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vatersein.de - Forum 26. Mai 2012, 18:34:28 *
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Autor Thema: TV-Reportage über Probleme in der Familie  (Gelesen 1137 mal)
Martin Rost
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1


« am: 13. Mai 2004, 10:05:00 »

Liebe Forum-Teilnehmer,

wir produzieren die Sendung "Exklusiv - Die Reportage" und planen gerade eine 46-minütige Sendung zum Thema Familienstreitigkeiten.

Gerne möchten wir auch von den Problemen während oder nach einer Scheidung berichten. Dabei kann es um Unterhalt, Sorgerecht und/oder andere Auseinandersetzungen gehen.

Wir würden uns freuen, wenn wir Sie für diese Reportage gewinnen können und Ihre "Geschichte" erzählen dürfen. Vielleicht können wir sogar helfen.

mail@martinrost.de

oder

martin.rost@ufa.de

oder 030 / 355 345 13

Vielen Dank

Martin Rost
TV-Redakteur
Gespeichert
Uli
Spezialgruppe
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 5.561


VS-Fossil


WWW
« Antwort #1 am: 13. Mai 2004, 11:50:26 »

Hallo zusammen,

bei vielen hier - mich eingeschlossen - ist der Wunsch oft groß, das empfundene Unrecht herauszuschreien und auf die eigenen Probleme öffentlich hinzuweisen. Ich möchte dennoch dringend davon abraten, dies zu tun. Es kann sicherlich Sinn machen, an einer Produktion mitzuwirken und einfach zu skizzieren, welche Mißstände in unserem Land möglich sind. Ein Bezug zu einem persönlichen Schicksal sollte hier jedoch unbedingt ausgeschlossen werden.

Eine Veröffentlichung würde niemals eine persönliche Hilfe sein! Man dokumentierte nur, dass man nicht zu "kritischer Distanz" befähigt ist, was die eigene Position in Umgangs-, Sorgrechts- und Unterhaltsverfahren deutlich verschlechterte.

LG Uli
Gespeichert
mel
Gast
« Antwort #2 am: 13. Mai 2004, 12:06:24 »

@all,

  ULI HAT RECHT!!!!

mel
Gespeichert
mel
Gast
« Antwort #3 am: 13. Mai 2004, 13:15:15 »

hi @ all,

ich habe eben ein längeres gespräch mit redakteur geführt geführt.

er hat angedeutet, das die fälle mit anderen namen versehen werden können
desweiteren besteht die möglichkeit, das die gesichter verzerrt werden, nach seiner aussage ist dies nicht die " schönste " lösung

ich persönlich überlege immer noch mit meinem fall an die presse zu gehen, was danach passiert kann mir keiner sagen; viele haben mir jedoch strikt davon abgeraten.
jedoch bin ich nach wie vor der meinung, wenn alle so handeln, sich verstecken, was soll sich dann irgendwann mal ändern

was machen wir? wir kommen nicht alleine klar, wir suchen uns hilfe und unterstützung im net und per telefon

ich werde nachher mal mit meinem anwalt sprechen was er davon hällt wenn ich mit meinem fall an die medien gehe.

kann ich mehr verlieren als ich jetzt schon habe?

  allerdings möchte ich nach wie vor jedem user raten es sich genau zu überlegen was er macht
( medien, etc )


mel
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brille007
Globaler Moderator
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 10.405



« Antwort #4 am: 13. Mai 2004, 13:33:19 »

Hallo @all,

in einer Frage muss ich Mel recht geben: Untragbare Zustände nur ein wenig zu bejammern genügt nicht. Auch Seiten wie vatersein.de bieten nur begrenzte Möglichkeiten für Öffentlichkeit, da wir hier eine "closed usergroup" von direkt Betroffenen sind. Das hat natürlich viel weniger Aussenwirkung als das Fernsehen.

Natürlich ist immer zwischen verschiedenen Interessen abzuwägen. Und ich kann jedem tatsächlich nur abraten, dem oder der Ex auf diese Weise einen "reinwürgen" zu wollen - das geht mit oder ohne "verzerrtes Gesicht" mit Sicherheit nach hinten los und dient der "guten Sache" auch nicht. Zumal ich der Meinung bin, dass niemand sich wie ein Krimineller verstecken sollte, der wirklich etwas zu sagen hat.

Ich habe Martin Rost deshalb folgende mail geschrieben

-----------------------------schnipp-----------------------------------

Hallo, Martin Rost,
 
ich habe Ihren Aufruf im Forum von "vatersein.de" gelesen und könnte nach inzwischen 2-jährigem "Rosenkrieg" sicher manches zu Ihrer Reportage beitragen. Es ist tatsächlich unglaublich, welche Dinge in einem "Rechtsstaat" wie Deutschland möglich sind - im Familien"recht" wird täglich schreiendes Unrecht als "Recht" gesprochen.
 
Als "Auch-Journalist" bin ich allerdings ein Verfechter von Objektivität. Es sollten in diesem Kontext nicht nur die (zugegebenermassen existierenden) Unfassbarkeiten von besonders drastischen Einzelfällen gezeigt werden, sondern vor allem das System einer florierenden "Scheidungswirtschaft", das solche Kriege überhaupt erst möglich macht. Ein Arzt, der einen Patienten über Jahre so krank lässt, das er immer wieder kommt, würde kaum als "guter Arzt" betrachtet - genau das tun aber Legionen von Scheidungsanwälten, die aus ureigenem wirtschaftlichem Interesse Trennungskonflikte nicht beseitigen, sondern so schüren, dass sie selbst möglichst viel daran verdienen. Auch wenn sie dabei Menschen, Familien und Existenzen zerstören. Und damit überdies einen wesentlichen Anteil an der so gerne beklagten Entvölkerung Deutschlands haben: Viele Menschen überlegen es sich mehr als gut, ob sie unter diesen Voraussetzungen überhaupt noch Kinder haben wollen.
 
Einer der berüchtigsten Sätze in diesem Kontext ist: "Meine Mandantin (Anm: Meist sind es die Anwälte von Frauen) will nur, was ihr zusteht." Dafür werden vor allem und immer wieder gerne die gemeinsamen Kinder aus gescheiterten Ehen als "Unterhaltsgeiseln" eingesetzt - bis hin zu der Empfehlung, das dafür erforderliche alleinige Sorgerecht doch einfach durch Kindesentziehung, die Andeutung sexuellen Missbrauchs durch den Kindesvater oder andere wissentliche Verunglimpfungen zu erzwingen. Alles natürlich nur aus "mütterlicher Sorge" und auf der Basis geltender Gesetze. Aber mit Hilfe "geltenden Rechts" konnte man in Deutschland noch vor 60 Jahren auch einen unfassbaren Genozid an Juden, Homosexuellen, Kranken und anderen rechtfertigen.
 
Auch wenn es (wenige) umgekehrte Fälle gibt, ist eine unbestreitbare Tatsache: Eine Frau, die die Möglichkeit nicht wahrnimmt, einen halbwegs gut verdienenden Ehemann (auch unter Verwendung krimineller Mittel) bis auf's Sozialhilfeniveau auszuschlachten, gilt in Deutschland als "blöd", denn sie holt sich ja nur, was ihr angeblich zusteht.
 
Vielleicht wäre das ein guter Ansatz für Ihre Reportage. Empfehlen würde sich auch ein Blick über den "deutschen Gartenzaun", nach Dänemark zum Beispiel: Dort können trennungswillige Eltern nicht einfach einen Anwalt mit der hierzulande so beliebten "Vernichtung des Ex-Partners" beauftragen, sondern müssen mit Hilfe eines Mediators einvernehmliche Lösungen für die Zeit nach der Scheidung vereinbaren. Wer das nicht schafft, hat anschliessend vor dem Scheidungsrichter keine guten Karten.
 
Für eine ausgewogene Reportage stehe ich Ihnen mit meinen Erfahrungen aus zwei Jahren Rosenkrieg jedenfalls gerne zur Verfügung.

-----------------------------schnapp-----------------------------------

Schau'n mer mal...

Grüssles aus'm Wilden Süden
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« Antwort #5 am: 13. Mai 2004, 16:04:54 »

Hmm,
ich bin jetzt eigentlich in einem Zwiespalt. Einerseits denke ich, es wäre die Gelegenheit mal auf die Zustände, die wir tagtäglich lesen und auch erleben aufmerksam zu machen. Bisher waren die Berichterstattungen ja eher dürftig, was Objektivität angeht.
Andererseits überlege ich, wie das denn rechtlich aussieht?!?!?
Die meisten hier haben noch etliche Verhandlungen vor sich, kämpfen um den Kontakt zu ihren Kindern und viele sind am Ende ihrer finanziellen Möglichkeiten.
Schießt man sich nun doch eher ein Eigentor, wenn man an die Medien geht?
Ich darf gar nicht dran denken, wenn Micha seine Geschichte erzählen würde, was auf uns zu kommt, sollte dies bei der Ex ankommen. Auch verzerrte Gesichter oder verstellte Stimmen helfen, glaube ich, nicht wirklich dabei nicht erkannt zu werden. Jede einzelne Geschichte hier hat ihre besonderen Merkmale und sind so für Eingeweihte auch erkennbar.
Klar, sollte solch eine Berichterstattung nicht dazu dienen, der oder dem Ex mal eins auszuwischen. Vielmehr sollte sie über die Umstände, die vielen verborgen sind und vor allem, wie die Kids zum Werkzeug werden berichtet werden.
Wie macht man es nun am besten?
Gruß Tina, mit einem großen Fragezeichen auf der Stirn

@ Mel

Würde mich interessieren, was dein Anwalt dazu sagt. Kannst du dann nochmal berichten?
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« Antwort #6 am: 13. Mai 2004, 16:21:44 »

Ich gebe dir recht, Tina, es ist ein zweischneidiges Schwert.

1. Ganz bewußt wird mit der Angst vor Folgen gegen Umgangseltern agiert.
2. Wenn die Öffentlichkeit nicht informiert wird, ändert sich nichts.

Die allmächtige Institution Jugendamt ist längst verkommen zu einem Haufen degenerierter Pseudo-Psycho-Fuzzies. Als durchaus notwendiges Relikt aus brauner Vergangenheit entstanden, haben es clevere Lobbyisten verstanden, einen Industriezweig aufzubauen, der seinen Gewinn nur durch das Leid der Kinder einfährt.

Die neuzeitliche Ellenbogenmentalität und der mit der Emanzipation ausgelöste Über-Egoismus tragen weiterhin zum Leid der Kinder bei, lassen einen ganzen Staat zerbrechen.

Es ist die Zeit angebrochen, auf die Straße zu gehen!

DeepThought
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Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Melly
Gast
« Antwort #7 am: 13. Mai 2004, 17:21:34 »

Also ich kann Jörg nur zustimmen, es wird Zeit auf die Straße zu gehen.

Die Damen unseres Deutschen Volkes sind auf die Straße weil sie selbstständig werden wollten...naja...wenns aber um EU geht, fühlen sie sich dann nicht mehr für sich zuständig und wollen daß der Ex blutet. Es ist auch ganz richtig, daß es Ex-Partnerinnen gibt, den das Leben ihres Ex sowas von egal ist, daß sie es auch in Kauf nehmen daß der Mann irgendwann mal unter der Brücke sitzt.
Da geht mit der eine Film nicht aus dem Kopf...*grübel wie hat er geheißen?
aja Münchner Freiheit!
Ich denke, daß noch zwenig Menschen wissen, was bei einer Scheidung abläuft. Die werden zwar durch TV-Sendungen am Nachmittag berieselt, die einen furchtbar netten Familienrichter vor Augen haben, der NUR Gerechtigkeit will und alles durchschaut.
Das sollen angeblich wahre Geschichten sein, aber ich denke nicht, daß sich ein Rosenkrieg in 30 Minuten abtun bzw drehen läßt.
Man wird durch die Medien und solchen Soaps wirklich auf den Gedanken gebracht, daß Richter ja nur das Beste für die Kinder und auch die geschiedenen Eheleute will.
Pustekuchen wie wir hier ja so oft sehen.
Es gibt Gesetze, aber für was sind die da wenn sie nicht berücksichtigt werden?
Es wird immer ein Hintertürchen gesucht um ja der "armen" Frau nicht zuzumuten früher arbeiten zu gehen als notwendig.
Wenn sie schlau ist, geht sie auf den "Psychisch-krank-Tripp" und der Mann hat sein ganzes Leben lang ein Problem an der Backe! Möchte mal wissen warum es Scheidung heißt, wenn man dann von dem Ex nie wieder los kommt.
Warum steht bitte im Gesetz, jeder soll für sich selbst sorgen?
Völlig umsonst, wird eh nicht so gehandhabt.
Wir leben hier in der Gesetzesgebung im Mittelalter, wo Mutti noch brav am Herd stand und evtl auch noch Oma und Opa am Tisch sitzen hatte.
Die Zeiten denk ich sind vorbei, jede Frau hat heute die Möglichkeit das Kind einer Tagesmutter zu geben oder das Kind auch in einen Kindergarten zu geben.
Was auch nur zum Wohle eines Kindes ist, daß es mit Gleichaltrigen zusammen sein kann.

Jetzt bitte kein Aufschrei aus der Bevölkerung, es sind doch keine Kindergartenplätze da!
Da ist die Politik gefragt, die für jedes Kind einen Kindergartenplatz haben müßte.
Deutschland schreit es gibt zuwenig Kids, aber tun will keiner was dafür:(
Wenn ich denk, in meinem Ort der winzig ist, gibt es mindestens 4 Kindergärten, da es auch schon in der Presse bekannt wurde, daß mein Ort der kinderreichste Ort Deutschlands ist.
Hier ist jedes Kind mit einem Platz versorgt und die Mütter gehen alle arbeiten und das Neubaugebiet wächst und wächst!

Ich selbst hab keine Kinder, bin auch nach meiner Scheidung froh drum, wenn ich so seh, wie kleine Kinderseelen leiden müssen.
Aber ich kann auch jeden verstehen, der sich das heute erspart und die Kinder jemanden anders auf die Welt setzen läßt.
Also es wird Zeit auch mal was zu sagen....zum Wohle der Kinder und auch zum Überleben der Väter nach einer Scheidung!
Liebe Grüße
Melly
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Unbekannt
Gast
« Antwort #8 am: 13. Mai 2004, 18:00:13 »

"Es ist die Zeit angebrochen, auf die Straße zu gehen!"

Richtig. Aber nicht im Stil der 70er Jahre mit Demonstrationen und Betroffenheit. Sondern mehr so wie Fathers for Justice in England: Medienwirksames a la Greenpeace, sehr geziehlt und mit sehr viel Spass.
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mel
Gast
« Antwort #9 am: 13. Mai 2004, 18:31:50 »

hi tina,

mein anwalt stimmt meinem vorgehen zu.
aber auch wenn er nein gesagt hätte würde ich es machen.

ich habe die nase so voll von diesem hass gegen männer und auch manche mütter.

die rechte unser kinder ( gibt es ja in deutschland nicht ) werden mit füssen getreten.

kinder werden geschlagen, angeschriehen, eingeschlossen, eingeschüchtert und was machen wir eltern?
wir gucken zu und verstecken uns hinter unser angst.
hab ich auch gehabt aber jetzt ist ende der fahnenstange.

ich persönlich werde alle hebel in bewegung setzen um meine kinder aus den fängen der mutter zu holen.

nächste woche habe ich einen termin bei der kripo, kindesmisshandlung.
desweiteren überlege ich ob ich der SA ein verfahren wegen unterlassener- hilfe- leistung an den hals hänge.

ich kann und werde diese verhaltensmuster nicht mehr dulden.

was sage wir unseren kindern wenn sie gross sind und uns fragen:

papa oder mama warum habt ihr uns nicht geholfen?

antwort?Huch weil wir angst hatten???

wir treiben uns im net rummmmm, suchen urteile, user, freunde, etc die uns helfen aber wir helfen nicht.

nun nicht mehr.

habe noch mal mit martin telefoniert und warte auf seinen anruf.
auch wenn es hart klingt, viele schreiben es ist zeit auf die strasse zu gehen und wer kommt mit??

sollten wir nicht vielleicht unser usertreffen für so etwas nutzen??

vielleicht bin ich ja wieder zu schnell für die anderen user

aber wer auf dem sofa sitzt kann nichts bewegen.

habt bitte verständis für meine provokante art.

mel
endlich mal fest entschlossen
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brille007
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« Antwort #10 am: 14. Mai 2004, 04:27:39 »

Hallo Sylvie, hallo @all,

wir alle hier haben ein mehr oder weniger grosses Problem - und neigen deshalb dazu, die in diesen Fragen erforderlichen Denkprozesse und Entwicklungen immer am eigenen Problem festzumachen.

Aber das interessiert "draussen" tatsächlich kein Schwein. Ich gebe zu: Auch mich hat der Scheidungs- und Trennungskram anderer Leute nicht sonderlich interessiert, bevor ich selbst betroffen war.

Wenn sich die Möglichkeit bietet, per TV oder Zeitung ein ungleich breiteres Forum zu bekommen als wir es hier haben, sollte man sie m. E. unbedingt nutzen. Zum einen, weil die meisten members hier wirklich was zum Thema zu sagen haben; zum anderen, um ein kleines von noch vielen nötigen anderen Mosaiksteinchen für ein gesellschaftliches Umdenken zu liefern.

Zum Beispiel dafür, dass Kinder nicht der Besitz ihrer Mütter sind und im Rahmen einer Trennung nach Belieben instrumentalisiert werden können. Oder über die Rolle der Jugendämter: In bestehenden Ehen oder Lebenspartnerschaften (und mögen sie noch so mies funktionieren) kümmert sich kein Schwein darum, wie Kinder behandelt werden. Erst im Rahmen einer Scheidung treten die Herrschaften auf den Plan und befinden über die Erziehungsqualität und wasweissichnoch der Beteiligten.

Eine solche Sendung könnte auch thematisieren, dass Vaterschaft für viele Väter heute eine Pokerpartie ist, an deren Ende sie möglicherweise unter der Brücke wohnen, weil wieder eine Ex-Frau sich "nur genommen hat, was ihr zusteht" - und dass deshalb immer weniger Männer dieses Risiko eingehen. Die demographischen Folgen für die Rentenkassen und die Zukunft unseres Landes sind absehbar und bekannt: Unsere Gesellschaft überaltert. Andere Ex-Väter gehen in die innere Emigration - warum sollen sie kreativ und lukrativ arbeiten, wenn sich das Ganze für sie als Unterhaltsverpflichtete nicht mehr lohnt?

Es gibt in diesem Bereich viele Dinge, die thematisiert werden können. Und wie "mel" an anderer Stelle schrieb, bringt es der Allgemeinheit nichts, wenn wir alle nur auf dem Sofa sitzen, uns mit Gleichgesinnten austauschen und uns gegenseitig bedauern. Jeder, der den Mut hat, für seine und die Zukunft seiner Kinder zu kämpfen, sollte sich auch trauen, die bestehenden Misstände vor einer Fernsehkamera mit seinem eigenen Gesicht und seiner eigenen Stimme darzustellen.

Denn eines sollte keiner von uns vergessen: Die Gesellschaft, der wir uns angesichts der geltenden "Rechtssprechung" so oft hilflos ausgeliefert fühlen - diese Gesellschaft sind auch wir selbst!

Grüssles aus'm Wilden Süden
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« Antwort #11 am: 14. Mai 2004, 16:15:13 »

Hallo  zusammen,
ich muss zugeben, daß uns gestern Abend das Thema noch ziemlich beschäftigt hat.
Sicher ist es richtig, daß 46 Minuten Sendezeit nicht im geringsten zeigen können, was wirklich los ist. Sicherlich wird der Beitrag auch so geschnitten, daß die Einschaltquote gewährleistet ist.
Trotzdem denke ich, daß man irgendwo einen Anfang machen muss. Vielleicht bringt man ja so den Stein etwas ins Rollen.
Ich finde Mel hat Recht. Wenn man ständig gegen Windmühlen kämpft und gezwungen wird, zuzusehen, wie abhängig man von irgendwelchen SA und Richtern ist, bleibt doch nicht viel übrig als an die Öffentlichkeit zu gehen.
Unser Anwalt ist oft unterwegs um Vorträge zu halten. Er hat auch Michas Geschichte auf einem seiner Vorträge erwähnt. Am Dienstag haben wir einen Termin bei ihm. Ich glaube ich erzähle ihm mal von den Ideen hier.
Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als wir uns hier registriert haben. Wir waren froh (sind es immernoch) endlich offene Ohren ( hier eher offene Augen) gefunden zu haben. Ich glaube zu der Zeit waren so ca. 100 Leute registriert. Wir haben hier schon viele Tips umsetzen können. Ich finde das alles hier mega wichtig.
Das hier in letzter Zeit immer wieder Aufrufe von Tv-Sendern, Zeitschriften oder Radiosendern ankommen, zeigt doch schon, daß dieses Thema doch nicht allen ganz egal ist. Meine Überlegungen gehen eher dahin, daß vielleicht das bischen Öffentlichkeitsinteresse irgendwann verschwindet, wenn sich niemand traut in die Offensive zu gehen.( muss dazu sagen, daß ich mich so ganz auch nicht traue, bin aber lernfähig ;) )

Mel`s Idee auf dem Usertreffen mal etwas konkreter zu werden finde ich gut. Es ist sicher einfacher in einer Runde mal Ideen auszutauschen. Ich kann mir schon vorstellen, daß dabei zumindest ein kleiner Anfang zu Stande kommen könnte.
Die Frage wer kommt mit auf die Straße ist wohl berechtigt. Leider haben sich ja auch nicht all zu viele User für das Treffen eingetragen. Wir wissen aber auch nicht, wie verbreitet das Thema privat ist. Wir haben ja gesehen, wie schnell man eine Diskussion von der Stange reissen kann, als Uli uns auf das "Depeche-Mode-Forum" aufmerksam machte. Selbst der Admin dieser Web-Site war erstaunt (soweit ich mich erinnern kann), woher wir plötzlich alle kamen :cool:
Sicher ist zu viel Euphorie wirklich nicht das Richtige jetzt, aber die Idee ansich sollten wir im Auge behalten.

@Mel
Viel Glück nächste Woche, ich hoffe du kommst einen Schritt weiter deine Kids zu dir zu holen. Wir drücken die Daumen.
Lieben Gruß
Tina


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« Antwort #12 am: 15. Mai 2004, 20:59:49 »

Moin,

für die, die es interessiert, ich bin gestern aus Deutschland rausemigriert.

Und da dabei mit vollgepacktem Auto eine Menge Fahrtzeit anlag (13 Stunden), durfte ich mir gestern anhören, daß im Bundeshaushalt mal eben 61 Milliarden Euro fehlen.

Leute, die Problematik ist eigentlich nicht das Familienrecht. Auch nicht irgendwelche mystisch-übermenschlichen Kräfte, sondern schlicht die Eigendynamik der leeren Töpfe, auch Umverteilungskampf genannt. Tatsächlich sieht man das immer stärker, daß ausschließlich die möglichst effiziente Kostenerparnis gegenüber dem Staat im Vordergrund steht, in verschiedensten Formen. Dieser Effekt selber ist aber so ziemlich jedem bekannt, egal ob Arbeitnehmer, Krankenkassenpflichtversichertem oder Rentner, denn in allen Bereichen setzt sich fort, was als Grundstein meiner Meinung nach nicht erst ein Effekt seit gestern ist, sondern schon im System krankt. Und der Verteilungskampf um die Ressource "Geld" wird noch krassere Formen annehmen.

Gruß, Xe
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Ingo
Rege dabei
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Beiträge: 182



« Antwort #13 am: 15. Mai 2004, 23:36:10 »

Zitat
viele schreiben es ist zeit auf die strasse zu gehen und wer kommt mit??


ICH!!!

am besten inner Hauptstadt vor der Regierung :cool:  
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vatersein.de - Forum  |  Themen  |  Trennung, Scheidung (Moderator: 82Marco)  |  Thema: TV-Reportage über Probleme in der Familie
 
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