mir doch nicht
Frischling
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« am: 26. Mai 2004, 13:42:06 » |
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Meine Frau hat mich verlassen
Vorwort: Ich hege weder Hass noch Groll, ich liebe meine Frau abgöttisch.
Meine Geschichte beginnt 1991 mit der Heirat meiner absoluten Traumfrau. 3 Monate später kam unsere Tochter zur Welt, gewollt, ja sogar geplant. Es vergingen Jahre, die ich als die glücklichsten meines Lebens bezeichnen möchte und ich auch Gleiches von meiner Frau vermittelt bekam. Unsere Tochter war unser ein und alles und so vergingen die Jahre. Es waren die „fetten“ Jahre, im Nachhinein, da hatte ich meinen Traumjob, verdiente richtig Geld und alles lief ohne Probleme. 1998 kauften wir ein Haus am Stadtrand, es lief immer noch alles bestens. Wir hatten unseren Garten, den wir gemeinsam gestalteten und bis gestern für mich diese Welt in Ordnung schien. Erwähnenswert ist die Tatsache, dass ich letztes Jahr nach 23 Jahren Betriebszugehörigkeit aus meiner Firma entlassen wurde und ich mir einen neuen Job suchen musste. Ich glaube, da fing etwas an, was ich jetzt lerne, richtig zu verstehen. Ich meine die Phase des sich Gehenlassens, das Selbstmitleid und das teilweise phlegmatische Herangehen an das Schreiben von Bewerbungen. Da bekam ich von ihr das eine oder andere Mal was zu hören. Ich empfand dies als Ansporn und Aufmunterung und dachte an „wie in guten, so auch in schlechten Zeiten, das waren eben die schlechten. Ich konnte zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen, das alles Teil eines Puzzles werden würde, das mir als Trennungsgrund genannt wurde. Streit gab´s in dieser Zeit eher selten, wenn, dann nur die berühmten Kleinigkeiten. Ich fand dann auch einen Job, der aber leider miserabel bezahlt wird. Gott sei Dank konnte meine Frau ihren bisherigen Halbtagsjob letztes Jahr auf Ganztags umstellen, sonst hätten wir da schon den finanziellen Kollaps erlebt.
Das Ende Es begann damit, dass ich vor 9 Tagen versehentlich beim Drücken der Wahlwiederholungstaste einen Typ am Telefon hatte, der, nachdem ich fragte wer er sei, auflegte. Ich fragte meine Frau eher spassig gemeint, ob sie einen neuen Bekannten hätte. Und sie antwortete viel zu überhastet mit Nein. Da dachte ich, hoppla, was ist denn jetzt? Obwohl meine Frau das Gegenteil behauptet, schätze ich mich als „normal“ eifersüchtig ein (hatte allerdings bisher dafür auch keine Gründe). Hier aber schaltete sich irgend etwas in meinem Kopf auf Alarm. Sonst nicht meine Art, aber ce la guerre, ich kontrollierte ihr Handy und stellte fest, das reger Kontakt zwischen dem Typ und ihr stattfand. Darauf angesprochen (fortan wurden alle Ruflisten schön sauber gelöscht) sagte sie mir, er wäre ihr Physiotherapeut und das sei alles nicht so, wie ich denke..... Meine Frau begann Ihr Verhalten mir und auch unserer Tochter gegenüber zu verändern, sie zeigte z. B. kein Interesse am Alltäglichen mehr. Es kam auf mein Drängen zur ersten Aussprache. Ich versuchte es mit der Flucht nach vorn und sagte ihr auf den Kopf zu, dass sie ein Verhältnis habe. Sie verneinte vehement und sprach vom „guten Freund“ mit dem sie gut reden kann. Es vergingen wieder 2 Tage, die Situation entspannte sich. Bis dann am Freitag eine SMS kam (sorry, ce la guerre), in der eindeutiges stand. Es kam zur zweiten Aussprache, die sehr sehr heftig ausfiel. Mein Vertrauen, mein Glaube an die beste Frau der Welt war auf einmal den Bach runter. Überraschenderweise lenkte sie am nächsten Morgen ein und erklärte mir, das alles wieder in Ordnung sei. Ich wollte es glauben! An dieser Stelle kommen weitere Zahlen ins Spiel: In 7 Wochen fliegen wir in den Urlaub, auf den sich besonders unsere Tochter freut. Ich erkannte aber an ihrem Verhalten, das nichts in Ordnung war. Ich stellte sie wieder zur Rede, mit dem Hinweis, nun endlich die Wahrheit zu sagen. Ja, sie würde sich trennen wollen, aber nicht wegen des Mannes, in den sie sich verliebt hat, vielmehr wäre sie unzufrieden mit unserer Partnerschaft. Zählte bereits obengenanntes als Begründung auf und dann kamen die zwei Eckpunkte, die gravierender hätten nicht sein können: Ich gebe mich, wie der Nabel der Welt. Unser miserables Sexleben in den letzten Jahren
Sie hat in beiden Punkten schon des Drudels Kern getroffen, zumindest am zweiten Punkt ist sie aber auch nicht ganz unschuldig.
Und jetzt kommt es: wir können uns gar nicht trennen, weil wir wirtschaftlich dazu nicht in der Lage sind. Wir haben hohe Schulden, die weder der eine noch der andere allein abzahlen kann. Selbst wenn wir das Haus verkaufen, müssten wir den Kredit früher ablösen, soviel können wir für die Immobilie niemals bekommen. Genug Geld für zumindest einen von uns eine Wohnung zu finanzieren, ist auch nicht da, und wenn, dann könnte der andere das Haus nicht finanzieren.
Wir sind überein gekommen, das wir bis zum Urlaub Bruder und Schwester spielen, den Urlaub auch antreten (!! S.o.) und danach weiter sehen.
Aktueller Status: Wenn das meine letzte Chance ist, OK. Aber ich merkte heute morgen schon, wie schwer diese Zeit wird (zumal unsere Tochter, wenn möglich, erst nach dem Urlaub informiert werden soll). Geht das? Wie kann meine Frau ihre Liebe zu mir wiederfinden, wenn ich wie ein Lämmerschwanz neben ihr her trotte. Heile Welt spielen, lachen, Tage zählen?
Immer wenn ich bisher von Trennungen hörte, dachte ich: „mir doch nicht“
Bitte helft mir, mir geht´s **tsts - ID 36**.
[Editiert am 26/5/2004 von mir doch nicht]
[Editiert am 26/5/2004 von mir doch nicht]
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