liebt doch das Kind dann, auch wenn es nicht das eigene ist... Oder liebt er es dann plötzlich nicht mehr?"...

Ich rufe bei sowas ja nie an, aber gestern hab ich mir das Telefon zur Hand geholt und wollte anrufen... hab's aber dann doch nicht getan... ich wollte sagen, dass Liebe und Geld nicht gleichzusetzen sind... Ich wollte sagen, dass ich dann mein Kind noch weiterhin lieben würde, dass da gar kein Unterschied zur Beziehung zum Kind entstehen würde, eher aber zur Mutter. Nur, auch ich würde nicht mehr zahlen. Ich würde mit "meinem" Geld dann auf "meine Weise" für das Kind sorgen. Ich würde es nach meiner eigenen Entscheidung verwenden... und nicht jemand anderem geben, der "mein" Geld für seine Weise das Kind großzuziehen verwendet...

Wem geht's denn da jetzt nur um's Geld? Den Müttern oder den Vätern? Sorry für die Pauschalisierung, jeder der sich angegriffen fühlt, möge sich Gedanken machen und mir verzeihen...

Wieso kommen da eigentlich keine Gegenstimmen aus Regierungskreisen? Warum nehmen wir Männer das alles hin?

[Editiert am 4/1/2005 von TabSel]
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Taccina
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« Antwort #9 am: 05. Januar 2005, 08:04:48 »

Hi Deep,

Zitat

Ich bin ohnehin dafür, dass direkt mit der Geburt ein Test gemacht wird. Dem Papa ein Pieks ins Ohr und das Neugeborene hat ja die Nabelschnur.
DeepThought


Im Prinzip hast Du schon recht das man das so machen sollte. Aber dann sind wir wieder auf dem Weg des gläsernen Menschens, weil von jedem Vater und jedem Kind (somit irgendwann von jedem Mitbürger) die DNA bekannt ist.

Also ich bin schon dafür, das heimliche Vaterschaftstest abgeschafft werden sollen. Die Mutter sollte schon davon informiert sein.
Allerdings sollte es dann auch ein Gesetz geben, das die Mutter dem Vaterschaftstest zustimmen MUSS, sofern der Vater dies möchte.
Denn es soll ja Mütter geben, die sich da mit Händen und Füßen gegen wehren. Aber bei solchen Müttern kann mir keiner erzählen, das diese sich sicher sind, das dieser Mann dann auch der Vater ist.

Mein Noch-Mann meinte am Anfang auch: "Er würde sich vorbehalten der Vater des Kindes zu sein." Also klang es für mich so, als wäre er sich nicht sicher......aber das war wieder reine Stimmungsmache. Als ich nämlich vom JA erfuhr, das er dies dort wohl angebracht hat, habe ich sofort gesagt, das er doch nen Test machen soll, ich würde diesem nichts in den Weg stellen. Danach kam natürlich nichts mehr, da er genauso weiß, wie ich, das er der Vater ist.

Also ich denke, jede Mutter die ein reines Gewissen hat, würde nen Test zulassen.
Für alle anderen, sollte es ein Gesetz geben, das sie es zulassen MÜSSEN!

Liebe Grüße
Taccina
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Bevor man das Vertrauen eines Menschen mißbraucht, sollte man sich im Klaren darüber sein, das man dann einen Menschen auf dem "Gewissen" hat.
Oder wie würdest Du es finden, Dein ganzes Leben lang nicht mehr wirklich vertrauen zu können?
Papa Nico
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« Antwort #10 am: 05. Januar 2005, 09:59:29 »

Hi alle zusammen!

@Taccina
Was wäre denn so schlimm, wenn von jedem Menschen ein DNA-Fingerabdruck gespeichert wird. Andere Daten werde doch auch schon in Hülle und Fülle abgelegt und gesammlt. Jetzt z.B. bei der Flutkatastrophe sind die Helfer froh, dass es solche Datenbanken gibt. Ob nun die Fingerabdrücke und Personal-Kenndaten nun mit der DNA ergänzt werden, ist doch auch nicht weiter schlimm.

Den generellen Test auf Verlangen eines Elternteils würde ich schon befürworten. Wenn sich der andere Teil dagegen ausspricht, sollte das doch ein Grund zum Nachdenken sein, oder? Dann erst recht!!! Haben nicht alle Beteiligten das Recht auf konkrete Informationen? Ich denke schon!

Tschau
Nico
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Der eine wartet, daß die Zeit sich wandelt.
Der andere packt sie kräftig an - Und handelt.
(Dante)
Guenni
Gast
« Antwort #11 am: 05. Januar 2005, 10:31:25 »

 mad2 Hallo alle,

es ist nur mal wieder interessant an der Geschichte das unsere Justizmimisterin (eine Frau) das razfaz unter Strafe stellen will.

Das aber jedes Jahr tausende Kinder ein Elternteil, meist den Vater, durch bewusstes Ausgrenzen verlieren interssiert die liebe? Frau Zypries nicht.

Darüber sollte mal nachgedacht werden!

Wenn ein Vater zweifel hat der Vater zu sein, wird es in vielen Fällen schon seinen Grund haben. Selbst kenne ich einen Fall, wo die Kindesmutter im Gerichtssaal plauderte und der Richter auf zack war, und sofort einen Vaterschaftstest anordnete. Wie viele Frauen plaudern aber auch außerhalb von Gerichtssälen und dann muss doch jedem Vater die Möglichkeit gegeben werden, zur Not auch heimlich, das zu testen ohne große Kosten, denn die Väter werden doch schon genug ausgebeutet.

Was sollen solche hohen Kosten? Den einzigen Hintergrund den ich sehe in dieser Strafandrohung lt. Gesetz, ist mal wieder Gerichte, Rechtsanwälte und Gutachter sozusagen Arbeit zuzuschustern, damit die noch mehr verdienen.

Viele Grüße
Guenni
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DieMystiks
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« Antwort #12 am: 05. Januar 2005, 14:30:34 »


Hallo zusammen,

ich denke, daß es keinen Sinn macht die Mütter, die den Test nicht machen lassen wollen, dazu zu zwingen. Das führt zu nichts. Es würden ellenlange Gerichtsverfahren losgetreten werden, die ja jetzt schon nicht mehr von der Justiz zeitgerecht bewältigt werden können. Ich finde es so herum auch viel zu kompliziert.

Wenn die Mutter sagt, "ich will den Test nicht", wie bitte soll sie dazu gezwungen werden, diesen dann doch zu machen? Sie kann in den meisten Fälen nicht zur Förderung des Umgangs gezwungen werden, wie dann zu einem DNA-Test?


Das alles ist einfach unglaublich.

Ein DNA Test gleich nach der Geburt würde alle Zweifel für immer aus dem Weg räumen. Es könnten Verfahren eingespart werden, in denen getestete Nichtväter ihren Unterhalt zurück verlangen, die Kinder wüssten gleich wo ihre Wurzeln liegen.

Wahrscheinlich würde die Zahl der Kuckuckskinder sogar zurückgehen, da Frau ja  jetzt doch auf legale Art und Weise die Kinder um ihre Rechte bringen kann und den angeblichen Vätern das Geld aus der Tasche ziehen kann. Diese Quelle würde damit versiechen.
Über die Gefühlswelt dieser betrogenen Männer macht sich kein Mensch Gedanken.

Ich glaube Frau Zypries sieht die Einsparung des Unterhalotsvorschusses, den der Staat dann wahrscheinlich zahlen muss, wenn der Vater als nichtleiblich enttarnt ist und der leibliche nicht auffindbar ist.

Intimsphäre hin oder her....es geht doch um die Herkunft der Kinder. Mich macht es unglaublich wütend, daß dieses Verlangen auf Herkunft so mit Füßen getreten wird.

Ich frage mich wirklich warum Frau Zypries so starr ist. Wahrscheinlich ist sie überzeugte Männerhasserin und schert sich einen Müll um das Wohl und die Rechte der Kinder und die Rechte der Väter/Nichtväter.

Wie kann man da noch auf finanzierbare, erfolgreiche Verfahren hoffen und an die Rechtssprechung glauben??

ne...so ein Schwachsinn.

Gruß
Tina

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Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
Daylen
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« Antwort #13 am: 10. Januar 2005, 01:04:39 »

Hallo!

Als betroffener Scheinvater bin ich gottfroh, dass ich den Test habe heimlich machen lassen. Ich bin absolut dafür, dass -wie hier ja auch schon mehrfach angeregt- ein Vaterschaftstest Routine bei der Geburt des Kindes sein sollte. Dann würde den Beteiligten (und hierbei vor allem dem Kind) eventuell viel Leid erspart bleiben. Gerade für die Kinder, die jahrelang zum Scheinvater "Papa" gesagt haben, ist die Nachricht, ein "Kuckuckskind" zu sein, furchtbar.

Aber was spricht gegen einen heimlichen Vaterschaftstest? Warum soll man die Pferde scheu machen, wenn noch gar nichts klar ist?
Als ich den Test habe machen lassen, hatte ich schon zuverlässige Informationen, dass ich nicht der Vater sei. Hätte ich die Mutter gefragt, ob ich einen Test machen dürfe, hätte sie nein gesagt. Sie hätte nur das Kind gegen mich aufgehetzt, dass ich nicht mehr sein Vater sein wolle.
So habe ich den Test heimlich gemacht: Wäre ich der Vater gewesen, hätte ich alles auf sich beruhen lassen und die Welt wäre in Ordnung gewesen.

Auf gar keinen Fall sehe ich ein, warum das Selbstbestimmungsrecht durch solche Tests beeinträchtigt sein soll. Ist das Selbstbestimmungsrecht einer Betrügerin eingeschränkt, wenn man versucht, ihr den Betrug nachzuweisen?

Was ist mit dem Recht des Kindes, das seine Herkunft doch sicher wissen will? Von den finanziellen Folgen will ich erst gar nicht reden. Meine nicht leibliche Tochter hat zwar mir gegenüber keine finanziellen Rechte mehr, aber dennoch will ich sie unterstützen. Sie kann schließlich gar nichts dafür, dass sie nicht mein leibliches Kind ist. Wenn es mir aber gelingt, den Menschen zu überführen, von dem ich sicher bin, dass er der leibliche Vater ist, hat meine Tochter ein nicht unerhebliches Erbrecht. Insofern nimmt die Mutter unter Umständen dem Kind auch noch wesentliche Rechte. Wenn das ein Rechtsstaat will, dann Prost.

In diesem Zusammenhang verweise ich auch auf meine Homepage www.scheinvater.de

Schönen Gruß

Daylen
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« Antwort #14 am: 10. Januar 2005, 01:13:24 »

Hallo Daylen,

deine Site habe ich mir angeguckt - gefällt mir. Linktausch? Verweise odch bitte auch auf die Petition.

Mich stört im Zusammenhang mit dem Gesetzesvorhaben das Wort "heimlich". Es hat so etwas anrüchiges, leicht verbotenes. Ich favorisiere"private Vaterschaftsfeststellung", ähnlich deiner Wahl auf deiner Site.

Es ist in Deutschland nun mal so, dass Frauen als Täterinnen geschützt werden. Dies ist im Strafrecht so, im Familienrecht ohnehin. Wer sich dem in den Weg stellt, wird unterlaufen und bei fortgesetztem Beharren denunziiert. Ich habe ob der Ereignisse hier auf vatersein.de so meine Verdachtsmomente in die eine oder andere Richtung.

DeepThought
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« Antwort #15 am: 10. Januar 2005, 01:56:55 »

Hallo DeepThought,

klar bin ich an einem Linkaustausch interessiert. Ich hatte noch eines vergessen. Private Vaterschaftstests müssen leider nicht vom Gericht anerkannt werden. Die sagt zumindest ein Urteil des OLG Celle. Man könne ja auch Material einschicken, das nicht dem zu untersuchendem Kind gehört.

Oh heilige Einfalt: Welcher Mann ist so blöd, auf eigene Kosten einen Gentest mit Genmaterial von anderen Menschen machen zu lassen, dann eine Vaterschaftsklage einzureichen, erneut einen Test zu bezahlen, um nachher auf allen Kosten ohne Ergebnis sitzen zu bleiben?

Aber das OLG Celle ist ohnehin etwas merkwürdig in seinen Urteilen.

Nunja: Frau Zypries wird es freuen...

Gruß

Daylen


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« Antwort #16 am: 10. Januar 2005, 02:26:36 »

Ach ja, die Petition! Ich finde sie gut und richtig, habe sie auch unterstützt, aber ich bin ziemlich sicher,  dass sie nicht rechtswirksam ist.  Der Petitionsausschuss sagt ganz eindeutig, dass für eine Petition eine Unterschrift vorzuliegen hat. So wird es auf der Site des Bundestages eindeutig formuliert. Siehe: http://www.bundestag.de/parlament/gremien15/a02/petitionen_allgemein/wie_reicht_man_eine_petition_ein.html

Insofern bin ich der Meinung, dass es besser sei, diese Petition zu kopieren, mit der eigenen Adresse und Unterschrift zu versehen und an den Petitionsausschuss des Bundestages zu senden oder zu faxen. Außerdem hätte dies einen weiteren Effekt: Jede Petition muss einzeln behandelt werden, d.h., jeder Petent muss persönlich angeschrieben werden. Jeder Petent muss auch eine Abschlussbewertung seines Falles bekommen. Das mischt den Laden ein wenig auf, wenn jeder sein eigenes Statement bekommen soll.
Günstig wäre es, wenn jeder seine Petition selbst formulierte, weil dann der Bundestag auf jede Petition einzeln eingehen müsste.
Petitionen sind zu richten an
An den
Deutschen Bundestag
Petitionsausschuss
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Als ich meine Petition schrieb (siehe www.scheinvater.de), waren die konkreten Pläne unserer Justizministerin noch nicht klar. Aber diese Petition ist sicher im Verteiler. Ich bin sehr sicher, dass dies für die "online-Petition" nicht gilt.

Gruß

Daylen
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« Antwort #17 am: 10. Januar 2005, 08:43:41 »

Moin Daylen,

mit der Einzelzusendung der Petition hast du Recht: Druck kraft Masse.

Das Urteil des OLG Celle (>hier<) betrifft einen nicht sorgeberechtigten Vater eines nicht ehelichen Kindes. Die Entscheidung ist dadurch nicht weniger beschämend, doch nicht zwangsläufig auf alle angestrengten Verfahren mit dem Beweismittel "negative private Vaterschaftsfeststellung" anzuwenden.

DeepThought
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« Antwort #18 am: 10. Januar 2005, 19:21:22 »

Hi DeepThought,

natürlich hast Du recht mit Deinem Einwurf. Dennoch: Im Prinzip kann Dir alles blühen, wenn Du einen privaten Vaterschaftstest machst. Von einer Anzeige wegen Nichteinhaltung der Datenschutzbestimmungen bis zum vollen Erfolg ist alles möglich.

Und der Staat möchte lieber Scheinväter zahlen sehen, als selbst Kosten übernehmen zu müssen.

Wichtig ist, dass man Informationen hat, um den Gerichten und auch politischen Institutionen Druck zu machen. Dafür muss aber ein Netzwerk von Leuten her, die bereit sind, einen solchen Druck auszuüben. Und es gibt viele, deren Interessen sich überschneiden.
Ich habe bei meinen Internetrecherchen schon einige Seiten gefunden, die überschneidende Interessen haben. Sie müssen nur noch zusammengeführt werden. Und dies ist das Projekt, das ich in den nächsten Monaten vorhabe (wenn ich es denn beruflich schaffe): Wir müssen zusammenarbeiten, einander verlinken, eine Lobby aufbauen. Und diese Site gehört zu den besten, die ich bisher gefunden habe. Dagegen ist meine www.scheinvater.de ein kleiner Huster... *g

Schönen Grüße

Daylen
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« Antwort #19 am: 10. Januar 2005, 22:31:23 »

Daylen, wir beide sollten mal telefonieren. Tel.-Nr. im Impressum. Güstig ist Vormittags.

LG DeepThought
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« Antwort #20 am: 10. Januar 2005, 22:42:54 »

Zum Thema selbst etwas aus einer Mailingliste:


Vaterschaftstest: Regierung bleibt uneins

Berlin (dpa) - Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hält trotz heftiger Proteste an ihrem Plan für ein Verbot heimlicher Vaterschaftstests fest. In der konkreten Ausgestaltung der neuen Regelungen zeigt sie sich jedoch diskussionsbereit. ««Wir denken darüber nach, das offizielle Verfahren zu vereinfachen, mit dem Väter ihre Vaterschaft feststellen lassen können,» sagte Zypries der «Saarbrücker Zeitung» (Samstag). Unterstützung erhielt sie von Bundesfamilienministerin Renate Schmidt (SPD) und Verbraucherministerin Renate Künast (Grüne). Zypries' Vorschlag, heimliche Vaterschaftstests mit einer Strafe von bis zu einem Jahr Haft zu ahnden, stieß aber auch weiterhin auf Kritik. Der Vorsitzende des Bundestags-Rechtsausschusses, Andreas Schmidt (CDU), sagte am Samstag im DeutschlandRadio: «Ich halte es für völlig falsch, wenn man hier mit dem Strafrecht zuschlagen will.» Wenn es Misstrauen gebe, und der Vater glaube nicht an die Vaterschaft, sei der Familienfrieden sowieso nicht zu retten. Auch bei Teilen der Grünen und der SPD gibt es Widerspruch. Der Umgang mit genetischen Daten soll in dem neuen Gendiagnostik-Gesetz geregelt werden, dessen konkrete Ausgestaltung noch in einer Koalitionsarbeitsgruppe diskutiert wird. Zypries sagte dem Nachrichtenmagazin «Der Spiegel»: «Ich habe nichts gegen Vaterschaftstests an sich. Ich will nur verhindern, dass so etwas hinterrücks gemacht wird.» In der «Saarbrücker Zeitung» betonte sie, genetisches Material dürfe nicht ohne Zustimmung des Betroffenen untersucht werden. Man müsse Sicherungen einziehen, weil bereits jetzt bestimmte Krankheiten genetisch nachweisbar seien. Familienministerin Schmidt begrüßte in der «Berliner Zeitung» (Samstag) die Initiative der Justizministerin. Das Wohl des Kindes müsse auch bei einem so schwierigen Thema im Vordergrund stehen. Künast sprach sich für eine grundsätzliche Regelung aus, mit der die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen gewahrt blieben. Dies beinhalte auch, dass niemand heimliche Gentests machen dürfe. Das Strafmaß müsse so gehalten werden, dass es vergleichbar mit dem Strafmaß bei anderen Persönlichkeitsverletzungen sei. «Wer Zweifel an seiner Vaterschaft hat, soll doch die üblichen gerichtlichen Verfahren in Anspruch nehmen», sagte Künast. Die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Katrin Göring- Eckardt, hatte dagegen vor einer offenen Anfechtung der Vaterschaft vor Gericht gewarnt. Falls sich der «Kuckuckskind-Verdacht» als falsch herausstelle, sei die Beziehung ohne Not beschädigt. Auch in der SPD-Fraktion gibt es Bedenken. «Ein gesetzliches Verbot muss auch im Hinblick auf die Stabilität der Familie klare Vorteile bringen», sagte der SPD-Abgeordnete Martin Dörmann dem «Kölner Stadt-Anzeiger». Der baden-württembergische Justizminister Ulrich Goll (FDP) kündigte an: «Wir werden im Bundesrat zu dem von Frau Zypries geplanten Gesetzentwurf in seiner jetzigen Ausgestaltung nicht Ja sagen.» Goll sagte der dpa: «Mit der strafrechtlichen Keule sollte man nicht voreilig herumfuchteln, insbesondere nicht in einem so sensiblen Bereich.»

Quelle: netdoktor


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« Antwort #21 am: 10. Januar 2005, 23:43:12 »

das ist so lächerlich... man muß sich die verschiedensten Argumente mal auf der Zunge zergehen lassen... wo leben wir denn eigentlich? *KopfKratz* Gibt's echt nix wichtigeres? Das ist so beschämend...

Mir leuchtet ein, dass genetisches Material von fremden bestimmten Datenschutzrechtlichen Richtlinien unterliegt. Aber doch nicht innerhalb der Familie? Es bestünde natürlich Gefahr, dass das Kind, bzw. der Vater, ja wer denn jetzt eigentlich genetisch nicht zur Familie gehört und damit fremd ist, aber wenn das schon nicht mehr festgestellt werden darf...

Ich find das beängstigend, mit welchen Methoden die oben genannten Frauen argumentieren, sie haben ja "scheinbar" Recht, deshalb ja auch die unbeholfene Gegenargumentation der nännlichen Genannten. Aber unabhängig von Rechten und Pflichten: Kann mir denn irgendwer erklären, ob die Folgen so eines Verbots auch nur annähernd "rechtens" sind? Oder ob die Vergangenheit, die zu Mißtrauen und Vaterschaftstest führte "rechtens" war...

Hier beißt sich die Katze in den Schwanz und die leidtragenden sind die Männer, die Nutznießer, die Frauen und der Staat und die Kinder...

Hey, Klopfen wir uns alle mal auf die Schulter, was sind wir wichtig für unsere Gesellschaft. Die Geburtenrate wird weiter sinken, die Scheidungsrate wird steigen, und das alles vom Staat gefördert mit solch schwachsinnigen Argumenten irgendwelcher Emanzen, die unter dem Deckmantel des "Rechts" Ausbeutung zulassen und fördern. Planet der Affen... unheimlich...

Verklagt mich ob meiner Ausdrucksweise, ich hab mein Vertrauen in das weibliche Geschlecht verloren...
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« Antwort #22 am: 12. Januar 2005, 12:55:37 »

Moin Leutz,

was hier diskutiert wird, ist teilweise bereits gängige Gerichtspraxis - siehe

http://www.n-tv.de/5475990.html

Man darf gespannt sein, wie lange es dauert, bis ein findiger Anwalt eines hundsgewöhnlichen Einbrechers die besondere Schutzwürdigkeit der Fingerabdrücke seines Mandanten herausarbeitet und deren Verwendung in einem Prozess untersagen lässt...

Kopfschüttelnde Grüsse
Martin
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« Antwort #23 am: 12. Januar 2005, 15:02:35 »

Der Richterspruch des BGHs ist da  mad

BGH: Heimliche Vaterschaftstests sind vor Gericht nicht verwertbar
Mittwoch, 12. Januar 2004, 14.50 Uhr

Heimliche Vaterschaftstests sind vor Gericht als Beweismittel unzulässig. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden. Nach dem Grundsatzurteil verletzt ein Gentest, der ohne Einwilligung der Betroffenen zustande gekommen ist, das Persönlichkeitsrecht des Kindes. Damit können Männer ihre Vaterschaft nicht unter Berufung auf solche Tests anfechten, sondern müssen andere konkrete Verdachtsmomente nennen, die Zweifel an ihrer Vaterschaft wecken.


 
Jetzt sollte sich wohl jeder Mann im Vorfeld sterilisieren lassen um ganz sicher zu sein, daß er nicht der Vater des Kindes ist.
Ich bin sprachlos.
Das kommt bei mir sehr selten vor  mad


Gruß
Melly
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« Antwort #24 am: 12. Januar 2005, 16:34:49 »

Danke Melly, die vollständige und offizielle Pressemitteilung des BGH gibt es >hier< .

Es ist und bleibt eine Riesensauerei! Letztlich war es klar und ist hiermit bewiesen: Die höchsten deutschen Richter sind Marionetten der Politik.

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