Home Aufsätze Forum Chat Lexikon Links Feedback Impressum
 
 

Login

Benutzername:

Passwort:



Hauptmenü

 Startseite

Community

 Forum
 Chat
 Deine Daten
 User-Liste
 Umfragen

Informationen

 Erste Hilfe
 Urteile
 Lexikon Familienrecht
 Prozesskostenrechner
 Urteile auf RECHTplus
 Väterhymne

Service

Tags
 Links
 Downloads
 Buchempfehlungen
 Newsletter
 Webring
 Gästebuch
Internes

 Nachricht an uns
 Uns empfehlen
 Impressum und
     Nutzungsbedingungen

Studie - Mitmachen


Linkpartner


vatersein.de durchsuchen

Benutzerdefinierte Suche


Info


vatersein.de gehört das achte Jahr in Folge zu den 6.000 wichtigsten deutschen Internetadressen.

vatersein.de - Forum 26. Mai 2012, 17:56:03 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.


Einloggen mit Benutzername und Passwort
 
 
Übersicht Hilfe
Seiten: 1 [2]   Nach unten
Drucken
Autor Thema: Bitte nicht gleich prügeln  (Gelesen 3275 mal)
Platt
Gast
« Antwort #25 am: 09. Oktober 2006, 17:37:58 »

Hi,

Zitat
hab halt immer wieder das Gefühl, dass auch Leute antworten, die meine Geschichte nicht parat haben. Sorry!

Falls Du mich meinst, da würdest Du dann aber vollkommen falsch liegen. Nach drei Jahren Baumschule kann ich nicht nur lesen, sondern ab und zu begreife ich auch was ich lese.

Zitat
Was will ich denn? Die Absolution endlich Umgangsboykott zu machen?

Das nun wirklich nicht. An dem Tag an dem Du nichts mehr mit Deinem Ex zu tun hast, würde bei Dir sicherlich Langeweile ausbrechen. Stell Dir mal vor, Du müsstest Dich nur noch um Dich, Deinen Kindern und Deinem Mann kümmern. Was würdest Du mit der ganzen freien Zeit anfangen.

Mein persönlicher Eindruck ganz einfach dargestellt. Mit einer Adoption wäre allen geholfen. Dein Mann wäre nicht mehr überfordert, hat Dich nicht alle 2 Wochen auf dem Sofa sitzen, kann seinen Traum vom Häuschen verwirklichen und als schöner Nebeneffekt, er müsste nicht mehr KU bezahlen.

Du brauchst nicht mehr Däumchen zu drehen, brauchst Dich nicht mehr über den Ex aufzuregen, (Du hast 20J nichst geändert, warum sollte es Dir jetzt gelingen).

Nachteil einer Adoption. Deine neuer Mann muss dem zustimmen und ganz wichtig der KU fehlt natürlich in der Haushaltskasse.

Es ist letztendlich vollkommen egal, ob Du ein Testament machst oder sonst was. In der ganz normalen Hackordnung wird erst einmal der KV gefragt. Eine einseitige Willenserklärung jedlicher Art bei GSR kannst Du getrost vergessen. Wenn ich es richtig im Hinterhkopf habe, dann wollte doch die Schwester die Kinder haben(zumindest regelmäßig sehen) Geh einfach davon aus, dass wenn die Schwester so dominant ist, dass der KV so viel Feuer von der bekommt, bis die die Kinder bekommen werdeb.

Wenn Du nicht wirklich den in meinen Augen sinnvollsten Weg gehen willst, dann ist diese Diskussion nur als rein rhetorisch einzustufen.

Platt
Gespeichert
brille007
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 10.405



« Antwort #26 am: 09. Oktober 2006, 19:11:02 »

Moin AJA,

Zitat
ja, es ist für mich eine schreckliche Vorstellung, meine Kinder bei einem psychisch kranken Pädo zu wissen, der sein Leben selbst nicht in den Griff bekommt.

Ich denke, es reicht jetzt! Nicht nur wegen des Höflichkeitsgrundsatzes, dass man sich nicht das Maul über nicht anwesende Dritte zerreissen sollte (der in einem Forum wie diesem nicht immer einzuhalten ist), sondern einfach, weil Du ungleich grössere Probleme mit diesem Leben zu haben scheinst als Dein Ex-Mann, dem Du offenbar alles und jedes unterstellst.

ich zitiere Dich mal selbst aus dem letzten Jahr  (27.9.2005): http://www.vatersein.de/modules.php?name=Forum&topic=4266.msg4049#msg4049
Zitat
Mein Ex besaß mengenweise pornografische Hefte und Videos, alle legal. Aber: alle mit Frauen, die in erstaunlicher Weise auf „jung“ gemacht waren. Ich fand das immer höchst merkwürdig und auch beängstigend. Die Angst habe ich einmal beim JA geäußert, daraufhin bekam er die Anweisung, das Material vor den Kindern zu verschließen. Ansonsten: was wollen Sie, ist doch legal.
[...]
Wie auch immer – es dauerte weitere zwei Monate, bis ich durch einen Anruf erfuhr, dass man mengenweise (O-Ton) Material auf seinem PC gefunden hätte und ich nun Fotos meiner Kinder bringen müsste, um auszuschließen, dass er sie fotografiert hat.

Er hatte es nicht.

Ich würde das eine Rehabilitation durch einen deutschen Staatsanwalt nennen, zumal es für einen Missbrauch Eurer Kinder nicht den klitzekleinsten Anhaltspunkt gibt. Also würden an dieser Stelle die meisten Menschen erleichtert ein Häkchen machen und die Sache auf sich beruhen lassen. Insbesondere jeden Missbrauchsvorwurf und jede diesbezügliche Vermutung aus dem Spiel nehmen. Aber genau das schaffst Du offensichtlich nicht; es muss immer wieder frisches Öl ins Feuer.

Hinzu kommt in diesem Fall sicher meine persönliche Geschichte, die ich hier jetzt ausnahmsweise (…lex AJA) mal erwähne. Denn auch ich war einer von den Trennungsvätern, die offensichtlich mit dem "Missbrauch mit dem Missbrauch" demontiert werden sollten - in Deutschland ein praktischer und einfacher Weg, Haus und Kinder in Besitz zu bringen und eine verlogene "Kontinuität" zu zementieren, die den Vater einfach aus dem Leben seiner Kinder kickt. Genau das hatte meine Gattin offensichtlich vor und sich dafür im Frauenhaus bereits einschlägige Broschüren besorgt. Hätte ich dieses Infomaterial nicht durch einen dummen Zufall vorzeitig gefunden, wäre es ziemlich sicher zum Einsatz gekommen. So wie jemand, der sich eine Waffe und Munition kauft, auch vorhat, beides irgendwann zu verwenden. Nur durch den Fund wurden sie wertlos.

Man braucht jedenfalls nicht viel Phantasie, um sich das Kaffeekränzchen frustrierter Noch-Ehefrauen vorzustellen, das meine Madame damals „beriet“ und diese Idee sicher ganz toll fand. Die „Beweise“ waren ja sicher auch erdrückend; war ich doch ein Vater, der seine (damals 11-jährige) Tochter regelmässig knuddelte und mit ihr Hand in Hand durch die Stadt lief. Und in der Trennungszeit kam sie ausserdem jeden Morgen zu mir im Gästezimmer ins Bett zum kuscheln und reden, damit ich nicht so alleine bin. Sind das nicht überzeugende Gründe für einen Missbrauchsvorwurf?

Was hat das jetzt mit Dir zu tun? Ganz einfach: Ich befürchte, dass Du – hättest Du Dich im Dunstkreis meiner Ex bewegt - aufgrund dieser „Beweise“ auch begeistert applaudiert und zum Einsatz der Waffe „Missbrauch vermuten“ geraten hättest. Man kann ja nicht vorsichtig genug sein, und missbrauchende Väter lauern praktisch hinter jedem Gebüsch. Ich werde deshalb richtig sauer, dass Du Dir das Recht anmasst, aus dem (zu Recht) verbotenen Besitz bestimmter Pornohefte und -bilder aus Deinem Mann mal eben schnell einen „psychisch kranken Pädo“ (Deine eigenen Worte!) zu machen. Das Leben kann ja so einfach sein...

Tatsache ist: Manche Dinge kann man auch „schlimmreden“ – einfach dadurch, dass man sie wieder und wieder und bei jeder Gelegenheit zum Gesprächsthema macht. Jeder Autofahrer, den Du auf der Strasse siehst, könnte der sein, der eines Tages Dein Kind totfährt. Aber dürftest Du ihn deshalb „sicherheitshalber“ schon mal im Voraus behandeln wie einen Totschläger und als solchen bezeichnen, am besten täglich? Irgendwie erinnert mich das an die überbesorgten Eltern, deren gesammeltes soziales Unwissen darin mündet, dass sie Bedenken gegen einen homosexuellen Lehrer ihrer Kinder äussern – schliesslich weiss man ja nie, und Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, und man hört ja immer wieder so Schreckliches, und stehen die nicht alle auf kleine Jungs…?

Ich bin kein Verharmloser und werde auch nie einer sein. Das Thema ist virulent, und man sollte in unserer „übersexten“ Gesellschaft sicher die Augen offen halten. Aber eben gleichzeitig auch die Kirche im Dorf lassen und nicht hinter jedem Kontakt zwischen Vater und Kindern gleich ein sexuelles Motiv vermuten. DAS finde ich nämlich krank!

Fassen wir zusammen: Bei Deinem Ex hat man Druckwerke und einen PC mit Lolita-Bildern gefunden? Ok, dafür ist er (zu Recht!) bestraft worden, weil nach unseren Gesetzen 18 Jahre alt sein muss, wer sich „aufreizend“ ablichten lässt und weil bestraft wird, wer sich solche Bilder beschafft. Aber diese „Lolita“-Freaks sind etwas anderes als Pädophile; sie stehen eben auf besonders junge Frauen. Nicht dass ich das gutheisse (ich persönlich fände es sterbenslangweilig) – aber was hat es mit den eigenen Töchtern zu tun? Hatte Dein Ex überhaupt jemals intime Kontakte zu unter 18-jährigen Frauen? Gibt es gar irgendeinen Grund, ihm ein sexuelles Interesse an seinen eigenen Kindern zu unterstellen? Nach den eingangs genannten Zitaten kann man beide Fragen doch mit einem klaren „Nein“ beantworten; er ist praktisch sogar „amtlicherseits“ durch einen Staatsanwalt rehabilitiert worden. Warum kannst Du es dann nicht gut sein lassen, sondern malst weiterhin ständig dieses Gespenst an die Wand, weil es ja „irgendwie trotzdem irgendwann einmal sein könnte“?

Wie ich Dir neulich schon schrieb: Offensichtlich ist ein wesentlicher Teil Deines Problems, dass Du Deine Kinder vor allen Eventualitäten des Lebens zu „beschützen“ versuchst, sogar vor dem eigenen Vater. Und schier täglich daran verzweifelst, dass das nicht möglich ist. Ich glaube jedenfalls, dass die „Gefahr“, die von Deinem Ex ausgeht, vor allem in Deinem Kopf und nicht im realen Leben besteht. Das „Problem“ steckt in Dir selbst, und nur Du allein kannst es lösen. Die Zuweisung der Verantwortung an Dritte, Deinen Ex, Deine Schwägerin etc. wird Dir dabei nicht helfen. Um ein plastisches Bild zu verwenden: Du stehst vor einer Wand und haust ständig den Kopf dagegen. Wenn Du möchtest, dass der Schmerz nachlässt, musst Du aufhören, den Kopf gegen die Wand zu hauen. Aber nicht ständig die Verantwortung für Deine Kopfschmerzen bei den Leuten suchen, die da mal eine Wand hingestellt haben. Aber genau das tust Du seit bald 1.500 Postings, von denen kaum eines ohne Verweis auf Deinen eigenen Fall auskommt.

Niemand hier kennt Deinen Ex persönlich; wir alle kennen nur Deine Schilderungen seines angeblichen psychischen Zustandes (Hint: Wenn meine Ex hier über mich posten würde, stünde ich vermutlich auch nur eine Stufe über einem Schwachsinnigen). Also erlaube ich mir kein Urteil über ihn; sehr wohl aber darüber, dass Du selbst ein grosses persönliches Problem haben musst, wenn Du Dich Jahre nach der Trennung noch immer täglich mit Deinem Ex befassen musst.

Wenn Du so weitermachst, läufst Du nämlich Gefahr, dass Eure Kinder - die ein ganz eigenes Verhältnis zu ihrem Vater haben - Dir irgendwann einmal einen Vogel zeigen und sagen „Was für einen hanebüchenen Käse hat die Mama all die Jahre von Papa geglaubt/uns über ihn erzählt!“ Deine eigene, durch ständige Rechtfertigungen genährte Überzeugung „es ja nur gut gemeint zu haben“, wird Dich dabei für nichts rehabilitieren und vor nichts schützen.

Ich denke nicht, dass Du das aushältst.

Zornige Grüsse
Martin

Gespeichert

     Der einzige Mensch, den man ändern kann, ist der, den man heute morgen geduscht und angezogen hat
AJA
Frischling

Beiträge: 0


« Antwort #27 am: 09. Oktober 2006, 19:28:31 »

Zitat
„Was für einen hanebüchenen Käse hat die Mama all die Jahre von Papa geglaubt/uns über ihn erzählt!“

Martin, du glaubst wohl hoffentlich nicht im Ernst, dass die Kinder von all dem wissen, was ich hier schreibe?  c

Platt, nicht nur mein Mann, auch der KV muss einer Adoption zustimmen.

Martin, das Material auf dem PC hatte nichts mit Lolitas zu tun, es waren Kinder bis zum Kleinkindalter runter.

Deine Ex hätte von mir VOR dieser Geschichte mit Sicherheit keinen Applaus bekommen. Ich habe es ja damals SELBST nicht glauben können und bei der Kripo hätte ich einen Eid abgelegt, dass die da nichts finden werden.

Zitat
Hinzu kommt in diesem Fall sicher meine persönliche Geschichte, die ich hier jetzt ausnahmsweise (…lex AJA) mal erwähne.

Siehst du, Martin, du bist durch DEINE Geschichte bei dem Thema sensibilisiert und ich durch meine. Mag ja wirklich sein, dass ich den Teufel an die Wand male und es wird nie etwas passieren. Wenn aber doch, dann möchte ich den Aufschrei hören: DU HÄTTEST ES WISSEN MÜSSEN.

Warum ist das nur so schwer zu verstehen  cry_smile.

Gruß AJA

P.S.:
Zitat
von denen kaum eines ohne Verweis auf Deinen eigenen Fall auskommt.

Ich erzähle auch gerne von "Fällen" im Bekanntenkreis. MIR fällt es oftmals leichter, mir wieder einen klaren Gedanken zu holen, wenn ich die Geschichten von anderen lese. Deshalb schreibe ich das oft eben auch so. Wenn das nicht erwünscht ist, dann sagt es mir und ich erzähle nie wieder irgendwelche Beispiele.

P.P.S:
Zitat
Falls Du mich meinst, da würdest Du dann aber vollkommen falsch liegen. Nach drei Jahren Baumschule kann ich nicht nur lesen, sondern ab und zu begreife ich auch was ich lese.
Nein, platt, dich meinte ich nicht. Aus deinen Antworten konnte ich auch entnehmen, dass du meine Geschichte kennst.
Gespeichert
Schmusepapa
Gehört zum Inventar
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.461


« Antwort #28 am: 09. Oktober 2006, 22:27:09 »

Hallo Aja,

ich zitiere mal aus deiner Signatur:

Zitat
Gott
gebe mir die Gelassenheit Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann -
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann -
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.


Ich hoffe, Gott gibt dir die Weisheit, hinzunehmen, dass dein Mann ein "Kindskopf" ist, der sich von seiner Schwester beeinflussen lässt.

Gut, dein "Ex" hatte böse pornografische Bilder auf seinem PC. Dafür ist er ja wohl auch "verknackt" worden, was ich auch richtig und gut finde.

Seine eigenen Kinder hat er aber wohl immer in Ruhe gelassen? Dann lasse ihn auch in Ruhe und sitze nicht immer als "Wachhund" beim Umgang dabei und halte ihm das "Händchen", damit er auch wirklich alles richtig macht.

Oder stelle den Umgang komplett ein. Weil wenn an deinem (Wahn-)Verdacht was dran wäre, dann wollten die Kinder wohl kaum noch zu ihm. Du schreibst aber, sie wollen eigentlich gerne zum Papa. Oder habe ich das falsch verstanden?

Diese Dinge kannst du ändern - bei dir selbst. Ich hoffe, Gott gibt dir den Mut dazu!

Just my 2 cents (um einen (Vor-)Namensvetter von mir zu zitieren)

Martin
Gespeichert
AJA
Frischling

Beiträge: 0


« Antwort #29 am: 09. Oktober 2006, 23:10:43 »

Noch ein Versuch:

Martin aka Schmusepapa

Ja, die Kinder gehen gerne zu ihm. Nein, ich habe und hatte nie den Verdacht, dass er etwas "tut". Allerdings gibt es keine Gewähr dafür. Ich habe mich damals in das Thema eingelesen. Natürlich sind das alles nur statistische Werte, aber es gibt sie eben einfach, diejenigen, die vom "Gucker" zum "Täter" werden. Aber das kennt wahrscheinlich jeder, der schon mal mit psychisch kranken Menschen zu tun hatte. Du denkst du kennst den Menschen seit 25 Jahren und dann kennst du ihn doch nicht  Weil du ihn nicht einschätzen kannst. Weil die Augen eine andere Sprache sprechen als der Mund, ich weiß nicht, wie ich es erklären soll.
Ich war gerade dabei los zu lassen, Schwamm drüber und vergessen, als jene Geschichte mit seinen Mietern kam. Sie hatten ein merkwürdiges, unerklärliches Gefühl bezüglich ihm und ihren Kindern. Sie haben ihre Kinder nicht allein draussen spielen lassen, wenn er draussen war. Erst als die Mieterin sich darüber bei der Nachbarin geäussert hat, hat diese erzählt, was sie weiß. Und plötzlich war auch klar, warum er (der ja immer noch am Wohnungsrenovieren ist) z. B. nicht das Badezimmer verlassen hat, wenn die Kinder aufs Clo mussten, obwohl sie ihn darum gebeten haben.

Nochmal: ich glaube nicht, dass er Kindern etwas antun würde, aber allein die Vorstellung, dass er sich an Kindern beim Toilettengang aufgeilt, sorry - Ekelfaktor hoch 10.


Und Martin aka Brille

was mir noch eingefallen ist zu diesem Vorwurf:

Zitat
Nicht nur wegen des Höflichkeitsgrundsatzes, dass man sich nicht das Maul über nicht anwesende Dritte zerreissen sollte

Der Begriff "psychisch krank" ist für mich kein Schimpfwort, von daher zerreisse ich mir auch nicht das Maul. Und dass mein Ex hier nicht anwesend ist, habe ich schon öfter bedauert. Obwohl es wahrscheinlich auch nichts bringen würde.

Zitat
Du hast 20J nichst geändert, warum sollte es Dir jetzt gelingen

Das ist ein großes Wort gelassen ausgesprochen und trifft wahrscheinlich genau den Kern. Ich blöde ewige Weltverbesserin versuche immer wieder wach zu rütteln, aber es gelingt mir nicht. Wobei ich ja gar nicht groß wach rütteln muss, jedenfalls nicht beim KV. ER weiß ja, woran es liegt, aber er hat nicht die Kraft, dagegen anzugehen. Es gibt da noch andere Familienmitglieder, die von all dem nicht so viel mitbekommen, auf Grund der Entfernung, die sich aber trotzdem in dieses System (Dominanz meiner Ex-Schwägerin) eingliedern. Ihnen macht das ja auch nichts, die sind nachher wieder weg. Aber sie sind die Paten meiner Kinder und die Freundschaft zwischen mir und ihnen ist dabei in die Brüche gegangen. Nun könnte mir das ja genauso egal sein, wie der KV. Aber zwischen allem stehen die Kinder.

Zitat
Wenn ich es richtig im Hinterhkopf habe, dann wollte doch die Schwester die Kinder haben(zumindest regelmäßig sehen) Geh einfach davon aus, dass wenn die Schwester so dominant ist, dass der KV so viel Feuer von der bekommt, bis die die Kinder bekommen werdeb.

Das hast du richtig im Hinterkopf und diese Vorstellung ist noch schrecklicher.

Ich strapaziere eure Geduld über, ist mir klar. Jeder, der meine Geschichte miterlebt hat, bestätigt mir, dass ich kein Buch darüber schreiben bräuchte, weil das alles so unglaubwürdig ist, dass so ein Buch keiner kaufen würde.

Ich sehe ein, dass ich selbst etwas tun muss, um aus diesem Teufelskreis heraus zu kommen. Mir ist nur noch nicht klar, wo die Kinder dabei bleiben.

Gruß AJA


Gespeichert
Schmusepapa
Gehört zum Inventar
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.461


« Antwort #30 am: 09. Oktober 2006, 23:26:28 »

Hallo Aja,

Ich sehe ein, dass ich selbst etwas tun muss, um aus diesem Teufelskreis heraus zu kommen. Mir ist nur noch nicht klar, wo die Kinder dabei bleiben.

Das kapiere ich nicht. Schreib mal deutlicher, was du tun willst. Umgang einstellen oder boykottieren? Nur noch betreuten Umgang, aber ohne deine Anwesenheit?

Du kannst mich "prügeln", aber ich rate mal den Gang zum Experten (Psychologen).

Hier im Forum haben viele geschrieben, dass es heutzutage keine "Schande" mehr ist, zu einem "Seelenklempner" zu gehen.

Und eine andere Aussage habe ich auch noch in Erinnerung. Hier hat mal einer geschrieben, der Psych. könne ihm zwar nicht bei der Lösung seiner Probleme helfen, sehr wohl aber bei der Erarbeitung anderer Sichtweisen auf diese Probleme (Formulierung war sinngemäß so ähnlich). Und genau daran scheint es mir bei dir zu fehlen.

Nochmal: Ich denke Umgang der Kinder mit dem Vater, ohne Angst und Anwesenheit deinerseits wäre eine Lösung. Und an der Angst und Anwesenheit kannst letztendlich nur du arbeiten. Kriegst du das alleine nicht hin (was wirklich keine Schande ist), hol dir Hilfe.

Ist dein Auto kaputt und kannst du es nicht reparieren, gehst du doch auch in die Werkstatt, oder?

Gruß

Martin
Gespeichert
Roman3
Rege dabei
***
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 195


« Antwort #31 am: 09. Oktober 2006, 23:36:15 »

Nun, ich muß zwar aufpassen was ich hier sage, aber ich will es trotzdem mal versuchen. Bayern hat für mich einen tiefen Eindruck hinterlassen, schon vor 10 Jahren, als die Männer in der Kneipe saßen und Frauen betteln mußten um mal ein Fläschchen Wein kaufen zu dürfen, weil die Männer eben am Freitag in der Kneipe saßen. Die Männerwelt hier schien mir hier weit aus islamischer als im hohen Norden. Nun stelle ich mir mal vor da ist so einer, der verlassen wird, Kinder auch mit weg, und wie der damit umgeht. Er ist sicherlich ein stolzer aber einfacher Patriot geblieben, hasst seine Ex, die ja auch einen Neuen hat, aber liebt seine KInder sehr wahrscheinlich weiterhin. Dann mischt ihn die Ex auf mit irgendwelchen Pornos, die man "fast" in jedem Haushalt findet und unterstellt ihm Phädo....dingsda. Man muß der sauer sein auf dich und auf die Macht die du hast. Hast auch noch ein schönes Sexualleben mit dem Neuen, der auch die KInder um sich hat im Gegensatz zu ihm.  Ist euer Problem eventuell ein  rein bayrisches?

Denk mal drüber nach. Roman

Gespeichert
eskima
Spezialgruppe
*****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 2.752



« Antwort #32 am: 09. Oktober 2006, 23:50:51 »

Hallo AJA,

Zitat
Nochmal: ich glaube nicht, dass er Kindern etwas antun würde, aber allein die Vorstellung, dass er sich an Kindern beim Toilettengang aufgeilt, sorry - Ekelfaktor hoch 10.

Wahrheit beginnt im Kopf. Und die einzige "Waffe" gegen Missbrauch sind starke Kinder. An dieser Front kannst und solltest du arbeiten. Meine Tochter hat jahrelang Karate gemacht. Dort lernt man nicht nur Kämpfen und Selbstverteidigung, dort lernt man auch ein lautes NEIN! Der Weg, Kinder vor einem Mißbrauch zu schützen, geht nur über die Kinder selber. Du hast keine Chance, Kinder rundum zu beschützen, du musst sie stark machen. Muss ja nicht Karate sein 

LG

eskima

Gespeichert

Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie die Intelligenz. Jeder ist der Meinung, er hätte genug davon (René Descartes)
Platt
Gast
« Antwort #33 am: 10. Oktober 2006, 00:24:43 »

Hi,

nur ein Frage. Bei welchen Thema sind wir gerade?

Was passiert mit den Kinder beim Tod des Elternteils der ABR oder sogar ASR hat?

oder

Wie schütze ich meine Kinder vor einem pädophil veranlagten Vater?

Platt
Gespeichert
Roman3
Rege dabei
***
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 195


« Antwort #34 am: 10. Oktober 2006, 00:37:33 »

Hallo AJA,

Wahrheit beginnt im Kopf. Und die einzige "Waffe" gegen Missbrauch sind starke Kinder. An dieser Front kannst und solltest du arbeiten. Meine Tochter hat jahrelang Karate gemacht. Dort lernt man nicht nur Kämpfen und Selbstverteidigung, dort lernt man auch ein lautes NEIN! Der Weg, Kinder vor einem Mißbrauch zu schützen, geht nur über die Kinder selber. Du hast keine Chance, Kinder rundum zu beschützen, du musst sie stark machen. Muss ja nicht Karate sein 

LG

eskima



Ich hoffe nur du verwechselst hier nicht etwas. Auf der einen Seite gibt es Sexualität mit dem Ehemann / frau, Freund/ in oder der/ m Geliebten und auf der anderen Seite gibt es Liebe für die nahen Angehörigen (Mutter, Kinder, Geschwister, Freunde, etc). Mir sind persönlich keine Fälle bekannt, wo Mißbrauch in gerader Linie vorlag, zumal Kinder zu einer schutzbedürftigen Gemeinschaft gehören. Allenfalls provozieren Trennungen sexuelle Defizite, die anders ausgeglichen werden. Dafür gibt es Huren, Pornos, Internetcafes usw. Ein nacktes Kind unter zehn Jahren ist nicht gleich ein Delikt (strafbarer Akt) nach amerikanischer Rechstsprechung und deswegen verwerflich. Geht mal wieder an den FKK-Strand und kommt etwas runter von der gloreichen Dynastie der Unanfassbaren. Schaut euch auch in der ehemalige DDR um, dort waren 3 bis 4 Famielienmitglieder gleichzeitig im Bad. Gab es dort Probleme, nein, in dieser Hinsicht eher nicht.

Probleme kann man auch selbst schaffen. Macht euch frei davon. Roman
Gespeichert
eskima
Spezialgruppe
*****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 2.752



« Antwort #35 am: 10. Oktober 2006, 00:45:22 »

Ach Roman,

solange Kinder sich wohlfühlen, ist doch alles in Ordnung, egal ob im heimischen Badezimmer oder am FKK-Strand. Wenn jemand aber darum bittet, im Badezimmer allein gelassen zu werden (wie von AJA beschrieben), dann sollte dieser Wunsch auch respektiert werden. Ich persönlich lass mir auch nicht gern beim Strullen zuschauen, warum sollte ich einem Kind diesen Respekt abschlagen?

Gruß

eskima
Gespeichert

Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie die Intelligenz. Jeder ist der Meinung, er hätte genug davon (René Descartes)
sehrtraurig
_sehrtraurig
***
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 327



WWW
« Antwort #36 am: 10. Oktober 2006, 10:00:11 »

Hallo AJA!

Dein Thread driftet schon wieder ab.

Ich habe das Gefühl, dass Dein Problem viel zu komplex für dieses Forum ist. Hier wird Dir kaum jemand helfen können.

Nimm doch den Rat von Schmusepapa an und hol Dir therapeutische Hilfe. Du drehst Dich hier nur im Kreis...

Lutz
Gespeichert

Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.
AJA
Frischling

Beiträge: 0


« Antwort #37 am: 10. Oktober 2006, 15:42:19 »

Leider konnte ich gestern nicht mehr antworten, irgendwie hat der Server gesponnen.

Zitat
Nimm doch den Rat von Schmusepapa an und hol Dir therapeutische Hilfe

Einen Termin habe ich bereits. Ich merke selbst, dass ich mich im Kreis drehe. Es muss mir auch keiner sagen, dass es keine Schande ist, zum Seelenklemptner zu gehen  , schliesslich mach ich selbst etwas in der Art und weiß daher genau, dass auch Psychologen, Berater, Mediatoren nicht ohne regelmässige Supervisionen auskommen.  In meinem Arbeitsbereich ist das gar keine Frage - ohne könnte ich meine Arbeit nicht vernünftig ausführen. Im Privatbereich ist da bisher so eine Hemmschwelle gewesen. Völlig blauäugig: für andere Seelen kann ich sorgen, für meine nicht. Natürlich nicht, wie auch.

Allerdings bekomme ich auch bei diesem komplexen Thema immer wieder gut Hinweise, nicht immer im Forum, manchmal auch per PN. Das ist gut und hilft kurzzeitig. Außerdem denke ich mir immer - viele lesen mit und können sich so vielleicht auch den ein oder anderen Gedanken raus ziehen. Wenn ich mir überlege, wieviele User hier registriert sind udn wie viele davon tatsächlich schreiben - das ist eine ganz schöne "Dunkelziffer", denen das Lesen allein vielleicht reicht.

Ach, und Roman, da du die Bayern so zu mögen scheinst: Ich brauche nicht an einen FKK Strand gehen, ich brauch auch nicht in den Osten zu schauen. Mir reicht mein eigenes Badezimmer  . Meine Kinder sind nicht prüde erzogen worden. Sie haben im Laufe der Jahre ein Schamgefühl entwickelt, das in meinen Augen völlig normal ist. Bisher bezieht sich dies aber nur auf ihren Körper und auch das finde ich in Ordnung und respektiere, wenn sie das Badezimmer abschließen. Noch stört es sie nicht, wenn ich gerade unter der Dusche stehe und sie rein platzen.

Zitat
Ein nacktes Kind unter zehn Jahren ist nicht gleich ein Delikt (strafbarer Akt) nach amerikanischer Rechstsprechung und deswegen verwerflich.

Auch ein nacktes Kind unter fünf ist nicht verwerflich. Es kommt doch wohl sehr auf die Umstände an. Ich habe das Material nicht gesehen, ich kann nur die Worte der Kripobeamtin wiederholen: "es ist widerlich". Davon abgesehen möchte ich lieber nicht darüber nachdenken, welche psychischen Schäden die fotographierten Kinder dabei erleiden.

Aber verharmlose das ruhig weiter, Roman, solche Leute braucht das Land  mad

Zitat
nur ein Frage. Bei welchen Thema sind wir gerade?

Was passiert mit den Kinder beim Tod des Elternteils der ABR oder sogar ASR hat?

oder

Wie schütze ich meine Kinder vor einem pädophil veranlagten Vater?

Nix für ungut, platt, gehört für mich irgendwie zusammen 

Gruß AJA
Gespeichert
Roman3
Rege dabei
***
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 195


« Antwort #38 am: 12. Oktober 2006, 00:48:06 »

Aber verharmlose das ruhig weiter, Roman, solche Leute braucht das Land

Das war nicht meine Intention, sonst wäre ich wohl schon bald im Gefängnis. Du unterstellst mir damit Symphatie zu solchen Leuten. Das möchte ich hiermit strickt  von mir weisen. Wollte dir nur weiterhelfen mit meinen Kommentaren.

Du denkst du kennst den Menschen seit 25 Jahren und dann kennst du ihn doch nicht
Eine lange Zeit! Und, kennst du ihn nun oder nicht?

Gruß Roman


Gespeichert
Roman3
Rege dabei
***
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 195


« Antwort #39 am: 12. Oktober 2006, 01:04:24 »

Ja, die Kinder gehen gerne zu ihm. Nein, ich habe und hatte nie den Verdacht, dass er etwas "tut".
It's your part! Erklärungen wären angebracht.
Gruß Roman
Gespeichert
AJA
Frischling

Beiträge: 0


« Antwort #40 am: 12. Oktober 2006, 17:04:42 »

Erklärungen? Okay, solange sie mir nicht wieder als Rechtfertigung ausgelegt werden  .

Natürlich sollte man einen Menschen nach 25 "Jahren" kennen. Ich möchte in diesem Fall das "kennen" beschränken auf "ich weiß, dass ich nie weiß, wie er reagieren wird". So gesehen kenne ich ihn gut. Aber ist es das? Ich kann ihn nicht einschätzen.

Und das geht direkt über in deine zweite Frage: natürlich glaube ich nicht, dass er etwas tut, aber ich kann es eben nicht einschätzen. Wie bereits geschrieben, hätte ich damals bei der Kripo einen Eid abgelegt, dass sie sich die Hausdurchsuchung sparen können, denn sie werden "solches" Material nicht finden. Zu dem Zeitpunkt wusste ich nicht, dass die Hausdurchsuchung bereits statt gefunden hat und genau das gefunden wurde, was ich für völlig unmöglich gehalten habe. Kannst Deep fragen, dem hab ich damals auch geschrieben, dass er sich das Einschicken des Logs sparen kann.

Ergo: einmal bin ich schon reingefallen mit meiner Blauäugikeit über einen Menschen, von dem ich dachte, er würde nicht... ein zweites Mal möchte ich das nicht riskieren.

Ausreichend beantwortet?

Gruß AJA
Gespeichert
AJA
Frischling

Beiträge: 0


« Antwort #41 am: 14. Oktober 2006, 20:50:54 »

Update:

Hatte heute ein längeres Telefonat mit einem weiteren Familienmitglied und oh Wunder: sie sieht die Geschichte ebenso verfahren wie ich. Das Pädo-Thema habe ich dabei nicht angesprochen, es ging nur und ausschliesslich um die ungesunde Familienkonstellation. Sie sieht ebenso wie ich, dass hinter der ganzen Misere nur eine einzige Person steckt, nämlich die Schwester meines Ex. Sie war begeistert von der Idee, dass Schwester und Bruder mal eine Familientherapie machen sollten. Bei der Gelegenheit habe ich auch erfahren, dass meine Nichte (Tochter der Schwester) stinksauer ist auf ihre Mutter, weil sie das ganze Dilemma ebenfalls erfasst hat, aber gegenüber ihrer Mutter machtlos ist. Das Mädel ist inzwischen 25 Jahre alt und hat gerade ihr Jurastudium hinter sich gebracht. Von daher war sie kaum ansprechbar in den letzten Jahren. Nun wollen die beiden sich zusammen rotten und versuchen, die Dame davon zu überzeugen, dass dringend Handlungsbedarf besteht. Hoffentlich scheitern sie damit nicht genauso wie ich  exclamation_smile.

Für mich selbst habe ich in meiner Supervision nicht viel Neues erfahren. Ich habe die Rolle der Schwester eingenommen, mein Ex hat sich von einer dominanten Frau zur nächsten "gerettet". Es war nicht seine Rettung, es war sein Untergang. Jetzt bin ich dafür nicht mehr verantwortlich und muss endlich los lassen. Die Verantwortung für meine Kinder habe ich weiterhin und muss das tun, was ich für richtig halte.

Rückzug ist wegen der Kinder keine Lösung, therapieren kann ich ihn nicht. Meine einzige Chance ist, sein Elend nicht an mich heran zu lassen. Vor allem nicht auf die Kinder zu projezieren. Wenn er sich etwas antun sollte, dann ist das nicht meine Schuld und ich werde die Kraft haben, die Kinder aufzufangen.

Doch - ETWAS Neues habe ich doch erfahren. Ich habe keinen Fehler gemacht und muss mir deshalb keine Schuld zuschreiben. Es war und ist eine Verkettung von mehreren misslichen Umständen. Nun ist es an jedem Einzelnen selbst, etwas draus zu machen oder auch nicht.

Gruß AJA
Gespeichert
Schmusepapa
Gehört zum Inventar
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.461


« Antwort #42 am: 14. Oktober 2006, 22:40:42 »

Hallo Aja,

Rückzug ist wegen der Kinder keine Lösung, therapieren kann ich ihn nicht. Meine einzige Chance ist, sein Elend nicht an mich heran zu lassen. Vor allem nicht auf die Kinder zu projezieren. Wenn er sich etwas antun sollte, dann ist das nicht meine Schuld und ich werde die Kraft haben, die Kinder aufzufangen.

Doch - ETWAS Neues habe ich doch erfahren. Ich habe keinen Fehler gemacht und muss mir deshalb keine Schuld zuschreiben. Es war und ist eine Verkettung von mehreren misslichen Umständen. Nun ist es an jedem Einzelnen selbst, etwas draus zu machen oder auch nicht.

Klingt ja nicht schlecht. Bisher hatte ich den Eindruck, du machst vier Schritte: Einen nach vorne, einen nach rechts, einen zurück und einen nach links. Und dann stehst du genau da wo du vorher auch warst.

Sieh zu, dass die nächsten vier Schritte alle nach vorne gehen.

Gruß

Martin
Gespeichert
AJA
Frischling

Beiträge: 0


« Antwort #43 am: 14. Oktober 2006, 22:51:43 »

Hast ja nicht unrecht, Martin 

Ich befand mich im Zustand der absoluten Betriebsblindheit. Soll ja mal vorkommen, gelobe Besserung 

Gruß AJA
Gespeichert
Weisnich
_weisnich
***
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.969



« Antwort #44 am: 15. Oktober 2006, 00:19:50 »

Ich habe das Gefühl, dass Dein Problem viel zu komplex für dieses Forum ist. Hier wird Dir kaum jemand helfen können.

Vielleicht ist aber auch
- Aja zu komplex für diese Welt oder
- diese Welt zu komplex für Aja, oder...

Was ich damit sagen will: Wenn Du dir deine Konzepte und Erklärungen nur lange genug zurechtbiegst, wirst du am Ende genau das bekommen, was Du willst.
Dabei erinnere ich mich an ein Buch, was ich vor gar nicht langer Zeit gelesen habe. Darin stand geschrieben, dass man, wenn man sich verhält, nicht daran vorbeikommt, die Welt zu verändern. Man muss das halt nur als Chance erkennen.

Bei der Lektüre deines Thread sieht man, dass das stimmt - leider.

Aber auch hier gibt mir Gott die Gelassenheit, Unsinn nicht verstehen zu wollen, die Unruhe, Vernünftiges verstehen zu müssen und die Weisheit, den Unterschied zu erkennen.

Michael
Gespeichert
AJA
Frischling

Beiträge: 0


« Antwort #45 am: 15. Oktober 2006, 12:14:15 »

Hallo Michael,

ich vestehe nicht, was du mir sagen willst. Ich verstehe:

Zitat
Darin stand geschrieben, dass man, wenn man sich verhält, nicht daran vorbeikommt, die Welt zu verändern. Man muss das halt nur als Chance erkennen.

Das klingt doch positiv - Chance erkennen.

Warum aber dann das leider?

Zitat
Bei der Lektüre deines Thread sieht man, dass das stimmt - leider.

Gruß AJA
Gespeichert
Weisnich
_weisnich
***
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.969



« Antwort #46 am: 15. Oktober 2006, 17:57:34 »

Aja,
Texte haben immer ein 'margin of perception'. Man liest etwas aber bei dem Weg durchs Gehirn wird es Be- und gewertet. Für die einen geht daher ein Text in eine Richtung; für andere in eine andere.

So geht es auch mir.

Wenn ein Mann zum Beispiel familienweit als Pädophiler gehandelt wird, ein Staatsanwalt aber anderer Meinung ist (und glaube mir, die verstehen da KEINEN Spass), dann macht mich das nachdenklich.

Wenn ein PC beschlagnahmt und untersucht wird, aber im Endeffekt nicht viel dabei raus kommt, dann frage ich mich natürlich: Warum geht die Polizei in ein Haus und beschlagnahmt einen PC? Und warum finden die dann nix ernsthaftes?
Es gibt nämlich dafür nur 2 Wege. 1. auffälliger Handel (und dann finden die was) oder 2. Denunziantentum.

Dann gibt es einen neuen Mann an deiner Seite, der sich seid 5 Jahren rührend um das Kind kümmert. Und du öffnest dieses Thema. Und da muss ich ehrlich sagen: Für mich soll da jamand entsorgt werden. Sogar über den Tod hinaus.

Jetzt kann man deinen Text lesen und sich denken, dass es dich hart getroffen hat. Ich frage mich aber bei deinem Stil schon, wen es da eigentlich hart getroffen hat.

Ich mag dir das an meinem Beispiel erklären: Meine Ex hat sich auch derbe aufgeführt. Eigentlich macht sie das bis heute. Aber für mich ist die Sache mit ihr relativ emotionslos. Ich handele eigentlich genau in der gleichen Art, wie ich es im Beruf mit meinen Projekten mache. Ich manage die Probleme mit ihr - nicht mehr und nicht weniger.
Ich könnte auch gebetsmühlenartig schreiben: Betrügerin, Entführerin, Lügnerin, Falschdenunziantin, sie setzt das Kind ständig in Situationenm die für mich als erwachsener Mann nicht auszuhalten waren. Sollte ich sie Kinderquälerin nennen?... Nein! Sie ist einfach nur jemand, der zwischen mir und meinem Sohn steht. Und sie ist halt der Betreuungselternteil. Allein schon daher spare ich mir dauerhaft vergrämt zu sein.

Denke über Deine Rolle in dem Spiel nach. Dafür braucht es aber Abstand, den Du nicht hast. Deshalb mache vielleicht einfach weiter so, erwarte aber nicht, dass alle Forianer auf der 'Arme-Aja-Seite' sind. Mich kotszt so ein Schmarrn nämlich an.

Michael
Gespeichert
AJA
Frischling

Beiträge: 0


« Antwort #47 am: 15. Oktober 2006, 21:01:59 »

Puh, das sind harte Unterstellungen  puzzled.

Wie die Kripo an das Material kam, muss ich jetzt nicht zum Hunderttausendsten Mal erklären.

Zitat
ein Staatsanwalt aber anderer Meinung ist (und glaube mir, die verstehen da KEINEN Spass)

Wo der Spass aufhört, weiß ich inzwischen auch. Nämlich dann, wenn einer versucht, damit Geld zu machen. Das war hier nicht der Fall und damit fällt es in die Kategorie Kavaliersdelikt. Ob die Strafe angemessen war oder nicht, möchte ich nicht kommentieren, eine Rehabilitation sehe ich dadurch aber nicht. Die Neigung lässt sich durch eine Geldstrafe egal welcher Höhe oder auch durch eine Gefängnisstrafe nicht wegdiskutieren. Es ist ja nun nicht so, dass einer, der verurteilt wird, automatisch danach ein anderer Mensch ist.

Zitat
Und da muss ich ehrlich sagen: Für mich soll da jamand entsorgt werden. Sogar über den Tod hinaus.

Würde ich das wollen, hätte ich Gelegenheiten genug gehabt. Und er hätte sich noch nicht einmal dagegen gewehrt. Die Kinder aber wohl und ich würde meinen Kindern niemals ihren Vater nehmen wollen.

Es geht nicht darum, jemanden zu entsorgen, es geht darum, dass es meinen Kindern gut gehen soll.

Zitat
Ich könnte auch gebetsmühlenartig schreiben: Betrügerin, Entführerin, Lügnerin, Falschdenunziantin, sie setzt das Kind ständig in Situationenm die für mich als erwachsener Mann nicht auszuhalten waren. Sollte ich sie Kinderquälerin nennen?... Nein! Sie ist einfach nur jemand, der zwischen mir und meinem Sohn steht. Und sie ist halt der Betreuungselternteil. Allein schon daher spare ich mir dauerhaft vergrämt zu sein.

Du bist gegangen, weil du es nicht mehr ausgehalten hast und deinen Sohn überlässt du dem gleichen Schicksal? Bis er es auch nicht mehr aushält und gehen muss? Oder wie darf ich das verstehen?

Zitat
Und sie ist halt der Betreuungselternteil. Allein schon daher spare ich mir dauerhaft vergrämt zu sein.

Schön, wenn du das kannst. Ich kann es nicht. Ich kann meine Kinder nicht sehenden Auges in eine Situation rennen lassen, aus der ich mit mehr als einem blauen Auge heraus gekommen bin. Dabei rede ich jetzt nicht vom Vater sondern von der Schwester, respektive Tante.

Zitat
Dafür braucht es aber Abstand, den Du nicht hast.

Das stimmt, aber ich bin am dran arbeiten.

Zitat
Ich manage die Probleme mit ihr - nicht mehr und nicht weniger.

Kannst du das mal näher erklären? Welche Probleme und was bedeutet managen?

Zitat
Deshalb mache vielleicht einfach weiter so, erwarte aber nicht, dass alle Forianer auf der 'Arme-Aja-Seite' sind.

Ich fühle mich nicht als arme AJA und ich erwarte schon gar nicht, dass alle auf meiner Seite sind. Ich schreibe hier, um Anregungen, wie z. B. auch von dir zu bekommen. Ich habe nichts, aber auch gar nichts davon, wenn mir jemand auf die Schulter klopft, mir bestätigt, dass ich alles richtig mache und mir darüber hinaus noch eine Prise Mitleid schenkt. Das mag im Moment gut tun, bringt aber nicht einen Schritt weiter.

Davon abgesehen und nochmal in aller Deutlichkeit: Es geht in der ganzen Geschichte schon ganz lange nicht mehr um mich - es geht einzig und ausschließlich um die Kinder.

Gruß AJA
Gespeichert
Weisnich
_weisnich
***
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.969



« Antwort #48 am: 15. Oktober 2006, 23:17:32 »

Aja,
(Da stellt sich bei mir die Frage, warum Du Details aus der Strafsache kennst, obwohl Du keine Nebenklägerin warst, das aber nur nebenbei.)

Ich will auf deine Fragen antworten.

Nicht aushaltbare Situationen:
Mein Sohn ist sehr häufig bei der Oma mütterlicherseits. Diese Frau ist recht schwere Alkoholikerin, manisch-depressiv und hat sogar ihre eigenen Kinder sediert. ICh bin mal während der Ehe aus dem Ausland zu meiner Frau gerast, weil sie Sylvester bei ihr gefeiert und nicht viel getrunken hatte und meine Frau dann unter sehr speziellen psychischen Zuständen litt. Da war wohl mehr in der Bowle als Sekt und Früchte.
Das Sedieren hat sie wohl auch schon bei den eigenen Kindern im Kleinkindalter gemacht
Wenn ich da war, textete sie mich so zu, dass ich danach erst mal eine Stunde Ruhe brauchte. Und ich bin recht stabil.
So, da ist mein Kurzer nun (die Frau hat aus einer Scheidung recht viel Geld gemacht und meine Ex liebt Geld). Das macht mir Angst, trotzdem kann ich in der Sache wenig machen. Ich hoffe jeden Tag darauf, dass sie im Suff umkommt, aber leider wurde ich noch nicht erhört.

Probleme:
Ich habe auch schon Strafanzeigen hinter mir, Umgangsboykott, feiste Klagen und reichlich Gängeleien. Auch sehe ich, dass von ihrer Seite sehr stark auf meinen Sohn manipuliert wird. Der rennt mit zig Maulkörben rum. Wenn er dann mal hier ist und merkt, dass er nicht, wie zu Hause ausgefragt wird, ist er total verstört. Da muss man kühl bleiben können.
Auch kriege ich ihn immer völlig übermüdet und das scheint wohl in seinem Alltag normal zu sein. Mama zieht halt mit ihm rum, da stört Mittagsschlaf. Sie selbst sagte mir, dass dieser unnötig sei. (In ihrer Ausbildung zur Erzieherin machte sie genau die gegenteilige Erfahrung). Da macht Mann auch nix ausser: Junge schlaf dich erst mal aus. Ich befürchte nur, dass er bald gerne zu Papa kommt, um sich endlich mal wieder auszuschlafen.
Es sind kleine und grosse Sachen. Mal kommt ein Brief von der Staatsanwaltschaft, mal ist der Junge mal wieder völlig durch den Wind.

Managen:
Was macht man in den Fällen?
Nehmen wir z.B. die Anzeige wegen Nötigung und Vergewaltigung. Die habe ich Stück für Stück abgearbeitet. Es gab keine Gegenanzeige, keinen Gegenangriff. Ich habe einfach meinen Allerwertesten gerettet.

Nehmen wir die Aufenthalte bei der Oma oder das Schlafen. Da lege ich die Karten. De facto habe ich keinen Hebel, um das LEben meines Sohnes ausserhalb des Umgangs zu beeinflussen. Also lasse ich es. Natürlich bin ich vorsichtig (kontrolliere z.B.) und sprungbereit, aber erst dann, wenn ich etwas habe, das ich ernsthaft verwursten kann.

Und der Rest muss halt mit Gottvertrauen aufgefüllt werden. Ich bin nicht für alles verantwortlich, ich kann auch nicht alles kontrollieren. Ich kann nur versuchen, sinnvoll das Beste zu machen.

Oder meinen Umgangsunsinn. Da habe ich mal am Anfang das Ziel festgelegt und bin davon keinen Millimeter abgewichen. Diese Woche habe ich eine Einstweilige Anordnung unterschrieben, die ich im Juli geplant habe. Das ist nichts Emotionales, sondern es ist kostenmässig überschaubar und die Sache ist indiskutabel wichtig. Vielleicht kann ich ihr diesesmal sogar ein Lehrgeld zufügen. Nicht, um sie zu ärgern, sondern um sie das nächste Mal über einen Kompromiss nachdenken zu lassen.

Die Frage ist also immer: Welche Stärken, welche Schwächen, welche Chancen, welche Risiken (schau mal unter SWAT-Analyse; das ist das einfachste für 'Anfänger'). Und damit ziehe ich bisher alles durch.

Dabei ist mir aber immer klar, dass meine Mittel begrenzt sind (lies dir mal deinen Niehbur-Tag durch) und dass ich meinen Sohn auch nicht vor der Welt bewahren kann - so schlecht sie auch ist. Und vor seiner Mutter muss ich ihn nicht bewahren; sie ist genetisch und soziolektisch ein Teil von ihm und damit wird er klar kommen müssen.

Michael
« Letzte Änderung: 15. Oktober 2006, 23:32:50 von Weisnich » Gespeichert
Seiten: 1 [2]   Nach oben
Drucken
vatersein.de - Forum  |  Themen  |  Sorgerecht (Moderator: 82Marco)  |  Thema: Bitte nicht gleich prügeln
 
Gehe zu:  

Powered by SMF 1.1.10 | SMF © 2006, Simple Machines LLC


www.vatersein.de
Die Artikel sind geistiges Eigentum des/der jeweiligen Autoren,
alles andere © 2002 - 2012 by Vater sein trotz Trennung/Scheidung - Das Portal für Trennungseltern
Diese Webseite basiert auf pragmaMx 0.1.10.
Die Inhalte dieser Seite sind als RSS/RDF-Quelle verfügbar.

Erste Hilfe | Unterhaltsrechtliche Leitlinien
Aufsätze, Urteile, Studien, Informationen zum Familienrecht | Lexikon Familienrecht | Abkürzungen Familienrecht | Sonderbedarf
Urteile Ehegattenunterhalt | Urteile Kindesunterhalt | Urteile Sorgerecht | Urteile Umgangsrecht | Urteile Versorgungsausgleich | Urteile Zugewinnausgleich
Forum Umgangsrecht | Forum Sorgerecht | Forum Unterhaltsrecht | Forum Behörden/Gerichte | Forum Politik/Gesellschaft/Soziales

 

Theme created by Khon Bangkok WebWebWeb team