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vatersein.de - Forum 09. Februar 2012, 15:53:47 *
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Autor Thema: Drohungen oder Tatsachen?  (Gelesen 1372 mal)
Eric
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Beiträge: 19


« am: 27. April 2003, 11:30:38 »

Hallo,
Wir leben noch gemeinsam in der Wohnung. Sie hat die Trennung und Scheidung eingereicht und will dass ich die Wohnung verlasse. (Muss ich auch weil ich Arbeitslos bin und die Wohnung nicht leisten kann.)
Sie bezahlt jetzt alles. Von meiner Arbeitslosenhilfe leben wir. Ich bin zuhause also koche ich und mache den Haushalt.
Ich bin mit meinem RA dabei e.u.a. finanziell zu regeln.
Meine Frau hat jetzt gedroht, wenn ich nicht verschwunden bin am 01.06.03, sie die Wohnung verlässt(mit Sohn) und alle Zahlungen einstellt.
Geht das so einfach?
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Hinter den Wolken scheint die Sonne.......
teuker
Rege dabei
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Beiträge: 139



« Antwort #1 am: 27. April 2003, 14:04:43 »

Frage: habt ihr einen gemeinsamen Mietverag? Wenn ja, denke ich, wird sie sich ohne fristgerechte Kündigung nicht einfach aus der Verantwortung ziehen können. Da du ohnehin bereits einen Rechtsanwalt eingeschaltet hast, solltest du dich jedoch dort noch einmal schlau machen.

Sollte deine Frau die Drohung wahr machen, solltest du, sobald sie auszieht, einen Antrag auf ergänzende Sozialhilfe stellen (an deiner Stelle würde ich mich bereits vorher beim zuständigen Sozialamt erkundigen).

Alles Gute für dich,
Gaby
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Gelassenheit setzt großzügiges Denken voraus.
 
(Ernst Ferstl, österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker)  
DeepThought
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« Antwort #2 am: 27. April 2003, 15:23:11 »

Hallo Eric,
zunächst: die Scheidung kann erst frühestens 10 Monate vor Ablauf des Trennungsjahres eingereicht werden.
es sieht da gar nicht gut aus für Dich. Deine Frau könnte tatsächlich eine richterliche Verfügung erwirken, die Dich dann der ehelichen Wohnung verweist. Hierzu bedarf es zwar einer gewissen Begründung, aber die ist schnell aus dem Hut gezaubert.

Das Recht die Wohnung zu verlassen hat sie für sich selbst jederzeit. Allerdings habt ihr das gemeinsame Sorgerecht und wenn sie Euren Sohn mitnimmt entspricht dies dem Starftatbestand des Kindesentzugs. Du mußt für Dich herausfinden, ob Du evtl. Deinen Sohn bei Dir haben möchtest und ob dieses auch seinem Wunsch entspricht. Sollte Deine Frau trotzdessen unvorbereitet Dir Deinen Sohn 'wegnehmen' hilft Dir dieser Text sicherlich weiter.

Liebe Grüße

DeepThought
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Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Eric
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Beiträge: 19


« Antwort #3 am: 28. April 2003, 13:01:59 »

Hallo Gaby,
Danke für den Tip.
Es handelt sich hier um eine hochverschuldete Eigentumswohnung.
Meine Frau ist Berufstätig und zahlt deshalb die Kosten. Sie hat in der Ehe doch ein sg Unterhaltspflicht? Ich sehe es genauso als wäre es andersrum gewesen und ich hätte den Supergehalt. Dann kann ich doch auch nicht so einfach meine  Frau (wenn sie, sowie ich Hausfrau ist) rausschmeissen?
-------------------
Frage: habt ihr einen gemeinsamen Mietverag? Wenn ja, denke ich, wird sie sich ohne fristgerechte Kündigung nicht einfach aus der Verantwortung ziehen können. Da du ohnehin bereits einen Rechtsanwalt eingeschaltet hast, solltest du dich jedoch dort noch einmal schlau machen.

Sollte deine Frau die Drohung wahr machen, solltest du, sobald sie auszieht, einen Antrag auf ergänzende Sozialhilfe stellen (an deiner Stelle würde ich mich bereits vorher beim zuständigen Sozialamt erkundigen).

Alles Gute für dich,
Gaby  [/quote]
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Giesser
Gast
« Antwort #4 am: 10. Mai 2003, 12:09:10 »

Hallo Eric,
ich habe Deine Antwort zu "Betreff: Dein Kind steht fragend da... von Deep" geschrieben hast. Ich fühle mit Dir, und drück Dich gedanklich mal ganz fest.

Wie soll ein 31/2 jähriger das verstehen können?

Wie die Auf-/Zuteilung des Kindes auch immer sein wird bei Euch, er wird von allein zu gegebener zeit Fragen stellen glaube ich. Mir steht ja das Gleiche bevor, nur die Kids sind älter. Tagebuch ist ne gute Idee, hab ich auch angefangen.
Ich versuch ruhig zu bleiben und die Kids an unserem Unglück nicht teilhaben zu lassen - soweit das möglich ist. Nichts anderes hält mich eben hoch.
Kopf hoch!

Torsten
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Eric
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Beiträge: 19


« Antwort #5 am: 11. Mai 2003, 13:38:13 »

Heute ist Muttertag. Was soll ich machen? Mama nichts schenken? was soll er wohl nicht denken?
Heute habe ich meine Mutter in Holland angerufen. Er fing direkt an , dass er wieder zu der Oma in Holland wollte.
Will meine Frau aber nicht. Sie het Angst, dass wir dann in Holland bleiben.
Was habe ich ihm erklärt? Mama liebt auch die Oma und Opa in Holland nicht mehr.
Kann sie mal sehen wie sie klar kommt wenn er nachfrägt. Er ist nl gerade in der "Warum-Phase...............
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DeepThought
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« Antwort #6 am: 11. Mai 2003, 18:56:06 »

Hallo Eric,

ich bin erstaunt und, sorry, erschüttert.

So sehr ich Deine Verbitterung über die Trennung und alles was damit zusammen hängt verstehe, so sehr kann ich nur an Dich appelieren, Euren Sohn daraus zu halten.

Wie soll er seine eigenen Gefühle zu Verwandten vor sich selbst verantworten und dazu stehen, wenn er nur hört, der oder der liebt den oder den nicht mehr. Du bringst Euren Sohn in einen Konflikt, den er nicht begreift und nur verlieren kann.

Höre auf, Dinge zu ihm zu sagen mit dem Hintergedanken, dass mit den Folgen die Mutter klarkommen muss. Und missbrauche die Frage-Phase Eures Sohnes nicht für Deine Zwecke. Du benutzt Euren Sohn als Waffe, ganz eindeutig; und das werde ich nicht gut heißen.

Die Angst Deiner Frau, ihr würdet in Holland bleiben, ist verständlich. Ob die Angst begründet ist, lasse ich außen vor und ist auch völlig unerheblich.

Euer Sohn liebt seine Mutter und seinen Vater und er hat das Recht dazu. Wenn Du Euren Sohn liebst, dann lasse solche Manipulationen umgehend sein.

Übrigens ist der Muttertag für Mütter da. Also ist es nicht an Dir, Deiner Frau etwas zu schenken. Du solltest dafür sorgen, dass Euer Sohn etwas für sie hat.
_____________________________
ein fassungsloser DeepThought
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Eric
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« Antwort #7 am: 12. Mai 2003, 11:14:17 »

DeepThought,
danke, dass du mich zurückgepfiffen hast.
Ich war auf dem falschen Weg.
Ich werde meinem Sohn nie weh tun. Das hat er nicht verdient! aber, wie soll ich mich verhalten wenn er mit Fragen kommt? Was soll7kann ich ihm antworten?  Ich bin immerhin 3 Stunden am Tag mit ihm alleine... und er fragt und fragt und fragt
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DeepThought
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« Antwort #8 am: 12. Mai 2003, 12:51:08 »

Zitat
danke, dass du mich zurückgepfiffen hast.

Ist doch kein Problem, Eric, dafür sind wir wir ja da ;)

Ganz wichtig ist es, Deinem Sohn das Gefühl zu geben, die Trennung hat nichts mit ihm zu tun. Kinder geben sich am Scheitern der Elternbeziehung die Schuld. Und da müsst ihr beide gegensteuern. Versuche es ihm so 'nüchtern' wie möglich darzustellen.

'Mama und Papa werden sich trennen, sie verstehen sich nicht mehr.' Das reicht aus. Fragt er weiter kannst Du vielleicht noch ergänzen, dass er ja auch mit dem oder dem Kind nicht mehr spielt, weil er sich mit ihm nicht versteht. Bringe ihm Beispiele aus seiner Erlebniswelt.

Sage ihm, dass Du ihn liebst, dass Du immer für ihn da sein wirst. Verspreche ihm, dass ihr euch seht und, ganz wichtig, halte alle Versprechen ein.

DeepThought
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bund24
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« Antwort #9 am: 13. Mai 2003, 13:49:54 »

Hallo Eric,

ich geb Dir mal einen Guten Tipp, den ich und meine Ex-Frau auch gemacht haben!
Wir haben unseren Kindern gesagt: "Das sich Mama und Papa sich nicht mehr verstehen!" !!!
Was Du nicht sagen darfst ist das man sich nicht mehr Liebt!
Denn dadurch bricht für die Kinder eine heile Welt zusammen und könnten daraus schließen: "Wenn sich Mama und Papa nicht mehr lieben, dann lieben die mich auch nicht mehr!"
Kinder tun alles auf sich zurückschließen!
Also Versuch Deinem Kind alles etwas kindgerecht zu erklären! Und laß Ihm seine schöne Welt bestehen!

Gruß Mark
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Pablo
Frischling

Beiträge: 1


« Antwort #10 am: 13. Mai 2003, 19:36:17 »

Hallo Mark,

bin neu hier und auch neu in dieser Situation. Allerdings bin ich auch der Übeltäter, d. h. ich bin bei uns der, der raus will.
Seit Tagen denke ich darüber nach, was ich (wir) nur den Kindern (5 + 6) sagen soll(en).
Sie beginnen schon so erschreckend direkt zu fragen, was mir einmal mehr zeigt, wie sensibel sie alles um sie herum wahrnehmen und wie sehr ich sie wohl verletzten werde.
Der Gedanke daran ist fast unerträglich.
Deine Antwort an Eric hat mir sehr geholfen und einige meiner Fragen beantwortet. Vielen Dank!
Ich finde es ohnehin schon schlimm genug, daß die Kinder unter meinen Fehlern leiden müssen. Wegen Ihnen würde ich am liebsten auch alles wieder zurückdrehen, aber ich denke auch, meinen eingeschlagenen Weg weitergehen zu müssen.

Gruß,
Pablo
 

Zitat
Hallo Eric,

ich geb Dir mal einen Guten Tipp, den ich und meine Ex-Frau auch gemacht haben!
Wir haben unseren Kindern gesagt: "Das sich Mama und Papa sich nicht mehr verstehen!" !!!
Was Du nicht sagen darfst ist das man sich nicht mehr Liebt!
Denn dadurch bricht für die Kinder eine heile Welt zusammen und könnten daraus schließen: "Wenn sich Mama und Papa nicht mehr lieben, dann lieben die mich auch nicht mehr!"
Kinder tun alles auf sich zurückschließen!
Also Versuch Deinem Kind alles etwas kindgerecht zu erklären! Und laß Ihm seine schöne Welt bestehen!

Gruß Mark
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bund24
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Beiträge: 14


« Antwort #11 am: 14. Mai 2003, 08:18:53 »

Hallo Pablo!

Freut mich das ich Dir helfen konnte!

Ich selbst bin auch noch nicht lange in dieser Situation!
Hab mich mit meiner Frau zusammen, sehr lange mit dem ganzen Thema beschäfftigt!
Ein Gespräch mit der Kindergärtnerin von meinem Sohn hat uns dabei sehr geholfen!

Hoffe wir sehen uns mal wieder!!

Bis dann

Mark
Gespeichert
Eric
Schon was gesagt
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Beiträge: 19


« Antwort #12 am: 14. Mai 2003, 09:23:18 »

Hallo,
kann meine Frau, um mich aus der Wohnung zu eklen, einfach das telefon kündigen?
oder den Kabelanschluß kündigen?
Darf Sie einfach mit kind die Wohnung verlassen?

Was soll ich jetzt machen?

[Editiert am 12/6/2003 von Eric]
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