Home Aufsätze Forum Chat Lexikon Links Feedback Impressum
 
 

Login

Benutzername:

Passwort:



Hauptmenü

 Startseite

Community

 Forum
 Chat
 Deine Daten
 User-Liste
 Umfragen

Informationen

 Erste Hilfe
 Urteile
 Lexikon Familienrecht
 Prozesskostenrechner
 Väterhymne

Service

Tags
 Links
 Downloads
 Buchempfehlungen
 Newsletter
 Webring
 Gästebuch
Internes

 Nachricht an uns
 Impressum und
     Nutzungsbedingungen

vatersein.de durchsuchen

Benutzerdefinierte Suche


Info


vatersein.de gehört das neunte Jahr in Folge zu den 6.000 wichtigsten deutschen Internetadressen.

vatersein.de - Forum 19. November 2017, 17:04:29 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.


Einloggen mit Benutzername und Passwort
 
 
Übersicht Hilfe Suche
Seiten: 1 [2] 3 4   Nach unten
Drucken
Autor Thema: Vaterschaftstest bald illegal?  (Gelesen 43636 mal)
tortour
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 328



« Antwort #25 am: 12. Januar 2005, 16:48:42 »

hallo,

auch ich als frau finde das urteil nicht in ordnung. wie soll ein mann, wenn er schon zweifel an der vaterschaft hat, denn sonst beweisen, daß er nicht der vater ist?

könnte das vielleicht für jeden mann heißen, die vaterschaft erst einmal nicht anzuerkennen und es auf einen prozess ankommen zu lassen, indem die vaterschaft geklärt wird und dann auch noch evtl. die imensen kosten tragen zu müssen, wenn ein vaterschaftstest angeordnet wird?

himmel, wo kommen wir noch hin..... mein sohn tut mir jetzt schon leid in diesem land...

gruß
tortour
Gespeichert

Was ich weiß, ist ein Tropfen - was ich nicht weiß, ein Ozean
AndreaDD
Gehört zum Inventar
*****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 1.532


« Antwort #26 am: 12. Januar 2005, 16:49:32 »

Da soll wohl offensichtlich den "Nicht-Vätern" aufs Auge gedrückt werden, den wahren biologischen Vater ausfindig zu machen. Das darf echt nicht wahr sein.

Andrea
Gespeichert

Die 7 Todsünden der modernen Gesellschaft? Reichtum ohne Arbeit. Genuss ohne Gewissen. Wissen ohne Charakter. Geschäft ohne Moral. Wissenschaft ohne Menschlichkeit. Religion ohne Opfer. Politik ohne Prinzipien.
Dalai Lama
nobu
Gast
« Antwort #27 am: 12. Januar 2005, 17:42:14 »

Mich wundert dieses Urteil des BGH nicht mehr.
Väterfeindlichkeit ist beim BGH und beim BverG schon zur Routine geworden.
Sonst wären ja nicht die Urteile zum  
-legalisierten Samenraub (2001),
-zum Betreuungsunterhalt-Selbstbehaltsenkung  (2004),
- das  Veto der Mutter gegen  das gemeinsame Sorgerechts bei nichtehelichen Vätern (2003)
-Adoptionsfreigabe ohne Wissen und Zustimmungs des Vater.....

möglich gewesen.
Die Rechte der Väter interessieren bei den Gerichten und in der Politik niemand mehr.
Gespeichert
TabSel
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 255



WWW
« Antwort #28 am: 12. Januar 2005, 18:38:37 »

Tip an Alle KU-zahlenden Männer: Aufhören zu zahlen, behaupten das Kind ist nicht von einem selbst, Genetisches Tests zur Feststellung ablehnen, da es die Persönlichkeitsrechte des Zahlenden verletzen würde...
Gespeichert
Uli
Gast
« Antwort #29 am: 12. Januar 2005, 19:00:34 »

 
Zitat
Ich glaube Frau Zypries sieht die Einsparung des Unterhalotsvorschusses, den der Staat dann wahrscheinlich zahlen muss, wenn der Vater als nichtleiblich enttarnt ist und der leibliche nicht auffindbar ist.


Ich denke, das gesamte Familierecht ist derzeit nur noch unter wirtschaftlichen Aspekten zu sehen. Es geht nur noch darum, vorhandene Gelder zu verteilen und die öffentliche Hand schadlos zu halten.

Hier kann man übrigens abstimmen (fraglich, obs was nützt):

 www.br-online.de/wissen-bildung/artikel/0501/07-vaterschaftstest/index.xml

Die haben übrigens auch ein Forum!

 http://forum.tagesschau.de/showthread.php?postid=174663#poststop

LG Uli

[Editiert am 12/1/2005 von Uli]
Gespeichert
brille007
(Fast) Eigentumsrecht
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 14.785



« Antwort #30 am: 12. Januar 2005, 19:40:03 »

Ich find's auch eine Sauerei, aber wirklich etwas ändern kann und wird auch die gute Frau Zypries nicht.

Das Schlimme an diesem Gesetzentwurf ist ja, dass man als "Vater" mit Zweifeln nur zwei Möglichkeiten hat: Entweder man lebt mit seinen Zweifeln - oder man geht den gerichtlichen Weg. Wenn sich dort allerdings herausstellt, dass die Zweifel unbegründet waren, dürfte nicht selten die Ehe oder Beziehung zur Mutter der Kinder ruiniert sein. Denn die wird ein solches Verfahren ihrerseits meist als Vertrauensbruch durch ihren (Ehe-)Partner verstehen.

Faktisch kann der Gesetzgeber aber nur verbieten, dass das Ergebnis privater Gutachten vor Gericht verwendet wird. Das ist in anderen Rechtsgebieten allerdings nicht anders; auch bei einem ganz normalen zivilrechtlichen Schadenersatzprozess wird ein Gericht üblicherweise keine Privatgutachten zulassen, sondern eigene in Auftrag geben.

Angesichts des "gläsernen Bürgers", der wir heute schon alle sind,  ist der Gesetzentwurf schon allein aufgrund der Begründung "Privatsphäre" eine Farce mit durchsichtigen Zielen, zumal man mit den bei einem Vaterschaftstest erhobenen Daten kaum mehr anstellen kann als eine Vaterschaft festzustellen. Fakt ist jedenfalls: Wenn irgendwo ein Verbrechen aufgeklärt werden muss, werden heute oft genug tausende männliche Bewohner des Einzugsgebiets zur Abgabe von Speichelproben aufgefordert; eine Weigerung kommt schon einem halben Schuldbekenntnis gleich. Kann man sich dort als unbescholtener Bürger künftig auch auf die "Unversehrtheit und Privatheit des menschlichen Gen-Datensatzes" berufen? Wer garantiert deren restlose Löschung der erhobenen Daten nach dem Vergleich? Und wie sieht es überhaupt aus mit Gentests, Fotos aus Überwachungskameras oder Fingerabdrücken - dürfen die gegen einen Verbrecher verwendet werden, wenn dieser der Verwendung als Beweismittel nicht explizit zugestimmt hat?

(Ketzerische Zwischenfrage: Hatten Mütter, die bislang den Kontakt zwischen ihren Kindern und deren - vermeintlichen - Vätern boykottierten, etwa Angst, diese Väter könnten die Gelegenheit missbrauchen, ihren vermeintlichen Kindern Genproben zu entnehmen?)

Sicher ist: Ein welt- oder auch nur europaweites Verbot solcher Vaterschaftstests wird Frau Zypries garantiert nicht erreichen; in anderen Ländern - selbst in unserer direkten Nachbarschaft - gelten Väter nämlich nicht nur als zahlende Deppen zur Entlastung der Sozialkassen, sondern haben wirkliche und verbriefte Rechte. Hätte ich also Zweifel an der Vaterschaft bei meinen Kindern (was gottseidank nie eintreten kann, da ich nach abgeschlossener Familienplanung sterilisiert bin), würde ich in Zukunft eben im Ausland ein "heimliches" Privatgutachten zum Genvergleich machen lassen. Würde dieses meine Vaterschaft bestätigen, würde ich die Klappe halten; würde es sie verneinen, würde ich den Rechtsweg beschreiten und die Vaterschaft gerichtlich anfechten. Nicht in erster Linie, um Unterhalt zu sparen, sondern um "meinen" Kindern zu ermöglichen, ihren wirklichen Vater kennenzulernen. Ändern tut sich durch ein neues Gesetz also auch in Zukunft faktisch nichts, ausser, dass man auf das Päckchen mit den Genproben ein bisschen mehr Porto kleben muss.

Vielleicht muss ich meinem Sohn aber irgendwann tatsächlich raten, für die eigene Familienplanung ein tiefgefrorenes Spermadepot anlegen und sich schon mit 18 sterilisieren zu lassen. Denn dann - und nur dann - hat er die eigene Familienplanung wirklich selbst in der Hand...

Grüssles aus'm Wilden Süden
Martin
(der einen guten Freund Mitte 40 hat, dessen Familie daran zerbrochen ist, dass seine Mutter sich bis heute weigert, ihm seinen wirklichen Vater zu nennen)
Gespeichert

When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Guenni
Gast
« Antwort #31 am: 12. Januar 2005, 19:40:08 »

Hallo,
das einzige mal, das ich in der letzten Zeit mal etwas gescheites auf der VafK-Seite gelesen habe, vor allen der letzte Absatz.

Eigentlich hat das Uli ja auch schon geschrieben. Vielleicht hat der VafK das abgekupfert.

LG
Guenni

Vaterschaftstests nur mit Zustimmung der Mütter

Nach dem heutigen Urteil dürfen Väter die Ergebnisse der Vaterschaftstests nicht einfach dem Richter zur Prüfung seiner Vaterschaft zur Entscheidung vorlegen. Tests der Vaterschaft ohne Zustimmung der Kindesmutter werden zukünftig in Deutschland als Beweis nicht mehr zugelassen. Somit bleibt ein Mann gegen seinen Willen der Vater, auch wenn er das Kind nicht gezeugt hat. Hat er die Vaterschaft anerkannt, muss er den Richter überzeugen, dass er nicht der Vater sein kann. So war das in der Vergangenheit, so soll es auch zukünftig bleiben, das jedenfalls bedeutet das heutige Urteil des Bundesgerichtshofes.

Ein Test kann heute schnell, eindeutig, und kostengünstig die Vaterschaft feststellen oder ausschließen. Etwas jedes zehnte Kind, so vermuten die Experten, haben nicht ihren leiblichen Vater auf der Vaterschaftsurkunde stehen. Das sind jährlich etwa 70 000 Kinder in Deutschland. Diese Kinder werden um ihr Grundrecht gebracht, seine leiblichen Eltern zu kennen.

Am Ende muss der Betrogene Mann die betrügende Mutter um Erlaubnis fragen, ob er den Betrug feststellen lassen darf. Die sorgeberechtigten Mütter der Väter aus Celle und Jena haben diesen Tests nicht zugestimmt, über das Selbstbestimmungsrecht der Kinder entscheiden die Mütter. Die Diskriminierung des Mannes im Familienrecht erfährt hier nur eine Ausformung, wie sie der Verein Väteraufbruch für Kinder fast ausnahmslos in der Gesetzgebung und in der familienrechtlichen Praxis feststellt. Zukünftig will Frau Zypries sowohl die Väter als auch die DNA-Labore sogar bestrafen.      

Wie werden die beiden Männer ihre nicht gewollte Vaterrolle ausführen und wie wird sich dies dann auf die Kinder auswirken? Die heutige Entscheidung geht weniger vom Kindeswohl aus. Es geht wohl viel wichtiger um die Unterhaltsleistungen der vermeintlichen Väter. Die öffentlichen Kassen sind leer, Sozialleistungen werden überall gestrichen. Falls eine Mutter keinen anderen Vater für ihr Kind findet, müsste die öffentliche Hand für diese Mutter und Kinder aufkommen. Bei etwa jährlich 70 000 Kindern dürfte die Summe der eingesparten Sozialleistungen bei einigen Milliarden Euro liegen


Gespeichert
Uli
Gast
« Antwort #32 am: 13. Januar 2005, 15:16:45 »

 
Gespeichert
sandgren
Gast
« Antwort #33 am: 13. Januar 2005, 15:21:48 »

wenigstens wurde der test an sich noch nicht unter strafe gestellt!

wenn so ein test dann aufzeigt das man(n) nicht der vater ist,machen wir es eben wie die "damen"!

wir saugen uns einen vernünftig klingenden grund aus den fingern und beschäftigen das JA und gerichte damit. ;)

motto: " sie hat schon immer mit dem gärtner geflirtet" Lächelnd

gruss sandgren :cool:
Gespeichert
DeepThought
Owner & Fast-alles-Versteher
Administrator
*******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 12.299



WWW
« Antwort #34 am: 13. Januar 2005, 16:38:04 »

und genau diese Ausweichmanöver, lieber Sandgren, werden einen weiteren Keil zwischen die Geschlechter treiben. Es ist dem Staat nicht recht, wenn man sich liebt.

DeepThought
Gespeichert


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
PhoeniX
Gast
« Antwort #35 am: 15. Januar 2005, 05:21:08 »

So nennen wir das Kind doch mal beim Namen.
Meiner Meinug nach geschieht das Gesetz nicht zum Wohle des Kindes und soll auch die Mütter nicht unterstützen. Das ist nur ein angenehmer Nebenefekt für die Mütter auf den alles gestützt wird. exclamation  
Es sollen einfach nur wieder mal Staatsgelder auf Kosten der einer schwachen Gruppe gespart werden.  mad2


Erstens bergründe ich meine Meinung wiefolgt:
Sollte ein Kind aus einem One-Night-Stand entstanden sein, kann der KV nicht ermittelt werden und die KM kann Halwaisenrente beantragen. Aber wieso Halbwaisenrente zahlen, wenn man es auf andere abwälzen kann? Man(n) hätte ja auf seinen Partner aufpassen können. Schönen dank auch. Gleicheres gilt für Frauen die den Partner nicht angeben wollen.
Ich finde auch folgenden Aspektpunkt den ich noch niergenswo erwähnt gefunden habe ganz interressant. Eine Ehefrau die sich für eine Langzeitliebschaft trennt hat nun die Möglichkeit noch mehr Geld von ihrem Ex-Mann zu bekommen. Je mehr Geld da ist desto harmonischer die neue Partnerschaft.   mad2


Des weiteren noch eine zweite Begründung:
Sollte eine gerichtlicher Vaterschaftstest negativ ausfallen, wer trägt die Kosten? Die Staatskasse natürlich. Gespartes Geld ist gutes Geld. Richtig so meine sehr verehrten Herren Politiker. thumbup  
Wie lange wollt Ihr uns noch verarschen?Huch   mad2  

MFG

PhoeniX  
Gespeichert
PhoeniX
Gast
« Antwort #36 am: 15. Januar 2005, 06:09:55 »

Oder mal ganz anders:
Väter dürfen nicht "abtreiben":

Hier mal einen herausgelösten Teil aus dem Bericht:
Das Verbot heimlicher Vaterschaftstests unterhöhlt die Gleichberechtigung der Eltern
von Gerhard Amendt

Quelle ist Die Welt vom 14.01.2005
Der ganze Text ist nachzulesen unter: http://www.welt.de/data/2005/01/14/387768.html

 

Denn der Wunsch der Männer nach gesicherter Väterlichkeit ist psychologisch genauso hoch anzusetzen wie der Wunsch der Frauen, nicht in die Zwangsmutterschaft getrieben zu werden. Gesicherte Vaterschaft ist für die Beziehung zu den Kindern so wichtig wie die gewollte Schwangerschaft durch die Frau; eben die Gewißheit, Mutter werden zu wollen. Die Möglichkeit abzutreiben sichert Frauen diese Freiheit, sich nicht in erzwungene Mutterschaft begeben zu müssen. Es ist ihre eigene Entscheidung. Abtreibung ist nicht erlaubt; sie bleibt entgegen komplexer Überlegungen letztlich ein Verstoß gegen das Tötungsverbot. Aber sie wird hingenommen, weil die Gewißheit der Frau, aus intimen Gründen nicht Mutter werden zu wollen, so ernstgenommen wird, daß sie nicht zum Gebären gezwungen wird, weil es obendrein zum Nachteil der Kinder wäre. Die Quintessenz ist:
Eine Frau darf nicht zur Mutterschaft gezwungen werden. Das ist der mit Einwänden befrachtete gegenwärtige Zustand. Denn unerwünscht geboren und aufwachsen zu müssen birgt für Kinder Risiken, die wir ihnen nicht zumuten wollen. Das ist erforscht, und darüber besteht Einvernehmen. Deshalb wurde die Abtreibung hingenommen, ohne ihre Unrechtmäßigkeit aufzuheben.

Ist es deshalb nicht geschichtsvergessen, wenn die Neugier der Männer an der Triftigkeit ihrer Vaterschaft bestraft werden soll, aber die Beendigung der Lebensentstehung im Interesse selbstbestimmter Mutterschaft straffrei endet? Man sollte Männer und Frauen annähernd gleich behandeln.

 
 

Das muß man(n) sich jetzt mal ganz langsam auf der Zunge zergehen lassen:
Also ein Schwangerschaftsabbruch der trotz komplexer Überlegungen letztlich ein Verstoß gegen das Tötungsverbot ist wird hingenommen weil die Gewißheit der Frau, aus intimen Gründen nicht Mutter werden zu wollen, so ernstgenommen wird, daß sie nicht zum Gebären gezwungen wird.

ABER:
Ein Mann darf KEINEN Gentest machen, weil die Neugier der Männer an der Triftigkeit ihrer Vaterschaft bestraft werden soll??

Also mal gaaaaaaanz vorsichtig Ausgedrückt:
Eine Frau darf einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen was eigentlich ein Verstoß gegen das Tötungsverbot ist und der Mann darf nicht mal einen Vaterschaftstest/Gentest machen, den das Kind ohne Schaden überlebt??

Das möchte ich bitte mal moralisch begründet haben.
Kann mir das mal jemand erklären?  schild_kapierichnicht  

Eine Abtreibung die eigentlich eine Straftat ist, ist keine Straftat und ein Vaterschaftstest der auf das Grundgesetz basiert sowohl als Vater als auch das Kind (das Recht auf die Information der Abstammung (kennt jedes addoptierte Kind)) ist illegal???  

Ich bin verwirrt  c  

Euer

PhoeniX
Gespeichert
DeepThought
Owner & Fast-alles-Versteher
Administrator
*******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 12.299



WWW
« Antwort #37 am: 23. Januar 2005, 14:55:24 »

Gegenwind für Zypries:

Zitat
Hamburgs Datenschützer kritisiert Justizministerin

Vaterschaftstest - Hartmut Lubomierski: Argumente von Zypries (SPD) sind nur vorgeschoben.

Von Sven Kummereincke

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Hartmut Lubomierski hat sich in die Debatte um heimliche Vaterschaftstests eingeschaltet und die Argumentation von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) als falsch bezeichnet. "Ich wehre mich dagegen, daß der Datenschutz als Begründung für ihre Pläne vorgeschoben wird", sagte Lubomierski dem Abendblatt. Das Datenschutzrecht greife in diesem Fall überhaupt nicht.

Wie berichtet, plant Zypries, heimliche Vaterschaftstests unter Strafe zu stellen. Dies dürfe nur mit Zustimmung der Mutter geschehen. Somit bliebe als einzig legale Alternative eine Vaterschaftsklage. Zypries will die Frage im Gendiagnostik-Gesetz regeln. "Die Ministerin kann ja entsprechende Pläne verfolgen. Dies darf aber nicht im Namen des Datenschutzes geschehen, der mit dieser Sache nichts zu tun hat", sagte Lubomierski und fügte hinzu: "Das sollte eine Justizministerin eigentlich wissen."

Der 61jährige, seit September vergangenen Jahres Datenschutzbeauftragter des Senats, hat Sorge um den Ruf des Datenschutzes. "Wir stehen in der Öffentlichkeit oft als Verhinderer und ständiger Bedenkenträger da. Dabei ist Datenschutz etwas Positives", sagt er. In der Frage von heimlichen Vaterschaftstests gehe es ausschließlich um ehe- und familienrechtliche Fragen. Lubomierski: "Das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung, auf das Zypries anspielt, bezieht sich auf das Verhältnis des Bürgers zum Staat und zur Wirtschaft, nicht auf das Verhältnis der Privatpersonen untereinander." Wenn also ein Labor, das mit Gentests Vaterschaften nachweist beziehungsweise ausschließt, die Ergebnisse publizieren würde, dann wäre das ein Verstoß gegen den Datenschutz. Das Wissen eines Ehemanns, ob er der Vater eines Kindes ist oder nicht, stellt dagegen keinen Verstoß dar.

Lubomierski hält die Planungen von Zypries auch in der Sache für problematisch. "Meine Privatmeinung ist, daß es für Väter einen anderen Weg geben muß´ als den der Vaterschaftsklage." Gesetzlichen Handlungsbedarf sieht er dagegen schon. "Die gesetzliche Vermutung, daß der Ehemann immer der Vater ist, ist wohl überholungsbedürftig", so Lubomierski. Die Gentechnik könne Vaterschaften mittlerweile schnell und eindeutig klären.

Die Vaterschaft kann dank eines Gen-Tests binnen wenigen Tagen vergleichsweise preiswert festgestellt werden. Zahlreiche Labore bieten solche Tests an. Es reicht, eine Speichelprobe zum Beispiel von einem Schnuller des Kindes einzureichen.

erschienen am 10. Januar 2005 in Hamburg

Quelle: Hamburger Abendblatt


Die gute Frau bekommt langsam ernstliche Argumentationsnöte

DeepThought
Gespeichert


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
TabSel
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 255



WWW
« Antwort #38 am: 23. Januar 2005, 15:32:30 »

Hatte sie das bisher nicht auch schon? Hat sowas, und eine gegensätzliche Volksmeinung Politiker in der Vergangenheit davon abgehalten volksfeindliche Gesetze zu erlassen?
Gespeichert
DieMystiks
(Fast) Eigentumsrecht
******
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3.468


WWW
« Antwort #39 am: 23. Januar 2005, 16:28:07 »


Hallo zusammen,

es stimmt schon, daß Entscheidungen getroffen wurden ohne die Meinung der Bevölkerung zu hören oder zu berücksichtigen.

Frau Zypries gehen trotzdem langsam die Argumente aus und somit wird auch der Druck auf sie größer und das ist gut so,.

Tina
Gespeichert

Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
DeepThought
Owner & Fast-alles-Versteher
Administrator
*******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 12.299



WWW
« Antwort #40 am: 23. Januar 2005, 18:34:35 »

Prof. Amendt hat einen offenen Brief an Zypries formuliert (>hier<).

schild_volldolldoll

Ich bitte um Beachtung.

DeepThought
Gespeichert


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
TabSel
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 255



WWW
« Antwort #41 am: 23. Januar 2005, 18:43:30 »

Lesenswert! Sehr sogar! Und ich komm nicht umhin, mich an einem Punkt zu empfinden, an dem Umzukehren gilt, an dem ich in meiner Väterlichkeit nicht weiter "entrechtet" werden kann, darf!
Gespeichert
brille007
(Fast) Eigentumsrecht
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 14.785



« Antwort #42 am: 25. Januar 2005, 11:14:43 »

Einen ganz anderen Ansatz zum Thema Vaterschaftstests, nämlich die Sicht und Erfahrung einer Biologin (Geschäftsführerin eines DNS-Labors) hat spiegel.de heute veröffentlicht.

Zu finden unter

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,338319,00.html

Grüssles aus'm Wilden Süden
Martin
Gespeichert

When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
DeepThought
Owner & Fast-alles-Versteher
Administrator
*******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 12.299



WWW
« Antwort #43 am: 25. Januar 2005, 12:38:50 »

Danke Martin. Hier der Text, falls er später dort nicht mehr abrufbar ist.


BIOLOGIN HAAS IM INTERVIEW

"Hinter Seitensprüngen steckt oft ein Kinderwunsch"

Was treibt eine Frau dazu, ihren Mann zu betrügen und dem Unwissenden ein fremdes Kind unterzuschieben? SPIEGEL ONLINE sprach mit Hildegard Haas, 43, Geschäftsführerin des DNS-Labors "Genedia", über Fremdgehen, Kuckuckskinder und das Recht auf Vaterschaftstests.

SPIEGEL ONLINE: Sie sind Biologin und Mitherausgeberin des Buches "Der Kuckucksfaktor". Warum gehen so viele Frauen fremd und werden schwanger?

Haas: Das hat nichts mit Sexgier oder einem Mangel an Moral zu tun. Hinter Seitensprüngen steckt oft ein - manchmal unbewusster - Kinderwunsch. Die Frauen suchen sich als **tsts - ID 28** solche Männer aus, deren Erbanlagen ihnen imponieren, deren Gene sie für ihre Nachkommen wollen.

SPIEGEL ONLINE: Warum schieben sie diese Kinder dem ahnungslosen Partner unter?

Haas: Die **tsts - ID 28** sind ja nicht automatisch die besten Väter. Fürsorglicher und als Versorger zuverlässiger sind ja oft die bisherigen Partner.

SPIEGEL ONLINE: Es bleibt aber ein eklatanter Vertrauensbruch.

Haas: Damit müssen diese Frauen leben. Und neuerdings mit dem Risiko, dass der Schwindel durch einen DNS-Test irgendwann auffliegt.

SPIEGEL ONLINE: Steht Ihrer Ansicht nach bei Männern, die viele Affären haben, auch der Kinderwunsch im Vordergrund?

Haas: Mehr, als gemeinhin angenommen wird. Solche Männer gelten zwar allgemein als oberflächliche Abenteurer, denen es hauptsächlich auf  **tsts - ID 10** ankommt. Tatsächlich geht es ihnen aber auch oft darum, ihre Gene mit Erfolg zu verteilen - wiederum häufig ein unbewusster Prozess. Wichtiger Anreiz fürs Fremdgehen ist selbstredend aber immer auch die Aussicht auf erotische Abwechslung.

SPIEGEL ONLINE: Wer sind Ihre Kunden?

Haas: Die Auftraggeber kommen aus allen Schichten, vom Hilfsarbeiter bis zum Universitätsprofessor.

SPIEGEL ONLINE: Vorwiegend Väter?

Haas: Wir unterscheiden vier Gruppen. Einmal Leute jenseits der 70, Großväter zumeist, die alte Zweifel ausräumen wollen, bevor sie ihr Testament machen. Dann erwachsene Nachkommen, die sich unsicher über ihre Herkunft sind. Schließlich schwangere Frauen, die wissen wollen, wer Vater ihres Nachwuchses ist. Die größte Gruppe, etwa zwei Drittel unserer Kundschaft, sind jedoch Männer in Trennungssituationen, die Gewissheit suchen, bevor sie Unterhalt zahlen.

SPIEGEL ONLINE: Warum sind viele Kuckucksväter manchmal jahrzehntelang arglos?

Haas: Ich glaube, dass betroffene Männer nicht selten ihre Zweifel verdrängen. Sie fürchten, selbst nicht zeugungsfähig zu sein, und wollen sich mit dieser Angst nicht auseinander setzen. Oder sie fürchten, durch den Konflikt die Partnerin zu verlieren und das Zerbrechen der Familie zu riskieren.

SPIEGEL ONLINE: Wann werden Männer letztlich misstrauisch?

Haas: Sehr häufig erst durch Anstöße von außen, meistens durch Frauen. Sei es, dass der Oma die fehlende Familienähnlichkeit des Enkelkindes auffällt, sei es, dass die neue Partnerin des Kuckucksvaters Zweifel an dessen Erzeugerschaft sät.

SPIEGEL ONLINE: Wie viele Männer lassen heimlich testen?

Haas: 60 bis 70 Prozent der misstrauischen Männer geben die Untersuchung ohne Wissen der betroffenen Kinder in Auftrag.

SPIEGEL ONLINE: Ein Verfahren, das von vielen Menschen als anrüchig empfunden wird.

Haas: Das sehe ich anders. Ich halte es für ein legitimes Recht jeden Mannes zu erfahren, ob er wirklich der Vater ist. Das wird ihm aber auf der juristischen Schiene äußerst schwer gemacht.

SPIEGEL ONLINE: Haben Sie keine Skrupel, an den Ängsten der Männer zu verdienen?

Haas: Kurz und bündig: nein. Erstens verdienen auch Ärzte an Krankheiten, je schlimmer diese sind, umso mehr. Und zweitens lassen wir unsere Klienten mit ihren Problemen nicht allein. Vor und nach jeder Laboruntersuchung bieten wir umfangreiche Beratung an. Zum Beispiel frage ich zum Test entschlossene Personen stets: "Haben Sie sich schon geprüft, ob Sie mit diesem oder jenem Ergebnis leben können? Wollen Sie es wirklich wissen?"

SPIEGEL ONLINE: Was steckt Ihrer Ansicht nach hinter dem Bestreben, heimliche Vaterschaftstests unter Strafe zu stellen?

Haas: Die Datenschutzbedenken sind meiner Meinung nach vorgeschoben. Vielmehr geht es um die materielle Versorgung untergeschobener Kinder. Wenn die Kuckucksväter nicht mehr zahlen, fallen viele solcher Kinder dem Staat zur Last, denn die wirklichen Väter sind oft nur schwer oder überhaupt nicht mehr zu ermitteln. Und die, die im Nachhinein durch Tests festgestellt werden, sind oft zahlungsunwillig oder zahlungsunfähig.

Das Interview führte Bruno Schrep.


Aha! Männliches Multiplikationsprinzip vs. weibliches Zuchtlinienerhaltungsprinzip. Sie sucht optimale Genanlagen und schiebt es dem unter, der mutmaßlich der bessere Versorger ist. Klar, aus dieser Rolle darf dieser natürlich nicht entlassen werden, zumal die KM den **tsts - ID 28** ja nur als Zuchtbullen sieht. Oh Mann, das kann doch wohl nicht wahr sein, dass die Wissenschaft so über den urbanen und zivilisierten Menschen denkt.

Und natürlich trägt die Hauptverantwortung der Mann, denn er entspricht nicht beiden Anforderungsprofilen. Also Männer, spaltet euch auf in Machos und Softies und entwickelt eine Abstammungslethargie über euren Nachwuchs.

DeepThought
Gespeichert


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
DeepThought
Owner & Fast-alles-Versteher
Administrator
*******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 12.299



WWW
« Antwort #44 am: 30. Januar 2005, 17:02:49 »

Aus aktuellem Anlass der Hinweis auf zwei neue Aufsätze: DeepThought
Gespeichert


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
DeepThought
Owner & Fast-alles-Versteher
Administrator
*******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 12.299



WWW
« Antwort #45 am: 31. Januar 2005, 18:18:50 »

Justizministerin Merk will Rechte der Väter stärken

Eigener Gesetzentwurf zum Streitthema Vaterschaftstest

München -  DNA-Analysen bei der Verbrechensbekämpfung sind heftig umstritten. Die Persönlichkeitsrechte von Verdächtigen werden minutiös abgewogen, wenn es um den Einsatz des genetischen Fingerabdrucks geht. SPD und Grüne im Landtag warnen vor dem Verfassungsbruch und unüberlegten Schnellschüssen. Der Umgang mit genetischem Material von Kindern bleibt dagegen in der rechtlichen Grauzone.

Die politische Diskussion um sogenannte Kuckuckskinder dreht sich bislang vor allem um die Ankündigung von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD), heimliche Vaterschaftstests unter Strafe zu stellen. Für Bayerns Justizministerin Beate Merk "der absolut falsche Weg". Merk wird, wie sie der "Welt am Sonntag" sagte, am Montag im Kabinett ihren Vorschlag zur Regelung von Vaterschaftstests vorstellen. Die Ministerin strebt ein "juristisch elegantes Verfahren" an, um die Rechte der Eltern zu sichern und die genetischen Daten des Kindes unter der Prämisse der "informationellen Selbstbestimmung" zu schützen. Auch diese Regelungen sollen im geplanten Gendiagnostikgesetz verankert werden.

"Wir wollen die Situation der Väter verbessern, ihre Rechte stärken", kündigt Merk an. Das berechtigte Interesse des (rechtlichen) Vaters zu wissen, wer der biologische **tsts - ID 28** seines Kindes ist, sei momentan vollkommen unzureichend geregelt. Deswegen soll künftig der Vater einen Rechtsanspruch gegenüber der Mutter haben, einen Vaterschaftstest durchzuführen.

Merk will damit mehrere Probleme gleichzeitig lösen. Der Anspruch des Vaters wird Gesetz. Die Mutter wird aber über seine Zweifel informiert. Die Auseinandersetzung werde so "mit offenem Visier" ausgetragen. Und es bestehe die Chance, daß die Eltern auf der privaten Ebene über ihr Partnerschaftsproblem und die Feststellung der Abstammung reden können. Der Staat bleibt in diesem Stadium noch vor der Tür. Dahinter steckt die Hoffnung, daß der neue Rechtsanspruch auch die Dialogbereitschaft fördert.

Weigert sich die Mutter aber, die Abstammung testen zu lassen, kann der Vater sein Anspruch vor Gericht einklagen. Schon jetzt besteht diese Möglichkeit im so genannten Vaterschaftsanfechtungsverfahren. Bevor es zugelassen wird, müssen vom Vater allerdings sehr stichhaltige Belege vorgebracht werden. Ein heimlicher Gentest wird nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 12. Januar dabei nicht anerkannt, denn der Test ist rechtswidrig.

Wenn künftig Gutachten aus der rechtlichen Grauzone herausgeholt werden, soll das nicht nur die Gerichte entlasten, für die die Beweissicherung einfacher wird. "Das Recht des Kindes auf seine informationelle Selbstbestimmung wird deutlich verbessert, wenn beide Eltern über den Test Bescheid wissen." Die Tests kommen damit aus der Heimlichkeit heraus. Im Rahmen des Gendiagnostikgesetzes soll auch geregelt werden, was mit den Gen-Daten des Kindes nach einem Abstammungstest geschieht. Durch die Heimlichkeit der Untersuchung gibt es hier nach Ansicht des Justizministeriums zu wenig Kontrolle über die DNA-Analyse.

Ein Effekt der Neuregelung wäre auch, daß die Untersuchungsmethoden sicherer werden. Denn noch gebe es keine Klarheit, wie zuverlässig die Tests der Labors, die ab 300 Euro angeboten werden, überhaupt sind.

Merk betont, daß die gesamte Diskussion über Kuckuckskinder ihrem Verständnis von Familie widerspreche. Eine Beziehung, in der derartige Zweifel bestehen, sei bereits auf einem sehr bedenklichen Niveau angekommen. "Jede Familie oder Lebenspartnerschaft sollte durch Vertrauen und Offenheit geprägt sein." Der Gesetzgeber habe allerdings die Aufgabe, für Rechtssicherheit und Rechtsklarheit zu sorgen.  Peter Issig

Quelle: >Die Welt am Sonntag<
Gespeichert


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
brille007
(Fast) Eigentumsrecht
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 14.785



« Antwort #46 am: 05. Februar 2005, 11:25:09 »

Noch weit von einer "guten" Lösung entfernt, aber vielleicht ein Schritt in die richtige Richtung. Nur die in diesem Zusammenhang vollkommen falsche "Argumentation" mit dem Datenschutz kann sie sich offensichtlich noch immer nicht abgewöhnen...

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,340431,00.html

Zypries will Vaterschaftsklagen vereinfachen

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries plant, die Hürden für so genannte Vaterschaftsanfechtungsklagen deutlich zu senken. In der Debatte um Gentechnik und Datenschutz mahnte die Politikerin, viele Deutsche gingen zu sorglos mit ihren persönlichen Daten um.

Während Untersuchungen genetischen Materials immer schneller und billiger möglich seien, sei "das Bewusstsein der Bevölkerung, höchstpersönliche Daten zu schützen" gesunken, sagte die SPD-Politikerin dem "Hamburger Abendblatt".

"Denken Sie nur an die Proteste zur Volkszählung in den achtziger Jahren. Das, was der Staat damals abfragen wollte, war relativ harmlos. Heute hinterlassen die Menschen für drei Prozent Rabatt bereitwillig ihre Daten in jedem Kaufhaus und dokumentieren, um welche Uhrzeit sie Unterhosen kaufen", fügte Zypries hinzu.

Die Politikerin kündigte an, Vaterschaftsanfechtungsklagen vereinfachen zu wollen: "Wir denken über verschiedene Möglichkeiten nach. Zum Beispiel könnte man niedrigere Anforderungen an die Beweislast stellen, so daß es künftig für eine Klage genügen könnte, ernsthafte Zweifel zu haben." Bisher ist die Anfechtung einer Vaterschaft äußerst schwierig - Verweise auf das Aussehen des Kindes durch den Vater genügen beispielsweise nicht.

"Wir denken auch über ein Verfahren nach, in dem man seine Vaterschaft nicht anfechten muß, sondern feststellen lassen kann" so Zypries weiter. "Wichtig ist mir, dass die Belange der Kinder in einem solchen Verfahren berücksichtigt werden. Denn das Kind ist in solchen Auseinandersetzungen am schutzwürdigsten."

Zum Umgang mit genetischen Daten sagte die Ministerin, dieser sei besonders brisant, da man "aus jedem Hautpartikel, Haar oder Speichel ableiten" Informationen ableiten könne. "Auch weiß man heute nicht, was man aus dem Datenmaterial später noch herauslesen kann. Die Forschung ist ja erst am Anfang", sagte die Ministerin.

Sie kündigte an, in einem Gendiagnostikgesetz festzuschreiben, dass niemand genetische Daten eines anderen ohne dessen Einwilligung untersuchen darf. Ausdrücklich nannte sie Arbeitgeber und Versicherungen.

Grüssles aus'm Wilden Süden
Martin
Gespeichert

When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
RAMSCH
Gast
« Antwort #47 am: 08. Februar 2005, 16:30:08 »

---------------
Anm. Admin: Beitrag gelöscht! Hausverbot! Siehe >hier<

[Editiert am 20/6/2005 von DeepThought]
Gespeichert
Batman
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 32


« Antwort #48 am: 23. Februar 2005, 20:27:52 »

Hallo Deep Thought.

Hast du was anderes erwartet , als das die "höchsten deutschen Richter " wie du schreibst  
"Marionetten der Politik " sind ?Danke für die offenen Worte.
Deshalb und weil es dem Zeitgeist entspricht ,werden wir Väter diskriminiert.

Ich habe mich sogar mit meinem Protest gegen das Verbot von Vaterschaftststets
an eine bekannte Bundestagsabgeordnete
der Grünen gewandt .Sie hat mir nach 6 Wochen auch sehr technokratisch geantwortet,
aber ich darf ihre Antwort nicht veröffentlichen.
Wir ausgegrentzen und von der Gesellschaft entsorgten Väter befinden uns ständig in einer
neuen Sackgasse.
Deshalb sollte man , wenn man Realist und Vater ist ,aufhören in Deutschland an Gerechtigkeit
zu glauben.

Übrigens entweder du bist- , wenn du verheitatet bist und deine Frau bekommt ein Kind,
egal von wem !!!- immer der rechtliche Vater .Es sei denn der biologische Vater erkennt die
Vaterschaft an .Nur gültig ,wenn du die Anerkennung anerkennst.

Über das ganze Ausmaß des Betruges von Frauen möchte ich hier nichts sagen.
Ach so :Betrug von Frauen in der Ehe gibt es nicht , auch Diebstahl von Frauen in der Ehe gibt es nicht
( das beides habe ich leidvoll erfahren) , aber Gewalt von Männern gibt es .
Wie schizophren ist dieses Rechtssystem ?
Und Gewalt von Müttern an ihren Kindern ,trotz Zeugen , gibt es nicht .

Und natürlich ,wenn du unverheiratet bist ,kannst du zwar die Vaterschaft anerkennen,
ich würde immer ein Test machen lassen, hast aber keine Chance auf das Sorgerecht,
und auf Umgang.Aber zahlen darf man.Stimmts?

Fazit: -Klingt zwar sehr hart , -einfach keine Kinder mehr machen , bis sich einige geändert
hat , oder man ignoriert alles und die vielleicht auch ungewollten Ergebnisse
finden sich in  tausenden Posts hier wieder , wenn es meist , für - vorallem die Kinder -
viel zu spät ist.
Glückwunsch zu über 2000 Mitgliedern.Batman
Gespeichert
kleinegon
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 591


« Antwort #49 am: 23. Februar 2005, 21:19:40 »

Hallo an alle,

vielen, vielen Dank für die links, die ihr reingestellt habt. Kam dort an das Familienhandbuch von Fthenakis ran (danke @Ramsch !).

Frage: ihr habt bestimmt die Möglichkeit, die genannten Artikel (z.B.Spiegel..) für einen  User wie mich wieder auffindbar zu machen. Wie geht das ?

Finde die Art und Weise, wie ihr Informationen hier rüberbringt wirklich phantastisch ! Kompliment!


Zitat von DeepTought
 
Zitat
Oh Mann, das kann doch wohl nicht wahr sein, dass die Wissenschaft so über den urbanen und zivilisierten Menschen denkt.
 

Doch, das macht die Wissenschaft -- und was unterscheidet uns vor der Kultur vor 10.000 Jahren, in Bezug männlein-weiblein oder Krieg (Irak / Nordirland / ......). Soweit sind wir nicht fortgeschritten ! Lies mal Kurt Tucholsky: Brief nach vorn. Oder  Sokrates--- und das ist schon 2000 Jahre her. Wir sind keine besseren Menschen als die vor tausenden von Jahren!

Gruß
Kleinegon
Gespeichert

Hast Du nur eine Möglichkeit, dann bist Du in einer Zwangslage. Bei zwei Möglichkeiten hast Du nur das Entweder - Oder. Such Dir eine dritte Möglichkeit. Jetzt hast Du Wahlmöglichkeiten und es beginnt die Verantwortung in Freiheit.
Seiten: 1 [2] 3 4   Nach oben
Drucken
vatersein.de - Forum  |  Themen  |  Vaterschaft (Moderator: Malachit)  |  Thema: Vaterschaftstest bald illegal?
 
Gehe zu:  

Powered by SMF 1.1.10 | SMF © 2006, Simple Machines LLC


www.vatersein.de
Die Artikel sind geistiges Eigentum des/der jeweiligen Autoren,
alles andere © 2002 - 2017 by Vater sein trotz Trennung/Scheidung - Das Portal für Trennungseltern
Diese Webseite basiert auf pragmaMx 0.1.10.
Die Inhalte dieser Seite sind als RSS/RDF-Quelle verfügbar.

Theme created by Khon Bangkok WebWebWeb team