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vatersein.de - Forum 26. Mai 2012, 17:50:47 *
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Autor Thema: KM beantragt KU-klage von AE-vater abzuweisen  (Gelesen 7294 mal)
lonesomewolf
_lonesomewulf
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« Antwort #75 am: 16. Januar 2007, 21:00:54 »

und schon das nächste update:

der richter (derselbe, der bislang über alle anträge und beschwerden beschied)
hat exen´s beschwerde gegen seinen beschluss - die abweisung ihres PKH-antrages -,
nicht abgeholfen und die akte dem OLG zur entscheidung übersandt.

seine begründung ist denkbar knapp (auf die eigenen rechenfehler geht er gar nicht ein):

"zudem zeigt das vöm kläger vorgelegte kündigungsschreiben der fa. xyz,
dass der sachvortrag der beklagten zumindest nicht immer wahrheitsgemäß ist."


( exchen begründete das ende eines ihrer nebenjobs
mit dem wegfall der behandlungsbedürftig des einzigen patienten
 
stattdessen wurde ihr fristlos gekündigt
 
sie hat es wohl regelmäßig nicht gebacken bekommen, ihre abrechnung (ein papier, auf dass sie nicht mehr als ihre 8 behandlungstermine und unterschrift hätte setzen müssen) pünktlich vorzulegen

"zufälligerweise" hatte ich von dieser kündigung eine kopie  )


"den richter wird das nerven" schrieb schmusepapa und meinte damit meine überlegung,
eine negative feststellungsklage auf EU-verwirkung wegen prozessbetruges einzureichen

meine daraufhin geäußerte vermutung, der richter ist schon heut´ genervt,
scheint sich zu bestätigen ...

es juckt mir jetzt doch ganz arg in den fingern,
das gericht auf die latte der weiteren "nicht immer wahrheitsgemäßen sachvorträge" hinzuweisen

fragt sich nur was pfiffiger ist,
im zuge des laufenden KU-verfahrens oder gleich über eine negative feststellungsklage?


lg

wolf
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wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun,
sondern auch für das, was wir nicht tun

(j.b.molière)
lonesomewolf
_lonesomewulf
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« Antwort #76 am: 07. März 2007, 20:16:04 »

so, das OLG hat entschieden:

exchens beschwerde wird stattgegeben, sprich PKH bewilligt

eine vorentscheidung ist jedoch nicht, so mein RA,
vielmehr soll nun durch das AG die "weitere sachaufklärung" erfolgen 

das OLG gibt in seiner begründung ein paar "handlungsempfehlungen" an das AG:

so ist, sollte die zurechnung von fiktiven einkommen in betracht kommen,
die vom senat zugestandene übergangsfrist von 6 monaten nach trennung zu berücksichtigen,
die möglicherweise wegen der zunächst fortgesetzten kinderbetreuung erst ab 09/05 lief

und dass der vertrag (1/2-tags) mit exens arbeitgeber während des zusammenlebens geschlossen wurde und dass ihr die "wahrnehmung der chance auf steigende zukünftige einkünfte durch die erweiterung ihrer selbstständigen tätigkeit ohne eigenes investitionsrisiko unterhaltsrechtlich möglicherweise nicht vorzuwerfen ist".

(anmerkung: erweiterung ihrer tätigkeit heißt: vertrag mit theoretischer ganztagstätigkeit, ausreichend kundschaft und engagement auf exens seite vorausgesetzt ...
effektiv blieb es bei 1/2-tags
die aufnahme von nebenjobs lehnt sie -den jungs gegenüber ab - sie dürfe nicht ...)


wenngleich auch hier m.e. wieder mit geschlechtsspezifisch unterschiedlichem maß gemessen wird,
so lassen die konjunktive und "möglicherweise" in der begründung hoffen ...

zuständig am OLG ist die einzelrichterin frau xyz

darf dich den namen posten?
würd mich ja schon interessieren, ob schon jemand erfahrungen mit ihr hat ...


lg

wolf,

der exens "nicht immer wahrheitsgemäßen sachvorträge" täglich besser substantiieren kann 
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sondern auch für das, was wir nicht tun

(j.b.molière)
Uli
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VS-Fossil


WWW
« Antwort #77 am: 07. März 2007, 21:35:03 »

wenngleich auch hier m.e. wieder mit geschlechtsspezifisch unterschiedlichem maß gemessen wird,
so lassen die konjunktive und "möglicherweise" in der begründung hoffen ...

Lieber Wolf,

m.E. müssen die Konjunktive sein, da ansonsten das OLG ja bereits präjudizieren würde. Ich möchte Dich nicht verunsichern oder Dir die Stimmung vermiesen; mich stimmen die Ausführungen aber eher bedenklich. Warum weist das OLG das AG auf die angesprochenen Sachverhalte hin, ... ??  exclamation_smile

LG, Uli (der Daumen drückt, dass es gut läuft!)
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hamburger jung
Gast
« Antwort #78 am: 11. März 2007, 09:19:27 »

Hi wolf,

ich hoffe, dass der Restfunke Hoffnung sich zu einem lodernden Feuer entfacht.

*beidedaumendrück*

HHJung
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lonesomewolf
_lonesomewulf
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« Antwort #79 am: 13. Mai 2007, 00:18:19 »

so ihr lieben mitstreiter, berater und anteilnehmer,
ein update, das letzte in dieser sache 

gestern war termin

zuvor wechselten über wochen die schriftssätze hin und her,
immer nach dem gleichen schema:

exchen (ich nenn sie wieder so),
zeitlebens die arme hausfrau und mutter, bemüht sich doch schon so,
arbeitet 20 stunden die woche, nur es reicht halt leider nicht für KU
und weitere beschäftigungsmöglichkeiten wurden ihr nicht ANGEBOTEN,
haben sich ihr nicht ERÖFFNET (nicht eine bewerbung in 2 jahren!)

fiktive einkünfte durch versorgungsleistungen für den rittmeister hat sie nicht,
weil -wenngleich irgendwann eingeräumt - er zwar bei ihr übernachtet,
er sich tagsüber jedoch auf seiner arbeit im stall versorgt  rofl2

hingegen ich, ich habe die betreuung der jungs ja nur an mich gerissen,
um mich auf diese art und weise meiner unterhaltspflicht den jungs gegenüber zu entziehen  c
und verdiene ein schweinegeld, wonach ich locker die kids UND s´exchen unterhalten könne

auf allen müll, den die gegenseite verzapfte weiter einzugehen, lohnt nicht ...


der termin

zugegen war der richter, exens RAin, der meine und ich
exchen ließ sich entschuldigen, war auf einer fortbildung  thumbup

die erste frage des richters ging an mich:

wie ich denn eigentlich auf die idee gekommen sei,
ex auf die zahlung von KU zu verklagen  puzzled

nun, ich erzählte ihm, dass ich bald ein jahr versucht hätte,
friedlich eine lösung zur aufrechterhaltung der lebensumstände der jungs
(das erklärtermaßene ziel beider eltern!) mit ex herbeizuführen,

dass ich wiederholt vorschläge unterbreitet hätte (100,-/kind und monat),
ich jedoch nie eine antwort darauf erhalten hätte,
auch exens RAin seien diese vorschläge unterbreitet worden
(der richter schaute sie an, sie an die decke  rofl2)

dass ich dann irgendwann die faxen dicke gehabt hätte, den RA eingeschaltet
und nun KU in höhe des mindestsatzes (291,-/kind und monat) einforden würde,
als schlichtweg logische konsequenz aus exen vogel-strauss-politik  rofl2

dass ich mich jedoch weiterhin mit 100,-/kind + monat "zufrieden gäbe",
das ziel, die aufrechterhaltung der lebensumstände damit gewährleisten könne


auf die frage des richters an exens RAin, wie´s denn aussähe,
lonesomewolf´s angebot sei doch eigentlch recht angemessen,
tönte diese rum, wie schwer es ex doch falle, mehr zu verdienen,
sie bemühe sich doch bereits so, ihr arbeitgeber sei halt so ein schlimmer finger   c

mein RA konnte es sich an dieser stelle nicht verkneifen, sie zu fragen,
ob sie eine solche argumentation hinnehmen würde, wenn es darum ginge,
dass ein vater seiner KU-pflicht nicht nachkomme

der richter setzte nach und fragte, wie´s denn mit zeitungsaustragen wäre  rofl2

dann langt´s doch noch immer nicht, so die kluge antwort exen´s RAin

während der richter mit exen´s RAin die vorzüge einer fiktiven einkommensberechnung sowie der gegenklage auf trennungs- und aufstockungsunterhalt erörterten  ,
steckten mein RA und ich die köpfe zusammen, berieten uns kurz, guckten uns etwas länger an, nickten uns zu und dann machte er folgenden vergleichsvorschlag:

LSW verpflichtet sich, für den KU bis zum 18.lebensjahr der bengels aufzukommen
(ich hab dann sogar noch "ende der schulausbildung" nachgelegt, beide steuern auf´s abi zu)
LSW´s ex macht keinen trennungsunterhalt geltend

und verzichtet auf nachehelichen unterhalt  men_ani

frage des richters an die RAin, was sie / ihre mandantin dazu meint,
aus seiner sicht höre es sich sehr vernünftig an
antwort: sie glaube, dass sie eine akzeptanz für einen solchen vergleich erzielen könne

(dann ham´se noch flugs den streitwert (natürlich basierend auf den falschen zahlen exens RAin) für TU und EU ermittelt, meine kritik an der höhe grinsend mt dem hinweis auf PKH abgewiesen und fettich).


also, ich glaube, nur verrückte (oder väter) können sich darüber freuen,
keinen kindesunterhalt zu erhalten

ich bin wohl beides ... 

und das exchen auf dauer los, juchee


einen riesendicken dank an alle, die mich auf diesem weg, fast 2 jahre war er lang, begleitet haben

und ganz liebe grüße


wolf
« Letzte Änderung: 13. Mai 2007, 00:29:12 von lonesomewolf » Gespeichert

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sondern auch für das, was wir nicht tun

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gaya
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« Antwort #80 am: 13. Mai 2007, 01:39:21 »

hey wolf,

du bist zufrieden, das ist das wichtigste. (Cool

herzlichste grüsse, auch das ist ein bier wert, oder zwei oder ....

gaya
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hamburger jung
Gast
« Antwort #81 am: 13. Mai 2007, 05:04:24 »

Hi Wolf,

Siehste, bie die Hoffnung nie aufgeben.

Da habt ihr doch noch das Maximale rausgeholt.   thumbup


Und wenn Du statt 100€ mehr im Monat jetzt keinen Stress mehr hast, haste mehr gewonnen, als zu erwarten war.

Ich freu mich für Dich!!!

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lonesomewolf
_lonesomewulf
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« Antwort #82 am: 13. Mai 2007, 08:07:12 »

ein, zwei bier, gaya? 

nee, nee. viel, viel mehr ! 


ich bin/war(?) von haus aus ein "checker",
hab das planen (auch beruflich)  zu meiner profession gemacht

diese unsicherheit, nicht zu wissen, wann, mit wieviel und für wie lange
kommt exchen mit forderungen, die meine pläne durchkreuzen, um die ecke,
darauf (anfänglich) überhaupt keinen einfluss zu haben, war zwischendurch schon echt belastend

fast 20 jahre hab ich exchen gern in meine pläne einbezogen, versucht, ihr alle wünsche zu erfüllen

(dass sie noch ganz andere wünsche hatte, die ich nur nicht wahrnahm,
sei´s, weil ich sie einfach nicht "gespürt" habe -männer hören ja die signale nicht -
oder sei´s, weil exchen schlichtweg den mund nicht aufmachte
- frauen ja sagen nix, glauben, man(n) müsse in ihren kopf, in ihr herz gucken können -
durfte ich erst nach 20 jahren, auf höchst schmerzhafte art und weise, erfahren)

wenn ich sie heute, nochmal 2 jahre später, nicht mehr in meine pläne einbeziehen muss,
dann ist das viel, viel mehr als ein, zwei bier wert 

ich bin frei, verantwortlich allein für mich und entscheide, allein für mich, wo die reise hingeht

naja, zwei halbstarke bengels hab ich noch ein stückweit und gerne (!) dabei.
sie sind/ich bringe sie aber zunehmend auf den richtigen kurs,
sie erkennen mehr und mehr ihre eigenverantwortlichkeit, werden stark und stärker
und sie machen das maul auf  , bringen zum ausdruck, was ihnen fehlt
und zeigen ihre dankbarkeit/anerkennung, so vattern es ermöglichen kann

dass ich ihnen den goldstaub nicht mehr in den allerwertesten pusten kann,
hat hierbei durchaus seine guten seiten


ja, liebe gaya, ich bin zufrieden 


und die 200,- eus (2 kids, lieber HHjung ), die fehlen,
um den apparat hier am kac..en zu halten, die holen wir zu dritt mit der holzheizerei rein.
eine wirklich freude (weil nicht zuletzt auch wärme) bringende tätigkeit,
die nebenbei auch pädagogisch unendlich wertvoll:
wer im winter nicht frieren will, der muss im sommer was dafür tun 

nichts, aber auch rein gar nichts, ist selbstverständlich!


dass ich/sie/wir das ergebnis, den vergleich, viel einfacher und viel schneller hätten erzielen können,
dass wir uns "einfach nur" an einen runden tisch hätten setzen können,
mit freunden, mit den paten der kinder, der mediatorin oder "einfach" nur allein,
nun ja, ich hab´s versucht, fast ein jahr lang ...

exchen wollte/konnte es nicht. nun ja, so musste es eben so laufen

dass unser besch..ssens deutsches unterhaltsrecht und die "freundinnen" einen erheblichen teil dazu beitrugen, das muss ich euch nicht erzählen


Zitat
Da habt ihr doch noch das Maximale rausgeholt.   thumbup

ja, lieber HHjung, ja !

dass ein exchen, eine mutter, durchaus mehr für ihre kinder beitragen könnte,
das blende ich bei dieser betrachtung einfach aus,
(nicht zuletzt hab ich sie mir ja auch ausgesucht, wusste, dass sie "nur kann, was sie kann" ...)

und wart´s mal ab, was wir zukünftig noch alles "rausholen",
aus uns   


euch allen einen sonnigen tag, sie scheint wieder !


lg

wolf
« Letzte Änderung: 13. Mai 2007, 08:17:33 von lonesomewolf » Gespeichert

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« Antwort #83 am: 13. Mai 2007, 08:52:13 »

Zitat
und die 200,- eus (2 kids, lieber HHjung )

Stimmt, war noch´n bissl früh- das Töchterchen, Du weißt schon...

Aber alles besser, als an Exchen noch zahlen zu müssen- lieber hacke ich bei minus 20°C nackig auf dem Kopf stehend 8 Raummeter Holz pro Tag, als einer solchen für derartiges Verhalten noch was in den Hintern zu blasen.

Und dass Exchen nix für die Kinder überhat, die Arme, das muss sie mit ihrem Gewissen vereinbaren. Du hast jedenfalls ein reines und stösst hoffentlich gedanklich mit mir an! 
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Kasper
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« Antwort #84 am: 13. Mai 2007, 10:30:54 »

Moin,

es freut mich für Dich, eine Möglichkeit ausgehandelt zu haben, die in Deinem Sinne ist.

Es erstaunt mich jedoch immer wieder, welche flexibilität die Familiengerichte aufzeigen, wenn es um die Möglichkeiten für Mütter geht, aber nicht im Umkehrschluss. Noch erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass es gesetzlich ausgeschlossen ist, auf KU zu verzichten, das dies bestandteil eines Vergleiches werden kann.

Gruß
Kasper
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Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
lonesomewolf
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« Antwort #85 am: 13. Mai 2007, 10:40:32 »

moin kasper,

ich teile dein erstaunen

allein die eingangsfrage des richters ließ mich doch anfangs ein wenig
die kontrolle über meine kinnlade verlieren ...

einen verzicht hab ich ja auch gar nicht ausgehandelt,
vielmehr habe ich, um exchen/ihre RAin zu einem verzicht auf EU zu bewegen,
mich verpflichtet, den KU bis zur vollendung der schulausbildung unserer jungs allein aufzubringen.

mit einer gehörigen portion optimismus:

nämlich die nächsten 2 bzw. 4 jahre selber leistungsfähig zu bleiben
(mit/in meinem beruf heutzutage nicht mehr unbedingt die regel ...)

lg

wolf
« Letzte Änderung: 13. Mai 2007, 10:57:26 von lonesomewolf » Gespeichert

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« Antwort #86 am: 13. Mai 2007, 12:40:41 »

also, ich glaube, nur verrückte (oder väter) können sich darüber freuen,
keinen kindesunterhalt zu erhalten

ich bin wohl beides ... 

und das exchen auf dauer los, juchee

Lieber Wolf,

was gäbe ich doch dafür, Deine Verrücktheit teilen zu dürfen!  mad3

Dir auf jeden Fall einen ganz herzlichen Glückwunsch zu Deinem Ergebnis! Ich gönne es Dir von ganzem Herzen.

Viele Grüße, Uli

p.s. Vielleicht magst Du mir ja bei einer Pizza vom Gang der Verhandlung berichten?!
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bengel
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« Antwort #87 am: 13. Mai 2007, 13:02:45 »

hey wolf,

auch von mir herzlichen glückwunsch. endlich ruhe, hoffe ich.

lieben gruss

bengel
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Aniram
Gast
« Antwort #88 am: 13. Mai 2007, 13:32:42 »

Hallo Wolf !

Ich komme nicht umhin, Dir ebenfalls meinen Herzlichen
Glückwunsch auszusprechen und hoffe, daß Du jetzt
endlich Ruhe hast.

Es ist schön zu lesen, daß hin und wieder ein halbwegs
gerechtes Lüftchen der Gerechtigkeit durch die Gerichte
weht.

Boah... klingt das geschwollen  mad3

Halbwegs deshalb, weil ich immer noch nicht einsehen
will warum Frauen so locker erreichen, keinen Unterhalt
für ihre Kinder bezahlen zu müssen, während man Männern
wenn sie ein bißchen Pech haben, sogar mit Gefängnis
droht.

LG Marina
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feta
Gast
« Antwort #89 am: 13. Mai 2007, 13:36:44 »

Wolf,

gut gemacht und jetzt nach vorne schauen!  thumbup

Viele Grüße
Feta
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babbedeckel
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AE-Papa


« Antwort #90 am: 13. Mai 2007, 14:51:46 »

Hi lsw,

na dann herzlichen Glückwunsch, von dem EU-Joch befreit zu sein  3ertralala
Du hast jetzt wenigstens Ruhe.  thumbup

Da trinken wir mal paar Bierchen drauf...spätestens Anfang August 

...aber bißchen neidisch bin ich schon ...  mad3

Gruß
babbedeckel
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Ein Ruin kann drei Ursachen haben: Frauen, Wetten oder die Befragung von Fachleuten (Georges Pompidou)
lonesomewolf
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« Antwort #91 am: 13. Mai 2007, 22:33:49 »

ihr lieben,

habt dank für eure glückwünsche

ja, ich hab jetzt ruhe, jetzt wo das EU-damoklesschwert nicht mehr über mir baumelt

wobei die ruhe fing eigentlich schon an, als ich den mist meinem RA übergab,
keine kraft und lust mehr hatte, mich noch länger mit exchen, die eh nicht antwortete,
und dieser sch...ss-problematik auseinander zu setzen
(sieht man mal von kurzfristigen erregungszuständen nach erhalt der gegnerischen schriftsätze ab  )

zufrieden, wie ich gestern schrieb, oder glücklich (was man ja sein sollte, wenn man schon jede menge glückwünsche erhält) bin ich nicht so recht, erst recht nicht stolz ...

denn das ziel, den wechselseitigen verzicht (ich nenn ihn einfach so, auch wenn es strengenommen keiner ist) hätte man ja auch ganz anders, friedlicher und schneller, errreichen können ...

nun ja, es war mir, es war ihr, es war uns nicht gegeben
wir haben uns schon zu ehezeiten nicht verstanden,
warum hätte es nach der trennung anders sein sollen

klare "wenn-dann-strukturen", nicht nur für kinder eine orientierungshilfe:
wenn es friedlich eben nicht geht, dann halt eben strittig, nun ja ...

aber ich kann noch in den spiegel schau´n 

lg und nochmal ganz herzlich danke


wolf


Vielleicht magst Du mir ja bei einer Pizza vom Gang der Verhandlung berichten?!

ja lieber uli, gerne, und eine pizzalänge reicht dazu vollauf 
und zum nachtisch tauschen wir uns über "morgen" aus 
sag bescheid, wann du zeit hast, bei mir klappt´s fast immer
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lesemaus
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Optimistin


« Antwort #92 am: 14. Mai 2007, 07:53:25 »

Hallo Wolf,

also mit Glückwünschen tue ich mich schwer, da ich, wie du, der Meinung bin, das hätte man einfacher haben können...

Für ein so sensationelles Ergebnis wie das, was bei euch jetzt unterm Strich übrig bleibt (ich geb dir nix, du gibst mir nix), haben mein Ex und ich genau 2x30 Minuten gebraucht. 

Aber ich freu mich für Dich, dass du den Mist jetzt hinter dir lassen kannst.
Dir und deinen Jungs alles Gute! 

Lieben Gruß, Lesemaus
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Getretener Quark wird breit, nicht stark
lonesomewolf
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« Antwort #93 am: 15. Mai 2007, 12:30:25 »

das hätte man einfacher haben können...

wohl wahr, liebe lesemaus,

wenngleich es eigentlich müßig ist, weil daran, wie´s gelaufen ist änder´ ich heute nichts mehr,
trotzdem noch mal ein letzter blick zurück

sei´s damit ich nun endgültig abschließen kann oder sei´s dass, andere, die noch mitten drin oder ganz am anfang stehen, vielleicht aus meinen, aus unseren fehlern lernen können ...

am anfang stand das ende, das mich aus heiterem himmel überraschende, überrollende ende

heiter war er natürlich nicht, der himmel, schon lange nicht mehr ...

dass wir uns mehr und mehr auseinander lebten, blieb mir nicht verborgen
und vor der auseinandersetzung mit der frage, was wohl aus uns wird,
wenn die kinder, das einzig verbliebene bindeglied, irgendwann aus dem hause sind,
konnte ich ab irgendeinem zeitpunkt auch nicht mehr vor mir selbst davonlaufen.
gestellt habe ich frage, nur nie, jahrelang ...

überraschen hätte mich ihre antwort, als ich die frage dann endlich stellte, eigentlich nicht
„ich weiß, dass dir etwas fehlt. ich habe aber kein problem damit, wenn du es dir woanders suchst“

überraschen insofern nicht, als dass ich in den zurückliegenden jahren unserer, zu diesem zeitpunkt 19-jährigen, beziehung es schon insgesamt 5-mal erleben durfte, dass sie „sich das, was ihr fehlte, woanders suchte“ (4-mal noch vor den kindern, 1-mal (die jungs waren 5+7, sie wurde schwanger, er stand nicht zu seiner verantwortung und sie trieb ab) im jahr nach unserer hochzeit ...).
die frage, warum ich sie immer wieder „zurücknahm“ bzw. warum sie immer wieder „zurückkam“ hab ich mir nie gestellt ...
ich konnte oder besser: ich wollte mich damit nicht auseinandersetzen.

wenn ich mir der antwort heute sicher bin, so hab ich dies ganz vorneweg meiner psychologin, die eigentlich nicht „mehr“ tat, als gezielte fragen zu stellen, mich immer und immer wieder dazu „zwang“, mich mit mir selbst auseinanderzusetzen, zu verdanken.

ich wuchs als schlüsselkind auf. beide eltern berufstätigkeit und selten präsent, der vater zu allem überfluss mit einer zweiten frau, die er regelmäßig besuchte und mutter weinend zuhause ließ.
ich wurde schon als knirps abgeschoben, zu freunden der eltern „gepackt“, wie es meiner mutter noch vor kurzem unbewusst rausrutschte. ganz menschliche, vor allem aber kindliche bedürfnisse wie zuneigung, wärme und geborgenheit wurden nicht erfüllt. die daraus resultierenden gefühle, heimweh war eines der schlimmsten, lernte ich so gut zu unterdrücken, dass ich im ergebnis allen gefühlen, gleich ob schönen oder unschönen, keine chance mehr gab, mein verhalten zu bestimmen.
stattdessen lernte ich, was zu tun war, um das zu erreichen, was mir fehlte (wo an anderer stelle ein „arm“ (sprich: „ich will auf deinen arm“) genügt, heulte ich, um auf den arm genommen zu werden). Bei mutter „klappte“ es, zwar nicht immer, aber es ging (dass "um zu" in einer beziehung, die auf liebe und freundschaft basiert, nicht funktionieren kann, das weiss ich heute ...).
die schon immer finanziellen schwierigkeiten der eltern führten dazu, dass ich bereits früh aufgaben/verantwortung übertragen bekam, die aus heutiger sicht in keinster weise kindgerecht waren. ich lernte weiter, meine eigenen wünsche und bedürfnisse zurückzustellen, mich für andere und anderes verantwortlich zu fühlen. mit 19, das abi in der tasche, zog ich aus. unterstützung meiner eltern konnte und wollte ich nicht erhalten. die vernunft und als einziges gefühl verblieben, das verantwortungsgefühl für andere/anderes (damals noch für meine eltern) bestimmte mein verhalten. es gab kein problem, das ich nicht lösen konnte, so dachte ich, jahrzehntelang ...

der kopfmensch par excellence ...

sie wuchs in einer „intakten“ familie auf; der vater alleinverdiener, die mutter daheim. finanzielle nöte unbekannt. umsorgt von mutter, versorgt von vater (beides z.tl noch bzw. wieder heute), wurde ihr jeder wunsch von den augen abgelesen und auch erfüllt, der „goldstaub in den allerwertesten geblasen“: mit 14 das pferd, in das sie sich verliebte, mit 19, nach dem abi, ein jahr columbien, goldschmiedend durch´s land getingelt, sponsored durch den millionenschweren patenonkel, um nur zwei stationen zu nennen. lust und laune waren (und sind?) der antrieb ihres verhaltens. „ich kann nur, was ich kann“ ein satz den ich wie oft gehört

der gefühlsmensch par excellence ...

als wir uns kennenlernten, sie 20, zurück aus columbien, ich 21, grad fertig mit dem zivildienst,
traffen zwei menschen aufeinander, wie sie gegensätzlicher nicht sein konnten:

ich der rational starke und emontional schwache,
auf der unbewussten suche nach einem menschen der mich liebt, mir wärme und geborgenheit schenkt

sie die emontional starke und rational schwache,
auf der suche nach einem menschen der sie (unter-)stützte,
ob bewusst oder unbewusst, ich weiss es nicht ...will es auch lieber nicht erfahren, glaube ich

wir ergänzten uns. die gegenseitige ergänzung war der grundstein unserer beziehung
und war der grund, warum wir jedes mal auf´s neu wieder zueinander fanden

schliefen ihre gefühle für mich ein, was aufgrund meiner oben beschrieben unfähigkeit meine eigenen gefühle wahrzunehmen geschweige denn auszudrücken (ich glaubte, dieses nur durch körperliches tun zu können) immer recht schnell der fall war, so waren es jedes mal die emotionalen typen, die meine direkte nachfolge antraten („warum verliebst du dich immer in weicheier“, fragte ich mal)

gleich und gleich gesellt sich gern ...

stand sie plötzlich wieder vor meiner tür, warf ich auf der stelle alle zuvor, nach der jeweiligen trennung gefassten, vorsätze, sie nicht wieder über meine schwelle treten zu lassen, über bord.
wenngleich es „irgendwie nicht schön“ war, verlassen zu werden (was genau in mir vorging, konnte, wollte ich nicht wissen), so war es doch umso schöner, wieder einen menschen um mich zu haben, der mir liebe, wärme, aufmerksamkeit schenkte.
wenn ich jetzt schreiben würde, sie tat es einzig, um ein dach, ein bett, ein auto, einen vollen kühlschrank oder letztlich einen versorger ihrer selbst und ihrer kinder zu haben, so ist es böse und sicher nicht die ganze wahrheit.

gegensätze ziehen sich an ...

ich/wir waren uns dessen nur nie bewusst ...


am anfang stand das ende, das mich aus heiterem himmel überraschende, überrollende ende

wenngleich der himmel nicht (mehr) heiter und auch das ende (eigentlich) nicht überraschend,
so überrollte es mich dennoch, als sie dann endlich, nach 2 monaten des davonlaufens auf meine frage nach dem „warum, warum soll ich mir jemand anders suchen?“ mir offenbarte, schon seit jahren (erst waren es „nur“ zwei, später dann acht) in ihren reitlehrer verliebt zu sein. „es gibt auf der welt immer nur zwei menschen, die füreinander bestimmt sind“ (ein satz den ich vermutlich nie vergessen werde).

was mich überrollte, waren meine gefühle. jahre-, nein jahrzehntelang nicht wahrgenommen, wurden sie von jetzt auf gleich so stark, dass ich sie einfach nicht mehr unterdrücken konnte.
es waren all die scheissgefühle, ihr kennt sie vermutlich alle: trauer, wut, enttäuschung, hass, verzweifelung und die vielen, vielen ängste, ganz vorne weg die schlimmste aller ängste, die vor dem allein sein ...

dabei war ich es bereits, jahrezehntelang, hab´s halt nur nicht wahrnehmen können/ wollen.

der lonesomewolf eben ...

ich, ausschließlich vernunftsgesteuert, meine sicht-, wahrnehmungs- und ausdrucksweise durch all das „unheitere“ der zurückliegenden jahrzehnte längst zurechtgebogen und manifestiert, erlebte mich wie nie zuvor. irgendetwas in mir raubte mir den schlaf, den appetit, die gesamte aufmerksamkeit für alles um mich herum. dass es meine gefühle waren, ich wusste es nicht ... (noch nicht)

ich bin „gerannt“, weggerannt vor der auseinandersetzung mit meinen gefühlen (durch diese tage habe ich verständnis für amokläufer entwicklen können), meine „läufe“ waren zum glück nur „läufchen“, ich habe mich nicht mit den kindern die brücke runtergestürzt, eine besorgnis, die schwiegermama irgendwann äußerte

dennoch waren sie nicht unbedingt geeignet, den boden für die anstehenden trennungsgespräche zu bereiten. ohne schuld von mir weisen zu wollen, trugen ihre aussagen, trug ihr verhalten auch nicht unbedingt dazu bei ...

dass ich, wenn ich schon die frau, mit der ich dachte alt zu werden, aufzugeben hatte (eine sms, die ich vermutlich auch nie vergessen werde: „du musst nur aufgeben, was eh nicht mehr ist. mit deiner liebe machst du mich kaputt") nicht auch noch das haus, mein, unser, das der kinder zuhause (in das ich jede freie minute der zurückliegenden ca. 13 jahre gesteckt hatte, meine flucht ...), das haus, das sie in den zurückliegenden ca. 4 jahren eigentlich nur noch zur nahrungsaufnahme, körperpflege und zum schlafen aufsuchte (die maßgebliche zeit verbrachte sie  mit der ausbildung, später der arbeit oder am stall, ihre flucht ...), dass ich das haus nicht aufgeben wollte, war mir relativ schnell klar

dass ich mit meinen verletzten gefühlen (dass es diese waren, wurde mir erst nach und nach bewusst) nicht in der lage war - auch wenn sie meinte, es müsse möglich sein, der kinder wegen -, mit ihr weiter unter einem dach zu leben, dafür brauchte es ein paar –höchst schmerzhafte- wochen ...

dass ich - nachdem ich sie gebeten hatte, dass haus konsequenterweise auch zu verlassen, nachdem sie „ihr“ geld, mit dem sie zuvor natürlich auch „uns“ unterstütze, für sich beanspruchte - zahlungsunfähig wurde, ging dann ganz schnell:
mein dispo - überbeansprucht durch den viel zu teueren sommerurlaub des vorjahres, die viel zu umfänglichen weihnachtsgeschenke in verbindung mit ihrem einkommensrückgang nach abschluss der berufsausbildung und das alles, ohne letztlich irgendwo die kosten gesenkt zu haben / senken zu können - machte bereits vier wochen nach ihrem auszug schlapp.

mich seit eh und je für alles und nichts verantwortlich fühlend, stand ich natürlich allein unter allen verträgen. ihre bereitschaft, sich an irgendwelchen kosten zu beteiligen, beschränkte sich auf die übernahme ihres handyvertrages (es wieherte, wenn er anrief, juchu) sowie den eintritt in die lastschrifteinzugsermächtigung, mit der der reiterverein ihren jahresbeitrag von meinem konto abbuchte.

meine bitten, mir wenigstens das kindergeld zu übertragen und die kosten für das auto (nie zuvor hatte ich ihr ein teureres gekauft) zu übernehmen, wurden erwidert mit „solange ich keinen unterhalt von dir bekomme, soll das kige auf mein konto gehen“ und „wenn ich das auto übernehme, zahlst du pony und esel“
(pony und esel, sie standen beim bauern nebenan, waren die einzigen kosten - neben der tageszeitung, die sie alsbald kündigte -, die sie trug. bezogen auf meine kosten für ihr auto: linke tasche, rechte tasche)

es eskalierte, als ich sie bat, mir ihre einkommensverhältnisse aufzudecken (ca. 450,- hatte sie mir zuvor mal gesagt), eine abrechnung (eine probeabrechnung) über 560,-, unterschrieben mit dem hinweis „leider reicht das nicht mal für mich und mehr arbeiten ist nicht möglich“ legte sie mir vor.
ich hatte zuvor ihre unterlagen auf der suche nach der kindergeldnummer durchforstet und war dabei auf ihre abrechnungen (neben dem job, dessen abrechnung sie mir vorlegte, hatte sie noch 3 weitere beschäftigungsverhältnisse) gestossen: zwischen 1.400,- und 1.800,- (incl. KiGe), den geldwerten vorteil für das auto, das sie natürlich weiter nutzte, nicht eingerechnet, standen ihr monatlich zur verfügung ...

ich hab mein sparbuch geplündert (auch recht dusselig, den dispo am anschlag und noch ein sparbuch haben), mir die jungs und die fahrräder geschnappt, ein schönes WE-ticket gekauft und bin mit ihnen 14 tage durch den schwarzwald und die vogesen geradelt.

... in der hoffnung, nach unseren urlaub, mich mit ihr an einen runden tisch setzen zu können.

weit gefehlt, ein telefonat, wörtlich: es sei lächerlich, dass ich über geldnot klage, ich müsse eben sparen, sie kenne niemanden, der so viel verdient wie ich
(2.400,- waren´s damals noch, bevor dann das dämliche steuerrecht zuschlug (- 400,-)).

dass auch sie, in dem letzten, wirklichen gespräch, den wunsch äußerte, WIR mögen den jungs, über die trennung ihrer eltern hinaus, alle anderen lebensumstände erhalten, dies nur am rande ...

ich habe mir dann die finger wund geschrieben. ich weiss nicht, wie viele versuche ich machte, sie davon zu überzeugen, dass wir eine einigung erzielen müssen. hab versucht ihre eltern, gemeinsame freunde mit einzubeziehen, war beim JA, wollte eine unterhaltsbeistandsschaft einrichten, hab´s mir dann doch wieder anders überlegt, bin rumgeiert ...

„tausend“ versuche meinerseits und nicht ein ton mehr von ihr ...

nachdem mir selbst ihr vater sagte: "wenn ihr euch nicht einigen könnt, dann muss es eben nach recht und gesetz erfolgen", hab ich mich 4 monate nach der trennung an eine anwältin und mediatorin gewandt, extra ne frau gesucht, dachte sie könne sich besser in sie einfühlen.

sie schrieb EINEN brief (dringende empfehlung: lasst euch die briefe der RAs zuvor als entwürfe schicken, lesen, ne nacht drüber schlafen und dann korrigieren. es sind und bleiben kriegstreiber, sie verdienen ihre kohle über den streitwert!)

die antwort kam prompt (natürlich nicht direkt, sondern gleichfalls über eine anwältin): das auto, klar wird sie es übernehmen und das kige, ja, das solle ich auch erhalten, bis dass der aufenthalt der söhne abschließend geklärt sei. er war nie, zu keinem zeitpunkt, weder aus ihrer, noch aus meiner, noch und erst recht aus der kindersicht (damals 13+15) strittig. strittig, aus ihrer sicht, war vermutlich einzig die frage, wer von uns beiden im hause bleibt, („ich klag dich aus dem haus, ich habe beweise, wie schädlich dein verhalten für die kinder ist“ hab ich, noch vor ihrem auszug, mal telefonisch entgegennehmen dürfen).

eine woche später erhielt ich post vom gericht: ihren antrag auf alleiniges aufenthaltsbestimmungsrecht (den selbst das JA als „unsinnig“ ansah).

drei monate der auseinandersetzung mit übelsten (jedoch unhaltbaren) vorwürfen folgten - aus heutiger sicht würde ich sagen, das war die schlimmste zeit - bis dass sie den antrag zurückzog. danke.

ich mache es jetzt kurz, will endlich zum schlussstrich kommen
(wer mag, kann die details  >hier< nachlesen, denn kurz darauf fand ich euch)

nach ihrer antragsrücknahme war ruh´, ich brauchte sie auch dringend

3 monate später war das trennungsjahr um, ich wollte die scheidung.

wenngleich ich nun das kige erhielt (das auto erhielt ich auch irgendwann, vor die tür gestellt ... mit derbem verlust hab ich es erst vor ein paar wochen verkaufen können), entspannte sich die finanzlage - der blöden steuerrechtsgebung sei dank - nicht.

zur scheidung mussten also irgendwelche finanziellen regelungen getroffen werden. wieder schrieb ich mir die finger wund (auf ratschläge wie, lass es, es ist müßig, wollte ich nicht hören).
6 monate hat´s gebraucht (in der zeit nicht eine - nebenbei bis heute, selbst in profansten oder auch wirklich wichtigen kinderangelegenheiten - antwort von ihr; nichts, null ...) bis ich die angelegenheit abgab, ich konnte und wollte mich nicht länger damit auseinandersetzen.

das ergebnis, nochmal 8 monate später, ist bekannt ...

über die frage, warum sie, warum ich, warum wir nicht in der lage waren, uns mit den trennungsfolgen auseinanderzusetzen, friedlich und vernünftig, hab ich lange nachgedacht.

die antwort ist eigentlich ganz simpel,
sie liegt in unseren, eingangs beschriebenen, gegenseitigen defiziten begründet.

ich brauch mir nur unsere jungs anzuschauen, deren vorbild wir, im guten wie im schlechten, waren.
insbesondere der große (der kurze hat-(te) es leichter, kann und konnte er ja zusätzlich auch von seinem bruder lernen) vereint(-e) alle eigenschaften seiner eltern auf sich, die guten wie die schlechten.

er traut(-e) sich nicht, seine wünsche zum ausdruck zu bringen,
keine aufgabe ist (war) ihm zu schwer, so er denn auch lust dazu hat(te-),
wenn irgendwas nicht lief, so ist (war) es immer die schuld der anderen,
eigenverantwortung ist (war) ein fremdwort.

wenn ich hier die vergangenheits- und gegenwartsform gleichzeitig verwende, so ganz bewusst.

vieles von dem, was gestern war, ist heute nicht mehr.

und dies gilt für die jungs, für beide und für mich.

es verändert sich. und das ist total klasse, klasse und spannend.


und am anfang stand das ende ...



als alter kopfmensch (ich muss es mir doch einfach noch mal geben, hab sie aber auch noch nie zusammengestellt) ein letzter blick auf die zahlen:

2.000,- als die hälfte unserer schulden auf meinem konto
   600,- als die hälfte gemeinschaftlicher steuerschulden der jahre ´03/´04´/´05
   500,- für die aufstockung des verlustig gegangenen hausrats
1.600,- für die gescheiterte mediation und das unsinnige ABR-verfahren
            (dass ich für letzteres PKH hätte erhalten können, wusste ich damals noch nicht)
2.900,- für einen zweitwagen, den ich nie haben wollte

7.600,-

fazit: trennung/scheidung kostet


aber, geld allein ist nicht alles, weil

- und jetzt kommt der dicke strich -

________________________________________________________________________


es macht spass 

es macht spass, all die veränderungen zu erleben 
es macht spass, sich zu verlieben 
es macht spass, auch mal ein wenig traurig zu sein 
es macht spass, in der hängematte zu liegen und einfach nur nix zu tun 
es macht spass, zu tanzen 
es macht spass, die nacht durchzumachen und am nächsten tag total müde zu sein 
es macht spass, zu träumen 
es macht spass, pizza, steaks und all das, was ich nie gegessen habe, zu essen 
es macht spass, zu blödeln, zu bibbern, zu schmelzen und zu knuuuuuutschen 
es macht spass, allein zu sein 

es macht spass, spass zu haben 


das ein oder andere steinchen wird auch sicher noch im wege liegen,
aber auch das aus dem weg zu räumen, macht spaß   



lonesomewolf im jahre 3
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sondern auch für das, was wir nicht tun

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« Antwort #94 am: 15. Mai 2007, 12:48:13 »

hallo lsw,

muss mir gerade mal eine träne aus dem augenwinkel wischen.

ich weiss nicht, ob ich schon so weit bin wie du. ich bin auch im jahre 3.

alles liebe.

bengel
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« Antwort #95 am: 15. Mai 2007, 18:04:25 »

Mein lieber Wolf,

Zitat
es macht spass   

es macht spass, all die veränderungen zu erleben 
es macht spass, sich zu verlieben 
es macht spass, auch mal ein wenig traurig zu sein   
es macht spass, in der hängematte zu liegen und einfach nur nix zu tun 
es macht spass, zu tanzen 
es macht spass, die nacht durchzumachen und am nächsten tag total müde zu sein 
es macht spass, zu träumen 
es macht spass, pizza, steaks und all das, was ich nie gegessen habe, zu essen   
es macht spass, zu blödeln, zu bibbern, zu schmelzen und zu knuuuuuutschen 
es macht spass, allein zu sein 

es macht spass, spass zu haben   


das ein oder andere steinchen wird auch sicher noch im wege liegen,
aber auch das aus dem weg zu räumen, macht spaß   

Amen und halleluja.

Genau all das macht Spaß.
besonders:

Zitat
es macht spass, zu blödeln, zu bibbern, zu schmelzen und zu knuuuuuutschen 

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« Antwort #96 am: 15. Mai 2007, 18:17:22 »

hey wolf,

sag ich doch! hier iss ende. sofahuepf

also auf den neuen anfang. Cool

mit freundlichen grüssen

gaya
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Optimistin


« Antwort #97 am: 15. Mai 2007, 18:35:02 »

...und noch was, nur dass du es nicht vergisst:

Lass ihn draußen, diesen Gefühlsmenschen, diesen noch nicht laufen könnenden Zwerg, der schneller groß wird, als du denkst.
Mit ihm lässt sich´s soooo viel netter leben, als mit diesem Kopfmenschen, der immer nur eklige Zahlen jongliert.

(Und irgendwann sind die dann gesunderweise auch echt gute Kumpels, die Zwei, weil zugebenermaßen sollte der eine nicht ohne den anderen...)

Lesemaus (die immer noch nicht weiß, ob sie...., aber doch, ja, eher Gefühl..., mit bissi Kopf, der aber voller Gefühl ist...der Kopf..., oh Kopfschmerz, entweiche, entflieh)
 
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Wir kommen wieder!!


« Antwort #98 am: 15. Mai 2007, 18:43:27 »

ääääyyyy lesemaus,

deine droge will ich auch *fg*

aber lsw: die frau hat recht!

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wenn wir ihn für jemanden wagen,
der Licht in unser Leben bringt.

(Ernst Ferstl)
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« Antwort #99 am: 15. Mai 2007, 18:54:20 »

aber lsw: die frau hat recht!

ich weiss   
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