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vatersein.de - Forum 26. Mai 2012, 19:07:13 *
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Autor Thema: Meine "Trennung"  (Gelesen 1031 mal)
mir doch nicht
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 4


« am: 26. Mai 2004, 13:42:06 »

Meine Frau hat mich verlassen

Vorwort:
Ich hege weder Hass noch Groll, ich liebe meine Frau abgöttisch.

Meine Geschichte beginnt 1991 mit der Heirat meiner absoluten Traumfrau. 3 Monate später kam unsere Tochter zur Welt, gewollt, ja sogar geplant. Es vergingen Jahre, die ich als die glücklichsten meines Lebens bezeichnen möchte und ich auch Gleiches von meiner Frau vermittelt bekam. Unsere Tochter war unser ein und alles und so vergingen die Jahre. Es waren die „fetten“ Jahre, im Nachhinein, da hatte ich meinen Traumjob, verdiente richtig Geld und alles lief ohne Probleme.
1998 kauften wir ein Haus am Stadtrand, es lief immer noch alles bestens. Wir hatten unseren Garten, den wir gemeinsam gestalteten und bis gestern für mich diese Welt in Ordnung schien.
Erwähnenswert ist die Tatsache, dass ich letztes Jahr nach 23 Jahren Betriebszugehörigkeit aus meiner Firma entlassen wurde und ich mir einen neuen Job suchen musste. Ich glaube, da fing etwas an, was ich jetzt lerne, richtig zu verstehen.
Ich meine die Phase des sich Gehenlassens, das Selbstmitleid und das teilweise phlegmatische Herangehen an das Schreiben von Bewerbungen. Da bekam ich von ihr das eine oder andere Mal was zu hören. Ich empfand dies als Ansporn und Aufmunterung und dachte an „wie in guten, so auch in schlechten Zeiten, das waren eben die schlechten.
Ich konnte zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen, das alles Teil eines Puzzles werden würde, das mir als Trennungsgrund genannt wurde. Streit gab´s in dieser Zeit eher selten, wenn, dann nur die berühmten Kleinigkeiten.
Ich fand dann auch einen Job, der aber leider miserabel bezahlt wird. Gott sei Dank konnte meine Frau ihren bisherigen Halbtagsjob letztes Jahr auf Ganztags umstellen, sonst hätten wir da schon den finanziellen Kollaps erlebt.

Das Ende
Es begann damit, dass ich vor 9 Tagen versehentlich beim Drücken der Wahlwiederholungstaste einen Typ am Telefon hatte, der, nachdem ich fragte wer er sei, auflegte. Ich fragte meine Frau eher spassig gemeint, ob sie einen neuen Bekannten hätte. Und sie antwortete viel zu überhastet mit Nein. Da dachte ich, hoppla, was ist denn jetzt? Obwohl meine Frau das Gegenteil behauptet, schätze ich mich als „normal“ eifersüchtig ein (hatte allerdings bisher dafür auch keine Gründe). Hier aber schaltete sich irgend etwas in meinem Kopf auf Alarm. Sonst nicht meine Art, aber ce la guerre, ich kontrollierte ihr Handy und stellte fest, das reger Kontakt zwischen dem Typ und ihr stattfand. Darauf angesprochen (fortan wurden alle Ruflisten schön sauber gelöscht) sagte sie mir, er wäre ihr Physiotherapeut und das sei alles nicht so, wie ich denke.....
Meine Frau begann Ihr Verhalten mir und auch unserer Tochter gegenüber zu verändern, sie zeigte z. B. kein Interesse am Alltäglichen mehr. Es kam auf mein Drängen zur ersten Aussprache. Ich versuchte es mit der Flucht nach vorn und sagte ihr auf den Kopf zu, dass sie ein Verhältnis habe. Sie verneinte vehement und sprach vom „guten Freund“ mit dem sie gut reden kann. Es vergingen wieder 2 Tage, die Situation entspannte sich. Bis dann am Freitag eine SMS kam (sorry, ce la guerre), in der eindeutiges stand. Es kam zur zweiten Aussprache, die sehr sehr heftig ausfiel. Mein Vertrauen, mein Glaube an die beste Frau der Welt war auf einmal den Bach runter. Überraschenderweise lenkte sie am nächsten Morgen ein und erklärte mir, das alles wieder in Ordnung sei. Ich wollte es glauben!
An dieser Stelle kommen weitere Zahlen ins Spiel:
In 7 Wochen fliegen wir in den Urlaub, auf den sich besonders unsere Tochter freut. Ich erkannte aber an ihrem Verhalten, das nichts in Ordnung war. Ich stellte sie wieder zur Rede, mit dem Hinweis, nun endlich die Wahrheit zu sagen.
Ja, sie würde sich trennen wollen, aber nicht wegen des Mannes, in den sie sich verliebt hat, vielmehr wäre sie unzufrieden mit unserer Partnerschaft. Zählte bereits obengenanntes als Begründung auf und dann kamen die zwei Eckpunkte, die gravierender hätten nicht sein können:
Ich gebe mich, wie der Nabel der Welt.
Unser miserables Sexleben in den letzten Jahren

Sie hat in beiden Punkten schon des Drudels Kern getroffen, zumindest am zweiten Punkt ist sie aber auch nicht ganz unschuldig.

Und jetzt kommt es: wir können uns gar nicht trennen, weil wir wirtschaftlich dazu nicht in der Lage sind. Wir haben hohe Schulden, die weder der eine noch der andere allein abzahlen kann. Selbst wenn wir das Haus verkaufen, müssten wir den Kredit früher ablösen, soviel können wir für die Immobilie niemals bekommen. Genug Geld für zumindest einen von uns eine Wohnung zu finanzieren, ist auch nicht da, und wenn, dann könnte der andere das Haus nicht finanzieren.

Wir sind überein gekommen, das wir bis zum Urlaub Bruder und Schwester spielen, den Urlaub auch antreten (!! S.o.) und danach weiter sehen.

Aktueller Status:
Wenn das meine letzte Chance ist, OK. Aber ich merkte heute morgen schon, wie schwer diese Zeit wird (zumal unsere Tochter, wenn möglich, erst nach dem Urlaub informiert werden soll).
Geht das? Wie kann meine Frau ihre Liebe zu mir wiederfinden, wenn ich wie ein Lämmerschwanz neben ihr her trotte. Heile Welt spielen, lachen, Tage zählen?


Immer wenn ich bisher von Trennungen hörte, dachte ich: „mir doch nicht“

Bitte helft mir, mir geht´s **tsts - ID 36**.



[Editiert am 26/5/2004 von mir doch nicht]

[Editiert am 26/5/2004 von mir doch nicht]
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eddie
Schon was gesagt
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 37


« Antwort #1 am: 26. Mai 2004, 15:08:05 »

Hallo mir doch nicht,

das ist eine schwierige Situation für Euch. Wie lange kennt Sie diesen Typ? Das Sie erst aufgrund Deiner Nachfrage mit der Sache herausgerückt ist, zeigt, das Sie eigentlich noch nicht gedanklich sich mit einer Trennung abgefunden hat. Sie hat sicherlich an Trennung gedacht, aber irgendetwas hat sie bisher davon abgehalten. Versuche herauszufinden was es ist und versuche dieses in den nächsten Wochen zu nutzen. Ohne Vorwürfe etc. Versuche Sie jetzt bloß nicht zu bedrängen und versuche auch nicht den verletzten zu geben. Das Thema wirtschaftlich wird nur am Anfang ein zögern hervorrufen, jedoch nie die Trennung verhindern. Wünsche Euch Glück
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mir doch nicht
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 4


« Antwort #2 am: 26. Mai 2004, 15:39:27 »

der Typ ist ein Physiotherapeut, der sie während ihrer Kur vor 6 Wochen behandelt hat
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mir doch nicht
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 4


« Antwort #3 am: 26. Mai 2004, 15:41:02 »

Ich hoffe, das es so etwas wie Restliebe ist, was sie bisher abgehalten hat.
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olaf
ausgeschieden
Schon was gesagt
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 27


« Antwort #4 am: 26. Mai 2004, 17:47:48 »

Bei einer Trennung kann alles den Bch runter gehen. Mir ging es mal wie dir. Familie, Haus, Auto und Traumjob.

Heute alles weg, alleinerziehend nach dem "Kampf" meines Lebens, kein Haus, kein Unterhalt nur Frust. Das was das Leben noch Lebenswert macht sind die Kinder. Ich zahle auch noch für alle Schulden aus der Ehezeit. Weil bei der Ex nichts zu holen ist.

Die ist jetzt mit 40 Rentnerin, wird von verschiedenen Vereinen, Institutionen und ach was weiß ich umsorgt. Und ich darf sehen wie ich mit den Kindern klar komme.

Also ich würde dir raten mit deiner Frau zu einer Familienberatungsstelle zu gehen, damit es vielleicht wieder zu einem Zusammenleben oder aber zumindest zu einer einigermaßen fairen Trennung kommt.

Viel Glück

Olaf
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3 Kinder-Vater
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3


« Antwort #5 am: 18. Juni 2004, 16:11:04 »

Hi!! Ich habe fast das gleiche erlebt und kann dir nur zu einen raten. Zieh aus und zwar sofort. frage einen Bekannten oder Freund ob du eine weile dort schlafen kannst. Ich habe den selben Fehler begangen den du auch machst und auf den Knien gelegen und am Ende wurde nichts erreicht. Deine Frau kann nur etwas vermissen wenn es nicht mehr da ist. ich sehe sonst keine Chance denn du willst doch nicht das Ersatzteil sein, wenn das erste nicht klappen kann. Lass vor allem dem Typen in Ruhe und kümmere dich mal um dich und deine Kinder. Wenn du mal ausgezogen bist dann wird sich zeigen ob sie dich noch liebt und sich dann bei dir melden, glaube mir einfach. Ich habe es so erfahren und daher mfg
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AJA
Frischling

Beiträge: 0


« Antwort #6 am: 19. Juni 2004, 22:30:07 »

Hallo mir doch nicht,

ich hoffe richtig damit zu liegen, dass eure Ehe noch nicht vollständig verloren ist. Ich jedenfalls hätte in meiner damaligen Situation niemals in einen gemeinsamen Urlaub eingewilligt. Sofort ausziehen? Kommt auf den Typ an. Mag sein, dass deine Frau darauf reagiert, kann aber auch in die Hose gehen.

Mir scheint, ihr habt eine Phase der Ehemüdigkeit, die aber durchaus überwunden werden kann. Geht in eine Beratung. Es wird sich sehr schnell heraus stellen, ob es eine Ehe- oder eine Trennungsberatung wird.

Gruß AJA
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