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vatersein.de - Forum 18. November 2017, 18:35:59 *
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Autor Thema: Aktenführung  (Gelesen 17096 mal)
DeepThought
Owner & Fast-alles-Versteher
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« am: 24. Oktober 2006, 23:02:32 »

Moin,

in einem Topic kam ich auf die Idee, meine Aktenordnung aus den diversen Verfahren zu skizzieren und auch zur Diskussion zu stellen. Das mache ich jetzt einfach mal hier, bitte jeden um seinen Senf, dann bündeln wir das hübsch und machen eine Empfehlung für Frischlinge draus.

Tipps zur Aktenführung:

Material: Ordner 8 cm breit, Registerblätter
Ich bevorzuge Vollregister, also keine vorgefertigten, da die benötigte Registerlasche selbst ausgeschnitten werden kann.

Um in meinen Verfahren den Überblick zu behalten, habe ich für jedes offenen Verfahren einen eigenen Ordner angelegt. Somit schleppt man nie zu wenig und auch nicht zu viel mit sich rum. Hierin in der Reihenfolge die Register:
  • Schriftsätze
  • Sonstiger Schriftwechsel
  • Gutachter
  • Verfahrenspfleger
  • Jugendamt
  • Verweise
  • Externe Infos
  • Rechnungen

Grundsätzlich gilt: Ordnung ist das halbe Leben; Unordnung die andere Hälfte. Mir ist sehr wohl bewusst, dass die eine Hälfte der Menschen mit Ordnern umzugehen versteht und die andere Hälfte sich mit Ankerketten bewehrt gegen Ablage sträubt. Es geht aber nicht anders. Es ist dein Verfahren, nicht das deines RA. Der verdient "lediglich" Geld mit dir. Du willst etwas. Dann musst du dafür sorgen, dass alles verlässlich und schnell greifbar ist.

PKH-Anträge, RA-Vollmacht usw. werden kopiert und abgelegt. Immer! Getreu dem Motto: Wenn ich das Original schon nicht habe, dann zumindest eine Kopie.

Wenn ein Schriftsatz kommt, der bearbeitet werden muss, nicht lange warten sondern machen. Und anschließend umgehend abheften. Ggf. die Ordner, je nach persönlicher Verfassung, nicht im ständigen Blickfeld aufbewahren.

Es gehört alles in den Prozessordner, was auch nur entfernt damit zu tun hat. Die Sortierung der Register erfolgt nach Zugriffshäufigkeit in absteigender Folge. Innerhalb eines Registers werden die Unterlagen chronologisch aufsteigend eingeheftet. Wichtige Dinge mittels Aufbringen einer Haftnotiz oben auf der betreffenden Seite hervorheben. Hat auch den Vorteil, dass Ideen hierzu auf der Haftnotiz notiert werden können.

Beinhaltet ein Schriftsatz auch Ausführungen oder Verweise auf andere Verfahren, den gesamten Schriftsatz kopieren und im Verweisverfahren unter "Verweise" entsprechend mit einheften. Den gesamten Schriftsatz und nicht einzelne Seiten, weil der Verweis ja nicht unvermittelt kommt. Es wird eine Dramaturgie und Argumentation aufgebaut und schwupps kommt der Verweis. Dieser Weg muss nachvollziehbar sein und zwar dort, wo es notwendig ist.

Der Einfachheit halber habe ich unter "Rechnungen" auch die RA-Vollmacht in Kopie abgeheftet. Hilfsweise kann hier auch die Kopie des PKH-Antrages rein.

Geht's zu Gericht, so viele Ordner mitschleppen, wie der Gabelstapler zulässt. Wer etwas zeigen kann, steht einfach besser da.

Wenn das Verfahren abgeschlossen ist mit Rechtskraft der richterlichen Entscheidung, wandert der ganze Krams in fortlaufende Verfahrenssammelordner.

Ansonsten: Immer Zettel und Stift am Mann haben.

DeepThought
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Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Uli
Gast
« Antwort #1 am: 24. Oktober 2006, 23:15:33 »

Lieber Deep,

ein interessanter Thread! Wie Du weißt, bin ich Sohn eines preussisch korrekten Beamten im damaligen Bonner BMJ. So habe habe ich die Aktenführung von Anfang an gelernt. 

Meine ersten Ordner waren noch richtig mit am Computer erstellten Rückenschildern beschriftet und mit Registern angelegt. Für die diversen Verfahren wurden Mehrfachkopien gefertigt und bei Wesensverwandtschaft auf die verschiedenen Ordner verteilt.

Weißt Du wo ich heute nach fast 7 Jahren bin? Auf meinem Schreibtisch liegt ein Stapel, ca. 15 cm hoch, alles gemischt: nachehelicher Unterhalt, Kindesunterhalt, Sorgerecht, usw., usf.. Ich habe keinen Bock mehr auf dieses "Archiv des Grauens". Wenn ich etwas suchen muss, ist mir heute mein Tagebuch mein bestes Register!  exclamation_smile

LG, Uli
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Kasper
Spezialgruppe
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 2.922



« Antwort #2 am: 24. Oktober 2006, 23:17:04 »

Moin,

Grundsätzlich denke ich ist es so in Ordnung.

Ergänzend noch, das Schriftsätze nach Datum und vielleicht noch getrennt nach Schriftsatz zwischen dem eigenen Anwalt und dem Senf der Gegenseite geteilt werden sollte. Vieles läuft dann trotzdem doppelt, aber einiges kann schneller gefunden werden.

Hinzu kommen auch noch die Postscripts .... welche die man wieder ablösen kann. Vor Besprechen kann man sich hier Stichpunkte anheften um wichtige Schriftsätze noch schneller wiederzufinden (wir wichtiger um so dicker der Ordner wird).
Ich weiss ja nicht wie Eure Gutachten aussehen, aber meine waren so unpraktisch geheftet, dass ich diese in einen separaten Ordner verfrachtet habe (eine andere Geschichte).

Gruß
Kasper
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Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Milan
_Milan
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Beiträge: 3.544



« Antwort #3 am: 24. Oktober 2006, 23:19:15 »

Hi Deep!

Cool - drucke es mir gerade aus und lege es neben diesen ganzen Wust, den ich gerade sortiere.

Aber eine Frage:
Was machst Du, wenn Du einen neuen RA hast und der für ein bestimmtes Verfahren den gesamten Schriftverkehr haben will, damit er sich einarbeiten kann.

Gibst Du ihm dann vertrauensvoll Deinen Ordner oder kopierst Du ihm alles und legst für ihn einen 2ten Ordner davon an?

Thanx,
Milan
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ulliberne
Nicht wegzudenken
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Beiträge: 876



« Antwort #4 am: 25. Oktober 2006, 00:49:40 »

moin, deep & @all,

nun bin ich einer derjenigen, die 'nicht zu faul zum suchen' sind  - und habe deswegen mein eigenes system:

1. ca. 2/3 meines 'papierkrams' ist abgeheftet in ordnern, die mit den aktenzeichen meiner RA (die ist ziemlich penibel!) beschriftet sind (z.zt. 8 (acht) verschiedene), liste der Az mit stichwort ('KU II', 'scheidung', 'nutzungs-entschädigung' etc.) und ggfs. gerichts-Az. liegt auf dem schreibtisch.

2. innerhalb der ordner ist alles ganz stur chronologisch einsortiert (von hinten = älteste sachen, nach vorne)

3. der rest liegt, da aktuell und trotz unterschiedlicher verfahren (= Az) miteinander vermischt, auf einem stapel
(> 15 cm  ( oder  mad3? - auch ich habe keinen bock mehr)!

4. für urteile und beschlüsse habe ich einen eigenen ordner (mit registern), um ihn im bedarfsfall schnell bei der hand zu haben - dann habe ich nämlich keine zeit, erst das Az rauszusuchen und dann den entspr. ordner und danach das schriftstück.

5. separat und rein chronologisch habe ich alle meine handschriftl. notizen (= 'tagebuch'), egal zu welchem Az, sortiert.

6. ich mache keine 'doppel' = kopien als querverweise o.ä. - ich mache bei bedarf kopien (z.b. für steuerberater) und sortiere originale anschl. wieder ein.

7. grosser vorteil (imho): so gut wie alle verweise auf andere schriftstücke beinhalten Az und datum, also kann ich alles rel. schnell finden.

8. von
Zitat
Geht's zu Gericht, so viele Ordner mitschleppen, wie der Gabelstapler zulässt. Wer etwas zeigen kann, steht einfach besser da.
hat mir meine RA von anfang an abgeraten, würde einen schlechten eindruck machen ('erbsenzähler', 'bürokrat'). da sie immer die gesamte akte dabei hat, ist das bislang auch ok gewesen. d.h. ich habe in den terminen nur die ca. 3 wichtigsten schreiben dabei sowie schreibpapier und stift.

mein problem ist: da ich viel per email mit RA kommuniziere, habe ich zu (i.w. eigenen) schriftstücken immer 3-4 entwürfe/pdf-files etc. vorliegen und dann noch das original. soll/kann ich die entwürfe entsorgen? hab' ich bislang nicht gemacht ....

und zu bestimmten dingen (z.b. abgesprochene und tatsächl. umgangszeiten) muss im 'ernstfall' mein kalender herhalten, in den ich sowas eintrage ....

soweit zu meiner 'aktenführung' ....

gruss
ulli
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ein mann geht nicht unter wenn er nicht will,
wehre dich, schlage dich, halte nicht still.....
(fritz grasshoff)
Mux
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« Antwort #5 am: 25. Oktober 2006, 11:01:44 »

Einen guten Morgen an die Ordnungsprofis 

Ich bin von Natur aus der Zettelchaot. Alles fliegt irgendwie rum auf irgendwelchen Stapeln, aus denen bei Bedarf gefischt wird. Manchmal, wenn ich genervt war, habe ich ganze Stapel gelocht und in Aktenordner (unsortiert) verbannt, nur damit sie weg waren. Das war auf Dauer keine Lösung, da ich dann teilweise ganze Aktenordner durchblättern musste. Da sich im Laufe meines wissenschaftlichen Lebens mehrere hundert Artikel angesammelt hatten, habe ich eine für mich gute Lösung entwickelt, die mich mein Chaotentum ausleben lässt und trotzdem den Suchaufwand minimiert.

Mein Tipp: Datenbank. Im einfachsten Fall sowas wie Endnote oder Access.
Auf jeden Zettel kommt eine durchlaufende Nummer (oder Kennzeichnung) und dann einfach ab in den Aktenordner und fertig (außen auf den Rücken noch Numer von - bis und fertig). Im Programm wird der Nummer bestimmte relevante Informationen zugeordnet (Datum, Verfasser, Thema ect...) , die das Auffinden erleichtern. Auch das Problem der Querverweise ist auf diese Weise gelöst.

Die Suche ermöglicht viele Varianten: So kann man nach Zeiträumen, Namen oder Schlagwörtern oder Schlagwortkombinationen suchen und bekommt alle Schreiben/Artikel ect..aufgelistet.

Durch die Wahl der Kennzeichnung kann man in Sach- oder Themenbereiche einteilen:

z.B.
CKS1-50 (Cellulose Kristallstruktur)
SR1-300 (Stromrechnungen)
LB1-500 (Liebesbriefe) 

hat man Aktenordner, die man auch mal so durchblättern kann, da sie (zumindest) thematisch geordnet sind. Man hat also eine doppelte Ordnung, die ohne großen Aufwand und ziemlich effektiv einzuhalten ist.

Also was für Chaoten, die nicht mehr suchen wollen und die sich aufgrund ihrer Persönlichkeit nicht mehr zu dem absolut konsequenten Aktenordnungsfetischisten entwicklen werden. Ne gewisse Konsequenz ist auch hier angesagt. Aber auch wenn mal wieder Stapel entstehen,  kollabiert das System nicht. Allerdings ist die Datenbank halt nur so gut wie die Anzahl der Einträge.

Also ausdrucken und unter HT1 ablegen (Heiße Tipps  )

LG, Mux


 




   



   

 
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DeepThought
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« Antwort #6 am: 25. Oktober 2006, 11:09:50 »

Moin,

Weißt Du wo ich heute nach fast 7 Jahren bin? Auf meinem Schreibtisch liegt ein Stapel, ca. 15 cm hoch, alles gemischt: nachehelicher Unterhalt, Kindesunterhalt, Sorgerecht, usw., usf.. Ich habe keinen Bock mehr auf dieses "Archiv des Grauens".

Genau das ist der Punkt, weswegen ich die Ordnung für dermaßen wichtig halte. Denn es geht nicht nur um die Ablage und Bearbeitung an sich. Als psychologisches Moment kommt hinzu, das "Abhaken". Mit dem Wegheften ist es erledigt, liegt nicht rum, kann nicht ins Blickfeld geraten. Meine Bitte an alle in Wiederholung: Erledigtes gehört in den Ordner!

Cool - drucke es mir gerade aus und lege es neben diesen ganzen Wust, den ich gerade sortiere.

Dein jüngstes Topic war Anlaß für meine Worte. 

Was machst Du, wenn Du einen neuen RA hast und der für ein bestimmtes Verfahren den gesamten Schriftverkehr haben will, damit er sich einarbeiten kann.
Niemals gebe deine Unterlagen aus der Hand. Ich selbst bin mehreren Schriftsätzen nachgelaufen und habe sie nicht bekommen. Das hat sich in späteren Verfahren als Hammernachteil herausgestellt.

8. vonhat mir meine RA von anfang an abgeraten, würde einen schlechten eindruck machen ('erbsenzähler', 'bürokrat'). da sie immer die gesamte akte dabei hat, ist das bislang auch ok gewesen. d.h. ich habe in den terminen nur die ca. 3 wichtigsten schreiben dabei sowie schreibpapier und stift.
Wenn mal im Duo Infernale (Mandant-RA) ein eingespieltes Team ist, kann das ok sein. Für das erste Verfahren kann ich das nicht empfehlen aus eigener leidvoller Erfahrung.

mein problem ist: da ich viel per email mit RA kommuniziere, habe ich zu (i.w. eigenen) schriftstücken immer 3-4 entwürfe/pdf-files etc. vorliegen und dann noch das original. soll/kann ich die entwürfe entsorgen? hab' ich bislang nicht gemacht ....
Unterscheiden sich die Entwürfe nur stilistisch voneinander, können die in die Rundablage. Aus Gründen der Beweisführung gegen den eigenen RA kann es sinnvoll sein, die ihm zugesandten Entwürfe zu archivieren. Hat der RA die ihm zugesandten Entwürfe inhaltlich nicht umgesetzt oder durch Satzumbauten sinnentstellt, kann man ihm damit "auf die Finger klopfen".

Das Tagebuch ist natürlich immer dabei. Vergaß ich zu erwähnen.


Ich habe versucht, mein persönliches Optimum an Ordnung darzulegen und kann nur empfehlen, so weit es geht die Worte aller zu berücksichtigen. Ordnung muss sein und Unordnung ist der Beginn eines verlorenen Verfahrens.

DeepThought
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Meinen aufrichtigen Dank!
brille007
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« Antwort #7 am: 25. Oktober 2006, 11:15:28 »

Moin @ll,

ich selbst habe meinen ganzen Scheidungskram ebenfalls mit Papierbergen durchgezogen, die bestenfalls chronologisch sortiert waren. Ich selbst komme mit solchen chaotischen Systemen ganz gut zurecht, aber das Wahre sind sie natürlich nicht.

Eine Alternative könnte - entsprechende technische Ausstattung vorausgesetzt - sein, sämtliche Schriftsätze mit einem Scanner durch ein OCR-Programm zu jagen und als PDF- oder Word-Dokument abzuspeichern. Auch dann müsste man - eine entsprechende Nomenklatur und den Umgang mit Suchroutinen vorausgesetzt - bestimmte Schriftstücke schnell wieder finden. Überdies könnte man sich speziell bei Mammut-Verfahren das Schleppen von Ordnern und aufwendiges Blättern in denselben sparen: Man klappt beim Gerichtstermin einfach ein Notebook auf und hat alles präsent.

Möglicherweise hätte dieses "alles finden auf Mausklick" - da noch nicht sehr verbreitet - auch einen entsprechenden Effekt auf die Gegenseite.

Nur mal so als Überlegung

Grüssles
Martin
(der seine erste und einzige Scheidung bereits 14 Monate und 2 Tage hinter sich hat)

PS: Weil ich gerade Deeps neues Posting sehe: Auch die Geschichte mit dem Anwaltswechsel würde sich dadurch natürlich vereinfachen: Der kriegt eine komplette CD oder Ausdrucke aus selbiger und fertich
« Letzte Änderung: 25. Oktober 2006, 11:18:49 von brille007 » Gespeichert

When a mosquito lands on your testicles you realize that there is always a way to solve problems without using violence.
Milan
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« Antwort #8 am: 25. Oktober 2006, 12:06:18 »

Moin zusammen!

Also ich bn ja gerade dabei alles für nen neuen RA zusammen zustellen. Der gab mir natürlich auch seine "Wünsche" preis und meine Freundin arbeitet in einer RA-Kanzlei, die fragte ich auch.

Ich habe jetzt für jede einzelne Verfahrensnummer einen eigenen Ordner angelegt. 4 insgesamt und einen 5ten für die Gutachten. In diesem jeweiligen Ordner gibt es je 3 Unterteilungen mit Trennblättern: Schriftsätze vom Amtsgericht, .... von Diesseits, ... von der Gegenseite. Innerhalb dieser 3 Unterteilungen sind die Schriftsätze chronologisch nach Datum sortiert.

Den ganzen Klumpatsch gehe ich heute kopieren und den bekommt dann der neue RA.

Den internen Schriftverkehr der RAs, der nicht ans Gericht ging, habe ich in einem gesonderten Ordner abgelegt und mit Trennblättern nach den Einzelthemen getrennt. Die ganzen Nebenschauplätze wie Hausratsaufteilung, Einbruchdiebstahl, etc. Einige der Schreiben habe ich mit Haftnotizen versehen und kleinen Anmerkungen.

Ich merke, daß das doch sehr viel Klarheit bringt und man schnell die richtigen Unterlagen findet.

Bisher hatte ich nur einen dicken Ordner, in den ich alle 3-4 Monate den angesammelten Papierberg abgeheftet habe. Nicht nach Themen oder Verfahren sortiert, sondern stur nach Datum geordnet. Damit konnte ich nie gut arbeiten, da ich ständig alles durchblättern mußte um etwas zu finden.

Das Tagebuch, das ich für den Kleinen führe, hilft mir gerade dabei eine ausführliche Zusammenfassung der letzten 11 Monate zu verfassen.

Grüße
Milan
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Kasper
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« Antwort #9 am: 25. Oktober 2006, 13:05:05 »

Moin,

die von Brille angesprochene Notebookvariante ziehe ich gerade im übertragen Sinne durch. Nicht nur Verfahren, sondern jeder mögliche Papierkram hat sich in über 15 Ordnern angestaut. Teilweise uch berufliche Informationen, die ich bei anderer Gelegenheit benötige.

Nun ergab sich für mich der glückliche Umstand, dass wir in der Firma ein Multigerät angeschafft haben, in dem ich bis zu 200 Blatt auf einmal scannen kann (jew. als eigene Datei - Tiff/PDF/JPEG). Jetzt bin ich dabei den ganzen Rümpel hier durch zu jagen und nur die Dokumente aufzubewahren, die ich auch Beweissicherungsgründen benötige (z.B. Versicherungsunterlagen, Anträge). Normale Anschreiben, die ich für die Chronologie benötige, kann ich als Datei auf dem Rechner lassen.

Na ja, und so ein Notebook macht sich in der Verhandlung bestimmt nicht schlecht. Vor allem kann man Fotos zeigen, Schriftstücke sofort vorzeigen .... der Gedanke hat etwas.

Gruß
Kasper
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Uli
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« Antwort #10 am: 25. Oktober 2006, 13:19:43 »

Zitat
Na ja, und so ein Notebook macht sich in der Verhandlung bestimmt nicht schlecht. Vor allem kann man Fotos zeigen, Schriftstücke sofort vorzeigen .... der Gedanke hat etwas.

Ich bin ja nun wirklich prozesserfahren  exclamation_smile. Ich bin in den 6 1/2 Jahren noch niemals in die Verlegenheit gekommen, irgendein Schriftstück zeigen zu müssen und dabei hatte ich immer alle jeweils relevanten (dann auch vollständigen) Aktenordner dabei (zuletzt beim OLG waren es 3 dicke Leitz-Ordner). Vielleicht liegt es auch an "meinem" Amtsgericht. Hier wird nämlich nicht wirklich verhandelt, sondern eher etwas verkündet, was inhaltlich längst feststeht.

LG, Uli
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« Antwort #11 am: 25. Oktober 2006, 14:09:51 »

Nun gut,

meine Prozeßerfahrung hält sich in grenzen, und bei mir war die Richterin ganz erpicht darauf, was zu sehen .... es gibt halt doch unterschiede.

Gruß
Kasper
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« Antwort #12 am: 26. Oktober 2006, 09:48:16 »

Hallo zusammen,

bei uns war das oft so, dass verschiedene Themen in den Schreiben behandelt wurden.

Deswegen hab ich Andreas mal eine Excel-Aufstellung gemacht:
Datum Schreiben bzw. Telefonat
Inhalt (z.B. Umgang)
Unterpunkte (Anfrage Feiertag, ...)

Ist schon beeindruckend, wenn man das alles mal so gesammelt sieht... soviel zum Thema kümmert sich nicht. 

Bedingt durch die Liste und die Suchfunktion braucht man die Schreiben dann nur noch nach Datum obenauf ablegen und hat trotzdem ruck-zuck alles zur Hand.

Liebe Grüße
Andrea
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« Antwort #13 am: 26. Oktober 2006, 23:52:55 »

Hallo zusammen,

also je nach Umfang der Akten (bei mir "nur" 2 prall gefüllte Ordner) gibt es auch ein recht einfaches System: trennen nach Verfahren (Scheidung, Unterhalt, Umgangsrecht, Hausrat, Versorgungsausgleich, .. habe ich da noch was vergessen  puzzled)?

Den Rest chronologisch ordnen. Mittelschwere Fälle wie meiner lösen sich dann nach ca. 2 - 3 Jahren von selbst. Neue Schriftsätze werden zur Kenntnis genommen, evtl. mit einem 3-Zeiler beantwortet und das war es.

Ab und zu muss man dann auch mal suchen. Kommt bei mir aber eher selten vor. Das letzte Mal als ich einem Text aus einer gerichtlichen Verfügung suchte - als Antwort hier auf vatersein.de  .

Gruß

Martin
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eskima
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« Antwort #14 am: 27. Oktober 2006, 00:18:00 »

Moin,

mit viel Interesse hab ich gelesen, wie ihr eure Akten pflegt.

Wir haben mehrere Ordner für Unterhalt, einen für Sorgerecht und einen für Umgang. Zusätzlich einen für die Kinder und was die so "anschleppen", also zum Beispiel waren wir mal auf einer Polizeiveranstaltung, da gab es dann Fotos auf dem Polizeimotorrad und Fingerabdrücke. Oder von der Konfirmation das Programm oder einfach auch Briefe von den Kindern. In den letzen Jahren sind die Absprachen bzgl. Umgang vorrangig geworden, dieser Ordner ist auch schon sehr dick. Nebenbei gibt es die Unterordner Protokoll und Schriftverkehr Jugendamt.

Was mir aufgefallen ist: die Zeugnisse von mehreren Jahren liegen in der Ablage, da braucht es einen neuen Ordner mit der Unterteilung der Namen der Kinder und dann wird chronologisch abgeheftet.

Arbeitstechnisch geht dafür immer eine Menge Zeit drauf, deshalb war ich echt froh, als ich dies las:

Zitat
Ist schon beeindruckend, wenn man das alles mal so gesammelt sieht... soviel zum Thema kümmert sich nicht.

Dem ist nichts hinzuzufügen  thumbup

LG

eskima

PS: ups, ich hab den Ordner für ärztliche Gutachten und Diagnosen vergessen...
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Zauberlehrling
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« Antwort #15 am: 21. Dezember 2007, 22:45:27 »

Hallo!

Ich arbeite nach dem Gundsatz: Erhalte die Ordnung und sie erhält Dich!

Meine Geschichte läuft jetzt grad mal acht Monate und kommt jetzt in die "heiße" Phase. Mein Ordner ist schon halb voll.
Jede sms die nach der Trennung gekommen ist, die ich geschrieben habe, aufgeschrieben! Jedes Telefonat (egal mit wem), aufgeschrieben.
Dazu kommt noch das Tagebuch, das ich aber nur elektronisch führe!

Die Tips dazu habe ich hier bekommen. Und mich dran gehalten.

Heute bin ich froh darum!!!


Zauberlehrling
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riviera
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« Antwort #16 am: 21. Dezember 2007, 23:39:49 »

Hallo,

ich habe nachdem meine Scheidung durch war, alles bis auf den Beschluss in die Tonne geschmissen, kein Scherz!

Alles was danach kam, bezueglich Kind habe ich ne Weile aufgehoben. Dann habe ich auch da Radikalschlag gemacht.

Nur das was mir wirklich wichtig erschien habe ich aufgehoben und mit nach Kanada genommen, haette ich aber auch gemacht, wenn ich in De geblieben waere.

All die Schriftsaetze, wie war ich sie leid und wie gross war die Versuchung darin zu lesen und nun wo ich den Kram los bin, vergesse ich vieles und das ist gut so.

Deshalb ist meine Ordnung:
Was wichtig ist wird der betreffenden Person zugeordnet, abgeheftet und der Rest fliegt zerbroeselt in die Tonne.

Und, mir gehts gut damit!

Gruss riviera
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PhoeniX
Gast
« Antwort #17 am: 21. Dezember 2007, 23:56:02 »

Moin

Da noch unterhalb der 30 Jahre liege hatte ich das Glück mit Comutern aufzuwachsen die den Fähigkeiten eines Taschenrechners überschreiten ohne dabei ganze Räume in Anspruch zu nehmen. 

Bei mir wird alles digitalisiert und dann Vernichtet (kleine Ausnahmen bestätigen die Regel). Selbst Kassenbons werden bei mir digitalisiert. Oder hat einer von euch schon mal in einem Garantiefall nach 2,5 Jahren noch das Termopapier entziffern können??

Desweiteren habe ich ein gewisses Talent mir Dinge merken zu können (solange es keine Namen oder Wegbeschreibungen sind  mad3 ). Somit finde ich alles sehr schnell wieder. Auch mache ich Sicherheitsupdates im Webspace. Das hat außerdem den Vorteil, das ich jederzeit und überall an die erwünschten Daten komme.

Schont auch den Rücken. 

Gruß

Martin
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eskima
_eskima
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« Antwort #18 am: 22. Dezember 2007, 00:06:44 »

Moin,

ich stelle grad fest, dass es ein Riesenunterschied ist, ob das Kind bei einem wohnt oder nicht.

Bei meiner Tochter habe ich nur die Unterlagen aus dem KKH bei Geburt, die Vaterschaftsanerkennung, die Aufzeichnungen über Krankengymnastik, die Zeugnisse und den aktuellen Titel aufgewahrt. Alles passte in einen Schnellhefter und Töchting hat ihn zum Auszug mitbekommen. Neben einem kleinen Puppenwagen, den ihr Vater zum 1. Geburtstag geschenkt hat (zum Hinterherziehen).

LG

eskima
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